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Katholische Kirche
Der Begriff "katholisch"
Das Wort katholisch kommt von griechisch καθολικος (katholikos) und bedeutet das Ganze betreffend, allgemein gültig. Im weitesten Sinne versteht man unter der katholischen Kirche die von Jesus Christus begründete Gemeinschaft aller Christen. Sie ist abstrakt gesehen die von Christus gewollte, eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche und als solche die eine Kirche Christi oder Mutterkirche aller Christen. Während im ersten Jahrtausend die Kirche noch relativ einig war, begann mit der ersten Kirchenspaltung im Jahre 1054 zugleich die theologische Kontroverse über die Frage, in welcher der jeweiligen Teilkirchen die katholische Kirche in diesem Sinne zu finden sei. Der Hintergrund ist, dass es nur eine einzige allgemeine Kirche geben kann. In der Folge der Reformation hat diese Frage an Komplexität gewonnen, so dass der Begriff von den verschiedenen christlichen Kirchen und Gemeinschaften unterschiedlich interpretiert wird.
In einem engeren Sinne, vor allem seit der Reformation, versteht man unter katholische Kirche die römisch-katholische Kirche, welche jedoch selbst in ihrem Selbstverständnis nicht mit der oben beschriebenen einen Kirche Christi einfach identifiziert werden kann. In dieser engeren Verwendung, die sich in der Folge der Reformation entwickelt hat, bezeichnet „katholische Kirche“ also eine bestimmte Konfession. In der ökumenischen Bewegung wird heute manchmal statt dem Wort katholisch das Wort sobornost verwendet, das die russische Übersetzung des griechischen Wortes katholikos ist, um die allgemeine Kirche zu bezeichnen, ohne die mit dem Wort katholisch verbundene Assoziation "römisch-katholische Kirche".
Wenn man von der Katholischen Kirche spricht, kann man meinen:
# die Römisch-Katholische Kirche, siehe eigenen Artikel
# in einem ungangssprachlichen Sinn („der Zölibat der Katholischen Kirche“) die Lateinische Kirche, deren größte Teilkirche. Daneben gehören jedoch noch die mit Rom unierten Kirchen östlichen Ritus dazu, siehe eigenen Artikel
# im Apostolischen Glaubensbekenntnis katholischer Kirchen die Gesamtheit aller Christen
Sehr selten wird der Begriff ohne weitere Qualifizierung für folgende Gruppen benutzt:
# die Orthodoxen Kirchen, die sich selbst rechtgläubige (orthodox, pravoslav) katholische Kirche nennen
# die Alt-Katholische Kirche bzw. die Mitgliedskirchen der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen
# die Anglikanische Kirche
# Viele selbständige Nationalkirchen wie die Polnische Nationale Katholische Kirche in den USA oder die Unabhängige Kirche der Philippinen, sofern sie nicht schon zur Utrechter Union gehören
# die Alt-Heilig-Katholische Kirche
# die Chinesische Katholisch Patriotische Vereinigung (Volksrepublik China)
# die Erneuerte Kirche (Kirche der Glorie)
# die Neuchristen (Gemeinschaft um den Schwertbischof)
# die Palmarianisch-Katholische Kirche
# die Piusbruderschaft
# die Mariaviten
# die Liberale Katholische Kirche (Theosophie)
# Gallikanismus
# die Deutsch-Katholische Bewegung
Es gibt eine Reihe weiterer christlicher Kirchen, deren Bezeichnung das Wort katholisch enthält.
Darüberhinaus verstehen sich auch alle anderen Kirchen, die die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse anerkennen (z.B. Protestantische Kirchen, Anglikaner, Altkatholiken), als neben der römischen Kirche gleichwertige Teile der „einen heiligen katholischen Kirche“. Nach deren Selbstverständnis bilden die verschiedenen Kirchen – auch die römische – eine durch den Glauben an Jesus Christus von Gott gestiftete Einheit. Der Anspruch auf Allgemeingültigkeit spielt bei diesen allerdings keine so große Rolle.
Begriffsgeschichte
Frühester Beleg
Ignatius von Antiochien (35 - 117) wird als früheste Quelle für die Verwendung des Begriffs für die noch junge Kirche genannt: "denn da, wo Jesus Christus ist, ist auch die katholische Kirche" (Smyrn. 8,2)
Das Glaubensbekenntnis
Neben anderen Schriftzeugnissen kommt den ersten ökumenischen Konzilien eine besondere Bedeutung zu. Das Nicäno-Konstantinopolitanum hat in seinem Glaubensbekenntnis, welches seither die grundlegende Glaubensformel fast aller Christen ist, die wesentlichen Merkmale der von Jesus Christus errichteten Kirche ausgesprochen:
„Credo in unam, sanctam, catholicam et Apostolicam Ecclesiam“
„Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“
oder vollständig übersetzt:
„Ich glaube an eine heilige, allgemeine und von Gottgesandten herrührende Gemeinde“
Die aus der Reformation hervorgegangen Strömungen tendieren dazu, den Begriff „katholisch" zu meiden, da er als konfessionelle Bezeichnung vor allem der römisch-katholischen Kirche verwendet wird. In manchen evangelischen Gottesdiensten (z.B. in der EKD) lautet das Glaubensbekenntnis:
„Ich glaube an die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche", bisweilen auch:
„Ich glaube an die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche".
Der Katholizität im ursprünglichen Wortsinn kommt im ökumenischen Dialog eine besondere Bedeutung zu.
Wesensmerkmale der Katholizität
Die Katholizität im ursprünglichen Wortsinn gehört damit zu den Wesensmerkmalen der christlichen Kirche. Katholisch, also allgemein, wurde die Kirche in verschiedener Beziehung genannt:
- wegen der Allgemeinheit der Lehre, die in ihr verkündet wird (Cyrill von Jerusalem, Catecheses)
- wegen der Allgemeinheit aller Tugenden, die in ihr geübt werden (Suarez)
- wegen der Dauer von Adam bis zum Ende der Welt (Augustinus)
- wegen ihrer Veranlagung, das Leben aller Menschen in allen Lebenslagen und zu allen Zeiten zu heiligen,
- wegen ihrer zeitlichen Ausdehnung über die ganze Welt und der Menge ihrer Glieder aus allen Völkern.
Eine häufig verwendete Definition stammt von Vinzenz von Lérins, die oft in abgekürzter Form zitiert wird. Hier der ganze Absatz:
„Darüber hinaus müssen wir in der katholischen Kirche selbst alle mögliche Sorgfalt anwenden, dass wir uns an den Glauben halten, der überall, immer, von allen geglaubt wurde. Denn das ist wirklich und im striktesten Sinn katholisch, was, wie der Name und Grund der Sache erklären, alle insgesamt umfasst. Diese Regel werden wir befolgen, wenn wir uns nach Universalität, Alter und Übereinstimmung richten. Wir richten uns nach Universalität, wenn wir bekennen, dass der eine Glaube wahr ist, den die gesamte Kirche in der ganzen Welt bekennt, nach Alter, wenn wir in keiner Weise von den Auslegungen abweichen, die bekanntermassen von unseren heiligen Vorfahren und Vätern vertreten wurden, Übereinstimmung, in gleicher Weise, wenn wir uns bei Alter der Lehre an die übereinstimmenden Definitionen und Bestimmungen halten, die von allen oder zumindest fast allen Priestern und Gelehrten vertreten wurden.“
Alle diese mehr oder weniger unbestimmten Idealvorstellungen entfalten ihre Brisanz, wenn sie mit konkreten Inhalten gefüllt werden sollen: Welche Lehre soll verkündet werden? Was ist Tugend? Was ist Heiligung? Wer sind unsere Glaubensväter, die, welche glaubten, wie wir, oder die anderen, so dass wie uns zu deren Glauben wenden müssen? Was heißt universal, sollen wir uns nach der Masse richten? Und nicht zuletzt: Welcher Glaube wird denn von allen Christen vertreten?
Die Bedeutung des Begriffs ist denn auch durch die gesamte Theologiegeschichte Gegenstand der Diskussion. Er bekam eine besondere Bedeutung durch die Kirchenspaltungen des 2. Jahrtausends, als sich die getrennten Kirchen ihrer tatsächlichen Partikularität bewusst wurden. Deshalb bereitet die Verwendung des Begriffs im allgemeinen Sprachgebrauch Schwierigkeiten.
Gemeinsamkeiten aller sich als katholisch verstehenden Kirchen, die Wert auf ihrer Allgemeingültigkeit legen
Die Katholizität wird im allgemeinen mit den folgenden theologischen Merkmalen gekennzeichnet:
- Apostolische Sukzession
- Betonung der Sakramente
- Wertschätzung der Heiligen (darunter auch Mariä)
- Anerkennung der kirchlichen Überlieferung (Tradition) neben der Hl. Schrift als Offenbarungsquelle (beispielsweise die Apostolischen Väter)
- Anerkenntnis der Ergebnisse der allgemein anerkannten Ökumenischen Konzile:
:# Erstes Konzil von Nicäa
:# Erstes Konzil von Konstantinopel
:# Konzil von Ephesos
:# Konzil von Chalcedon
:# Zweites Konzil von Konstantinopel
:# Drittes Konzil von Konstantinopel
:# Zweites Konzil von Nicäa
Die einzelnen sich als katholisch in diesem Sinne verstehenden Kirchen unterscheiden sich in einigen Punkten in ihrem Selbstverständnis. Diese Unterschiede werden in den einzelnen Artikeln weiter dargelegt.
Die Katholizität wird im allgemeinen mit den folgenden theologischen Merkmalen gekennzeichnet:
- Anerkennung der Hl. Schrift als Offenbarungsquelle
- Anerkenntnis der Ergebnisse der allgemein anerkannten Ökumenischen Konzile (s.o.)
Durch die Reformation wurde der Kirchenbegriff konfessionalisiert, so dass Unterschiede in der kirchlichen Lehre keinen Einfluss auf die Katholizität haben. Die katholische Kirche im Sinn der einen Kirche Christi setzt sich aus verschiedenen Bekenntnissen zusammen.
Von Rom unabhängige, nach eigenem Selbstverständnis Katholische Kirchen
Mitglieder von Weltkirchenrat und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland
- Alt-Katholische Kirche
- Anglikanische Kirche
- Mitgliedskirchen der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen
- Orthodoxe Kirchen
- Viele selbständige Nationalkirchen wie die Polnische Nationale Katholische Kirche in den USA oder die Unabhängige Kirche der Philippinen, sofern sie nicht schon zur Utrechter Union gehören
- Alt-Heilig-Katholische Kirche
- Chinesische Katholisch Patriotische Vereinigung (Volksrepublik China)
- Erneuerte Kirche (Kirche der Glorie)
- Neuchristen (Gemeinschaft um den Schwertbischof)
- Palmarianisch-Katholische Kirche
- Piusbruderschaft
- Mariaviten
Kirchen in anderer Tradition, die sich ebenfalls katholisch nennen
- Liberale Katholische Kirche (Theosophie)
Kirchen und Bewegungen der Vergangenheit
- Gallikanismus
- Deutsch-Katholische Bewegung
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)
Riten
Die Identität einer Kirche hängt weitgehend von ihrer Liturgie ab, die man auch Ritus nennt. Diese haben ihren Ursprung in der ursprünglichen Patriarchatszugehörigkeit: Norden: Byzanz; Süden: Alexandria; Osten: Antiochia; Westen: Rom.
