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Apollo 6

Apollo 6

Apollo 6 war der letzte unbemannte Testflug einer Saturn-Rakete im Rahmen des Apollo-Projekts. Zum zweiten Mal wurde die dreistufige Saturn V eingesetzt, die als Nutzlast nun sowohl das Apollo-Raumschiff wie auch eine Mondlandefähre mit sich führte, die gleiche Konfiguration, wie sie auch für den Flug zum Mond vorgesehen war. Der Start erfolgte am 4. April 1968 um 12.00 Uhr UT ab Cape Canaveral, Florida. Er verlief jedoch nicht reibungslos, heftige Vibrationen belasteten die Konstruktion, während die erste Stufe brannte. Nach der Trennung traten dann Probleme mit der zweiten Stufe auf. Zwei der Triebwerke schalteten zu früh ab, worauf die Brenndauer der restlichen Triebwerke um 58 Sekunden verlängert werden musste. Durch die Vibrationen waren einige Versorgungsleitungen gerissen. Auch die dritte Stufe musste deshalb länger brennen. Anstatt in einer kreisförmigen Umlaufbahn von 160 km Höhe über der Erdoberfläche war Apollo 6 nun in einem elliptischen Orbit mit 167 km Perigäum und 367 km Apogäum. Nach zwei Erdumkreisungen sollte die dritte Stufe ein zweites Mal gezündet werden, um den Einschuss in eine Bahn zum Mond zu simulieren, was aber nicht gelang. Hier musste das Haupttriebwerk des Apollo-Raumschiffs kompensieren, um die geplante Höhe von 22.000 km zu erreichen. Durch die längere Brenndauer des Triebwerks des Service-Modules musste der Test des Hitzeschildes ausfallen. Die Kapsel konnte wegen Treibstoffmangels nicht auf die erforderliche Geschwindigkeit gebracht werden. Die Kapsel wasserte am gleichen Tag um 22.23 Uhr UT in etwa 80 km Entfernung zum Bergungsschiff USS Okinawa wieder im Pazifik und wurde letztlich von ihr geborgen.

Weblinks


- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/database/MasterCatalog?sc=1968-025A Missionsübersicht] (engl.)
- [http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-6/apollo-6.html Missionsübersicht] (engl.) Apollo 06

Apollo-Projekt

Im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Projekts der NASA sollte ein Mensch auf dem Mond landen und unversehrt wieder auf die Erde zurückgebracht werden. Die bemannte Mondlandung wurde sowohl von den USA als auch der UdSSR angestrebt, allerdings nur von ersteren erreicht. Die Mondlandung bildete den Höhepunkt des Wettlaufs ins All.

Planung

Der eigentliche NASA-Plan sah sieben Missionen bis zur ersten bemannten Mondlandung vor. Dies waren die Missionen A bis G.
- Mission A: Unbemannter Test der Saturn V und des Apollo-Raumschiffs in einer Erdumlaufbahn (zweimal durchgeführt mit Apollo 4 und Apollo 6).
- Mission B: Unbemannter Test der Landefähre (LM) (durchgeführt mit Apollo 5).
- Mission C: Bemannter Test der Apollo-Kapsel im Erdorbit (durchgeführt mit Apollo 7).
- Mission D: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdnahen Orbit (ursprünglich als Apollo 8 vorgesehen, als Apollo 9 neu nummeriert, weil ein Mondflug (Mission C') als Apollo 8 eingeschoben wurde).
- Mission E: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdfernen Orbit (Mission wurde gestrichen, Mannschaft übernahm die Mission C').
- Mission F: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem Mondorbit (durchgeführt mit Apollo 10).
- Mission G: Erste Landung auf dem Mond (durchgeführt mit Apollo 11). Die mit Apollo 8 durchgeführte erste Mondumkreisung, Weihnachten 1968, war von der NASA eigentlich nicht vorgesehen und mit der Bezeichnung Mission C' zwischen die Missionen C und D eingeschoben. Zusätzlich wurden die Missionen H, I und J geplant:
- Mission H: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 12. Apollo 13 nicht erfolgreich).
- Mission I: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 14, eine weitere Mission wurde gestrichen).
- Mission J: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten und dem Mondrover (durchgeführt mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17).

Wettlauf der Systeme

Durch den Start des Sputniks im Jahre 1957, die erste unbemannte harte Mondlandung 1959 durch Lunik-2 und den ersten bemannten Raumflug von Juri Gagarin 1961 war die Sowjetunion zu Beginn des Raumfahrtzeitalters zur führenden Raumfahrtnation aufgestiegen. Die US-Amerikaner suchten nach einem Gebiet der Raumfahrt, auf dem sie die Sowjetunion schlagen könnten. Die bemannte Mondlandung wurde dafür als geeignet angesehen. Am 25. Mai 1961, nur eineinhalb Monate nach dem Start von Juri Gagarin, hielt Präsident John F. Kennedy vor dem amerikanischen Kongress seine berühmte Rede, in der er das Ziel vorgab, noch im gleichen Jahrzehnt einen Menschen zum Mond und wieder zurückbringen zu lassen. Mit den folgenden Worten fiel der Startschuss für das Apollo-Projekt: :I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth. No single space project in this period will be more impressive to mankind, or more important for the long-range exploration of space; and none will be so difficult or expensive to accomplish. :(Ich glaube, dass dieses Land sich dem Ziel widmen sollte, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn wieder sicher zur Erde zurück zu bringen. Kein einziges Weltraumprojekt wird in dieser Zeitspanne die Menschheit mehr beeindrucken, oder wichtiger für die Erforschung des entfernteren Weltraums sein; und keines wird so schwierig oder kostspielig zu erreichen sein.) [http://spaceflight.nasa.gov/history/shuttle-mir/multimedia/video/v-003.mpg Videoausschnitt der Rede Kennedys] Obwohl ursprünglich noch weitere Starts geplant waren, wurde das Apollo-Projekt nach der sechsten erfolgreichen Mondlandung von Apollo 17 beendet. Für den bemannten Mondflug wurde die bis heute größte Rakete entwickelt. Sie erhielt den Namen Saturn V. Maßgeblichen Anteil an ihrer Entwicklung hatte der deutsch-amerikanische Raketenbauer Wernher von Braun, dessen Team die erste Stufe mit den gewaltigen F-1 Triebwerken entwickelte. Alle Starts dieser Rakete waren trotz ihrer großen Leistung und Komplexität erfolgreich, was durchaus beachtenswert ist, da die meisten übrigen Raketensysteme auch Fehlstarts zu verzeichnen haben. Als Vorbereitung auf die Mondlandung lief parallel zum Apollo-Projekt das Gemini-Projekt, mit dem Erfahrungen zu Rendezvous-Manövern im Weltall gesammelt werden sollten. Am 27. Januar 1967 erlitt das Apollo-Projekt einen schweren Rückschlag. Bei Bodentests verbrannten die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee in ihrer Kapsel. Die Rakete war während dieser Tests nicht betankt. Die Kapsel war aber nicht mit gewöhnlicher Luft, sondern mit Sauerstoff bei vollem atmosphärischen Druck gefüllt. Dadurch wurde binnen weniger als einer Minute aus einem kleinen elektrischen Funken ein Feuer, das die Astronauten tötete. Umfangreiche Änderungen an der Mondkapsel waren die Folge. Dem Test wurde nachträglich die Bezeichnung Apollo 1 verliehen. Trotzdem konnte mit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 am 20. Juli 1969 das Ziel Kennedys termingerecht erreicht werden. Zeitgleich zum Apollo-Projekt arbeitete die Sowjetunion an einem umfangreichen Programm, das ebenfalls mit der Landung eines Menschen auf dem Mond enden sollte. Im Rahmen des Zond-Programms wurden modifizierte Sojus-Raumschiffe unbemannt zum Mond gestartet und nach einem Mondumlauf wieder zur Erde gebracht. Dies diente dem Test des Raumschiffs, das für einen bemannten Mondflug gedacht war. Die Zond-5 Kapsel umkreiste im September 1968 den Mond, kam jedoch bei der Rückkehr vom Kurs ab und wurde bei der Landung über dem Indischen Ozean gesprengt. Im Oktober 1970 wurde das Testprogramm mit Zond-8 beendet, von allen gestarteten Raumschiffen konnte nur Zond-7 erfolgreich zur Erde zurückkehren. Parallel arbeitete die Sowjetunion auch an einer Mondlandemission, die ähnlich dem Apollo mit einer superschweren Rakete gestartet werden sollte. Dafür wurde die N1-Rakete entwickelt, die jedoch bei allen vier Teststarts, die von 1969 bis 1972 erfolgten, versagte. Daraufhin und angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner bereits erfolgreich auf dem Mond gelandet sind, gab die Sowjetunion das bemannte Mondprogramm auf und leugnete auch, jemals eins gehabt zu haben. Erst Anfang der 1990ern sind Informationen über dieses Programm und die N1-Rakete an die Öffentlichkeit gekommen. Für weitere Einzelheiten siehe den Hauptartikel Sowjetisches Mondprogramm.

Die Mondlandung(en)

Im Rahmen des Apollo-Programms wurden insgesamt sechs Mondlandungen durchgeführt. Harrison H. Schmitt - Mondfährenpilot von Apollo 17 - stellte als bislang letzter Mensch am 12. Dezember 1972 seinen Fuß auf den Mondboden. Eugene Cernan - Kommandant von Apollo 17 - ist bislang der letzte Mensch, der auf dem Mond war, indem er als letzter in die Mondfähre einstieg. Im Rahmen der Mission Apollo 11 landeten am 20. Juli 1969 um 21:17 Uhr (MEZ) die ersten beiden Menschen, Neil Armstrong und Edwin E. "Buzz" Aldrin auf dem Mond. Sechs Stunden später, am 21. Juli um 03:56:20 Uhr MEZ, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Dabei sprach er den berühmt gewordenen Satz: Zitat: That's one small step for man, [but] one giant leap for mankind. ()
(deutsch: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.") :Das 'a' vor 'man' wurde in späteren Texten hinzugefügt, um den Sinn zu erhalten. Im Funkverkehr war es nicht zu hören gewesen. Armstrong wurde später danach befragt, ob er es tatsächlich nicht gesagt habe, aber er konnte sich nicht mehr daran erinnern. Daher bleibt es ungeklärt, ob es durch Störungen im Funkverkehr verloren gegangen ist, oder ob Armstrong dies tatsächlich so gesagt hat. Der dritte Astronaut, Michael Collins, umkreiste im Apollo-Mutterschiff den Erdtrabanten bis zur Rückkehr der Landeeinheit Eagle.

Die "erfolgreiche" Odyssee von Apollo 13

Als Routineflug gestartet, und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, starteten mit der Mission Apollo 13 am 11. April 1970 James A. Lovell, John L. Swigert und Fred W. Haise. Erst als auf dem Weg zum Mond ein Sauerstofftank explodierte und damit das Leben der drei Insassen des Apollo-Raumschiffs stark gefährdet war, wurde die gesamte Weltöffentlichkeit auf die Mission aufmerksam. Die Astronauten mussten auf die Mondlandung verzichten und konnten sich dadurch retten, dass sie das Lunar Module als "Rettungsboot" zweckentfremdeten. Der einzige Weg zurück zur Erde führte jedoch zuerst zum Mond, bei dem durch ein Swing-by Manöver das Raumschiff wieder Richtung Erde beschleunigt wurde. Nach Absprengen des Servicemodules kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wurde erst das gesamte Ausmaß der Havarie deutlich; man geht davon aus, dass der Sauerstofftank der Brennstoffzellen explodiert war. Trotz der gescheiterten Mondlandung wird Apollo 13 dennoch als Erfolg gewertet, weil es erstmals gelungen war, Astronauten aus einer katastrophalen Raumnotlage lebend zur Erde zurückzubringen. Nach für die Astronauten und die Bodenmannschaften sehr anstrengenden fünf Tagen gelang (nach einer Mondumrundung ohne Landung) am 17. April 1970 die Landung im Pazifik. Die Geschichte von Apollo 13 wurde verfilmt.

Typischer Apollo-Missionsverlauf


- Start in Cape Canaveral
- Abtrennung der 1. Stufe in ca. 56 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 10.000 km/h - Mach 8)
- Zündung der 2. Stufe in der hohen Stratosphäre und kurz darauf Abtrennung des Rettungsturms
- Abtrennung der 2. Stufe in ca. 185 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 24.000 km/h)
- Zündung der 3. Stufe, Einschwenken in eine nahe Erdumlaufbahn (Geschwindigkeit ca. 28.000 km/h), Abschalten der 3. Stufe
- Neuzündung der 3. Stufe, (TLI - Trans Lunar Injection) Ausdehnung des Orbits bis zum Mond (im Gegensatz zu einer häufigen Annahme keine Überschreitung der Fluchtgeschwindigkeit und Erdflucht (Apollo 8 erreichte 10,822 km/s - ca. 39.000 km/h [http://history.nasa.gov/ap08fj/02earth_orbit_tli.htm]) - auch auf dem Mond befindet man sich immer noch in einem Erdorbit).
- Abwurf des Stufenadapters, Trennung des Mutterschiffes von der 3. Stufe, Ankoppeln und Herausziehen des Lunar Module (Mondlandefähre) aus seiner Parkbucht, Flug zum Mond
- Zündung des Triebwerkes des Service-Modules (LOI - Lunar Orbit Insertion), Einschwenken in den Mondorbit
- Umstieg von 2 Astronauten in das Lunar Module, 1 Astronaut bleibt als Pilot im Mutterschiff zurück
- Abkoppeln des Lunar Moduls, Zündung des Landetriebwerks, Abstieg zur Mondoberfläche und Landung
- Durchführen diverser EVAs (Extra Vehicular Activity) durch die Astronauten
- Rückstart von der Mondoberfläche, Aufstieg in den Mondorbit. Die Landestufe bleibt zurück
- Ankoppeln an das Mutterschiff, Umstieg der Astronauten, Abwurf der LM-Aufstiegsstufe
- Zündung des Triebwerkes des Service Modules, (TEI - Trans Earth Injection) Verlassen des Mondorbits und Rückkehr zur Erde
- EVA zum Bergen der Filme aus dem Service Modul
- Abwurf des Service Modules, Ausrichten der Apollo-Kapsel für den Wiedereintritt
- Auslösen der Hauptfallschirme, Wasserung im Landegebiet
- Bergung durch einen Flugzeugträger

Apollo-Missionen

Kurz nach der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 veröffentlichte die NASA die weitere Planung, die bis Ende 1972 neun weitere Apolloflüge vorsah. Doch bereits im Januar 1970, noch vor der Verzögerung durch die Panne von Apollo 13, wurde Apollo 20 aus Kostengründen gestrichen. Im September 1970 folgten Apollo 15 und Apollo 19, die verbleibenden Flüge Apollo 16, Apollo 17 und Apollo 18 wurden mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 neu nummeriert. Die nach dem Abschluss der Mondflüge noch vorhandenen Apollokapseln und Saturnraketen wurden für das Skylab-Projekt 1973/74 und das Apollo-Sojus-Projekt 1975 verwendet.

Mondlandungslüge

Wie bei fast allen Ereignissen von so großer Tragweite, sind auch die Mondlandungen das Objekt zahlreicher Verschwörungstheorien. Von den meisten Anhängern dieser Theorien wird bezweifelt, dass es überhaupt zu einer Mondlandung in den Jahren 1969 bis 1972 gekommen ist. Vielfach wird in diesem Falle von einer Mondlandungslüge oder einer Mondlandungs-NASA-Verschwörung gesprochen.

Literatur

Die Texte sind englischsprachig. Deutschsprachige Literatur ist entsprechend gekennzeichnet.

Apollo-Mission-Reports


- Robert Godwin, Apollo 11 with DVD, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522858
- Robert Godwin, Apollo 17: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522599 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 16: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522580 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 15: The NASA Mission Reports, Volume One, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522572 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 14: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522564 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 13: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522556 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 12: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522548 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 11: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522491 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 10: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522688 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 9: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522513 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 8: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522661 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 7: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522645 (Buch & CD)

Allgemein


- Andrew Chaikin, A Man on the Moon, Penguin Books 1995, ISBN 0140272011
- David M. Harland, Exploring the Moon, Springer, 1999, ISBN 1852330996
- Gene Kranz, Failure is not an option, Berkley Books 2001, ISBN 0425179877
- Chris Kraft, Flight: My Life in Mission Control, Penguin Putnam, 2002, ISBN 0452283043
- Diverse, The Secret of Apollo: Systems Management in American and European Space Programs, Johns Hopkins University Press, 2002, ISBN 080186898X
- Diverse, Taking Science to the Moon: Lunar Experiments and the Apollo Program, Johns Hopkins University Press, 2001, ISBN 0801865999
- Jesco von Puttkamer, Apollo 11, Wir sehen die Erde, Herbig, 2001, ISBN 3776670568 (deutsch)
- Jim Lovell, Apollo 13, Langenscheidt-Longman, 2001, ISBN 3526451842 (deutsch)
- Moon Lander, How We Developed the Apollo Lunar Module, Smithsonian Books, 2001, ISBN 156098998X
- Eugene Cernan, The Last Man on the Moon, Griffin, 2000, ISBN 0312263511
- James E. Webb, Powering Apollo, Johns Hopkins University Press, 2000, ISBN 0801862051

DVDs


- From The Earth To The Moon, 1998
- For All Mankind - Criterion Collection, 1989

Siehe auch


- Apollo-Raumschiff
- Raumfahrt
- Geschichte der Raumfahrt
- Katastrophen der Raumfahrt
- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Sowjetisches Mondprogramm
- Luna-Programm
- Skylab
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Mondlandungslüge
- Bemannter Mondflug nach Apollo
- Wettlauf ins All

Weblinks


- Der berühmte Satz von Neil Armstrong im Original ist [http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-11/sounds/a11step.wav hier]als wav-Datei (260 kb) zu hören
- [http://history.nasa.gov/alsj/frame.html Apollo Lunar Surface Journal] - Alle Landemissionen ausführlich beschrieben und ein sehr umfangreiches Multimedia-Angebot (englisch)
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo.html NASA: The Apollo Program] (englisch)
- [http://www.nasm.si.edu/collections/imagery/apollo/apollo.htm Smithsonian: The Apollo Program] (englisch)
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/SP-4029.htm NASA: Apollo By The Numbers] - Umfangreiche Listen und Statistiken (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/index.html NASA: Apollo-Programm] (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/lunarlanding.html NASA: Mondkarte mit Landeplätzen] (englisch)
- [http://www.apolloarchive.com/ Viele Details / Ton,- Videomitschnitte] (englisch)
- [http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/70mm/ Tausende, erst 2004 veröffentlichte Fotos der Apollo-Missionen] (englisch)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/apollo.php extrasolar-planets.com - Apollo Programm] (deutsch)
- [http://www.apollo-projekt.de Apollo-Projekt.de] (deutsch)
- [http://www.apolloprojekt.de Apolloprojekt.de] (deutsch)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/mondlandung/home.shtml Raumfahrer.net: Mondlandung] (deutsch)
- [http://www.erkenntnishorizont.de/raumfahrt/rueckstoss/lunarmodule.c.php?screen=800 Schon mal eine Mondlandefähre gesteuert? / Online-Mondlandungs-Simulator] (deutsch)
- [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/apollo/index.html Photos der NASA zum Apollo Programm] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung) !Apolloprogramm ja:アポロ計画 ko:아폴로 계획

Saturn (Rakete)

] Die Familie der Saturn-Raketen gehört zu den leistungsstärksten Trägersystemen der Raumfahrt, die jemals gebaut wurden. Sie wurden hauptsächlich von deutschen Wissenschaftlern und Technikern unter Leitung Wernher von Brauns für die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA im Rahmen des Apollo-Projekts entwickelt.

Bauarten

Im zweiten Halbjahr 1959 wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht, wie eine neue, sehr starke Rakete zusammengesetzt sein könnte. Der Name Saturn stand dafür bereits fest. Es gab drei prinzipielle Möglichkeiten, die mehr oder weniger auf existierenden Raketen basierten: Saturn A, Saturn B und Saturn C. Davon gab es noch acht Untertypen: A-1, A-2, B-1 und C-1 bis C-5. Das Entwicklungsteam entschied sich für die Variante C-5, entwickelte aber parallel die Version C-1 weiter, die zwar nicht so leistungsfähig war, aber schneller zur Verfügung stehen würde. 1962 wurde entschieden, dass auch eine stärkere Version der C-1 benötigt werden würde, die C-1B. 1963 wurde das C aus den Bezeichnungen gestrichen, und die drei Raketen in Saturn-I, Saturn-IB und Saturn-V umbenannt. Das bekannteste und größte Mitglied der Familie, die Saturn-V-Rakete wurde für die Mondlandungen benutzt und ist gleichzeitig eine der größten und stärksten Raketen, die je eingesetzt wurden. Sie besteht aus drei Stufen und trägt an der Spitze das Apollo-Raumschiff, bestehend aus Lunar Module, Service- und Kommandomodul sowie dem Rettungsturm.

Das Ende

Der letzte Start der Saturn V erfolgte am 14. Mai 1973, als die Raumstation Skylab in die Erdumlaufbahn gebracht wurde. Der letzte Start einer Saturn-I-B erfolgte am 15. Juli 1975 im Rahmen des Apollo-Sojus-Projekts. Die letzte vollständige Saturn V wurde für den gestrichenen Flug Apollo 18 gebaut. Sie liegt seit 1977 als Ausstellungsstück vor dem Lyndon B. Johnson Space Center in Houston. Da sie lange Zeit nicht gepflegt wurde, droht ihr derzeit der Verfall durch Rost, Pflanzenbewuchs und verschiedene Tierarten, die dort ein neues Zuhause gefunden haben. Das Smithsonian Institution's National Air and Space Museum versucht nun durch Spendengelder eine weitgehende Restaurierung durchzuführen.

Technische Daten der Saturn IB

Anm.: die größere Gesamthöhe von 68 m ergibt sich aus zusätzlichen Stufenadaptern, u.a. für die Parkbucht des Lunar Module, sowie dem Apollo-Mutterschiff einschließlich der Rettungsrakete.

Technische Daten der Saturn V

Anm.: die größere Gesamthöhe von 110 m ergibt sich aus zusätzlichen Stufenadaptern, u.a. für die Parkbucht des Lunar Module, sowie dem Apollo-Mutterschiff einschließlich der Rettungsrakete.

Datenblatt

Höhe angegeben mit und ohne Apollo-Raumschiff. Nutzlast bezieht sich auf die Nutzlast in einem Low Earth Orbit (LEO). Quellen: [http://www.nasa.gov NASA], Technische Daten aus [http://history.nasa.gov/MHR-5/app_b.htm]

Ablauf der Mondmission

S-IC-Sequenz

Die Apollo-Missionen begannen ihre Reise zum Erdtrabanten vom Startkomplex 39 des John F. Kennedy Space Centers. Nach erfolgtem Start brannte die erste Stufe der Saturn V für 2,5 Minuten und brachte die Rakete so auf eine Höhe von 61 Kilometern. Die Geschwindigkeit betrug bei Brennschluss 8.600 km/h. Es wurden in diesen 2,5 Minuten ca. 2.000 t Treibstoff verbrannt.

S-II-Sequenz

Nach Abwurf der ersten Stufe zündete die zweite und brannte für weitere sechs Minuten. Deren Brennschluss erfolgte in ca. 185 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von 24.600 km/h.

S-IVB-Sequenz

Für weitere 2,5 Minuten übernahm nun die dritte Stufe den Antrieb. Sie brannte insgesamt bis zwölf Minuten nach dem Start und wurde während der nächsten zweieinhalb Erdumrundungen nicht abgeworfen. Während dieser Zeit wurde das Raumschiff auf Funktionalität überprüft und das "Go" für den Einschuss auf die Mondbahn gegeben.

Einschuss in die Mondbahn

Die dritte Stufe wurde zum Einschuss in die Mondbahn noch einmal für mehr als fünf Minuten gezündet. Nach Brennschluss war das Raumschiff auf einer Geschwindigkeit von 39.400 km/h (> 10 km/s) und auf Kurs zum Mond. Die Mondlandefähre, die während der ganzen Zwischenzeit im oberen Teil der dritten Stufe verweilte, wurde nun nach Abkopplung des Apollo-Raumschiffs und dessen 180° Drehung aus der Stufe gezogen. Abschließend musste durch eine Kurzzündung des Triebwerks die dritte Stufe noch auf eine andere Bahn als das Apollo-Raumschiff gebracht werden, damit im nachhinein keinerlei Kollisionsmöglichkeit gegeben war. Meist wurde sie in einen solaren Orbit eingeschossen oder wie im Fall von Apollo 13 auf einen Kollisionskurs mit dem Mond gebracht, um seismische Experimente durchführen zu können. Siehe auch: Skylab, Geschichte der Raumfahrt, Wernher von Braun, N1, Guppy (Flugzeug)

Flüge der Saturn-Rakete

Weblinks


- [http://history.nasa.gov/SP-4206/sp4206.htm NASA - Stages to Saturn] - englischsprachig
- [http://history.nasa.gov/MHR-5/contents.htm NASA - Saturn Illustrated Chronology] - englischsprachig
- [http://www.skyrocket.de/space/doc_lau_fam/saturn.htm Gunters Space Page - Ausführliche Seite zu fast allen existierenden Transportraketen]
- [http://www.bernd-leitenberger.de/saturn.html - Ausführliche Seite zu den Saturn-Raketen] Kategorie:Apolloprogramm Kategorie:Raketentyp Kategorie:Weltrekorde

Mondlandefähre

]] Die Mondlandefähre (-LM- für Lunar Module, oder auch -LEM- für Lunar Excursion Module) ist ein ab 1963 von der Firma Grumman für die NASA im Rahmen des Apollo-Projekts entwickeltes Raumfahrzeug zur Landung auf dem Mond. Die Vorplanungen der NASA gehen allerdings schon bis ins Jahr 1960 zurück. Insgesamt wurden 16 Stück hergestellt.

Allgemein

Um Menschen auf den Mond zu bringen, gab es die verschiedensten Szenarien, die in der Frühphase des Apollo-Projekts durchdacht wurden. Relativ schnell kam die NASA von einem komplett auf dem Mond landenden Raumfahrzeug, hin zu einem geteilten System, bei dem ein Astronaut in der "Rückkehrkapsel" um den Mond kreist und ein gesondertes "Landefahrzeug" mit zwei Astronauten zur Mondexkursion genutzt werden soll.

Entwicklung

Szenarien]] Szenarien Szenarien Im Jahr 1963 erging dann der Auftrag zum Bau der Landefähre an die Firma Grumman in Bethpage, New York. Thomas J. Kelly, der schon die Frühstudien zur Entwicklung des LM begleitete, wird im allgemeinen als der Vater der Landefähre bezeichnet. Wie er allerdings selbst sagte, war das LM eine Gemeinschaftsproduktion vieler. Beispielsweise waren auch die zukünftigen Apollo-Astronauten an der Entwicklung und Konstruktion beteiligt, da sie das LM ja letztendlich fliegen und landen mussten. Hauptsächlich waren dies Scott Carpenter, Charles Conrad, und Donn Eisele. Das LM war das größte bemannte Raumfahrzeug, das bis daher je entwickelt und gebaut wurde. Für zwei Astronauten musste im Innern der Landefähre Platz genug vorhanden sein, um das LM evt. auch manuell zu fliegen und zu landen (Dies sollte im Stehen passieren). Die Insassen mussten sich die Raumanzüge an- und auch wieder ausziehen können. Daneben musste auch noch Raum für die mitgebrachten Bodenproben (Mondgestein) vorhanden sein. Des Weiteren mussten für die Astronauten Schlafmöglichkeiten gegeben sein. Da das LM alleine zum Mond abstieg, musste es auch ein eigenständiges Lebenserhaltungssystem und eine unabhängig arbeitende Elektrik haben. Die Firmen, die den Zuschlag zur Entwicklung dieser Komponenten erhielten waren andere, als die, die für die Apollo Kommando- und Serviceeinheit verantwortlich waren. Bei der Apollo 13 Mission stellte sich das als fataler Fehler heraus, da beide Systeme teilweise inkompatibel waren. Trotzdem konnten auch die Astronauten von Apollo 13 zur Erde zurückkehren, in dem sie sich nach der Explosion in der Serviceeinheit eine längere Zeit im noch funktionsfähigen LM aufhielten. Das LM diente hier sozusagen als Rettungsboot. Ein spezielles Problem stellten die Landebeine dar. Sie sollten so grazil und leicht wie möglich, aber auch so stabil wie nötig, für eine Landung auf dem Mond sein. Außerdem mussten sie einklappbar sein, da der Transport des LM in einer Raketenstufe schon relativ früh festgelegt wurde. Zu Beginn der Planungen sahen die Entwickler fünf Landebeine vor. Aus Platzgründen wurden dann aber nur vier realisiert, was der Standstabilität aber keinen Abbruch tat. Zum Erreichen der Mondoberfläche bekam ein Landebein eine anmontierte Leiter. Aber das wohl größte Problem, das sich ergab war die Unmöglichkeit die Flugeigenschaften des LM in der Erdatmosphäre zu testen. Es sollte versucht werden die Mondgravitation nachzubilden, indem den Landern mittels zusätzlicher Triebwerke ein Auftrieb gegeben werden sollte. Da sich Auftrieb und Steuerdüsen aber gegenseitig beeinflussten, stürzten die Lander meist seitlich ab. Auch Tests mit an Helikoptern aufgehängten Landern brachten keine verwertbaren Ergebnisse. So wurden zu Übungszwecken Flugtests mit Landegestellen, den LLTVs durchgeführt. Eine besondere Konstruktion war die LLRF zum Üben der letzten Landesequenz bis zum Aufsetzen. Während des Starts, zweieinhalb Erdorbits und dem Einschuss in die Mondbahn, verweilte die Landefähre in der dritten Stufe der Saturn V und wurde dann nach Abtrennung des Apollo Raumschiffs und dessen 180° Drehung aus ihr entnommen. Die Gesamtkombination flog dann zum Mond.

Technische Daten

Die Landefähre hatte ein Gesamtgewicht von 14.696 kg, eine Höhe von 6,40m und einen Durchmesser von 4.30m (9,50m bei ausgefahrenen Landebeinen). Sie bestand aus über einer Million Teilen, hatte redundant ausgelegte Funk- und Radargeräte, mehrere Triebwerke und einen Computer. Die Mondlandefähre wurde nach rein funktionalen Gesichtspunkten entwickelt. Aerodynamik spielte keine Rolle. Das System bestand aus 2 Stufen: der Abstiegsstufe (Descent Stage - DS) und der Aufstiegsstufe (Ascent Stage - AS), von denen jede mit einem Haupttriebwerk ausgestattet war.

Abstiegsstufe (DS)

Die Abstiegsstufe war der untere Teil und enthielt neben dem Triebwerk die Tanks für Treibstoff, Sauerstoff, Wasser und Helium. Weiter die 4 Landebeine und Ausrüstung für die Außenmissionen. Die Landebeine gaben dem Vehikel ein spinnenartiges Aussehen, was ihm bei den Astronauten auch den Spitznamen "Spider" eintrug. Die Stufe war inklusive der Landebeine 3,24 m hoch. An dem Bein, das sich unter der Ausstiegsluke befand, war eine Leiter angebracht. Nach Abschluss der Mission diente die Abstiegsstufe als Startbasis für die Aufstiegsstufe. Ein Sprengmechanismus trennte die beiden Stufen voneinander, wobei die Abstiegsstufe schließlich auf dem Mond zurückblieb. Notfalls konnte die Trennung auch während der Abstiegsphase durchgeführt werden, um den Abbruch einer Landung mit sicherer Rückkehr zum Apollo Raumschiff (CSM) zu ermöglich.

Triebwerk der Abstiegsstufe

Den meisten Platz in der Abstiegsstufe benötigten die vier Tanks, je zwei für den Brennstoff und den Oxidator sowie das Abstiegstriebwerk. Dieses war schwenkbar und lieferte eine Schubleistung von 10.000 lbs. Die Leistung des Triebwerks konnte vom Computer oder manuell auf 1050 lbs gedrosselt werden. Alle Triebwerke an Bord verwendeten als Treibstoff ein Gemisch aus 50% Hydrazin (N_2H_4) und 50% Unsymmetrischem Dimethylhydrazin, genannt Aerozine 50. In Verbindung mit dem Oxidator Distickstofftetroxid (N_2O_4) ist die Mischung hochexplosiv und hypergol, zündet also bei Kontakt miteinander selbstständig, ohne das ein Zündsystem gebraucht würde. Ein weiterer Tank enthielt Helium welches als Treibgas den Oxidator und den Brennstoff in die Brennkammer presste.

Aufstiegsstufe (AS)

Treibgas Die Aufstiegsstufe enthielt die Kabine für zwei Astronauten, einen mittleren Abschnitt mit allen Kontrollen und das Aufstiegstriebwerk. Um Gewicht zu sparen, mussten die beiden Astronauten bei der Landung stehen. Sie wurden von Gurten in ihrer Position gehalten. Im vorderen Fußbereich, zwischen den Astronauten, befand sich eine Luke von etwa 1 m Durchmesser, die nach der Landung zum Ausstieg genutzt wurde. Im Mittelabschnitt befanden sich ein großer Teil der Lenk- und Kommunikations- sowie der Drucksysteme. Hier wurden auch die Gesteinsproben für den Rücktranport untergebracht. Eine weitere Luke von etwa 84 cm Durchmesser war im oberen Bereich des mittleren Abschnitts angebracht. Diese Luke war die Verbindung zwischen der Landefähre und dem Kommandomodul.

Triebwerk der Aufstiegsstufe

Das Triebwerk für den Rückstart vom Mond erzeugte lediglich einen Schub von 3.500 Pfund und konnte nur zweimal gestartet werden. Das war ausreichend um die 4,5 Tonnen schwere Aufstiegsstufe zurück in den Mondorbit zu befördern. Die Steuerung während der Abstiegs- und Wiederaufstiegsphase wurde von einem Computer durchgeführt. Eine manuelle Steuerung war aber ebenfalls möglich. Die Lage der Mondlandefähre im Raum wurde durch 16 Steuerdüsen, die in vier Gruppen angeordnet waren, kontrolliert.

Mondauto

Apollo 15 war im Rahmen des Apollo-Projekts die erste der 3 so genannten J-Missionen, die einen längeren Aufenthalt auf dem Mond vorsahen. Ein batteriebetriebenes Mondauto (eng. Lunar Roving Vehicle), das zum Transport zusammengeklappt an der Außenseite der Mondlandefähre angebracht war, erlaubte es, sich freier über die Mondoberfläche zu bewegen und ein größeres Gebiet zu erforschen.

Klimasystem

Das Klimasystem der Mondlandefähre war mit den Raumanzügen der Astronauten so weit kompatibel, dass sie an der Fähre bis zu sechsmal wieder aufgeladen werden konnten.

Historie der 16 Mondlandefähren

LM-2 war für einen unbemannten Test im Erdorbit vorgesehen. Aufgrund des Erfolgs von LM-1 wurde auf diesen Test verzichtet. LM-9 war für einen Mondflug vorgesehen, der zwischen Apollo 14 und Apollo 15 hätte stattfinden sollen, der aber aus Kostengründen gestrichen wurde. Für Apollo 15 wurde LM-10 verwendet, das eine längere Aufenthaltsdauer ermöglichte, und ein Mondauto mitführen konnte. Als weitere Apollo-Flüge abgesagt wurden, waren LM-13 bis LM-16 bereits im Bau. LM-15 wurde von Grumman verschrottet.

Weblinks


- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/SP-4205/ch6-1.html Die Landefähre (NASA: Chariots for Apollo, Kapitel 6) - englisch]
- [http://www.nasm.si.edu Smithsonian National Air and Space Museum]
- [http://www.ksc.nasa.gov John F. Kennedy Space Center]
- [http://www.cradleofaviation.org The Cradle of Aviation Museum]
- [http://www.msichicago.org Museum of Science and Industry]
- [http://users.specdata.com/home/pullo Detaillierte Daten des LEM Teams]
- [http://www.northgrum.com Nachfolge des Mergers zwischen Grumman und Northrop]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/movie/as17_liftoff.mov Start der Apollo 17 vom Mond als Quicktime Movie.] Kategorie:Apolloprogramm

4. April

Der 4. April ist der 94. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 95. in Schaltjahren) - somit bleiben 271 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1460 - In Basel wird die Universität Basel eröffnet.Als konkrete Folge des Friedens zu Basel schlossen sich 1501 Basel und Schaffhausen dem Schweizer Bund an, der sich zu den Dreizehn Alten Orten weiterentwickelte. Zum Zeitpunkt der Gründung war sie somit eine deutsche Universität.
- 1581 - Francis Drake kehrt von seiner Weltumsegelung zurück.
- 1928 - Gustav Hartmann (Der eiserne Gustav), bricht mit seiner Droschke zu einer Fahrt nach Frankreich auf, um auf den Niedergang seines Berufsstands aufmerksam zu machen.
- 1945 - Eroberung Ungarns durch sowjetische Truppen
- 1939 - Irak. Abd Al Ilah übernimmt die Regentschaft, da Faisal II. noch minderjährig war.
- 1949 - Die Gründung der NATO wird in Washington von den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlande, Luxemburg, Italien, Portugal, Dänemark, Norwegen und Island abgeschlossen.
- 1958 - Britische Atomwaffengegner starten in London den ersten Ostermarsch.
- 1968 - Martin Luther King wird in Memphis (Tennessee) bei einem Attentat erschossen.
- 1973 - Das World Trade Center in New York City wird offiziell eingeweiht.
- 1975 - Der Softwarekonzern Microsoft wird von Bill Gates und Paul Allen gegründet.
- 1991 - Benin bekommt eine neue Verfassung, Nicéphore Dieudonné Soglo wird Staatspräsident.
- 1996 - Benin. Mathieu Kérékou wird wieder Staatspräsident.
- 1999 - Kirgisistan. Tod von Regierungschef Dschumabek Ibraimow.
- 2000 - Japan. Yoshiro Mori wird neuer Regierungschef.
- 2001 - Vladimir Voronin wird Staatspräsident von der Republik Moldau
- 2001 - Silvia Cartwright wird Generalgouverneurin (Staatsoberhaupt) von Neuseeland
- 2002 - Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zwischen der Rebellenorganisation UNITA und Regierungsstreitkräften in Angola

Wirtschaft


- 1898 - Der Franzose Auguste Baron erhält ein Patent auf einen Apparat zur Herstellung von Tonfilmen.
- 2005 - Die Zeichnungsfrist für den Börsengang der Raiffeisen International, die Osteuropa-Tochter der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und ein neues Schwergewicht an der Wiener Börse, beginnt.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1717 - Uraufführung der Oper Tito Manlio von Attilio Ariosti am King's Theatre in London.
- 1854 - Der ursprünglich nicht für die Bühne konzipierte zweite Teil der Tragödie "Faust" von Johann Wolfgang von Goethe wird in Hamburg uraufgeführt.
- 1859 - Die Oper "Dinorah, ou le pardon de Ploermel" von Giacomo Meyerbeer wird an der Opéra Comique in Paris uraufgeführt.
- 1865 - In München erscheint "Max und Moritz, eine Bubengeschichte in 7 Streichen" von Wilhelm Busch.
- 1960 - Der US-amerikanische Spielfilm "Ben Hur", Regie William Wyler, wird in Los Angeles mit elf Oscars ausgezeichnet.

Religion

Katastrophen


- 1905 - Einem Erdbeben der Stärke 8,6 im indischen Kangra fallen rund 19.000 Menschen zum Opfer.
- 1929 - Die Briseis-Talsperre auf Tasmanien in Australien versagt nach schweren Regenfällen. Die daraus entstehende Flutwelle verwüstet die Stadt Derby, wobei ca. 14 Menschen ums Leben kommen.
- 1933 - Im US-Bundesstaat New Jersey gerät ein amerikanisches Luftschiff in einen Sturm und stürzt ab. 73 Menschen sterben.
- 1945 - Die thüringische Kleinstadt Nordhausen wird bei einem anglo-amerikanischen Bombenangriff zu 2/3 zerstört und über 8000 Menschen kommen dabei ums Leben.
- 1974 - Schwere Verwüstungen durch Tornados in den USA. Beim "Super Outbreak" wüten gestern und heute insgesamt 148 dieser Wirbelstürme durch 13 US-Bundesstaaten im Süden und Mittleren Westen. Schreckensbilanz: 315 Menschenleben, etwa 600 Millionen US-$ Sachschäden.
- 1975 - In Saigon (jetzt: Ho-Chi-Minh-Stadt), sterben kurz nach dem Start 155 von 328 Menschen beim Absturz einer Lockheed C-5A Galaxy der United States Air Force.
- 1977 - Im US-Bundesstaat Georgia misslingt nach dem Ausfall der Turbinen die Notlandung einer Maschine der Southern Airways auf einer Autobahn. Im Flugzeug sterben 62 der 85 Passagiere, auf der Straße acht weitere Personen.
- 1998 - Iran. Ein durch starke Regenfälle ausgelöster Erdrutsch im Südwesten tötet etwa 120 Menschen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 188 - Caracalla, römischer Kaiser
- 1515 - Ambrosius Lobwasser, deutscher Schriftsteller
- 1752 - Nicolo Zingarelli, italienischer Musikpädagoge und Komponist
- 1758 - John Hoppner, englischer Maler
- 1758 - Pierre Paul Prud'hon, französischer Maler Maler
- 1785 - Bettina von Arnim, deutsche Schriftstellerin
- 1804 - Joseph Fischhof, österreichischer Musikpädagoge und Komponist
- 1818 - Carl Constantin Heinrich Steffeck, Maler von Tier- und vornehmlich Pferdebildern
- 1819 - Maria II. (Portugal), Königin von Portugal
- 1823 - Carl Wilhelm Siemens (Sir William Siemens), deutscher Industrieller und Bruder von Werner von Siemens
- 1826 - Herrmann Julius Meyer, deutscher Verleger
- 1829 - Benjamin Vautier, deutscher Maler
- 1832 - Fedor Flinzer, deutscher Illustrator, Pädagoge und Autor
- 1836 - Edward Jerome Hopkins, US-amerikanischer Komponist
- 1841 - Johann Traugott Sterzel, deutscher Paläontologe
- 1842 - Edouard Lucas, französischer Mathematiker
- 1843 - Hans Richter, deutsch-ungarischer Dirigent
- 1846 - Isidore Ducasse, französischer Dichter
- 1862 - Wilhelm Altmann, deutscher Musikwissenschaftler
- 1864 - Shimei Futaba, japanischer Schriftsteller
- 1876 - Maurice de Vlaminck, französischer Maler
- 1880 - Otto Weininger, österreichischer Autor
- 1882 - Noud Stempels, niederländischer Fußballspieler
- 1884 - Isoroku Yamamoto, japanischer Militär
- 1885 - Hanns Klemm, deutscher Flugzeugkonstrukteur
- 1891 - Richard Euringer, deutscher Schriftsteller
- 1895 - Bruno Beye, deutscher Maler und Graphiker
- 1896 - Robert Sherwood, US-amerikanischer Dramatiker
- 1896 - Tristan Tzara, französischer Schriftsteller
- 1898 - Philipp Lersch, deutscher Psychologe
- 1903 - Willy Rumpf, Minister für Finanzen der DDR
- 1904 - Alexandr Afinogenow, sowjetischer Dramatiker
- 1905 - Eugène Bozza, französischer Komponist
- 1909 - Anthony Tudor, britischer Tänzer
- 1909 - Konrad Thurano, Seilartist
- 1910 - Juri P. German, sowjetischer Schriftsteller
- 1912 - Wilfried de Beauclair, Rechenmaschinen-Pionier
- 1914 - Marguerite Duras, französische Schriftstellerin
- 1915 - Muddy Waters, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1920 - Eric Rohmer, französischer Filmregisseur
- 1922 - Elmer Bernstein, US-amerikanischer Komponist
- 1923 - Dorothy Hart, US-amerikanische Schauspielerin
- 1928 - Maya Angelou, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1929 - André Darrigade, französischer Radrennfahrer
- 1930 - Chlodwig Poth, deutscher Satiriker, Zeichner und Karikaturist
- 1932 - Andrej Tarkowski, russischer Filmregisseur
- 1932 - Anthony Perkins, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Frits Bolkestein, niederländischer Politiker und EU–Kommissar
- 1936 - Margo Sylvia, US-amerikanische Sängerin
- 1937 - Thomas Mauch, deutscher Kameramann
- 1939 - Hugh Masekela, südafrikanischer Jazz-Musiker
- 1940 - Jochen Gerz, deutscher Künstler
- 1940 - Michael Ruetz, deutscher Künstler und Fotograf
- 1941 - Angelica Domröse, deutsche Schauspielerin
- 1941 - Helme Heine, deutscher Kinderbuchautor, -illustrator und Designer
- 1941 - Major Lance, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Christoph Franke, deutscher Musiker
- 1942 - Horst Schild, deutscher Politiker und MdB
- 1942 - Kris Jensen, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Michael Schneider, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Bassam Tibi, syrischer Politologe und Islamspezialist, heute deutscher Staatsbürger
- 1944 - Robert Schindel, jüdisch-österreichischer Autor
- 1944 - Yehudit Naot, israelische Politikerin
- 1945 - Daniel Cohn-Bendit, deutscher Publizist und Politiker
- 1947 - Doug Ferguson, britischer Musiker
- 1947 - Salvatore Sciarrino, italienischer Komponist
- 1948 - Berry Oakley, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Jacques Voigtländer, deutscher Politiker
- 1950 - Jeff Robert Pain, britischer Musiker
- 1950 - Pip Pyle, britischer Musiker
- 1951 - Francesco de Gregori, Vertreter der italienischen Cantautori (Liedermacher)
- 1952 - Dave Hill, britischer Musiker
- 1952 - Gary Moore, Rock- und Blues-Gitarrist
- 1952 - Rosemarie Ackermann, deutsche Leichtathletin
- 1955 - Armin Rohde, deutscher Schauspieler
- 1955 - Kiriaki Theodoridou, europäische Politikerin
- 1957 - Aki Kaurismäki, finnischer Regisseur
- 1958 - Julie Forsyth, britische Sängerin
- 1960 - Hugo Weaving, australischer Schauspieler
- 1963 - Béla Anda, deutscher Regierungssprecher und Chef des Bundespresseamtes
- 1966 - Ann-Kathrin Kramer, deutsche Schauspielerin
- 1972 - Bastian Pastewka, deutscher Schauspieler
- 1973 - David Blaine, US-amerikanischer Aktionskünstler und Straßenmagier
- 1979 - Heath Ledger, australischer Schauspieler
- 1991 - Anke Eberhardt, Reifenerbin

