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Ahmed Sékou Touré

Ahmed Sékou Touré

Ahmed Sékou Touré (
- 9. Januar 1922 in Faranah; † 26. März 1984 in Cleveland, Ohio) war Präsident von Guinea. Er wurde als Sohn eines islamischen Soussou-Bauern und einer Malinke-Frau geboren, seine Mutter war eine Ur-Enkelin des Almamy Samory Touré. Nach dem frühen Besuch einer Koranschule besucht er ein Jahr die französischen Technikschule in Conakry. Aus rassistischen Gründen von der Schule verwiesen, arbeitete er in verschiedenen Jobs bevor er 1941 schließlich seine Prüfung besteht und bei PTT (Post and Telecommunications) arbeitet. Er bildete sich ständig autodidaktisch weiter, 1945 wurde er Generalsekretär der Post-Gewerkschaft und 1946 Mitbegründer der Partei Rassemblement Démocratique Africain (RDA) von Félix Houphouët-Boigny, aus der 1947 in Guinea der antikoloniale Parti Démocratique de Guinée (PDG) hervorging. 1956 wurde er Abgeordneter für Guinea in der französischen Nationalversammlung und im gleichen Jahr Bürgermeister von Conakry. Als das Land bei den Territorialwahlen die Semi-Autonomie erreichte und die PDG stärkste politische Kraft wurde, übernahm Touré die Vizepräsidentschaft der Territorialversammlung. Mit der Ausrufung der Unabhängigkeit am 2. Oktober 1958 wurde Sékou Touré Präsident des neuen Staates. Aus diesem Jahr stammt sein Ausspruch gegen das Referendum des französischen Präsidenten Charles de Gaulle, "Nous préférons la liberté dans la pauvreté à la richesse dans l’esclavage" (Wir ziehen Armut in Freiheit einem Reichtum in der Sklaverei vor). Der Rückzug jeglicher finanziellen und administrativen Unterstützung durch Frankreich drängte Touré fast zwangsläufig zur Hinwendung zur Sowjetunion und verfestigte die undemokratische Herrschaft der Einheitspartei PDG. Touré trat in den folgenden Jahren für einen panafrikanischen Sozialismus ein und gewährte den Befreiungsbewegungen im südlichen Afrika beträchtliche Unterstützung, aber auch dem PAIGC (Partido Africano da Indepencia Guinée e Cabo Verde), der afrikanischen Befreiungsbewegung gegen die portugiesische Herrschaft im benachbarten Guinea-Bissau. Während seiner Amtszeit errichtete er eine der grausamsten Diktaturen in Afrika, unter der tausende politisch missliebige Personen gefoltert und liquidiert wurden. Das Land Guinea verzeichnete in dieser Zeit mindestens zwei Millionen Flüchtlinge. Gegen Ende seiner Amtszeit wurde er ab 1980 vor allem durch den zunehmenden Protest von Guineas Frauen gezwungen, seine Innenpolitik zu verändern und versuchte außenpolitisch, durch eine scheinbare Zuwendung zum Westen wieder Wirtschaftshilfen für sein Land zu erlangen. Außerdem bereiste er andere afrikanische Länder und trat erfolgreich als Vermittler auf. Touré, Sékou Touré, Sékou Touré, Sékou Touré, Sékou Touré, Sékou

9. Januar

Der 9. Januar (in Österreich: 9. Jänner) ist der 9. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbleiben 356 (in Schaltjahren 357) Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1788 - Connecticut wird der fünfte US-Bundesstaat.
- 1878 - Italien. Tod von König Viktor Emanuel II..Umberto I. wird neuer König.
- 1912 - US-Marine-Soldaten marschieren in Honduras ein.
- 1915 - London, Großbritannien. Bombardement durch deutsche Zeppeline.
- 1951 - Das Hauptquartier der Vereinten Nationen wird in New York City offiziell eröffnet.
- 1960 - In Ägypten wird mit dem Bau des Assuan-Staudamms begonnen.
- 1965 - Burundi. König Mwami Mwambutsa II. setzt den Regierungschef Albin Nyamoyas ab.
- 1979 - Dominica wird Mitglied in der UNESCO.
- 1992 - Bosnien und Herzegowina. Ausrufung der Republik
- 2000 - Islam Abduganiewitsch Karimow wird erneut als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 2001 - Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke und Gesundheitsministerin Andrea Fischer treten auf Grund der BSE-Krise zurück
- 2005 - Die Sudanesische Volksbefreiungsarmee schließt in Nairobi mit der Regierung des Sudan einen Friendesvertrag. Die UN-Mission UNMIS soll den Vertarg überwachen.

Kultur


- 1773 - Uraufführung der Oper La Giannetta ossia l'incognita perseguitata von Pasquale Anfossi am Teatro delle Dame in Rom.

Katastrophen


- 1997 - Detroit, Michigan, USA. Beim Anflug stürzt eine Embraer EMB 120 wegen vereister Tragflächen ab. Alle 29 Insassen sterben.
- 1999 - Georgien. Ein Bus stürzt in eine mehr als 200 m tiefe Schlucht. 38 Tote.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1554 - Gregor XV., Papst von 1621 bis 1623
- 1571 - Charles Bonaventure de Longueval, Comte de Bucquoy, Feldherr im 17. Jahrhundert
- 1590 - Simon Vouet, französischer Maler des Barock
- 1624 - Meisho, 109. Kaiserin von Japan
- 1626 - Armand Jean Le Bouthillier de Rancé, Begründer des Trappistenordens
- 1651 - Petronio Franceschini, italienischer Komponist
- 1658 - Nicolas Coustou, französischer Bildhauer
- 1724 - Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, Heerführer, Militärtheoretiker
- 1812 - Eduard van der Nüll, österreichischer Architekt
- 1823 - Friedrich von Esmarch, deutscher Arzt
- 1839 - John Knowles Paine, US-amerikanischer Komponist
- 1847 - Antonio Vico, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1854 - Jennie Churchill, US-amerikanisch-englische Philanthropin und Autorin
- 1860 - Laura Valborg Aulin, schwedische Pianistin und Komponistin
- 1862 - Agnes Bluhm, deutsche Ärztin
- 1869 - Richard Abegg, deutscher Chemiker
- 1873 - Chaim Nachman Bialik, jüdischer Dichter, Autor und Journalist
- 1873 - John Flanagan, irischer Auswanderer und New-Yorker Leichtathlet
- 1876 - Hans Bethge, deutscher Dichter
- 1876 - Robert Michels, deutscher Soziologe
- 1878 - John B. Watson, US-amerikanischer Psychologe
- 1885 - Bengt Berg, schwedischer Ornithologe
- 1886 - Arthur Kronfeld, deutscher Psychotherapeut
- 1890 - Karel Čapek, tschechischer Schriftsteller
- 1890 - Kurt Tucholsky, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1897 - Luis Gianneo, argentinischer Komponist
- 1897 - Karl Löwith, deutscher Philosoph
- 1900 - Rudolf Hindemith, deutscher Komponist und Dirigent
- 1902 - Josemaría Escrivá, Gründer des Opus Dei
- 1902 - Rudolf Bing, britischer Theatermanager
- 1903 - Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg, deutsche Fliegerin im 2. Weltkrieg
- 1904 - Adolf Schröter, deutscher Porträt- und Landschaftsmaler
- 1904 - George Balanchine, Choreograf
- 1904 - Hermann Gösmann, 6. Präsident des DFB
- 1904 - Viktor Brack, war seit 1923 überzeugter Nationalsozialist
- 1906 - Karl Bruckner, österreichischer Schriftsteller
- 1908 - Simone de Beauvoir, französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin
- 1910 - Henriette Puig-Paget, französische Komponistin, Pianistin, Organistin, gest. 1994
- 1913 - Richard Nixon, US-amerikanischer Politiker, 37. Präsident der USA
- 1914 - Adolf Urban, deutscher Fußballspieler
- 1914 - Kenny Clarke, US-amerikanischer Jazz-Drummer und Komponist
- 1920 - Clive Dunn, britischer Schauspieler
- 1920 - Curth Flatow, deutscher Regisseur und Schriftsteller
- 1922 - Ahmed Sékou Touré, guineischer Diktator
- 1922 - Har Gobind Khorana, indischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 1923 - Karl-Heinz Metzner, deutscher Fußballspieler
- 1924 - Carola Braunbock, deutsche Schauspielerin
- 1924 - Josef Angenfort, deutscher Widerstandskämpfer und Politiker
- 1925 - Karl-Ludwig Fraling, deutscher Fabrikant
- 1925 - Lee van Cleef, US-amerikanischer Film- und TV-Schauspieler
- 1927 - Adolfo Antonio Suárez Rivera, emeritierter Erzbischof von Monterrey und Kardinal
- 1927 - Taiji Kase, Japanischer Karate-Großmeister
- 1928 - Domenico Modugno, italienischer Musiker und Songwriter
- 1928 - Wolfgang Draeger, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1929 - Brian Friel, irischer Dramatiker
- 1929 - Heiner Müller, deutscher Dramatiker, Schriftsteller, Regisseur und Intendant
- 1930 - Ernst Dieter Lueg, deutscher Journalist
- 1930 - Carl-Ludwig Wagner, deutscher Politiker, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
- 1931 - Algis Budrys, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller
- 1933 - Wilbur Smith, britischer Schriftsteller
- 1936 - Georg Bamberg, deutscher Politiker und MdB
- 1936 - Klaus-Dieter Uelhoff, deutscher Politiker und MdB
- 1937 - Klaus Schlesinger, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1940 - Jimmy Boyd, US-amerikanischer Kinderstar
- 1940 - Ruth Dreifuss, Schweizer Politikerin
- 1941 - Joan Baez, US-amerikanische Folk-Sängerin
- 1944 - Jimmy Page, britischer Gitarrist
- 1944 - Scott Engel, britischer Musiker
- 1944 - Scott Walker, US-amerikanischer Sänger und Bassist
- 1945 - Levon Ter-Petrosyan, erster Präsident von Armenien
- 1947 - Juri Nikolajewitsch Balujewski, russischer General
- 1948 - Tim Hart, britischer Musiker
- 1948 - William Cowsill, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Mary Roos, deutsche Schlagersängerin
- 1950 - Gisbert Haefs, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1950 - Rio Reiser, deutscher Musiker und Liedermacher
- 1950 - Willi Zylajew, deutscher Politiker
- 1950 - Wolfgang Rohde, deutscher Musiker
- 1951 - Crystal Gayle, US-amerikanische Sängerin
- 1951 - Michel Barnier, französischer Politiker, Außenminister und EU-Kommissar
- 1952 - Marek Belka, Professor für Wirtschaftswissenschaften und polnischer Ministerpräsident
- 1955 - Simon Rattle, britischer Dirigent
- 1956 - Waltraud Meier, deutsche Mezzosopranistin
- 1956 - Imelda Staunton, britische Theater- und Filmschauspielerin
- 1956 - Lucyna Langer, polnische Leichtathletin und Olympionikin
- 1958 - Mehmet Ali Agca, türkischer Rechtsextremist und Papst-Attentäter
- 1959 - Monika Staab, deutsche Fußballtrainerin
- 1959 - Rigoberta Menchú Tum, guatemaltekische Menschenrechtsaktivistin, Friedensnobelpreisträgerin
- 1960 - Harald Pinger, deutscher Manager
- 1967 - Dave Matthews, amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter der 'Dave Matthews Band'
- 1970 - Lara Fabian, belgisch-kanadische Sängerin
- 1971 - Christoph Sieber, österreichischer Windsurfer
- 1971 - Ralf Zacherl, deutscher Fernsehkoch
- 1975 - James Beckford, jamaikanischer Leichtathlet
- 1975 - Ronny Hebestreit, deutscher Fußballspieler
- 1976 - Simon Gosejohann, deutscher TV-Moderator und Schauspieler
- 1978 - Simone Niggli-Luder, Schweizer Orientierungsläuferin
- 1979 - Peter Zonta, slowenischer Skispringer
- 1979 - Sarah Polley, kanadische Schauspielerin
- 1980 - Sergio García, professioneller Golfspieler
- 1982 - Benjamin Lebert, deutscher Schriftsteller ("Crazy")
- 1989 - Michaella Krajicek, niederländische Tennisspielerin

