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Francis Gary Powers

Francis Gary Powers

Francis Gary Powers (
- 17. August 1929 in Jenkins, Kentucky; †1. August 1977 in Encino, Kalifornien) war Pilot der US Air Force. Er wurde bekannt durch seinen spektakulären Aufklärungsflug mit dem Spionageflugzeug U-2 über das Gebiet der UdSSR, bei dem er am 1. Mai 1960 militärische Anlagen fotografierte. Bei dem Flug wurde er abgeschossen, konnte sich aber aus großer Höhe mit dem Fallschirm retten. Er wurde entdeckt, in Gefangenschaft genommen und als Spion zu zehn Jahren Haft in der Sowjetunion verurteilt. Am 11. Februar 1962 wurde Powers gegen den Spitzenspion der UdSSR Rudolf Abel auf der Glienicker Brücke (zwischen West-Berlin und Potsdam DDR gelegen) ausgetauscht. Powers kam später als Pilot beim Absturz eines TV-Hubschraubers ums Leben. Powers, Francis Gary Powers, Francis Gary Powers, Francis Gary Powers, Francis Gary Powers, Francis Gary Powers, Francis Gary

17. August

Der 17. August ist der 229. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 230. in Schaltjahren) – somit bleiben noch 136 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1579: Gründung der heutigen Hauptstadt Real de Minas de Tegucigalpa (kurz: Tegucigalpa) in Honduras.
- 1648: Englischer Bürgerkrieg: Schlacht bei Preston
- 1740: Benedikt XIV. wird zum Papst gewählt.
- 1852: Beschluss zur Gründung des Germanischen Nationalmuseums, des „größten Museums deutscher Kunst und Kultur“, in Nürnberg
- 1896: In London wird Bridget Driscoll das erste Todesopfer in einem Verkehrsunfall, an dem ein Automobil beteiligt ist.
- 1942: Der erste amerikanischer Luftangriff im 2. Weltkrieg in Europa
- 1943: Die USAAF erleidet bei der Operation Double Strike schwere Verluste
- 1945: Indonesien wird unabhängig.
- 1956: Das Bundesverfassungsgericht verbietet die KPD.
- 1960: Die Republik Gabun erhält ihre Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1962: Im Todesstreifen der Berliner Mauer verblutet Peter Fechter.
- 1978: Nach 137 Stunden und 5781 km landen die drei US-Amerikaner Ben Abruzzo, Maxie Anderson und Larry Newman nach der ersten Überquerung des Atlantischen Ozeans in einem Ballon bei Evreux in der Nähe von Paris.
- 1982: Die Plattenfirma PolyGram stellt die ersten Audio-CDs vor: Walzer von Frederic Chopin, gespielt von Claudio Arrau, sowie das Album The Visitors der Musikgruppe ABBA.
- 1993: Turkmenistan wird Mitglied in der UNESCO.
- 2000: Die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen wird mit einem Rekordergebnis von 98,8 Milliarden D-Mark abgeschlossen.

Kultur


- 1772: Uraufführung der komischen Oper Der Krieg von Johann Adam Hiller in Berlin.
- 1953: Uraufführung der Oper Der Prozeß von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen.
- 1954: Uraufführung der Oper Penelope von Rolf Liebermann bei den Salzburger Festspielen.

Katastrophen


- 1999: Erdbeben der Stärke 7,6 im Nordwesten der Türkei mit dem Epizentrum Nahe der Stadt İzmit, ca. 18.000 Tote und 44.000 Verletzte

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unten der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1153: Heinrich II., Herzog von Anjou und König von England (1154: 1189)
- 1578: Francesco Albani, italienischer Maler
- 1586: Johann Valentin Andreae, deutscher Schriftsteller
- 1601: Pierre de Fermat, französischer Jurist und Mathematiker
- 1603: Lennart Torstensson, schwedischer Feldmarschall, Reichsrat und Generalgouverneur Lennart Torstensson
- 1629: Johann III., König von Polen
- 1700: Clemens August I. von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln
- 1768: Louis-Charles-Antoine Desaix, französischer General
- 1769: Peter Alois Gratz, katholischer Bibelwissenschaftler
- 1780: Ignaz Paul Vitalis Troxler, schweizer Arzt, Politiker und Philosoph
- 1801: Fredrika Bremer, schwedische Schriftstellerin, Führerin der schwedischen Frauenbewegung
- 1816: Benjamin Bilse, deutscher Kapellmeister und Komponist
- 1830: Richard Volkmann, deutscher Chirurg
- 1837: Heinrich Hansjakob, badischer Volksschriftssteller
- 1839: Matthijs Maris, niederländischer Maler
- 1843: Mariano Rampolla del Tindaro, Kardinalstaatssekretär unter Papst Leo XIII.
- 1844: Menilek II., Kaiser von Äthiopien
- 1882: Samuel Goldwyn, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1887: Karl I., Kaiser von Österreich und König von Ungarn
- 1887: Egon Lustgarten, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1892: Mae West, US-amerikanische Schauspielerin
- 1894: Otto Suhr, deutscher Politiker SPD, Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1895: Caroline Haslett, englische Ingenieurin
- 1896: Lotte Jacobi, US-amerikanische Fotografin
- 1905: Jorge Urrutia Blondel, chilenischer Komponist
- 1906: Marcello Caetano, letzter Diktator Portugals
- 1907: Roger Peyrefitte, französischer Schriftsteller
- 1911: Michail Botwinnik, russischer Schachspieler
- 1913: Oscar Galvez, argentinischer Rennfahrer
- 1920: Maureen O'Hara, irische Schauspielerin
- 1921: Walter Koschatzky, österreichischer Kunsthistoriker
- 1926: Jiang Zemin, chinesischer Politiker und Parteichef
- 1929: Francis Gary Powers, amerikanischer U-2-Pilot
- 1931: Topsy Küppers, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1932: V. S. Naipaul, westindischer Schriftsteller
- 1933: Tom Courtney, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1939: Luther Allison, US-amerikanischer Musiker
- 1939: Ed Sanders, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1941: Werner Edelmann, schweizerischer Unternehmer
- 1941: Lothar Bisky, Parteivorsitzender der PDS
- 1941: Fritz Wepper, deutscher Schauspieler
- 1941: Ibrahim Babangida, ehem. Präsident von Nigeria
- 1943: Robert De Niro, US-amerikanischer Schauspieler
- 1944: Rexhep Mejdani, albanischer Staatspräsident
- 1946: Marion Maerz, deutsche Schlagersängerin
- 1946: Bernd Noske, deutscher Musiker und Sänger
- 1946: Helmut Pechlaner, österreichischer Zoologe
- 1947: Gary Tally, US-amerikanischer Musiker
- 1949: Sib Hashian, US-amerikanischer Musiker
- 1949: Edgar Schneider, deutscher Fußballspieler
- 1950: Christian Kohlund, schweizer Schauspieler
- 1951: Steve Price, US-amerikanischer Musiker
- 1952: Heiner Goebbels, deutscher Komponist
- 1952: Nelson Piquet, brasilianischer Autorennfahrer
- 1952: Guillermo Vilas, argentinischer Tennisspieler
- 1953: Manfred Kolbe, sächsischer Politiker CDU, MdB
- 1953: Herta Müller, deutsche Schriftstellerin
- 1954: Ingrid Daubechies, belgische Professorin der Physik
- 1955: Kevin Welch, US-amerikanischer Country-Sänger und Songschreiber
- 1957: Robin Cousins, britischer Eiskunstläufer und Olympiasieger
- 1957: Ralf Richter, deutscher Schauspieler
- 1958: Belinda Carlisle, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1960: Sean Penn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1966: Rodney Mullen, Skateboarder, 22facher Freestyle-Weltmeister
- 1967: Michael Preetz, deutscher Fußballspieler
- 1968: Anja Fichtel-Mauritz, deutsche Florettfechterin
- 1976: Olena Krassowska, ukrainische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1977: Thierry Henry, französischer Fußballspieler
- 1977: Tarja Turunen, finnische Musikerin

