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Islamischer Kalender

Islamischer Kalender

Kategorie:Kalender Der islamische Kalender rechnet nach Mondjahren; er ist ein reiner Mondkalender. Die islamische Zeitrechnung beginnt mit dem 1. Muharram, (16. Juli 622), dem Datum der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Muhammad aus Mekka. Weil das Mondjahr kürzer als das Sonnenjahr ist, wandern die Monate im Laufe mehrerer Jahrzehnte durchs Sonnenjahr, bis sie wieder zur gleichen Zeit, gemessen am Sonnenjahr, stattfinden. Der Fastenmonat Ramadan kann deshalb in jeder Jahreszeit zu liegen kommen. Für religiöse Zwecke ist in einigen islamischen Ländern ausschließlich die Beobachtung des Mondes entscheidend, andere Länder verwenden verschiedene astronomische Rechenweisen, um den Kalender im Voraus festlegen zu können. Daher kann der islamische Kalender in verschiedenen islamischen Ländern teilweise um 1 bis 2 Tage voneinander abweichen. Der neue Monat beginnt, wenn die Mondsichel nach Neumond wieder sichtbar ist (= Neulicht). Nach Angaben des Astronomen Al-Biruni wurde der islamische Kalender im Jahr 638 vom zweiten Kalifen Umar Ibn al-Chattab eingeführt. Als Beginn der Datierung legte man den Tag der Ankunft des Propheten Muhammad in Medina fest. Nach astronomischer Chronologie war das der 15. Juli 622, aufgrund kleiner Abweichungen der Mondphasen gegenüber dem Kalender setzte man in späterer Zeit den 16. Juli als Datum der Hidschra an. Lange Zeit offizielle Zeitrechnung in islamischen Ländern, wird der islamische Kalender im Wirtschaftsleben von der westlichen Zeitrechnung zunehmend verdrängt. Da sich die religiösen Feiertage im Islam nach ihm bestimmen, spielt er jedoch als Festkalender immer noch eine bedeutende Rolle. Die wichtigsten Monate sind der Fastenmonat Ramadan und der Monat der Pilgerfahrt (Haddsch), dhu l-hidschdscha. Das Opferfest (Id al-adha) am 10. dhu l-hidschdscha ist der höchste Feiertag der Muslime, gefolgt vom Fest des Fastenbrechens (Id al-fitr) am Ende des Ramadan. Am 12. rabi' al-auwal feiern die Muslime den Geburtstag des Propheten (Mawlid an-Nabi). In den ersten zehn Tagen des Monats muharram begehen die Schiiten ihr höchstes Fest, die Aschura-Riten, in denen sie mit Prozessionen, Passionsspielen und Geißelungen des Todes des Imams Al-Husain in der Schlacht von Kerbela gedenken.

Monate

:muharram, محرم :safar, صفر :rabi' al-auwal, ربيع الاول :rabi' ath-thani, ربيع الثاني :dschumada al-auwal, جمادى الاولى :dschumada ath-thani, جمادى الثانية :radschab, رجب :scha'ban, شعبان :Ramadan, رمضان :schauwal, شوال :dhu l-qa'da, ذو القعدة :dhu l-hiddscha haddsch, ذو الحجة Ein islamischer Monat beginnt immer mit der Sichtung der jüngsten Mondsichel (hilal). Besonders wichtig ist dies für den Fastenmonat Ramadan. Die Länge jedes Monats ist je nach Mondstellung 29 oder 30 Tage.

Wochentage

Sie werden (wie auch im Judentum und in vielen westlichen Ländern, z. B. in den USA, Portugal und früher auch in Deutschland üblich) beginnend mit Sonntag und endend mit Samstag gezählt. Der Freitag ist also zwar der wöchentliche Feiertag, aber nicht der letzte Wochentag im islamischen Kalender! :Sonntag: yaum al-ahad يوم الأحد :Montag: yaum al-ithnayna يوم الإثنين :Dienstag: yaum ath-thalatha يوم الثُّلَاثاء :Mittwoch: yaum al-arba`a يوم الأَرْبعاء :Donnerstag: yaum al-hamis يوم خَمِيس :Freitag: yaum al-dschum`a يوم الجُمْعَة :Samstag: yaum as-sabt يوم السَّبْت

Umrechnungsformel

Mit den folgenden Näherungsformeln lassen sich islamische Jahreszahlen in gregorianische umrechnen und umgekehrt: C \approx \frac + 622 H \approx \frac C (Jahr nach christlicher Zeitrechnung), H (Jahr nach der Hidschra) Der Editor Emacs kann in seinem Tagebuch islamische Datumsangaben konvertieren.

Siehe auch


- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Weblinks


- [http://www.ori.unizh.ch/hegira.html Online-Umrechner des Orientalischen Seminars der Universität Zürich] Kategorie:Islam Kategorie:Kalender ja:ヒジュラ暦 ms:Takwim Hijrah th:ปฏิทินฮิจญ์เราะหฺ

Kategorie:Kalender

Hauptartikel dieser Kategorie: Kalender, Jahreskalender, Historische Jahrestage, Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende Diese Kategorie ist, unter anderem, Teil der Grundsystematik Astronomie, wo auch Tipps zum Kategorisieren von Artikeln und Anlegen neuer Kategorien im Bereich Astronomie gegeben werden. Kategorie:Astronomischer Zeitbegriff Kategorie:Geschichte nach Zeitabschnitten Kategorie:Zeitbegriff ja:Category:暦法 ko:분류:달력 th:Category:ปฏิทิน

Kalender

Das Wort Kalender kommt von Lateinisch Calendarium, ein Verzeichnis der Calendae (Bezeichnung für den jeweils ersten, auszurufenden Tag eines Monats (von calare 'ausrufen'). Man versteht darunter die Festlegung der Zeiteinteilung in Jahre, seine Untereinteilung in Monate sowie deren Länge in Tagen und auch die Wochenunterteilung. Der römische Mönch Dionysius Exiguus († um 545) errechnete den Zeitpunkt der Geburt Christi für das Jahr 754 ab urbe condita nach dem Römischen Kalender (siehe: Julianischer Kalender). Als Kalender werden zudem auch die Jahresübersichten bezeichnet, die eine Orientierung über Jahresverlauf, religiöse und staatliche Festtage und etwa jahreszeitlich gebundene Arbeiten (Landwirtschaft) geben sollen. Im Türkischen bedeutet das Wort "kalender" Bettelmönch, siehe Kalenter.

Geschichte des Kalenders

Grundlage der modernen Zeitrechnung ist das Sonnenjahr mit seinen Bruchteilen (Monat, Tag, Stunde ... usw.). Diese geht auf den aus dem antiken griechisch-römischen Mondkalender und den Einflüssen ägyptisch-antiker Sonnenkalender hervor und fusst auf dem römischen Julianischen Kalender nach Julius Cäsar. Die Länge des Jahres wird bestimmt von der Dauer des Erdumlaufs um die Sonne (auch Erd-Revolution genannt). Der Anfangspunkt (die Epoche) der Zeitskala wird willkürlich auf ein wirkliches oder angenommenes Ereignis gesetzt, von dem aus die Jahre gezählt werden. Solche Zeitpunkte waren in der Chronologie z. B. die biblische Weltentstehung, das definierte Gründungsjahr Roms -753, in der islamischen Geschichte das Jahr der Hedschra (Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahr 622) und in der christlichen Geschichte die Geburt Christi. Bereits im vierten Jahrtausend v. d. Chr. führten die Ägypter das 365-tägige Sonnenjahr ein. Der heute übliche Kalender geht auf den von Gaius Julius Cäsar eingeführten Julianischen Kalender zurück. Die Monate hatten eine Länge von 30 oder 31 Tagen. Der Monat Februar war nur mit 28 Tagen ausgestattet. In den alle vier Jahre durchgeführten Schaltjahren wurde jedoch nach dem 23. Februar der dies caleris eingeschoben und danach erst der 24. Februar gezählt, so dass der Februar dann eine Länge von 29 Tagen erreichte. Seit Dionysius Exiguus ist es in den Schaltjahren auch praktischerweise so, dass die Jahreszahl dividiert durch den Schaltzyklus 4 eine natürliche Zahl ergab. Der Jahresbegin war der 1. März. Da der julianische Kalender jedoch länger als das astronomische Sonnenjahr ist (Differenz: 0,0078 Tage), rückte der Kalender mit dem 21. März als dem ursprünglichen Datum des Primar-Äquinoktiums immer weiter weg von dem Zeitpunkt des tatsächlichen Eintritts dieses astronomischen Ereignisses. Schließlich war es soweit gekommen, dass das Primar-Äquinoktium im Jahre 1582 schon am 11. März stattfand.

