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Fritz-Haber-Institut Der Max-Planck-Gesellschaft

Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft

Das Fritz-Haber-Institut (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist ein aus dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem hervorgegangenes Grundlagenforschungsinstitut. Forschungsschwerpunkte sind das Verständnis von Katalyseprozessen auf molekularem Niveau und Molekülphysik. Das Institut besteht zur Zeit aus fünf Abteilungen (Anorganische Chemie, Chemische Physik, Molekülphysik, Physikalische Chemie und Theorie) und wird von einem [http://www.fhi-berlin.mpg.de/dir.epl Direktorenkollegium] geleitet. Fritz Haber erhielt 1918 den Nobelpreis für Chemie "für die Synthese von Ammoniak aus dessen Elementen". 1986 erhielt Ernst Ruska den Nobelpreis für seine Arbeiten zum Elektronenmikroskop.

Direktoren

Die ehemaligen Direktoren des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie und des Fritz-Haber-Instituts sind:
- Fritz Haber (1911-30. April 1933)

- stellvertr. Direktor: Herbert Freundlich (1919-1933)
- Otto Hahn (Mitte Juli 1933 - Mitte Okt. 1933)
- Gerhart Jander (1933-1935)
- Peter Adolf Thiessen (1935-1945)
- Robert Havemann (1945-1948)
- Karl Friedrich Bonhoeffer (1948-1951)
- Max von Laue (1951-1959)
- Rudolf Brill (1959-1969)
- Heinz Gerischer (1969-1980) 1980 wurde im Rahmen einer Umstrukturierung ein Direktorenkollegium geschaffen, in dem die folgenden Personen Mitglieder waren bzw. sind:
- Heinz Gerischer (1980-1986)
- Alexander Bradshaw (1980-1999)
- Gerhard Ertl (1986-2004)
- Matthias Scheffler (1988-)
- Robert Schlögl (1995-)
- Hans-Joachim Freund (1995-)
- Gerard Meijer (2002-)

Siehe auch


- Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin

Weblinks


- [http://www.fhi-berlin.mpg.de Fritz-Haber-Institut der MPG]
- [http://www.fhi-berlin.mpg.de/history Geschichte des Fritz-Haber-Instituts der MPG]
- [http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/KWG/Ergebnisse/Ergebnisse14.pdf Otto Hahn als Interimsdirektor des KWI
aus: "Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus"] Kategorie:Forschungsinstitut Kategorie:Berlin (Wissenschaft)

Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG) ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation mit Sitz in München. Sie ist die Trägergesellschaft der sehr angesehenen Max-Planck-Institute. Die MPG wurde am 26. Februar 1948 als Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet. Benannt wurde sie nach Max Planck, dem Mitbegründer der Quantentheorie. Die Max-Planck-Gesellschaft widmet sich vorwiegend der Grundlagenforschung. Sie beschäftigt derzeit etwa 4100 Wissenschaftler, über 10.000 studentische Hilfskräfte sowie mehr als 8000 Mitarbeiter im kaufmännischen, technischen und administrativen Bereich. Die Max-Planck-Gesellschaft ist Trägerin von 78 Instituten mit einem Jahresbudget von zusammen 1,3 Milliarden Euro. Die Max-Planck-Institute sind in drei Sektionen aufgeteilt:
- Biologisch-Medizinische Sektion
- Chemisch-Physikalisch-Technische Sektion
- Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaftliche Sektion

Präsidenten der MPG


- Otto Hahn (1948 bis 1960)
- Adolf Butenandt (1960 bis 1972)
- Reimar Lüst (1972 bis 1984)
- Heinz Staab (1984 bis 1990)
- Hans F. Zacher (1990 bis 1996)
- Hubert Markl (1996 bis 2002)
- Peter Gruss (seit 2002)

Max-Planck-Institute (MPI)


- MPI für evolutionäre Anthropologie, Leipzig
- MPI für Astronomie, Heidelberg
- MPI für Astrophysik, Garching bei München
- Bibliotheca Hertziana - MPI für Kunstgeschichte, Rom
- MPI für Bildungsforschung, Berlin
- Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried (München)
- MPI für Biogeochemie, Jena
- MPI für Biophysik, Frankfurt am Main
- MPI für molekulare Biomedizin, Münster
- MPI für Chemie (Otto-Hahn-Institut), Mainz
- MPI für bioanorganische Chemie, Mülheim an der Ruhr
- MPI für biophysikalische Chemie (Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut), Göttingen
- MPI für demografische Forschung, Rostock
- MPI für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg
- MPI für Dynamik und Selbstorganisation, vormals MPI für Strömungsforschung, Göttingen
- MPI für Eisenforschung GmbH, Düsseldorf
- MPI für experimentelle Endokrinologie, Hannover
- MPI für Entwicklungsbiologie, Tübingen
- Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung, Halle (Saale)
- MPI zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn
- MPI für ethnologische Forschung, Halle (Saale)
- MPI für Festkörperforschung, Stuttgart
- Friedrich-Miescher-Laboratorium für biologische Arbeitsgruppen in der MPG, Tübingen
- Fritz-Haber-Institut der MPG, Berlin
- MPI für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München
- MPI für molekulare Genetik, Berlin
- MPI für Geschichte, Göttingen
- MPI für Gesellschaftsforschung, Köln
- MPI für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Potsdam
- MPI für Hirnforschung, Frankfurt am Main
- MPI für Immunbiologie, Freiburg im Breisgau
- MPI für Infektionsbiologie, Berlin
- MPI für Informatik, Saarbrücken
- MPI für Kernphysik, Heidelberg
- MPI für Kohlenforschung (rechtsfähige Stiftung), Mülheim an der Ruhr
- MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam (Golm)
- MPI für biologische Kybernetik, Tübingen
- Kunsthistorisches Institut in Florenz - MPI, Florenz, Italien
- MPI für Limnologie, Plön
- MPI für Mathematik, Bonn
- MPI für Mathematik in den Naturwissenschaften, Leipzig
- MPI für experimentelle Medizin, Göttingen
- MPI für medizinische Forschung, Heidelberg
- MPI für Metallforschung, Stuttgart
- MPI für Meteorologie, Hamburg
- MPI für marine Mikrobiologie, Bremen
- MPI für terrestrische Mikrobiologie, Marburg
- MPI für Mikrostrukturphysik, Halle (Saale)
- Max-Planck-Arbeitsgruppen für strukturelle Molekularbiologie am DESY, Hamburg
- MPI für Neurobiologie, Martinsried
- MPI für neurologische Forschung, Köln
- MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig und München
- MPI für chemische Ökologie, Jena
- MPI für Ornithologie, Seewiesen, Andechs und Radolfzell:
- MPI für molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam (Golm)
- MPI für Physik (Werner-Heisenberg-Institut), München
- MPI für Physik komplexer Systeme, Dresden
- MPI für chemische Physik fester Stoffe, Dresden
- MPI für extraterrestrische Physik, Garching bei München
- MPI für molekulare Physiologie, Dortmund
- MPI für physiologische und klinische Forschung (W. G. Kerckhoff-Institut), Bad Nauheim
- MPI für Plasmaphysik (IPP), Garching bei München
- MPI für Polymerforschung, Mainz
- MPI für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg
- MPI für Psychiatrie, München
- MPI für Psycholinguistik, Nimwegen
- MPI für Psychologische Forschung, München
- MPI für Quantenoptik, Garching bei München
- MPI für Radioastronomie, Bonn-Endenich
- MPI für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Frankfurt am Main
- MPI für Softwaresysteme, Kaiserslautern, Saarbrücken
- MPI für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lindau
- MPI für ausländisches und internationales Sozialrecht, München
- MPI für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg im Breisgau
- MPI für Verhaltensphysiologie, Seewiesen (inzwischen überführt in: MPI für Ornithologie)
- MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg
- MPI zur Erforschung von Wirtschaftssystemen, Jena
- MPI für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
- MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden
- MPI für Züchtungsforschung, Köln