Gestorben


- 1514 - Anne de Bretagne, Königin von Frankreich
- 1519 - Marie von Baden, Markgräfin von Baden
- 1534 - Johannes Aventinus, deutscher Chronist
- 1645 - Mutio Vitelleschi, italienischer Ordensgeneral
- 1658 - Melchior Graf von Hatzfeldt, kaiserlich-habsburgischer Feldherr
- 1757 - Bernard le Bovier de Fontenelle, französischer Schriftsteller
- 1799 - Maria Gaetana Agnesi, italienische Mathematikerin und Philanthropin
- 1804 - Louis-Marie Noailles, französischer General und Geschäftsmann
- 1819 - Katharina Pawlowna, Tochter des russischen Zaren, Königin von Württemberg
- 1832 - Karl von Kügelgen, Landschafts- und Historienmaler, russischer Hof- und Kabinettmaler
- 1843 - William Hedley, englischer Grubendirektor
- 1848 - Caroline Herschel, deutsche Astronomin
- 1858 - Bonifaz Kaspar von Urban, Erzbischof von Bamberg
- 1860 - Karl Rudolf Brommy, deutscher Admiral
- 1870 - George De Lacy Evans, britischer General
- 1873 - Napoleon III., französischer Kaiser
- 1876 - Samuel Gridley Howe, Gründer der Perkins School for the Blind
- 1878 - Viktor Emanuel II., König von Sardinien und Italien
- 1884 - Daniel Harrwitz, deutscher Schachmeister
- 1890 - Anton Friedrich Freiherr von Tröltsch, deutscher Arzt und Professor für Ohrenheilkunde
- 1895 - Aaron Lufkin Dennison, US-amerikanischer Unternehmer
- 1905 - Louise Michel, französische Anarchistin
- 1907 - Marie von Sachsen-Altenburg, Ehefrau Georgs V. von Hannover
- 1908 - Abraham Goldfaden, ukrainisch-jiddischer Schriftsteller
- 1908 - Wilhelm Busch, deutscher Schriftsteller (Max und Moritz)
- 1923 - Katherine Mansfield, neuseeländische Schriftstellerin
- 1924 - Franz Josef Heinz, Führer der Freien Bauernschaft, und Gründer des 'Pfälzischen Corps'
- 1927 - Houston Stewart Chamberlain, englisch-deutscher Schriftsteller und Kulturphilosoph
- 1939 - Hermann Menge, Autor einer nach ihm benannten Bibelübersetzung, der Menge-Bibel
- 1943 - Anathon Aall, norwegischer Philosoph
- 1944 - Antanas Smetona, erster Präsident der Republik Litauen
- 1947 - Karl Mannheim, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1952 - Antonie Straßmann, deutsche Schauspielerin und Sportfliegerin
- 1957 - Viktor von Weizsäcker, deutscher Mediziner
- 1959 - Hans Bredow, deutscher Rundfunkpionier
- 1961 - Emily Greene Balch, US-amerikanische Nationalökonomin und Friedensnobelpreisträgerin
- 1965 - Erich Schwertner, deutscher Politiker
- 1966 - Friedrich Wilhelm Foerster, deutscher Philosoph und Pazifist
- 1967 - Carl Stegmann, Kaufmann und Reeder
- 1975 - Johann Schuster, deutscher Politiker
- 1976 - Rupert Wildt, Deutsch-US-amerikanischer Astronom
- 1979 - Pier Luigi Nervi, italienischer Bauingineur
- 1981 - José Ardévol, kubanischer Komponist
- 1981 - Archibald Joseph Cronin, schottischer Arzt und Schriftsteller
- 1981 - Kazimierz Serocki, polnischer Komponist
- 1986 - Michel de Certeau, französischer Kulturphilosoph
- 1990 - Rosemarie Clausen, deutsche Theaterfotografin
- 1992 - Ernst Oldenburg, Künstler
- 1992 - Jochen van Aerssen, deutscher Politiker und MdB
- 1998 - Fukui Kenichi, japanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1998 - Michael Tippett, englischer Komponist
- 2001 - Paul van den Boeynants, belgischer Politiker und Regierungschef
- 2003 - Kurt Georg Heinrich Andersen, Kommandeur der Bundesgrenzschutzschule
- 2003 - Wilfried Hasselmann, deutscher Politiker
- 2004 - Karl Grünheid, Minister für Maschinenbau der DDR
- 2004 - Norberto Bobbio, italienischer Rechtsphilosoph und Publizist.
- 2005 - Fritz Aigner, österreichischer Maler

Feier- und Gedenktage

Siehe auch

:8. Januar - 10. Januar :9. Dezember - 9. Februar :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0109 ja:1月9日 ko:1월 9일 simple:January 9 th:9 มกราคม

