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Hvar
Hvar (italienisch Lesina, in der Antike griech. Pharos, danach deutsch veraltet auch Phar) ist eine Insel in der Adria vor der dalmatinischen Küste in Kroatien, Gespanschaft Split-Dalmatien. Die langgestreckte Insel ist die viertgrößte der Adriainseln. Hvar ist mit dem kroatischen Festland über Trajektverbindungen von Starigrad nach Split und von Sućuraj nach Drvenik sowie über die Küstenschiffahrtslinie Rijeka - Dubrovnik verbunden.
- Fläche 299,6 km² (Länge 67,5 km, maximale Breite 10,6 km)
- Einwohner (2001): 11.459
- Hauptort: Hvar (3.643 Einwohner) Weitere größere Orte: Jelsa, Stari Grad, Vrboska, Sućuraj
- Klima: Mildes Mittelmeerklima (die Mittelwerte liegen im Januar bei 8,4 °C, im Juli bei 24,8 °C) Insolation: 2.718 Sonnenstunden im Jahr
Geschichte
Sućuraj
Hvar war bereits in der Vorgeschichte besiedelt, wovon die Funde der bemalten Keramik in den die Höhlen Grapčeva spilja und Pokrivenik zeugen. Später wurde die Insel von den Illyrern besiedelt, die zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. mit den griechischen Kolonisten um die Vorherrschaft kämpften. Noch heute gibt es viele Hügelgräber aus der Illyrerzeit.
Neben Korčula und Vis hatte auch Hvar griechische Siedler aufgenommen, es ist aber die einzige Insel mit einer ionischen Siedlung (Pharos, heute Starigrad). Zur Zeit der römisch-illyrischen Kriege (229-228 gegen die illyrischen Königin Teuta) wächst die Bedeutung Hvars, als seine Verwalter die Unabhängigkeit zu bewahren bemüht sind.
Teuta
Nach dem Untergang des Römischen Reiches gehört Hvar mit ganz Dalmatien unter byzantinische Herrschaft.
Im 7. Jahrhundert fällt die Insel an das Adelsgeschlecht der Neretljani vom Festland, mit deren Fürstentum es im 11. Jahrhundert dem Königreich Kroatien angeschlossen wird. In den folgenden Jahrhunderten erkennt Hvar zunächst die Souveränität der kroatisch-ungarischen Herrscher an, sodann die des bosnischen Königs Tvrtko, des Herzogs Hrvoje von Split und der Republik Dubrovnik an. Von 1278-1797 ist Hvar mit einer Unterbrechung (ungarische Herrschaft 1358-1420) im Besitz der Republik Venedig. Nach dem Ende der Markus-Republik fällt sie mit Dalmatien an Österreich. 1808-1814 gehört die Insel jedoch zu den illyrischen Provinzen des französischen Kaiserreichs.
Nach dem 1. Weltkrieg fällt Hvar mit Dalmatien an Jugoslawien. Während des 2. Weltkrieges war es von italienischen Truppen besetzt. Seitdem gehört es zur jugoslawischen Teilrepublik bzw. seit 1991 zur unabhängigen Republik Kroatien.
Wirtschaft
Kroatien
Neben Tourismus und selbstversorgender Landwirtschaft bilden der Anbau von Lavendel und die Herstellung der daraus gewonnenen Produkte sowie die Kelterung von zum Teil herausragenden Weinen die Lebensgrundlage der Bevölkerung. KroatienDie berühmtesten Weine der Insel sind der fast schwarze Faros, der in sehr steilen Rieden auf der Südseite der Insel aus der Rebe Mali Plavac gewonnen wird, der Ivan Dolac, ebenfalls ein sehr dunkler Rotwein aus der Mali Plavac Traube, sowie der Bogdanusa, der an einen sehr trockenen Sherry erinnern kann. Der früher bedeutsame Fischfang spielt heute kaum mehr eine Rolle.
Auf Hvar befinden sich zahlreiche Lavendel-Felder. Die Bewohner der Insel stellen daraus Lanvendelöl und Lavendelkissen her.
Weblinks
- [http://pubwww.st.carnet.hr/hvar/ Hvar, Englisch)]
- [http://www.hvar.hr/ Ofizielle Website von Hvar, Englisch]
Kategorie:Insel (Kroatien)
Adriatisches MeerDas Adriatische Meer oder die Adria (italienisch: Mare Adriatico, albanisch: Deti Adriatik, kroatisch und serbisch, bzw. bosnisch: Jadransko more (serbisch auch Јадранско море) oder Jadran (serbisch: Јадран), slowenisch: Jadransko morje) ist ein Teil des Mittelmeeres, das nach der Stadt Adria in Italien (Provinz Rovigo) benannt ist. Zum Adriatischen Meer wird alles gerechnet, was nördlich der Straße von Otranto liegt. Es trennt die Apenninhalbinsel von der Balkanhalbinsel.
Anrainerstaaten sind Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina (beim Ort Neum), Serbien und Montenegro, Albanien und Griechenland mit der Insel Korfu.
Lage, Ausmaße und Klima
Das Adriatische Meer ist von Nordwest bis Südost 820 km lang und durchschnittlich 180 km breit. Die größte Breite beträgt etwa 220 km. Es bedeckt eine Fläche von 132.000 km² und ist im Nordbecken (nördlich des Vorgebirges Monte Gargano) durchschnittlich zwischen 40 und 200 m tief. Der südliche Teil ist bedeutend tiefer und erreicht zwischen Durrës und Bari mit 1251 m seine größte Tiefe. Den südlichen Abschluss des Meeres bildet die Straße von Otranto, wo der Abstand zwischen Italien und Albanien nur 71 km beträgt. Sein Salzgehalt beträgt im Mündungsgebiet der großen Flüsse etwa 2,5 % (Oberflächenwasser) und nimmt nach Süden bis 3,9 % zu.
Der Nordteil ist flach mit zahlreichen Lagunen, ab dem Po-Delta wird die Küste zunehmend steiler. Die Ostküste, in die die vorwiegend kroatische Halbinsel Istrien hineinragt, ist gebirgig und stark gegliedert mit zahlreichen Inseln. Den Hauptteil der Ostküste nimmt die südkroatische Landschaft Dalmatien ein.
Die Bucht von Kotor in Serbien und Montenegro bildet mit etwa 30 km den längsten Fjord des Meeres. Der äußerste Südosten ist wiederum flach und sumpfig.
Die Küste Albaniens ist bisher touristisch noch wenig erschlossen.
Das Klima ist durch sehr warme, regenarme Sommer und milde, zum Teil regenreiche Winter gekennzeichnet. Im Sommer herrschen beständige, schwachwindige Wetterlagen vor. Im Winter steht das Adriagebiet unter dem Einfluss von Tiefdruckgebieten aus dem Atlantik. Dadurch kommt es gelegentlich zu warmen Südwinden (Scirocco) und kalten Nordwinden (Mistral, Bora/Bura).
Tourismus und Umweltschutz
Bora/Bura
Bedeutend ist der Tourismus - viele Badeorte an diesem Meer sind europaweit bekannt.In Slowenien sind es Portorož, Piran, Izola und Koper. In Serbien und Montenegro Budva. In Italien sind dies vor allem Rimini, Jesolo, Caorle, Chioggia und Grado. In Kroatien sind die Städte Rovinj und Opatija, Die Kroatischen Inseln, Dubrovnik und die Makarska-Rivijera beliebte Reiseziele.
