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| Künzelsau |
Künzelsau
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Künzelsau ist die Kreisstadt des Hohenlohekreises in Baden-Württemberg.
Geografie
Die Stadt Künzelsau liegt in 210 bis 435 Meter Höhe am unteren Kocher, einem rechten Nebenfluss des Neckars, ca. 40 km östlich von Heilbronn. Die Stadt ist nach Öhringen die zweitgrößte Stadt des Hohenlohekreises, dessen Kreisstadt sie ist.
Der Hohenlohekreis wurde zum 1. Januar 1973 durch Zusammenlegung der Altkreise Künzelsau (KÜN) und Öhringen (ÖHR) gebildet. Die Stadt Künzelsau behielt somit den Kreissitz, so dass das KFZ-Kennzeichen weiterhin "KÜN" lautet. Künzelsau ist eines der sieben Zentren der Region Heilbronn-Franken innerhalb des Regierungsbezirks Stuttgart.
Stadtteile
Der Hauptort Künzelsau liegt im Tal (218 m) und wird von seinen höherliegenden Ortschaften umgeben: Amrichshausen (401 m), Belsenberg (256 m), Gaisbach (381 m), Garnberg (404 m), Kocherstetten (254 m), Laßbach (435 m), Morsbach (223 m), Nitzenhausen (431 m), Ohrenbach (430 m), Steinbach (412 m) - (die Angaben jeweils in Metern über NN).
Die Gemarkungsfläche beträgt einschließlich aller Teilorte 75,17 km².
Geschichte
Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Künzelsau im Jahre 1098. Bis 1802 unterstand die Stadt einer Ganerbengemeinschaft, die aus einer wechselnden Zahl von Mitgliedern bestand. 1806 kam Künzelsau mit dem Fürstentum Hohenlohe zum Königreich Württemberg. 1811 wird Künzelsau Sitz des gleichnamigen Oberamtes (seit 1938: Landkreis Künzelsau). 1892 wurde der Bahnhof Künzelsau eingeweiht.
1948 fertigte die L. Hermann Kleiderfabrik die ersten Jeans in Deutschland. Mit der Kreisreform wird die Stadt 1973 Kreisstadt des neuen Hohenlohekreises. Seit 1979 verfügt Künzelsau über keinen Eisenbahnanschluss mehr, hat jedoch eine Standseilbahn, die den Wohnbauschwerpunkt Taläcker auf der Hohenloher Ebene mit der Kernstadt im Kochertal verbindet.
Religionen
Die Reformation wurde 1566 in Künzelsau eingeführt.
Einwohnerentwicklung
- 1800: 2.000
- 1830: 2.500
- 1910: 3.067
- 1939: 3.950
- 1951: 5.250
- 1960: 7.605
- 1981: 11.565
- 1998: 14.125
- 2005: 15.100
Eingemeindungen
- 1912: Garnberg
- 1937: Nagelsberg
- 1972/73: Amrichshausen, Belsenberg, Gaisbach, Kocherstetten, Laßbach, Nitzenhausen, Morsbach, Steinbach
- 1977: Sonnhofen
Politik
Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
Städtepartnerschaften
Künzelsau unterhält seit 1992 partnerschaftliche Beziehungen zu der Stadt Marcali in Ungarn.
Wirtschaft und Infrastruktur
Ortsansässige Unternehmen
Künzelsau ist Sitz mehrerer weltweit operierender Unternehmen der Branchen Montageteile (Handelsunternehmen), Lüftungstechnik, Förderungstechnik und Textilien (Jeans).
- Adolf Würth GmbH & Co. KG, Montagetechnik
- Ziehl-Abegg AG, Motoren, Lüfter
- R. Stahl AG, Komponenten und Anlagen in den Bereichen Explosionsschutz und Fördertechnik.
- Albert Berner GmbH, Verbrauchsmaterialien und Werkzeuge für Industrie und Handwerk.
- Mustang Bekleidungswerke GmbH
Weinbau
In Künzelsau wird in geringem Umfang Weinbau betrieben. Die Lagen gehören zur Großlage Kocherberg im Bereich Jagst-Kocher-Tauber.
Gerichte
Künzelsau verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Heilbronn und zum OLG-Bezirk Stuttgart gehört.
Bildungseinrichtungen
Vor den Toren Künzelsaus, im Ortsteil Hofratsmühle, befindet sich seit 1988 eine Außenstelle der Hochschule Heilbronn mit den Studiengängen Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre und Medien-, Produkt-, Kundenmanagement, Betriebswirtschaftslehre und Sport-, Kultur- und Freizeitmanagement sowie Gebäudesystemtechnik. Über 1000 Studenten studieren hier zur Zeit. 2005 wurde die Fachhochschule umbenannt in die Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau.
Es gibt eine Grund- und Hauptschule, die Georg-Wagner-Realschule, die Brüder-Grimm-Schule (Förderschule), die Geschwister-Scholl-Schule, die Erich-Kästner-Schule, das Ganerben-Gymnasium , das Schlossgymnasium mit Internat, die Gewerbliche Schule Künzelsau, Berufsschule, Hauswirtschaftsschule, eine Volkshochschule und auch eine Jugendmusikschule.
Die Würth-Gruppe plant eine neue Privatschule, die zum Schuljahr 2006/2007 den Betrieb aufnehmen soll. Im Ganztagesbetrieb sollen zunächst die Grundschulklassen eins bis drei unterrichtet werden; die Ausweitung bis zur Klasse zehn ist vorgesehen.
Sport- und Freizeitanlagen
- Am Kocher befindet sich das einzige Flussfreibad Baden-Württembergs.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Das Museum Würth im Ortsteil Gaisbach und die Hirschwirtscheuer in der Innenstadt sind der zeitgenössischen Kunst gewidmet.
Jugendeinrichtungen
- Im alten Bahnhof befindet sich der [http://www.kokolores.de/ Jugendkulturverein Kokolores].
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Ferdinand Beck (1842-1912), Dreher, Buchhändler
Herbert Frenz (1922-2000), Bürgermeister
Friedrich Haag (1878-1976), Sattler, Bürgermeister
Karl Roeder (1852-1932), Schultheiß, Landtagsabgeordneter
Ernst Schmid (1858-1949), Begründer der Maggi-Werke
Otto Uebele (1876-1956), Kaufmann, Größter Kaffee-Exporteur der Welt zwischen beiden Weltkriegen
Bernhard Vesenmaier (1910-1995), Landrat des Kreises Künzelsau
Georg Wagner (1885-1972), Geologe, Professor
Carmen Würth ( - 1937)
Reinhold Würth ( - 1935), Kaufmann, ehem. Leiter des Adolf-Würth-Konzerns
Heinz Ziehl (1917-2002), Fabrikant (Ziehl-Abegg)
Söhne und Töchter der Stadt
- 1720, 13. Dezember, Johann Heinrich Schüle, † 17. April 1811 in Augsburg, Kattunfabrikant, Erfinder
- 1951, 21. Juli, Eberhard Gienger, Weltmeister im Reckturnen und deutscher Politiker (CDU), MdB.
Literatur
- Werner Nowak, Die Ganerbschaft Künzelsau, 1967
Weblinks
- [http://www.kuenzelsau.de Offizielle Website]
Kategorie:Ort in Baden-Württemberg
Kategorie:Hohenlohekreis
Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt an die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern sowie an die Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau, Schaffhausen, Thurgau und Zürich und an das Elsass in Frankreich.
Geschichte
Vorgeschichte
Zwischen 70 und 150 nach Christus eroberten die Römer den größten Teil des Gebiets, auf dem heute Baden-Württemberg liegt. Die Römer wurden ab 260 nach Christus von den Alemannen vertrieben. Nach deren Unterwerfung durch das Fränkische Reich zwischen 496 und 746 bestanden im heutigen Landesgebiet die Herzogtümer Franken und Schwaben. Der Zerfall beider Herzogtümer bis zum 13. Jahrhundert führte zur extremen territorialen Zersplitterung in Hunderte von kleinen Grafschaften, Reichsstädten, geistlichen Gebieten oder gar einzelnen ritterschaftlichen Dörfern. Die Mediatisierung infolge der Napoleonischen Kriege setzte einen Prozess in Gang, an dessen Ende nur noch drei Territorien standen: Württemberg, Baden und Hohenzollern; zudem war die Stadt Wimpfen eine hessische Exklave.
