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Fangleine

Fangleine

Feuerwehrleinen (auch Rettungsleinen oder Fangleinen) sind Leinen die für die Nutzung durch die Feuerwehr hergestellt sind. Für Deutschland sind ihre Spezifikationen in der DIN 14920 festgelegt. Partiell wird auch förmlich von Feuerwehrsicherheitsleinen gesprochen. Den Begriff Feuerwehrleine gibt es bei den österreichischen Feuerwehren nicht und wird nur ugs. für alle im Feuerwehrdienst verwendeten Leinen verwendet.

Aufgaben

Die Feuerwehrleine dient:
- zur Menschenrettung
- zur Selbstrettung
- zur Eigensicherung/ Sicherung von Geräten (siehe auch Feuerwehrausrüstung)

Anforderungen

Eine Feuerwehrleine muß mindestens einmal jährlich eingehend überprüft werden.Sie muss aus Polyesterfasern bestehen, 30 m lang sein, einen Durchmesser von 1 cm und eine Reißkraft von 14 kN (1,4 t) besitzen und weiß sein. Unabhängig von ihrem Zustand ist eine Feuerwehrleine nach 20 Jahren auszumustern. Sie kann dann, rot eingefärbt, weiter als Mehrzweckleine verwendet werden. Im absoluten Notfall dient die Feuerwehrleine auch zur Rettung von Personen. Dieser Notfall (z. B. ein eingeschlossener Trupp, der sich selbst abseilt) muss aber unter einsatztaktischen Gesichtspunkten auf alle Fälle vermieden werden.

Verwendung als Mehrzweckleine

Wenn eine Feuerwehrleine nicht mehr den Anforderungen bestehen kann, kann sie als so genannte Mehrzweckleine (auch Arbeitsleine) genutzt werden (Ausmusterung). Dazu muß sie mindestens teilweise rot markiert werden. Sie darf dann nicht mehr zur Sicherung von Personen genutzt werden! Dann dient sie nur noch zum Halten, z.B. eines Saugkorbes bei der Wasserentnahme aus offenen Gewässern.

Einsatz in absturzgefährdeten Bereichen

Die Feuerwehrleine ist nicht in der Lage Stürze ins Seil dynamisch abzufangen, deshalb darf sie nicht zur Sicherung von Einsatzkräften verwendet werden, wenn ein Fallen nicht ausgeschlossen werden kann. Somit ist der Begriff "Fangleine" veraltet. Verwendet werden darf die Feuerwehrleine zum Halten von Personen, d.h. wenn sich der Festpunkt oberhalb des zu sichernden Feuerwehrangehörigen befindet und die Leine immer straff gehalten werden kann. Für alle anderen Anwendungen ist ein Absturzsicherungsset erforderlich. Dieses besteht aus einem dynamischen Kernmantelseil sowie weiterem Zubehör. Der Feuerwehrangehörige legt einen speziellen Auffanggurt an und ist mittels Achterknoten mit dem Seil verbunden. Die Sicherung erfolgt mit einem HMS-Karabiner und einer Halbmastwurfsicherung. Die Sicherung in absturzgefährdeten Bereichen sollte jedem Feuerwehrangehörigen bekannt sein, im Gegensatz zur Höhenrettung, die eine umfangreiche Sonderausbildung und regelmäßige Übungen erfordert.

Lagerung

Um eine Leine sicher verwenden zu können, hat sich die Aufbewahrung in Leinensäcken bewährt. In diesen Sack wird die Leine lose hineingezogen, sodass sie bei Verwendgung wieder einfach und ohne Verwicklungen herausgezogen werden kann. Außerdem hat ein Leinsack einen Gurt um ihn umhängen zu können. Eine andere Möglichkeit ist auch die Leine wie einen Zopf zu schlingen. Den ganzen Zopf kann man dann umhängen und bei Bedarf ohne Schlingen auseinander ziehen.

Ausrangierung

Feuerwehrleinen, die den Anforderungen des Einsatzes nicht mehr entsprechen, werden ausgemustert, tun jedoch als "Arbeitsleinen" weiter ihren Dienst, z.B. als Zeltleine. Arbeitsleinen werden mit roter Sprühfarbe kenntlich gemacht, sie sind gesondert aufzubewahren.

Bezeichnungen in Österreich

Der Begriff Feuerwehrleine wird bei den österreichischen Feuerwehren nicht als offizielle Bezeichnung verwendet. Außer der 30 m langen Rettungsleine gibt es noch die schwächeren Leinen, und zwar: : die Ventilleine, zum Öffnen des Rückschlagventiles eines Saugkopfes. : die Saugerleine, die um die Schlauchkupplungen der Saugschläuche geschlungen werden, und : die Halteleine, mit der ein Saugschlauch in fließenden Gewässern gegen Abtreiben gesichert wird. Siehe auch:
- Portal:Feuerwehr
- Themenliste Feuerwehr

Weblinks


- [http://www.stadt-frankfurt.de/feuerwehr/ausbildung/inhalt/dokumente/feuerwehrleinen.pdf Die Feuerwehrleine] (PDF-Format) Kategorie:Feuerwehrausrüstung

Leine

Der Begriff Leine bezeichnet:
- einen Fluss in Norddeutschland, Nebenfluss der Aller, siehe: Leine (Fluss)
- einen dünnes Seil, beispielsweise
  - in der Seemannschaft als Oberbegriff für
    - Festmacherleinen (Vorleine, Achterleine, Spring)
    - Ankerleine
    - Schleppleine
    - Flaggleine
    - laufendes Gut eines Segelfahrzeugs
  - Reißleine
  - Feuerwehrleine
  - Ein Verbund aus Lederriemen zum Steuern eines Pferdegespanns (siehe Leine (Fahrsport)).
  - Hundeleine
  - Wäscheleine
- Zieh Leine (Jargon: Verschwinde!)

Feuerwehr

Notrufnummern Arten :Freiwillige Feuerwehr :Jugendfeuerwehr :Berufsfeuerwehr :Pflichtfeuerwehr :Betriebsfeuerwehr :Werkfeuerwehr :Militärische Feuerwehr :Flughafenfeuerwehr :
Flughafenfeuerwehr]] Statistik ;Gesamtanzahl Feuerwehren :Deutschland 25.513 :Luxemburg 211 :Österreich 4.876 :Schweiz 2.500 :Südtirol 305 :Liechtenstein 10 ;Gesamtanzahl Aktive :Deutschland 1.383.730 :Österreich 247.227 :Schweiz 125.000 :Südtirol 12.500 :Liechtenstein (Stand 2001) ;Gesamtzahl der Brände und Brandeinsätze :Deutschland 750.000 - 200.000 Einsätze (Stand 2003)
Hier finden Sie allgemein gültige Informationen zur Feuerwehr. Spezielle Informationen zu bestimmten Feuerwehren finden Sie in den jeweiligen Länderseiten. ---- Die Feuerwehr ist eine Hilfsorganisation, deren Aufgabe es ist, dem Einzelnen und der Allgemeinheit im Notfall und bei öffentlichen Notständen Hilfe zu leisten, Menschen zu retten, Tiere und Sachwerte zu bergen oder vor Schaden zu schützen, Brände zu bekämpfen und technische Hilfe zu leisten. Da sich in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Brände stark zurückentwickelt hat, übernimmt die Feuerwehr zunehmend Aufgaben, die über die traditionelle Brandbekämpfung hinausgehen, wie zum Beispiel Rettungseinsätze. Die Art der neu übernommenen Aufgaben und die Strukturen der Feuerwehren sind regional sehr unterschiedlich.

Organisationsformen

Eine Feuerwehr kann sein:
- eine Einrichtung der Kommune (Körperschaft des öffentlichen Rechtes).
- eine betriebliche Einrichtung (Werk- und Betriebsfeuerwehr).
- ein privates Unternehmen, das im Auftrag der Kommune oder des Betriebes die Aufgaben einer Feuerwehr wahrnimmt (beispielsweise Falck in Dänemark).

Gründe für Unterschiede in der Welt

Dänemark Der Aufbau einer Feuerwehr ist von den ihr gesetzlich übertragenen Aufgaben abhängig. Neben dem abwehrenden Brandschutz kann die Feuerwehr auch zuständig sein für den vorbeugenden Brandschutz, die technische und allgemeine Hilfeleistung, den Rettungsdienst, sowie den Umweltschutz und den Katastrophenschutz. Für die unterschiedlichen möglichen Einsatzarten muss die Feuerwehr entsprechend ausgestattet sein. Dies macht insbesondere eine Auswahl und Anpassung der Technik bezüglich der Topographie (z.B. Seen, Gebirge, Waldflächen) und der Bebauung (z.B. Hochhäuser, Gewerbegebiete) notwendig. Die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr ist abhängig von der von ihr verwendeten Technik und vom Ausbildungsstand des Personals. Gerade Feuerwehren in Entwicklungsländern können ihre Aufgaben auf Grund fehlender Geldmittel oftmals nicht flächendeckend und nicht optimal erfüllen. Abhängig von der Bevölkerungsstruktur und -dichte sind auch die Strukturen der Feuerwehrorganisationen. Sind es im deutschsprachigen Raum die freiwilligen Feuerwehren, die den flächenmäßig größten Teil des Brandschutzes abdecken, haben andere Länder auf Stützpunktfeuerwehren mit hauptamtlichem Personal gesetzt. Wieder andere setzen auf den Brandschutz durch militärische Strukturen. Hauptartikel:
- Feuerwehr in Deutschland
- Feuerwehr in Luxemburg
- Feuerwehr in Lettland
- Feuerwehr in Österreich
- Feuerwehr in der Schweiz
- Feuerwehr in Südtirol Feuerwehr in Südtirol

Aufgaben

Die Aufgabe der Feuerwehren ist die Gefahrenabwehr, der Auftrag wird in den Gesetzen der jeweiligen Staaten geregelt. International weit verbreitet, sind ihre Aufgaben in den vier Worten Retten, Löschen, Bergen und Schützen als Leitbild enthalten. In Deutschland sind die Aufgaben: Abwehrender Brandschutz, Vorbeugender Brandschutz und Technische Hilfeleistung. Nachfolgend werden Aufgaben, die für einen Großteil der Feuerwehren grundlegend sind, beschrieben.

Retten

Retten ist die Abwendung einer Lebensgefahr von Menschen durch Sofortmaßnahmen (Erste Hilfe), die der Erhaltung oder Wiederherstellung von Atmung, Kreislauf oder Herztätigkeit dienen und/oder Befreien aus einer Zwangslage durch technische Rettungsmaßnahmen. Tätigkeitsfelder hierfür sind z.B. Feuer, Überschwemmungen oder Verkehrsunfälle.

