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Gemäßigte Zone

Gemäßigte Zone

Als Gemäßigte Zonen bezeichnet man die Klimazonen zwischen den Wendekreisen und den Polarkreisen. Die gemäßigten Zonen liegen nach klimatischen Gesichtspunkten zwischen den Polargebieten und den Subtropen.

Klima

Die gemäßigten Zonen weisen eindeutige Jahreszeiten auf und existieren auf der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel. Das Klima reicht von mildem maritimen Klima, das durch geringe Temperaturschwankungen und große Niederschlagsmengen geprägt ist, bis zum Kontinentalklima, das sich durch hohe Temperaturschwankungen und relative Aridität auszeichnet. Meteorologisch wird der größte Teil der gemäßigten Zone durch die Westwindzone beschrieben.

Definition der Klimazonen in der gemäßigten Zone

Man teilt die gemäßigte Zone meist in drei verschiedene Subregionen ein: die warmgemäßigte, kühlgemäßigte und die kaltgemäßigte Zone. Das Jahresmittel liegt um 8 Grad Celsius.

Warmgemäßigte Zone

Für die warmgemäßigte Zone gibt es zwei unterschiedliche Definitionen: 1) Gebiete mit einer Mitteltemperatur im wärmsten Monat über 20 Grad Celsius 2) Gebiete mit einer Mitteltemperatur im wärmsten Monat über 10 Grad Celsius, im kältesten Monat über 0 Grad Celsius. Als Abgrenzung zu den Subtropen wird normalerweise die Grenze der Jahresmitteltemperatur von 20 Grad Celsius genannt; alles, was darunter liegt, gehört zur gemäßigten Zone oder der Kalten Zone. Beispiel: Nach der ersten Definition gehört z.B. die Rheinebene in Deutschland zur warmgemäßigten Zone, das norddeutsche Tiefland dagegen zur kühlgemäßigten Zone, da in der Rheinebene meist mittlere Julitemperaturen über 20 Grad gemessen werden. Nach der zweiten Definition gehören beide Gebiete zur warmgemäßigten Zone, da in beiden Fällen die durchschnittliche Januartemperatur über 0 Grad liegt.

Kühlgemäßigte Zone

Zur kühlgemäßigten Zone gehören Gebiete, die die Anforderungen für die warmgemäßigte Zone nicht erfüllen, also je nach Definition: 1) die Temperatur im wärmsten Monat über 10, aber unter 20 Grad Celsius erreicht 2) die Temperatur im wärmsten Monat über 10, die Temperatur im kältesten Monat jedoch unter 0 Grad Celsius liegt. Als Abgrenzung zum kaltgemäßigten Klima wird meist die Jahres-Mitteltemperatur von 0 Grad Celsius genannt. Eindeutige Beispiele für die kühlgemäßigte Zone sind beispielsweise das Klima im größten Teil Polens und West-Russlands, aber auch in einigen Teilen Deutschlands (z.B. Sachsen, Süd-Bayern).

Kaltgemäßigte Zone

Zur kaltgemäßigten Zone gehören alle Gebiete, die eine jährliche Mitteltemperatur von unter 0 Grad, gleichzeitig aber eine Mitteltemperatur im wärmsten Monat von über 10 Grad Celsius aufweisen. Alle Gebiete mit einer Mitteltemperatur von unter 10 Grad Celsius im wärmsten Monat gehören per Definition zur Kalten Zone. Beispiele für das kaltgemäßigte Klima sind die größten Teile Sibiriens und die nördliche Kola-Halbinsel.

Vegetation

Die Vegetation in den gemäßigten Zonen besteht hauptsächlich aus Nadelwäldern, Misch- und Laubwäldern, zur Mitte der Kontinente hin findet man jedoch auch Grassteppen und teilweise sogar Halbwüsten und Wüsten. Siehe auch: Klimazone, Tropen, kaltgemäßigtes Klima

Weblinks


- [http://www.m-forkel.de/klima/gemaesigt.html Überblick über die gemäßigte Zone] Kategorie:Klimazonen und Vegetation ja:温帯 ko:온대

Klimazone

Die Erde wird anhand verschiedener Klimabedingungen aufgrund unterschiedlich intensiver Sonneneinstrahlung in unterschiedliche Zonen eingeteilt, die sich vom Nordpol zum Äquator erstrecken – und auf der Südhalbkugel spiegebildlich verlaufen.

Einteilung

Es existieren zwei Arten von Einteilungen für die Klimazone, eine grobere, die die Klimazonen nach geografischen Kriterien aufteilt, und eine feinere, die die tatsächlichen Klimaverhältnisse (Temperatur, Niederschlagsmenge) berücksichtigt.

Einteilung nach geografischen Kriterien

Einteilung nach klimatischen Kriterien


- Kalte Zone: Gebiete, in denen die Mitteltemperatur im wärmsten Monat 10 Grad Celsius nicht erreicht.
  - Eisklima
  - Tundrenklima
- Gemäßigte Zone: Gebiete, in denen der wärmste Monat wärmer als 10 Grad Celsius ist, die Jahresmitteltemperatur jedoch unter 20 Grad Celsius liegt.
  - Kaltgemäßigtes Klima
  - Kühlgemäßigtes Klima
  - Warmgemäßigtes Klima
- Subtropen: Gebiete mit einer Jahresmitteltemperatur über 20 Grad Celsius, jedoch einer Mitteltemperatur im kältesten Monat unter diesem Wert
- Tropen: Gebiete, in denen die Mitteltemperatur im kältesten Monat über 20 Grad Celsius liegt. Die Grobeinteilung richtet sich in diesem Fall nach der Temperatur, es gibt jedoch auch andere Einteilungen, die die tatsächlichen Klimabedingungen aufgrund der atmosphärischen Zirkulation, der Meereszirkulation (Genetische Klassifikation), oder der Klimawirkungen (effektive Klassifikation: dominierende Vegetation, allgemeine ökologische Kriterien) besser erfassen. Beispiel hierfür ist der Vergleich von Niederschlagsmengen und Evapotranspiration, was zur einer Differenzierung in
- aride,
- semihumide und
- humide Klimate führt. Es gibt hierbei keine beste oder generell zu bevorzugende Klassifikation der Klimazonen. Jede Art der Klassifikation hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile und diese können nur im Fall einer konkreten Anwendung in eine Richtung überwiegen. Geht man nur von den klimatischen Bedingungen aus, so bieten sich zur differenzierten Beschreibung lokaler Klimacharakteristika so genannte Klimadiagramme an.

Klimaklassifikationen – allgemeine Vorgehensweise

Alle Klimaklassifikationen versuchen, die regional sehr unterschiedlichen Klimate der Erde zusammenfassen und generalisiert wiederzugeben. Die kleinsträumlichen Unterschiede müssen hierbei den großen Regelhaftigkeiten des Klimas weichen. Es werden ähnliche Klimate zu größeren Räumen aggregiert, die innerhalb von bestimmten Grenz- und Richtwerten der gleichen Klimaparameter (und damit ungefähr das gleiche Klima) aufweisen. Generell unterscheidet man genetische und effektive, zum Teil auch ökoklimatische, etc. Klimaklassifikationen. Genetische Klimaklassifikationen stellen den Ursprung des Klimas, also deren Genese, in den Mittelpunkt. Räume gleicher Klimate werden also zum Beispiel nach der Kontinentalität bzw. Maritimität eines Teilraumes bestimmt. Zentrale Grundlage der genetischen Klimaklassifikationen ist die globale Windzirkulation. Eine frühe genetische Klimaklassifikation legte zum Beispiel Carl Troll vor.

Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger

Diese offiziellen in der Klimageographie verwendeten Klimaklassifikationen wurden von Wladimir Peter Köppen in dieser Art Einteilung entwickelt. […] Siehe dazu auch Klimatologie, Klassifikation. […] Die Zahlen geben die Reihenfolge in der Einordnung der Klassifizierung an.

Hauptgruppe

; A-Klimate : Tropische Regenklimate (kältester Monat < 18 °C). ; B-Klimate : Trockenklimate, (entweder mit Sommerregen, Regen ohne Periode oder Winterregen) mit hauptsächlicher Unterscheidung zwischen BS (Steppenklimate) und BW (Wüstenklimate). ; C-Klimate : Warmgemäßigte Regenklimate (kältester Monat zwischen 18 °C und −3 °C, wärmster Monat > 10 °C), mit ganzjährigen Niederschlägen, bzw. jahreszeitlich oder periodisch höher als in den B-Trockenklimaten. ; D-Klimate : Boreale Klimate, Schnee-Wald-Klimate, nur auf der Nordhalbkugel ausgebildet, kältester Monat < −3 °C und wärmster Monat > 10 °C. ; E-Klimate : kalte Klimate jenseits der Baumgrenze (polare, wie als auch Höhenbaumgrenze), mit häufig vorkommenden tundrenartigen Dauerfrostböden, wärmster Monat < 10 °C, mit Unterscheidung in EF (Ewiger Frost) und ET (Tundra).