Literatur
- Wolfgang Beinert: Lexikon der katholischen Dogmatik Herder, Freiburg im Breisgau [u.a.], 2002, ISBN 3-45-126378-5
Weblinks
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Kategorie:Katholizismus
ko:카톨릭
Römisch-Katholische Kirche
Die römisch-katholische Kirche (v. griech. καθολικός „allgemein“) ist die zahlenmäßig größte Konfession innerhalb des Christentums. Sie umfasst 23 Teilkirchen mit eigenem Ritus, darunter die (zahlenmäßig größte) lateinische Kirche und die unierten Ostkirchen. Mit den altkatholischen Kirchen und den orthodoxen Kirchen teilt die katholische Kirche die Siebenzahl der Sakramente und das Weiheamt, aufgegliedert in Bischof, Priester und Diakon. Unterscheidendes Merkmal ist die Anerkennung des Primats des Papstes.
Der katholischen Kirche gehören weltweit etwa 1,25 Mrd. Gläubige an.
Zur Bezeichnung
Die Bezeichnung „römisch-katholische Kirche" ist ein konfessioneller Begriff, der in der Folge der Reformation zur einfacheren Unterscheidung der gespaltenen christlichen Bekenntnisse entstanden ist. Gemeint ist die katholische Kirche, die den Primat des Papstes anerkennt. Da der katholische Kirchenbegriff eine konfessionelle Verfassung der Kirche wegen ihrer Singularität nicht kennt, hat sie Schwierigkeiten mit dieser Bezeichnung. Gleichwohl weisen offizielle Dokumente im ökumenischen Dialog - wohl aus Vereinfachungsgründen - bisweilen die Bezeichnung „römisch-katholisch" auf. Die Verwendung der Bezeichnung „römisch-katholische Kirche“ widerspricht jedoch nicht dem katholischen Glauben, da „römisch“ durchaus ein (Neben-)Merkmal der Kirche ist, nämlich die Leitung der Kirche durch den Nachfolger des in Rom begrabenen Petrus darstellt.
In der Regel aber bezeichnet sich die römisch-katholische Kirche selbst nur mit »katholische Kirche«, oder theologisch gelegentlich ausführlich als „die eine, heilige, katholische und apostolische (d. h. auf die Apostel zurückgehende) Kirche“. Die Bezeichnung »lateinische Kirche« bezieht sich auf die (katholische) Kirche des Abendlandes (im Gegensatz zu den unierten Ostkirchen). Wenn in diversen kirchlichen Texten, wie z. B. Konzilsdokumenten von der »heiligen römischen Kirche« oder kurz von der »römischen Kirche« die Rede ist, ist damit die Diözese von Rom gemeint, der in katholischer Auffassung aufgrund des Primats des Bischofs von Rom über die ganze katholische Kirche ebenfalls eine besondere Bedeutung für die ganze Kirche zukommt.
Im allgemeinen und amtlichen Sprachgebrauch vor allem in westlichen Ländern werden die Bezeichnungen »katholische Kirche« und „römisch-katholische Kirche" in der Regel synomym verwendet. In Deutschland ist die Bezeichnung »katholisch« auch namensrechtlich geschützt und darf (ohne unterscheidenden Zusatz) als Bezeichnung nur für Einrichtungen und Veranstaltungen der römisch-katholischen Kirche benutzt werden.
Die katholische Kirche versteht sich auch theologisch als die katholische Kirche: Nach ihrer Auffassung kann es nur eine katholische, d. h. universelle Kirche Jesu Christi geben, und in ihr selbst ist diese eine Kirche auf so einzigartige Weise verwirklicht, dass es keine andere katholische Kirche geben kann.
Dies widerspricht dem Selbstverständnis einer ganzen Reihe von anderen Kirchen, die sich selbst als katholisch verstehen, sei es, da sie sich mit einem der katholischen Kirche ähnlichen Ausschließlichkeitsanspruch als die eine, wahre katholische Kirche sehen, sei es, da sie sich als Teil einer weiter verstandenen katholischen Kirche sehen, die auch weitere konfessionell verfasste Kirchen umfasst. Solche Kirchen verwenden in offiziellen Texten für die katholische Kirche in der Regel auch die Bezeichnung „römisch-katholische Kirche", selbst wenn im Alltag Angehörige dieser Kirchen meist dem allgemeinen deutschen Sprachgebrauch folgen. Zwar spricht die katholische Kirche auch z. B. den orthodoxen Kirchen nicht die Katholizität ab, allerdings werden sie als »nicht in voller Einheit« mit der katholischen Kirche stehend oder als getrennte Kirchen bezeichnet.
Siehe auch: katholisch
Geschichtliche Herleitung der Struktur
Ein Bischof (v. griech. ἐπίσκοπος „Hüter, Aufseher“) ist seit ca. 100 n. Chr. Vorsteher der christlichen Gemeinde in einer Stadt und den umliegenden Dörfern. Der Bereich eines Bischofs heißt Bistum oder Diözese (v. griech. διοίκησις „Verwaltung“), die Stadt ist der Bischofssitz. (Als Deutschland christianisiert wurde, gab es keine Städte, daher wurden die Diözesen ziemlich große ländliche Bezirke. Noch heute sind die Diözesen hier viel größer als z. B. in Italien, wo es schon in der Antike richtige Städte gab.)
In den ersten 3 Jahrhunderten bildeten sich die Kirchenprovinzen heraus. Eine Kirchenprovinz umfasst mehrere Diözesen, der Vorsteher heißt Metropolit. Im Deutschen nennt man ihn normalerweise Erzbischof und diejenige Diözese, deren Bischof der Erzbischof ist, heißt auch Erzbistum. Der Sitz eines Erzbischofs ist die Metropole (= Mittel-polis, Großstadt, Hauptstadt). In der römisch-katholischen Kirche haben die Metropoliten an Bedeutung verloren. Es ist heute mehr ein formaler Vorrang.
Bis 451 n. Chr. wurden die fünf „wichtigsten" Metropoliten zu Patriarchen (Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia, Jerusalem). Der Streit zwischen Rom und Konstantinopel führte dazu, dass sich die westliche Kirche schließlich von der östlichen (orthodoxen) trennte.
Heute gibt es etwas über 10 Patriarchate, wichtig ist vor allem Moskau. Im Westen gab es nur einen Patriarchen (Rom), der sehr viele Rechte auf Rom konzentrierte, während im Osten die Patriarchate sehr viel selbständiger blieben. Einige östliche Bistümer haben sich im Laufe der Geschichte mit Rom versöhnt (uniert), meist durch den Einfluss von katholischen Herrschern (Siebenbürgen, Ukraine u. a.). Es gibt heute an einigen Orten mehrere Bischöfe, z. B. einer mit Rom uniert, einer katholisch, einer orthodox. Die unierten Kirchen haben einen Ritus, der auf die griechische Kultur des antiken oströmischen Reiches zurückgeht, werden deshalb oft auch als griechisch-katholisch bezeichnet.
Siehe auch: Geschichte der römisch-katholischen Kirche
Die eine Kirche und ihre Teilkirchen
Die katholische Kirche besteht aus 23 Teilkirchen, deren weitaus größte die Lateinische Kirche ist. Die übrigen 22 Kirchen teilen sich auf die anderen Ritenfamilien auf; es sind Teile anderer Teilkirchen, die sich im Laufe der letzten 1000 Jahre mit Rom versöhnt haben, ihren historisch gewachsenen Ritus aber beibehalten. Nur die Maroniten haben keinen orthodoxen Gegenpart; sie gehören gänzlich zur katholischen Kirche.
Äußeres Merkmal der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche ist neben der gemeinsamen Glaubenslehre die Anerkennung des päpstlichen Primats, d.h. der spirituellen und juristischen Leitungsfunktion des Papstes. Dieser übt jedoch nur über die Lateinische Kirche patriarchale Gewalt aus; die übrigen Teilkirchen haben meist eigene Patriarchen oder Großerzbischöfe.
In der Erklärung Dominus Iesus der Kongregation für die Glaubenslehre heißt es dazu erläuternd:
»Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen. Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt.«
Nach dem Annuario Pontificio 2005 gibt es in der katholischen Kirche die folgenden Teilkirchen:
Lateinischer Ritus
# lateinische Kirche
Westsyrischer Ritus
# Maroniten
# syrisch-katholische Kirche
# syro-malankara katholische Kirche
Ostsyrischer Ritus
# chaldäisch-katholische Kirche
# syro-malabarische Kirche
Armenischer Ritus
# armenisch-katholische Kirche
Byzantinischer Ritus
# albanische griechisch-katholische Kirche
# bulgarisch-katholische Kirche
# griechische griechisch-katholische Kirche
# italo-albanische Kirchen
# Kirche der Byzantiner der Eparchie Krizevci
# mazedonisch-katholische Kirche
# melkitische griechisch-katholische Kirche
# rumänische griechisch-katholische Kirche
# russische griechisch-katholische Kirche
# ruthenisch griechisch-katholische Kirche
# slowakische griechisch-katholische Kirche
# ukrainische griechisch-katholische Kirche
# ungarische griechisch-katholische Kirche
# weißrussische griechisch-katholische Kirche
Alexandrinischer Ritus
# koptisch-katholische Kirche
# äthiopisch-katholische Kirche
Eine hierarchische Kirche
Als unverzichtbares Strukturelement wird das Petrusamt angesehen, das gemäß katholischer Lehre von Petrus (Matthäus 16,18) auf alle seine Nachfolger im römischen Bischofsamt übergeht. Anders als westliche säkulare Staatsformen, bei denen demokratische Strukturen selbstverständlich geworden sind, ist die katholische Kirche darum hierarchisch strukturiert.
Papst und Kardinäle
An der Spitze der katholischen Kirche steht der Papst. Er ist höchste Autorität in Fragen der Lehre und der Kirchenordnung (siehe päpstliche Unfehlbarkeit). Allgemein verbindliche Leitsätze werden als Enzykliken und Instruktionen veröffentlicht.
Ihm zur Seite stehen als seine engsten und wichtigsten Mitarbeiter die Kardinäle; sozusagen das Domkapitel des Papstes. Manche Kardinäle arbeiten in der Kurie, der kirchlichen Zentralverwaltung in Rom (Kurienkardinäle); andere sind Erzbischöfe oder Bischöfe in verschiedensten Staaten der Welt (s. u.). Jeder Kardinal bis auf wenige Ausnahmen ist ein geweihter Bischof.
Erzbischöfe und Bischöfe
Unter dem Papst kommen in hierarchischer Reihenfolge die Erzbischöfe und Bischöfe. Regional ist die katholische Kirche in Kirchenprovinzen mit einem Erzbistum und mehreren Bistümern organisiert. Die Bischöfe eines oder mehrerer Staaten treffen regelmäßig in Bischofskonferenzen zusammen (siehe auch Bistum). Die Bischöfe sind Leiter der Ortskirchen.