Der Weg zum Südweststaat
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die nördlichen Teile von Baden und Württemberg mit Bad Wimpfen zur amerikanischen Besatzungszone, die südlichen Teile sowie Hohenzollern zur französischen. Die Aufteilung erfolgte entlang der Kreisgrenzen, wobei zur amerikanischen Zone bewusst alle die Kreise geschlagen wurden, durch die die Autobahn Karlsruhe-München (heutige A 8) verlief. Die Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden (so genannt, obwohl es nur den südlichen Teil des Landes umfasste) in der französischen Zone. Diese Länder wurden im Zuge der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 zu Bundesländern.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hielt in Artikel 118 die drei Länder dazu an, eine Vereinbarung über die Neugliederung ihrer Gebiete zu treffen. Für den Fall, dass eine solche Regelung nicht zustande kam, wurde eine Regelung durch ein Bundesgesetz vorgeschrieben. Als Alternativen kamen entweder eine Vereinigung zu einem Südweststaat oder die Wiederherstellung Badens und Württembergs (einschließlich Hohenzollerns) in Frage, wobei die Regierungen Württemberg-Badens und Württemberg-Hohenzollerns für ersteres, die Badens für letzteres eintraten. Eine Übereinkunft der Regierungen über eine Volksabstimmung scheiterte an der Frage des Abstimmungsmodus. Das daraufhin am 4. Mai 1951 verabschiedete Bundesgesetz sah eine Einteilung des Abstimmungsgebiets in vier Zonen vor (Nordwürttemberg, Nordbaden, Südwürttemberg-Hohenzollern, Südbaden). Die Vereinigung der Länder sollte als akzeptiert gelten, wenn sich eine Mehrheit im gesamten Abstimmungsgebiet sowie in drei der vier Zonen ergab. Da eine Mehrheit in den beiden württembergischen Zonen sowie in Nordbaden bereits abzusehen war, favorisierte diese Regelung die Vereinigungsbefürworter. Die (süd-)badische Regierung strengte eine Verfassungsklage gegen das Gesetz an, die jedoch erfolglos blieb.
Die Volksabstimmung fand am 9. Dezember 1951 statt. Dabei votierten die Wähler in beiden Teilen Württembergs mit 93% für die Fusion, in Nordbaden mit 57%, während in Südbaden nur 38% dafür waren. Damit war die Vereinigung beschlossene Sache. Hätte man das Ergebnis in Gesamtbaden gezählt, so hätte sich eine Mehrheit von 52% dagegen ergeben, was die badischen Vereinigungsgegner zusätzlich erbitterte.
Gründung des Landes
Das Bundesland Baden-Württemberg wurde infolge der Volksabstimmung am 25. April 1952 gegründet. Der Name des Landes war Gegenstand eines längeren Streites. Der im Überleitungsgesetz vom 15. Mai 1952 genannte Name Baden-Württemberg war zunächst nur übergangsweise vorgesehen, setzte sich jedoch letztlich durch, da kein anderer Name von allen Seiten akzeptiert wurde. Die am 19. November 1953 in Kraft getretene Landesverfassung wurde von der Verfassungsgebenden Landesversammlung beschlossen und nicht durch eine Volksabstimmung bestätigt. Erster Ministerpräsident des Landes wurde Reinhold Maier (DVP).
1956 kam das Bundesverfassungsgericht nun doch zu der Auffassung, dass der Abstimmungsmodus 1951 das badische Votum nicht hinreichend berücksichtigt habe, und verfügte eine Neuauflage der Volksabstimmung im Landesteil Baden. Diese wurde erst 1970 durchgeführt, ergab dann jedoch eine Zustimmung von 81,9% zum neuen Bundesland. Zur nachträglichen Zustimmung hatte sicherlich nicht unerheblich die normative Kraft des Faktischen beigetragen.
Wappen und Flagge
Hauptartikel: Wappen Baden-Württembergs, Flagge Baden-Württembergs
Das Wappen zeigt drei schreitende Löwen auf goldenem Grund. Dies ist das Wappen der Staufer und Herzöge von Schwaben. Über dem großen Landeswappen befinden sich die sechs Wappen der historischen Landschaften, aus denen oder aus deren Teilen Baden-Württemberg gebildet worden ist. Es sind dies: Vorderösterreich (rot-weiß-rot geteilter Schild), Kurpfalz (steigender Löwe), Württemberg (drei Hirschstangen), Baden (roter Schrägbalken), Hohenzollern (weiß-schwarz geviert) und Franken (drei silberne Spitzen auf rotem Grund). Dabei sind die Wappen Badens und Württembergs etwas größer dargestellt. Schildhalter sind der badische Greif und der württembergische Hirsch. Auf dem kleinen Landeswappen ruht stattdessen eine Blattkrone.
Die drei Löwen aus dem Landeswappen tauchen in abgewandelter Form auch im sogenannten Baden-Württemberg-Signet auf, das von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden kann. Die Benutzung des Landeswappens hingegen ist genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur den Behörden gestattet.
Die Landesflagge ist schwarz-gold; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das kleine Landeswappen.
Geografie
Hirsch
Baden-Württemberg liegt im Südwesten Deutschlands. Im Osten grenzt es an Bayern, im Norden an Bayern und Hessen. Seine Süd- und Westgrenze werden durch Rhein und Bodensee gebildet (mit kleinen Ausnahmen wie Schaffhausen), wobei die Schweiz der südliche, Frankreich und Rheinland-Pfalz die westlichen Nachbarn sind. Nach Fläche und Einwohnerzahl steht das Land an dritter Stelle unter den deutschen Bundesländern.
Mit Ausnahme des etwa 20 km breiten Streifens der Rheinebene ist das Land hügelig bis bergig. Der Südwesten des Landes wird vom 160 km langen und bis zu 60 km breiten Schwarzwald dominiert, dessen Feldberg mit 1.493 m der höchste Berg in den deutschen Mittelgebirgen ist. Die Schwäbische Alb streckt sich vom Süden des Landes in nordöstlicher Richtung bis etwa an die bayerische Grenze bei Nördlingen. Weitere größere Landschaftsformen sind der Odenwald im Norden, der Kraichgau im Nordwesten, Hohenloher Ebene und Schwäbisch-Fränkischer Wald im Nordosten, das Neckarbecken um Stuttgart sowie Oberschwaben im Südosten.
Aufgrund der bergigen Topographie spielten und spielen die Flüsse und ihre Täler eine erhebliche Rolle für Besiedlung, Verkehrswesen und Geschichte des Landes. Neben dem Rhein sind an erster Stelle Neckar und Donau zu nennen. Der Neckar entspringt am Rande des Schwarzwaldes bei Villingen-Schwenningen und durchfließt das Zentrum des Landes, bis er im Nordwesten bei Mannheim in den Rhein mündet. Der dortige Rheinpegel ist mit 85 m über NN der niedrigste Punkt des Landes. Die Donau nährt sich aus zwei Schwarzwald-Quellflüssen und fließt in etwa ostnordöstlich, wobei sie die Schwäbische Alb nach Süden und Oberschwaben nach Norden begrenzt und hinter Ulm ins Bayerische wechselt. Unter den übrigen Flüssen sind die längsten die "Zwillingsflüsse" Kocher und Jagst, die den Nordosten des Landes durchfließen. Ganz im Nordosten grenzt das Landesgebiet an den Main.
Der Mittelpunkt Baden-Württembergs liegt in einem Wald nahe Tübingen.
Verwaltungsgliederung
Baden-Württemberg ist seit 1. Januar 1973 eingeteilt in 4 Regierungsbezirke, 12 Regionen (mit je einem Regionalverband) sowie 35 Landkreise und 9 Stadtkreise.
Zur Verwaltungsgliederung vor der Kreisreform 1973 siehe die beiden Artikel Verwaltungsgliederung Badens und Verwaltungsgliederung Württembergs. Zu den dort zuletzt genannten Landkreisen gehörten ferner noch die beiden ehemaligen preußischen Landkreise Hechingen und Sigmaringen.
Regierungsbezirke und Regionen
- Freiburg mit den Regionen Hochrhein-Bodensee, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Südlicher Oberrhein
- Karlsruhe mit den Regionen Mittlerer Oberrhein, Nordschwarzwald, Rhein-Neckar-Odenwald
- Stuttgart mit den Regionen Heilbronn-Franken, Ostwürttemberg, Stuttgart
- Tübingen mit den Regionen Bodensee-Oberschwaben, Donau-Iller, Neckar-Alb
Die Region Donau-Iller umfasst auch angrenzende Gebiete in Bayern.
Stadt- und Landkreise
Zum Landkreis Konstanz gehört auch die Exklave Büsingen am Hochrhein (BÜS), die völlig vom Schweizer Kanton Schaffhausen umschlossen ist.
Die Landkreise haben sich 1956 zum Landkreistag Baden-Württemberg zusammengeschlossen.
Städte und Gemeinden
Die 35 Landkreise unterteilen sich in insgesamt 1.101 Städte und Gemeinden (darunter 89 Große Kreisstädte und 213 sonstige kreisangehörige Städte), ein bewohntes gemeindefreies Gebiet (Gutsbezirk Münsingen) und ein unbewohntes gemeindefreies Gebiet (Rhinau (gemeindefreies Gebiet)) (Stand: 1. September 2005).
Die 10 größten Städte Baden-Württembergs sind Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Heilbronn, Ulm, Pforzheim, Reutlingen und Esslingen am Neckar. Alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern sind im besonderen Artikel Liste der größten Städte Baden-Württembergs zu finden. (Siehe auch Liste der Orte in Baden-Württemberg.)