Unterteilung nach dem Mengenverhältnis der Niederschläge


- w = wintertrocken, a) für die C- und D-Klimate im regenreichsten Monat der wärmeren Jahreszeit mehr als zehnmal soviel Niederschlag wie im regenärmsten Monat der kälteren Jahreszeit (Bsp.: Cw-Klimate), b) in der A-Klimate muss mindestens ein Monat mit weniger als 60 mm Niederschlag vorkommen um diese weitere Klassifikation zur Aw-Klimate zu bekommen.
- s = sommertrocken, a) bei der C- und D-Klimate muss der regenreichste Monat der kalten Jahreszeit hierfür mindestens dreimal soviel Niederschlag aufweisen wie der regenärmste Monat der warmen Jahreszeit in der jeweiligen Klimate), b) nur äußerst selten auch für die A-Klimate zutreffend, wenn der trockenste Monat im Verhältnis zum regenreichsten noch bis zu 30 mm Niederschlag aufweist, wird das „s“ erst an dritter Stelle neben „f“ gesetzt.
- f = steht dann für ausgesprochene Trockenzeit in der jeweiligen Klimate.
- m = Mittelform zwischen f und w im Bereich des tropischen Monsunklimas, Trockenzeit ist zwar vorhanden aber nur kurz und wenig effektiv.

Differenzierung der Sommerwärme und Winterkälte


- Gruppe für die C- und D-Klimate:
  - a = Temperatur des wärmsten Monats > 22 °C
  - b = wärmster Monat < 22 °C, aber noch mindestens 4 Monate > 10 °C
  - c = nur 1 bis 4 Monate > 10 °C, kältester Monat > –38 °C
  - d = bis zu 4 Monate > 10 °C, aber kältester Monat < –38 °C
- Gruppe für die B-Klimate:
  - h = heiß (Jahresmitteltemperatur > 18 °C)
  - k = winterkalt (Jahresmitteltemperatur < 18 °C, aber wärmster Monat > 18 °C)
  - k' = wie k, jedoch auch wärmster Monat < 18 °C
- Dritte Gruppe:
  - l = lau, alle Monate 10 °C bis 22 °C
  - i = isotherm, die Differenz der extremen Monate < 5 °C

Weblinks


- [http://www.payer.de/entwicklung/entw02.htm allgemeiner, sehr umfassender Artikel zu den einzelnen Klimazonenklassifikationen]
- [http://www.klimakarte.de/ Einleitung zur genetischen Klimazonenklassifikation]
- [http://www.wetter-und-klima.de/klimadiagramme/welt.htm Klimadiagramme]
- [http://www.tu-berlin.de/~kehl/project/lv-twk/05-intro-4-twk.htm Vegetationsökologie von Klimazonen]
- [http://www.die-klimazonen.de/ Die Klimazonen der Erde]
- [http://www.webgeo.de/beispiele/rahmen.php?string=1;k_600;1;;;;1-k_610-1 Lernmodul bei WebGeo] ! Kategorie:Klimatologie

Polarkreis

Polarkreise nennt man die auf ca. 66,5° nördlicher sowie südlicher Breite gelegenen Breitenkreise. Sie trennen die Polargebiete von den gemäßigten Zonen. Ihr Abstand vom Pol, 23,5°, entspricht der Schiefe der Ekliptik. Innerhalb von 40.000 Jahren pendelt der Polarkreis wegen der Präzession innerhalb eines Bereichs von 250 km (rund zwei Breitengraden), das heißt, er verlagert sich täglich um derzeit einen bis zwei Zentimeter.

Polarnacht und Polartag

Gebiete innerhalb des Polarkreises überschreiten nicht jeden Tag die Tag-Nacht-Grenze. In Gebieten, die innerhalb der Polarkreise liegen, kommt es daher zur Polarnacht und zum Polartag: Im Winter geht dort für mindestens einen Tag (mit zunehmender Breite mehr) die Sonne nicht auf, im Sommer dagegen scheint für die gleiche Anzahl von Tagen die Mitternachtssonne. In der Polarnacht bleibt es jenseits des Polarkreises aber nicht notwendigerweise dunkel, da mehrere weitere Faktoren zu berücksichtigen sind: # Wegen der Refraktion (Lichtbrechung in der Erdatmosphäre) scheint die Sonne in Horizontnähe deutlich höher zu stehen als sie in Wirklichkeit ist, kann damit also trotz „theoretischer“ Polarnacht scheinbar vollständig aufgehen. # Die Sonnenscheibe kann teilweise aufgehen, sie steigt nur nicht vollständig über den Horizont. # Sogar wenn die Sonne knapp unter dem Horizont bleibt, gibt es eine Dämmerung. Auf dem europäischen Festland ist die Polarnacht daher nirgends so dunkel, dass die Sterne durchgehend zu sehen wären. Kategorie:Astronomisches Koordinatensystem Kategorie:Geographischer Begriff

Pol

Unter einem Pol versteht man im Allgemeinen eines von zwei (äußersten) Enden. Ebenfalls im allgemeinen Sinn wird oft das eine Ende als das extreme Gegenteil des anderen Endes betrachtet. Gleichwohl können sich beide Enden auch gegenseitig bedingen, ähnlich wie sprichwörtlich die "Zwei Seiten einer Medaille".

Verschiedene Verwendungen des Begriffs Pol


- Geografischer Pol, siehe Pol (Geografie)
- Magnetischer Pol, siehe Erdmagnetfeld
- Geomagnetischer Pol, siehe Pol (Geomagnetismus)
- Elektrischer Pol, siehe Pol (Elektrizität)
- Himmelspol
- Beide Pole ("Manie" und "Depression") der "Bipolaren Störung" (auch manisch-depressive Erkrankungen)
- Schnittpunkt aller in einer Ebene liegenden Kugeltangenten (siehe Pol (Mathematik))
- Polstelle einer mathematischen Funktion
- Mechanischer Drehpunkt spezieller Messinstrumente, beispielsweise eines Planimeters
- Sogenannter Gefäßpol eines Blutgefäßes (siehe auch Nephron, Niere)
- Hauptpol im Polplan (Statik) = der Punkt, um den sich eine Scheibe absolut dreht
- Nebenpol im Polplan (Statik) = der Punkt, um den sich zwei oder mehr Scheiben relativ zueinander drehen.

Abkürzungen


- PoL oder POL für Problem orientiertes Lernen
- Pol. für Polizei
- pol. für politisch
- Pol. für polarisiertes Licht
- pol als Sprachcode für polnische Sprache (nach ISO 639)
- pol. für poliert
- Dr. rer. pol. für Doktor der Politikwissenschaften

Namen


- Pol Bury, siehe Kinetische Kunst
- Grafen von Saint-Pol, de Pol, Greiner-Pol, Jean-Pol usw.
- Fluss in England: siehe Pol (Fluss)


Subtropen

Die Subtropen gehören zu den Klimazonen der Erde. Sie liegen in der geographischen Breite zwischen den Tropen in Äquatorrichtung und den gemäßigten Zonen in Richtung der Pole, ungefähr zwischen 25°-40° nördlicher Breite und 25°-40° südlicher Breite. Diese Gebiete haben typischerweise tropische Sommer und nicht-tropische Winter. Man kann sie unterteilen in trockene, winterfeuchte, immerfeuchte Subtropen. Eine weitverbreitete Definition definiert das Klima dort als subtropisch, wo die Mitteltemperatur im Jahr über 20 Grad Celsius liegt, die Mitteltemperatur des kältesten Monats jedoch unter der Marke von 20 Grad bleibt.

Trockene Subtropen

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Winterniederschläge
- ganzjährig arid
- Tageszeitenklima

Vegetation


- Artenvielfalt relativ gering
- Wüsten- und Steppenvegetation (oft Dornbuschgewächse)

Beispiele

Sahara-Wüste, Atacama-Wüste, Naher Osten

Winterfeuchte Subtropen. Mittelmeerklima

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Winterniederschläge
- nur Sommer-arid

Vegetation

Es dominiert ein spezifischer Formationstyp, die Hartlaubvegetation, die für die Mediterranen Gebiete des Mittelmeeres und Kaliforniens durch immergründe Eichenarten - Steineiche, Korkeiche und Kermeseiche sowie halbimmergrüne Mazedonische Eiche geprägt wird. In Australien sind besonders zwei Eukalyten, Jarrah (Eucalyptus marginata) und Marri (Eucalyptus calophylla), in mediterranen Regionen verbreitet. In Kalifornien kommen viele Nadelhölzer vor, unter denen dem Mammutbaum besonderes Interesse zukommt. In vielen Gegenden ist die Landschaft durch frühen Raubbau völlig waldlos. Die Wälder SW-Australiens, die Kapregion Südafrikas, Kalifornien und der Mediterran sind durch den hohen Endemitenreichtum unter den 25 Hotspots der Biodiversität der Erde.

