Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Joe Ely

Joe Ely

Joe Ely (
- 9. Februar 1947 in Amarillo Texas), Country-Sänger und Songwriter

Kindheit und Jugend

Auf Wunsch seiner Eltern befasste sich John zunächst mit klassischer Musik und erhielt Violinen-Unterricht. Drei Jahre lang spielte er im Schulorchester. Doch seine wahre Leidenschaft galt dem Rock'n'Roll und der Country-Musik. Und so hatte er bereits im Alter von fünfzehn Jahren mit seiner Band The Twilights erste Auftritte in der örtlichen Rock-Szene von Lubbock. Mit siebzehn brach er sein College-Studium ab, um sich ganz der Musik zu widmen. Es folgten turbulente Jahre, in denen er sich nur mühsam über Wasser halten konnte. 1969 wurde er Mitglied einer New Yorker Theatergruppe und begleitete sie ein Jahr später bei einer Europa-Tournee. Kurzzeitig arbeitete er in München mit dem Avantgardisten Eberhardt Schoener zusammen. Nach Rückkehr in die USA tingelte er wieder als Musiker. Eine Zeitlang arbeitete er gar als Tierpfleger im Ringling Brother Circus, wobei er durch den Huftritt eines Pferdes schwer verletzt wurde.

Flatlanders

Als der Zirkus in der Nähe seiner Heimatstadt Lubbock gastierte, stieg Ely kurzerhand aus. Er traf auf Jimmie Dale Gilmore und Butch Hancock, die er bereits aus früheren Zeiten kannte. 1972 gründeten sie mit weiteren Musikern die Country-Formation Flatlanders. 1972 wurde das akustische Album One More Road aufgenommen, das aber zunächst nicht veröffentlicht wurde. Erst nachdem Butch Hancock, Jimmie Dale Gilmore und Joe Ely unabhängig voneinander zu Stars geworden waren, wurde die Veröffentlichung nachgeholt. Das Album erreichte innerhalb kürzester Zeit Kult-Status.

Solokarriere

Die einzelnen Mitglieder der Flatlanders gingen nach Fertigstellung des Albums auseinander. Joe Ely gründete eine eigene Band, die ein breites Spektrum unterschiedlicher Country-Stilrichtungen beherrschte. 1977 produzierte er für das MCA-Label seine erste eigene Langspielplatte, Joe Ely, bei der er größtenteils altes Flatlander-Material neu interpretierte. Das Album fand breite Zustimmung bei Kritikern und in der Musik-Szene, verkaufte sich aber nur schlecht. Eine ausgekoppelte Single war ebenfalls nicht allzu erfolgreich. Sein zweites Album, Honky Tonk Masquerade, gilt heute als sein bestes. Erneut wurden einige Songs von Gilmore und Hancock beigesteuert. Ely und seine Band gewannen zunehmend an Popularität. Diese resultierte allerdings hauptsächlich aus ihren häufigen Live-Auftritten. Die Verkaufszahlen der Platten blieben hinter den Erwartungen zurück, und so verlor man 1984 nach dem erneut enttäuschenden Album Hi-Res den Plattenvertrag. Möglicherweise waren es die Hard-Rock-Elemente, die die Platten-Käufer abschreckten, die aber bei Live-Auftritten für einen besonderen Drive sorgten. Auch in der europäischen Rock-Szene wurde man auf Joe Ely aufmerksam, der 1980 bei einigen Konzerten der New Wave Gruppe Clash mitwirkte. Ely stellte eine neue Band zusammen und unterschrieb 1987 beim Hightone-Label. Nach der Produktion von zwei Alben kehrte er 1990 zu MCA zurück. Im Folgenden wurden hauptsächlich Live-CDs veröffentlicht. Im Jahr 2000 fanden sich die Flatlanders wieder in Originalbesetzung zusammen und unternahmen einige Tourneen. 2002, dreißig Jahre nach dem ersten Album, wurde das zweite, Now Again, produziert.

Alben


- 1977 - Joe Ely
- 1978 - Honky Tonk Masquerade
- 1979 - Down On The Drag
- 1980 - Live Shots
- 1981 - Musta Notta Gotta Lotta
- 1984 - Hi-Res
- 1987 - Lord Of The Highway
- 1988 - Dig All Night
- 1988 - Milkshakes & Malts
- 1990 - Live At Liberty Lunch
- 1992 - Love And Danger
- 1995 - Letter To Laredo
- 1998 - Twistin' In The Wind
- 2000 - Live At Anton's
- 2000 - Live At The Cambridge Folk Festival
- 2003 - Streets Of Sin
- 2004 - Settle For Love

Website


- http://www.ely.com Ely, Joe Ely, Joe Ely, Joe Ely, Joe

9. Februar

Der 9. Februar ist der 40. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 325 Tage bis zum Jahresende (326 Tage in Schaltjahren).

Ereignisse


- 1354 - Anna von Schweidnitz wird in Aachen zur deutschen Königin gekrönt.
- 1534 - In Münster wird von Wiedertäufern unter Jan van Leyden unter Mitarbeit von Jan Matthys das Täuferreich errichtet.
- 1567 - Lord Darnley, zweiter Ehemann von Maria Stuart wird nahe Edinburgh ermordet, vermutlich durch den Earl of Bothwell.
- 1801 - Der Friede von Lunéville beendete den Krieg der 2. Koalition gegen Frankreich (Koalitionskriege).
- 1827 - Die Münzstätte in Karlsruhe nimmt im Beisein des Großherzogs Ludwig von Baden ihren Betrieb auf.
- 1861 - Jefferson Davis wird zum Präsidenten der amerikanischen Südstaaten gewählt.
- 1904 - Beginn des Russisch-Japanischen Krieges mit dem Angriff auf Port Arthur und das Kriegsschiff Warjag
- 1920 - Nach dem Svalbard-Vertrag (Svalbård) werden die vorher selbständigen Inseln Spitzbergen an Norwegen übertragen.
- 1973 - Großbritannien und Frankreich nehmen diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
- 1993 - Die Slowakei wird Mitglied in der UNESCO.
- 1998 - Georgien. Zweites Attentat auf Eduard Schewardnadse
- 1999 - Offene Kämpfe zwischen Eritrea und Äthiopien.
- 2002 - Großbritannien. Tod von Prinzessin Margaret.
- 2003 - Präsident Wladimir Putin, Russland, und Bundespräsident Johannes Rau, Deutschland, eröffnen die deutsch-russischen Kulturtage in Berlin

Wissenschaft, Technik


- 1996 - Forscher der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt geben die Entdeckung des Ununbiums bekannt.

Kultur


- 1711 - Uraufführung der Oper Henrico IV. von Johann Mattheson in Hamburg.
- 1751 - Uraufführung der Oper Ifigenia in Aulide von Niccolò Jommelli am Teatro Apollo in Rom.
- 1829 - Uraufführung der Oper Pierre et Catérine von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris.
- 1893 - Die lyrische Komödie "Falstaff" von Giuseppe Verdi wird in der Mailänder Skala uraufgeführt.
- 1923 - Uraufführung der Operette Die gelbe Jacke von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1929 - Uraufführung der komischen Oper Der Tenor von Ernst von Dohnányi in Budapest.
- 1964 - Erster Auftritt der Beatles im US-Fernsehen ("The Ed Sullivan Show"), wodurch sie einem Millionenpublikum bekannt werden.
- 1972 - Die Wings spielen ihr erstes Konzert an der Universität von Nottingham.
- 1995 - Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden eröffnet.
- 2000 - Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden eröffnet.

Religion


- 1119 - Kalixt II. wird im französischen Vienne inthronisiert.
- 1621 - Alessandro Ludovisi wird zum Papst Gregor XV. gewählt.

Katastrophen


- 1945 - Das deutsche Passagierschiff "General von Steuben" wird mit über 4000 Flüchtlingen an Bord vor der pommerschen Ostseeküste von einem sowjetischen U-Boot torpediert und sinkt. Dabei kommen etwa 3500 Menschen ums Leben.
- 1975 - Deutschland. Ein Transportflugzeug der Deutschen Luftwaffe stürzt auf der Insel Kreta, Griechenland ab. Es gibt 42 Tote.
- 1992 - Nahe Diouloulou, Senegal. stürzt eine aus Dakar kommende Convair CV 640 der Gambcrest beim Landeanflug ab, wobei 31 der 59 Menschen an Bord umkommen.