26. März

Der 26. März ist der 85. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 86. in Schaltjahren) - somit bleiben 280 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1027 - Papst Johannes XIX. krönt Konrad II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1077 - Der am 15. März in Forchheim gewählte Rudolf von Rheinfelden wird in Mainz zum Gegenkönig gesalbt.
- 1971 - Bangladesch - das frühere "Ostpakistan" wird von Pakistan unabhängig.
- 1971 - Argentinien. General Alejandro A. Lanusse wird Staatspräsident.
- 1976 - Argentinien. Militärputsch: Präsidentin Perón wird gestürzt.
- 1979 - Unterzeichnung des israelisch-ägyptischen Friedensvertrages
- 1984 - Guinea. Tod des Staatspräsidenten Sékou Touré.
- 1989 - Laos. Wahl der obersten Volksversammlung
- 1992 - Deutschland. Der Paderborner Theologe Eugen Drewermann wird vom Priesteramt suspendiert.
- 1995 - Islam Abduganiewitsch Karimow wird als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 1995 - Das Schengener Abkommen tritt in Kraft und verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, auf eine Kontrolle des Waren- und Personenverkehrs an ihren gemeinsamen Grenzen zu verzichten.
- 1996 - Zwei Tage nach den Wahlen in Taiwan beendet die Volksrepublik China ihre Militärmanöver, die der Einschüchterung der taiwanischen Wähler dienen sollten.
- 1997 - 39 Mitglieder der UFO-Sekte "Heaven's Gate" um den Guru Marshall Herff Applewhite, werden nach einem Massenselbstmord in San Diego tot aufgefunden.
- 2000 - Nachdem die Sicherheitsbedenken der Partnerstaaten ausgeräumt wurden, tritt das Schengener Abkommen nun auch für Griechenland in Kraft.
- 2003 - Unterzeichnung des NATO-Beitrittsprotokolls in Brüssel durch Estlands Außenministerin Kristiina Ojuland

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik


- 1791 - Das Urmeter - damals definiert als der 10.000.000 Teil eines Viertels des Erdmeridians (Erdquadrant) - wird in Paris als universelles Längenmaß eingeführt.

Kultur


- 1810 - Uraufführung der Oper Mathilde von Guise von Johann Nepomuk Hummel am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1821 - Die Trilogie "Das goldene Vlies", das umfangreichste Werk Franz Grillparzers, wird in Wien uraufgeführt.
- 1845 - Uraufführung der Operette Modehandlerskan (Die Putzmacherin) von Franz Berwald am Königlichen Theater in Stockholm.
- 1922 - Uraufführung der Oper Sancta Susanna von Paul Hindemith in Frankfurt am Main.
- 1952 - Uraufführung der Oper Leonore 40/45 von Rolf Liebermann in Basel.

Religion


- 1957 - Das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass das Reichskonkordat von 1933, abgeschlossen zwischen dem Vatikan und dem Deutschen Reich, weiter Gültigkeit hat.
- 1984 - Das Konkordat zwischen dem Vatikan und Nordrhein-Westfalen wird vom Ministerpräsidenten Johannes Rau und dem Apostolischen Nuntius Guido Del Mestri in Düsseldorf unterzeichnet.

Katastrophen


- 1812 - Ein Erdbeben zerstört Caracas (Venezuela)

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1974 - George Foreman gewinnt den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im El Poliedro, Caracas, durch technischen KO.

Geboren


- 1478 - Hieronymus Emser, Theologe und Gegenspieler Luthers
- 1516 - Conrad Gesner, Schweizer Naturforscher und Philosoph
- 1559 - Wolf Dietrich von Raitenau, Fürsterzbischof von Salzburg
- 1684 - Johann Graf, deutscher Komponist
- 1753 - Benjamin Thompson, britischer Physiker amerikanischer Abstammung
- 1773 - Nathaniel Bowditch, US-amerikanischer autodidaktischer Mathematiker, Astronom und Physiker
- 1780 - Julius Eduard Hitzig deutscher Schriftsteller und Kammergerichtsrat
- 1794 - Julius Schnorr von Carolsfeld, deutscher Maler
- 1815 - Gustav Rümelin, deutscher Pädagoge und Statistiker
- 1819 - Louise Otto-Peters, Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung
- 1850 - Edward Bellamy, US-amerikanischer SF-Autor
- 1851 - Julius Langbehn, deutscher Schriftsteller und Kulturkritiker
- 1858 - Luis Barros Borgoño, chilenischer Politiker
- 1859 - Adolf Hurwitz, deutscher Mathematiker
- 1868 - Fuad I., König von Ägypten
- 1874 - Elisabeth Altmann-Gottheiner, eine der ersten Hochschullehrerinnen
- 1874 - Oskar Nedbal, böhmischer Komponist und Dirigent
- 1874 - Robert Frost, US-amerikanischer Dichter
- 1875 - Max Abraham, deutscher Physiker
- 1875 - Syngman Rhee, Präsident von Südkorea
- 1876 - Wilhelm zu Wied, Fürst von Albanien
- 1879 - Othmar Ammann, schweizerisch-amerikanischer Ingenieur (Brückenbau)
- 1882 - Hermann Obrecht, Schweizer Politiker
- 1884 - Wilhelm Backhaus, deutscher Pianist
- 1886 - Al Jolson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1888 - Elsa Brändström, schwedische Philanthropin
- 1888 - Gustav Geierhaas, deutscher Komponist
- 1889 - Václav Kaprál, tschechischer Komponist
- 1890 - Franz Schauwecker, deutscher Schriftsteller
- 1893 - Palmiro Togliatti, italienischer Politiker
- 1896 - Léonide Fedorowitsch Massine, russischer Tänzer und Choreograph
- 1904 - Willy Fischer, deutscher Politiker
- 1905 - Viktor Emil Frankl, österreichischer Psychiater und Psychotherapeut
- 1908 - Franz Stangl, österreichischer Leiter der KZ Sobibor und Treblinka
- 1911 - Bernard Katz, britischer Biophysiker deutscher Abstammung, Medizinnobelpreisträger
- 1911 - John Langshaw Austin, englischer Philosoph und Linguist
- 1911 - Tennessee Williams, US-amerikanischer Dramatiker
- 1913 - Bruce Low, niederländischer Schlager- und Gospelsänger
- 1913 - Paul Erdös, ungarischer Mathematiker
- 1916 - Christian Boehmer Anfinsen, US-amerikanischer Biochemiker, Chemienobelpreisträger
- 1916 - Sterling Hayden, US-amerikanischer Schauspieler und Autor
- 1917 - Rufus Thomas, US-amerikanischer Musiker
- 1921 - Rudolf Noelte, deutscher Theaterregisseur
- 1923 - Gert Bastian, Bundeswehrgeneral und deutscher Politiker
- 1925 - Pierre Boulez, französischer Komponist, Dirigent und Musiktheoretiker
- 1929 - Thakar Singh, indischer Vertreter der Lehre des Sant Mat
- 1931 - Leonard Nimoy, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 1935 - Mahmud Abbas, palästinensischer Präsident
- 1936 - Fre Parris, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Ahmed Kurei, Regierungschef der Palästinensischen Autonomiegebiete
- 1937 - Albert Brülls, deutscher Fußballnationalspieler
- 1938 - Anthony James Leggett, britischer Physiker
- 1939 - James Caan, US-amerikanischer Schauspieler
- 1939 - Jens Reich, Wissenschaftler
- 1940 - Levon Helm, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Nancy Pelosi, US-amerikanische Politikerin
- 1940 - Rod Lauren, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Richard Dawkins, englischer Zoologe, Ethologe und Evolutionsbiologe
- 1942 - Erica Jong, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1943 - Bob Woodward, US-amerikanischer Journalist
- 1944 - Diana Ross, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Haim Saban, Medienunternehmer und Milliardär
- 1944 - Reinhold Andert, deutscher Liedermacher und Autor
- 1945 - Joachim Hörster, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Michail Woronin, russischer Turner
- 1946 - Fran Sheehan, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Richard Tandy, britischer Musiker
- 1948 - Steven Tyler, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - Patrick Süskind, deutscher Schriftsteller
- 1949 - Uwe Beckmeyer, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Martin Short, Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent
- 1950 - Ronnie McDowell, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Teddy Pendergrass, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Carl E. Wieman, US-amerikanischer Physiker, Physiknobelpreisträger
- 1951 - Klaus Hoffmann, deutscher Liedermacher und Schauspieler
- 1952 - Didier Pironi, französischer Rennfahrer
- 1953 - René Weller, deutscher Boxer
- 1953 - William Lyall, britischer Musiker
- 1953 - Tatjana Prowidochina, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1954 - Jutta Speidel, deutsche Schauspielerin
- 1954 - Udo Di Fabio, Richter am deutschen Bundesverfassungsgericht
- 1955 - Dean Dillon, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1955 - Ingo Wolf, deutscher Politiker
- 1955 - Verena Butalikakis, deutsche Politikerin
- 1959 - Axel Berg, deutscher Politiker und MdB
- 1962 - Falko Götz, deutscher Fußballtrainer
- 1962 - John Stockton, US-amerikanischer Basketballspieler der NBA
- 1963 - Susanne Sulley, britische Sängerin
- 1964 - Michael Frontzeck, Fußballspieler und Trainer
- 1965 - Violeta Szekely, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 1968 - Jutta Müller, deutsche Profi-Windsurferin
- 1973 - Larry Page, US-amerikanischer Informatiker und Mitbegründer der Suchmaschine Google
- 1981 - Mathieu Delpierre, französischer Fußballspieler
- 1982 - Andreas Hinkel, deutscher Fußballspieler
- 1985 - Keira Knightley, britische Schauspielerin

