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Gley

Gley

Gleyboden ist ein vom Grundwasser beeinflusster Boden. Man unterscheidet Gley, Nassgley, Anmoorgley, Moorgley und Tundragley. Gebildet wird er durch eine Vergleyung, bei der es durch Grundwasser im Bodenkörper zu Oxidations- und Reduktionsprozessen kommt. Die typische Horizontabfolge lautet: Ah/Go/Gr, wobei Übergangshorizonte zwischen Go und Gr bestehen können, die je nach Ausprägung der Merkmale, entweder Gro oder Gor benannt werden. Der obere Bodenhorizont (A-Horizont) ist ein feuchter, gut zersetzter Mullhumus. Um einen Normgley ausgrenzen zu können, muss er mindestens 4 dm mächtig sein. Darunter folgt der Go-Horizont, der periodisch durchlüftet ist und durch Eisen(III)-Verbindungen eine rostfleckige Färbung aufweist. Der folgende Gr-Horizont weist eine blau-graue Färbung auf, da er durch das anstehende Grundwasser ständig wassergesättigt ist und das Eisen fein verteilt in reduzierter Form (FeII) vorliegt. Beim Aufgraben eines solchen Horizontes ist ein etwas fauliger Geruch zu bemerken, was durch die im anoxischen Milieu vorherrschenden fermentativen Umsetzungsprozesse bedingt ist. Kategorie:Bodentyp

Grundwasser

Definition

Grundwasser wird nach DIN 4049 definiert als "unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften bestimmt wird". Grundwasser unterliegt nur der Gravitationskraft und dem hydrostatischen Druck. Es bewegt sich (fließt) vorwiegend horizontal durch die Hohlräume des Untergrunds. Nicht zum Grundwasser zählt das hygroskopisch, durch die Oberflächenspannung sowie durch Kapillareffekte gebundene unterirdische Wasser der ungesättigten Bodenzone (Bodenfeuchte, Haftwasser). Auch das sich vorwiegend vertikal bewegende Sickerwasser in der ungesättigten Bodenzone gehört nicht zum Grundwasser. Die in der Definition genannten "Hohlräume der Erdrinde" sind je nach geologischer Beschaffenheit des Untergrunds Poren (Klastische Sedimente und Sedimentgesteine: z.B. Sand, Kies, Sandsteine), Klüfte (Festgesteine: z.B. Granit, Quarzit, Gneiss) oder durch Lösung entstandene große Hohlräume (z.B. Kalkstein). Dem entsprechend unterscheidet man Porengrundwasser, Kluftgrundwasser und Karstgrundwasser.

Grundwasserneubildung

Grundwasser entsteht dadurch, dass Niederschläge versickern oder Wasser im Uferbereich von Oberflächengewässern (Fluss, See, siehe auch Uferfiltrat) in den Untergrund infiltriert. Bei der lang andauernden Bodenpassage wird das Grundwasser durch physikalische, chemische und mikrobiologische Prozesse verändert; es stellt sich ein chemisches und physikalisches Gleichgewicht zwischen der festen und flüssigen Phase ein. Diese Prozesse sind aus wasserwirtschaftlicher Sicht überwiegend positiv für die Qualität des Grundwassers und werden daher summarisch auch als Selbstreinigung bezeichnet. Bei genügend langer Verweilzeit können pathogene Mikroorganismen (Bakterien, Viren) so weit eliminiert werden, dass sie keine Gefährdung mehr darstellen.