Politik
Siehe auch: Politik Baden-Württembergs, Verfassung des Landes Baden-Württemberg, Portal:Baden-Württemberg
Der Ministerpräsident ist Chef der Landesregierung von Baden-Württemberg, die aus Ministern und Staatssekretären und ehrenamtlichen Staatsräten besteht. Die Ministerpräsidenten seit 1952:
Staatsräten
- 1952 - 1953: Reinhold Maier (DVP)
- 1953 - 1958: Gebhard Müller (CDU)
- 1958 - 1966: Kurt Georg Kiesinger (CDU)
- 1966 - 1978: Hans Karl Filbinger (CDU)
- 1978 - 1991: Lothar Späth (CDU)
- 1991 - 2005: Erwin Teufel (CDU)
- 2005 - Heute: Günther Oettinger (CDU)
Baden-Württemberg ist traditionell konservativ geprägt, aber auch die FDP (hier FDP/DVP) und in neuerer Zeit Bündnis 90/Die Grünen sind in Baden-Württemberg traditionell stark. Während der Ministerpräsident bis auf 1952/1953 immer von der CDU gestellt wurde, waren an der Regierung teilweise auch die FDP/DVP beziehungsweise die SPD (Große Koalition) beteiligt. Während der 1990er Jahre waren die Republikaner im Landtag vertreten. Aufgrund des Austrittes des Landtagsabgeordneten Ulrich Maurer aus der SPD am 27. Juni 2005 und seinem Eintritt in die WASG am 1. Juli ist auch diese im Landtag vertreten.
Wirtschaft
Baden-Württemberg ist Zentrum der Automobilindustrie (DaimlerChrysler, Porsche, Robert Bosch GmbH, Audi) mit Standorten in Stuttgart, Sindelfingen, Neckarsulm, Mannheim, Rastatt, Gaggenau und Ulm.
Im Schwarzwald war früher die Feinmechanik, insbesondere die Uhrenindustrie sowie später die Unterhaltungselektronik, sehr bedeutend (Junghans, Kienzle, SABA, Dual), ebenso die Textilindustrie, welche hauptsächlich auf der Schwäbischen Alb beheimatet war und auch heute noch ist (Hugo Boss, Trigema, Steiff).
Der zweitgrößte Binnenhafen Europas befindet sich in Mannheim. Die zwei Teile der Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe bilden zusammen die größte Mineralölraffinerie in Deutschland.
In Walldorf ist das größte europäische Software-Unternehmen (SAP AG) beheimatet.
In Baden-Württemberg gibt es zwei Kernkraftwerke, das Kernkraftwerk Philippsburg und das Kernkraftwerk Neckarwestheim. Ein drittes Kernkraftwerk in Obrigheim wurde 2005 stillgelegt.
Kultur
In Baden-Württemberg werden seit 1978 die Heimattage Baden-Württemberg veranstaltet.
Religion
In der Mitte von Baden-Württemberg, dem nördlichen Teil des ehemaligen Herzogtums Württemberg, ist die Bevölkerung überwiegend evangelisch, ebenso in der Kurpfalz. Die restlichen Gebiete sind mehrheitlich römisch-katholisch.
Für Baden-Württemberg insgesamt ergibt sich (Stand 2003):
- röm.-katholisch 38,3%
- evangelisch 34,3%
- muslimisch ca. 6%
- neuapostolisch ca. 1%
- buddhistisch ca. 0,3%
- hinduistisch ca. 0,2%
- israelitisch ca. 0,1%
- andere Konfessionen und Konfessionslose 20%
siehe auch: Erzbistum Freiburg und Bistum Rottenburg-Stuttgart, Evangelische Landeskirche in Baden und in Württemberg
Sprache
In Baden-Württemberg werden fränkische und alemannische Dialekte des Hochdeutschen gesprochen.
Weblinks
- [http://www.s-line.de/homepages/ebener/index.htm Lexikon Geschichte Baden-Württemberg]
- [http://www.statistik-bw.de/Wahlen/Landesdaten/ Wahlergebnisse in Baden-Württemberg (Statistisches Landesamt)]
- [http://www.leu.bw.schule.de/bild/schul_ab.html Schulsystem in Baden-Württemberg]
- [http://www.landkreise-bw.de/landkreise/landkreise/landkreise_baden-wuerttemberg.htm Karte der Kreise mit Regierungsbezirken]
-
als:Baden-Württemberg
ja:バーデン=ヴュルテンベルク州
ko:바덴뷔르템베르크 주
simple:Baden-Württemberg
Kocher
Der Kocher ist ein transportables Gerät zum Erhitzen/Kochen von Speisen und Getränken. Er wird vorwiegend zur Zubereitung des Proviants bei Wanderungen, Trekkingtouren, Expeditionen oder sonstigen, längeren Aufenthalten in freier Natur benutzt.
Es gibt Kocher für feste, flüssige, gasförmige Brennstoffe und Kocher die mit der direkten Einstrahlung des Sonnenlichtes arbeiten.
- Der Esbit-Kocher verwendet Trockenspiritus in Würfelform als Brennstoff; er ist die einfachste und billigste Form eines Kochers.
- Im Holzkocher (z.B. Hobokocher) wird (vorwiegend vor Ort gesammeltes) Holz, Reisig, Baumrinde, Tannenzapfen oder ähnliche, brennbare Naturstoffe verwendet. Die besondere Form dieses Kochers dient der effektiven Luftzufuhr, die teilweise auch durch ein batteriegetriebenes Gebläse unterstützt wird.
- Der Spirituskocher (auch Rechaud) verbrennt Spiritus, oft unter Beigabe von Wasser. Seine Vorzüge liegen in der einfachen, billigen Bauweise und der unkomplizierten Handhabung; der Hauptnachteil ist eine vergleichsweise geringe Heizleistung. Darum wird er vor allem zum Warmhalten z. B. für das Fondue verwendet.
- Der Benzinkocher arbeitet mit Benzin (Tankstellennormalbenzin oder gereinigtes Waschbenzin) als Brennstoff. Manche Ausführungen können als sogenannte Mehrstoffkocher (meistens mit speziellen Düsen) auch Petroleum, Kerosin, Dieselkraftstoff/Heizöl und/oder Flüssiggas verbrennen. Da (abgesehen vom Flüssiggas) alle diese Brennstoffe vor der Verbrennung durch Erhitzen in den gasförmigen Zustand überführt werden müssen, um nicht übermäßig zu rußen, sind dafür geeignete Kocher relativ kompliziert in Konstruktion und Handhabung. Dafür bieten sie hohe Heizleistung und sichere Funktion auch noch in extremer Kälte.
- Der Gaskocher verwendet Flüssiggas (Propan oder Butan) in Druckflaschen ("Kartuschen"). Vorteil ist die einfache Handhabung und gute Regulierbarkeit. Bei großer Kälte funktionieren sie jedoch nicht oder nur schlecht, und die nötigen Druckbehälter erhöhen das Gewicht des mitzuführenden Brennstoffs. Zudem muß das Anschlußsystem der Kartuschen zum Kocher passen; da es hierfür unterschiedliche Systeme gibt, kann das zu Versorgungsproblemen führen.
- Ein Solar-Kocher ist eine Vorrichtung um mit der Energie des Lichts der Sonne Wärme zu erzeugen. Er wird vorwiegend zur Zubereitung des Proviants bei Wanderungen, Trekkingtouren, Expeditionen oder längeren Aufenthalten in freier Natur benutzt. In vielen Regionen der Erde wird zum Teil ausschließlich mit Solaröfen gebacken, gekocht und Trinkwasser entkeimt. Zum Beispiel in den armen Ländern Afrikas, wo die Familien keinen Strom- oder Gasanschluss haben, die Sonne aber fast jeden Tag scheint. Das einfache Konzept dieser Kochstelle funktioniert natürlich auch in Europa, denn die Alternative zu den fossilen Brennstoffen ist; die Sonne ist überall kostenlos vorhanden.
- Der Elektrokocher schließlich ist eine kleine, tranportable Form des Elektroherds mit einer oder zwei Kochplatten.
Kategorie:Outdoor
Neckar
Der Neckar ist ein Fluss in Baden-Württemberg und Hessen.
Der Name Neckar ist keltischen Ursprungs und bedeutet wildes Wasser. Er stammt dem ureuropäischen Wort nik ab, welches losstürmen bedeutet. Die Entwicklung des Namens beginnt zu vorchristlicher Zeit mit der Bezeichnung Nikros, welche über Nicarus und Neccarus zu Necker und letztendlich zum heutigen Neckar wurde.
Er entspringt im Naturschutzgebiet "Schwenninger Moos" bei Villingen-Schwenningen auf 706 m Meereshöhe und mündet nach 367 km bei Mannheim in den Rhein (95 m). Von Mannheim bis Plochingen ist er schiffbar und ist somit neben dem Rhein und dem Main bei Wertheim die einzige Bundeswasserstraße in Baden-Württemberg. Häfen gibt es in Mannheim, Heilbronn, Stuttgart und Plochingen. Sein Einzugsgebiet umfasst etwa 14.000 km² und umfasst den zentralen Teil Baden-Württembergs.
Zwischen 1921 und 1968 wurde der etwa 200 km lange Abschnitt zwischen Plochingen und Mannheim zur Großschifffahrtsstraße ausgebaut. Dazu wurde der Neckar stellenweise kanalisiert, und in insgesamt 27 Stufen aufgestaut. Die vielfältige Nutzung des Neckars als Brauchwasser, Wasserstraße und zur Wasserkraftgewinnung brachte erhebliche Eingriffe in die Gewässerökologie mit sich. Inzwischen wurden verschiedene Initiativen gegründet, die sich für die Renaturierung des Neckars einsetzen. Ziele dieser Initiativen sind die ökologische Aufwertung des Flusssystems, die Verbesserung der Wasserqualität, die Verbesserung des Hochwasserschutzes und die Schaffung eines attraktiven Naherholungsgebiets entlang des Flusses.
