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Kreisel
Ein Kreisel ist ursprünglich ein Kinderspielzeug, welches auf einem Punkt balanciert, nachdem es um eine Achse gezwirbelt wird. Der Kreisel ist eines der ältesten Spielzeuge, welches an archäologischen Fundstellen anzutreffen ist. Neben dem Gebrauch des Spielzeugs wurden Kreisel historisch auch für Glücksspiele und für die Wahrsagerei verwendet. Einige Rollenspiele benutzen Kreisel als Würfelersatz.
Kreiseltypen
Würfel
- Brummkreisel
- Ziehkreisel
- Spielkreisel
- Peitschenkreisel
- Pfeifkreisel
- Stehaufkreisel
- Duellkreisel
- Beyblade
- Beigoma
- Dreidel
In der Schweiz und auch in Deutschland wird die Bezeichnung Kreisel ebenfalls für den Kreisverkehr benutzt.
Technische Anwendung
Im physikalischen Sinne ist jede schnell um eine Achse rotierende Masse mit hohem Trägheitsmoment ein Kreisel. Mathematisch betrachtet sind Kreisel rotierende feste Körper. Technische Anwendungen sind Gyroskope als Kreiselkompass oder Kreisel als Energiespeicher (siehe auch Schwungrad).
Eine Besonderheit ist das sog. Levitron, ein kreiselnder Magnet, der durch seine Kreiselbewegung stabil über einem ringförmigen Magnetfeld schwebt.
Das Verhalten des Kreisels beruht auf dem gyroskopischen Effekt. Normalerweise wackelt der Kreisel erst, bis die Interaktion der Spitze und der Unterfläche den Kreisel in eine aufrechte Lage zwingt. Nach einer längeren aufrecht drehenden Phase lässt der Drehimpuls und demnach der gyroskopische Effekt allmählich nach. Dies führt zu einer sich steigernden Präzession, was schließlich in einer starken Kippneigung schleifend endet.
Literatur
- Felix Klein, Arnold Sommerfeld: Über die Theorie des Kreisels. Stuttgart: Teubner, 1965
Weblinks
- http://www.mex1.de/stories/kreisel.html
- [http://private.addcom.de/schoenhoff/krei1.htm Warum brummt ein Kreisel?]
- http://www.physics.ucla.edu/marty/levitron
- [http://users.aol.com/gykophys/levitron/levitron.htm LEVITRON: Selber bauen (1)]
- [http://www.fh-niederrhein.de/~gkorsch/a_oeder/lev_aoed.htm LEVITRON: Selber bauen (2)]
- http://www.hcrs.at/LEVITRON.HTM
- [http://www.physik-schule.de/download/pdf/Kreisel/levitron1.pdf LEVITRON: Kurzbeschreibung und Kurzanleitung (PDF)]
- [http://www.physik-schule.de/download/pdf/Kreisel/levitron2.PDF LEVITRON: Artikel aus "Physik in unserer Zeit" (5/1995) (PDF)]
- [http://www.koepken.de/levitron/ Online-Simulation des Levitron (Java-Applet)]
Kategorie:Mechanik
Kategorie:Spielzeug
ja:独楽
SpielzeugEin Spielzeug ist ein Gegenstand, Gerät, oder ein angefertigtes Spiel, mit dem v. a. Kinder spielen. Ein Spielzeug wird um seiner selbst willen geschätzt, bzw. wegen der Freude am Spiel (Spieltrieb), das es ermöglicht. Für den Handel bestimmtes Spielzeug wird unter dem Begriff Spielwaren zusammengefasst.
Spielwaren
Zweck
Im Unterschied etwa zu einem Werkzeug, dessen Zweck primär in der Herstellung eines anderen Dinges liegt, liegt der Zweck des Spielzeugs vor allem in ihm selbst. Ein Spielzeug dient dem Erwerb und Erlernen verschiedener Fertigkeiten und Fähigkeiten. Es dient zur Vorbereitung ihrer Geschlechterrolle und ihrer Sozialisation in der Gesellschaft. Mit Spielzeugen werden bestimmte Vorgänge des Alltages nachgeahmt und nachgespielt. Schon seit Urzeiten werden Spielzeuge von Kindern verwendet.
Geschichte
Steinzeit
Als das älteste Spielzeug ist die Puppe anzusehen. Bereits aus der jüngeren Steinzeit lassen sich puppenähnliche Gebilde aus Ton nachweisen. Spielzeug wurde zunächst auf einfachste Weise selbst gefertigt, z. B. durch Schnitzerei. In vorgeschichtlichen Kindergräbern hat man als Beigaben kleine keramische Lärminstrumente, insbesondere Klappern, Rasseln und Pfeifen gefunden. Sie dienten zwar auch der Abwehr von bösen Geistern, eine mögliche Spielzeugdeutung kann aber nicht geleugnet werden.
Altertum
Etwa 200 vor Christus gab es in Ägypten bereits hölzerne Krokodile und Löwen mit beweglichem Unterkiefer. Auch waren Puppen mit beweglichen Gliedmaßen aus Holz, Ton, Terrakotta, Knochen und Gips im gesamten antiken Mittelmeerraum bekannt. Auf griechischen Vasen sind häufig Kinder mit Spielzeug abgebildet. Im antiken Rom gab es gar vollständige Puppenmöbelgarnituren.
Mittelalter
Vase
Messingpferdchen, Holz- und Tontiere waren im 12. Jahrhundert von kleinen Jungen ebenso begehrte Spielsachen, wie gewappnete Ritter im Kleinformat. Auch Schaukelpferde erfreuten sich großer Beliebtheit, hatten sie doch neben der beruhigenden Wiegefunktion auch den Zweck, das Reiten vor zu bereiten. Nicht nur, aber auch durch den Einfluss der das soziale Leben bestimmenden Kirche, findet man nun vermehrt geschlechterspezifisches Spielzeug. Mädchen wurden bereits spielerisch auf ihre Rolle als Mutter (Puppe, Puppenhaus) und Bewahrerin der häuslichen Ordnung (Stick-, Spinn- und Schmuckarbeiten) vorbereitet. (Anmerkung: Hier ist IMMER von der privilegierten Adelsschicht oder dem aufkommenden Bürgertum die Rede. Die Kinder der sogenannten niederen Stände hatten, so sie Gelegenheit dazu besaßen, wenig Spielzeit und das Spielzeug beschränkte sich auf selbstgefertigte Murmeln, Bälle aus Bast und Holzkreiseln.)
Industrie
Im Zuge der Industrialisierung hat sich die Spielzeugindustrie entwickelt. Seit dem 15. Jahrhundert ist Nürnberg ein Mittelpunkt des Handels und der Produktion von Spielzeug. Der sogenannte Nürnberger Tand, worunter man vollständig eingerichtete Puppenstuben, Holzsoldaten, Steckenpferde, Trommeln und sogar kleine Messingkanonen verstand, eroberte den bis dahin bekannten Weltmarkt. Im 19. Jahrhundert wurde Sonneberg zum Zentrum der Spielzeugherstellung und des Spielwarenhandels. Die Sonneberger Verleger und Kaufleute beherrschten Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihren Spielwaren den Weltmarkt und machten Sonneberg zur Weltspielwarenstadt. Noch heute befinden sich etwa 70 % der bundesdeutschen Spielwarenindustrie im süddeutschen Raum. (Siehe auch: Spielzeugmuseum (Nürnberg))
Spielzeugmuseum (Nürnberg)
Die Gestaltung des Spielzeugs spiegelt die unterschiedlichen natürlichen und kulturellen Lebensbezüge wider. Auch Erwachsene beschäftigen sich mit Spielzeug, z. B. Modellbau.
Heute wird der Großteil allen Spielzeugs in der Volksrepublik China hergestellt.
Wissenswertes
Es gibt auch einen Film, in dem Spielzeuge die Hauptrolle spielen. Dieser Film heißt Toy Story. Zahlreiche Spielzeugmuseen bekunden das wachsende Interesse an diesem Kulturgut:
- [http://www.Waltershausen.de Puppenausstellungen im Museum Schloss Tennenberg]. Im Museum von Waltershausen (Museum Schloss Tenneberg), dem einstigen Zentrum der Deutschen Puppenindustrie, befinden sich verschiedene Puppenausstellungen zur regionalen und internationalen Puppenindustrie mit umfangreichen Dokumentationen.
