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Israel
Israel (hebr.: מדינת ישראל Medinat Jisra′el, arab.: دولة إسرائيل Daulat Isrā′īl) ist ein Staat im Nahen Osten, der an Syrien, den Libanon, Ägypten, Jordanien und an die staatenlosen israelisch besetzten Gebiete und palästinensischen Autonomiegebiete grenzt.
Geographie
In der Länge misst das Land vom Norden bis zum Süden 470 km. Die breiteste Stelle des Landes misst 135 km. Obwohl Israel nur ein kleines Land ist, hat es mehrere Klimazonen. Im Norden gemäßigt und bewaldet, ist Israel im Süden heiß und wüst. 50 % des Landes sind Wüste, wobei die Negev-Wüste die größte Fläche darstellt. An der Küste zum Mittelmeer und im Jordantal herrscht subtropisches Klima. Im Jordantal teilt Israel mit Jordanien den tiefsten Punkt der Erdoberfläche, die Seeoberfläche des Toten Meeres, eines extrem salzhaltigen und abflusslosen Sees.
Bevölkerung
Mit seinen nicht ganz sieben Millionen Einwohnern gehört Israel zu den kleineren Staaten (94. Stelle). Israel hat etwas weniger Einwohner als die Schweiz, aber schon deutlich mehr als Dänemark. In Flächengröße und Bevölkerungsdichte lässt es sich auch mit dem Bundesland Hessen vergleichen.
Etwa 91 Prozent der israelischen Bevölkerung lebt in Städten. Die israelische Gesellschaft setzt sich aus verschiedenen Religionen, Kulturen und gesellschaftlichen Traditionen zusammen. Die Staatsangehörigkeit wird durch Geburt oder Einbürgerung erworben. Doppelte Staatsangehörigkeit ist möglich.
Die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel garantiert religiöse Freiheit und macht Religionsausübung und Glaubenszugehörigkeit zur Sache der persönlichen Entscheidung. Die Religionsgemeinschaften verwalteten ihre eigenen heiligen Stätten selbst. Gesetzliche Regelungen garantieren den freien Zugang und schützen vor Entweihungen.
Im Jahre 2001 waren 81 Prozent der israelischen Bevölkerung jüdischen Ursprungs (In dieser Rechnung ist nicht die Bevölkerung der besetzten Gebiete enthalten).
Die jüdische Bevölkerung gliedert sich in
- Watikim, das sind Bewohner des Jischuw, der alten jüdischen Siedlung, und solche, die vor der Staatsgründung eingewandert sind
- Olim, nach der Staatsgründung Eingewanderte
- Tzabarim, im Land Geborene
Unter der israelischen Bevölkerung haben 26 Prozent wenigstens einen in Israel geborenen Elternteil, 37 Prozent sind Israelis der ersten Generation, 27 Prozent sind Einwanderer aus dem Westen, und 42 Prozent stammen aus Asien oder Afrika einschließlich der arabischen Länder. [http://www.cbs.gov.il/shnaton53/st02_21x.pdf]
Sechs Prozent der israelischen Juden bezeichnen sich als Charedim (ultra-orthodox religiös), weitere 9 Prozent als "religiös", 34 Prozent bezeichnen sich selbst als "Traditionalisten" (die sich nicht strikt an die jüdische Halacha halten), und 51 Prozent als "säkular".
Etwa 2,1 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Zahl der nicht-arabischen Christen beträgt 25.400 und die der Christen arabischer Herkunft 113.100. Von den zusammen 138.500 Christen sind ca. 75.000 Katholiken.
Israelische Araber stellen etwa 18 Prozent der israelischen Bevölkerung. Innerhalb dieser Gruppe befindet sich die oben erwähnte Minderheit von 10 Prozent arabischer Christen. Die Mehrheit israelischer Araber sind sunnitische Muslime (etwa 14,6 Prozent der Gesamtbevölkerung des Staates Israel).[http://www.cbs.gov.il/shnaton53/st02_01.pdf]
Weitere kleinere Minderheiten sind die Drusen (1,5 Prozent), eine sehr kleine armenische Gemeinde, die Bahai, die Alawiten, die Achmediten und zwei Dörfer mit Tscherkessen.
Aus der früheren Sowjetunion sind über eine Million jüdische Einwanderer ins Land gekommen (ein Sechstel der Bevölkerung), davon alleine in der Zeit von 1989 bis 1999 mehr als 750.000.
In Israel gibt es eine kleinere Anzahl von 150.000 Kurden die hauptsächlich aus der Türkei oder Syrien eingewandert sind. Hier leben auch etwa 25.000 Karäer (2002); dort werden sie als nichtreligiöse Juden eingestuft. Außerhalb Israels wird die Zahl der Karäer auf 20.000 geschätzt. Die weltweit einzige Gemeinde von Samaritanern ist aufgeteilt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten (ca. 800).
Mehr als die Hälfte der 170.000 arabischen Beduinen des Landes haben einen festen Wohnsitz. Andere halten an ihrer traditionellen Lebensweise fest, halten sich jedoch meist in den selben Gebieten auf.
Am 31. Dezember 2003 lebten etwa 224.200 israelische Bürger in Gemeinwesen im Westjordanland; in dieser Zahl sind die Israelis von Ost-Jerusalem nicht enthalten. Etwa 7500 Israelis lebten bis August 2005 in den Siedlungen des Gazastreifens.
Amtssprachen waren bereits in der Mandatszeit Arabisch und Hebräisch. Die in dieser Zeit wiederbelebte hebräische Sprache wird heute von der Mehrheit der Israelis gesprochen. Arabisch ist daneben die Muttersprache von etwa einer Million arabischer und drusischer Staatsbürger Israels. An arabischen Schulen in Israel wird auf arabisch gelehrt. An hebräischen Schulen wird Arabisch neben Englisch als zweite Fremdsprache angeboten. Alle Rechtstexte liegen in Hebräisch und Arabisch vor.
Ein bedeutender Arbeitgeber ist der öffentliche Dienst, wo 33 Prozent der israelischen Arbeitnehmer beschäftigt sind. In der Industrie arbeiten 17 Prozent, in Tourismus, Handel und Finanzen 20 Prozent. 28 Prozent sind in anderen Bereichen (Dienstleistungen usw.) tätig.
Die Lebenserwartung in Israel gehört mit zu den höchsten der Welt und beträgt für Frauen 80,9 Jahre und für Männer 76,7 Jahre.
(Zahlen 2003)
Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet "Israel" als "Gottesstreiter" (vergleiche Gen 32,29). Der Name entspricht einer weit verbreiteten semitischen Namensform, die ein Verb im Imperfekt und das theophore Element אֵל (Gott) als Subjekt enthält. Das verbale Element wird in dieser Deutung als von der Wurzel שרה (streiten, kämpfen) abgeleitet angesehen. Möglich ist allerdings auch eine Ableitung von der Wurzel שרר (herrschen). Das hebräische Imperfekt kann mit dem deutschen Präsens oder der deutschen Wunschform wiedergegeben werden, so dass sich als mögliche Übersetzungen ergeben: "Gott streitet (für uns)" oder "Gott möge (für uns) streiten" und "Gott herrscht" oder "Gott möge herrschen".
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Israels
Der Staat Israel existiert seit 1948, seine geschichtlichen Wurzeln liegen allerdings deutlich früher.
Im 13. Jahrhundert v. Chr. wird das Land Israel durch verschiedene halbnomadische Stämme der Israeliten besiedelt. Einige Städte werden dabei erobert. Jerusalem wird nach biblischer Überlieferung etwa 1000 v. Chr. Hauptstadt von Davids Königreich.
Im Jahre 332 v. Chr. beginnt die griechisch-römische Oberherrschaft, die bis 636 n. Chr. andauert. Die jüdische Eigenstaatlichkeit mit den Königreichen Juda und Israel ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahrhunderten Vergangenheit. Zwischen 636 und 1099 n. Chr. folgt die arabische Herrschaft. Seit dieser Zeit wird Palästina mehrheitlich von Arabern bewohnt. Die Kreuzfahrer regieren von 1099-1291 das Land unter dem Namen "Lateinisches Königreich Jerusalem". Es folgen die Mameluken von 1291 bis 1517 und dann die Osmanische Herrschaft 1517–1918.
Seit der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer wurde das Land "Palästina" genannt und war Teil verschiedener Reiche. Diesen Namen (der auf das seinerzeit bereits verschwundene Volk der Philister zurückgeht) erhielt das Land aufgrund eines Erlasses von Kaiser Hadrian, um die Erinnerung an die judäischen Bewohner, deren Aufstand er niederschlagen musste, zu tilgen. Keine dieser Obrigkeiten hatte für Palästina eine eigene Verwaltung vorgesehen oder das Gebiet als selbstständige geografische Einheit betrachtet. Auch für die Türken ist das Areal ein Teil Südsyriens. Das Land, das später wieder "Palästina" heißen sollte, wird in drei Distrikte eingeteilt.
Während der osmanischen Herrschaft ist Palästina nur dünn bevölkert und stagniert wirtschaftlich. Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gehen von der Ankunft der ersten jüdischen Einwanderer in den Achtzigerjahren des 19. Jahrhunderts aus. In den folgenden Jahrzehnten wandern – auch deshalb – viele weitere Menschen, Juden wie Araber, in Palästina ein.
Die erste Masseneinwanderung (Alija) von Juden nach Palästina erfolgt um 1882. Diese Einwanderer waren in erster Linie Juden, die vor politischer und religiöser Unterdrückung aus ihren Herkunftsländern geflohen waren. Theodor Herzl beruft 1897 den ersten Zionistenkongress in Basel ein und legt damit einen wichtigen Grundstein für die spätere Gründung eines jüdischen Staates. Erst bei der zweiten Einwanderungswelle spielte der Gedanke des Zionismus eine Rolle.
Nach Angaben der "Jewish Colonization Association" für das Jahr 1903 lebten im Jahre 1898 5200 Juden in Palästina in landwirtschaftlichen Mustersiedlungen (Siehe auch "Altneuland", 1904 Heft 11, Seite 339).
1898
Im religiösen und historischen Bewusstsein der Juden (und abgeschwächter Weise im Bewusstsein des Okzidents) war Israel immer das "Heilige Land" geblieben, das mit der Bibel und der Geschichte des jüdischen Volkes verbunden ist. Die Bedürfnisse der arabischen Bevölkerung spielten in dieser Tradition kaum eine Rolle. Führende Zionisten waren sich der Problematik allerdings bewusst und strebten neben einer internationalen Legitimation, die zweifelos von der Denkweise des Kolonialismus geprägt war, auch eine Einigung mit den Arabern an.
Zwischen 1904 und 1914 erfolgt die zweite Alijah. Bereits im Jahre 1909 wird mit Tel Aviv die erste moderne jüdische Stadt gegründet.
Mandatszeit
Durch den Sieg der Briten im 1. Weltkrieg wird 1917 die osmanische Herrschaft beendet. 1922 überträgt der Völkerbund auf der Friedenskonferenz von Paris Großbritannien das Mandat für Palästina mit dem Gebiet, das heute gemeinsam von Israel und Jordanien eingenommen wird. Zu den Mandatsbedingungen gehört, dass die Briten die Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen sollen, in der sie am 2. November 1917 die "Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk" versprochen haben, deren Grenzen jedoch nicht bestimmt waren. Hierzu wird die Mandatsmacht aufgefordert, die jüdische Einwanderung zu ermöglichen, diese jüdischen Einwanderer geschlossen anzusiedeln und hierfür auch das ehemalige osmanische Staatsland zu verwenden. Es sollte dabei ausdrücklich dafür Sorge getragen werden, dass "nichts getan werden soll, was die
bürgerlichen und die religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in
Palästina oder die Rechte und die politische Stellung, deren sich die Juden in irgendeinem
anderen Lande erfreuen, präjudizieren könnte".