Flusslauf
Naherholungsgebiet
Das Quellgebiet des Neckars liegt im Schwenninger Moos zwischen Villingen und Schwenningen. Seine "offizielle" Quelle liegt im Stadtpark Möglingshöhe in Schwenningen. Bis kurz vor Rottweil ist der Neckar ein kleiner Bach auf der Hochebene der Baar.
Erst durch den Zufluss der zu diesem Zeitpunkt erheblich größeren Eschach wird er zum Fluss. Zugleich tritt er in ein enges, waldreiches Tal ein, das seinen Lauf auf den nächsten etwa 80 Kilometern begleitet. Auf diese Weise bahnt sich der Neckar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb hindurch einen Weg nach Norden. Bei Horb weicht er vor dem Gäu nach Nordosten aus und fließt am Rande des Albtraufs entlang. Bei Rottenburg tritt er in das weite Tübinger Becken ein. Nach Tübingen verengt sich das Tal wieder.
Bei Plochingen macht der Neckar einen scharfen Knick nach Nordwesten. Zugleich wird er durch den Zufluss der Fils schiffbar. Durch Schifffahrt und vor allem durch die Nähe der Landeshauptstadt Stuttgart beherrschen von nun an Industriebetriebe und enge Besiedlung den Lauf des Flusses. Ab Esslingen prägen zusätzlich Weinberge das Landschaftsbild.
Hinter Stuttgart nimmt der Neckar auf seinem kurvenreichen Lauf durch den Landkreis Ludwigsburg die Wasser von Rems, Murr und Enz auf und wird so zu einem sehr breiten Fluss. Im Unterland in der Gegend um Heilbronn durchläuft der Neckar wieder eine offene Landschaft. Danach tritt er zwischen Bad Wimpfen und Mosbach in den Odenwald ein, wo erneut bewaldete Hänge sein Ufer säumen. In großem Bogen läuft der Neckar nun auf Heidelberg zu, wo er in die Rheinebene eintritt. Kurz danach mündet er bei Mannheim in den Rhein.
Der Neckar ist mit einem mittleren Abfluss von 145 m³/s nach dem Main (195 m³/s in Frankfurt am Main) und der Isar (180 m³/s in Plattling) auf Platz 10 der größten (wasserreichsten) Flüsse Deutschlands.
Geschichte
Isar
Ab 1100 ist die Nutzung des Neckars als Wasserstraße mit Treidelkähnen und Holzflößen belegt.
Rund 800 Jahre lang dient der Neckar als Transportweg für Brenn- und Nutzholz. 1476 ist in einem Vertrag zwischen der Reichsstadt Esslingen, Württemberg und Österreich freier Floßhandel auf dem ganzen Neckar vereinbart worden.
Das Holz aus dem Schwarzwald wurde über den Fluss bis nach Holland gebracht. Die aufblühende Seefahrt brauchte viel Holz für den Schiffbau. In Plochingen wurde auch das Brennholz aus dem Schurwald zu Flößen verarbeitet, die bis zu 260 Meter lang waren. Am 28. Oktober 1899 hat das letzte Floß die alte Reichsstadt Esslingen passiert. Die Eisenbahn brachte die Flößerei vollständig zum Erliegen.
Für größere Schiffe war der Neckar bis 1713 nur bis nach Heilbronn schiffbar. Danach war er bis Cannstatt provisorisch ausgebaut. Den Anschluss der Neckarschiffahrt des württembergischen Plochingen wurde durch die Reichsstadt Esslingen verhindert. Später kam die Schifffahrt auf dem oberen Neckar durch die Eisenbahn fast zum Erliegen.
1921 wurde ein Staatsvertrag zum Bau des Neckar-Kanals abgeschlossen und die Neckar AG gegründet, erstes Vorstandsmitglied wurde Otto Hirsch. Bereits 1922 wurde jedoch aus Geldmangel der Bau der Staustufe bei Oberesslingen eingestellt, der Kanalbau ging nur sehr zögerlich weiter. Erst am 12. Juli 1968 konnte gefeiert werden. Der Neckar war von Mannheim bis Plochingen schiffbar geworden. Otto Konz ("Mein Schicksalsstrom ist der Neckar"), der "Vater des Neckarkanals", hat die Krönung seines Schaffens nicht mehr erlebt.
Ereignisse
Ende Mai 1527 wurde die Ehefrau des Täuferführers Michael Sattler im Neckar bei Rottenburg wegen ihres Glaubens ertränkt.
Nebenflüsse
Rottenburg
Rottenburg
Rottenburg
Im Folgenden sind die Nebenflüsse des Neckars in der Reihenfolge von der Quelle zur Mündung aufgeführt.
Die größten unter ihnen (dem Einzugsgebiet nach) sind Enz, Kocher und Jagst.
- Eschach (linker Nebenfluss bei Rottweil-Bühlingen)
- Prim (rechter Nebenfluss bei Rottweil)
- Schlichem (rechter Nebenfluss bei Epfendorf)
- Glatt (linker Nebenfluss bei Horb-Neckarhausen)
- Eyach (rechter Nebenfluss bei Bf. Eyach, Gemeinde Starzach)
- Starzel (rechter Nebenfluss bei Rottenburg-Bieringen)
- Steinlach (rechter Nebenfluss bei Tübingen)
- Ammer (linker Nebenfluss bei Tübingen-Lustnau)
- Echaz (rechter Nebenfluss bei Kirchentellinsfurt)
- Erms (rechter Nebenfluss bei Neckartenzlingen)
- Aich (linker Nebenfluss bei Nürtingen-Oberensingen)
- Lauter (rechter Nebenfluss bei Wendlingen)
- Fils (rechter Nebenfluss bei Plochingen)
- Körsch (linker Nebenfluss westlich von Deizisau)
- Nesenbach (linker Nebenfluss bei Stuttgart-Ost)
- Rems (rechter Nebenfluss bei Remseck)
- Murr (rechter Nebenfluss bei Marbach)
- Enz (linker Nebenfluss bei Besigheim)
- Zaber (linker Nebenfluss bei Lauffen)
- Schozach (rechter Nebenfluss bei Heilbronn-Sontheim)
- Lein (linker Nebenfluss bei Heilbronn-Neckargartach)
- Sulm (rechter Nebenfluss bei Neckarsulm)
- Kocher (rechter Nebenfluss bei Bad Friedrichshall)
- Jagst (rechter Nebenfluss bei Bad Wimpfen)
- Elz (rechter Nebenfluss bei Mosbach-Neckarelz)
- Itter (rechter Nebenfluss bei Eberbach)
- Steinach (rechter Nebenfluss bei Neckarsteinach)
- Elsenz (linker Nebenfluss bei Neckargemünd)
- Kanzelbach (rechter Nebenfluss bei Ladenburg)
Städte und Gemeinden am Neckar
Ladenburg
Ladenburg
Ladenburg]
Ladenburg
Der Neckar berührt die nachfolgend in der Reihenfolge von der Quelle zur Mündung genannten Landkreise, Städte und Gemeinden:
- Schwarzwald-Baar-Kreis: Villingen-Schwenningen
- Landkreis Rottweil: Deißlingen, Rottweil, Epfendorf, Oberndorf am Neckar, Sulz am Neckar
- Landkreis Freudenstadt: Horb am Neckar
- Landkreis Tübingen: Starzach (Ortsteile Börslingen und Sulzau), Rottenburg am Neckar, Tübingen, Kirchentellinsfurt
- Landkreis Reutlingen: Reutlingen (Ortsteile Altenburg, Oferdingen und Mittelstadt), Pliezhausen
- Landkreis Esslingen: Neckartenzlingen, Neckartailfingen, Nürtingen, Oberboihingen, Unterensingen, Wendlingen am Neckar, Köngen, Wernau, Plochingen, Deizisau, Altbach, Esslingen am Neckar
- Stuttgart (Stadtkreis), Stadtteile Obertürkheim, Hedelfingen, Wangen, Untertürkheim, Stuttgart-Ost, Bad Cannstatt, Münster, Hofen, Mühlhausen
- Landkreis Ludwigsburg: Remseck am Neckar, Ludwigsburg (Ortsteile Hoheneck und Neckarweihingen), Marbach am Neckar, Benningen am Neckar, Freiberg am Neckar, Pleidelsheim, Ingersheim, Mundelsheim, Hessigheim, Besigheim, Walheim, Gemmrigheim, Kirchheim am Neckar
- Landkreis Heilbronn: Lauffen am Neckar, Nordheim
- Heilbronn (Stadtkreis)
- Landkreis Heilbronn: Neckarsulm, Untereisesheim, Bad Friedrichshall, Bad Wimpfen, Offenau, Bad Rappenau (Ortsteil Heinsheim), Gundelsheim
- Neckar-Odenwald-Kreis: Haßmersheim, Neckarzimmern, Mosbach (Ortsteile Neckarelz und Diedesheim), Obrigheim, Binau, Neckargerach, Zwingenberg
- Rhein-Neckar-Kreis: Eberbach
- Kreis Bergstraße (Hessen): Hirschhorn (Neckar), Neckarsteinach
- Rhein-Neckar-Kreis: Neckargemünd
- Heidelberg (Stadtkreis)
- Rhein-Neckar-Kreis: Dossenheim (Ortsteil Schwabenheim), Edingen-Neckarhausen, Ladenburg, Ilvesheim
- Mannheim (Stadtkreis)
Schifffahrt
Hafen Heilbronn
:Betriebsfläche 107 Hektar - Kailänge 7,2 Kilometer
Hafen Cannstatt
Einweihung des ersten Cannstatter Hafens am Mühlgrün durch Herzog Eberhard Ludwig (Württemberg) im Jahre 1713. Der Hafen hatte nur geringe Bedeutung.