Beispiele

Mittelmeerregion, Zentral-Chile, Kalifornien, Süd-West-Australien, Südafrika (Kapregion)

Sommerfeuchte Subtropen

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Niederschläge im Sommerhalbjahr

Vegetation


- Artenreicher Lorbeerwald mit zahlreichen Lianen aber weniger Epiphyten als in tropischen Wäldern. In Australien typischerweise Eukalyptuswälder. Im Kaukasus, Nord Iran und östlichen USA artenreiche Laubmischwälder mit hohen Anteil an Tertiären Arten. In Süd-Ost China, einem globalen Zentrum der Artenvielfalt sind viele usrprüngliche Gattungen die sonst ausgestorben sind erhalten (Afganistan)

Weblinks


- http://www.tu-berlin.de/~kehl/project/lv-twk/09-subtrop-wint4-twk.htm - Flora und Vegetation der (winterfeuchten) Subtropen
- [http://www.m-forkel.de/klima/subtropisch.html Vergleich des Winterregenklimas der Westseiten und des Subtropischen Ostseitenklimas] Kategorie:Klimazonen und Vegetation Kategorie:Meteorologie ja:亜熱帯

Nordhalbkugel

Als Nordhalbkugel oder nördliche Halbkugel oder nördliche Hemisphäre wird der Teil der Erde bezeichnet, der sich nördlich des Äquators befindet. Der astronomische Sommer geht hier von Juni bis August und der Winter von Dezember bis Februar. Durch die Corioliskraft sind Tiefdruckgebiete und auch z.B. Hurrikane auf der Nordhalbkugel (fast) immer linksdrehend - gegen den Uhrzeigersinn. Die Nordhalbkugel hat wesentlich mehr Landfläche als die Südhalbkugel und wird deshalb auch als Landhemisphäre bezeichnet. Siehe auch: Geografische Breite, Norden, Wasserhemisphäre, Westhemisphäre Kategorie:Geographischer Begriff ja:北半球 ko:북반구 simple:Northern Hemisphere

Südhalbkugel

Als Südhalbkugel oder südliche Halbkugel oder Südhemisphäre wird der Teil der Erde bezeichnet, der sich südlich des Äquators befindet. Der astronomische Sommer geht hier von Dezember bis Februar und der Winter von Juni bis August. Durch die Corioliskraft sind Tiefdruckgebiete und auch z.B. Hurrikane auf der Südhalbkugel immer rechtsdrehend - im Uhrzeigersinn. Die Südhalbkugel hat viel weniger Landfläche als die Nordhalbkugel und wird deshalb auch als Wasserhemisphäre bezeichnet. Hauptsächlich findet man die südlichen Teile Südamerikas und Afrikas, den größten Teil von Indonesien sowie Australien und Neuseeland auf der Südhalbkugel. Zudem verläuft die Sonne auf der Südhalbkugel von Osten über den Norden nach Westen. Siehe auch: Barisches Windgesetz, Geografische Breite, Süden, Landhemisphäre, Westhemisphäre Kategorie:Geographischer Begriff ja:南半球 ko:남반구 simple:Southern Hemisphere

Kontinentalklima

Das Kontinentalklima ist durch heiße Sommer und kalte Winter geprägt, mit starken Unterschieden der Jahreszeiten und außerdem nur geringem Niederschlag. Dem Kontinentalklima gegenüber steht das Maritime- oder Seeklima. Je weiter man ins Innere eines Kontinents kommt, desto geringer wird der ausgleichende Einfluss der Meere, welche aufgrund der großen spezifischen Wärmekapazität des Wassers einen enormen Wärmespeicher darstellen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Wolken und der Feuchtigkeitsgehalt der Atmosphäre stark. Das trockene Klima läßt zahlreiche Steppen und Wüsten entstehen, denn die Haupt-Verdunstungsräume der Ozeane sind weit entfernt. Das Abregnen der Wolken erfolgt hauptsächlich an den Rändern der Kontinente, sodass für das Innere nur wenig übrigbleibt. An Gebirgen auf dem Weg vom Meer ins Kontinentinnere sinkt einerseits die Windgeschwindigkeit, andererseits werden die Wolken zum Aufsteigen gezwungen und können durch die folgende Abkühlung nicht mehr so viel Wasserdampf halten. Asien hat durch seine große Ausdehnung und die stark gegliederte Landschaft Anteil an mehreren Klimazonen, doch am meisten am Kontinentalklima. Die extremen Sommer und Winter werden oft nur von kurzen Übergangsjahreszeiten getrennt. Groß sind auch die täglichen Temperaturgegensätze. Der Kältepol liegt im Nordosten Sibiriens, doch sind die Winter auch in Zentralasien wegen der geringen Bewölkung und nächtlicher Abstrahlung kalt. Dort, wo die großen Wüsten weit nach Norden reichen, dürften die größten Temperaturunterschiede im Tages- und Jahresverlauf auftreten. Demgegenüber stehen Süd- und Südostasien unter dem Einfluss des Monsun, der einen Zyklus von feuchten und trockenen Jahreszeiten bewirkt. Auslöser sind die winterkalten Landmassen Nordasiens, wo sich ausgeprägte Hochdruckgebiete entwickeln.

Westwindzone

Die Westwindzone, auch planetare Westwinddrift, zyklonale Westdrift und außertropische Westwindzirkulation genannt, stellt eine globale atmosphärische Windströmung dar, die in geografischen Mittelbreiten, also von etwa 35° bis 70° sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel der Erde auftritt, wobei sie zwischen 45° und 55° besonders stark ist. Es herrschen Boden- und Höhenwinde aus Westen oder mit westlicher Komponente vor, deren Luftmassen thermisch gemäßigt und relativ feucht sind. Diese Strömung ist allerdings nicht so gleichmäßig wie die der weiter in Richtung Äquator liegenden Passate. Die mittlere Westwinddrift wird von verschiedenen Windrichtungen überlagert. Typische Merkmale dieser Zone sind das Auftreten von ausgedehnten Kalt- und Warmfronten sowie Wellenbewegungen unterschiedlicher Wellenlänge (barotrope und barokline Wellen, Rossby-Wellen); sie führen zur Ausbildung von Hoch- und Tiefdruckgebieten, die das Wettergeschehen in mittleren Breiten bestimmen.

Entstehung

Grundvoraussetzung für die Entstehung der Westwindzone sind starke Temperatur- und Druckunterschiede zwischen den hohen und den niederen Breiten, genauer zwischen dem Luftdruckgefälle zwischem dem subtropischen Hochdruckgürtel und der subpolaren Tiefdruckrinne im Bereich der sogenannten polaren und planetaren Frontalzone, gekoppelt mit starker Wirbel- und Wellenbewegung in der Troposphäre und häufigem meridionalen Luftmassenaustausch. Durch ein Temperaturgefälle (etwa drei bis zehn Grad Celsius pro 1000 Kilometer) angetriebene Luftmassen fließen von den Subtropen aus polwärts (Ferrel-Zelle) und werden aufgrund der Corioliskraft nach Osten abgelenkt und bilden somit einen thermischen Westwind, auch Jetstream genannt. Der eigentliche breitenkreisparallele Verlauf der Höhenströmung kann jedoch in Wellen davon abweichen.Ihren Ursprung hat die Zyklone meist im so genannten Islandtief(auch Atlantiktief genannt) das durch den Zusammenstoss von subtropischer Warmluft und polarer Kaltluft an der Polarfront entstanden ist. Siehe auch: Wind und Luftdruckgürtel, Planetarische Zirkulation, Polarfrontjetstream, Zyklogenese, Zirkumpolarstrom Kategorie:Wind ja:偏西風

Polen

Die Republik Polen (poln. Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Polens Grenzen sind 3582 km lang, wobei 467 km auf die Grenze zu Deutschland im Westen, 790 km auf die zu Tschechien und 539 km auf die zu der Slowakei im Süden, 529 auf die zur Ukraine und 416 auf die zu Weißrussland im Osten, 103 km auf die zu Litauen und 210 auf die zur russische Exklave Kaliningrad im Nordosten sowie 528 auf die Ostsee-Küste im Norden entfallen. Flächenmäßig ist Polen der neuntgrößte Staat in Europa. Der Name "Polen" kommt von dem westslawischen Stamm der Polanen, deren Siedlungsgebiet sich im zentralpolnischen Großpolen um Posen und Gnesen befand und die die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug im 10. Jahrhundert unterwarfen und einigten. Den Namen "Polanen" kan man mit "Feldbewohner" übersetzen (pole = Feld). Der latainische Name Terra Poloniae oder Regnum Poloniae wurde seit dem 11. Jahrhundert für das ganze polnische Staatsgebiet verwendet. Das Ursprungsgebiet der Polanen wurde ab dem 14. Jahrhundert als Altpolen und später Großpolen (von lat.: Polonia Maior) bezeichnet, während die südlicheren Landesteile um Krakau Kleinpolen (von lat.: Polonia Minor) genannt wurden. Andere Namen für das Land Polen und die Polen gehen auf den Stamm der Lędzianen zurück, die im Südosten Polens an der mittleren Weichsel siedelten, z.B. Lechia, Lenkija (litauisch), Lechistan (persisch) sowie Lach (russisch), Lengyel (ungarisch).

Geographie

Weichsel Das Gebiet Polens besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das das Stettiner- und Frische Haff sowie die Pucker Bucht gegliedert. Im Norden und der Mitte schließt sich das von der Eiszeit geformtes Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, das durch seine vier großen Seenplatten (Masurische Seenplatte, Kaschubische Seenplatte, Pommersche Seenplatte und Großpolnische Seenplatte) gekennzeichnet wird, deren Mermal neben den zahlreichen Gewässern vor allem die hügelige Moränenlandschaft ist, vgl. z.B. Kaschubische Schweiz. Südlich daran schließt sich die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägte Landschaft Schlesiens und Masowiens an. Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch die Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge Krakauer-Tschenstochauer Jura, Heiligkreuzberge, Beskiden, Waldkarpaten und Sudeten. Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge. Siehe auch: Großpolen, Masowien, Ermland-Masuren, Pommern, Schlesien, Kleinpolen, Podlasien.

Geologie

Podlasien] Die geologische Struktur Polens ist im wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision der Kontinente Afrika und Europa während der letzten Jahrmillionen und die Vergletscherung aus Skandinavien. Beide Ereignisse formten die Karpaten und die Sudeten. Die Moränenlandschaft Nordpolens weist zumeist Sand- und Lehmböden auf, während die südlicheren Urstromtäler oft Lößböden haben. Der Jura, die Pieninen und die Westliche Tatra betehen aus Kalkstein, während die Hohe Tatra, die Beskiden und das Riesengebirge sich zum großen Teil aus Granit und Basalten zusammensetzten. Das Heiligkreuzgebirge ist eines der ältesten Gebirge der Welt.