Hydrogeologische Begriffe

Der Gesteinskörper, in dem sich das Grundwasser aufhält und fließt, ist der Grundwasserleiter (aus dem englischen auch: Aquifer). Er wird nach unten durch einen Gesteinskörper begrenzt, der wasserundurchlässig ist oder als wasserundurchlässig angesehen werden kann, einen Grundwassernichtleiter. Bei vertikaler Abfolge von mehreren Grundwasserleitern und Grundwassernichtleitern können mehrere übereinander liegende Grundwasserstockwerke vorliegen. Die obere Begrenzung des Grundwassers in einem Grundwasserleiter ist die Grundwasseroberfläche. Liegt die Grundwasseroberfläche frei, beispielsweise in einem Brunnen oder einer Grundwassermessstelle, bezeichnet man sie als Grundwasserspiegel. Der Abstand zwischen Geländeoberkante und Grundwasseroberfläche ist der Flurabstand oder Grundwasserflurabstand. Sofern die obere Begrenzung eines Grundwasserleiters, die Grundwasserüberdeckung, keine wasserundurchlässigen Schichten sind, herrschen ungespannte Verhältnisse vor. Ist die Grundwasserüberdeckung ein Grundwassernichtleiter, können gespannte Verhältnisse vorliegen, was bedeutet, dass das sog. hydraulische Potential höher liegt als die tatsächliche Grundwasseroberfläche (artesich gespanntes Grundwasser). Wie Oberflächengewässer folgt auch Grundwasser der Schwerkraft und fließt in Richtung des größten Gefälles (Grundwassergefälle). Dieses lässt sich aus Karten ermitteln, auf denen Standrohrspiegelhöhen als Isohypsen dargestellt sind (= Grundwassergleichen bzw. Grundwassergleichenplan). Das größte Gefälle und damit die Grundwasserstromrichtung bzw. die Grundwasserstromlinien liegen immer im rechten Winkel zu den Grundwassergleichen. Im Gegensatz zu Oberflächengewässern fließt Grundwasser zumeist mit sehr viel niedrigeren Fließgeschwindigkeiten (Unterschied Filtergeschwindigkeit - Abstandsgeschwindigkeit). In Kies (Korngrößen 2 - 63 mm) beträgt die Durchgangszeit zwischen 5 - 20 m/Tag, in feinporigeren Sedimenten wie Sand (Korngrößen 0,063 - 2 mm) nur etwa 1 m/Tag, da Kapillar- und Porensaugkräfte das nutzbare Porenvolumen verringern.

Grundwasserbewirtschaftung

Wegen seiner geschützten Lage im Untergrund und wegen der bereits angesprochenen Selbstreinigungskräfte des Untergrundes hat natürliches Grundwasser eine hervorragende Qualität und wird vielfältig genutzt, insbesondere zur Trinkwassergewinnung. In Deutschland stammen rund zwei Drittel des Trinkwassers aus Grundwasser. Besonders große Grundwasservorräte enthalten Porengrundwasserleiter, z.B. Lockersedimente wie Schotter, Kies oder Sand (insbesondere alluviale und diluviale Kiese und Sande). Dem entsprechend befinden sich die größten Grundwasservorräte in Deutschland im Oberrheingraben, dem Alpenvorland und den norddeutschen Urstromtälern. Im Alpenvorland erreichen die grundwasserführenden Schichten Mächtigkeiten von bis zu 100 m. Örtlich begrenzt tritt Grundwasser in Quellen an die Erdoberfläche, die, wenn sie gefasst werden, auch zur Trinkwassergewinnung genutzt werden können. An anderen Stellen müssen zur Nutzung des Grundwassers Brunnen angelegt werden, Pumpschächte, die bis unter die Grundwasseroberfläche reichen.

Gefahren für das Grundwasser und Grundwasserschutz

Menschliche Aktivitäten gefährden Qualität und Quantität des Grundwassers. Nur lokal von Bedeutung sind mengenmäßige Engpässe durch übermäßige Grundwasserentnahme. Gefahren für die Grundwasserqualität sind beispielsweise die Deposition und Bodenpassage von Luftschadstoffen, die übermäßige Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirtschaft oder hochkonzentrierte Schadstofffahnen aus Altlasten. Der vorbeugende (kurative) und wiederherstellende (sanierende) Grundwasserschutz hat daher eine wichtige Bedeutung im Umweltschutz. Zum vorbeugenden Grundwasserschutz zählt die Ausweisung von Wasserschutzzonen im Einzugsgebiet von Wasserwerken. Die Sanierung von Grundwasserschäden ist meist teuer und zeitaufwändig.