Hafen Stuttgart
Der Neckarhafen Stuttgart wurde in zwei Abschnitten, von 1954 bis 1958 und von 1966 bis 1968, erbaut.
:Hafengebiet: Gesamtfläche 100 ha -
:Drei Hafenbecken: Wasserfläche (einschl. Bundeswasserstraße) 30,7 ha
Hafen Plochingen
Am 8. Dezember 1954 wurde die Neckarhafen Plochingen GmbH gegründet. Von 1960 bis 1963 wurde die letzte Staustufe bei Deizisau gebaut. Mit dem Bau des Neckarhafen Plochingen begann Otto Konz am 29. April 1964. Das erste Schiff legte am 12. Juli 1968 in Plochingen an, nachdem es zuvor von Gertrud Hartung, der Frau des Bürgermeisters, auf den Namen Plochingen getauft worden war.
Im Hafen von Plochingen erwirtschaften 2004 etwa 15 Firmen einen Jahresumsatz von etwa 500 bis 600 Millionen Euro.
Schleusen
Die Größe der auf dem Neckar fahrenden Binnenschiffe ist durch die Abmessungen der Schleusen, die 110 m lang und 12 m breit sind, festgelegt. Die Fahrwassertiefe beträgt mindestens 2,80 m, so dass z. B. der Hafen Stuttgart auch von Großmotorschiffen angelaufen werden kann, die z. B. bei einem Tiefgang von 2,60 m eine Tragfähigkeit von rund 2.200 t haben.
Seit 2004 werden am oberen Neckar die Schleusen von Deizisau bis Stuttgart-Hofen über die Fernbedienzentrale in Stuttgart-Obertürkheim (FBZ) ferngesteuert und überwacht.
Schleuse
Neckarbrücken
Es gibt eine große Anzahl von Brücken über den Neckar. Zusammenstellungen von Daten und Bildern zu den Neckarbrücken können den folgenden Internetlinks entnommen werden:
- [http://www.brueckenweb.de/Datenbank/Suche/brue_suche.php3 alle Brücken bei Brueckenweb.de]
- [http://www.karl-gotsch.de/Flusslisten/neckar.htm Datentabelle aller Neckarbrücken]
- [http://www.karl-gotsch.de/Album/Neckar1.htm Fotos der Neckarbrücken]
Burgen und Schlösser
Zahlreiche Burgen und Schlösser säumen das Neckartal. Zuallererst ist natürlich das Heidelberger Schloss zu nennen. Unter den Neckarburgen sind aber auch die Burg Hornberg (die Burg des Götz von Berlichingen) und die Burg Guttenberg, die heute die Deutsche Greifenwarte beherbergt. Weitere Burgen sind Burg Eberbach, die Esslinger Burg, Burg Hirschhorn, Burg Stolzeneck, die Minneburg, Burg Remseck, die Weiler Burg, Burg Dilsberg, Schloss Neuburg, Schloss Heinsheim, Burg Horkheim, Schloss Liebenstein, sowie die Zwingenburg.
Von Mannheim über Heidelberg, Eberbach, Mosbach bis Heilbronn verläuft die Burgenstraße nahezu parallel zum Neckar.
Zitate
Burgenstraße]]
Seit 1922 ist das schwäbische Volkslied „Bald gras' ich am Neckar“ bekannt:
:Bald gras' ich am Neckar,
:Bald gras' ich am Rhein,
:Bald hab ich ein Schätzel,
:Bald bin ich allein.
::[http://www.ingeb.org/Lieder/BaldGras.html Kompletter Text und Melodie]
"Deutschland ist im Sommer der Gipfel der Schönheit, aber niemand hat das höchste Ausmaß dieser sanften und friedvollen Schönheit begriffen, wirklich wahrgenommen und genossen, der nicht auf einem Floß den Neckar hinabgefahren ist." Mark Twain in A tramp abroad
Weblinks
- [http://www.rbnetz.de/neckar/berichte/neckarschleuse.htm Neckarschleusen]
- [http://www.wirtemberg.de/inselbruecke.htm Die Untertürkheimer Neckarbrücken]
- [http://www.hafenstuttgart.de/ Neckarhafen Stuttgart]
- [http://www.wsa-hd.wsv.de Wasser-& Schifffahrtsamt Heidelberg]
- [http://www.elwis.de/ Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes]
- [http://www.wirtemberg.de/neckarmann.htm Der Neckar wird zur Neckaribik]
- [http://www.gruenzug-neckartal.de/ Grünzug Neckartal mit Neckarstrand zum Selbstbauen]
- [http://www.ferienberater.de/neckartal.htm Mark Twain im Neckartal]
Kategorie:Fluss in Deutschland
Kategorie:Fluss in Baden-Württemberg
Kategorie:Fluss in Hessen
Kategorie:Nebenfluss des Rheins
Öhringen
Öhringen ist eine Stadt im Nordosten des Bundeslandes Baden-Württemberg, etwa 25 km östlich von Heilbronn. Sie ist die größte Stadt des Hohenlohekreises und bildet ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums Heilbronn. Zum Mittelbereich Öhringen gehören neben Öhringen die Städte und Gemeinden Bretzfeld, Neuenstein, Pfedelbach, Waldenburg und Zweiflingen.
Seit 1. Juli 1994 ist Öhringen die derzeit einzige Große Kreisstadt im Hohenlohekreis. Mit den Gemeinden Pfedelbach und Zweiflingen hat die Stadt Öhringen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Geografie
Öhringen liegt nördlich der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge auf der Hohenloher Ebene im flachen Tal der Ohrn, einem kleinen Fluss, der im Stadtteil Ohrnberg in den Kocher mündet.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Öhringen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Forchtenberg, Zweiflingen, Neuenstein, Waldenburg, Pfedelbach und Bretzfeld (alle Hohenlohekreis) sowie Langenbrettach und Hardthausen am Kocher (beide Landkreis Heilbronn).
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Öhringens besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Baumerlenbach, Büttelbronn, Cappel, Eckartsweiler, Michelbach am Wald, Möglingen, Ohrnberg, Schwöllbronn und Verrenberg, die erst im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliedert wurden.
Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg mit jeweils einem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Ortschaftsräte werden bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bevölkerung der Ortschaft gewählt und sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Jede Ortschaft hat auch eine örtliche Verwaltungsstelle der Stadtverwaltung.
Neben den genannten Stadtteilen bzw. Ortschaften gibt es weitere separat gelegene Orte und Wohnplätze oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen oftmals nicht festgelegt sind bzw. die teilweise nur sehr wenige Einwohner haben. Hierunter gehören zum Beispiel Buchhof, Erlenhof, Heuholzhöfe, Hornberg, Lindich, Möhrig, Neuenberg, Obermaßholderbach, Platzfeld, Platzhof, Rohrklinge, Ruckhardtshausen, Untermaßholderbach, Unterohrn, Untersöllbach, Waldhöfe, Weidenhof, Weidenmühle, Weinsbach und Zuckmantel.
Geschichte
Erste geschichtliche Bedeutung erlangte Öhringen in der Römerzeit (159 n.Chr.) mit zwei Kastellen am Limes, der bis zum Jahr 260 n.Chr. die Grenze zwischen dem römischen Reich und den Germanen bildete. 1037 wurde das Dorf als "Oringove" erstmals urkundlich erwähnt und das Chorherrenstift gegründet. Später wurde der Ort als Orngau und ab 1472 mit Ö(h)ringen bezeichnet. Der Ort war zunächst Sitz einer Grafenfamilie, gelangte dann an das Bistum Regensburg, schließlich an die Staufer, welche die Herrschaftsrechte 1250 an das Haus Hohenlohe abtraten. In jener Zeit wurde Öhringen auch Stadt. In der Folgezeit wurde Öhringen eine der Residenzstädte des weit verzweigten Herrscherhauses Hohenlohe. 1806 fiel die Stadt an das Königreich Württemberg und wurde zunächst Kreissitz, dann 1809 Sitz eines Oberamtes, aus dem 1938 der Landkreis Öhringen hervorging. Dieser bestand bis zur Kreisreform zum 1. Januar 1973, als er mit dem Landkreis Künzelsau im Hohenlohekreis aufging. Dadurch verlor Öhringen seine Funktion als Kreisstadt, wurde aber dank Eingliederung von 9 Umlandgemeinden die größte Stadt des Kreises.
1993 fanden in Öhringen die Heimattage Baden-Württemberg statt. Die Einwohnerzahl der Stadt Öhringen überschritt schließlich 1993 die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Juli 1994 beschloss. Im Jahr 2003 feierte Öhringen sein 750. Stadtjubiläum.
Stadtteile
Cappel
Die erste urkundliche Erwähnung Cappels ist auf das Jahr 1339 zu datieren, der Ort dürfte jedoch zwei bis drei Jahrhunderte älter sein. Seit 1. Januar 1975 ist Cappel ein Stadtteil von Öhringen. Cappel hat etwa 1.200 Einwohner und liegt im Osten der Kernstadt Öhringen in einer Höhenlage 226 m bis 287 m über dem Meeresspiegel. Zu Cappel gehört auch der Weiler Hornberg, der auf eine ehemalige mittelalterliche Burg zurückgeht, die heute nicht mehr zu sehen ist.