Berge

Basalt Polen hat 21 Zweitausender, von denen sich alle in der Tatra befinden. Die Tatra, auf polnischem Gebiet bestehend aus Hoher- und Westlicher Tatra, stellt die höchste Bergkette in Polen und den ganzen Karpaten dar. Der mit 2.499 m höchste Berg Rysy mit seinem hochgelegenen See Morskie Oko liegt in der Hohen Tatra. Der mit 2 m unter N.N. am tiefsten gelegene Punkt befindet sich bei Raczki Elbląskie in der Nähe von Elbląg im Weichseldelta. Die zweithöchste Gebirgkette in Polen sind die Saybuscher Beskiden mit der Babia Gora (1725 m) als höchsten Gipfel. Gefolgten werden sie von dem Riesengebirge, dessen Schneekoppe mit 1602 m die höchste Erhebung der Sudeten darstellt. Zu den schönsten Bergen Polens gehören die Waldkarpaten im äußersten Südosten des Landes, deren höchste in der Polonina die Tarnica mit ca. 1300 m ist. Unter Touristen sind zudem die Niederen Beskiden ca. 1000 m , die Gorce ca. 1300 m, und die Pieniny ca. 1000 m bekannt, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt sind. :Kategorie:Gebirge in Polen

Seen

:Kategorie:Gebirge in Polen Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen ha überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro qm als Polen auf. Die größten Seen mit über 100 km² Fläche sind Sniardwy und Mamry in Masuren sowie Łebsko und Drawsko in Pommern. Neben den Seenplatten im Norden (Masuren, Pommern, Kaschubei, Großpolen) gibt es auch eine hohe Anzahl an Bergseen in der Tatra, von denen das Meeresauge der flächenmäßig größte ist. Der mit über 100 m tiefste See ist der Hancza in der Seenplatte von Wigry östlich von Masuren in der Wojewodschaft Podlachien. Gefolgt wird er von dem Tatra Bergsee "Großer Polnischer See" im "Tal der fünf polnischen Seen". Zu den ersten Seen deren Ufer besiedelt wurden, gehört die Großpolnische Seenplatte. Die Pfahlbausiedlung von Biskupin, die von mehr als 1000 Einwohnern bewohnt wurde, gründeten bereits vor dem 7. Jahrhundert v. Chr. Menschen aus der Lausitzer Kultur. Die Vorfahren der heutigen Polen, die Polanen, bauten ihre ersten Burgen auf den Seeinseln (pl. "Ostrów"). Der legendäre Fürst Popiel soll im 8. Jahrhundert von Kruszwica am Gopło-See regiert haben. Der erste historisch belegte Herrscher Polens, Herzog Mieszko I., hatte seinen Palast auf der Wartheinsel "Ostrów Tumski" in Posen. :Kategorie:See in Polen

Flüsse

:Kategorie:See in Polen ]] Die längsten Flüsse sind die Weichsel mit 1047 km, der Grenzfluss Oder mit 854 km, die Warta mit 808 km und der Bug mit 772 km. Die Weichsel und die Oder münden genauso wie zahlreiche kleiner Flüsse in Pommern in die Ostsee. Die Liebe und die Wegorapa fließen über die Pregel und die Czarna Hancza über die Memel in die Ostsee. Daneben entwässern einige kleinere Flüsse, wie die Izer in den Sudeten über die Elbe in die Nordsee. Die Orawa aus den Beskiden fließt über die Waag und die Donau genauso wie einige kleiner Flüsse aus den Waldkarpaten über den Dnister ins Schwarze Meer. Die polnischen Flüsse wurden schon sehr früh zur Schifffart genutzt. Bereits die Wikinger befuhren mit ihren Drachenbooten während ihrer Raubzüge durch Europa die Weichsel und die Oder. Im Mittelalter und der Neuzeit als Polen-Litauen die Kornkammer Europas waren, gewann die Verschiffung von Agrarprodukten auf der Weichsel Richtung Danzig und weiter nach Westeuropa eine sehr große Bedeutung, wovon noch viele Renaissance- und Barockspeicher in den Städten entlang des Flusses zeugen. :Kategorie:Fluss in Polen

Küste

:Kategorie:Fluss in Polen] Die polnische Ostseeküste ist 528 km lang und erstreckt sich von Swinemünde auf den Inseln Usedom und Wollin im Westen bis zu Krynica Morska auf der Frischen Nehrung (auch Weichsel Nehrung genannt) im Osten. Die polnische Küste ist zum großen Teil eine sandige Ausgleichsküste die durch die stetige Bewegung des Sandes aufgrund der Strömung und des Windes von West nach Ost charakterisiert wird. Dadurch bilden sich viele Kliffe, Dühnen und Nehrungen, die nach dem Auftreffen auf Land viele Binnengewässer schaffen, wie z.B das Jezioro Łebsko im Slowinzischen Nationalpark bei Łeba. Die bekanntesten Nehrungen sind die Hela und die Frische Nehrung. Die größte polnische Ostseeinsel ist Wolin. Die größten Hafenstädte sind Gdingen, Danzig, Stettin und Swinemünde. Die bekanntesten Ostseebäder sind Zoppot, Misdroy,Kolberg, Łeba, Habichtsberg und Jurata. Polnische Inseln

Bodennutzung

Polnische Inseln] 28% des Landes sind von Wald bedeckt. Über die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, wobei allerdings die Gesamtfläche der Äcker zurückgeht und gleichzeitig die verbliebenen intensiver bewirtschaftet werden. Die Viehzucht ist insbesondere in den Bergen weit verbreitet. Große industrielle Ballungszentren sind das GOP in Oberschlesien, der Ballungsraum um Warschau und Lodsch sowie das Weichseldelta um die Dreistadt Danzig-Zoppot-Gdingen. Über 1 % der Fläche Polens - 3.145 km² - werden in 23 Nationalparks geschützt. In dieser Hinsicht nimmt Polen den ersten Platz in Europa ein. Drei weitere sollen in Masuren, im Krakauer-Tschenstochauer Jura und in den Waldkarpaten neugeschaffen werden. Die meisten polnischen Nationalparks befinden sich in den Bergen im Süden. Zudem werden Sumpfgebiete um Flüsse und Seen in Zentralpolen geschützt, sowie Küstengebiete im Norden. Zudem kommen zahlreiche Reservate und Schutzgebiete.

Flora und Fauna

Schutzgebiete] In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z.B. der Wisent im Urwald von Bialowieza in Podlachien und der Braunbär in Bialowieza, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Zudem gibt es im Osten Polens auch Urwälder, die nie von Menschen gerodet wurden, wie der zuvor erwähnte Urwald von Bialowieza. Große Waldgebiete gibt es auch in den Bergen, Masuren, Pommern und Niederschlesien. Polen ist auch das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel die im Sommer nach Europa kommen brütet in Polen, insbesodere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, Narew und Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer in denen mehr Störche als Menschen wohnen. Liste der Nationalparks in Polen

Klima

Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler. bild:Klima_gdynia.png|Klimadiagramm Gdynia bild:Klima_warschau.png|Klimadiagramm Warschau bild:Klima_krakau.png|Klimadiagramm Krakau bild:Klima_zakopane.png|Klimadiagramm Zakopane

Größte Städte

Zakopane] Zakopane] Zakopane] Zakopane] Zakopane] Siehe auch: Liste der Städte in Polen, Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte :Kategorie:Ort in Polen

Bevölkerung

Polen hat mit 40 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa und die sechstgrößte in der Europäischen Union. Polen ist ethnisch betrachtet ein äußerst homogener Staat, was ein Novum in der polnischen Geschichte darstellt: Die Polen stellen mit 99,3 % die Mehrheitsbevölkerung. Die verbleibende Minderheitsbevölkerung in Polen setzt sich nach der Volkszählung von 2002 aus Deutschen (ca. 150.000), Weißrussen (ca. 49.000) und Ukrainern (ca. 30.000) sowie Tataren, Litauern, Roma, Lemken, Russen, Karäern, Slowaken und Tschechen zusammen. Unter den ausländischen Staatsangehörigen stellen Vietnamesen die größte ethnische Gruppe, gefolgt von Griechen und Armeniern.

