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Kalifornischer Goldrausch

Kalifornischer Goldrausch

Während des kalifornischen Goldrauschs (1848 - 1854) suchten Tausende ihr Glück als Goldgräber in Kalifornien. Am 24. Januar 1848 entdeckt James W. Marshall auf der Ranch des Deutsch-Schweizers Johann August Sutter den ersten Goldnugget. Da die Arbeiter der Ranch trotz der entsprechenden Anweisung Sutters den Fund ausplaudern, drängen schon bald die ersten Menschen aus Kalifornien zu den Goldfeldern. Zur nationalen Völkerwanderung entwickelt sich der Goldrausch nach einer Ansprache von Präsident James K. Polk vor dem Kongress am 5. Dezember 1848. Polk nutzt die Goldfunde, um den 1846/47 geführten amerikanisch-mexikanischen Krieg um Kalifornien zu rechtfertigen. Damit waren die Goldfunde in Kalifornien offiziell bestätigt. In der Folge ziehen in den nächsten Jahren mehrere hunderttausend Menschen nach Kalifornien, um ihr Glück zu suchen. Zwischen 1848 und 1852 wächst San Francisco von 14.000 auf 230.000 Einwohner. Die Abwanderung in anderen Landesteilen hat zum Teil tiefgreifende Auswirkungen auf die dortigen Unternehmen: Eine kalifornische Zeitung muss ihr Erscheinen einstellen, weil sie keine Arbeiter mehr hat, Dutzende Schiffe bleiben vor San Francisco liegen, weil die Matrosen sofort nach der Ankunft zu den Goldfeldern ziehen. Einige wenige Goldgräber werden wirklich reich, die meisten jedoch nicht und diejenigen, die wirklich Gold finden, verspielen es oft oder müssen für einfache Güter Wucherpreise zahlen. So kostet 1849 ein Ei einen Dollar, alte Zeitungen können für 10 Dollar pro Stück verkauft werden und Geld wird für 5% pro Woche verliehen. Händler und Kaufleute gehören daher zu den Gewinnern des Goldrauschs. Die unkontrollierte Zuwanderung von Menschen verursacht auch große Probleme: Von 1849-1851 brennt San Francisco sechs Mal. Die hygienischen Zustände sind katastrophal, Flöhe und Ratten breiten sich aus. Im Winter 1851 bricht eine Choleraepidemie aus. Vor dem Goldrausch lebten über 150.000 Indianer auf dem Gebiet des späteren Bundesstaates. Bis 1870 waren nur noch 31.000 übrig geblieben. Über 60% waren an Krankheiten gestorben, die Goldsucher mitgebracht hatten. Zahllose Indianer wurden von ihrem Land vertrieben und massakriert. Auf Skalps von Indianern wurden Prämien ausgesetzt, Kinder von Indianern wie Sklaven verkauft. Bei der Gewinnung von Gold wurden über 7.000 Tonnen Quecksilber freigesetzt, die Flüsse und Seen vergifteten. Durch seinen Reichtum und wegen seiner stark gewachsenen Bevölkerung wird Kalifornien am 18. Oktober 1850 als 31. Staat in die Union (USA) aufgenommen. Ab 1854 wird der Goldabbau industriell im großen Maßstab betrieben. Damit ist die Zeit der privaten Goldgräber vorbei. Weder Sutter noch Marshall konnten vom Gold profitieren: Marshall starb völlig mittellos, Sutter verlor den größten Teil seines riesigen Besitzes, der einmal weite Teile Kaliforniens umfasste. Siehe auch: Goldrausch Forty-Niners

Überlieferung

Der Westschweizer Autor Blaise Cendrars erzählt die Geschichte von Johann August Sutter in seinem Roman L'or (Das Gold). Eine weitere Erzählung über Sutter und den Goldrausch findet sich bei Stefan Zweig in seinem Buch Sternstunden der Menschheit.

Weblinks


- http://www.kalifornien-tour.de/gc.htm
- http://www.malakoff.com/goldcountry/index.htm
- http://www.1849.org Kategorie:Geschichte der USA Kategorie:Kalifornien Kategorie:Gold

1848

Ereignisse


- 24. Januar: Erster Goldfund in Kalifornien, Auslöser des kalifornischen Goldrauschs

Politik


- 20. Januar: Dänemark. König Friedrich VII. verkündet die Einführung der parlamentarischen Monarchie
- 24. Februar: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest
- 24. Februar: Absetzung des französischen Königs Louis-Philippe von Orléans in der Februarrevolution 1848. Zum zweiten Mal wird die Republik ausgerufen
- März: Märzrevolutionen in Deutschland und anderen europäischen Staaten (siehe auch Forty-Eighters)
- 18. März: Angriff der Kavallerie auf das Volk vor dem Berliner Schloss
- 19. März: Barrikadenbau an der Neuen Königsstraße in Berlin
- 19. März: Straßenschlachten in Berlin. 187 Tote
- 21. März: König Friedrich Wilhelm IV. reitet hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Berlin
- 22. März: Aufbewahrung der Särge gefallener Berliner auf den Stufen des Domes
- 30. März: Einzug des Vorparlaments in die Frankfurter Paulskirche
- 5. April: Brand des Schlosses Waldenburg
- 12. April: Friedrich Hecker und Gustav Struve rufen in Baden die Republik aus
- 18. Mai: Eröffnung des ersten gesamtdeutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche
- 4. Juni: Gründung der ersten deutschen Reichsmarine
- 14. Juni: Sturm auf das Berliner Zeughaus
- 14. Juni: Die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine
- 11. Juli: Einzug des Reichsverwesers Erzherzog Johann in Frankfurt
- 12. September: Die Schweiz konstituiert sich als parlamentarischer Bundesstaat
- 18. September: Angriff der Republikaner auf das in der Frankfurter Paulskirche tagende National-Parlament
- 6. Oktober: Der Wiener Oktoberaufstand 1848 bricht los, als Truppenteile meutern
- 16. Oktober: Berliner Bürgerwehr schießt auf aufständische Arbeiter
- 14. November: Gewaltsame Auflösung der preußischen Nationalversammlung
- 16. November: Erste Bundesratswahlen in der Schweiz und Jonas Furrer wird erster Bundespräsident
- 2. Dezember: Franz Joseph I. wird Kaiser von Österreich
- 28. Dezember: Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt
- Die zweite französische Republik wird gegründet
- Nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg (1846–1848) verliert Mexiko rund ein Drittel seines Staatgebiets (Kalifornien, New Mexiko, Arizona, Nevada, Utah sowie Teile von Colorado, Wyoming und Kansas) an die USA

Wirtschaft


- Der Münchener Bierkrieg. Bürger wehren sich gegen überhöhte Bierpreise : Um die Jahrhundertwende entstanden regional immer wieder Zwistigkeiten um Bierpreise, Verbreitung von Bier und Ausschankgenehmigungen. Deshalb bezeichnet man solche „Ereignisse“ als „Bierkriege“, bei denen es darum ging, Preise zu definieren oder den Ausschank auswärtiger Biere zuzulassen.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 18. März: In Venedig wird die Oper „Allan Cameron“ von Giovanni Pacini im Teatro La Fenice uraufgeführt
- 16. Juni: Uraufführung der Oper L’Apparition von François Benoist in Paris
- 11. November: Uraufführung der komischen Oper Le Val d’Andorre von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 30. November: Uraufführung der Oper Poliuto von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel

Sport


- 2. April: Gründung des Deutschen Turnerbundes auf dem 1. Deutschen Turnertag in Hanau
- 1. Juli: Gründung des VfL Bochum 1848 e. V.