Sport


  - Eintragungen von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1441 - Nisamaddin Alischer Nawoi, usbekischer Dichter, Künstler und Politiker
- 1645 - Johann Aegidius Bach, deutscher Bratschist
- 1700 - Daniel Bernoulli, schweizer Mathematiker
- 1741 - Ferdinand Franz Maria Bouget, deutscher Oberst
- 1761 - Johann Ladislaus Dussek, Klavierspieler und Komponist
- 1763 - Ludwig I. Wilhelm August von Baden, Großherzog von Baden
- 1773 - William H. Harrison, US-amerikanischer General und der 9. Präsident der USA
- 1775 - Farkas Wolfgang Bolyai, ungarischer Mathematiker
- 1777 - Louise Brachmann, deutsche Schriftstellerin
- 1778 - Hammamizade Ismail Dede Efendi, osmanischer Komponist
- 1789 - Franz Xaver Gabelsberger, deutscher Erfinder der Stenografie
- 1802 - Josef František Hunke, böhmischer Komponist
- 1830 - Abd ul Asis (Abdülaziz), 32. Sultan der Osmanen
- 1834 - Felix Dahn, deutscher Schriftsteller
- 1834 - Gustav Ritter von Meyer, Justizrat und Ehrenbürger von Bayreuth
- 1845 - Ludwig Forrer, schweizer Politiker
- 1846 - Wilhelm Maybach, deutscher Autokonstrukteur und Unternehmer
- 1853 - Leander Starr Jameson, britischer Arzt und Politiker
- 1863 - Anthony Hope, englischer Rechtsanwalt und Autor
- 1865 - Erich Dagobert von Drygalski, deutscher Geograph und Geophysiker, Leiter der Südpolexpedition 1901
- 1866 - Alexandre-François-Louis Cailler, schweizer Unternehmer der Schokoladenindustrie
- 1866 - Eduard Thöny, österreichischer Zeichner und Karikaturist ("Simplicissimus")
- 1874 - Amy Lowell, US-amerikanische Lyrikerin (Pulitzer Preis 1926)
- 1879 - Natanael Berg, schwedischer Komponist
- 1880 - Leopold Fejér, ungarischer Mathematiker
- 1885 - Alban Berg, österreichischer Komponist
- 1886 - Ivo Hauptmann, deutscher Maler
- 1886 - Wilhelm Vocke, deutscher Finanzfachmann und Bankier
- 1888 - Cas Ruffelse, niederländischer Fußballspieler
- 1890 - Jacobus Johannes Pieter Oud, niederländischer Architekt und Stadtplaner
- 1891 - Ronald Colman, britischer Schauspieler
- 1891 - Pietro Nenni, italienischer Politiker
- 1892 - Robert Geritzmann, deutscher Politiker
- 1895 - Hermann Brill, deutscher Politiker, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1895 - Max Valier, südtiroler Schriftsteller, Astronom und Raketenbau-Pionier.
- 1896 - Alberto Vargas, berühmt für seine Pin-Up Zeichnungen geworden
- 1902 - Gertrud Scholtz-Klink, Reichsfrauenführerin im Dritten Reich
- 1905 - David Burghley, britischer Leichtathlet und langjähriger IAAF-Präsident
- 1906 - André Kostolany, US-amerikanischer Finanzexperte, Journalist, Schriftsteller
- 1907 - H. M. S. Coxeter, britisch-kanadischer Mathematiker
- 1909 - Dean Rusk, US-amerikanischer Politiker, Außenminister
- 1909 - Harald Genzmer, deutscher Komponist
- 1910 - István Arató, ungarischer Komponist
- 1910 - Jacques Monod, französischer Biochemiker (Medizinnobelpreis 1965)
- 1913 - Astrid Krebsbach, deutsche Tischtennisspielerin
- 1914 - Ernest Tubb, US-amerikanischer Sänger
- 1923 - Brendan Behan, war Schriftsteller, Journalist, IRA-Aktivist und Dramatiker
- 1923 - Heinz Drache, deutscher Schauspieler
- 1925 - Burkhard Heim, deutscher Sprengstofftechniker, Physiker und Gelehrter
- 1927 - David Wheeler, britischer Computerpionier
- 1928 - Rinus Michels, niederländischer Fußballtrainer
- 1930 - Paul Levi, deutscher Politiker
- 1931 - Philipp Harnoncourt (Philipp Graf de la Fontaine und d'Harnoncourt-Unverzagt), deutscher katholischer Theologe und Priester
- 1931 - Robert Morris, US-amerikanischer Künstler
- 1931 - Thomas Bernhard, österreichischer Schriftsteller
- 1932 - Gerhard Richter, deutscher Maler und Grafiker
- 1934 - Manfred von Richthofen (Sport), deutscher Sportler, Unternehmer und Sportfunktionär
- 1936 - Georg Sterzinsky, deutscher Kardinal und Erzbischof
- 1937 - Fritz Ewert, deutscher Fußballspieler
- 1939 - Barry Mann, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1939 - Janet Suzman, südafrikanische Schauspielerin
- 1940 - Brian Bennett, britischer Musiker
- 1940 - Hubert Burda, Kunsthistoriker und Verleger
- 1940 - John M. Coetzee, südafrikanischer Schriftsteller
- 1942 - Carole King, amerikanische Rock-/Pop-Musikerin
- 1942 - Mark Mathis, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Joe Pesci, US-amerikanischer Schauspieler
- 1943 - Joseph E. Stiglitz, US-amerikanischer Ökonom
- 1944 - Alice Walker, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1944 - Barbara Lewis, US-amerikanische Sängerin
- 1945 - Mia Farrow, US-amerikanische Schauspielerin
- 1947 - Carla Del Ponte, schweizerische Juristin, Chefanklägerin beim UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag
- 1947 - Joe Ely, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1949 - Konrad Elmer, deutscher Politiker
- 1954 - Ulrich Walter, deutscher Physiker und Astronaut
- 1955 - Charles Shaugnessy, englischer Schauspieler
- 1960 - Holly Johnson, britischer Sänger
- 1963 - Travis Tritt, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1965 - Dieter Baumann, deutscher Langstreckenläufer
- 1966 - Christoph Maria Herbst, deutscher Schauspieler, Komödiant
- 1966 - Ellen van Langen, niederländische Leichtathletin
- 1967 - Edson Cordeiro, brasilianischer Sänger
- 1976 - Ionela Tirlea-Manolache, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 1977 - Björn Weikl, deutscher Fußballspieler
- 1979 - Mena Suvari, US-amerikanische Schauspielerin
- 1979 - Irina Slutskaya, russische Eiskunstläuferin
- 1980 - Angelos Charisteas, griechischer Fußballspieler
- 1985 - David Gallagher, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 1185 - Dietrich von Landsberg, Markgraf
- 1199 - Minamoto no Yoritomo, 1. Shogun Japans
- 1450 - Agnès Sorel, Maitresse des französischen Königs Karl VII.
- 1670 - Friedrich III. (Dänemark), König von Dänemark und Norwegen
- 1740 - Vincent Lübeck, Komponist des Barock
- 1796 - Qianlong, Chinesischer Kaiser des Qing-Dynastie
- 1812 - Franz Anton Hoffmeister, deutscher Komponist
- 1824 - Anna Katharina Emmerick, Ordensschwester des Augustinerordens und Mystikerin
- 1846 - Johann Friedrich Erdmann, deutscher Mediziner
- 1861 - Francis Danby, irischer Maler
- 1874 - Jules Michelet, französischer Historiker
- 1880 - Adolphe Crémieux, Rechtsanwalt, Politiker und Journalist
- 1881 - Fjodor Dostojewski, russischer Schriftsteller
- 1881 - Fjodor Michailowitsch Dostojewski, russischer Schriftsteller
- 1886 - Winfield Scott Hancock, US-amerikanischer General
- 1891 - Johan Barthold Jongkind, niederländischer Maler
- 1905 - Adolph von Menzel Maler, Zeichner und Illustrator
- 1906 - Paul Laurence Dunbar, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1917 - Károly Hornig, Erzbischof von Veszprém und Kardinal
- 1929 - Walter Gramatté, deutscher Maler des magischen Realismus
- 1930 - Paul Levi, deutscher Rechtsanwalt und Politiker
- 1932 - Paul Neumann, österreichischer Schwimmer
- 1941 - Elizabeth von Arnim, Schriftstellerin
- 1943 - Johann Wilhelm Trollmann, deutscher Boxer
- 1944 - Myra Brooks, US-amerikanische Schauspielerin
- 1948 - Karl Valentin, bayerischer Komiker, Kabarettist, Autor und Filmproduzent
- 1960 - Arthur Schütz, österreichischer Ingenieur und Schriftsteller
- 1960 - Ernst von Dohnányi, ungarischer Pianist und Komponist
- 1964 - Ary Barroso, brasilianischer Komponist und Sänger
- 1972 - Artur Wypochowicz, Antifaschist und Kommunalpolitiker
- 1976 - Percy Faith, US-amerikanischer Orchesterleiter
- 1977 - Sergei Wladimirowitsch Iljuschin, russischer Flugzeugkonstrukteur
- 1978 - Hans Stuck, deutsch-österreichischer Rennfahrer
- 1981 - Bill Haley, US-amerikanischer Rock'n Roll-Musiker
- 1984 - Juri Wladimirowitsch Andropow, Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU
- 1987 - Costante Girardengo, italienischer Radrennfahrer
- 1989 - Hermann Conring (Bundestagsabgeordneter), deutscher Politiker und MdB
- 1994 - Howard M. Temin, US-amerikanischer Biologe, Nobelpreisträger
- 1995 - Eugen Loderer, deutscher Gewerkschaftsfunktionär
- 1995 - James William Fulbright, US-amerikanischer Politiker
- 1996 - Adolf Galland, deutscher Luftwaffenoffizier und Jagdflieger
- 1996 - August Kühn, deutscher Schriftsteller
- 1998 - Halldór Laxness, isländischer Schriftsteller
- 2000 - Hans Platschek, deutscher Maler und Publizist
- 2001 - Herbert Simon, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 2002 - Princess Margaret, britische Prinzessin
- 2003 - Herma Bauma, österreichische Leichtathletin und Handballerin
- 2003 - Miquel Batllori, spanischer Historiker und Philosoph
- 2004 - Gerhard Riedmann, österreichischer Schauspieler
- 2005 - Heribert Klein, deutscher Journalist und Organist
- 2005 - Jimmy Smith, US-amerikanischer Jazz- und Bluesorganist
- 2005 - Sylvia Rafael, israelische Agentin
- 2005 - Ursula Schröder-Feinen, deutsche Opernsängerin

Feier- und Gedenktage


- Namenstage: Katharina
- Sankt Apollonia, Schutzpatronin gegen Zahnschmerzen
- katholischer Gedenktag für Alto, Anna Katharina Emmerick, Ansbert von Rouen, Gottschalk von Siloë, Julian von Speyer, Lambert von Neuwerk, Michael Febres Cordero
- evangelischer Gedenktag für John Hooper
- orthodoxer Gedenktag für Nikephoros, Petrus von Damaskus
- koptischer Gedenktag für Paphnutius von Ägypten

Siehe auch


- 8. Februar - 10. Februar
- 9. Januar - 9. März
- Februar - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0209 ja:2月9日 ko:2월 9일 simple:February 9 th:9 กุมภาพันธ์

Amarillo

Amarillo ist eine Stadt im Potter County im US-Bundesstaat Texas und Sitz der Countyverwaltung mit rund 180.600 Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 746 Einwohner / km² (Stand: 2004).

Geographie

Die Stadt liegt im Nordwesten von Texas, ist im Westen etwa 60 km von New Mexiko und im Norden etwa 80 km von Oklahoma entfernt. Sie hat eine Fläche von 233,9 km² wovon 1.2 km² Wasserfläche sind. Die geographischen Koordinaten sind: 35° 12' Nord und 101° 50' West.

Verkehr

Amarillo ist über die Interstate 27 und die Interstate 40 zu erreichen, ebenso über US-Highways 60, 87, und 287 und die Eisenbahn. Mit dem Flugzeug erreicht man die Stadt über den Amarillo International Airport und national über 3 weitere kleine Flughäfen, die im Umkreis von 20 km liegen.

Religion

In Amarillo gibt es derzeit 98 verschiedene Kirchen aus 22 unterschiedlichen Konfessionen. Unter den zu einer Konfession gehörenden Kirchen ist die Baptistengemeinde mit 40 Kirchen am stärksten vertreten. Weiterhin gibt es 15 zu keiner Konfession gehörende Kirchen (Stand: 2004)

Kultur

Die öffentliche Bibliothek besitzt über 580.000 Bücher, 58.600 Audio- und 18.150 Video-Dokumente. Weiterhin verfügt die Stadt über 5 Colleges, 10 öffentliche und 4 private High Schools sowie 10 öffentliche und 9 private Grund- und Mittelschulen. Medizinische Hilfe gibt es in 5 verschiedenen Kliniken.