Religion

Armenier Armenier) ist die größte Kirche in Polen und die fünftgrößte auf der Welt]] Armenier] Die polnischen Stämme waren ursprünglich Heiden und hatten - ähnlich wie die anderen Westslawen - ein polotheistisches Religionssystem, dessen Hauptgott Świętowit war, dessen vierköpfige Statuten zwischen Pommern (z.B. bei Kap Arkona auf Rügen) und der Ukraine (z.B. der Antichrist aus dem Zburz) gefunden wurden. Diese Religion konnte sich teilweise bis ins 14. Jahrhundert behaupten. Insbesondere im Nordosten wurde auch ein Ahnenkult gepflegt, der teilweise bis ins 19. Jahrhundert überdauerte und in der Romantik u.a. von Adam Mickiewicz in seinem Drama Dziady wieder aufgegriffen wurde. Die polnischen Stämme kamen wahrscheinlich im 9. Jahrhundert über das Großmährische Reich mit dem christlichen Glauben zum ersten mal in Kontakt. Die Wislanen in Kleinpolen wurde zur Zeit der byzantinischen Slawenapostel Kyrill und Method von den Herrschern des Großmährischen Reiches erobert und nach mährischen Chronisten soll bereits zu dieser Zeit das Christentum im slawischen Ritus in der Region um Krakau eingeführt worden sein. Im Jahre 965 heiratete der Herzog von Polen, Mieszko I., eine tschechische Prinzessin christlichen Glaubens und ließ sich im folgenden Jahr im lateinischen Ritus taufen. Damit hatten auch seine Untertanen den neuen Glauben anzunehmen. Polen war jedoch im Mittelalter nie einheitlich in der Religion. Noch bevor sich der christliche Glaube endgültig durchsetzten konnte, wanderten in den nächsten Jahrhunderten, begünstigt durch das Tolleranzedikt von Kalisch von 1265 Juden aus Westeuropa und Hussiten aus Böhmen nach Polen ein. Durch die Union mit Litauen 1386 und 1569 kamen viele weissrussisch- und ukrainischsprachige orthodoxe Christen unter die Herrschaft der polnischen Könige. Das Luthertum fand seit dem 16. Jahrhundert besonders bei der deutschen Bevölkerung in den nordpolnischen Städten viele Anhänger, während der Kalvinismus beim Kleinadel, der Szlachta, beliebt war. Es bildete sich auch eine polnische Sekte der arianischen Polnischen Brüder unter der Leitung von Fausto Sozzini, die in Rakow sogar eine eigene Universität gründete. Der Sejm von 1555 debattierte über die Einführung einer protestantischen Nationalkirche in Polen. Diese wurde zwar nicht eingeführt doch die Warschauer Konföderation und die Heinrichschen Artikel von 1573 sicherten die individuelle Glaubensfreiheit in der polnischen Verfassung, daher kam es in Polen nie zu Religionskriegen. 1596 wurde in der Kirchenunion von Brest die griechisch-katholische Kirche gegründet. Im 17. Jahrhundert vermochte die Gegenreformation jedoch die meisten "Andersgläubigen" auf die katholische Seite zu ziehen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts siedelte der polnische König Jan Sobieski moslemische Tataren in Podlachien an. Eine relativ große moslemische Minderheit lebte auch um Kamieniec Podolski in Podolien, das zwischen 1672 und 1699 zum Osmanischen Reich gehörte. Im 18. Jahrhundert bildeten sich unter den polnischen Juden zwei dominierende Glaubensrichtungen, die aufgeklärte Haskala und die orthodoxen Chassiden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist Polen fast einheitlich katholisch - über 90 % römisch-katholisch, davon etwa 70 % praktizierend; 0,5 % Polnisch-Orthodoxe; 1,4 % Protestanten, 0,1 % Altkatholiken und religiöse Minderheiten von Zeugen Jehovas, Juden und Moslems (unter anderem die Tataren bei Białystok ). Die heute polnischen Regionen Niederschlesien, Lebus, Westpreußen, Pommern und das südliche Ostpreußen waren vor der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich evangelisch-lutherisch. Oberschlesien und Ermland waren demgegenüber bereits vor dem Zweiten Weltkrieg schon mehrheitlich katholisch. Ein besonders hohes Ansehen in Polen besitzt der verstorbene Papst Johannes Paul II., der vor seiner Papstwahl als Karol Wojtyła Erzbischof von Krakau war und eine bedeutende politische Rolle während des Zusammenbruchs des Ostblocks inne hatte. Siehe auch: Konfessionen in Polen

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Polens

Vorhistorische Zeit und Gründung

Geschichte Polens im Frühmittelalter ]] Während der Eiszeiten lebten bereits Jäger und Sammler auf dem Gebiet des heutigen polnischen Staates, soweit die Vergletscherung ihnen Lebensraum zurückließ. Zentren dieser frühen Kulturen waren z.B Höhlen und Felsen in den südlichen Bergen. So wurde z.B. der Wawelhügel mitsamt Grotte in Krakau schon vor 20.000 Jahren bewohnt. In der Bronze- und Eisenzeit dominierte die Lausitzer Kultur und Przeworsker Kultur. Als bekanntestes Beispiel gilt die Pfahlbausiedlung in Biskupin, die um 700 v. Chr. gegründet wurde und um 400 v. Chr. von Skythen zerstört wurde. Während der Antike unterhielt die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Polen über die Bernsteinstrassen Handelsbeziehungen mit Rom und Griechenland. Die Römer erwähnten bereits um Christi Geburt die Städte Kalisch und Turso. Germanische Stämme, die zeitweilig in Nord- und Westpolen siedelten (Goten, Vandalen und Burgunder) zogen während der Spätantike ins heutige Frankreich, Spanien und Tunesien und vermischten sich mit den dortigen Bevölkerungen. Gleichzeitig kamen während der Völkerwanderung andere Völker, darunter die Hunnen, Slawen und Awaren in das heutige Polen. Dauerhaft siedelten seit dem 5. Jahrhundert die Westslawen. Vor der Staatsgründung veranstalteten die Wikinger, Ungarn und Mährer Raubzüge nach Polen. Mit dieser Zeit verbindet man auch die Sagen um die ersten Urfürsten Polens Popiel, Piast, Lech und Siemowit. Polen, dessen Name sich vom westslawischen Stamm der Polanen ableitet, ist als Herzogtum im frühen 10. Jahrhundert von Posen und Gnesen aus gegründet worden. Es wurde von 960 bis 992 vom Herzog Mieszko I. aus der Dynastie der Piasten regiert, der nach und nach die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug unterwarf. 966 ließ sich Mieszko I nach römisch-katholischem Ritus taufen. Das Territorium erreichte durch Eroberungen unter Mieszko I. und seinem Sohn Boleslaw dem Tapferen Grenzen, die den heutigen Staatsgrenzen sehr nahe kamen. Um 997 schloss Polen ein enges politisch-militärisches Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich, während des Staatsakts zu Gnesen im Jahr 1000 wurde die Übereinkunft vom polnischen Herrscher Boleslaw I. und Kaiser Otto III. bestätigt. Mit der Krönung Boleslaws im Jahr 1025 wurde Polen in den Stand eines Königreiches erhoben.

Mittelalter und Neuzeit

Königreich - 1795 ]] Während der Regentschaft des Piasten Kasimir I., wurde die Hauptstadt 1040 von Gnesen nach Krakau verlegt. Nach dem Tod von Boleslaw Schiefmund 1138 wurde die Senioratsverfassung eingeführt, nach welcher die Söhne Boleslaw III. als Juniorherzöge unter dem Seniorat des jeweils Ältesten der Dynastie unter ihnen die einzelnen Landesteile regierten. Bis 1295 dauerte die feudale Zersplitterung, der sogenannte Partikularismus, in Polen an, der zu einer starken politischen Schwächung Polens im 13. Jahrhundert führte. Polen zerfiel in mehrere de facto unabhängige Herzogtümer, Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Sandomir, Schlesien, Masowien und Leczyca. Hinzu kamen in den folgenden Jahrhunderten Eroberungen verschiedener Staaten (Kgr. Böhmen, Mgf. Brandenburg, Kreuzritter vom Deutscher Orden). Auch der Mongolensturm des Jahres 1241, und die nachfolgenden großen Plünderungszüge der Tartaren ließen die Bevölkerungszahl in den polnischen Teilfürstentümern schrumfen. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Polen unter der Regentschaft von Wladyslaw Ellenlang wiedervereinigt. Sein Sohn, Kasimir der Große, setzte den väterlichen Kampf um die Einheit fort und leitete erfolgreich soziale und wirtschaftliche Reformen ein, die Polen zu einer machtvollen Position in Mitteleuropa verhalfen. 1386 heiratete der litauische Großfürst Jagiello die polnische Königin Jadwiga von Anjou. Er, Wladyslaw II. Jagiello, nunmehr zugleich litauischer Großfürst und polnischer König, schuf den mächtigen Doppelstaat Polen-Litauen, der für die nächsten 300 Jahre die Geschicke Mittel- und Osteuropas entscheidend beeinflußte. Im 15. Jahrhundert, nach der politischen Ausschaltung des Deutschen Ordens, stieg das aus Polen und Litauen hervorgegangene Großreich zu einer der führenden Kontinentalmächte und war lange Zeit der größte Staat Europas mit Einflußsphären vom Baltischen- zum Schwarzen Meer und von der Adria bis an die Tore Moskaus. Auf Betreiben des letzten polnischen Königs aus der Jagiellonen-Dynastie, Sigismund August, wurde die Personalunion zwischen Polen und Litauen in Lublin im Jahr 1569 in eine Realunion umgewandelt. Polen und Litauen bildeten seit 1569 die sogenannte Adelsrepublik und damit den ersten modernen Staat Europas mit einem adelsrepublikanischen System.