- [http://www.spielzeugmuseum-sonneberg.de/ Deutsches Spielzeugmuseum] (Sonneberg)
- [http://www.spielzeugmuseum-seiffen.de/ Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen] (Seiffen)
- Spielzeugmuseum Hamburg (Hamburg)
- Spielzeugmuseum Ingolstadt (Ingolstadt)
- Spielzeugmuseum Nürnberg (Nürnberg)
- Norddeutsches Spielzeugmuseum (Soltau)
- Spielzeugmuseum Trier (Trier)
- Tretauto Museum (München)
- [http://de.wikinews.org/wiki/Nürnberger_Spielwarenmesse_eröffnet Nürnberger Spielwarenmesse eröffnet (in Wikinews)]
Spielzeug (kleine Auswahl)
München
- Elementares Spielzeug
- Kreisel
- Reifen
- Baukästen
- Bausteine
- Lego–Duplo
- Fischertechnik
- Optisches Spielzeug
- Kaleidoskop
Kaleidoskop
- Modelle
- Spielzeugeisenbahn – Modellflugzeug – Spielzeugauto – Autorennbahn
- Elektronische Spiele
- Gameboy – Spielkonsolen
- Spiele
- Brettspiele
- Mensch ärgere dich nicht – Damespiel – Mühle – Schach – Halma – Monopoly
- Würfelspiele
- Kartenspiele
- Schwarzer Peter – Quartett
Quartett
- Puppen und Kuscheltiere
- Spielzeugpuppe
- Teddybär
- Diddl-Maus
- Quietscheentchen
- Playmobil
- Kriegsspielzeug
- Spielzeugwaffen, Spielzeugsoldaten, Strategiespiele
- Sportgerät
- Ball – Frisbee
- Spielzeuginstrumente
- Clarina
- Rassel, Maracas
- Spielzeugklavier/Kinderklavier
- Trillerpfeife
- Blockflötenkopf
Siehe auch: Spielzeugklassiker, Nürnberger Spielwarenmesse, Aufziehspielzeug
!
ja:玩具
ko:장난감
GlücksspielGlücksspiele, veraltet auch als Hazardspiele (von französisch hazard = Zufall) bezeichnet, sind Spiele, deren Ausgang im Wesentlichen vom Zufall abhängt und nicht vom Geschick oder den Entscheidungen der Spieler. Die unterschiedlichen Glücksspiele unterscheiden sich u. a. durch die Wahrscheinlichkeit des Gewinnens sowie im Verhältnis der Gewinnausschüttung zu den gezahlten Einsätzen. Im Allgemeinen sind die Spielregeln und Gewinnausschüttungen so ausgelegt, dass ein Glücksspieler auf lange Sicht, also bei häufigem Spiel, Geld verliert.
Wahrscheinlichkeit
Geschichtliches und Rechtliches
Schon nach römischem Recht durften Spielschulden nicht eingeklagt werden; auch konnte das Verlorene vor Gericht zurückgefordert werden. Auch das Haus, in welchem Glücksspieler angetroffen wurden, unterlag der Konfiskation.
Nach altem deutschen Recht galten Glücksspielgeschäfte als unerlaubte Geschäfte und es konnte nicht nur der Verlust wieder zurückgefordert, sondern auch von dem Gewinner eingeklagt werden. Im 16. und 17. Jahrhundert setzte sich die Auffassung durch, dass das hohe und übermäßige Spiel (gemeint sind hohe Einsätze und geborgte Spieleinsätze) bei Strafe verboten sei. Man unterschied erstmals zwischen verbotenen und erlaubten Spielen, die sich weniger auf die Art als auf die Höhe derselben bezog.
Konfiskation
In den verschiedenen europäischen Staaten entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine unterschiedliche Einstellung zum Glücksspiel. Während in einigen Staaten diese Art von Spielen erlaubt war und auch zum Vorteil des Staates vergeben wurden weil man öffentlich betriebenes Glücksspiel für weniger verderblich hielt als das geheim betriebene, waren in anderen Staaten alle Hazardspiele verboten. In Frankreich, wo es früher in fast allen größern Städten privilegierte Spielhäuser gab, wurden diese am 1. Januar 1839 geschlossen.
In Deutschland war Preußen bereits vor der Märzrevolution (1848) mit der Aufhebung der Spielbanken vorangegangen. In den 1866 annektierten Ländern wurde den dort auf Grund von Verträgen mit den von früheren Regierungen errichteten Spielbanken die Fortdauer bis zum Schluss des Jahrs 1872 gestattet. Sie hatten dabei allerdings einen bedeutenden Teil des Reingewinns zur Bildung eines Kur- und Verschönerungsfonds für die beteiligten Städte anzusammeln. Ab 1872 gab es deswegen keine staatlichen Glücksspiele mehr in den Bädern Baden-Baden, Bad Homburg, Wiesbaden, Bad Ems, Bad Nauheim und Bad Pyrmont.
Auch wurde das Spielen in auswärtigen Lotterien verboten, so z. B. in Preußen durch die Verordnung vom 5. Juli 1847. Für die Durchführung öffentlicher Lotterien und Tombolas musste zuvor eine Erlaubnis eingeholt werden.
Tombola
Erwähnenswert ist auch die Entscheidung des Reichsgerichts vom 29. April 1882, wonach das sogenannte Buchmachen bei Pferdewettrennen und das Wetten am Totalisator als Glücksspiel zu betrachten sei.
Öffentliche Glücksspiele
In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden die meisten Glücksspiele in Spielkasinos oder Spielbanken angeboten. Glücksspiele zu spielen soll dem Zeitvertreib und Vergnügen dienen und nicht dem Gelderwerb – außer dem des Veranstalters. Viele Spieler nehmen jedoch aus reiner Gewinnsucht an Glücksspielen teil. Gelangt ein Spielkasino oder eine Spielbank zur Ansicht, dass Gelderwerb das Ziel des Glücksspiels ist, wird der Glücksspieler in diesem oder auch mehreren Kasinos nicht mehr zum Spiel zugelassen. Dies ist auch auf eigenen Wunsch möglich (etwa im Fall von Spielsucht).
Glücksspiele (Auswahl)
Glücksspiele sind beispielsweise:
- Roulette (auch American Roulette)
- Einarmiger Bandit
- Glücksrad
- Bingo
- Lotto – Lottosystem
- Spielkarten-Glücksspiele, z. B. Poker, Black Jack, Baccara, Faro, Trente et quarante, Red dog
- Würfel-Glücksspiele, z. B. Hazard, Craps, Sic Bo
- Keno
- Münze werfen, z. B. Kopf oder Zahl, Two Up
- Bukidomino (Buki)
- Geldspielautomaten
Im juristischen Sinne erfordert die Definition »Glücksspiel« auch einen Einsatz. Ist kein Einsatz notwendig, ist es ein Gewinnspiel (Preisausschreiben).
Sucht
Viele Menschen sind spielsüchtig, da sie entweder Verlust wieder einspielen wollen oder nach einem Gewinn geradezu gierig werden. Sie verspielen einen großen Teil ihres Einkommens oder verschulden sich sogar, um ihre Sucht zu finanzieren. Weil dadurch viele Familien in Existenznöte geraten sind, gibt es inzwischen auch zahlreiche Selbsthilfegruppen für Spielsüchtige.
Illegales Glücksspiel
Unter anderem wegen der Suchtgefahr gilt Glücksspiel in vielen Gesellschaften als unmoralisch. Ungeregeltes Glücksspiel ist in den meisten Staaten illegal und wird oft von der organisierten Kriminalität betrieben; legales Glücksspiel unterliegt meist diversen Einschränkungen.