Gestorben


- 310: Eusebius, Papst
- 1030: Ernst II., Herzog von Schwaben
- 1304: Go-Fukakusa, 89. Kaiser von Japan
- 1547: Katharina von Zimmern, letzte Äbtissin des Fraumünsterklosters in Zürich
- 1640: Wilhelm Kettler, Herzog von Kurland
- 1673: Reinier De Graaf, niederländischer Arzt und Forscher
- 1676: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, deutscher Schriftsteller
- 1681: Nikon (Patriarch)], russischer Patriarch
- 1720: Anne Dacier, französische Schriftstellerin Anne Dacier
- 1731: Johann Augustin Kobelius, Komponist, Hofmusiker und Kapelldirektor
- 1786: Friedrich der Große, König von Preußen
- 1799: Christian Heinrich Spieß, Schriftsteller auf dem Gebiet des Trivialromans
- 1807: Johannes Nikolaus Tetens, Philosoph
- 1836: Karl von Hessen-Kassel, hessischer Adliger
- 1838: Lorenzo da Ponte, österreichischer Librettist
- 1850: José de San Martín, argentinischer General und Revolutionär
- 1853: Frederick Adam, britischer General und Gouverneur von Madras
- 1867: Maximilian Joseph von Chelius, deutscher Augenarzt und Chirurg
- 1875: Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek, deutscher Sprachwissenschaftler
- 1882: Dietrich Wilhelm Landfermann, Pädagoge, Demokrat und Schulleiter in Duisburg
- 1886: Alexander Michailowitsch Butlerow, russischer Chemiker
- 1898: Carl Zeller, österreichischer Jurist und Komponist
- 1916: Johann Hinrich Fehrs, deutscher Erzähler und Lyriker
- 1924: Paul Natorp, Philosoph und Pädagoge
- 1927: Erik Ivar Fredholm, Professor für Mathematik
- 1938: Wage Rudolf Soepratman, Komponist der indonesischen Nationalhymne Indonesia Raya
- 1939: Wojciech Korfanty, polnischer Nationalist
- 1940: Billy Fiske, Bobfahrer, Olympiasieger
- 1950: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe
- 1958: Florent Schmitt, französischer Komponist
- 1961: Carlos Salzédo, französischer Harfenist und Komponist
- 1962: Peter Fechter, Maueropfer
- 1968: Bruno Paul, deutscher Architekt und Kunsthandwerker
- 1969: Ludwig Mies van der Rohe, deutscher Architekt
- 1969: Otto Stern, deutscher Physiker
- 1969: Wilhelm Heile, deutscher Politiker
- 1973: Jean Barraqué, französischer Komponist
- 1973: Pail Williams, US-amerikanischer Sänger
- 1975: Georges Dandelot, französischer Komponist
- 1978: Hans Wolter, deutscher Physiker
- 1983: Ira Gershwin, US-amerikanischer Komponist und Liedtexter
- 1987: Carlos Drummond de Andrade, brasilianischen Lyriker
- 1987: Clarence Brown, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1987: Rudolf Heß, nationalsozialistischer Politiker
- 1988: Bruno Mathsson, Architekt und Designer
- 1988: Mohammed Zia ul-Haq, pakistanischer General, Staatspräsident von Pakistan
- 1995: Howard Koch, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1998: Tadeusz Ślusarski, polnischer Olympiasieger im Stabhochsprung
- 1998: Wladyslaw Komar, polnischer Olympiasieger im Kugelstoßen
- 1999: Eberhard Cohrs, deutscher Komiker und Schauspieler
- 1999: Reiner Klimke, deutscher Dressurreiter und Politiker
- 2000: Franco Donatoni, Italienischer Komponist
- 2003: Mazen Dana, Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters
- 2004: Friedrich Auffarth, Richter und Vizepräsident am Bundesarbeitsgericht
- 2004: Gérard Souzay, französischer Sänger
- 2004: Thea Astley, australische Schriftstellerin
- 2005: John Norris Bahcall, Astrophysiker

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Argentinien (Gedenktag zu Ehren des Generals José de San Martín)
- Nationalfeiertag in Indonesien (Ausrufung der Republik 1945)
- Nationalfeiertag in Gabun (Unabhängigkeit 1960)
- Tag des heiligen Eusebius

Siehe auch

: 16. August18. August : 17. Juli17. September : Historische Jahrestage, Zeitskala : Wikipedia:Glaskugel 0817 ja:8月17日 ko:8월 17일 simple:August 17 th:17 สิงหาคม

1929

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Robert Haab wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua
- 1. Januar: Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe
- 6. Januar: Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wird ausgerufen
- 11. Februar: Der Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano) wird nach den Lateranverträgen ein unabhängiger Staat
- 7. März: Blutnacht von Wöhrden. Beim Zusammenstoss zwischen NSDAP und KPD werden drei Menschen erschlagen
- 14. Juni: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen
- 24. Juni: Erneuerung des ausgelaufenen Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrages zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit 5 Jahre)
- 1. August: Preußisches Gesetz zur kommunalen Neuordnung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets. Die Städte Essen und Dortmund erhalten großzügige Gebietszuwächse. Aus den Städten Elberfeld und Barmen entsteht der neue Stadtkreis Barmen-Elberfeld, der 1930 in Wuppertal umbenannt wird. Duisburg und Hamborn vereinigen sich zum neuen Stadtkreis Duisburg-Hamborn. Bereits am 29. Juli 1929 wird aus den Stadtkreisen Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade die neue Stadt Oberhausen gebildet
- 3. Oktober: König Alexander I. lässt während einer Staatskrise das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen in Jugoslawien umbenennen

Wirtschaft


- 17. April: Inbetriebnahme der Nord-Süd-Leitung, der ersten mit einer Spannung von 220kV betriebenen Hochspannungsleitung in Deutschland und der ersten Verbundleitung der Welt
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 24. Oktober: Schwarzer Donnerstag an der New Yorker Börse, Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 25. Oktober: Schwarzer Freitag
- 26. Oktober: Durch ein Abkommen zwischen dem Unternehmer Ivar Kreuger und der Weimarer Republik wird das 53 Jahre dauernde Zündwarenmonopol begründet
- 29. Oktober: Die Deutsche Bank, die Disconto-Gesellschaft, die Rheinische Creditbank und der Schaafhausen'sche Bankverein schließen sich zur Deutschen und Disconto-Bank (DeDi-Bank) zusammen. Diese Fusion ist die bis dahin größte Bankenfusion in der deutschen Wirtschaftsgeschichte
- 29. Oktober: Schwarzer Dienstag
- Durch die Hilfskasse der NSDAP wurde der Deutsche Ring Versicherungspartner der NSDAP und hatte eine Sterbegeldversicherung für NSDAP-Mitglieder und deren Angehörige vereinbart