Geboren


- 16. Januar: Otto Techow, Architekt († 1919)
- 19. Januar: Matthew Webb, erster Mensch, der den Ärmelkanal durchschwamm († 1883)
- 27. Januar: Heihachiro Togo, japanischer Admiral († 1934)
- 5. Februar: Belle Starr, Räuberbraut († 1889)
- 5. Februar: Joris-Karl Huysmans, französischer Schriftsteller der Décadence († 1907)
- 16. Februar: Hugo de Vries, niederländischer Biologe († 1935)
- 22. Februar: Karl Grillenberger, Sozialdemokrat, Nürnberger Arbeiterführer († 1897)
- 25. Februar: Wilhelm II., König von Württemberg († 1921)
- 8. März: Karl von Amira, deutscher Rechtshistoriker († 1930)
- 19. März: Wyatt Earp, Revolvermann im Wilden Westen († 1929)
- 4. April: Hermann Fürst von Hatzfeldt, preußischer Politiker und Beamter († 1933)
- 8. April: Josef Schantl, Musiker, Hornist († 1902)
- 9. April: Helene Lange, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin († 1930)
- 13. April: Oskar Lenz, deutsch-österreichischer Afrikaforscher, Mineraloge und Geologe († 1925)
- 20. April: Kurd Laßwitz, deutscher Science-Fiction-Autor († 1910)
- 21. April: Carl Stumpf, Philosoph und Psychologe († 1936)
- 27. April: Johann Desch, deutscher Kleiderfabrikant († 1920)
- 27. April: Otto I. (Bayern), König von Bayern († 1916)
- 3. Mai: Otto Bütschli, deutscher Zoologe († 1920)
- 11. Mai: Wilhelm Windelband, deutscher Philosoph († 1915)
- 14. Mai: Wilhelm Merton, Gründer der Metallgesellschaft in Frankfurt am Main († 1916)
- 15. Mai: Carl Wernicke, deutscher Psychiater († 1905)
- 17. Mai: Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin († 1931)
- 22. Mai: Fritz von Uhde, deutscher Maler († 1911)
- 23. Mai: Ernst von Ihne, deutscher Architekt und Baumeister († 1917)
- 23. Mai: Otto Lilienthal, deutscher Pionier des Gleit- und Muskelkraftflugs († 1896)
- 25. Mai: Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, preußischer General († 1916)
- 7. Juni: Paul Gauguin, französischer Maler († 1903)
- 8. Juni: Johann Focke, Syndicus des Bremer Senats und Museumsgründer († 1922)
- 26. Juni: Henri Lioret, französischer Uhrmacher und Erfinder († 1905)
- 3. Juli: Lothar von Trotha, deutscher General der Infanterie († 1920)
- 15. Juli: Vilfredo Pareto, italienischer Soziologe († 1923)
- 25. Juli: Arthur Balfour, 1. Earl of Balfour, britischer Premierminister († 1930)
- 27. Juli: Loránd Eötvös, ungarischer Kultus- und Unterrichtsminister († 1919)
- 19. August: Gustave Caillebotte, französischer Maler und Kunstsammler († 1894)
- 21. August: Paul Pierre Henry, französischer Optiker und Astronom († 1905)
- 21. August: Max Liebermann von Sonnenberg, deutscher Offizier, Abgeordneter und Publizist († 1911)
- 30. August: Gustav Haarmann, deutscher Politiker († 1911)
- 1. September: Auguste Forel, Psychiater und Entomologe († 1931)
- 4. September: Heinrich Bruns, deutscher Mathematiker und Astronom († 1919)
- 7. September: Berta Behrens, deutsche Schriftstellerin († 1912)
- 14. September: Adolf Albin, Schachmeister und Theoretiker aus Rumänien († 1920)
- 5. Oktober: Alexander Kisch, Rabbiner († 1917)
- 5. Oktober: Guido von List, okkulter Autor und Begründer der Ariosophie († 1919)
- 25. Oktober: Karl Emil Franzos, österreichischer Novellist, Publizist, Romancier und Herausgeber († 1904)
- 30. Oktober: Sinowi Petrowitsch Roschestwenski, russischer Admiral († 1909)
- 1. November: Jules Bastien-Lepage, französischer Maler († 1884)
- 8. November: Gottlob Frege, deutscher Mathematiker, Logiker und Philosoph († 1925)
- 11. November: Hans Delbrück, deutscher Historiker und Politiker († 1929)
- 12. November: Eduard Müller, von Nidau BE, schweizerischer Politiker († 1919)
- 27. November: Henry Augustus Rowland, Physiker († 1901)
- 6. Dezember: Johann Palisa, österreichischer Astronom († 1925)
- 9. Dezember: Gabriel von Seidl, deutscher Architekt und Vertreter des Historismus († 1913)
- 22. Dezember: Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe († 1931)

Gestorben


- 7. Januar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller (
- 1776)
- 9. Januar: Caroline Herschel, deutsche Astronomin (
- 1750)
- 12. Januar: Karl Friedrich von dem Knesebeck, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1768)
- 20. Januar: Christian VIII. (Dänemark), König von Dänemark (
- 1786)
- 21. Januar: John Vincent, britischer General (
- 1764)
- 29. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist (
- 1776)
- 23. Februar: John Q. Adams, US-amerikanischer Politiker, 6. Präsident der USA (
- 1767)
- 23. Februar: Wilhelmine Reichard, erste Ballonfahrerin Deutschlands (
- 1788)
- 3. März: Heinrich Olivier, deutscher Maler (
- 1783)
- 29. März: Carl Amandus Kühn, deutscher Geologe und Verfechter des Neptunismus (
- 1783)
- 29. März: Johann Jakob Astor, reichster Mann seiner Zeit in Amerika (
- 1763)
- 8. April: Gaetano Donizetti, italienischer Komponist (
- 1797)
- 11. April: Louis Adam, französischer Komponist und Klaviervirtuose (
- 1758)
- 3. Mai: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1770)
- 10. Mai: Caspar von Geismar, rettete die Stadt Weimar vor Zerstörung und Plünderung durch die abziehenden Truppen Napoleons. (
- 1783)
- 21. Mai: Feliks Janiewicz, polinischer Komponist und Violinist (
- 1762)
- 24. Mai: Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Schriftstellerin (
- 1797)
- 27. Juni: Heinrich Zschokke, deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Pädagoge und Politiker (
- 1771)
- 4. Juli: François-René de Chateaubriand, französischer Schriftsteller und Diplomat (
- 1768)
- 6. Juli: Karl Godulla, deutscher Großindustrieller (
- 1781)
- 2. August: Frederick Marryat, englischer Marineoffizier und Schriftsteller (
- 1792)
- 5. August: Niccolo Vaccai, italienischer Komponist (
- 1790)
- 7. August: Jöns Jakob Berzelius, schwedischer Chemiker (
- 1779)
- 12. August: George Stephenson, britischer Ingenieur (
- 1781)
- 22. September: James Dunlop, Astronom (
- 1793)
- 4. Oktober: Peter Friedrich Engstfeld, Organist und Kirchenlieddichter (
- 1793)
- 9. November: Robert Blum, deutscher Politiker der Märzrevolution (
- 1807)
- 10. November: Ibrahim Pascha, ägyptischer General (
- 1789)
- 14. November: Ludwig Schwanthaler, deutscher Bildhauer (
- 1802)
- 24. November: William Lamb, 2. Viscount Melbourne, britischer Innenminister und Premierminister (
- 1779)
- 18. Dezember: Bernard Bolzano, Philosoph, Theologe und Mathematiker (
- 1781)
- 19. Dezember: Emily Brontë, britische Schriftstellerin (
- 1818)
- 30. Dezember: Peter Leopold Kaiser, Bischof von Mainz (
- 1788) ko:1848년 nb:1848 simple:1848

Gold

Gold (von indogermanisch ghel: glänzend, (gelb) ) ist ein chemisches Element und ein so genanntes Edelmetall, das chemische Kürzel Au für Gold ist auf die lateinische Bezeichnung Aurum zurückzuführen. Gold besteht aus nur einem stabilen Isotop. Das Schwermetall ist weich wie Zinn und von bemerkenswerter Farbigkeit. Es wird von Säuren im Allgemeinen nicht angegriffen; eine Ausnahme bildet das Säuregemisch „Königswasser“, eine Mischung aus Salzsäure und Salpetersäure. In wässrigen Cyanidlösungen ist Gold leicht unter Aufnahme von Sauerstoff als Komplexverbindung löslich. In sauren hydrothermalen Lösungen ist Gold relativ gut physikalisch löslich. Des Weiteren löst es sich leicht in vielen Metallen zu Legierungen. Einige der ungewöhnlichen Eigenschaften wie die goldgelbe Farbe und hohe Duktilität, lassen sich nach neueren Berechnungen am besten mit dem relativistischen Effekt erklären. Gold wird seit Jahrtausenden für Schmuck und in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel verwendet. Es gehört zu den Münzmetallen.