Im Juli 1922 teilen die Briten Palästina in zwei Verwaltungsbezirke. Juden ist es im Folgenden nur noch erlaubt, sich westlich des Jordan anzusiedeln (das heißt in 22 % des Gesamtareals). Dies machte die Hoffnungen nach einem Israel in den Grenzen der Zeit des Königs David und Salomon zunichte. Im östlichen Teil, der Transjordanien genannt wird (das heutige Jordanien), setzen die Briten einen haschemitischen Herrscher namens Abdullah ein, der von der arabischen Halbinsel vertrieben worden war.
Zwischen 1924 und 1932 folgt die vierte Immigrationswelle, von 1933 bis 1939 die fünfte, wodurch die jüdische Bevölkerung in Palästina stark wächst. Zunächst werden Transjordanien und Palästina noch als Verwaltungseinheit mit einheitlichen Mandatsgesetzen, der gleichen Währung und gleichen Mandatspässen betrachtet (siehe auch: Weißbuch von 1939). Mit der Unabhängigkeit Transjordaniens im Jahre 1946 ist das Palästina der britischen Mandatszeit allerdings endgültig geteilt.
Bereits 1937 legt die britische Pell-Kommission einen Teilungsplan vor, der, gemäß der prozentualen Bevölkerungsverteilung, Galliläa und einen Küstenstreifen als israelischen und den größeren Rest als arabischen Teil vorsieht. Die neu eingewanderten Juden sind sofort begeistert, die hiesig stämmigen Araber reagieren ablehnend. Der Plan scheitert.
Am 29. November 1947 stimmt die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit für den Teilungsplan, der Westpalästina in einen jüdischen und arabischen Staat teilen soll.
Mit dem Ziel, tatsächlich einen unabhängigen jüdischen Staat zu gründen und den Überlebenden der Schoa eine Heimat zu schaffen, akzeptiert die jüdische Bevölkerung den Plan. Die Araber lehnen den Plan dagegen ab.
Kurz darauf beginnt im Zusammenhang mit dem Angriff der arabischen Staaten auf den neuen Staat Israel die Flucht bzw. Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus den nun Israel zugeteilten Gebieten, teilweise begleitet von der Zerstörung ihrer Dörfer, Bauten und Dokumente; oft ging damit der Nachweis der Existenz der palästinensischen Bevölkerung und somit ihres Rechtanspruchs verloren.
Siehe auch: Geschichte der Region Palästina für die Zeit vor der Staatsgründung.
Nach der Unabhängigkeit
Am 14. Mai 1948 kam es zur formellen Gründung des Staates Israel; noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte der Israelische Unabhängigkeitskrieg (1. Israelisch-Arabischer Krieg; siehe auch: Jom Haazmaut), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne - vor allem im westlichen Galiläa um Akko und im nördlichen Negev - brachte. 1949 wurden mit den arabischen Angreifern Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, außer mit dem Irak, der sich damit de jure selbst heute noch im aktiven Kriegszustand mit Israel befindet. Die nach dem Teilungsplan für die Palästinenser vorgesehenen Gebiete gelangten unter jordanische (Westjordanland einschließlich Ostjerusalem) beziehungsweise ägyptische Verwaltung (Gazastreifen).
Im Jahre 1967 kam es zum Sechstagekrieg, bei dem Israel dem befürchteten gemeinsamen Angriff Ägyptens, Syriens und Jordaniens durch einen Präventivschlag zuvorkam. Die dabei eroberten Gebiete sollten an die Nachbarstaaten zurückgeben werden. Ägypten jedoch wollte den Gaza-Streifen nicht mehr zurück, genauso wenig wie Jordanien das Westjordanland, denn beide Staaten wollten mit den dort ansässigen Arabern nichts zu tun haben. Ägypten deshalb nicht, weil man von den Arabern des Gazastreifens Anschläge auf das Königshaus befürchtete, Jordanien deshalb nicht, weil die Palästinenser des Westjordanlandes selbst vom jordanischen Herrscherhaus in das Gebiet vertrieben worden waren; folglich fürchtete man in den dortigen Flüchtlingslagern einen Unruheherd. Daher erschien es Jordanien und Ägypten nur recht, dass Israel ausgerechnet diese Gebiete durch den Sechs-Tage-Krieg eingenommen hatte. Laut Völkerrecht war Israel als Besatzungsmacht dazu verpflichtet, für das Funktionieren des öffentlichen
Lebens in den besetzten Gebieten zu sorgen - somit hatte sich Israel das Westjordanland und den Gazastreifen aufgebürdet, ohne die Gebiete eigentlich zu wollen.
Da auch die Israelis in diesen Regionen Unruheherde befürchteten, versuchten sie, durch Ansiedlung von Israelis die Gebiete unter Kontrolle zu bringen - so entstanden die heute so vielfach diskutierten jüdischen Siedlungen.
Bereits 1973 kam es erneut zu einem Krieg, dem so genannten Jom-Kippur-Krieg (der Name kommt daher, dass er am Tage Jom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstages, begann). Mehrere arabische Staaten griffen das Land an. Dieser Tag wurde von den Angreifern gewählt, da man glaubte, am höchsten jüdischen Feiertag, an dem das öffentliche Leben in Israel weitgehend stillsteht, erhebliche Erfolge erzielen zu können. Dies stellte sich jedoch als Trugschluss heraus, und Israel gelang es, die arabischen Armeen zu schlagen. 1979 wurde auf Initiative des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat ein Friedensprozess in Gang gesetzt und der israelisch-ägyptische Friedensvertrag unterzeichnet, der unter anderem die Rückgabe des Sinai bis 1982 vorsah.
Ab den 1980er Jahren nahmen die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern immer mehr zu. Im Jahre 1987 brachen schließlich gewalttätige Unruhen aus, die sogenannte 1. Intifada. Die Folgejahre standen im Zeichen dieser Auseinandersetzung, aber auch von Friedensverhandlungen, die zur Einführung einer palästinensischen Selbstverwaltung für die Gebiete des Gazastreifens und des Westjordanlandes führten. Zwischenzeitlichen Fortschritten standen Rückschritte und schwere Krisen - zum Beispiel die Ermordung Jitzhak Rabins durch einen jüdischen Extremisten sowie wiederholte Selbstmordattentate palästinensischer Terroristen - gegenüber. Den vorerst größten Stillstand erreichte der Friedensprozess, nachdem sich 1999 der israelische Ministerpräsident Ehud Barak und der PLO-Chef Jassir Arafat in Camp David unter der Vermittlung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton nicht einigen konnten. Strittige Punkte waren vor allem die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, die Teilung Jerusalems und die Aufgabe von Gebieten, die Israel im Sechstagekrieg erobert hatte. Auch relativ weitreichende Zugeständnisse der Israelis wie der Verzicht auf 95% der umstrittenen Gebiete konnten ein Scheitern der Verhandlungen nicht verhindern.
Über eine Beurteilung der Verhandlungen und die Hauptursache für ihr Scheitern gibt es unterschiedliche, kontrovers diskutierte Ansichten (siehe Camp David II).
Nur wenige Monate später kam es zu einer dramatischen Verschlechterung der Situation. Im September 2000 brach die al-Aqsa-Intifada aus, in deren Verlauf die Friedensverhandlungen abgebrochen wurden. Palästinensische Selbstmordattentate und israelische Gegenreaktionen wie der Einmarsch in arabische Städte kosteten bis Anfang 2005 mehrere tausend Menschen beider Seiten das Leben. Mit dem Abkommen von Sharm El-Sheikh, das am 8. Februar 2005 von Ministerpräsident Ariel Scharon, dem Chef der palästinensischen Autonomie Mahmud Abbas, dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und König Abdullah II. von Jordanien unterzeichnet wurde, endete die al-Aqsa-Intifada.
Siehe auch: Nahostkonflikt, Israelisch-palästinensischer Konflikt (Chronologie)
Politik
Hauptartikel: Politisches System Israels
Der Staat Israel ist eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Vorbild. Das Parlament, die Knesset, wurde am 25. Januar 1949 zum ersten Mal gewählt.
Sie wählt den Staatschef, den Präsidenten für eine siebenjährige Amtszeit.
Der Präsident hat die Aufgabe, den Ministerpräsidenten zu ernennen. Der Ministerpräsident bildet die Exekutive.
Ministerpräsident ist seit 2001 Ariel Scharon, sein Stellvertreter in einer großen Koalition war bis 2002 Schimon Peres von der Arbeitspartei.
Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Ernsthaftigkeit palästinensischer Friedens- und Waffenstillstandsvorschläge verließ die Arbeitspartei Ende 2002 die Koalition.
Aus den Neuwahlen vom Januar 2003 ging Likud als stärkste Fraktion im Parlament hervor.
Parteien und politische Organisationen
Israel besitzt ein Mehrparteiensystem. Traditionell stehen sich die zwei großen Parteien, der nationalistische Likud-Block und die eher links eingestellte Arbeitspartei, gegenüber.
Entscheidend für die Mehrheitsbildung sind jedoch oft die kleineren Parteien, beispielsweise die religiöse Schas, oder die Nationalreligiöse Partei. Weitere Parteien sind Meretz und Schinui (laizistisch), zudem existieren mehrere arabische Parteien.
Aus den stark sozialistischen Anfängen des israelischen Staates erklärt sich die bedeutende Rolle, die die Histadrut, der Allgemeine Verband der Arbeiter Israels, im politischen Leben spielt.
In Deutschland sind die bekanntesten Gruppen der israelischen Friedensbewegung Gusch Schalom und Peace Now. Daneben gibt es viele weitere wichtige unabhängige Menschenrechtsorganisationen wie B'Tselem und MachsomWatch.
Siehe auch: Liste der israelischen Premierminister, Kibbuz, Alija (Immigration)
Militär
Hauptartikel: Israelische Streitkräfte
In Israel gelten für Frauen 24 Monate und für Männer 36 Monate Wehrpflicht. Ausgenommen von der Wehrpflicht sind nur orthodoxe Juden, israelische Araber sowie alle nichtjüdischen, schwangeren oder verheirateten Frauen. Rechtlich ist es nur Frauen gestattet, der Wehrpflicht aus Gewissensgründen nicht nachzukommen und einen zivilen Ersatzdienst von ein oder zwei Jahren zu leisten.
Auf die Wehrpflicht folgt ein Monat Reservedienst pro Jahr, bei Männern bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres (oder des 51. bei Offizieren) und bei Frauen bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres.
Israel verfügt über eine überregional einzigartige Streitmacht. Die bis zu 200.000 regulären Wehrdienstleistenden werden von über 800.000 hervorragend ausgebildeten Reservisten unterstützt, welche auch außerhalb ihrer Wehrpflichtszeit in häufiger Kooperation mit Armeen der NATO-Staaten (insbesondere die der USA) an den Übungen teilnehmen und innerhalb kürzester Zeit mobilisiert werden können. Israel verfügt über 4000 moderne Panzer und Panzerfahrzeuge, über 2000 Kampfflugzeuge und Hubschrauber sowie über eine U-Boot-gestützte Seestreitmacht. Des weiteren ist Israel als einziger Staat auf der Erde entlang seiner gesamten Grenzen durch ein effizientes Raketenabwehrsystem geschützt.