Siehe auch


- Deutsche Forschungsgemeinschaft, Centre national de la recherche scientifique

Weblinks


- [http://www.mpg.de/ Max-Planck-Gesellschaft (Max-Planck-Institute)]
- [http://www.mpg.de/instituteProjekteEinrichtungen/institutsauswahl/index.html Links zu den Seiten der Institute]
- [http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/portale/schuelerLehrerPortal/index.html Hier kann man kostenlos die MAX-Hefte mit Text- und Bildmaterial von der MPG bestellen] Kategorie:Forschungsorganisation Kategorie:Wissenschaftliche Gesellschaft Kategorie:München Kategorie:1948 ja:マックス・プランク研究所

Berlin-Dahlem

Dahlem ist ein Ortsteil im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin, im Südwesten der Stadt zwischen dem Ortsteil Steglitz und dem Grunewald. Viele Villen prägen das Bild des Stadtteils, in dem auch die Freie Universität gelegen ist.

Geschichte


- 1275 erste urkundliche Erwähnung Dahlems
- 1901 Aufteilung der Königlichen Domäne Dahlem, mit dem damaligen Ziel, dort einen vornehmen Villenort mit angegliederten wissenschaftlichen Einrichtungen (Deutsches Oxford) zu bauen. Dahlem hatte zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als 1000 Einwohner und lag im Landkreis Teltow
- 1920 Eingemeindung des Gutsbezirkes Berlin-Dahlem mit 6244 Einwohnern als ein Ortsteil im Bezirk Zehlendorf nach Groß-Berlin.
- 1931 - 1937 Martin Niemöller ist Pfarrer der Gemeinde Berlin-Dahlem.
- 1934 Die zweite Bekenntnissynode der Bekennende Kirche wird in Dahlem abgehalten, die das kirchliche Notrecht ausruft.

Sehenswürdigkeiten & Wissenschaftsstandort


- Botanischer Garten Berlin mit Botanischem Museum
- Jagdschloss Grunewald mit Gemäldesammlung Viele weitere Museen finden sich in Dahlem, so zum Beispiel:
- Museum für Indische Kunst
- Museum für Ostasiatische Kunst
- Ethnologisches Museum
- Museum Europäischer Kulturen
- Domäne Dahlem – agrarhistorisches Freilichtmuseum
- Brücke-Museum
- Alliiertenmuseum zur Geschichte des Kalten Krieges in Berlin Wissenschaftsstandort Dahlem mit international bedeutenden Einrichtungen, so zum Beispiel:
- Freie Universität Berlin
- Max-Planck-Gesellschaft, hervorgegangen aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten, die in Dahlem gegründet wurden.
- Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
- Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
- Bundesinstitut für Risikobewertung
- Deutsches Archäologisches Institut
- Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin
- Geheimes Preußisches Staatsarchiv
- Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
- Institut für Museumskunde

Literatur

Eckart Henning, Marion Kazemi: Dahlem - Domäne der Wissenschaft. Ein Spaziergang zu den Berliner Instituten der Kaiser-Wilhelm- / Max-Planck-Gesellschaft im "deutschen Oxford". Deutsch u. englisch. Berlin 2002, 256 S.

Weblinks


- [http://www.alliiertenmuseum.de Alliiertenmuseum]
- [http://www.domaene-dahlem.de Domäne Dahlem] Dahlem

Nobelpreis

Der Nobelpreis wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preise denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden. Die Nobel-Stiftung wurde am 29. Juni 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels, gegründet, die ersten Preise dann 1901 verliehen. Seit 1969 wird auch ein Preis für Wirtschaftswissenschaften verliehen, der allerdings von der schwedischen Reichsbank, in Erinnerung an Nobel, gestiftet wurde.

Die Nobelpreise

Einen Nobelpreis für Mathematik gibt es nicht (siehe dazu auch den Abschnitt: Vergleichbare Preise). Böse Zungen behaupten, dies läge an einer Verfeindung Nobels mit dem Mathematiker Gösta Mittag-Leffler, der angeblich auch eine Affäre mit Nobels Frau gehabt haben soll. Letzteres taucht besonders häufig auf, ist aber mit Sicherheit falsch, da Nobel nie verheiratet war. Über eine Verfeindung von Nobel und Mittag-Leffler ist offiziell ebenfalls nichts bekannt. Dass es nun aber keinen Nobelpreis für Mathematik gibt, liegt wahrscheinlich daran, dass der Praktiker Nobel diese „Hilfswissenschaft“ nie besonders leiden konnte; sie gehörte für ihn einfach nicht zu den Kategorien, die die Menschheit voranbringen. Ein späteres Angebot des Nobelkomitees auf Einrichtung eines Nobelpreises für Mathematik ist von führenden Mathematikern abgelehnt worden, wohl um die Konkurrenz unter den Wissenschaftlern nicht zusätzlich zu steigern. Gösta Mittag-Leffler Der Nobelpreis ist heute die höchste Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt. Er wird seit 1901 jedes Jahr an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Die Preisträger werden auf Basis der eingesandten Nominierungen und der Empfehlungen des Nobelkomitees, die jedoch nicht berücksichtigt werden müssen, von verschiedenen Gremien ausgewählt und Anfang Oktober bekanntgegeben:
- Für Physik und Chemie von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften
- Für Physiologie oder Medizin von der Nobelversammlung des Karolinska Institutet in Stockholm
- Für Literatur von der Schwedischen Akademie
- Für den Friedensnobelpreis von einem fünfköpfigen Ausschuss des Norwegischen Parlaments
- Neben den von Nobel gestifteten Preisen wird seit 1969 der von der Schwedischen Reichsbank gestiftete Preis für Ökonomische Wissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel im Bereich der Wirtschaftswissenschaften verliehen. Die Preisträger werden ebenfalls von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften bestimmt. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen, alle anderen Preise vom schwedischen König in Stockholm. Es ist nicht genau bekannt, welche Gründe den Schweden Alfred Nobel dazu bewogen haben, einem Komitee des norwegischen Parlaments diese ehrenvolle Aufgabe zuzuweisen. Norwegen und Schweden waren zur Zeit der Stiftung des Preises noch in einer Personalunion unter schwedischer Führung verbunden und die Außenpolitik lag beim schwedischen Reichstag. Es wird vermutet, dass Nobel dem Stortinget eher die für die Auswahl notwendige Neutralität zugetraut hat. 1905 löste sich die Union auf und Norwegen wurde ein selbstständigs Königreich. Dafür und für die Formulierung, dass »Preise unabhängig von der Nationalität an die Besten« gehen sollten, war Nobels Testament zu Anfang äußerst unbeliebt beim schwedischen König. 1905 Alle Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag. Dieser ist vom Jahreszinsertrag der Nobelstiftung abhängig. Im Jahr 1901 war der Preis mit 150.800 Kronen dotiert. Er steigerte sich seit 1970 von umgerechnet 288.000 DM auf ca. 1,1 Mio. Euro (entspricht 10 Millionen Kronen) im Jahr 2004. Etwas problematisch ist inzwischen Nobels Verfügung, dass der Preis in einer Kategorie an nicht mehr als drei Personen verliehen werden dürfe. In vielen Bereichen der Wissenschaft gehen heute neue Erkenntnisse jedoch nicht mehr von einzelnen Wissenschaftlern aus, sondern werden oft international in großen Teams erarbeitet. Bisher ist der Preis nur vier Menschen zweimal verliehen worden – Marie Curie (1903 für Physik und 1911 für Chemie), Linus Pauling (1954 für Chemie und 1962 für Frieden), John Bardeen (1956 und 1972 jeweils für Physik) und Frederick Sanger (1958 und 1980 jeweils für Chemie). Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erhielt 1954 und 1981 den Friedensnobelpreis. Seine Vorgängerorganisation, das Internationale Nansen-Büro für Flüchtlinge (Hochkommissariat des Völkerbundes), wurde 1938 mit diesem Preis ausgezeichnet, sein Leiter Fridtjof Nansen 1922. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wurde für seine Friedensbemühungen sogar dreimal (1917, 1944, 1963) ausgezeichnet, 1963 zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Der Gründer des IKRK und der Rotkreuz-Bewegung, Henry Dunant, erhielt 1901 zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.

