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Rhein-Neckar-Zentrum

Rhein-Neckar-Zentrum

Das Rhein-Neckar-Zentrum (RNZ) in Viernheim ist ein 1972 erbautes Einkaufszentrum mit etwa 60.000 m² Verkaufsfläche, das zur ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG gehört. Im RNZ befinden sich neben einem Kaufhaus etwa 100 Fachgeschäfte, sowie das Kinopolis, ein Multiplex-Kino. Über die OEG, die Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft, ist das RNZ im Öffentlichen Personennahverkehr an die Städte Mannheim und Heidelberg angebunden. Für den Individualverkehr stehen 3.800 Parkplätze zur Verfügung. Im Einzugsgebiet des RNZ leben etwa 1,4 Millionen Menschen, davon ca. 300.000 in einem Kernbereich mit weniger als 15 Minuten Fahrzeit.

Weblinks


- [http://www.ece.de/de/shopping/center/rnv/rnv.jsp Homepage der ECE Projektmanagement] Kategorie:Einkaufszentrum

1972

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Der Steinkauz (Athene noctua) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Nello Celio wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Indonesien, Präsident Hadji Mohamed Suharto erlässt eine Teil-Amnestie für die Putschisten von 1965
- 1. Januar: Polen und DDR führen den pass- und visafreien Grenzverkehr ein
- 1. Januar: Kurt Waldheim wird Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 14. Januar: Dänemark: Krönung von Margrethe II. zur Königin
- 18. Januar: Bahrain wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Januar: Katar wird Mitglied in der UNESCO
- 28. Januar: Regierungschefs des Bundes und der Länder beschließen den sog. Radikalenerlass
- 29. Januar: das Kernkraftwerk in Stade geht ans Netz
- 30. Januar: nordirischer Blutsonntag
- 30. Januar: Pakistan tritt aus dem Commonwealth aus
- 4. Februar: die Raumsonde Mariner 9 sendet Bilder vom Mars
- 9. Februar: Wings spielen ihr erstes Konzert (Universität Nottingham)
- 10. Februar: Oman wird Mitglied in der UNESCO
- 19. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Singapur
- 22. Februar: Scheich Khalifa übernimmt die Staats- und Regierungsgewalt in Katar
- 23. Februar: ein Lufthansa-Flugzeug wird nach Aden entführt; die Passagiere werden mit einem Lösegeld von 16 Millionen D-Mark freigekauft
- 3. März: Start der Raumsonde Pioneer 10
- 16. April: Start der Apollo 16-Mission
- 20. April: die Vereinigten Arabischen Emirate werden Mitglied in der UNESCO
- 27. April: Konstruktives Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt schlägt fehl
- 29. April: erste deutsche Schwulendemo in Münster
- 20. Mai: Volksabstimmung zur Vereinigten Republik Kamerun
- 22. Mai: Ceylon gibt sich eine neue Verfassung und wird eine Republik unter dem Namen Sri Lanka
- 26. Mai: Unterzeichnung der SALT I Verträge durch Richard Nixon und Leonid Breschnew
- 27. Mai: die erste Folge von Star Trek mit dem Raumschiff Enterprise wird im Deutschen Fernsehen gezeigt
- 1. Juni: Irak verstaatlicht die gesamte Erdölindustrie
- 2. Juni: Andreas Baader und andere Mitglieder der Rote Armee Fraktion werden in Frankfurt am Main nach einer Schießerei verhaftet
- 3. Juni: das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten BRD und DDR tritt in Kraft
- 5. Juni: Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wird seitdem alljährlich als Weltumwelttag gefeiert
- 7. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Marokko
- 8. Juni: Ägypten. Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland
- 9. Juni: der Bundestag beschließt die Absenkung des aktiven Wahlalters auf 18 Jahre
- 15. Juni: Ulrike Meinhof und Gerhard Müller von der Rote Armee Fraktion werden in der Wohnung eines Lehrers in Westdeutschland verhaftet
- 17. Juni: Einbruch ins Watergate-Gebäude in Washington D.C., Beginn der Watergate-Affäre
- 1. August: Das mit 100 m Durchmesser bis dahin größte frei bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in Betrieb genommen
- 7. August: Eröffnung der Gesamthochschule Duisburg
- 5. September: Anschlag auf die israelische Mannschaft bei den XX. Olympischen Sommerspielen in München durch die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September (siehe:Olympische Tragödie)
- 14. September: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen
- 20. September: Willy Brandt stellt im Bundestag die Vertrauensfrage
- 10. Oktober: Watergate-Affäre: FBI-Agenten teilen mit, dass der Einbruch ins Hauptquartier der Demokraten Teil einer politischen Sabotageaktion des Weißen Hauses sei
- 27. Oktober: Bangladesch wird Mitglied in der UNESCO
- 7. November: Richard Nixon besiegt George McGovern in den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen mit großem Stimmenvorsprung
- 19. November: die SPD gewinnt die Bundestagswahlen
- 24. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Australien
- 7. Dezember: Start der Apollo 17-Mission, der letzten Mond-Mission
- 14. Dezember: Eugene Andrew Cernan verlässt als vorläufig letzter Mensch den Mond
- 18. Dezember: Abkommen über gegenseitige Unterstützung in Zollangelegenheiten zwischen Deutschland und Schweden
- 18. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen
- 21. Dezember: Unterzeichnung des Grundlagenvertrags zwischen der DDR und der Bundesrepublik
- 28. Dezember: die sterblichen Überreste von Martin Bormann werden in Berlin identifiziert
- 31. Dezember: Portugal tritt aus der UNESCO aus
- Kim Il-sung wird Präsident Nord-Koreas
- In einer Volksabstimmung in Norwegen wird der Beitritt des Landes zur Europäischen Gemeinschaft (EG) abgelehnt
- Der Club of Rome veröffentlicht seinen Bericht Die Grenzen des Wachstums
- Die kubanische Insel Cayo Blanco del Sur wird von Fidel Castro der DDR bei einem Staatsbesuch zum Geschenk gemacht

Kultur


- 28. Januar: Uraufführung der Oper Treemonisha von Scott Joplin in Atlanta, Georgia
- 13. April: Mit der Nummer 17/72 erscheint die erste Ausgabe des Comicmagazins ZACK
- 16. April: Uraufführung der Oper Noch einen Löffel Gift, Liebling von Siegfried Matthus an der Komischen Oper Berlin
- 23. Oktober: Uraufführung der Oper Elisabeth Tudor von Wolfgang Fortner in Berlin
- Gründung der Universität Tromsø