Dechant und Dekanat - Priester und Pfarreien
Mitarbeiter der Bischöfe sind die Priester und für den nicht priesterlichen Dienst die Diakone. Die Gläubigen selbst sind lokal zu Pfarreien (regional auch Pfarren) zusammengeschlossen, denen ein Priester als Pfarrer vorsteht. Verwaltungsrechtlich werden manchmal mehrere Pfarreien zu einem Dekanat zusammengefasst und vom zuständigen Bischof wird ein Pfarrer der betroffenen Pfarreien zum Dechant ernannt. Für die Ämter des Bischofs und des Priesters ist in der lateinischen Kirche der Zölibat regelmäßig vorgeschrieben; Diakone müssen sich vor der Diakonsweihe zwischen Ehe und Zölibat entscheiden. In den unierten Kirchen können auch Priester heiraten.
Katholische Studentengemeinden sind eine spezielle Form von Pfarrei. Sie sind meist nicht selbstständig, sondern einer bestehenden Ortspfarrei angegliedert, unterstehen aber direkt dem Bistum.
Gemeinschaften und Orden
Daneben gibt es zahlreiche Gemeinschaftsformen, von losen Bewegungen über Säkularinstitute bis hin zu einer großen Zahl von Ordensgemeinschaften. In Deutschland sind viele katholische Jugendverbände im Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) organisiert. Die Zahl vom BDKJ unabhängiger Jugendbewegungen, die vor allem in neuen geistlichen Gemeinschaften beheimatet sind, wächst. Zur katholischen Kirche gehören einige regionale und überregionale Hilfswerke, die sich der Linderung von Armutsfolgen widmen. Im deutschen Raum bekannt ist z. B. die Caritas. Die katholische Kirche gilt mit rund 100.000 Beschäftigten in Deutschland als der größte Arbeitgeber.
Eine deutsche Eigenheit ist die Tatsache, dass der Staat für die Kirche die Kirchensteuer erhebt, mit der die Kirche u. a. ihre sozialen Einrichtungen erhält.
Gottesvolk
Alle Stände und Gemeinschaften der Kirche bilden gemeinsam das Gottesvolk. Jeder Katholik hat durch Taufe und Firmung Anteil an der Sendung der Kirche in die Welt (Laienapostolat, vgl. Zweites Vatikanisches Konzil).
Wie die Kirche selbst hat auch der Gottesdienst eine bestimmte Struktur, so dass es dem katholischen Christen möglich ist, an jedem Gottesdienst des gleichen Ritus auch im Ausland teilzunehmen. Auch das katholische Kirchenjahr bietet immer wiederkehrende Feste und Gedenktage.
In der Bundesrepublik Deutschland zählte die katholische Kirche 2003 26,16 Millionen Mitglieder, das sind 300.000 weniger als im Vorjahr und 31,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 4 Millionen besuchen sonntags die Eucharistiefeier. Die Zahl der Kirchenaustritte liegt konstant bei über 100.000 jährlich.
Glaubensinhalte
- Dreifaltigkeit: Jesus als Sohn Gottes ist eines Wesens mit Gott selbst (s. Menschwerdung Gottes); Gott ist Vater (Jesu und der Menschen), Sohn (Gottes) und Heiliger Geist. Durch sein geschichtliches Leben und Wirken, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat der Sohn Gottes die Sünde der Welt auf sich genommen und den Weg zu Gott für alle Menschen geöffnet.
- Gottes Wirken in der Welt: Gott ist nicht nur der Schöpfer, sondern greift aus Liebe zu jedem einzelnen Menschen aktiv in die Welt ein; sein Handeln ist jedoch nach menschlichen Maßstäben nicht komplett begreifbar (siehe Theodizee-Frage).
- Die katholische Kirche sieht sich in der Nachfolge der Apostel, deren Glaubensbekenntnis sie in der Kraft des Heiligen Geistes durch die Zeiten bewahrt, vertieft und angesichts neuer Fragestellungen klärt. Diese Tradition der Kirche, deren wichtigster und deshalb eigenständig genannter („die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift“), aber nicht einziger Teil die Bibel ist, bildet ihre Lehrgrundlage. Das Apostelamt wurde laut katholischer Lehrauffassung nahtlos durch Weihe mit Handauflegung von den Aposteln bis zu den heutigen katholischen Geistlichen weitergegeben (apostolische Sukzession).
- Sakramente: Gott schenkt nach katholischer Lehre den Menschen das Heil durch die Sakramente. Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße und Versöhnung (Beichte), Krankensalbung, das Sakrament der Weihe, und Ehe. In den Sakramenten, vor allem in der Eucharistie, kommt die Kirche selbst als universales Heilssakrament zur Erscheinung.
- Endgericht und Leben nach dem Tod (Eschatologie): Die katholische Kirche erwartet das Wiederkommen Christi in Herrlichkeit und das Gericht über alle Menschen. Maßstab des Gerichts wird der Glaube und die (nach dem Maß der Gaben) verwirklichte Liebe sein. Die Erlösten empfangen paradiesisches, ewiges Leben in Gottesnähe ("Schau" Gottes von Angesicht zu Angesicht, himmlisches Hochzeitsmahl). Für jeden Menschen gibt es auch die Möglichkeit endgültiger Verlorenheit bei der Abkehr von Gott ("Hölle"). Die Hoffnung des Christusglaubens lässt sich jedoch nicht begrenzen.
- Marien- und Heiligenverehrung: Menschen, die ein christuszentriertes Leben geführt haben, können anderen Glaubenden als Vorbilder dienen. Gott ist besonders in Beziehungen zwischen Menschen erfahrbar, und da solche Beziehungen nach dem Tod nicht abbrechen müssen, kann die Beschäftigung mit solchen Vorbildern (Heiligen) sehr hilfreich sein. Die Heiligen gelten auch als Fürsprecher bei Gott, denn man geht davon aus, dass sie sich bereits in der Gemeinschaft mit Gott befinden. Die universale Heilsmittlerschaft Christi, auf den alle Heiligen verweisen, wird dadurch nicht in Frage gestellt, sondern unterstrichen. Der Prozess der Heiligsprechung ist sehr umfangreich und kann mehrere Jahrzehnte andauern. Dies gilt auch für die Anerkennung von Jesus-, Marien- und Heiligenerscheinungen, auf die sich die Wallfahrtsorte gründen.
- In der katholischen Kirche sind Bitten für die Verstorbenen üblich. Verstorbenen, die sich noch im Läuterungszustand des Purgatoriums befinden, soll hiermit gedacht werden.
Morallehre
Die Morallehre der katholischen Kirche ist seit den Anfängen dadurch geprägt, an den Idealen der Bergpredigt festzuhalten und zugleich den Bedingungen der irdischen Realität Rechnung zu tragen. In früheren Jahrhunderten war regelmäßig der Vorwurf zu großer Laxheit Grund für Kritik und Abspaltungen (Montanismus, Novatianismus, Donatismus, Katharer, Waldenser). Heute entzündet sich die Kirchenkritik meist an vermeintlich zu hohen Idealen, gepaart mit dem Vorwurf der Heuchelei und Doppelmoral, vor allem im Bereich der Sexualität.
Der Bergpredigt folgend sind die zentralen katholischen Wertsetzungen Liebe, Wahrheit, Gewaltlosigkeit, Besitzverzicht, Treue, Keuschheit. Die Umsetzung in kirchliches und, wo möglich, staatliches Recht geschieht in immer neuen Anläufen und unter innerkirchlichen und gesellschaftlichen Konflikten.
Lange waren Themen wie Eid, Wehrpflicht oder Kapitalismus umstritten. Hier ist die katholische Morallehre traditionell eher kompromissbereit. Seit etwa 1968 steht mit der Enzyklika Humanae Vitae zeitgleich mit den soziokulturellen Umwälzungen fast ausschließlich die Ehe- und Sexualmoral im Mittelpunkt der Beachtung und Auseinandersetzung. Das kirchliche Lehramt hat sich immer wieder eindeutig im Sinn der Zusammengehörigkeit von Sexualität, lebenslanger Treue und Fortpflanzung und damit gegen Ehescheidung, "künstliche" Empfängnisverhütung und die Gleichwertigkeit der Homosexualität ausgesprochen. Ebenso kompromisslos wird der Lebensschutz vertreten und Abtreibung, Euthanasie, Klonen, Todesstrafe, Eugenik und Angriffskrieg abgelehnt.
Viele Positionen sind aber auch innerkirchlich seit langem umstritten. Die katholische Moraltheologie vertritt die Ansicht, dass die Werte des Evangeliums dem Naturrecht nicht widersprächen, sondern sein letzter und höchster Ausdruck seien. Diesen naturrechtlichen Ansatz und die kirchliche Lesart der im Neuen Testament grundgelegten Moral zu vermitteln gelingt der Kirche jedoch immer weniger. Auch Kirchgänger leben - oft im stillen Einverständnis mit ihren Seelsorgern vor Ort - in einem sogenannten vertikalen Schisma: Die immer wieder von Rom eingeschärften Weisungen werden in der Praxis entweder ignoriert oder mit innerer Emigration beantwortet.
Siehe auch: Evangelische Räte, Homosexualität im Neuen Testament
Ökumene
Die Verständigung und der Austausch mit anderen christlichen Glaubensgemeinschaften wird gesucht und gepflegt, insbesondere mit den östlich-orthodoxen Kirchen, der anglikanischen Kirche und den evangelischen Kirchen und Gemeinschaften. Die katholische Kirche ist jedoch nicht Mitglied im ökumenischen Rat der Kirchen.
Man setzt auch auf den Dialog mit anderen Religionen, wie weltweite religiöse Treffen zeigen, die auf Initiativen des Vatikan zurückgehen.
Aufgrund ihres Kirchen-, Amts- und insbesondere Eucharistieverständnisses ist sie gegen Interzelebration und Interkommunion. Nach dem ökumenischen Kirchentag 2003 gab es Sanktionen von Seiten der katholischen Kirche gegen einen Priester, der an einem ökumenischen Abendmahl aktiv teilgenommen hatte. Nach Ansicht der katholischen Kirche ist im konsekrierten Brot und Wein Jesus Christus real präsent. Diese Auffassung vertreten auch die übrigen katholischen Kirchen sowie die Lutheraner. Allerdings unterscheidet sich die Auffassung der Lutheraner insofern, als diese annehmen, die Realpräsenz sei nur für die Dauer des Abendmahls vorhanden. Alle anderen evangelischen Kirchen lehnen die Realpräsenz ab und sehen im Abendmahl einen symbolischen Erinnerungsakt. Aus diesem Grunde verpflichtet die katholische Kirche ihre Gläubigen dazu, nur an der Eucharistiefeier der eigenen Kirche teilzunehmen und erlaubt den Empfang der Kommunion Angehörigen getrennter Konfessionen nur unter besonderen Umständen. In bestimmten Notfällen wie Lebensgefahr darf ein katholischer Priester die Sterbesakramente auch Mitgliedern anderer Denominationen spenden. 2004 hat Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia noch einmal die Bedeutung der Eucharistie unterstrichen und dazu aufgerufen, jedem Missbrauch vorzubeugen.