Da die nördliche Adria eine "Sackgasse" ist, findet fast kein Wasseraustausch mit dem Rest des Mittelmeeres statt. Seit 30 Jahren stört die Industrie das labile Gleichgewicht der Meeresströmung aus dem Süden, den Zuflüssen aus den Gebirgen und des gefilterten Meerwasser aus dem Boden, so entlässt der Fluss Po jährlich 50 Mrd. m³ stark belastetes Wasser in die Adria (Zinn, Zink, Blei, Chrom, Kupfer, Arsen, Quecksilber und Öl), insgesamt transportiert der Fluss heute doppelt so viele Nährsalze wie noch vor 10 Jahren. Dieser Umstand führt dazu, dass Teile der nordwestlichen Adriaküste häufig von Algenplagen heimgesucht werden.
Im Gegensatz hierzu ist die Wasserqualität an der kroatischen Küste weitestgehend hervorragend.
Häfen
Wichtige Adriahäfen:
- in Italien: Triest, Venedig inklusive Hafen von Chioggia, Ancona, Bari, Brindisi
- in Slowenien: Koper
- in Kroatien: Pula, Rijeka, Ploče, Zadar, Split, Dubrovnik
- in Serbien und Montenegro: Kotor, Bar
- in Albanien: Durrës, Vlora
Inseln
- Kroatien: Brač, Cres, Dugi, Hvar, Ilovik, Korčula, Krk, Lošinj, Mljet, Pag, Susak, Unije. Insgesamt zählt die kroatische Adria 1185 Inseln, von denen viele jedoch sehr klein und nur 67 bewohnt sind.
- Serbien und Montenegro: Sveti Nikola
Weblinks
- [http://www.europa.eu.int/water/water-bathing/report/it.html EU-Bericht zur Wasserqualität in der italienischen Adria]
- [http://www.mzopu.hr/doc/Kakvoca_engleska03052005.pdf Testergebnisse der Wasserqualität in der kroatischen Adria, Englisch]
- [http://www.tauchsport.com/wracks/Wrackuebersicht.htm Liste von Schiffswracks in der Adria]
- [http://prognoza.hr/aladin_prognoza_e.html Windkarte mit Windprognose ALADIN für die kroatische Küste]
- [http://www.italien.com/Ferienregion/Adria/ Informationsportal über die italienische Adria]
Kategorie:Meer
Kategorie:Geographie (Italien)
Kategorie:Geographie (Kroatien)
Kategorie:Geographie (Albanien)
Kategorie:Geographie (Montenegro)
Kategorie:Geographie (Slowenien)
Kategorie:Geographie (Bosnien und Herzegowina)
ja:アドリア海
ko:아드리아 해
Kroatien---Sidenote START---
Kroatien (kroat.: Hrvatska) ist ein Staat in Europa. Er grenzt zu Lande an Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina und kurz an Montenegro. Kroatien hat eine 1.777 km lange Festlandsküstenlinie (mit Inseln 5.835 km) am Adriatischen Meer, einem Ausläufer des Mittelmeers. Der südlichste Teil des Küstengebietes (die Region um Dubrovnik bis zur Grenze zu Montenegro) wird auf einer Länge von etwa 3 km durch die zu Bosnien und Herzegowina gehörende Gemeinde Neum vom übrigen Kroatien getrennt.
Geographie
Lage und Grenzen
Das kroatische Staatsgebiet ist 89.810 km² groß, wovon 56.610 km² auf Land- und 33.200 km² auf Seeterritorium entfallen. Durch das Territorium Bosnien und Herzegowinas wird das Land in einen kontinentalen Nordteil und einen langen Küstenstreifen geteilt, die nur im Nordwesten miteinander Verbindung haben.
Die Gesamtlänge der Landgrenzen Kroatiens beträgt 2.197 km. Davon entfallen auf die Grenze zu Slowenien 670 km, auf die Grenze zu Ungarn 329 km, auf die Grenze zu Bosnien und Herzegowina 932 km und auf die Grenze zu Serbien und Montenegro im nördlichen Abschnitt 241 km bzw. im südlichen Abschnitt 25 km.
Die höchsten Berge sind die Dinara (1.831 m) und der Gipfel Sv. Jure im Biokovo-Massiv (1.763 m). Im Westen Kroatiens der Snjeznik (1.796 m) an der Grenze zu Slowenien. Ungefähr 20 weitere Gipfel sind höher als 1500 m.
Die längsten Flüsse sind die Drau (kroat. Drava) und die Save (Sava), welche die Grenzen zu Ungarn und Bosnien-Herzegowina bilden und zur Donau entwässern. Die Ostgrenze zur serbischen Provinz Vojvodina folgt über knapp 100 km der Donau. Die Flüsse aus den Dinariden zur Adria sind relativ kurz.
Kroatien kann als Ganzes weder eindeutig Mitteleuropa noch Südosteuropa zugeordnet werden. Wissenschaftlich gesehen gibt es keine eindeutige Einteilung, und auch die Wasserscheide zwischen Donau und Adria verläuft quer durch das Land. Kulturhistorisch kann man die Gebiete nördlich der Save zu Ostmitteleuropa zählen, die Teile Zentralkroatiens südlich der Save, sowie Istrien und Dalmatien werden meist zu Südosteuropa gezählt. Die geographischee oder tektonische Einteilung Europas schlägt die Gebiete südlich des Alpenhauptkammes und der Karpaten zu Südeuropa und Südosteuropa. Es gibt aber auch kulturelle Einflüsse des Mittelmeerraumes - insbesondere jener von Venedig - und die Entfernungen sind so gering, dass eine Unterteilung der Republik auf Kontinentteile fragwürdig ist.
Landschaftszonen
Venedig
Venedig
Venedig
Nach Reliefformen und Klimazonen lässt sich Kroatien in drei Regionen einteilen:
- Die Pannonische Tiefebene, die überwiegend aus Flachland besteht, unterbrochen von einigen Mittelgebirgen, und die über die Save und Drau und deren Nebenflüsse zur Donau hin entwässert wird. In diesem Teil des Landes herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Diese Landschaftszone lässt sich untergliedern in Nordkroatien und Slawonien. Nordkroatien umfasst das ostmitteleuropäisch geprägte Gebiet von der Kupa bis zur ungarischen Grenze: das Flachland längs der Save und Kupa um die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak, das heute demographisch und wirtschaftlich das Zentrum des Landes bildet, das Gebirgsland des Zagorje (auf Deutsch auch Zagorien) nördlich der Hauptstadt Zagreb und das Međimurje im nördlichsten Zipfel des Landes zwischen Drau und Mur. Slawonien ist das Flachland entlang der Flüsse Save (Sava) und Drau (Drava) bis zur Donau (Dunav) im Osten. Zu diesem werden oft auch die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (Zapadni Srijem) (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.
- Die dinarische Gebirgsregion, die von Mittel- und einzelnen Hochgebirgen geprägt ist, die die Wasserscheide zwischen Donau und Adria bilden, wobei einzelne Täler auch vollständig abflusslos sind. Hier herrscht Gebirgsklima. Zu dieser Landschaftszone gehören das Gebirgsland des Gorski kotar zwischen Rijeka und Karlovac, die Hochtäler Lika und Krbava zwischen dem längs der Küste laufenden Gebirgszug des Velebit und dem Grenzgebiet zu Westbosnien, sowie ein Teil des Hinterlandes Dalmatiens (Dalmatinsko zagorje, Biokovo-Gebirge).