Der Nominierungsprozess

Um für einen Nobelpreis in Frage zu kommen, muss man nominiert werden. Das Recht, eine Nominierung auszusprechen, haben je nach Preiskategorie unterschiedliche Personen:
- Grundsätzlich frühere Preisträger der jeweiligen Kategorie
- Für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin und Wirtschaftswissenschaften sind die Mitglieder des jeweiligen Nobelkomitees, der Akademie der Wissenschaften, Professoren der jeweiligen Fachrichtung an bestimmten skandinavischen Universitäten und weitere ausgesuchte Individuen und Lehrkräfte an ausgewählten weiteren Universitäten nominierungsberechtigt.
- Für den Nobelpreis in Literatur können Vorschläge von Literatur- und Linguistikprofessoren, Mitgliedern der Schwedischen Akademie und ähnlicher Institutionen, und den Präsidenten repräsentativer Schriftstellervereinigungen eingereicht werden.
- Vorschläge für den Friedensnobelpreis kann jedes Mitglied einer Regierung oder eines internationalen Gerichts machen, außerdem Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie sowie die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen. Gemäß den Statuten der Stiftung werden Informationen über Nominierte und Nominierende sowie diesbezügliche Meinungen und Untersuchungen seitens des Komitees für einen Zeitraum von 50 Jahren unter Verschluss gehalten.

Vergleichbare Preise


- Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis)
- Frieden: Albert-Einstein-Friedenspreis
- Kunst und Wissenschaft: Wolf-Preis
- Literatur: Pulitzer-Preis
- Architektur: Pritzker-Preis
- Mathematik: Fields-Medaille, Abelpreis
- Mathematik, Geowissenschaften, Biologie, Astronomie: Crafoord-Preis
- Informatik: Turing-Preis
- Religion: Der Templeton-Preis
- Kunst: Praemium Imperiale
- Musik: Polar Music Prize
- Ramon Magsaysay Award, der asiatische Friedensnobelpreis
- Preis Prinz von Asturien
- Africa Prize
- The World's Children's Prize for the Rights of the Child - der Kinder-Nobelpreis
- Kyoto-Preis
- Grawemeyer Award
- Gandhi International Peace Prize

Siehe auch


- Deutsche Nobelpreisträger
- Satirischer Ig-Nobelpreis

Literatur


- Der Brockhaus Nobelpreise – Chronik außergewöhnlicher Leistungen. 2. Auflage. Mannheim, Leipzig 2004, ISBN 3-7653-0492-1
- Bernhard Kupfer: Lexikon der Nobelpreisträger. Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-72451-1
- Harenberg-Lexikon der Nobelpreisträger – Alle Preisträger seit 1901, ihre Leistungen, ihr Leben, ihre Wirkung, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. Harenberg, Dortmund 2001, ISBN 3-611-00612-2
- Kenne Fant: Alfred Nobel – Idealist zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Birkhäuser, Basel 1995, ISBN 3-7643-5059-8

Weblinks


- [http://nobelprize.org Offizielle Seite mit Biographien aller Nobelpreisträger (engl.)]
- [http://www.nobelpreis.org www.nobelpreis.org]
- [http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/nobel.html Eine Auflistung aller Nobelpreisträgerinnen]
- [http://www.lindau-nobel.de Jährliche Nobelpreisträgertagung auf der Insel Lindau im Bodensee] ! Kategorie:Friedenspreis ja:ノーベル賞 ko:노벨상 simple:Nobel Prize th:รางวัลโนเบล zh-min-nan:Nobel Chióng

1986

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1986 ist „Internationales Jahr des Friedens“
- Die Saatkrähe (lat. Corvus frugilegus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Alphons Egli wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Portugal und Spanien treten der Europäischen Gemeinschaft bei
- 2. Januar: Ignacio Gonzales Palacios, Chef des Geheimdienstes von Guatemala wird in Guatemala-Stadt erschossen
- 6. Januar: Beginn der 2. Republik Liberia
- 13. Januar: Beginn des Bürgerkriegs im Nordjemen
- 24. Januar: Die US-amerikanische Raumsonde Voyager 2 fliegt am Uranus vorbei und liefert viele Fotos von Uranus, seinen Ringen und seinen Monden
- 29. Januar: Nach erfolgreicher fünfjähriger Führung des Befreiungskampfes wird Yoweri Kaguta Museveni Präsident der Republik Uganda
- 4. Februar: Investitionsförderungsvertrag zwischen Westdeutschland und Oman
- 25. Februar: Philippinen: Präsident E. Marcos wird unblutig gestürzt und reist nach Hawaii aus
- 12. März: Bei einem Referendum stimmen die Spanier mehrheitlich für den Verbleib ihres Landes in der NATO
- 25. April: König Mswati III. wird Staatsoberhaupt in Swasiland
- 1. Mai: Afghanistan. Dr. Mohammed Nadschibullah löst Babrak Karmal als Generalsekretär der DVPA ab
- 29. Mai: Die Flagge der EG wird erstmals zu den Klängen der Europahymne vor dem Berlaymont-Gebäude aufgezogen
- 30. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Westdeutschland und Indien
- 8. Juni: Die Polizei schließt den Hamburger Kessel: einer der meistkritisierten Polizeieinsätze der Bundesrepublik Deutschland
- 14. Juni: Eine von Umkhonto We Sizwe gelegte Autobombe explodiert vor Magoo's Bar in Durban/Südafrika: 3 Tote und 73 Verletzte
- 22. Juni: Parlamentswahlen in Spanien
- 16. August: Dominikanische Republik. Dr. Salvador Jorge Blanco wird als Staatspräsident von Joaquin Balaguer abgelöst
- 26. September: William H. Rehnquist löst Warren E. Burger als Chief Justice of the United States ab
- Oktober/November: Aufdeckung der Iran-Contra-Affäre. Verurteilung der USA vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag
- 1. November: Afghanistan. Babrak Karmal verliert auch das Amt des Präsidenten des Revolutionsrates (Staatsoberhaupt). Seit 1987 im Exil in der Sowjetunion
- 23. November: Nationalratswahlen in Österreich
- 19. Dezember: Der sowjetische Regimekritiker Andrei Sacharow wird von der sowjetischen Regierung rehabilitiert und darf aus der Verbannung nach Moskau zurückkehren