Sehenswertes


- The Big Texan, ein Grill-Restaurant, in dem man ein 2 kg schweres Beefsteak für umsonst bekommen kann, vorausgesetzt man kann es in weniger als einer Stunde essen.
- Der Palo Duro Canyon State Park im Süden von Amarillo ist Amerikas zweitgrößter Canyon nach dem Grand Canyon.
- Das Texes Legacies eine jede Nacht im Sommer stattfindende Konzertveranstaltung im Palo Duro Canyon.
- Die Cadillac Ranch, nahe der Interstate 40 von dem Künstler Stanley Marsh 3, der hier hunderte Cadillacs bemalt und mit der Fronsteite in den Boden gerammt hat.

Demografische Daten

Das durchschnittliche Einkommen eines Haushalts in der Stadt liegt bei 34.940 USD, das durchschnittliche Einkommen einer Familie bei 42.536 USD. Männer haben ein durchschnittliches Einkommen von 31.321 USD gegenüber den Frauen mit durchschnittlich 22.562 USD. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 18.621 USD. 14,5 % der Einwohner und 11,1 % der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze.
27,9 % der Einwohner sind unter 18 Jahre alt und auf 100 Frauen ab 18 Jahre und darüber kommen statistisch 88,5 Männer. Das Durchschnittsalter beträgt 34 Jahre. (Stand: 2000).

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate liegt in Amarillo mit 546,2 Punkten weit über dem US-Landesdurchschnitt von 330,6 Punkten. 2002 gab es 7 Morde, 109 Vergewaltigungen, 330 Raubüberfälle, 1033 tätliche Angriffe auf Personen, 2468 Einbrüche, 8566 Diebstähle und 960 Autodiebstähle.

Weblinks


- [http://www.tsha.utexas.edu/handbook/online/browse/index.html Handbook of Texas] (engl.)
- [http://www.ci.amarillo.tx.us/departments/airport.htm Amarillo International Airport] Kategorie:Ort in Texas

Rock'n'Roll

Rock ’n’ Roll (kurz für Rock and Roll) ist ein unklar umrissener Begriff für eine US-amerikanische Musikrichtung der 1950er und frühen 1960er Jahre und das damit verbundene Lebensgefühl einer Jugend-Protestkultur. Die meistens (außer in manchen Balladen) im 4/4-Takt gespielte Musik enthält einen deutlichen Backbeat (starker Akzent auf den geraden Zählzeiten zwei und vier). Außerdem ist Rock ’n’ Roll die Bezeichnung für einen mit dieser Musik verbundenen Gesellschaftstanz, der aus dem Lindy Hop und dem Jitterbug hervorgegangen ist und dessen wesentliche Merkmale die akrobatischen Einlagen sind. Im Gegensatz zur Musik werden im Tanz die ungeraden Zählzeiten (eins und drei) betont.

Begriff

Zunächst ein Slangausdruck für den Beischlaf wurde der Begriff Rock ’n’ Roll als Bezeichnung für eine Musikrichtung angeblich erstmals 1952 vom amerikanischen DJ Alan Freed geprägt. Allerdings tauchten die Begriffe Rock und Rock and Roll schon Jahre vorher in schwarzen Rhythm-&-Blues-Titeln auf, beispielsweise in Eunice Davis' Aufnahme Rock little Daddy von 1951 oder bereits in dem 1934 von den Boswell Sisters aufgenommenen Titel Rock & Roll. Dennoch bleibt unumstritten, dass es Freed war, der sowohl den Begriff als auch die Musik selbst für eine breite Öffentlichkeit fit machte, so dass Rock ’n’ Roll ab etwa 1955 den Begriff Rhythm & Blues ablöste. Freeds Radioshow Moondogs, in der vor allem schwarzer Rhythm & Blues gespielt wurde, hatte Mitte der 1950er Jahre Kultstatus sowohl bei weißen als auch bei schwarzen Jugendlichen. Viele weiße Jugendliche hatten hier in einer Zeit der Rassentrennung erstmalig die Gelegenheit, afroamerikanische Unterhaltungsmusik intensiv zu hören. Außerdem fungierte Freed als Veranstalter für Livekonzerte und als Entdecker und Förderer von Künstlern wie Chuck Berry, Bo Diddley, Gene Vincent, Frankie Lymon und etliche mehr. So entwickelte sich der Begriff Rock ’n’ Roll, der zunächst nur ein Synonym für Rhythm & Blues war, schnell zu einem eigenständigen Gattungsbegriff und bezeichnete jene neue Musik, in der die damals übliche strikte Trennung zwischen Schwarz und Weiß aufgeweicht wurde. Heute wird der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch auch auf zeitgenössische Rockmusik angewendet, vor allem im angelsächsischen Sprachraum. Die musikhistorische Definition ist jedoch enger gefasst. Hier ist Rock ’n’ Roll ein Sammelbegriff für diverse Frühformen der Rockmusik, die Mitte der 1950er Jahre in den USA entstanden und in ihrer subkulturellen Funktion Mitte der 60er Jahre von der Beatmusik abgelöst wurden. Gesellschaftlicher Kontext Schon Ende der 1940er Jahre begann in den USA eine Jugend-Protestkultur, die das Underdog-Dasein, Freiheit von bürgerlicher Moral, Drogen und rastlose Mobilität zu ihren Idealen erhob. Diese Bewegung identifizierte sich zunächst nicht über die Musik, sondern über die Beat-Literatur von Autoren wie Jack Kerouac, Filme wie „The Wild One“, oder über Bücher wie „Catcher in the Rye“. Selbst der James-Dean-Film „Rebel Without a Cause“ von 1955 hatte noch keinen musikalischen Rock-’n’-Roll-Bezug, obwohl er ansonsten schon alle Merkmale der Rock-’n’-Roll-Kultur enthielt. Als Musik dieser Bewegung diente zunächst, vor allem bei den Anhängern der Beat-Generation Anfang der 1950er Jahre, der schwarze Bebop-Jazz. Als die Protestbewegung sich weiter ausbreitete, wurde das (von den Eltern häufig verbotene) Hören von Rhythm & Blues populär, der Musik der afroamerikanischen Unterschicht, die weiter unten näher erklärt wird. Erst der Film „Blackboard Jungle“ von 1955 (in dem es um Jugendkriminalität an Schulen ging) enthielt einen Rock-’n’-Roll-Soundtrack („Rock around the Clock“ von Bill Haley & The Comets) und brachte dadurch den ersten weltweiten Rock-’n’-Roll-Hit hervor. Der explosionsartige Erfolg dieser Musik erklärt sich aus der schon länger vorhandenen Sehnsucht nach einer eigenen Jugendmusik, über die sich die Rebellion gegen die Elterngeneration ausdrücken ließ. Rock ’n’ Roll füllte also ein gesellschaftliches Vakuum und gab einem vagen Lebensgefühl seine Ausdrucksmöglichkeit. Trotzdem ist der Rock ’n’ Roll nie ein einheitlicher Stil, sondern immer nur ein Sammelbegriff verschiedener Musikarten gewesen. Die Musikszene in den USA war stark regionalisiert, nicht nur, weil das dominierende Massenmedium Rundfunk vorwiegend aus lokalen Stationen bestand. Auch die Plattenindustrie war regional organisiert, die ethnischen Subkulturen hatten ihre geografischen Nischen mit eigenen musikalischen Traditionen, und in den Südstaaten herrschte strenge Rassentrennung. So etablierten sich, je nach Gesellschaftsschicht, Ethnik und geografischer Region, unterschiedliche Musikstile, die alle unter Rock ’n’ Roll einzuordnen sind, weil sie zwei Gemeinsamkeiten vereint: Sie sind alle Ausdruck von Minderheiten und sie wurzeln alle im Rhythm & Blues. Deshalb lohnt es sich, bevor wir die einzelnen Spielarten des Rock ’n’ Roll beschreiben, einen näheren Blick auf diese vielerwähnte Musikrichtung, diesen Ur-Nährboden des Rock ’n’ Roll, zu werfen.