Wissenschaft und Technik


- Irving Langmuir erforscht die kollektiven Schwingungen in der Gasentladung und führt den Begriff des Plasmas ein
- Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli erweitern die Quantenmechanik zur Quantenelektrodynamik (Zur Quantendynamik der Wellenfelder. In: Zeitschrift für Physik 56(1929),1)
- 3. Juni: Dem Zeppelin LZ 126/ZR-3 „USS Los Angeles“ der US-Marine gelingt als erstem Luftschiff das Absetzen und die Aufnahme eines Flugzeuges in der Luft
- 16. Juni 1929: der Schnelldampfer „Bremen“ des Norddeutschen Lloyd Bremerhaven sticht unter Kommodore Leopold Ziegenbein in See. Am 22. Juli 1929: nach 4 Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten läuft der Dampfer als neuer Inhaber der Blauen Bandes im New Yorker Hafen ein
- 5. November: Werner Forßmanns Arbeit über seine Selbstversuche zur Herzkathetisierung erscheint
- 23. Dezember: Uraufführung des ersten, in Deutschland gedrehten Tonfilms (Spielfilm) „Die Nacht gehört uns“ in Berlin (Regisseur: Carl Froelich,
- 1875 in Berlin; † 1953 ebendort)

Kultur


- 10. Januar: Die Comicfiguren Tim und Struppi des belgischen Zeichner Hergé werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt
- 9. Februar: Uraufführung der komischen Oper Der Tenor von Ernst von Dohnányi in Budapest
- 22. Februar: Uraufführung der Operette Rosen aus Florida von Leo Fall in Wien
- 27. April: Uraufführung der Oper Jürg Jenatsch von Heinrich Kaminski an der Staatsoper in Dresden
- 15. Mai: Uraufführung der Oper Persée et Andromède ou Le Plus Heureux des trios von Jacques Ibert
- 8. Juni: Uraufführung der lustigen Oper Neues vom Tage von Paul Hindemith an der Kroll-Oper in Berlin
- 25. Juni: Uraufführung der Oper Judith von Eugène Goossens im Covent Garden in London
- 28. Juli: Uraufführung der Oper Lehrstück von Paul Hindemith in Baden-Baden
- 21. September: Uraufführung der Oper Engelbrekt von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 24. Oktober: Der feministische Essay Ein eigenes Zimmer von Virginia Woolf erscheint
- 7. November: Eröffnung des Museum of Modern Art
- Der Roman „Schall und Wahn“ von William Faulkner erscheint

Organisationen


- 1. November: Gründung der „Deutschen autonomen Jungenschaft vom 1. November 1929“ („dj.1.11“) durch Eberhard Koebel in Stuttgart
- Gründung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im bergischen Altenberg (Dhünn)

Religion


- 14. Juni: Die freie Ausübung des katholischen Glaubens in Preußen wird zwischen Preußen und dem Heiligen Stuhl in einem Konkordat vereinbart

Katastrophen


- 4. April: Die Briseis-Talsperre auf Tasmanien in Australien versagt nach schweren Regenfällen. Die daraus entstehende Flutwelle verwüstet die Stadt Derby, wobei ca. 14 Menschen ums Leben kommen
- 1. Mai: Erdbeben der Stärke 7,4 im Iran, ca. 3.300 Tote
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 6. November: Surrey, Großbritannien. Eine Junkers G24 der deutschen Lufthansa explodiert über Surrey. 6 Tote
- 24. Dezember: Im Westflügel des Weißen Hauses in Washington wütet ein Feuer