Katastrophen


- 7. Januar: Ibiza, Spanien. Eine Caravelle der Iberia Airlines prallt gegen die umliegenden Berge, wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen Ibiza
- 26. Februar: Der Buffalo-Creek-Dammbruch in West Virginia, USA verursacht bis zu 125 Todesopfer
- 3. März: New York, USA. Eine Fairchild FH-227 der Mohawk Airlines meldete einen Maschinenschaden und stürzte ca. 6 km vor der Landebahn in ein Gebäude. 16 der 48 Menschen an Bord starben, ebenfalls ein Anwohner
- 14. März: Al Fujayrah, Vereinigte Arabische Emirate. Eine Caravelle der Sterling Airways Aerospatiale stürzte ab. Alle 112 Menschen an Bord starben
- 18. März: Charkow, Ukraine. Absturz einer Tupolew Tu-104 der Aeroflot
- 19. März: Shamsam, Süd-Vietnam. Eine Douglas DC-9 der Egypt Air stürzte ca. 6 km vor der Landebahn ab. Alle 30 Menschen an Bord starben
- 10. April: Erdbeben der Stärke 7,1 im Iran, 5.054 Tote
- 5. Mai: Palermo, Italien. Eine Douglas DC-8 der Alitalia prallt während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 115 Personen an Bord starben
- 9. Mai: Bei der Explosion von drei Bomben im Springer-Verlagshaus (Hamburg) werden 17 Menschen verletzt
- 28. Mai: Fort Lauderdale, Florida, USA. Eine Douglas DC-9 der Eastern Airlines machte eine Bruchland infolge eines Feuers an Bord
- 30. Mai: Fort Worth, Dallas, USA. Eine Douglas DC-9 der Delta Air Lines stürzte während der Landung auf die Start- und Landebahn und explodierte. Der Grund war eine kurz zuvor gestartete McDonnell Douglas DC-10, in deren Luftwirbel die Maschine geriet und der Pilot die Kontrolle verlor. Alle 4 Personen an Bord starben
- 9. Juni: Der Damm des Canyon Lake in Rapid City (South Dakota) bricht und verursachte eine Flutwelle
- 14. Juni: Neu Delhi, Indien. Absturz einer Douglas DC-8 der Japan Airlines nach einer Kollision während der Landung. 87 Menschen starben, 6 Menschen konnten gerettet werden
- 18. Juni: London, Großbritannien. Absturz einer Hawker Siddeley Trident der BEA 5 Minuten nach dem Start. Alle 121 Menschen starben
- 14. August: Königs-Wusterhausen, DDR. Absturz einer Iljuschin Il-62 der Interflug, ausgelöst durch einen konstruktionsbedingten Brand der Heißluftleitung. Alle 148 Passagiere sowie 8 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben
- 5. September: Terroranschlag auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen (11 israelische Sportler, 5 Terroristen und 1 Polizist wurden getötet.)
- 13. Oktober: Moskau, UdSSR. Absturz einer Iljuschin Il-62 der russischen Aeroflot. Alle 176 Menschen starben
- 13. Oktober: In den Anden: im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Chile: stürzt ein Flugzeug mit 45 Insassen ab, darunter eine Rugbymannschaft. 16 Überlebende werden nach 72 Tagen gerettet. Das Unglück wurde 1993 unter dem Titel Überleben verfilmt
- 13. November: ein schwerer Orkan wütet über Deutschland. Er zerstört unter anderem den Mittelturm des Senders Königs Wusterhausen
- 3. Dezember: Teneriffa, Spanien, ein Charterflugzeug vom Typ Convair Coronado der Spantax Airlines verunglückt beim Start. 165 Tote, davon 144 Deutsche
- 8. Dezember: Chicago, Illinois, USA. Eine Boeing 707 der United Airlines auf dem planmäßigen Flug von Washington D.C. ankommend, stürzte kurz vor der Landebahn ab. 45 Menschen starben aufgrund menschlicher Fehler, zwei davon vom Bodenpersonal. 18 Passagiere konnten gerettet werden
- 23. Dezember: Erdbeben der Stärke 6,2 in Nicaragua, etwa 5.000 Tote
- 29. Dezember: Miami, Florida, USA. Eine Lockheed L-1011 TriStar der Eastern Airlines mit 176 Menschen an Bord, stürzte ca. 20 km vor dem Miami International Airport in die Everglades. 77 Menschen überlebten, 60 davon mit schweren Verletzungen, 99 Personen starben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 15. Januar: Joe Frazier gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Terry Daniels im Rivergate Auditorium, New Orleans, USA, durch technischen KO
- 3. bis 13. Februar: XI. Olympischen Winterspiele in Sapporo (Japan)
- 25. Mai: Joe Frazier gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ron Stander im Civic Auditorium, Omaha, Nebraska, USA, durch technischen KO
- 26. August bis 11. September: XX. Olympischen Sommerspiele in München
- Die Deutsche Nationalelf gewinnt die Fußball-Europameisterschaft in Belgien
- Ingolf Mork aus Norwegen gewinnt die Vierschanzentournee 1971/1972
- Emerson Fittipaldi wird Formel 1 Weltmeister
- Eddy Merckx gewinnt zum 4. Mal die Tour de France
- FC Schalke 04 gewinnt den DFB-Pokal
- FC Bayern München wird Deutscher Fußballmeister
- Robert James Fischer wird am 1. September im sog. Match des Jahrhunderts Schachweltmeister

Preisverleihungen


- Nobelpreise:
  - Physik: John Bardeen, Leon Neil Cooper und Robert Schrieffer
  - Chemie: Christian B. Anfinsen, Stanford Moore und William H. Stein
  - Medizin: Gerald M. Edelman und Rodney R. Porter
  - Literatur: Heinrich Böll
  - Friedensnobelpreis: (nicht verliehen)
  - Wirtschaftswissenschaft: John Hicks und Kenneth Arrow
- Edsger Wybe Dijkstra erhält den Turing-Preis
- Roy Jenkins erhält den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen
- Charlie Chaplin erhält den Ehrenoscar für seine „unschätzbaren Verdienste um die Filmkunst“
- John Berger erhält den Booker Prize

Musik


- In Schweden finden sich die vier Künstler Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad zusammen und nehmen als Björn und Benny, Agentha und Anni-Frid ihre erste Single auf, ab 1974 sollten sie unter dem Namen ABBA weltweit bekannt werden, heute sind die vier Schweden, nach den Beatles, die erfolgreichtse Gruppe überhaupt
- 17. November: keine Macht für Niemand von Ton Steine Scherben erscheint Siehe auch: Liste der Nummer-Eins-Hits in Deutschland (1972)