Gestorben


- 809 - Liudger, Bischof von Münster
- 922 - Al-Halladsch, islamischer Mystiker
- 1211 - Sancho I., König von Portugal
- 1238 - Heinrich I. von Müllenark, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1304 - Wigbold von Holte, Erzbischof von Köln von 1297-1304
- 1517 - Heinrich Isaac, frankoflämischer Komponist und Sänger
- 1605 - Jakob Ayrer, Schriftsteller
- 1675 - Ernst I. von Sachsen-Gotha, Sohn von Herzog Johann III. von Sachsen-Weimar
- 1685 - Go-Sai, 111. Kaiser von Japan
- 1700 - Heinrich Meibom, deutscher Mediziner und Gelehrter
- 1797 - James Hutton, schottischer Naturforscher und Geologe
- 1804 - Wolfgang von Kempelen, deutscher Schriftsteller und Erfinder
- 1805 - Gabriel Gruber, Ordensgeneral
- 1814 - Joseph-Ignace Guillotin, war französischer Arzt und Politiker
- 1827 - Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist
- 1829 - Karoline von Humboldt, Tochter des preußischen Kammerpräsidenten Karl Friedrich von Dacheröden
- 1835 - Karl Heinrich Ritter von Lang, deutscher Historiker und Publizist
- 1850 - Wilhelm Ernst Weber, deutscher Pädagoge und Philologe
- 1864 - Charles Sealsfield, mährischen Schriftsteller
- 1871 - Adalbert Heinrich Graf von Baudissin, deutscher Schriftsteller
- 1881 - Florian Ceynowa, Landwirt, praktizierte unerlaubt als Arzt und Schriftsteller
- 1889 - Wilhelm von Breithaupt, deutscher Offizier
- 1892 - Walt Whitman, US-amerikanischer Dichter und Journalist
- 1900 - Isaac Mayer Wise, US-amerikanischer Rabbiner
- 1902 - Cecil Rhodes, Gründer des Staates Rhodesien
- 1910 - Auguste Charlois, französischer Astronom
- 1918 - César Cui, russischer Komponist und Musikkritiker
- 1923 - Sarah Bernhardt, französische Theater- und Filmschauspielerin
- 1925 - Hugo Bettauer, österreichischer Schriftsteller
- 1926 - Konstantin Fehrenbach, deutscher Politiker und Reichskanzler
- 1940 - Juri Schokalski, russischer Ozeanograph
- 1940 - Spyridon Louis, griechischer Leichtathlet
- 1945 - Boris Michailowitsch Schaposchnikow, Marschall der Sowjetunion
- 1945 - David Lloyd George, britischer Politiker und Premierminister
- 1957 - Édouard Herriot, französischer Regierungschef
- 1957 - Max Ophüls, deutscher Filmregisseur
- 1959 - Franz Blücher, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1959 - Raymond Chandler, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1969 - B. Traven, deutschsprachiger Schriftsteller
- 1969 - Günther Weisenborn, deutscher Schriftsteller
- 1971 - Josef Hermann Dufhues, deutscher Politiker
- 1973 - Noel Coward, englischer Dramatiker, Komponist, Regisseur und Schauspieler
- 1974 - Werner Kohlmeyer, deutscher Fußballspieler
- 1975 - Herbert Warnke, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 1976 - Ernst Albrecht, deutscher Fußballspieler
- 1980 - Roland Barthes, französischer Essayist und Literaturwissenschaftler
- 1983 - Anthony Blunt, britischer Kunsthistoriker und Spion
- 1984 - Sékou Touré, Staatspräsident von Guinea
- 1985 - Anders Cleve, finnischer Schriftsteller
- 1987 - Eugen Jochum, deutscher Dirigent
- 1987 - Georg Muche, deutscher Maler
- 1989 - Manfred Seipold, deutscher Schauspieler
- 1990 - Christian Meyer-Oldenburg, deutschsprachiger Science-Fiction-Autor
- 1991 - Jupp Schmitz, deutscher Unterhaltungskünstler, Schlager- und Krätzchensänger
- 1993 - Reuben Fine, US-amerikanischer Schachspieler und Psychoanalytiker
- 1994 - Manuel Vázquez Montalbán, spanischer Krimi-Schriftsteller und Journalist
- 1994 - Margaret Millar, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1995 - Eazy-E (eigentlich Eric Wright), amerikanischer Musiker
- 1996 - David Packard, Mitbegründer von Hewlett-Packard
- 1996 - Käte Strobel, deutsche Politikerin
- 1997 - Otto John, erster Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz
- 2000 - Alex Comfort, britischer Schriftsteller
- 2000 - Werner Zeyer, CDU-Politiker, früherer saarländischer Ministerpräsident
- 2001 - Piotr Sobociński, polnischer Kameramann
- 2003 - Daniel Patrick Moynihan, US-amerikanischer Politiker
- 2004 - Heinz Rox-Schulz, deutscher Globetrotter
- 2004 - Jan Sterling, US-amerikanische Bühnen- und Filmschauspielerin
- 2005 - James Callaghan, britischer Politiker und ehemaliger Premierminister
- 2005 - Paul Hester, australischer Popmusiker

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Liudger, Bischof von Münster, Glaubensbote (katholisch, evangelisch)
- Nationalfeiertage
  - Bangladesch (Proklamation der Unabhängigkeit von 1971)

Siehe auch


- 25. März - 27. März
- 26. Februar - 26. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0326 ja:3月26日 ko:3월 26일 simple:March 26 th:26 มีนาคม

Cleveland

Cleveland ist eine Stadt im Norden der USA im Bundesstaat Ohio, direkt am Eriesee gelegen. Es besitzt einen Hafen, durch den es nicht nur mit anderen Städten an den Großen Seen verbunden ist, sondern über den Sankt-Lorenz-Strom auch mit dem Atlantik. Atlantik

Geschichte

Im Rahmen der Landnahmen in Richtung Westen gründete General Moses Cleaveland am 22. Juli 1796 an der Einmündung des Cuyahoga River in den Erie-See einen Hafen, die nach ihm benannt wurde. Lebensfähig wurde die Stadt aber erst, als eine erste Werft 1808 mit dem Bau von Schiffen für den Verkehr auf den großen Seen begann. Rasch siedelten sich viele Einwanderer an; 1818 wurden die ersten zwei Zeitungen für die aufstrebende Gemeinde gegründet; in den nächsten Jahren kamen neben mehreren weiteren englischsprachigen Zeitungen auch Blätter auf Deutsch, Hebräisch und Italienisch, hinzu. Einer dieser Zeitungen, dem Cleveland Advertiser, verdankte die Stadt ihre "offizielle" Umbenennung: da die ursprüngliche Schreibweise des Namens einen Buchstaben zu lang für die Titelzeile der Zeitschrift war entfernte die Zeitung das erste "a" aus "Cleaveland", behauptete, dies sei amtlich - und kam damit durch. Seither schreibt sich die Stadt ohne "a". Am 4. Juli 1827 wurde der Erie Kanal zwischen Akron und Cleveland eröffnet, 1831 wurde der Kanal auf seiner gesamten Strecke eingeweiht. Damit war der Weg zu dem großen Handelszentrum an der Ostküste frei: nach New York. Dies und die erste Eisenbahnverbindung 1849 führten zu einem raschen Aufstieg der Stadt. Cleveland wurde ein wichtiges Zentrum der Schwerindustrie. 1868 wurde das erste Stahlwerk eingeweiht, 1870 gründete die Standard Oil Company mit ihrem Chef John D. Rockefeller (1839 - 1937) hier eine Erdölraffinerie. Erste Rückschläge ereilten Cleveland während der Wirtschaftskrise der frühen 30er Jahre. 1933 sind fast ein Drittel aller Einwohner arbeitslos. Doch noch einmal erholt sich die Wirtschaft der Stadt. 1950 erreicht die Einwohnerzahl gute 900.000 Bürger. Cleveland ist damit die fünftgrößte Stadt der USA. Die Veränderungen in der Seeschifffahrt begannen ab den frühen 60er Jahren, sich auf die Stadt auszuwirken. Die Stahl- und Ölexporte, die bisher über den Sankt-Lorenzstrom in die Atlantikhäfen gingen, wurden unwirtschaftlich. Dadurch konnten sich die Stahlwerke und die Schwerindustrie nicht mehr halten. Viele Firmen mussten schließen. Wer konnte wanderte in andere Städte ab. Cleveland verarmte. Aus dieser Zeit stammt auch der zynische Ausdruck, der bis heute oft als Synonym für die Stadt verwendet wird: "The mistake at the lake". Zusätzlich zur schlechten Wirtschaftslage begannen Rassenunruhen die Bürger zu verunsichern. Ein einwöchiger Aufstand 1966 führte zu Neuwahlen des Bürgermeisters, die 1967 mit Carl B. Stokes den ersten farbigen Bürgermeister einer amerikanischen Großstadt hervorbrachten. Doch den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt konnte auch er nicht beenden: am 15. Dezember 1978 muß sich Cleveland als erste Stadt nach der Wirtschaftsdepression der 30er Jahre für zahlungsunfähig erklären. Erst 1987 konnte dieser Schritt zurück genommen werden. Seit Mitte der 90er Jahre wird die Wirtschaft Clevelands umstrukturiert: von der Stadt der Schwerindustrie zu einer Stadt der Dienstleistungen und des Tourismus. Ein erster Schritt war die Gründung des Museums Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 1995. Weitere touristische Bauten und Veranstaltungen sollen helfen den Verfall der Stadt aufzuhalten. Erste Erfolge zeichnen sich ab, doch noch ist Clevelands Abstieg nur gebremst, nicht gestoppt.