Rhythm & Blues

Die Bedeutung des Begriffs, geprägt Anfang der 1940er Jahre von Jerry Wexler, hat sich bis heute ständig gewandelt. Zunächst nur ein Ersatzwort für „Race Music“, war Rhythm & Blues in den 1940er Jahren die Bezeichnung für sämtliche afroamerikanische Musik außer dem Jazz, also für die Musik der schwarzen Unterschicht Amerikas. In den 1960er Jahren wich der Begriff dem Marktnamen Soul, und heute bezeichnet man mit „R&B“ eine Form zeitgenössischer, schwarzer Popmusik. Rhythm & Blues ist also alles andere als ein einheitlicher Begriff für eine einheitliche Musikrichtung. Ende der 1940er Jahre entwickelte sich, im Zuge der Urbanisierung der schwarzen Landbevölkerung, ein einheitlicher, großstädtischer Stil heraus. Viele Rhythm & Blues Combos waren zunächst nichts anderes als verkleinerte schwarze Bigbands. Häufig waren es Sextette oder Quintette. Die kleineren Besetzungen ergaben sie auf Grund des Kostenvorteils gegenüber den Bigbands, die für ärmere Clubs nicht bezahlbar waren. Die geringere Lautstärke wurde durch die damals neue elektrische Gitarre kompensiert. Weiterhin kristallisierte sich ein Pianostil heraus, bei dem die linke Hand boogieartige Bassbegleitungen, die Rechte schnelle triolisch geschlagene Doppelgriffe spielte. Anders als im Swing trat der solistische Anteil der Bläser zurück. Besonders das Altsaxofon fungierte zunehmend als Rhythmusinstrument und spielte Shuffelgrooves. Reine Instrumentalstücke waren selten. Sänger und Sängerinnen - der Frauenanteil im Rhythm & Blues war deutlich höher als im Rock ’n’ Roll - sangen häufig mit gospelartigen Verzierungen. Nicht wenige Rhythm & Blues Texte spielten mit sexuellen Anspielungen und Zweideutigkeiten. Rhythm & Blues galt für das etablierte Amerika als anzüglich und vulgär, schlicht als inakzeptable Untergrundmusik. Indes gelang es dem Rhythm & Blues, eine eigene Musikindustrie zu etablieren, die auch größere Labels wie Atlantic Records unterhalten konnte, wo der Produzent Jerry Wexler diese Musik wie kein zweiter förderte. Wenn auch der Rhythm & Blues nicht uneingeschränkt unter Rock ’n’ Roll einzuordnen ist, so teilt er doch mit diesem eine große Schnittmenge, in die Interpreten wie der frühe Ray Charles, Bo Diddley, natürlich auch Chuck Berry, Fats Domino, Little Richard, LaVern Baker und viele andere hineingehören. In Städten wie Chicago oder New Orleans wurden dementsprechend die beiden Begriffe „Rock ’n’ Roll“ und „Rhythm & Blues“ auch lange als Synonyme verwendet. Und selbst denjenigen Rock-’n’-Roll-Spielarten, die eindeutig nicht mehr zum Rhythm & Blues gehören, von Rockabilly bis zum Highschool-Rock-’n’-Roll, diente der Rhythm & Blues als wesentlicher Inspirationspool. Man kann also mit Recht behaupten, dass der Rock ’n’ Roll eine Weiterentwicklung, häufig auch eine „Verweißung“ des Rhythm & Blues war, mit der nur Teile der schwarzen Jugend sich identifizieren konnten. Besonders frustrierend wirkte dabei der Umstand, dass weiße Künstler wie Presley mit schwarzen Coverversionen Millionen verdienten, während Künstlern wie Big Mama Thornton (Autorin von „Hound Dog“) der Erfolg beim Massenpublikum versagt blieb. Und selbst die erfolgreichen schwarzen Musiker wie Little Richard und Bo Diddley wurden vielfach um den Ertrag ihrer Leistung betrogen (Bo Diddley verdiente an seinen großen Hits in den 1950er Jahren exakt 0,-- US Dollar!) Nur leicht zeitversetzt zum Siegeszug des Rock ’n’ Roll wurde daher von schwarzen Musikern und Managern der gezielte Gegenversuch gestartet, den Rhythm & Blues zu kommerzialisieren, ohne ihn dabei aus schwarzen Händen zu geben. Unter dem Marktnamen Soul (Musiker sprachen in der Regel weiter von Rhythm & Blues) wurden neue schwarze Talente auf hohem Niveau ausgebildet und dann breit vermarktet. Instrumental, tänzerisch, kompositorisch und vor allem stimmlich erreichte der Rhythm & Blues in der Soul-Ära seine höchste Blüte. Tatsächlich gelang es mit dem Soul, einen weltweiten Boom auszulösen, der auch das zahlungskräftige weiße Publikum erfasste. Frische Talente mit gewaltigen Stimmen stürmten die Charts, die dank der kommerziellen Konzeption noch heute ein Begriff sind (Martha Reeves, Aretha Franklin, Ike & Tina Turner, Stevie Wonder, Otis Redding und viele mehr). Zwar handelte es sich bei diesem kommerzialisierten Rhythm & Blues um Populärmusik, doch wurden die schwarzen Wurzeln wie Blues und Gospel keinesfalls verwässert, sondern bewusst reaktiviert. Schließlich verfolgte man das Ziel, eine für Weiße schwer kopierbare Musik zu kreieren. Im Zentrum dieser Entwicklung stand das Motown Label. In den 70er Jahren schließlich verblassten die originär schwarzen Elemente wieder und die schwarze Popmusik wurde zur Disco-Musik. In den 80er Jahren stellten schwarze Künstler wie Whitney Houston ihre vorzüglichen Gesangstimmen in den Dienst von eher belangloser Popmusik, die sie damit zu einem gewissen Grad aufwerteten. Der Begriff Soul kam wieder ins Gespräch. Mit Rhythm & Blues hatte diese Musik jedoch nicht mehr viel zu tun. Vertreter (des klassischen Rhythm & Blues): Wynonie Harris, Big Joe Turner, Etta James, Clyde McPhatter, Bobby Blue Bland, LaVern Baker

Stylemap

Die „Stylemap“ zeigt Schnittmenge und Berührungspunkte von Rhythm & Blues (rot) und Rock ’n’ Roll (gelb), sowie die wichtigsten Stile und Unterstile des Rock ’n’ Roll. Wollte man allerdings sämtliche Querverbindungen und gegenseitigen Inspirationen auflisten, würde eine solche Grafik zu einem noch unentwirrbareren Knoten werden, als sie es hier schon ist. Deshalb sind hier viele Aspekte nicht berücksichtigt, unter anderem der, dass die meisten Künstler im Verlaufe ihres Schaffens nicht statisch in einer stilistischen Ecke bleiben. Als Beispiel sei Ray Charles genannt, der genau genommen an fast allen Ecken der Grafik auftauchen müsste. Auch Hank Ballard dürfte eigentlich nicht nur unter Twist aufgelistet werden, den er erst in der späteren Phase seiner Karriere erfand. Außerdem trägt die Abbildung einer wichtigen Entwicklung nicht Rechnung, in deren Zuge sich ab etwa 1958 viele oder alle Rock-’n’-Roll-Spielarten zu einer Mainstreamform vermischten. Kategorien und Stilschubladen haben zudem immer einen akademischen Aspekt, der die Musik nicht hinreichend erklären kann. Man sollte also diese Kategorien nicht als in Stein gemeißelt betrachten und nicht vergessen, dass es gerade die Überwindung von Schubladen war, die den Rock ’n’ Roll erst möglich machte. Bild:stylemap.jpg

Spielarten des Rock ’n’ Roll

(Zu den einzelnen Spielarten siehe auch die jeweiligen Wikipedia-Links mit z. T. umfangreicheren Artikeln)

Northern Band Style

Um 1954 im Norden der USA entstandene weiße Musikrichtung, die den Bigbandsound mit markantem 4/4 Offbeat anreicherte, mit Boogielinien versah und in kleinerer Besetzung wiedergab. Wird wegen des "geslappten" Kontrabasses gelegentlich mit seinem Südstaatenpendant, dem Rockabilly verwechselt, enthält aber ein dominanteres, zuweilen solistisches Schlagzeug und legt außerdem einen Schwerpunkt auf die im Rockabilly untypischen Blechbläser. In der Performance waren die synchronen Schwenkbewegungen der Instrumente typisch, die auffällig gemusterten Einheitsanzüge der Musiker und rhythmische Zwischenrufe ("crazy man, crazy!")- alles Elemente aus der Bigband-Kultur. Gespielt wurden Coverversionen schwarzer Rhythm & Blues Titel aber auch neue Kompositionen. Wichtiges Instrument war neben Kontrabass und Blechbläsern auch die E-Gitarre, die sich durch schnelle, schwierige Läufe vom übrigen Rock ’n’ Roll abhob. Vertreter: Bill Haley & The Comets, Freddy Bell & The Bellboys

Rockabilly

Um 1954 in den Südstaaten der USA entstandene weiße Interpretation des Rhythm & Blues, durchmischt mit Elementen der Country- und Hillbillymusik. Als Erstling des Rockabilly gilt der von Elvis Presley im Sommer 1954 eingespielte Titel „That's Allright, Mama“. Produzent war der Gründer des Sun Labels Sam Phillips, der schon Anfang der 50er Jahre als Produzent von "Big" Joe Turner einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Beale-Street-Rhythm & Blues geleistet hatte. Zunächst mit Minimalbesetzung gespielt („geslappter“ Kontrabass, E-Gitarre, Gesang), kamen später auch Schlagzeug und Piano zum Rockabilly. Ausgehend von Memphis, Tennessee verbreitete sich der Rockabilly durch die intensive Tourtätigkeit der Musiker von Sun Records schnell über den gesamten Süden und inspirierte Hunderte von Musikern, den Stil zu kopieren. Nur wenigen gelang es dabei, über eine bloße Sun-Kopie hinauszugehen und individuelle Rockabilly-Stile zu entwickeln, wie z. B. Gene Vincent und Buddy Holly. Ab 1957 löste sich der Rockabilly in einer Art Mainstream-Rock-’n’-Roll auf, die meisten Interpreten jedoch wandten sich der reinen Countrymusik zu. Rockabilly war zugleich die erste Spielart des Country-Rock. Elvis Presley Vertreter: der frühe Elvis Presley, Carl Perkins, Johnny Burnette Trio, Eddie Cochran, Gene Vincent, der frühe Roy Orbison

Handjive

Handjive (auch "Chicago-Sound" oder "Bo-Diddley-Sound") ist eine ursprünglich schwarze Spielart des Rock ’n’ Roll und entstand Ende der 1940er Jahre in Chicago als Unterart des Rhythm & Blues. Wesentliche Merkmale sind die stark im Vordergrund stehenden Perkussionsinstrumente (Maracas), die einen tranceartigen, ostinaten Groove erzeugen und sich zeilenweise mit dem Gesang abwechseln, dessen Melodie im „Frage-Antwort-Schema“ aufgebaut ist. Der Handjive ist ursprünglich eine reine Straßenmusik gewesen, zu der die Kinder in den Ghettos der Southside von Chicago Abzählreime und Abklatschverse mit manchmal schmutzigen Texten sangen. Dabei wurden die Hände in bestimmten Rhythmen gegeneinander oder gegen eigene Körperteile geschlagen. Die Tradition des Handjive geht auf den "Hambone" zurück, jene Körperpercussion, mit der die schwarzen Sklaven des Südens die ihnen verbotene, Botschaften übermittelnde Trommelmusik ersetzten. Das Verdienst, den typischen Groove erstmals auf Platte gebannt zu haben, kommt dem chicagoer Straßenmusiker Sammy McGier zu. Seine Band "Hambone Kids" spielte Anfang der 1950er Jahre für das Okeh-Label den Titel "Hambone" ein, der bereits jenes legendäre Lick enthält, das man später "Bo-Diddley-Lick" nennen sollte. Bo Diddley schließlich, selbst ehemaliger Straßenmusiker der Southside, debutierte 1955 mit seinem Hit "Bo Diddley" (der ursprüngliche Text dieses Songs, der eigentlich "Uncle John" hieß, war dem Chess-Label zu anzüglich, weshalb Diddley ihn entschärfte) und erreichte auf Anhieb Platz 1 der Rhythm & Blues Charts. Seine elektrische Gitarre war dabei leicht verzerrt, ein für das damalige Publikum völlig unbekannter, neuer Sound. Bald begannen überall in den USA Künstler, den Groove zu kopieren: Buddy Holly mit "Not Fade Away" und „Bo Diddley“, Johnny Otis mit „Willie and the Handjive“. In den 1960er Jahren übernahmen zahlreiche britische Bands wie die Rolling Stones und die Animals den Bo-Diddley-Sound. Gerade die Stones klangen in ihren frühen Jahren manchmal wie eine Bo-Diddley-Coverband. Vertreter: Bo Diddley, Johnny Otis