Gregorianischer Kalender

Der 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführte Gregorianische Kalender beseitigte diesen bis Ende des 16. Jahrhunderts aufgetretenen Fehler von zehn Tagen. Auf den 4. folgte der 15. Oktober 1582. Damit war der Überhang des julianischen Kalenders abgebaut. Zusätzlich wurde eine neue Schaltjahrsregelung eingeführt (siehe auch Schaltjahr). Umgangssprachlich sind dadurch alle durch
- 4 teilbare Jahre Schaltjahre.
- 100 teilbare Jahre keine Schaltjahre.
- 400 teilbare Jahre wieder Schaltjahre. Dies ist eine relativ einfache mathematische Berechnung auf der damaligen (falschen) Annahme, dass ein tropisches Jahr 365,2425 Tage lang ist. 365,2425 = 365 + \frac = 365 + \frac = 365 + \frac - \frac = 365 + \frac - \frac =
= 365 + \frac - \left( \frac - \frac \right) = 365 + \frac - \frac + \frac = 365 + \frac4 - \frac + \frac
In der Vergangenheit waren aufgrund dieser Regel die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, die Jahre 1600 und 2000 aber schon. Europa war damit aber noch weit entfernt von einer einheitlichen Zeitrechnung. Am Anfang führten nur die katholischen Länder Italien (größtenteils), Spanien, Portugal und Polen den gregorianischen Kalender ein. Ein Großteil der weiteren katholischen Länder, darunter auch viele katholische Kleinstaaten Deutschlands folgten zwischen 1582 und 1584. Russland ersetzte am Samstag, dem 1. Januar 1700 den byzantinischen Kalender durch die julianische Zeitrechnung. Damit wollte Zar Peter der Große sein Land mit dieser Maßnahme weiter an Europa annähern. Im gleichen Jahr folgten die protestantischen Staaten Deutschlands, Dänemark und Norwegen, 1752 Großbritannien und 1753 Schweden mit dem gregorianischen Kalender. Russland behielt den julianischen Kalender bis in das Jahr 1918.

Kalendersysteme

Mondkalender


- Mondkalender in Gebrauch:
  - Islamischer Kalender
  - Porhalaan
- Historische Mondkalender:
  - Römischer Kalender

Sonnenkalender


- Sonnenkalender, die sich gegenwärtig in Gebrauch befinden:
  - Christlicher Kalender
    - Julianischer Kalender
    - Gregorianischer Kalender
    - Schwedischer Kalender
    - Griechisch-Orthodoxer Kalender
    - Koptischer Kalender
  - Bahá'í-Kalender
  - Thailändischer Sonnenkalender
  - Laquai´scher Sonnenkalender
  - Tamilischer Sonnenkalender
  - Zoroastrischer Kalender (als Qadimi-, Shenshai- oder Fasli-Kalender)
  - iranischer Kalender (Iran, Afghanistan, Zentralasien)
  - Malayalam-Kalender
- historische Sonnenkalender:
  - Ägyptischer Kalender
  - Isländischer Kalender
  - Keltischer Jahreskreis
  - Republikanischer Kalender der Französischen Revolution
  - Sowjetischer Revolutionskalender

Lunisolarkalender


- Lunisolarkalender in Gebrauch:
  - Chinesischer Kalender
  - Griechischer Kalender
  - Jüdischer Kalender
- Historische Lunisolarkalender:
  - Positivisten-Kalender
  - Thailändischer Mondkalender

Sonstige Kalendersysteme


- Sonstige Kalendersysteme in Gebrauch:
  - Irischer Kalender
  - Japanischer Kalender
  - Nepalesischer Kalender
- Historische sonstige Kalendersysteme:
  - Azteken-Kalender
  - Maya-Kalender
  - Hindu-Kalender
  - babylonischer Kalender

Kalenderentwürfe


- One-Earth-Calendar
- Darius-Kalender
- Weltkalender
- Internationaler Ewiger Kalender

Kalender / Volkskalender

Mehrere Formen des gedruckten Kalenders werden unterschieden: Einblatt- und Wandkalender, Kalenderhefte in Form periodischer Publikationen. Die bekannteste Form ist der sogenannte Quartschreibkalender, der seit etwa der Mitte des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart ein vergleichsweise festes Erscheinunsgbild aufweist. Die Jahreskalender beschränkten sich kaum je auf die reine Darstellung des Jahresverlaufes, sondern informierten auch über jahreszeitabhängige Tätigkeiten, landwirtschaftliche Aufgaben oder im Jahresverlauf zu erwartende Wetterlagen. Schon früh gehört das sogenannte Aderlassmännlein zu den bis ins 19. Jahrhundert unverzichtbaren Bestandteilen des Kalenders. So weist etwa das Calendarium Romanum aus dem Kloster Interlaken (Johanna von Arberg und Agnese Stollera, 1446) bereits mit der Aderlassfigur nach, welche Sternzeichen die einzelnen Körpergegenden regieren und sich daher für bestimmte Leiden und zu bestimmten Sternkonstellation für den Aderlass eignen. Weiterhin wurden die besten Tage für das Haareschneiden, Baden, Schröpfen, Abstillen etc. angegeben. Solche Angaben finden sich durchgängig bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, als im Zug der Volksaufklärung versucht wurde, den Aberglauben aus dem Kalender zu verbannen (zum Beispiel preußische Kalenderreform 1778/79). Als diese Reformbemühungen scheiterten, kehrte die Aderlassfigur, oder zumindest eine Aderlasstafel, wieder in den Kalender ein (so noch im "Neuen Berner-Kalender" unter der Redaktion von Jeremias Gotthelf, 1840–1845).

Kalender und Volksaufklärung

Schon in der frühen gemeinnützigen Aufklärung, die seit den 1760er Jahren in eine breite Volksaufklärung mündet, gab es Bemühungen, das Medium des Kalenders zur praktischen und ökonomischen, später vor allem erbaulichen und moralischen Belehrung der Bevölkerung zu nutzen. Wie kaum ein anderer Lesestoff gelangte der Kalender in die breitesten Schichten der Bevölkerung. Vor einer flächendeckenden Verbreitung von Tageszeitungen war er zudem das wichtigste Informationsmedium. Die Kalenderreformer des 18. Jahrhunderts wollten nun zum ökonomischen Nutzen des Lesers wie des Vaterlandes land- und hauswirtschaftliche Informationen, medizinische und veterinärmedizinische Ratschläge neben erbaulichen Geschichten in den Kalender einrücken. Der alte Aberglauben sollte ebenso verbannt werden wie die häufig vertretenen Erzählungen bloß merkwürdiger oder spektakulärer Begebenheiten, die für den Leser keinen unmittelbaren Nutzen haben konnten. Mit gesetzlichen Regelungen versuchte man Reformkalender auf einem Markt durchzusetzen, der durch Lesegewohnheiten und gut eingeführte populäre Kalender geprägt war. Die teils radikalen Versuche scheiterten häufig bereits in den Anfängen: die Leser kauften lieber keinen Kalender als den von Gelehrten und Staatsbeamten kreierten Nachfolger ihres Traditionsheftes.

Volkskalender

Aus dem Scheitern der ersten Reformbemühungen entwickelte sich eine Volksbildungsbewegung, die nun sehr viel stärker die Leseinteressen der Kalenderleser berücksichtigten und teils lieber das Aderlassmännlein beibehielten, um so für die belehrenden Erzählungen (Kalendergeschichte) eine aufnahmebereite Leserschaft zu finden. Das Vorbild dieser Volkskalender war der Rheinische Hausfreund von Johann Peter Hebel; ihm folgten bekannte Autoren wie Berthold Auerbach, Jeremias Gotthelf, Alban Stolz und zahlreiche Kalendermacher des 19. Jahrhunderts. Neben der Tageszeitung behielt der Kalender auch in manchen Regionen bis ins 20. Jahrhundert eine zentrale Stellung unter den Volkslesestoffen. [http://www.volkskalender.ch Volkskalenderforschung]

Siehe auch:

Komputistik - Liturgischer Kalender - Heiligenkalender - Literaturkalender -Julianisches Datum - Neujahr - Fiskaljahr - Abreißkalender - iCalendar - Astronomischer Kalender - Arithmetischer Kalender - Kalenderdatum - Datumsformat - ISO 8601 - Kalendarium -Jahresübersicht - Berechnung des Osterdatums - Berechnung des Wochentags - Metonischer Zyklus - Diskordischer Kalender - Hundertjähriger Kalender - Doomsday-Methode - Kalendergeschichte - Kosmischer Kalender - Ablaufkalender

Literatur


- Friedrich Karl Ginzel: Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie. 3 Bände, 1906-1914. (bis heute das Standardwerk schlechthin)
- Holger Böning: Volksaufklärung und Kalender. Zu den Anfängen der Diskussion über die Nutzung traditioneller Volkslesestoffe zur Aufklärung und zu ersten praktischen Versuchen bis 1780. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens. 56/2002, S. 79-107
- Michael Buhlmann: Zeitrechnung des Mittelalters. Einführung, Tabellen, CD-ROM InternetKalenderrechnung. Vortrag „Mittelalterliche Zeitrechnung anhand von St. Georgener Geschichtsquellen“ beim Verein für Heimatgeschichte St. Georgen. St. Georgen, 19. Mai 2005. (Vertex Alemanniae, Heft 18), St. Georgen 2005
- Hermann Grotefend: Taschenbuch der Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit. 13. Auflage. Hannover 1991
- Katherina Masel: Kalender und Volksaufklärung in Bayern. Zur Entwicklung des Kalenderwesens 1750 bis 1830. St. Ottilien 1997
- Ludwig Rohner: Kalendergeschichte und Kalender. Wiesbaden 1978
- Rudolf Schenda: Hinkende Botschaften? Zur Entwicklung und Bedeutung der schweizerischen Volkskalender. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde. 2/92/1996, S. 161-181
- H. Zemanek: Kalender und Chronologie. Bekanntes und Unbekanntes aus der Kalenderwissenschaft. 5. Auflage. München-Wien 1990
- Robert Schram: Kalendariographische und chronologische Tafeln. Leipzig 1908.