Literatur
- Michael Monka, Manfred Tiede & Werner Voß (1999): Gewinnen mit Wahrscheinlichkeit. Statistik für Glücksritter, ISBN 3-499-60730-1
- Jörg Bewersdorff: Glück, Logik und Bluff: Mathematik im Spiel - Methoden, Ergebnisse und Grenzen, 3. Auflage, Wiesbaden 2003 (Vieweg), ISBN 3-528-26997-9
- Dr. Martin Bahr: Glücks- und Gewinnspielrecht. Eine Einführung in die wichtigsten rechtlichen Aspekte, Erich Schmidt Verlag Berlin 2005, ISBN [http://www.ESV.info/3-503-08721-4 3-503-08721-4]
- John Scarne: Scarne's New Complete Guide To Gambling, Simon & Schuster, New York, ISBN 0-671-630636 - 850 Seiten umfassendes Standardwerk, englischsprachig
- Harry Nutt: "Chance und Glück - Erkundungen zum Glücksspiel in Deutschland", Fischer, Frankfurt, 1994 ISBN 3-596-12390-9
- Schuster, Das Spiel, seine Entwickelung und Bedeutung im deutschen Recht (Wien 1878)
- Endemann, Beiträge zur Geschichte der Lotterie und zum heutigen Lotterierecht (Bonn 1882).
Siehe auch
- Sucht, Spielsucht
- Wahrscheinlichkeitsrechnung
- Tombola
- Roulette-Systeme
Weblinks
- [http://www.gluecksspielsucht.de/ Fachverband Glücksspielsucht]
Kategorie:Spielart
Kategorie:Glücksspiel
ja:ギャンブル
ko:도박
simple:Gambling
WahrsagereiWahrsagerei bezeichnet allgemein die vermeintliche Fähigkeit, die Zukunft vorherzusehen. Die Wahrsagekunst bezeichnet man auch als Mantik.
Mantik
Mantik
Mantik
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Methoden entwickelt, die Zukunft vorherzusehen. Von wissenschaftlichem Gesichtspunkt aus darf die Wahrsagerei als unzulänglich bzw. Aberglaube gelten, da keine Methode bisher nachweisbar funktioniert. Dies wird jährlich zum Beispiel durch die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. anhand von Vorhersagen "prominenter" Wahrsager für das Vorjahr bewiesen - die Trefferquote ist jedes Mal sehr gering. Um sicherzustellen, dass eine Vorhersage zutrifft, bedienen sich Wahrsager oft dem cold reading sowie dem sogenannten Barnum-Effekt.
Wahrsagerei unterscheidet sich von den wissenschaftlichen Methoden der Zukunftsvorherzusage insofern, dass Wahrsagerei meist keine theoretischen Grundlagen besitzt und praktisch aus dem Nichts Schlußfolgerungen zieht, während die Wissenschaft erst durch die Theorie zur Voraussage kommt. Es ist allerdings keine Seltenheit, dass Mantiker versuchen, scheinbar wissenschaftliche Erklärungen für die Funktionsweise der Vorhersage zu finden, etwa dass die Karten im Tarot durch das Unterbewusstsein beim Mischen beeiflusst wären oder dass in der Astrologie der Mond eine sichtbare Veränderung(Gezeiten) bewirken kann. Häufig weisen Matiker auch darauf hin, dass ihre Vorhersage auf bestätigten Erfahrungen beruhen würde, weshalb das Fehlen einer Begründung für die Wirksamkeit, nicht die Wirksamkeit an sich verneinen könnte.
Schon in früher Zeit entwickelten sich mehrere Methoden:
- das Bleigießen
- das Werfen kleiner Objekte, z.B. von Knochensplittern, und Deutung der Muster
- das Deuten der Eingeweidestruktur von Opfertieren (s. Haruspex)
- Flug bestimmter Vögel (Vogelschwärme) (Auspizien)
- Körnerfressen von (heiligen) Hühnern
- sonstiges Verhalten von Tieren
- Feuer (z. B. Rauchform, schnelles glühen, ...)
- die Palmblattbibliotheken in Indien
- das Lesen von Kokablättern in Peru, Bolivien und anderen lateinamerikanischen Ländern
Später kam noch z.B. das Handlesen, Kartenlegen (vgl. Tarot), die Kaffeesatzleserei und Kristallomantie hinzu. Weitere historische Formen sind die:
- Stichomantie - Weissagung aus der Form von beliebigen Texten,
- Hydromantie - Weissagung aus der Form von Wasser
- Nekromantie - Weissagung durch Kontakt mit den Toten
- Myomantik - Weissagung aus den Lauten von Mäusen
- Kromniomantik - Weissagung aus der Form von Zwiebelsprossen
- Aeoromantik - Weissagung aus der Form von Wolken
- Xylomantik - Weissagung aus der Form von Zweigen.
- Garosmantie - Weissagung aus bauchigen, mit Wasser gefüllten Flaschen
- Daphnomantie - Weissagung mittels eines ins Feuer geworfenen Lorbeerzweigs
Im Buch „The Concise Lexicon of the Occult” ( ISBN 0806511915 ) sind insgesamt 93 verschiedene Methoden der Weissagung aufgeführt.
Eine Auswahl dieser findet sich in der Liste der Weissagungstechniken.
siehe auch:Hellsehen
Kategorie:Esoterik
! Mantik (Wahrsagerei)
Kategorie:Volksglaube
Kategorie:Okkultismus
WürfelDer Begriff Würfel bezeichnet:
#einen geometrischen Körper, siehe Würfel (Geometrie)
#ein in Spielen als Zufallsgenerator eingesetzter Gegenstand, siehe Spielwürfel
#in der Kryptologie ein Verschlüsselungsverfahren, Transposition (Kryptographie)
BrummkreiselDer Brummkreisel ist ein nostalgisches Blechspielzeug. Die seit 1880 bestehende Firma Lorenz Bolz in Zirndorf patentierte 1913 die Drillstange. Mit dieser Erfindung wurde der klassische Schnurkreisel abgelöst.
Ein Metallstab mit Holzgriff (heute meist Plastik), um den sich wie bei einer Schraube spiralförmig Rillen winden, wird in den Kreisel gedrückt. Dabei greift der Greifer in die Aussparungen im Kreiselkopf. Das Gewinde drillt den Kreisel, der sich auch dann weiter dreht, wenn man die Schraubenspindel wieder andreht, da sich dabei ein Freilauf bildet.
Durch erneutes Pumpen wird der Kreisel beschleunigt, und je schneller er sich dreht, desto lauter "singt" er. Dies wird durch kleine Einschnitte ermöglicht, die dort, wo der Blechkörper des Kreisels am größten ist, angebracht sind. Sobald der Kreisel rotiert, wird die Luft aus seinem Inneren durch die Fliehkraft herausgeschleudert. Gleichzeitig strömt durch Öffnungen unterhalb des Kreiselfusses Luft nach, um den im Kreisel gebildeten Unterdruck auszugleichen. Die an diesen Löchern angebrachten kleinen Metallzungen vibrieren durch den Luftstrom und lassen den Kreisel summen.
Es gibt verschiedene Kreisel, sogenannte Choralkreisel, in denen, ähnlich einer Mundharmonika, Stimmzungen mit unterschiedlicher Tonlage angebracht sind. Eine locker aufliegende Pappscheibe, die mit Schlitzen versehen ist, gibt durch die Drehung mit dem Untersetzungsgetriebe wechselweise Stimmzungen frei. Ein solcher Choralkreisel kann bis zu 20 verschiedene Töne erzeugen und einfache Kinderlieder spielen. Erfunden wurde diese Art Kreisel ebenfalls von der Firma Lorenz Bolz. Das Untersetzungsgetriebe wurde von Bolz 1937 patentiert.
Siehe auch
- Dreidel, Beyblade
Weblinks
- http://www.mex1.de/stories/kreisel.html
- http://mschoenhoff.de/KREISEL/
Kategorie:Spielzeug
Kategorie:Mechanik
StehaufkreiselEin Stehaufkreisel ist ein Kreisel, der nach sich nach dem Andrehen auf einer Auflagefläche senkrecht zur Drehachse dreht und sich aufrichtet.