Teilung, Unterdrückung und Kampf um die Unabhängigkeit

Geschichte Polens, 1793, 1795 ]] Durch zahlreiche Kriege mit Schweden, dem Osmanischen Reich, Russland, Brandenburg-Preußen, Siebenbürgen, fehlende politische Reformen, sowie innere Unruhen in der Adelsrepublik, die sich durch Bildung von Magnaten Konföderationen gegen die Interessen des Staates und des Königs, Kosakenaufstände und dauerhafte Konfrontation mit den Krim-Tataren in den südöstlichen Wojewodschaften kennzeichneten, stürzten Polen im 17. und 18. Jahrhundert in dauerhafte Krise. In den drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 wurde Polens innere Schwäche von seinen Nachbarn Preußen, Österreich und Russland ausgenutzt, welche Polen überfielen und am Ende rechtswidrig unter sich aufteilten. Polen wurde damit seiner Freiheit beraubt und in drei unterschiedliche Staaten zerrissen. Auf Drängen des französischen Kaisers Napoleon entstand im Rahmen des Friedens von Tilsit 1807 aus den preußischen Besatzungszonen der Zweiten- und Dritten Teilung (1809 kam das mit der Dritten Teilung seit 1795 österreichisch besetzte Westgalizien hinzu), ein relativ kleines Herzogtum Warschau, als Vasallenstaat des revolutionären Frankreichs. Durch die Niederlage der polnisch-französischen Allianz in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, wurde das Herzogtum auf dem durch die Teilungsmächte dominierten Wiener Kongress größenteils 1815 dem zaristischen Russland zugesprochen, welches als Kongress-Polen in Personalunion mit Russland bis 1831 weitgehende Autonomie genoß. Im fehlgeschlagenen Novemberaufstand von 1830 versuchten die Polen die russische Fremdherrschaft und Dominanz abzuschütteln. Mit der Niederlage der Polen wurde die polnische Bevölkerung seit 1831 in den preußischen und russischen Besatzungszonen einer verstärkten Germanisierung - zufolge den preußischen Volkszählungen ohne größere Auswirkungen auf die Bevölkerungsverhältnisse - und Russifizierung unterzogen, die nach dem zweiten gescheiterten großen polnischen Aufstand, dem Januaraufstand von 1863, besonders forciert wurde. Die Bezeichnung Polen wurde verboten und das Land durch die russische Obrigkeit in "Weichselland" unbenannt. Ähnlich verfuhren auch die Hohenzollern mit ihrer Clique in Pommerellen und Großpolen (Provinz Posen), obgleich in preußischen Schulbüchern und Volkszählungen die Bezeichnung "Polen" weiterhin gebräuchlich blieb. Nur im von Österreich besetzten polnischen Galizien konnten die Polen mit den Liberalisierungsbestrebungen des Hauses Habsburg in der Donaumonarchie seit 1867 der geistig-nationalen Knechtschaft in den von Preußen und Russland dominierten Teilen Polens entkommen, das von da ab das Fundament der Wiedergeburt Polens nach dem Ersten Weltkrieg bildete.

Unabhängigkeit und die Zweite Republik 1918 - 1939

Ersten Weltkrieg am 18. März 1921, administrative Aufteilung in Wojewodschaften ]] Aufgrund der Niederlage der Teilungsmächte nach dem Ersten Weltkrieg, erlangte Polen 1918 seine Souveränität zurück. Im Versailler Friedensvertrag wurden die Unabhängigkeit Polens 1919 auch im internationalen Rahmen bestätigt, während die Teilungsverträge der Jahre 1772, 1793 und 1795 für illegal erklärt und anschließend annulliert wurden. Aufgrund der unklaren politischen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch der Hohenzollern- und Romanow-Monarchien, kam es zu Grenzkonflikten bei der Neuordnung Mittel- und Osteuropas. 1919 begannen kämpferische Auseinandersetzungen zwischen polnischen, ukrainischen und bolschewistisch-russischen Kräften. Im August 1920 eroberten die Bolschewiken während des Polnisch-Sowjetischen Krieges Ostpolen, darunter auch weite Teile Galiziens. Nach dem Sieg Marschall Piłsudskis gegen die Bolschewiken an der Weichsel, wurde im Friedensvertrag von Riga am 18. März 1921 Polens Ostgrenze im Vergleich zur Curzon-Linie um etwa 250 km nach Osten verschoben. Die Curzon-Linie markierte die östliche Grenze des geschlossenen polnischen Siedlungsgebietes, während die östlichen Gebiete eine gemischte Bevölkerungsstrukur aus Polen, Ukrainern, Weißrussen, Litauern, Juden, Tataren, Deutschen u.a. aufwiesen, wobei Polen in vielen Städten und die anderen Bevölkerungsgruppen, meist Weißrussen bzw. Ukrainer, auf dem Land dominierten. Während die Bevölkerungsmehrheit der Städte meist katholisch bzw. jüdisch war, war die Landbevölkerung überwiegend russisch- bzw. ukrainisch-orthodox. Gleichwohl verfehlte Piłsudski sein Ziel, die Ukraine als unabhängigen „Pufferstaat“ zwischen Polen und Russland zu etablieren, was eines der zentralen Ziele der polnischen Politik war. In Riga erkannte Polen die Ukraine als Teil der Sowjetunion unter Mykoła Skrypnyk an. Im annektierten Gebiet östlich des Westlichen Bugs, bildeten die Polen 1919 25% der Bevölkerung, 1939, nach der Amtszeit Piłsudskis waren es bereits etwa 38%. Polnische Sprachinseln im je nach Region mehrheitlich ukrainisch, weißrussischen oder litauischen Umland waren die Regionen Vilnius und Lemberg. Kurz bevor Polen selbst vom nationalsozialistischen Deutschland überfallen wurde, stellte es im Zuge des Münchener Abkommens territoriale Forderungen an die Tschechoslowakei. Im Oktober 1938 annektierte Polen gegen den Willen der tschechischen Regierung das Olsagebiet, welches 1919 von der Tschechoslowakei besetzt wurde und mehrheitlich von Polen bewohnt wurde. Im September 1939 wurde Polen gemeinsam vom Dritten Deutschen Reich, dem deutschen Vasallenstaat Slowakei unter Jozef Tiso und der Sowjetunion überfallen. Zuerst besetzten Truppen des Deutschen Reichs und der Slowakei das Land und am 17. September, unter dem Vorwand des „Schutzes“ der weißrussisch-ukrainischen Bevölkerung, die Truppen der Sowjetunion. Die Annexion und Aufteilung des polnischen Staatsgebietes war zuvor in einem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt von den Diktatoren beschlossen worden. Damit nahm der Zweite Weltkrieg seinen Anfang, in dem sechs Millionen polnische Staatsbürger, darunter fast die Hälfte jüdischen Glaubens, ihr Leben verlieren sollten.

Zweiter Weltkrieg 1939 - 1945

Zweite Weltkrieg] Mit dem Überfall Deutschlands am 1. September und der Sowjetunion am 17. September 1939 auf Polen, begann der Zweite Weltkrieg. Noch vor dem Zusammenbruch der polnischen Front, floh die polnische Regierung über das neutrale Rumänien nach Paris, später nach London und organisierte von dort aus die Streitkräfte und den Widerstand neu. Der Krieg gegen Polen sollte nach dem Willen der NS-Führung Züge eines rassistischen Verdrängungs- und Vernichtungsfeldzugs annehmen. Anders als im Westen machte Hitler schon vorher klar, dass er die "Liquidierung des führenden Polentums" (Reinhard Heydrich) ins Auge fasste. Allein in den ersten vier Monaten der deutschen Besatzungsherrschaft wurden mehrere 10.000 Personen erschossen. Dabei ist noch einmal zu betonen, dass es sich hier nicht um einzelne Exzesse handelte, die aus dem Klima des Hasses und den Zufälligkeiten des Krieges heraus entstanden, sondern um durchorganisierten Massenmord. Bereits Anfang der 1940er Jahre errichteten die Nationalsozialisten mehrere Konzentrationslager auf dem Gebiet Polens, u.a. Auschwitz, Majdanek, Treblinka. Die Besatzungszeit hatte für große Teile der polnischen Zivilbevölkerung katastrophale Folgen. Großpolen, Westpreußen, Danzig und Oberschlesien wurden direkt von Deutschland annektiert. Kleinpolen, Masowien und Galizien mit etwa 10 Millionen Menschen wurden als so genanntes "Generalgouvernement" dem Reichsminister Hans Frank unterstellt, der vom Königssitz der polnischen Könige, dem Wawel in Krakau, die Vernichtungspolitik leitete. Zu den übergreifenden Zielen der Besatzungspolitik im gesamten Gebiet gehörte 1.) die Ausschaltung und Vernichtung der polnischen Juden und polnischen Intelligenz, 2.) die Vorverlegung der deutschen Ostgrenze und die Erweiterung des "Lebensraums im Osten" und 3.) die Stärkung der deutschen Kriegswirtschaft durch rücksichtslose Ausbeutung des Arbeitskräftepotenzials der Zwangsarbeiter und der materiellen Ressourcen Polens. Auch die Polen, die unter sowjetische Herrschaft geraten waren, waren von Gewaltmaßnahmen betroffen. Man schätzt, daß ungefähr 1,5 Millionen ehemalige polnische Bürger deportiert wurden. 300.000 polnische Soldaten gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, nur 82.000 von ihnen überlebten. Ein Großteil der Offiziere - ca. 40.000 Personen - wurde durch sowjetische Truppen 1940 bei Katyn und in den Lagern von Starobielsk, Kozielsk und Ostaszków ermordet. Polnische Soldaten kämpften auf den Seiten der Alliierten an allen Fronten des Weltkiegs von der Luftschlacht um England, in Afrika, der Sowjetunion, bis zu den Invasionen in der Normandie und Italien. Die polnischen Soldaten stellten damit noch vor den Franzosen die viertgrößte Armee der Alliierten. Polnische Partisanengruppen, die die grösste Widerstandbewegung im besetzten Europa darstellten, leisteten auch in Polen selbst Widerstand. Nachdem die Rote Armee im Januar 1944 die polnische Grenze von 1939 überschritten hatte, wurden die Truppen der Heimatarmee vom NKWD entwaffnet, ihre Offiziere erschossen oder in den Gulag geschickt. Der Kampf einzelner Untergrundeinheiten gegen die sowjetische Besatzungsmacht dauerte jedoch bis Ende 1949 an. Am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand. Die Sowjetunion, deren Truppen bereits am Ostufer der Weichsel standen, ließ die Einheiten der Heimatarmee ausbluten und machte eine Hilfe der Westalliierten unmöglich. So konnten deutsche Truppen die größte europäische Erhebung gegen die Okkupanten brutal niederschlagen. Die Zahl der Toten wird auf 180.000 bis 250.000 geschätzt. Dabei wurde die Innenstadt Warschaus unter großem Einsatz an Sprengmaterial akribisch Haus für Haus dem Erdboden gleichgemacht.