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

1. Halbjahr


- 2. Januar: Ulrich Dübber, Journalist und Politiker († 1985)
- 3. Januar: Sergio Leone, italienischer Filmregisseur († 1989)
- 3. Januar: Gordon Moore, Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Mooreschen Gesetzes
- 4. Januar: Günter Schabowski, deutscher Politiker
- 4. Januar: Herbert Vorgrimler, katholischer Theologe und Schüler von Karl Rahner
- 4. Januar: Amitai Etzioni, US-amerikanischer Soziologe und bekannt für seine Arbeiten zum Kommunitarismus
- 4. Januar: Arik Brauer, österreichischer Maler, Sänger und Dichter
- 6. Januar: Babrak Karmal, afghanischer Politiker († 1996)
- 6. Januar: Dietrich Knothe, deutscher Dirigent († 2000)
- 6. Januar: Wilbert Harrison, US-amerikanischer Musiker († 1994)
- 8. Januar: Wolfgang Peters, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 9. Januar: Heiner Müller, deutscher Dramatiker, Schriftsteller, Regisseur und Intendant († 1995)
- 9. Januar: Brian Friel, irischer Dramatiker
- 10. Januar: Wilhelm Hankel, deutscher Ökonom und Währungsfachmann
- 10. Januar: Klaus Kammer, deutscher Schauspieler († 1964)
- 11. Januar: Rafael Eitan, israelischer General und Mitglied der Knesset († 2004)
- 13. Januar: Joe Pass, US-amerikanischer Jazzgitarrist († 1994)
- 16. Januar: Pilar Lorengar, spanische Sopranistin († 1996)
- 20. Januar: Jo Miard, deutscher Bildhauer († 1982)
- 21. Januar: Bibi Johns, schwedische Schlagersängerin und Schauspielerin
- 22. Januar: Max Peter Ammann, Schweizer Filmregisseur
- 22. Januar: Petr Eben, tschechischer Komponist
- 23. Januar: Harald Metzkes, deutscher Maler
- 23. Januar: Hannelore Valencak, österreichische Schriftstellerin († 2004)
- 25. Januar: Michael Michai Kitbunchu, Erzbischof von Bangkok und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 25. Januar: Robert Faurisson, französischer Professor für Literatur, Revisionist (Holocaustleugner)
- 25. Januar: Benny Golson, US-amerikanischer Jazz-Tenorsaxophonist, Komponist und Arrangeur
- 27. Januar: Hans Berliner, Schachspieler
- 28. Januar: Claes Oldenburg, Künstler (Pop Art)
- 31. Januar: Jean Simmons, Filmschauspieler
- 31. Januar: Rudolf Mößbauer, Nobelpreisträger für Physik
- 31. Januar: Kurt Bretterbauer, österreichischer Geodät
- 2. Februar: Reiner Bredemeyer, deutscher Komponist († 1995)
- 3. Februar: Camilo Torres, kolumbianischer Priester und Befreiungs-Theologe († 1966)
- 3. Februar: Kurt Eisenblätter, Schauspieler
- 4. Februar: Walther Tröger, deutscher Jurist und Sportfunktionär
- 4. Februar: Eduard Zimmermann, Fernsehmoderator und Sicherheitsexperte
- 4. Februar: Friedhelm Busse, gehört zu den führenden Köpfen der militanten Neonaziszene in der BRD
- 4. Februar: Neil Johnston, US-amerikanischer Basketballspieler († 1978)
- 5. Februar: Luc Ferrari, französischer Komponist, Klangkünstler und Hörspielmacher († 2005)
- 5. Februar: Fred Sinowatz, Politiker, österreichischer Bundeskanzler
- 5. Februar: Hal Blaine, US-amerikanischer Musiker
- 6. Februar: Pierre Brice, französischer Schauspieler
- 6. Februar: Manfred Roeder, Rechtsanwalt und Holocaust-Leugner
- 7. Februar: Alejandro Jodorowsky, chilenischer Regisseur, Schauspieler und Autor
- 7. Februar: Wilhelm Rawe, deutscher Politiker
- 9. Februar: Willem Kersters, belgischer Komponist und Professor († 1998)
- 9. Februar: Taiji Kase, japanischer Karate-Großmeister († 2004)
- 10. Februar: Arne Benary, deutscher Wirtschaftswissenschaftler in der DDR († 1971)
- 10. Februar: Jerry Goldsmith, Filmmusikkomponist († 2004)
- 14. Februar: Vic Morrow, US-amerikanischer Schauspieler († 1982)
- 16. Februar: Christian Meier, deutscher Historiker
- 16. Februar: Gerhard Hanappi, österreischischer Fußballspieler († 1980)
- 16. Februar: Bernhard Luginbühl, Schweizer Künstler
- 17. Februar: Chaim Potok, amerikanisch-jüdischer Schriftsteller und Rabbi († 2002)
- 18. Februar: Len Deighton, britischer Fotograf und Autor
- 18. Februar: Günther Schramm, deutscher Schauspieler, Fernsehmoderator und Sänger
- 19. Februar: Jacques Deray, französischer Regisseur († 2003)
- 20. Februar: Uriella, geistige Führerin des Ordens Fiat Lux
- 20. Februar: Toshiro Mayuzumi, japanischer Komponist und Professor († 1997)
- 20. Februar: Amanda Blake, US-amerikanische Schauspielerin († 1989)
- 21. Februar: Gert Günther Hoffmann, deutscher Synchronsprecher († 1997)
- 23. Februar: Herbert Mies, deutscher Politiker
- 23. Februar: Wolfgang Junker, Minister für Bauwesen der DDR († 1990)
- 23. Februar: Alexius II., Patriarch von Moskau und ganz Russland
- 24. Februar: André Gunder Frank, deutschstämmiger Ökonom († 2005)
- 24. Februar: Zdzisław Beksiński, polnischer Maler und Grafiker († 2005)
- 26. Februar: August Lang, deutscher Politiker († 2004)
- 28. Februar: Frank Gehry, kanadisch-US-amerikanische Architekt und Designer
- 1. März: Georgi Markow, Schriftsteller († 1978)
- 4. März: Heinz Kuhrig, Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR († 2001)
- 4. März: Bernard Haitink, niederländischer Dirigent
- 6. März: Günter Kunert, deutscher Schriftsteller
- 6. März: Nicolas Bouvier, Schweizer Schriftsteller († 1998)
- 9. März: Arnulf Zitelmann, deutscher Autor von Kinder-, Jugend- und Sachbüchern
- 9. März: Hugh Desmond Hoyte, Premierminister von Guyana († 2002)
- 11. März: Theo Sorg, evangelischer Theologe
- 12. März: Hans Müllejans, Dompropst in der Domkirche zu Aachen
- 13. März: Zbigniew Messner, polnischer Politiker und Ökonom, Ministerpräsident
- 17. März: Peter L. Berger, österreichisch-amerikanischer Soziologe
- 18. März: Christa Wolf, eine deutsche Schriftstellerin
- 19. März: Johannes Poigenfürst, österreichischer Unfallchirurg
- 20. März: Rudi Glöckner, deutscher Fußballschiedsrichter († 1999)
- 20. März: Josef Reding, deutscher Schriftsteller
- 21. März: Robert Lebeck, deutscher Fotograf
- 23. März: Roger Bannister, britischer Leichtathlet und Neurologe
- 23. März: Jürgen von Woyski, deutscher Bildhauer und Maler († 2000)
- 24. März: Franz Krienbühl, Eisschnelläufer († 2002)
- 24. März: Johannes Chemnitzer, SED-Funktionär in der DDR
- 26. März: Heinz Staab, 1984 bis 1990 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
- 26. März: Toshio Akiyama, japanischer Komponist und Professor
- 26. März: Thakar Singh, Vertreter der Sant Mat Lehre († 2005)
- 27. März: Žarko Petan, slowenischer Autor
- 29. März: Hans Elsässer, deutscher Astronom († 2003)
- 29. März: Lennart Meri, estnischer Politiker
- 31. März: Helmut Rothemund, deutscher Politiker († 2004)
- 1. April: Milan Kundera, tschechischer Schriftsteller
- 2. April: Hans Koschnick, deutscher Politiker und MdB
- 3. April: Ralf Paulsen, deutscher Sänger
- 3. April: Miyoshi Umeki, japanische Schauspielerin
- 3. April: Ernest Callenbach, Journalist und Schriftsteller
- 3. April: Gerhard Behrendt, Regisseur
- 3. April: Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen († 1994)
- 4. April: André Darrigade, französischer Radrennfahrer
- 5. April: Hugo Claus, flämischer Schriftsteller
- 5. April: Ismat T. Kittani, irakischer Diplomat († 2001)