Löschen

Verkehrsunfälle Das Löschen ist die älteste Aufgabe der Feuerwehr. Bei diesem so genannten abwehrenden Brandschutz werden unterschiedlichste Brände mit Hilfe der technischen Feuerwehrausrüstung bekämpft. Im Laufe der Zeit ist jedoch die Zahl der Brandbekämpfungen weltweit zurückgegangen. Aufgrund der zunehmenden Aufgabenvielfalt der Feuerwehr nehmen die Technischen Hilfeleistungen stark zu und die Feuerwehr entwickelt sich zur Hilfeleistungsorganisation.

Bergen

bekämpft Die Feuerwehr kann weiterhin für das Bergen von Sachgütern, Tieren oder Toten, zum Beispiel bei Hochwasser, technischen Hilfeleistungen wie das Auspumpen von Kellern, Hilfe bei Verkehrsunfällen und Unwettern verantwortlich sein.

Schützen

Zum vorbeugenden Brandschutz kann die Bereitstellung von Brandsicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen und die Kontrolle von Hydranten und Löscheinrichtungen gehören. Der vorbeugende Brandschutz ist eine wichtige Einrichtung, um Brände im Vorfeld zu vermeiden und die Bevölkerung schon im Kindesalter auf Gefahren aufmerksam zu machen und das richtige Verhalten in Notsituationen aufzuzeigen. So wird Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen durchgeführt. Besonders in Industrienationen wird dem Betriebsbrandschutz immer mehr Augenmerk geschenkt, sei es durch eigene betriebliche oder auch durch öffentliche Feuerwehren. Grundschule Darüber hinaus wird die Feuerwehr im Rahmen behördlicher Baugenehmigungsverfahren größerer Bauvorhaben häufig hinzugezogen und um Stellungnahme gebeten (Stellungnahmeersuchen). Außerdem kann die Feuerwehr aktiven Umweltschutz betreiben, wie die Eindämmung von Ölunfällen, Beseitigung von Ölspuren auf Straßen und Eindämmung chemischer, biologischer und atomarer Gefahren (siehe Gefahrgut). Auch bei der Erstellung von Alarmplänen oder bei verschiedenen Genehmigungsverfahren kann es nötig sein, die Feuerwehr heranzuziehen. Weiterhin bringt die Feuerwehr bei der Erstellung von Standards in verschiedenen Fachgebieten ihre Erfahrung und Verbesserungsvorschläge ein.

Allgemein

Um einem alten Vorurteil gegenüber der Feuerwehr, das besagt Was das Feuer nicht kaputt machte, erledigte das Löschwasser entgegenzuwirken, musste auch die Feuerwehr ihre Arbeitsweise bei allen Einsatzarten ändern, um professioneller zu arbeiten. Es muss bei jeder Art von Einsätzen darauf geachtet werden, dass nicht nur die unmittelbare Gefahr gebannt wird, sondern auch die Folgeschäden (u. a. verursacht durch Rauch und Löschwasser), die oft wesentlich die Primärschäden übersteigen, möglichst gering zu halten. Dadurch wirkt ein Einsatz oft wesentlich unspektakulärer als früher, weil nicht mehr nur die Geschwindigkeit sondern auch ein überlegtes, manchmal langsamer erscheinendes Handeln zählt.

Geschichte

Standard]] Standard] Bereits die alten Ägypter hatten die ersten organisierten Feuerlöscheinheiten. Im Römischen Reich entstanden Millionenstädte wie Rom. Die Häuser waren meist mehrstöckig und standen sehr eng beieinander, auch die Gassen waren sehr eng. Vielfach wurden hölzerne An- und Vorbauten an den Häusern errichtet. Etliche Male vernichteten Feuersbrünste ganze Stadtteile von Rom. Im Jahr 21 v. Chr. wurde eine erste Feuerwehr mit 600 Sklaven gegründet. Siehe auch: Feuerwehren im Römischen Reich Schon im Mittelalter waren die Gemeinden verpflichtet, den Brandschutz aufzubauen. So wurden zuerst die Innungen und Zünfte dazu verpflichtet im Notfall einzugreifen. Da sehr viele Gebäude Fachwerkbauten aus Holz waren und oft innerhalb der Stadtmauern auf engstem Raum errichtet wurden, kamen Großbrände, bei denen ganze Stadtviertel abbrannten, sehr oft vor. Es wurden auch erstmals Feuerknechte in den Feuerlöschverordnungen verankert, so dass von den ersten Berufsfeuerwehren gesprochen werden kann, wie zum Beispiel in Wien 1685. Die feuerwehrtechnische Ausrüstung war in der vorindustriellen Zeit auf einfache Hilfsmittel wie Eimer, Leitern oder Einreißhaken beschränkt. Im 17. Jahrhundert wurde der Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde; später wurde das Leder vernietet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden noch Handpumpen, sogenannte Feuerspritzen verwendet, die von Pferden oder der Löschmannschaft an die Einsatzstelle gezogen wurden. Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors verbesserte sich auch die Ausrüstung der Feuerwehren erheblich: Motorspritzen und selbstfahrende Feuerwehrfahrzeuge erhöhten die Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches. In den USA wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten, privatwirtschaftlich organisierten, Berufsfeuerwehren gegründet. Teilweise wurden nur Häuser, die die Plakette eines solchen Unternehmens trugen, gelöscht. Hauptartikel: Geschichte der Feuerwehr und Feuerwehren im Römischen Reich

Ausrüstung

Feuerwehren im Römischen Reich] Feuerwehren im Römischen Reich] Zur Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben verfügt die Feuerwehr in der Neuzeit über eine Vielzahl von technischem Gerät, dies umfasst neben den Feuerwehrfahrzeugen auch deren Beladung und die persönliche Ausrüstung eines jeden Feuerwehrmannes, die in einer so genannten Feuerwache untergebracht sind. Darüber hinaus kommen bei der Feuerwehr auch Kommunikationssysteme, wie das BOS-Funksystem und Technik zur Alarmierung der Feuerwehrangehörigen zum Einsatz. In manchen Ländern gehören auch Rettungshunde zur Feuerwehr. Sie werden hauptsächlich im Katastrophenhilfsdienst nach Erdbeben oder anderen Katastrophen, aber auch bei der Suche nach einzelnen vermissten Personen eingesetzt. In einigen Ländern ist die Feuerwehr auch für den Rettungsdienst zuständig und hält somit entsprechende Fahrzeuge und Geräte vor. In Deutschland wird diese Aufgabe überwiegend im Bereich von Berufsfeuerwehren wahrgenommen.

Struktur

Die Feuerwehr muss nach bestimmten Kriterien in Einheiten strukturiert sein, damit die Mitglieder der Feuerwehr möglichst effizient zusammen arbeiten können. In einigen Ländern wurden die Strukturen vom dortigen Militär übernommen, in anderen Ländern wurden neue Strukturen geschaffen. Hauptartikel: Feuerwehreinheiten

Ausbildung und Dienst

Da die Feuerwehren einerseits effektiv und professionell arbeiten sollen, andererseits auch der Selbstschutz nicht zu kurz kommen darf, ist eine gute Ausbildung notwendig. Deshalb müssen Lehrgänge, Übungen und Dienste von den Feuerwehrleuten besucht werden. Der größte Teil der Ausbildung erfolgt in so genannten Feuerwehrschulen. Außerdem muss eine körperliche und geistige Eignung vorhanden sein. Diese kann je nach Gesetzeslage durch ärztliche Tests und Untersuchungen festgestellt werden. ärztliche Tests und Untersuchungen]] ärztliche Tests und Untersuchungen Durch die verstärkte Technisierung der gesamten Gesellschaft ist die Art der Einsätze wesentlich komplizierter geworden. So werden immer mehr Spezialisten benötigt. Aus diesem Grund bilden sich in manchen Feuerwehren Schwerpunkte heraus, wie zum Beispiel im Chemiebereich oder im Strahlenschutz. Diese Feuerwehren können andere mit Fachleuten unterstützen. Der aktive Dienst kann in einigen Ländern schon mit 16 Jahren beginnen, in anderen Ländern erst ab 18. Da der Dienst körperlich sehr viel abverlangt, gibt es auch bei Freiwilligen ein bestimmtes Höchstalter. Meist endet er mit dem Erreichen des 60. oder 65. Lebensjahres. Der Übungsbetrieb ist nicht leicht durchzuführen da die Übungssituationen möglichst realistisch sein sollen, und es nicht einfach möglich ist Übungsobjekte anzünden oder Fahrzeuge zu zerschneiden. Noch schwieriger wird es, wenn es um Menschenrettung geht. So bleibt jede Übung nur ein Trockentraining,das den Feuerwehrleuten in Fleisch und Blut übergehen muss, um im Ernstfall richtig entscheiden zu können. Nur in sehr wenigen Fällen können so genannte Heißübungen durchgeführt werden; diese sind jedoch sehr wichtig um Feuerwehrpersonal an den Umgang mit dem Feuer zu gewöhnen.
Da auch sehr viel theoretisches und rechtliches Wissen abverlangt wird, finden zusätzlich zu den zahlreichen praktischen Übungen auch theoretische Unterrichtseinheiten statt, in der Regel während der kalten Jahreszeit. Um in den einfachen Handgriffen sattelfest zu werden, werden regelmäßig Feuerwehrleistungsbewerbe durchgeführt, die schon nahe dem Leistungssport liegen. Sie werden bis zu Weltmeisterschaften durchgeführt.

Jugendarbeit

Weltmeisterschaften In vielen Ländern gibt es Abteilungen der Feuerwehr, die sich speziell um die Anwerbung von jungen Menschen kümmern. Damit können sie leichter Nachwuchs rekrutieren, andererseits fällt ihnen auch bei der Jugenderziehung eine verantwortungsvolle Tätigkeit zu. Hauptartikel: Jugendfeuerwehr

Kameradschaft

Jugendfeuerwehr] In der Öffentlichkeit ist die Feuerwehr auch durch ihre Kameradschaft bekannt. Da Feuerwehrleute sich während ihrer Einsatztätigkeit aufeinander verlassen müssen und unter Umständen einander ihr Leben gegenseitig anvertrauen, ist eine ausgeprägte Vertrauensbasis wichtig. Das soziale Miteinander und das oft starke Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Feuerwehrleuten wird als Kameradschaft bezeichnet. Vor allem bei den freiwilligen Feuerwehren hält diese Kameradschaft auch über den aktiven Dienst hinaus und manifestiert sich in gemeinsamer Freizeitgestaltung. Gerade in kleinen Orten ist die Feuerwehr häufig ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. Der Prozentsatz, den die Feuerwehrkameraden an der Ortsbevölkerung stellt, ist in diesen Orten wesentlich höher als in städtischen Gebieten. Oft hat die Mitgliedschaft in der Feuerwehr Familientradition. Die meisten Feuerwehrleute verlassen nach Ende ihre aktiven Dienstzeit die Wehr nicht einfach, sondern wechseln in die Seniorengruppe, die - regional unterschiedlich - Alters-, Reserve- oder Ehrenabteilung genannt wird. Während die freiwilligen Feuerwehrangehörigen sich als Kameraden bezeichnen, wird bei Berufsfeuerwehrleuten meist, wie in jedem anderen Unternehmen auch, der Begriff "Kollegen" verwendet.