Kultur


- 1. Februar: Uraufführung der Oper Hunger und Durst von Violeta Dinescu in Freiburg im Breisgau

Katastrophen


- 28. Januar: Die US-Raumfähre Challenger explodiert kurz nach dem Start. Alle sieben Astronauten kommen ums Leben
- 29. Januar: Beim Untergang des Fährschiffs „Ekhlas Star“ (Bangla Desh) sterben etwa 1000 Personen
- 31. März: Nahe Mexiko-Stadt. Nach einem Feuer an Bord prallte eine Boeing 727 der Mexicana gegen einen Berg. Alle 166 Passagiere starben
- 20. April: Der Damm der Kantale-Talsperre auf Sri Lanka bricht. Die Flutwelle überflutet Dutzende Dörfer; es gibt bis zu 178 Tote
- 26. April: Reaktorkatastrophe in Tschornobyl (Tschernobyl)
- 21. August: Ein Gas-See in Kamerun, der Lake Nyos, stösst über Nacht Unmengen von CO2 aus, dieses verteilt sich in einem Umkreis von bis zu 25 km und tötet über 1.700 Menschen und alles Vieh durch ersticken
- 31. August: Cerritos, nahe Los Angeles, Kalifornien, USA. Kollision einer Douglas DC-9 der Aeromexico im Landeanflug mit einer Piper PA 28. 82 Menschen starben
- 1. September: Der sowjetische Passagierdampfer Admiral Nachimov (ex Berlin) sinkt im Schwarzen Meer nach einer Kollision. 398 Tote
- 6. September: Karatschi, Pakistan. Eine entführte Boeing 747 der PanAm mit 375 Personen an Bord kommt unter Granatenbeschuss. 21 Personen starben durch die Explosionen
- 4. Oktober: Kelly Air Force Base, Texas, USA. Eine zivile Frachtmaschine vom Typ Lockheed L-100 stürzte direkt nach dem Start noch auf das Flughafengelände. Alle 3 Personen an Bord starben dabei
- 10. Oktober: Erdbeben der Stärke 5,5 in El Salvador, über 1.000 Tote
- 1. November: Großbrand beim Chemiekonzern Sandoz in Schweizerhalle bei Basel, Löschwasser verseucht den Rhein und führt zu einem großem Fischsterben
- 12. Dezember: Ost-Berlin, DDR. Eine Tupolew Tu-134 der Aeroflot stürzt beim Landeanflug auf den Flughafen Schönefeld in ein Waldstück. 70 Personen der 82 an Bord starben dabei
- 25. Dezember: Saudi-Arabien. Eine Boeing 737 der Iraqi Airlines mit einer Schießerei an Bord zwischen Entführern und Sicherheitspersonal versucht eine Notlandung. 71 Menschen starben, 36 konnten gerettet werden

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 22. März: Trevor Berbick gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Pinklon Thomas im Riviera Hotel and Casino, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 29. Juni: Bei der Fußball-WM in Mexiko gewinnt Argentinien gegen Westdeutschland im Finale mit 3:2
- 24. Mai: BSC YB wird auf der Maladière Schweizermeister nach einem 4:1 Auswärtssieg nach je 2 Toren von Dario Zuffi und Lars Lunde

Religion


- Papst Johannes Paul II. lädt zum ersten Weltjugendtag ein

Geboren


- 9. Januar: Uwe Hünemeier, deutscher Fußballspieler
- 16. Januar: Reto Ziegler, Schweizer Fußballspieler
- 17. Januar: Olympia Zacharias, nauruische Leichtathletin
- 24. Januar: Mischa Barton, britische Schauspielerin
- 29. Januar: Thomas Greiss, deutscher Eishockey-Torwart
- 1. Februar: Johan Vonlanthen, Schweizer Fußballnationalspieler
- 19. Februar: Marta Da Silva, brasilianische Fußballspielerin
- 21. Februar: Prinz Amedeo von Belgien, Sohn von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 22. Februar: Erik Lange, Kanute
- 25. Februar: Justin Berfield, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. März: Jamie Bell, britischer Schauspieler
- 17. März: Silke Spiegelburg, Leichtathlet
- 18. März: Paulina Barzycka, eine polnische Schwimmerin
- 20. März: Rok Benkovič, slowenischer Skispringer
- 3. April: Amanda Bynes, US-amerikanische Schauspielerin
- 9. April: Mirna Jukic, österreichische Schwimmerin
- 12. April: Jonathan Pitroipa, burkinischer Fußballspieler
- 29. April: Sven Jaschan, Programmierer des Internetwurms Sasser
- 10. Mai: Pentala Harikrishna, indischer (Schach)|Großmeister
- 12. Mai: Emily VanCamp, kanadische Schauspielerin
- 13. Juni: Mary-Kate Olsen, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Juni: Ashley Olsen, US-amerikanische Schauspielerin
- 2. Juli: Denis Epstein, deutscher Fußballspieler
- 2. Juli: Lindsay Lohan, US-amerikanische Schauspielerin und Pop-Sängerin
- 3. Juli: Robina Muqimyar, afghanische Leichtathletin
- 3. Juli: Sascha Dum, deutscher Fußballspieler
- 16. Juli: Florence Joy, deutsche Nachwuchssängerin
- 23. Juli: Millane Fernandez, Pop-Sängerin
- 27. Juli: Lukas Lang, Eishockeyspieler (Torwart)
- 1. August: Jörn Schlönvoigt, deutscher Schauspieler und Musiker
- 3. August: Charlotte Casiraghi, Tochter von Caroline von Monaco
- 5. August: Kathrin Zettel, österreichische Skirennläuferin
- 7. August: Paul Biedermann, deutscher Schwimmer
- 4. September: Aaron Hunt, deutscher Fußballspieler
- 6. September: Thomas Lüthi, Schweizer Motorrad-Strassenrennfahrer
- 19. September: Gerald Ciolek, deutscher Profi-Radfahrer
- 22. September: Itte Detenamo, nauruischer Gewichtheber
- 8. Oktober: Karan Rastogi, indischer Tennisspieler
- 9. Oktober: Laure Manaudou, französische Schwimmerin
- 10. Oktober: Cecilia Baena, kolumbianische Speedskaterin
- 30. Oktober: Thomas Morgenstern, österreichischer Skispringer
- 5. November: Kwon Boa, koreanischer Pop-Star
- 13. November: Paul Boll, deutscher Eiskunstläufer
- 14. November: Marie Sann, Mangazeichnerin
- 19. November: Jessicah Schipper, australische Schwimmerin