- Die zu großen Teilen karstige adriatische Küstenregion, in der Mittelmeerklima herrscht und die von mediterranen kulturellen Einflüssen geprägt ist. Die Breite des mediterranen Küstenstreifens variiert stark. Während er an einigen Stellen (unterhalb des Velebit und des Biokovo) nur wenige Kilometer breit ist, reicht er an anderen Stellen weiter ins Landesinnere. Die Mehrzahl der in Kroatien in die Adria mündenden Flüsse ist jedoch relativ kurz; lediglich der Einzugsbereich der aus Bosnien und Herzegowina kommenden Neretva erstreckt sich weiter ins Landesinnere. Die adriatische Küstenregion lässt sich von Norden nach Süden untergliedern in Istrien (die Halbinsel im Nordwesten der kroatischen Küste), das Kroatische Küstenland oder Hrvatsko Primorje um Rijeka und Senj mit den Inseln der Kvarner-Bucht und Dalmatien - die zerklüftete Adria-Küste ab etwa Zadar südwärts einschließlich der vorgelagerten Inseln und des gebirgigen Hinterlandes mit schönen und historisch bedeutsamen Städten wie Dubrovnik (Ragusa) und Split. Der kroatischen Küste sind 1.246 Inseln vorgelagert, von denen allerdings nur 66 dauerhaft bewohnt sind. Zu den größten und bekanntesten zählen Krk, Cres, Rab, Pag, Brač, Hvar und Korčula (von Norden nach Süden).
Siehe auch: Die kroatischen Inseln
Nationalparks und Naturparks in Kroatien
Hauptartikel: Nationalparks und Naturparks in Kroatien
Nationalparks und Naturparks in Kroatien-Weltkulturerbe]]
Obwohl Kroatien im europäischen Vergleich ein flächenmäßig kleines Land ist, verfügt es über acht Nationalparks.
- Nationalpark Kornaten (kroatisch Kornati) (Inselarchipel)
- Nationalpark Plitvicer Seen (kroatisch Plitvička jezera) (weltberühmte Wasserfälle)
- Nationalpark nördlicher Velebit
- Nationalpark Paklenica (hervorragende Klettermöglichkeiten)
- Nationalpark Krka bei Šibenik (berühmte Wasserfälle)
- Nationalpark Risnjak (in der Gebirgsgegend des Gorski kotar nahe Rijeka)
- Nationalpark Mljet (Insel in Süddalmatien)
- Nationalpark Brijuni (Brioni)
- Naturpark Kopački rit (Feuchtbiotop an der Donau)
- Naturpark Papuk (Mittelslawonien)
- Naturpark Lonjsko polje (Feuchtbiotop an der Save)
- Naturpark Velebit (gesamter Gebirgszug)
- Naturpark Medvednica (der "Hausberg" von Zagreb)
- Naturpark Učka (Gebirge nahe Rijeka)
- Naturpark Telaščica (bei den Kornaten)
- Naturpark Žumberak-Samoborsko gorje (westlich von Zagreb)
- Naturpark Vransko jezero (im dalmatinischen Hinterland)
- Naturpark Biokovo (Gebirgszug in Süddalmatien)
Geomorphologische Phänomene
- "Crveno jezero" - der Rote See
- Die blaue Grotte (kroatisch Modra špilja) auf der Insel Biševo in der Nähe von Vis
- Der Vrana-See (Vransko Jezero) auf der Insel Cres
- Die Vela Draga im Naturpark Učka
Wasserreichtum und beste Wasserqualität
Kroatien zählt zu den 30 wasserreichsten Staaten dieser Erde. Dies wurde in einem UNESCO-Bericht über die Wasservorkommen dieser Welt festgestellt. In Europa nimmt Kroatien sogar den dritten Platz ein mit 32.828m² an erneuerbaren Wasserreserven pro Einwohner. Kroatien gehört auch zu den seltenen Staaten dieser Welt, deren Bevölkerung Trinkwasser mittels öffentlicher Wasserversorgungssysteme gesichert wird.
Die kroatische Adria gehört zu den saubersten Badegewässern in Europa. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Kroatien bislang keine größeren Industriestandorte in Küstennähe aufzuweisen hat, die das Wasser verunreinigen könnten. Es bleibt die Hoffnung, dass es auch in Zukunft so bleiben wird. In den letzten Jahren wurde die gute Wasserqualität regelmäßig durch Untersuchungen des deutschen Automobilclubs ADAC bestätigt. Kroatien hat auch eine beträchtliche Zahl von Stränden, die mit der internationalen, blauen Flagge gekennzeichnet sind (94 Strände, 19 Marinas). Die blaue Flagge wird als Symbol für hohe Umweltstandards sowie gute Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen im Hafen- und Badestellenbereich international anerkannt.
Links:
- [http://www.abendblatt.de/daten/2005/04/02/416280.html Kroatien: Beste Wasserqualität an der Küste]
- [http://www.adac.de/sommerservice ADAC Sommerservice]
- [http://www.blueflag.org/blueflag Die blaue Flagge, Strandverzeichnis]
Bevölkerung
blauen Flagge]]
Kroatien hat nach der Volkszählung von 2001 4.437.460 Einwohner.
Die Lebenserwartung in Kroatien beträgt etwa 75 Jahre. Seit einigen Jahren verzeichnet das Land wegen niedriger Geburtenraten eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung.
Von den Einwohnern zum Zeitpunkt der Volkszählung von 2001 besaßen 4.399.364 (99,14 %) die kroatische Staatsangehörigkeit, 44.340 (1,00 %) davon auch ein zweite Staatsangehörigkeit. 17.902 (0,40 %) besaßen nur eine ausländische Staatsangehörigkeit, 9.811 (0,22 %) waren Staatenlose. Von 10.383 (0,23 %) war die Staatsangehörigkeit unbekannt.
Nationalitäten
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 89,63 % die Kroaten (Hrvati).
Außerdem leben in Kroatien zahlreiche nationale Minderheiten.
Nach der Volkszählung von 1991 waren 78,1 % der Bevölkerung Kroaten, 12,2 % Serben.
Bei der Rückeroberung der serbisch kontrollierten Gebiete in Westslawonien, Norddalmatien, der Lika und der Banija im Jahre 1995, floh der größte Teil der dortigen serbischen Einwohner in den heute als Republika Srpska bekannten Teil Bosnien und Herzegowinas und teilweise weiter nach Serbien. Im Laufe der letzten Jahre ist ein Teil der Flüchtlinge zurückgekehrt (118.000 bis Januar 2005), so dass der serbische Bevölkerungsanteil heute etwas höher als zur Zeit der Volkszählung von 2001 sein dürfte.
Den etwa 50.000 direkt am bewaffneten Aufstand (1991-1995) beteiligten Serben, wurde von der kroatischen Regierung eine generelle Amnestie gewährt, sofern individuell keine direkten Kriegsverbrechen nachgewiesen werden konnten.
Die Serben leben vor allem in Ostslawonien, der Lika, der Banija, dem Hinterland Norddalmatiens sowie in Zagreb und Rijeka. Das Hauptsiedlungsgebiet der italienischen Minderheit ist die Westküste Istriens, daneben gibt es italienische Bevölkerungsgruppen in Rijeka und Westslawonien. Ungarn und Slowaken leben vor allem im Osten, Tschechen im Westen Slawoniens. Die Bosniaken, Albaner und Mazedonier leben über das gesamte Land verstreut, vor allem in den größeren Städten.