Weblinks


- [http://www.Kultur-in-Asien.de/Kalender/seite208.htm Kalendersysteme Asiens (von Dr. Bernhard Peter)] (umfangreiche Darstellung vieler Kalendersysteme mit Schwerpunkt auf asiatischen Kalendern und Zeitrechnungen: Indien, China, Japan, Kambodscha, Thailand, Birma, Bali etc.)
- [http://www.tondering.dk/claus/calendar.html FAQ about calendars] (englisch, sehr umfangreich)
- [http://www.kalendersysteme.de Verschiedene Kalendersysteme (von Jens Schneider)] (deutsch und englisch, sehr umfangreich)
- [http://www.kalenderlexikon.de/ Kalenderlexikon]
- [http://www.nabkal.de/kalrech1.html Kalenderrechner von Nikolaus A. Bär]
- [http://www.ortelius.de/kalender/ Verschiedene Kalender/Kalenderrechner (von Holger Oertel)]
- [http://www.greschner-rastatt.de/ewkal.htm Ewiger Kalender (von Helmut Greschner)]
- [http://kalender-365.de/ Jahreskalender 1800 - 2400]
- [http://learning.jgutzeit.de/tips/calendar.html Bestimmung des Wochentages eines beliebigen Datums im Kopf]
- [http://www.nabkal.de/umrechnung.html Umrechnungen von Kalenderdaten]
- [http://www.ortelius.de/kalender/greg_de.php Der Gregorianische Kalender]
- [http://www.uni-duisburg.de/FB1/Geschichte/Sites-Zeitrechnung/zeitrech01.htm InternetKalenderrechnung (von Michael Buhlmann)] (Zeitrechnungsprogramm; europäische Zeitrechnung des Mittelalters und der Neuzeit, jüdischer Kalender, islamischer Hidschra-Kalender) Kategorie:Kalender ja:暦 ----

Zeitrechnung

Zeitrechnung (Chronologie) ist die zyklische sowie die lineare Strukturierung der Zeit.

Normierungen der Zeitrechnung und ihrer Darstellung

In der Europäischen Norm EN 28601 von 1992 ist das Datumsformat, d.h. die gültige Darstellung der Zeitrechnung festgelegt, die für Deutschland und Österreich uneingeschränkt gültig ist (abgeleitet aus ISO 8601 von 1988). Darin wird auf eine Datierung nach christlich-propagandistischer Tradition bezüglich vor oder nach Christus nicht mehr eingegangen. Die ISO 8601 in der Version aus dem Jahre 2000 sieht ein Jahr Null und Jahresangaben mit negativem Vorzeichen vor, sie ist Teil der EN 28601.)

Erfassungssysteme

Zyklische Struktur

Zur zyklischen Strukturierung wird die Zeit in der Regel eingeteilt in: : Jahre : Monate : Wochen : Tage : Stunden : Minuten : Sekunden Ausgangspunkt für diese wiederkehrenden Zeiteinteilungen waren in allen Kulturen die Bewegungen des Erdtrabanten Mond, der Gestirne oder auch die Präzessionsbewegung der Erdachse (platonisches Jahr, Zeitalter).

Lineare Struktur

Voraussetzung für lineare Zeitrechnungen ist die Vereinbarung eines oder mehrerer Bezugsdaten.
- In älteren Kulturen bildeten Königslisten die Grundlage der Zeitrechnung (z. B. Sumer, Ägypten).
- Für das Judentum gab es aus der Tora und den heiligen Schriften z.B. des Tanach verschiedene Zeitrechnungen. Im Jahre 358 normierte die autoritäre Person des Patriarchen Hillel II. den Beginn der Zeitrechnung u. a. aus Vorgaben der Bibel und des Talmud für das Jahr -3761 die so genannte Beriah Ära (seit der Schöpfung der Welt) festgelegt (siehe Jüdischer Kalender). Das Jahr 2000 nach EN 28601 und ISO 8601 entsprach dem Jahr 5761 nach jüdischem Kalender.
- Die älteste griechische Zeitrechnung basiert auf Olympiaden, die 776 v. Chr. begannen.
- Die seleukidische Zeitrechnung beginnt 312 v. Chr. (Seleukos I. Nikator tritt die Herrschaft an)
- Die römische Zeitrechnung geht auf Konsul-Listen zurück. In ihnen wurden die beiden amtierenden Konsuln vermerkt. Sie wurden auch in der Kaiserzeit weitergeführt und sind erhalten.
- Die antike chinesische Zeitrechnung erstreckt sich von der Vorzeit über das Jahr 100 v. Chr., bzw. in das Jahr 1084 n. Chr.
- Im Hinduismus bestehen seit dem 1. Jh. v. Chr. prinzipiell drei auf historischer bzw. astronomischer Grundlage erstellte Berechnungen: :: das Vikrama-Zeitalter :: das Shaka-Zeitalter :: das Kaliyuga-Zeitalter Bestimmte Religionen orientierten ihre Zeitrechnung an der Gründergestalt.
- Im Buddhismus orientiert man die Zeitrechnung am traditionellen Todestag des Buddhas Siddhartha Gautama 543 v. Chr. (durch singhalesische Mönche festgelegt, eigentlich ist das Todesjahr Buddhas wohl um -483), unser Jahr 2000 war also in der buddhistischen Zeitrechnung das Jahr 2543.
- Das Zeitalter des Islam beginnt mit der Hidschra Mohammeds im Monat al Muharram (=Abbruch der Beziehungen und Bindungen des Propheten und seiner Anhängerschar zu seiner Heimatstadt Mekka und seine Übersiedlung nach Medina) im Jahr 622, (siehe auch: Islamischer Kalender)
- Das Christentum folgte zunächst im Zustand einer Sekte der jeweils regional vorherrschenden bürgerlichen Zeitrechnung. Im Römischen Weltreich war das die Jahreszählung von der (legendären) Gründung Roms an (ab urbe condita). Der römische Mönch Dionysius Exiguus († um 545) hat aus Vorgaben der Bibel und des Neuen Testaments den (fiktiven) Zeitpunkt der Geburt Christi für das Jahr 754 ab urbe condita (seit der Gründung Roms) festgelegt (siehe Christliche Zeitrechnung). Da die Ziffer Null als mathematische Größe zu jener Zeit - außer bei den Indern, Arabern, Ägyptern und Juden- noch nicht geläufig war, bezeichnete er das erste Jahr des Lebens Christi falsch mit einer Eins. Im Frankenreich Karls des Großen ist sie eine gebräuchliche Skala und hat sich in der Zeit der europäischen Kultur weltweit, neben anderen, verbreitet. Zur Vereinfachung der (maschinellen) Rechnung mit Zeiträumen wurden lineare Zeitrechnungssysteme mit mehr oder weniger willkürlich gesetzten Nullpunkten geschaffen:
- Die Unixzeit zählt die Sekunden seit dem 1. Januar 1970 00:00 h UTC
- Das Julianische Datum zählt in seiner Ursprungsform die Tage seit dem 1. Januar 4713 v. Chr. 12:00 Uhr GMT
Neuere Varianten des Julianischen Datums wählen den 17. November 1858 0:00 Uhr GMT, den 30. Dezember 1899 (Microsoft Excel für Windows) oder den 1. Januar 1904 (Microsoft Excel für Macintosh) als Nullpunkt.

Geologische Zeitalter

In der Geologie wird eine geologische Zeitskala verwendet die unter anderem nachfolgende Zeitalter definiert. Hierbei wird das : Präkambrium vom : Paläozoikum, dieses vom : Mesozoikum und dieses vom bis zur Gegenwart reichenden : Känozoikum abgelöst. Verglichen mit 1 Milliarde Jahre verhält sich die Spanne eines Menschenlebens wie eine Sekunde zu 5 Monaten.

Geschichte: absolute und relative Chronologie

In den Geschichts- und verwandten Wissenschaften gibt es die Unterscheidung zwischen absoluter Chronologie und relativer Chronologie. Hier ist mit Chronologie eine zeitliche Abfolge gemeint die als absolut (z.B. Herrscherlisten, dendrochronologische Abfolge) gilt, wenn sie sich an die Gegenwart anbinden lässt; z.B. kennt man durch exakt datierte Fixpunkte, wann genau vor unserer Zeit ein Element dieser Abfolge existierte. Somit kann nun die ganze Abfolge absolut datiert werden. Als relativ wird eine Chronologie bezeichnet, wenn man zwar Ereignisse, Funde etc. untereinander in eine zeitliche Abfolge bringen kann, jedoch bei der Altersbestimmung nicht festzulegen ist, wie lange diese Abfolge vor der Gegenwart lag, da ein feststehender Bezugspunkt zur Gegenwart fehlt.