Probleme der Feuerwehr

Finanzielle Situation

Besonders in Zeiten fehlender Investitionen (vor allem Kapital) durch die Träger des Brandschutzes (Kommunen, Städte), ist es vielen freiwilligen Feuerwehren heutzutage nicht mehr möglich, all ihre Aufgaben wirkungsvoll und der Gesetzgebung entsprechend zu erfüllen. Unter Umständen kann dies Menschen in Not zusätzlich in Gefahr bringen bzw. ihre Notlage verschlimmern, wenn die Kameraden der Feuerwehr nicht schnellstmöglich am Einsatzort eintreffen können. Es kam schon vor, dass während eines Einsatzes die Feuerwehrleute ihr Fahrzeug zum Einsatzort schieben mußten. Eine Verschlechterung ihres Rufes in der Bevölkerung ist somit die Folge. Aber auch die Unversehrtheit von Leib und Leben der Feuerwehrkameraden, die letztendlich ihren Dienst uneigennützig für die Allgemeinheit versehen, ist in Gefahr, wenn schlechte und veraltete Technik genutzt werden muss. Viele Feuerwehren sind auch auf die finanzielle Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, da die Feuerwehren vor allem in finanziell schwachen Gemeinden sonst nicht ausreichend unterhalten werden können. Berlin zum Beispiel hat heute weniger hauptberufliche Feuerwehrleute als der Ost- und der Westteil der Stadt vor der Wiedervereinigung jeweils alleine hatten. Hier wirkt sich besonders einschneidend aus, dass eine hauptamtliche Stelle jährlich z.T. so viel kostet wie eine ganze Freiwillige Feuerwehr. Wiedervereinigung So sind gerade Berufsfeuerwehren gezwungen, starke Etatkürzungen einsatztaktisch bestmöglich zu kompensieren. Die Sparzwänge erstrecken sich jedoch ebenso auf ehrenamtlich unterhaltene Feuerwehren: Bei der reinen Betrachtung der großen Anzahl freiwilliger Feuerwehren könnten Außenstehende die Notwendigkeit einzelner Wehren anzweifeln. Jedoch zeigen gerade Katastrophen wie das Jahrhunderthochwasser 2002 wie wichtig jede helfende Hand ist. Zum anderen muss beachtet werden, dass jeder einzelne Standort der Einhaltung der Hilfsfrist in seinem Einsatzbereich dient, d. h. das Eintreffen der Feuerwehr innerhalb einer vorgeschriebenen Zeitspanne ab der Alarmierung garantiert. In anderen Ländern, wo ein freiwilliges System nicht existiert, hört man dagegen den Ruf nach einem solchen System, da es in vielen Bereichen doch kostengünstiger als eine Berufsfeuerwehr ist. Ein freiwilliges System lässt sich aber kaum durch Gesetze verordnen, sondern muss langsam wachsen. So gibt es in Griechenland Sommercamps, von der ESEPA veranstaltet, mit freiwilligen Feuerwehrleuten aus anderen Ländern, die helfen, die zahlreichen Waldbrände zu bekämpfen.

Vereinbarkeit von Feuerwehr und Beruf im Ehrenamt

Waldbrände Auch durch die Arbeitsmarktssituation im 21. Jahrhundert wird die Einsatzfähigkeit von in vielen Ländern vorkommenden Freiwilligen Feuerwehren verringert. So wird manchen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten von ihren Arbeitgebern untersagt, während ihrer Arbeitszeit die Arbeit wegen eines Feuerwehreinsatzes zu verlassen, obwohl dies in einigen Ländern eindeutigen gesetzlichen Regelungen widerspricht. Auch das vermehrte Auspendeln zu den Arbeitsplätzen vermindert vor allem die Tagesbereitschaften. Obwohl die Feuerwehr immer eine Männerdomäne war und es auch in Feuerwehrkreisen noch immer einige Vorurteile gibt, werden aus diesem Grund auch immer mehr Frauen bei den Feuerwehren aufgenommen. Allerdings gibt es auch etliche Unternehmen, die die Eigenschaften von Feuerwehrangehörigen schätzen und bevorzugt aufnehmen, da diese aus dem Feuerwehrdienst Kenntnisse mitbringen, die nicht unmittelbar als zur allgemeinen Berufsausbildung zählen. So sticht besonders die Teamfähigkeit von Feuerwehrleuten heraus (siehe oben: Kameradschaft in der Feuerwehr). In einigen Ländern, wie Deutschland, haben deren Führungsorganisationen angesichts der stetig zurückgehenden Zahl von freiwilligen Helfern die Notwendigkeit erkannt, durch groß angelegte Werbe- und Imagekampagnen neue Mitglieder hinzuzugewinnen. Ob sich dies wirklich auf Dauer auszahlt, wird sich zeigen. Das System des Brandschutzes, wie es in der Vergangenheit gab und bewährt hat, ist allerdings wohl in dieser Form nicht mehr aufrecht zu erhalten. Bessere Fahrzeugtechnik, bessere persönliche Ausrüstung die Umstellung auf Digitalfunk zwingen die Kommunen zum Spagat zwischen knappen Haushaltsmitteln und moderner Ausstattung. Technische ausgefeiltere und umfangreiche zu bedienende Gerätschaften erfordern gut ausgebildetes Personal, das sich ständig weiterbilden muss. Auch ein Problem von Freiwilligen, die im zivilen Berufsleben auch immer höheren Anforderungen gegenüberstehen. Ernsthaft betriebene Feuerwehrarbeit bedeutet immer mehr, einer massiven Doppelbelastung ausgesetzt zu sein.

Vorurteile gegen Feuerwehrmitglieder

Kameradschaft in der Feuerwehr Oftmals wird angenommen, dass besonders viele Brandstifter selber Mitglied in einer Feuerwehr seien. So haben Pyromanen aufgrund ihrer Krankheit sicher eine gesteigerte Motivation, in eine Feuerwehr einzutreten, doch wird versucht, dies durch eine geeignete soziale und strafrechtliche (Führungszeugnis) Mitgliederauswahl zu verhindern. Auch eine gegenseitige Kontrolle innerhalb der Feuerwehr kann dies verhindern. Jedoch ist dieses Problem keine Besonderheit der Feuerwehr – auch andere Gruppen können ähnliche Anziehungspunkte für nicht geeignete Mitglieder darstellen (vgl. Vorurteile: Schützenverein, Bundeswehr). Deshalb ist ein professioneller und differenzierter Umgang mit dem Thema notwendig. Der Großteil der Brandstiftungen geht auf ganz andere Motivationen als Pyromanie zurück, wie Vertuschung von anderen Verbrechen oder Grundstück- beziehungsweise Gebäudespekulationen. Diese Taten sind nicht krankhaft motiviert und die Tätergruppen sind gar nicht interessiert, beim Feuer zuzuschauen, haben daher keine besonderen Kontakte zur Feuerwehr. Allerdings gibt es das Problem, dass Feuerwehrleute aufgrund falscher Motivation Brände legen, um diese dann selbst zu löschen und so soziale Anerkennung (Heldenstatus) zu bekommen. Dieses Problem ist, im Gegensatz zu Pyromanen in der Feuerwehr, schon ein „eigenes“ Problem, welches nicht tabuisiert, aber auch nicht zu übertrieben gesehen werden darf, da es sich auch zahlenmäßig um eine Randerscheinung handelt (beispielsweise in Deutschland: Etwa 12 der 36.000 Brandstiftungen im Jahr gehen auf Feuerwehrleute zurück - zum Vergleich: 12.000 auf Kinder). Ein anderes Vorurteil ist, dass die Feuerwehrmitglieder besonders gerne den Durst löschen würden. Der Prozentsatz an Personen mit erhöhter Neigung zum Alkoholkonsum ist allerdings bei der Feuerwehr nicht größer als anderswo. Bei Berufsfeuerwehren herrscht wie in jedem gewerblichen Betrieb ein striktes Alkoholverbot; dies wird zunehmend auch von Freiwilligen Feuerwehren übernommen. Freiwillige Feuerwehren bilden neben der Bedeutung für die Gefahrenabwehr auch eine soziale Gruppe, also wie Vereine, in diesen ist natürlich ein gemeinsamer Genuss genau so vorhanden wie in jeder anderen Gruppe. Auch wenn zur Stärkung der Gemeinschaft interne Feste gefeiert werden, so fällt dort der Alkoholkonsum in keiner Weise höher aus als auf anderen Festlichkeiten oder Partys, eher wird sogar weniger Alkohol konsumiert. Es wird aber auf eine strenge Trennung zwischen Dienstlichem und Privatem geachtet. Als Faktor nicht zu unterschätzen ist, dass die Getränke nach Übungen etc. oftmals auf Feuerwehrkosten gehen und nur deshalb ein verstärkter Konsum zu verzeichnen ist. Trotz dieser Schwierigkeiten identifizieren sich viele Feuerwehrleute stark mit ihrer Tätigkeit. Auch an kleinen Äußerlichkeiten wie Aufklebern auf den Privatfahrzeugen mit Retten – Schützen – Löschen – Bergen oder ähnlichen Texten kann man einen gewissen Stolz erkennen. In der Bevölkerung rangiert der Beruf des Feuerwehrmannes im Ansehen unter den zehn meist geachteten Berufen. In der "Reader’s Digest European Trusted Brands 2005" Studie wurden Feuerwehrleute zu Deutschlands vertrauenswürdigstem Berufsstand gewählt. In Österreich wurde der "Beruf" des Feuerwehrmannes sogar von 100 % der Bevölkerung so beurteilt. So mancher Kindertraum ist es, ein Feuerwehrmann zu werden. Viele Feuerwehrmänner/Feuerwehrfrauen haben sich mit ihrem erstmaligen Beitritt zu ihrer Organisation einen Kindertraum erfüllt.