Konfessionen
Mazedonier
Die Bevölkerung Kroatiens ist überwiegend katholisch.
Sprachen
Städte in Kroatien
katholisch]
Die größten Städte Kroatiens (über 30.000 Einwohner, Einwohnerzahlen der Städte in ihren politischen Grenzen gemäß der Volkszählung von 2001) sind:
#Zagreb (779.145, mit Vororten ca. 900.000)
#Split (188.694)
#Rijeka (144.043)
#Osijek (114.616)
#Zadar (72.718)
#Slavonski Brod (64.612)
#Velika Gorica (63.517) (Vorort von Zagreb)
#Karlovac (59.395)
#Pula (58.594)
#Sisak (52.236)
#Šibenik (51.553)
#Varaždin (49.075)
#Dubrovnik (43.770)
#Bjelovar (41.869)
#Samobor (36.206) (Vorort von Zagreb)
#Vinkovci (35.912)
#Kaštela (34.103) (Vorort von Split)
#Vukovar (31.670)
#Koprivnica (30.994)
#Čakovec (30.455)
#Đakovo (30.092)
Siehe auch: Liste der Städte in Kroatien, Liste deutscher Bezeichnungen kroatischer Orte
Geschichte
Liste deutscher Bezeichnungen kroatischer Orte]]
Hauptartikel: Geschichte Kroatiens
Das Gebiet des heutigen Kroatiens, das im Altertum Teil des Römischen Reiches gewesen war, wurde zur Zeit der Völkerwanderungen von slawischen Völkern der Kroaten und Serben besiedelt. Spätestens seit dem 8. Jahrhundert existierte ein selbständiger kroatischer Staat, der im 9. Jahrhundert christianisiert wurde.
Nachdem es zunächst ein unabhängiges Königreich gewesen war, kam Kroatien im Jahr 1102 in Personalunion durch ein Abkommen (Pacta conventa) zu Ungarn mit eigener Verwaltung unter einem kroatischen Ban (Befehlshaber).
Mitte des 15. Jahrhunderts erlitten Ungarn und Kroatien schwere Gebietsverluste durch die Expansion des Osmanischen Reiches. Um militärisch Beistand zu erhalten und weitere Gebietsverluste an die Osmanen zu verhindern, rief der kroatische Sabor die Habsburger auf, die Regentschaft über Kroatien zu übernehmen. Nach zahlreichen Schlachten gelangte im 18. Jahrhundert ein Großteil Kroatiens unter Verwaltung der Habsburger. Die historischen kroatischen Regionen Dalmatien und Teile Istriens standen seit dem Spätmittelalter unter der Herrschaft der Republik Venedig. Die Republik Dubrovnik konnte als einziges der Gebiete des heutigen Kroatien vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1808 ihre staatliche Unabhängigkeit bewahren.
Nach den napoleonischen Kriegen kamen 1815 ganz Dalmatien und Istrien unter österreichische Herrschaft, wurden jedoch nicht mit dem übrigen Kroatien vereinigt, sondern zu separaten Kronländern innerhalb der österreichischen Reichshälfte, während Kroatien-Slawonien zur ungarischen Reichshälfte gehörte.
Kroatien begann sich nach Ende des ersten Weltkriegs (1918) aus der österreichisch-ungarischen Monarchie zu lösen. Italienische Truppen begannen daraufhin mit der Besetzung von kroatischen Gebieten längs der Ostküste der Adria, da Italien im Londoner Vertrag von 1915 deren Annexion zugesagt worden war. Angesichts dessen beschloss der Nationalrat der Slowenen, Kroaten und Serben Ende November 1918 die sofortige Vereinigung Kroatiens mit dem Königreich Serbien woraus dann das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen entstand. Viele Kroaten lehnten aber die monarchistische Staatsform ab, fühlten sich benachteiligt und verlangten für Kroatien die Gründung einer Republik. Dazu kam, dass die Verfassung eine zentralistische Staatsorganisation und die Auflösung der historischen Provinzen vorsah, was den Serben als zahlenmäßig größtem Volk de facto die Vorherrschaft sicherte.
1929 löste König Aleksandar I. das Parlament auf und benannte den Staat in Königreich Jugoslawien um. Er regierte diktatorisch vorwiegend mit Hilfe serbischer Offiziere. Als Reaktion hierauf gründete Ante Pavelić die von Mussolini unterstützte faschistische Ustaša-Bewegung.
Nach dem Überfall Deutschlands auf das Königreich Jugoslawien am 6. April 1941 marschierte am 10. April 1941 die Deutsche Wehrmacht in Zagreb ein. Mit deutscher Unterstützung rief die Ustaša den Unabhängigen Staat Kroatien (Nezavisna država Hrvatska/NDH) aus und errichetete eine faschistische Diktatur unter Ante Pavelić, die Serben, Juden, Roma sowie kroatischen Antifaschisten systematisch verfolgte. Demokratische Wahlen, die das Ustaša-Regime vor dem kroatischen Volk legitimiert hätten, wurden nicht abgehalten. Vom Sommer 1941 an begann ein bewaffneter Aufstand der kroatischen Kommunisten gegen das Ustaša-Regime, die als Teil der jugoslawischen Partisanenbewegung im Laufe der Jahre 1942/1943 einen großen Teil des Landes unter ihre Kontrolle bringen konnten.
Nach Kriegsende wurde Kroatien eine von sechs Teilrepubliken (sozialischische Republik Kroatien) der neugegründeten Föderativen Volksrepublik Jugoslawien (ab 1963 Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien).
1971 wird die Protest- und Reformbewegung Kroatischer Frühling niedergeschlagen. Massenverhaftungen folgten.
Als Mitte der 1980er Jahre Glasnost in der Sowjetunion das Ende der sozialistischen Ära in Europa einläutete, forderten verstärkt vor allem Slowenien und Kroatien einen Umbau Jugoslawiens zu einer Konföderation und eine Umorientierung hin zur parlamentarischen Demokratie und Marktwirtschaft. Die von Slobodan Milošević regierte Republik Serbien setzte sich hingegen für einen zentralisierten jugoslawischen Gesamtstaat unter kommunistischer Herrschaft ein.
Nach den ersten freien Wahlen seit mehr als einem halben Jahrhundert im Mai 1990 und dem danach abgehaltenen Referendum (Wahlbeteiligung 83,5 %, für die Souveränität stimmten 93,2 %) erklärte Kroatien im Juni 1991 seine Unabhängigkeit (internationale Anerkennung im Januar 1992). Der Wechsel von der Einparteiendiktatur hin zur parlamentarischen Demokratie verlief reibungslos.
Die jugoslawische Armee suchte die Unabhängigkeitsbestrebungen militärisch niederzuwerfen. Der Konflikt um kroatische Gebiete mit großem Anteil an serbischer Bevölkerung mündete in einem Jahre andauernden Krieg, der erst nach militärischen Erfolgen der Kroaten 1995 (Militäroperation Oluja) mit dem Vertrag von Dayton endete.
Politik
Politisches System
Kroatien ist eine parlamentarische Republik mit einem Mehrparteiensystem. In der Verfassung von Dezember 1990 war ein semipräsidentielles Regierungssystem vorgesehen, das jedoch durch Verfassungsänderung vom November 2000 durch ein parlamentarisches Regierungssystem ersetzt wurde.