Wirtschaft

Einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt ist die NASA, die seit 1941 ein Versuchs- und Entwicklungsgelände in Cleveland betreibt und heute 3.200 Arbeitsplätze bietet. Die Hälfte davon ist für Spezialisten wie Wissenschaftler und Ingenieure vorgesehen. Weitere wichtige Arbeitgeber sind der Hafen der Stadt und die verbliebenen Reste von Schwerindustrie, besonders von Stahlwerken, die unter anderem die Autoindutrie im - ebenfalls am Erie-See gelegenen - Detroit beliefern.

Bildungseinrichtungen

In Cleveland sind drei Universitäten angesiedelt: # John Carroll University, gegründet 1886 unter dem Namen St. Ignatius College. Die John Carroll University ist eine katholische Hochschule, die von den Jesuiten stark beeinflusst wurde. Im Jahr 2003 hatte sie mehr als 4.000 Studenten. # Die Cleveland State University wurde am 18. Dezember 1964 gegründet. Sie beherbergt ungefähr 15.000 Studenten und besitzt eine besonders große juristische Fakultät. # Die Case Western Reserve University wurde 1967 gegründet und unterrichtet heute etwa 9.500 Studenten in vielen Fachbereichen; darunter Medizin, Zahnmedizin, Sozialwissenschaften und eine Kunstfakultät. ([http://www.case.edu/ Case Western Reserve University])

Einwohnerentwicklung

1964 Cleveland begann mit sehr geringen Bevölkerungszahlen; im Jahre 1800, 4 Jahre nach der Gründung, wurden 7 Einwohner (und eine Schnapsbrennerei) verzeichnet. Die Bevölkerungszahl stieg danach schnell an; 1802 werden bereits 76 Einwohner über 21 Jahren gezählt. Um 1830 übersteigt die Bevölkerungszahl die 1000er-Grenze; nach der Eröffnung des Erie-Kanals explodiert die Bevölkerungszahl. Schon 1840 findet sich Cleveland unter den 50 größten Städten der USA, um 1900, mit fast 400.000 Einwohnern, ist Cleveland sogar die siebtgrößte Stadt des Landes. Um 1950 hat Cleveland seine höchste Population mit mehr als 914.000 Einwohnern. Seit diesem Höchststand ist die Einwohnerzahl Clevelands um etwa die Hälfte gesunken. Bis 1970 sank die Bevölkerungszahl auf 750.900; 1980 lag sie nur noch bei 573.800 Einwohnern. Die Volkszählung von 2000 verzeichnete 478.403 Bewohner. Zugleich mit der sinkenden Einwohnerzahl steigt der Anteil der farbigen Bevölkerung der Stadt: während er 1980 bei 41% lag verzeichnet die Zählung von 2000 einen Anteil von 51% Farbigen an der Stadtbevölkerung. Ursache ist die überporoportionale Abwanderung weißer Familien, nicht der absolute Anstieg der schwarzen Bevölkerung. Ursache des starken Bevölkerungsschwunds ist der Niedergang der Schwerindustrie und des Hafens (siehe Absatz Wirtschaft). Seit Anfang der 90er Jahre haben Strukturmaßnahmen und große Anstrengungen der Stadt den Verfall abschwächen, aber noch nicht rückgängig machen können. Bitte vergleichen Sie auch mit der (englischsprachigen) [http://ech.cwru.edu/timeline.html Seite der Case Western Reserve University].

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Als Stadt der Schwerindustrie hatte die klassische Kultur in Cleveland keinen leichten Stand. In den 1920er Jahren wurden die meisten Symphonieorchester, Theater und Bühnen geschlossen; nur das Naturkundemuseum kam hinzu. Erst als die Wirtschaft der Stadt durch den Verfall der Schwerindustrie und des Hafens umstrukturiert werden musste und touristische Maßnahmen in den Blick der Öffentlichkeit kamen wurden Institutionen wie die Oper (1976) und das Balett (1976) neu gegründet. In der 1931 eröffneten Severance Hall ist das Cleveland Orchestra beheimatet, eines der fünf großen klassischen Symphonieorchester der USA (Big Five). Seit 1995 ist Cleveland der Sitz der Rock and Roll Hall of Fame and Museum. [http://www.clevelandart.org/index.html The Cleveland Museum of Art]

Bauwerke

Jacobs Field, eines der großen Baseball-Stadien der USA mit 43.368 Zuschauerplätzen, wurde 1994 eröffnet und ist das Heimatstadion des Profi-Baseballclubs Cleveland Indians.

Söhne und Töchter der Stadt


- Käthe Papke, 1872 - 1951, deutsche Schriftstellerin
- Samuel Alderson,
- 1914, US-amerikanischer Erfinder
- Albert Ayler, Wegbereiter des Free Jazz
- Benny Bailey, US-amerikanischer Jazztrompeter
- Stephen R. Donaldson, Fantasy-Autor
- Donald Arthur Glaser, Physiker, Neurobiologe und Nobelpreisträger
- Joe Lovano (
- 1952), Jazz-Saxophonist
- Henry Mancini, 1924 - 1994, Komponist von Filmmusiken
- Paul Newman, geb. 1925, Filmschauspieler
- Roger Zelazny, 1932 - 1995, Fantasy-Schriftsteller
- Albert Ayler, 1936 - 1970, Jazzmusiker
- Dennis Kucinich, geb. 1946, US-Politiker
- Stephen R. Donaldson, geb. 1947, Science-Fiction Schriftsteller
- Madeline Manning, geb. 1948, Leichtathletin und Olympiasiegerin
- Jeffrey A. Carver, geb. 1949, Science-Fiction Schriftsteller
- Tracy Chapman, geb. 1964, Sängerin
- Halle Berry, geb. 1968, Filmschauspielerin

Siehe auch:


- Philipp Bickel

Weblinks


- [http://www.city.cleveland.oh.us/index1.html City Of Cleveland Home Page (engl.)]
- [http://www.travelcleveland.com/ Travel Cleveland (Touristik-Auskunft) (engl.)]
- [http://ech.cwru.edu/ The Encyclopedia Of Cleveland History (engl.)]
- [http://www.grc.nasa.gov/ NASA Glenn Research Center (engl.)]
- [http://www.fogas.org/ Bund deutsch-amerikanischer Vereine von Groß-Cleveland] Kategorie:Ort in Ohio Kategorie:Ort mit Seehafen ja:クリーブランド (オハイオ州) simple:Cleveland

Guinea

Guinea ist ein Staat in Westafrika, der an Guinea-Bissau, Senegal, Mali, Liberia, Sierra Leone, die Elfenbeinküste und den Atlantik grenzt. Seine Unabhängigkeit erlangte die ehemalige französische Kolonie am 2. Oktober 1958. Ruiniert wurde das Land in den letzten Jahrzehnten trotz seiner Bodenschätze vor allem durch kommunistische Experimente und die blutige Diktatur Sékou Tourés. Bedingt durch die Senilität des derzeitigen Präsidenten herrscht weitgehend Agonie in Politik und Gesellschaft.