Verbreitung
Die Katholische Kirche ist in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas verbreitet, in Südeuropa (Spanien, Italien, Portugal), Westeuropa (Frankreich, Belgien, Niederlande), Osteuropa (Polen, Kroatien, Litauen) und in einigen Teilen Afrikas. In Asien beschränkt sich ihr Einfluss auf Osttimor und die Philippinen.
Weltweit gibt es über 1,1 Mrd Katholiken.
Die katholische Kirche und ihre jeweilige Landesentwicklung
- katholische Kirche in Afrika
- katholische Kirche in Afghanistan
- katholische Kirche in Albanien
- katholische Kirche in Andorra
- katholische Kirche in Argentinien
- katholische Kirche in Armenien
- katholische Kirche in Aserbaidschan
- katholische Kirche in Australien
- katholische Kirche in Belgien
- katholische Kirche in Bolivien
- katholische Kirche in Bosnien
- katholische Kirche in Brasilien
- katholische Kirche in Brunei
- katholische Kirche in Bulgarien
- katholische Kirche in Chile
- katholische Kirche in Dänemark
- katholische Kirche in Deutschland
- katholische Kirche in Ecuador
- katholische Kirche in Estland
- katholische Kirche in Finnland
- katholische Kirche in Frankreich
- katholische Kirche in Gibraltar
- katholische Kirche in Griechenland
- katholische Kirche in Großbritannien und Nordirland
- katholische Kirche in Irland
- katholische Kirche in Italien
- katholische Kirche in der Karibik
- katholische Kirche in Kolumbien
- katholische Kirche in Kuwait
- katholische Kirche in Kroatien
- katholische Kirche in Liechtenstein
- katholische Kirche in Luxemburg
- katholische Kirche in Monaco
- katholische Kirche in der Mongolei
- katholische Kirche in Nauru
- katholische Kirche in Nepal
- katholische Kirche in Neuseeland
- katholische Kirche in Österreich
- katholische Kirche in Paraguay
- katholische Kirche in Peru
- katholische Kirche in Polen
- katholische Kirche in Rumänien
- katholische Kirche in Singapur
- katholische Kirche in Spanien
- katholische Kirche in Ungarn
- katholische Kirche in Uruguay
- katholische Kirche in den USA
- katholische Kirche in Venezuela
Siehe auch
- Papstwahl
- Seelsorge
- Internetseelsorge
- Vatikanstadt
- Kirchenjahr
- Katholische Kirche
- Katholizismus
- Protestantismus
- Evangelische Kirche
- Volksfrömmigkeit
- Reformation
- Ökumene
- Religion während des Nationalsozialismus
- Kirchenkritik
- Portal:Religion
- Portal:Christentum
- Liste der katholischen Bistümer
- Kanonisches Recht
Weblinks
- [http://www.vatican.va/phome_ge.htm Offizielle Webseite des Vatikans]
- Römisch-Katholische Kirche von [http://dbk.de/ Deutschland] und der [http://www.kath.ch Schweiz]
- [http://www.bischofskonferenz.at Die Österreichische Bischofskonferenz]
- [http://www.catholic-hierarchy.org Weltweite Übersicht über lebende und verstorbene kath. Würdenträger (Engl.)]
- [http://www.katolsk.no/utenriks/index_de.htm katholische Diözesen auf der ganzen Welt]
- [http://www.stjosef.at/index.htm?dok_standardwerke.php~mainFrame St. Josef] - Standardwerke zu katholischen Theologie
- [http://theol.uibk.ac.at/leseraum/ Theologischer Leseraum] - Dokumente zum katholischen Lehramt
- [http://www.apostolische-nachfolge.de/ Personenverzeichnis] - Bischöfe in den Diözesen der Welt und Mitarbeiter der Kurie
- [http://www.damian-hungs.de/ Kurze Darstellung unierter Kirchen]
-
simple:Roman Catholicism
Ökumene
Unter Ökumene, im gängigen Sinn, versteht man die Beziehungen zwischen christlichen Kirchen verschiedener Konfessionen, seltener auch Beziehungen zwischen verschiedenen Religionen. Dieses Thema wird im Artikel behandelt.
Im Unterschied dazu bezeichnet der Begriff Ökumene, im geografischen Sinn, den ständig besiedelten Teil der Erdoberfläche (Beispiele: Europa, Ostasien, Ost-USA), von dem die Anökumene durch Trocken-, Höhen- und Kältegrenzen getrennt ist. Dieses Thema wird im Artikel nicht behandelt.
Insgesamt wird der Begriff Ökumene mit folgenden Bedeutungen verwendet:
# die ganze (bewohnte) Erde (ursprüngliche Bedeutung von gr. oikoumenê)
# die christliche Kirche als ganze
# allgemeine christliche oder kirchliche Gültigkeit besitzend (Ökumenisches Konzil)
# den weltweiten missionarischen Auftrag der Kirche betreffend
# die Beziehungen zwischen mehreren Kirchen oder zwischen einzelnen Christen verschiedener Konfessionen. Im Alltagssprachgebrauch in Deutschland sind häufig die Beziehungen zwischen evangelischer und katholischer Kirche gemeint.
# die geistige Haltung, die das Wissen um die Zugehörigkeit zur weltweiten Gemeinschaft der christlichen Kirchen und das Streben nach Einheit der Kirche Christi ausdrückt (römisch-katholisch dafür: Ökumenismus).
Begriff
Der Begriff Ökumene (v. griech.: oikeo/oikia wohnen bzw. Haus) bezeichnete ursprünglich den gesamten bewohnten Erdkreis. Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. wurde der Begriff prägend für die gesamte Welt des Hellenismus, die er von der nichtgriechischen "barbarischen" Welt abgrenzte. Diese Verwendung erhielt sich in der römischen Welt und beschrieb so das römische Kaiserreich.
Das Neue Testament sieht in dem Ausdruck einmal die bewohnte Welt (Lk. 2,1) und dann auch die bewohnte Welt als den Adressaten der christlichen Botschaft (Mt. 24,2).
Geschichte der Ökumene
Die Geschichte der Ökumene zeichnet sich von der Zeit der Bibel bis heute durch parallele Bestrebungen der Trennung und der Einheit aus. Trennungen haben meist die Ursache in als unüberwindbar betrachteten Gegensätzen in einzelne Glaubenswahrheiten mit ihren theologischen oder praktischen Auswirkungen. Die Bestrebungen zur Einheit der Christen werden meist von der Einsicht um die gemeinsame Wurzel in Jesus Christus, die gemeinsame Basis der Bibel, den gemeinsamen Auftrag zur Weitergabe des Glaubens oder das gemeinsame Handeln in der Gesellschaft begründet.
Siehe auch: Konfessionelle Parität
Die Entwicklung der aktuellen ökumenischen Situation
1929 wurde der Ökumenische Rat für Praktisches Christentum ins Leben gerufen.
Seit 1948 besteht der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK; auch: Weltkirchenrat), dem heute 347 Kirchen in mehr als 120 Ländern angehören. Die Basisformel des ÖRK lautet:
:Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Der Ökumenische Rat der Kirchen besteht im Wesentlichen aus Kirchen der protestantischen und aus Kirchen der orthodoxen Tradition. Diese Traditionen unterscheiden sich sehr stark in ihrem Selbstverständnis als Kirche und in ihrer Theologie, was von Anfang an zu Spannungen geführt hat.
Während der ÖRK sich ursprünglich als Bewegung in Richtung auf die Wiederherstellung der Einheit der christlichen Kirchen verstand, hat er sich in den letzten Jahrzehnten mehr bemüht, der Pluralität der Bewegungen, Aktionen und Probleme in der Welt gerecht zu werden. In dieser Richtungsänderung folgen die Kirchen nicht, die sich besonders der Einheitsbewegung verpflichtet sehen - insbesondere die orthodoxen Kirchen.
Die bisherige Struktur des ÖRK mit Mehrheitsabstimmungen bevorzugte die Sicht der protestantischen Kirchen, die daher in den Prioritäten und Programmen des ÖRK dominierte. Die daraus resultierenden Spannungen führten bis zu Austrittsdrohungen einzelner orthodoxer Kirchen. Eine paritätisch besetzte Sonderkommission hat deshalb Vorschläge erarbeitet um Struktur, Stil und Ethos des ÖRK entsprechend zu verbessern, wobei auch ähnliche Anliegen anderer Kirchenfamilien und Kirchen aufgenommen wurden ([http://www2.wcc-coe.org/ccdocuments.nsf/index/gen-18-ge.html Abschlussbericht der Sonderkommission zur Orthodoxen Mitarbeit im ÖRK]).
Im Februar 2005 hat der ÖRK-Zentralausschuss auf der Grundlage der Empfehlungen dieses Abschlussberichtes seine Verfassung geändert und das Konsensverfahren als neue Methode der Entscheidungsfindung und Beschlussfassung eingeführt. Dieses kommt erstmalig auf der Vollversammlung des ÖRK im Februar 2006 in Porto Alegre voll zum Einsatz.
Die römisch-katholische Kirche gehört zwar dem Ökumenischen Rat der Kirchen nicht an, hat jedoch, insbesondere nach dem zweiten vatikanischen Konzil, eine deutliche ökumenische Öffnung gezeigt, insbesondere durch das Ökumenismusdekret Unitatis redintegratio. So hat sie ökumenische Beziehungen zur orthodoxen Kirche angeknüpft, was 1995 im apostolischen Brief "Orientale Lumen" und in der Enzyklika "Ut unum sint" von Papst Johannes Paul II. resultierte. Bilaterale Gespräche zwischen Lutheranern und Katholiken führte zur "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigung" vom Oktober 1999 über einen der strittigsten Punkte seit der Reformation. Die Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" wird da allerdings wieder als ein Rückschritt empfunden.
Neben den offiziellen Beschlüssen gibt es vielerorts eine informelle, aber lebendige ökumenische Zusammenarbeit auf der Ebene der lokalen Kirchen.
Sowohl die evangelikale als auch die charismatische Bewegung sind nicht auf bestimmte Konfessionen beschränkt, sondern konfessionsübergreifend.
Ökumene in Europa
Im Jahr 1940 gründete Fr. Roger Schutz in Taizé die Communauté de Taizé, einen ökumenischen Männerorden mit der Zielsetzung, die Risse zwischen den christlichen Kirchen zu heilen.
In Europa gibt es seit 1959 die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK, englisch CEC für Conference of European Churches), der die meisten orthodoxen, reformatorischen, anglikanischen, freikirchlichen und altkatholischen Kirchen in Europa angehören. Die KEK ist eine selbständige Organisation, die mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen zusammenarbeitet. Sie ist einer von weltweit sieben regionalen ökumenischen Zusammenschlüssen.
Die Konferenz Europäischer Kirchen hat gemeinsam mit dem Rat der (römisch-katholischen) Europäischen Bischofskonferenzen zwei Europäische Ökumenische Versammlungen durchgeführt und die Charta Oecumenica unterzeichnet, ein Dokument mit Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa.
Die ökumenische Zusammenarbeit findet in vielen Themengebieten statt, unter anderem im Umweltbereich durch das Europäische Christliche Umweltnetz.