Ein ruhender Stehaufkreisel verhält sich wie ein Stehaufmännchen:
- Der Schwerpunkt liegt sehr tief, so dass der Kreisel, wird er angestoßen, sich wieder aufrichtet.
- Die Unterseite des Kreisels ist abgerundet, es gibt keinen ausgezeichneten Rotationspunkt. Dies gilt auch für die Oberseite, wobei hier die abgerundete Fläche kleiner ist.
- Zusätzlich darf die Auflagefläche nicht zu glatt sein.
Wird der Stehaufkreisel in Rotation versetzt, versucht die Schwerkraft, ihn wieder aufzurichten. Sie erzeugt ein Drehmoment, das den Kreisel in eine
Präzessionsbewegung senkrecht zur Störung ausrichtet.
Es gibt keinen festen Punkt, um den der Kreisel rotiert. Statt dessen rollt er auf einer Kreislinie auf der Unterseite ab, Drehachse und Symmetrieachse sind versetzt. Dadurch erzeugt die Reibung des Kreisels am momentanen Drehpunkt ein weiteres Drehmoment nach unten, bestimmt durch den Abstand der beiden Achsen. Der Kreisel neigt sich stetig nach unten, bis er sich schließlich auf die andere Seite dreht.
Wieder erzeugt die Schwerkraft ein Drehmoment, diesesmal in die andere Richtung: sie versucht, den Kreisel umzuwerfen. Auch auf der Oberseite gibt es keinen festen Drehpunkt, auch wenn die Abrollfläche kleiner ist als auf der Unterseite. Das durch Reibung auf der Abrolllinie erzeugte Drehmoment wirkt in die entgegengesetzte Richtung und stabilisiert eine Drehung in einer senkrechten Position zur Auflage.
Weblinks
- [http://www.physik.uni-augsburg.de/~wobsta/tippetop/link.shtml.de Analyse der Physik und numerische Simulation eines Stehaufkreisels]
Kategorie:Mechanik
Kategorie:Spielzeug
Beyblade
Beyblades sind eine spezielle Art von Wettkampfkreiseln, nach denen unter anderem ein Anime und Manga benannt wurden.
Anime
Der Manga Beyblade (orig. BAKUTEN SHOOT BEYBLADE, published 2000 by Shogakukan) von Taoko Aoki, wurde kurze Zeit nach seiner Veröffentlichung als Anime umgesetzt und stellt die Grundlage für den späteren Kreisel-Boom dar. Es gibt bis jetzt insgesamt 3 Staffeln der Serie: Beyblade 2002, Beyblade V-Force und Beyblade G-Revolution. In Deutschland läuft die von den Amerikanern großzügig verschandelte Version mit großem Erfolg bei RTL2. Doch auch in anderen Ländern der Welt, so auch in Frankreich und in den USA, hatte dieser Anime Rekorderfolge zu verbuchen.
Und auch wenn das Team in diesem Anime aus einer Gruppe Jungs besteht und Mädchen bis zu Beginn der dritten Staffel eher selten auftreten, stieß der Anime bei Mädchen und Jungen gleichfalls auf größte Begeisterung. Bei den Mädchen sorgte wohl stark die Attraktivität der Charaktere für die Begeisterung und deren Schwärmerei für die jeweiligen Favoriten, was einen weiteren Boom zur Folge hatte, nämlich den des Genres in der Fanfiction- und Yaoiszene.
Handlung
Beyblade 2001
Als Beyblader Tyson Granger (Takao Kinomiya) seinen Freunden zur Hilfe eilt, weil diese von einem Mitglied der Beyblade-Gang Bladesharks um ihre Blades betrogen wurden, trifft er zum ersten Mal auf den mysteriösen Kai Hiwatari. Es stellt sich heraus, dass es sich bei Kai um den Anführer einer vandalistischen Gang handelt. Es kommt, wies kommen muss: ein Kampf steht an, zwischen dem unerfahrenen Blader Tyson und dem amtierenden Weltmeister Kai. Schnell stellt sich heraus, dass Kai den Profititel wohlverdient hat, doch als dann auch noch ein geheimnisvolles Bitbeast namens Dranzer aus Kais Blade taucht, ist Tyson erledigt und verliert den Kampf mit verletztem Stolz. Er erfährt, dass es sich bei BitBeasts um mächtige Geister diverser Geschöpfe handelt, deren Kraft einigen wenigen Beyblades inne liegt. Kurz darauf kommt Tyson mehr denn weniger durch eine glückliche Fügung an sein BitBeast Dragoon und erkämpft sich bei einer Revanche dank dieses Wesens ein Unentschieden. Zwischenzeitlich freundet er sich mit dem Halbamerikaner Max Tate (Max Mizuhara) an, dessen anhängliche und besonnene Natur die perfekte Basis einer wachsenden Freundschaft ist.
Der dritte und vorerst letzte Kampf zwischen den beiden Kontrahenten Kai und Tyson findet bei der von der BBA (Beyblade Battle Association) veranstalteten Regionalen Meisterschaft in Tokio statt, an der beide ihr Bestes geben. Dies ist zugleich der Schauplatz, an dem sich alle fünf Jungs zum ersten Mal vollzählig begegnen: Tyson, Kenny (Kyouju), Max, Ray (Rei) und Kai - das zukünftige Team Bladebreakers. Doch noch wissen sie nicht, welche gemeinsame Zukunft das Schicksal für sie bereitet hält. (Anm. d. Beta-Autorin: die Zahl Fünf ist in Japan zugleich eine heilige Zahl und traditionelle Anzahl der Helden einer Truppe von Gerechtigkeitsstreitern; siehe Reideen, Sailor Moon o. Comic Party Bd. 2)
Die vier Jungs, ausgenommen Kenny, weil er kein Blader ist, kommen mithilfe ihrer BitBeasts ins Halbfinale. Letztendlich stehen sich Kai und Tyson im Finale gegenüber, wo Tyson ihm bei seinem ersten Sieg gegen Kai den Weltmeisterschaftstitel abknöpft.
Daraufhin entsteht durch die fünf Jungs das Team BladeBrakers, welches bei den World Russian Championships Japan im Beybladen vertreten soll. Doch bis dahin soll es noch ein weiter Weg sein, denn zuvor müssen sie Siege in den Asian und American Championships einholen, bevor sie nach Moskau aufbrechen dürfen. Ein weiteres Hindernis stellt Teamkapitän Kai dar. Er distanziert sich von seinem Team, ist kalt und einzelgängerisch, wie man ihn kennt. Von Teamwork hält er genauso wenig wie von Freundschaft, sein einziger Grund, diesem "Kindergarten", wie er es sagt, beizutreten, war der, dass er seinen Titel bei der WM verteidigen müsse. Trotz jeglicher Probleme, die mit Ach und Krach überwunden werden, gehen die Asiaten und Amerikaner unter ihnen unter, auf dass ihrem Weg nach Russland nichts mehr im Wege steht. Umso härter trifft sie ihre erste Niederlage, als Kai bei ihrem Aufenthalt in Europa brutal von Blader Johnny abgefertigt wird. Auch die beiden Teamkollegen von Johnny, Robert und Enrico, besiegen Tyson, der letzte in ihrem Bunde schließlich, Oliver, schlägt ein Unentschieden gegen ihn aus. Die Ereignisse führt das Team zunächst zum Rande der Verzweiflung; ganz besonders schwer trifft diese Niederlage Kai, für den Verlieren immer ein Fremdwort war. Die Bladebreakers aber berufen sich auf ihren Teamgeist und treten in einem offiziellen Turnier gegen die vier an, die sich Majestics nennen. Der Sieg gehört den Bladebreakers.
Ihre letzte Haltestelle ist - wie geplant - Moskau. Doch schon wieder treten neue Probleme auf, als eines Nachts Kai nicht mehr ins Hotel zurückkehrt. Seine Teamkollegen und Freunde machen sich erfolglos auf die Suche nach ihm. Als er sich schließlich einen Tag später bei der WM wieder blicken lässt, steht er auf der Seite ihrer Gegner. Befreundete Teams der Bladebreakers schlägt er im Alleingang und entzieht ihnen skrupellos ihre BitBeasts. Doch als es später zum inoffiziellen Kampf außerhalb des Turniers zwischen den Bladebreakers und Kai kommt, können sie ihn wieder für sich gewinnen. Kai begreift zum ersten Mal, wie sehr ihm die Freundschaft zu seinen Freunden bedeutet. Mit vereinten Kräften treten sie gemeinsam im letzten Kampf gegen ihre Gegner der WM an und siegen.