Leitsprüche

Alkohol Die Tätigkeit und Kameradschaft unter den Feuerwehrmitgliedern selbst wird auch oft durch Leitsprüche, die regional verschieden sind, ausgedrückt. An diesen Leitsprüchen sieht man auch ungefähr die Zeit wann sie entstanden sind. Neben ernsten Leitsprüchen haben sich gerade in neuerer Zeit auch humorvolle bis ironische Sprüche entwickelt. Hier sollen nur einige aus dem deutschsprachigen Raum zitiert werden:
- Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr
- Den Jungen zur Lehr, den Alten zur Ehr
- Einer für alle, alle für einen
- Retten-Löschen-Bergen-Schützen
- Freiwillig, und doch professionell
- Unsere Freizeit für ihre Sicherheit!
- Wo andere rausrennen, gehen wir rein (mehrere Variationen bekannt)
- Wir machen Hausbesuche
- Ohne uns wird's brenzlig
- Helfen in Not ist unser Gebot
- Stell' dir vor, wenn Feuer wär', und es gäb' keine Feuerwehr... Was DAS für ein Feuer wär'!
- Wir werden nachts aus den schönsten Träumen gerissen, um so manchen Albtraum zu erleben
- Freiwillig, stark und fair
- 24 Stunden Vor-Ort-Service
- Die Feuerwehr hilft, vorbeugen musst Du!
- Erst wenn das letzte Feuerwehrauto eingespart wurde und kein Freiwilliger mehr ein Ehrenamt ausübt, dann merken wir, dass Geld allein kein Feuer löschen kann!
- Feuerwehr ist nicht alles, aber ohne Feuerwehr ist Alles nichts!!!

Gruß

Zum Abschluss noch der Gruß, mit dem sich Feuerwehrkameraden im deutschsprachigen Raum begrüßen. Die Grüße sind regional unterschiedlich verbreitet.
-
Gut Wehr (Für offizielle Anlässe die richtige Wahl)
-
Gut Schlauch
-
Immer eine Handbreit Wasser im Tank
-
Gut Heil (Gruß der Feuerwehren in Kärnten und der Steiermark)

Siehe auch


- Portal:Hilfsorganisationen/Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr, CTIF, THW, Brandmelder, Feuerspritze

Literatur


- Feuerwehrkatalog
Spezial-Literatur zu den Themen Feuerwehr und Rettungsdienst - (http://www.feuerwehrkatalog.de)
- Wolf-Dieter Prendke, Hermann Schröder:
Lexikon der Feuerwehr. Stuttgart 2001, ISBN 3-170-15767-1
- Rainer Crummenerl:
WAS IST WAS Band 114: Feuerwehr. München 2002, ISBN 3-788-61501-X
- Wolfgang Jendsch u.a., Weltrundschau-Verlag:
BRAND - Die Feuerwehren der Welt", Chroniken 1-8, Bände 2001-2004 (http://www.feuerwehrpresse.de/literatur.htm#Brand)
- Wolfgang Jendsch: Feuerwehrfahrzeuge in Europa. 1991, ISBN 3-88776-048-4
- Wolfgang Jendsch: Diverse Veröffentlichungen zum Thema Brandschutz/Rettungsdienst (pdf) - (http://www.feuerwehrpresse.de/Fachbeitraege-Downloads.html)
- Wolfgang Jendsch: Diverse Veröffentlichungen zum Thema Wald- und Flächenbrandbekämpfung (pdf) - (http://www.feuerwehrpresse.de/Fachbeitraege-Downloads.html#Waldbrand)
- Hamilton, Handbuch für den Feuerwehrmann, Boorberg-Verlag, ISBN 3-415-01705-2

Weblinks

Hier finden Sie nur Weblinks von internationalen Feuerwehrseiten, nationale finden sie unter den jeweiligen Länderseiten.
- [http://www.feuerwehr.net/ Feuerwehr-Links-Weltweit] Große Linksammlung von Feuerwehren weltweit
- [http://www.feuerwehr.de/wiki/ FeuerwehrWiki] ein Feuerwehr-Wiki
- [http://www.sbznet.de/?rubrik=magazin&thema=03-08-19-01 Berufsbild Feuerwehrmann: Als Retter auf die Karriereleiter]
- [http://www.feuerwehrpresse.de/Europa.html Feuerwehren in Europa] Informationsseite mit Überblick über Tätigkeitsbereiche im internationalen Brandschutz- und Rettungswesen
- [http://www.feuerwehrhistorik.de Feuerwehrgeschichte u.a.m.]
- [http://www.feuerwehr-land.de Feuerwehr-Land] Feuerwehr Portal Seite
- [http://www.faszination-feuerwehr.de.vu Faszination Feuerwehr] Infos rund um die Feuerwehr

DIN

DIN Deutsches Institut für Normung e. V. ist die nationale Normungsorganisation Deutschlands mit Sitz in Berlin. Die Kurzbezeichnung (nicht Abkürzung) lautet „DIN“; sie ist Jahrzehnte älter als die Bezeichnung „Deutsches Institut für Normung“ und wurde im Volk früher anders gedeutet. DIN bietet ein Forum für Handel, Industrie, Wissenschaft, Verbraucher und Behörden, um technische, klassifikatorische, Begriffs- und Verfahrens-Normen zu entwickeln. Normen in diesem Sinne sind eine Art von Standards. Sie dienen vor allem der Rationalisierung und der Qualitätssicherung. Die elektrotechnischen Themen werden von DIN und VDE gemeinsam durch die DKE bearbeitet. Das DIN vertritt die deutschen Interessen in den internationalen/europäischen Normengremien (ISO und CEN sowie die elektrotechnischen Organisationen IEC und CENELEC). Durch die Entstehungsweise der Normen soll sichergestellt werden, dass die Inhalte und Verfahrenstechniken den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Dem DIN angegliedert ist der Beuth-Verlag, der den Vertrieb der vom DIN herausgegebenen Normen, Normen anderer Normungsstellen und ausländischer Normen übernimmt. Die Nutzung dieser Dienste – auch das Herunterladen – ist kostenpflichtig. Das Gegenstück zur DIN-Norm in der DDR war die TGL, die aber historisch auf den DIN-Normen beruhte.

Geschichte

Gegründet wurde das DIN am 22. Dezember 1917 als Normenausschuss der deutschen Industrie (NADI). Die Bezeichnung „DIN“ stand für „Das ist Norm“ und wurde zeitweise als Abkürzung für "Deutsche Industrie-Norm" verwendet. Die erste Norm (DIN 1 Kegelstifte) erschien im Jahr 1918. Seit 1920 ist das DIN ein eingetragener Verein und schon 1922 wird die für den Verbraucher wohl bekannteste Norm, nämlich DIN 476 Papierformate (zum Beispiel DIN A4) veröffentlicht. 1926 wird das DIN von Normenausschuss der deutschen Industrie in Deutscher Normenausschuss (DNA) umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg genehmigt der Alliierte Kontrollrat 1946 dem DIN die Wiederaufnahme seiner Tätigkeit. Das DIN wird 1951 Mitglied in der International Organization for Standardization (ISO) als einzige für Deutschland zuständige Organisation. 1975 erhält das DIN den heutigen Namen anläßlich eines Vertrages mit der Bundesregierung, der die zweiseitigen Beziehungen bestätigt. Das DIN wird in diesem Vertag als zuständige Stelle für Normung anerkannt; dafür verpflichtet es sich, bei der Ausarbeitung von Normen das öffentliche Interesse, d.h. die betroffenen Fachkreise und Vertreter der Verbraucher, hinzuzuziehen. Das Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung der DDR wird 1990 eingegliedert. In den letzten Jahren ist die Normungsarbeit zunehmend verwoben mit der Arbeit anderer europäischer Normungsinstitute. Immer mehr Gebiete werden durch gemeinsame europäische Regelungen erfasst. Dies stellt einen ersten Schritt für Normung in ganz Europa dar.

Beispiele für Normen


- DIN 476 Papierformat (seit 2002 teilweise ersetzt durch DIN EN ISO 216)
- DIN 1301 SI-Einheitensystem
- DIN 1451 Beschriftung für den Straßenverkehr
- DIN 5008 Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung wie zum Beispiel das Datumsformat
- DIN 2342 Terminologie (siehe auch Terminus, Begriff)
- DIN 8580 Fertigungsverfahren
- DIN 66201 Prozessrechensysteme (siehe auch Technischer Prozess)
- DIN 66261 Nassi-Shneiderman-Diagramm, eine Entwurfsmethode für die strukturierte Programmierung
- DIN-Norm für die Empfindlichkeiten fotografischer Materialien
- DIN-Norm für Steckverbindungen

Verbindlichkeit, Kosten und Urheberrechtliches

DIN-Normen sind Empfehlungen und nicht aus sich heraus verbindlich. Wenige Normen wurden von Bundesländern bauaufsichtlich verbindlich gemacht. Rechtlich bindend sind die DIN-Normen auch, wenn das in einem Vertrag oder Gesetz so bestimmt wird. Allerdings ist zu beachten, dass auch sonst die anerkannten Regeln der Technik verpflichtend anzuwenden sind. Diese sind nicht identisch mit den DIN-Normen. Vielmehr gehen sie über die allgemeinen technischen Vorschriften, wozu auch die DIN-Normen gehören, hinaus. Für gültige DIN-Normen besteht nur die Vermutung, dass sie den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Dies ist aber widerlegbar, denn in den Normenausschüssen werden auch Interessen vertreten. Außerdem entsprechen Normen nicht immer dem aktuellen technischen Kenntnisstand. Aufgrund des in § 5 Abs. 3 UrhG über amtliche Werke ist es dazu gekommen, dass vom Staat für verbindlich erklärte Normen nicht gemeinfrei sind, sofern sie nicht als Volltext in eine amtliche Bekanntmachung aufgenommen werden, sondern nur zu erheblichen Gebühren erworben werden können. § 5 UrhG bestimmt: :(1) Gesetze, Verordnungen, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Entscheidungen und amtlich verfaßte Leitsätze zu Entscheidungen genießen keinen urheberrechtlichen Schutz.
: (2) Das gleiche gilt für andere amtliche Werke, die im amtlichen Interesse zur allgemeinen Kenntnisnahme veröffentlicht worden sind, mit der Einschränkung, daß die Bestimmungen über Änderungsverbot und Quellenangabe in § 62 Abs. 1 bis 3 und § 63 Abs. 1 und 2 entsprechend anzuwenden sind.
:(3) Das Urheberrecht an privaten Normwerken wird durch die Absätze 1 und 2 nicht berührt, wenn Gesetze, Verordnungen, Erlasse oder amtliche Bekanntmachungen auf sie verweisen, ohne ihren Wortlaut wiederzugeben. In diesem Fall ist der Urheber verpflichtet, jedem Verleger zu angemessenen Bedingungen ein Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung einzuräumen. Ist ein Dritter Inhaber des ausschließlichen Rechts zur Vervielfältigung und Verbreitung, so ist dieser zur Einräumung des Nutzungsrechts nach Satz 2 verpflichtet. Die Initiative gegen die Direktgeltung privater Normen im Bauwesen hat im Jahr 2003 vergeblich versucht, die Einfügung des 3. Absatzes in den § 5 UrhG (Amtliche Werke) zu verhindern. Kritisiert wird, dass vom Staat für verbindlich erklärte Normen nicht gemeinfrei seien, sofern sie nicht als Volltext in eine amtliche Bekanntmachung aufgenommen würden, sondern nur zu unverhältnismäßig hohen Gebühren erworben werden könnten.