Geographie

Guinea befindet sich in Westafrika zwischen 7° und 12° nördlicher Breite und 8° und 15° westlicher Länge. Insbesondere der Mittel- und Südostteil des Landes befinden sich auf der Oberguineaschwelle. Ein Teil davon ist das bis 1.537 m hohe Bergland von Futa Djalon in der westlichen Mitte des Landes. Der Mount Nimba, der sich im äußersten Südosten des Landes an der Grenze zur Elfenbeinküste befindet, ist mit 1.752 m der höchste Berg beider Staaten. Die Lebensräume variieren vom Regenwald im Hochland bis zum Savannen-Grasland. Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
- Conakry 1.871.185 Einwohner
- Nzérékoré 132.842 Einwohner
- Kindia 117.095 Einwohner
- Kankan 114.103 Einwohner Siehe auch: Liste der Städte in Guinea

Bevölkerung

Die in Guinea vorherrschende Religion ist der sunnitische Islam. Neben der Amtssprache Französisch werden Fulbe (Peulh, Fula), Malinke und Susu sowie weitere einheimische Sprachen gesprochen. Bevölkerung: 9.467.866 (2005) Alterstruktur:
- 0-14 Jahre: 44,4 %
- 15-64 Jahre: 52,4 %
- 65 Jahre und älter: 3,2 % Bevölkerungswachstum: 2,37 % (2004) Ethnische Gruppen: Ful (Felatta) 40 %, Malinke 30 %, Susu 20 %, kleinere ethnische Gruppen (Kissi, Toma, Baga) 10 % Religion: Muslime 88 %, Christen 5 %, traditionelle Religionen 7 %

Geschichte

Ab dem 18. Jahrhundert gab es im Fouta Djalon, im heutigen Mittelguinea, die Fulbe-Theokratie. Ab 1850 begannen systematische Kolonisierungsversuche durch Frankreich, die auf zum Teil heftigen Widerstand stießen, vor allem im heutigen Oberguinea unter der Führung von Samory Touré. 1892/1893 wurde das heutige Guinea als Teil Französisch-Westafrikas französische Kolonie. Am 2. Oktober 1958 entschied Guinea sich in einer Volksabstimmung als einzige französische Kolonie in Afrika für die vollständige Unabhängigkeit. Es folgte die Ausrufung der Ersten Republik mit Sékou Touré als Staatspräsidenten; es kam zum Bruch mit Frankreich. Im November 1958 nahm man diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland auf. Im November 1970 erfolgten die portugiesische Landung in Guinea und ein Umsturzversuch von Exilguineern, der jedoch scheiterte. Nach dem Tod Sekou Tourés am 26. März 1984 übernahm am 3. April 1984 der Oberst Lansana Conté die Macht, gestützt auf ein Militärkomitee. Es kam zur Proklamation der 2. Republik. Nach Ausbruch des Bürgerkriegs 1990 in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone kamen Tausende von Flüchtlingen nach Guinea; zeitweise bis zu 700.000. Noch heute (Stand 2004) sind es ca. 150.000. Am 19. Dezember 1993 wurde in der ersten demokratischen Präsidentschaftswahl General Lansana Contée als Präsident bestätigt. Es folgte die Ausrufung der 3. Republik im Januar 1994. In den darauf folgenden Jahren kam es zu Aufständen, die im Februar 1996 in die Niederschlagung einer Militärrevolte gipfelten. Am 18. Dezember 1998 wurde Präsident Lansana Contée mit 54 % der abgegebenen Stimmen für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt, wobei die Oppositionsparteien allerdings von massivem Wahlbetrug sprechen. Schon tags darauf werden mehrere Oppositionspolitiker verhaftet. Contée ernennt am 8. März 1999 den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Lamine Sidimè vom „Parti de l’unité et du progrès“ (PUP), zum neuen Regierungschef. Von September 2000 bis März 2001 wehrte man Angriffe sierraleonischer und liberianischer Rebellen auf das guineische Staatsgebiet ab. Im November 2001 wurden durch ein umstrittenes Referendum zur Verfassungsänderung, u. a. die rechtlichen Voraussetzungen für einen Verbleib von Staatspräsident Lansana Contée im Amt über 2003 hinaus geschaffen. Bei einem Gipfeltreffen der Staatspräsidenten von Guinea, Liberia und Sierra Leone in Rabat im Februar 2002, wurden Wege zur Beilegung des Regionalkonflikts erörtert. Im Juni 2002 endeten die von wichtigen Oppositionsparteien boykottierten, nicht demokratisch verlaufenen Parlamentswahlen mit einem klaren Sieg der Präsidentenpartei PUP.

Politik

Bildung

In Guinea herrscht eine Analphabetenquote von 70 %, die Einschulungsrate im Primärschulbereich liegt bei etwa 50 %, im Sekundärbereich bei 10 % und im Hochschulbereich bei 1 %. In Guinea gibt es zwei Universitäten, in der Hauptstadt Conakry und in Kankan, bei denen insgesamt etwa 6.000 Studenten eingeschrieben sind.

Verwaltung

Guinea wird inoffiziell in die Regionen Niederguinea, Oberguinea, Fouta Djalon und Waldguinea, offiziell aber in 33 Präfekturen und die Sonderzone Conakry eingeteilt. Die Präfekturen sind: Beyla, Boffa, Boké, Coyah, Dabola, Dalaba, Dinguiraye, Dubréka, Faranah, Forécariah, Fria, Gaoual, Guéckédou, Kankan, Kérouané, Kindia, Kissidougou, Koubia, Koundara, Kouroussa, Labé, Lélouma, Lola, Macenta, Mali, Mamou, Mandiana, Nzérékoré, Pita, Siguiri, Télimélé, Tougué und Yomou.

Wirtschaft

Guinea gehört zu den ärmsten und industriell am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. Einige Kennziffern der Wirtschaft Guineas:
- Anteil der Wirtschafstsektoren an der Gesamtwirtschaft
  - Landwirtschaft: 24 %
  - Industrie: 31 %
  - Dienstleistungen: 45 %
- Bruttosozialprodukt pro Kopf: 430 Euro
- Durchschnittl. Jahreseinkommen je Einwohner: 190 Euro
- Inflation: 3,5 %
- Bodenschätze in Guinea: Bauxit, Uran, Diamanten
- Wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse: Kaffee, tropische Früchte, Fisch, Holz

Kultur


-
Nationalfeiertag: 2. Oktober

Bekannte Personen aus Guinea


- Sékou Touré 1922-1984 (erster Präsident von Guinea)
- Sona Diabaté (Musikerin)
- Mory Kanté (Musiker)
- Famoudou Konaté und Mamady Keïta (bekannteste „Djembéfola“ - Meister der Djembetrommel - auch als Lehrer in Deutschland aktiv)
- Miriam Makeba (südafrikanische Exilantin, Musikerin)

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=54 Länderinformation des deutschen Auswärtigen Amtes]
- [http://www.guinee.gov.gn Website des Staatspräsidenten (französisch)] Kategorie:Staat ja:ギニア ko:기니 ms:Guinea


Islam

Der Islam ( islām Hingabe an Gott; al-islām der Islam) ist mit ca. 1,2 Milliarden Anhängern nach dem Christentum (ca. 2,0 Milliarden Anhänger) die zweitgrößte Religion der Welt. Seine Anhänger werden als Muslime oder (deutlich seltener und veraltet) als Mohammedaner bezeichnet; letzteres stößt indes als Fremdbezeichnung unter den meisten Muslimen auf Ablehnung, da die Muslime nicht - wie das Wort suggeriert - Mohammed, sondern einzig den einen Gott anbeten. Vor allem in älterer Literatur werden Muslime häufig mit der persischen Variante des arabischen Wortes als Moslems bezeichnet. Der Islam ist eine monotheistische Religion, die sich streng vom Polytheismus und auch von der christlichen Vorstellung von Inkarnation und Trinität abgrenzt. Er gründet sich auf den Koran, der für Muslime das unverfälschte Wort Gottes ist. Zweite Erkenntnisquelle sind die Worte und Handlungen (Sunna) des Propheten Mohammed.

Die Entstehung des Islam

Mohammed]] Der Religionsstifter Mohammed (: der Vielgelobte) wurde um 570 als Sohn eines Händlers in Mekka im heutigen Saudi-Arabien geboren. Nach der Überlieferung soll ihm 610 der Erzengel Gabriel erschienen sein, und ihm die ersten Verse (Ayāt) des Korans übermittelt haben. Im Verlauf der folgenden 23 Jahre soll ihm dann Vers für Vers davon offenbart worden sein. Der Islam begreift sich als Fortsetzung göttlicher Offenbarung. Deshalb sehen sich Muslime in der Kontinuität von Judentum und dem Christentum. Mohammed wird deshalb auch als das „Siegel der Propheten“ bezeichnet. In diesem Sinne werden im Islam auch alle vorher von Gott gesandten Propheten, die in der Bibel genannt werden, als eigene Propheten verstanden. Es gibt aber Abweichungen: So ist nach islamischem Glauben Jesus ein Prophet, der jedoch weder am Kreuz starb noch auferstand. Einige Personen, die im Juden- bzw. Christentum nicht als Propheten gesehen werden, werden im Islam als solche verehrt, zum Beispiel Adam.