Goldsynthese

Gold entsteht bei Kernverschmelzungsprozessen in Supernovae. Die seit Mitte des 20. Jahrhunderts von Menschenhand initiierten Kernverschmelzungs- und -spaltungsprozesse bestätigen die Machbarkeit des langgehegten Traumes der Alchimisten. Die Ausführung der Goldsynthese ist jedoch in Anbetracht der Ausbeute und Kosten vollkommen unwirtschaftlich. So bezeichnet die Gewinnung von Gold eigentlich das Konzentrieren der natürlichen Vorkommen.

Gold als Mineral

Gold kommt in der Natur als gediegenes Mineral vor. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem, hat eine Härte von 2,5 bis 3, eine sattgelbe Farbe, die entsprechend als "goldgelb" bekannt ist, und ebensolche Strichfarbe. In feiner Verteilung ist es je nach Korngröße gelblich, ockerbraun bis purpurviolett und wird dann als Goldpurpur bezeichnet. Mit zunehmender Temperatur verliert Feingold an Farbintensität und ist hellgelb glühend, bevor es schmilzt. Das geschmolzene Metall ist zitronengelb, leicht grünlich und erhält seine intensive gelborange Farbe erst wieder, wenn es vollständig abgekühlt ist. Beimengungen von Kupfer lassen es rosa oder rötlich erscheinen, senken die Schmelztemperatur und steigern zugleich Härte, Festigkeit und Polierbarkeit beträchtlich. Steigende Silberanteile verändern die Farbe des reinen Goldes über hellgelb nach hellgrün und schließlich zu weiß; Schmelztemperatur und Härte verändern sich dabei nur sehr wenig. Die meisten Metalle, so auch die bekannten Platinmetalle, Quecksilber und die Eisenmetalle führen als Beimischungen dagegen in steigenden Anteilen zu einer Entfärbung in Form einer eher schmutziggelbgrauen bis grauweißen Legierung. Zugleich tragen sie aber auch zu einer erheblich größeren Härte und Festigkeit bei. Da Gold ein relativ reaktionsträges Element ist, behält es gewöhnlich seinen Glanz und Farbe und ist daher in der Natur leicht zu erkennen. Es wird manchmal mit Quarz vergesellschaftet in Hydrothermaladern gefunden, zuweilen auch zusammen mit Kupfererzen. Verwitterung und Erosion goldhaltiger Gesteine führen oft zur Ablagerung des relativ schweren Metalls am Boden fließender Gewässer. Dies kann zu relativ ausgedehnten Lagerstätten führen, die aus jedem geologischen Zeitalter stammen können. Der Bestandteil an der Erdkruste ist mit etwa 0,01 ppm (entsprechend 0,000001 Prozent) extrem gering. Aufgrund des hohen Preises, der für echtes Gold gezahlt wird, lohnt sich die Ausbeutung jedoch schon bei relativ niedrigem Goldgehalt.

Vorkommen

Die Vorkommen sind über die ganze Welt verstreut; circa 40 Prozent des heute bergmännisch geförderten Golderzes kommen aus den USA, Südafrika und Australien. Bisher wurden etwa 2/3 der bekannten Goldvorräte ausgebeutet. Die jährliche Förderung beträgt heute etwa 2300 Tonnen, etwa hundertmal mehr als im letzten Jahrhundert. Dies ist insbesondere auf die Verbesserung der Fördertechnik zurückzuführen, die wiederum durch die große Nachfrage nach Gold getrieben wurde. Inzwischen lohnt sich der Abbau von Gestein, das nur ein Gramm Gold pro Tonne Gestein enthält. So wurden auch alte Abraumhalden mittels neuer verfeinerter Goldgewinnungsmethoden nochmals ausgebeutet. Bedeutende Goldmengen fallen bei der Raffination anderer Metalle, wie Kupfer, Nickel oder der anderen Edelmetalle an, so dass unter Umständen erst diese "Verunreinigungen" ein Vorkommen interessant machen. In kleinen Mengen kommt Gold auch in Deutschland vor. So kann man zum Beispiel in Theuern im Thüringer Wald noch heute Gold waschen. Auch auf den Geröllbänken des Hoch- und Oberrheines wie beispielsweise bei Istein finden sich geringe Mengen, insbesondere Flitter. Deutschlands größte Goldlagerstätte mit historischem Goldbergwerk befindet sich im nordhessischen Korbach. Des weiteren sind in den Klärschlämmen der Städte bemerkenswerte Goldspuren enthalten, die von der Nutzung, Verarbeitung und Verschleiß von Goldlegierungen, (Abrieb von Zahnfüllungen, Schmuckkettenglieder, Verlust, etc.) stammen. Klärschlämmen In Europa sind die rumänischen Golderzvorkommen heute von wirtschaftlicher Bedeutung. Fast alle europäischen Flüsse führen Spuren von Gold mit sich. Die größte verfügbare Goldreserve ist jedoch das Salzwasser der Ozeane, worin es in geringsten Konzentrationen als Chlorid-Komplex gelöst ist. Dieses gigantische Volumen im Kubikkilometer-Maßstab stellt eine nicht uninteressante Größe dar und übertrifft das bisher bergmännisch geförderte Gold bei weitem. Nach dem ersten Weltkrieg versuchten einige deutsche Forscher, dieses Gold unter anderem durch elektrolytische Verfahren zu gewinnen. Wegen Unwirtschaftlichkeit wurden diese Versuche allerdings eingestellt. Nicht zu vergessen ist eine wichtige Quelle des Edelmetalls die Wiederverwendung aus alten edelmetallhaltigen Materialien, wie Elektronikschrott, Galvanikschlämmen, Pigmenten, Filterstäuben, Schlacken, Dental- und Schmuckverarbeitungsabfälle. Das Angebot an Gold unterliegt starken Schwankungen, zum Beispiel ist die Balance von Angebot und Nachfrage auch durch spekulative Erscheinungen ständig in Bewegung. Auf internationale Entwicklungen zum Beispiel die Öffnung des Ostblocks, kriegerische Spannungen, aktuell die wirtschaftliche Entwicklung Asiens oder Änderung der Währungsparitäten zueinander, reagiert das Goldangebot/Nachfrage-Verhältnis dynamisch, zum Teil mit erheblichen Preisveränderungen.