Geboren


- 1. Januar: Lilian Thuram, französischer Fußballspieler
- 1. Januar: Lady Saw, Dancehall- und Reggae Deejay/Singjay
- 2. Januar: Britt Reinecke, deutsche Fernsehmoderatorin
- 2. Januar: Hanno Girke, deutscher Spielerfinder
- 3. Januar: Alisha Klass, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 5. Januar: Sasha, deutscher Popsänger
- 5. Januar: Sakis Rouvas, griechischer Sänger
- 5. Januar: Nikki Nova, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 11. Januar: Craig Jones, ehemaliger Gitarrist bei Slipknot
- 11. Januar: Amanda Peet, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Januar: Stefan Beinlich, deutscher Fußballspieler
- 13. Januar: Nicole Eggert, US-amerikanische Schauspielerin
- 15. Januar: Shelia Burrell, US-amerikanische Leichtathletin
- 17. Januar: Benno Fürmann, deutscher Schauspieler
- 18. Januar: Conny Mayer, deutsche Politikerin
- 18. Januar: Kjersti Plätzer, norwegische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. Januar: Sabina Valbusa, italienische Skilangläuferin
- 21. Januar: Javier Yubero, spanischer Fußballspieler († 2005)
- 24. Januar: Muriel Baumeister, österreichische Schauspielerin
- 24. Januar: Beth Hart, Sängerin, Rockmusikerin
- 25. Januar: Silke Rottenberg, deutsche Fußballspielerin
- 25. Januar: Pauli Jaks, Schweizer Eishockeyspieler
- 27. Januar: Tobias Steinhauser, deutscher Radrennfahrer
- 27. Januar: Mark Owen, englischer Sänger
- 1. Februar: Christian Ziege, deutscher Fußballspieler
- 2. Februar: Dana International, israelische Popsängerin
- 3. Februar: Georg Koch, deutscher Fußballspieler
- 5. Februar: Kronprinzessin Mary, Kronprinzessin von Dänemark
- 8. Februar: Piotr Gładki, polnischer Marathonläufer († 2005)
- 8. Februar: Paul Wight,
- 12. Februar: Sophie Zelmani, schwedische Musikerin
- 13. Februar: Ronald Maul, deutscher Fußballspieler
- 13. Februar: Virgilijus Alekna, litauischer Leichtathlet
- 14. Februar: Rob Thomas (Musiker), Rockmusiker
- 15. Februar: Michelle (Sängerin), deutsche Schlagersängerin
- 15. Februar: Jaromír Jágr, NHL-Eishockeyspieler
- 16. Februar: Wiebke Lorenz, deutsche Journalistin und Romanautorin
- 16. Februar: Grit Breuer, deutsche Leichtathletin
- 17. Februar: Billie Joe Armstrong, Frontsänger und Gitarrist der Punkrockband Green Day
- 20. Februar: Laith Al-Deen, deutscher Musiker
- 22. Februar: Markus Rühl, Bodybuilder
- 22. Februar: Claudia Pechstein, deutsche Eisschnellläuferin
- 22. Februar: Kari Eisenhut, Gleitschirmpilot
- 22. Februar: Michael Chang, US-amerikanischer Tennis-Profi
- 24. Februar: Manon Rheaume, kanadische Eishockeytorfrau
- 25. Februar: Anneke Kim Sarnau, deutsche Schauspielerin
- 2. März: Tim Bergmann, deutscher Schauspieler
- 5. März: Luca Turilli, Musiker
- 6. März: Peter Sendel, deutscher Biathlet
- 6. März: Shaquille O'Neal, US-amerikanischer Basketballspieler
- 8. März: Fergal O'Brien, ein irischer Snookerspieler
- 11. März: Kelly Slater, US-amerikanischer Profisurfer
- 12. März: Christian Möllmann, deutscher Schauspieler und Sänger
- 15. März: Mark Hoppus, Bassist und Sänger der amerikanischen Punk-Pop-Band Blink 182
- 17. März: Melissa Auf der Maur, kanadische Rockmusikerin und Fotomodell
- 17. März: Oksana Grischtschuk, russische Eiskunstläuferin
- 17. März: Mia Hamm, US-amerikanische Fußballspielerin
- 19. März: Julie Lunde Hansen, norwegische Skirennläuferin
- 21. März: Derartu Tulu, äthiopische Leichtathletin
- 21. März: Chris Candito, Profi-Wrestler († 2005)
- 25. März: Ralf Witzel, deutscher Politiker
- 28. März: Olga Nikolajewna Jegorowa, russische Langstreckenläuferin
- 29. März: Manuel Rui Costa, portugiesischer Fußballer
- 30. März: Keirut Wenzel, Comedian, Schauspieler, Moderator
- 31. März: Alejandro Amenábar, chilenisch-spanischer Filmregisseur
- 3. April: Jennie Garth, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. April: Bastian Pastewka, Comedian, Schauspieler
- 4. April: Xenia Seeberg, deutsche Schauspielerin
- 6. April: Ralf Bucher, Fußballspieler
- 12. April: Şebnem Ferah, Künstlerin der türkischen Pop- und Rockmusik
- 15. April: Giuseppe Reina, deutscher Fußballspieler
- 16. April: Andreas Dittmer, deutscher Kanute
- 16. April: Conchita Martínez, ehemalige spanische Tennisspielerin
- 16. April: Christof Spörk, österreichischer Klarinettist und Kabarettist
- 17. April: Minna Suoniemi, finnische Videokünstlerin
- 17. April: Jennifer Garner, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. April: Rivaldo, brasilianischer Fußballspieler
- 19. April: Sonja Nef, Schweizer Skirennläuferin
- 19. April: Django Asül, türkischstämmiger deutscher Kabarettist
- 20. April: Giga Bokeria, georgischer Politiker
- 20. April: Stephen Marley, jamaikanische Roots Reggae-Musiker
- 20. April: Swetlana Irekowna Ischmuratowa, russische Biathletin
- 20. April: Carmen Electra, US-amerikanisches Modell, Schauspielerin, Sängerin
- 21. April: Horst Meierhofer, deutscher Politiker und MdB
- 27. April: Mehmet Kurtuluş, türkischstämmiger Schauspieler aus Deutschland
- 29. April: Marko Rehmer, deutscher Fußballspieler
- 30. April: Karsten Dusse, Autor und Redakteur bei Brainpool
- 2. Mai: Steffen Ziesche, Eishockeyspieler (Stürmer)
- 2. Mai: Alec Empire, Musiker
- 2. Mai: Dwayne Douglas Johnson, US-amerikanischer Schauspieler und Wrestler
- 4. Mai: Mike Dirnt, US-amerikanischer Musiker, Bassist der Punk-Rock-Band Green Day
- 5. Mai: Devin Townsend, kanadischer Sänger und Gitarrist
- 5. Mai: Žigmund Pálffy, slowakischer Eishockeyspieler
- 6. Mai: Peter Friedrich, deutscher Politiker
- 6. Mai: Naoko Takahashi, japanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 7. Mai: Ivan Sergei, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Mai: Darren Hayes, australischer Popsänger
- 8. Mai: Max Rauffer, ehemaliger deutscher Skirennfahrer
- 9. Mai: Tommy Krappweis, deutscher Autor und Regisseur
- 10. Mai: Katja Seizinger, deutsche Skirennläuferin
- 10. Mai: Christian Wörns, deutscher Fußballspieler
- 11. Mai: Tomáš Dvořák (Leichtathlet), tschechischer Leichtathlet
- 16. Mai: Martin Brodeur, kanadischer Eishockeytormann der NHL
- 18. Mai: Nordin ben Salah, niederländischer Box-Weltmeister († 2004)
- 19. Mai: Alois Vogl, deutscher Skifahrer
- 20. Mai: Busta Rhymes, US-amerikanischer Rapper
- 21. Mai: Christoph Hartmann, deutscher Politiker
- 21. Mai: The Notorious B.I.G., US-amerikanischer Rapper († 1997)
- 22. Mai: Annabel Chong, chinesische Webdesignerin und ehemalige Pornodarstellerin
- 23. Mai: Rubens Barrichello, brasilianischer Automobilsportler und Formel 1-Rennfahrer
- 24. Mai: Laure Sainclair, französische Pornodarstellerin
- 27. Mai: Ivete Sangalo, brasilianische Sängerin
- 28. Mai: Boris Palmer, deutscher Politiker
- 28. Mai: Chiara Mastroianni, französische Schauspielerin
- 28. Mai: Michael Boogerd, niederländischer Radrennfahrer
- 31. Mai: Frode Estil, norwegischer Skilangläufer
- 31. Mai: Sébastien Barberis, Schweizer Fußballspieler
- 31. Mai: John Godina, US-amerikanischer Kugelstosser
- 4. Juni: Nikka Costa, Sängerin
- 7. Juni: Karl Urban, neuseeländischer Schauspieler
- 8. Juni: Tron (Hacker), deutscher Hacker († 1998)
- 8. Juni: Roosevelt Skerrit, dominicanischer Politiker und Ministerpräsident
- 8. Juni: Jaroslav Rudiš, tschechischer Schriftsteller und Journalist
- 10. Juni: Faith Evans, US-amerikanische R'n'B-Sängerin und Schauspielerin
- 12. Juni: Bounty Killer, Dancehall-Deejay
- 12. Juni: Inger Miller, US-amerikanische Leichtathletin
- 14. Juni: Elisabeth Rauchenberger, Gleitschirmpilotin
- 14. Juni: Matthias Ettrich, Initiator des KDE Projekts
- 15. Juni: Jean-Francois Labbé, kanadischer Eishockeyspieler
- 18. Juni: Johann König, Kabarettist
- 19. Juni: Ilja Markow, russischer Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner
- 22. Juni: Dariusz Baranowski, polnischer Radrennfahrer
- 23. Juni: Zinedine Zidane, muslimischer, französischer Fußballspieler
- 23. Juni: Selma Blair, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Juni: Robbie McEwen, australischer Radrennfahrer
- 25. Juni: Thorsten Schoen, Beach-Volleyball-Spieler
- 25. Juni: Saif al-Islam al-Gaddafi, Sohn von Muammar al-Gaddafi
- 28. Juni: Maria Wiktorowna Butyrskaja, russische Eiskunstläuferin
- 28. Juni: Jon Heidenreich, Wrestler
- 1. Juli: Steffi Nerius, deutsche Leichtathletin
- 1. Juli: Claire Forlani, englische Schauspielerin
- 1. Juli: Bruno Kernen, Schweizer Skirennläufer
- 2. Juli: Darren O'Shaughnessy, irischer Kinderbuchautor
- 4. Juli: Alexei Schirow, lettischer Schachspieler
- 4. Juli: Karin Thürig, Radsportlerin und Duathletin aus der Schweiz
- 4. Juli: Rogue (Sänger), US-amerikanischer Musiker
- 6. Juli: D-Styles, Hip Hop-DJ
- 6. Juli: Schanna Pintussewytsch-Blok, ukrainische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 7. Juli: Leonard Diepenbrock, deutscher Fernsehmoderator
- 7. Juli: Manfred Stohl, österreichischer Miniaturenmaler und Bildhauer
- 8. Juli: Geri Halliwell, britische Popsängerin
- 12. Juli: Andrea Ballschuh, deutsche Fernseh- und Radiomoderatorin
- 14. Juli: Manfred Weber, deutscher Europaabgeordneter
- 17. Juli: Mandy Smith, Modell und Sängerin
- 17. Juli: Jaap Stam, niederländischer Fußballspieler
- 19. Juli: Ebbe Sand, dänischer Fußballspieler
- 21. Juli: Paul Brandt, kanadischer Country-Sänger
- 21. Juli: Catherine Ndereba, kenianische Marathonläuferin und Olympionikin
- 23. Juli: Giovane Elber, brasilianischer Fußballspieler
- 23. Juli: Anja Harteros, deutsche Sopranistin
- 24. Juli: Kaio Hiroyuki, japanischer Sumo-ringer
- 26. Juli: Tanja Szewczenko, deutsche Eiskunstläuferin
- 28. Juli: Walter Bénéteau, französischer Radrennfahrer
- 29. Juli: Wil Wheaton, US-amerikanischer Schauspieler und Schriftsteller
- 30. Juli: Edith Hunkeler, Schweizer Sportlerin
- 2. August: Justyna Steczkowska, ist eine polnische Popmusikerin
- 2. August: Corinne Rey-Bellet, Schweizer Skirennläuferin
- 3. August: Erika Marozsán, ungarische Schauspielerin
- 6. August: Christoph Simon, Schweizer Schriftsteller
- 8. August: Axel Merckx, belgischer Profi-Radrennfahrer
- 9. August: Juanes, kolumbianischer Sänger, Songschreiber und Gitarrist
- 9. August: Yetunde Price, Schwester der Tennisspielerinnen Venus und Serena Williams († 2003)
- 9. August: Marcos Serrano, spanischer Radrennfahrer
- 10. August: Angie Harmon, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. August: Takanohana Koji, japanischer Sumo-ringer und 65. Yokozuna
- 12. August: Demir Demirkan, türkischer Musiker und Schauspieler
- 12. August: Rebecca Gayheart, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. August: Cristian Zorzi, italienischer Skilangläufer
- 15. August: Mikey Graham, irischer Sänger
- 15. August: Ben Affleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. August: Andreas Schlütter, deutscher Skilangläufer
- 24. August: Fritz Strobl, österreichischer Skirennläufer
- 24. August: Olga Sawjalowa, russische Skilangläuferin
- 27. August: Denise Lewis, britische Leichtathletin
- 27. August: Roland Garber, österreichischer Radrennfahrer
- 30. August: Pavel Nedvěd, Fußballspieler
- 30. August: Cameron Diaz, US-amerikanische Schauspielerin und Fotomodell
- 31. August: Kostas Konstantinidis, griechischer Fußballspieler
- 31. August: Chris Tucker, US-amerikanischer Filmschauspieler und Komiker
- 1. September: Peter Adolphsen, dänischer Schriftsteller
- 3. September: Tim Lobinger, deutscher Leichtathlet
- 8. September: Markus Babbel, deutscher Fußballspieler der Nationalmannschaft
- 9. September: Miriam Oremans, niederländische Tennisspielerin
- 10. September: Ghada Schouaa, ehemalige syrische Leichtathletin und Siebenkämpferin
- 10. September: Bente Skari, norwegische Ski-Langläuf