Siehe auch:
- den Artikel zum kroatischen Parlament
- Liste der Präsidenten und Ministerpräsidenten von Kroatien
Aktuelle politische Lage und Parteien
Präsident ist seit 2000 Stjepan Mesić, der im Januar 2005 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde.
Im Parlament ist seit den Parlamentswahlen vom November 2003 die HDZ die stärkste Partei, hat jedoch keine absolute Mehrheit der Sitze.
Seit Dezember 2003 ist eine Minderheitsregierung der HDZ unter Vorsitz von Ministerpräsident Ivo Sanader im Amt, die im Parlament durch die Pensionistenpartei HSU und weiterer Kleinparteien sowie die meisten Vertreter der nationalen Minderheiten toleriert wird.
Viel diskutierte politische Themen sind der angestrebte EU-Beitritt, die Privatisierung und die Auslandsverschuldung. Aber auch das Verhältnis zur eigenen Vergangenheit ist noch problematisch, so kommt es etwa regelmäßig zu heftigen Diskussionen, wenn der letzte noch verbliebene, allerdings flüchtige kroatische Angeklagte Ante Gotovina an das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausgeliefert werden soll.
Die wichtigen Parteien in Kroatien: HDZ, HSP, SDP, HNS, DC, HSS, LS, HSLS, IDS.
Außenpolitik
IDS]
Kroatien strebt die Aufnahme in die Europäische Union (EU) und die NATO an. Seit dem 18. Juni 2004 hat Kroatien den Status eines offiziellen Beitrittskandidaten zur Europäischen Union.
Seit dem Jahr 1992 ist Kroatien Mitglied in der OSZE, seit 2000 auch Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).
In der Frage des neuen Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) hat sich Zagreb klar an die Empfehlungen der Europäischen Union gehalten und dabei sogar in Kauf genommen, sich in Washington unbeliebt zu machen. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern Ostmitteleuropas will Kroatien US-Bürgern keine Immunität vor der Verfolgung durch den IStGH gewähren.
Die Beitrittsverhandlungen der EU mit Kroatien haben am 4. Oktober 2005 begonnen. Zuvor hatte die Hauptanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag, Carla del Ponte, "volle" Zusammenarbeit der kroatischen Regierung mit dem Tribunal konstatierte, was von der EU als Bedingung für den Beginn der Verhandlungen verlangt worden war. Die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen hat Kroatien auch der Verhandlungsstrategie der österreichischen Bundesregierung zu verdanken, die es als unfair ansah, Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beginnen und Kroatien selbige zu verwehren.
Politische Gliederung
Hauptartikel: Politische Gliederung Kroatiens
Kroatien ist in 20 Gespanschaften (kroat. županija, Mz. županije) und die Hauptstadt Zagreb, die selbst die Kompetenzen einer Gespanschaft hat, aufgeteilt. Die Gespanschaften haben Flächen zwischen etwa 1.000 und 5.000 km². Jede Gespanschaft verfügt über eine gewählte Gespanschaftsversammlung (kroatisch županijska skupština). An der Spitze der Verwaltung einer Gespanschaft steht der Gespan (kroatisch župan), der von der Gespanschaftsversammlung gewählt und vom Staatspräsidenten bestätigt wird.
Die Gespanschaften gliedern sich ihrerseits in Gemeinden (kroatisch općina, Mz. općine), von denen ein Teil den Status einer Stadt (kroatisch: grad) hat.
Landkarte: [http://www.map-of-croatia.co.uk/ Map of the Regions]
Infrastruktur
Luftverkehr
In Zagreb, Split, Dubrovnik, Rijeka (auf der Insel Krk) und in Pula befinden sich internationale Flughäfen. Der Flughafen Osijek wurde für den Regionalverkehr erneuert.
Derzeit fliegen folgende Low-Cost-Fluglinien nach Kroatien: Germanwings, Hapag-Lloyd Express (HLX) und SkyEurope (Kroatien ist ebenso gut erreichbar mit EasyJet über Ljubljana, Slowenien oder mit Ryanair über Triest, Italien). Von den etablierten Gesellschaften sind hauptsächlich die heimische Croatia Airlines (nun Mitglied der Star Alliance), Lufthansa und British Airways zu erwähnen. Demnächst wird es wieder eine Interkontinentalverbindung nach Nordamerika von Zagreb aus geben.
Bereits 2006 soll der Flughafen Pleso in Zagreb einer grundlegenden Modernisierung unterzogen werden. Geplant sind Investitionen von 150-180 Mio. Euro. Die bestehenden Pisten bleiben, es wird aber ein vollkommen neues Terminal mit neuen Gates gebaut.
Straßenverkehr
Der aktuellen Meinung von Verkehrsexperten nach, gehören Kroatiens Autobahnen zu den modernsten und sichersten (evtl. auch schönsten) Autobahnen Europas. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Großteil an Autobahnen erst vor kurzem gebaut wurde. Das Land befindet sich auch jetzt noch in einem richtigen Autobahn-Baufieber, da in den letzten 20 Jahren vor der Unabhängigkeit, als Kroatien noch zum ehemaligen Jugoslawien gehörte, keine entscheidenden Projekte verwirklicht wurden. Es ist lange her und kann bis zu den Zeiten des kroatischen Frühlings zurückverfolgt werden, da der Traum geboren wurde, die zwei größten Städte Kroatiens, nämlich Zagreb und Split, mit einer Autobahn zu verbinden. Allerdings wurde der Bau dieses, für Kroatien enorm wichtigen Projekts, damals stets von der regierenden kommunistischen Partei verhindert. Der Autobahnbau wird in Kroatien auch als Symbol der Einheit, des wirtschaftlichen Aufschwungs und des Zusammenhalts gesehen und systematisch vorangetrieben.
Split]
Der Tourismus ist von sehr großer Bedeutung für die Wirtschaft Kroatiens. Nicht außer Acht zu lassen ist, dass der Großteil an Touristen in den Sommermonaten mit den eigenen Fahrzeugen ins Land strömt. Aus diesem Grunde und zu Zwecken der dringend notwendigen Stimulierung des Wirtschaftswachstums, sind Autobahnen zu einem unabdingbaren Erfordernis für eine nachhaltige Entwicklung Kroatiens geworden. Das Land besitzt bereits jetzt eine sehr beträchtliche Autobahn-Dichte für einen Staat, der noch immer mit den Folgen des Kommunismus und des vergangenen Krieges zu kämpfen hat. Auf Sicherheit wird in Kroatien großer Wert gelegt. 2004 trat ein sehr umstrittenes neues Straßenverkehrsgesetz in Kraft, das drastische Maßnahmen für Trunkenheit am Steuer (0 Promille), verkehrsgefährdendes Fahren, etc. vorsieht. Im Einklang dazu steht auch, dass alle neuen kroatischen Tunnels über ausgesprochene Sicherheitsmaßnahmen und installiertes Videomonitoring verfügen, sowie dass an verschiedenen Punkten moderne Verkehrskontrollzentren errichtet wurden.