Verwendung

Asien Gold dient in Form von Goldmünzen und Barrengold als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken der Welt eingelagert, auch wenn heute die Stabilität einer Währung nicht mehr auf der Deckung durch Goldreserven beruht. Eine natürliche Anwendung findet Gold darüberhinaus in der Schmuckindustrie, die es zu Ringen, Ketten, Armbändern und anderem Schmuck verarbeitet. Der Edelmetallgehalt wird durch die Repunze beglaubigt. Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und ästhetischen Qualitäten wird es in der Zahnheilkunde als Füll- oder Ersatzmaterial für kariöse Zähne eingesetzt. Auch die Elektronikindustrie setzt Gold aufgrund der Zuverlässigkeit der Eigenschaften, Korrosionsbeständigkeit und guten Verarbeitbarkeit ein: So werden Verbindungsdrähtchen zwischen Chips und ihren Gehäusebeinchen aus hochraffiniertem Feingold gefertigt, wobei sich beispielsweise ein Gramm des Edelmetalls problemlos zu einem Drähtchen von mehr als drei Kilometer Länge ausziehen lässt. Goldfolie, auch Blattgold genannt, wird seit der Antike verwendet. Hergestellt aus hochgoldhaltigen Legierungen, wird es dünner als die Wellenlänge des sichtbaren Lichtes gewalzt und geschlagen. Im Auflicht glänzt es goldgelb, im Gegenlicht scheint grünlich-blau die Lichtquelle durch und bildet auch das Schlagmuster des Metalls ab, weshalb es auch meistens auf einer entsprechend präparierten Unterlage aufgetragen wird. Verwendet wird es, um nichtmetallischen Gegenständen, hier Bilderrahmen, Büchern (Goldschnitt), Mobiliar, Figuren, Architekturelementen, Stuck, Ikonen etc., das Aussehen von echtem Gold zu verpassen. Gold reflektiert infrarote, rote und gelbe Wellenlängen des Lichts bedeutend besser als die energiereicheren blauen blauvioletten und ultravioletten Lichtstrahlen; deshalb werden wärmereflektierende Beschichtungen, Gläser, Optiken und Spiegel damit bedampft. Im Speisenbereich dient es in Form von Blattgold und Blattgoldflocken als Lebensmittelfarbe E 175 zum Vergolden von Speisen, zum Beispiel für Überzüge von Süßwaren und zur Verzierung von Pralinen, und in Getränken, zum Beispiel Goldwasser. Metallisches Gold gilt als ungiftig. Goldwasser Goldverbindungen können zum Teil sehr giftig wirken. Die farblosen Goldcyanide und die zitronengelbe Tetrachlorogoldsäure zählen dazu. Einige Goldsalze werden heilend zur Rheumatherapie eingesetzt. Goldinjektionen wurden früher gegen Rheuma verabreicht; in neuerer Zeit jedoch verdrängen preigünstigere Medikamente eine Behandlung mit Gold. Allerdings hat med. Gold nebenwirkungen - es schädigt die Leber, das Blut und die Nieren, bei unsachgemäßer, bzw. nicht ärztlich-kontrollierter Einnahme. Dekorativ findet Gold vielfältige Anwendungen, zum Beispiel in galvanischen Beschichtungen von Metallen und Kunststoffen. Auf Porzellanglasuren, Zahnersatzkeramiken und Glas lassen sich Goldpigmente einbrennen. Historisch war die Feuervergoldung von Metallen mit Hilfe der Gold-Quecksilber-Legierungen, so genannter Amalgame, nachweislich schon in der Antike die einzig brauchbare Methode, um dauerhafte Vergoldungen auf Silber, Bronze, oder anderen Unedelmetallen herzustellen. Diese Methode scheidet heute aufgrund der starken Giftwirkung der Quecksilberdämpfe aus. Die Feuervergoldung ist mittlerweile auf Grund gesetzlicher Bestimmungen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz auch zur Restaurierung verboten. Mit der Entwicklung galvanischer Vergoldungsbäder im späten 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert wurde dieser Bereich in den Möglichkeiten qualitativ erweitert und ersetzt. Goldpigmente wurden historisch in der Glasherstellung seit dem 16. Jahrhundert eingesetzt (Goldrubinglas), sind allerdings heute weitgehend durch preiswertere Verfahren ersetzt.

Geschichte

galvanischer galvanischer Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Dies liegt einerseits daran, dass Gold die auffallende gelbe Farbe zeigt, sehr oft gediegen, also als Element in der Natur vorkommt und nicht erst aus Erzen chemisch isoliert werden muss. Außerdem lässt sich Gold sehr gut mechanisch bearbeiten. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderaten Schmelztemperaturen und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv. Aufgrund seiner Farbigkeit, der Korrosionsbeständigkeit, der der Beständigkeit des Glanzes zugrunde liegt, und Seltenheit und auffallender Schwere, wurde es in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet. Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit. In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem Zweitem Jahrtausend vor Christus nachweisen. Es wurde etwa im Goldenen Hut von Schifferstadt oder der Himmelsscheibe von Nebra verarbeitet. Seit alters her war Gold in Europa, Asien und Afrika sehr begehrt. Die Fahrt der Argonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis stellt die wohl früheste dokumentierte weite Seefahrt der Griechen dar. Das Alte Testament spricht vom Goldenen Kalb, das sich die Israeliten als Götzenbild herstellten, während Moses die Zehn Gebote empfing, und vom Goldland Ophir. Die Gier nach Gold wurde zum Grund für Kriege und Eroberungszüge. Die Ägypter beuteten Vorkommen in Oberägypten und Nubien aus. Die Römer ihrerseits nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien, Rumänien und Germanien. Der Traum der Alchemisten des Mittelalters war die Herstellung von Gold. Auch in Südamerika und Mesoamerika begannen die Menschen schon früh mit der Goldgewinnung und Goldverarbeitung. So verfügten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des 1. Jahrtausends über eine hochentwickelte Kultur der Goldverarbeitung, die die Legierungsbildung (Tumbago und Vergoldung) einschloss. Für rituelle Zwecke wurden Gegenstände von mehreren Kilogramm Gold hergestellt. Die ersten Goldfunde in Mittel- und Südamerika lockten nach den Fahrten von Christoph Kolumbus europäische, insbesondere spanische Eroberer an, die die indigenen Kulturen zerstörten und das Gold in Galeonen nach Europa schafften. Spanien wurde so vorübergehend zur reichsten Nation Europas. Immer wieder lockten Goldfunde große Mengen an Abenteurern an. Im 19. Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen in die Fundgebiete großer Goldmengen. Beispiele sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 oder der Goldrausch 1897 am Klondike-River in Alaska. Auch in Australien und Südafrika kam es zum Goldrausch. Kaum einer der Goldsuchenden wurde jedoch durch bergmännischen Goldabbau oder Goldwäsche reich. In den 1920er Jahren versuchte der Chemiker Fritz Haber Gold aus Meerwasser zu gewinnen. Die durchschnittliche Ausbeute war mit 0,004 Milligramm Gold pro Tonne Meerwasser jedoch zu gering für eine wirtschaftliche Verwertung. Auch heute führt der schwankende Goldpreis oft zu sozialen Verwerfungen: So hat der fallende Goldpreis zu einer starken Verarmung der Bevölkerung in Afrika geführt, die von der Goldproduktion lebt. Im brasilianischen Amazonasraum ist der informelle Goldabbau durch Garimpeiros oft mit schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen verbunden. Mit kerntechnischen Methoden kann man Gold in der Goldsynthese prinzipiell auch künstlich herstellen.

Wert

Garimpeiro Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So bedeutet der Stempeleindruck "750" in Goldschmuck, dass das Metall 750 von 1000 Gewichtsanteilen reines Gold enthält. Die Reinheit kann aber auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,995. Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt, aber ein bestimmtes, unter dem Namen Gold Fixing in London bekanntes Verfahren, das 1919 erstmals angewandt wurde, ermöglicht die Herausgabe eines Goldpreises zweimal täglich.

Gold als Währung oder Währungsdeckung

Historisch wurde Gold als Währung eingesetzt. Eine Geldeinheit entsprach einer bestimmten Menge Gold. In Deutschland war während des Deutschen Reichs von 1871 bis 1918 das gesetzliche Zahlungsmittel die Goldmark, wobei einem Gramm Gold genau 4,20 Goldmark entsprachen. Dieses System konnte im Zuge des verlorenen ersten Weltkrieges und der damit verbundenen Reparationen nicht aufrecht erhalten werden. Siehe auch Goldwährungssystem Als Relikt aus dieser Zeit wird noch heute die Versicherungssumme und der Beitrag in der Gebäudeversicherung in Mark 1914 ausgedrückt und per Indexzahlen auf aktuelle Werte hochgerechnet. Lange Zeit entsprach in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Unze Gold 20,67 Dollar. Später, im Bretton-Woods-System wurde diese Äquivalenz auf 35 Dollar angehoben. Am 17. März 1968 wurde der Goldpreis gespalten und ein zweigliedriges System wurde eingeführt. Der eine Preis konnte sich frei dem Markt anpassen, der andere war fix. Am 21. Januar 1980 war der Preis auf einem Rekordhoch von 850 US-Dollar, am 21. Juni 1999 auf einem Tiefstand von 252,90 US-Dollar (London Fixing). Eine steigende Nachfrage ließ den Preis 2004 über die 420-Dollar-Marke ansteigen.Im Jahr 2005 stieg der Goldpreis weiter und erreichte im September mehr als 475 Dollar und im November mehr als 492 Dollar. Viele Experten erwarten, daß Inflationsängste in Euroland und den USA den Goldpreis weiter deutlich in die Höhe treiben werden. Wegen der Funktion von Gold als Währungsreserve war der Goldbesitz in den USA zeitweise verboten. Von 1933 bis 1975 waren nur Schmuck und Münzsammlungen erlaubt. Präsident Franklin D. Roosevelt konfiszierte Gold über Executive Order 6102 und Präsident Richard Nixon unterband, dass nichtamerikanische Nationalbanken Dollars zu einem fixen Preis gegen Gold wechseln konnten. Gold wird oft als langfristige Wertanlage angesehen. Dies gilt speziell in Zeiten von Hyperinflation. Jedoch kann der Goldpreis von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, etwa Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen, um Leerverkäufe zu provozieren, oder verkauft; die Goldproduktion wird hochgefahren. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf, die Goldproduktion wird heruntergefahren. Da Gold einen geringen Nutzwert hat und seine Produktion sich daher kaum dem Verbrauch anpassen muss, ist der Goldpreis sehr volatil, dass heißt, er schwankt auch innerhalb kurzer Zeiträume beträchtlich. Aus diesem Grund gilt Gold heute als ungeeignet zur Währungsdeckung, zumal mit wachsender Geldmenge als Gegenreaktion der Zentralbank auf die normalerweise sinkende Umlaufgeschwindigkeit auch die Goldmenge als Deckung ständig mitwachsen müsste. Dies funktioniert normalerweise nicht. Wenn das kompensierende Geldmengenwachstum durch Goldmangel gestoppt würde, wäre entweder eine Deflation wegen Mangel an Zahlungsmitteln die Folge oder das Abrücken von der Golddeckung. Letzteres ist wie oben beschrieben in der Geschichte mehrmals passiert.