In der Dorfmitte Cappels steht das Schafhaus aus dem Jahr 1747. Das Fachwerkhaus mit Türmchen wurde 1950 renoviert und dient heute als Sitz der Verwaltungsstelle.
Verrenberg
Die erste urkundliche Erwähnung Verrenbergs ist auf das Jahr 1242 zu datieren, der Ort dürfte jedoch zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert entstanden sein. 1525 wird der Verrenberger "Schönmichel" Wortführer der Verrenberger Bauern im Bauernkrieg. Bei der hohenlohischen Hauptlandesteilung 1553 kam Verrenberg zu Hohenlohe-Waldenburg. 1615 kommt Verrenberg zur neuerstandenen Linie Hohenlohe-Pfedelbach. Nach Aussterben der Pfedelbacher Linie 1728 tritt Waldenburg-Bartenstein die Nachfolge an. In der Nacht vom 30. Juni zum 1. Juli 1897 verwüstete ein Hagelunwetter fast die ganze Pflanzenwelt und einen großen Teil der
Gebäude.
Seit 1. Februar 1972 ist Verrenberg ein Stadtteil von Öhringen. Zu diesem Zeitpunkt werden etwa 414 Einwohner gezählt.
In der Dorfmitte Verrenbergs steht die ehemalige Kapelle. Der älteste Hinweis auf dieses Gebäude findet sich auf einer Zeichnung des Pfedelbacher Malers Creutzfelder von 1670. 1722 bis 1723 wurden "Beetsaal" und Turm "us gemeindholtz wider denovo auferbaut". Aber bereits 1732 bis 1738 wurde der Turm, nun im unteren Teil massiv, neu erbaut. So folgten diverse Umbauten, bis 1840 die letzte große Änderung des äußeren Erscheinungsbildes erfolgte. Es dient heute als Sitz der Verwaltungsstelle.
Ein weiterer bedeutender Verrenberger ist Johann Michael Weipert. 1822 in Verrenberg geboren, kam er in seiner frühen Jugend als Waise in die Gustav-Werner-Stiftung zum Bruderhaus nach Reutlingen, wo er das Wagnerhandwerk erlernte. Am 6. August 1866 eröffnete Johann Michael Weipert in Reutlingen "ein Geschäft auf eigene Rechnung", das er spätestens 1871 nach Heilbronn verlegte. Im Jahr seines Todes, 1904, wurden 18020 Geräte und Maschinen verkauft.
Ohrnberg
Die erste urkundliche Erwähnung Ohrnbergs war im Jahr 779, damals lag der Kern des Ortes auf der rechten Seite des Kochers. Der Name dieser Ortschaft war Wächlingen, was auf eine Siedlung die von den Kelten geründet wurde zurück geführt werden kann. Ab dem Jahr 1052 wird der Ort Ohrnberg auf der linken Uferseite direkt an der Mündung von Ohrn in den Kocher erwähnt.
Ohrnberg war bis 1974 eine eigenständige Gemeinde und wurde danach in die Große Kreisstadt Öhringen eingemeindet. Ohrnberg liegt nordwestlich der Kernstadt, und hat heute ca. 700 Einwohner.
Sehenswerte Gebäude in Ohrnberg sind neben der Kirche, deren Grundmauern teilweise aus dem frühen 14. Jahrhundert stammen, noch das Rathaus und das Schafhaus zu erwähnen. Bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es in Ohrnberg bis zu 4 Wirtschaften, 3 Lebensmittelläden, Bäcker und Metzger, Heute ist Ohrnberg "nur" noch eine Wohnsiedlung.
Bis 1993 gab es in Ohrnberg eine Einsenbahnstecke der Württembergischen Eisenbahngesellschaft die am 1. August 1913 ihren Betrieb aufnahm. Seit 1907 bestand schon die Strecke zwischen Neuenstadt am Kocher und Bad Friedrichshall, die nun eine Gesamtlänge von 22,6 km hatte. Heute sind die Gleise auf dem Gebiet des Hohenlohekreises abgebaut und auf der alten Trasse verläuft ein Radweg.
Religionen
Das Gebiet der Stadt Öhringen gehörte ursprünglich zum Bistum Würzburg und war dem Archidiakonat Weinsberg zugeordnet. Bis 1546 wurde durch die Herren von Hohenlohe die Reformation eingeführt . Die Stadt wurde Sitz eine Generalkonsistoriums für die Grafschaft Hohenlohe. Danach war Öhringen über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Nach dem Übergang an Württemberg gehörte die Kirchengemeinde zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Öhringen wurde Sitz eines Dekanats, zu dem heute die Kirchengemeinden des gesamten Umlands gehören. Im Stadtgebiet Öhringen gibt es heute folgende Kirchengemeinden: Gesamtkirchengemeinde Öhringen, bestehend aus den Kirchengemeinden Öhringen (Stiftskirche) und Untersöllbach, sowie Baumerlenbach, Michelbach am Wald, Möglingen und Oberohrn. Die Stiftskirche Öhringen ist auch für die Protestanten in Büttelbronn, Obermaßholderbach und Untermaßholderbach, Cappel, Eckartsweiler, Schwöllbronn und Unterohrn zuständig. Verrenberg gehört zur Kirchengemeinde Bitzfeld.
Spätestens seit dem 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken nach Öhringen. Sie wurden von Pfedelbach aus versorgt und konnten ab etwa 1940 die Spitalkirche für ihre Gottesdienste nutzen. 1957 wurde Öhringen eine selbständige Pfarrei und 1960/61 konnte sich die Pfarrgemeinde ihre eigene Kirche St. Joseph bauen. Die Gemeinde ist für das gesamte Öhringer Stadtgebiet (ohne Michelbach am Wald) und darüber hinaus für die Nachbarorte Zweiflingen, Eichach, Friedrichsruhe, Orendelsall, Pfahlbach, Tiefensall und Westernbach zuständig. Sie bildet mit der 1981 von Öhringen abgespaltenen Gemeinde Neuenstein eine Seelsorgeeinheit. Die Katholiken aus dem Stadtteil Michelbach am Wald gehören zur Pfarrgemeinde St. Petrus und Paulus Pfedelbach. Alle drei Pfarrgemeinden (Öhringen, Neuenstein und Pfedelbach) gehören zum Dekanat Hohenlohe innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Neben den beiden großen Kirchen ist in Öhringen auch eine neuapostolische Gemeinde vertreten.
Eingemeindungen
Die folgenden Gemeinden wurden nach Öhringen eingegliedert, sie gehörten alle zum Landkreis Öhringen bzw. ab 1973 zu dessen Rechtsnachfolger, dem Hohenlohekreis:
- 1. Februar 1972: Schwöllbronn, Verrenberg
- 31. Dezember 1972: Baumerlenbach, Michelbach am Wald, Möglingen, Ohrnberg
- 31. Dezember 1973: Büttelbronn
- 1. Januar 1975: Cappel, Eckartsweiler
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Bürgermeister
An der Spitze der Stadt stand ursprünglich der herrschaftliche Schultheiß. Im 14. Jahrhundert wird erstmals ein Bürgermeister genannt. Ihm standen 12 Richter zur Seite. Später kamen noch 12 "Münzer" hinzu, die dem Vogt unterstanden. Damit hatte die Herrschaft stets Einfluss auf die Stadt. Nach dem Übergang an Württemberg leitete der Stadtschultheiß, später Bürgermeister die Stadtverwaltung. Seit 1. Juli 1994, als Öhringen Große Kreisstadt wurde, trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Er wird von der wahlberechtigten Bevölkerung auf 8 Jahre gewählt und ist Vorsitzender des Gemeinderats.
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister (die Liste ist unvollständig)
- 1766-1784: Johann Friedrich Heinle
- 1804-1820: Johann Michael Heinle
- 1820-1830: Karl Friedrich Gottlob von Weizsäcker
- 1867-1873: Rößle
- 1887-1906: Schäufele
- 1906-1918: Albert Meyder
- 1919-1945: Peter Berner
- 1945-1948: Wilhelm Rösch
- 1948-1954: Franz Illenberger
- 1954-1967: Richard Laidig
- 1967-1987: Ulrich Fahrenbruch
- 1987-heute: Jochen K. Kübler, CDU
Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
Wappen
Das Wappen der Stadt Öhringen zeigt in einem von Rot und Silber schräg geteilten Schild einen schräglinken Schlüssel in verwechselten Farben, mit dem Bart heraldisch nach oben links weisend. Die Stadtflagge ist rot-weiß.
Der Schlüssel ist das Attribut des Hl. Petrus, des Patrons der Öhringer Stiftskirche. Im 14. Jahrhundert war in den Siegeln noch des ganze Heilige abgebildet. Im 16. Jahrhundert setzte sich der Schlüssel als weiteres Siegelbild durch. Beide wurden bis 1954 verwendet. Seither konzentrierte man sich auf den Schlüssel allein. Die Farben rot und weiß sind die hohenlohischen Farben, nachdem die Stadt viele Jahrhunderte eine der Residenzen war.