Beyblade V-Force
Das Weltmeisterschaftsturnier liegt nun weit zurück und die Bladebreakers existieren schon längst nicht mehr. Tyson und Kenny sind die Einzigen, die zusammen geblieben sind. Eine Schulkammeradin, Hilary Tatibana (Hiromi Tachibana), stößt zu ihnen und freundet sich mit ihnen an.
Doch eines Tages wird Tyson von dem geheimnisvollen Ozuma angegriffen. Ozuma gehört zu dem Beyblade-Team Saint Shields, ein Team, das die BitBeast der Bladebreakers gefangen nehmen will, um ihre Macht auszulöschen. Als Tyson Ozuma anfangs noch in Schach halten kann, warnt er mit Kenny per Brief und Mail Rei in China und Max in den USA. Nur Kai ist noch immer nirgends aufzufinden.
Als Tyson geraume Zeit später von einem Blader der Organisation Psykick angegriffen wird, beginnt er zu schwächeln, als Kai plötzlich wieder vor ihnen steht. Auch er hat bereits Bekanntschaft mit den Saint Shields gemacht, als er von Dunga in seinem Internat aufgesucht wurde. Doch Kai hat sich nicht zum Kampf verleiten lassen, weil er mit dem Beybladen aufgehört hat. Als Kai dann aber in Dunga einen ebenbürtigen Gegner erkannt hat, holte er seinen Dranzer wieder zurück aus dem Ruhestand.
Die Psykicks hatten ihn bisher in Ruhe gelassen und mit Kais Hilfe kann Tyson gegen ihren Blader gewinnen. Doch in einem Gespräch macht Kai deutlich, dass er nichts mehr von einem Team Bladebreakers wissen will. Im entscheidenden Moment tritt er jedoch wieder ein und, als dann auch noch Rei und Max wiederkommen, wird das Team Bladebreakers neu ins Leben gerufen.
Neben Ozuma und seinen Leuten müssen sich die Bladebreakers um die Psykicks kümmern. Sie besitzen BitBeasts, die nach den Vorbildern der originalen BitBeasts der Bladebreakers auf cyber-elektronischer Ebene hergestellt wurden. Bevor die Bladebreakers jedoch in einem hinterhältigen Turnier gezwungen sind, gegen sie zu kämpfen, tritt Wyatt, ein Freund von Kai, gegen eines dieser Cyber-Beasts an. Kai macht sich riesige Vorwürfe, als Wyatt unter der Macht zusammenbricht und später im Krankenhaus stirbt. Später im Kampf gegen diese Cyber-BitBeasts powert Kai sich völlig aus, um sich an ihnen wegen Wyatt zu rächen.
Bevor die Bladebreakers dann am Ende in zweier Teams an der WM teilnehmen können, schließen sie Frieden mit den Saint Shields; schalten Psykick aus; erledigen feindliche Blader mit ihren aus einem geheimnisvollen Stein entnommenen BitBeasts und bekämpfen die Beyblade-Teilepiraten King und Queen.
Im Finale der WM stellt sich plötzlich raus, dass der Freund der Bladebreakers Zeo gar kein Mensch ist, sondern ein Androide.
G Revolution
Der kleine Wirbelwind Daichi Sumeragi kommt, seinem Spitznamen die Ehre gebend, nach Tokio geschneit, allein aus dem Grund, Tyson den Weltmeisterschaftstitel streitig zu machen. Und noch ein zweiter Typ taucht auf, von dem niemand weiß, ob er auf Tysonss Seite steht oder nicht: Gin, der Herr der Stürme. Daichi nistet sich kurzerhand bei Tyson ein, gewinnt die Sympathie seines Großvaters und ist bald darauf nicht mehr abzuschütteln.
Doch die wahre Hektik bricht er so richtig aus, als jäh die neue WM mit ebenso neuen Regeln vor der Tür steht. Nicht wie sonst stehen sich ganze Teams gegenüber, sondern diesmal soll in Zweier-Teams gekämpft werden, eine neue Regel, die eine tragische Trennung zur Folge hat. Rei und Max entscheiden, dass sie nur Weltmeister werden können, wenn sie Tyson besiegen, weshalb sie das Team verlassen und ihre alten Teams in China und den USA aufsuchen. Nach einem tränenreichen Abschied, befindet sich Tyson am Rande der Verzweiflung: Kai bockt als Partner und Daichi, als selbsternanntes neues Mitglied des nun stark geschrumpften Teams, bleibt als einziger Partner übrig. Nach dem Sieg von Kai und Tyson bei der WM-Qualifikation stellt sich der mysteriöse Gin als Hiro (Hitoshi), Tysons lang vermisster großer Bruder, heraus. Er wird der Coach der Bladebreakers. Doch schon nach kurzer Zeit verschwindet Kai unverhofft und taucht wie gehabt erst bei der WM als neues Mitglied der Blitzkreig Boys auf. Wie Max und Rei hat auch er sich letztendlich für ein anderes Team entschieden, um an sein seit der letzten WM offen stehendes Match gegen Tyson zu kommen. Mit viel Schrei und Gebrüll haben sich Daichi und Tyson zusammengerauft, um sich als Partner zu verteidigen. Max und Rei sind ebenfalls in ihren Teams anwesend. Max spielt für die PPB Allstarz und Rei für die White Tiger X. Außerdem dabei sind die unbekannten F Dynasty und das Team, welches die großen Majestics(!)geschlagen hat: die stetig falsch spielenden Bartez Batalion.
Während der WM stehen sich die alten Bladebreakers wie Feinde gegenüber, bis das Finale feststeht: Blitzkreig Boys gegen Tysons neues Team BBA Revolution! In einem erbitterten Kampf schafft es Kai dann letztlich nicht den amtierenden Weltmeister zu schlagen und verliert.
Doch bereits kurze Zeit nach der WM, schneit neuer Ärger ins Haus. Boris taucht auf und vertreibt mit seiner Organisation BEGA die BBA. Tyson entschließ sich, Boris´ BEGA-Team zu bekämpfen und hat prompt wieder Max und Rei an seiner Seite. Die Rivalität der WM ist vergessen. Auch Kai taucht wieder auf, doch als Tyson ihm zur Begrüßung die Hand reicht, geht Kai an ihm vorbei und stellt sich auf die Seite der BEGA. Zum dritten Mal verrät Kai die Bladebreakers. Doch nicht nur das: Auch Hiro verrät seinen kleinen Bruder und trainiert das BEGA-Team.
Bis zum anstehenden Match vergeht noch einige Zeit, doch schon während des Auswahlverfahrens der BEGA kommt es zum Kampf zwischen Kai und der BEGA-Spitze Brooklyn. Kai hat keine Chance und wird so fertig gemacht, dass sein Blade in kleine Splitter zerspringt. Kais Wille ist gebrochen und er zieht sich in die Gosse zurück. Schließlich kommt der Tag, an dem der Kampf Bladebreakers vs BEGA stattfinden soll. Kai findet bei Yurij, der zuvor von Brooklyn ebenfalls krankenhausreif gekämpft worden war, einen neuen Blade für Dranzer, den Kenny ihm dort hinterlassen hat. Kai versteht die Message sofort und erscheint zum Match. Er soll gegen BEGA-Blader Garland antreten, doch als Kai sich bereit macht, fordert er Revanche gegen Brooklyn, obwohl er bei seinem ersten Kampf gegen ihn nicht den Hauch einer Chance gehabt hatte. Der Kampf wird mehr als hart, zerrt auf beiden Seiten stark an den Kräften und geht brutal ans Äußerste. Doch letztendlich schafft Kai es und gewinnt. Völlig ausgepowert bricht er am Ende zusammen. Die Bladebreakers kommen überglücklich über den Sieg zu Kai gelaufen. Doch was sie nicht wissen und auch nie erfahren werden, ist der viel zu hohe Preis, den Kai für diesen einen Sieg gezahlt. Er wusste, was passieren würde und er hat dieses Opfer bereitwillig entgegen genommen, denn mit dem Ende des Kampfes erlosch auch Dranzer Licht und sein Bit zerbrach in tausend Teile. Dranzer starb für Kais Sieg.