Siehe auch


- Initiative gegen die Direktgeltung privater Normen im Bauwesen
- Liste von DIN-Normen
- Liste von Standards
- Normungsorganisationen
- Norm

Weblinks


- [http://www.din.de/ Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN)]
- [http://www.beuth.de/ Beuth-Verlag]
- [http://delegibus.org/2005,9.pdf Die Konkretisierung rechtlicher Anforderungen durch technische Regeln] vom 10. September 2005 PDF
- [http://www.konrad-fischer-info.de/2mbu.htm Kritik an DIN-Normen im Baubereich] ja:DIN

Menschenrettung

Die Menschenrettung ist wichtigste Aufgabe aller staatlichen Sicherheitsbehörden und Organisationen mit Sicherheitsauftrag (in Deutschland die BOS). Sie ist vorrangiges Ziel bei allen Einsätzen. Definition von "Retten" (entsprechend der FwDV): "Retten ist das Abwenden einer Lebensgefahr von Menschen oder Tieren durch: lebensrettende Sofortmaßnahmen, die sich auf Erhaltung bzw. Wiederherstellung von Atmung, Kreislauf und Herztätigkeit richten und/oder Befreiung aus einer lebensbedrohenden Zwangslage durch technische Rettungsmaßnahmen." In den Medien wird oft der Begriff Menschenrettung und Menschenbergung gleich verwendet. Bei den Feuerwehren spricht man von einer Bergung nur im Zusammenhang mit Sachgütern oder Toten. Siehe auch: Portal:Hilfsorganisationen | Portal:Erste Hilfe | Portal:Feuerwehr | Themenliste Feuerwehr | Rettungsdienst | Technisches Hilfswerk Kategorie:Erste Hilfe Kategorie:Einsatzereignis von Hilfsorganisationen Kategorie:Patientenrettung & Immobilisation

Selbstrettung

Die Selbstrettung ist das Vermögen, sich selbst aus Gefahrensituationen zu befreien. Vorbeugend gehört dazu auch Wissen, wie man Gefahrensituationen verhindert. Im Bereich der Wasserrettung wird dieses Wissen z. B. von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) oder der Wasserwacht im Deutschen Roten Kreuz gelehrt. In der Feuerwehr ist mit Selbstretten in der Regel das Abseilen im Notfall mittels Feuerwehrleine und Feuerwehrsicherheitsgurt gemeint. Kategorie:Sicherheitstechnik

Feuerwehrausrüstung

Zur Feuerwehrausrüstung gehören die mitgeführten Geräte auf Feuerwehrfahrzeugen, insbesondere wasserführende Armaturen, Schläuche, tragbare Leitern, Feuerlöschpumpen, Fluchthauben, Gerätschaften zur Technischen Hilfeleistung (z. B. hydraulischer Spreizer, Schere und Zylinder), Geräte, Gegenstände und Material zum Umweltschutz (z.B. Ölbindemittel, Gefahrstoffpumpen, spezielle Auffangbehälter), und die persönlichen Ausrüstungsgegenstände eines Feuerwehrmanns (z.B. Feuerwehrleinen, Handlampen, Sprechfunkgeräte, Strahlrohre, Atemschutzgeräte und Zubehör). Siehe auch: Portal:Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr

Sturz

Als Sturz bezeichnet man beim Bergsteigen den kontrollierten oder unkontrollierten freien Fall eines Körpers. Die Schwere des Sturzes wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Als wesentlichster Faktor gilt der Sturzfaktor. Kategorie:Bergsteigen

Festpunkt

Der Ausdruck Festpunkt bezeichnet:
- einen vermarkten Punkt in der Geodäsie, dessen Koordinaten (Lage und/oder Höhe) aus einer Vermessung bekannt sind. Fest- oder Fixpunkte repräsentieren das Bezugssystem einer Landesvermessung. Siehe Festpunkt (Geodäsie).
- eine bestimmte Temperatur, siehe Gefrierpunkt.

Absturzsicherungsset

Unter Absturzsicherung versteht man Praktiken beispielsweise bei der Feuerwehr, aber auch im Bauwesen und beim Klettern, die dazu dienen, sich sicher im absturzgefährdeten Bereich aufzuhalten, zu bewegen und dort zu arbeiten. Diese sollten jedem Feuerwehrmann bekannt sein, oft haben jedoch nur sehr wenige Mitglieder tatsächlich an einem Lehrgang zu diesem Thema, welcher über 30 Stunden geht, teilgenommen. Die Absturzsicherung wird durch die Feuerwehrdienstvorschrift 1/2 geregelt und verwendet Feuerwehrleine, Feuerwehrhaltegurt und Absturzsicherungsset.

Absturzsicherungsset

Das Absturzsicherungsset (auch Gerätesatz Absturzsicherung) ist ein Hilfsmittel für Feuerwehrarbeiten im absturzgefährdeten Bereich. Es enthält ein Kernmantelseil, verschiedene Karabinerhaken, verschiedene Bandschlingen, SEP-Schlinge, Handschuhe, Gurtzeug (bestehend aus Sitz- und Brustgurt), Kantenschutz und weiteren Hilfsmitteln aus dem Bereich der Höhenrettung. Absturzsicherungssets sind in einem Seesack meistens auf Hubrettungsfahrzeugen oder Löschgruppenfahrzeugen verlastet. Kategorie:Feuerwehreinsatzart Kategorie:THW Kategorie:Klettern Kategorie:Arbeitsschutz

Gurtzeug

Das Wort Gurtzeug hat verschiedene Bedeutungen: # Sitz des Gleitschirm-Piloten, siehe Gurtzeug (Gleitschirm) # Sicherheitsausrüstungsteil im Bergsport, siehe Gurtzeug (Klettern) # Austrüstungsteil eines Feuerwehrmannes, siehe Gurtzeug (Feuerwehr)

Achterknoten

Ein Achtknoten (auch Achterknoten) ist ein Einstrang-Verdickungsknoten. Dieser Knoten dient zur Vergrößerung des Durchmessers eines Seils meistens am Seilende, zum Beispiel um das Seil vor dem Durchlaufen durch eine Öse zu hindern.

Achtknoten beim Klettern

Der Achterknoten wird beim Klettern in modifizierter Form - als Schlinge (auch doppelter Achtknoten genannt) - verwendet. In das eine Ende des Seils wird ein Achterknoten so gebunden, das noch ein gutes Stück freies Seilende vorhanden ist. Dieses Seilende wird nun durch die am Klettergurt befestigten Schlaufen gezogen, um dann den Achterknoten entlang gebunden zu werden. Diese Form nennt sich eingebundener Achterknoten oder auch gesteckter Achterknoten, und stellt eine stabile Verbindung dar. Im Klettersport bindet sich der Kletterer mit einer Achtknoten-Schlaufe ein, während der Sichernde einen Halbmastwurfschlag, einen Abseilachter oder ein anderes Sicherungsgerät verwendet.
Die Achtknotenschlaufe wird oft auch von Feuerwehr und Höhenrettungsorganisationen eingesetzt, um in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten zu können. Dabei sichert sich der Sicherungsmann mit einem Seil, welches mit einem Mastwurf an einem Fixpunkt und mit einem Achterknoten an seinem Feuerwehrsicherheitsgurt befestigt ist. Die zu sichernde Person wird hingegen mit einem Rettungsknoten (Pfahlstich) eingebunden und über eine HMS-Sicherung abgelassen. Siehe auch:
- Schifferknoten
- Knotenkunde Kategorie:Seglerknoten Kategorie:Feuerwehrknoten

Karabiner

Der Karabiner (Französisch carabine = Büchse, Stutzen, kurzer Reiterkarabiner, wohl von carabin = leichter Reiter) ist ein leichtes Militär-Gewehr mit verkürztem Lauf und schwächerem Kaliber. Karabiner wurden ursprünglich für die Kavallerie und bespannte Truppen, zum Beispiel die Feldartillerie, entwickelt, da Infanteriegewehre beim Einsatz zu Pferd zu unhandlich waren. Neben dem verkürzten Lauf (bei ca. 1 m Gesamtlänge der Waffe) verfügten Karabiner oft über einen Ring an der linken Seite, in den der Karabinerhaken eingehakt werden kann, damit der Karabiner nach dem Schuss einfach fallengelassen werden konnte, um den Kampf mit Pistolen oder der "blanken Waffe" (Säbel, Lanze) fortzusetzen. Die Grundeinteilung der militärischen Langwaffen in Infanteriegewehre, (Jägerbüchsen) und Karabiner blieb bis in die Zeit des 1. Weltkriegs gültig. Vielfach wurden als Karabiner aber verstärkt Waffen bezeichnet, die zunächst Pistolenmunition verschossen. So gab es von der Mauser C96, der Borchardt C93 und der Pistole 08 Karabinerversionen mit festem Schaft und langem Lauf. Viele Unterhebelrepetierer aus den USA (bekannteste Marken Winchester und Marlin) verfeuern Pistolenpatronen. 2004 hat die Carl Walther GmbH eine Karabinerversion der P99 herausgegeben - da in Deutschland für Berechtigte Langwaffen einfacher als Kurzwaffen zu erwerben sind, bei denen strikte Mengenbeschränkungen gelten, ein logischer Schritt. Mit der Zeit wurde das Kaliber von immer stärkeren Pistolenpatronen zu Mittelpatronen verstärkt, wie beim M1 Carbine in den USA, dem SKS-45 von Sergej Gavrilowitsch Simonow, oder auch dem Sturmgewehr 44, das ursprünglich als Maschinenkarabiner entwickelt wurde. Adolf Hitler benannte den Maschinenkarabiner (MKb) in Sturmgewehr um, um den Eindruck einer Wunderwaffe, mit der der Krieg noch zu gewinnen sei, zu erwecken. Heutzutage redet man von einem Karabiner wieder bei einer Langwaffe mit leichtem bis mittlerem Kaliber.