Einkaufszentrum

Definition

Ein Einkaufszentrum ist eine Konzentration von Einzelshandelsgeschäften und Dienstleistern unterschiedlicher Branchen und gegebenenfalls anderen Angeboten wie Fitnesszentren oder Kinos. In der Stadtgeographie definiert man ein Einkaufszentrum als "überwiegend als Einheit geplante, errichtete und verwaltete Agglomeration von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben", wodurch sich eine Abgrenzung zu den "wild gewachsenen" Agglomerationen bzw. Einkaufsparks ohne einheitliche Konzeption, Center-Management, etc. ergibt. Als ein Vorreiter moderner, komplexer Shopping-Center, gilt der 1938 in die USA emigrierte österreichische Architekt Victor Gruen, der mit dem 1956 eröffneten Southdale Center bei Minneapolis das weltweit erste, in einem Gebäude integrierten, Einkaufszentrum plante. Das erste Einkaufszentrum Deutschlands war das Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach bei Frankfurt am Main, das 1964 seine Toren öffnete. Es wird oft der englische Ausdruck Shopping Center oder Shopping-Mall verwendet, wobei das Wort Mall eigentlich nur die Hauptlaufwege mit angrenzender Verkaufsfläche bezeichnet. Einkaufszentren über 100.000 qm werden auch Megamall (siehe unten) genannt. Einfache Einkaufszentren wurden in den USA bereits seit den 1930er Jahren entwickelt und errichtet; doch erst in den 50ern entstanden mit der Northgate Mall in Seattle und eben dem Southdale Center bei Minneapolis die ersten Einkaufszentren wie man sie heute kennt. In den USA bestehen heute 43.000 Shopping-Center mit einem Anteil von 55 % am gesamten Einzelhandelsumsatz. Die Einkaufszentren sollten dort ein innerstädtisches, europäisches Ambiente simulieren, da in den USA - anders als in Europa - die Geschäfte sich nicht zentral im Ortsmittelpunkt, sondern verstreut entlang der Ausfallstraßen (Strip) befanden. Trotz geringerer Suburbanisierungseffekte in Europa hat sich jedoch auch hier diese Form des Einzelhandels durchgesetzt, da diese dem Verbraucher neben integrierten PKW-Stellplätzen den Vorteil einer hohen Bandbreite von oft aufeinander abgestimmten (Branchenmix), Läden bieten.

Typisierung und Lage

Es können im Wesentlichen drei Arten von Einkaufszentren unterschieden werden:
- Einkaufszentren im Zentrum von Städten
- Einkaufszentren in der Peripherie von Siedlungen oder Ballungsgebieten
- Einkaufszentren als Passagen innerhalb eines bestehenden städtischen Gefüges, oft in Form eines Umbaus des Erdgeschosses. Passage Passage] Klassischerweise werden Einkaufszentren von einem Betreiber, oder auch einem Konsortium, am Rand von Ballungsräumen oder überhaupt auf der grünen Wiese errichtet. Seit den Achtzigerjahren werden zunehmend Einkaufszentren in den Innenstädten geplant und errichtet. Diese Entwicklung hat sich spätestens seit den späten Neunzigerjahren rapide beschleunigt. Seit einigen Jahren ist durch eine immer größer werdende Dichte von räumlich nahe beieinander gelegenen Einkaufszentren bei gleichzeitigem Kaufkraftverlust der Konsumenten ein Verdrängungswettbewerb zu beobachten. Die möglichen Folgen für den Einzelhandel sind noch nicht abzusehen. In den neuen Bundesländern gab es vor der Wiedervereinigung faktisch keine Einkaufszentren. Diese entstanden nach 1990 in großer Anzahl auf der grünen Wiese, was zu einem erheblichen Kaufkraftabfluss aus den Innenstädten führte. Hintergrund für diesen Bauboom vor den Toren der Städte war zum einen eine rasche Verfügbarkeit von Bauland (Grundstücke in den Innenstädten waren oft durch langwierige Restitutionsverfahren und andere Eigentumsschwierigkeiten blockiert) und die schnelle Schaffung eines entsprechenden Baurechts: Oberhalb einer Verkaufsfläche von ca. 700 qm ist eine schnelle Schaffung von Baurecht nur bei Ausweisung von Kerngebieten (MK) oder Sondergebieten (SO) im Bebauungsplan möglich. Während in den alten Bundesländern ein abgestimmtes System von Regional- und Flächennutzungsplänen festlegt, wo neue Einzelhandelsagglomerationen ausgewiesen werden dürfen, mussten diese in den neuen Bundesländern erst aufgestellt werden. Bis dahin haben viele Kommunen entsprechende Ausweisungen unabgestimmt vorgenommen, auch wenn dieses für die Raumordnung kontraproduktiv war. Seit ca. 2000 jedoch geht der Trend zurück in die Innenstädte, deren Einzelhandel wieder erstarkt.

Zusammensetzung

Wesentlich für die Akzeptanz beim Kunden ist die Abstimmung der Geschäfte aufeinander, auch Branchenmix genannt. Dabei werden in Centern üblicher Größe (rd. 30.000 - 40.000 qm) meist zwei sogenannte Magnete oder auch Ankermieter, die alleine schon zahlreiche Kunden anziehen, so dass das Center gut besucht ist. Diese Magnete werden gezielt meist an den gegenüberliegenden oder im Zentrum der Mall platziert, um so die Kundschaft in die Mall "hineinzusaugen". Es hat sich inzwischen etabliert, dass diese Magnete größflächige Modegeschäfte und Fachmärkte für Unterhaltungselektronik sind. Dazwischen gruppieren sich kleinere Geschäfte, die anteilig deutlich höhere Mieten auf den Quadratmeter zahlen als die Ankermieter selbst. Dabei werden alle vom Konsumenten abgefragten Branchen abgedeckt. Wichtig ist auch die Lage der Geschäfte und gastronomoíschen Einrichtungen zueinander im Center, die vom Centermanagement gezielt gesteuert wird. Die Bedeutung der Magnete für den Erfolg eines Einkaufszentrums ist so grundlegend, dass in der Regel die Unterschrift der entsprechenden Handelskette unter dem Mietvertrag die Voraussetzung dafür ist, das der Investor überhaupt einen Bauantrag stellt. Die einzelnen Geschäfte sind eingemietet, wobei die Miete oft aus einer Umsatzbeteiligung in Verbindung mit einer Mindestmiete besteht. Die Geschäfte können eine gemeinsame Infrastruktur benutzen. Auch die Werbung wird oft gemeinsam, z. B. in Form einer Werbegemeinschaft durchgeführt. Dafür müssen sich die Geschäfte an die Regeln der Betreiber, z. B. bezüglich der Öffnungszeiten oder gemeinsamer Rabattaktionen, halten. Ein großer Vorteil aus Sicht der Kunden sind meist die einfache Erreichbarkeit und die großzügig dimensionierten Parkflächen. Es wird von Seiten der Betreiber deswegen auch besonders darauf geachtet, dass die Center über übersichtliche und einfach zu benutzende Tiefgaragen verfügen. Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass der größte Teil der Kunden viele Einkaufszentren nicht von der Straße, sondern über die Tiefgarage betreten. Insofern, wird die Garageneinfahrt zum eigentlichen Haupteingang des Centers.