Städtepartnerschaften
Öhringen unterhält seit 1993 eine Städtefreundschaft mit der Stadt Großenhain in Sachsen. Eine Städtepartnerschaft besteht seit 1995 mit der Marktgemeinde Treffen im Bundesland Kärnten (Österreich). Freundschaftliche Beziehungen bestanden bereits seit 1985 zwischen den Feuerwehren von Treffen und Cappel. Eine weitere Städtepartnerschaft besteht seit 1996 mit dem Stadtteil Wickersley der Stadt Rotherham in Nordengland (Vereinigtes Königreich). Auch hier gibt es bereits seit 1981 freundschaftliche Beziehungen auf sportlicher Ebene.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Ortsteile Michaelbach und Verrenberg sind Weinbauorte, deren Lagen zur Großlage Lindelberg im Bereich Württembergisch Unterland gehören.
Verkehr
Die Stadt Öhringen ist über die Anschlussstelle Öhringen an der Bundesautobahn A 6 (Saarbrücken–Waidhaus) unmittelbar an das deutsche Fernstraßennetz angebunden. Ferner führen mehrere Landes- und Kreisstraßen durch die Stadt. Der Bahnhof Öhringen liegt an der Hohenlohebahn (Heilbronn–Crailsheim). Er soll Endhaltestelle der derzeit im Bau befindlichen Stadtbahnlinie von Heilbronn werden. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien.
Medien
In Öhringen erscheint eine Ausgabe der Hohenloher Zeitung, einer Lokalausgabe der Heilbronner Stimme.
Behörden und öffentliche Einrichtungen
Öhringen hat ein Notariat und ein Finanzamt. Außerdem befindet sich hier eine Außenstelle des Landratsamts des Hohenlohekreises.
Auch eine Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit findet sich nahe dem Stadtkern.
Die Freiwillige Feuerwehr Öhringen besteht aus drei Zügen zu jeweils zwei oder drei Gruppen und hat eine Mannschaftsstärke von insgesamt 300 Mann. Sie ist eine von drei Stützpunktfeuerwehren im Hohenlohekreis mit insgesamt 15 Fahrzeugen. Diese bilden den Lösch-, Hilfeleistungs- und Gefahrgutzug, die für die Stadt Öhringen und einen Autobahnabschnitt auf der BAB 6, bei größeren Schadenslagen aber auch für den Altkreis Öhringen zuständig sind. Der Gefahrgutzug deckt den gesamten Hohenlohekreis ab. Sechs weitere Fahrzeuge sind auf die Abteilungen verteilt.
Gerichte
In Öhringen besteht ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Heilbronn und zum OLG-Bezirk Stuttgart gehört.
Bildung
Öhringen hat ein Gymnasium (Hohenlohe-Gymnasium (HGÖ)), eine Realschule, eine Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule), eine Hauptschule (Weygangschule Hauptschule mit Werkrealschule) und vier Grundschulen (Cappel, Michelbach am Wald, Hungerfeldschule und Schillerschule mit Außenstelle Verrenberg)
Der Hohenlohekreis ist Träger der drei Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule, Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule sowie Kaufmännische Schule).
Die private Tiele-Winckler-Schule für Erziehungshilfe der Heimat für Heimatlose Freudenberg runden das Schulangebot Öhringens ab.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Beruflichen Schulen
Museen
- Das Weygang-Museum ist ein Heimatmuseum mit einer Zinn- und Fayencesammlung sowie Römerfunden.
- Das Museum "Werkstatt Pflaumer" bietet eine Einblick in eine ehemalige Schlosserei und Schleiferei.
- Das Meeres-Museum im Stadtteil Cappel zeigt einen Überblick über die schönsten Muschel- und Schneckenarten aus allen Weltmeeren.
- Das 1980 gegründete Auto- und Motor-Museum zeigt die Fahrzeugproduktion im Bereich Sport- und Tourenwagen aus der Zeit von 1948 bis 1960. Angegliedert ist das Glasmuseum für Glas-Kunst aus der Epoche von 1950-2000.
- Das 1991 gegründete Turmmuseum im ehemaligen Stadtwachturm zeigt anschaulich die Lebensweise eines Türmers.
Bauwerke
Beruflichen Schulen
Der mittelalterliche Marktplatz ist das Herzstück der Stadt. Hier befindet sich das ehemals hohenlohische Schloss, das Wahrzeichen der Stadt. Heute beherbergt es das Rathaus. Daneben steht die evangelische Stiftskirche. Weitere evangelische Kirchen sind die Spitalkirche St. Anna und Elisabeth (1376 geweiht) und die Friedhofskirche St. Anna (erbaut 1520). Die katholische Kirche St. Joseph wurde erst 1960/61 erbaut.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Kernstadt sind das Obere Tor von 1792, der Hamballe-Brunnen, das alte Dekanat, das ehemalige Gasthaus zum Römischen Kaiser, das Gelbe Schlössle, die Hofapotheke und die Karlsvorstadt. Der Hofgarten ist ein Park in der Innenstadt.
In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen: Baumerlenbach (evangelische Kirche erbaut 1737), Untersöllbach (Salvatorkapelle erbaut 1711/13 mit gotischen Resten), Michelbach am Wald (evangelische Kirche von 1611, 1752 und 1785 erweitert), Möglingen (alte Kirche mit 1759 erbautem Kirchenschiff) und Oberohrn (evangelische Kirche mit romanisch-gotischen Resten, das Schiff wurde 1601/02 umgebaut).
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Öhringen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1906: Georg Goppelt
- 1914: Karl Krauß
- 1911: Louis Bauer
- 1918: Christian Kraft Fürst zu Hohenlohe-Öhringen
- 1929: August Weygang
- 1948: Wilhelm Sattelmayer
- 1964: Otto Meister
Söhne und Töchter der Stadt
- 1705, 27. Dezember, Johann Georg Knapp, † 30. Juli 1771, Theologe, Nachfolger von August Hermann Francke bei der Frankschen Stiftung in Halle (Saale)
- 1718, Johann Friedrich Heinle
- 1739, Johann Ludwig Christ, † 18. November 1813, Pfarrer und Obstbauexperte
- 1822, Karl Heinrich von Weizsäcker, † 1899 in Tübingen, Prof. der Theologie und Kanzler der Universität Tübingen
- 1828, 13. Februar, Julius von Weizsäcker, Historiker, † 3. September 1889 in Kissingen
- 1935, 20. April, Reinhold Würth, Unternehmer
- 1945, Hartmut Weber, Präsident des deutschen Bundesarchivs.
- 1955, Jürgen Rüdiger Krenzien, Künstlername "Loop Dundee", Multimediakünstler.
Literatur
Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
Weblinks
- [http://www.oehringen.de/ Internetpräsenz der Stadt Öhringen]
- [http://www.oringowe.de/ Wieviel sind 750 Jahre? -- Oringowe]
- [http://www.verrenberg-historisch.de/ Aus der Geschichte von Verrenberg]
- [http://www.buettelbronn.de/ Infos zum Teilort Büttelbronn]
- [http://www.feuerwehr-oehringen.de/ Infos zur Freiwilligen Feuerwehr und Jugendfeuerwehr]
Oehringen
Oehringen
Hohenlohekreis
Der Hohenlohekreis ist gemessen an seiner Einwohnerzahl der kleinste Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Heilbronn-Franken im Regierungsbezirk Stuttgart. Der Hohenlohekreis grenzt im Südwesten und Westen an den Landkreis Heilbronn, im Norden an den Neckar-Odenwald-Kreis und an den Main-Tauber-Kreis und im Osten und Süden an den Landkreis Schwäbisch Hall.
Geografie
Der Hohenlohekreis hat Anteil an der Hohenloher Ebene und am südlichen Bauland sowie im Süden an den Waldenburger Bergen, die zum Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald gehören. Durch das Kreisgebiet fließen die beiden rechten Nebenflüsse des Neckars, die Jagst und der Kocher. Die höchste Erhebung des Kreisgebiets misst 523 m und befindet sich bei Waldenburg.
Wirtschaft
Die wirtschaftlichen Schwerpunkte liegen hauptsächlich in der elektrotechnischen Industrie, im metallverarbeitenden Gewerbe einschließlich des Maschinen- und Fahrzeugbaus, in der Regelungs- und Steuertechnik sowie in der Textilbranche und im Verlagswesen.
Gerade hier machen sich der Erfindungsreichtum und das sprichwörtliche Tüftlertum der angesiedelten Unternehmen positiv bemerkbar. Führende Unternehmen der Branche, deren Produkte und know-how von internationaler Bedeutung sind, haben im Hohenlohekreis ihren Standort.
Neben dem produzierenden Gewerbe und einer ausgeprägten Handwerksstruktur sind bekannte und bedeutende Handelsunternehmen, insbesondere in der Befestigungstechnik, sowie zahlreiche Dienstleistungsbetriebe im Hohenlohekreis beheimatet. Die 16 Städte und Gemeinden des Landkreises unterstützen Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen durch die Bereitstellung von preisgünstigem Bauland.
In den letzten Jahren vollzog sich ein Strukturwandel in diesem in früheren Jahren sehr stark landwirtschaftlich geprägten, strukturschwächsten Kreis Baden-Württembergs.