Israel besitzt vermutlich seit 1967 Atomwaffen. 1986 hat Mordechai Vanunu, ein ehemaliger Techniker des Atomforschungszentrums von Dimona, in England Fotos dieser Atomanlage an die Presse weitergegeben, die die Vermutung stützen. Israel hat den Besitz von Atomwaffen seitdem weder bestätigt noch bestritten (die sogenannte Politik der "atomaren Zweideutigkeit"), Ende Juli 2004 hat Premierminister Ariel Sharon indirekt den Besitz von Atomwaffen zugegeben. Israel gehört mit Indien und Pakistan zu den einzigen Staaten, die den Atomwaffensperrvertrag nie unterzeichnet haben.
Siedlungspolitik
Atomwaffensperrvertrag
Atomwaffensperrvertrag
Die jüdischen Siedlungen wurden in den besetzten Gebieten errichtet und dürfen nur von jüdischen Israelis bewohnt werden. Etwa 250.000 Israelis leben derzeit in diesen Siedlungen; im Gaza-Streifen lebten bis zum August 2005 etwa 7500 Israelis zwischen mehr als einer Million Palästinensern. Die Siedlungen sind oft großzügig nach amerikanischem Vorbild gebaut. Die Siedlungen werden von einem massiven Sicherheitsapparat gegen Angriffe militanter palästinensischer Gruppen geschützt. Ein Netz von Straßen, die nur von israelischen Bürgern genutzt werden dürfen, bietet eine gute Verkehrs-Infrastruktur zwischen den Siedlungen und dem israelischen Territorium. Zugleich erschwert es die Entwicklung in den palästinensischen Autonomiegebieten. Der Siedlungsausbau wie auch die ständige Militärpräsenz machen jährlich einen erheblichen Teil der israelischen Staatsausgaben aus.
Im August 2005 räumte die Regierung Scharon in einer Koalition mit der Arbeitspartei sämtliche Siedlungen im Gaza-Streifen sowie vier kleinere Siedlungen im Westjordanland. Hierbei handelte es sich um einen einseitigen und weltweit anerkannten Schritt Israels, der nicht im Rahmen der 'Road-Map' erarbeitet wurde. Aus dem Umfeld Scharons war jedoch auch zu vernehmen, dass angestrebt werden soll, die größten Siedlungen im Westjordanland auszubauen. Im Gegenzug sollen den Palästinensern territoriale Zugeständnisse gemacht werden. Die palästinensische Seite empfand diesen Schritt der Israelis in die richtige Richtung als eine Bestätigung ihrer Politik des Terrorismus gegen israelische Zivilisten und bemühte sich, den Rückzug Israels als einen Sieg der sogenannten Freiheitskämpfer darzustellen. Schon wenige Wochen nach dem Abzug der Israelis waren Provokationen von palästinensischer Seite aus an der Tagesordnung.
Von der internationalen Staatengemeinschaft werden die jüdischen Gemeinden und Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten zumeist als völkerrechtswidrig verurteilt. Das Völkerrecht gestattet die vorübergehende Beschlagnahmung von Land in besetzten Gebieten ausschließlich für militärische Zwecke, nicht jedoch für die dauerhafte Niederlassung eigener Staatsbürger, Landwirtschaft und andere zivile Nutzungen. Israel hat eine eigene Beurteilung der juristischen Lage, steht damit allerdings bis auf die Tolerierung durch USA international isoliert da. In verschiedenen Resolutionen haben die Vereinten Nationen Israel vergebens wiederholt aufgefordert, den Siedlungsbau einzustellen.
Bei einem großen Teil der Siedler handelt es sich um Einwanderer, vor allem rechtsgesinnte orthodoxe Juden aus den USA, aber auch aus Frankreich und anderen Staaten.
Wirtschaft
Israel hat eine technologisch hochentwickelte Marktwirtschaft mit hohem Staatsanteil. Israel ist bei fossilen Energieträgern (Rohöl, Erdgas, Kohle), bei Getreide, Rindfleisch, Rohstoffen und militärischer Ausrüstung von Importen abhängig. Trotz begrenzter natürlicher Ressourcen hat Israel seinen landwirtschaftlichen und industriellen Sektor in den letzten zwanzig Jahren intensiv entwickelt. Mit Lebensmitteln versorgt sich Israel, abgesehen von Getreide und Rindfleisch, weitgehend selbst. Israel besitzt bedeutende Kapazitäten bei Erdölraffinerien, Diamantenschleifereien und in der Fabrikation von Halbleitern. Bedeutende Exportartikel sind geschliffene Diamanten, Hochtechnologie, militärische Ausrüstung, Software, Arzneimittel, Feinchemikalien und landwirtschaftliche Produkte (Früchte, Gemüse und Blumen).
Israel steht meist im Leistungsbilanzdefizit, das durch große Transferzahlungen aus dem Ausland und durch Anleihen ausgeglichen wird. Etwa die Hälfte der staatlichen Auslandsschulden hat Israel bei den USA, seiner Hauptquelle für politische, wirtschaftliche und militärische Unterstützung. Ein verhältnismäßig großer Anteil der israelischen Auslandsschulden wird in Form von Israel Bonds von Privatinvestoren gehalten. Die Kombination von amerikanischen Kreditgarantien und direkten Anleihen bei Privatinvestoren ermöglicht Israel, zu günstigen Zinssätzen zu leihen, manchmal unterhalb der marktüblichen Zinssätze. Diese Politik wird auch von der Bundesrepublik Deutschland geduldet und unterstützt, um das strategische Ziel der Existenzsicherung des einzigen jüdischen Staates zu erreichen und dem durch die Arabische Liga erzwungenen Wirtschaftsboykott gegen Israel entgegenzuwirken.
Durch Einwanderungen aus der ehemaligen Sowjetunion kamen Wissenschaftler und Akademiker ins Land, die für Israels Zukunft von beträchtlichem Wert sind. Der Zustrom, verbunden mit der Öffnung neuer Märkte nach dem Ende des Kalten Krieges, belebte Israels Wirtschaft und sorgte während der 1990er Jahre für ein rasches Wachstum. Doch ab 1996 begann sich das Wachstum zu verlangsamen, als die Regierung eine straffere Steuer- und Geldpolitik verfolgte und der Einwandererstrom sich verlangsamte. Dafür sank die Inflation 1999 auf ein Rekordminimum.
Verkehr
Wichtigster Verkehrsträger ist die Straße, und von besonderer Bedeutung sind die Überlandbusse der Buskooperative Egged. Von untergeordneter Bedeutung ist dagegen das Eisenbahnnetz der Israel Railways, das nach jahrzehntelanger Vernachlässigung seit einigen Jahren modernisiert und ausgebaut wird.
Wichtigster Flughafen ist der Ben-Gurion-Flughafen bei Lod im Großraum Tel Aviv. Weitere Flughäfen: Flughafen Atarot in Jerusalem, Flughafen Sde-Dow in der Stadt Tel Aviv, Flughafen Haifa, Flughafen Eilat, Flughafen Owda 40km von Eilat entfernt, Flughafen Machanajim bei Rosch Pina.
Israel ist über Landgrenzen nur von Jordanien und Ägypten aus erreichbar. Die Grenze mit Syrien und dem Libanon ist für Zivilisten geschlossen.
Haifa, Aschdod und Eilat sind die drei Hafenstädte des Landes. In Chadera, Tel Aviv und Aschkelon gibt es ebenfalls kleinere Häfen, die jedoch nur Kohle, Erdgas oder Erdöl für naheliegende Elektrizitätskraftwerke löschen.
Bildungssystem
Die Verwaltung und Finanzierung des israelischen Bildungssystems wird vom Erziehungsministerium, vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Sport und von den Städten getragen.
In Israel besteht für Kinder im Alter von fünf bis sechzehn Jahren Schulpflicht. Bis zum 18. Lebenjahr ist der Schulbesuch kostenfrei. In der Regel besuchen Drei- bis Vierjährige einen kostenpflichtigen Vorschulkindergarten.
Das Schulsystem ist auf die multikulturelle Bevölkerung abgestimmt. Es gibt unterschiedliche staatliche Schulen, deren Lehrplan an spezielle Gesichtpunkte, wie Sprache und Religion der Schüler, angepasst sind. Der kleinere Teil der israelischen Schüler besucht Privatschulen, die unter der Schirmherrschaft religiöser und internationaler Organisationen arbeiten.
In der Oberstufe können die Schüler zwischen einer akademischen, technologischen, agrarwissenschaftlichen oder militärischen Fachrichtung wählen.
Etwa 216.000 Studenten sind an einer der Hochschulinstitutionen des Landes immatrikuliert. Die acht Universitäten Israels bieten eine breites Lehrangebot in natur- und geisteswissenschaftlichen Fächern.
Universitäten:
- Hebräische Universität (HUJI) in Jerusalem
- Universität Tel Aviv (TAU)
- Universität Haifa
- Technion - Israelische Technologiehochschule in Haifa
- Bar-Ilan Universität (BIU) in Ramat Gan
- Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) in Beerscheba
- Weizmann Institut für Wissenschaften (WIS) in Rechovot
- Offene Universität
Zehntausende nutzen Erwachsenen-Bildungsprogramme. Für Neueinwanderer stehen spezielle Sprachschulen zur Verfügung, in denen Hebräisch in Intensivkursen angeboten wird.
Wissenschaft und Technologie
Die Notwendigkeit, ein relativ unfruchtbares, unterentwickeltes Land in den modernen Industriestaat von heute zu verwandeln, war seit der Gründung Israels bestimmend für dessen wissenschaftliche und technologische Entwicklung. Wasserknappheit, wüstenartige Landschaft und Mangel an Arbeitskräften führten auch zur Entwicklung neuartiger landwirtschaftlicher Methoden.
Israel investiert heute gemessen am Weltmaßstab überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung. Achtzig Prozent der Forschungsergebnisse werden dabei von den Universitäten erbracht, die eng mit der Industrie zusammenarbeiten. Zum Teil gründeten Universitäten sogar Firmen zur Vermarktung der praktischen Anwendungen ihrer Forschungsergebnisse. Mehr als die Hälfte aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind in den Bereichen der Biotechnologie, der Bio-Medizin und der klinischen Forschung angesiedelt.
Israelische Wissenschaftler waren maßgeblich an der Entwicklung von Interferon und dem Medikament Copaxone beteiligt. Die Gentechnologie brachte diagnostische Verfahren hervor, welche auf geklonten Antikörpern und anderen mikrobiologischen Produkten basieren. Hochentwickelte medizinische Diagnose- und Behandlungsgeräte werden entwickelt und weltweit exportiert. Darunter befinden sich Geräte für Computertomografie und Magnetresonanztomografie, Ultraschall-Scanner, nuklearmedizinische Kameras, chirurgische Laser und eine Miniaturkamera, welche als eine schluckbare Kapsel zur Untersuchung des Verdauungstraktes verwendet wird.
Ein Schwerpunkt der iraelischen Forschung liegt auf Elektronik und Kommunikationstechnik. Israel ist eines der führenden Länder in der Forschung und Entwicklung von Glasfasern, elektro-optischen Kontrollsystemen und von wärmeempfindlichen Nachtsichtgeräten. Neben Software für Groß- und Bürocomputer werden Roboter für verschiedenste Anwendungbereiche entwickelt.