Zeitmessung

Für die Zeitmessung haben neuzeitliche Erfindungen wie die mechanische Uhr, die Atomuhr sowie die C-14 Methode Bahnbrechendes geleistet.

»Siehe auch« zu Kalenderthemen


- Kalenderdatum, ein bestimmter Tag eines Monats.
- Datumsformat, die Form in der ein Kalenderdatum schriftlich fixiert wird.
- Kalender (Julianischer Kalender, Gregorianischer Kalender), die Festlegung der Zeiteinteilung eines Jahres.
- ab urbe condita - Jahreszählung von der (legendären) Gründung Roms an
- Zeitmessung
- Era, Spanische Ära
- Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
- Unixzeit, Julianisches Datum

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- [http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/HiHwAltG/SO5/Aland.htm Einige Beispiele zum Variantenreichtum antiker und nachantiker Zeitrechnung.] Kategorie:Kalender Kategorie:Zeitbegriff ja:編年

16. Juli

Der 16. Juli ist der 197. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 198. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 168 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 622 - Ende der Flucht des Propheten Mohammed aus Mekka, Ankunft in Medina; dieses Datum markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung.
- 1050 - Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Nürnberg in der sog. Sigena-Urkunde
- 1054 - Morgenländisches Schisma - Trennung von Ost- und Westkirche (Vorlegung der Exkommunikationsbulle für Patriarch Michael I. in der Hagia Sophia in Konstantinopel).
- 1212 - Bei Las Navas de Tolosa (Andalusien, Spanien) besiegen die Truppen der verbündeten Königreiche von Kastilien, Aragon und León unter Alfons VIII. die maurischen Almohaden unter Kalif Muhammad an-Nasir; eine der entscheidenden Schlachten im Verlauf der "Reconquista".
- 1519 - Beendigung der Leipziger Disputation
- 1782 - Mozarts Oper "Die Entführung aus dem Serail" wird im Wiener Burgtheater uraufgeführt.
- 1918 - Die russische Zarenfamilie mit vier Bediensteten wird in Jekaterinburg von den Bolschewiki ermordet.
- 1918 - Haiti erklärt Deutschland den Krieg.
- 1935 - In Oklahoma City wird die erste Parkuhr der Welt aufgestellt.
- 1942 - Auf Anordnung der Vichy-Regierung unter Pierre Laval treibt die französische Polizei 13.000 bis 20.000 Juden in einem Stadion zusammen.
- 1945 - Trinity-Test: Der Welt erste Atombombe wird in New Mexico (USA) gezündet.
- 1965 - Eröffnung des Mont-Blanc-Tunnels (Frankreich/Italien).
- 1969 - Start von Apollo 11 zur ersten Landung auf dem Mond.
- 1976 - Suriname wird Mitglied in der UNESCO.
- 1978 - Weltwirtschaftsgipfel in Deutschland.
- 1979 - Saddam Hussein wird irakischer Präsident.
- 1981 - Bulgarien. Grischa Filipov wird Regierungschef.
- 1990 - Helmut Kohl besucht Michail Gorbatschow in Russland und verhandelt mit ihm über die deutsche Wiedervereinigung.
- 1994 - In Ruanda endet der Bürgerkrieg.
- 2001 - Die beiden Staatspräsidenten Wladimir Putin, Russland, und Jiang Zemin, Volksrepublik China, unterzeichnen in Moskau einen neuen Freundschafts- und Kooperationsvertrag.
- 2005 - Bei einem Anschlag auf einen Touristenbus im türkischen Kuşadası sterben 4 Menschen, 14 werden verletzt.

Katastrophen


- 1865 - Eisenbahnunglück in Magdeburg-Buckau. Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden mit Kohle beladenen Güterzug auf. 29 Tote und 50 Schwerverletzte.
- 1934 - In Kummersdorf sterben bei der Explosion eines mit Wasserstoffperoxid betriebenem Raketentriebwerk Dr. Kurt Wahmke und 2 Techniker.
- 1935 - Erdbeben der Stärke 6,5 auf Taiwan ca. 2.700 Tote
- 1940 - Im Nebel kollidiert der britische Zerstörer "Imogen" im Pentland Firth mit einem anderen Schiff und sinkt. 18 Tote
- 1955 - In San Bernardo, Chile ereignet sich ein schweres Zugunglück.
- 1956 - Rio Cuarto, Argentinien. Eine Douglas DC-3 der argentinischen Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas machte ein Bruchlandung. Alle 18 an Bord befindlichen Personen starben.
- 1961 - Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines.
- 1990 - Erdbeben der Stärke 7,8 auf Luzon, Philippinen, 1.621 Tote.
- 2001 - Volksrepublik China. Wassereinbruch in einer Mine in der Provinz Guangxi. Über 200 Tote.

Sport


- 2005 - das deutsche Team Gerolsteiner gewinnt durch Georg Totschnig ihre erste Etappe in der Geschichte der Tour de France.
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik-Weltrekorde.

Geboren


- 1486 - Andrea del Sarto, italienischer Maler
- 1550 - Matthia Ferrabosco, italienischer Komponist
- 1660 - Jakob Prandtauer, österreichischer Architekt
- 1715 - Charles de Rohan, Prince de Soubise, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1723 - Joshua Reynolds, britischer Maler
- 1746 - Giuseppe Piazzi, italienischer Astronom, Mathematiker und Theologe
- 1746 - Peter Villaume, deutscher Theologe und Pädagoge
- 1773 - Josef Jungmann, Tschechischer Philologe und Dichter
- 1784 - Jacopo Ferretti, italienischer Librettist
- 1798 - Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender
- 1805 - Johann Christoph Blumhardt, deutscher Pfarrer und evangelischer Theologe
- 1805 - Julius Fröbel, deutscher Politiker
- 1811 - Benjamin Franklin Baker, US-amerikanischer Komponist
- 1816 - Antoine François Marmontel, französischer Komponist
- 1821 - Mary Baker Eddy, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1822 - Luigi Arditi, italienischer Komponist und Violinist
- 1824 - Ludwig Friedländer, deutscher Altphilologe
- 1828 - Ludwig Gabillon, Burgschauspieler und Regisseur
- 1832 - Camille du Locle, französischer Librettist
- 1834 - Franz Adolf Eduard Lüderitz, deutscher Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika
- 1846 - Friedrich Paulsen, Pädagoge und Kant-Forscher
- 1850 - Carl Roman Abt, schweizer Ingenieur und Erfinder
- 1858 - Eugène Ysaye, belgischer Violinist und Komponist
- 1860 - Otto Jespersen, dänischer Sprachwissenschaftler
- 1872 - Roald Amundsen, norwegischer Polarforscher
- 1873 - Sándor Ferenczi, ungarischer Psychoanalytiker
- 1883 - Franz Nabl, österreichischer Schriftsteller
- 1887 - Karl Uhle, deutscher Fußballspieler
- 1888 - Frits Zernike, niederländischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1890 - Theodor Hetzer, deutscher Kunsthistoriker
- 1896 - Gottlob Berger, deutscher General, SA- und SS-Mitglied
- 1896 - Otmar Freiherr von Verschuer, deutscher Mediziner und Humangenetiker
- 1896 - Trygve Lie, norwegischer Politiker, erster Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1900 - Robert Stamm, deutscher Politiker und Opfer des NS-Regimes
- 1901 - Leon Shamroy, US-amerikanischer Kameramann und Regisseur
- 1902 - Alexander Romanowitsch Luria, russischer Psychologe
- 1902 - Georg Schwarz, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Fritz Bauer, deutscher Richter und Staatsanwalt
- 1904 - Goffredo Petrassi, italienischer Komponist
- 1907 - Barbara Stanwyck, US-amerikanische Schauspielerin
- 1911 - Ginger Rogers, US-amerikanische Tänzerin und Schauspielerin
- 1911 - Peter van Eyck, deutscher Schauspieler
- 1919 - Hermine Braunsteiner-Ryan, Aufseherin in den KZs Ravensbrück und Majdanek
- 1921 - Alexander Hegarth, deutscher Schauspieler
- 1924 - Stanislaw Rózewicz, polnischer Regisseur
- 1926 - Alfred Pfaff, deutscher Fußballspieler
- 1926 - Heinrich Kwiatkowski, deutscher Fußballspieler
- 1926 - Irwin Rose, US-amerikanischer Biochemiker
- 1927 - Serge Baudo, französischer Dirigent
- 1928 - Jim Rathmann, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1933 - Heinz Dürr, deutscher Unternehmer und Manager
- 1934 - Jean-François Leuba, Schweizer Jurist und Politiker
- 1938 - Frank Hoffmann, Schauspieler
- 1939 - William Bell, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Anthony Jackson, britischer Musiker
- 1941 - Dag Solstad, norwegischer Autor
- 1941 - Desmond Dekker, jamaikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - John Arthy, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Margaret Smith Court, australische Tennisspielerin
- 1943 - Reinaldo Arenas, kubanischer Schriftsteller
- 1944 - Jörg Fauser, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1947 - Assata Shakur, US-amerikanische Menschenrechtlerin
- 1947 - Thomas Boggs, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Angelica Schwall-Düren, deutsche Politikerin und MdB
- 1948 - Pinchas Zukerman, israelischer Geigenvirtuose
- 1949 - Ray Major, britischer Musiker und Sänger
- 1951 - Esther Friesner, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1952 - Stewart Copeland, britischer Musiker
- 1953 - Andrea Wolfmayr, österreichische Schriftstellerin und Politikerin
- 1955 - Wolfgang Reisinger, österreichischer Schlagzeuger
- 1956 - Lutz Eigendorf, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Tony Kushner, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1957 - Alexandra Marinina, russische Krimi-Schriftstellerin
- 1958 - Michael Flatley, US-amerikanischer Tänzer und Choreograph
- 1959 - Gerd Wessig, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1962 - Natalja Lisowskaja, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1962 - Thomas Arslan, Regisseur
- 1962 - Uwe Hohn, deutscher Leichtathlet
- 1964 - Miguel Induráin Larraya, spanischer Radrennprofi, Gewinner der Tour de France
- 1964 - Nino Burdschanadse, georgische Parlamentspräsidentin
- 1965 - Claude Lemieux, kanadischer Eishockeyspieler
- 1965 - Udo O. Reinwald, deutscher Politiker
- 1966 - Karl Kahn, deutscher Politiker
- 1968 - Larry Sanger, US-amerikanischer Philosoph
- 1968 - Olga de Souza, brasilianischen Sängerin
- 1969 - Sahra Wagenknecht, deutsche Politikerin, Autorin
- 1971 - Michael Jelden, deutscher Geiger und Sprachwissenschaftler
- 1973 - Katherina Reiche, deutsche Politikerin und MdB
- 1973 - Stefano Garzelli, italienischer Radrennfahrer
- 1975 - Grietje Bettin, deutsche Politikerin und MdB
- 1978 - Evi Allemann, Schweizer Nationalrätin
- 1980 - Swetlana Jewgenjewna Feofanowa, russische Leichtathletin
- 1986 - Florence Joy, deutsche Nachwuchssängerin (Star Search 2)