Deflation durch Gold


- Die Deflation ab 1929 in Europa wurde vor allem dadurch ausgelöst, dass aufgrund zurückgegangener Goldreserven (es handelte sich nur um geliehenes Gold) dazugehörige Geldscheine eingezogen und nicht wieder ausgegeben wurden.
- Im Mittelalter wurde Gold als Währung direkt eingesetzt. Da es kaum Goldminen gab, wuchs die Goldmenge kaum an. Dies hatte zur Folge, dass Gold selbst immer mehr wert wurde, es entstand eine Dauerdeflation. Man vermutet, dass erst durch die Entdeckung Amerikas 1492 und durch das von dort nach Europa strömende Gold der Goldwert wieder sank und somit diese Dauerdeflation beendete.

Die Bezeichnung Gold

Mit Gold, welches für wertvoll und kostbar steht, bezeichnet man auch andere wertvolle Sachen. Meist wird ein Adjektiv davor gesetzt, wie zum Beispiel "Schwarzes Gold" für Öl. Beispiele:
- Schwarzes Gold - Öl, Kohle
- Weißes Gold - Marmor, Kochsalz, Kokain, Baumwolle, Porzellan, Elfenbein
- Blaues Gold - Trinkwasser (bes. in armen Gebieten)
- Rotes Gold - Wein
- Flüssiges Gold - Whisky
- Gold des Meeres (Meeresgold) - Korallen
- Gold des Nordens - Bernstein
- Ackergold - Kartoffel
- Katzengold - Pyrit

Siehe auch


- Gold/Tabellen und Grafiken
- Goldstandard
- Goldschmied
- Kupellation
- Kolloidales Gold

Weblinks

Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Gold Kategorie:Gruppe-11-Element Kategorie:Periode-6-Element Kategorie:Mineral Kategorie:Übergangsmetall Kategorie:Schwermetall ja:金 ms:Emas simple:Gold th:ทองคำ

24. Januar

Der 24. Januar (in Österreich: 24. Jänner) ist der 24. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 661 - Ali ibn Abi Talib erster Immam der Schiiten wird opfer eines atentats bei seinem gebet und stirbt.
- 1118 - Johannes von Gaeta wird zum Papst Gelasius II. gewählt.
- 1915 - Im Gefecht auf der Doggerbank zwischen der deutschen Marine und der Royal Navy sinkt der deutsche Panzerkreuzer SMS Blücher.
- 1945 - In Peenemünde wird eine geflügelte Version der A4/V2-Rakete die A4b erstmals erfolgreich gestartet. Sie soll die doppelte Reichweite der A4 erreichen, stürzt allerdings wegen eines Flügelbruchs vorzeitig ab. Es kommt zu keinem weiteren Start dieses Flugkörpers mehr.
- 1952 - Deutschland. Das Mutterschutzgesetz tritt in Kraft.
- 1953 - In Deutschland tritt das Gesetz zur Sicherung des Straßenverkehrs in Kraft.
- 1962 - Deutschland. 24 Bürger der DDR gelingt die Flucht durch einen Tunnel nach West-Berlin.
- 1970 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Pakistan
- 1986 - Voyager 2 erreicht Uranus.
- 2000 - Der Fernseh-Sender N24 nimmt den Sendebetrieb auf.
- 2000 - Razorblade Romance der Gruppe HIM, die erste CD mit Kopierschutz kommt auf den deutschen Markt.
- 2004 - Florian Gerster, der Chef der Bundesagentur für Arbeit wird aus seinem Amt entlassen. Ihm war Bestechlichkeit vorgeworfen worden.

Wirtschaft


- 1935 - In den USA bringt die Brauerei "G.Krueger Brewing.Co" in zusammenarbeit mit der "American Can Company" das erste Bier in Getränkedosen in Umlauf.
- 1945 - In Aachen erscheint mit den Aachener Nachrichten die erste deutsche Nachkriegszeitung.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1639 - Uraufführung der Oper Le nozze di Teti e di Peleo von Francesco Cavalli in Venedig.
- 1835 - Uraufführung der Oper I puritani (Die Puritaner) von Vincenzo Bellini am Théâtre-Italien in Paris.
- 1906 - Uraufführung der Oper Francesca da Rimini von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow im Bolschoi-Theater in Moskau.

Religion

Katastrophen


- 1966 - In den Alpen kommen sämtliche 177 Insassen einer Boeing 707 der Air India ums Leben, als die Maschine an einem Felsmassiv des Mont Blanc zerschellt.
- 1976 - Erdbeben bei Muradiye, Türkei, ca. 3.850 Tote