Die 380 km lange Autobahn A1 Zagreb - Split stellt das Paradeprojekt der bisherigen kroatischen Regierungen dar. Sie ist seit dem 26. Juni 2005 vollständig ausgebaut, d.h. durchgehend zweispurig in beiden Richtungen (bis auf zwei lange Tunnels - bei ausreichender Frequenz werden die zweiten Röhren in Betrieb genommen). Die A1 verbindet den kontinentalen Teil Kroatiens mit dem mediterranen Dalmatien. Das wichtigste Bauwerk stellt der Sveti Rok-Straßentunnel (5.687 m) durch das Velebit Gebirgsmassiv dar, der praktisch zwei Klimazonen miteinander verbindet (das Gebirgsklima Zentralkroatiens mit dem mediterranen Klima Dalmatiens). Der modernste und gleichzeitig längste Tunnel Kroatiens befindet sich ebenfalls auf der A1-Trasse. Es ist dies der Tunnel durch den Gebirgszug Mala Kapela (5.780 m).
Die Autobahn windet sich praktisch als Panoramastraße durch das kroatische Hügelland, verläuft der dalmatinischen Küste entlang und passiert dabei auch den berühmten Nationalpark Krka. Es befindet sich dort ein wundervoller Aussichtspunkt und eine Raststätte. Der Bau des nächsten Teilstücks in Richtung der wichtigen süddalmatinischen Hafenstadt Ploče (und in weiterer Folge nach Dubrovnik) steht unmittelbar bevor (geplante Fertigstellung bis Ploče: 2008). In den Jahren 2005/2006 folgt der schrittweise Ausbau zahlreicher Raststätten und Tankstellen auf allen kroatischen Autobahnen.
In den nächsten Jahren sollten alle Nordverbindungen (nach Slowenien) durch Autobahnanbindungen erschlossen sein. Seit Juni 2005 gibt es Autobahnen ab der slowenischen Grenze bei Umag in Richtung Rovinj und vom Grenzübergang Rupa nach Rijeka. Bis Mai 2007 sollte die Verbindung Zagreb - Krapina/Grenzübergang Macelj, südlich von Maribor komplett fertiggestellt sein. Der östliche und westliche "Flügel" des sogenannten "istrischen Ypsilons" (Schnellstraßenverbindung in Istrien) sind seit Anfang Juni 2005 für den Verkehr geöffnet. Bis 2006 folgt das letzte Stück bis nach Pula im Süden. Über einen Vollausbau zur Autobahn wird bereits nachgedacht.
Das letzte noch verbleibende Teilstück der Autobahnverbindung A6 zwischen Rijeka und Zagreb wurde im Frühjahr 2004 fertiggestellt. Ein Ausbau der Gegenverkehrsabschnitte dieser Autobahn ist bereits in Planung (bis 2008). In den nächsten Jahren folgt auch eine weiträumige Autobahn-Umfahrung von Rijeka (zweiter Umfahrungsring) und die Autobahnverbindung Rijeka - Senj/Žuta Lokva zur bestehenden A1. Ein Teil der Autobahnverbindung von Zagreb zur wichtigen Industriestadt Sisak soll bis 2008 fertiggestellt sein.
Im Laufe der nächsten Jahre sollten alle Teile Kroatiens komfortabel mit Autobahnen erschlossen sein. Dazu gehört auch die Autobahn-Anbindung von Županja (Ost-Slawonien) nach Serbien und der Ausbau des europäischen Nord-Süd-Korridors 5c zwischen der ungarischen Grenze bei Beli Manastir, Osijek und der bosnischen Grenze in Richtung Sarajewo und weiter zur Hafenstadt Ploče. (Die Anbindung von Zagreb zur ungarischen Grenze bei Varaždin und Čakovec wurde bereits für den Verkehr freigegeben.)
Wichtige Tunnel- und Brückenprojekte in Süddalmatien stehen ebenfalls bevor. Dazu zählt der Biokovo-Tunnel nahe Makarska zur A1, wie auch die längste Brücke Kroatiens, die von Komarna über den Neretva-Kanal zur Halbinsel Pelješac führen wird. (2.374 m Länge, 30 m Schifffahrtshöhe, zusätzlicher Ausbau von Verbindungsstraßen- und Tunnels, Fertigstellung geplant für 2009). Am 10. November 2005 wurde mit dem Bau begonnen. Die Kosten dafür belaufen sich auf bis zu 300 Mio Euro. Die Brücke soll eine Überbrückung des bosnischen Territoriums und eine vollständige Anbindung der süddalmatinischen Straßen an das gesamtkroatische Straßennetz ermöglichen. Ebenso wird somit der Umweg auf die Halbinsel Pelješac, wie auch die Inseln Korčula und Lastovo um 32 km verkürzt. Kroatien ist eines der wenigen Länder in der Welt, dessen Territorium auf dem Festland durch einen anderen Staat zweigeteilt wird. Im Falle Kroatiens wird der südliche Landesteil (die Gespanschaft Dubrovnik-Neretva) durch einen schmalen Streifen rund um die Stadt Neum, welche zu Bosnien und Herzegowina gehört (weniger als 10km Überquerungsweg), getrennt. Nach Fertigstellung der Brücke kann somit die süddalmatinische Bevölkerung auch ohne Paß ins Landesinnere reisen.
Maut
Bosnien und Herzegowina]]
Mautpflicht besteht auf allen kroatischen Autobahnen, mit Ausnahme der Umfahrungsautobahn rund um Zagreb. In Kroatien wird die Maut stets beim Verlassen der Autobahn, an allen Ausfahrts-Mautstellen, geleistet. Die Fahrer erhalten bereits bei der Auffahrt zur Autobahn an dafür vorgesehenen Automaten eine Quittung, die belegt, wo man aufgefahren ist. Diese Quittung muß beim Verlassen der Autobahn vorgewiesen werden. Anhand der abgefahrenen Kilometer wird dann eine ensprechende Mautgebühr eingefordert. Eine Umgehung dieser Prozedur ist nicht möglich, da es für jede Fahrtrichtung gesonderte Raststätten und keine Umkehrmöglichkeiten gibt. Ebenso wird jedes Fahrzeug per Videomonitoring an den Mautstellen registriert.
An allen Mautstellen werden Euro akzeptiert. Es besteht auch die Möglichkeit zur raschen und bargeldlosen Bezahlung mittels Kreditkarte. Autobahn-Vielfahrer können sich eine aufladbare SmartCard zulegen, die ebenso Vergünstigungen mit sich bringt. Diese lohnt sich aber erst ab mehr als 10 längeren Autobahnfahrten innerhalb Kroatiens pro Jahr. Für Transportunternehmen gibt es gesonderte Tarife, die ein Ausweichen des Schwerverkehrs auf Regionalstraßen verhindern sollen. Die Regierung plant, demnächst stark vergünstigte Tarife für die Wintermonate einzuführen, und zwar für alle Fahrzeugkategorien (schon ab Winter 2005, bis zu 50% Vergünstigung).
Fertiggestellte Autobahnen und Schnellstraßen
- (A7) Slowenische Grenze/Grenzübergang Rupa - Rijeka (11 km): Inbetriebnahme am 30. Juni 2005
- (A1) Zagreb - Split: Inbetriebnahme am 26. Juni 2005. Gegenverkehr nur in den Tunnels Mala Kapela und Sveti Rok. Drei zusätzliche Spuren bei der Mautstelle Lučko nahe Zagreb. Keine Mautstelle mehr bei Bosiljevo (Abzweigung zur A6 nach Rijeka). 380 km.