Größe

Die Größe der Einkaufszentren richtet sich nach den Einzugsgebieten der Käufer und kann von einigen Geschäften bis zu hunderten reichen. Bei größeren Zentren ist oft noch ein Unterhaltungszentrum angeschlossen, wie Kinos oder Gastronomiebetriebe. Das Motto lautet: Alles unter einem Dach. Man ist witterungsunabhängig und will so ein Einkaufserlebnis vermitteln. Siehe auch detaillierter unter Urban Entertainment Center. Um den Titel "Größtes Einkaufszentrum in Europa" streiten sich zur Zeit die Shopping City Süd im Süden Wiens in Vösendorf und das CentrO in Oberhausen. Je nach Betrachtungsweise (Anzahl der Geschäfte und Parkmöglichkeiten, Grundfläche usw.) gebührt der Titel mal dem einen oder dem anderen Zentrum. Andererseits gilt das NordWestZentrum in Frankfurt am Main seit einer im Herbst 2004 abgeschlossenen Erweiterung als das größte Einkaufszentrum in Deutschland, zuvor wurde dieses Attribut vom Ruhr-Park Einkaufszentrum in Bochum in Anspruch genommen.

Probleme

Kritik kommt von der gewachsenen Geschäftswelt in den Innenstädten bzw. von den Nachbarstädten von großen Einkaufszentren, da die Einkaufszentren Kaufkraft, Beschäftigung und Gewerbesteuereinnahmen aus umliegenden Städten abziehen. Beispielsweise versuchen aktuell mehrere Städte (u.a. Essen) mit juristischen Mittel zu verhindern, daß eine von der Stadt Oberhausen erteilte Baugenehmigung für eine Erweiterung des in Oberhausen befindlichen Einkaufszentrums CentrO wirksam wird, da die klagenden Städte u.a. Kaufkraftabflüsse nach Oberhausen befürchten (Anfang Juni 2005 wurde diese Klage in erster Instanz abgewiesen). Neben der Bequemlichkeit der unter einem Dach angebotenen diversen Geschäfte treibt auch das bessere Parkplatzangebot viele Käufer in die Einkaufszentren. Letztendlich kann dies zur Verödung bisheriger Stadtzentren führen, wenn Stadt und Einzelhandel nicht gemeinsame Wege finden, um die Attraktivität der Innenstädte zu erhöhen (z. B. durch Verkehrs- und Parkraumkonzepte, attraktive Gestaltung von Straßen und Fußgängerzonen, gemeinsame Werbung, etc.). Die umliegenden Kommunen leiden zudem oftmals unter der Verkehrslast, wenn ein Center ohne Rücksicht auf die Kapazität vorhandener Verkehrswege errichtet wurde. Die Einnahmen bleiben meist nur in einer der Gemeinden. Der Wettbewerbsdruck ist auch in den Centern sehr hoch, so dass in den Einkaufszentren nicht selten Geschäfte in die Insolvenz gehen. Ähnlich wie in den Innenstädten begünstigt dieser Wettbewerbsdruck die Filialisierung des Einzelhandels. Um den geschilderten negativen Entwicklungen entgegen zu wirken, gibt es Bestrebungen, Einkauszentren auf der grünen Wiese durch entsprechend aufeinander abgestimmte Planungen (Raumordnung, Regionalpläne, Flächennutzungspläne und Bebauungspläne) zu verhindern oder zumindest in Größe und/oder Sortiment zu beschränken. Es gibt auch Einkaufszentren im Niemandsland zwischen zwei Ländern, die umsatzsteuerfrei oder taxfree verkaufen können. Eines der größten Einkauszentren dieser Art ist die Excalibur-City bei Kleinhaugsdorf zwischen Österreich und Tschechien. Eine Sonderform von Einkaufszentren sind zuerst in Großbritannien aufgetretenen Factory-Outlet-Center. In diesen Zentren haben vor allem die Hersteller der Modebranche Geschäfte, die verbilligt Lagerware der letzten Saison verkaufen. In Bezug auf Deutschland wird diese Vertriebsform allerdings durch die starke Fixierung auf den Einzelhandel als Vertriebsform eingeschränkt. Eine unechte Form von Einkaufszentren sind die mittlerweile häufig vorkommenden Shopping-Portale, in denen man virtuell viele Waren unter einem Dach erwerben kann. Als Weiterentwicklung des klassischen Einkaufszentrums gelten die Urban Entertainment Center, welche Einzelhandel mit Eintertainment zu verknüpfen versuchen, um dem Kunden neue Anreize zum Aufsuchen eines Centers zu geben.

Megamall

Als Megamall (engl. für Mega-Einkaufszentrum bezeichnet man ein sehr großes Einkaufszentrum. Meist haben Megamalls mehr als 100.000 m² Verkaufsfläche bzw. mehr als 150 Geschäfte.

Europa

In Europa gibt es nur sehr wenige Megamalls, die meisten von ihnen befinden sich in Großbritannien (Bluewater) oder Deutschland (CentrO, Main-Taunus-Zentrum). Auch in Vösendorf (Bezirk Mödling,Österreich) befindet sich mit der Shopping City Süd eines der größten Einkaufszentren in Europa. Ein neuer Boom von sogenannten Megamalls kann in Osteuropa beobachtet werden, so z.B. in Polen (Galaxy) oder in der Ukraine (Olympic Plaza).

Nordamerika

In Kanada und in den USA gibt es viele Megamalls. Manche Malls haben eine Verkaufsfläche von mehr als 300.000 m². Die bekanntesten Megamalls in Nordamerika sind die West Edmonton Mall in Edmonton, sowie die Mall of America in Minneapolis.

Asien

Auch in Asien werden immer mehr Megamalls gebaut, so zum Beispiel in der Volksrepublik China (Nextage) oder auf den Philippinen (SM Megamall). In Japan erreichen einige Kaufhäuser bereits diese Größe. Als Beispiel für eine Megamall in Japan sei Sunshine 60 (oder auch Sunshine City) in Tokio / Ikebukuro genannt. Dort befindet sich auch ein Kaufhaus mit ca. 86.000 m².

Asien/Mittlerer Osten

In Dubai werden derzeit die größten Megamalls der Welt aus dem Boden gestampft, darunter die Dubai Mall, Mall of Arabia, Mall of the Emirates oder das Dubai Design Center. Mit der Mall of Arabia und der Dubai Mall werden sogar Verkaufsflächen jenseits der 1.000.000 m² gebaut. Aber auch bereits bestehende Malls in Dubai gehören zu den größten Einkaufszentren der Welt.

Beispiele einiger großen deutschen Einkaufszentren


- Weserpark in Bremen
- CentrO in Oberhausen
- NordWestZentrum in Frankfurt am Main
- Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach
- Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim
- RheinRuhrZentrum in Mülheim an der Ruhr
- Ruhr-Park Einkaufszentrum in Bochum
- Löhr-Center in Koblenz Siehe auch: Liste von Einkaufszentren in Deutschland

Beispiele einiger großer Einkaufszentren weltweit


- Ala Moana Center in Honolulu
- Bluewater in Kent
- CentrO in Oberhausen
- Galaxy in Stettin
- Mall of America in der Nähe von Minneapolis
- Mall of Arabia in Dubai (geplant für 2008)
- MetroCentre in Gateshead
- Multi Casa in Duisburg (geplant für 2007)
- Opry Mills Shopping Mall in Nashville
- PATH Walkway in Toronto
- Shopping City Süd im Süden Wiens in Vösendorf (Bezirk Mödling)
- Toronto Underground in Toronto
- West Edmonton Mall in Edmonton

Siehe auch


- Liste von Einkaufszentren ! ja:ショッピングセンター

ECE Projektmanagement

Die ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG entwickelt, realisiert, vermietet und betreibt gewerbliche Großimmobilien. Sie ist gleichzeitig auch langfristiger Investor. Im Bereich innerstädtischer Einkaufszentren ist die ECE Marktführer in Europa – mit Centern in Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Österreich, der Türkei sowie in Katar. Die Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig, die Potsdamer-Platz-Arkaden in Berlin und die Altmarkt-Galerie in Dresden gelten international als beispielhaft. Die ECE wurde 1965 von Werner Otto (Otto-Versand) gegründet. Ein weiteres Standbein der ECE sind Büro- und Spezialimmobilien in den Sparten Büro, Industrie, Verkehr und Gesundheit – von Firmenzentralen (u. a. Mannheimer Versicherung, Philips) über Bahnhöfe (Köln, Leipzig, Hannover), Fernsehstudios (Studio Hamburg, Studio Berlin-Adlershof) und Messen bis hin zu großen Warenverteilzentren. Vorsitzender der derzeitigen Geschäftsführung ist Alexander Otto, der jüngste Sohn des Unternehmensgründers Werner Otto. Im Jahre 2004 verwaltete das Unternehmen 76 Objekte mit 2.200.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und 7.200 gewerblichen Mietern. Der Jahresumsatz betrug 8,4 Milliarden Euro.