1983 wurde die Israel Space Agency gegründet. Seit 1988 ist Israel in der Lage, mit Hilfe einer eigenen Rakete Satelliten ins All zu befördern. Darüber hinaus wurden verschiedene Displaysysteme, aeronautische Computer, Instrumente und Flugsimulatoren entwickelt. Ilan Ramon war 2003 innerhalb der STS-107-Mission der erste Israeli im Weltraum. Er verunglückte zusammen mit seinen sechs NASA-Kollegen beim Wiedereintritt des Space-Shuttles Columbia tödlich.
Die Wasserknappheit trieb die Entwicklung von computergesteuerten Bewässerungssystemen voran. In diesem Zusammenhang wurde auch die Tropfmethode entwickelt, bei der das Wasser direkt zu den Wurzeln der Pflanzen geleitet wird. Intensiver Forschung ist es zu verdanken, dass das riesige unterirdische Reservoir an Brackwasser unter dem Negev nutzbar gemacht werden konnte.
Die Nichtverfügbarkeit von konventionellen Energiequellen machte die intensive Entwicklung von alternativen Energiequellen wie Solar-, Wärme- und Windenergie erforderlich. Ein Teil des Energiebedarfs wird durch Kernkraft gedeckt.
Kultur
Hauptartikel: Israelische Kultur
Sport
Sportvereine (Auswahl):
- Maccabi Tel Aviv (Europapokal 1977, 1981, 2001 (SL), 2004 und 2005 im Basketball gewonnen)
- Hapoel Tel Aviv
- Hapoel Petach-Tikva
- Maccabi Netanya
- Maccabi Haifa
- Beitar Jerusalem
- Hapoel Haifa
- Hapoel Jerusalem (2004 den ULEB-Cup gewonnen (ULEB = Union of European Basketball Leagues))
Bibliothekswesen
Das frühe israelische Bibliothekswesen entstand durch die 1892 gegründete Jüdische National- und Universitätsbibliothek (JNUL), die auch bis in die 1930er Jahre die einzige Ausbildungseinrichtung für Bibliothekare war. Erst danach bildeten sich weitere Bibliotheksschulen, doch JNUL konnte ihre Position als eine der ersten Ausbildungseinrichtungen für Bibliothekare durch andere Vorgehensweisen insbesondere in der Sacherschliessung behaupten.
Die vorherrschende Mehrsprachigkeit durch Einwanderung von Juden aus Europa und der ganzen Welt resultierte in zwei Amtssprachen: Hebräisch und Arabisch.
Hebräisch als neu oder wiedereingeführte Landessprache für alle in Israel lebenden Juden und Arabisch für die Palästinenser.
Dazu kommt noch Englisch als Sprache der ehemaligen Kolonisatoren, der Briten, und nach dem Zerfall der Sowjetunion vermehrt Russisch durch Einwanderer der Russischen Förderation.
Die Verwendung einer künstlichen Zahlensprache statt einer natürlichen Sprache erleichterte die Sachkatalogisierung und war eine ideale Lösung, mehrsprachige Literaturbestände zu erschliessen und sie den Bibliotheksbenutzern zugänglich zu machen.
Die Universitätsbibliothek Haifa war dann die erste, die sich aus Arbeits- und Kostengründen entschloss, die schon vorhandenen
Schlagwörter der Library of Congress (LoC) zu verwenden, der sich infolge andere Universitätsbibliotheken anschlossen, mit denen die Jüdische National- und Universitätsbibliothek verbunden ist.
Das Bibliothekswesen in Israel entwickelte sich verstärkt unter Einwanderung deutscher Buchexperten nach 1933. Der erste Direktor der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek war Hugo Shmuel Bergmann, der ehemals an der deutschsprachigen Karlsuniversität in Prag tätig war. Bergmann baute die Sammlungen dementsprechend auf und beauftragte für die einzelnen Bereiche Spezialisten. Für die Hebraica-Sammlung konnte er den jungen Gershom Scholem gewinnen. Auch der zweite Direktor war ein Deutscher, Gotthold Weil, der seine Stellung in der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin verlor. Ab 1949 übernahm die Position der ebenfalls aus Deutschland stammende Curt Wormann. Er prägte das israelische Bibliothekssystem nachhaltig, wurde aber dafür kritisiert, dass es zu unflexibel auf die Bedürfnisse der Neueinwanderer und die Anforderungen der Masseneinwanderungen nach der Staatsgründung reagierte. Dabei sollte jedoch zwischen den einzelnen Bibliotheken und ihrem Zweck unterschieden werden. Für die für die Öffentlichkeit gedachten Stadtbibliotheken Tel Avivs mag das zutreffend sein, die National- und Universitätsbibliothek musste jedoch an den internationalen wissenschaftlichen Standard anschließen.
Ein Pflichtexemplargesetz bestand seit 1953, welches im Jahre 2001 erneuert wurde. Die alte Regelung bezog sich lediglich auf Bücher, Zeitschriften und Zeitungen; nun aber auch auf CDs, Videos, Audiokassetten usw.. Netzressourcen sind weiterhin ausgeschlossen. Das Pflichtexemplargesetz legt die Abgabe an insgesamt fünf Institutionen fest. Diese sind die State of Israel Archives, die Library of the Knesset, die Ministry of Education und die Jewish National and University Library/ JNUL, die zwei Exemplare erhält.
Das Israeli Center for Libraries (ICL) gibt jährlich einen Katalog registrierter Periodica auf CD-ROM und als Online-Version heraus. Bislang sind um die 4800 ISSN in Israel vergeben worden.
Der israelische Staat verfügt über ein dichtes Netz von Bibliotheken in Grossstädten sowie auf dem Land, die alle durch das Internet miteinander verbunden sind.
Weitere Themen
- Geschichte Israels
- Portal:Israel/Palästina
- Naher Osten
- Road Map
- Liste der Städte in Israel
- Liste der Städte in den palästinensischen Autonomiegebieten
- Portal:Judentum
Literatur
- Geschichte
- Glasneck, Johannes/Timm, Angelika: Israel. Die Geschichte des Staates seit seiner Gründung, Bonn 1992. ISBN 3416027531
- Brenner, Michael: Geschichte des Zionismus, München 2002. ISBN 3406479847
- Wolffsohn, Michael, Douglas Bokovoy: Israel Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft 1882-1996, ISBN 3-8100-2721-9
- Benny Morris: The birth of the Palestinian refugee Problem 1947 -1949; 1. Auflage 1987
- Kontroverse
- Moshe Zuckermann: Zweierlei Israel, Hamburg 2003. ISBN 3930786397
- Hans Rauscher: Israel, Europa und der neue Antisemitismus, ISBN 3-85485-122-7
- Norman G. Finkelstein: Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, Mythos und Realität, Kreuzlingen/München 2002, ISBN 3-7205-2368-3
- Alan M. Dershowitz: Plädoyer für Israel. Warum die Anklagen gegen Israel aus Vorurteilen bestehen. ISBN 3-203-76026-6
- Michael Warschawski, Mit Höllentempo. Die Krise der israelischen Gesellschaft, Hamburg 2004, ISBN 3-89401-448-2
- Wolffsohn, Michael: Wem gehört das Heilige Land?. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, München 1997. ISBN 349223495X
- Roman
- Leon Uris:Exodus, Roman über die Entstehung Israels, 1958.
Weblinks
Aktuell
- [http://www.jpost.com/ Jerusalem Post (engl.)]
- [http://www.haaretzdaily.com/ Ha-Aretz (engl.)]
- [http://www.germanemb.org.il/GermanEmb/en/botschaft/abteilungen/medienspiegel.asp Deutschsprachiger Pressespiegel israelischer Medien der Deutschen Botschaft in Israel]
- [http://www.israelnetz.de/ Israelnetz (Christl. Nachrichten)]
Weiterführende Informationen
- [http://www.israel.de/ Offizielle Netzpräsenz der Botschaft des Staates Israel in Berlin]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=66 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.bornpower.de/israel/ Magisterarbeit zur Israelischen Siedlungspolitik von 1967- 1997]
- [http://www.ipicture.de/daten/wirtschaft_israel.html Wirtschaft Israels, Kurzübersicht]
- [http://www.weltkarte.com/mosten/landkarte_israel.htm Landkarten und Stadtpläne von Israel]
Dossiers
- [http://www.nzz.ch/dossiers/nahost/gaza/2005/08/11/al/articleD0MCR.html Israels Identitätskonflikt im Streit um die Preisgabe von Siedlungen]
-
Kategorie:Staat
Kategorie:Judentum
Kategorie:Nahost
Kategorie:Mittelmeer
ja:イスラエル
ko:이스라엘
ms:Israel
simple:Israel
zh-min-nan:Í-sek-lia̍t-kok
Staat
Max Weber definiert in seiner Herrschaftssoziologie Staat als einen solchen politischen Anstaltsbetrieb, dessen Verwaltungsstab erfolgreich das Monopol legitimen physischen Zwanges (also das Gewaltmonopol) für die Durchführung der Ordnungen in Anspruch nimmt (Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, [http://www.textlog.de/7321.html Kap. 1, § 17]). In der Ökonomie wird der Staat oftmals als Summe aller Zwangsverbände betrachtet. Zur Unterscheidung oder Kongruenz von Staat und Gesellschaft siehe Staat und Gesellschaft.
Ein Staat (aus lat. status Zustand, Verfassung) ist ein ein Gebilde, das laut der Konvention von Montevideo folgende Eigenschaften aufweist:
- eine mehr oder weniger stabile Kernbevölkerung (Staatsvolk);
- einen klar abgegrenzten oder definierten Landbesitz (Staatsgebiet, Territorium);
- eine Regierung, die eine Staatsgewalt ausüben kann;
- die Fähigkeit, mit anderen Staaten in politischen Kontakt zu treten, d. h., ein Völkerrechtssubjekt zu sein.
Die klassische Staatsrechtslehre nennt nur die ersten drei Merkmale (Drei-Elemente-Lehre Jellineks). In diesem Sinne sind die Glieder eines Bundesstaates, wie die deutschen Länder auch "Staaten" (übrigens auch beschränkt Völkerrechtssubjekte, da sie auf Grund ihrer "Kulturhoheit" z. B. mit dem Heiligen Stuhl unabhängig von der Bundesrepublik Deutschland Konkordate abschließen können). Der klassische Ausnahmefall eines Staates ohne Staatsgebiet ist - seit der Annexion Maltas durch Napoleon I. - der "Souveräne Malteserorden".
Die Souveränität ist kein definierendes Merkmal des Staates. Staaten können rechtlich auch dann fortbestehen, wenn sie unter Besatzung stehen (okkupiert sind); oder (in der älteren Staatsrechtslehre), wenn sie nur "souverän" sind (z. B. Samos im Osmanischen Reich). Jedoch muss faktisch eine Teilsouveränität gegeben sein.
Wie denn überhaupt das Völkerrecht mangels einer Welt-Legislative von Entscheidungen von Fall zu Fall abhängt (case law) und mithin ein sehr nachgiebiges Recht ist, wenn Völkerrechtssubjekte "Fakten setzen".