Car-Sound

Als "Car-Sound" bezeichnete man in den 50er Jahren die Musik des schwarzen Gitarristen und Sängers Chuck Berry. Den Beginn machte 1955 die Chess-Veröffentlichung "Maybellene", ein Titel, in dem es um eine Art Autorennen geht. Berry selbst war Automechaniker und thematisierte mit seiner fast weiß klingenden Stimme den amerikanischen Autokult der 50er Jahre. Die Texte Berrys, der in seiner Jugend Autos geknackt hatte, um Spritztouren zu unternehmen, erzählen von rastloser Mobilität quer durch die USA und erinnern an Jack Kerouacs Kultroman "On The Road". Entscheidend für diesen "Chicago-Rock ’n’ Roll" aber ist eine völlig neue Verwendung der elektrischen Gitarre, die mit einer leichten Röhrenverzerrung etwas blechern klingt und bei Berrys zweisaitigen Bendings an Autohupen erinnert. Die Rhythmusbegleitung spielte Berry mit Abschlägen auf den abgedämpften Basssaiten. Berry ist einer der meistgecoverten Rockmusiker. Seine Licks inspirierten weite Teile der Beatmusik in den 60er Jahren und gehören bis heute zum Standardrepertoire vieler Gitarristen und Schülerbands. Berrys Kollege, der ebenfalls bei Chess unter Vertrag stehende Bo Diddley, griff den Car-Sound auf und spielte ebenfalls ein paar Car-Titel ein ("Roadrunner"). Der Car-Sound aus den Autoproduktionsstädten des Nordens inspirierte auch Surf-/Hotrod-Musiker aus Kalifornien, dem "Autoland". Vertreter: Chuck Berry, Bo Diddley

Schwarzer Doowop

Doowop ist die Bezeichnung für eine Rhythm & Blues Unterart, die einen besonderen Schwerpunkt auf das mehrstimmige Gesangsarrangement legt. Der Stil entwickelte sich ab 1954 in den schwarzen Vierteln amerikanischer Großstädte, wo er von unbekannten a-capella Bands vor allem unter Brücken, in U-Bahnhöfen und Greyhound-Wartehallen gesungen wurde. So ist Doowop eng verbunden mit der besonderen Akustik öffentlicher Räume. Balladen wechselten sich mit schnellen Nummern ab. Ab 1956 schafften es einige ehemalige Straßenbands in die Rhythm & Blues Charts. Der reine a-capella-Stil der Straße wurde dabei nur selten beibehalten. In der Regel wurde bei Platteneinspielungen sanfte Instrumentalbegleitung in typischer Rhythm & Blues Besetzung (Saxophon, Piano) beigefügt. Auch Gimmicks wie Glockenspiele waren bei Doowop-Balladen typisch. Vertreter: The Penguins, The Moonglows, Frankie Lymon & The Teenagers, The Platters

Weißer Doowop

Ende der 1950er Jahre begannen junge, weiße Amerikaner in den Großstädten, den Doowop zu kopieren. Besonders taten sich dabei Nachkommen italienischer Einwanderer hervor, im Zentrum der weißen Doowop-Bewegung lag die New Yorker Bronx. Die derben sexuellen Anspielungen in den Texten der schwarzen Vorbilder wie Hank Ballard wurden allerdings nicht übernommen und durch harmlosere Inhalte aus dem Teenageralltag ersetzt. Ein wichtiges Element war die hohe Falsettstimme des Leadsängers – ein Effekt, der später von der Surfmusik aufgegriffen wurde. Der weiße Doowop wurde zur Identifikationsmusik einer ganzen Jugendgeneration der italo-amerikanischen Minderheit in den USA. Die damalige Atmosphäre in der italienischen Szene der Bronx wurde 1979 in dem Film "The Wanderers" gelungen rekonstruiert. In einer Zeit, als Rock ’n’ Roll langsam seine Schockwirkung einbüßte und zur allseits akzeptierten Modeerscheinung wurde, wurden weiße Doowopkünstler außerdem bei der weißen Mittelklasse-Jugend sehr beliebt. Der weiße Doowop wurde so zum Vorläufer des Surf- und des Highschool-Rock-’n’-Roll. Vertreter: Dion DiMucci

New Orleans Sound

Eine schwarze Spielart des Rock ’n’ Roll/Rhythm & Blues, dessen wesentliches Merkmal das in den hohen Lagen triolisch gespielte Piano ist. Der New Orleans Sound reicht in die frühen 1950er Jahre zurück, als echter Rock ’n’ Roll trat er um 1955 mit Fats Domino und dem aggressiveren Little Richard in die Rockgeschichte ein. Die Tradition dieser Musik wird ohne Unterbrechung bis in die Gegenwart hinein gepflegt und hat Interpreten wie Dr. John und Prof. Longhair hervorgebracht. Vertreter: Fats Domino, Little Richard, Huey "Piano" Smith, Smiley Louis

Instrumental

Im Westen der USA wurde 1957 eine Gitarren-Instrumental Tradition begründet, die schnell zahlreiche Nachahmer fand. Im Studio von Lee Hazlewood in Phoenix, Arizona und später in Los Angeles wurden Titel mit den Gitarristen Al Casey und Duane Eddy eingespielt, von denen einige zu Hits wurden. Die Gitarre war dabei leicht verzerrt, dazu spielte ein Saxofon simple Soli. Der Hall in den Aufnahmen kam durch die natürliche Akustik des metallenen Getreidespeichers zustande, in dem sich Hazlewoods Studio befand (einer der Studiohilfen Hazlewoods war übrigens der junge Phil Spector). Der „Twang-Sound“ Duane Eddies fand im gesamten Westen der USA zahlreiche Nachahmer und beeinflusste eine Reihe von Musikern auch in Europa, z. B. die Begleitband von Cliff Richard, die „Shadows“. Vertreter: Duane Eddy, The Ventures, The Shadows

Surf/Hotrod

Surfmusik ist der einzige Zweig des klassischen Rock ’n’ Roll, der weit in die 1960er Jahre hineinragte und eine Art amerikanische Parallele zur britisch dominierten Beatmusik bot. Im Allgemeinen wird mit dem Begriff „Surfmusik“ der Sound der Beach Boys oder des Duos Jan & Dean assoziiert. Indes gab es daneben einen deutlich aggressivereren, instrumentalen Rock-’n’-Roll-Stil, der den Namen „Surfmusik“ für sich beanspruchte. Dick Dale, der Erfinder dieser Spielart (heute "Surf Rock" genannt) debutierte, genau wie die Beach Boys, im Jahre 1961 mit seiner ersten Single „Let's Go Trippin'“. Allerdings behauptet er, den Begriff "Surf" schon in den 1950er Jahren auf seine Musik angewendet zu haben. Welches nun die „wahre“ Surfmusik ist, die Rockform oder die Popform, ist eine ebenso strittige wie müßige Frage. In der rockigen Instrumentalform wurden sowohl der „Twang“-Sound als auch das Saxofon der Hazlewood-Produktionen aus Phoenix und Los Angeles übernommen (siehe Absatz "Instrumental"). Manchmal wurden die Melodielinien nach südkalifornisch-mexikanischer Tradition von einer Trompete gespielt. Als Hauptinstrument dominierte die Stratocaster, jene legendäre Gitarre des kalifornischen Herstellers Leo Fender, von deren Tremolohebel im Surfrock reichlich Gebrauch gemacht wurde. Die charakteristische, mitunter zerstörerisch krafvoll angeschlagene Surf-Gitarre wurde außerdem mit einem Bandecho eingespielt, was die beliebten Glissando-Riffs auf den Basssaiten etwas glättete, mit denen die rasante Wellenfahrt des Surfbrettes musikalisch umgesetzt wurde. Dick Dale stand in engem Kontakt mit Leo Fender, der in Abstimmung auf Dales Spielweise seine Gitarrenverstärker der späten 1950er und frühen 1960er Jahre anpasste. Dem heutigen Publikum dürfte der Sound Dick Dales, der lange Zeit nahezu vergessen war, vor allem durch die Soundtracks der Filme von Quentin Tarantino bekannt sein, durch die ein Revival des härteren Surfsounds eingeleitet wurde. Den Beginn des bekannteren „anderen“ Surfstils, einer gefälligen, mehrstimmigen Variante der Surfmusik, markiert der Beach Boys-Titel „Surfin'“ von 1961 (Platz 75 in den Charts), der sich musikalisch eng am weißen Doowop ausrichtete. Aber schon die folgenden, bei Capitol veröffentlichten Titel der Band ließen, neben Einflüssen von Chuck Berry und dem Doowop, einen sehr eigenständigen Stil erkennen. Ein wesentliches Merkmal der mehrstimmigen Surfmusik sind die Textinhalte, die meistens das Leben in Kalifornien verherrlichen. Neben dem Thema „Surfen“ ist dabei das Thema "frisierte Autos" (Hotrod) auffallend häufig. Die starke Präsenz des Autokultes in der Surf-/Hotrod-Musik erklärt auch die gelegentlichen Anleihen bei Chuck Berry, dem Begründer des „Car-Sounds“ (vergleiche hierzu Beach Boys: „Surfin USA“ mit Chuck Berry: „Sweet Little Sixteen“). Mit wachsender Popularität halluzinogener Drogen in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre machte - ebenso wie die britisch dominierte Beatmusik - auch die Surfmusik eine Metamorphose ins Psychedelische durch. Die Beach Boys produzierten äußerst kreative und künstlerische Alben, die allerdings mitunter etwas überladen wirkten und die Bodenhaftung vermissen ließen. So interessant diese Spätform des Surf war, mit der geradlinigen Einfachheit des Rock ’n’ Roll hatte sie nur noch wenig zu tun, weshalb sie hier nicht weiter behandelt wird. Beide Richtungen des Surfsounds, sowohl der instrumentale Surfrock als auch die mehrstimmige Popform, begründeten die Tradition der Westcoast-Rockmusik. Bands wie die Trashmen und später auch die Ramones, die gesanglich zunächst an die Beach Boys erinnerten, versahen die Musik mit einer aggressiven, anarchistischen Attitüde und bereiteten den Weg für den Punk. Die Studioarbeit der späten Beach Boys setzte Maßstäbe für anspruchsvollere Popproduktionen der 1970er Jahre, etwa die ersten Alben der schwedischen Popband Abba. Vertreter: The Beach Boys, Jan & Dean, Dick Dale & The Deltones, The Rip Chords