Gestorben


- 1. Januar: Alfredo Binda, italienischer Radrennfahrer (
- 1902)
- 4. Januar: Phil Lynott, Bassist und Sänger (
- 1949)
- 4. Januar: Christopher Isherwood, englisch-amerikanischer Schriftsteller (
- 1904)
- 5. Januar: Ilmari Salminen, finnischer Leichtathlet (
- 1902)
- 8. Januar: Pierre Fournier, Cellist (
- 1906)
- 9. Januar: Michel de Certeau, ein französischer Jesuit, Soziologe, Historiker und Kulturphilosoph (
- 1925)
- 9. Januar: Helga Wex, deutsche Politikerin (
- 1924)
- 10. Januar: Emil Forrer, Assyriologe, Altertumskundler und Hethitologe (
- 1894)
- 10. Januar: Jaroslav Seifert, tschechischer Schriftsteller (
- 1901)
- 10. Januar: Ernst Lehner, deutscher Fußballspieler (
- 1912)
- 12. Januar: Ludwig Biermann, deutscher Physiker (
- 1907)
- 14. Januar: Donna Reed, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. Januar: Daniel Balavoine, französischer Sänger (
- 1952)
- 15. Januar: Bruno Liebrucks, deutscher Philosoph (
- 1911)
- 16. Januar: Eugen Ray, deutscher Leichtathlet (
- 1957)
- 16. Januar: Stjepan Šulek, kroatischer Komponist und Dirigent (
- 1914)
- 19. Januar: Sammy Drechsel, deutscher Kabarettist, Journalist und Sportreporter (
- 1925)
- 22. Januar: Ilse Fromm-Michaels, Komponistin (
- 1888)
- 22. Januar: Luise Ullrich, deutsch-österreichische Schauspielerin (
- 1911)
- 23. Januar: Joseph Beuys, deutscher Künstler (
- 1921)
- 24. Januar: Leopold Szondi, ungarischer Mediziner und Psychologe (
- 1893)
- 25. Januar: Josef Kammhuber, Oberst im Dritten Reich und General der Luftwaffe der Bundeswehr (
- 1896)
- 25. Januar: Erwin Hartung, Refrainsänger, Schauspieler (
- 1901)
- 27. Januar: Lilli Palmer, deutsche Schauspielerin (
- 1914)
- 28. Januar: Christa McAuliffe, US-amerikanische Lehrerin und Astronautin (
- 1948)
- 28. Januar: Judith A. Resnik, US-amerikanische Astronautin (
- 1949)
- 29. Januar: Jörg Mauthe, österreichischer Journalist, Schriftsteller und Kulturpolitiker (
- 1924)
- 29. Januar: Leif Erickson, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1911)
- 1. Februar: Alva Myrdal, schwedische Soziologin, Politikerin und Friedensnobelpreisträgerin (
- 1902)
- 3. Februar: Alfred Vohrer, deutscher Filmregisseur (
- 1914)
- 6. Februar: Minoru Yamasaki, US-amerikanischer Architekt (
- 1912)
- 10. Februar: Brian Aherne, britischer Schauspieler (
- 1902)
- 11. Februar: Frank Herbert, US-amerikanischer Science-Fiction- und Fantasy-Autor (
- 1920)
- 14. Februar: Edmund Rubbra, englischer Komponist (
- 1901)
- 15. Februar: Erik Olson, schwedischer Maler (
- 1901)
- 16. Februar: Anton Hilbert, deutscher Politiker (
- 1898)
- 17. Februar: Jiddu Krishnamurti, Philosoph (
- 1895)
- 20. Februar: Hans Geiger, deutscher Politiker (
- 1912)
- 21. Februar: Shigechiyo Izumi, gilt als ältester Mann aller Zeiten (
- 1865)
- 23. Februar: Mart Stam, niederländischer Architekt und Designer (
- 1899)
- 26. Februar: Wolfgang Hedler, deutscher Politiker
- 27. Februar: Gedeon Barcza, ungarischer Schachspieler (
- 1911)
- 28. Februar: Olof Palme, schwedischer Politiker und zweimaliger Premierminister (
- 1927)
- 4. März: Ding Ling, chinesische Schriftstellerin (
- 1904)
- 5. März: Ljudmila Rudenko, sowjetische Schachspielerin (
- 1904)
- 5. März: Helmut Thielicke, deutscher Theologe (
- 1908)
- 6. März: Georgia O'Keeffe, US-amerikanische Malerin (
- 1887)
- 7. März: Franz-Josef Wuermeling, deutscher Politiker (
- 1900)
- 8. März: Hubert Fichte, deutscher Schriftsteller (
- 1935)
- 9. März: Walter Bader, deutscher Archäologe und Denkmalschützer (
- 1901)
- 10. März: Ray Milland, britischer Film- und Fernsehschauspieler (
- 1905)
- 11. März: Sonny Terry, US-amerikanischer Bluessänger und Mundharmonikaspieler (
- 1911)
- 13. März: Eugen Gerstenmaier, evangelischer Theologe, Widerstandskämpfer und Politiker (
- 1906)
- 14. März: Benno Ammann, Schweizer Dirigent und Komponist (
- 1904)
- 14. März: Paul Rinkowski, Liegerad-Pionier aus Leipzig (
- 1915)
- 16. März: Anna Maria Bieganowski, deutsche Politikerin (
- 1906)
- 16. März: Hans Kloss, österreichischer Bankdirektor (
- 1905)
- 17. März: Alfred Mallwitz, deutscher Bauforscher und Architekt und Archäologe (
- 1919)
- 17. März: Heinz Nixdorf, deutscher Firmengründer und Wirtschaftsmanager (
- 1925)
- 30. März: Helga Anders, österreichische Schauspielerin und Synchronspecherin (
- 1948)
- 31. März: Paulus Rusch, Bischof der Diözese Innsbruck (
- 1903)
- 1. April: Erik Bruhn, dänischer Ballett-Tänzer (
- 1928)
- 3. April: Peter Pears, britischer Tenor und Lebensgefährte des Komponisten Benjamin Britten (
- 1910)
- 7. April: Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (
- 1912)
- 7. April: Valérie von Martens, österreichisch-deutsche Schauspielerin (
- 1894)
- 9. April: Pamela Wedekind, Schauspielerin und Chansonsängerin (
- 1906)
- 9. April: Heinz Conrads, österreichischer Schauspieler, Conférencier und Wienerlied-Interpret (
- 1913)
- 9. April: Alfred Pfeifle, deutscher Tenor (
- 1916)
- 10. April: Eugen Grimminger, Mitglied der Widerstandsbewegung Weiße Rose (
- 1892)
- 14. April: Simone de Beauvoir, französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin (
- 1908)
- 15. April: Sergei Nikolajewitsch Anochin, sowjetischer Testpilot (
- 1910)
- 15. April: Jean Genet, französischer Romanautor, Dramatiker und Poet (
- 1910)
- 17. April: Marcel Dassault, französischer Luftfahrtunternehmer (
- 1892)
- 18. April: Heinrich Lehmann-Willenbrock, deutscher Kapitän und Fregattenkapitän (
- 1911)
- 20. April: Alexei Nikolajewitsch Arbusow, Sowjetisch-russischer Dramatiker (
- 1908)
- 22. April: Mircea Eliade, rumänischer Religionshistoriker, Essayist und Romancier (
- 1907)
- 23. April: Harold Arlen, US-amerikanischer Komponist, Oscarpreisträger (
- 1905)
- 23. April: Otto Preminger, US-amerikanischer Regisseur und Filmproduzent österreichischer Herkunft (
- 1906)
- 26. April: Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer (
- 1919)
- 26. April: Lou van Burg, niederländisch-deutscher Showmaster und Entertainer (
- 1917)
- 26. April: Broderick Crawford, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1911)
- 28. April: Werner Conze, deutscher Historiker und Rektor der Universität Heidelberg (
- 1910)
- 29. April: Raúl Prebisch, argentinischer Entwicklungsökonom (
- 1901)
- 30. April: Wilhelm Kratz, deutscher Bundestagsabgeordneter (
- 1905)
- 5. Mai: Käthe Haack, deutsche Schauspielerin (
- 1897)
- 7. Mai: Gaston Defferre, französischer Politiker (
- 1910)
- 7. Mai: Haldun Taner, türkischer Schriftsteller (
- 1915)
- 7. Mai: Herma Szabo, österreichische Eiskunstläuferin (
- 1902)
- 8. Mai: Arndt von Bohlen und Halbach, letzter Spross der Krupp-Dynastie (
- 1938)
- 9. Mai: Ulrich Ilg, österreichischer Politiker und Landeshauptmann von Vorarlberg (
- 1905)
- 9. Mai: Tenzing Norgay, Bergsteiger, Erstbesteiger des Mount Everest (
- 1914)
- 12. Mai: Elisabeth Bergner, Theater- und Filmschauspielerin (
- 1897)
- 15. Mai: Elio de Angelis, italienischer Formel-1-Fahrer (
- 1958)
- 17. Mai: Ljudmila Alexejewna Pachomowa, russische Eiskunstläuferin (
- 1946)
- 18. Mai: Peter Wehle, österreichischer Komponist, Autor und Kabarettist (
- 1914)
- 23. Mai: Sterling Hayden, US-amerikanischer Schauspieler und Autor (
- 1916)