Völkerrechtliche Anerkennung
Ein Staat bedarf zu seiner Gründung keiner juristischen Legitimation (er wird 'ausgerufen', vgl. den Rütli-Schwur bei der Begründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Mittelalter - die neuzeitliche Schweizerische Konföderation besteht aber durchaus aus einzelnen Staaten, den Kantonen). International hat es sich eingebürgert, einen Staat anzuerkennen, sobald mehrere andere Staaten seine Existenz anerkannt haben.
Einige Gebiete wie Taiwan oder Nordzypern auf Zypern, die zwar die Merkmale eines Staates aufweisen, wurden dennoch, meist aus politischen Gründen, nicht allgemein anerkannt; diese werden als Stabilisierte De-Facto-Regime bezeichnet.
Die Konvention von Montevideo regt häufig zu Diskussionen an, ob es möglich ist, durch Kauf einer staatenlosen Insel oder Bohrinsel quasi eine Mikronation zu gründen. Die Anerkennung durch andere Staaten ist das Hauptproblem solcher Vorhaben.
Anzahl
Insgesamt gibt es 192 vollständig anerkannte souveräne Staaten. Darunter fallen die 191 Mitglieder der UNO sowie die Vatikanstadt. Weitere Staaten sind nur von einer Minderheit der weltweiten Staaten anerkannt, dies sind u. a. Taiwan, Westsahara (DARS), die Cookinseln und Niue.
Literatur
- Michail Bakunin, Gott und der Staat, Berlin: Karin Kramer 1995
- Karl Held (Hrsg.): [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm Der bürgerliche Staat]. Die Staatsableitung. München, 1999. 138 Seiten ISBN 3-929211-03-3
- Stefan Breuer: Der Staat. Entstehung, Typen und Organisationsstadien, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1998.
- Heide Gerstenberger, Die subjektlose Gewalt. Theorie der Entstehung buergerlicher Staatsgewalt, Münster: Westfälisches Dampfboot 2005
- Wolfgang Reinhard, Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, Sonderausgabe, München: C.H. Beck 2002
- Franz Oppenheimer: [http://www.opp.uni-wuppertal.de/oppenheimer/st/staat0.htm Der Staat], 3. überarbeitete Auflage von 1929
- OVG Münster, Urteil vom 14.02.1989, Az. 18 A 858/87, in: NVwZ 1989, S. 790.
Siehe auch
- Staatstheorie
- Liste unabhängiger Staaten
- Liste der Staatsformen souveräner Staaten
- Staatliche Souveränität
- Territoriale Integrität
Kategorie:Politische Geographie
!
ja:国家 simple:State
Naher Osten
Der Nahe Osten (Arabisch الشرق الأوسط asch-scharq al-ausat, Hebräisch המזרח התיכון ha-mizrach ha-tichon) umfasst im geographischen Sinn die Länder der Arabischen Halbinsel sowie weitere angrenzende Staaten. Früher wurde das Gebiet des Osmanischen Reiches außerhalb Europas so bezeichnet.
In dieser Bezeichnung äußert sich eine kontinental-europäische Sichtweise auf ein Gebiet, bei dem es sich im Wesentlichen um Westasien sowie um kleine Teile Nordafrikas handelt.
Der Nahe Osten umfasst (meist) folgende Staaten und autonome Gebiete:
- Ägypten (im engeren, ungebräuchlichen Sinn nur der asiatische Teil, also der Sinai)
- Bahrain
- Irak
- Iran (nicht immer, da weder arabisch, noch ehemals osmanisch)
- Israel
- Jemen
- Jordanien
- Katar
- Kuwait
- Libanon
- Autonome Republik Nachitschewan
- Oman
- Palästinensische Autonomiegebiete
- Kurdische Autonome Region
- Saudi-Arabien
- Syrien
- Türkei
- Vereinigte Arabische Emirate
- Zypern
Der Begriff Mittlerer Osten, den man immer häufiger in den Medien findet, wird meist als wörtliche Übersetzung des englischen Ausdrucks Middle East verwendet, welcher dasselbe geographische Gebiet bezeichnet und auch in den oben genannten arabischen und hebräischen Bezeichnungen erscheint (ausat ist der arabische, tichon der hebräische Begriff für "mittlere"). Im deutschen Sprachgebrauch ist die Verwendung des Begriffs dagegen missverständlich, da hier der Mittlere Osten ursprünglich ein abweichendes geographisches Gebiet bezeichnet. Zur Zeit des Osmanenreiches sprachen auch die Briten von Near East (Gebiet ohne den Iran). Middle East bezeichnete damals das Gebiet Iran, Afghanistan, Kaukasus, Zentralasien.
Siehe auch: Nahostkonflikt, Orient, Semiten
Literatur
- Pawelka/Richter: Religion, Kultur und Politik im Vorderen Orient. VS Verlag, 2004, ISBN 3-531-14098-1
- V. Perthes: Geheime Gärten - Die neue arabische Welt. Goldmann, 2003, ISBN 3-442-15274-7
- V. Perthes: Vom Krieg zur Konkurrenz - Regionale Politik und die Suche nach einer neuen arabisch-nahöstlichen Ordnung. Nomos Verlag, 2000, ISBN 3-789-06712-1
Kategorie:Orient
ja:中東
simple:Middle East
zh-cn:中东地区
Libanon
Die Libanesische Republik (الجمهورية اللبنانية) ist ein Staat in Vorderasien.
Sie grenzt an Syrien, Israel und das Mittelmeer.
Geographie
Größte Städte mit Einwohnerzahlen (geschätzt; seit 1932 gab es keine offizielle Volkszählung):
- Beirut (Hauptstadt) 2.000.000,
- Tripoli 200.000,
- Zahlé 200.000,
- Sidon 100.000,
- Tyros 70.000.
Das Land gliedert sich in vier Landschaftszonen, die parallel zur Küste verlaufen:
#Der 200 km lange, schmale steile Küstenstreifen, welcher sich nur im Norden und Süden ausweitet.
#Das stark zerklüftete Libanon-Gebirge, das bis zu 3.000 m hoch ist.
#Die fruchtbare Bekaa-Ebene, die im Regenschatten des Libanon-Gebirges liegt, jedoch aufgrund von künstlicher Bewässerung sehr fruchtbar ist (Weinanbau, Haschisch).
#Der trockene Antilibanon-Gebirgszug und der Hermon, der die Grenze zu Syrien bilden.
Klima
Entsprechend den Unterschieden in der Landschaft des Libanon, ist auch das Klima sehr unterschiedlich. An der Küste herrscht mediterranes Klima mit trockenen, warmen Sommern und feuchten, regenreichen Wintern. Im Gebirge herrscht ausgesprochenes Gebirgsklima, wobei auch hier der Hauptniederschlag im Winter fällt und dann hauptsächlich in Form von Schnee. An der Grenze zu Syrien herrscht ein trockenes Steppenklima, welches den Übergang zum Wüstenklima des südlichen Syriens und Jordaniens bildet. In Beirut liegen die Temperaturen am Tag bei durchschnittlich 18° C im Januar und bei 30° C im Juli und August. Im Dezember und Januar gibt es durchschnittlich 11 Regentage in Beirut, während der August im allgemeinen völlig trocken bleibt.
Bevölkerung
Der Libanon hat ca. 4,4 Millionen Einwohner. Ein grosser Teil sind Semiten und haben aramäische oder phönizische Abstammung. Im Land verteilt leben auch kurdische Flüchtlinge und zahlreiche turkvölkische Minderheiten wie die Mescheten. Außerdem gibt es etwa 360.000 palästinensische Flüchtlinge.
In den ersten Jahren des Bürgerkriegs haben mehr als eine halbe Million Menschen das Land verlassen. (Schätzung, offizielle Zahlen sind nicht verfügbar.)
Geburtenziffer 1999: 2,3 %
Sterbeziffer 1999: 0,6 %
Kindersterblichkeit (auf 1000 Lebendgeburten):
1960: 85; 1970: 50; 1990: 10; 1997: 9; 1998: 9
Säuglingssterblichkeit 1999: 0,8 %
Analphabetenrate Erwachsene (> 15 Jahre) in %:
1970: 6; 1980: 4; 1990: 2; 1995: 1; 1997: 1; 1998: 1
Sprachen
Analphabetenrate
Analphabetenrate
Die große Mehrheit der Libanesen spricht Arabisch (libanesisch-syrische und palästinensische Dialekte), Minderheiten sprechen Armenisch, Kurdisch und Aramäisch. Neben Arabisch ist Französisch als zweite Amtssprache zugelassen. Englisch ist als Fremdsprache weit verbreitet.
Religion
Es gibt im Libanon 18 anerkannte Religionsgemeinschaften, darunter:
- ca. 53 % Muslime (32 % imamitische Schiiten, 21 % Sunniten);
- ca. 40 % Christen (25 % Maroniten, 4 % Griechisch-Katholische, 7 % Griechisch-Orthodoxe, 3 % Armenier,2 % syrisch-orthodoxe Kirche sowie weitere Gruppierungen)
- ca. 7 % Drusen
Siehe auch: Konfessionelle Parität
Geschichte
Konfessionelle Parität
Hauptartikel siehe: Geschichte des Libanon
Der Libanon wurde am 26. November 1941 unabhängig, vorher war er französisches Mandatsgebiet. Am 22. November 1943 fand die Wiedereinsetzung durch libanesische Amtsträger statt, dies ist zugleich auch der offizielle Unabhängigkeitstag. Wegen wirtschaftlicher Stabilität und politischer Neutralität (1949-1969) wurde der stark westlich bzw. französisch geprägte Libanon in den 1950er und 1960er Jahren auch als "Schweiz des Orients" bezeichnet.
Von Mitte der 1970er Jahre bis 1990 wurde das Land von einem Bürgerkrieg heimgesucht (siehe dazu: Libanesischer Bürgerkrieg). (Das Abkommen von Taif schuf erst 1989 die Grundlage für die Beendigung des Bürgerkrieges.)
1976 marschierten syrische Soldaten im Libanon ein.
1982 besetzte Israel den Süden des Landes mit seinen Truppen. Der Libanonfeldzug sollte die Präsenz und die Aktivität der PLO im Libanon beenden. 1985 richtete Isreal eine Schutzzone im Vorfeld der israelischen Grenze ein. Die israelische Armee zog sich erst am 24. Mai 2000 vollständig aus dem Libanon zurück.
Nach einem Autobombenanschlag am 14. Februar 2005 auf den ehemaligen langjährigen libanesischen Regierungschef Rafiq Hariri wuchs in der jüngsten Vergangenheit der Druck auf Syrien, seine Truppen aus dem Libanon zurückzuziehen. Insbesondere die USA und die libanesische Opposition machen Syrien indirekt für das Attentat verantwortlich. Auch Frankreich fordert von Syrien, dem Libanon die volle Souveränität zurückzugeben. Auch Teile der libanesischen Bevölkerung demonstrierten gegen die syrischen Truppen im Libanon. Die prosyrische Regierung unter Ministerpräsident Karami trat daraufhin am 28. Februar 2005 zurück.
Ende April 2005 verließen die letzten syrischen Soldaten den Libanon.
Politik
28. Februar
28. Februar
Der Libanon ist seit 1926 eine Republik. Die Verfassung von 1926 wurde zuletzt 1999 geändert. Parlament (Nationalversammlung) mit 128 Mitgliedern (je zur Hälfte Christen und Muslime), Wahl alle 4 Jahre.