Weblinks


- [http://www.ece.de/de/index.jsp ECE - Offizielle Website] Bürgerinitiativen gegen geplante Einkaufszentren in:
- [http://www.schlosspark-braunschweig.de/ Braunschweig: Forum für den Erhalt des Schlossparks]
- [http://www.buergerbegehren-ol.de/aktuelles.html Oldenburg: Bürgerbegehren - Bürger stoppen Shopping-Center] Kategorie:Dienstleister Kategorie:Unternehmen (Hamburg)

Kaufhaus

Ein Kaufhaus biete Produkte aus wenigen Branchen in tiefer Gliederung auf einer Verkaufsfläche von mindestens 1000m². Am stärksten verbreitet sind Kaufhäuser mit Textilien (z.B. C&A, H&M, etc.). In einem Warenhaus werden hingegen ein breites Sortiment an Waren jeglicher Art angeboten, die Verkaufsfläche beträgt mindestens 3000m². Jedoch werden umgangssprachlich die Begriffe Warenhaus und Kaufhaus weitgehend synonym verwendet. Warenhaus Während sowohl das Kaufhaus als auch das Warenhaus in erster Linie mit einer großen Auswahl an verschiedenartigen Artikeln lockt (breites Sortiment), beschränkt sich ein Fachgeschäft in der Regel auf wenige Artikelgruppen, die dafür aber in einer größeren Vielfalt angeboten werden (tiefes Sortiment). Während die Qualität der Waren im Kaufhaus durchschnittlichen Ansprüchen genügt, bietet ein Fachgeschäft in der Regel auch sehr hochwertige Artikel mit einer fachkundigen Beratung an. Kaufhausware ist demnach in erster Linie Massenware, die für einen großen Konsumentenkreis preiswert hergestellt wird. So findet man dort üblicherweise nur eine kleine Auswahl spezieller Angebote, wie Musikinstrumente, Fahrräder, Computer, Digitalkameras, HiFi-Komponenten oder auch Literatur. Entstehung, Aufstieg und (möglicher) Bedeutungsverlust der Vertriebsform Kaufhaus bilden ein interessantes Beispiel für das Zusammenwirken wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Prozesse innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. So wurde die Vorstufe des Kaufhauses, die Passage, zum Gegenstand einer bedeutenden geschichtsphilosophischen Untersuchung von Walter Benjamin ("Das Passagen-Werk").

Bekannte Kaufhäuser

Bekannte Kaufhausketten in Deutschland sind beispielsweise Galeria Kaufhof und Karstadt. 1905 eröffneten in München die beiden Warenhäuser Oberpollinger (heute Karstadt) in der Neuhauserstraße und Tietz (heute Hertie, im Karstadt-Konzern) am Bahnhofsplatz, später kam der Roman Mayr (hier steht heute ein Kaufhof) am Marienplatz hinzu. Legendär ist das 1907 eröffnete Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe), das jahrzehntelang als Symbol für den materiellen Wohlstand der westlichen Welt galt und das größte Kaufhaus Deutschlands ist. Zweitgrößtes Kaufhaus ist das Breuninger-Haupthaus in Stuttgart. Bekannte Kaufhausketten in der Schweiz sind Manor, Globus, Coop City, Jelmoli und Loeb. Bekannte Kaufhausketten in Österreich sind Gerngross sowie Kastner & Öhler. Auch in anderen Ländern gibt es berühmte Warenhäuser, z.B. Printemps und die Galeries Lafayette in Paris; Harrods, Liberty's und Selfridges in London; Macy's, Saks 5th Avenue und Bloomingdale's in New York, Neiman Marcus in Dallas und anderen Städten der USA, das Takashimaya in Tokyo oder das GUM in Moskau. Hierbei stellt das GUM etwas besonderes dar, da es zwar vom Gebäude her wie ein Kaufhaus wirkt, im Gegensatz zu diesem jedoch, keine einheitliche Konzernleitung hat, sondern, wie ein Einkaufszentrum, aus Einzelgeschäften besteht. Die Verwaltung erfolgt seit Anfang der 1990er durch eine Tochterfirma des Karstadt-Konzerns.

Siehe auch


- Historisches Kaufhaus

Weblinks

Kategorie:Einzelhandel ja:百貨店

Multiplex-Kino

Multiplex-Kino (lat. für Vielfach-Kino) bezeichnet ein größeres Kino mit mehreren Sälen, in denen teilweise derselbe Film zur selben Zeit läuft, um so ein größeres Publikum gleichzeitig bedienen zu können. Charakteristich sind großflächige Leinwände und ein arenenartiger Aufbau der Säle. Meist umfasst ein solches Kino einige tausend Sitzplätze und eine Vielzahl von Unterhaltungseinrichtungen, wie Cafés, Bars, aber auch Geschäfte.

Geschichte

Das erste Multiplex-Kino entstand 1979 mit 18 Sälen in Toronto. 1985 wurde erstmals in Europa 70 km vor London ein solches Kino durch United Cinema International (UCI) verwirklicht. UCI eröffnete auch das erste Multiplex-Kino in Deutschland im Oktober 1990 in Hürth bei Köln. Schon 1991 folgten weitere Multiplex-Kinos im Ruhr-Park Einkaufszentrum in Bochum, das Cinedom im Mediapark Köln, sowie von deutschen Kinobetreibern in Hannover und in Essen (CinemaxX). Manche dieser Kinos wurden mit der Zeit immer weiter ausgebaut. Bekannte Multiplex-Kino-Ketten in Deutschland sind beispielsweise der deutsche Marktführer CineStar sowie CinemaxX, Cineplex oder Kinopolis. Die zur Zeit größten Multiplex-Kinos in Deutschland:
- CinemaxX Essen mit 5370 Plätzen in 16 Sälen
- Cinecittà Nürnberg mit 4984 Plätzen in 21 Kinosälen
- Mathäser-Filmpalast München mit 4751 Plätzen in 17 Sälen
- Cinedom Köln mit 3748 Plätzen in 14 Sälen
- Kinopolis Main-Taunus-Zentrum mit 3734 Plätzen in 12 Sälen
- CinemaxX Potsdamer Platz in Berlin mit 3544 Plätzen in 19 Sälen Branchenintern werden Kinos mit mehr als 15 Sälen als "Megaplex-Kino" bezeichnet. Das Multiplex-Kino löste das Schachtelkino der 70er Jahre ab.

Weblinks


- [http://www.virtmuplex.de/ Übersicht von deutschen Multiplex-Kinos] Kategorie:Kino

Öffentlicher Personennahverkehr

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist der Personenverkehr mit Verkehrsmitteln, die nicht zum Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) oder zum Individualverkehr (IV) gerechnet werden. Der ÖPNV ist ein Teilsystem des öffentlichen Verkehrs (ÖV). öffentlichen Verkehrs

Allgemeines

Formen

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird gegliedert in
- den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und
- den Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) - auch als Stadtverkehr oder Regionalverkehr bezeichnet.

Schienenpersonennahverkehr

Öffentlicher Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen in Zügen, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Zuges die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt. (gemäß § 2 Abs. 5 AEG) Mit Schienenpersonennahverkehr werden die Dienste und Einrichtungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im Nahverkehr wie der RegionalExpress, die RegionalBahn oder die S-Bahn, in der Schweiz der RegioExpress und die Regio bezeichnet. Die gesetzliche Grundlage in Deutschland ist das Allgemeine Eisenbahngesetz (AEG).

Straßenpersonennahverkehr

Öffentlicher Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Verkehrsmittels die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt. Zum ihm gehört auch der Verkehr mit Taxen oder Mietwagen, der eine der vorgenannten Verkehrsarten ersetzt, ergänzt oder verdichtet. (gemäß § 8 PBefG) Mit Straßenpersonennahverkehr werden die Dienste und Einrichtungen kreis- bzw. stadteigener und auch privater Verkehrsträger wie die Wuppertaler Schwebebahn, die U-Bahn, die Stadtbahn, die Straßenbahn, der O-Bus, die H-Bahn in Dortmund, der SkyTrain am Flughafen Düsseldorf oder der Linienbus (auch Rufbus und Taxibus), außerdem das Anrufsammeltaxi (AST), der Bürgerbus sowie gegebenenfalls auch Fähren bezeichnet. Die gesetzliche Grundlage in Deutschland ist das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) des Bundes und die Nahverkehrsgesetze der Länder. Linienverkehre sind genehmigungspflichtig (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 PBefG). Genehmigungsbehörden sind in Deutschland die Bezirksregierungen

Aufgabenträger

Aufgabenträger sind
- für den SPNV die Länder oder die nach Landesgesetz zuständigen Zweckverbände.
- für den ÖSPV in Deutschland die (Land-) Kreise und Kreisfreien Städte. Die [http://www.bag-spnv.de/index_.htm| Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV)] vertritt in Deutschland die Interessen der Mitglieder in regional übergreifenden Angelegenheiten und koordiniert und bündelt Verfahren mit den Eisenbahnunternehmen. Weitere Arbeitsschwerpunkte der BAG-SPNV sind der Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern, die gemeinsame Konzeptentwicklung und die Abstimmung von Verhandlungsstrategien. Die meisten der Aufgabenträger des SPNV und ÖPNV sind in Verkehrsverbünden, Verkehrsgemeinschaften, Tarifverbünden oder Tarifgemeinschaften organisiert, in denen alle Verkehrsmittel mit einem Fahrschein genutzt werden können.
Die gesetzliche Grundlage sind die betreffenden Gesetze der Bundesländer (z.B. in Nordrhein-Westfalen das ÖPNV-Gesetz). In der Schweiz ist die Situation vergleichbar. Allerdings werden hier auch die Großunternehmen wie die SBB, BLS oder das Postauto von den kommunalen oder kantonalen Körperschaften finanziert.