- 24. Mai: Robert Philipp Nöll von der Nahmer, deutscher Finanzwissenschaftler und Politiker (
- 1899)
- 24. Mai: Yakima Canutt, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1896)
- 29. Mai: Onelio Jorge Cardoso, kubanischer Schriftsteller und Journalist (
- 1914)
- 29. Mai: Inge Landgut, Schauspielerin und Synchronsprecherin (
- 1922)
- 30. Mai: Boy Gobert, deutsch-österreichischer Theater- und Filmschauspieler (
- 1925)
- 30. Mai: James Rainwater, US-amerikanischer Physiker (
- 1917)
- 31. Mai: Harry Westermann, deutscher Jurist (
- 1909)
- 1. Juni: Charles F. Wennerstrum, US-amerikanischer Richter, u. a. bei den Nürnberger Prozessen (
- 1889)
- 1. Juni: Jo Gartner, österreichischer Autorennfahrer (
- 1954)
- 3. Juni: Alfred Sabisch, ein deutscher Bildhauer (
- 1905)
- 6. Juni: Henry Nash Smith, US-amerikanischer Kultur- und Literaturwissenschaftler (
- 1906)
- 6. Juni: Herbert Eisenreich, österreichischer Schriftsteller (
- 1925)
- 9. Juni: Elisabeth Selbert, deutsche Politikerin und Juristin (
- 1896)
- 12. Juni: Ernst Scholz, Minister für Bauwesen der DDR (
- 1913)
- 13. Juni: Dean Reed, US-amerikanischer Schauspieler, Rock-'n'-Roll-Star und Countrysänger (
- 1938)
- 13. Juni: Benny Goodman, US-amerikanischer Jazzmusiker (Klarinettist und Bandleader) (
- 1909)
- 14. Juni: Jorge Luis Borges, argentinischer Schriftsteller (
- 1899)
- 14. Juni: Wilhelm Szabo, Dichter, Poet, Autor, Übersetzer und Lehrer (
- 1901)
- 14. Juni: Alan Jay Lerner, US-amerikanischer Autor und Liedtexter (
- 1918)
- 16. Juni: Maurice Duruflé, französischer Komponist (
- 1902)
- 19. Juni: Coluche, französischer Filmschauspieler und Komiker (
- 1944)
- 23. Juni: Hubert Schulze-Pellengahr, deutscher Politiker
- 25. Juni: Reinhold Münzenberg, deutscher Fußballspieler (
- 1909)
- 26. Juni: Annalise Wagner, deutsche Heimatforscherin (
- 1903)
- 30. Juni: László Lékai, Erzbischof von Esztergom und Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1910)
- 5. Juli: Lothar Kreyssig, war Richter und Gründer der Aktion Sühnezeichen (
- 1898)
- 9. Juli: Karl Heinz Beckurts, deutscher Physiker und Manager (
- 1930)
- 10. Juli: Le Duan, vietnamesischer Politiker (
- 1908)
- 14. Juli: Raymond Loewy, Industriedesigner, gilt als einer der Erfinder des Stromliniendesigns (
- 1893)
- 18. Juli: Stanley Rous, sechster Präsident des Weltfußballverbandes FIFA (
- 1895)
- 22. Juli: Fritz Goller, deutscher Komponist (
- 1914)
- 22. Juli: Floyd Gottfredson, US-amerikanischer Comiczeichner und -texter, Cartoonist sowie Maler (
- 1905)
- 24. Juli: Fritz Albert Lipmann, US-amerikanischer Biochemiker (
- 1899)
- 25. Juli: Vincente Minnelli, US-amerikanischer Regisseur (
- 1903)
- 27. Juli: Dorothea Neff, österreichische Schauspielerin (
- 1903)
- 31. Juli: Ernst Hildebrand, deutscher Komponist und Musiker (
- 1918)
- 1. August: Robert Wolfgang Schnell, deutscher Schriftsteller (
- 1916)
- 3. August: Beryl Markham, britische Flugpionierin (
- 1902)
- 5. August: Artur Stegner, deutscher Politiker (
- 1907)
- 6. August: Beppe Wolgers, schwedischer Schauspieler, Regisseur, Autor und Komponist (
- 1928)
- 6. August: Manfred Hausmann, deutscher Schriftsteller (
- 1898)
- 10. August: Chuck McKinley, US-amerikanischer Tennisspieler (
- 1941)
- 11. August: Heinz Strehl, ehemaliger Fußballspieler (
- 1938)
- 12. August: Ernst Wendt, deutscher Theaterregisseur (
- 1937)
- 12. August: Hans Pesser, österreichischer Fußballspieler und Trainer (
- 1911)
- 14. August: Pierre Bertaux, französischer Germanist (
- 1907)
- 19. August: Willy Kramp, deutscher Schriftsteller (
- 1909)
- 21. August: Thad Jones, US-amerikanischer Jazz-Trompeter (
- 1923)
- 24. August: Harry Benjamin, US-amerikanischer Psychologe (
- 1885)
- 24. August: Josef Buchkremer, Weihbischof des Bistums Aachen und Titularbischof von Agger
- 26. August: Franziska Bennemann, deutsche Politikerin (
- 1905)
- 31. August: Jorge Alessandri, chilenischer Politiker (
- 1896)
- 31. August: Urho Kaleva Kekkonen, Finnischer Präsident (
- 1900)
- 31. August: Henry Moore, englischer Bildhauer und Maler (
- 1898)
- 10. September: Pepper Adams, US-amerikanischer Baritonsaxophonist (
- 1930)
- 12. September: Gerhard Rohlfs, Romanist (
- 1892)
- 18. September: Walther Brühl, deutscher Politiker (
- 1894)
- 20. September: Johannes Caspers, deutscher Politiker (
- 1910)
- 25. September: Nikolai Nikolajewitsch Semjonow, russischer Physikochemiker und Nobelpreisträger (
- 1896)
- 25. September: Hans Batz, deutscher Politiker, MdB (
- 1927)
- 27. September: Clifford Lee Burton, Bassist der Heavy Metal Band Metallica (
- 1962)
- 29. September: Helmut Qualtinger, österreichischer Kabarettist und schriftsteller (
- 1928)
- 30. September: Franz Burda, deutscher Verleger und Begründer des Burda-Verlages (
- 1903)
- 5. Oktober: James Hardy Wilkinson, Mathematiker (
- 1919)
- 9. Oktober: Harald Reinl, Filmregisseur und Drehhbuchautor (
- 1908)
- 10. Oktober: Michele Pellegrino, Erzbischof von Turin und Kardinal (
- 1903)
- 11. Oktober: Paul Rudolf Henning, deutscher Bildhauer und Architekt (
- 1886)
- 16. Oktober: Arthur Grumiaux, belgischer Violinist (
- 1921)
- 19. Oktober: Samora Machel, Staatspräsident von Mosambik ab 1975 (
- 1933)
- 20. Oktober: Fritz Hochwälder, österreichischer Schriftsteller (
- 1911)
- 21. Oktober: Theodor Busse, deutscher General (
- 1887)
- 22. Oktober: Albert von Szent-Györgyi Nagyrapolt, ungarischer Biochemiker (
- 1893)
- 22. Oktober: Ye Jianying, chinesischer Feldmarschall und Politiker (
- 1897)
- 23. Oktober: Edward Adelbert Doisy, US-amerikanischer Biochemiker (
- 1893)
- 25. Oktober: Johnny Dyani, Südafrikanischer Jazzmusiker (
- 1945)
- 26. Oktober: Jackson Scholz, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger (
- 1897)
- 29. Oktober: Harry Voigt, deutscher Leichtathlet (
- 1913)
- 30. Oktober: Otto Knefler, deutscher Fußballtrainer (
- 1923)
- 30. Oktober: Elisabeth Schwarzhaupt, deutsche Politikerin (
- 1901)
- 1. November: Sippie Wallace, US-amerikanische Blues-Musikerin (
- 1898)
- 5. November: Oskar Wielgos, deutscher Problemkomponist (
- 1916)
- 6. November: Elisabeth Grümmer, Opern- und Kammersängerin (
- 1911)
- 6. November: Hugo de Groot, niederländischer Komponist und Dirigent (
- 1897)
- 6. November: Erich Rammler, deutscher Verfahrenstechniker (
- 1901)
- 7. November: Artur London, tschechischer Kommunist und Diplomat (
- 1915)
- 8. November: Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow, Regierungschef und Außenminister Sowjetunion (
- 1890)
- 12. November: Erich Koch, Gauleiter der NSDAP in Ostpreußen und Reichskommissar in der Ukraine (
- 1896)
- 12. November: Ria Baran, Eiskunstläufer (
- 1922)
- 13. November: Rudolf Schock, deutscher lyrischer Tenor, Opern-, Lied- und Operettensänger (
- 1915)
- 15. November: Alexandre Tansman, polnisch-französischer Komponist (
- 1897)
- Der Nobelpreis wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preise denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden. Die Nobel-Stiftung wurde am 29. Juni 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels, gegründet, die ersten Preise dann 1901 verliehen. Seit 1969 wird auch ein Preis für Wirtschaftswissenschaften verliehen, der allerdings von der schwedischen Reichsbank, in Erinnerung an Nobel, gestiftet wurde.