Deutsche Karabiner in der jüngeren Vergangenheit

Seit 1898 war im deutschen Kaiserreich das Gewehr 98 der Mauser-Werke in Oberndorf/Neckar als Standard-Infanteriegewehr eingeführt. Daneben entstand der Karabiner 98a, kenntlich an dem fast bis zur Mündung reichenden Ganzschaft mit Handschutz, einem unten angesetzten Dorn zum Zusammenstellen mehrerer Karabiner und dem mit einem Scharnier aufklappbaren Oberring. Wichtigster Unterschied zwischen beiden Modellen war der Durchmesser der Systemhülse: beim Gewehr betrug dieser 36 mm, beim Karabiner 98a 33 mm. Der Karabiner 98a blieb eine Notlösung, weil die Kürzung des Laufes zunächst nicht durch eine entsprechende Anpassung der Munition begleitet war: Rückstoß und Mündungsfeuer waren extrem und setzten der praktischen Verwendbarkeit enge Grenzen. Karabiner 98a wurden nach dem 1. Weltkrieg nicht mehr gefertigt und sind heute gesuchte Sammlerwaffen. Sie wurden ausschließlich von den staatlichen Gewehrfabriken Amberg, Danzig, Erfurt und Spandau hergestellt. In der Zwischenkriegszeit führte die deutsche Reichswehr den sog. Karabiner 98b. Es handelt sich im Grunde um ein Infanteriegewehr 98 in voller Baulänge, mit lediglich nach Karabinerart umgebogenem Kammerstengel und seitlicher Riemenbefestigung. Daneben wurde bei diesem Modell das "Lange-Visier" (Kurvenvisier) des Infanteriegewehres durch ein Tangentenvisier mit austauschbarer Rampe ersetzt. Mit der Einführung eines neuen, schwereren Geschosstyps für die deutsche Standardpatrone 8x57 IS wurde die Entwicklung eines "echten" Karabiners als moderner Infanteriewaffe greifbar. Die Konzeption begann bei Mauser etwa um 1924. Über verschiedene Zwischenstufen und Prototypen (Mauser Standardgewehr, Mauser-Banner) führte sie zum Karabiner K 98k, der ab 1935 (mit Wiedereinführung der allg. Wehrpflicht) als Standardwaffe an die deutschen Streitkräfte ausgegeben wurde.

Mauser Karabiner K 98k

Wehrpflicht Der Karabiner K 98k (landläufig schlicht als 98k, oder auch scherzhaft als "Braut des Soldaten" bezeichnet), ist die letzte Entwicklungsstufe von Repetiergewehren als militärischer Standardbewaffnung. Seine Gesamtlänge beträgt 110 cm, sein Gewicht - je nach Ausführung - rund 3,5 bis 5 kg. Er verschießt die Patrone 8x57 IS mit schwerem Spitzgeschoss. Vorkriegswaffen und Waffen aus der frühen Kriegszeit sind von vorzüglicher Fertigungsqualität und mit Schäften aus Nussbaum bzw. Rüster (Ulmenholz) versehen. Ab 1938 wurden Schäfte für den K 98k aus laminiertem Buchenschichtholz hergestellt, die Oberflächenbearbeitung bis 1945 immer mehr "entfeinert". Metallteile (v. a. die Beschläge), aber auch Abzugbügel und Magazinkastendeckel wurden zunehmend aus Blechprägeteilen statt gefrästem Stahl hergestellt. Funktion und Präzision der späten Ausführungen sind deshalb aber nicht schlechter. Leicht modifizierte Ausführungen wurden auch exportiert, z. B. an Portugal (die Karabiner der zwei sog. "Portugalkontrakte" sind heute als Sport- und Sammlerwaffen hoch begehrt). Während des Zweiten Weltkrieges, von 1940 - 1942, wurde eine weiter verkürzte Version für Gebirgs- und Fallschirmjäger bei den Waffenwerken Brünn gefertigt, das sog. Gebirgsjäger-Gewehr 33/40. Folgende Waffenfabriken stellten den Karabiner 98 k zwischen 1934 und 1945 her. Mit den Codes wurde der Hersteller verschleiert. Waffenfabrik Mauser/Oberndorf (1934 - 1945), Code S/42 K, S/42 G, S/42, 42, byf und svw Waffenfabrik Mauser/Berlin (1935 - 1944), Code S/243 G, S/243, 243, ar Sauer & Sohn, Suhl (1934 - 1944), Code S/147 K, S/147 G, S/147, 147, ce ERMA-Werke, Erfurt (1935 - 1942), Code S/27 G, S/27, 27, ax Berlin-Suhler Waffenwerke, Suhl (1937 - 1939), Code BSW Berlin-Lübecker Maschinenfabrik, Lübeck (1936 - 1942), Code S/237, 237, duv Gustloffwerke, Weimar (1939 - 1945), Code 337, bcd Steyr-Werke, Steyr (1939 - 1945), Code 660, bnz., (umstritten: swj) Waffenwerke Brünn I (1940 - 1945), Code 945, dot, swp Waffenwerke Brünn II (1941 - 1945), Code dou. Nach Kriegsende wurden K 98k kurzfristig für die Besatzungsmächte weiterproduziert. Kopien und Modifikationen wurden auch weiterhin in der damaligen Tschechoslowakei und in Jugoslawien gefertigt. Deutsche Beutewaffen (insbesondere K 98k und MP 38/MP 40) bildeten die Erstaustattung der israelischen Streitkräfte ab 1948. Die "kasernierte Volkspolizei" in der Sowjetischen Besatzungszone und die "Betriebskampfgruppen" im kommunistischen Machtbereich führten den K 98k neben anderen Waffen der deutschen Wehrmacht. In der Bundesrepublik Deutschland waren zunächst Zoll und Bundesgrenzschutz mit K 98k ausgerüstet, daneben auch Verbände der Bereitschaftspolizei. Noch in den 50er Jahren erschien der, bei der Fa. Heym gefertigte, sog. "Zollkarabiner" auf Basis des 98k. Für die Bewaffnung der neuaufgestellten Bundeswehr ab 1955 kamen Karabiner dagegen von Anfang an nicht in Frage, weil schon in der Endphase des 2. Weltkriegs die meisten Nationen den Wandel zum Selbstladegewehr/Selbstladekarabiner (siehe auch: Selbstlader, zum Beispiel Deutschland: K 43; Sowjetunion: SKS; USA: M1 Garand und .30 M1 Carbine) bzw. zum Sturmgewehr (Deutschland: StGw 44) vollzogen hatten. Dessen ungeachtet führt das Wachbataillon der Deutschen Bundeswehr bis heute den K 98k als Paradewaffe. Mit der Entwicklung des Ordonnanzgewehr-Schießens durch verschiedene Sportverbände haben historische Karabiner heute große Bedeutung als Sport- und Sammlerwaffen. Vielfach wurden auch vorhandene Militärwaffen zu Jagdgewehren umgearbeitet.

Technische Daten

Siehe auch


- M1 Carbine
- SKS-45
- Sturmgewehr 44
- Sturmgewehr

Weblinks


- [http://www.waffenhq.de WaffenHQ.de] Kategorie:Handfeuerwaffe

HMS

HMS steht für:
- His/Her Majesty’s Ship (bzw. Submarine, Teil des Namens aller britischen Kriegsschiffe der Royal Navy
  - His/Her Majesty’s Sloop, historisch für Sloops der Royal Navy
- Hour-Minute-Second, Stunde-Minute-Sekunde
- Halbmastwurfsicherung, beim Klettern verwendete Sicherungstechnik
- HFC (Hybrid Fiber Coax) Management System, von der SCTE hervorgebrachter Standard aus der Breitbandkabel-Technik
- Hull Mounted Sonar, siehe Sonar
- Häfeli Moser Steiger, ein international bekanntes Architekturbüro der Nachkriegszeit aus Zürich. Kategorie:Abkürzung

Absturzsicherung

Unter Absturzsicherung versteht man Praktiken beispielsweise bei der Feuerwehr, aber auch im Bauwesen und beim Klettern, die dazu dienen, sich sicher im absturzgefährdeten Bereich aufzuhalten, zu bewegen und dort zu arbeiten. Diese sollten jedem Feuerwehrmann bekannt sein, oft haben jedoch nur sehr wenige Mitglieder tatsächlich an einem Lehrgang zu diesem Thema, welcher über 30 Stunden geht, teilgenommen. Die Absturzsicherung wird durch die Feuerwehrdienstvorschrift 1/2 geregelt und verwendet Feuerwehrleine, Feuerwehrhaltegurt und Absturzsicherungsset.

Absturzsicherungsset

Das Absturzsicherungsset (auch Gerätesatz Absturzsicherung) ist ein Hilfsmittel für Feuerwehrarbeiten im absturzgefährdeten Bereich. Es enthält ein Kernmantelseil, verschiedene Karabinerhaken, verschiedene Bandschlingen, SEP-Schlinge, Handschuhe, Gurtzeug (bestehend aus Sitz- und Brustgurt), Kantenschutz und weiteren Hilfsmitteln aus dem Bereich der Höhenrettung. Absturzsicherungssets sind in einem Seesack meistens auf Hubrettungsfahrzeugen oder Löschgruppenfahrzeugen verlastet. Kategorie:Feuerwehreinsatzart Kategorie:THW Kategorie:Klettern Kategorie:Arbeitsschutz

Zopf

Es fehlt fast alles, was nicht das Tragen eines Zopfes von Chinesen behandelt. ---- Der Zopf ist eine Haartracht, bei der das Haar geflochten wird. Das Tragen von einem Zopf oder von Zöpfen wird in modernen westlichen Gesellschaften oft dem weiblichen Geschlecht zugeordnet. Dies ist jedoch sowohl kultur-, wie auch modeabhängig und kann sich daher ändern. Matrosen trugen z. B. bis in das 19. Jahrhundert Zöpfe.

Bedeutung in China

China Der Zopf mit der ausrasierten Stirn wurde den unterworfenen Chinesen von den Mandschu-Herrschern aufgezwungen. Bis zum Ende der Kaiserzeit war der Zopf in China die typische Haartracht der Männer. Sie wurde zu Beginn der Qing-Dynastie eingeführt. Ein 1645 erlassenes Gesetz befahl unter Androhung der Todesstrafe, dass jeder Chinese einen Zopf tragen müsste. Das Gesetz wurde erlassen um die Chinesen von der zopflosen mandschurischen Führungsschicht zu unterscheiden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es für Chinesen zur Selbstverständlichkeit, dass Männer Zöpfe tragen. Erst als es im 19. Jahrhundert zu den gegen die mandschurische Fremdherrschaft gerichteten Bewegungen kam, wurde der Zopf zum Symbol der Unterdrückung. Es gehörte zu den ersten Maßnahmen der Revolution von 1911, die Zöpfe abzuschaffen. Einer der wichtigsten Gefolgsleute des Generals Yuan Shikai war General Zhang Xun, der den Beinamen „Zopfgeneral“ hatte, weil er aus Treue zur Qing-Dynastie seinen Zopf auch während der Republik China behalten hatte. In Lu Xuns Wahre Geschichte des Ah Q heißt es: „Als der Nachtwächter Zhao die Straße herabkam, ohne dass etwas von seinem Kopf herunterbaumelte, riefen die Bauern: „Ah, hier kommt ein Revolutionär!“ Singapur war als Zwischenstation von großer Bedeutung für Chinesen, die mit dem Schiff nach Europa reisten. Berichte aus dem 19. Jahrhundert schildern, wie chinesische Studenten auf dem Weg nach Europa in Singapur ihren Zopf abschnitten und bei ihrer Rückkehr auf einem Zwischenhalt einen falschen Zopf aus schwarzer Seide kauften.