Betrieb

Der Betrieb wird entweder in Form kommunaler Eigenbetriebe oder durch Verkehrsunternehmen in privater Rechtsform durchgeführt. Sie werden, wenn öffentliche Gelder erforderlich sind, entweder durch eine Ausschreibung ausgewählt oder in Form einer Auferlegung beauftragt. Im ÖSPV ist zudem generell eine Konzession zu beantragen. Die Verkehrsmittel des ÖPNV verkehren nach einem Fahrplan, in Städten und Ballungsräumen nach einem Taktfahrplan, bei dem die Fahrten in einem festen Rhythmus (beispielsweise stündlich oder alle 10 Minuten) erfolgen. Im ländlichen Raum werden Fahrpläne oft noch an Arbeits- und Schulzeiten orientiert und sind damit eher unregelmäßig. Eine Ausnahme bilden Rufbus- und Anrufsammeltaxi (AST)-Systeme, die nur bei Bedarf fahren. Taxis werden aufgrund ihres Rechtscharakters zum ÖPNV gerechnet.

Geschichte

Der Öffentliche Personennahverkehr hat historisch seine Wurzeln in regelmäßigen Fährverbindungen über Flüsse und Seen. Frühere Formen finden sich auch in der Sänfte (Portechaise, die ab 1617 in Paris eingeführt wurde und sich von dort über ganz Europa verbreitete) und in der Kutsche.
Eine Reihe von Erfindungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts bilden die technische Basis für den ÖPNV als Massentransportsystem:
- die Pferdebahn, insbesondere als Pferde-Straßenbahn genutzt
- der Pferdeomnibus, im Gegensatz zu Kutschen oder Droschken von der breiten Bevölkerung zu nutzen (lat. omnibus = für alle)
- die Dampflokomotive, für Vorortzüge und zur Erschließung von Ballungsräumen
- der Dampfomnibus, der insbesondere in England Furore machte, aber schon bald an Zulassungs- und Geschwindigkeitsbeschränkungen scheiterte
- das Dampfschiff für regelmäßige Fahrten über Seen und Flüsse sowie in den großen Häfen (z. B. Hamburg)
- der mit Benzin betriebene Omnibus gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der erste Linienbetrieb mit motorisierten Omnibussen in Deutschland wurde von der Netphener Omnibusgesellschaft im Jahre 1895 eingeführt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der ÖPNV gewaltigen Aufschwung, als aufgrund der industriellen Revolution die Bevölkerungsdichte zunahm und sich die Industrieregionen räumlich ausdehnten. Die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsplatz war nur noch durch stundenlange Fußwege oder mit dem Fahrrad zu überbrücken. Die Verkehrsträger reagierten darauf mit dem Bau von elektrischen Straßenbahnen (Tram, Trambahn, Elektrische). Die Verkehrszunahme ist z.B. daran zu erkennen, dass 1890 zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und dem Rathaus alle 40 Sekunden eine Bahn fuhr. Eine solche Verkehrsdichte zog unweigerlich Verkehrsstaus und Unzuverlässigkeiten nach sich. Um die Leistungsfähigkeit des ÖPNV zu stärken, erhielten deshalb die Bahnen teilweise eigene Trassen über und unter der Erde (Hochbahn, U-Bahn, Metro und S-Bahn). Speziell im Tunnelbetrieb wurde die elektrische Traktion favorisiert. Eine Spezialität im Öffentlichen Personennahverkehr jener Zeit stellte die handbetriebene Straßenbahn dar, welche mit menschlicher Muskelkraft betrieben wurde. Davon gab es mehr als einhundert Betriebe. Am weitesten verbreitet war sie im japanischen Einflussbereich, vor allem im heutigen Taiwan. Dort existierten rund 60 Bahnen, von denen die Shenten Straßenbahn bis vor wenigen Jahren noch als Touristenattraktion existierte. Weitere 20 gab es in Japan und Korea. 18 existierten in den ehemaligen europäischen Kolonien in Afrika, hauptsächlich im heutigen Mosambik. Als Mitte der 1950er Jahre sich das Auto zunehmend zum Massenverkehrsmittel entwickelte, sanken die Fahrgastzahlen im ÖPNV. Die Verantwortlichen reagierten darauf durch die Bildung von Verkehrsverbünden nach dem Motto „Verschiedene Verkehrsunternehmen, aber nur eine Fahrkarte“ und mit einer abgestimmten, unternehmensunabhängigen Fahrplanplanung. Als erster Verkehrsverbund wurde im Jahre 1965 der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gegründet, der das gesamte Stadtgebiet sowie einige Randgemeinden umfasste. Deutschlands größter Verkehrsverbund ist der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) aus dem Jahre 1980. In der Schweiz war der Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) 1987 der erste Verbund. Andere Ballungsräume in Europa folgten. Der erste Bürgerbus nahm am 4. März 1985 im westfälischen Ahaus seinen Betrieb auf.

Bedeutung

Soziale Bedeutung

Der ÖPNV dient der grundgesetzlich verankerten Daseinsvorsorge. Zur Sicherstellung der Mobilität der Bürger ist er nach wie vor von großer Bedeutung. Stand in früherer Zeit die Aufgabe im Vordergrund, überhaupt Verkehr zu ermöglichen, wird heute oft nur die „dienende“ Funktion des ÖPNV in den Ballungsräumen im Gegensatz zum Motorisierten Individualverkehr (MIV) und bei der Entlastung der Umwelt von Schadstoffen betont.

Wirtschaftliche Bedeutung

Zwei wichtige Vorteile des ÖPNV im Vergleich zum MIV sind dessen höhere Kapazität und der geringere Flächenverbrauch. Der ÖPNV ist also im allgemeinen um so wirtschaftlicher, je höher die Bevölkerungsdichte in einem Ballungsraum ist. In sehr dicht besiedelten Gebieten wie z.B. Hong Kong kann der ÖPNV auch durch Privatunternehmen angeboten werden, und kommt in manchen Fällen ohne Subventionen aus. In den meisten Städten Deutschlands und Österreichs, die über einen gut ausgebauten ÖPNV verfügen, beträgt der Anteil der Wege, die mit dem Kraftfahrzeug zurückgelegt werden, weniger als 50 Prozent. In Wien werden zum Beispiel 65 Prozent der Wege entweder mit „Öffentlichen“, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt.
Kritisch beurteilt werden muss die angeblich geringe Auslastung des Öffentlichen Personennahverkehrs. So beträgt die durchschnittliche Belegung eines Pkw nur 1,3 Personen (26%) und die Nutzungsdauer eines Pkw pro Tag maximal eine Stunde. Im Gegensatz dazu sind Linienbusse und Straßenbahnen täglich bis zu 20 Stunden im Einsatz, U-Bahnen teilweise noch länger. Hinzu gerechnet werden können noch spezielle Nachtverkehre (AST, Busse, in größeren Städten auch Bahnen). Die Auslastung liegt also während der gesamten Betriebszeit bei rund 30 Prozent und somit wesentlich höher als beim MIV. Der spezifische Energieverbrauch und die spezifische Schadstoffemission pro Fahrgast sind ebenfalls deutlich geringer als beim MIV. Ein gut besetzter Linienbus verursacht pro Fahrgast nur etwa 10-25% der Treibhausgas-Emissionen eines gut besetzten Autos und nimmt obendrein erheblich weniger Straßenraum in Anspruch. Hinzu kommt beim MIV noch der Flächenverbrauch für den ruhenden Verkehr (Parken), der sehr hoch ist und oft bei vergleichenden Betrachtungen nicht berücksichtigt wird. Bemerkenswert ist auch, dass der Anteil der Mobilitätskosten am Bruttosozialprodukt einer Stadt in etwa proportional zum Anteil des MIV an der Verkehrsleistung verläuft. Die Einwohnermobilität in „Autostädten“ (nach amerikanischem Vorbild) ist volkswirtschaftlich gesehen etwa doppelt so teuer wie in Städten mit stark ausgebautem ÖPNV (Quelle: Statistik der UITP, Prof. Wolfgang Meyer). Eine Verlagerung des realen Modal Split im Personenverkehr hin zum ÖPNV, wie sie mittlerweile vielerorts deutlich beobachtet werden kann, z. B. in Karlsruhe oder in den französischen Städten, die Stadtbahnnetze neu eröffnet haben, ist somit auch aus volkswirtschaftlicher Sicht wünschenswert.