Die drei höchsten Staatsämter sind Mitgliedern bestimmter religiöser Gruppen vorbehalten:
- Das Staatsoberhaupt muss maronitischer Christ sein,
- der Regierungschef muss sunnitischer Muslim sein,
- der Parlamentspräsident muss schiitischer Muslim sein,
- der Oberbefehlshaber der Armee muss Christ sein.
Die Wahl des Staatsoberhauptes erfolgt alle 6 Jahre durch das Parlament (keine unmittelbare Wiederwahl). Das Wahlrecht besteht ab 21 Jahre.
Verwaltung: 5 Provinzen
Staatsoberhaupt: Émile Lahoud, seit 1998
Regierungschef: Fouad El Sanioura , seit 2005
Parlamentspräsident: Nabih Berri seit 1999
Parteien:
FPM ,Free Patriotic Movement : Eine Bewegung,die seit 1990 gegen die syrische Besetzung des Landes Protestiert hatte und noch bis zum Abzug der syrischen Armee verboten war, ca. 16000 Verhaftung durch die syrische Besetzung und die Polizei mußte die Bewegung in Kauf nehmen.
Amal Bewegung: Pro syrische bewegung , hat auch gegen die Besetzung des Landes durch Israel gekämpft.
Politik und Wahlen seit 2000
2005
Wahl am 27. August / 3. September 2000:
- maronitische Christen 34 von 128 Sitzen (1996: 34),
- sunnitische Muslime 27 (27),
- schiitische Muslime 27 (27),
- Rum-orthodox 14 (14),
- Drusen 8 (8),
- Rum-melkitische Katholiken 8 (8),
- Armenisch-Orthodoxe 5 (5),
- Alawiten 2 (2),
- armenische Katholiken 1 (1),
- Protestanten 1 (1),
- Sonstige 1 (1)
Wahlen vom Frühjahr 2005:
128 Parlamentssitze verteilen sich auf:
- Die "Zukunftsbewegung" von Saad Al-Hariri (64 Sitze)
- Das schiitische Bündnis von Hisbollah und Amal (35 Sitze)
- Die "Patriotische Freiheitsbewegung" FPM von Michel Aoun (21 Sitze)
- 8 parteilose Abgeordnete
Diese Zuordnung der Parlamentarier zu einzelnen Gruppen entspricht nicht ihrer Parteizugehörigkeit. Aktuell sind im libanesischen Parlament mehr als ein Dutzend Parteien vertreten. Das exakte Wahlergebnis findet sich im CIA-Factbook (s. die Weblinks unten).
Am 14. Februar 2005 wird der ehemalige Ministerpräsident Rafiq Al-Hariri durch einen Anschlag getötet, bei dem mehrere Menschen ums Leben kommen. Der syrienfreundliche Präsident Lahoud konnte Ende 2004 sein abgelaufenes Mandat vom Parlament durch Verfassungsänderung um drei Jahre verlängern lassen. Dies führte rasch zum Rücktritt Al-Hariris, nachdem sich dieser darüberhinaus auch mit seiner Forderung nach einem Abzug der syrischen Truppen nicht durchsetzen konnte.
Der Tod Al-Hariris wurde zum Ausgangspunkt einer gefährlichen innenpolitischen Eskalation. Eine breite oppositionelle Bewegung fordert vehement den Rückzug der syrischen Truppen. Diese Bewegung stützt sich vor allem auf die Christen, Drusen und Sunniten, wird aber auch von nennenswerten Teilen der schiitischen Bevölkerung mitgetragen. Auch die USA und Frankreich machen seit Ende Februar immer mehr Druck auf Syrien. Es wird mit militärischen Aktionen gedroht, vielmehr steht eine derartige Drohung seit dem Irak-Krieg im Raum. Am 28. Februar tritt die syrienfreundliche libanesische Regierung zurück.
Syrien verständigte sich am 7. März mit dem Libanon seine Truppen als ersten Schritt bis zum Ende des Monats ins östliche Bekaa-Tal zurückzuziehen. Ende April waren dann bereits alle 14.000 syrischen Soldaten in ihre Heimat zurückgekehrt.
Seit der Ermordung Al-Hariris gibt es beinahe täglich Demonstrationen. Fast alle werden von oppositionellen Gruppen organisiert. Bei diesen Demonstrationen kamen Zehntausende. Am 8. März rief die syrienfreundliche Hisbollah zu einer Demonstration auf, um gegen die UN-Resolution 1559 (die eine Entwaffnung dieser Gruppe fordert) zu protestieren. Viele Teilnehmer an der Demo dankten aber auch den Syrern und wandten sich gegen Feinde von außen (USA, Israel).
An diesem 8. März kamen ca. 500.000 Menschen - davon eine nennenswerte Zahl von Syrern und palästinensischen Flüchtlingen. Dies gab der prosyrischen Fraktion genug Kraft, um den wenige Tage zuvor zurückgetretenen Premier Karame am 10. März neuerlich mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Am 14. März versammelten sich bei einer weiteren Demo der Opposition 800.000 Menschen im Zentrum Beiruts.
Nachdem Karame letztlich doch scheiterte, wird Najib Mikati am 15. April Ministerpräsident einer Übergangsregierung. Im Juni fanden Parlamentswahlen statt. Sie wurden von Saad Al-Hariri "Zukunftsbewegung" gewonnen (detailliertes Ergebnis s. oben). Saad Al-Hariri ist der Sohn des ermordeten Rafiq Al-Hariri.
Ende Juli einigte man sich auf eine Regierung. Ihr gehören erstmals Minister der Hisbollah an. Michel Aouns Bewegung FPM (Free Patriotic Movement), der seit 1990 gegen die Syrische Besetzung friedlich gekämpft und demonstriert hat, stellt jedoch keine Minister. Dies ist ein wenig überraschend, da die Zukunftsbewegung eine Regierung der nationalen Einheit bilden wollte. Detailliertere Infos: s. Weblinks
Einreisebestimmungen
Für die Einreise in den Libanon benötigt man ein Visum, das vor der Reise oder am Tag der Einreise am Beiruter Flughafen beantragt werden muss. Der Reisepass muss bei der Abreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Reisende, die sich zuvor in Israel aufgehalten haben, werden, wenn dieses aus dem Reisedokument ersichtlich ist (Einreisestempel o. ä.), regelmäßig an der Grenze zurückgewiesen, auch wenn bereits ein Visum erteilt wurde.
Deutsch-libanesische Doppelstaater und Doppelstaater anderer arabischer Herkunft riskieren zusätzlich eine Festnahme, da für diesen Personenkreis ein Israel-Aufenthalt einen Straftatbestand darstellt. Ein direkter Grenzübertritt von Israel nach Libanon oder umgekehrt ist nicht möglich, da die Grenze zwischen Israel und Libanon geschlossen ist. (Auswärtiges Amt, 5. Oktober 2004, [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=5&land_id=94 mehr])
Bei Einreise aus Syrien wird ein einmonatiges, kostenloses Touristen-Visum an der Grenze erteilt. (Stand, Mai 2005)
Wirtschaft
Währung
:1 Libanesisches Pfund, Kürzel L£ oder LBP (ISOcode) = 100 Piaster; 1 US-$ = 1.503 L£ (fester Wechselkurs); 1 € = 1.809 L£
:Überall wird US-Dollar (USD), der im Land Zweitwährung ist, angenommen. Es kommt vor, dass man in Dollar zahlt und in Pfund herausbekommt und umgekehrt.
Import
:18,2 % Ernährungsgüter, 21,8 % Maschinen und Elektroausrüstung, 8,9 % Transportmittel, 12,0 % chem. Erzeugnisse, 17,6 % mineralische Rohstoffe, 6,1 % Metalle und Metallprodukte, 5,7 % Textilien, 6,8 % Edel- und Halbedelsteine
Export
:18,8 % Ernährungsgüter, 17,8 % Schmuckwaren, 14,9 % chem. Erzeugnisse, 10,5 % Maschinen und Elektrogeräte, 8,8 % Metalle und Metallprodukte, 7,4 % Papier und -produkte.
Das strenge Bankgeheimnis des Libanon bringt ihm auch den Beinamen "Schweiz des Ostens" ein.
Kultur
siehe: Libanesische Küche
Feiertage
- Nationalfeiertag: 22. November, Tag der Unabhängigkeit von Frankreich (1943)
Weitere Themen
- Liste der Städte im Libanon
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=94 Reiseinformationen und Warnungen des Auswärtigen Amtes]
- [http://www.BloggingBeirut.com Blogging Beirut - Foto, Video, Audio und Text]
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/le.html CIA-Factbook]
- [http://photos.eisenbach.at/reisen/libanon/ Libanon - Fotos und Reisetipps]
- [http://www.libanon.info/ Libanon - Allgemeine Informationen über Libanon]
- [http://www.nadir.org/nadir/initiativ/indykino-du/facing-reality facing-reality beirut : lebanese daily life stories. DokuFilm über die Situation in Libanon]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19565/1.html Libanon: die erste "Revolution" im Nahen Osten?]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20232/1.html Kritische Betrachtung des libanesischen Parteiensystems des Juni 2005]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20560/1.html Regierungsbildung im Libanon - Juli 2005]
- [http://www.Beirut-Reporter.de/ Nachrichten und Reportagen aus Libanons Hauptstadt Beirut - Audio, Foto, Text und Video]
- [http://http://www.lebaneseforces.de/ Lebanese Forces]
Literatur
H. Ostry: Die Kunst der Machtverteilung – der Libanon nach den Wahlen, in: KAS Auslandsinformationen, Amman (2005), S. 93
Kategorie:Staat
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Kategorie:Nahost
Kategorie:Mittelmeer
ja:レバノン
ko:레바논
ms:Lubnan
simple:Lebanon
th:ประเทศเลบานอน
zh-min-nan:Lebanon
Jordanien
Jordanien (arab.: الأُرْدُن al-Urdun) ist ein Staat in Vorder-Asien. Es grenzt an Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, Syrien, den Irak, Saudi-Arabien und das Rote Meer (Golf von Akaba, dort Seegrenze zu Ägypten).
Geographie
Landschaftsbild
Der sich in Nordsüdrichtung hinziehende 6 bis 20 km breite Jordangraben teilt das Land in Westjordanien und Ostjordanien. Auf den westjordanischen Landesteil hat Jordanien 1988 alle staatsrechtlichen Ansprüche aufgegeben.
Über dem Jordangraben steigen steil die Bergländer Ostjordaniens auf, die 1.000 bis 1.700 m Höhe erreichen. Sie gehen nach Nordost und Ost in die syrisch-arabischen Steppen und Wüsten über, die etwa ein Drittel der Landesfläche einnehmen. Der Nordwesten des Landes hat Mittelmeerklima mit Buschwald als natürlicher Vegetation, der Süden und Osten vorwiegend kontinentaltrockenes Wüsten- und Steppenklima.
Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Amman 1.217.924 Einwohner, Zarqa 890.000 Einwohner, Irbid 750.962 Einwohner, Ar-Rusayfah 261.843 Einwohner, Wadi as-Sir 193.613 Einwohner, Aqaba 101.769 Einwohner, Madaba 82.457 Einwohner und Al-Baq'ah 80.231 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Jordanien
Bevölkerung
Die Jordanier sind Araber, abgesehen von einer kleinen tscherkessischen, kurdischen und armenischen Minderheit von jeweils etwa einem Prozent der Bevölkerung. 86% bekennen sich zum sunnitischen Islam. Die Christen stellen etwa 11% der Bevölkerung da, die sich in folgende Konfessionen teilen: Syrische Christen (4,1% der Bevölkerung), assyrische Assyrer (2,9%), Orthodoxe Griechen (2%) und die armenischen Armenier (2%). 1,8% bilden noch alewitische Kurden und 0,2% sind Schiiten. Die restlichen 1% verteilen sich auf Mandäer, Zoroastrier, Baha'i und Yeziden.