Neuere Entwicklungen
Nachdem in Deutschland unter Ökumene lange nur die Beziehungen zwischen der protestantischen und römisch-katholischen Kirche gesehen wurden, kommen jetzt auch die Beziehungen zu den in Deutschland immer stärker vertretenen orthodoxen Einwandererkirchen zu den Freikirchen und zu der Alt-Katholischen Kirche ins Blickfeld.
In der Schweiz gibt es seit dem 19. Jahrhundert neben den reformierten und der römisch-katholische Kirche noch die christkatholische Kirche als offiziell anerkannte Landeskirche, so dass die Ökumene nie nur als "Zweierbeziehung" gesehen wurde.
Probleme der ökumenischen Annäherung
Ein wesentliches Problem des ökumenischen Dialogs ist die unterschiedliche Zielsetzung bzw. Definition von christlicher Einheit bei verschiedenen Konfessionen.
Besonders hinderlich für die ökumenische Bewegung sind das unterschiedliche Kirchen- und Amtsverständnis insbesondere mit der Frage nach dem Verhältnis von allgemeinem und besonderem Priestertum. Der Dialog über Sakrament, Rechtfertigung und Gnade hat in den letzten Jahren zu einer gewissen Annäherung geführt. Diese wurde insbesondere in der gemeinsamen Erklärung zur Rechfertigungslehre und der Charta Oecumenica sichtbar. Doch es bestehen in den genannten Fragen noch deutliche Differenzen.
Grundproblem sind aber das (oft gegenseitige) mangelnde Wissen über die unterschiedliche Definition in verschiedenen Konfessionen, häufig ein gewisses Desinteresse an der Ökumene in Zeiten, in denen auf die gegenseitige Verdammung verzichtet wird, und die zunehmende Suche nach Profilierung gerade in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen.
Unwissen kann zu Kommunikationsproblemen führen, aber ebenso auch zu einer übertriebenen Einschätzung von ökumenischer Annäherung.
Modelle der Annäherung
Andereseits sind seit dem "ökumenenischen Frühling" Anfang der siebzige Jahre vielfältige Modelle zur Annäherung entwickelt worden. Sie unterscheiden sich in Ihrem grundlegenden Ansatz, ob sie beim rechten Handel (Orthopraxie) ihren Ausgangspunkt haben oder in der rechten Lehre (Orthodoxie).
Einen wichtigen Impuls auf einem Weg einer Annäherung der Lehre haben Karl Rahner und Heinrich Fries mit dem Buch "Einheit der Kirche - reale Möglichkeit" gegeben. Das Netzwerk Ökumene: konfessionsverbindende Paare und Familien in Deutschland hat anlässlich des Ökumenischen Kirchentags ein vierstufiges Modell auf dem Weg der Einheit für Gemeinden vorgestellt, das einen Weg unabhängig von theologischen Differenzen beschreibt, ohne diese zu negieren. Dahinter steht die Erwartung,dass mehr gemeinsam gelebter Glaube auch zu einer Neubewertung der noch trennenden Glaubensfragen führt:
- Initial: Die Gemeinden leben friedvoll und tolerant nebeneinander.
- Interessiert: In möglichst vielen Bereichen werden regelmäßig ökumenische Veranstaltungen durchgeführt.
- Informiert: Nachbargemeinden laden sich bewusst und gezielt gegenseitig zu ihren jeweils eigenen Veranstaltungen ein, wo immer es möglich ist. Dazu wird ein systematischer Informationsaustausch gefördert.
- Integriert: Es wird alles gemeinsam durchgeführt, was nicht getrennt getan werden muss.
(Quelle: [http://netzwerk-oekumene.de/ Netzwerk Ökumene])
Ziel sei "die versöhnte Verschiedenheit unter einem gemeinsamen Dach".
Die Modelle der christlichen Konfessionen liegen aber in der Praxis noch weit auseinander: Im Umfeld der evangelischen Konfessionen wird das Ziel häufig mit einer "versöhnten Verschiedenheit" beschrieben, die letztlich ein positives, aber unverbindliches Nebeneinander beschreibt. Römisch-katholischer Seits werden Modelle vorgeschlagen, die letztlich in unterschiedlicher Weise auf eine Eingliederung der anderen Konfessionen in die römisch-katholische Konfession hinauslaufen. Dabei wird das Papstum als Garant der Einheit verstanden. Auf dieser Grundlage steht die umstrittene Anregung des bayrischen Landesbischofs Johannes Friedrich vom März 2001, der sich den Papst als "ökumenisch akzeptierten Sprecher der Weltchristenheit im Dienste der Einheit" vorstellen kann.
Interkonfessionelle Ehe
Die Interkonfessionelle / Konfessionsverschiedene / konfessionsverbindende Ehe ist der Bereich, in dem die Ökumene am konkretesten gelebt werden kann. In ihr wird zugleich die Spaltung der Christen am schmerzhaftesten und persönlichsten erfahrbar.
Interreligiöser Dialog ('Ökumene der Religionen')
Gegenwärtig wird der Ausdruck Ökumene von einzelnen Autoren auch auf die Beziehungen zwischen dem Christentum und nichtchristlichen Religionen ausgeweitet. Dies betrifft insbesondere das Verhältnis zu Judentum und Islam, das von Hans Küng und anderen als 'Abrahamitische Ökumene' bezeichnet wird. Er wird jedoch weder von christlichen ökumenischen Organisationen (ÖRK, KEK) noch von einzelnen christlichen Kirchen in offiziellen Dokumenten in diesem Sinn verwendet. Ausdrücke wie interreligiöser Dialog oder "multireligiöse Veranstaltung" werden weithin als sachgemäßer empfunden.
Die tiefe Verbindung zwischen Judentum und Christentum wird in vielen ökumenischen Dokumenten wie der Leuenberger Konkordie oder der Charta Oekumenica und dabei unter Berufung auf die "unlösliche Verbundenheit mit Israel" eine besondere Pflege der jüdisch-christlichen Beziehungen gefordert. Dabei wird auch deutlich gemacht, dass die jüdisch-christlichen Beziehungen in einem anderen Sinn zu verstehen sind als die Beziehungen des Christentums zu anderen Religionen. Allerdings wird dabei auch deutlich gemacht, dass Judentum und Christentum nicht gleichzusetzen sind:
:"Gegenüber einer unreflektierten Übernahme jüdischer Gebete oder anderer Teile der jüdischen (gottesdienstlichen) Tradition ist allerdings Zurückhaltung angebracht. Eine solche Übernahme steht in der Gefahr, die Austauschbarkeit von Glaubensaussagen vorzuspiegeln. Darüber hinaus kann eine solche Übernahme als mangelnde Achtung gegenüber dem jüdischen Selbstverständnis und Versuch einer substituierenden Aneignung der Traditionen Israels verstanden werden." ([http://www.jcrelations.net/de/displayItem.php?id=1043 Leuenberger Kirchengemeinschaft, Kirche und Israel, 2001])
Ein Meilenstein bei der gegenseitigen Annäherung der Religionen war das 1986 von Papst Johannes Paul II. initiierte Friedensgebet im italienischen Assisi, zu dem Vertreter aller Weltreligionen eingeladen waren. Diesem Treffen folgten jährliche Friedenstreffen, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisiert werden. Sie dienen dem gemeinsamen Gebet, aber auch der Begegnung der Religionsführer und dem Gespräch in verschiedenen Podien zu Themen des Friedens, der Entwicklung, der Gerechtigkeit und der Religion. Um der Gefahr des Synkretismus zu entgehen, finden die Gebete bei diesen Treffen zeitgleich, aber in getrennten Räumen statt, sodass die Angehörigen jeder Religion gemäß ihrer eigenen Tradition beten können. In den letzten Jahren nehmen an den Treffen neben Religionsvertretern auch zunehmend Intellektuelle teil, die sich einem säkularen Humanismus verpflichtet fühlen. Diese jährlichen Friedenstreffen haben die Ökumene wie auch die Verständigung entscheidend vorangebracht. Wichtige Etappen waren etwa der Besuch der Teilnehmer, darunter auch muslimischer Geistlicher, im Konzentrationslager Auschwitz (nach dem Friedensgebet 1989 in Warschau, Polen). Dieser verstärkte in der muslimischen Welt das Bewusstsein für die Realität der Shoah. Das Friedensgebet 1986 im rumänischen Bukarest ermöglichte den späteren Besuch von Papst Johannes Paul II., der mit Rumänien zum ersten Mal ein mehrheitlich orthodoxes Land besuchte. Auch die Initiative für Friedensverhandlungen für Mosambik und Algerien gingen von diesen Friedenstreffen aus.
Weiterführende Informationen
Siehe auch:
- Interzelebration, Kirchengemeinschaft, Irenische Theologie
Literatur
- Leo Kard. Scheffczyk: Ökumene. Der steile Weg der Wahrheit. Siegburg 2004 (Quaestiones non disputatae, Bd. VII, hrsg. von David Berger)
- Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, Konferenz Europäischer Kirchen: Versöhnung - Gabe Gottes und Quelle neuen Lebens. Dokumente der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz. Verlag Styria, Graz 1998 ISBN 3-222-12637-2
- Beate und Jörg Beyer: Konfessionsverbindende Ehe. Mainz 1986, 1991
- Knauer, Peter: Der Glaube kommt vom Hören. Ökumenische Fundamentaltheologie, 6., neubearb. und erw. Aufl.— Freiburg (im Breisgau); Basel; Wien: Herder, 1991 ISBN 3-451-22187-X Download als pdf auf folgender Seite [http://www.jesuiten.org/peter.knauer/20.html]
- Karl Rahner, Heinrich Fries: Einigung der Kirchen - Reale Möglichkeit, Freiburg 1983
- Eduard Schlink: Ökumenische Dogmatik. Göttingen 1983
- [http://www.cec-kek.org/Deutsch/ChartafinG.htm Charta Oecumenica]
- [http://www.vatican.va/edocs/DEU0079/_INDEX.HTM Enzyklika "Ut unum sint"]
Weblinks
Allgemeine Links
- [http://www.oekumene-ack.de/ Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland]
- [http://www.moehlerinstitut.de/ Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Paderborn]
- [http://www.cec-kek.org/german_site/index.shtml Konferenz Europäischer Kirchen]
- [http://www.wcc-coe.org/wcc/deutsch.html Ökumenischer Rat der Kirchen]
- [http://netzwerk-oekumene.de Netzwerk Ökumene: konfessionsverbindende Paare und Familien in Deutschland]
- [http://oekumene.net oekumene.net - Das Ökumene-Netz]
Ökumenische Portale der Konfessionen
- [http://www.alt-katholisch.de/oekumene/index.html Altkatholiken in Deutschland]
- [http://ekd.de/portal/1604.html Evangelische Kirche in Deutschland]
- [http://www.katholisch.de/2638.htm Katholische Kirche in Deutschland]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Gesellschaft/Religion_und_Spiritualit%c3%a4t/Christentum/%c3%96kumene/ umfangreiche deutsche Linksammlung des Open Directory Projekts]
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Römisch-Katholische Kirche
Die römisch-katholische Kirche (v. griech. καθολικός „allgemein“) ist die zahlenmäßig größte Konfession innerhalb des Christentums. Sie umfasst 23 Teilkirchen mit eigenem Ritus, darunter die (zahlenmäßig größte) lateinische Kirche und die unierten Ostkirchen. Mit den altkatholischen Kirchen und den orthodoxen Kirchen teilt die katholische Kirche die Siebenzahl der Sakramente und das Weiheamt, aufgegliedert in Bischof, Priester und Diakon. Unterscheidendes Merkmal ist die Anerkennung des Primats des Papstes.