Literatur


- G. Mattheß & K. Ubell: Lehrbuch der Hydrogeologie, Band 1: Allgemeine Hydrogeologie, Grundwasserhaushalt. 1983, Gebr. Borntraeger, Berlin/Stuttgart, ISBN 3-443-01005-9.
- B. Hölting: Hydrogeologie. seit 1980 mehrere Auflagen, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, ISBN 3-432-90793-1.
- Gudrun Preuß, Horst Kurt Schminke: Grundwasser lebt! Chemie in unserer Zeit 38(5), S. 340 - 347 (2004), .
- R. Schleyer & H. Kerndorff: Die Grundwasserqualität westdeutscher Trinkwasserressourcen. 1992, VCH, Weinheim, ISBN 3-527-28527-X.
- Werner Aeschbach-Hertig: Klimaarchiv im Grundwasser. Physik in unserer Zeit 33(4), 160 - 166 (2002), .

Weblinks


- [http://www3.stzh.ch/internet/wvz/home/wasserwerke/grund.html Grundwasserwerk Hardhof in Zürich] ([http://www.martinsteiger.ch/files/mensa_ch/wvz_2005/ Bilder]) Kategorie:Wasser Kategorie:Hydrologie ja:地下水 ko:지하수

Vergleyung

Als Vergleyung versteht man in der Bodenkunde Prozesse, bei denen es durch Grund- und Stauwasser im Boden zu Oxidationen und Reduktionen kommt. Auf diese Weise entstehen Bodentypen wie der Gley (bei Grundwasser) oder der Pseudogley und der Stagnogley (bei Stauwasser) Kategorie:Bodenkunde

Oxidation

Die Oxidation ist eine chemische Reaktion. Bei diesem Vorgang gibt der zu oxidierende Stoff (Elektronendonator) Elektronen an das Oxidationsmittel (Elektronenakzeptor) ab. Dieser wird durch die Elektronenaufnahme reduziert (Reduktion). Mit der Oxidation ist also immer auch eine Reduktion verbunden. Beide Reaktionen zusammen werden als Teilreaktionen einer Redoxreaktion betrachtet.
- \mathrm :Oxidation: Stoff A gibt ein Elektron ab.
- \mathrm :Reduktion: Das Elektron wird von Stoff B aufgenommen.
- \mathrm :Redoxreaktion: Stoff A gibt ein Elektron an Stoff B ab. Die Oxidation ist nicht zwangsläufig mit einer vollständigen Abgabe von Elektronen und damit der Ionisation der beteiligten Stoffe verbunden.

Geschichte

Der Begriff Oxidation wurde ursprünglich von Antoine Laurent de Lavoisier geprägt, der damit die Vereinigung von Elementen und chemischen Verbindungen mit dem Element Sauerstoff (Oxygenium), also die Bildung von Oxiden beschreiben wollte. Später erfolgte eine Erweiterung des Begriffes, indem man Reaktionen, bei denen Wasserstoff-Atome einer Verbindung entzogen wurden (Dehydrierung), mit einbezog. Auf Grundlage der Ionentheorie und des Bohrschen Atommodells konnte die Oxidation schließlich unter elektronentheoretischen Gesichtspunkten interpretiert und verallgemeinert werden. Das Charakeristische an diesem Vorgang wird nun in der Elektronenabgabe eines chemischen Stoffes gesehen.

Oxidation durch Sauerstoff

Als Oxidation im ursprünglichen Sinn bezeichnete man früher die chemische Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff. Aber auch heute noch assoziiert man mit diesem Begriff vielfach die Umsetzung mit Sauerstoff und die Bildung von Oxiden. Jedoch ist im Rahmen der allgemeineren Definition diese Reaktion nur eine von vielen, die sich mit Hilfe der Valenzelektronentheorie erklären lässt. Reagiert z. B. ein Metallatom mit einem Sauerstoff-Atom, so kann man die Oxidation des Metalls und somit die Metalloxidbildung anhand folgender Reaktionsgleichungen nachvollziehen:
- \mathrm :Oxidation: Das Metall M gibt zwei Elektronen ab.
- \mathrm :Reduktion: Sauerstoff (O) nimmt zwei Elektronen auf.
- \mathrm :Redoxreaktion: Sauerstoff oxidiert das Metall und wird dabei selbst reduziert. Sauerstoff hat in diesem Fall das Bestreben, durch Aufnahme von zwei Elektronen eine stabile Valenzelektronenschale mit insgesamt acht Elektronen aufzubauen (Oktettregel). Das Metall wiederum kann durch Abgabe der Elektronen teilbesetzte Schalen auflösen und so die nächst niedrigere stabile Elektronenkonfiguration erreichen.