Die Nobelpreise

Einen Nobelpreis für Mathematik gibt es nicht (siehe dazu auch den Abschnitt: Vergleichbare Preise). Böse Zungen behaupten, dies läge an einer Verfeindung Nobels mit dem Mathematiker Gösta Mittag-Leffler, der angeblich auch eine Affäre mit Nobels Frau gehabt haben soll. Letzteres taucht besonders häufig auf, ist aber mit Sicherheit falsch, da Nobel nie verheiratet war. Über eine Verfeindung von Nobel und Mittag-Leffler ist offiziell ebenfalls nichts bekannt. Dass es nun aber keinen Nobelpreis für Mathematik gibt, liegt wahrscheinlich daran, dass der Praktiker Nobel diese „Hilfswissenschaft“ nie besonders leiden konnte; sie gehörte für ihn einfach nicht zu den Kategorien, die die Menschheit voranbringen. Ein späteres Angebot des Nobelkomitees auf Einrichtung eines Nobelpreises für Mathematik ist von führenden Mathematikern abgelehnt worden, wohl um die Konkurrenz unter den Wissenschaftlern nicht zusätzlich zu steigern. Gösta Mittag-Leffler Der Nobelpreis ist heute die höchste Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt. Er wird seit 1901 jedes Jahr an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Die Preisträger werden auf Basis der eingesandten Nominierungen und der Empfehlungen des Nobelkomitees, die jedoch nicht berücksichtigt werden müssen, von verschiedenen Gremien ausgewählt und Anfang Oktober bekanntgegeben:
- Für Physik und Chemie von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften
- Für Physiologie oder Medizin von der Nobelversammlung des Karolinska Institutet in Stockholm
- Für Literatur von der Schwedischen Akademie
- Für den Friedensnobelpreis von einem fünfköpfigen Ausschuss des Norwegischen Parlaments
- Neben den von Nobel gestifteten Preisen wird seit 1969 der von der Schwedischen Reichsbank gestiftete Preis für Ökonomische Wissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel im Bereich der Wirtschaftswissenschaften verliehen. Die Preisträger werden ebenfalls von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften bestimmt. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen, alle anderen Preise vom schwedischen König in Stockholm. Es ist nicht genau bekannt, welche Gründe den Schweden Alfred Nobel dazu bewogen haben, einem Komitee des norwegischen Parlaments diese ehrenvolle Aufgabe zuzuweisen. Norwegen und Schweden waren zur Zeit der Stiftung des Preises noch in einer Personalunion unter schwedischer Führung verbunden und die Außenpolitik lag beim schwedischen Reichstag. Es wird vermutet, dass Nobel dem Stortinget eher die für die Auswahl notwendige Neutralität zugetraut hat. 1905 löste sich die Union auf und Norwegen wurde ein selbstständigs Königreich. Dafür und für die Formulierung, dass »Preise unabhängig von der Nationalität an die Besten« gehen sollten, war Nobels Testament zu Anfang äußerst unbeliebt beim schwedischen König. 1905 Alle Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag. Dieser ist vom Jahreszinsertrag der Nobelstiftung abhängig. Im Jahr 1901 war der Preis mit 150.800 Kronen dotiert. Er steigerte sich seit 1970 von umgerechnet 288.000 DM auf ca. 1,1 Mio. Euro (entspricht 10 Millionen Kronen) im Jahr 2004. Etwas problematisch ist inzwischen Nobels Verfügung, dass der Preis in einer Kategorie an nicht mehr als drei Personen verliehen werden dürfe. In vielen Bereichen der Wissenschaft gehen heute neue Erkenntnisse jedoch nicht mehr von einzelnen Wissenschaftlern aus, sondern werden oft international in großen Teams erarbeitet. Bisher ist der Preis nur vier Menschen zweimal verliehen worden – Marie Curie (1903 für Physik und 1911 für Chemie), Linus Pauling (1954 für Chemie und 1962 für Frieden), John Bardeen (1956 und 1972 jeweils für Physik) und Frederick Sanger (1958 und 1980 jeweils für Chemie). Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erhielt 1954 und 1981 den Friedensnobelpreis. Seine Vorgängerorganisation, das Internationale Nansen-Büro für Flüchtlinge (Hochkommissariat des Völkerbundes), wurde 1938 mit diesem Preis ausgezeichnet, sein Leiter Fridtjof Nansen 1922. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wurde für seine Friedensbemühungen sogar dreimal (1917, 1944, 1963) ausgezeichnet, 1963 zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Der Gründer des IKRK und der Rotkreuz-Bewegung, Henry Dunant, erhielt 1901 zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.