Der katholischen Kirche gehören weltweit etwa 1,25 Mrd. Gläubige an.
Zur Bezeichnung
Die Bezeichnung „römisch-katholische Kirche" ist ein konfessioneller Begriff, der in der Folge der Reformation zur einfacheren Unterscheidung der gespaltenen christlichen Bekenntnisse entstanden ist. Gemeint ist die katholische Kirche, die den Primat des Papstes anerkennt. Da der katholische Kirchenbegriff eine konfessionelle Verfassung der Kirche wegen ihrer Singularität nicht kennt, hat sie Schwierigkeiten mit dieser Bezeichnung. Gleichwohl weisen offizielle Dokumente im ökumenischen Dialog - wohl aus Vereinfachungsgründen - bisweilen die Bezeichnung „römisch-katholisch" auf. Die Verwendung der Bezeichnung „römisch-katholische Kirche“ widerspricht jedoch nicht dem katholischen Glauben, da „römisch“ durchaus ein (Neben-)Merkmal der Kirche ist, nämlich die Leitung der Kirche durch den Nachfolger des in Rom begrabenen Petrus darstellt.
In der Regel aber bezeichnet sich die römisch-katholische Kirche selbst nur mit »katholische Kirche«, oder theologisch gelegentlich ausführlich als „die eine, heilige, katholische und apostolische (d. h. auf die Apostel zurückgehende) Kirche“. Die Bezeichnung »lateinische Kirche« bezieht sich auf die (katholische) Kirche des Abendlandes (im Gegensatz zu den unierten Ostkirchen). Wenn in diversen kirchlichen Texten, wie z. B. Konzilsdokumenten von der »heiligen römischen Kirche« oder kurz von der »römischen Kirche« die Rede ist, ist damit die Diözese von Rom gemeint, der in katholischer Auffassung aufgrund des Primats des Bischofs von Rom über die ganze katholische Kirche ebenfalls eine besondere Bedeutung für die ganze Kirche zukommt.
Im allgemeinen und amtlichen Sprachgebrauch vor allem in westlichen Ländern werden die Bezeichnungen »katholische Kirche« und „römisch-katholische Kirche" in der Regel synomym verwendet. In Deutschland ist die Bezeichnung »katholisch« auch namensrechtlich geschützt und darf (ohne unterscheidenden Zusatz) als Bezeichnung nur für Einrichtungen und Veranstaltungen der römisch-katholischen Kirche benutzt werden.
Die katholische Kirche versteht sich auch theologisch als die katholische Kirche: Nach ihrer Auffassung kann es nur eine katholische, d. h. universelle Kirche Jesu Christi geben, und in ihr selbst ist diese eine Kirche auf so einzigartige Weise verwirklicht, dass es keine andere katholische Kirche geben kann.
Dies widerspricht dem Selbstverständnis einer ganzen Reihe von anderen Kirchen, die sich selbst als katholisch verstehen, sei es, da sie sich mit einem der katholischen Kirche ähnlichen Ausschließlichkeitsanspruch als die eine, wahre katholische Kirche sehen, sei es, da sie sich als Teil einer weiter verstandenen katholischen Kirche sehen, die auch weitere konfessionell verfasste Kirchen umfasst. Solche Kirchen verwenden in offiziellen Texten für die katholische Kirche in der Regel auch die Bezeichnung „römisch-katholische Kirche", selbst wenn im Alltag Angehörige dieser Kirchen meist dem allgemeinen deutschen Sprachgebrauch folgen. Zwar spricht die katholische Kirche auch z. B. den orthodoxen Kirchen nicht die Katholizität ab, allerdings werden sie als »nicht in voller Einheit« mit der katholischen Kirche stehend oder als getrennte Kirchen bezeichnet.
Siehe auch: katholisch
Geschichtliche Herleitung der Struktur
Ein Bischof (v. griech. ἐπίσκοπος „Hüter, Aufseher“) ist seit ca. 100 n. Chr. Vorsteher der christlichen Gemeinde in einer Stadt und den umliegenden Dörfern. Der Bereich eines Bischofs heißt Bistum oder Diözese (v. griech. διοίκησις „Verwaltung“), die Stadt ist der Bischofssitz. (Als Deutschland christianisiert wurde, gab es keine Städte, daher wurden die Diözesen ziemlich große ländliche Bezirke. Noch heute sind die Diözesen hier viel größer als z. B. in Italien, wo es schon in der Antike richtige Städte gab.)
In den ersten 3 Jahrhunderten bildeten sich die Kirchenprovinzen heraus. Eine Kirchenprovinz umfasst mehrere Diözesen, der Vorsteher heißt Metropolit. Im Deutschen nennt man ihn normalerweise Erzbischof und diejenige Diözese, deren Bischof der Erzbischof ist, heißt auch Erzbistum. Der Sitz eines Erzbischofs ist die Metropole (= Mittel-polis, Großstadt, Hauptstadt). In der römisch-katholischen Kirche haben die Metropoliten an Bedeutung verloren. Es ist heute mehr ein formaler Vorrang.
Bis 451 n. Chr. wurden die fünf „wichtigsten" Metropoliten zu Patriarchen (Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia, Jerusalem). Der Streit zwischen Rom und Konstantinopel führte dazu, dass sich die westliche Kirche schließlich von der östlichen (orthodoxen) trennte.
Heute gibt es etwas über 10 Patriarchate, wichtig ist vor allem Moskau. Im Westen gab es nur einen Patriarchen (Rom), der sehr viele Rechte auf Rom konzentrierte, während im Osten die Patriarchate sehr viel selbständiger blieben. Einige östliche Bistümer haben sich im Laufe der Geschichte mit Rom versöhnt (uniert), meist durch den Einfluss von katholischen Herrschern (Siebenbürgen, Ukraine u. a.). Es gibt heute an einigen Orten mehrere Bischöfe, z. B. einer mit Rom uniert, einer katholisch, einer orthodox. Die unierten Kirchen haben einen Ritus, der auf die griechische Kultur des antiken oströmischen Reiches zurückgeht, werden deshalb oft auch als griechisch-katholisch bezeichnet.
Siehe auch: Geschichte der römisch-katholischen Kirche
Die eine Kirche und ihre Teilkirchen
Die katholische Kirche besteht aus 23 Teilkirchen, deren weitaus größte die Lateinische Kirche ist. Die übrigen 22 Kirchen teilen sich auf die anderen Ritenfamilien auf; es sind Teile anderer Teilkirchen, die sich im Laufe der letzten 1000 Jahre mit Rom versöhnt haben, ihren historisch gewachsenen Ritus aber beibehalten. Nur die Maroniten haben keinen orthodoxen Gegenpart; sie gehören gänzlich zur katholischen Kirche.
Äußeres Merkmal der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche ist neben der gemeinsamen Glaubenslehre die Anerkennung des päpstlichen Primats, d.h. der spirituellen und juristischen Leitungsfunktion des Papstes. Dieser übt jedoch nur über die Lateinische Kirche patriarchale Gewalt aus; die übrigen Teilkirchen haben meist eigene Patriarchen oder Großerzbischöfe.
In der Erklärung Dominus Iesus der Kongregation für die Glaubenslehre heißt es dazu erläuternd:
»Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen. Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt.«
Nach dem Annuario Pontificio 2005 gibt es in der katholischen Kirche die folgenden Teilkirchen:
Lateinischer Ritus
# lateinische Kirche
Westsyrischer Ritus
# Maroniten
# syrisch-katholische Kirche
# syro-malankara katholische Kirche
Ostsyrischer Ritus
# chaldäisch-katholische Kirche
# syro-malabarische Kirche
Armenischer Ritus
# armenisch-katholische Kirche
Byzantinischer Ritus
# albanische griechisch-katholische Kirche
# bulgarisch-katholische Kirche
# griechische griechisch-katholische Kirche
# italo-albanische Kirchen
# Kirche der Byzantiner der Eparchie Krizevci
# mazedonisch-katholische Kirche
# melkitische griechisch-katholische Kirche
# rumänische griechisch-katholische Kirche
# russische griechisch-katholische Kirche
# ruthenisch griechisch-katholische Kirche
# slowakische griechisch-katholische Kirche
# ukrainische griechisch-katholische Kirche
# ungarische griechisch-katholische Kirche
# weißrussische griechisch-katholische Kirche
Alexandrinischer Ritus
# koptisch-katholische Kirche
# äthiopisch-katholische Kirche
Eine hierarchische Kirche
Als unverzichtbares Strukturelement wird das Petrusamt angesehen, das gemäß katholischer Lehre von Petrus (Matthäus 16,18) auf alle seine Nachfolger im römischen Bischofsamt übergeht. Anders als westliche säkulare Staatsformen, bei denen demokratische Strukturen selbstverständlich geworden sind, ist die katholische Kirche darum hierarchisch strukturiert.
Papst und Kardinäle
An der Spitze der katholischen Kirche steht der Papst. Er ist höchste Autorität in Fragen der Lehre und der Kirchenordnung (siehe päpstliche Unfehlbarkeit). Allgemein verbindliche Leitsätze werden als Enzykliken und Instruktionen veröffentlicht.
Ihm zur Seite stehen als seine engsten und wichtigsten Mitarbeiter die Kardinäle; sozusagen das Domkapitel des Papstes. Manche Kardinäle arbeiten in der Kurie, der kirchlichen Zentralverwaltung in Rom (Kurienkardinäle); andere sind Erzbischöfe oder Bischöfe in verschiedensten Staaten der Welt (s. u.). Jeder Kardinal bis auf wenige Ausnahmen ist ein geweihter Bischof.
Erzbischöfe und Bischöfe
Unter dem Papst kommen in hierarchischer Reihenfolge die Erzbischöfe und Bischöfe. Regional ist die katholische Kirche in Kirchenprovinzen mit einem Erzbistum und mehreren Bistümern organisiert. Die Bischöfe eines oder mehrerer Staaten treffen regelmäßig in Bischofskonferenzen zusammen (siehe auch Bistum). Die Bischöfe sind Leiter der Ortskirchen.
Dechant und Dekanat - Priester und Pfarreien
Mitarbeiter der Bischöfe sind die Priester und für den nicht priesterlichen Dienst die Diakone. Die Gläubigen selbst sind lokal zu Pfarreien (regional auch Pfarren) zusammengeschlossen, denen ein Priester als Pfarrer vorsteht. Verwaltungsrechtlich werden manchmal mehrere Pfarreien zu einem Dekanat zusammengefasst und vom zuständigen Bischof wird ein Pfarrer der betroffenen Pfarreien zum Dechant ernannt. Für die Ämter des Bischofs und des Priesters ist in der lateinischen Kirche der Zölibat regelmäßig vorgeschrieben; Diakone müssen sich vor der Diakonsweihe zwischen Ehe und Zölibat entscheiden. In den unierten Kirchen können auch Priester heiraten.