Etwa die Hälfte der Bevölkerung kommt ursprünglich aus Palästina und wurde von dort vertrieben oder ist nach Jordanien geflohen. Die Palästineser sind in Jordanien jedoch im Gegensatz zu den meisten anderen Palästinensern in arabischen Staaten bis auf eine kleine Minderheit gut integriert. Die Palästinenser in Jordanien sind insofern ein Politikum, als Israel oft behauptet, es gebe bereits einen palästinensischen Staat, nämlich Jordanien, da die Palästinenser dort die Bevölkerungsmehrheit stellten.
Israel
Israel
Geschichte
Das Jordantal gehört zu den ersten Gebieten, in denen die Menschen vom Jagen und Sammeln zum Ackerbau übergingen. Aus dem dort seit Jahrtausenden geübten Sammeln (ältester Nachweis in der benachbarten Levante 17.000 v. Chr.) von Wildgetreide (Weizen und Gerste) entwickelte sich um 9.000 v. Chr. der Ackerbau. Die älteste bekannte Stadt der Welt Jericho (seit 8.000 v. Chr.) liegt unmittelbar im benachbarten Israel westlich des Jordan.
Um 9.000 v. Chr. wurden auch erstmals Mufflons und Bezoar-Ziegen domestiziert. Eines der ältesten Dörfer der Welt Ain-Ghazal wurde in Jordanien ausgegraben (7.500-5.500 v. Chr.).
Östlich des Jordan entstanden die Staaten (von Süd nach Nord) Edom, Moab, Ammon und Gilead und später das Reich der arabischen Nabatäer.
Das Staatsgebiet des heutigen Jordaniens kam schon in der Anfangsphase der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert unter die Herrschaft der Muslime und teilte seitdem die Geschichte mit Palästina und Syrien. Seit dem Untergang der Mamelucken von Ägypten 1517 war das Gebiet Teil des Osmanischen Reiches. Nachdem im 1. Weltkrieg britische und arabische Truppen unter Lawrence von Arabien die Osmanen vertrieben hatten, kam das Gebiet 1920 gegen den Willen der Bevölkerung als Mandat Palästina des Völkerbundes an Großbritannien. Dieses teilte das Land in Palästina westlich des Jordans und Transjordanien östlich des Jordan.
In Transjordanien wurde 1921 Abdallah ibn al-Hussain als Emir eingesetzt, der die Dynastie der Haschemiten begründete. Während des 2. Weltkriegs unterstützte Transjordanien Großbritannien und rückte 1941 mit der Arabischen Legion unter Glubb Pascha in den deutschfreundlichen Irak ein. 1945 war Transjordanien Gründungsmitglied der Arabischen Liga.
Am 25. Mai 1946 gab Großbritannien das Mandat des Völkerbundes über Transjordanien auf und Abdallah ibn Hussain wurde zum König von Jordanien ausgerufen. Während des 1. Palästinakrieges der Araber gegen Israel eroberte die jordanische Armee, die Arabische Legion, das zentrale Palästina und die Altstadt von Jerusalem. Nach dem Waffenstillstand mit Israel wurden die besetzten Gebiete 1950 annektiert. Nach der Ermordung Abdallas (1951) folgte sein Sohn Talal als König, bis dieser 1952 wegen Krankheit abgesetzt wurde. Nachfolger wurde sein Sohn Hussain II. (1952 - 1999).
Nach der Union zwischen Ägypten und Syrien (Vereinigte Arabische Republik) bildeten Jordanien und der Irak ein konservatives Gegenbündnis, das aber schon bald durch die Revolution im Irak 1958 zerbrach. Seit Mitte der 1960er Jahre verstärkten sich die Spannungen mit Israel u. a. wegen der Nutzung des Jordanwassers durch Israel und der Unterstützung der PLO durch Jordanien. Während des Sechstagekriegs im Juni 1967 wurde die Altstadt Jerusalems und das Westjordanland durch Israel erobert. Dies führte zu einer neuen Flüchtlingswelle von 400.000 Palästinensern nach Jordanien.
Seit 1970 kam es zu heftigen Kämpfen mit der PLO, die den Sturz Hussain II. anstrebten und von Syrien unterstützt wurden. Bis 1971 wurden die militärischen Organisationen der Palästinenser in Jordanien aber mit Hilfe der Beduinen, die loyal zu Hussain II. standen, zerschlagen (siehe Schwarzer September). Erst 1974 erkannte Jordanien die PLO als alleiniger Vertreter der Palästinenser an und verzichtete 1988 auf alle Ansprüche auf das Westjordanland zu Gunsten der PLO.
Während der Kuwaitkrise (1990-1991) versuchte Jordanien vergeblich, zwischen dem Irak und den Alliierten zu vermitteln und geriet dadurch in zunehmende politische Isolation. 1991 begann eine Demokratisierung mit der Aufhebung des Verbots aller politischer Parteien. 1994 wurde ein Frieden mit Israel geschlossen, wobei auch das Problem der Nutzung des Jordanwassers geregelt wurde. Nach dem Tod Hussain II. wurde Abdullah II. König von Jordanien. Er ist verheiratet mit Rania Al-Yasin.
Zur Dynastie siehe auch Haschemiten und Quraisch.
Außenpolitik
Jordanien gilt als einer der wichtigsten Verbündeten der USA, zu denen sich Jordanien um gute Bindungen bemüht, nicht nur in der arabischen Welt. Dies ist vermutlich der Hauptgrund weswegen die Terror Organisation Al-Kaida am Abend des 9.11.05 drei Selbstmord Attentäter in der Hauptstadt Amman, in vorwiegend von westlichen Touristen besuchten Hotels, in die Luft sprengen liesen. Zwischen 57 und 67 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.
Verwaltungsgliederung
Jordanien gliedert sich in zwölf Gouvernorate. Diese sind:
Ajlun, Al-Fuhais, Al-Balqa, Al-Karak, Al-Mafraq, Amman, Aqabah, At-Tafilah, Irbid, Jarash, Ma'an, Madaba und Zarqa.
Wirtschaft
Quraisch
- Landwirtschaft: Die Landwirtschaft macht ca. 6-7 % des Bruttosozialprodukts Jordaniens aus. Das trockene Klima und die Wasserknappheit in der Region beschränken die Möglichkeiten einer sinnvollen Landwirtschaft. Es wird künstlich bewässert.
- Industrie: Ca. 26 % des BSP. Hauptsächlich Bergbau: Jordanien ist ein bedeutender Phosphat-Produzent. Außerdem wird Pottasche exportiert. Es gibt keine nennenswerten Ölvorkommen. Ein Teil (17 %) der Energieversorgung kann jedoch durch Erdgas abgedeckt werden.
- Handel: Der Handelssektor war schwer von den UN-Sanktionen über den Irak getroffen, da der Irak vor dem Golfkrieg zwei Fünftel der gesamten Handelsübersicht Jordaniens ausmachte. Im Jahre 1997 unterzeichneten Jordanien und die Europäische Union (EU) eine Teilhaberschaftsvereinbarung, die den Weg für eine Freihandelszone bis zum Jahr 2010 ermöglicht. Dieses Abkommen, das Anfang 1999 in Kraft trat, soll auch die Vermittlungen für den Beitritt Jordaniens zur Welthandelsorganisation (WTO) beschleunigen. Im Jahre 1996 schlossen Jordanien und Ägypten eine Teilhaberschaftsvereinbarung, welche die bilateralen ökonomischen Mitarbeitsverträge regelte und beabsichtigte den Handel zu liberalisieren, indem sie eine Freihandelzone aufstellten. Zahlreiche Geschäftsprotokolle und Vereinbarungen sind mit dem Libanon, Syrien, dem Irak, dem Jemen, Saudi-Arabien, Bahrein, Tunesien, Ägypten, Marokko, Libyen und dem Sudan zustande gekommen.
- Mineralien: Jordaniens Rohstoffquellen sind knapp. Bis jetzt sind keine Mineralien außer Phosphate und Kali auf einer kommerziellen Ebene entdeckt und ausgenutzt worden. Jordanien rangiert allerdings unter den oberen drei Exporteuren in der Welt, die Phosphat ausführen. Es gibt zwei große Düngemittelfabriken im Land, eine jordanisch-indische sowie eine jordanisch-japanische Fabrik. 1997 machten allein 49,6 % der jordanischen Exporte die Minenindustrien aus. Die Exporte der industriegefertigten Güter stellten 47,5 % von den Gesamtexporten 1997 dar.
- Tourismus: Ca. 10 % des BSP und zweitwichtigste Devisenquelle. Obwohl in Jordanien selbst seit über 30 Jahren Frieden herrscht, reagieren die Touristenströme sehr empfindlich auf die politischen Entwicklungen im Nahen Osten. So blieb die von der jordanischen Regierung nach dem Friedensschluss mit Israel erhoffte "Friedensdividende" aus dem Tourismus bisher weitgehend aus. Das Land hat zum Teil einzigartige, obwohl nur wenig bekannte touristische Attraktionen zu bieten:
- Antike Stätten und archäologische Ausgrabungen, vor allem
- die Felsenstadt Petra,
- das antike Gerasa (Jerash)
- die Zitadelle von Amman
- die Mosaiken von Madaba
- die Kreuzfahrerburgen Shobeq und Kerak
- die byzantinische Kirche auf dem Berg Nebo
- das omaijadische Wüstenschloss Qasr Amra.
- Landschaften
- die Wüstenlandschaft von Wadi Rum
- das Tote Meer am tiefsten Punkt der Erde
- das Taucherparadies bei Akaba am Roten Meer mit den nördlichsten Korallenriffen der Welt
Kultur
Der Nationalfeiertag ist der 25. Mai.
Bekannt ist auch das Jerash Festival in jedem Sommer, bei dem Musiker aus vielen arabischen Nationen zusammenkommen.
Weblinks
- http://www.jordanienonline.de
- http://www.jordanien.com
- http://www.pervan.de/reiseberichte/reise.jsp?i=677
Literatur
Olaf Köndgen: Jordanien. München (1999), ISBN 3-406-39865-0
Kategorie:Staat
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Nahost
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th:ประเทศจอร์แดน
zh-min-nan:Jordan
Israelisch besetzte GebieteDie Israelisch besetzten Gebiete sind Flächen unter der Kontrolle der israelischen Armee, die nicht innerhalb der international anerkannten Grenzen des Staates liegen.
Gebiete unter israelischer Besatzung seit 1967
Die israelisch besetzten Gebiete umfassen heute die Golanhöhen (die völkerrechtlich zu Syrien gehören) sowie die palästinensischen Gebiete Westjordanland und Gazastreifen.
Die genannten Gegenden wurden von Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 erobert. Deswegen werden sie gelegentlich auch als 67er Gebiete bezeichnet. Zu den damals eroberten Landstrichen gehörte als weiteres "67er Gebiet" die Sinai-Halbinsel, die in der Folge eines Friedensvertrages 1982 an Ägypten zurückgegeben wurde.