Gestorben


- 1216 - Innozenz III. (Papst), gilt als der bedeutendste Papst des Mittelalters
- 1324 - Go-Uda, 91. Kaiser von Japan
- 1546 - Anna Askew, englische protestantische Märtyrerin
- 1557 - Anna von Kleve, Frau des Königs Heinrich VIII. von England
- 1664 - Andreas Gryphius, deutscher Barockdichter
- 1720 - Johann Gottfried von Bequerer, Priester und Offizial des Erzbistums Köln
- 1729 - Johann David Heinichen, deutscher Komponist und Musiktheoretiker
- 1732 - Woodes Rogers, englischer Freibeuter, Gouverneur der Bahamas und Vorlage für 'Robinson Crusoe'
- 1851 - Enne Heeren Dirksen, deutscher Professor der Mathematik
- 1857 - Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter
- 1861 - Ludwig Wilhelm Anton Pernice, deutscher Rechtsgelehrter
- 1868 - Oskar Becker, deutscher Attentäter
- 1895 - August Reichensperger, deutscher Jurist und Politiker sowie Förderer des Kölner Doms
- 1896 - Selmar Bagge, deutscher Komponist
- 1902 - Heinrich Hofmann, deutscher Komponist
- 1910 - Albert Anker, Schweizer Maler
- 1915 - Ellen Gould White, Mitbegründerin und Prophetin der Siebenten-Tags-Adventisten
- 1916 - Sir Victor Alexander Haden Horsley, britischer Physiologe und Neurologe
- 1918 - Nikolaus II., Zar von Russland
- 1930 - Juan Luis Sanfuentes Andonaegui, chilenischer Politiker
- 1935 - Annie Smith Peck, US-amerikanische Bergsteigerin
- 1935 - Käthe Paulus, erste deutsche Berufsluftschifferin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms.
- 1940 - Alexander Koenig, deutscher Zoologe
- 1943 - Helga Deen, Jüdin, Holocaust-Opfer
- 1950 - Herman Felhoelter, US-amerikanischer Franziskanerpater und 'Kriegsheld'
- 1950 - Reinhold Wulle, deutscher Politiker und Publizist
- 1960 - Albert Kesselring, deutscher Offizier im Ersten und Zweiten Weltkrieg
- 1962 - Lene Voigt, sächsische Schriftstellerin
- 1962 - Theodor Litt, Pädagoge, Philosoph
- 1967 - John Coltrane, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 1969 - Max Gablonsky, deutscher Fußballspieler und Leichtathlet
- 1979 - Alfred George Deller, britischer Sänger und Dirigent
- 1979 - Georg Paucker, deutscher Kurzschrifttheoretiker und -praktiker
- 1979 - James Francis McIntyre, Erzbischof von Los Angeles und Kardinal
- 1980 - Friedrich Behrens, Wirtschaftswissenschaftler der DDR
- 1981 - Harry Chapin, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1982 - Charles Robert Swarts, südafrikanischer Politiker
- 1982 - Patrick Dewaere, französischer Schauspieler
- 1985 - Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger
- 1989 - Herbert von Karajan, österreichischer Dirigent
- 1991 - Robert Motherwell, US-amerikanischer Maler
- 1994 - Julian Schwinger, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1995 - Stephen Spender, britischer Schriftsteller
- 1996 - Adolf von Thadden, deutscher Politiker
- 1999 - Erich Deisler, deutscher Tischtennisspieler
- 1999 - John F. Kennedy Jr., US Jurist und Verleger
- 2000 - Paul Young (Mike and the Mechanics), britischer Sänger und Musiker
- 2001 - Beate Uhse, deutsche Pilotin und Günderin des gleichnamigen Sex-Shops
- 2001 - Maurice de Bévère, belgischer Comic-Zeichner
- 2001 - Morris, belgischer Comic-Zeichner und Autor (Lucky Luke)
- 2003 - Carol Shields, kanadische Schriftstellerin
- 2003 - Celia Cruz, kubanisch-amerikanische Sängerin
- 2004 - Alois Niederalt, deutscher Politiker
- 2004 - Billy Mo, deutscher Jazz-Trompeter und Schlagersänger
- 2004 - Hubertus Falkner von Sonnenburg, deutscher Kunsthistoriker und Restaurator
- 2005 - Pietro Consagra, italienischer Künstler
- 2005 - Dieter Wellershoff, deutscher Offizier
- 2005 - Camillo Felgen, luxemburger Sänger, Texter sowie Radio- und Fernsehmoderator

Feier- und Gedenktage

Siehe auch

:15. Juli - 17. Juli :16. Juni - 16. August :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0716 ja:7月16日 ko:7월 16일 simple:July 16 th:16 กรกฎาคม

622

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 16. Juli Tag der Hedschra, der Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina, Beginn der islamischen Zeitrechnung als Freitag, der 1. Muharrem 1.
- 20. September, Mohammed trifft in Medina ein und bildet dort eine politisch-religiöse Gemeinschaft, denen Mohammed Regeln gibt und die sich auch militärisch gegen äußere Widerstände verteidigt
- Oströmisch-persischer Krieg: Beginn der oströmischen Gegenoffensive unter Kaiser Herakleios.

Geboren


- Uqba ibn Nafi, bedeutender muslimischer Feldherr während der Eroberung des Maghreb im 7. Jahrhundert († 683)

Gestorben


- 8. April - Shotoku Taishi, japanischer Kulturheld (
- 574) ko:622년

Hidschra

Die Hidschra () bezeichnet die Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahre 622 und markiert damit den Beginn des Mondkalenders der islamischen Zeitrechnung. Auch der iranische Kalender beginnt mit der Hidschra, dessen Jahre entsprechen unseren Sonnenjahren. Schon im Jahre 615 waren Anhänger Mohammeds in einer ersten Welle aus dem heidnischen Mekka ins christliche Äthiopien emigriert. Mohammeds Flucht nach Medina 622 - die "eigentliche" Hidschra - war somit genaugenommen der zweite derartige "Auszug". Mit der Ankunft in Medina wurde der zuvor recht einsame, verfolgte und gehasste Prophet Mohammed sehr schnell zu einem geachteten Staatsmann und Begründer eines Islamischen Großreiches, das in wenigen Jahrzehnte große Gebiete erobern und kolonialisieren sollte. Dieses zentrale Ereignis schlägt sich u.a. darin nieder, dass in der islamischen Heiligen Schrift, dem Koran, alle Suren als "vor" oder "nach der Hidschra (offenbart)" gekennzeichnet werden. Siehe auch: Qibla (Gebetsrichtung der Muslime) Kategorie:Geschichte des Islam ja:ヒジュラ

Mekka

Mekka (arabisch مكة Makka, in neuerer Zeit meist مكة المكرّمة Makka al-Mukarrama) ist eine Stadt mit 1.294.168 Einwohnern (2004) im westlichen Saudi-Arabien, knapp 100 km vom Roten Meer entfernt. Mekka gilt wegen der Heiligen Moschee in ihrem Zentrum als die heilige Stätte des Islams. Sie ist das Ziel der jährlichen Pilgerfahrt (Haddsch), die für Muslime, die sie sich gesundheitlich und finanziell leisten können, eine religiöse Pflicht ist. Nicht-Muslimen ist der Aufenthalt in Mekka nicht gestattet.