- 5. April: Ivar Giaever, US-amerikanischer Physiker
- 6. April: Nancy MacKay, kanadische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 6. April: André Previn, Pianist, Komponist und Dirigent
- 7. April: Bob Denard, Söldner
- 8. April: Jacques Brel, Chansonnier und Schauspieler († 1978)
- 8. April: Hans Korte, deutscher Schauspieler
- 8. April: Walter Berry, österreichischer Sänger († 2000)
- 9. April: Hans-Eberhard Urbaniak, Gewerkschaftssekretär, langjähriger SPD-Bundestagsabgeordneter
- 10. April: Hanns Lothar, deutscher Schauspieler († 1967)
- 10. April: Mike Hawthorn, Formel-1-Rennfahrer, Formel-1-Weltmeister († 1959)
- 10. April: Liz Sheridan, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. April: Waldemar Regele, Mariannhiller Missionar und Seelsorger am Wallfahrtsort Maria Beinberg († 2001)
- 13. April: Norbert Burger (1929), österreichischer Politiker
- 14. April: Bendjedid Chadli, algerischer Präsident (1978–1992)
- 14. April: Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR († 1978)
- 14. April: Josef Ratzenböck, österreichischer Jurist und Politiker
- 15. April: Roland Cardon, belgischer Komponist und Professor († 2001)
- 17. April: James Last, deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent
- 17. April: Józef Pińkowski, polnischer Politiker und Ministerpräsident von Polen von 1980 bis 1981 († 2000)
- 18. April: Mario Francesco Pompedda, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 18. April: Jean Jülich, Mitglied der Kölner Edelweißpiraten, Gerechter unter den Völkern
- 19. April: Arthur Maurer, deutscher Heimatforscher
- 19. April: Hans R. Beierlein, Medienmanager und Musikverleger
- 19. April: Edward Crook, US-amerikanischer Boxer († 2005)
- 22. April: Michael Francis Atiyah, Mathematiker
- 22. April: Guillermo Cabrera Infante, spanischsprachiger Schriftsteller und Filmkritiker († 2005)
- 23. April: George Steiner, Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Kulturkritiker
- 23. April: Max Bolliger, Schweizer Schriftsteller
- 27. April: Willi Hoss, deutscher Politiker († 2003)
- 29. April: Kurt Böwe, deutscher Schauspieler († 2000)
- 30. April: Klausjürgen Wussow, deutscher Schauspieler
- 1. Mai: Ralf Dahrendorf, deutsch-englischer Soziologe, Politiker und Publizist
- 2. Mai: Édouard Balladur, französischer Politiker und Premierminister
- 2. Mai: Link Wray, US-amerikanischer Musiker
- 3. Mai: Hans Stadlmair, Dirigent und Komponist
- 4. Mai: Audrey Hepburn, Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft († 1993)
- 6. Mai: Paul Christian Lauterbur, US-amerikanischer Chemiker und Radiologe
- 8. Mai: Hanne Wieder, deutsche Kaberettistin, Diseuse und Schauspielerin († 1990)
- 8. Mai: Fernand Hoffmann, Luxemburger Pädagoge, Schriftsteller und Sprachwissenschaftler († 2000)
- 8. Mai: Günther Wyschofsky, Minister für chemische Industrie der DDR
- 8. Mai: Gillian Dobb, US-amerikanische Schauspielerin († 2001)
- 9. Mai: Dieter Medicus, deutscher Rechtswissenschaftler
- 9. Mai: Wolfgang Gress, Wirtschaftsfunktionär der DDR († 2000)
- 10. Mai: Mel Lewis, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1990)
- 10. Mai: Helga Schmedt, deutscher Politiker und MdB
- 11. Mai: Gerhard Klingenberg, österreichischer Theaterregisseur und Intendant
- 12. Mai: Heino Falcke, deutscher evangelischer Theologe
- 12. Mai: Heinrich Segur, Leiter des deutschen Dienst von Radio Vatikan († 2005)
- 12. Mai: Samuel Shafishuna Nujoma, Staatspräsident von Namibia
- 13. Mai: Johannes Gründel, katholischer Theologe und Priester
- 15. Mai: Harald Puchelt, deutscher Mineraloge († 2004)
- 16. Mai: Friedrich Nowottny, deutscher Journalist und ehemaliger Intendant des WDR
- 17. Mai: Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler und -trainer († 1988)
- 21. Mai: Hans Traxler, deutscher Illustrator und Cartoonist. Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule
- 23. Mai: Marvin J. Chomsky, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 25. Mai: Werner Zeyer, deutscher Politiker († 2000)
- 27. Mai: Péter Szondi, berühmter Literaturwissenschaftler ungarischer Herkunft. († 1971)
- 29. Mai: Peter Higgs, britischer Physiker
- 29. Mai: Harry Frankfurt, US-amerikanischer Philosoph
- 30. Mai: Oskar Brüsewitz, evangelischer Pfarrer († 1976)
- 1. Juni: Paul Markowski, Funktionär der SED in der DDR († 1978)
- 2. Juni: Frédéric Devreese, belgischer Komponist und Dirigent
- 2. Juni: Friedrich Vogel, deutscher Politiker
- 3. Juni: Werner Arber, Schweizer Mikrobiologe und Genetiker
- 4. Juni: Günter Strack, deutscher Schauspieler († 1999)
- 4. Juni: Karolos Papoulias, griechischer Staatspräsident
- 5. Juni: Hermann Josef Unland, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 7. Juni: Antonio Carbajal, ehemaliger mexikanischer Fußballspieler
- 8. Juni: Viktor Josef Dammertz, Bischof emeritus von Augsburg
- 9. Juni: Johnny Ace, US-amerikanischer Musiker. († 1954)
- 10. Juni: Harald Juhnke, deutscher Entertainer, Film- und Bühnenschauspieler († 2005)
- 10. Juni: Edward Osborne Wilson, Entomologe und Biologe
- 10. Juni: James McDivitt, US-amerikanischer Astronaut
- 12. Juni: Eva Pflug, deutsche Schauspielerin
- 12. Juni: Anne Frank, jüdisches deutsches Mädchen, bekannt durch ihr Tagebuch († 1945)
- 12. Juni: Klaus Steilmann, Textilunternehmer in Bochum-Wattenscheid
- 14. Juni: Alexander Böhm, deutsche Rechtswissenschaftler
- 14. Juni: Rupert Lay, deutscher Philosoph und Theologe, Unternehmensberater und Psychotherapeut
- 14. Juni: Cy Coleman, US-amerikanischer Komponist († 2004)
- 15. Juni: Fakir Baykurt, Pädagoge und Schriftsteller († 1999)
- 15. Juni: George Barlow, US-amerikanischer Professor, Zoologe, Ichthyologe
- 17. Juni: Tigran Petrosjan, armenisch-sowjetischer Schach-Schach-Großmeister († 1984)
- 18. Juni: Jürgen Habermas, deutscher Soziologe und Philosoph
- 18. Juni: Menachem Ariav, Oberbürgermeister von Nazerat Illit
- 18. Juni: Ernst Gottfried Mahrenholz, Richter und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 20. Juni: Eugen von der Wiesche, deutscher Politiker und MdB
- 21. Juni: Gottfried Gruben, Bauforscher und Professor an der Technischen Universität München († 2003)
- 21. Juni: Traugott Buhre, deutscher Schauspieler
- 23. Juni: Henri Pousseur, belgischer Komponist
- 23. Juni: Bart Carlier, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 23. Juni: Claude Goretta, Schweizer Filmregisseur und Fernsehproduzent
- 23. Juni: Bert Carlier, NiederländerFußballspieler
- 23. Juni: June Carter Cash, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin († 2003)
- 25. Juni: Francesco Marchisano, katholischer Kardinal, Erzpriester der Vatikanischen Basilika
- 25. Juni: Eric Carle, US-amerikanischer Kinderbuchautor
- 26. Juni: June Bronhill, australische Opernsängerin († 2005)
- 26. Juni: Milton Glaser, US-amerikanischer Grafikdesigner, Illustrator und Lehrer
- 28. Juni: Barthel Hrouda, deutscher Archäologe
- 29. Juni: Eberhard Jäckel, deutscher Zeithistoriker
- 29. Juni: Oriana Fallaci, italienische Widerstandskämpferin, Journalistin und Schriftstellerin
- 29. Juni: Michio Mamiya, japanischer Komponist