Gestorben


- 397 - Ambrosius von Mailand, Bischof und Kirchenlehrer
- 636 - Isidor von Sevilla, Bischof und Kirchenlehrer
- 1266 - Johann I. (Brandenburg), Markgraf gemeinsam mit seinem Bruder
- 1284 - Alfons X. (Kastilien), König von Kastilien und Leon seit 1252
- 1305 - Roger de Flor, militärischer Abenteurer
- 1406 - Robert III. (Schottland), König von Schottland
- 1423 - Hugo von Montfort, österreichischer Dichter im späten Mittelalter
- 1534 - Jan Matthys, niederländischer Wiedertäufer
- 1535 - Beatrix von Baden, Markgräfin von Baden
- 1543 - Walther von Cronberg, Hochmeister des Deutschen Ordens 1527-1543
- 1588 - Friedrich II. (Dänemark), König von Dänemark und Norwegen
- 1662 - Leonhard Kern, deutscher Bildhauer
- 1669 - Johann Michael Moscherosch, Staatsmann, Satiriker und Pädagoge
- 1671 - Heinrich von Brockdorff, deutscher Soldat und Politiker
- 1700 - Heinrich von Mering, Priester und Domherr in Köln
- 1732 - Johann Jacob Schoy, österreichischer Bildhauer
- 1774 - Oliver Goldsmith, irischer Schriftsteller und Arzt
- 1806 - Carlo Gozzi, italienischer Dramatiker
- 1814 - Blasius Hueber, Landvermesser und Bauer
- 1817 - André Masséna, Marschall von Frankreich, Herzog von Rivoli
- 1841 - William Henry Harrison, US-amerikanischer Politiker, 9. Präsident der USA
- 1842 - Jean François Moufot, französischer Mathematiker und Philosoph
- 1845 - Friedrich Adolf Krummacher, reformierter Theologe
- 1849 - Hermann Franz Joseph von Hann, Rittmeister
- 1868 - Eduard van der Nüll, österreichischer Architekt
- 1870 - Heinrich Gustav Magnus, deutscher Physiker und Chemiker
- 1871 - Peter von Hess, deutscher Maler
- 1875 - Karl Mauch, deutscher Afrikaforscher
- 1878 - Wolf Baudissin, deutscher Diplomat, Schriftsteller und Übersetzer
- 1883 - Christian Hengst, Stadtbaumeister in Durlach
- 1883 - Peter Cooper, US-amerikanischer Industrieller, Erfinder und Philanthrop
- 1889 - Gisela von Arnim, deutsche Schriftstellerin
- 1889 - Philo Remington, US-amerikanischer Industrieller
- 1905 - Constantin Meunier, belgischer Bildhauer und Maler
- 1909 - Adolf von Sonnenthal, Schauspieler
- 1918 - Hanns von Zobeltitz, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1918 - Hermann Cohen, deutscher Philosoph
- 1919 - Francisco Marto, Seliger, Zeuge einer Marienerscheinung
- 1919 - William Crookes, englischer Physiker, Chemiker und Wissenschaftsjournalist
- 1923 - Julius Martow, russischer Politiker
- 1926 - Adolf Wach, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1926 - August Thyssen, deutscher Industrieller
- 1927 - Vincent Drucci, us-amerikanischer Mafioso
- 1929 - Carl Friedrich Benz, deutscher Automobilbauer
- 1930 - Victoria von Baden, Königin von Schweden
- 1931 - George Whitefield Chadwick, US-amerikanischer Komponist
- 1932 - Ottokar Theobald Graf Czernin von und zu Chudenitz, österreichischer Politiker
- 1932 - Wilhelm Ostwald, balten-deutscher Chemiker und Nobelpreisträger
- 1934 - Johanna Niese, österreichische Schauspielerin
- 1941 - Emine Nazikeda, letzte Kaiserin des Osmanischen Reichs
- 1944 - Alma Rosé, österreichische Violinistin
- 1945 - Jean Burger, französischer Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1946 - Hans Bothmann, Zweiter Leiter des Vernichtungslagers Chelmno
- 1953 - Carol II., König von Rumänien
- 1958 - Franz Eccard von Bentivegni, deutscher General und Kriegsverbrecher
- 1958 - Jens Ferdinand Willumsen, dänischer Maler, Grafiker, Architekt, Kunsthistoriker
- 1960 - Alfred Naujocks, deutscher Nationalsozialist
- 1968 - Martin Luther King, US-amerikanischer Theologe und Bürgerrechtler, Nobelpreisträger
- 1972 - Stefan Wolpe, deutscher Komponist
- 1974 - Adolph Gottlieb, US-amerikanischer Maler
- 1976 - Matthias Joseph Mehs, deutscher Politiker und Heimatschriftsteller
- 1979 - Zulfikar Ali Bhutto, Staatspräsident und Premierminister von Pakistan
- 1980 - Aleksander Ford, polnischer Filmregisseur
- 1980 - Red Sovine, US-amerikanischer Sänger
- 1981 - Carl Ludwig Siegel, deutscher Mathematiker
- 1983 - Gloria Swanson, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1984 - Oleg Konstantinowitsch Antonow, sowjetischer Flugzeug-Konstrukteur
- 1984 - Scott E. Forbush, amerikanischer Geophysiker
- 1987 - C. L. Moore, Science Fiction und Fantasy Autorin
- 1990 - Bernhard Rensch, deutscher Evolutionsbiologe
- 1991 - Edmund Adamkiewicz, deutscher Fußballspieler
- 1991 - Henry John Heinz, US-amerikanischer Senator
- 1991 - Max Frisch, Schweizer Architekt und Schriftsteller
- 1992 - Samuel Reshevsky, US-amerikanischer Schachspieler
- 1993 - Alfred Butts, US-amerikanischer Architekt und Spieleautor
- 1994 - Jérôme Lejeune, französischer Mediziner
- 1994 - Kurt Meisel, österreichischer Schauspieler und Regisseur
- 1996 - Barney Ewell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 2003 - Helmut Knochen, stellvertretender Kommandeur der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in Paris
- 2004 - Pierre Koenig, Architekt

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Ambrosius von Mailand, Bischof von Mailand, Kirchenvater (evangelisch)
  - Hl. Isidor von Sevilla, Bischof, Kirchenlehrer (katholisch)

Siehe auch


- 3. April - 5. April
- 4. März - 4. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0404 ja:4月4日 ko:4월 4일 simple:April 4 th:4 เมษายน

Koordinierte Weltzeit

Die Koordinierte Weltzeit (UTC, engl.: Universal Time Coordinated) ist die Referenzzeit, von der die Zeiten in den verschiedenen Zeitzonen der Erde abgeleitet werden. UTC steht für Universal Time Coordonné. Der Name entstand als schwieriger Kompromiss zwischen englischer und französischer Sprache. Andere Vorschläge waren CUT und TUC. Auf Französisch wird sie als Temps Universel Coordonné bezeichnet. Mitunter wird auch synonym UT benutzt. Die UTC ist die eigentliche Nachfolgerin der mittleren Greenwichzeit (GMT). Der UTC wird eine allgemeine Zeitzone zugeordnet, ausgehend vom 0- (Null-) Meridian, der durch Greenwich verläuft. Diese allgemeine Zeitzone wird insbesondere in der Luftfahrt und im militärischen Bereich mit dem Buchstaben Z bezeichnet. Z steht hierbei für Zero (=Null). Daher spricht man auch von Z-Zeit oder Zulu-Zeit (gemäß dem im ICAO Alphabet dem Buchstaben Z zugeordneten Wort Zulu). Die deutsche Standardzeit ist die Mitteleuropäische Zeit (MEZ, oder auch CET für "Central European Time"), die gleich der UTC plus einer Stunde ist. Während der Sommerzeit gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ/CEST), die der UTC plus zwei Stunden entspricht. Eine Zeitangabe in der Form 14:52 UTC+1:00 bedeutet also 14:52 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Die Zeitmessung erfolgt auf Basis der SI-Sekunde. Die SI-Sekunde ist seit 1956 nicht mehr fest an die Erdrotation gekoppelt, also insbesondere nicht mehr als der 86.400. Teil des mittleren Sonnentags definiert. Heute ist die SI-Sekunde durch ein atomares Zeitnormal definiert. Eine Zeitangabe auf Basis der SI-Sekunde wird daher als Atomzeit bezeichnet. Da die Geschwindigkeit der Erdrotation nicht konstant ist, kommt es zu Abweichungen zwischen der Atomzeit und der Sonnenzeit. Aus diesem Grunde wurde die UTC eingeführt. Sie wird von der Internationalen Atomzeit abgeleitet und bei Bedarf durch Einfügung von Schaltsekunden mit der universellen Sonnenzeit (UT1) synchronisiert, das heißt die Abweichung zwischen UTC und UT1 wird immer kleiner 0,9 Sekunden gehalten. Die Darstellung der UTC erfolgt weltweit durch verschiedene Zeitinstitute, in Deutschland zum Beispiel durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), UTC (PTB). Die Koordination der UTC ist Aufgabe des Internationalen Büros für Gewichte und Maße (BIPM). Diese sorgt dafür, dass die UTC weltweit überall gleich ist. Die Darstellung der UTC-Zeiten ist nicht geregelt. Häufig werden sie durch vier Ziffern dargestellt: Für die Stunden 00, 01, ..., 23, für die Minuten 00, 01, ..., 59. Die Ziffern werden nicht getrennt, sodass man z.B. 8 Uhr 35 als 0835 schreibt. Sekunden können in Sonderfällen den Zahlenwert 60 haben, sowie eine 59 auch fehlen kann. Um die unterschiedliche Erdumlaufdauer ausgleichen zu können, wurde diese Maßnahme ergriffen. Siehe auch ISO 8601. Eine weitere Möglichkeit ist die Darstellung als Bruchteil eines Tages wie beim julianischen Datum.

Weblinks


- [http://www.ptb.de/de/org/4/44/441/utc.htm Koordinierte Weltzeitskala UTC] Informationen der PTB
- [http://www.bipm.org/enus/5_Scientific/c_time/time_1.html BIPM: TAI und UTC] Informationen des BIPM – Englisch/Französisch
- http://www.uhrzeit.org/technik.html
- [http://www.uhrzeit.org/weltzeit.php3 Weltzeit UTC] Dynamische Anzeige der Weltzeit
- [http://tycho.usno.navy.mil/systime.html Genaue Erläuterungen der Zeit] (Englisch)
- http://www.weltzeituhr.com/infos/utc.shtml Kategorie:Zeitbegriff als:UTC ja:協定世界時 ko:협정 세계시 simple:Coordinated Universal Time th:เวลาพิกัดสากล zh-min-nan:UTC

Florida

Florida ist ein Staat im Südosten der USA. Er ist bekannt als der Sunshine State (dt. Sonnenschein-Staat). "Florida" kommt aus dem Spanischen und bedeutet "voll von Blumen". Der Staat wurde von den spanischen Entdeckern während der Osterzeit entdeckt. Ostern auf Spanisch heißt Pascua Florida. Die Abkürzung für Florida lautet FL. Das Wappentier von Florida ist der Weißkopfseeadler. Die Hauptstadt des beliebten Ferienziels ist Tallahasse. Florida hat eine Inselkette die "Keys"(dt. Schlüssel).Die letzte Insel ist Key West,von wo man nur 90 Meilen nach Kuba braucht. Es ist dort auch der südlichste Punkt der USA.

Geschichte

Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Florida vor der Entdeckung durch die europäischen Siedler, schon seit mehreren tausend Jahren bewohnt war. Die Spanier entdeckten Florida 1513 und nahmen es für die spanische Krone in Anspruch. Teile von Florida wurden danach zwischenzeitlich von Spaniern, Briten und Amerikanern kontrolliert. 1763 musste Spanien nach Ende des Siebenjährigen Krieges Florida an Großbritannien abtreten. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem Spanien auf Seiten Frankreichs gegen die Briten kämpfte, gewann es 1781 die Kontrolle über West-Florida zurück, im Frieden von Paris 1783 wurde Spanien ganz Florida wieder zugesprochen. 1819 trat Spanien Florida an die Vereinigten Staaten ab. Es wird als Notverkauf anzusehen sein, denn im englisch-amerikanischen Krieg von 1812 - 1814 hatten amerikanische Truppen das Land besetzt und es nach Kriegsende nicht mehr verlassen. Am 3. März 1845 wurde Florida der 27. Bundesstaat der USA. Heute ist Florida einer der bekanntesten Staaten Amerikas. nickname:ELSAK.

Geographie

Florida ist eine Halbinsel. An der Ostküste liegt der Atlantische Ozean, an der West- und an der Südküste der Golf von Mexiko. Im Norden liegen die US-Bundesstaaten Georgia und Alabama. Es liegt in der Nähe von Kuba, Haiti und anderen Ländern der Karibik.Nach Hawaii ist es der südlichste Staat der USA.

Bevölkerung

Florida hat 17.019.068 Einwohner (Stand: 2003), davon 65,4 % Weiße, 16,8 % Hispanics, 14,6 % Dunkelhäutige und Afro-Amerikaner, 1,7 % Asiaten, 0,3 % Indianer. Im Jahr 2000 betrug die Einwohnerzahl noch 15.982.378 und nimmt seitdem stetig zu. Es gibt 6.337.929 Haushalte und das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002 26.646 US-Dollar.

Politik

Florida hat ein Zwei-Kammern-System mit einem 40-köpfigen Senat und einem House mit 120 Mitgliedern. Der derzeitige (2003) Gouverneur von Florida ist der Republikaner Jeb Bush, Bruder des US-Präsidenten George W. Bush. Obwohl Florida traditionell eher den Demokraten zugewandt war, kam es durch den Bevölkerungszuwachs der letzten Jahre zu einem Umschwenken der politischen Meinung in Richtung der Republikaner. Momentan ist das Verhältnis Republikaner zu Demokraten etwa 1:1. Deshalb und wegen seiner großen Einwohnerzahl und der damit verbundenen Wahlmänner-Stimmen, wird Florida von Wahlforschern als ein entscheidender Staat für die Wahl zum Amerikanischen Präsidenten angesehen. In Miami konkurrieren die liberalen Demokraten mit den reichen Exil-Kubanern, die eher den Republikanern zugewandt sind. Tampa war früher das Zentrum der Demokratischen Partei, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem Pro-Republikaner-Zentrum entwickelt.

Wirtschaft

Floridas Klima und die vielen Strände machen es zu einem interessanten Freizeitort für Urlauber aus aller Welt. Auch die diversen Vergnügungsparks wie Disneyland, Universal Studios/Island of Adventure und der Movie Park Movie Park in der Nähe von Orlando sind große Anziehungspunkte für Touristen. Daneben konzentriert sich die Wirtschaft auf den Anbau von Zitrusfrüchten (50% des Verbrauchs der USA) inkl. Saftproduktion, es gibt zahlreiche Banken und es wird Phosphat abgebaut.

Größte Städte

¹ Bildung der Stadt am 20. Februar 2003

Andere bekannte Orte


- Key West
- Panama City
- Everglades National Park
- Cap Canaveral
- Naples

Siehe auch


- Portal:Geographie
- Liste der Städte in Florida
- Liste der Kleinstädte und Dörfer in Florida
- Liste der Countys in Florida
- Liste der Gouverneure von Florida
Kategorie:US-Bundesstaat ja:フロリダ州 ko:플로리다 주 ms:Florida simple:Florida th:มลรัฐฟลอริดา

Vibration

Beim Reggae wird der Begriff Vibration (auch Vibes) als Qualitätsmerkmal benutzt ("Good Vibrations") ---- Vibrationen sind in der Mechanik periodische, meist mittel- bis höherfrequente und niederamplitudige Schwingungen von Stoffen und Körpern, die entweder selber elastisch sind oder aus elastisch verbundenen Einzelteilen bzw. Bausteinen bestehen. Nicht-elastische Körper können schwingfähig gemacht werden, indem sie mechanisch gespannt werden. Im Gegensatz zum Begriff "Schwingung" suggeriert "Vibration" die unmittelbar Hörbarkeit oder Fühlbarkeit des Vorgangs. Viele Organismen besitzen Rezeptoren, die nicht auf einfach Berührung, hingegen aber auf periodische mechanische Reize reagieren. Der Übergang vom "Fühlen" zum "Hören" ist dabei eher graduell. In der Bauphysik spielt Vibrationsarmut von Gebäuden eine wichtige Rolle, da Vibrationen sich durch Resonanz zur Resonanzkatastrophe hochschaukeln können. Die richtigen Dämpfungselemente sind somit elementarer Bestandteil von vibrationsanfälligen Bauten, wie beispielsweise Brücken. Auch bei Musikinstrumenten versteht man unter Vibrationen zunächst das unerwünschte Mitschwingen von Bauteilen, die dauerhafte Störgeräusche produzieren. Auch hier dienen u. a. Filz- oder Lederpolster zur Eliminierung von Vibrationen. In der Sinnesphysiologie versteht man unter Vibrationen leichte Erschütterungen, die über spezielle Rezeptoren (Vater-Pacini-Körperchen) registriert werden. Die Vibrationswahrnehmung ist Teil der Haptischen Wahrnehmung und wird der Feinwahrnehmung ("epikritische Sensibilität") zugeordnet.

Siehe auch

Rauschen

Orbit (Himmelsmechanik)

Als Umlaufbahn oder Orbit wird die Bahnkurve bezeichnet, auf der sich ein Objekt periodisch um ein anderes (massereicheres, zentrales) Objekt bewegt. Die Bahn, die ein künstlicher Satellit oder ein natürlicher Himmelskörper bei Umrundung eines anderen Himmelskörpers beschreibt, hat genähert die Form einer Ellipse. Paare solcher Körper sind vor allem:
- Satellit, Raumtransporter oder Mond um die Erde
- Mond (Trabant) um einen der anderen Planeten
- Planeten, Kometen oder Asteroiden (Planetoiden) um die Sonne
- Doppelsterne umeinander.
- Jedoch sind nicht alle Bahnen geschlossen oder zeitlich stabil. Kometenbahnen können langgestreckt wie Hyperbeln sein, Mehrfachsterne oder Asteroiden auf instabile Bahnen gelangen. Der Umlauf aller Sterne um das galaktische Zentrum gleicht einer spiraligen Rotation mit 100 bis 300 Millionen Jahren. Jede Bahnellipse hat eine charakteristische Umlaufzeit, die sich aus der Masse der Objekte (vor allem des Zentralkörpers) und dem mittleren Bahnradius ergibt. Der Umlauf erfolgt genähert in einer "Bahnebene", die den Schwerpunkt der zwei Körper enthält. Der Vektor, der vom Zentralobjekt zum umlaufenden Objekt weist, wird Radiusvektor genannt.