Beispiele


- Ein klassisches Beispiel für die Oxidation durch Sauerstoff sind alle Arten der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen unter Luftsauerstoff, z.B. Verbrennung von Kohle, Waldbrände, Benzin im Motor, Kerzen usw.. Ausgehend von Kohle (reiner Kohlenstoff) gibt jedes Kohlenstoff-Atom vier Elektronen an zwei Sauerstof-Atome zur Ausbildung von zwei Doppelbindungen ab. Es entsteht Kohlendioxid (CO2). :\mathrm :Kohlenstoff + Sauerstoff → Kohlenstoffdioxid
- Nahrung wird im Körper in den vielen Schritten des biochemischen Stoffwechsels u.a. zu körpereigenen Stoffen, Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser oxidiert. Nicht nur in vivo, auch in vitro können organische Stoffe auf vielfältige Weise mit Sauerstoff reagieren: Ein primärer Alkohol (Alkanol) wird sanft oxidiert. Dabei entsteht zunächst ein Aldehyd (Alkanal), bei nochmaliger Oxidation eine Carbonsäure (Alkansäure). Bei heftiger Oxidation kann der Schritt zum Aldehyd übersprungen werden. Wird ein sekundärer Alkohol oxidiert, so bildet sich dabei ein Keton (Alkanon). Tertiäre Alkohole können auf Grund ihrer bereits vorhandenen drei C-Bindungen nicht oxidiert werden.
- Eisen rostet (korrodiert) unter dem Einfluss von Sauerstoff und bildet verschiedene Eisenoxide (Rost: Fe2O3, Fe3O4, FeO).
- Bei der Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff (Knallgas) entsteht Wasserstoffoxid, besser bekannt als Wasser (H2O): :\mathrm :Wasserstoff + Sauerstoff → Wasserstoffoxid

Oxidation ohne Sauerstoff

Der Begriff der Oxidation wurde später auf Reaktionen erweitert, die nach dem gleichen chemischen Prinzip ablaufen, auch wenn kein Sauerstoff daran beteiligt ist. Im weiteren Sinne bedeutet Oxidation das Abgeben von Elektronen. Zum Beispiel gibt bei der Reaktion von Natrium und Chlor zu Kochsalz das Natriumatom ein Elektron an das Chloratom ab, Natrium wird also oxidiert. Im Gegenzug wird Chlor dabei reduziert.
- \mathrm :Teilreaktion Oxidation: Natrium gibt ein Elektron ab.
- \mathrm :Teilreaktion Reduktion: Im Gegenzug wird Chlor durch Aufnahme eines Elektrons reduziert.
- \mathrm :Gesamtreaktion: Natrium und Chlor reagieren in einer Redoxreaktion miteinander. Da Chlor nur molekular als Cl2 in die Reaktion eingeht, schreibt man genauer
- \mathrm

Oxidationszahl

Bei der Oxidation wird die Oxidationszahl erhöht (Na0 → Na+I). Oxidationszahlen Bei einem Molekül wird/werden das/die bindende(n) Elektronenpaar(e) dem Atom zugesprochen, dessen Elektronegativität höher ist. Zahlen gleichartiger Atomverbindungen werden untereinander gleich aufgeteilt. Ionen haben als Summe ihrer Oxidationszahlen ihre Ladungszahl, Moleküle die Summe 0. Bedeutend sind die Oxidationszahlen jener Atome, die Bestandteil einer funktionellen Gruppe sind.