Verkehr
Durch das südliche Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 6 Mannheim - Nürnberg. Ferner erschließen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Landkreis. Eine wichtige Bundesstraße ist die B 19 Schwäbisch Hall - Würzburg.
Der Kreis wird in West-Ost-Richtung von der Hohenlohebahn durchquert, die Öhringen, Neuenstein und Waldenburg mit Heilbronn im Westen und Schwäbisch Hall im Osten verbindet. Die derzeit bis Heilbronn führende Linie des Stadtbahnnetzes Karlsruhe wird derzeit bis nach Öhringen verlängert und wird den Hohenlohekreis somit besser an den Großraum Heilbronn anbinden. Der Busverkehr wird durch den Nahverkehr Hohenlohekreis gewährleistet.
Geschichte
Der Hohenlohekreis wurde durch die Kreisreform zum 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurden die Altkreise Öhringen und Künzelsau zum neuen Hohenlohekreis vereinigt. Zum Kreisgebiet kamen auch einige Orte der Kreise Buchen (Odenwald) und Schwäbisch Hall. Kreisstadt wurde Künzelsau. Die beiden Altkreise Öhringen und Künzelsau gehen zurück auf die alten gleichnamigen württembergischen Oberämter, die nach dem Übergang der ehemals hohenlohischen Herrschaftsgebiete an Württemberg nach 1803 errichtet wurden. Dem Oberamt Öhringen wurde 1926 der östliche Teil des aufgelösten Oberamts Weinsberg angeschlossen. 1938 wurden beide Oberämter in Landkreise überführt und einige Grenzänderungen vollzogen. Das Gebiet um Krautheim war bis 1945 badisch und bildete anfangs ein eigenes Amt, das 1864 mit dem Amt Boxberg vereinigt wurde und schließlich bei dessen Auflösung zum Kreis Buchen (Odenwald) kam. Bei der Kreisreform kam der überwiegende Teil des Kreises Buchen zum Neckar-Odenwald-Kreis, das Gebiet um Krautheim jedoch zum Hohenlohekreis.
Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Hohenlohekreis noch 16 Gemeinden, darunter 8 Städte und hiervon wiederum 1 "Große Kreisstadt" (Öhringen). Größte Stadt ist Öhringen, kleinste Gemeinde ist Zweiflingen.
Politik
Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.
Kreistag
Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Die letzten Wahlen am 13. Juni 2004 ergaben folgendes Ergebnis:
#CDU 39,8% (-3,2) - 17 Sitze (-1)
#FWG 28,2% (+4,1) - 11 Sitze (+1)
#SPD 13,7% (-3,5) - 5 Sitze (-2)
#FDP/DVP 10,6% (+1,3) - 4 Sitze (+1)
#GRÜNE 7,7% (+1,2) - 3 Sitze (+1)
Landrat
Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises.
Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.
Die Landräte des Landkreises Künzelsau 1945-1972:
- 1945 - 1946: Heinz Hohner
- 1946 - 1960: Otto Ehrler
- 1960 - 1972: Bernhard Vesenmayer
Die Landräte des Landkreises Öhringen 1945-1972:
- 1945 - 1946: Fritz Eppinger
- 1946 - 1948: Max Freiherr von Lütgendorff-Leinburg
- 1948 - 1951: Georg Lenkner
- 1952 - 1971: Friedrich Bauer
- 1971 - 1972: Franz Anton Susset (Amtsverweser)
Die Landräte des Hohenlohekreises seit 1973:
- 1973 - 1989: Franz Anton Susset
- 1989 - : Helmut M. Jahn
Wappen
Beschreibung: In Silber über erhöhtem rotem Schildfuß, darin ein sechsspeichiges silbernes Rad, zwei schreitende, rot bezungte schwarze Leoparden mit untergeschlagenen Schwänzen (Wappen-Verleihung 3.4.1974)
Bedeutung: Die beiden Wappenbilder symbolisieren die früheren Herrschaftsstrukturen im Kreisgebiet bis Anfang des 19. Jahrhunderts: die Leoparden der Fürsten von Hohenlohe und das Mainzer Rad des ehemaligen Fürstbistums Mainz.
Kreispartnerschaften
- County of Limerick (Irland), seit 1990
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. Juni 2005)
Links
- [http://www.hohenlohekreis.de/ Offizielle Internetseite des Landkreises]
-
Kategorie:Landkreis in Baden-Württemberg
Landkreis Künzelsau
Der Landkreis Künzelsau war ein Landkreis in Baden-Württemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgelöst wurde.
Geografie
Der Landkreis Künzelsau lag im Nordosten Baden-Württembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten Mergentheim, Crailsheim, Schwäbisch Hall, Öhringen, Heilbronn, Buchen und Tauberbischofsheim.
Geografisch hatte er Anteil an der Hohenloher Ebene. Den Landkreis durchzogen die beiden Nebenflüsse des Neckars, Jagst und Kocher.
Geschichte
Das Gebiet des Landkreises Künzelsau gehörte vor 1800 zu verschiedenen Herrschaften, darunter das Fürstentum Hohenlohe, das Erzbistum Mainz, das Bistum Würzburg, der Deutsche Orden und die Abtei Schöntal. Zwischen 1803 und 1806 kam das Gebiet an Württemberg, wo es zunächst zu den Oberämtern Neuenstein, Ritzenhausen und Schöntal im Kreis Öhringen gehörte. 1810/11 wurde es Bestandteil des Oberamts Künzelsau innerhalb der Landvogtei an der Jagst und ab 1818 gehörte dieses zum Jagstkreis (der 1924 aufgelöst wurde). 1934 wurde das Oberamt Künzelsau in Kreis Künzelsau umbenannt und 1938 erfolgte die Überführung in den Landkreis Künzelsau, der seinerzeit einige Gemeinden an die Landkreise Schwäbisch Hall bzw. Crailsheim abgab.
Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehörte der Landkreis Künzelsau zum Regierungsbezirk Nordwürttemberg. Durch die Gemeindereform ab 1970 veränderte sich das Kreisgebiet in einem Fall. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Muthof in die Stadt Forchtenberg eingemeindet und kam somit zum Landkreis Öhringen.
Mit Wirkung vom am 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Künzelsau aufgelöst und seine Gemeinden dem neu gebildeten Hohenlohekreis zugeordnet, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Künzelsau wurde.
Politik
Landrat
Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Landkreises Künzelsau 1809- 1972:
- 1809 - 1811: Joseph Christian Schliz
- 1811 - 1828: Ludwig Gottfried Hammer
- 1828 - 1830: Karl Ludwig Baur (als Amtsverweser)
- 1830 - 1832: Gotttlieb Friedrich Stump
- 1832 - 1836: Immanuel Ferdinand Weihenmaier
- 1837 - 1843: Johann Jakob Wolfer
- 1843 - 1845: Emil Walther
- 1846 - 1863: Franz Schöpfer
- 1864 - 1871: Hermann Carl Baumann
- 1871 - 1882: Gustav Ludwig Klaiber
- 1882 - 1889: Otto Schwend
- 1889 - 1893: Robert Entress
- 1893 - 1896: Eduard Vöhringen
- 1896 - 1902: Josef Ehrhart
- 1902 - 1907: Karl Eisele
- 1908 - 1910: Karl Wilhelm Hugo Schäffer
- 1910 - 1917: Julius Gös
- 1918 - 1926: Karl Gutekunst
- 1926 - 1929: Gottlob Haug
- 1929 - 1936: Albert Bothner
- 1936 - 1939: Gustav Stierle
- 1939 - 1944: Wilhelm Wöhrle
- 1945 - 1945: Richard Franck (Amtsverweser)
- 1945 - 1946: Heinz Hohner
- 1946 - 1960: Otto Ehrler
- 1960 - 1972: Bernhard Vesenmayer
Wappen
Das Wappen des Landkreises Künzelsau zeigte in Silber einen herschauenden, rot gezungten, schwarzen Löwen, begleitet oben links von einem roten Schild mit einem sechsspeichigen silbernen Rad, unten rechts von einem roten Schild, darin drei silberne Spitzen. Das Wappen wurde dem Landkreis Künzelsau am 9. Mai 1956 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.
Der Löwe entstammt dem Wappen der Herren von Hohenlohe, das Rad symbolisiert das Erzbistum Mainz und die Spitzen das Bistum Würzburg.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führte keine Bundesautobahn (Die A 6 gab es damals in diesem Abschnitt noch nicht). Daher wurde er nur durch die Bundesstraße B 19 sowie mehrere Landes- und Kreisstraßen erschlossen.
Städte und Gemeinden
Zum Landkreis Künzelsau gehörten ab 1938 zunächst 3 Städte und 38 Gemeinden.
Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Künzelsau machte am 1. Juli 1972 die Gemeinde Jagstberg, die sich mit der Gemeinde Mulfingen vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Künzelsau schließlich 1973 im Hohenlohekreis aufging.
Größte Gemeinde des Landkreises war die Kreisstadt Künzelsau, kleinste Gemeinde war Meßbach.
Die Gemeinden des Landkreises Künzelsau vor der Gemeindereform. Heute gehören sie alle zum Hohenlohekreis.
Künzelsau
Region Heilbronn-Franken
Die Region Heilbronn-Franken (bis 20. Mai 2003 "Region Franken", gelegentlich auch als Region Heilbronn bezeichnet) ist das Verbandsgebiet des Regionalverbands Heilbronn-Franken in | | |