2. Halbjahr


- 1. Juli: Gerald M. Edelman, US-amerikanischer Mediziner
- 2. Juli: Edgar Ott, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1994)
- 4. Juli: Jean Desforges, britische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 4. Juli: Wolfgang Hundhammer, renommierter Szenenbildner und Filmarchitekt
- 4. Juli: Darío Castrillón Hoyos, Kardinal
- 4. Juli: Konrad Swinarski, polnischer Theaterregisseur († 1975)
- 5. Juli: Jacqueline Harpman, belgische Autorin französischer Sprache
- 6. Juli: Jean-Pierre Mocky, französischer Regisseur
- 6. Juli: Gerd Zacher, Komponist und Organist
- 7. Juli: Reinhard Baumgart, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker († 2003)
- 9. Juli: Hassan II., König von Marokko (1961–1999) († 1999)
- 11. Juli: Hermann Prey, deutscher Bariton († 1998)
- 15. Juli: Francis Bebey, französischer Musiker und Schriftsteller († 2001)
- 17. Juli: Sergei Konstantinowitsch Godunow, russischer Mathematiker
- 18. Juli: Leonhard Pohl, deutscher Leichtathlet
- 18. Juli: Jalacy Hawkins, US-amerikanischer Sänger († 2000)
- 19. Juli: Martin Grüner, deutscher Politiker
- 20. Juli: Hansjörg Sinn, deutscher Chemiker und Politiker
- 20. Juli: Jean Baudrillard, französischer Philosoph und Soziologe
- 26. Juli: Alexis Weissenberg, französischer Pianist bulgarischer Herkunft
- 26. Juli: Joseph Jackson, Vater der berühmten Jackson-Familie
- 27. Juli: Jack Higgins, erfolgreicher britischer Autor
- 28. Juli: Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy († 1994)
- 28. Juli: Fritz Vilmar, Politologe, Soziologe, Globalisierungskritiker
- 29. Juli: Avet Terterian, armenischer Komponist († 1994)
- 30. Juli: Günter Prinz, deutscher Journalist
- 30. Juli: Werner Tübke, deutscher Maler († 2004)
- 30. Juli: Karl-Heinrich Hansmeyer, Wirtschaftswissenschaftler, Finanzwissenschaftler, Umweltökonom
- 1. August: Josef Homeyer, deutscher Bischof
- 2. August: José Afonso, portugiesischer Sänger und Komponisten († 1987)
- 3. August: Zdzisław Krzyszkowiak, polnischer Leichtathlet († 2003)
- 5. August: Julinho, brasilianischer Fußballspieler. († 2003)
- 6. August: Kateb Yacine, algerischer Schriftsteller († 1989)
- 8. August: Ronald Biggs, englischer Posträuber
- 8. August: José Luis Borau, spanischer Filmregisseur
- 9. August: Albert Tocco, US-amerikanischer Mafia-Boss († 2005)
- 12. August: Buck Owens, US-amerikanischer Country-Sänger
- 13. August: Hellmut Diwald, deutscher Historiker und Publizist († 1993)
- 15. August: Eugene Braunwald, US-amerikanischer Kardiologe
- 16. August: Ina-Maria Greverus, deutsche Volkskundlerin und Kulturanthropologin
- 16. August: Helmut Rahn, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 16. August: Bill Evans (Jazzpianist), Jazzpianist († 1980)
- 18. August: Wolfgang Ullmann, deutscher Theologe, Kirchenhistoriker und Politiker († 2004)
- 19. August: Ion N. Petrovici, deutscher Neurologe
- 22. August: Ulrich Wegener, deutscher Polizeioffizier
- 22. August: Pauli Toivonen, finnischer Rallyefahrer († 2005)
- 23. August: Fritz Breuer, deutscher Fußballspieler
- 24. August: Paul Lendvai, österreichischer Journalist ungarischer Abstammung
- 26. August: Eva Bakos, österreichische Kulturjournalistin und Schriftstellerin. († 2004)
- 26. August: Karl Alfred Wolken, deutscher Schriftsteller
- 26. August: Yogi Bhajan, Kundalini-Yoga-Lehrer († 2004

Kentucky

Kentucky [] wird zu den
Nordstaaten der USA gezählt und trat als 15. Bundesstaat der Union bei. Der Name des Staates Kentucky rührt vom indianischen Wort der Irokesen Ken-tah-ten, was sinngemäß "Land der Zukunft" bedeutet. Bekannt ist er als "Bluegrass State", womit die von März bis April blaugrün blühenden Grasweiden gemeint sind.

Einleitung

Kentucky und seine etwa 4 Millionen Einwohner sind am meisten bekannt für ihre Vollblutpferde, das berühmte Kentucky Derby und die hiesigen Whiskey-Brennereien. Die Bewohner wissen je nach Sachlage nicht genau, ob sie sich zu den Nord- oder Südstaaten zählen sollen. Und so wundert es nicht, dass zwei ihrer berühmtesten Söhne als Präsidenten während des Sezessionskriegs als politische Gegner auf verschiedenen Seiten standen: Abraham Lincoln als Präsident der Union und Jefferson Davis als der Präsident der Konföderation.

Geschichte

Allgemeines

Kentucky ist einer der vier Staaten, die sich selbst als Commonwealth bezeichnen. Ursprünglich war Kentucky ein County Virginias. Allein zehn der Verfassungskonvente fanden im Gerichtshaus von Danville, Kentucky, 1784-1792 statt.

Urgeschichte

Aus urgeschichtlicher Zeit des Tertiär und des Pleistozän stammen zahlreiche Knochenfunde von Mammuts oder Mastodons, die der französische Hauptmann Carles Lemoyne de Longueil als erster Europäer 1739 am "Big Bone Lick" im heutigen Boone County entdeckte. Im Umfeld einer Salz-Schwefel-Quelle waren offensichtlich hunderte von Großsäugern verendet und deren Knochen erhalten geblieben. Die dortigen Gewässer waren bis 1812 als Salinen geschätzt und zwischen 1815 bis 1830 sogar für ihre Kurwirkung bekannt. US-Präsident Thomas Jefferson schickte eigens eine Expedition an diesen Ort, um einige Knochen in seine Sammlung aufzunehmen.

Prähistorie

Expedition Seit etwa 20 Jahren wird die prähistorische Vergangenheit durch die Archäologie in sechs Unterabschnitte geteilt. Diese umfassen einen Zeitraum von 13.000 vor unserer Zeitrechnung bis 1650 n. Chr.: Die Paleo-Indianische Kultur, die Archaische Kultur, die "Woodland"-Kultur, die Adena-Kultur, die Mississippi-Kultur und die "Fort-Ancient"-Kultur. Von etwa 1650 bis zur Ankunft der ersten weißen Siedler kämpften unterschiedliche indianische Stammesgruppen um die Vorherrschaft über das Land der großen Weiden ("Great Meadow"). Die Stämme der Shawnee drangen vom Norden über den Ohio River in das Territorium, während die Cherokee und Chickasaw-Stämme vom Süden über den Cumberland River kamen. Aber auch Stämme der Delawaren und der Wyandot durchstreiften die Region, da dies auch der Weg der großen Büffelherden von den Salzsümpfen bis hin ins heutige Illinois war.

Neuzeit

18. Jahrhundert

Illinois Illinois Bezeichnenderweise betonen Politiker aus dem Raum Kentuckys stets, dass daher kein indianischer Stamm irgendeinen Besitzanspruch auf jene Landstriche ableiten könne. Sie vergessen offenbar, dass es bereits im Vokabular der meisten Indianersprachen zu diesem Zeitpunkt keine Begrifflichkeit von Landbesitz gab. Land bzw. Boden konnte man nicht "besitzen", dieser war lediglich geliehen. Christopher Gist und Thomas Walker leiteten die ersten Erkundungs-Expeditionen zwischen 1750/51, doch der Ausbruch des Krieges gegen Frankreich und die Indianer 1754 während des Siebenjährigen Krieges unterbrachen jeden Ansatz das heutige Staatsgebiet weiter zu erkunden. Jahrzehntelang hatte das Gebiet westlich der Allegheny Mountains für die amerikanischen Siedler nur als wildreiches Jagdgebiet gedient. Durch den mit den Indianern Handel treibenden John Finlay auf die Fruchtbarkeit jener Gegend aufmerksam gemacht, war es den Erkundungen Daniel Boones seit 1769 zu verdanken, der das Land mit mehreren "Jagdgesellschaften" bereiste und mit der Gründung von ersten Forts auch den Grundstein für spätere Städte legte, dass Kentucky für die Besiedlung erschlossen wurde. In der romantisch verklärten Tradition Kentuckys gilt daher Boone als der erste Kentuckier. Während des Unabhängigkeitskrieges orderte das britische Oberkommando von Detroit 1780 einen "Raid" tief ins Siedlungsgebiet des späteren Kentuckys hinein. Unter der Führung des Hauptmanns Henry Bird landeten 150-200 kanadische Ranger bei Falmouth im heutigen Pendleton County an. In ihrem Gefolge hatten sie 600-800 indianische Verbündete, die zu den Shawnee, Ottawa, Huronen, Anishinabe, Lenni Lenape und Mingo gehörten und als zum Teil ehemalige Bewohner dieser Regionen allen Grund zur Rache an den dortigen Siedlern hatten. In blutigen und erbitterten Kämpfen, die von den amerikanischen Historikern zu den schlimmsten Auseinandersetzungen mit indianischer Beteiligung gezählt wurden, bekämpften sie die Grenz-Forts des Staates. Ihr Weg wird heute noch als "Bird`s War Road" bezeichnet. Auf ihrem hastigen Rückzug verschleppten sie rund 460 Siedler aus den umliegenden Gegenden auf britisches Einflussgebiet. Die Gefangenen wurden dabei ohne Rücksicht auf den familiären Zusammenhalt aufgeteilt. Eine Minderheit deportierten die Engländer nach Detroit, die meisten starben in indianischer Gefangenschaft. 1790 akzeptierten die Deputierten Kentuckys die Bedingungen Virginias bezüglich des Austritts, so dass die Verfassung des Bundesstaats im April 1792 endlich ratifiziert werden konnte. Schließlich, am 1. Juni 1792, wurde Kentucky zum 15. Bundesstaat der Union und Isaac Shelby, ein Held des Unabhängigkeitskrieges, zum ersten Gouverneur des jungen Commonwealths. Schon 1798 erbauten findige Investoren nach britischen Vorbildern eine erste Pferderennbahn. Seit jener Zeit widmete man sich hier verstärkt der Zucht und dem Verkauf der berühmten Vollblüter.