Grundlagen des Islam

Die fünf Säulen

Die Grundsätze des Islam, die fünf Säulen, die zu erfüllen jeder Muslim verpflichtet ist, sind:
- Das Glaubensbekenntnis Schahada (): Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer (dem einzigen) Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes. (s.o.) Die Schiiten fügen in der Regel noch den Satz hinzu: und Ali ist der Freund Gottes. Gemeint ist hier Ali ibn Abi Talib. Im Sufismus (islamische Mystik) wird der erste Teil der Schahada auch interpretiert mit: Ich bekenne, dass es nichts außer Gott gibt bzw. Es gibt nichts. Es gibt nur den Einen (die Einheit). Das Aussprechen der Schahada in ehrlicher Absicht (niya) reicht aus, um Muslim zu werden. Sie ist auch das erste, was einem Neugeborenem ins Ohr geflüstert wird, und der letzte Gruß an einen Sterbenden. In der heutigen islamischen Kultur, verliert ein Moslem, der den Islam verläßt, häufig seine familiären und gesellschaftlichen Bindungen, seine Rechte und Erbansprüche. In der Rechtstheorie, in einigen Ländern auch in der Rechtspraxis, wird das Abfallen vom Islam mit dem Tode bestraft.(Siehe: ridda)
- Das Gebet Salat () ist religiöse Pflicht. Es wird zu festgelegten Zeiten verrichtet, zu denen der Muezzin ruft: in der Morgendämmerung, mittags, nachmittags, abends und nach Einbruch der Nacht. Zuvor erfolgt die rituelle Reinigung (arabisch: "wudu'" ;persisch: "âbdast") mit reinem Wasser. Sollte dieses nicht in ausreichender Menge zu Verfügung stehen oder als Trinkreserve benötigt werden, wird symbolisch Sand oder Staub verwendet (tayammum). Das Zusammenlegen oder Nachholen von Gebeten ist unter bestimmten Bedingungen gestattet, z. B. auf Reisen. Am Freitag muss das Mittagsgebet (Freitagsgebet) in der Gemeinschaft (das Gebet in der Moschee ist nicht Pflicht, zwingend ist für das Freitagsgebet die Gemeinschaft) stattfinden, dann (oder davor) wird auch gepredigt (Khutba). Viele Muslime beten aber auch sonst möglichst in der Moschee. Die Teilnahme am Freitagsgebet ist Pflicht für alle männlichen erwachsenen Muslime.
- Die Almosensteuer Zakat (). Die Erträge werden für Bedürftige, Kranke, Befreiung Gefangener, den Dschihad oder zum Aufbau religiöser Schulen verwendet. Die Höhe variiert je nach Einkunftsart (Handel, Viehzucht, Anbau) zwischen 2,5-10% ebenso wie die Besteuerungsgrundlage (Einkommen oder Gesamtvermögen). Zakat stellt eine der drei nach islamischem Recht erlaubten Steuerformen dar; die anderen beiden sind die Grundsteuer (Charadsch) und die Kopfsteuer (Dschizya), die von Nichtmuslimen in islamischen Gesellschaften als Gegenleistung für ihre Duldung (siehe: Dhimmi) verlangt wird. Die Zakat ist eine fromme Handlung und religiöse Pflicht des Muslims und kann somit nur Muslimen zu Gute kommen.
- Das Fasten Saum (). Im Monat Ramadan, der sich jedes Jahr um 10 Tage verschiebt, wird von Beginn der Morgendämmerung - wenn man einen „weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden“ kann (Koran 2:187) - bis zum vollendeten Sonnenuntergang gefastet, nichts gegessen, nichts getrunken, nicht geraucht, kein ehelicher Verkehr und manche andere Enthaltsamkeit im Verhalten geübt. Das Fasten wird nicht aus gesundheitlichen Gründen befolgt, sondern um Gottes Befehl während des Tages zu genügen. Insofern ist das oft praktizierte ausgiebige Fastenbrechen bei Nacht zwar nicht unbedingt ideal, verletzt jedoch auch nicht die religiöse Pflicht. Oft bricht man das Fasten mit einer Dattel und einem Glas Milch, nach Vorbild des Propheten. Der Fastenmonat wird mit dem Fest des Fastenbrechens ('Īd al-fitr) beendet.
- Die Pilgerfahrt Haddsch (). Einmal in seinem Leben soll der Muslim die Pilgerfahrt nach Mekka antreten. Sie findet im letzten Mondmonat statt, und wird dann zur Pflicht für ihn, wenn er dazu in der Lage ist. Entscheidend dafür ob die Pilgerfahrt zur Pflicht wird, sind unter anderem seine finanziellen und gesundheitlichen Lebensumstände.Die Einschränkung der ritualrechtlichten Pflicht der Pilgerfahrt ist in Sure 3, Vers 97 begründet: :::"...und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus (d.i. die Kaaba von Mekka) zu machen - soweit sie dazu eine Möglichkeit finden ". Die Interpretation des hier verwendeten Ausdruckes "Möglichkeit finden" erfolgt in einem Prophetenspruch (Hadith), dessen Isnad allerdings als "schwach" eingestuft ist. Demnach ist der Besitz von Reiseproviant und Reittier (arabisch: al-zâd wa-'l-râhila) die Grundvoraussetzung für die Erfüllung dieser rituellen Pflicht. Die Pilger müssen nach ihrer Ankunft in Mekka u.a. die Kaaba sieben Mal umkreisen, auf dem Hügel Arafat verweilen, zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa laufen - damit vollziehen sie den Durst von Hagar und Ismael auf der Suche nach Wasser in der Wüste nach (vgl. 1. Mose 21, 9-21) -, Opferschafe schlachten und den Satan rituell steinigen.

Glaubensgrundsätze

Im Islam gibt es sechs Glaubensartikel, nämlich den Glauben an:
- Gott (Allah)
- seine Engel
- seine Offenbarung (heilige Bücher: Tora, die Evangelien, den Koran etc.)
- seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam, Abraham, Moses, Jesus und zuletzt Mohammed
- den Tag des jüngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines Tages für seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Höllenfeuer bestraft bzw. mit dem Paradies belohnt
- die göttliche Vorsehung. Erwähnt werden diese Glaubensartikel sowohl im Koran (z.B. in an-Nisā'(4):136: :::Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (früher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt. Auch in Hadithen wie folgendem Ausspruch des Mohammed heißt es: :::Der Glaube besteht darin, dass du an Gott glaubst und an seine Engel, an seine Bücher, an seine Propheten und an den Jüngsten Tag, sowie an die göttliche Vorsehung des Guten und des Bösen. Die genaue Liste der Glaubensartikel varriiert leicht zwischen den Rechtsschulen und gelegentlich sogar zwischen einzelnen Gelehrten. Das Glaubenskonzept der Schia ist praktisch identisch und wird nur durch einige Punkte erweitert, die z.B. die Verehrung der Imame betreffen. Lediglich die Ismaeliten weichen durch ihre monistischen Vorstellungen vom Wesen der Engel und des Prophetentums deutlicher davon ab. Nach muslimischem Verständnis sandte Allah den Koran durch den Erzengel Gabriel als „göttliches Zeichen“ an Mohammed, zur Verkündigung an die Menschen. Die „göttlichen Zeichen“ seien für jeden Menschen erkennbar, sofern er „vernünftig“ überlege. Um den Koran zu verstehen, müsse der Mensch sich von seinen „schlechten Eigenschaften“ und seinen „falschen Ideen“ befreien, damit sein Geist sich durchsetze. Dies erreiche man durch ständige Selbstüberwindung und den Kampf gegen die Ungerechtigkeit in der Welt. Die Menschen sollten „Stellvertreter Allahs auf Erden“ sein, indem sie verantwortlich handelten und für Gerechtigkeit einträten. Der Islam ist eine ausgeprägt monotheistische Religion. Die christliche Vorstellung der Dreifaltigkeit wird missverstanden und daher ausdrücklich als im Ansatz polytheistisch abgelehnt, ebenso jede Personifizierung oder gar bildliche Darstellung Gottes. Gott wird durch seine 99 wundervollen Namen beschrieben, die nur ihm alleine zustehen. Die Menschen können über Gott nur wissen, was er ihnen selbst in seiner Gnade offenbart hat, da es die menschliche Vorstellungskraft weit überschreitet, sich direkt ein Bild von Gott zu machen. Anders als Jesus Christus im Christentum ist Mohammed ein sterblicher Mensch, der jedoch von Gott als ein Prophet auserwählt wurde, um den Menschen die Wahrheit zu verkünden. Schon vor ihm habe eine Vielzahl anderer Propheten der Menschheit die göttliche Botschaft überbracht, jedoch sei diese immer wieder verfälscht worden, so dass der Koran die einzige wirklich verlässliche Quelle sei. Unter diesen Propheten finden sich sämtliche Propheten, die in der Bibel genannt werden, einschließlich Jesus (arabisch Isa). Außer ihm werden auch Abraham (Ibrahim), Moses (Musa) und Josef (Yusuf) im Koran erwähnt. Der Mensch ist im Islam nicht an die Vermittlung durch eine Institution gebunden, sondern jedes Individuum kann sich durch seine guten Taten und seine "Gottesfurcht" direkt einen Platz im Himmel verdienen – allerdings nur für sich selbst, nicht für andere. Somit wird die Eigenverantwortung jedes Einzelnen betont. Im Volksislam wird dieses Prinzip durch die Heiligenverehrung etwas aufgeweicht. Neben der Eigenverantwortung steht die Verantwortung für andere: Jeder Muslim ist verpflichtet, zu „gebieten, was recht ist“ und zu „verbieten, was verwerflich ist“ (amr bi-l-ma'rūf wa nahy ani l-munkar ) (mehrfach im Koran, z. B. in Sure 7, Vers 157). Dieser Grundsatz hat, durch den resultierenden Gruppendruck gegen „verwerfliches“ Verhalten, in der islamischen Geschichte zum einen die Gemeinschaft gestärkt, aber auch dafür gesorgt, dass der berühmte Vers „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ in der Praxis nie wirklich relevant wurde. Siehe hierzu auch Hisba. Wer im Islam ehrliche Reue zeigt, kann immer zu Gott zurückfinden. Andererseits strebt der Islam auch auf Erden einen "Idealzustand" an. Dabei sollte man vielleicht eher von einem Zustand sprechen, der unter Berücksichtigung der Mängel und Unvollständigkeiten der Menschen möglichst nahe an den Idealzustand herankommt. Nach der Überlieferung war die frühislamische Gesellschaft ein solcher „Idealzustand“. Der wesentliche Unterschied zwischen „Fundamentalisten“ und „gemäßigten Muslimen“ besteht darin, dass erstere den damaligen Zustand als für alle Zeiten vorbildhaft betrachten. Gemäßigte Muslime glauben zwar auch, dass es die unter den damaligen Umständen in einer Gesellschaft von Wüstenomaden bestmögliche Annäherung war, betonen aber, dass die zu Grunde liegenden Ziele unter geänderten Bedingungen auch auf veränderte Weise angestrebt werden sollen.