Teenage Rock ’n’ Roll/Highschool

Ende der 1950er Jahre wurde von der Unterhaltungsindustrie eine gezähmte Form des Rock ’n’ Roll konzipiert, die vor allem auf das sehr junge, weiße Mittelklassepublikum ausgerichtet war. Die Interpreten wirkten sauber und „elternkompatibel“. Jeans oder Lederjacken wurden gemieden und durch Strickwesten, Polohemden und Krawatten ersetzt. Viele dieser „Teen Idole“ wurden ausschließlich nach ihrem Äußeren gecastet und wirkten wie domestizierte Clone von Elvis Presley. Ihre z. T. mäßigen Sangeskünste wurden dann, wie im Falle von Fabian, durch intensive, z. T. silbenweise Schnittarbeit im Studio ausgeglichen. Einige wurden auch als "Schauspieler" vermarktet und belegten Hauptrollen in B-Movies. Eine wesentliche Rolle für diese Entwicklung spielte die Dick Clark Show American Bandstand, eine landesweit ausgestrahlte Fernsehshow, in der die Highschool-Stars promotet wurden. Es ist strittig, ob man den Teenage Rock ’n’ Roll wirklich als echten Rock ’n’ Roll bezeichnen soll, letztlich ist dies eine Frage von Definitionen. Nach einer weit verbreiteten Auffassung ist das Phänomen Teenidol nur der Versuch des Establishments, den Rock ’n’ Roll zu integrieren, zur stubenreinen und massenkompatiblen Ware zu machen und damit sein Ende zu besiegeln. Vertreter: Pat Boone, Paul Anka, Connie Francis, Frankie Avalon, Fabian

Twist

Bezeichnung für eine späte Spielart des Rock ’n’ Roll und den dazugehörigen Tanz, der etwa zwei Jahre lang in den USA und Europa populär war. Der Tanz erweckte einiges Aufsehen, weil er nicht mehr paarweise, sondern allein getanzt wurde. Er leitete damit die bis heute in Diskotheken übliche Tanzweise ein. Musikalisch brachte der Twist in Zeiten des seichten Highschool-Rock-’n’-Roll eine Wiederbelebung der Ursprünge aus dem Rhythm & Blues und war daher soetwas wie ein erstes Rock-’n’-Roll-Revival. Als „Erfinder“ des Twist gilt weltweit der in der Dick Clark Show promotete Chubby Checker. Was die charakteristischen Tanzbewegungen betrifft, ist dies sicher richtig. Indes war es eigentlich der Rhythm & Blues Musiker Hank Ballard, der die Titel „The Twist“ und „Let's Twist again“ schrieb und aufnahm („The Twist“ wurde erstmals 1958 von Ballard eingespielt). Jedoch wurde wegen eines Streits mit Dick Clark (es ging um die Frage, ob Ballards Backupband „The Midnighters“ auftreten durften oder nicht) ein geplanter Auftritt von Ballard gestrichen. Als Lückenfüller wurde der bis dahin nicht bekannte, etwas füllige Checker gewählt, der „the Twist“ 1959 auf den Markt brachte und den Titel dank regelmäßiger Auftritte bei Dick Clark 1960 auf Nummer 1 der Charts platzieren konnte. Mit einer erneuten Platzierung in den Charts ein Jahr später (wiederum auf Platz 1) begann dann der weltweite Siegeszug des Twist, begleitet von einer bis dahin einmaligen Merchandise-Maschinerie. Vertreter: Hank Ballard, Chubby Checker

Andere

Neben den oben genannten wichtigsten Spielarten des klassischen Rock ’n’ Roll gab es noch eine Anzahl von lokalen Stilen, häufig mit stark folkloristischem Einschlag. Wenige davon brachten überregionale Erfolge hervor, wie z. B. die Titel von Ritchie Valens, den wichtigsten Vertreter eines Latino-Stiles, der im Raum Los Angeles, Süd-Texas und New Mexico unter der diskriminierten spanischsprachigen Bevölkerung verbreitet war und z. T. auch in spanischer Sprache gesungen wurde. Im Mississippi-Delta wiederum waren es Musiker der franko-kanadischen Minderheit aus den Sumpfregionen Louisianas, den "Cajuns", die ihre traditionelle Fiddle- und Akkordeonmusik ab etwa 1957 mit dem Rhythm & Blues und mit dem Rock ’n’ Roll verbanden. Überregionale Hits waren dieser äußerst lebendigen und vielfältigen Cajun-Rock Szene leider nicht beschieden. Die populäreren Rhythm & Blues Musiker aus New Orleans beeinflussten wiederum die Musikszene auf Jamaica, wo man die US-Radiostationen aus Louisiana empfangen konnte. Auf diese Weise entstand in den 50er Jahren eine Mischung aus New Orleans-Rhythm & Blues und jamaikanischer Folklore, wie dem Mento. Aus dieser Mischung entwickelte sich Anfang der 60er Jahre dann der Ska und später der Reggae. Auch die sogenannte "Calypso-Musik" sei hier erwähnt, die Mitte der 50er Jahre von Harry Belafonte erfunden wurde. Belafonte stammte eigentlich aus New York City und sein Karibik-Akzent war nicht echt. Aber er bewies ein feines Gespür für den Markt, der in den 50er Jahren in einer Art erster "Ethno-Welle" nach Südseeromantik und Exotischem verlangte. Dies beschied seinem 1956 veröffentlichten Debut-Album "Calypso" einen sensationellen Erfolg. Seine Musik ist, wenn überhaupt, eher in die Pop- und Unterhaltungs-Ecke des Rock ’n’ Roll einzuordnen. Und schließlich setzte ab etwa 1957 mit der massenmedialen Verbreitung der verschiedenen regionalen Rock-’n’-Roll-Stile ein Prozess der gegenseitigen Beeinflussung ein. Die Konturen der regionalen Stile verwischten zusehends. Die so entstandene Mainstreamform des Rock ’n’ Roll verband nicht selten Elemente von zwei, drei oder mehr verschiedenen Spielarten. So vermischten Gene Vincent and the Bluecaps ihren Rockabilly bruchlos mit Elementen aus dem DooWop, Buddy Holly, ursprünglich im Texas-Rockabilly zu Hause, fügte seiner Musik neben DooWop Elementen auch noch Chicago-Grooves à la Bo Diddley hinzu. Und schließlich sind viele Rock-’n’-Roll-Interpreten der "zweiten Stunde", Interpreten also, die erst ab 1957 in die Öffentlichkeit traten, nicht mehr eindeutig einer der Rock-’n’-Roll-Spielarten zuzuordnen. Es sind Interpreten des Mainstreams.

Siehe auch


- Rockmusik
- Portal:Rockmusik
- Portal:Tanz
- Jugendkultur, Diskussion:Jugendkultur

Weblinks


-
- [http://www.history-of-rock.com/indx.html The History of Rock ’n’ Roll]
- [http://epoche-3.de/rock.html Infos und Links zu Jukeboxes] Kategorie:Rock ja:ロックンロール

Country-Musik

Country-Musik [] (auch: Country & Western oder C&W) ist eine aus den USA stammende Musikrichtung, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus traditionellen Elementen der Volksmusik der europäischen Zuwanderervölker - insbesondere Irland und England - hervorging. Die ursprünglich in den südlichen Appalachen beheimatete Hillbilly-Musik entwickelte sich durch urbane Einflüsse und Übernahme von Elementen anderer Musik-Genres - wie etwa dem Blues - in die heutige Country-Musik. Die Geschichte der Country-Musik ist durch drei überschneidende Bewegungen geprägt:
- Die Traditionalisten befürworten eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen textlichen und musikalischen Themen.
- Die Erneuerer experimentieren mit neuen Stilvarianten, Ausdrucksformen und Instrumenten.
- Die Kommerzorientierten suchen die Nähe zur Popmusik, um ein möglichst großes Publikum anzusprechen. Ein typisches Merkmal der Countrymusik sind direkte Texte, die sich oft auf die amerikanischen Lebensverhältnisse beziehen, persönliche Erfahrungen beschreiben, aktuelle Ereignisse kommentieren und nicht selten auch humorvoll sind. Im Gegensatz zu fast allen anderen Genres sind die Texte gleichrangig zur Musik. Beim traditionellen Country werden hauptsächlich Saiteninstrumente, wie Gitarre, Banjo, Mandoline, Bass oder Fiddle (eine einfache Geige), aber auch Akkordeon, Klavier oder Mundharmonika verwendet. Einige vor allem in der ersten Jahrhunderthälfte populäre Instrumente wie die Autoharp oder die Steel Guitar sind außerhalb der Country-Musik nahezu unbekannt. Im zeitgenössischen Country kommen in Anlehnung an die Instrumentierung der Rockmusik Schlagzeug, sowie Elektrogitarre und -Bass hinzu. Blasinstrumente werden normalerweise nicht eingesetzt.

Stilrichtungen

Die Country-Musik lässt sich in Stilrichtungen unterteilen, von denen einige über viele Jahrzehnte lang bis heute aktuell sind, andere dagegen nur regionale, ethnische oder temporäre Bedeutung besitzen. Die ursprüngliche Country-Musik vor 1920 wurde und wird als Old-Time oder Hillbilly-Musik bezeichnet, die in den 1990ern dominierende Musik als New Country.

Die Hauptstilrichtungen

; Bluegrass: Wird hauptsächlich mit akustischen Instrumenten im 2/4-Takt gespielt. Charakteristisch sind die Virtuosität der Musiker, der Harmoniegesang (mehrstimmiger Satzgesang) und die flotten Instrumentalstücke. Die typische Instrumentierung dieser Richtung besteht aus Fiddle (= Violine, Geige), Mandoline, Upright-Bass (= Kontrabass, Steh-Bass) und akustische Stahlsaitengitarre (= Westerngitarre). Aus dem Bluegrass entwickelte sich in den sechziger Jahren der New Grass. ; Honky Tonk: Der Honky Tonk entstand in den Clubs und Dance Halls rund um die texanischen Ölfelder. Dort war es vielerorts so laut, dass die Instrumente elektrisch verstärkt werden mussten und ein Schlagzeug unverzichtbar war. Gespielt werden meist einfache und langsame 2/4-Takte, welche durch ein spezielles Timing den typischen Groove bekommen. Die Texte befassen sich mit Alltagsproblemen und sind ungekünstelt und direkt. Sie haben mit den folkloristischen und heimatverbundenen Inhalten der traditionellen Country-Musik nur noch wenig gemein. ; Nashville Sound: Ab Mitte der 1950er Jahre verlor die Country-Musik gegenüber dem Rock'n'Roll dramatisch an Boden. Einflussreiche Produzenten - allen voran Chet Atkins und Owen Bradley - begannen daraufhin, die ungeschliffene Musik zu glätten, um sie so einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das Ergebnis war ein weicherer Sound, der oft durch Hintergrund-Chöre verstärkt wurde. Klassische Country-Instrumente wie Fiddle oder Steel-Guitar wurden nur noch selten eingesetzt. ; Western Swing: Der Western Swing, eine der lebendigsten Stilrichtungen der Country-Musik, wurde in den 1930er Jahren von Bob Wills entwickelt. Durch Integration von Jazz-Elementen und Hinzunahme von weiteren Instrumenten entstand eine lebhafte, tanzbare Musik, die insbesondere in den großen Dance Halls von Texas und Oklahoma populär war. Der Western Swing gehört zu den wichtigeren Stilrichtungen der Country-Musik, hat aber seit Ende der 1940er Jahre an Bedeutung verloren.