Volksrepublik, Sozialismus und die Gewerkschaftsbewegung Solidarność 1945 - 1989

Weichsel in Polen]] Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden die Grenzen des ehemaligen polnischen Staatsgebietes gemäß dem Potsdamer Abkommen nach Westen verschoben: Polen verlor das gemischt, mehrheitlich von Ukrainern und Weißrussen bevölkerte Drittel seines bisherigen Staatsgebietes an die Sowjetunion und die dort ansässige polnische Bevölkerung, ca. 2 - 2,5 Millionen Menschen, wurde vertrieben. Aus dem heutigen Ostpolen wurden etwa 1 Millionen Ukrainer in die Sowjetunion vertrieben. Bereits in den Jahren 1943 - 1944 wurden Zehntausende Polen in den Massakern in Wolhynien ermordet und viele mussten flüchten. Im Westen und Norden wurden Polen die zuvor deutschen Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie als "Wiedergewonnene Gebiete", die ein Drittel des deutschen Reichgebiets darstellten, zugesprochen. Etwa 5 Millionen waren gegen Kriegsende von dort geflohen und wurden durch Einreiseverbot an einer Rückkehr gehindert (Schließung der Oder-Neiße-Übergänge für Rückkehrende am 30. Juni 1945). Aus den Ostgebieten wurden nach dem Krieg weitere 5 Millionen Menschen vertrieben. Die Gebiete wurden später überwiegend mit Bürgern aus Zentralpolen 3 Millionen, darunter etwa 0,5 Millionen zwangsumgesiedelte Ukrainer, und mit Vertriebenen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten (etwa 2 Millionen) besiedelt. Einige Oberschlesier, Masuren und Deutsche blieben als Minderheit zurück. Die neuen Grenzen wurden mit dem Potsdamer Abkommen vom August 1945 geregelt. Im Widerspruch zu den Regelungen in diesem Abkommen, die bis zum Abschluss eines Friedensvertrages die Grenzziehung westlich von Swinemünde und dann entlang von Oder und Neiße festschrieben, besetzte Polen mit Unterstützung Stalins auch die westlich der Oder gelegene Stadt Stettin und westlich angrenzende Gebiete, um sich diesen wichtigen Ostseehafen zu sichern. Mit dem Görlitzer Abkommen zwischen der neu entstandenen DDR und Polen vom 6. Juli 1950 wurde diese Grenzziehung dann auch vertraglich zumindest von der DDR akzeptiert. Auf die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkrieges folgte nun die kommunistische Diktatur. Das Land kam in den Einflussbereich der Sowjetunion und wurde als Volksrepublik dessen Satellitenstaat. Durch mehrere Aufstände äußerte die polnische Bevölkerung immer wieder ihren Unmut gegenüber der kommunistischen Führung (z. B. im Posener Aufstand). Die Gründung der Gewerkschaft Solidarność führte schließlich zu einem gesellschaftlich-politischen Umschwung im Land und zu den revolutionären Ereignissen von 1980 bis 1989, an deren Ende mit der Auflösung des sogenannten Ostblocks und der Sowjetunion das kommunistische Regime durch eine demokratische Regierungsform ersetzt wurde.

Das freie Polen und die Dritte Republik seit 1989

Ostblock Seit 1989 wurde die polnische Wirtschaft nach dem Balcerowicz-Plan mit schnellen Schritten in eine funktionierende Marktwirtschaft umgewandelt. Nach nur einer Amtszeit wurde der ehemalige Solidarność-Vorsitzende Lech Wałęsa von dem postkommunistischen Aleksander Kwaśniewski als Präsident abgelöst, dessen doppelte Amtszeit am 23. Dezember 2005 zu Ende geht. Unter ihm trat Polen am 12. März 1999 der Nato bei. Unter Leszek Miller entwickelte sich Polen während des Dritten Golfkrieges und in der Nachkriegszeit neben Großbritannien, Italien und Spanien zum wichtigsten Verbündeten der USA in Europa. Aufgrund der unterschiedlichen Haltungen der polnischen sowie der deutschen Regierung während des Irak-Konflikts kam es zu schweren Misstönen zwischen den beiden Staaten. Zu weiteren Verstimmungen führten Äußerungen der Verbände Heimatvertriebener, die ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin errichten bzw. Eigen

Sachsen

Der Freistaat Sachsen (sorbisch: Sakska), historisch: Obersachsen bzw. Kursachsen, ist ein ostdeutsches Land der Bundesrepublik Deutschland im mittelhochdeutschen Dialektraum. Es grenzt an mehrere Bundesländer an: im Norden an Brandenburg, im Nordwesten an Sachsen-Anhalt, im Westen an den Freistaat Thüringen und im Südwesten an den Freistaat Bayern. Außerdem hat es gemeinsame Grenzen mit Tschechien (im Süden) und Polen (im Osten).

Geografie

Derzeit existieren im Freistaat drei Großstädte – im Sommer 2003 waren es noch vier. Die mit Abstand größten sind Leipzig, mit einer Einwohnerzahl von etwa 499.000 und einer Fläche von 297,60 km² und Dresden, mit einer Einwohnerzahl von etwa 489.500 und einer Fläche von 328,30 km². Als dritte Großstadt folgt die Stadt Chemnitz mit einer Einwohnerzahl von etwa 247.500 und einer Fläche von 220,85 km². Durch den starken Bevölkerungsrückgang durch Abwanderung in die westlichen (alten) Bundesländer verlor die viertgrößte Stadt Zwickau Ende 2003 den Großstadtstatus. Die geografische Gliederung als das östlichste deutsche Bundesland kann mit einer Vielzahl von Ansätzen erfolgen. Nach topografischen Gesichtspunkten eignet sich vor allem ein Einteilung in Flachland, Hügelland und Mittelgebirge. Zwickau Zum Flachland gehören vor allem die Leipziger Tieflandsbucht südlich von Leipzig sowie die Niederlausitz bzw. Oberlausitz im Nordosten. Beide sind durch jüngere Ablagerungen aus dem eiszeitlichen Paläozän und den Flussniederungen gekennzeichnet, sowie insbesondere durch deren tertiäre Braunkohlevorkommen im Untergrund. Das Hügelland weiter südlich mit seinen weitflächigen Lößablagerungen (Lößhügelland) und der damit verbundenen hohen Bodenqualität geht auf die Endmoränenbildung zurück. Die sächsischen Mittelgebirge gliedern sich von West nach Ost durch eher unscharfe Grenzen. Im Südwesten Sachsens erstreckt sich das eigentlich bis nach Bayern reichende Vogtland mit dem Erzgebirgsbecken als Nordgrenze und dem Elstergebirge im Südosten. Nach Osten folgt die Pultscholle des Erzgebirges, welches meist in West- und Osterzgebirge (geteilt durch das Flöhatal), seltener auch zusätzlich in das Mittelerzgebirge untergliedert wird. Die Höhenlagen nehmen dabei von West nach Ost langsam ab, weshalb auch die mit 1215 Metern höchste Erhebung Sachsens, der Fichtelberg, zum West- bzw. Mittelerzgebirge gehört. Nach Süden erstreckt sich das Erzgebirge über die Landesgrenze hinaus bis an den Egertalgraben. Den nördlichen Bereich des Erzgebirges entlang der Kammlagen nimmt der Naturpark Erzgebirge/Vogtland ein. Das Sächsische Elbland trennt das Erzgebirge schließlich nach Nordosten von Lausitzer Bergland und Zittauer Gebirge ab. Neben diesen Landschaftseinheiten gibt es zahlreiche weitere Unterscheidungen und Nuancen, welche in der Liste der Landschaften in Sachsen verzeichnet sind. Eine weitere Gliederung Sachsens kann nach hydrologischen Gesichtspunkten erfolgen. Der wichtigste, größte und einzig schiffbare Fluss ist die Elbe. Sie durchzieht den Freistaat von Südosten nach Nordwesten. Wichtige Quellflüsse sind die Mulde, die Weißeritz, die Zschopau, die Weiße Elster und die Spree, deren allgemeine Fließrichtung Norden ist und die ebenfalls zum Fluss-System der Elbe gehören. Im Osten wird der Freistaat von der Lausitzer Neiße begrenzt, die in die Oder mündet.

Geschichte des Freistaates Sachsen

Siehe auch: Hauptartikel Geschichte Sachsens Der erste ”Freistaat” Sachsen entstand 1918 nach der Abdankung des (ober-)sächsischen Königs und Auflösung des Königreichs Sachsen. 1945 entstand das ”Land” Sachsen als Teil der sowjetisch besetzten Zone in Deutschland aus dem Gebiet des vormaligen Freistaates und aus Teilen der preußischen Provinz Schlesien westlich der Neiße. Im Jahr 1952 wurde u.a. das Land Sachsen in einem neuen Staat DDR aufgelöst und in 14 kleinere Bezirke aufgeteilt: u.a. Sachsen in Leipzig, Chemnitz, später umbenannt in Karl-Marx-Stadt und Dresden. Nach dem Untergang des kommunistischen DDR-Regimes und Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde im Herbst 1990 auch der Freistaat Sachsen wiedererrichtet.