Sport

Geboren


- 76 - Hadrian, römischer Kaiser
- 1444 - Galeazzo Maria Sforza, Herzog von Mailand
- 1670 - William Congreve (Autor), englischer Dramatiker und Dichter
- 1679 - Christian Wolff, deutscher Universalgelehrter und Philosoph
- 1684 - Karl Alexander (Württemberg), Herzog von Württemberg
- 1705 - Farinelli, italienischer Sänger (Kastrat) des 18. Jahrhunderts
- 1712 - Friedrich II., der Große, preußischer König
- 1732 - Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, französischer Dramatiker
- 1733 - Benjamin Lincoln, US-amerikanischer General im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
- 1746 - Gustav III. von Schweden, König von Schweden
- 1749 - Charles James Fox, englischer Staatsmann und Redner
- 1768 - Friedrich Erhardt von Röder, preußischer Kavalleriegeneral
- 1776 - E. T. A. Hoffmann, deutscher Schriftsteller und Maler
- 1787 - Christian Ludwig Brehm, deutscher Pfarrer und Ornithologe
- 1792 - Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg, preußischer General der Kavallerie und Staatsmann
- 1816 - Friedrich Wilhelm Kritzinger (Theologe), deutscher Theologe, Pädagoge
- 1816 - Wilhelm Henzen, deutscher Archäologe
- 1826 - Friedrich Heinrich Julius Bötticher, Oberbürgermeister von Magdeburg
- 1829 - William Mason, US-amerikanischer Komponist
- 1831Fritz Eunicke, Ehrenbürger Wittenberg
- 1843 - Franziska Tiburtius, deutsche Ärztin und Frauenrechtlerin
- 1844 - Franziskus von Paula Schönborn, Kardinal und Erzbischof von Prag
- 1850 - Giuseppe Mori, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1850 - Hermann Ebbinghaus, deutscher Psychologe
- 1854 - Paul Natorp, Philosoph und Pädagoge
- 1862 - Edith Wharton, US-amerikanische Romanautorin
- 1863 - Fritz Jahn, Pastor, Leiter der Züllchower Anstalten
- 1864 - Marguerite Durand, französische Journalistin, Frauenrechtlerin, gest. 1936
- 1872 - Morris William Travers, englischer Chemiker
- 1880 - Alfred Merz, österreichisch-deutscher Meereskundler
- 1885 - Christian Ingerslev Baastrup, dänischer Radiologe
- 1886 - Henry King, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1888 - Ernst Heinkel, deutscher Ingenieur und Flugzeugkonstrukteur
- 1888 - Remshalden, deutscher Ingenieur und Luftfahrtpionier
- 1888 - Vicki Baum, österreichische Harfenistin und Schriftstellerin
- 1891 - Walter Model, Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1892 - Arkadi Dmitrijewitsch Schwezow, sowjetischer Triebwerkskonstrukteur
- 1892 - Konstantin Alexandrowitsch Fedin, russischer Schriftsteller und Schauspieler
- 1894 - Robert Jaffé, deutscher Politiker
- 1895 - Albin Zollinger, Schweizer Schriftsteller
- 1895 - Eugen Roth, deutscher Lyriker und Erzähler
- 1900 - René Guillot, französischer Jugendschriftsteller
- 1901 - A. M. Cassandre, Grafikdesigner, Typograf, Maler, Bühnenbildner und Lehrer
- 1901 - Willy Czernik, deutscher Operetten- und Filmkomponist
- 1902 - Oskar Morgenstern, Wirtschaftswissenschaftler
- 1903 - Louis de Wohl, deutscher Schriftsteller und Astrologe
- 1907 - Maurice Couve de Murville, französischer Politiker
- 1911 - C. L. Moore, Science Fiction und Fantasy Autorin
- 1913 - Norman Dello Joio, US-amerikanischer Komponist
- 1913 - Wolf von Niebelschütz, deutscher Schriftsteller und Historiker
- 1915 - Vitezslawa Kapralova, tschechische Komponistin, gest. 1940
- 1915 - Robert Motherwell, US-amerikanischer Maler
- 1916 - Rafael Caldera, venezolanischer Politiker und ehemaliger Staatspräsident des Landes
- 1917 - Ernest Borgnine, US-amerikanischer Schauspieler
- 1918 - Gottfried von Einem, österreichischer Komponist
- 1923 - Vlado Kristl, deutsch-kroatischer Filmkünstler
- 1924 - Maria Talchieff, US-amerikanische Tänzerin
- 1928 - Desmond Morris, Zoologe, Verhaltensforscher, Publizist und Künstler
- 1928 - Michel Serrault, französischer Schauspieler
- 1931 - Lars Valter Hörmander, schwedischer Mathematiker und Fields-Medaillenträger
- 1933 - Erwin Waldner, deutscher Fußballspieler
- 1935 - Herbert Stracke, deutscher Bauingenieur
- 1936 - Doug Kershaw, US-amerikanischer Musiker
- 1936 - Jack Scott, kanadische Sängerin
- 1938 - Arndt von Bohlen und Halbach, letzter Spross der Krupp-Dynastie
- 1939 - Jan Lichardus, deutsch-slowakischer Vorgeschichtsforscher
- 1939 - Joseph Vilsmaier, deutscher Filmregisseur
- 1939 - Karsten Schmidt, deutscher Jurist
- 1939 - Renate Garisch-Culmberger, deutsche Leichtathletin
- 1940 - Alois Glück, deutscher Politiker
- 1940 - Joachim Gauck, ist Pfarrer und Mitbegründer des Neuen Forums
- 1940 - Ray Stevens, US-amerikanische Musikerin
- 1941 - Michael Chapman, britischer Musiker
- 1941 - Neil Diamond, US-amerikanischer Sänger und Liedermacher
- 1942 - Ingo Friedrich, deutscher Politiker
- 1943 - Peter Struck, deutscher Politiker, MdB und Bundesverteidigungsminister
- 1943 - Sharon Tate, US-amerikanische Schauspielerin
- 1944 - Anita Pallenberg, italienische Schauspielerin und Modedesignerin
- 1944 - David Gerrold, US-amerikanischer Schriftsteller von Fantasy-Romanen
- 1944 - Klaus Nomi, Countertenor
- 1947 - Jim Rutledge, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Warren Zevon, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - John Belushi, US-amerikanischer Sänger und Filmschauspieler
- 1950 - Daniel Auteuil, französischer Schauspieler
- 1950 - Detlef Petersen, deutscher Musiker
- 1952 - Siegmund Ehrmann, deutscher Politiker
- 1954 - Jo Gartner, österreichischer Rennfahrer
- 1957 - Klaus Fiehe, deutscher Musiker und Musikjournalist
- 1957 - Ramón Martín Huerta, mexikanischer Politiker
- 1958 - Frank Ullrich, Biathlet und Bundestrainer der deutschen Biathleten
- 1959 - Nastassja Kinski, deutsche Schauspielerin
- 1961 - Christa Kinshofer, deutscher Skirennläuferin
- 1961 - Guido Buchwald, deutscher Profi-Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1961 - Karl-Heinz Smuda, deutscher Hörfunkjournalist
- 1961 - Wulf R. Halbach, Medien- und Kommunikationswissenschaftler
- 1962 - Zoë Haas, Schweizer Skirennläuferin
- 1964 - Carole Merle, französische Skirennläuferin
- 1968 - Mary Lou Retton, US-amerikanische Kunstturnerin und Olympiasiegerin
- 1972 - Beth Hart, Sängerin, Rock-
- 1972 - Muriel Baumeister, österreichische Schauspielerin
- 1977 - Michelle Hunziker, Schweizer Fernsehmoderatorin und Model
- 1982 - Claudia Heill, österreichische Judoka
- 1986 - Mischa Barton, englische Schauspielerin

Gestorben


- 41 - Caligula, römischer Kaiser (ermordet)
- 661 - Der Kalif Ali ibn Abi Talib ermordet
- 772 - Stephan III., Papst
- 863 - Karl, König von Burgund
- 1125 - David der Erbauer, georgischer König
- 1349 - Lucchino Visconti, Regent von Mailand Lucchino Visconti
- 1534 - Guillaume Briçonnet, Bischof
- 1595 - Ferdinand I. (Erzherzog von Österreich), Herrscher über Tirol
- 1639 - Georg Jenatsch, Schweizer Pfarrer und Politiker
- 1708 - Friedrich II., Landgraf von Hessen-Homburg
- 1791 - Etienne Falconet, französischer Bildhauer
- 1851 - Gaspare Spontini, italienischer Opernkomponist und -dirigent
- 1852 - Ján Kollár, Slowakischer Lyriker, Altertumsforscher und Sprachwissenschaftler
- 1873 - Johann Friedrich Christoph Bauer, deutscher Politiker
- 1877 - Johann Christian Poggendorff, deutscher Physiker
- 1879 - Heinrich Geißler, deutscher Physiker und Erfinder
- 1880 - Friedrich Feuerbach, Philologe und Philosoph
- 1883 - Friedrich von Flotow, deutscher Opernkomponist
- 1891 - Philipp Carl, deutscher Physiker
- 1904 - Friedrich I., Herzog von Anhalt
- 1914 - Sir David Gill, schottischer Astronom
- 1915 - Arthur Auwers, deutscher Astronom
- 1920 - Amedeo Modigliani, italienischer Maler und Bildhauer
- 1932 - Herbert Norkus, Hitlerjunge
- 1939 - Alexander Kanoldt, deutscher Maler
- 1939 - Maximilian Oskar Bircher-Benner, Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler
- 1947 - Felix Timmermans, belgischer Dichter und Maler
- 1948 - Arthur Liebehenschel, deutscher Nationalsozialist
- 1948 - Maria Mandel, Wächterinn im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
- 1956 - Oskar Karlweis, österreichischer Schauspieler
- 1960 - Edwin Fischer, Schweizer Pianist
- 1963 - Axel de Vries, deutscher Politiker
- 1965 - Winston Churchill, britischer Staatsmann und Premierminister
- 1966 - Homi Jehangir Bhabha, indischer Physiker
- 1969 - Theodor Spitta, deutscher Politiker
- 1970 - James Shepherd, US-amerikanischer Musiker
- 1971 - Hermann Matern, SED-Funktionär und Politiker der DDR
- 1971 - William Griffith Wilson, Mitbegründer der Anonyme Alkoholiker
- 1972 - Dino Buzzati, italienischer Schriftsteller
- 1972 - Gene Austin, US-amerikanischer Sänger
- 1975 - Larry Fine, US-amerikanischer Komiker und Schauspieler
- 1978 - Georges Speicher, französischer Radrennfahrer
- 1978 - Herta Oberheuser, Ärztin im KZ Ravensbrück
- 1979 - Hermann Hilber, deutscher Arzt und Medizinprofessor
- 1982 - Hans Schütz, deutscher Politiker
- 1983 - Adolf Mauk, deutscher Politiker und MdB
- 1983 - Juan Carlos Zabala, argentinischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1986 - Günther Kretzschmar, deutscher Komponist
- 1986 - Lafayette Ron Hubbard, US-amerikanischer Sektengründer
- 1986 - Leopold Szondi, ungarischer Mediziner und Psychologe
- 1989 - Siegfried Wischnewski, deutscher Schauspieler
- 1989 - Ted Bundy, US-amerikanischer Serienmörder
- 1993 - Karl Larenz, deutscher Zivilrechtler und Rechtsphilosoph
- 1993 - Thurgood Marshall, US-amerikanischer Jurist und Bürgerrechtler
- 2001 - Eduard Schütz, Baptistischer Theologe
- 2003 - Giovanni Agnelli, italienischer Unternehmer (Fiat)
- 2004 - Abd ar-Rahman Munif, arabischer Schriftsteller
- 2004 - Leonidas da Silva, brasilianischer Fußballer
- 2005 - June Bronhill, australische Opernsängerin
- 2005 - Vaclav Kubicka, ehemaliger Bundestrainer der deutschen Turner