Der Dschihad

Der Dschihad (arab. »sich bemühen, sich anstrengen, kämpfen«) ist ein wichtiges Glaubensprinzip. Seine Bedeutung im Islam ist so groß, dass zeitweise diskutiert wurde, ob der Dschihad als sechste „Säule des Islam“ gerechnet werden sollte. Das „Bemühen auf dem Wege Gottes“ umfasst die eigene spirituelle und moralische Verbesserung, die Verbesserung des Gemeinwesens bzw. seiner Mitbrüder, und auch die Verteidigung des Glaubens mit der Waffe. Manche Muslime deuten Dschihad als Feldzug gegen ‚Ungläubige‘, also Nichtmuslime. In der Praxis sind damit oft die westlichen Industrieländer gemeint. Diese Interpretation wird zum Beispiel von Al-Qaida unter Osama bin Laden vertreten, jedoch von den einschlägigen Gelehrten des Islams und der breiten Basis abgelehnt.

Die Scharia

Unter Scharia (arab. »der Weg zur Wasserstelle«) versteht man das islamische Recht, d.h. die Gesamtheit von religiösen Regeln und Pflichten der Muslime (Gebet, Reinigung, Fasten, etc.) zum einen, und die Regelungen zwischenmenschlicher Beziehungen (Ehe- Kauf- Vertragsrecht usw.), ferner das Strafrecht (hudùd / 'uqùbât), aber auch das Kriegsrecht (siyar), d.h. die Regelung der Beziehungen zu der nichtmuslimischen Welt zum anderen. Im Sufismus (islamische Mystik) hat die Scharia den Stellenwert der Basis für den Weg des Gottessuchenden. Weitere Stationen sind in der Reihenfolge: Tariqa (der mystische Weg), Haqiqa (Wahrheit) und Ma'rifa (Erkenntnis).

Richtungen

Sunniten

Der Islam ist in mehrere Richtungen gespalten. Die Sunniten bilden mit etwa 90% die zahlenmäßig größte Gruppierung. Sie unterteilen sich wiederum in die sunnitischen Rechtsschulen der Hanafiten, Malikiten, Hanbaliten und Schafiiten.

Wahhabiten

Der Wahhabismus ist eine äußerst strenge Auslegung der hanbalitischen Rechtsschule der Sunniten, zum Zeitpunkt seiner Entstehung auch eine politische Strömung.

Schiiten

Die Schiiten sind die zweite große Richtung. Deren Hauptrichtung sind die so genannten Imamiten oder Zwölferschia, die vor allem im Iran, Irak, Aserbaidschan, Bahrain und dem Libanon weit verbreitet sind. Weiter gibt es die Anhänger der Siebenerschia (Ismailiten), die vorwiegend auf dem indischen Subkontinent (Mumbai, Karatschi und Nordpakistan) sowie in Afghanistan und Tadschikistan leben. Die Zaiditen oder Fünferschia finden sich heute nur noch im Jemen.

Charidschiten

Die Charidschiten sind heute die kleinste Richtung des Islams, die heute noch bestehde Untergruppierung heißt Ibaditen. Sie leben vor allem in Südalgerien (Mzab), auf der tunesischen Insel Djerba und in Oman.

Sufismus

Wie fast alle Religionen bzw. religiöse Richtungen besitzt auch der Islam einen inneren (esoterischen) und einen äußeren (exoterischen) Aspekt. Die mystische innere Dimension des Islam ist der Sufismus (arabisch tasawwuf ). Der innere Aspekt wird auch Tariqa, der äußere Schari'a genannt. Nach Auffassung der Sufis gehören diese beiden Aspekte untrennbar zusammen, als Beispiel dient das Symbol einer Öllampe: Die Flamme der Lampe steht für Tariqa, also für die Essenz der Religion, die ohne das schützende Glas beim ersten Windhauch erlöschen würde. Das Glas, also die Hülle, steht für Schari'a, aber ohne eine Flamme hätte das Glas alleine als Lampe keinen Sinn. Von puritanischen Gruppen wie den Wahhabiten werden die Sufis oft als Ketzer bezeichnet und deswegen abgelehnt.

Weitere Gruppen

Weitere Gruppen sind die Aleviten und die Ahmadiyya. Aus dem schiitischen Islam haben sich auch die eigenständigen Religionen der Drusen, der Jesiden, des Babismus und die Religion der Baha'i entwickelt.

Geschichte

Die politische Geschichte des Islam und des Kalifats wird in eigenen Artikeln behandelt. Eine Herrscherliste bietet die Liste der Kalifen.

Gegenwart

Liste der Kalifen]] Heute ist der Islam in vielen Ländern des Nahen Ostens, Nordafrikas, Zentral- und Südostasiens verbreitet. Hauptverbreitungsgebiet ist dabei der Trockengürtel, der sich von der Sahara im Westen über den Nahen Osten und den Kaukasus bis nach Zentralasien im Osten zieht. Das bevölkerungsreichste muslimische Land ist Indonesien. Muslimisch geprägte Länder in Europa sind Bosnien und Herzegowina, der europäische Teil der Türkei und Albanien. Viele weitere Länder haben muslimische Minderheiten. Die Anhängerzahl des Islam wird auf zwischen 900 Millionen und 1,4 Milliarden geschätzt.

Islamische Konferenz

Die islamischen Länder sind in der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) organisiert, der auch einige Staaten mit größeren muslimischen Minderheiten angehören.

Umsetzung der Scharia

Seit der Kairiner Deklaration 1990 soll die Scharia wieder Basis der Gesetzgebung in allen islamischen Ländern sein. Die praktische Umsetzung ist jedoch sehr unterschiedlich. in Tunesien beschränkt sich die Umsetzung nur auf das Zivilrecht, in Saudi-Arabien und Sudan hingegen kommt sie vollständig zur Geltung. In der Türkei wird die Scharia in der Rechtssprechung überhaupt nicht praktiziert. Allerdings sieht die soziale Realität in Teilen der Gesellschaft anders aus. So existiert z.B. die offiziell nicht anerkannte islamische Ehe. Zuweilen gilt die Scharia nur in islamisch dominierten Landesteilen (Nigeria). Besonders drakonische Strafen (Amputation, Steinigung), die oft international kritisiert werden, finden in relativ wenigen islamischen Ländern Anwendung und werden auch innerhalb des Islams teilweise kritisiert, weil dabei meist die in der Scharia vorgeschriebenen strengen Schutzbedingungen für Angeklagte außer Acht gelassen werden, so zum Beispiel die Pflicht, mindestens vier erwachsene männliche Muslime als Zeugen vorzuführen, welche die Tat selbst mit eigenen Augen gesehen haben. Es gibt allerdings hier eine Grauzone, z. B. bei sogenannten «Ehrendelikten» (beispielsweise Tötungen wegen Ehebruchs). Selbst in der laizistischen Türkei konnte bis vor kurzem noch bei solchen Delikten mit mildernden Umständen gerechnet werden. Erst