Den letzten Kampf bladet Tyson und siegt, womit er die BBA zurück an die Macht bringt. Allerdings hat dieses allerletzte Match zwischen Tyson und Brooklyn die völlige Destruktion der Stadt Tokyo zur Folge - was Kai und Tyson nicht davon abhält, anschließend im lang ersehnten Sonnenschein ihr ebenso lang ersehntes Match ohne Wettbewerbsstress im kleinen Kreise begeisterter Fans auszutragen, ein Kampf, bei dem auch Dranzer wiedererscheint, der sich einem Phönix gleich aus der Asche erhoben hat.
Charaktere
Die Hauptcharaktere von Beyblade:
- Takao Kinomiya (木ノ宮タカオ Kinomiya Takao) / Tyson Granger handelt oft sehr stur und unüberlegt. Jedoch ist er bereit, alles für seine Freunde tun, die ihm wie eine Familie sind. An ihm ist im Verlaufe der Geschichte die stärkste Entwicklung festzustellen, mit zunehmendem Alter wird er sehr ernsthaft und auch mental stabiler. Seine Mutter starb, als er noch klein war und sein Vater ist Archäologe, er lebt in Japan in einem großen Dojo-Anwesen bei seinem Großvater, der ihn mit allen Mittel im Kendo zu unterweisen versucht. Zu Beginn der Serie erhält er aus einer alten Familienkatana das Bitbeast Dragoon, ein Drachen Bitbeast. Seine Mutter heißt Mary. Diese ist schon tot. Sein Bruder heißt Hiro im deutschen anime und im Manga heißt er Spiky. Sein Vater macht Ausgrabungen in China, bei denen Spiky auch meisten dabei ist. Im Manga trifft er dort auch auf Ray und kann ihn überreden an dem Turnier in Japan teil zunehmen.
- Max Mizuhar'a (水原 マックス Mizuhara Makkusu) / Max Tate zieht am Anfang der ersten Staffel nach Japan, wo sein Vater ein Geschäft für Beyblade-Ersatzteile führt. Er freundet sich sofort mit Tyson und Kenny an. Seine Mutter lebt in New York und leitet dort das Team "PBB All Starz", wo sie die Beyblades erforscht. Wie man schon an seinem äußeren Erscheinungsbild erkennen kann, ist Max der Sonnenschein der Gruppe und nur schwer zu reizen. Er geht nie ohne eine Strategie in einen Kampf. Meist hat er mit dem Element Wasser zu tun, wie schon sein Name sagt (Mizu = Wasser; der Name ist wie viele andere von den Amerikanern vergewaltigt worden, so dass daraus Tate wurde). Sein Bitbeast ist nicht zuletzt deshalb ein Schildkröten-Bitbeast namens Draciel.
- Rei Kon (金 李 Kon Rei) / Ray Kon, ein Chinese und ausgebildeter Zen-Meister, war in seiner Heimat einst Mitglied des White Tiger Teams, bis er es heimlich verließ, um die Welt zu entdecken. Dabei ließ er das Tiger-BitBeast Driger mitgehen, womit er den Zorn seines alten Teams anheizte und später in der Serie nicht mehr im Guten auf sie trifft. Aber am Ende der ersten Staffel besiegt er sein altes Team und verträgt sich wieder mit ihnen. Die White Tigers brachten sich das Bladen selbst bei, da sie aus einem kleinem chinesischen Dorf am Rande der Zivilisation kommen. Er hat ein freundliches Wesen und ist definitiv der hemmungslose Realist der Gruppe, ist ehrgeizig und streng gegenüber seinen Teamkammeraden, und einer der wichtigsten Freunde Tysons. Außerdem ist er derjenige, der seine Teams zusammenhält.
- Kai Hiwatari (火渡カイ Hiwatari Kai) kämpft mit Dranzer, einem Phönix-BitBeast. Er besitzt das kühlste und ruhigste Wesen des Teams. Kai ist halb Russe und trotz seiner coolen Maske bricht nicht selten zerstörerische Wut aus ihm heraus. Einst begann er mit dem bladen in einem Abteil in Russland wo sich seine Fähigkeiten weiter entwickeln konnten. Im Laufe der Serie tritt er für kurze Zeit aus dem Team Tysons aus, da er der Macht seines Black Dranzers nicht widerstehen kann. Trotz seiner abweisenden Art baut sich zwischen ihm und Tyson ein enges Band auf, welches allerdings erst in der letzten Episode von G Revolution so richtig in Szene tritt. Außerdem war er am Anfang der Serie bei dem Team Blade Sharks. Er hat blaue Streifen im Gesicht, weil er die Beyblades lange Zeit gehasst hat und die Farbe blau die Familienfabe der Hiwataris ist. Sein Großvater heißt Voltaire. Die Beyblades hatte er gehasst, weil ihn deswegen sein Vater verlassen hat, besser gesagt Kais Vater wurde von Voltaire vertrieben, weil dieser sich mehr für Beyblades als für die Firma interniert. Seitdem hasste Kai die Beyblades, was sich dank Tyson aber geändert hat.
- Kyouju (キョウジュ) / Kenny besitzt in den ersten zwei Staffeln selbst keinen Beyblade, später kommt er allerdings an den mit einer Sprungfeder ausgestatteten Blade "Hopper", im Tausch gegen das sarkastische, sprechende BitBeastmädchen "Dizzy", welches in eben genannten Staffen in seinem Laptop eingesperrt ist. Die beiden sind ein eingespieltes Team und bilden das Gehirn des Teams. Kenny und baut den Mitgliedern der BladeBrakers stetig bessere Blades, deren optimale Zusammensetzung er zuvor am Laptop errechnet. Das Auffällige an diesem Jungen ist nicht nur seine ungewöhnlich hohe Stimme (in allen Synchrofassungen), sondern auch sein augenloses Gesicht.
- Hiromi Tachibana (立花 ヒロミ Tachibana Hiromi) / Hilary spielt selber nicht mit Beyblades, sie ist eher so etwas wie der weibliche Pol und Fanclub der BladeBreakers. Sie hilft ihnen beim Training und ist Klassensprecherin in Tysons Klasse. Zum Anfang der 2.Staffel verdonnert sie Tyson zum Putzdienst, weil er dauernd zu spät zu Schule kommt oder gänzlich ausbleibt. Hiromi hat anfangs Probleme damit, Bitbeasts zu sehen. Ab Mitte der dritten Staffel versucht sie mit mäßigem Erfolg den weiblichen Bladern anderer Teams nachzueifern.
- Yurij / Tala Iwanov gehört zu den Demolition Boys, welche einst für die Biovolt arbeiteten, welche von Kais Großvater geführt wurde. Diese Organisation hatte das Ziel, durch junge Blader die Weltherrschaft an sich zu reißen (eine recht utopische Idee). In der dritten Beyblade Staffel haben Tala und seine Teamkameraden sich von der Biovolt getrennt, da diese von den Bladebreakers zerstört wurden, und gründen zusammen mit Kai die Blitzkreig Boys, ein Team, mit dem sie in der ersten Hälfte von G Revolution zur Weltmeisterschaft antreten. Tala hat die Ausstrahlung eines Wolfes, deshalb besitzt er auch das BitBeast Wolborg.
- Brooklyn ist die Geheimwaffe der BEGA-Liga, er kämpft nur selten, so dass kaum Daten über ihn zur Verfügung stehen. Er trainiert nie, weil er sich zu recht für ein Naturtalent hält, was sich ändert, als Hitoshi zur Bega überläuft. Brooklyn bevorzugt es, in der Natur zu sein, und Tiere zu beobachten. Im entscheidenden Kampf mit Tyson lernt er den wahren Geist des Bladens kennen, was allerdings nicht die vollständige Zerstörung Tokyos durch seine Hand verhindert.