Wappen und Flagge

Das Wappen geht auf das ehemalige Königreich Sachsen zurück - insbesondere auf das Geschlecht der Askanier, deren anhaltinische Linie ebenfalls ein goldenen Schild mit schwarzen Querbalken führte. Obwohl der Schild bereits im 12. Jahrhundert auftauchte, wurde der grüne Rautenkranz erst um 1260 aufgelegt. Er steht für den Verzicht des askanischen Hauses Sachsen-Wittenberg auf sein Stammland in Niedersachsen-Lauenburg und verdankt seine Form dem gotischen Baustil. Als die männliche Linie der Askanier um 1422 ausstarb, übernahmen die 'Markgrafen zu Meißen' die Kurwürde und das Wappen. Wie auch in anderen Ländern gibt es für Sachsen ein Wappenzeichen. Da dies oft als zu modern empfunden wurde hat das Land im Jahr 2005 ein weiteres Wappenzeichen eingeführt. Die Wappenzeichen dürfen im Gegensatz zu dem Wappen von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden. Die Landesflagge ist weiß-grün; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das Landeswappen.

Religionen in Sachsen

In Sachsen sind alle großen Kirchen vertreten, wobei das Land mehrheitlich evangelisch-lutherisch geprägt ist. Ein vergleichsweise geringer Teil der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben. Darüber hinaus finden sich in Sachsen zahlreiche Freikirchen und andere christliche Gemeinschaften, sowie eine jüdische und muslimische Minderheit. Der vorwiegende Teil der Bevölkerung Sachsens ist säkularisiert.

Politik

Die CDU ist in Sachsen seit der Wende die mit Abstand stärkste Volkspartei. Seit dem 18. April 2002 ist Georg Milbradt Ministerpräsident von Sachsen, seit dem 10. November 2004 steht er einer CDU/SPD-Koalition vor. Sein Stellvertreter ist der SPD-Landesvorsitzende Thomas Jurk. Im Folgenden sein Kabinett:
- Sächsische Staatskanzlei, Chef der Staatskanzlei: Hermann Winkler (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Staatsminister: Horst Metz (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium des Innern, Staatsminister: Albrecht Buttolo (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium der Justiz, Staatsminister: Geert Mackenroth (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Staatsminister: Steffen Flath (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Staatsministerin: Helma Orosz( CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Staatsminister: Stanislaw Tillich (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Staatsministerin: Barbara Ludwig (SPD)
- Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, Staatsminister: Thomas Jurk (SPD) Der Sächsische Landtag besteht in der 4. Wahlperiode (2004 - 2009) aus 124 Abgeordneten (normal 120). Diese teilen sich wie folgt auf: CDU 55 Sitze, PDS 31 Sitze, SPD 13 Sitze, NPD 12 Sitze, FDP 7 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 6 Sitze. Landtagspräsident ist Erich Iltgen, es gibt drei Vizepräsidenten: Regina Schulz, Andrea Dombois, Gunther Hatzsch. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion ist Fritz Hähle, der PDS-Fraktion Peter Porsch, der SPD-Fraktion Cornelius Weiss, der NPD-Fraktion Holger Apfel, der FDP-Fraktion Holger Zastrow, der Grünen-Fraktion Antje Hermenau. Im Januar 2005 kam es im Landtag von Sachsen zum Skandal, als das Parlament aus Anlaß des Einzuges der NPD-Abgeordneten eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus abhalten wollte und die Abgeordneten der NPD daraufhin aus Protest gegen diese Form einer Anklage ihrer Partei demonstrativ den Sitzungssaal verließen. Der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen befindet sich in Leipzig. Siehe auch:
- Bisherige Ministerpräsidenten
- Liste der Persönlichkeiten (Sachsen)
- Liste der ehemaligen Ministerien Sachsens
- Liste der Sächsischen Minister a.D.

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Sachsen ist in die drei Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig untergliedert.
Die Regierungsbezirke enthalten insgesamt 22 Landkreise und sieben kreisfreie Städte (Stand: 1. November 2005).

Landkreise

Die 22 sächsischen Landkreise im Einzelnen:

Kreisfreie Städte

Die sieben kreisfreien Städte Sachsens im Einzelnen:
- Chemnitz (C)
- Dresden (DD)
- Görlitz (GR)
- Hoyerswerda (HY)
- Leipzig (L)
- Plauen (PL)
- Zwickau (Z)

Kreisreform

Bis zum Jahr 2011 soll im Rahmen der Verwaltungsreform der Landesbehörden auch eine erneute Kreisreform erfolgen, welche vorsieht, aus den 22 Landkreisen 12 zu machen und die sieben kreisfreien Städte auf drei zu reduzieren. Bei dieser Reform könnte es zu nachfolgender Kreiszusammenlegung kommen: (LK = Landkreis, KS = kreisfreie Stadt) Landkreise: # LK Delitzsch + LK Leipziger Land # LK Torgau-Oschatz + LK Muldentalkreis + LK Döbeln # LK Riesa-Großenhain + LK Meißen # LK Kamenz + KS Hoyerswerda # LK Niederschlesischer Oberlausitzkreis + KS Görlitz # LK Bautzen + LK Löbau-Zittau # LK Weißeritzkreis + LK Sächsische Schweiz # LK Freiberg + LK Mittlerer Erzgebirgskreis # LK Mittweida + LK Chemnitzer Land # LK Stollberg + LK Annaberg + LK Aue-Schwarzenberg # LK Zwickauer Land + KS Zwickau # LK Vogtlandkreis + KS Plauen kreisfreie Städte: # Leipzig # Chemnitz # Dresden

Städte und Gemeinden

Sachsen besteht aus insgesamt 515 politisch selbständigen Städten und Gemeinden (Stand: 1. Januar 2005). Diese verteilen sich wie folgt: sieben kreisfreie Städte, 35 Große Kreisstädte und 473 sonstige kreisangehörige Gemeinden (136 Städte und 337 Gemeinden). Die kreisangehörigen Gemeinden haben sich teilweise zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu Verwaltungsgemeinschaften zusammen geschlossen: 251 Gemeinden sind in 101 Verwaltungsgemeinschaften und 34 Gemeinden in 10 Verwaltungsverbänden eingebunden. Größte Städte ¹ Eingemeindung von Döbernitz am 1. März 2004
² Eingemeindung von Rebesgrün am 1. Januar 2003
³ Eingemeindung von Wyhratal am 1. Januar 2004 Siehe auch: Liste der Orte in Sachsen

Wirtschaft

Die sächsische Wirtschaft hat nach dem Wiedervereinigung der Territorium der ehemaligen DDR mit dem Bundesrepublik Deutschland einen starken Strukturwandel erlebt. Die in der Industrie stark rückständigen Betriebe wurden meist geschlossen. Braunkohlewerke wurden stillgelegt und befinden sich zur Zeit in der Rekultivierung.
Heute steht Sachsen vor Thüringen auf einem Spitzenplatz der mitteldeutschen Wirtschaft, wenngleich das Problem der hohen Arbeitslosigkeit noch immer nicht gelöst ist. Sachsen hat mit Wachstumsraten zwischen acht und zehn Prozent die höchsten in Deutschland.

Ballungsräume und Infrastruktur

Vor allem die Ballungsräume Leipzig-Halle und Chemnitz-Zwickau sind Antrieb der sächsischen Wirtschaft. Das Ballungsgebiet Dresden ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt der wirtschaftlich stärkste Raum Sachsens. Dresden spielt dabei durch die Ansiedlung von AMD und Infineon sowie vieler Zulieferbetriebe eine wichtige Rolle in der Mikrotechnologie. Diese drei Räume bilden die Ecken der Metropolregion Sachsendreieck. Die wichtigsten Autobahnstrecken in Sachsen entstanden schon in den 1930-er Jahren, welche in den letzten Jahren auf den modernsten Stand gebracht wurden. Wichtige Straßenbauprojekte sind die Verbindungen der A 72 zwischen Chemnitz und Leipzig, die A 17 zwischen Dresden und Prag und die A 38 als Südumfahrung Leipzigs.

Sprache

Im Freistaat Sachsen werden hauptsächlich meißenische und lausitzische Dialekte gesprochen, die zu der ostmitteldeutschen Dialektgruppe gehören. In der Lausitz wird ein obersorbischer Dialekt der sorbischen Sprache, die zur westslawischen Sprachgruppe gezählt wird, von rund 60.000 Sorben gesprochen. Diese Sprache ist aber in ihrer Existenz gefährdet. Des Weiteren existieren vogtländische und erzgebirgische Dialekte als Mischformen mit dem Ostfränkischen und Nordbairischen.

Tourismus

Insbesondere das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz, das Zittauer Gebirge und das Sächsische Vogtland sind vom Tourismus geprägt. Siehe auch: Hauptartikel Tourismus in Sachsen.

Siehe auch


- Portal:Sachsen
- Verfassung des Freistaates Sachsen

Weblinks


- http://www.sachsen.de/
- http://www.sachsen-macht-schule.de/ Sächsisches Staatsministerium für Kultur
- [http://www.stadtplandienst.de/sachsen.asp Sachsen im Deutschen Stadtplandienst]
- [http://www.statistik.sachsen.de/wahlen/allg/Seite_1.htm Wahlergebnisse (Statistisches Landesamt)] ja:ザクセン州 ko:작센 주 simple:Saxony

Bayern

Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig