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Eka

Eka

Eka- ist die Bezeichnung für ein chemisches Element, welches im Periodensystem unter einem anderen Element steht. Der Begriff Eka wird vor allem benutzt, solange das darunterstehende Element noch nicht entdeckt ist. So hieß Germanium bis zu seiner Entdeckung Eka-Silizium. EKA ist ebenso die Abkürzung für "Erwachsene Kinder aus alkoholkranken Familien", sie gehören zu den Al-Anon/ Al-Ateen Familiengruppen der Anonymen Alkoholiker.[http://www.al-anon.de Al-Anon]. Taiso Eka (chin. Dazu Huike) ist der Name des 2. Zen-Patriarchen. Kategorie:Chemisches Element

Periodensystem

Das Periodensystem der Elemente, kurz Periodensystem oder PSE, bietet eine Übersicht der verschiedenen chemischen Elemente. Die Elemente werden mit steigender Kernladung (Ordnungszahl) entsprechend ihrer chemischen Eigenschaften in Perioden sowie Haupt- und Nebengruppen eingeteilt. Nachfolgend ist das Periodensystem der Elemente in seiner heute bekanntesten Form dargestellt. Die Elemente sind mit ihrer Ordnungszahl und ihrem Symbol aufgeführt. (Ein über die Ordnungszahl 118 erweitertes Periodensystem befindet sich unter Erweitertes Periodensystem).

Geschichte

Erweitertes Periodensystem Die Datierung der Entdeckung solcher Elemente, die bereits seit der Frühzeit oder Antike bekannt sind, ist nur ungenau und kann je nach Literaturquelle um mehrere Jahrhunderte schwanken. Sicherere Datierungen sind erst ab dem 18. Jahrhundert möglich. Bis dahin waren erst 15 Elemente als solche bekannt und beschrieben (Metalle wie Eisen, Kupfer, Blei, Bismut, Arsen, Zink, Zinn, Antimon, Platin, Silber, Quecksilber und Gold oder Nichtmetalle wie Kohlenstoff, Schwefel und Phosphor). Die meisten Elemente wurden im 19. Jahrhundert entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren nur noch zehn der natürlichen Elemente unbekannt. Seither wurden vor allem schwer zugängliche, oftmals radioaktive Elemente dargestellt. Viele dieser Elemente kommen nicht in der Natur vor und sind das Produkt von künstlichen Kernverschmelzungsprozessen. Erst im Dezember 1994 wurden die beiden künstlichen Elemente Darmstadtium (Eka-Platin) und Roentgenium (Eka-Gold) hergestellt. (siehe auch: [http://www.seilnacht.com/Lexikon/psframe.htm www.seilnacht.com]) Anfang des 19. Jahrhunderts stellte Johann Wolfgang Döbereiner erstmals einen Zusammenhang zwischen der Atommasse und den chemischen Eigenschaften einzelner Elemente fest. 1863 stellte Newlands eine nach Atommassen geordnete Tabelle der Elemente in Achtergruppen (Gesetz der Oktaven) auf. Das Periodensystem selbst wurde 1869 nahezu gleichzeitig und unabhängig voneinander von Dmitri Mendelejew (1834-1907) und Lothar Meyer (1830-1895) aufgestellt. Dabei ordneten sie ebenfalls die chemischen Elemente nach steigenden Atommassen, wobei sie Elemente mit ähnlichen Eigenschaften (Anzahl der Valenzelektronen) untereinander anordneten. Im 20. Jahrhundert wurde der Aufbau der Atome entdeckt, die Periodizität wurde durch den Aufbau der Elektronenhülle erklärt. (siehe auch Entwicklung des Periodensystems der Elemente)

Aufbau

Die chemischen Eigenschaften eines Elements werden nur durch die Eigenschaften der Elektronenhülle bestimmt, die Eigenschaften des Atomkerns spielen bis auf die Kernladung, die die Anzahl der Hüllenelektronen festlegt, keine Rolle. Das Periodensystem ist damit vollständig durch die Elektronenkonfiguration der Atome erklärbar. Die Elemente in einer Periode (Zeile des PSE) haben die gleiche Anzahl von Elektronenschalen, die Elemente einer Gruppe (Spalte des PSE) gleichen sich im Aufbau der äußeren Elektronenschale. Die Unterscheidung in Haupt- und Nebengruppen ergibt sich dadurch, dass bei letzteren nicht die äußerste, sondern die zweitäußerste Schale mit Elektronen aufgefüllt wird, bei den Lanthaniden/Lanthanoiden und Actiniden/Actinoiden die drittäußerste. Im Wesentlichen bestimmt die Anzahl der Elektronen auf der äußeren Elektronenschale das chemische Verhalten eines Atoms, deshalb haben die Elemente der einzelnen Gruppen, da sie die gleiche Anzahl an Elektronen auf der äußeren Bahn haben, vergleichbare chemische Eigenschaften.. Das Element 84 (Po Polonium) und alle nachfolgenden sind radioaktiv und somit instabil. Auch innerhalb der Elemente 1 bis 83 sind 2 Stoffe enthalten, die radioaktiv, also instabil sind: Nr. 43 Tc Technetium und Nr. 61 Pm Promethium (Name nach Prometheus). So bleiben tatsächlich nur 81 stabile Elemente übrig, die in der Natur vorkommen - alle anderen sind radioaktive Stoffe. Von den radioaktiven Elementen sind nur Thorium und Uran in größeren Mengen in der Natur vorhanden, da diese Elemente Halbwertszeiten in der Größenordnung des Alters der Erde haben. Alle anderen radioaktiven Elemente sind entweder intermediäre Zerfallsprodukte des Urans und Thoriums, wie das Radium oder entstehen bei seltenen natürlichen Kernreaktionen oder durch Spontanspaltung von Uran und Thorium. Letztere können in wägbaren Mengen nur künstlich hergestellt werden. Dies gilt grundsätzlich für alle Elemente mit Ordnungszahlen über 94, von denen bis heute noch keine Spuren in der Natur gefunden wurden, obwohl sie ebenfalls bei der Elementsynthese in einer Supernova entstehen.

Tendenzen

Im PSE kann man feststellen, dass einige Eigenschaften der Elemente sich in bestimmten Positionen im PSE finden lassen.
So erscheint es logisch, dass die Anzahl der Protonen von links nach rechts in einer Zeile und von oben nach unten in einer Spalte zunimmt. So gibt es weitere Eigenschaften, die sich im Periodensystem darstellen lassen:
- Masse
  - nimmt von oben nach unten und von links nach rechts zu (Ausnahmen: Ar vor K, Te vor I, Co vor Ni, Th vor Pa).
- Atomradius
  - nimmt von oben nach unten zu, von links nach rechts ab (bei Hauptgruppenelementen)
- Elektronegativität
  - Nimmt von oben nach unten ab, von links nach rechts zu (Ausnahme: Edelgase)
- Ionisierungsenergie
  - nimmt von oben nach unten ab, von links nach rechts zu.
- Metallcharakter
  - nimmt von oben nach unten zu und von links nach rechts ab.
- Basizität der Oxide
  - nimmt von oben nach unten zu, von links nach rechts ab.
- Schrägbeziehung:
  - Ähnlichkeiten zwischen:
    - Lithium - Magnesium
    - Beryllium - Aluminium
    - Bor - Silizium
  - Grimmscher Hydridverschiebungssatz
- Lanthanoidenkontraktion

Siehe auch


- Elektronenkonfiguration im Periodensystem.
- Liste der chemischen Elemente nach
  - Namen
  - Ordnungszahl
  - Symbol
- Seltenheit

Das Lied der chemischen Elemente

1959 hat der Amerikaner Tom Lehrer ein Lied geschrieben, in dem die Namen aller bis dato bekannten 102 Elemente vorkommen. Dieses Lied heißt „The Elements“ (Lied der chemischen Elemente).
- http://chemlab.pc.maricopa.edu/periodic/lyrics.html
- http://www.privatehand.com/flash/elements.html

Weblinks

Deutsche Seiten


- [http://www.seilnacht.com/Lexikon/psframe.htm Bebildertes Periodensystem]
- [http://mypse.sourceforge.net/ Interaktives Periodensystem - deutsch (GPL)]
- [http://www.pse-online.de/html/allgemein/pdf.htm/ Periodensystem als PDF]

Englische Seiten


- [http://www.webelements.com Informationen zu den Elementen]
- [http://www.iupac.org/reports/periodic_table/index.html offizielles Periodensystem der Elemente der] IUPAC Kategorie:Werkzeug der Chemie !Periodensystem als:Periodensystem ja:周期表 ko:주기율표 ms:Jadual berkala simple:Periodic table th:ตารางธาตุ

Germanium

Germanium (von lat. Germania "Deutschland", dem Vaterland des Entdeckers Clemens Winkler (1838-1904)) ist ein chemisches Element. Es wurde am 6. Februar 1886 erstmals nachgewiesen.

Geschichte

Die Entdeckung des Germaniums verdanken wir Clemens Winkler, einem Chemiker an der Bergakademie Freiberg (in Freiberg), der mit Kobalt-Glas arbeitete. Er untersuchte das Mineral Argyrodit und fand dabei das neue Element Germanium. Es stellte sich später als das Eka-Silizium heraus, das 1871 von Dmitri Iwanowitsch Mendelejew vorausgesagt worden war.

Vorkommen

Germanium ist weit verbreitet, kommt aber nur in sehr geringen Konzentrationen vor; Clarke-Zahl (= Durchschnittsgehalt in der Erdkruste): 1,5 g/t. Es wird als Begleiter in Kupfer und Zinkerzen gefunden (Hettstedter Kupferschiefer). Die wichtigsten Minerale sind Argyrodit, Canfieldit, Germanit und Reniérit.

Eigenschaften

Germanium ist ein Halbmetall, bei dem der Metallcharakter überwiegt. Germanium weißt als einer der wenigen Stoffe die Eigenschaft der Dichteanomalie auf, d. h., seine Dichte ist in festem Zustand niedriger als in flüssigem.

Verwendung

Als Halbleiter war es das führende Material in der Elektronik, bis es vom Silizium verdrängt wurde und heute nur noch in der Hochfrequenztechnik eine Rolle spielt. Eventuell ändert sich das wieder mit der neuen Germanium-Kohlenstoff-Silizium Technologie. Seine zweite Hauptanwendung findet es in der Infrarotoptik in Form von Fenstern und Linsen-Systemen aus poly- oder monokristallinem Germanium sowie optischen Gläsern mit Infrarotdurchlässigkeit, so genannten Chalkogenidgläsern. Einsatzgebiete hierfür sind militärische und zivile Nachtsichtgeräte. Weitere wesentliche Verwendungen liegen in der Herstellung von Glasfaserkabel-Lichtwellenleitern und Polyesterfasern: In modernen Lichtleitfasern der Telekommunikation wird mit Hilfe von Germaniumtetrachlorid eine Germanium-Beschichtung des inneren Faserkerns zur Erreichung der Totalreflexion von Lichtwellen herbeigeführt. In der Polyesterchemie kommt Germaniumdioxid als Katalysator bei der Herstellung von bestimmten Polyesterfasern und -granulaten zum Einsatz, speziell für recyclingfähige PET-Flaschen, PET = Polyethylenterephthalat. Bei Germanium lässt sich, im Gegensatz zu Stahl, nicht durch Neutronenstrahlung die Kristallstruktur zerbrechen. Es fängt den Stoß des Neutrons elastisch auf. Bisher findet diese Entdeckung jedoch keine Nutzung in Reaktoren.

Abbildungen

Reaktor Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Gruppe-14-Element Kategorie:Periode-4-Element Kategorie:Halbmetall Kategorie:Schwermetall Kategorie:Halbleiter ja:ゲルマニウム th:เจอร์เมเนียม

Chinesische Sprache

Chinesisch – chinesisch: 汉语 und 中文 Pīnyīn: Hànyǔ und Zhōngwén – ist eine Untergruppe der sino-tibetischen Sprachfamilie. Es ist keine Einzelsprache, sondern aufgegliedert in verschiedene einzelne "Dialekte", die sich voneinander ebenso stark wie die verschiedenen slawischen oder die verschiedenen romanischen Sprachen unterscheiden. Manche sprechen daher lieber von den "sinitischen Sprachen". Andererseits bezeichnet man mit "chinesisch" mehr und mehr das weit verbreitete Mandarin, also eine klar abgegrenzte Sprache. __TOC__ Die mündliche Kommunikation zwischen einem Sprecher des Mandarin und beispielsweise einem des Kantonesischen ist sehr schwierig bis unmöglich. Ermöglicht wird die Kommunikation aber über die Hochsprache Pǔtōnghuà und die chinesische Schrift, die in ganz China benutzt wird und die aufgrund ihres besonderen Charakters als logographischer Schrift unabhängig von der Aussprache verständlich ist, regional jedoch durch Einflüsse der "Dialekte" durchaus variieren kann. Chinesisch in der einen oder anderen Variante wird heute von ca. 1,2 Milliarden Menschen gesprochen, von denen die meisten in der Volksrepublik China und Taiwan leben. Die verschiedenen chinesischen Sprachen werden oft auch als Dialekte bezeichnet, obwohl sich, wie beschrieben, Sprecher verschiedener chinesischer Sprachen nicht verstehen können und diese Sprachen selbst wieder in Dialekte zerfallen. Dies wird mit der gemeinsamen Schrift und der Koexistenz in einem gemeinsamen Staat begründet. In der Linguistik wird aber in diesem Zusammenhang oft statt von Dialekten auch von verschiedenen chinesischen Sprachen gesprochen und das Chinesische als eine Gruppe von mindestens sechs verschiedenen Sprachen angesehen. Die am weitesten verbreitete Variante ist Běifānghuà (北方话) (Mandarin, wörtl. "Sprache des Nordens"), welches die Muttersprache von ca. 850 Millionen Menschen ist. Weitere wichtige chinesische Sprachen sind Gan (20 Mio. Sprecher), Hakka (auf Mandarin: Kèjiā; 30 Mio. Sprecher), Jin (45 Mio. Sprecher), Min Bei (10 Mio. Sprecher), Min Nan (40 Mio. Sprecher), Wu (u.a. Shanghaiisch, 77 Mio. Sprecher), Xiang (36 Mio. Sprecher) und Yue (Kantonesisch, mehr als 80 Mio. Sprecher). [http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=China] [http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=Taiwan] Der Language Code ist zh bzw. chi oder zho (nach ISO 639). Für MIME e-mail und im HTTP-Protokoll wird optional eine genauere Unterscheidung mit einem angehängten Country Code (nach ISO 3166) vorgenommen, und damit zh-TW (Taiwan), zh-CN (VR China) und zh-SG (Singapur) unterschieden. Die chinesischen Sprachen – am stärksten ausgeprägt das klassische Chinesisch der Antike – sind isolierende Sprachen, das heißt, die einzelnen Worte stehen als isolierte Einheiten nebeneinander und werden nicht verändert (z. B. durch Deklination oder Konjugation). Grammatische Merkmale wie Anzahl, Fall oder Zeit werden durch hinzugefügte kennzeichnende Worte ausgedrückt, wo es nötig ist. Ist der Gebrauch dagegen aus dem Kontext eindeutig, entfällt die Kennzeichnung gewöhnlich. Im klassischen Chinesisch ist jede Silbe zugleich ein Morphem. Im modernen Chinesisch sind viele zwei- oder dreisilbige Wörter jedoch nur noch theoretisch in mehrere Morpheme zerlegbar, da sie durch langen, häufigen Gebrauch nicht mehr als zusammengesetzte Wörter empfunden werden. Die chinesischen Sprachen sind auch Tonsprachen, das heißt, die Tonhöhe und ihr Verlauf, in der ein Wort gesprochen wird, ist bedeutungsunterscheidend. Die Anzahl der Töne variiert unter den verschiedenen Varianten. Mandarin hat 4 bzw. 5 Töne, der Shanghai-Dialekt (Wu) nur 2 ausgeprägte Töne, Kantonesisch (Yue, gesprochen in Guangdong und Hong Kong) hat 6 Töne, Min Nan hat sogar 8. Neben der chinesischen Schrift gibt es mit dem Pīnyīn auch eine voll ausgebildete offizielle Romanisierung für das Mandarin-Chinesisch. Die anderen chinesischen Sprachen haben eigene Romanisierungs-Systeme. Die chinesischen Sprachen haben andere, eigentlich nicht verwandte ostasiatische Sprachen sehr stark beeinflusst, vor allem Koreanisch, Japanisch und Vietnamesisch.

Literatur


- Bernhard Karlgren: Schrift und Sprache der Chinesen. 2. Aufl., Springer 2001, ISBN 3-540-42138-6.
- Li Dejin, Cheng Meizhen: Praktische chinesische Grammatik für Ausländer. Beijing, Sinolingua 1993, ISBN 7-8005-2218-0
- Zhang Wei, Xu Denan: Grammatik des modernen Chinesisch. Beijing, Verlag für Fremdsprachige Literatur 1985.
- Qian Wencai: Chinesisch-deutsche kontrastive Syntax. Hamburg, Helmut Buske 1985, ISBN 3-87118-623-6.

Lehrbücher


- Wei Chiao: Grundstudium Chinesisch 1. 2. Aufl., Dürr + Kessler 2004, ISBN 3-8018-0064-4.
- Ning-ning Loh-John: Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Chinesisch. Ein Standardwerk für Anfänger, 5. Aufl., Langenscheidt 1999, ISBN 3-468-26090-3.
- Assimil: Chinesisch ohne Mühe Bd. 1, ISBN 2-7005-1093-3/ ISBN 2-7005-1350-9
- Assimil: Chinesisch ohne Mühe Bd. 2, ISBN 2-7005-1094-1/ ISBN 2-7005-1351-7
- Cremerius, Ruth: Chinesisch für Deutsche, ISBN 3-87548-384-7

Wörterbücher


- Das neue chinesisch-deutsche Wörterbuch. Beijing, Shangwu yinshuguan 1985, ISBN 7-100-00096-3 (Bis heute das beste chinesisch-deutsche Wörterbuch. Wortschatz etwas veraltet).
- Chinesisch-deutsches Wörterbuch. Akademie der Wissenschaften der DDR 1986, ISBN 3-05-000170-4, ISBN 3-05-000171-2. (Ein weiteres hervorragendes Werk, leider etwas unhandlich, da zweibändig. Die chinesischen Zeichen sind handschriftlich eingetragen, der deutsche Text und Pinyin sehen aus wie auf einer mechanischen Schreibmaschine geschrieben.)
- Wilfried Fuchsenberger: Chinesisch-deutsches Universalwörterbuch. Beijing, Verlag für Fremdsprachige Literatur 2001, ISBN 7-119-01864-7. (Das neueste Wörterbuch größeren Umfangs. Die Übersetzungen sind leider teilweise ungenau oder sogar irreführend, der Satz lässt zu wünschen übrig.)

Siehe auch


- Sprache
- Chinesische Familiennamen
- Chinesische Dialekte
- Deutsch-chinesisches Wort- und Satzlexikon auf Wikibooks

Weblinks


- [http://dehanci.vitadata.org Deutsch-chinesisches Wort- und Satzlexikon (Datenbank)]
- [http://www.chinese-tools.com/ Chinese-tools.com: Chinesisch-Kurse, Wörterbuch, Transkriptor und mehr] (engl.)
- http://vcdic.drgao.de/index.php?page=search.php Metasuchmaschine für Chinesisch
- http://www.xuexizhongwen.de/linksammlung.htm Linksammlung zu mehreren Online-Chinesisch/Mandarin-Kursen
- [http://www.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/personal/lehmann/CL_Lehr/Spr_Welt/SW_Chin.html Zur chinesischen Sprache]
- [http://www.xuexizhongwen.de/ Chinesische Sprache und Computer]
- [http://www.chinafokus.de/themen/themen.php?kaid=44 Themenseite chinesische Sprache bei Chinafokus]
- [http://www.zanhe.com/ Schanghaiisch (Wu Sprache): Introduction and Development] (engl.)
- http://www.zhongwen.com/
- http://www.hantrainerpro.de Kategorie:Sprachgruppe !Chinesische Sprache ja:中国語 ko:중국어 th:ภาษาจีน zh-cn:汉语 zh-min-nan:Hàn-gí zh-tw:漢語

Zen

Zen-Buddhismus oder Zen (jap.: 禅 – Zen) ist eine in China ab dem 5. Jahrhundert nach Christus entstandene Linie des Mahayana-Buddhismus, die wesentlich vom Daoismus beeinflusst wurde. Der chinesische Name 禅 (Chan) stammt von dem Sanskritwort Dhyana (ध्यान), das in das Chinesische als 禅那 (Chan'na) übertragen wurde. Dhyana bedeutet frei übersetzt soviel wie „Versenkung“. Ab dem 12. Jahrhundert gelangte Zen auch nach Japan und erhielt dort eine neue Ausprägung, die dann in der Neuzeit auch in den Westen gelangte. Die verwendeten Begriffe zum Zen stammen daher meistens aus dem Japanischen. Darüber hinaus gibt es auch noch eine koreanische (Seon, Hangeul 선) und vietnamesische (Thiền) Tradition.

Was ist Zen?

Eine Frau fragte: „Was ist Zen?“ Ein alter chinesischer Meister antwortete: „Das Herz des Fragenden ist Zen.“
„Was ist Zen?“ gehört zu jenen seltenen Fragen, die aus prinzipiellen Gründen nicht sinnvoll beantwortet werden können. Die Antwort kann nur individuell-intuitiv erfasst werden. Sie wird bloß von jenen vollständig verstanden, die sie bereits erkannt haben. Allgemein kann man sagen, dass Zen eine besondere Erkenntnis oder Einsicht bezeichnet, die mit einer bestimmten grundsätzlichen Lebensweise und -haltung verbunden ist. Die Wurzeln des Zen liegen zwar im Buddhismus, doch ist es nach Meinung vieler Zen-Meister nicht an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung gebunden. Der Kern des Zen übersteigt – wie es mystischen Bewegungen eigen ist – alle religiösen und philosophischen Systeme. Jeder Mensch kennt „Zen-Momente“. Es sind Augenblicke wie etwa die völlige Versenkung in eine spannende Tätigkeit, das Aufgehen in einer Menschenmasse (z.B. in einer Festgemeinschaft) oder das gänzliche Aufgesogensein durch eine Wahrnehmung (z.B. während des Hörens von Musik). Die westliche Psychologie spricht vom Flow-Erlebnis, doch fehlt in diesem Konzept noch das Moment der aufmerksamen (Selbst-)Beobachtung und durchgängig simultaner (Selbst-)Wahrnehmung von innerer und äußerer Welt. Zen könnte man auch als „Unkonditioniertheit des Augenblicks“ bezeichnen. Zen schenkt dem Augenblick das höchste Maß an Lebenssinn. Nur dort findet das Leben statt, und verlieren Zukunft und Vergangenheit ihren gedanklichen Einfluss: sie existieren beide einfach eben nicht (mehr). Im erlebten Augenblick gibt es kein „Ich“ und somit ist der Augenblick nicht gestört von aufkommenden Gedanken oder Gefühlen: Zen ist „nicht (ich) sein“. Zen ist eine Kunst der Lebensführung, eine Lebenssuche in jedem Atemzug. Je mehr ein Mensch im Augenblick der Gegenwart lebt, desto eher findet er seinen seelischen Frieden.

Lehre

„Ich würde gerne irgendetwas anbieten, um Dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.“ – Ikkyû Sôjun
Oft wird gesagt, dass Zen überhaupt „nichts“ bietet: keine Lehre, kein Geheimnis, keine Antworten, keine Lösung. Zwar ist eine solche Behauptung (wenigstens für den einzelnen Übenden) völlig richtig, andererseits stellt sie eine Verkürzung der Tatsachen dar, die besonders in einem speziellen Kontext gegenüber Praktizierenden verwendet wird. In anderen Zusammenhängen wird häufig genau das Gegenteil behauptet: Zen biete alles, das „ganze Universum“. Zen offeriert tatsächlich in dem Sinne „nichts“, als dass es einfach nur das Gewöhnlichste, Alltäglichste und Normalste der Welt ist, das Leben zu leben – in seiner ganzen Fülle. Zugleich enthält es die Aufhebung der Trennung von Innenwelt und Außenwelt, also „alles“. Der unmittelbare Zugang zu diesem Einfachsten von allem ist dem Verstandeswesen Mensch jedoch versperrt – es scheint so, als ob die niemals schweigende Stimme der Gedanken ihn durch hartnäckige Ideen und urteilende Vorstellungen blockiert. Stattdessen verursacht die permanente Beschäftigung mit sich selbst, die schützende Ich-Bezogenheit jedes einzelnen immer wieder nur neues Leiden (Dukkha). Zen kann die Verwirrung lösen – zuletzt vermag man sogar zu essen, wenn man hungrig ist, zu schlafen, wenn man müde ist. Zen ist nichts Besonderes. Es gibt kein Ziel, welches zu erreichen wäre. Natürlich hat Zen aber auch philosophisch-religiöse Aspekte und historisch gewachsene Lehren, wie etwa in der Sōtō- bzw. Rinzai-Richtung. Diese kann man – wenn sie auch zur subjektiven Erfahrung des Zen nicht unbedingt notwendig sind – selbstverständlich mit Worten beschreiben. Auch wenn Intellektuelle und Wissenschaftler sich von Zen angezogen fühlen, ist es seinem Wesen nach doch transrational bzw. arational, so dass es von diesen oft als Logos-feindlich und „irrational“ empfunden wird. Es widersetzt sich grundsätzlich jeder begrifflichen Bestimmung. Das scheinbar Mysteriöse des Zen rührt allein aus den Paradoxa, die der Versuch des Sprechens über Zen hervorbringt (vgl. Wittgensteins Schweigen).

Praxis

::::„Zen ist nicht etwas Aufregendes, sondern Konzentration auf deine alltäglichen Verrichtungen“Shunryu Suzuki Zen ist der weglose Weg, das torlose Tor. Die dem Zen zugrundeliegende große Weisheit (Prajna) braucht nicht gesucht zu werden, sie ist immer schon da. Vermöchten die Suchenden einfach nur ihre permanenten Anstrengungen aufzugeben, die Illusion der Existenz eines „Ich“ aufrechtzuerhalten, würde sich Prajna unmittelbar einstellen. Realistisch gesehen ist das Beschreiten des Zen-Wegs jedoch eines der schwierigeren Dinge, die in einem menschlichen Leben unternommen werden können. Den Schülern wird die Bereitschaft zur Aufgabe ihres selbstbezogenen Denkens und letztlich des Selbst abverlangt. So dauert der Übungsweg gewöhnlich mehrere Jahre, bevor die ersten Schwierigkeiten überwunden sind. Der Weg ist allerdings stets zugleich auch das Ziel, im Üben ist die Erfüllung stets gegenwärtig. Primäre Aufgabe des Zen-Schülers ist die fortgesetzte, vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments, eine vollständige Achtsamkeit ohne eigene urteilende Beteiligung (Samadhi). Diesen Zustand soll der Zen-Schüler nicht nur während des Zazen, sondern möglichst in jedem Augenblick seines Lebens beibehalten. Auf diese Weise kann sich die Erkenntnis der absoluten Realität einstellen (Satori). Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird aufgehoben; die Kontingenz der eigenen Existenz, das In-die-Welt-geworfen-Sein kann angenommen werden. Vollkommene innere Befreiung ist die Folge: es gibt nichts zu erreichen, nichts zu tun und nichts zu besitzen. Methoden Mit der Zeit haben Zen-Meister verschiedene Techniken entwickelt, die den Zen-Schülern Hilfen bieten und Fehlentwicklungen vorbeugen sollen. Die Schulung der Aufmerksamkeit und der absichtslosen Selbstbeobachtung stehen dabei an erster Stelle; daneben wird das (ver)störende diskursive Denken an einen Endpunkt gebracht. Im eigentlichen Sinne gelehrt werden kann Zen nicht. Es können nur die Voraussetzungen für spontane, intuitive Einsichten verbessert werden. Zu den gebräuchlichen Methoden der Zen-Praxis gehören Zazen (Sitzmeditation), Kinhin (Gehmeditation), Rezitation (Textlesungen), Samu (konzentriertes Tätigsein) und das Arbeiten mit Koans. Besonders intensiv werden diese Methoden während mehrtägiger Übungsperioden oder Klausuren (Sesshin bzw. Retreat) geübt. Der Zen-Schüler muss zumindest das Zazen in sein alltägliches Leben integrieren, denn Zen ist seinem Wesen nach immer nur Praxis. Ziele Indem während des Übens die Flut der Gedanken zur Ruhe kommt, wird das Erleben von Stille und Leere, Shunyata, möglich. Shunyata Vor allem im Rinzai-Zen wird die mystische Erfahrung der Erleuchtung (Satori, Kenshō), ein oft plötzlich eintretendes Erleben universeller Einheit, d.h. die Aufhebung des Subjekt-Objekt-Gegensatzes, zum zentralen Thema. In diesem Zusammenhang ist oft von „Erwachen“ und „Erleuchtung“ (pali/sanskrit: Bodhi), vom „Buddha-Werden“, oder der Verwirklichung der eigenen „Buddhanatur“ die Rede. Diese Erfahrung der Nicht-Dualität ist der sprachlichen Kommunikation kaum zugänglich und kann auch einer Person ohne vergleichbare Erfahrung nicht vermittelt werden. So ist es im Zen mehr als unüblich, darüber mit einer anderen Person als dem Zen-Lehrer zu sprechen. Im Sōtō-Zen tritt die Erleuchtungserfahrung völlig in den Hintergrund. Zum zentralen Begriff von Zen-Praxis wird Shikantaza, „einfach nur sitzen“, d.h. die absichtslose, nicht auswählende Aufmerksamkeit des Geistes in Zazen, ohne einem Gedanken zu folgen oder ihn zu verdrängen. Zazen wird im Sōtō also nicht als Mittel zum Zweck der Erleuchtungssuche verstanden, sondern ist selbst Ziel und Endpunkt. Das große Koan des Sōtō-Zen ist die Zazen-Haltung selber. Zur Verwirklichung dieses absichtslosen Sitzens zentral ist Hishiryo, das Nicht-Denken, d.h. das Hinausgehen über das gewöhnliche, kategorisierende Denken. Dōgen schreibt im Shobogenzo Genjokoan dazu folgende Passage: :„Den Weg zu studieren heißt sich selbst zu studieren, sich selbst zu studieren heißt sich selbst vergessen. Sich selbst zu vergessen bedeutet eins zu werden mit allen Existenzen.“

Ethik des Zen

Zen besitzt auch eine eigene Ethik. In ihrem Mittelpunkt steht die Einsicht, dass wir anderen nur helfen können, wenn wir uns selbst befreit haben (analog zu den Konsequenzen aus dem christlichen „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“). Die Zuwendung zu anderen Lebewesen in sorgender Liebe (Agape) und Solidarität ist dabei allerdings niemandem – keinem Gott, keinem Buddha, keiner Offenbarung oder Lehre- geschuldet, sondern erwächst aus der inneren Einsicht, die durch die Fortschritte in der Zen-Praxis reift, von selbst. Wenn der Zen-Praktizierende zu begreifen beginnt, dass alles im Kosmos miteinander in Verbindung steht, wird offensichtlich, dass keine real existierende Grenze zwischen dem einzelnen Übenden und allen anderen Menschen besteht. Hieraus folgt die Einsicht, dass jede schädigende, aber auch jede helfende Handlung letztlich auf den Verursachenden zurückfällt. Die Ethik des Zen-Buddhismus kann also als „pragmatischer Altruismus“ charakterisiert werden. Da im Zen Dualismen wie gut/böse oder falsch/richtig abgelehnt werden, kann es auch keine allgemein verbindlichen Vorschriften oder Gebote geben, auch wenn sich die Mönche in der Regel freiwillig zu solchen verpflichten (Kai). Die einzige gültige Maxime ist die allgemeine Förderung des Lebens, oder umgekehrt: die Vermeidung des Tötens. Eine große Rolle spielt dabei Mitgefühl und Mitleid mit den Mitgeschöpfen. Die Zen-Praxis hat das Wohl aller fühlenden Wesen im Blick, in einem Gelübde heißt es: „Wie zahlreich auch immer die fühlenden Wesen sein mögen, ich gelobe, sie alle zu retten.“
Andererseits ging aus der Zen-Kultur die japanische Kunst der Kriegführung, das Bushido der feudalistischen Samurai, hervor. Im übrigen pflegt Zen eine Situationsethik, die immer nur im real eintretenden, konkreten Fall entscheidet. Sie bürdet dem Handelnden damit eine große Verantwortung auf. Auch sonst liegt der Schwerpunkt des Handelns in der Interaktion mit anderen Individuen – ein gesellschaftspolitisches Engagement wird zumeist eher ablehnend beurteilt: wer die Welt retten will, sollte zuerst mit sich selbst beginnen und danach seinem Nachbarn helfen. Diese Haltung führt dazu, dass Zen ab und zu quietistische, eskapistische und politisch-konformistische Tendenzen vorgehalten werden.

Geschichte

Das Zen, wie wir es heute kennen, ist von vielen Kulturen über anderthalb Jahrtausende beeinflusst und bereichert worden. Seine Anfänge sind im Indien des 5. Jahrhunderts vor Christi Geburt zu suchen, mit dem Beginn des Buddhismus. Diese neue Strömung hat eine Reihe Parallelen zum Yoga. Nachdem Bodhidharma der Legende nach im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung die Lehre des Zen nach China brachte, sind Elemente des Daoismus mit eingeflossen. Die für Zen typischen Elemente der Lehre sind in China entstanden. Eine Vielzahl von Schriften mit Gedichten, Anweisungen, Gesprächen und Koans stammt aus dieser Zeit. Aus diesem Grunde findet man viele Begriffe heute sowohl in chinesischer als auch japanischer Bezeichnung. Das erste nachweisbare Schriftstück ist das Shinjinmei von Meister Sosan aus dem 7. Jahrhundert. Die Überbringung der Lehre durch Dogen nach Japan im 13. Jahrhundert hat wiederum Elemente des Shintoismus einfließen lassen. Im 19. und besonders im 20. Jahrhundert erreichte das japanische Zen Europa und Amerika und wurde ebenfalls erweitert und verknüpft mit christlichen Lehren u. a.

Ursprung

Der Legende nach soll der historische Buddha Shakyamuni seiner Schülerschar einst eine Blume gezeigt haben, die er zwischen seinen Fingern drehte. Nur sein Schüler Mahakashyapa verstand diese Geste unmittelbar als zentralen Punkt der Lehre Buddhas und lächelte. Da diese Einsicht des Kashyapa – die im übrigen tatsächlich alles enthält, was Zen ist – nicht schriftlich zu fixieren ist, erfolgt die Übermittlung seitdem persönlich von Lehrer zu Schüler. Man spricht dabei von sogenannten Dharma-Linien (d.h. in etwa: Lehr-Richtungen). Diese besondere Form der Weitergabe wird um das Jahr 1000 folgendermaßen charakterisiert: :Eine Übermittlung außerhalb jeglicher Doktrin,
die sich weder auf Worte noch auf Schriften stützt.
Ein direktes Hinweisen auf des Menschen Herz:
Wer sein eigenes Wesen schaut, ist ein Erwachter (Buddha).
Buddha Die Zen-Überlieferung setzte sich fort über 27 indische Meister bis zu Bodhidharma, der die Lehre nach China gebracht haben soll und so zum ersten Patriarchen des Chan wurde (für die weitere Geschichte des chinesischen Zen siehe dort). # Bodhidharma (skt. बोधिधर्म, chin. Damo 達摩, jap. Daruma だるま)
- um 440 – † um 528 # Hui-ke (慧可, jap. Daiso Eka)
- 487 – †593 # Seng-can (僧燦, jap. Konchi Sosan)
- ? – †606 # Dao-xin (道信, jap. Dai'i Doshin)
- 580 – †651 # Hung Ren (弘忍, jap. Dai'man Konin)
- 601 – †674 # Hui Neng (慧能, jap. Daikan Eno)
- 638 – †713 Nach dem 6. Patriarchen teilt sich die Linie in verschiedene Schulen auf. Für das China der Zeit um 950 spricht man von den 5 Häusern:
- Igyo (chin. Gui Yang 潙仰)
- Rinzai (chin. Lin Ji 臨済) von Eisai Zenji nach Japan gebracht
- Sōtō (chin. Cao Dong 曹洞) von Dogen Zenji nach Japan gebracht
- Ummon (chin. Yun Men 雲門)
- Hogen (chin. Fa Yan 法眼) In der Folge entstanden bis in die Gegenwart weitere Schulen, darunter:
- Obaku (chin. Huang Po 黄檗)
- Sanbô Kyôdan

Japan

Zunächst scheiterten die Versuche, Zen nach Japan zu importieren: Dosho (629-700) begründete in Japan die erfolglose Hossô-Schule und baute eine Halle für Zen-Meditation, nachdem er 653 nach China gepilgert war. Weil ihn die Kaiserin eingeladen hatte, kam um 810 der chinesische Rinzai-Meister Yikong (jap. Giku) nach Japan. Für ihn wurde ein Kloster gebaut, welches aber kaum Zulauf hatte. Schließlich ging Kakua im Jahr 1171 nach China, um dort Rinzai zu studieren, doch blieb auch diese Unternehmung historisch folgenlos. Dann reiste Myôan Eisai (1141-1215), ein Mönch der Tendai-Schule, 1168 und 1187 nach China. Nachdem er mehrere Jahre dort Zen studiert hatte, wurden ihm die Ehren eines Zen-Meisters der Oryo-Line des Rinzai-Zen zuteil. Nachdem er nach Japan zurückgekehrt war, gründete er das erste Rinzai-Kloster in seinem Heimatland. Die spezielle Oryo-Linie des Rinzai-Zen erlosch in Japan allerdings bereits nach einigen Generationen wieder. Allerdings war Eisai der erste Lehrer von Dogen Kigen (1200-1253). Letztgenannter wurde bereits mit 13 Jahren Novize in dessen Kloster und studierte Eisais Rinzai-Zen unter ihm selbst und seinem Meisterschüler. Kurz nach Eisais Tod reiste Dogen 1223 mit dem Dharma-Nachfolger von Eisai, Myozen nach China, wo sich ihre Wege trennten. Dogen lernte unter Rujing (jap. Tendo Nyojo)(1163-1228) und erlangte ungewöhnlich tiefe Einsicht und Erleuchtung. Als er 1227 als Zen-Meister nach Japan zurückkehrt, brachte er eine Lehre und Praxis mit, die sich auf vier Kerngedanken konzentrierte: Shikantaza („nur sitzen“), Hishiryo („das dem Denken Unermeßliche“), Shoshin Tanza („regelmäßige Übung“) und Shinjin datsuraku („Körper und Geist abstreifen“). Mit der Gründung des Klosters Eihei-ji im Jahre 1244 etablierte er die Sōtō-Schule in Japan. (...) (...) Die japanische Kultur wurde durch Zen stark beeinflusst. Aus dem Bemühen von Gelehrten, Künstlern und der Samurai um ein tieferes Verständnis von Zen entstanden (vorwiegend in der Rinzai-Schule) eine Reihe verschiedener Disziplinen, die als Wege () des Zen bekannt wurden:
- Chado – der Weg der Teezeremonie (Teeweg)
- Shodo – der Weg der Schreibkunst
- Iaido – der Weg der Schwertkunst
- Kyudo – der Weg des Bogenschießens
- Budo – der Weg des Kriegers (Der Sportliche Weg sich selbst zu formen)
- Kado – der Weg des Blumenarrangements (auch: Ikebana)
- Suizen – das kunstvolle Spiel der Shakuhachi-Bambusflöte
- Zengarten – die Kunst der Gartengestaltung Zen wurde zur Geisteshaltung wichtiger Familien der Kriegerkaste (Samurai) und gewann so Einfluss auf die Kriegskünste (bu-jutsu). Dadurch entstanden jedoch auch Verbindungen zum japanischen Nationalismus, die nach dem Zweiten Weltkrieg auch aus Reihen des Zen selbst kritisiert wurden.

Moderne

In der Neuzeit ist die Verbreitung des Zen in Japan zurückgegangen, jedoch wächst die Zahl der Anhänger in den westlichen Ländern. Begünstigt durch fehlenden Dogmatismus gibt es auch Verbindungen zur Katholischen Kirche. Wichtige Vermittler als Priester und gleichzeitig Zen-Meister sind:
- Pater Hugo Makibi Enomiya-Lassalle SJ (1898-1990) und
- Pater Willigis Jäger OSB (Ko-un Roshi). Ein wichtiger zeitgenössischer Dharma-Lehrer ist der Vietnamese Thich Nhat Hanh, der Zen (Mahayana) mit Elementen des Theravada-Buddhismus (Vipassana) verknüpft. Ein weiterer Vertreter der Sōtō-Schule ist der US-Amerikaner und Vietnamveteran Claude AnShin Thomas. Er hat Gelübde als Bettel- und Wandermönch abgelegt und lehrt überall dort, wohin er in der Welt eingeladen wird. Er ist der Gründer der Zaltho Foundation in den USA einer gemeinnützigen Organisation die sich insbesondere der Versöhnungsarbeit für Opfern von Krieg und Gewalt widmet. Schwesternorganisation ist die Zaltho Sangha Deutschland. Claude AnShin Thomas studierte mehrere Jahre bei Thich Nhat Hanh und wurde im Jahre 1995 von Bernhard Tetsugen Glassmann Roshi zum buddhistischen Mönch und Priester in der japanischen Sōtō-Zen-Tradition ordiniert. Der japanische Zen-Meister Taisen Deshimaru Roshi, Schüler des Sōtō-Zen-Meisters Kodo Sawaki Roshi, kam in den sechziger Jahren nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod (1982) Zen lehrte. Er hinterließ eine große Schülerschaft die bis heute wächst und mit verschieden Zen-Organisationen in ganz Europa vertreten ist. Deshimaru gründete 1970 die Gesellschaft Association Zen Internationale (AZI). Die Sōtō-Zen Schule wird in Deutschland aktuell vertreten durch Rev. Shoju Nakagawa und Rev. L. Tenryu Tenbreul. Der Sōtō-Zen Dachverband, das Sōtō-Zen Buddhism Europe Office, wird von Rev. Genshu Imamura geleitet und sitzt in Mailand. Der japanische Zen-Meister Kyozan Joshu Sasaki, der seit 1962 Zen in den USA lehrt, war seit 1979 regelmäßig nach Österreich gekommen, um dort Vorträge zu halten und Sesshins durchzuführen. Sein Wirken und das seiner Schüler, allen voran die Aufbauarbeit von Genro Seiun Osho in Wien und Süddeutschland trugen wesentlich zur Etablierung der Rinzai-Zen Schule im deutschen Sprachraum bei. Ein weiteres Standbein des Rinzai-Zen ist das, durch den japanischen Zen-Meister Hozumi Gensho Roshi betreute und vom deutschen Zen-Mönch Dorin Genpo Osho geleitete Zen-Zentrum Bodaisan Shoboji in Dinkelscherben, dem einige Zen-Gruppen in Deutschland zugeordnet sind. Daneben gibt es im Westen auch Anhänger und Praxis-Gruppen der chinesischen (Chán; traditionell: 禪 / vereinfacht: 禅), koreanischen (Seon) und vietnamesischen (Thiền) Tradition.