- Daichi Sumeragi (皇 大地 Sumeragi Daichi) / Daichi tritt bereits am Anfang der dritten Staffel auf, wo er Tyson zu einem Match herausfordern will. Der überhebliche Dreikäsehoch hält sich für den besten Blader der Welt, hat ein ziemlich aufbrausendes Temperament und gerät nicht zu selten mit Tyson aneinander, mit dem er später das Team BBA Revolution bildet. Trotzdem ist Daichi ein ernst zu nehmender Gegner, sein BitBeast ist Gaia Dragoon (im Amerikanischen und damit auch im Deutschen: Strata Dragoon).
- Hitoshi Kinomiya / Hiro Granger taucht das erste Mal in der dritten Beyblade Staffel auf. Er ist Tysons großer Bruder, ein begabter Blader und war jahrelang wie vom Erdboden verschluckt. Von ihm stammt nicht nur die Mütze, mit welcher Tyson alle drei Staffeln durchlebt, sondern durch ihn hat dieser auch einst mit dem Bladen begonnen. Später wird er zum Trainier der BBA Revolution, nachdem er sich als
- Jin, Herr der Stürme ausgegeben hat.
- Mao und Rai / Mariah und Lee sind zwei Mitglieder der "White Tiger" (in G Revolution "White Tiger X") und vor dessen Verschwinden Reis engste Verbündete. Sie sind Geschwister und weisen wie Rei katzenähnliche Merkmale auf. Ihre BitBeasts tragen die Namen "Galleon" und "Gallux". Mao war mal in Rei (und er in sie) verliebt, und im Manga heiraten Rei und sie zum Schluss und haben ein Kind.
Manga
Der Manga von Mangaka Takao Aoki (jap. 青木 隆夫) erschien bei Panini und wurde nach 5 von 11 Bänden eingestellt. Das Beyblade Anime Comic Heft erschien 3 mal (Oktober bis Dezember 2003) bei Dino Comics.
Kategorie:Anime
Kategorie:Manga
ja:ベイブレード
Schweiz
Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde.
Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.
In Kürze
Frankreich
Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern.
Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden.
Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag.
Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone.
Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer.
Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005).
Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch.
41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert.
Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig.
Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union.
Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.
Geografie
CH
Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.
38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche.
Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.
Geologie
Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer
Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen.
Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.
Berge
Oberrheinische Tiefebene
In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt.
Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe.
Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m).
In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin.
Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m).
Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz
Liste der Berge in der Schweiz]]
Seen
Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen.
Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden).
Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz.
Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²).
Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz
Flüsse
Liste der Seen in der Schweiz]]
Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden.
Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet.
Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer.
Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône.
Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau.
Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po.
Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz.
Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône.
Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz
Klima
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran.
Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage.
Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr.
Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990).
Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987).
Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten.
Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener.
Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990).
Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.
Flora und Fauna
30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet.
In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab).
Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder.
Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.
Bevölkerung
Sprachen
Kastanienwälder
Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.»
Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt.
Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren.
Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet.
Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch.
Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache
Religionen
:Kategorie:Schweizer Sprache]
Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis.
Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind.
Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas.
Siehe auch: Religionen in der Schweiz
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Schweiz.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg.
Burgund]
Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern.
Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet.
Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten.
Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte.
zugewandten Orte
Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat.
Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten.
Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt
1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde.
Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert.
Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind.
Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der Schweiz
Politisches System
Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität
Gewaltenteilung
Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenannten erstinstanzlichen Gerichte neu geschaffen. Das Strafgericht hat die Arbeit 2004 aufgenommen; das Verwaltungsgericht wird dies voraussichtlich 2007 tun. Ein besonderer Verfassungsgerichtshof wie in anderen Ländern existiert in der Schweiz nicht, doch können alle Gerichte eine (beschränkte) Verfassungsgerichtsbarkeit ausüben.
Siehe auch: Liste der Bundespräsidenten der Schweiz, Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates
Parteien
Parteien mit Vertreter im Bundesrat («Bundesratsparteien») sind:
- die Schweizerische Volkspartei (SVP; Stimmenanteil 2003: 26.6%),
- die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP; Stimmenanteil 2003: 23.3%),
- die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP; Stimmenanteil 2003: 17.3%) sowie
- die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; Stimmenanteil 2003: 14.4%).
SP, FDP und SVP haben je zwei Sitze, die CVP hat einen. Diese Verteilung ist neu seit Dezember 2003, davor galt die sogenannte Zauberformel.
Von den übrigen Parteien hat die Grüne Partei der Schweiz den grössten Stimmenanteil (2003: 7.4%).
Siehe auch: Politische Parteien in der Schweiz
Internationale Organisationen
Politische Parteien in der Schweiz
Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat die Schweiz 2002 der UNO bei, ist aber zugleich das erste Land, dessen Volk über den Beitritt abstimmen durfte. Daneben ist die Schweiz in der OSZE, dem Europarat wie auch in der EFTA tätig. Die Schweiz nimmt an der Partnerschaft für den Frieden der NATO teil und ratifizierte das Kyoto-Protokoll.
Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union (EU) noch des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); jedoch bestehen wichtige bilaterale Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Ein Beitritt zur NATO stünde im Konflikt zur Neutralität der Schweiz.
Siehe auch: Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Politische Strukturen
Kantone
Die Schweiz in den Vereinten Nationen
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (vor der Totalrevision der Bundesverfassung von 1999: 23 Kantone, wovon drei in je zwei Halbkantone gegliedert waren). Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen sehr ausgeprägten Föderalismus auf, der die politische und wirtschaftliche Kleinräumigkeit und Fragmentiertheit der Schweiz verstärkt.
Enklaven und Exklaven
Büsingen am Hochrhein wie auch Campione d'Italia sind Enklaven in der Schweiz:
- Die deutsche Gemeinde Büsingen ist nördlich des Rheins vom Kanton Schaffhausen umgeben, südlich davon grenzt sie an die Kantone Zürich und Thurgau.
- Das italienische Campione, bekannt für sein Spielcasino, ist am Luganersee innerhalb des Kantons Tessin.
Weitere Enklaven und Exklaven gehören eher in das Kuriositätenkabinett, so liegt das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht in russischem Hoheitsgebiet. Deren Fläche beträgt 563 m². Die Schweiz selbst hat innerhalb Liechtensteins eine Exklave. Beide Gebiete sind allerdings nur einige Quadratmeter gross.
Regionen
Schöllenenschlucht
Neben den geologischen und den geografischen Regionen definierte das Bundesamt für Statistik für die Schweiz sieben Grossregionen.
Diese sind die Ostschweiz, Zürich, die Zentralschweiz, die Nordwestschweiz, die Espace Mittelland, die Région Lémanique wie auch der Ticino.
In der Umgangssprache wird die Zentralschweiz häufig Innerschweiz genannt. Die Region zwischen Bern und Zürich wird auch als Mittelland bezeichnet und der französischsprachige Teil der Schweiz wird als Romandie, Welschschweiz oder Westschweiz bezeichnet.
Siehe auch: Grossregionen der Schweiz
Städte
Die grösste Schweizer Stadt ist Zürich mit rund 366'000 Einwohnern (Stand 2004). Die Agglomeration umfasst 1'080'000 Einwohner. Weitere Grossstädte mit über 100'000 Einwohnern sind Genf, Basel, die Bundesstadt Bern sowie Lausanne. Die Bevölkerungsdichte ist im flachen Mittelland sehr hoch, im Alpenland und im Jura naturgemäss dünn.
Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden der Schweiz.
Landesverteidigung
Hauptartikel: Schweizer Armee
Die Schweizer Armee ist die bewaffnete Streitmacht der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe. Da die Schweiz ein Binnenland ist, verfügt die Armee über keine Marine. Auf den grenzüberschreitenden Seen sind militärische Schnellboote im Einsatz (Motorbootkompanie). Das jährliche Budget beträgt rund 4.6 Milliarden Franken (2004).
Der Auftrag der Armee ist in der Bundesverfassung festgelegt.