Planeten, Bahnelemente, Doppelsterne

Am genauesten kennt man die Umlaufbahnen der Planeten unseres Sonnensystems. Anfang des 17.Jahrhunderts erkannte Johannes Kepler bei der Analyse der Marsbahn, dass diese Umlaufbahnen Ellipsen sind (siehe Keplersche Gesetze). Ähnliches gilt für alle Himmelskörper, die sich um die Sonne bewegen und keinen anderen Kräften (wie etwa der Sonnenwind) ausgesetzt sind. Aus dem Newtonschen Gravitationsgesetz kann man ableiten, dass in jedem Zweikörpersystem die Bahnen Kegelschnitte sind - das heißt Kreise, Ellipsen, Parabeln oder Hyperbeln. Hyperbelnen. Die Richtung des Bahnknotens (Ω) wird vom Frühlingspunkt gezählt (Näheres siehe Keplerellipse).]] Sie lassen sich - bei bewegten Punktmassen im Vakuum - exakt durch 6 Bahnelemente beschreiben:
- die Ellipsenform durch große Halbachse und Exzentrizität (a, e)
- die Bahnebene durch die zwei Winkel i, Ω
- und die Ellipsenlage und Perigäumszeit durch ω und T. Die wahren Umlaufbahnen weichen allerdings von diesen idealen "Keplerellipsen" ab, weil sie prinzipiell auch der Gravitationswirkung aller anderen Körper des Systems unterliegen. Solange die Körper weit genug voneinander entfernt sind, bleiben die Differenzen zu den idealisierten Kegelschnitten minimal. Die sog. Bahnstörungen lassen sich durch die "Störungsrechnung" der Himmelsmechanik ermitteln, die auf Carl Friedrich Gauß und einige seiner Zeitgenossen zurückgeht. Sie modelliert die einzelnen Kräfte und berechnet, wie die momentane Keplerellipse "oskulierend" in die nächste Ellipse übergeht. Zusätzlich bewirkt jede ungleiche Massenverteilung - wie die Abplattung von rotierenden Planeten - ein etwas inhomogenes Gravitationsfeld; es ist insbesondere an Änderungen der Bahnen ihrer Monde zu bemerken. Auch die Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt Effekte, welche die Umlaufbahnen geringfügig verändern. Beispielsweise zeigt der Planet Merkur eine zwar kleine, aber durchaus messbare Abweichung von einer Ellipsenbahn. Er kommt nach einem Umlauf nicht mehr genau auf den Ausgangspunkt zurück, sondern folgt durch einer rechtläufigen Drehung der Apsidenlinie einer Rosettenbahn. Diese Periheldrehung kann die Newtonsche Gravitationstheorie zwar erklären, aber nicht vollständig. Dazu müsste die Sonne eine etwas abgeflachte Form haben. Eine hinreichende Erklärung für die Gesamtgröße der Periheldrehung aller betroffenen Planeten liefert die Allgemeine Relativitätstheorie. Auch Doppelsterne folgen genähert den Keplerschen Gesetzen, wenn man ihre Bewegung als zwei Ellipsen um den gemeinsamen Schwerpunkt versteht. Nur bei Mehrfachsystemen oder sehr engen Sternpaaren sind spezielle Methoden der Störungsrechnung erforderlich. Noch größere Instabilitäten weisen die Orbite zweier eng einander umkreisender Neutronensterne auf. Durch die Effekte der Raum-Zeit-Relativität entsteht Gravitationsstrahlung, und die Neutronensterne stürzen (nach langer Zeit) ineinander. Zahlreiche Röntgenquellen am Himmel sind auf diese Weise zu erklären. Als die Physiker um die Jahrhundertwende begannen, die Bahnen der Elektronen im Atom zu berechnen, dachten sie an ein Planetensystem im Kleinen. Die ersten Modelle waren Keplerbahnen der Elektronen um den Atomkern. Allerdings erkannte man bald, dass Elektronen, die um den Kern kreisen, gemäß den Maxwellgleichungen Elektromagnetische Wellen aussenden und wegen der so abgestrahlten Energie in Bruchteilen von Sekunden in den Atomkern stürzen müssten. Dies war eines der Probleme, die schließlich zur Entwicklung der Quantenmechanik führten.

Erdumlaufbahnen

Die meisten Raumflüge finden in niedrigen Bahnen (einige 100 km) um die Erde statt (z.B. Space-Shuttle-Missionen). Von besonderer Bedeutung ist auch die geostationäre Bahn in 35.800 km Höhe ohne Bahnneigung. Satelliten in diesem Orbit stehen relativ zur Erdoberfläche still, was insbesondere für Kommunikationssatelliten von Vorteil ist. Entgegengesetzte Forderungen werden an Beobachtungssatelliten wie Wettersatelliten oder Spionagesatelliten gestellt. Diese sollen nach Möglichkeit die gesamte Erdoberfläche beobachten können. Deshalb wird hier ein niedriger polarer Orbit gewählt, d.h. der Satellit fliegt ungefähr über die Pole der Erde. Durch diese Bahn können alle Breitengrade erfasst werden, und da sich die Erde unter der Bahnebene durch dreht, kann so nach und nach die gesamte Erdoberfläche untersucht werden.

Arten von Erdorbits

Low Earth Orbit (LEO)


- Höhe: 200 - 1200km
  - Höhen zwischen 1200 und 3000 km Höhe sind zwar theoretisch denkbar, werden aber auf Grund der hohen Strahlungsbelastung durch den Van-Allen-Gürtel nach Möglichkeit vermieden.
- Besonderheiten: Energieärmste Bahnen und damit am leichtesten zu erreichen. Raumfahrzeuge bewegen sich mit etwa 7 km/s mindestens 10x schneller um die Erde, als diese sich dreht.
- Wird genutzt für:
  - Low-Earth-Orbit-Satellit
  - Bemannte Raumfahrt (außer den Apollo-Missionen zum Mond) und Raumstationen.
  - Spionagesatelliten (aufgrund ihrer Erdnähe) (z.B. amerikanische Keyhole-Satelliten)
  - astronomische Satelliten (z.B. Hubble Teleskop)
  - Erderkundungssatelliten (z.B. ERS)
  - Globale Kommunikationssatellitensysteme (z.B. Iridium)

Sonnensynchroner Orbit (SSO)


- Höhe: 700-1000 km
- Besonderheiten: Durch die Abweichung der Erde von der Kugelform wirkt auf jede Satellitenbahn, die nicht genau im Äquator oder senkrecht dazu liegt, ein Drehmoment, das eine Präzessionsbewegung der Bahnebene um die Erdachse zur Folge hat. Bei Satellitenbahnen, die in die gleiche Richtung wie die Erdrotation verlaufen, wirkt die Präzessionsbewegung entgegengesetzt zur Erdrotation. Bei Bahnen entgegen der Erdrotation wirkt die Präzession in die gleiche Richtung wie die Erdrotation.
Bei einer bestimmten Inklination zwischen ca. 96° und 99° (u.a. abhängig von der Höhe des Orbits) beträgt die Präzession für Satelliten im LEO genau eine Umdrehung pro Jahr, so dass die Orientierung der Bahn gegenüber der Sonne immer gleich bleibt. Der Satellit passiert einen Punkt auf der Oberfläche immer zur selben Ortszeit, wodurch sich die gewonnenen Daten verschiedener Tage leichter vergleichen lassen, da sich das Reflexionsverhalten von Oberflächen mit dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ändert. Eine genaue wissenschaftliche Klassifikation und ein Vergleich der Daten ist also nur dann möglich, wenn der Winkel Sonne-Erde-Satellit im Beobachtungszeitraum immer gleich ist, was durch den SSO erreicht wird. Bewegt sich der Satellit entlang der Dämmerungszone (Morgen- bzw. Abendstunde), läßt sich auf optischen Aufnahmen die Höhe von Objekten aus der Länge des Schattenwurfs ableiten. Wenn der Satellit zusätzlich die Erde so umkreist, dass er den Erdschatten nicht passiert, kann er ständig von Solarzellen mit Energie versorgt werden und benötigt keine Batterien.
- Wird genutzt für:
  - Erderkundungssatelliten wie Landsat, ERS usw.
  - Meteorologische Satelliten
  - Spionagesatelliten
  - Sonnenbeobachtungssatelliten wie ACRIMSat, TRACE

Medium Earth Orbit (MEO)


- Höhe: 1000-36000 km
- Besonderheiten: Bahnhöhe zwischen LEO und GEO
- Wird genutzt für:
  - Medium-Earth-Orbit-Satellit
  - Globale Kommunikationssatellitensysteme wie Globalstar
  - Navigationssatelliten wie GPS, Galileo oder Glonass

Geotransfer Orbit (GTO)

: siehe auch: GTO-Transferbahn
- Höhe: 200-800 km Perigäum, 36000 km Apogäum
- Besonderheiten: Übergangsorbit, um einen GEO zu erreichen (siehe auch Hohmann-Transfer). Das Perigäum wird in den meisten Fällen vom Satelliten selbst angehoben, indem im Apogäum ein Raketenmotor gezündet wird. Einige Raketen wie die russischen Proton und die amerikanischen Titan IIIC, Titan IV Centaur, Atlas V und Delta IV sind in der Lage, Satelliten direkt im geostationären Orbit auszusetzten.

Geostationärer Orbit (GEO bzw. GSO)

:siehe auch: Geosynchrone Umlaufbahn
- Höhe: 35786 km auf einer Kreisbahn über dem Äquator
- Besonderheiten: Ein Satellit im GEO umrundet die Erde genauso schnell wie diese sich dreht - befindet sich also bezüglich eines Punktes auf der Erdoberfläche immer an derselben Position.
- Wird genutzt für:
  - Geostationärer Satellit
  - Kommunikationssatelliten
  - Satelliten für TV-Übertragung wie Astra oder Eutelsat

Highly Elliptical Orbit (HEO)

Geostationäre Orbits sind für die Versorgung von Polargebieten ungeeignet, weil die Satelliten in Polargebieten nur eine geringe Elevation haben, ab dem 82. Breitengrad sogar ganz unter den Horizont rutschen. HEO-Orbits sind hier eine Alternative, auch wenn der Aufwand für das Senden (mindestens 2 Satelliten für 24-Stunden-Versorgung notwendig) und Empfangen (Antennennachführung notwendig) deutlich höher als bei GEO sind. Siehe auch: Highly-Elliptical-Orbit-Satellit

Überblick der Umlaufbahnen

Eigenschaften

Highly-Elliptical-Orbit-Satellit Da die Form eines Orbits weitgehend einer Ellipse entspricht, wird die Flugbahn eines Satelliten über die Lage dieser Ellipse bezüglich des Zentralkörpers beschrieben.

Position der Ellipse bezüglich des Zentralkörpers


- i Inklination (Bahnneigung)
- \Omega Länge des aufsteigenden Knotens
- \omega Winkelabstand des