Feier- und Gedenktage


- Namenstage: Arno, Eberhard, Franz, Vera, Milena
- Gedenktage:
  - Révolution vaudoise, Unabhängigkeit des Kanton Waadt 1798
- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Franz von Sales (katholisch, anglikanisch)
  - Vera von Clermont (katholisch)

Siehe auch


- 23. Januar - 25. Januar
- 24. Dezember - 24. Februar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0124 ja:1月24日 ko:1월 24일 simple:January 24 th:24 มกราคม

James W. Marshall

James Wilson Marshall (
- 8. Oktober 1810 in Lambertsville (New Jersey); † 1885 in Kelsey (Kalifornien)) fand den ersten Goldnugget in Kalifornien und löste damit einen Goldrausch aus. James W. Marshall errichtete im Cullomah Valley, an einem Seitenarm des American River, für den Schweizer Johann August Sutter eine Sägemühle und fand bei diesen Bauarbeiten den ersten Goldnugget. Man versuchte zuerst den Fund geheim zu halten, dies gelang aber nicht und darauf brach der Kalifornische Goldrausch aus. 1885 starb James W. Marshall völlig verarmt in Kelsey.

Weblinks


- [http://www.malakoff.com/grpmarsh.htm Leben von J.W. Marshall - englisch]
- [http://www.malakoff.com/marshall.htm Marshall erzählt - englisch]
- [http://www.malakoff.com/goldcountry/index.htm Das Goldcountry - englisch]
- [http://www.kalifornien-tour.de/gc.htm Das Goldcountry - deutsch] Marshall, James Wilson Marshall, James Wilson Marshall, James Wilson Marshall, James Wilson

Johann August Sutter

Johann August Sutter (
- 23. Februar 1803 in Kandern (Baden); † 18. Juni 1880 in Washington, D.C.), auch General Sutter oder John Augustus Sutter oder auch Der Kaiser von Kalifornien, war kalifornischer Ländereienbesitzer mit Schweizer Abstammung und Gründer von New-Helvetia.

Leben

Der Heimatort Sutters war Rünenberg (Basel-Landschaft). Seine Vorfahren waren wohlhabende Besitzer von badischen und elsässischen Papierfabriken und Druckereien. Sutter machte eine kaufmännische Lehre in der Thurneysen'schen Druckerei und Verlagsbuchhandlung in Basel und kam um 1824 nach Burgdorf im Kanton Bern, wo er als Handelscommis bei Salzfaktor Aeschlimann tätig war und später ein eigenes Tuchwarengeschäft an der Schmiedengasse betrieb. Am 24. Oktober 1826 heiratete er in Burgdorf Annette Dübeld. Ihr erster Sohn, Johann August, kam einen Tag später, am 25. Oktober 1826 zur Welt. Vier weitere Kinder, drei Jungen und ein Mädchen, folgten. In Burgdorf war Sutter ein Besucher des sogenannten Kaltwasserleistes, eines 1820 gegründeten literarischen Zirkels, dessen Mitglieder sich regelmässig in speziellen Räumen im zweiten Stock des Burgdorfer Stadthauses trafen. Als der Konkurs seiner Firma Johann August Sutter & Co drohte und Sutter zudem nach einem Betrug an der Firma seines Vaters von den Schweizer Behörden gesucht wurde, wanderte er im Mai 1834 über Frankreich und Hawaii nach Kalifornien aus, wobei er seine Frau und die Kinder der öffentlichen Fürsorge überließ. Sutter kolonisierte im Sacramento-Tal seit 1839 ein großes Gebiet, von dem er im Namen der Obrigkeit die lokalen Indianer vertrieb. Sein Gebiet, das die Größe des Kantons Baselland hatte, taufte er Neu-Helvetien. Er erhielt es vom Vizekönig von Mexiko. Sutter nutzte es landwirtschaftlich und befestigte es 1841 (Fort Sutter) gegen die Indianer. 1848 entdeckte James W. Marshall auf Sutters Gelände Gold: Ein Goldrausch (Kalifornischer Goldrausch) brach aus. Der Ansturm der Goldgräber ruinierte Sutters Imperium - er verlor alles und verarmte völlig.

Literatur


- Rainer M. Schröder: Goldrausch in Kalifornien. C. Bertelsmann Taschenbuch, 1998
- Stefan Zweig: Die Entdeckung Eldorados. J.A. Suter, Kalifornien. Januar 1848. In: ders., Sternstunden der Menschheit. S. 134-144, S. Fischer, Frankfurt a.M. 1998.
- Luis Trenker: Der Kaiser von Kalifornien. Biografischer Roman.
- Blaise Cendrars: L'Or - La merveilleuse histoire du Général Johann August Suter (1925).
Ausführliche "Biografie" in Romanform des Schweizer Autors. Sie enthält einige Ungenauigkeiten, etwa bezüglich dem Todesdatum seiner Frau. Der Roman ist mehr der charakterlichen Darstellung Sutters verpflichtet und stellt sein Leben auch tragischer dar. :
- Deutsche Übersetzung: "Gold - Die fabelhafte Geschichte des Generals Johann August Sutter", ISBN 3-7160-2053-2.
- Bachmann, Bernard R.: Ein Leben auf der Flucht nach vorn. Zürich 2005 ISBN 3-03823-140-1
- Caesar von Arx: Die Geschichte vom General Johann August Suter, Ein Stück in zwei Teilen, Werke I, Dramen 1915-1932, Walter Verlag Olten, 1986
- Traugott Meyer: Der Gänneral Sutter, D Läbesgschicht vom Johann Auguscht Sutter baselbieterdütsch verzellt, 1960, 351 Seiten

Weblinks


-
- [http://www.sfmuseum.org/hist2/gold.html Sutter schreibt über Goldfund - englisch]
- [http://score.rims.k12.ca.us/activity/suttersfort/ Virtueller Besuch des Sutter Fort] Suter, General Johann Suter, General Johann Suter, General Johann Suter, General Johann Suter, General Johann

Goldnugget

Als Nugget bezeichnet man einen Gold- oder Platinklumpen, der auf natürliche Weise entstanden ist. Sie kommen in Seifen vor und sind normalerweise staub- oder korngroß. Die beiden größten Goldnuggets sind der Riesennugget Holtermann Nugget aus Australien, der im Oktober 1872 gefunden wurde und 214,32 kg wog, und ein Nugget aus Chile mit mehr als 153 kg. Im Ural (Russland) wurde 1843 ein 12 kg schwerer Platinnugget gefunden. Am 10. Mai 2004 fand ein Spaziergänger im Thüringer Wald ein Goldnugget von 9,64 Gramm. Damit handelt es sich um das zweitschwerste je in Deutschland gefundene Nugget. Es war der erste Fund in Deutschland seit ca. 400 Jahren. Kategorie:Gold