Geographie

Mekka liegt eingeschlossen zwischen zwei Bergketten. Der tiefer gelegene Teil der Stadt um die Kaaba ist der ältere Siedlungkern; die Oberstadt liegt im Norden. Einige Seitentäler bieten auch Wohnquartiere. Die Heilige Moschee mit den sieben Minaretten, in deren Mitte die Kaaba steht, gilt als das wichtigste Heiligtum der islamischen Welt. Alleine während der Haddsch versammeln sich Jahr für Jahr um die 3 Millionen Muslime aus der ganzen Welt in Mekka.

Geschichte

Schon vor Muhammad besaß Mekka eine wirtschaftliche Bedeutung: es lag an der Weihrauchstraße vom Süden kommend nach Ägypten und es gab Abzweigungen für die Handelskarawanen nach Schuaiba (Dschidda) sowie nach Osten zum Persischen Golf und nach Mesopotamien. Im Jahr 630 unterwirft sich die Stadt Muhammad, der seit 623, nach seiner Auswanderung nach Yathrib (Medina), mehrfach kriegerische Auseinandersetzungen mit Mekka hatte. ---- Im Zuge der Verehrung Mekkas als heilige Stadt hat sich die Verwendung des Namens als Synonym für besondere, herausragende Anlässe und Orte eingebürgert. So kann man Las Vegas als Mekka des Glückspiels, Ballermann 6 als das der Biertrinker bezeichnen. Kategorie:Islam Kategorie:Nahost ja:マッカ ko:메카 ms:Makkah al-Mukarramah simple:Mecca th:มักกะหฺ

Siderisches Jahr

Kategorie:Astronomische Größe der Zeit Ein siderisches Jahr oder Sternenjahr ist die Zeitspanne, die vergeht, bis die Sonne von der Erde aus gesehen die gleiche Stellung am Himmel in Bezug auf die Fixsterne einnimmt. Das siderische Jahr gibt somit die Umlaufdauer der Erde um die Sonne an und wird umgangssprachlich als Jahr verstanden. Es dauert 365,25636042 Tage, und wird durch kulturell unterschiedliche Kalender gegliedert. Das siderische Jahr ist 20 Minuten und 24 Sekunden länger als das tropische Jahr. Der Unterschied zwischen siderischem und tropischem Jahr beruht auf der Verschiebung der Frühlingstagundnachtgleiche, die durch die Präzession der Erdachse mit einer Periode von etwa 26.000 Jahren verursacht wird. Im Alltag und auf das Leben eines Menschen bezogen ist der Unterschied zwischen siderischem und tropischem Jahr vernachlässigbar. Über viele Jahrtausende hinweg macht er sich allerdings bemerkbar, indem sich die Winter- und Sommersternbilder verschieben. Siehe auch: Siderische Periode, Siderischer Tag ja:恒星年

Neumond

Der Begriff Neumond (lat. Interlunium) bezeichnet die Mondphase, in der sich der Mond in seinem Phasenzyklus, der Lunation, gleichsam „erneuert“, weil von der Erde aus nur seine Nachtseite zu sehen ist. In dieser Position steht der Mond zwischen der Erde und der Sonne, was astronomisch auch als Konjunktion bezeichnet wird. Am Nachthimmel kann also prinzipiell kein Neumond stehen. In den seltenen Fällen, in denen der Mond zur Konjunktion genau die Verbindungslinie zwischen Sonne und Erde passiert, kommt es je nach der Position des Beobachters auf der Erde zu einer totalen oder einer partiellen Sonnenfinsternis. Im Gegensatz zum Neumond steht der Vollmond von der Erde aus gesehen in Opposition zur Sonne, ist dann also nur vom Abend bis zum Morgen sichtbar. Passiert der Mond dabei im exakten Fall den Erdschatten, kommt es zu einer Mondfinsternis. Da bei Neumond und auch bei Vollmond Sonne und Mond mit der Erde auf einer Achse liegen, führen ihre vereinten Gezeitenkräfte auf der Erde zu der sogenannten Springflut. Die Zeit, die seit dem letzten Neumond vergangen ist, wird als Mondalter bezeichnet. Siehe auch:
- Erstes Viertel
- Vollmond
- Letztes Viertel
- Erdlicht Kategorie:Erdmond Kategorie:Himmelsmechanik ja:朔

Al-Biruni

Abū 'r-Raihān Muhammad ibn Ahmad al-Bīrūnī (pers.: ابوریحان بیرونی; arabisch: ابو الريحان محمد بن احمد البيروني) (
- 4. September 973 in Kath heute Xiva, damals Teil der persischen Provinz Chorasan; † 9. Dezember 1048 in Ghazni)
war persischer Astronom und Übersetzer aus Choresmien. Er beschäftigte sich mit Astronomie und war der erste, der einen Erdglobus herstellte. Er übersetzte zahlreiche arabische und griechische Werke ins Sanskrit, darunter die Elemente des Euklid. 1023 ermittelte er mit einem von ihm erfundenen neuen Messverfahren den Radius der Erdkugel zu 6.339,6 km. Der Radius am Äquator der Erde beträgt tatsächlich 6378,1 Kilometer. Somit errechnete Biruni den Radius der Erde am Ufer von Kabulfluß damals Indus genannt (beinahe am Äquator) mit 6,339.6 km ziemlich genau. Abu Raihan Mohammad Al Biruni konstruierte den ersten Pyknometer. Damit bestimmte er die Dichte (spezifische Gewicht) von Elementen.

Schriften


- Buch der Unterweisung in die Anfänge der Kunst der Sterndeutung
- al Qânûn al-Mas'ûdî, ein dem berühmten arabischen Historiker Mas'udi gewidmetes Handbuch der Astronomie
- Pharmakognosie, ein alphabetisches Verzeichnis von Heilpflanzen und Nahrungsmitteln
- Kitâb al-djamâhir fî ma'rifat al-djawâhir, ein Buch über Mineralien
- Kitâb tahdîd nihâyât al-amâkin li-tashîh masâfât al-masâkin, Geodäsie

Literatur


- Wassilios Klein: Abu Reyhan Biruni und die Religionen. Eine interkulturelle Perspektive. Herzberg 2005 (Interkulturelle Bibliothek 119)

Weblinks


-
- [http://www.afghan-aid.de/biruni.htm Abu Raihan Mohamamd al Biruni] Kategorie:Universalgelehrter Al-Biruni Al-Biruni Al-Biruni Al-Biruni Al-Biruni Al-Biruni Al-Biruni ms:Abu Raihan Al-Biruni

638

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Februar - Kalif Umar ibn al-Chattab zieht in das eroberte Jerusalem ein. Die meisten syrischen und palästinensischen Stützpunkte von Byzanz fallen in diesem Jahr an die Araber, lediglich Caesarea Maritima kann sich dank der Flotte zwei weitere Jahre halten.
- Infolge der arabischen Eroberung Jerusalems bleibt der dortige Patriarchensitz bis etwa 650 unbesetzt.
- 4. Juni - Kaiser Herakleios erhebt seinen Sohn Heraklonas zum Mitkaiser.
- 15. Oktober - Nach dem Tod von Papst Honorius I. wählt der römische Klerus Severinus zu dessen Nachfolger. Er weigert sich, die monotheletische Glaubensformel Ecthesis, die der byzantinische Kaiser Herakleios vorgeschlagen hatte, anzuerkennen, woraufhin dieser ihm zunächst die Bestätigung der Wahl verweigert; sie wird 640 nachgeholt, sodass dieses Jahr als offizielles Beginn des Pontifikats des Severinus gilt.
- Einführung der Islamischen Zeitrechnung durch Kalif Umar ibn al-Chattab; der Beginn der Zeitrechnung wird auf die Hidschra des Propheten Mohammed 622 gelegt.
- Pyrrhos I. wird Patriarch von Konstantinopel als Nachfolger von Sergios I.

Geboren


-

Gestorben


- 12. Oktober - Honorius I., Papst ko:638년

Medina

Hier wird die saudische Stadt abgehandelt; für andere Begriffsbedeutungen siehe Medina (Begriffsklärung).
---- Medina (Begriffsklärung) Medina (von arabisch al-Madīna al-munawwara, die erleuchtete Stadt المدينة المنورة; ursprünglicher Name Yathrib, dann Madīnat an-Nabī = Stadt des Propheten) ist eine Stadt mit 918.889 Einwohnern (2004) im westlichen Saudi-Arabien. Nach Mekka ist Medina die zweitwichtigste heilige Stadt des Islam. Ebenso ist „Madīna“ das allgemeine arabische Wort für Stadt. Heutzutage wird der Begriff auch als besondere Bezeichnung für die Altstadt nordafrikanischer Städte verwendet (z.B. die "Medina von Marrakesch").