Zitat

Albert Henry Rasmussen und Willi Rickmer Rickmers schreiben in ihrem Chinabericht „Als die Zöpfe fielen“ : Der durchschnittliche Kuli, Schiffer oder Bauer war ein zugänglicher Geselle. Diese Leute waren sittenrein und gesund. Mit Vergnügen beobachtete ich sie auf den Friseurstühlen am Ufer, wo man ihnen das Haar rund um den Zopf abschor. Der Zopf saß in der Mitte des Schädels, alles übrige musste täglich rasiert werden. Nur bei Trauer unterblieb das eine Zeitlang. Die tägliche, mit Muskelkneten und Ohrenbohren verbundene Rasierpause erzeugte offensichtlich Wohlbehagen und Zufriedenheit. Sie bewies auch, dass diese Menschen regelmäßige Arbeit hatten und sich das unglaublich billige Vergnügen leisten durften. Der übrige Teil des Leibes kam selten mit Wasser und Seife in Berührung. Trotzdem sahen sie gut aus, wenn sie aufstanden und stramm einher schritten mit dem gut gepflegten Zopf, dessen Ende eine schwarze Seidenquaste zierte. Willi Rickmer Rickmers : Um die Enden der Pumphosen schlangen sich nette schwarzseidne Knöchelbänder. Ich fand es merkwürdig, dass die Chinesen so viel auf Zopf und Knöchelband gaben, die ihnen ursprünglich von den erobernden Mandschus als Zeichen der Unterwerfung aufgedrungen worden waren. Im Laufe der Zeit gewinnen solche Sinnbilder oft die gegenteilige Bedeutung, und man ist stolz auf sie. Kategorie:Frisur Kategorie:Kultur (China) Kategorie:Chinesische Geschichte

Portal:Feuerwehr

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PDF

Das Portable Document Format (PDF) ist ein plattformübergreifendes Dateiformat für druckbare Dokumente, das von der Firma Adobe Systems entwickelt und 1993 mit Acrobat 1 veröffentlicht wurde. PDF ist ein proprietäres, aber offengelegtes Dateiformat, das im PDF Reference Manual von Adobe dokumentiert ist. Eine Teilmenge des Formats ist inzwischen als PDF/X und PDF/A von der ISO genormt worden. In der Startphase war der Adobe Reader kostenpflichtig. Erst die kostenfreie Weitergabe der Software ermöglichte die Verbreitung im heutigen Ausmaß. Die aktuelle Version des PDF-Dateiformats ist 1.6 und kann mit Acrobat ab Version 7 verarbeitet werden. PDF-Dateien geben das mit dem Erstellungsprogramm erzeugte Layout in einer vom Drucker und von Voreinstellungen unabhängigen weitgehend orginalgetreuen Darstellung wieder. Ein häufig verwendetes Programm zur Erzeugung von PDF ist Adobe Acrobat Distiller, der aus PostScript-Dateien PDF erstellt. Der Distiller ist verfügbar für Windows und Mac. Diverse Office- und DTP-Anwendungen von Drittherstellern bieten einen direkten PDF-Export an und sind auf vielen Plattformen verfügbar. Mit weiteren Werkzeugen lassen sich – oft über den Druckbefehl, bei größeren Datenmengen aber meist mit einer Programmiersprache aus einer Datenbank heraus – PDF-Dateien einfach und schnell erstellen. Die Erzeugung von PDF-Dateien ist damit auf jeder Plattform möglich. Durch Offenlegung und Normung von PDF können Drittentwickler unabhängig von Adobe PDF-Werkzeuge bereitstellen. PDF basiert zu großen Teilen auf dem PostScript-Format, das ebenfalls offengelegt ist.

Verwendung und Vorteile

Eine PDF-Datei gibt die Dokumente des Ursprungsprogramms einschließlich aller Schriften, Farben, Raster- und Vektorgrafiken präzise wieder. Diese Dokumente können eine oder tausende Seiten Umfang haben, wobei jede auf eine maximale Seitengröße von 508 x 508 cm beschränkt ist. Das PDF-Format basiert auf dem gleichen Grafikmodell wie PostScript. Im Gegensatz zu PostScript ist es aber keine Programmiersprache, sondern eine Dokumentenbeschreibungssprache. PDF erlaubt eine genauere Strukturierung von Dokumenten, als das mit Postscript möglich ist. Schriften (außer Pixelschriften) jeglicher Art und Vektorgrafiken können dabei beliebig ohne Qualitätsverlust vergrößert werden. Große Netzwerkpläne und Datenmodelle lassen sich unter diesen Voraussetzungen auf einer PDF-Seite unterbringen. Aus PDF-Dokumenten lassen sich Textpassagen, Tabellen und Grafiken (und auch Ausschnitte davon) leicht in anderen Anwendungsprogrammen durch Kopieren und Einfügen der jeweiligen Elemente weiterverarbeiten. Text kann nicht nur zur Weiterverarbeitung in anderen Anwendungen, sondern auch zum Durchsuchen oder zur Verwendung mit anderen Ausgabemedien wie beispielsweise Screenreadern extrahiert werden. Durch die Textsuche im einzelnen Dokument oder die Volltextrecherche innerhalb einer PDF-Dokumentensammlung lassen sich sehr einfach Detailinhalte auffinden. Dies funktioniert selbst dann, wenn der Text grafisch verzerrt, z.B. in Kreis- oder Kurvenform dargestellt ist. Eine Besonderheit des PDF-Formats ist der optionale Dokumentenschutz mit 40- oder 128-Bit-Verschlüsselung. Der Ersteller eines Dokuments kann damit gezielt die Rechtevergabe des betreffenden Dokuments bestimmen. So kann verhindert werden, dass Benutzer das Dokument abändern, ausdrucken oder Teilinhalte kopieren können. Zu diesem Zweck ist in jedem Fall ein Besitzerpasswort festzulegen. Soll das Dokument nur einem beschränkten Personenkreis zugänglich sein, kann zusätzlich auch ein Benutzerpasswort vergeben werden, von dem zugleich die Verschlüsselung abgeleitet wird. Durch entsprechende PDF-Werkzeuge lassen sich auch Rechte vergeben, die es ermöglichen, PDF-Dokumente mit Notizen, Kommentaren und Dateianhängen zu versehen oder Formulareinträge abzuspeichern. Ursprünglich konnten diese Merkmale nur mit Adobe Acrobat genutzt werden, seit Version 7 ist es jedoch auch mit dem kostenlosen Adobe Reader möglich, Notizen und Kommentare hinzuzufügen, sofern das entsprechende Dokument vom Verfasser mit den notwendigen Berechtigungen versehen wurde. Ursprünglich war das PDF-Format ein reines Ausgabe- bzw. Druckformat. Später gab es auch Programme, mit denen man fertige PDF-Dateien verändern kann, zum Beispiel mit dem Adobe Designer. Das Format ist nicht mit den internen Dateiformaten von Textverarbeitungsprogrammen vergleichbar und eignet sich, abgesehen von der Notiz- und Kommentarfunktion, nur begrenzt zur Weiterverarbeitung von Dokumenten. Es ist allerdings innerhalb gewisser Grenzen möglich, beispielsweise Tippfehler zu entfernen. Vorteile im Desktop Publishing sind für Grafiker und Designer die Einbindung aller Elemente für die Druckerstellung. PDF-Dokumente können abhängig vom Einzelfall sowohl größer als auch kleiner als die Dateien der Ursprungsanwendung sein. Die Größe eines Dokuments hängt von der Art der enthaltenen Daten, von der Effizienz des Erstellungsprogramms und davon ab, ob Schriftarten eingebettet wurden. Schriften können entweder vollständig, als Untermenge der tatsächlich im Dokument verwendeten Zeichen oder aber überhaupt nicht eingebettet werden. Soll ein Dokument unabhängig davon, ob auf der Zielplattform die verwendeten Schriften installiert sind, zuverlässig darstellbar sein, müssen mindestens die tatsächlich verwendeten Zeichen eingebettet werden. Das PDF-Format wurde im Laufe seiner Entwicklung mehrfach auf spezielle Anforderungen für die Verwendung im Internet angepasst. So musste ein Dokument ursprünglich vollständig verfügbar sein, um dargestellt werden zu können. Inzwischen ist es möglich, PDF-Dokumente zu linearisieren, so dass bereits Teile eines Dokuments während des Ladevorgangs dargestellt werden können. Seit der Version 1.5 der PDF-Spezifikation kann der größte Teil der Dokumentstruktur komprimiert werden. Heute ist es möglich, interaktive PDF-Formulare zu gestalten. In ihnen kann man in bestimmten Eingabefeldern Werte eingeben. Es ist auch möglich, Dokumente als Bild einzuscannen und zusätzlich die entsprechenden Informationen als durchsuchbaren Text im gleichen PDF-Dokument zu erzeugen.

PDF in Betriebssystemen

Das Einsatzgebiet von PDF ist vielfältig. So ist es nicht verwunderlich, dass mit dem Betriebssystem Mac OS X von Apple erstmals PDF als Standardformat für die Bildschirmausgabe verwendet wurde. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit Hilfe von PDF ist erstmals echtes WYSIWYG möglich. Weitere Features sind Textglättung in allen Anwendungen sowie die PDF-Erzeugung aus jeder Anwendung heraus, die einen Druckdialog besitzt. PDF wird auch zur Erzeugung der Druckdaten verwendet, damit ist es möglich, PostScript auf Nicht-Postscript-Druckern auszugeben. Unter Windows wie auch unter GNU/Linux gibt es den kostenlosen Acrobat Reader, um .PDF Dateien anzuschauen. Für Linux gibt es zusätzlich das äusserst schnelle Programm XPDF, welches auf die grundlegendsten Funktionen (Anzeige auf Bildschirm, Durchsuchen des Dokuments, Ausdrucken) reduziert ist, und deshalb viel schneller geladen und gestartet werden kann. Siehe auch: Display Postscript

Boxen im PDF

Die verschiedenen Boxen in einem PDF-Dokument sind vor allem in der Druckindustrie sehr wichtig, da fehlerhafte PDF-Dateien nicht korrekt gedruckt werden können. In der Druckindustrie wird meist der Adobe Acrobat Distiller für die PDF-Erzeugung eingesetzt, da dieser ein standardkomformes PDF-Dokument erzeugt.

MediaBox

Sie definiert die Größe des Ausgabemediums und den Medienrahmen des PDF-Dokumentes. Das Dokument ist noch nicht beschnitten und enthält oft die im PDF-Generator eingestellte PostScript-Seitengröße. Die Media Box muß immer die größte aller Boxen sein, da sie alle andern (nachfolgend erläuterten) Boxen mit einschließen muss.