Regionale Stilrichtungen und Modeströmungen

; Bakersfield Sound: Anfang der 1960er Jahre entstand im kalifornischen Bakersfield eine an Rock'n'Roll und Honky Tonk angelehnte Variante der Country-Musik, bei der erstmalig elektrisch verstärkte Instrumente vorherrschten. Gegenüber dem weichen Nashville Sound klangen die Gitarren hart und höhenbetont. Die Arrangements waren einfacher. Geprägt wurde der Bakersfield Sound von Persönlichkeiten wie Buck Owens oder Merle Haggard und ab Mitte der 1980er Jahre von Dwight Yoakam. ; Cowboy-Musik: Als "Cowboy-" oder "Western-Musik" wird eine Stilrichtung der Country-Musik bezeichnet, die - romantisch verklärt - die Eroberung des amerikanischen Westens und das Leben der Cowboys zum Inhalt hat. Sie hatte ihren Höhepunkt während der 1930er und 1940er Jahre, besitzt aber auch heute noch eine gewisse Bedeutung. ; Neo-Traditionalismus: Der Neo-Traditionalismus entstand Mitte der 1980er Jahre als Antwort auf den durch Popeinflüsse bewirkten Identitätsverlust der Country-Musik. Eine kleine Gruppe von Interpreten um George Strait, John Anderson und Ricky Skaggs veröffentlichte Alben mit einer aufrichtigen, tradistionsorientierten Musik und löste damit einen Trend aus, der bis Ende des Jahrzehnts anhielt. ; Outlaw: Seit Anfang der 1960er Jahre hatten in Nashville die Produzenten mehr und mehr an Macht gewonnen. Die eigentlichen Interpreten hatten kaum noch Einfluss auf die musikalische Gestaltung und Songauswahl. Einige Stars, allen voran Waylon Jennings und Willie Nelson, begannen daraufhin, ihre Platten selbst zu produzieren. Es schlossen sich immer mehr Musiker an, und die Outlaw-Bewegung beherrschte die Szene. ; Rockabilly: Rockabilly war die erste rein weiße Spielart des Rock'n'Roll und entstand, als junge weiße Musiker den schwarzen Rhythm & Blues interpretierten und mit Countryelementen vermischten. Der Boom dieser Musik beschränkte sich auf die amerikanischen Südstaaten und auf die Zeit etwa zwischen 1954 und 1957. Merkmale sind sparsame Besetzung mit Kontrabass, der percussiv gespielt wird (geslappt), elektrische Leadgitarre und nervöser "Schluckaufgesang". Häufig wird ein Bandecho verwendet, was dem Rockabilly einen blubbernden Groove verleiht. (Vgl.: Elvis Presley Baby let's play house) Typische Vertreter dieser Stilrichtung waren neben dem frühen Elvis Presley auch Carl Perkins, Eddie Cochran und Gene Vincent. ; Tex-Mex: In den USA verbreitet im Südwesten und in Texas. Wird auch als Norteño oder Tejano bezeichnet. Die Bands benutzen hauptsächlich dreireihige Akkordeons und "Bajo-Sextos", wie der 6-saitige Bass bezeichnet wird. In den USA gibt es eine Reihe bekannter Tex-Mex Stars wie Freddy Fender, Flaco Jiménez, und dessen Bruder, Santiago Jiménez, Janie C. Ramírez und viele andere, vorwiegend Gruppen, die als Conjuntos bezeichnet werden. Die Musik besteht vorwiegend aus Balladen, Polkas, Boleros und Rancheras.

Weitere Stilrichtungen und Randgebiete

Alternative Country - Southern Rock - Cajun Music - Country Blues - Country-Folk - Country-Gospel - Country-Pop - Country-Rock - Hawaiian Music - Urban Cowboy

Die Interpreten der Country-Musik

Die bedeutendsten Stars


- 1927-1933: Jimmie Rodgers
- 1927-1943: Carter Family
- 1933-1963: Bob Wills
- 1938-1967: Bill Monroe
- 1939-1958: Roy Acuff
- 1940-1964: Ernest Tubb
- 1945-2001: Chet Atkins
- 1950-1975: Lefty Frizzell
- 1945-1953: Hank Williams
- 1952-1967: Kitty Wells
- 1954-1986: Buck Owens
- 1954-2005: George Jones
- 1935-2004: Johnny Cash
- 1956-1993: Conway Twitty
- 1957-1963: Patsy Cline
- 1960-2005: Willie Nelson
- 1960-2005: Dolly Parton
- 1963-2005: Loretta Lynn
- 1964-2005: Merle Haggard
- 1964-2005: Don Williams
- 1967-1975: Tom T. Hall
- 1968-2005: Kenny Rogers
- 1970-1995: Kris Kristofferson
- 1989-2005: Garth Brooks

Liste bekannter Country-Musiker


- USA / Kanada
- Deutschland / Österreich / Schweiz
- Restliche Welt

Die einzelnen Jahrgänge der Country-Musik


- 2000 - 2001 - 2002 - 2003 - 2004 - 2005
- 1990 - 1991 - 1992 - 1993 - 1994 - 1995 - 1996 - 1997 - 1998 - 1999
- 1980 - 1981 - 1982 - 1983 - 1984 - 1985 - 1986 - 1987 - 1988 - 1989
- 1970 - 1971 - 1972 - 1973 - 1974 - 1975 - 1976 - 1977 - 1978 - 1979

Die Musikindustrie

Die Kommerzialisierung der Country-Musik begann Anfang der 1920er Jahre, als erstmals Aufnahmen von ländlicher Musik auf Schallplatten gepresst wurden und das neue Medium Radio für eine landesweite Verbreitung sorgte. Heute ist die Country-Musik zu einem Multimilliarden-Dollar-Business geworden, das von einer unüberschaubaren Zahl von Schallplattenfirmen, Musikverlagen, Radio- und Fernsehstationen, Interessenverbänden und Institutionen getragen wird. Obwohl es immer wieder Phasen ungehemmter Vermarktung gab, hat sich die Country-Musik niemals wirklich von ihren traditionellen Ursprüngen entfernt.

Institutionen


- Academy of Country Music (ACM)
- Country Music Association (CMA)
- Country Music Foundation (CMF)
- Country Music Hall of Fame
- Association of Country Entertainers (ACE)

Schallplatten-Labels und Musikverlage

Okeh Records Wichtige kleine Labels
Bloodshot Records - Rounder Records

Manager und Produzenten

Jimmy Bowen - Owen Bradley - Jack Clement - Paul Cohen - George D. Hay - Ralph Peer - Sam Phillips - Fred Rose - Billy Sherrill - Wesley Rose

Preise und Auszeichnungen


- ACM Awards
- Billboard Music Awards (Country-Musik)
- CMA Awards
- Country Music Hall of Fame
- Country Music Spirit Europe
- Grammy (Country-Musik)
- NARAS Lifetime Achievement Award (Country-Musik)
- Nashville Songwriters Hall of Fame
- TNN Awards

Radio- und Fernsehshows


- Beverly Hillbillies
- Grand Ole Opry
- Hee Haw
- Louisiana Hayride
- National Barn Dance
- Ozark Jubilee

Charts / Hitparaden

Es existieren weit über zehn verschiedene Country-Hitparaden, von denen aber nur zwei - Billboard Hot Country gefolgt von Radio & Records - von Bedeutung sind. Auf Grund der starken Kommerzialisierung des Genres besitzen diese Charts einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Musikmarkt.
- Billboard: Hot Country Singles & Tracks - Top Country Albums
- Radio & Records: Country National Airplay

Festivals

Internationales Bühler Bluegrass Festival - Wembley Festival

Literatur

Die wichtigsten Standardwerke:
- Bill C. Malone: Country Music, USA. University of Texas Press, Austin, 2002, ISBN 0292752628
Das Standard-Werk zur Geschichte der Country-Musik - in englischer Sprache
- All Music Guide to Country. Miller Freeman Books, San Francisco, ISBN 0879304758
Englischsprachige Enzyklopädie der Country-Musik mit zahlreichen Biographien, ausführlichen Diskographien und einem hervorragenden Index. Standardwerk, sehr umfangreich.
- Walter Fuchs: Das Buch der Country Music. Heel Verlag, Königswinter, 1986, ISBN 3922858538
Das umfassendste deutschsprachige Werk, behandelt auch die europäische Country-Szene. Weitere Bücher und Zeitschriften finden sich in der Literaturliste Country-Musik.

Weblinks


- [http://www.allcountry.de/ www.allcountry.de]
- [http://www.allaboutcountrymusic.de all about country music.de]
- [http://www.cmt.com Country Music Television] Kategorie:Musikgenre Kategorie:Country-Musik ja:カントリー・ミュージック

Jimmie Dale Gilmore

Jimmie Dale Gilmore (
- 6. Mai 1945 in Tulia, Texas) ist ein US-amerikanischer Country-Singer-Songwriter

Anfänge

Er wuchs in Lubbock, Texas auf, der Stadt, die auch Buddy Holly und Waylon Jennings hervorgebracht hatte. Als Teenager lernte er Butch Hancock und Joe Ely kennen. 1971 gründeten die drei zusammen mit weiteren Musikern die Flatlanders. Ein Jahr später wurde in Nashville ein erstes Album eingespielt und die Single Dallas veröffentlicht. Das Album wurde aber von der Schallplattenfirma nur als Kassette veröffentlicht und die Single erwies sich als Flop. Kurze Zeit später lösten sich die Flatlanders auf. Jimmie Dale Gilmore stieg vorübergehend aus dem Musikgeschäft aus und verbrachte die folgenden sechs Jahre in Denver.