- (A9) Slowenische Grenze - Umag - Rovinj - Kanfanar - Vodnjan (Schnellstraße, 50 km, seit Juni 2005)
- (A9) Kanfanar (Istrien) - Rijeka (Schnellstraße)
- (A6, A1) Zagreb - Rijeka: Teilweise Schnellstraße (55 km in Gebirgsgegend von Kupjak bis Vrbovsko)
- (A4) Ungarische Grenze (Grenzübergang Letenye) - Varaždin/Čakovec - Zagreb
- (A2) Krapina - Zagreb
- (A3) Slowenische Grenze / Grenzübergang Bregana - Zagreb
- (A3) Zagreb - Županja (Slawonien)
Feststehende Fristen für den Autobahnausbau
- (A9) Vodnjan - Pula (Istrien) (15 km): Fertigstellung der Schnellstraße bis 2006
- (A3) Županja - Serbische Grenze (30 km): Fertigstellung 2006
- (A2) Slowenische Grenze - Krapina (19 km): Fertigstellung Mai 2007
- (A1) Split - Ploče (96 km): Fertigstellung bis Šestanovac Juni 2007 (36 km), bis Ploče 2008 (60 km)
- (A5) Bosnische Grenze - Osijek - ungarische Grenze (89 km): Fertigstellung ab der bestehenden Autobahn (Sredanci) bis Đakovo Herbst 2007 (23 km), bis Osijek 2008 (weitere 32 km)
- (A11) Zagreb - Velika Gorica - Sisak (46 km): Fertigstellung bis Velika Gorica (8 km) Herbst 2007, bis Lekenik 2008 (20 km), Sisak (Mošćenica) nach 2008
- Zweiter Autobahn-Umfahrungsring um Rijeka (28 km): Fertigstellung 2008
- (A6, A1) Rijeka - Zagreb: Vollausbau Kupjak - Vrbovsko (55 km) bis 2008
- (A7) Verbindung Rijeka - Senj/Žuta Lokva zur A1 (87 km): genauer Zeitpunkt der Fertigstellung unbekannt aber geplant
- (A10) Ploče-Grenze zu Bosnien und Herzegowina (9 km): Baubeginn abhängig von Autobahnbau in Bosnien und Herzegowina (kroatische Grenze - Tuzla - Sarajewo - Mostar - Ploče).
Weblinks:
- [http://www.hac.hr/modules.php?r=autoceste&l=en Landkarte des Autobahnnetzes (derzeitiger Stand)]
- [http://www.hac.hr/index.php?l=en Kroatische Autobahnen, aktueller Zustand, Mautgebühren] (englisch)
Busverkehr
Im Gegensatz zum Bahnverkehr, der immer noch etwas unterentwickelt ist, sind Busse das populärste Verkehrsmittel in Kroatien. Außerdem stellen Busse das günstigste öffentliche Verkehrsmittel in Kroatien dar. Der nationale Busverkehr ist sehr gut entwickelt und man kommt relativ rasch von der Hauptstadt in den weitest-entferntesten Winkel Kroatiens. Ebenso gibt es von Kroatien aus zahlreiche internationale Busverbindungen in die Nachbarstaaten (Bosnien und Herzegowina, Slowenien, etc.), wie auch nach Österreich, Deutschland, die Schweiz und andere europäische Staaten. Nahezu alle Busse auf den nationalen Buslinien sind klimatisiert und bieten angenehmen Reisekomfort. Internationale Busse entsprechen europäischen Standards. Üblicherweise wird direkt im Bus bezahlt, was gelegentlich sogar günstiger ist als am Schalter im Busbahnhof (Zuschlag für verstautes Reisegepäck).
In der Hauptstadt Zagreb befindet sich der größte und modernste Busbahnhof des Landes, mit eigenen Wartebereichen, die sich oberhalb der eigentlichen Busbahnsteige befinden. Der Busbahnhof in Zagreb liegt unweit vom Hauptbahnhof (Glavni kolodvor) und ist mit den städtischen Straßenbahnlinien direkt erreichbar.
Weblink: [http://www.akz.hr/Eng/Time-table/time-table.html Busbahnhof in Zagreb, Fahrpläne]
Bahnverkehr
Durch Kroatien führen wichtige Bahnstrecken von Zagreb nach Osijek, Vinkovci, Rijeka und Split, sowie nach Slowenien, Ungarn, Bosnien und Herzegowina und Serbien. Das kroatische Bahnnetz bedarf dringender Modernisierung, da im Kommunismus nur wenig in die Bahn-Infrastruktur investiert wurde. Viele Strecken sind noch nicht elektrifiziert bzw. verlaufen noch einspurig und sind sehr kurvenreich. Seit kurzem fahren die international renommierten Pendolino-Neigezüge auf der Strecke Zagreb - Split, die eine wesentlich komfortablere Reise ermöglichen und eine deutliche Zeitersparnis im Vergleich zu bisherigen Zügen bieten. Die kroatische Bahn erhofft sich damit eine Revitalisierung des Bahnverkehrs als Konkurrenz zum Autoverkehr, insbesondere in den Sommermonaten.
Die Gesamtlänge des Schienennetzes in Kroatien beträgt 20.022 km ; davon sind 983 km elektrifiziert.
Weblink: [http://www.hznet.hr/deu/ Kroatische Bahn - Hrvatske Željeznice (HŽ)] (deutsch)
Schifffahrt
Split]
In Kroatien befinden sich mehrere große Seehäfen. Der größte Hafen mit dem zugleich tiefsten Zugang für große Schiffe in der gesamten Adria ist Rijeka an der kroatischen Nordküste, unmittelbar gefolgt vom Industriehafen Ploče in Süddalmatien (strategische Bedeutung für die Wirtschaft von Bosnien und Herzegowina). Der größte kroatische Passagier- und Fährhafen ist Split (Hauptstadt von Dalmatien), dessen Hafen oft auch als Tor zu den Inseln bezeichnet wird (vor Kroatiens Küste gibt es mehr als tausend Inseln).
Kroatien liegt auch an der wichtigen Donau-Wasserstraße, die Ost- und Mitteleuropa verbindet. Der bedeutendste kroatische Donauschifffahrtshafen ist Vukovar. In Sisak, an der Save, befindet sich ein eine Werft für Flußschiffe.
Wirtschaft
Das Bruttosozialprodukt belief sich im Jahr 2003 auf 8.238 Euro (2003) pro Kopf.
Die Auslandsverschuldung Kroatiens betrug im Jahre 2004 22.139 Millionen Euro. Im Juli 2005 betragen die Auslandsschulden 24.139,6 Millionen Euro.
Die kroatische Wirtschaft befindet sich in einem schwierigen Umwandlungsprozess von der ehemaligen sozialistischen Wirtschaftsform der Arbeiterselbstverwaltung in die Marktwirtschaft.
Der Krieg 1991-1995 erschwerte diese Entwicklung zusätzlich. Die Kriegsschäden im Bereich der Infrastruktur mussten größtenteils aus eigener Kraft unter großem finanziellen Aufwand saniert werden. Die Kosten des Wiederaufbaus zerstörter Privathäuser wurden ebenfalls bis zum Rohbau vom kroatischen Staat übernommen.
Nach Wirtschaftssektoren entfallen 59 % der Wirtschaftsleistung auf Dienstleistungen, 32 % auf die Industrie, und 9 % auf die Landwirtschaft.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Dienstleistungsberei
Gespanschaft Split-DalmatienDie Gespanschaft Split-Dalmatien (kroat. Splitsko-dalmatinska županija) ist eine Gespanschaft in der kroatischen Region Dalmatien. Sie liegt in Mitteldalmatien um die Stadt Split herum und reicht von der Adria bis zur Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Sie umfasst außerdem die vorgelagerten Inseln, deren größte Brač, Hvar und Vis sind. Sie hat eine Fläche von 4524 km² und 463.676 Einwohner (Volkszählung von 2001). Verwaltungssitz ist Split.