BleedBox

Eine Bleedbox beinhaltet Informationen über die Anschnittrahmen, die die Größe des Endformates mit einem Beschnitt definiert. In der Druckindustrie wird ein Beschnitt von minimal 3 mm pro Seite benötigt. Ein Anwendungsbeispiel sind Bilder, die angeschnitten werden sollen und somit aus dem Rand des Druckes laufen. Für eine A4 Seite, die an eine Druckerei geliefert werden soll, ergibt sich somit eine Breite von 210 mm + 6 mm und eine Länge von 297 mm + 6 mm (A4 extra mit 216 x 303mm). Dies muß zwingend eingehalten werden um keine Blitzer zu erzeugen, da die Druckmaschine etwas variieren kann.

TrimBox

Die TrimBox ist das Endformat einer PDF-Datei ohne Beschnitt und wird auch Endformatrahmen genannt. In der Software Adobe Acrobat wird diese als Crop-Box oder Maskenrahmen bezeichnet, und beinhaltet ebenfalls das beschnittene Format; bei der Crop-Box sind jedoch noch die Informationen, die sich noch außerhalb der Box befinden, vorhanden und werden lediglich ausgeblendet.

Art Box (auch Bounding Box)

Dies stellt den Objektrahmen dar, das heißt, diese Box ist die kleinstmögliche Box, die alle Objekte einschließt, die sich auf der PDF-Seite befinden. Sie gibt auch die Größe der Grafik beim Import einer Datei (beispielsweise EPS) an.

PDF in der Druckvorstufe

Ziel der Boxinformationen ist es, ein PDF in der Druckvorstufe besser weiterverarbeiten zu können. Heute müssen viele PDF noch manuell nachbearbeitet werden, um sie auch in einer Druckmaschine drucken zu können, da nur wenige Programme die Informationen gut einbinden (beispielsweise InDesign oder QuarkXPress). Als Hilfsmittel in der Druckvorstufe sind unter anderem die Softwareprodukte Asura, Speedflow, PitStop Professional, Prinegy, Prinect Printready und Puzzleflow verbreitet, welche PDF-Dateien für den Druck aufbereiten können.

Programme zu Erstellung von PDF für die Druckvorstufe

Es führen zwei Wege zur Erstellung: Entweder durch die Verwendung eines Druckertreibers auf Postscript-Basis, oder direkte PDF-Erzeugung, bei der die Postscript-Daten unsichtbar sind beziehungsweise nur temporär benötigt werden. Beispiele für ein "druckbares" PDF, wenn alle Einstellungen richtig sind (siehe auch PDF/X):
- Adobe Druckertreiber für eine PS,
- Acrobat Distiller für ein PDF

Programme zum Betrachten von PDF-Dateien


- Freeware-Programme
  - Adobe Reader / Acrobat Reader (Windows, Mac OS, UNIX)
  - [http://www.foxitsoftware.com/pdf/rd_intro.php Foxit PDF Reader] (Windows)
  - [http://www.cs.wisc.edu/~ghost/gsview/ GSview] (Windows, OS/2)
  - [http://www.visagesoft.com/products/pdfreader/index.php eXPert PDF Reader] (Windows)
  - [http://www.cadkas.de/downgerpdf16.php CAD-KAS PDF Reader] (Windows)
  - [http://www.bravaviewer.com/ Brava! Reader]
  - [http://www.apple.com/macosx/features/pdf/ Apple Vorschau (engl. Preview)] (Mac OS X) - integraler Bestandteil des Betriebssystems
- Open-Source-Programme
  - Xpdf (X11)
  - [http://www.gnome.org/projects/evince/ evince] und Gpdf (GNOME, basierend auf Xpdf)
  - Kpdf (KDE, basierend auf Xpdf)
  - [http://www.cs.wisc.edu/~ghost/gv/ Ghostview], gv (X11) in Zusammenarbeit mit Ghostscript
  - GGv (GNOME, basierend auf Ghostscript)
  - KGhostview (KDE, basierend auf Ghostscript)
- Systeminterne Dienstprogramme
  - [http://www.apple.com/macosx/features/pdf/ Vorschau] (Mac OS X) - integraler Bestandteil des Betriebssystems
  - PDFViewer (PC/GEOS und DOS)
- Online-Betrachtung (keinerlei Installation nötig)
  - [http://view.samurajdata.se Online-Viewer] für
- .pdf,
- .ps und
- .doc

Programme zum Erstellen von PDF-Dateien


- Adobe Acrobat Distiller, Adobe Illustrator, Adobe Photoshop, Adobe InDesign, Adobe Elements, Freehand
- Mac OS X (im aktuellen Betriebssystem von Apple kann aus jedem druckfähigen Programm ein PDF erzeugt werden)
- StarOffice und OpenOffice.org können jedes Dokument als PDF speichern
- CorelDRAW, Corel WordPerfect
- QuarkXPress
- KOffice, Scribus
- pdfTeX, pdfLaTeX
- CATIA
- [http://www.pdf-office.com/ pdf-Office]
- 602PC SUITE
- Abbyy FineReader
- Jaws PDF-Creator
- xfig

Programme, die wie ein Drucker benutzt werden

Diese Programme ermöglichen es allen Anwendungen, die in der Lage sind, Daten auf einem PostScript-Drucker auszugeben, aus dem Druckdialog heraus PDF-Dokumente zu erstellen. Mittels Ghostscript, dem Adobe Acrobat Distiller oder einem ähnlichen Programm werden die Druckdaten vom entsprechend konfigurierten Druckertreiber angenommen und nach PDF konvertiert.
- PDFCreator (Open Source unter der GPL, enthält aktuelles Ghostscript)
- [http://www.terra-cell.de/freepdf4u.html FreePDF4U] (Freeware, baut auf Ghostscript auf)
- [http://www.freepdfxp.de/fpxp.htm FreePDF XP] (Freeware, baut auf Ghostscript auf)
- [http://www.gieling.net/ Pdf2Mapi] (Freeware, baut auf Ghostscript auf)
- [http://www.primopdf.com/ PrimoPDF] (Freeware)
- [http://www.pdfmailer.de PDFMAILER] (Kostenfreier Printer der PDF- und Versendevorgang zusammenfasst, senden, speichern, verschlüsseln)
- [http://www.cib.de CIB Pdf brewer] funktioniert als Plugin aus Office Produkten aber auch stand-alone
- Die KDE-Komponente KPrint kann unter Linux beliebige Dateien als PDF Datei drucken.
- [http://www.cs.wisc.edu/~ghost/redmon/de/redmon.htm RedMon] (Redirection Port Monitor, Druckeranschluß-Umleitungsmonitor) Achtung dient das PDF als Vorlage für einen Druck in einer Druckerei, sollte diese vor der Erzeugung des PDF's kontaktiert werden, da einige der oben angeführten Programme Probleme in der Druckvorstufe bereiten.

Bibliotheken für Entwickler


- [http://poppler.freedesktop.org/ Poppler] – PDF Renderer auf Basis von Xpdf 3.0
- [http://www.pdflib.com PDFlib] – für kommerziellen Einsatz kostenpflichtige, weit verbreitete Programmierbibliothek zur automatischen, serverbasierten Erzeugung von PDF-Dateien (alle Programmiersprachen, alle Betriebssysteme)
- [http://www.lowagie.com/iText iText] – JavaAPI
- [http://www.fpdf.de FPDF] – weit verbreitete, für die private und kommerzielle Verwendung kostenlose und auf reinem PHP basierende Klasse zur Erzeugung von PDF-Dateien ohne die Notwendigkeit von zusätzlichen PHP-Erweiterungen (Extensions)
  - http://tcpdf.sourceforge.net/ TCPDF von fpdf abgeleitete Klasse, die zusätzlich mit Unicode umgehen kann und einen kleinen HTML-Parser eingebaut hat
- [http://vb-tec.de/pdf.htm clsPDF] – PDF-Klasse für Visual Basic
- [http://www.maus-soft.de/index.php?p=/solutions/pdftech/ PDF Direct] - PDF Direct/Quick View - Komponenten für die Erstellung und Anzeige, Demo-Dlls.

Erzeugen von PDF aus anderen Formaten

XML

PDF-Dokumente können aus XML-Daten mit Hilfe geeigneter Transformationen nach XSL-FO und anschließender Formatierung erstellt werden.
- Diese Formatierung ist beispielsweise mit dem Formatierer [http://xml.apache.org/fop FOP] des Apache-Projekts möglich.
- Ein leicht nachzuvollziehendes Beispiel ist die Transformation/Formatierung von [http://www.linkwerk.com/pub/xml/invitation/ invitation.xml] in PDF (das Beispiel zeigt auch die Transformation in XHTML und WordML).

HTML

Aus einer HTML-Datei können PDF-Dokumente recht schnell und einfach mit dem Programm [http://www.htmldoc.org htmldoc] erzeugt werden. Dieses Programm verfügt sowohl über eine Konsolen-Schnittstelle wie auch über eine GUI. Damit ist es sowohl auf einem Client zur direkten Bedienung durch den Benutzer wie auch zum Servereinsatz, z.B. zur On-the-fly Generierung von PDF-Dokumenten geeignet. Ein Perl-Modul [http://search.cpan.org/~mfrankl/HTML-HTMLDoc/ HTML::HTMLDoc] erleichtert Perl-Entwicklern die Schnittstelle zur Kommandozeile.

Siehe auch


- PostScript
- Adobe Systems
- XSL-FO
- DjVu
- Advanced Function Presentation (AFP)

Normen und Standards

In verschiedenen Gremien der ISO werden einzelne Spezifikationen des PDF normiert und damit die PDF-Industriestandards von Adobe zu Normen erhoben. Dabei werden im Wesentlichen die Originalspezifikationen von Adobe mit Einschränkungen versehen:

Literatur


- Trinkwalder, Andreas (2005): „PDF/A ist ISO-Standard“ in: c't, , 22. Jahrgang (2005), Nr. 21, Seite 54.

Weblinks


- [http://partners.adobe.com/asn/tech/pdf/specifications.jsp PDF-Spezifikationen]
- [http://www.pdf-worker.com Werkzeuge zur Bearbeitung von PDFs]
- [http://www.pdfzone.de/ Aktuelle Nachrichten zu Acrobat und PDF, Anwenderforen]
- [http://www.fpdf.de/ Deutschsprachige Dokumentation, Anwenderforum, weiterführende Links zur pdf-Erzeugung mit PHP]
- [http://www.planetpdf.com/ Informationen zum Thema PDF] (en) Kategorie:Datenformat ja:Portable Document Format ko:PDF th:PDF

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