Der Nominierungsprozess

Um für einen Nobelpreis in Frage zu kommen, muss man nominiert werden. Das Recht, eine Nominierung auszusprechen, haben je nach Preiskategorie unterschiedliche Personen:
- Grundsätzlich frühere Preisträger der jeweiligen Kategorie
- Für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin und Wirtschaftswissenschaften sind die Mitglieder des jeweiligen Nobelkomitees, der Akademie der Wissenschaften, Professoren der jeweiligen Fachrichtung an bestimmten skandinavischen Universitäten und weitere ausgesuchte Individuen und Lehrkräfte an ausgewählten weiteren Universitäten nominierungsberechtigt.
- Für den Nobelpreis in Literatur können Vorschläge von Literatur- und Linguistikprofessoren, Mitgliedern der Schwedischen Akademie und ähnlicher Institutionen, und den Präsidenten repräsentativer Schriftstellervereinigungen eingereicht werden.
- Vorschläge für den Friedensnobelpreis kann jedes Mitglied einer Regierung oder eines internationalen Gerichts machen, außerdem Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie sowie die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen. Gemäß den Statuten der Stiftung werden Informationen über Nominierte und Nominierende sowie diesbezügliche Meinungen und Untersuchungen seitens des Komitees für einen Zeitraum von 50 Jahren unter Verschluss gehalten.

Vergleichbare Preise


- Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis)
- Frieden: Albert-Einstein-Friedenspreis
- Kunst und Wissenschaft: Wolf-Preis
- Literatur: Pulitzer-Preis
- Architektur: Pritzker-Preis
- Mathematik: Fields-Medaille, Abelpreis
- Mathematik, Geowissenschaften, Biologie, Astronomie: Crafoord-Preis
- Informatik: Turing-Preis
- Religion: Der Templeton-Preis
- Kunst: Praemium Imperiale
- Musik: Polar Music Prize
- Ramon Magsaysay Award, der asiatische Friedensnobelpreis
- Preis Prinz von Asturien
- Africa Prize
- The World's Children's Prize for the Rights of the Child - der Kinder-Nobelpreis
- Kyoto-Preis
- Grawemeyer Award
- Gandhi International Peace Prize

Siehe auch


- Deutsche Nobelpreisträger
- Satirischer Ig-Nobelpreis

Literatur


- Der Brockhaus Nobelpreise – Chronik außergewöhnlicher Leistungen. 2. Auflage. Mannheim, Leipzig 2004, ISBN 3-7653-0492-1
- Bernhard Kupfer: Lexikon der Nobelpreisträger. Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-72451-1
- Harenberg-Lexikon der Nobelpreisträger – Alle Preisträger seit 1901, ihre Leistungen, ihr Leben, ihre Wirkung, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. Harenberg, Dortmund 2001, ISBN 3-611-00612-2
- Kenne Fant: Alfred Nobel – Idealist zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Birkhäuser, Basel 1995, ISBN 3-7643-5059-8

Weblinks


- [http://nobelprize.org Offizielle Seite mit Biographien aller Nobelpreisträger (engl.)]
- [http://www.nobelpreis.org www.nobelpreis.org]
- [http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/nobel.html Eine Auflistung aller Nobelpreisträgerinnen]
- [http://www.lindau-nobel.de Jährliche Nobelpreisträgertagung auf der Insel Lindau im Bodensee] ! Kategorie:Friedenspreis ja:ノーベル賞 ko:노벨상 simple:Nobel Prize th:รางวัลโนเบล zh-min-nan:Nobel Chióng

Fritz Haber

Fritz Haber (
- 9. Dezember 1868 in Breslau; † 29. Januar 1934 in Basel) war ein deutscher Chemiker und Pionier der chemischen Kriegsführung. Haber erhielt 1918 den Nobelpreis für Chemie "für die Synthese von Ammoniak aus dessen Elementen".

Biografie

Der Vater führte ein Handelsgeschäft für Stoffe, Farben, Lacke und Drogen. Seine Mutter erlitt bei seiner Geburt schwere Komplikationen und verstarb daran drei Wochen später. Dieser Umstand führte im späteren Leben zu Spannungen zum Vater, der den Tod seiner Frau – "für den Fritz die Ursache war" – nicht verwinden konnte. Nach einer kaufmännischen Lehre studierte Fritz Haber 1886 in Berlin und Heidelberg Chemie, unter anderem bei Momsen, den Haber oft wegen seiner Pedanterie, aber auch der mangelnden Grundlagenforschung (Momsen entwarf vor allem chemische Analyseverfahren) kritisierte. Haber promovierte dann 1891 in Berlin mit einer Arbeit über organische Chemie. Er konvertierte 1893 vom jüdischen zum protestantisch-christlichen Glauben. In seiner soldatischen Laufbahn hat ihm der Übertritt wenig genützt, in der Kaiserlichen Armee war für Offiziere mit jüdischer Abstammung mit dem Dienstgrad Hauptmann schluß, mehr konnte er nicht werden. Vor diesem Hintergrund sollte das spätere Handeln betrachtet werden. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der Industrie und an Hochschulen erhielt er 1894 in Karlsruhe an der damaligen Technischen Hochschule eine Assistentenstelle in der Physikalischen Chemie und habilitierte dort 1896. 1898 wurde er in Karlsruhe zum außerordentlichen Professor für Technische Chemie ernannt. Schon 1904 begann Haber sich mit der katalytischen Bildung von Ammoniak zu beschäftigen. Daraus entwickelte er 1909 zusammen mit Carl Bosch bei der BASF das Haber-Bosch-Verfahren, wofür sie 1910 das Patent erhielten. Dieses Verfahren ermöglichte die synthetische Herstellung von Ammoniak als Ersatz für Salpeter zur Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoff. 1911 wurde er zum Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem berufen, das das erste Kaiser-Wilhelm-Institut war. Dieses Institut ist heute als Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft nach ihm benannt. Weiterhin ist auch das Fritz-Haber-Zentrum für Molekulare Dynamik der Hebräischen Universität Jerusalem nach ihm benannt. Fritz Haber war Patriot und Militarist durch und durch. Seine Versuche mit Phosgen und Chlorgas (ein Abfallprodukt aus der Farbproduktion der chemischen Industrie), die schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn begannen, gegen den Willen seiner ersten Frau Clara, geb. Immerwahr, die promovierte Chemikerin war, machten ihn aber auch zum Vater der Giftgaswaffen, die im 1. Weltkrieg von Deutschland eingesetzt wurden. Nicht einmal der Selbstmord seiner Frau mit seiner Dienstwaffe, wenige Tage nach dem ersten deutschen Einsatz am 22. April 1915 in Ypern, hielt Haber davon ab, den Giftgaseinsatz an der Front weiterhin zu organisieren. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er aufgrund des Verstoßes gegen die Haager Landkriegsordnung von den Alliierten wegen Verbrechen gegen die Menschheit zum Kriegsverbrecher erklärt und floh vorübergehend in die Schweiz. In seinen Lebenserinnerungen berichtete Otto Hahn über ein Gespräch mit Haber: "Auf meinen Einwand, daß diese Art der Kriegführung gegen die Haager Konvention verstoße, meinte er, die Franzosen hätten – wenn auch in unzureichender Form, nämlich mit gasgefüllter Gewehrmunition – den Anfang hierzu gemacht. Auch seien unzählige Menschenleben zu retten, wenn der K