Oxidation in der Biologie

Vor allem in der Biologie definiert man Oxidation als "Abgabe von Wasserstoff". Bei vielen biochemischen Vorgängen in der Zelle, z.B. der Glycolyse werden organischen Verbindungen Wasserstoffatome durch bestimmte Coenzyme (NAD, NADP, FAD) "entrissen".
Kategorie:Chemische Reaktion ja:酸化 simple:Oxidation

Reduktion

Das Wort Reduktion (Verb reduzieren) ist aus dem latein. reducere (= zurückführen) abgeleitet und bedeutet in der gehobenen Alltagssprache eine Verringerung des Ausmaßes einer Eigenschaft. Dies kann sich sowohl auf messbare Größen (zum Beispiel Anzahl, Umfang, Gewicht) als auch auf abstrakte Größen beziehen:
- „Man einigte sich auf eine Reduktion der Gehälter im Ausmaß von [...]“
- „Der Abgeordnete XY wurde auf seine normale Bedeutung reduziert.“
- „Der Transitverkehr reduziert die Lebensqualität der Anwohner merklich.“ In einigen Wissenschaften hat das Wort Reduktion vielfach eine spezielle Bedeutung, deren Gemeinsamkeit in der Rückführung auf eine tiefere oder günstigere Stufe oder auf zugrundeliegende Tatsachen besteht („vom Besonderen zum Allgemeinen“) (Siehe: Reduktionismus): # In der Mathematik die Verringerung des Grades von Gleichungen, von Polynomen usw. Siehe: Differenzialgleichungen # in den messenden Naturwissenschaften die Bereinigung der Messwerte von modellierbaren Störeinflüssen, manchmal auch allgemein die Auswertung von Messungen, wenn die gesuchten Größen nicht unmittelbar selbst gemessen wurden: ## die topographische Reduktion bei Schwereanomalien ## Neigungsreduktion bei astronomischen oder geodätischen Messungen, siehe Libelle oder Reduktion auf Horizont oder Geoid ## bei Vermessungsarbeiten die Korrektur physikalischer Signallaufzeiten wegen der Refraktion usw. ## in der Meteorologie das Umrechnen des auf Standorthöhe gemessenen Luftdrucks auf Meereshöhe ## in der Astronomie die Bestimmung von Sternkoordinaten beispielsweise aus Durchgangszeiten an einem Meridiankreis und ähnliches # in der Chemie das Maß der Fähigkeit chemischer Verbindungen zur Abgabe von Sauerstoffmolekülen in einer bestimmten Versuchsanordnung. Siehe: Reduktion (Chemie), Metallreduktion, Reduktionsmittel # in der Komplexitätstheorie (einem Teilgebiet der theoretischen Informatik) das Ausdrücken eines Problems als Instanz eines anderen Problems. Siehe: Reduktion (Theoretische Informatik) # in den Geisteswissenschaften ganz allgemein die Erklärung eines Phänomens durch seine zugrundeliegenden Aspekte # in der Philosophie die Befreiung der Erfahrung von der natürlichen „Offensichtlichkeit“ – nach Edmund Husserl als transzendentale Reduktion bezeichnet. Siehe: Reduktionismus #in der Wissenschaftstheorie eine neopositivistische Lehre (der Reduktionimus). Siehe: Reduktionismus # in der Pädagogik und Anthropologie der Weg vom Beobachten von Details zum Ganzen und das dadurch vertiefte Verstehen (anthropologische Reduktion) # in der Malerei eine Reduzierung auf wesentliche Elemente und Ausdrücke. Siehe: Romantische Reduktion Das Wort Reduktionen bezeichnet die in Südamerika von Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert eingerichteten Schutzgebiete, um indigene Völker vor der Ausbeutung zu schützen. Siehe: Jesuitenreduktionen

Bodenhorizont

Bodenhorizont ist ein Begriff aus der Bodenkunde sowie der Geologie, insbesondere der Quartärgeologie sowie der physischen Geografie. Die Bodenhorizonte lassen sich grob wie folgt einteilen:

Organische Bodenhorizonte

Organische Bodenhorizonte werden definiert durch mehr als 30 Masse-% (=ca. Vol. 60%) organischer Substanz
- H - Organischer Horizont aus Resten torfbildender Pflanzen an der Oberfläche entstanden. Der Abbau wird durch Wasser gehemmt (Torf). Humus.
- O - Organischer Auflagehorizont
  - Ol - Streuzone (engl. litter = Streu) mit geringem Zersetzungsgrad
  - Of - Fermentationszone
  - Oh - Humuszone
- L - Organischer Auflagehorizont aus Ansammlung von nicht bzw. wenig zersetzter Pflanzensubstanz (Förna) mit weniger als 10 Vol.-% Feinsubstanz. Litter.

Mineralische Bodenhorizonte

Definiert durch weniger als 30 Masse-% organischer Substanz. Die "klassische" Einteilung ist die nach A-, B-, und C- Horizont, wobei A die oberste, B die mittlere, und C die am tiefsten liegende Schicht ist.

A-Horizont


- Als A-Horizont wird in der Bodenkunde die oberste Bodenschicht bezeichnet. Dieser Oberboden ist gemischt mit Humus und besonders reich an organischem Material aber mineralarm. Der A-Horizont ist der mineralische Oberbodenhorizont mit Akkumulation organ. Substanz und/oder Verarmung an mineral. Substanz und/oder an Humus.
  - Ah - mit Einarbeitung von bis zu 30% Humus
  - Ai - nur geringe Akkumulation organischer Substanz
  - Ae - Auswaschungshorizont (eluvial), s. Podsol
  - Ap - Horizont wurde regelmäßig landwirtschaftlich bearbeitet

B-Horizont


- Der B-Horizont ist der mineralischer Unterbodenhorizont mit Veränderung des Stoffbestandes und der Farbe verglichen mit dem Ausgangsgestein durch Verwitterung, Verlehmung und/oder Stoffanreicherung. Hier befinden sich Akkumulationen (Anreicherungen) von eingelagerten Stoffen aus dem Oberboden und/oder durch Verwitterung entstandene Bestandteile. Typischerweise mit weniger als 75 Volumsprozenten Festgesteinsresten.
  - Bv - Verbraunung
  - Bs - mit Sesquioxiden durch Umlagerung angereichter Ablagerungshorizont (illuvial), s. Ortstein

C-Horizont


- Der C-Horizont ist das Gestein, das unter dem Boden liegt, in der Regel das Ausgangsgestein, aus dem der Boden entstanden ist.
  - Cv - Verwitterungshorizont

Weitere mineralische Bodenhorizonte


- S - Mineralbodenhorizont mit Stauwassereinfluss, zeitweilig oder ständig luftarm
- G - Mineralbodenhorizont mit Grundwassereinfluss und i.d.R. dadurch verursachten bestimmten hydromorphen Merkmalen
  - Go - oxidiert, bis zu 10 % Rostflecken
  - Gr - reduzierte Verhältnisse, wenig Rostflecken
- P - Mineralischer Unterbodenhorizont aus Ton- oder Tonmergelgestein
- T - Mineralischer Unterbodenhorizont aus Lösungsrückstand von Carbonatgesteinen mit mehr als 75 Masse-% Carbonat, meist fossil in Deutschland
- M - Mineralbodenhorizont aus kontinuierlich sedimentiertem holozänem Solummaterial
- E - Mineralbodenhorizont aus aufgetragenem Plaggenmaterial entstanden.
- R - Mineralischer Mischhorizont durch unregelmäßiges Pflügen bzw. tiefreichende bodenvermischende Meliorationsmaßn. (Rigolen, Tiefumbruch) entstanden.
- Y - Horizont, geprägt durch Reduktgas (CO2, CH4, H2S) mit höheren Volumen-Gehalten in der Bodenluft