James K. Polk

James Knox Polk (
- 2. November 1795 in Sugar Creek, North Carolina; † 15. Juni 1849 in Nashville, Tennessee) war 11. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1845-1849). Ursprünglich als Kompromisskandidat ("Dark Horse") aufgestellt, da sich die Demokratische Partei auf keinen anderen einigen konnte, besiegt er den einflussreichen Senator Henry Clay in den Präsidentschaftswahlen von 1844. Sein Vizepräsident war John M. Dallas. Er ist der Präsident, unter dem die Doktrin von der Manifest Destiny der USA am konsequentesten und aggressivsten vorangetrieben wurde. Der Streit mit Mexiko um Texas führte 1845 zum Krieg, der 1848 mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo beendet wurde: Mexiko trat an die USA nicht nur Texas in den weitest gefassten Ansprüchen (d.h. bis zum Rio Grande) sondern auch Kalifornien und alle dazwischenliegenden Gebiete ab. Mit Großbritannien wurde 1846 ein Kompromiss beim Streit um das Oregon-Gebiet erzielt: südlich des 48. Breitengrades kam das Gebiet an die USA, nördlich davon an Großbritannien, das seinen Anteil als British Columbia organisierte. Auf diese Weise wurde der Pazifik erreicht und das Territorium der USA um ein Drittel vergrößert. Im Westen des Landes sind daher zahlreiche Städte und Counties nach Polk benannt. Polk litt dauernd an einer durch übermäßiges Händeschütteln ausgelösten Sehnenscheidenentzündung und entwickelte deshalb eine spezielle Grußtechnik. Er verzichtete auf eine zweite Amtsperiode und starb kurz nach dem Ende seiner Amtszeit.

Weblinks

Polk James Knox Polk James Knox Polk, James Knox Polk James Knox Polk James Knox ja:ジェームズ・K・ポーク ko:제임스 K. 포크

1848

Ereignisse


- 24. Januar: Erster Goldfund in Kalifornien, Auslöser des kalifornischen Goldrauschs

Politik


- 20. Januar: Dänemark. König Friedrich VII. verkündet die Einführung der parlamentarischen Monarchie
- 24. Februar: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest
- 24. Februar: Absetzung des französischen Königs Louis-Philippe von Orléans in der Februarrevolution 1848. Zum zweiten Mal wird die Republik ausgerufen
- März: Märzrevolutionen in Deutschland und anderen europäischen Staaten (siehe auch Forty-Eighters)
- 18. März: Angriff der Kavallerie auf das Volk vor dem Berliner Schloss
- 19. März: Barrikadenbau an der Neuen Königsstraße in Berlin
- 19. März: Straßenschlachten in Berlin. 187 Tote
- 21. März: König Friedrich Wilhelm IV. reitet hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Berlin
- 22. März: Aufbewahrung der Särge gefallener Berliner auf den Stufen des Domes
- 30. März: Einzug des Vorparlaments in die Frankfurter Paulskirche
- 5. April: Brand des Schlosses Waldenburg
- 12. April: Friedrich Hecker und Gustav Struve rufen in Baden die Republik aus
- 18. Mai: Eröffnung des ersten gesamtdeutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche
- 4. Juni: Gründung der ersten deutschen Reichsmarine
- 14. Juni: Sturm auf das Berliner Zeughaus
- 14. Juni: Die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine
- 11. Juli: Einzug des Reichsverwesers Erzherzog Johann in Frankfurt
- 12. September: Die Schweiz konstituiert sich als parlamentarischer Bundesstaat
- 18. September: Angriff der Republikaner auf das in der Frankfurter Paulskirche tagende National-Parlament
- 6. Oktober: Der Wiener Oktoberaufstand 1848 bricht los, als Truppenteile meutern
- 16. Oktober: Berliner Bürgerwehr schießt auf aufständische Arbeiter
- 14. November: Gewaltsame Auflösung der preußischen Nationalversammlung
- 16. November: Erste Bundesratswahlen in der Schweiz und Jonas Furrer wird erster Bundespräsident
- 2. Dezember: Franz Joseph I. wird Kaiser von Österreich
- 28. Dezember: Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt
- Die zweite französische Republik wird gegründet
- Nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg (1846–1848) verliert Mexiko rund ein Drittel seines Staatgebiets (Kalifornien, New Mexiko, Arizona, Nevada, Utah sowie Teile von Colorado, Wyoming und Kansas) an die USA

Wirtschaft


- Der Münchener Bierkrieg. Bürger wehren sich gegen überhöhte Bierpreise : Um die Jahrhundertwende entstanden regional immer wieder Zwistigkeiten um Bierpreise, Verbreitung von Bier und Ausschankgenehmigungen. Deshalb bezeichnet man solche „Ereignisse“ als „Bierkriege“, bei denen es darum ging, Preise zu definieren oder den Ausschank auswärtiger Biere zuzulassen.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 18. März: In Venedig wird die Oper „Allan Cameron“ von Giovanni Pacini im Teatro La Fenice uraufgeführt
- 16. Juni: Uraufführung der Oper L’Apparition von François Benoist in Paris
- 11. November: Uraufführung der komischen Oper Le Val d’Andorre von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 30. November: Uraufführung der Oper Poliuto von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel

Sport


- 2. April: Gründung des Deutschen Turnerbundes auf dem 1. Deutschen Turnertag in Hanau
- 1. Juli: Gründung des VfL Bochum 1848 e. V.

Geboren


- 16. Januar: Otto Techow, Architekt († 1919)
- 19. Januar: Matthew Webb, erster Mensch, der den Ärmelkanal durchschwamm († 1883)
- 27. Januar: Heihachiro Togo, japanischer Admiral († 1934)
- 5. Februar: Belle Starr, Räuberbraut († 1889)
- 5. Februar: Joris-Karl Huysmans, französischer Schriftsteller der Décadence († 1907)
- 16. Februar: Hugo de Vries, niederländischer Biologe († 1935)
- 22. Februar: Karl Grillenberger, Sozialdemokrat, Nürnberger Arbeiterführer († 1897)
- 25. Februar: Wilhelm II., König von Württemberg († 1921)
- 8. März: Karl von Amira, deutscher Rechtshistoriker († 1930)
- 19. März: Wyatt Earp, Revolvermann im Wilden Westen († 1929)
- 4. April: Hermann Fürst von Hatzfeldt, preußischer Politiker und Beamter († 1933)
- 8. April: Josef Schantl, Musiker, Hornist († 1902)
- 9. April: Helene Lange, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin († 1930)
- 13. April: Oskar Lenz, deutsch-österreichischer Afrikaforscher, Mineraloge und Geologe († 1925)
- 20. April: Kurd Laßwitz, deutscher Science-Fiction-Autor († 1910)
- 21. April: Carl Stumpf, Philosoph und Psychologe († 1936)
- 27. April: Johann Desch, deutscher Kleiderfabrikant († 1920)
- 27. April: Otto I. (Bayern), König von Bayern († 1916)
- 3. Mai: Otto Bütschli, deutscher Zoologe († 1920)
- 11. Mai: Wilhelm Windelband, deutscher Philosoph († 1915)
- 14. Mai: Wilhelm Merton, Gründer der Metallgesellschaft in Frankfurt am Main († 1916)
- 15. Mai: Carl Wernicke, deutscher Psychiater († 1905)
- 17. Mai: Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin († 1931)
- 22. Mai: Fritz von Uhde, deutscher Maler († 1911)
- 23. Mai: Ernst von Ihne, deutscher Architekt und Baumeister († 1917)
- 23. Mai: Otto Lilienthal, deutscher Pionier des Gleit- und Muskelkraftflugs († 1896)
- 25. Mai: Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, preußischer General († 1916)
- 7. Juni: Paul Gauguin, französischer Maler († 1903)
- 8. Juni: Johann Focke, Syndicus des Bremer Senats und Museumsgründer († 1922)
- 26. Juni: Henri Lioret, französischer Uhrmacher und Erfinder (†