Katholische Studentengemeinden sind eine spezielle Form von Pfarrei. Sie sind meist nicht selbstständig, sondern einer bestehenden Ortspfarrei angegliedert, unterstehen aber direkt dem Bistum.
Gemeinschaften und Orden
Daneben gibt es zahlreiche Gemeinschaftsformen, von losen Bewegungen über Säkularinstitute bis hin zu einer großen Zahl von Ordensgemeinschaften. In Deutschland sind viele katholische Jugendverbände im Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) organisiert. Die Zahl vom BDKJ unabhängiger Jugendbewegungen, die vor allem in neuen geistlichen Gemeinschaften beheimatet sind, wächst. Zur katholischen Kirche gehören einige regionale und überregionale Hilfswerke, die sich der Linderung von Armutsfolgen widmen. Im deutschen Raum bekannt ist z. B. die Caritas. Die katholische Kirche gilt mit rund 100.000 Beschäftigten in Deutschland als der größte Arbeitgeber.
Eine deutsche Eigenheit ist die Tatsache, dass der Staat für die Kirche die Kirchensteuer erhebt, mit der die Kirche u. a. ihre sozialen Einrichtungen erhält.
Gottesvolk
Alle Stände und Gemeinschaften der Kirche bilden gemeinsam das Gottesvolk. Jeder Katholik hat durch Taufe und Firmung Anteil an der Sendung der Kirche in die Welt (Laienapostolat, vgl. Zweites Vatikanisches Konzil).
Wie die Kirche selbst hat auch der Gottesdienst eine bestimmte Struktur, so dass es dem katholischen Christen möglich ist, an jedem Gottesdienst des gleichen Ritus auch im Ausland teilzunehmen. Auch das katholische Kirchenjahr bietet immer wiederkehrende Feste und Gedenktage.
In der Bundesrepublik Deutschland zählte die katholische Kirche 2003 26,16 Millionen Mitglieder, das sind 300.000 weniger als im Vorjahr und 31,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 4 Millionen besuchen sonntags die Eucharistiefeier. Die Zahl der Kirchenaustritte liegt konstant bei über 100.000 jährlich.
Glaubensinhalte
- Dreifaltigkeit: Jesus als Sohn Gottes ist eines Wesens mit Gott selbst (s. Menschwerdung Gottes); Gott ist Vater (Jesu und der Menschen), Sohn (Gottes) und Heiliger Geist. Durch sein geschichtliches Leben und Wirken, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat der Sohn Gottes die Sünde der Welt auf sich genommen und den Weg zu Gott für alle Menschen geöffnet.
- Gottes Wirken in der Welt: Gott ist nicht nur der Schöpfer, sondern greift aus Liebe zu jedem einzelnen Menschen aktiv in die Welt ein; sein Handeln ist jedoch nach menschlichen Maßstäben nicht komplett begreifbar (siehe Theodizee-Frage).
- Die katholische Kirche sieht sich in der Nachfolge der Apostel, deren Glaubensbekenntnis sie in der Kraft des Heiligen Geistes durch die Zeiten bewahrt, vertieft und angesichts neuer Fragestellungen klärt. Diese Tradition der Kirche, deren wichtigster und deshalb eigenständig genannter („die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift“), aber nicht einziger Teil die Bibel ist, bildet ihre Lehrgrundlage. Das Apostelamt wurde laut katholischer Lehrauffassung nahtlos durch Weihe mit Handauflegung von den Aposteln bis zu den heutigen katholischen Geistlichen weitergegeben (apostolische Sukzession).
- Sakramente: Gott schenkt nach katholischer Lehre den Menschen das Heil durch die Sakramente. Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße und Versöhnung (Beichte), Krankensalbung, das Sakrament der Weihe, und Ehe. In den Sakramenten, vor allem in der Eucharistie, kommt die Kirche selbst als universales Heilssakrament zur Erscheinung.
- Endgericht und Leben nach dem Tod (Eschatologie): Die katholische Kirche erwartet das Wiederkommen Christi in Herrlichkeit und das Gericht über alle Menschen. Maßstab des Gerichts wird der Glaube und die (nach dem Maß der Gaben) verwirklichte Liebe sein. Die Erlösten empfangen paradiesisches, ewiges Leben in Gottesnähe ("Schau" Gottes von Angesicht zu Angesicht, himmlisches Hochzeitsmahl). Für jeden Menschen gibt es auch die Möglichkeit endgültiger Verlorenheit bei der Abkehr von Gott ("Hölle"). Die Hoffnung des Christusglaubens lässt sich jedoch nicht begrenzen.
- Marien- und Heiligenverehrung: Menschen, die ein christuszentriertes Leben geführt haben, können anderen Glaubenden als Vorbilder dienen. Gott ist besonders in Beziehungen zwischen Menschen erfahrbar, und da solche Beziehungen nach dem Tod nicht abbrechen müssen, kann die Beschäftigung mit solchen Vorbildern (Heiligen) sehr hilfreich sein. Die Heiligen gelten auch als Fürsprecher bei Gott, denn man geht davon aus, dass sie sich bereits in der Gemeinschaft mit Gott befinden. Die universale Heilsmittlerschaft Christi, auf den alle Heiligen verweisen, wird dadurch nicht in Frage gestellt, sondern unterstrichen. Der Prozess der Heiligsprechung ist sehr umfangreich und kann mehrere Jahrzehnte andauern. Dies gilt auch für die Anerkennung von Jesus-, Marien- und Heiligenerscheinungen, auf die sich die Wallfahrtsorte gründen.
- In der katholischen Kirche sind Bitten für die Verstorbenen üblich. Verstorbenen, die sich noch im Läuterungszustand des Purgatoriums befinden, soll hiermit gedacht werden.
Morallehre
Die Morallehre der katholischen Kirche ist seit den Anfängen dadurch geprägt, an den Idealen der Bergpredigt festzuhalten und zugleich den Bedingungen der irdischen Realität Rechnung zu tragen. In früheren Jahrhunderten war regelmäßig der Vorwurf zu großer Laxheit Grund für Kritik und Abspaltungen (Montanismus, Novatianismus, Donatismus, Katharer, Waldenser). Heute entzündet sich die Kirchenkritik meist an vermeintlich zu hohen Idealen, gepaart mit dem Vorwurf der Heuchelei und Doppelmoral, vor allem im Bereich der Sexualität.
Der Bergpredigt folgend sind die zentralen katholischen Wertsetzungen Liebe, Wahrheit, Gewaltlosigkeit, Besitzverzicht, Treue, Keuschheit. Die Umsetzung in kirchliches und, wo möglich, staatliches Recht geschieht in immer neuen Anläufen und unter innerkirchlichen und gesellschaftlichen Konflikten.
Lange waren Themen wie Eid, Wehrpflicht oder Kapitalismus umstritten. Hier ist die katholische Morallehre traditionell eher kompromissbereit. Seit etwa 1968 steht mit der Enzyklika Humanae Vitae zeitgleich mit den soziokulturellen Umwälzungen fast ausschließlich die Ehe- und Sexualmoral im Mittelpunkt der Beachtung und Auseinandersetzung. Das kirchliche Lehramt hat sich immer wieder eindeutig im Sinn der Zusammengehörigkeit von Sexualität, lebenslanger Treue und Fortpflanzung und damit gegen Ehescheidung, "künstliche" Empfängnisverhütung und die Gleichwertigkeit der Homosexualität ausgesprochen. Ebenso kompromisslos wird der Lebensschutz vertreten und Abtreibung, Euthanasie, Klonen, Todesstrafe, Eugenik und Angriffskrieg abgelehnt.
Viele Positionen sind aber auch innerkirchlich seit langem umstritten. Die katholische Moraltheologie vertritt die Ansicht, dass die Werte des Evangeliums dem Naturrecht nicht widersprächen, sondern sein letzter und höchster Ausdruck seien. Diesen naturrechtlichen Ansatz und die kirchliche Lesart der im Neuen Testament grundgelegten Moral zu vermitteln gelingt der Kirche jedoch immer weniger. Auch Kirchgänger leben - oft im stillen Einverständnis mit ihren Seelsorgern vor Ort - in einem sogenannten vertikalen Schisma: Die immer wieder von Rom eingeschärften Weisungen werden in der Praxis entweder ignoriert oder mit innerer Emigration beantwortet.
Siehe auch: Evangelische Räte, Homosexualität im Neuen Testament
Ökumene
Die Verständigung und der Austausch mit anderen christlichen Glaubensgemeinschaften wird gesucht und gepflegt, insbesondere mit den östlich-orthodoxen Kirchen, der anglikanischen Kirche und den evangelischen Kirchen und Gemeinschaften. Die katholische Kirche ist jedoch nicht Mitglied im ökumenischen Rat der Kirchen.
Man setzt auch auf den Dialog mit anderen Religionen, wie weltweite religiöse Treffen zeigen, die auf Initiativen des Vatikan zurückgehen.
Aufgrund ihres Kirchen-, Amts- und insbesondere Eucharistieverständnisses ist sie gegen Interzelebration und Interkommunion. Nach dem ökumenischen Kirchentag 2003 gab es Sanktionen von Seiten der katholischen Kirche gegen einen Priester, der an einem ökumenischen Abendmahl aktiv teilgenommen hatte. Nach Ansicht der katholischen Kirche ist im konsekrierten Brot und Wein Jesus Christus real präsent. Diese Auffassung vertreten auch die übrigen katholischen Kirchen sowie die Lutheraner. Allerdings unterscheidet sich die Auffassung der Lutheraner insofern, als diese annehmen, die Realpräsenz sei nur für die Dauer des Abendmahls vorhanden. Alle anderen evangelischen Kirchen lehnen die Realpräsenz ab und sehen im Abendmahl einen symbolischen Erinnerungsakt. Aus diesem Grunde verpflichtet die katholische Kirche ihre Gläubigen dazu, nur an der Eucharistiefeier der eigenen Kirche teilzunehmen und erlaubt den Empfang der Kommunion Angehörigen getrennter Konfessionen nur unter besonderen Umständen. In bestimmten Notfällen wie Lebensgefahr darf ein katholischer Priester die Sterbesakramente auch Mitgliedern anderer Denominationen spenden. 2004 hat Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia noch einmal die Bedeutung der Eucharistie unterstrichen und dazu aufgerufen, jedem Missbrauch vorzubeugen.
Verbreitung
Die Katholische Kirche ist in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas verbreitet, in Südeuropa (Spanien, Italien, Portugal), Westeuropa (Frankreich, Belgien, Niederlande), Osteuropa (Polen, Kroatien, Litauen) und in einigen Teilen Afrikas. In Asien beschränkt sich ihr Einfluss auf Osttimor und die Philippinen.
Weltweit gibt es über 1,1 Mrd Katholiken.