Siehe auch

Portal Buddhismus

Literatur

Einführungen
- Robert Aitken: Zen als Lebenspraxis. 5. Aufl. Diederichs, München 1995, ISBN 3-424-00928-8
- Steve Hagen: Buddhismus im Alltag. Freiheit finden jenseits aller Dogmen. Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-21695-8
- Adelheid Meutes-Wilsing, Judith Bossert: Zen für jeden Tag. Herder, Freiburg 2001, ISBN 3-451-05124-9
- Jiho Sargent: Zen – was ist das? 108 Antworten. Barth, München 2004, ISBN 3-502-61106-8
- Alan Watts: Vom Geist des Zen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-518-37788-4 Moderne Klassiker
- Shunryu Suzuki: Zen-Geist – Anfänger-Geist. 11. Aufl. Theseus, Berlin 2002, ISBN 3-89620-131-X
- Philip Kapleau: Die Drei Pfeiler des Zen. Lehre – Übung – Erleuchtung. 14. Aufl. Barth, München 2004, ISBN 3-502-61132-7
- Daisetz T. Suzuki: Die große Befreiung: Einführung in den Zen-Buddhismus. 20. Aufl. Barth, München u.a. 2003, ISBN 3-502-67594-5
- Taisen Deshimaru-Roshi: Za-Zen. Die Praxis des Zen. 5. Aufl. Kristkeitz, Leimen 1991, ISBN 3-921508-11-8 Wissenschaftliche Literatur / Hilfsmittel
- Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen. Grundbegriffe und Lehrsysteme ... Goldmann, München 1996, ISBN 3-442-12666-5
- Heinrich Dumoulin: Geschichte des Zen-Buddhismus. Bd.1: Indien und China. Bd.2: Japan. Francke, Bern [u.a.] 1985f., ISBN 3-7720-1554-9, ISBN 3-317-01596-9
- Byung-Chul Han: Philosophie des Zen-Buddhismus. Reclam, Stuttgart 2002, ISBN 3-15-018185-2
- Stefan Winter: Zen. Bibliographie nach Sachgebieten. Lang, Frankfurt a.M. u.a. 2003, ISBN 3-631-51221-X

Weblinks

Allgemeines
- [http://www.zenforum.de/index.php ZenForum.de – Informationen und Zen-Forum]
- [http://www.zen-guide.de Zen-Guide Deutschland (mit Zentrensuche)]
- [http://zen.de/ Zen.de Portal]
- [http://www.zen-vereinigung.de/zen_glossar_01.html Zen-Glossar und -Lexikon]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Gesellschaft/Religion_und_Spiritualit%c3%a4t/Buddhismus/Zen/ Verzeichnis von Zen-Seiten im Netz (Open Directory)]
- [http://www.zenforum.de/modules.php?op=modload&name=books&file=index&req=view_cat&cid=1 Kommentierte Liste deutscher Zen-Literatur (mit Inhaltsangaben)] Sonstige Links
- [http://homepage3.nifty.com/sanbo-zen/cow_d.html Die Zehn Bilder vom Ochsenhirten (Mit Kommentaren)]
- [http://www.christ-in-der-gegenwart.de/archiv/besondere_thema_archiv_html?k_beitrag=245896 Artikel zum Thema: „Zen, Christentum und Gottesbilder“ der Zeitschrift Christ in der Gegenwart]
- [http://www.webwerkstatt.de/westzen.htm Zen-Buddhismus im Abendland: Ost-West-Begegnungen.]
- [http://www.zenbuddhismus.de/ Zen-Buddhismus – Eine Einführung von Egmont Einofski] (Für weitere Links und Literaturangaben siehe Sōtō, Rinzai und die Artikel zu den von Zen beeinflussten japanischen Disziplinen). Kategorie:Zen Kategorie:Chinesische Philosophie und Religion Kategorie:Mahayana Kategorie:Meditation ja:禅 ko:선불교

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Couffoulens

Couffoulens Couffoulens est une commune française, située dans le département de l'Aude et la région Languedoc-Roussillon. Ses habitants sont appelés les Couffoulénois.

Géographie

Histoire

Administration

Démographie

Lieux et monuments

Personnalités liées à la commune

Voir aussi


- Communes de l'Aude

Liens externes


- [http://www.ign.fr/affiche_rubrique.asp?rbr_id=1087&CommuneId=15802 Couffoulens sur le site de l'Institut Géographique National]
- [http://www.recensement.insee.fr/RP99/rp99/co_navigation.co_page?nivgeo=C&codgeo=11102&theme=ALL&typeprod=ALL&lang=FR&quelcas=LISTE Couffoulens sur le site de l'Insee]
- [http://www.quid.fr/communes.html?mode=query&req=Couffoulens Couffoulens sur le site du Quid]
- [http://www.lion1906.com/Pages/ResultatProximiteCoord.php?RadLat1=0.753216231285918&RadLong1=0.0402686243551244 Communes les plus proches de Couffoulens]
- [http://www.lion1906.com/Pages/ResultatLocalisation.php?InseeVille=110102 Localisation de Couffoulens sur une carte de France]
- [http://www.mapquest.com/maps/map.adp?latlongtype=decimal&latitude=43.1561111111111&longitude=2.30722222222222&zoom=8 Plan de Couffoulens sur Mapquest]

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