19. Jahrhundert

Vollblüter Im Vorfeld der Bürgerkrieges hatte der Staat aufgrund seiner immensen offenen Grenze über 1126 km zum Süden hin eine bedeutende Rolle bei den Fluchthelferaktionen für schwarzafrikanische Sklaven der Anrainerstaaten. Zahlreiche unterirdische Verstecke der so genannten "Underground Railroad" sind bis heute erhalten. Am 20. Mai 1861 versuchte Kentucky durch eine Proklamation seine Neutralität im Sezessionskrieg zu wahren. Als jedoch am 3. September 1861 konföderierte Truppen in den Staat eindrangen und zahlreiche Städte brandschatzten, ergriff man Partei für die Union. Zur allgemeinen Propaganda gehörte auch das Bedrucken von Visitenkarten und der Post mit politischen Parolen. In einer auf einem Briefumschlag damals von Illinois aus verbreiteten Karikatur kniet der befrackte Wolf der Sezession vor Rotkäppchen, das ein Banner der Union schultert. Er bietet ihr an Kentucky aus der Union herauszuführen - oder jeden anderen Staat, dies wäre die entscheidende Frage. ("The Secession Wolf" offering to lead Kentucky, "Or any other State," out of the Union. "That's what's the matter.") Union Nach offizieller Sicht immer noch ein neutraler Bundesstaat sah die Realität anders aus: Oft kämpften nahe Verwandte auf beiden Seiten. So standen ca. 100.000 Kentuckier auf der Seite der Union, rund 40.000 Mann verfochten die Sache der Konföderation. Das strategische Potenzial Kentuckys hatten beide Armeen erkannt, sodass verschiedene blutige Scharmützel und zahlreiche Guerilla-Raids auf dem Staatsgebiet stattfanden. Die als heftigste Schlacht angesehene ereignete sich in der Nähe von Perryville, wo 7.600 Soldaten starben und 5.400 verwundet wurden, als es dem Nordstaaten-General Don Carlos Buell aufgrund eines "akustischen Schattens" nicht gelang, die zahlenmäßig unterlegenen Truppen Braxton Braggs zu stellen. Die Zivilbevölkerung Kentuckys sollte bis Ende des Krieges unter den Überfällen der Bushhawker-Banden aus dem Süden zu leiden haben. Dennoch stellte man sich später angesichts der aggressiven Unterdrückungspolitik der Nordstaaten während der Rekonstruktionsphase (1865-1877) demonstrativ auf die Seite des Südens. Insbesonder seit den 1880er-Jahren betrieb der Ku Klux Klan seine Einschüchterungspolitik gegenüber der farbigen und liberalen Bevölkerung. Nach dem Niedergang der Hanfindustrie, die zuvor die meisten Säcke in den Staaten produziert hatte, veränderte die Kultivierung des so genannten "Burley Tabaccos" die Agrarlandschaft Kentuckys entscheidend. Mit diesem hochwertigen Produkt konnten erfolgreich neue Absatzmärkte erschlossen werden. Burley Tabaccos Als die "Kentucky Railway Company" die Schienenstrecke im Powell County 1886 erschloss, expandierte gleichermaßer die Zedernholzindustrie des Landes. Die bereits sechs Jahre zuvor begründete "Red River Lumber Mills"-Gesellschaft galt als die größte dampfbetriebene Sägemühle des Staates. Um 1890 begann ein buchstäblicher "Run" auf Amerikas größte Zedern-Plantage in der Nähe von Clay City. Der Boom der Region nahm jedoch durch ein verheerendes Großfeuer der Mühlen und der Anpflanzungen 1906 ein unerwartetes Ende.