Auch im Libanon hatte Israel von 1982 bis 2002 große Gebiete besetzt - zuletzt eine so genannte "Sicherheitszone" im Südlibanon; der Rückzug war im Mai 2002 abgeschlossen. Mit dem Libanon bestehen allerdings nach wie vor Grenzstreitigkeiten im Bereich der Schebaa-Farmen. Die Staatszugehörigkeit dieses 25 Quadratkilometer großen Gebiets am Fuß der Golanhöhen ist nicht eindeutig geklärt.
Die heutigen "Gebiete"
Die heute noch besetzten Landstriche im historischen Palästina werden in der israelischen Terminologie häufig einfach die Gebiete (auf englisch: the territories) genannt. Teilweise umfasst diese Bezeichnung auch die syrischen Golanhöhen. Um den israelischen Anspruch auf das Westjordanland zu untermauern, wird es in Israel (gerade im politisch rechten Spektrum) oftmals mit den alttestamentlichen Namen Judäa und Samaria bezeichnet. Die offizielle israelische Sprachregelung hingegen verwendet den Begriff der "umstrittenen Gebiete".
Vor 1967 war das Westjordanland von Jordanien annektiert, was den Bewohnern zumindest die vollen jordanischen Bürgerrechte brachte. Der Gazastreifen wurde von Ägypten nur verwaltet, den Menschen dort wurde jede Staatsbürgerschaft verweigert. Beide Staaten beanspruchen diese Gebiete nicht mehr; sie erkennen das Ziel der PLO an, die hier einen palästinensischen Staat schaffen will und die in Folge der Oslo-Abkommen in Ansätzen eine Verwaltung unter der palästinensischen Autonomiebehörde aufbauen konnte.
Faktisch sind die besetzten Gebiete aber bislang keineswegs autonom; vielmehr wurde die Selbstverwaltung in den letzten Jahren in Folge der Al-Aksa-Intifada durch Israel sogar wieder eingeschränkt.
Das israelische Kernland
Anders als die besetzten Gebiete ist das israelische Kernland durch eine Reihe von UNO-Resolutionen völkerrechtlich abgesichert, obwohl es sich dabei teilweise um Flächen handelt, die im ersten Palästinakrieg 1948 nach Gründung des Staates Israel und über die Anteile des UN-Teilungsplans hinaus erobert wurden. Dieses Staatsgebiet ist heute - außer von einer Reihe radikaler muslimischer Staaten - international anerkannt.
Es gibt allerdings palästinensische Strömungen, die davon ausgehen, die Befreiung Palästinas betreffe auch das israelische Kernland (zum Beispiel die Hamas und die PFLP). Nach dieser Auffassung soll "ganz Israel ins Mittelmeer geworfen werden". Vertreter dieser radikalen Auffassung sind anders als gemäßigtere Gruppierungen, z.B. Teilen der PLO, zu keinen Kompromissen und keinen Verhandlungen über die heute als "besetzt" geltenden Gebiete bereit.
Ehemalige besetzte Gebiete
Sinai
Zwei mal hielt Israel im 20. Jahrhundert die Halbinsel Sinai besetzt. 2 Jahre lang von 1956-1958 und 15 Jahre lang nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967-1982. Zu diesen Zeiten war das israelisch kontrollierte Gebiet viermal größer als zuvor.
Süd-Libanon
Von 1982-2000 hielt Israel im Süd-Libanon eine etwa 800 km² große sogenannte Sicherheitszone zum Schutz der nordisraelischen Bevölkerung vor Angriffen der Hisbollah.
Hauptartikel
- Nahostkonflikt
- Geschichte Israels
- Palästina
- Intifada
- Al-Aksa-Intifada
Besetzte Gebiete
Kategorie:Palästina
Kategorie:Geschichte (Ägypten)
Kategorie:Geschichte des Libanon
Kategorie:Syrien
Kategorie:Jordanien
Kategorie:Nahostkonflikt
Klimazone
Die Erde wird anhand verschiedener Klimabedingungen aufgrund unterschiedlich intensiver Sonneneinstrahlung in unterschiedliche Zonen eingeteilt, die sich vom Nordpol zum Äquator erstrecken – und auf der Südhalbkugel spiegebildlich verlaufen.
Einteilung
Es existieren zwei Arten von Einteilungen für die Klimazone, eine grobere, die die Klimazonen nach geografischen Kriterien aufteilt, und eine feinere, die die tatsächlichen Klimaverhältnisse (Temperatur, Niederschlagsmenge) berücksichtigt.
Einteilung nach geografischen Kriterien
Einteilung nach klimatischen Kriterien
- Kalte Zone: Gebiete, in denen die Mitteltemperatur im wärmsten Monat 10 Grad Celsius nicht erreicht.
- Eisklima
- Tundrenklima
- Gemäßigte Zone: Gebiete, in denen der wärmste Monat wärmer als 10 Grad Celsius ist, die Jahresmitteltemperatur jedoch unter 20 Grad Celsius liegt.
- Kaltgemäßigtes Klima
- Kühlgemäßigtes Klima
- Warmgemäßigtes Klima
- Subtropen: Gebiete mit einer Jahresmitteltemperatur über 20 Grad Celsius, jedoch einer Mitteltemperatur im kältesten Monat unter diesem Wert
- Tropen: Gebiete, in denen die Mitteltemperatur im kältesten Monat über 20 Grad Celsius liegt.
Die Grobeinteilung richtet sich in diesem Fall nach der Temperatur, es gibt jedoch auch andere Einteilungen, die die tatsächlichen Klimabedingungen aufgrund der atmosphärischen Zirkulation, der Meereszirkulation (Genetische Klassifikation), oder der Klimawirkungen (effektive Klassifikation: dominierende Vegetation, allgemeine ökologische Kriterien) besser erfassen. Beispiel hierfür ist der Vergleich von Niederschlagsmengen und Evapotranspiration, was zur einer Differenzierung in
- aride,
- semihumide und
- humide Klimate führt.
Es gibt hierbei keine beste oder generell zu bevorzugende Klassifikation der Klimazonen. Jede Art der Klassifikation hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile und diese können nur im Fall einer konkreten Anwendung in eine Richtung überwiegen. Geht man nur von den klimatischen Bedingungen aus, so bieten sich zur differenzierten Beschreibung lokaler Klimacharakteristika so genannte Klimadiagramme an.
Klimaklassifikationen – allgemeine Vorgehensweise
Alle Klimaklassifikationen versuchen, die regional sehr unterschiedlichen Klimate der Erde zusammenfassen und generalisiert wiederzugeben.
Die kleinsträumlichen Unterschiede müssen hierbei den großen Regelhaftigkeiten des Klimas weichen. Es werden ähnliche Klimate zu größeren Räumen aggregiert, die innerhalb von bestimmten Grenz- und Richtwerten der gleichen Klimaparameter (und damit ungefähr das gleiche Klima) aufweisen. Generell unterscheidet man genetische und effektive, zum Teil auch ökoklimatische, etc. Klimaklassifikationen.
Genetische Klimaklassifikationen stellen den Ursprung des Klimas, also deren Genese, in den Mittelpunkt. Räume gleicher Klimate werden also zum Beispiel nach der Kontinentalität bzw. Maritimität eines Teilraumes bestimmt. Zentrale Grundlage der genetischen Klimaklassifikationen ist die globale Windzirkulation. Eine frühe genetische Klimaklassifikation legte zum Beispiel Carl Troll vor.
Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger
Diese offiziellen in der Klimageographie verwendeten Klimaklassifikationen wurden von Wladimir Peter Köppen in dieser Art Einteilung entwickelt.
[…]
Siehe dazu auch Klimatologie, Klassifikation.
[…]
Die Zahlen geben die Reihenfolge in der Einordnung der Klassifizierung an.
Hauptgruppe
; A-Klimate : Tropische Regenklimate (kältester Monat < 18 °C).
; B-Klimate : Trockenklimate, (entweder mit Sommerregen, Regen ohne Periode oder Winterregen) mit hauptsächlicher Unterscheidung zwischen BS (Steppenklimate) und BW (Wüstenklimate).
; C-Klimate : Warmgemäßigte Regenklimate (kältester Monat zwischen 18 °C und −3 °C, wärmster Monat > 10 °C), mit ganzjährigen Niederschlägen, bzw. jahreszeitlich oder periodisch höher als in den B-Trockenklimaten.
; D-Klimate : Boreale Klimate, Schnee-Wald-Klimate, nur auf der Nordhalbkugel ausgebildet, kältester Monat < −3 °C und wärmster Monat > 10 °C.
; E-Klimate : kalte Klimate jenseits der Baumgrenze (polare, wie als auch Höhenbaumgrenze), mit häufig vorkommenden tundrenartigen Dauerfrostböden, wärmster Monat < 10 °C, mit Unterscheidung in EF (Ewiger Frost) und ET (Tundra).
Unterteilung nach dem Mengenverhältnis der Niederschläge
- w = wintertrocken, a) für die C- und D-Klimate im regenreichsten Monat der wärmeren Jahreszeit mehr als zehnmal soviel Niederschlag wie im regenärmsten Monat der kälteren Jahreszeit (Bsp.: Cw-Klimate), b) in der A-Klimate muss mindestens ein Monat mit weniger als 60 mm Niederschlag vorkommen um diese weitere Klassifikation zur Aw-Klimate zu bekommen.
- s = sommertrocken, a) bei der C- und D-Klimate muss der regenreichste Monat der kalten Jahreszeit hierfür mindestens dreimal soviel Niederschlag aufweisen wie der regenärmste Monat der warmen Jahreszeit in der jeweiligen Klimate), b) nur äußerst selten auch für die A-Klimate zutreffend, wenn der trockenste Monat im Verhältnis zum regenreichsten noch bis zu 30 mm Niederschlag aufweist, wird das „s“ erst an dritter Stelle neben „f“ gesetzt.
- f = steht dann für ausgesprochene Trockenzeit in der jeweiligen Klimate.
- m = Mittelform zwischen f und w im Bereich des tropischen Monsunklimas, Trockenzeit ist zwar vorhanden aber nur kurz und wenig effektiv.
Differenzierung der Sommerwärme und Winterkälte
- Gruppe für die C- und D-Klimate:
- a = Temperatur des wärmsten Monats > 22 °C
- b = wärmster Monat < 22 °C, aber noch mindestens 4 Monate > 10 °C
- c = nur 1 bis 4 Monate > 10 °C, kältester Monat > –38 °C
- d = bis zu 4 Monate > 10 °C, aber kältester Monat < –38 °C
- Gruppe für die B-Klimate:
- h = heiß (Jahresmitteltemperatur > 18 °C)
- k = winterkalt (Jahresmitteltemperatur < 18 °C, aber wärmster Monat > 18 °C)
- k' = wie k, jedoch auch wärmster Monat < 18 °C
- Dritte Gruppe:
- l = lau, alle Monate 10 °C bis 22 °C
- i = isotherm, die Differenz der extremen Monate < 5 °C
Weblinks
- [http://www.payer.de/entwicklung/entw02.htm allgemeiner, sehr umfassender Artikel zu den einzelnen Klimazonenklassifikationen]
- [http://www.klimakarte.de/ Einleitung zur genetischen Klimazonenklassifikation]
- [http://www.wetter-und-klima.de/klimadiagramme/welt.htm Klimadiagramme]
- [http://www.tu-berlin.de/~kehl/project/lv-twk/05-intro-4-twk.htm Vegetationsökologie von Klimazonen]
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