Kulturelle Bedeutung

Manche Anlagen des ÖPNV haben aufgrund ihrer technischen Besonderheiten den Status von Touristenattraktionen. Hier ist in erster Linie die Wuppertaler Schwebebahn zu nennen. Weitere bemerkenswerte Anlagen des ÖPNV in Deutschland sind die Schwebebahn Dresden, die H-Bahn Dortmund, die Viadukte der Berliner U-Bahn und die verschiedenen Standseilbahnen und Seilschwebebahnen.

Zukünftige Entwicklung

Betriebswirtschaftliche Chancen und Probleme

Schon heute liegt der Deckungsgrad der Betriebskosten des ÖPNV bei rund 70% mit weiter steigender Tendenz, zu dem in erster Linie der Stammkunde mit Zeitkarte beiträgt. Es gibt zahlreiche Politiker-Aussagen, die eine vollständige Kostendeckung im ÖPNV fordern. Damit werden die ÖPNV-Anbieter unter Druck gesetzt, wie privatwirtschaftliche Unternehmen zu reagieren und nicht mehr die Steigerung der Transportleistung, sondern nur noch die des zu erzielenden Betriebsergebnisses anzustreben. Die Instrumente des Marketing werden im öffentlichen Personenverkehr mittlerweile verstärkt eingesetzt, um weitere Stammkunden zu gewinnen und auf diese Weise das eigene betriebswirtschaftliche Ergebnis zu verbessern. In jüngster Zeit wurden neue Angebote im Bereich des Gelegenheitsverkehrs (Einkauf und Freizeit) entwickelt. Shuttlebusse bei Großveranstaltungen, rabattierte Einkaufstickets, „Bäderbusse“, Fahrradsonderzüge etc. gehören dazu. Ob diese Angebote nicht nur der Erhöhung der Fahrgastzahlen dienen, sondern auch zur Kostendeckung und zur Dauerkundenbindung (Verlagerung des Modal Split) beitragen können, ist zuweilen fraglich. Zumindest einige davon wurden nur unter politischem Druck eingeführt. Punktuelle Verbesserungen des Modal Split (wie auch die Steigerung der Fahrgastzahlen) können nicht über eine Stagnation des Modal Split im Bundesschnitt hinwegtäuschen. Einige, unter anderem durch europäische Rechtsnormen geforderte Privatisierungsmaßnahmen, wie die Trennung von Netz und Betrieb im Schienenverkehr und die zunehmende (auch europaweite) Ausschreibung von Verkehrsleistungen mit einem strikten Anforderungskatalog tragen teilweise zur Verbesserung der Kostendeckung im ÖPNV bei. Die Verkehrsleistungen werden dann von den Dienstleistern entweder mit eigenen Fahrzeugen oder mit über Fahrzeugmanagementgesellschaften geleasten Fahrzeugen des Trägers erbracht. Wartungsverträge sind Teil der Fahrzeugbeschaffung; die gesamte schwere Instandhaltung erledigen die Fahrzeughersteller. Die Bestellverträge sehen Konventionalstrafen gegen Hersteller oder Betreiber vor, falls Verfügbarkeitsstandards (Pünktlichkeit, Kapazität, Fahrzeugzustand) nicht gehalten werden. Oftmals werden separate Beschäftigungsgesellschaften gegründet, um die Tarifbestimmungen der Branche zu umgehen und die Lohnkosten unter anderem der Fahrzeugführer niedrig zu halten.

Europarechtliche Chancen und Probleme

1.Gültiges Recht: Verordnung (EWG) Nr. 1191/69 des Rates vom 26. Juni 1969 über das Vorgehen der Mitgliedstaaten bei mit dem Begriff des öffentlichen Dienstes verbundenen Verpflichtungen auf dem Gebiet des Eisenbahn-, Straßen- und Binnenschiffsverkehrs 2. Vorschlag der Kommission für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Maßnahmen der Mitgliedstaaten im Zusammenhang mit Anforderungen des öffentlichen Dienstes und der Vergabe öffentlicher Dienstleistungsaufträge für den Personenverkehr auf der Schiene, der Straße und auf Binnenschiffahrtswegen vom 26. Juli 2000 (KOM(2000) 7) 3. Stellungnahme des Europaparlaments in 1. Lesung vom 14. November 2001 auf der Grundlage des Berichts Erik Meijer (A5-0364/2001) 4. „Altmark“-Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 24. Juli 2003, Rs. C-280/00 5. Neuer Vorschlag der Kommission für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über öffentliche Personenver-kehrsdienste auf Schiene und Straße vom 20. Juli 2005 (KOM(2005) 319) 6. Immer noch offen: Gemeinsamer Standpunkt des Rates Wesentliche aktuelle Probleme - allgemeine Ausschreibungspflicht oder nicht (E P) - keine Ausschreibungspflicht bei sogenannter Inhouse – Regelung (Kommission neu) - keine Ausschreibungspflicht im Eisenbahnregional- oder -fernverkehr (auch neu) - aber auch bei Direktvergabe Anwendung des „Altmark“-Urteils des Europäischen Gerichtshofs : Das begünstigte Unternehmen ist tatsächlich mit der Erfüllung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen betraut worden und diese Verpflichtungen sind klar definiert worden; die Parameter zur Berechnung des Ausgleichs sind zuvor objektiv und transparent aufgestellt worden; der Ausgleich geht nicht über das hinaus, was erforderlich ist, um die Kosten der Erfüllung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen zu decken; wenn keine Ausschreibung erfolgt ist, ist die Höhe des Ausgleichs auf der Grundlage eines Vergleichs mit einem „durchschnittlichen, gut geführten, angemessen ausgestatteten Unternehmen“ zu bestimmen.

Technische Visionen

Informationstechnik, Electronic Ticketing

Der öffentliche Personennahverkehr wird nach den Vorstellungen der Verkehrsplaner in naher Zukunft stark durch vernetzte Informationstechnik geprägt sein. Schon in die Fahrplanauskunft über Zugzielanzeiger, das Internet oder Mobilgeräte (WAP o.Ä.) gehen dynamische Daten über den Betriebszustand des Netzes ein, so dass der (potenzielle) Fahrgast mit verhältnismäßig geringem Aufwand ein gültiges und optimales Beförderungsangebot mit Preisauskunft erhalten kann und minutengenau darüber informiert ist, wann seine Bahn oder sein Bus oder Straßenbahn abfährt oder ankommt. Das Informationsangebot kann auch direkt online das Rufen von AST- oder Rufbus-Diensten übernehmen. Andererseits ist mit Akzeptanzproblemen von Fahrgästen zu rechnen, die eine Auskunft von einer Person wünschen. Die Fahrgelderhebung soll zukünftig bargeldlos und berührungsfrei erfolgen, z. B. über „SMS-Ticket“, auch über Transponderkarten, die entweder nach dem Prinzip der Guthabenkarte („Prepaid“) arbeiten oder als vorausbezahlte Zeitkarte gelten. Da die Transponder den Ein- und Ausstieg des Fahrgastes erfassen, sollte stets der günstigste Tarif berechnet werden. Alle Daten würden unmittelbar bei der Betriebszentrale erfasst und könnten dort für die Kapazitätsberechnung und Angebotsplanung genutzt werden. Dem stehen die Befürchtungen von Datenschützern entgegen, die in der elektronischen Erfassung der Fahrgäste einen weiteren Schritt in Richtung „Gläserner Mensch“ sehen. So gibt es auch Stimmen, die die der Sicherheit dienende massive Videoüberwachung kritisieren. Die mit einem Chip ausgestattete Monatskarte wird unter anderem im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und im Verkehrsverbund Rhein-Sieg Wirklichkeit. Ursprünglich war vorgesehen, auf die z.Z. nur mit speziellen Geräten lesbare Chipkarte automatisch arbeitende Transponderkarten folgen zu lassen. Hinderungsgründe sind technischer, aber vor allem datenschutzrechtlicher Natur. Die bei den