20. Jahrhundert

Im "Black Patch War" zwischen 1904 und 1909 drückte sich die Unzufriedenheit kleiner und mittelständischer Anbieter aus, die letztlich erfolgreich gegen das Tabakmonopol einiger weniger großer Anbieter ankämpften. Tabakmonopol Tabakmonopol Die größte Umwälzung Kentuckys vom 19. bis ins 20. Jahrhundert drückte sich im Wandel vom Agrar- in einen Industrie-Staat aus, der während des Zweiten Weltkriegs beinahe abgeschlossen war. Neben der Textilien produzierenden war es vor allem die Kohle fördernde und Tabak weiterverarbeitende Industrie, die den Weg für weitere Fertigungszweige vorebnete. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise 1930 waren viele Farmer und Minenarbeiter gezwungen, sich um Arbeit in den Städten zu bemühen. Es sollte allerdings bis 1970 dauern, dass mehr Arbeiter in den Städten als auf dem Land beschäftigt waren. 1936 richtete man den US-Staatsschatz mit seinen Goldreserven in Fort Knox ein. In den Wintern 1936/1937 kam es in vielen Teilen des Staates zu katastrophalen Überschwemmungen, bei denen Tausende evakuiert werden mussten. In Louisville und Mayfield wurden ganze Straßenzüge unter Wasser gesetzt, als der Ohio River über die Ufer trat. Auch die beiden Weltkriege warfen ihre Schatten ins weit entfernte Kentucky. Als Angehöriger eines Bundesstaates, der stolz auf seine kämpferische Grenzertradition war, fiel mancher Kentuckier in Europa während des Ersten Weltkrieges. Das Godman Field bei Fort Knox als erster Flugplatz auf dem Boden des Staates erinnert mehr indirekt an jene Epoche. Hier war zunächst die 29. Aero Squadron stationiert, die mit dem 31. Ballonkorps von 1918 bis 1921 an diesen Ort verblieb. Nach der Einstellung dieses Anachronismus blieb der Stützpunkt verwaist, bis 1937 das 12. Aufklärergeschwader untergebracht wurde. Während des Zweiten Weltkrieges beherbergte der Stützpunkt diverse Bombergeschwader, die alle mit dem zweimotorigen Martin B-26 "Marauder"-Modell ausgerüstet waren, die man vorwiegend in Italien und im Pazifikkrieg einsetzte. Stellvertretend für viele Kentuckier, die ihr Leben in diesem Krieg ließen, mag das Schicksal Robert H. Brooks stehen. Als erster Afroamerikaner trat er in die zuvor ausschließlich "weiße" Nationalgarde bereits vor Kriegsbeginn ein. Bei einem Bombardement der Japaner auf den Philippinen wurde er aus offizieller Sicht als erster bewaffneter Soldat der amerikanischen Streitkräfte am 8. Dezember 1941 nach der japanischen Kriegserklärung getötet. Ihm zu Ehren benannte man den Paradeplatz in Fort Knox schon zwei Wochen später in "Brooks Field" um. Dieses ambivalente Signal gegenüber der Emanzipation der Farbigen im Süden beschränkte sich jedoch zunächst ausschließlich auf die Armee, in der ein sozialer Aufstieg zwar durchaus möglich, aber weiterhin mit Hindernissen verbunden war. Ein weiteres Relikt des Krieges findet sich in Camp Breckinridge, im Union County bei Morganfield, wo von 1943-46 auf dem Gelände des ursprünglichen Ausbildungslagers für Rekruten in zusätzlichen Baracken ein Kriegsgefangenenlager für rund 3.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht eingerichtet wurde. Wie überall in den Staaten waren die "PoWs" (Prisoners of war) als billige Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und im Handwerk angesichts des Arbeitermangels bei rund 9.000 Gefallenen nach anfänglichem Misstrauen bald Bestandteil des Wirtschaftslebens, das auch ihnen in Anbetracht der Umstände ein erstaunlich gutes Auskommen sicherte. Zahlreiche Dokumente bezeugen das friedliche Nebeneinander von den Soldaten beider Nationen und den amerikanischen Zivilisten. Bereits fünf Jahre nach Kriegsende starben im Koreakrieg erneut Soldaten aus Kentucky, wobei der posthum hochdekorierte Feldkaplan Herman Felhoelter aufgrund seines selbstlosen Handelns sowohl für die katholische Kirche als auch für den Bundesstaat zum "Nationalhelden" erklärt wurde. Herman Felhoelter In den 1950er-Jahren änderte sich allmählich die Bildungslandschaft. Im Zuge der Integrationspolitik der Universität von Louisville gliederte man Teile des übrigen Campus als auch benachbarte Institutionen ein. Dadurch kam mit dem afroamerikanischen Professor Charles H. Parrish Jr. ein renommierter Soziologe und lebenlanger Verfechter der schwarzen Bürgerrechte vom Louisville Municipal College, wo zuvor ausschließlich Farbige immatrikuliert wurden, als erster scharzer Professor an eine "weiße" Hochschule des Südens. Dort saß er ab 1959 dem Lehrstuhl für Soziologie vor und pflegte offen seine Beziehungen zur Bürgerrechtsbewegung. Seit der "Rekonstruktionsphase" war Kentucky eine sichere Bank für die Demokraten, bis sich in den 1990er-Jahren das Blatt zugunsten der Republikaner wendete, da diese ein günstigeres Wirtschaftsklima versprachen. Im Verlauf dieser Dekade gelang es der Administration, die Steinkohleförderung zu drosseln, den Tourismus als bedeutenden Dienstleistungssektor durch die Einrichtung von Naturschutzparks zu etablieren, den Verlust von Arbeitsplätzen zu kompensieren und das Programm der sozialen Fürsorge zu erweitern. Gerade dieser "Punkt" wird allerdings in den letzten Jahren insbesondere durch Gouverneur Ernie Fletcher zurückgebaut, der dabei selbst vor dem Zusammenstreichen der Sozialversicherung der Regierungsangestellten nicht zurückschreckte. Bei den daraus resultierenden Demonstrationen der Angestellten protestierte der Bruder Fletchers als selbst davon betroffener Familienvater gegen die Einsparungspolitik.

Politik

Die Hauptstadt von Kentucky ist das eher ländliche Frankfort. Als Gouverneur amtiert zur Zeit Ernie Fletcher. Währenddessen wird Kentucky im Senat durch Jim Bunning und Mitch McConnell (beide Republikaner) vertreten. Die Administrationspolitik Bunnings kennzeichnet sich durch starke Kürzungen im Sozialhaushalt, die selbst vor den Regierungsangestellten nicht halt machte.

Geographie

Republikaner Republikaner Kentucky begrenzt den Mittleren Westen und den tiefen Süden der USA. Es liegt zwischen West Virginia, Tennessee, Missouri, Illinois, Indiana und Ohio. Im Norden wird es durch den Ohio River begrenzt. Es gibt fünf Hauptregionen zu verzeichnen: die Cumberland Mountains, das Cumberland Plateau im Südosten, im Norden die Bluegrass Region, im Süden und Westen das Pennyroyal Plateau, auch bezeichnet als Pennyrile, die Kohlereviere im Westen und das Jackson Purchase im äußersten Westen. Aus geographischer Sichtweise der US-Amerikaner sind manche der verschiedenartigsten Landschaftstypen innerhalb des Ostens der USA in Kentucky zu finden. Die "Eastern Coal Fields", eine raue, bergige Region, die stark bewaldet und von Flüssen durchschnitten wird, hat die höchsten Erhebungen aufzuzeichnen und liegt im sogenannten "River Valley". Der höchste Berg ist der "Black Mountain" im Harlan County mit 1292 m ü. d. M.. Der westliche Abschnitt der Region umfasst einen Großteil des Daniel Boone National Forest. Die "geschäftige" Zentrale Kentuckys, die "Bluegrass Region", liegt im Norden des Bundesstaates. Geologisch mit zum ältetsten Teil des Staates gehörend ist der kalkreiche Boden die perfekte Grundlage für einen wirkungsvollen Getreideanbau und Weideflächen. Davon nur durch eine Reihe von kleineren "Mittelgebirgshügeln", den "Knobs", getrennt, liegt das Mississippi Plateau. Die "Western Coal Fields", welche im Norden und Nordwesten vom Ohio River begrenzt werden, gehören bereits zum Illinois-Becken. Der südwestliche Teil des Staats ist eine tiefgelegene Ebene, die man das "Jackson Purchase" nennt. Hier liegt auch der tiefste Punkt Kentuckys im Fulton County im Verlauf des Mississippis, rund 78 m über dem Meeresspiegel. Benannt wurde es nach dem späteren US-Präsidenten, General Andrew Jackson, der 1818 den "Kauf" des Landes vom Stamme der Chickasaw als offiziell Bevöllmächtigter in die Wege geleitet hatte. Das hiesige Schwemmland bietet einen der ertragsreichsten Böden des Landes.

Städte

Die einwohnerstärksten Städte sind die Metropolen Lexington und Louisville, wobei letztere Stadt eine wesentlich größere innerstädtische Bevölkerung hat. Im nördlichen Kentucky gibt es eine größere Anzahl von Kleinstädten entlang des Ohios, die ebenfalls einen speziellen Ballungsraum ergeben. Größte Städte ¹ 2003 Zusammenschluss der Stadt Louisville mit dem County Jefferson
- Liste der Städte in Kentucky
- Liste der Countys in Kentucky

Flüsse und Seen

Große Flüsse wie der Ohio oder der Mississippi, die auch die Nachbarstaaten prägen, bestimmen das Landschaftsbild und die Grenzen Kentuckys. Weitere wichtige Flüsse sind der Red und Green River, der Tennessee River, der Cumberland und Rough River, der Big Sandy, der Licking und der Kentucky River. Alle größeren Seen des Staates schuf man zum Teil als Arbeits