Geschichte

Nach der Hidschra, dem Auszug aus Mekka im Jahre 622, wurde Medina der Sitz von Mohammeds anwachsender Bewegung. Seine damalige Moschee und sein Wohnhaus stellen heute einen Teil der "Moschee des Gesandten" dar. 622 wurde Mohammed von Abgesandten der Aus und Chasradsch nach Yathrib (früherer Name Medinas) eingeladen, um als eine Art Gouverneur zu wirken. Medina war damals eine geteilte Stadt: Unterschiedliche Clans und Religionen lagen in Zank und Streit. Mohammed bewirkte eine Einigung in der Stadt. Alle Beteiligten stimmten einem Pakt zu, der von Mohammed und von seinen Schülern aufgestellt wurde. Er lud die gesamte Stadt ein, der neuen Religion, dem Islam, zu folgen, jedoch konnte er die meisten Juden nicht überzeugen. Unter den arabischen Neumuslimen opponierten die nur scheinbar konvertierten "Heuchler" und Ibn Ubayy und paktierten mit den Juden Medinas. Diese wurden daraufhin entweder vertrieben oder wie die Banu Quraiza ausgerottet. Nach Änderung der Qibla von Jerusalem gen Mekka hielt eine kleine Gruppe konvertierter Juden an der ursprünglichen Qibla fest. Sie wurde die Sekte der Qibla al-Qudsiyya genannt. Während der zehn Jahre nach der Hidschra bildete Medina das Zentrum des islamischen Lebens, bis Mohammed Mekka eroberte. Noch als die islamische Führung dort etablierte wurde, blieb Medina für einige Jahre die wichtigste Stadt des Islam und de facto die Hauptstadt des Kalifats. Unter den ersten vier Kalifen, den Rechtgeleiteten Kalifen, erweiterte sich das islamische Reich schnell und umfasste bald Jerusalem, Ktesiphon und Damaskus. Nach dem Tod von Ali ibn Abi Talib verlegte der erste Umayyaden-Kalif Mu'awiya die Hauptstadt nach Damaskus. Medina hat heute noch große religiöse Bedeutung als zweitwichtigster islamischer Wallfahrtsort. 1924 wurde Medina, das Jahrhunderte nominell zum osmanischen Reich gehörte, von Ibn Saud erobert, dessen Reich später zu Saudi Arabien wurde. kategorie:islam ja:マディーナ ms:Madinah al-Munawwarah

Id ul-Adha

Das Opferfest () ist das höchste islamische Fest. Es wird zum Höhepunkt der Hadsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka, die jährlich im Monat Dhu al-hidscha stattfindet. 2005 fällt das Opferfest auf den 20. Januar, es kann aber wegen des islamischen Mondkalenders zu jeder Jahreszeit stattfinden. "Id ul-adha" bedeutet wörtlich übersetzt einfach "das große Fest". Von arabischsprachigen Christen wird auch das Osterfest mit diesem Namen bezeichnet. Hier soll es jedoch nur um das islamische Fest gehen. Vor dem id al-fitr, dem Fastenbrechen am Ende des Ramadan, ist es das wichtigere der zwei Eid-Feste. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismail Allah zu opfern. Als Allah seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt, und Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder. Getreu der 22. Sure des Korans, Vers 38: :"Nimmermehr erreicht ihr Fleisch und ihr Blut (d.h. Fleisch und Blut der Opfertiere) Allah, jedoch erreicht ihn eure Frömmigkeit. Also hat er sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allah dafür preiset, dass er euch leitete; und verkündige Freude den Rechtschaffenen." ist es für alle gläubigen Muslime weltweit Pflicht, zur Feier des Opferfestes ein Tier zu schlachten, wenn sie es sich denn finanziell leisten können. Das Fleisch sollen sie auch unter den Armen und Hungrigen verteilen. Es ist guter Brauch, allen Freunden und Verwandten zum Opferfest die besten Wünsche zu versichern. Im Allgemeinen wird dabei ein Schaf geschlachtet, es wird rituell unter Gebeten und der Anrufung Allahs geschächtet.
- 2002: 23. Februar
- 2003: 12. Februar
- 2004: 1. Februar
- 2005: 21. Januar; 20. Januar in Saudi Arabien (siehe Anmerkung unten)
- 2006: 10. Januar, dann 31. Dezember
- 2007: 20. Dezember
- 2008: 8. Dezember
- 2009: 28. November
- 2010: 17. November
- 2011: 7. November Quelle: http://moonsighting.com/holy.html Anmerkung: The Saudi authorities have originally confirmed that Eid ul-Adha in 2005 would begin on Friday, January 21 ([http://www.saudinf.com/main/y7761.htm]), but subsequently moved up the date by one day to January 20, possibly for better crowd control by avoiding Hajj during the weekend ([http://www.guardian.co.uk/saudi/story/0,11599,1392816,00.html], [http://www.arabicnews.com/ansub/Daily/Day/050115/2005011511.html], [http://www.islamonline.net/English/News/2005-01/15/article01.shtml]). The official reason was that the new moon was sighted earlier than expected, starting the month of Dhul Hijja one day early. It is not known if other countries will follow and adjust their calendar accordingly.

Literatur


- Mohammed Rashed: Das Opferfest (cid-aladha) im heutigen Ägypten, Klaus Schwarz Verlag, Berlin 1998, ISBN 3879972672

Weblinks


- http://www.eiduladha.com/ (englisch) Kategorie:Islam Kategorie:Feste & Brauchtum (Islam) ms:Aidil Adha



Schiiten

Die Schia (von Schi'at Ali = "die Partei Alis") ist eine der drei ursprünglichen Glaubensrichtungen im Islam. Ihre Anhänger, die Schiiten, betrachten Ali ibn Abi Talib (), den Schwiegersohn des Propheten, als dessen rechtmäßigen Nachfolger (Kalifen). (siehe auch Sunniten und Kharidjiten) Heute stellen die Schiiten neben den Sunniten eine der beiden Hauptgruppen des Islam dar. Sie machen etwa 15 Prozent aller Muslime aus. Die Schiiten als eine große Richtung des Islam unterteilen sich in die so genannten
- Imamiten oder Zwölfer-Schiiten, als die bei weitem größte Gruppe der Schiiten, die heute hauptsächlich im Iran, Irak, Afghanistan, Aserbaidschan, Bahrain, Pakistan und im Libanon leben.
- Ismailiten oder Siebener-Schiiten, die heute vor allem in Syrien, Afghanistan, Pakistan und Indien leben.
- Zaiditen oder Fünfer-Schiiten, die fast ausschließlich im Nord-Jemen leben. Die Gruppen unterscheiden sich unter anderem in der Anzahl der anerkannten Imame. Schiitische Staaten in der Geschichte
- Bujiden-Reich im westlichen Iran und Baghdad
- Fatimiden
  - Kalifat der Fatimiden in Kairo (909-1117)
- (Ismailiten)
  - Bahrain und Oman im 9. Jahrhundert.
- Persien bzw. heutiger Iran (Staatsreligion seit 1501)

Ursprung und Entstehung

Die Schiiten haben ihren Ursprung in der Auseinandersetzung innerhalb des Islam bezüglich der Frage, wer nach dem Tod Mohammeds im Jahr 632 n. Chr. sein legitimer Nachfolger sein sollte. Während sich die Mehrheit der Muslime darauf einigte, einen Kalifen (arabisch khalifa: Nachfolger) zu benennen, der die religiöse und politische Führung der Muslime übernehmen, jedoch keine göttlich autorisierte Legitimität beanspruchen sollte, lehnte eine Minderheit der Muslime diese Entscheidung ab, in der Überzeugung, Gott selbst würde den rechtmäßigen Nachfolger auswählen. Mit Bezug auf den Koranvers „Von seiner Partei ist auch Abraham” (Sure 37, 83) waren sie der Ansicht, der Nachfolger Mohammeds müsse aus dessen Familie stammen, und glaubten, in Ali ibn Abi Talib, dem Vetter und Schwiegersohn des Propheten, den rechtmäßigen und von Gott erwählten Kalifen gefunden zu haben. Aus diesem Grund bezeichneten sich die Schiiten als Schi’at Ali. Nachfolger Muhammads wurde jedoch nicht Ali, sondern Abu Bakr. Der Nachfolgestreit verschärfte sich, als nach Abu Bakrs zweijähriger Amtszeit Ali erneut nicht gewählt wurde. Erst nachdem drei andere Kalifen vor ihm regiert hatten, wurde Ali 656 in der Moschee von Medina zum Kalifen proklamiert. Nach schiitischer Auffassung kam mit ihm der einzig legitime Nachfolger Mohammeds an die Macht. Ali wurde jedoch nicht allgemein anerkannt. Er musste sich aus Medina in den Irak zurückziehen, wo die Stadt Kufa seine Residenz wurde und wo er 661 ermordet wurde. Seither wird er von den Schiiten als geistiger Ahnherr und erster Märtyrer verehrt. Muawiya, der Begründer der Umayyaden-Dynastie, wurde der nächste Kalif. Hassan ibn Ali, einer von Alis Söhnen, der von den Schiiten als der zweite Imam angesehen wird, verzichtete auf eine Konfrontation mit Muawija und zog sich aus der Politik zurück. Als Muawiya 680 starb und seinen Sohn Yazid als Nachfolger einsetzte, stieß dieser Schritt auf Ablehnung unter einigen Muslimen. So führte Alis zweiter Sohn, Husain, im Jahr 680 seine Familie und seine Anhänger gegen die Armee des Kalifen Yazid, nachdem er von den in Kufa lebenden Muslimen zu einem solchen Aufstand gedrängt wurde. Husain wurde, nachdem ihn seine kufistischen Verbündete verraten hatten, bei Kerbela in der irakischen Wüste von Soldaten im Auftrag des omaijadischen Gouverneurs im Irak gestellt und am 10. Oktober 680 (10. Muharram 61 islamischer Zeitrechnung) ermordet. Die Schi’at Ali war politisch gescheitert.