Die katholische Kirche und ihre jeweilige Landesentwicklung
- katholische Kirche in Afrika
- katholische Kirche in Afghanistan
- katholische Kirche in Albanien
- katholische Kirche in Andorra
- katholische Kirche in Argentinien
- katholische Kirche in Armenien
- katholische Kirche in Aserbaidschan
- katholische Kirche in Australien
- katholische Kirche in Belgien
- katholische Kirche in Bolivien
- katholische Kirche in Bosnien
- katholische Kirche in Brasilien
- katholische Kirche in Brunei
- katholische Kirche in Bulgarien
- katholische Kirche in Chile
- katholische Kirche in Dänemark
- katholische Kirche in Deutschland
- katholische Kirche in Ecuador
- katholische Kirche in Estland
- katholische Kirche in Finnland
- katholische Kirche in Frankreich
- katholische Kirche in Gibraltar
- katholische Kirche in Griechenland
- katholische Kirche in Großbritannien und Nordirland
- katholische Kirche in Irland
- katholische Kirche in Italien
- katholische Kirche in der Karibik
- katholische Kirche in Kolumbien
- katholische Kirche in Kuwait
- katholische Kirche in Kroatien
- katholische Kirche in Liechtenstein
- katholische Kirche in Luxemburg
- katholische Kirche in Monaco
- katholische Kirche in der Mongolei
- katholische Kirche in Nauru
- katholische Kirche in Nepal
- katholische Kirche in Neuseeland
- katholische Kirche in Österreich
- katholische Kirche in Paraguay
- katholische Kirche in Peru
- katholische Kirche in Polen
- katholische Kirche in Rumänien
- katholische Kirche in Singapur
- katholische Kirche in Spanien
- katholische Kirche in Ungarn
- katholische Kirche in Uruguay
- katholische Kirche in den USA
- katholische Kirche in Venezuela
Siehe auch
- Papstwahl
- Seelsorge
- Internetseelsorge
- Vatikanstadt
- Kirchenjahr
- Katholische Kirche
- Katholizismus
- Protestantismus
- Evangelische Kirche
- Volksfrömmigkeit
- Reformation
- Ökumene
- Religion während des Nationalsozialismus
- Kirchenkritik
- Portal:Religion
- Portal:Christentum
- Liste der katholischen Bistümer
- Kanonisches Recht
Weblinks
- [http://www.vatican.va/phome_ge.htm Offizielle Webseite des Vatikans]
- Römisch-Katholische Kirche von [http://dbk.de/ Deutschland] und der [http://www.kath.ch Schweiz]
- [http://www.bischofskonferenz.at Die Österreichische Bischofskonferenz]
- [http://www.catholic-hierarchy.org Weltweite Übersicht über lebende und verstorbene kath. Würdenträger (Engl.)]
- [http://www.katolsk.no/utenriks/index_de.htm katholische Diözesen auf der ganzen Welt]
- [http://www.stjosef.at/index.htm?dok_standardwerke.php~mainFrame St. Josef] - Standardwerke zu katholischen Theologie
- [http://theol.uibk.ac.at/leseraum/ Theologischer Leseraum] - Dokumente zum katholischen Lehramt
- [http://www.apostolische-nachfolge.de/ Personenverzeichnis] - Bischöfe in den Diözesen der Welt und Mitarbeiter der Kurie
- [http://www.damian-hungs.de/ Kurze Darstellung unierter Kirchen]
-
simple:Roman Catholicism
Lateinische KircheLateinische Kirche ist der offizielle Name einer Teilkirche eigenen Rechts der Katholischen bzw. Römisch-Katholischen Kirche zur Unterscheidung von den katholischen Ostkirchen.
Mit dem Ausdruck fasst man die Diözesen des Patriarchats von Rom zusammen, die seit dem 2. Jahrhundert von der griechischen zur lateinischen Liturgiesprache übergegangen waren und diese auch in ihren Missionsgebieten beibehielten. Dieser westliche Teil der alten Kirche hat sich in einem historischen Prozess, der in der gegenseitigen Exkommunikation von Papst und Patriarch von Konstantinopel (Großes Schisma im Jahre 1054) kulminierte, vom östlichen Teil der Kirche getrennt.
Das Gemeinte ist jedoch nicht deckungsgleich mit der Katholischen Kirche, da diese auch die unierten Kirchen des byzantinischen, syrischen, maronitischen und anderer Riten umfasst. Jedoch ist die Lateinische Teilkirche bei weitem größer als alle anderen zusammen.
Nach wie vor ist für die Liturgie der Lateinischen Kirche Latein von entscheidender Bedeutung, auch wenn sie heute meistens in der Landessprache gefeiert wird. Oberhaupt der Lateinischen Kirche ist der Bischof von Rom (d. h. der Papst) als Patriarch des Abendlandes.
Vieles, was als "typisch katholisch" gilt, so der priesterliche Zölibat und zahlreiche andere Züge der Liturgie und des Kirchenrechts, trifft nur auf die Lateinische Kirche zu.
Kategorie:Katholische Kirche
Kategorie:Rom-unierte Kirche
Apostolisches GlaubensbekenntnisDas Apostolische Glaubensbekenntnis ist eine fortgebildete Variante des altrömischen Glaubensbekenntnisses aus dem 2. Jahrhundert, welches wahrscheinlich aus einem noch älteren Taufbekenntnis entstanden ist.
Funktion
Ein Glaubensbekenntnis wie das Apostolische Glaubensbekenntnis benennt die wichtigsten Glaubensinhalte zum Zwecke des liturgischen (gottedienstlichen) Betens und Bekennens. Es wird von den westlichen christlichen Kirchen allgemein anerkannt. In der Kirche von England hat es eine herausragende Bedeutung, da es morgens und abends zu rezitieren ist. In der Katholischen Kirche ist es das Taufbekenntnis (in Frage- und Antwortform, auch bei der Tauferneuerung) sowie der Anfang des Rosenkranzgebets. In der östlichen Kirche ist es im allgemeinen unbekannt; dort wird stattdessen das Nicäische Glaubensbekenntnis verwendet. Das Apostolische Glaubensbekenntnis enthält aber keine Aussagen, die in der Ostkirche irgendwie umstritten wären.
Im 20. Jahrhundert wuchs seine Bedeutung in Folge der ökumenischen Bewegung, da es eine allen Kirchen akzeptable Formulierung des christlichen Glaubens darstellt. Hierzu wurde 1971 eine dem heutigen Sprachgebrauch angepasste Form eingeführt, die nach der unten genannten lateinischen Fassung zitiert wird. Gleich im Anschluss danach die alte Fassung nach dem Kleinen Katechismus von Dr. Martin Luther
Eine Parallelentwicklung stellt das Nicäische Glaubensbekenntnis dar.
Lateinisch Fassung
Credo in deum patrem omnipotentem,
creatorem coeli et terrae;
Et in Iesum Christum,
filium eius unicum,
dominum nostrum,
qui conceptus est de Spiritu sancto,
natus ex Maria virgine,
passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus et sepultus,
descendit ad inferna,
tertia die resurrexit a mortuis,
ascendit ad coelos,
sedet ad dexteram dei patris omnipotentis,
inde venturus est iudicare vivos et mortuos;
Credo in Spiritum sanctum,
sanctam ecclesiam catholicam,
sanctorum communionem,
remissionem peccatorum,
carnis resurrectionem,
et vitam aeternam. Amen.
Deutsche Fassung
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde;
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten;
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische1 Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten ( wörtlich: des Fleisches )
und das ewige Leben. Amen.
:1In den reformatorischen Kirchen wird der Ausdruck "katholische Kirche" oft durch "christliche Kirche" bzw. "allgemeine Kirche" ersetzt, um sich von der römisch-katholischen Kirche abzugrenzen. Katholisch bedeutet in diesem Sinne jedoch nicht die römisch-katholische Kirche, sondern die allgemeine Kirche (gr. katholikos = allgemein), also die Gemeinschaft aller Christen.
Nach Luther
Zum Vergleich alte Fassung nach dem Kleinen Katechismus von Dr. Martin Luther (die heute veränderten Wörter sind fett hervorgehoben):
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
Schöpfer Himmels und der Erde.
Ich glaube an Jesum Christum,
Gottes eingebornen Sohn, unsern Herrn,
der empfangen ist vom Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontio Pilato,
gekreuziget, gestorben und begraben,
niedergefahren zur Hölle,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren gen Himmel,
sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.
von dannen er kommen wird,
zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
eine heilige christliche Kirche,
die Gemeinde der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung des Fleisches
und ein ewiges Leben. Amen.
Eine kurze Auslegung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses
Der christliche Glaube besteht nicht aus einer Addition (Ansammlung) unterschiedlicher einzelner Glaubensinhalte, die nicht weiter zu vereinheitlichen (zu reduzieren) wären, sondern die Glaubensinhalte des christlichen Glaubens (formuliert etwa im frühkirchlichen sogenannten Apostolischen Glaubensbekenntnis als einer Zusammenstellung von biblischen Aussagen) sind eine Ausfaltung der recht einfachen Lehre Jesu, wie sie in den Evangelien weitergegeben wurde.
Die Lehre Jesu lässt sich so zusammenfassen:
- Glaubt, dass ihr absolut in Gott geborgen seid (rein menschlich ausgedrückt: Tod und keine Schuld kann einen vom ewigen Leben trennen; oder: die letzten Wirklichkeiten über unser Leben sind nicht Tod, Schuld und Ungerechtigkeit, sondern die Erlösung davon; anders bildlich ausgedrückt: tiefer als in die Hand Gottes kann man nicht fallen),
- glaubt, dass das Reich Gottes möglich ist (nahe ist) und handelt dementsprechend, und
- ihr müsst euer Tun vor euch verantworten, was bedeutet, dass ihr von anderen und vor allem von mir (Jesus) gefragt werdet, wie ihr denn euer Handeln rechtfertigen wollt, und dem könnt ihr nicht ausweichen.
Deswegen lässt sich der Begriff Glaube so definieren: »Glaube« im christ-lichen Sinn bezeichnet das Bewusstsein, sich so wie Jesus absolut in Gott geborgen zu wissen, so dass man nicht mehr aus Angst um sich selbst handeln muss und in Liebe und Gelassenheit leben kann.
Dieser Glaube stellt sich theologisch dreifach dar als Glaube an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Denn es geht im christlichen Glauben darum, sich absolut in Gott geborgen zu wissen (Glaube an den Vater), was bedeutet, dass man glaubt, dass Gott einen in sich so aufgenommen hat (in sich hineingeschaffen hat), dass weder Tod noch irgendeine Schuld einen von der Gemeinschaft mit Gott trennen können. Sodann geht es darum, sich genau so wie Jesus in Gott geborgen zu wissen, so dass man auch wie Jesus erfüllt sein könnte vom Heiligen Geist. "An den Heiligen Geist glauben" bedeutet also, sich so wie Jesus in Gott geborgen zu wissen, um so liebend und befreiend wie Jesus handeln zu können. "An Jesus als den (eingeborenen) Sohn glauben" bedeutet zu wissen, wem man diesen Glauben verdankt, weil Jesus diesen Glauben unüberbietbar vorgelebt hat. (Näheres unter den Links Dreifaltigkeit, Menschwerdung Gottes und Präexistenz des Sohnes) Im Glaubensbekenntnis wird die Gottessohnschaft Jesu noch durch die Sätze „empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“ näher ausgesagt. Hierzu Näheres unter dem Link Jungfrauengeburt Jesu. Auch wird die Gott | | |