- Raumsicherung und Verteidigung zur Behauptung des Schweizer Territorium
- Subsidiäre Einsätze zur Existenzsicherung bei Naturkatastrophen oder Grossanlässen
- Friedensförderung, beispielsweise als unbewaffnete Militärbeobachter für die UNO
Die Besonderheit der schweizerischen Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Es gibt insgesamt nur etwa 5% Berufs- und Zeitsoldaten. Alle übrigen Angehörigen der Armee sind Wehrpflichtige im Alter zwischen 20 und 34 Jahren, in speziellen Fällen bis 50 Jahren.
Militärdienstpflichtig sind alle männlichen Schweizer Bürger. Sie werden in der Regel im Alter von 19 Jahren per Marschbefehl zur militärischen Aushebung aufgeboten. Bei den Frauen geschieht dies auf freiwilliger Basis.
Die meisten bestehen die Aushebung, d. h. sind diensttauglich. Die Dienstuntauglichen müssen – von den Behinderten abgesehen – eine jährliche Militärpflichtersatzsteuer zahlen. Die meisten leisten dann Zivilschutz. Wer aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten will, hat die Möglichkeit, einen Zivildienst (meist eine Form von Sozialarbeit) zu absolvieren. Zur Abschreckung wurde die Dauer des Zivildienstes auf das 1.5-fache des Militärdienstes angesetzt. Eine Dienstverweigerung ist in der Schweiz im Prinzip möglich, jedoch nur mit grossem Aufwand durchzusetzen. Im Verlaufe eines Jahres werden ca. 20'000 junge Schweizer und Schweizerinnen in Rekrutenschulen von 21 Wochen Dauer ausgebildet.
Mit der Reform Armee XXI, angenommen 2003, wird die Mannschaftsstärke von den 400'000 der Armee 95 auf ca. 200'000 Angehörige reduziert. Davon sind 120'000 in aktive Verbände und 80'000 in Reserve-Einheiten eingeteilt.
Weltweit einzigartig ist die Abgabe der persönlichen Waffe an den Wehrmann; Angehörige der Armee bewahren ihre Waffe mit Munition zu Hause auf. So entstand die Redewendung «Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee».
Insgesamt fanden drei Generalmobilmachungen (GMob; auch Kriegsmobilmachung; KMob) zum Schutze der Integrität und der Neutralität der Schweiz statt. Die erste GMob fand anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 statt. Als Reaktion auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und um einen deutschen oder französischen Durchmarsch durch die Schweiz zu verhindern, wurde auf den 3. August 1914 die erneute GMob der Armee beschlossen. Die dritte GMob der Armee fand am 1. September 1939 als Reaktion auf den deutschen Überfall auf Polen statt. Henri Guisan wurde zum General gewählt und entwickelte sich in den Kriegsjahren zur Hauptintegrationsfigur der von den Achsenmächten eingeschlossenen Eidgenossenschaft.
Die Schweizer Armee war im Zweiten Weltkrieg in Luftkämpfe mit der deutschen Luftwaffe verwickelt. Terrestrisch wurde sie auf eigenem Territorium noch nie mit offenen Angriffen feindlicher Kräfte konfrontiert. Nachweislich wurden aber auch B-29 Bomber der USA abgefangen, die sich über österreichischem Territorium glaubten. Trotz mehrmaligen Anfunkens durch die Schweizer Jagdflieger antworteten die Bomberbesatzungen befehlsgemäss nicht und wurden abgeschossen. Auch wurde Schaffhausen irrtümlich von der USAF bombardiert und ein weiterer Bomber der USAF, der seinen Verband verloren hatte, entledigte sich seiner explosiven Ladung über Basel.
Da sich die militärische Bedrohungslage im heutigen Europa für die Schweiz geändert hat, wird die Armee immer wieder in Frage gestellt. Besonders die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) setzt sich seit Jahren erfolglos für eine Abschaffung ein. Zwei Abstimmungen zur Abschaffung der Armee wurden vom Volk bisher jedoch deutlich verworfen. Auch die Frage, ob friedenserhaltende Armee-Einsätze im Ausland mit der Neutralität vereinbar sind, ist umstritten.
Sozialversicherungen
Hauptartikel: Schweizer Sozialpolitik
In der Schweiz existieren mehrere Sozialversicherungen. Diese sind meistens Zwangsversicherungen, das heisst, für die Bewohner besteht eine Versicherungspflicht. Die wichtigsten Sozialversicherungen sind:
- die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die staatliche Rentenversicherung.
- die Krankenversicherung.
- die Mutterschaftsversicherung.
- die Unfallversicherung.
- die Invalidenversicherung (IV), für Personen, die aufgrund von Behinderungen nicht mehr vollständig erwerbstätig sein können oder Ergänzungsleistungen benötigen.
Daneben ist für Erwerbstätige eine berufliche Vorsorge, die Pensionskasse, obligatorisch. Diese wird privatwirtschaftlich geregelt und ist Sache des Arbeitgebers.
Freiwillig ist dagegen die Private Vorsorge in Form von zum Beispiel Lebensversicherungen. Diese werden steuerlich gefördert.
Die staatliche Rentenversicherung, die berufliche Vorsorge wie auch die private Vorsorge werden zusammen als Drei-Säulen-System bezeichnet.
Daneben gibt es die Erwerbsersatzordnung, so dass Militärdienstpflichtige während der Ausübung militärischer Pflichten ein Taggeld bekommen. Obligatorisch ist auch die Arbeitslosenversicherung.
Siehe auch: Sozialversicherung (Schweiz)
Gesundheitswesen
Hauptartikel: Gesundheitswesen Schweiz
In der Schweiz ist jeder Einwohner unabhängig von seiner Nationalität aufgrund des Krankenversicherungsgesetzes verpflichtet, sich bei einer schweizerischen Krankenkasse seiner Wahl für die Behandlungskosten bei Krankheit zu versichern («Grundversicherung», «obligatorische Krankenpflegeversicherung»). Die Krankenkassen sind privatwirtschaftliche Unternehmen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, jeden in die Grundversicherung aufzunehmen, der einen entsprechenden Antrag stellt und im Tätigkeitsgebiet der Kasse Wohnsitz hat. Die Zahlung der Prämie (Mitgliederbeitrag) ist Sache des Versicherten. Es handelt sich dabei um eine Kopfprämie, d. h. die Prämie ist einkommensunabhängig, variiert jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse und von Kanton zu Kanton. Einkommensschwachen Perso
Deutschland
Deutschland (die Langform der amtlichen Staatsbezeichnung lautet Bundesrepublik Deutschland) ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa und hat gemeinsame Grenzen mit Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden. Im Norden bilden die Nordsee und die Ostsee die natürlichen Staatsgrenzen.
Bundeshauptstadt und Regierungssitz ist Berlin; einige Bundesministerien befinden sich in der Bundesstadt Bonn, dem ehemaligen Regierungssitz. Das politische System ist föderal und als parlamentarische Demokratie organisiert: Nach Artikel 20 des Grundgesetzes versteht sich Deutschland als demokratischer und sozialer Bundesstaat und Rechtsstaat. Dieser Bundesstaat besteht aus 16 teilsouveränen Bundesländern. Deutschland ist mit über 82 Mio. Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Europas. Die Bundesrepublik Deutschland ist unter anderem Mitglied der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der NATO und der G8.
Viele Links zu Artikeln mit Deutschlandbezug finden sich im Portal Deutschland.
Geografie
Lage
Deutschland liegt in Mitteleuropa zwischen 47°16′15″ und 55°05′33″ nördlicher Breite und 5°52′01″ und 15°02′37″ östlicher Länge. Die Nord-Süd-Ausdehnung reicht von List auf Sylt (Schleswig-Holstein) bis Oberstdorf (Bayern) und beträgt 876 km; die West-Ost-Ausdehnung zwischen der Gemeinde Selfkant (NRW) und Deschka (Sachsen) beträgt 640 km.
Nachfolgend sind die an Deutschland angrenzenden Staaten und Meere im Uhrzeigersinn aufgeführt. D | | |