Literatur


- Heinz Halm: Die Schia. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-03136-9
- Heinz Halm: Der schiitische Islam. Verlag C.H.Beck, München 1994, ISBN 3-406-37437-9

Weblinks


- [http://www.al-shia.de/ Shia Islamportal]
- [http://www.izhamburg.de/ Islamisches (Schiitisches) Zentrum Hamburg] Kategorie:Islam ja:シーア派 ko:시아파 ms:Syiah th:ชีอะหฺ

Aschura

Aschura / ʿāšūrāʾ ( von aschara "zehn") nennt man den zehnten Tag des islamischen Monats Muharram. Bei manchen Sunniten ist es ein Fastentag, der vermutlich in Medina durch die Übernahme des jüdischen Jom Kippur von den dort lebenden Juden entstand, bei anderen (etwa in Marokko) ein Freudentag. Meist bezeichnet es das jährliche, zehn Tage dauernde, schiitische Trauer- und Bußritual um Husain, den Sohn Alis und Fatimas, der Tochter des Propheten Mohammeds. Die Aschura-Riten bilden den Höhepunkt des islamischen Monats Muharram. Während Aschura gedenken die Schiiten öffentlich der Schlacht von Kerbela im heutigen Irak. In dieser Schlacht wurden am 10. Tag des Monats Muharram Husain, der dritte Imam der Schiiten, sowie fast alle männlichen Verwandten im Krieg getötet. Die Rituale des Aschura enthalten Erzählungen (Rouza-chwani), Trauerprozessionen in Trauerkleidung und mit Selbstgeißelung (Sinazani) oder auch die kultische Inszenierung des Martyriums Husains (Taziya). Dabei steht an jedem Tag ein anderes Ereignis der Schlacht im Mittelpunkt der rituellen Handlungen. Die öffentliche Trauer ermöglicht es den Gläubigen am Leiden Husain teilzuhaben und somit einen Teil ihrer individuellen Sünden abzubüßen.

Literatur


- Peter Heine: Die Islamisierung von Ashura. Verstädterung von islamischen Riten in Marokko, in: Tribus 39 (1990), 159-164;
- Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann und Peter Heine: Lexikon des Islam -> 'Ashura',S. 141 Herder Spektrum Bd.4753 - Islam-Lexikon, 3 Bde. = Digitale Bibliothek Band 47: Lexikon des Islam Siehe auch: schiitische Passionsspiele, Arba'in

Weblinks


- http://hschodder.bei.t-online.de/intkalender/aschura.htm
- [http://www.feste-der-religionen.de/feste/ashura.html religionswissenschaftliche Informationen zu den schiitischen Feiern.] Kategorie:Feste & Brauchtum (Islam) ja:アーシューラー th:วันอาชูรออ์

Schlacht von Kerbela

In der Schlacht von Kerbela im Oktober 680 wurde Al-Husain ibn 'Alī getötet. Damit war die schiitische Hoffnung, ihren 3. Imam anstelle von Yazid I. als Kalifen zu installieren, gescheitert und die endgültige Trennung zwischen Sunniten und Schiiten in der Geschichte des Islam besiegelt. Imamiten (Zwölfer-Schiiten) gilt Al-Husain als Märtyrer, dessen Tod sie jährlich zu Aschura gedenken. Nach dem Tod des Kalifen Muawiya I. drängte die schiitische Partei im heutigen Irak Fatimas zweiten Sohn Al-Husain, der zu diesem Zeitpunkt in Medina lebte, seine Ansprüche auf das Kalifat durchzusetzen und die Dynastie der Umayyaden zu stürzen. Die Situation sei günstig und Tausende von Anhängern in Mesopotamien seien bereit, den Aufstand zu unterstützen, meldeten Abgesandte aus Kufa. Al-Husain verließ daher, nur von seiner Familie und einer kleinen Schar Anhänger begleitet, im September Mekka und machte sich auf den Weg in den Irak. Die versprochenen Mitstreiter dort ließen jedoch auf sich warten, und der irakische Herrscher Ubaid Allah Ibn Ziyad ließ die Spitze der Revolte, darunter Husains Vetter Muslim, in Kufa hinrichten. Außerdem gelang es den irakischen Truppen, Husains Zug den Weg nach Kufa abzuschneiden, so dass Husain bei Kerbela festsaß. Verhandlungen über eine Kapitulation scheiterten, Husain und seine Leute waren durch die irakischen Truppen vom Euphrat getrennt und litten tagelang schweren Durst. Am 10. des Monats Muharram 61 nach islamischem Kalender (10. Oktober 680 des Julianischen Kalenders) erstürmten die Truppen des irakischen Herrschers das Lager Al-Husains und seiner Parteigänger, und töteten die erwachsenen Männer, darunter al-Husain selbst, seinen Halbbruder al-Abbas, seinen Sohn Ali und seinen Neffen al-Qasim. Die Frauen und Kinder wurden gefangennommen und nach Damaskus gebracht. Die Toten wurden an Ort und Stelle begraben, wo heute die Schreine von Kerbela stehen. Al-Husains Kopf erlebte eine pietätlose Wanderung: Er wurde, so wird berichtet, erst nach Kufa zum Herrscher gebracht, anschließend in der Umayyaden-Moschee in Damaskus bestattet. Einer anderen Tradition zufolge brachte man ihn später aus Askalon nach Kairo in Sicherheit. Abu Michnaf (774), der aus Kufa stammte, war der erste, der die mündlichen Überlieferungen über das Geschehen gesammelt und aufgezeichnet hat. Kerbela Kategorie:Irakische Geschichte Kategorie:Geschichte des Islam

Muharram

Muharram (محرم) ist der erste Monat des islamischen Kalenders. Er umfasst 30 Tage. Da der islamische Kalender nach Mondjahren rechnet und das Mondjahr kürzer als das Sonnenjahr ist, wandert der Muharram, verglichen mit dem Gregorianischen Kalender im Laufe mehrerer Jahrzehnte durch das Jahr. In den ersten zehn Tagen des Muharram begehen die Schiiten ihr höchstes Trauerfest, die Aschura-Riten, in denen sie mit Prozessionen, Passionsspielen und Geißelungen des Tod des Imams Al-Husain in der Schlacht von Kerbela gedenken. Kategorie:Kalender ms:Muharram

Haddsch

Haddsch (), auch Hadschdsch, Hadjdj, Hajj oder Hagg, ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka. Sie zählt zu den fünf Säulen des Islam und findet jährlich während des Monats Dhu al-hijja statt.

Wortverwandtschaft

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das arabische Wort Haddsch mit dem hebräischen Wort חג "Chag" = "Fest" verwandt, das im biblischen Kontext für die drei jüdischen Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot verwendet wird. In gleicher Bedeutung existiert die Wurzel auch im Aramäischen und seinen späteren Ausläufern.

Allgemein

Jeder freie volljährige Muslim, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Eine Person, die die Haddsch auf sich genommen hat, trägt den Ehrentitel «Haddschi ()». In ärmeren Ländern, in denen sich kaum einer die Reise nach Mekka leisten kann, ist zur Erfüllung der Glaubenspflicht auch ein Besuch bestimmter einheimischer Wallfahrtsstätten möglich, zum Beispiel des tunesischen Kairouan; dies entspricht aber nicht dem Islam, sondern ist ein Auswuchs eines verklärten Volksglaubens. Für den, der sich die Haddsch nicht leisten kann, ist diese auch nicht verpflichtend. In manchen islamischen Gegenden findet man die Eigenheit, dass eine Dorfgemeinschaft Spenden zusammenlegt, um wenigstens einem für würdig und geeignet angesehenen Mitglied stellvertretend für alle die Haddsch zu ermöglichen. Die "große" Pilgerfahrt, der Haddsch, kann nur während bestimmer Tage im Jahr (8.–12. Dhu'l Hidscha) durchgeführt werden, die kleine Pilgerfahrt (ʿUmrah)