Subhydrische Bodenhorizonte

Horizont am Gewässergrund mit in der Regel mehr als 1 Masse-% organischer Substanz
- F - Bodenhorizont am Gewässergrund Aus der Folge anzutreffender Horizonte ergibt sich in Abhängigkeit von den Bodenarten der Bodentyp, z.B. kann (die relativ einfache) Horizontschichtung Ah/Cv/C je nach Substrat den Bodentyp Ranker oder Rendzina ergeben. An den Bodenhorizonten lassen sich bodenchemische wie -biologische Prozesse ablesen (Humusbildung und -einarbeitung, Versauerung, reduzierende und oxidierende Bedingungen, ...), unter denen zudem Rückkopplungprozesse bestehen. Praktische Anwendung findet die Interpretation der vorhandenen Bodenhorizonte unter anderem im Rahmen der forstwirtschaftlichen Standorterkundung bei der Entscheidung zur geeigneten Baumartenwahl. = Weblinks =
- [http://hypersoil.uni-muenster.de/0/04/06.htm Bodenhorizonte und Bodenprofil]
- [http://nibis.ni.schule.de/~trianet/soil/boden3.htm Bodenhorizonte]
- [http://www.bodenwelten.de/ Bodenwelten] Kategorie:Bodenkunde

Anoxisches Milieu

Anoxisch (manchmal auch "anoxysch" geschrieben) bedeutet "nicht oxidierend" oder als etwas engerer Begriff „keinen Sauerstoff enthaltend“. Der Ausdruck wird besonders zur Charakterisierung der Umgebung von Lebewesen (Gewässer, Gewässersedimente, Böden, künstliche Anlagen) verwendet. In einem anoxischen Milieu können nur Organismen aktiv sein, die nicht auf Sauerstoff angewiesen sind (Anaerobier). Der Gegensatz ist oxisch (manchmal auch "oxysch" geschrieben), das bedeuted oxidierend bzw. Sauerstoff enthaltend. Die Eigenschaft eines Milieus, oxidierend oder reduzierend zu wirken, kann durch das Redoxpotential quantifiziert werden: niedriges Redoxpotential - anoxisch, hohes Redoxpotential - oxisch. Ein anoxisches Milieu in einem Abwasser ist bei Abwesenheit von frei verfügbarem, gelöstem Sauerstoff (und Anwesenheit von Nitrat und/oder Nitrit) gegeben. Dieser anoxische Zustand ist bei der Abwasserreinigung eine Voraussetzung für den Beginn der Denitrifikation. Bei der Denitrifikation wird Nitrat in gasförmigen molekularen Stickstoff (N2) umgewandelt, wobei der in der Stickstoffverbindung gebundene Sauerstoff von den Bakterien "veratmet" wird.. Kategorie:Wasserwirtschaft Kategorie:Limnologie

Kategorie:Bodentyp

In diese Kategorie bitte nur tatsächliche Bodentypen einordnen, keine Bodenarten. Kategorie:Bodenkunde

Umiejętność

Umiejętność to obok współczynników typ danych liczbowych w grach fabularnych, opisujących postać gracza. Umiejętności określają jak zaawansowana jest w danej dziedzinie postać. Im większa jest wartość umiejętności, tym łatwiej wykonać postaci test związany z nią. Umiejętności dotyczą zasadniczo dziedzin, których można się nauczyć; ponadto zwykle łątwiej je zdobyć lub zwiększyć niż współczynniki.
Umiejętość jest zazwyczaj wyrażana wartością liczbową (im większa tym lepiej), chociaż są pewne wyjątki. Przykład: w Warhammer Fantasy Roleplay umiejętność nie ma wartości liczbowej a to czy uda się test zależy od tego czy mamy daną umiejętność (np. bez umiejetności "pływanie" utopimy się). W FUDGE umiejętność jest określana słownie. W zależności od systemu dostępna lista umiejętności może być różna, co zazwyczaj zależy często od zaawansowania technologicznego w świecie gry. W tych systemach fantasy, w których świat zbliżony jest do epoki średniowiecza, nie występuje na przykład umiejętność prowadzenia samochodu - za to mogą występować np. umiejętności związane z magią, lub też odzwierciedlające rozbudowanie mechaniki walki bronią białą. kategoria:Gry fabularne

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