Karriere

1980 zog Gilmore nach Austin, Texas und begann in lokalen Clubs zu spielen. In der Zwischenzeit hatte Joe Ely Karriere gemacht. Die ehemaligen Flatlanders und damit auch Gilmore gewannen dadurch in der Szene an Bekanntheit. Über Ely kam 1988 schließlich ein Plattenvertrag mit dem Hightone Label zustande. Im gleichen Jahr wurde das erste Solo-Album produziert: Fair And Square. Wie auch bei den folgenden Alben wurde hauptsächlich selbstgeschriebenes Material und Songs von Butch Hancock verwendet. Sein drittes, von der Kritik hoch bewertetes Album After Awhile gilt als sein musikalischer Durchbruch. Es folgten weitere Produktionen durchweg hoher Qualität. Einen weiteren Höhepunkt stellt die im Jahr 2000 erschienene CD One Endless Night dar. Mit seiner eigentümlichen nasalen Tenorstimme war es für Jimmie Dale Gilmore nicht leicht, ein Massenpublikum zu gewinnen. Die unstrittige Qualität seiner Musik verschaffte ihm jedoch eine kleine aber treue und überzeugte Anhängerschaft.

Alben


- Fair And Square (1988)
- Jimmie Dale Gilmore (1989)
- After Awhile (1991)
- Spinning Around The Sun (1993)
- Braver Newer World (1996)
- One Endless Night (2000)

Weblinks


- http://www.jimmiegilmore.com/ Gilmore, Jimmie Dale Gilmore, Jimmie Dale Gilmore, Jimmie Dale Gilmore, Jimmie Dale Gilmore, Jimmie Dale

Flatlanders

Anfang der siebziger Jahre fanden sich im in den texanischen Flatlands gelegen Lubbock die zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannten Country-Musiker Jimmie Dale Gilmore, Butch Hancock und Joe Ely zusammen. Jimmie Dale und Butch waren ehemalige Schulfreunde und auch mit Joe hatte man bereits musiziert. Gemeinsam mit weiteren Musikern, die aber immer nur kurzzeitig mitwirkten, gründete man die Country-Formation Flatlanders. Im März 1972 wurde von ihnen im Nashviller Studio von Plantation Records das Album One More Road eingespielt. Eine vorab veröffentlichte Promo-Single erwies sich als Flop. Die Plattenfirma verzichtete daraufhin auf den Vertrieb der Langspielplatte. Nur einige Dutzend 8-Spur-Tapes wurden verkauft. Gilmore, Hancock und Ely gingen bald darauf auseinander. Es dauerte mehr als zehn Jahre, bis sich jeder der drei ursprünglichen Flatlanders in der Country-Szene einen Namen gemacht hatte. 1990 wurde daraufhin das Album More A Legend Than A Band veröffentlicht, das weitestgehend dem 72er-Album entsprach. Es fehlten zwei der ursprünglichen Songs, dafür wurden bis dahin unveröffentlichtes Material hinzugefügt. Das Album verkaufte sich in kurzer Zeit einige hundertausend Male. Die Original-Musiker erhielten dafür allerdings keinerlei Tantiemen. 1997 trafen sich die drei mittlerweile hochangesehenen Stars im Studio und produzierten für den Film Der Pferdeflüsterer (The Horse Whisperer) den Song South Wind Of Summer. Es folgten einige Live-Auftritte. Gilmore, Hancock und Ely fanden zunehmend Gefallen an ihrer gemeinsamen Arbeit. 2002, genau dreißig Jahre nach ihrem ersten Album, entstand Now Again. Das dritte Album, Wheels Of Fortune erschien zwei Jahre später.

Alben


- 1972 - One More Road
- 1990 - More A Legend Than A Band
- 2002 - Now Again
- 2004 - Live '72
- 2004 - Wheels Of Fortune

Weblinks


- http://www.theflatlanders.com/ Flatlanders Flatlanders

Clash

The Clash, gegründet 1976 in London, gilt als eine der musikalisch einflussreichsten Rockbands der ersten Generation. Sie waren musikalisch vielgestaltiger als andere Bands und adaptierten Einflüsse aus Reggae, Folk und Dub. Ihre konkreten politischen Äußerungen wurden gelegentlich als Posen kritisiert, zumal fast alle Bandmitglieder einen Oberklassenhintergrund hatten.

Bandgeschichte

The Clash gründeten sich im Juni 1976 in der ersten Welle der britischen Punk-Bewegung. Paul Simonon und Mick Jones wurden am 31. Mai von ihrem späteren Manager Bernie Rhodes mit Joe Strummer bekannt gemacht. Keith Levene, der anfangs den 2. Gitarristen geben sollte, verabschiedete sich bald nach der eigentlichen Gründung zu Public Image Ltd., einer Post Punk-Band. Einen Drummer fand man mit Terry Chimes. Das erste Konzert der Clash fand ebenfalls 1976 zusammen mit The Sex Pistols statt. Bereits im Herbst des Jahres hatten sie einen Majorvertrag mit CBS Records, und 1977 erschien die erste Single White Riot sowie das Album The Clash, die zu Verkaufserfolgen wurden. Der Vertrag mit CBS stellte sich später als großer Fehler heraus, da er über acht zu liefernde Alben galt; die Mitglieder von The Clash gaben später zu, dass es leichtsinnig gewesen war, ihn zu unterschreiben. Insider meinten später, dieser Vertrag hätte sich negativ auf die Entwicklung ihrer Musik ausgewirkt. Kurz nach ihrem Debütalbum, das nach der Band benannt wurde, verabschiedete sich Terry Chimes und wurde durch Topper Headon ersetzt.

Die Alben

Ihr zweites Album Give 'Em Enough Rope erschien im November 1978. Der Album-Opener Safe European Home gilt jetzt noch als eines ihrer besten Lieder. 1979 erschien die amerikanische Version des Debütalbums. In ihr waren drei Lieder (u.a. Protex Blue) der englischen Version ausgetauscht. Die Höchstplatzierung in den Billboard-Charts war Platz 100. Nur fünf Monate später, im Dezember, kam das berühmteste und erfolgreichste Album, London Calling heraus, das vom wesentlich experimentelleren - und weniger erfolgreichen - Sandinista! gefolgt wurde. 1982 folge dann der Absturz der Clash. Der einige Jahre zuvor gefeuerte Manager Rhodes wurde von Strummer wieder ins Boot geholt, und dies gegen den Willen von Mick Jones. Die wichtigen Bandmitglieder gerieten in innere Streitigkeiten. Dennoch veröffentlichten sie im Mai des selben Jahres das äusserst erfolgreiche Combat Rock, das ihre berühmtesten Klassiker, Should I Stay or Should I go? und Rock The Casbah enthielt. In Großbritannien schaffte es Combat Rock auf Platz 2, in Amerika erreichte es Platz 7. Am Tag der Veröffentlichung verließ Topper Headon aufgrund seiner Heroinsucht die Band. Ersetzt wurde er von Terry Chimes, welcher 1983 wiederum ausschied. Auch Mick Jones wurde von Strummer und Simonon entlassen. Die Besetzung des letzten Albums, Cut the crap, das im November 1985 erschien, bestand aus Strummer, Simonon, den 1983 dazugekommenen Gitarristen Nick Shepherd und Vince White sowie dem Schlagzeuger Pete Howard, welcher Chimes 1983 ersetzte. Diese Formation nannte man auch The Clash 2. Das Album schaffte es in den englischen Charts auf Platz 16.

Das Ende

Nach einer Festivaltour quer durch Europa 1985 rief Strummer die Band zusammen und verkündete das Ende. Gegen Ende der 90er Jahre kamen noch einige Male Gerüchte über eine Wiedervereinigung der ursprünglichen Bandformation auf. Diese wurden aber Ende 2002 endgültig gegenstandslos, als Joe Strummer im Alter von erst 50 Jahren an einem Herzinfarkt starb.

Hitsingles


- London Calling (aus London Calling, 1979)
- Should I Stay Or Should I go (aus Combat Rock, 1982)
- Rock the Casbah (aus Combat Rock, 1982)

Einfluss

Die Band hatte einen großen Einfluss auf das weitere Musikgeschehen. Sie beeinflusste den später entstehenden Britpop besonders durch die Kombination von griffigen Hooklines und aggressivem Auftreten. Besonders die Manic Street Preachers berufen sich auf die Band, aber auch andere Alternative-Größen wie U2, The Cure oder R.E.M.. Heutige US-Bands wie Green Day, Blink 182 oder The Offspring bezeichnen The Clash als wichtigen Einfluss auf ihre Musik.

Diskographie


- The Clash (1977)
- Give 'Em Enough Rope (1978)
- London Calling (Doppelalbum, 1979)
- Sandinista (Dreifachalbum, 1980)
- Black Market Clash (US-Compilation von Singletracks) 1980)
- Combat Rock (1982)
- Cut the Crap (1985)
- The Story of the Clash (1988)
- The Singles Collection (1991)
- Super Black Market Clash (Zusammenstellung von Remixes und B-Seiten, 1993)
- Live: From Here to Eternity (1999)
- The Ultimate Collection (Best Of) (2003)
- London Calling - 25th Anniversary Edition (2 CDs - "London Calling Original" & "The Vanilla Tapes-Demos" + 1 DVD) (2004)

Weblinks


- http://www.theclash.de Deutsche Fanseite zu The Clash
- http://www.tartareandesire.com/bands/clash.html - Tarten Desire Website - The Clash
- http://www.bobmarley.com/songs/songs.cgi?punky - Punky Reggae Party von Bob Marley
- http://www.r-otten-s.de/punk/gruppen.htm - Unter "Clash - Story, Diskographie und Artikel
- http://www.strummer.de The Clash, Diskographie und Biographie von Joe Strummer
- http://www.joestrummer.de Deutsche Joe-Strummer-Fanseite Clash Clash Clash Clash ja:クラッシュ (バンド)

Kategorie:US-Amerikaner

Kategorie:Personen nach Nationalität Kategorie:USA ja:Category:アメリカ合衆国の人物 ko:분류:미국 사람

Kategorie:Country-Musiker

Personen, die als Country-Musiker tätig sind oder tätig waren. !Country-Musiker !Country-Musiker

Kategorie:Geboren 1947

ja:Category:1947年生 ko:분류:1947년 태어남

1461

14fed ganrif - 15fed ganrif - 16fed ganrif
1400au 1410au 1420au 1430au 1440au 1450au 1460au 1470au 1480au 1490au
1460 1461 1462 1463 1464 1465 1466 1467 1468 1469

Digwyddiadau


- Llyfrau -
- Cerdd -

Genedigaethau

Marwolaethau

ko:1461년

BIELIZNA prag hotel mieszne zdjcia rozstpy wagi










































:: RELATED NEWS ::