Bevölkerung
Zusammensetzung der Bevölkerung der Gespanschaft Split-Dalmatien nach Nationalitäten laut Volkszählung von 2001:
- Kroaten 446.539 (96,30%)
- Serben 5.520 (1,19%)
- Albaner 900 (0,19%)
- Bosniaken 888 (0,19%)
- Slowenen 746 (0,16%)
- Montenegriner 593 (0,13%)
Geographie
Die Gespanschaft Split-Dalmatien ist die zweitgrößte kroatische Gespanschaft.
:Fläche: 4524 km²
:Einwohnerzahl: 463.676
:Einwohnerdichte: 102,5 E/km²
:Höchster Gipfel: Sveti Jure (Biokovo) (1762 m)
:Längster Fluss: Cetina (101 km)
:Größter See: Peručko jezero (13 km)
:Größte Insel: Brač (395 km²)
Klima
Hier herrscht vorwiegend mediterranes Klima (im Küstengebiet und auf den Inseln), das submediterrane Klima und das Gebiergsklima ist für Hinterland und die höher gelegenen Gebiergsteile charakteristisch. Die Sommer sind trocken und warm (Durchschnittstemperatur der Luft in Split beträgt im Sommer 26°C), die Winter sind mild, mit verhältnismäßig wenigen Niederschlägen. Im Inneren sind die Tages- und Jahrestemperaturunterschiede größer.
Von den Winden in diesen Gebieten ist die Bora hervorzuheben, die vom Festland Richtung Meer weht und in der Regel kühleres und heiteres Wetter ankündigt, sowie der Südwind Jugo, der vom Meer in Richtung Festland weht und in der Regel warmes und bewölktes Wetter ankündigt.
Naturphänomene der Gespanschaft
- Crveno jezero und Plavo jezero
- Modra špilja auf der Insel Biševo
- Pakleni otoci
- Cetina-Canyon
- "Wüste" Blaca auf der Insel Brač
- Vidova gora auf der Insel Brač
- Biokovo
Wirtschaft
Die Gespanschaft von Split und Dalmatien, wie der Großteil der an der Küste gelegenen Gespanschaften, war von sozial-wirtschaftlichen Prozessen betroffen durch die Übertragung des Wirtschafts- und Bevölkerungsschwerpunktes aus dem Inneren an die Küste charakterisiert ist. Diese Gesellschaftswandlung führte zur Reduzierung der Bevölkerung in den Dörfern (insbesondere im Hinterland und auf den Inseln) und zur immer größere Übersiedlung in die Städte.
Die Industrialisierungsphase im sozialistischen Jugoslawien hatte zwar positive, aber auch zahlreiche negativen Folgen. Ein Beispiel ist die ökologisch nicht akzeptable schwere Industrie, der Hauptverschmutzer der Bucht von Kaštela, die sich mit größer Mühe und Investitionen erst in jüngster Zeit von den Folgen der übertriebenen Industrialisierung zu erholen beginnt.
Der Fremdverkehr erlitt durch den Bürgerkrieg 1991-1995 völligen Zusammenbruch. Heute ist er jedoch der Wirtschaftszweig, der sich am schnellsten und erfolgreichsten erholt. Im vergangenen Jahrzehnten hat sich auch der Nautiktourismus stark entwickelt.
In der Gespanschaft befinden sich zwei geschützte Einheiten aus dem UNESCO-Verzeichnis der Kulturgüter der Welt – Diokletians-Palast in Split und der alte Stadtkern von Trogir, was in der weiteren Entwicklung des Kulturtourismus besser genützt werden sollte.
Dem Anteil an den Gesamteinnahmen der Gespanschaft im Jahre 2001 zu Folge, nimmt der Handel überzeugend den ersten Platz (43,5%), auf dem zweiten Platz ist die Verarbeitungsindustrie (31,05%). Von den Industriezweigen sind besonders der Schiffbau, Maschinenbau, Elektroindustrie, Textilindustrie...etc.
Städte und Gemeinden
Die Gespanschaft Split-Dalmatien ist in 16 Städte und 39 Gemeinden gegliedert. Diese werden nachstehend jeweils mit der Einwohnerzahl zur Zeit der Volkszählung von 2001 aufgeführt.
Städte
- Hvar 4.138
- Imotski 10.213
- Kaštela 34.103
- Komiža 1.677
- Makarska 13.716
- Omiš 15.472
- Sinj 25.373
- Solin 19.011
- Split 188.694
- Stari Grad 2.817
- Supetar 3.889
- Trilj 10.799
- Trogir 12.995
- Vis 1.960
- Vrgorac 7.593
- Vrlika 2.705
Gemeinden
- Baška Voda 2.924
- Bol 1.661
- Brela 1.771
- Cista Provo 3.674
- Dicmo 2.657
- Dugi Rat 7.305
- Dugopolje 3.120
- Gradac 3.615
- Hrvace 4.116
- Jelsa 3.656
- Klis 4.367
- Lećevica 740
- Lokvičići 1.037
- Lovreć 2.500
- Marina 4.771
- Milna 1.100
- Muć 4.074
- Nerežišća 868
- Okrug 2.980
- Otok 5.782
- Podbablje 4.904
- Podgora 2.884
- Podstrana 7.341
- Postira 1.553
- Prgomet 797
- Primorski Dolac 839
- Proložac 4.510
- Pučišća 2.224
- Runovići 2.643
- Seget 4.904
- Selca 1.977
- Sućuraj 492
- Sutivan 759
- Šestanovac 2.685
- Šolta 1.479
- Tučepi 1.763
- Zadvarje 277
- Zagvozd 1.642
- Zmijavci 2.130
Persönlichkeiten
- Goran Ivanišević
- Dino Rađa
Weblinks
- http://www.dalmacija.hr/ Gespanschaft Split-Dalmatien
Split-Dalmatien
Kategorie:Dalmatien
AutofähreEine Autofähre ist ein zumeist motorgetriebenes Wasserfahrzeug für den Transport von Personen- und Lastkraftwagen sowie deren Insassen (s. auch Fähre).
Die Größe und Bauart einer Autofähre richten sich nach dem Verkehrsaufkommen, der Dauer der Überfahrt und dem Gewässer. Eine kleine Autofähre, beispielsweise zum Queren eines Flusses, befördert auf jeder Fahrt eine vergleichsweise geringe Zahl von Fahrzeugen, hat dafür infolge der kurzen Fahrzeit sehr häufige Fahrten. Große Autofähren, die mehrere Hundert Fahrzeuge fassen können, fahren in der Regel über weitere Strecken, oft viele Hundert Kilometer. Sie sind dann auch für die Verpflegung und Unterbringung der Fahrzeuginsassen mit Restaurants und Kabinen entsprechend eingerichtet. Die größte Autofähre der Welt ist zur Zeit die 75000 BRZ große Color Fantasy, die seit Dezember 2004 zwischen Kiel und Oslo verkehrt.
Oslo
Es gibt zum Beispiel die Doppelend Fähren. Sie sind auf beiden Seiten offen das die Autos auf der einen Seite über eine Brücke reinfahren können und in Fahrtrichtung es wieder verlassen.Auf dem Bodensee z.B. hat die Grösste über 70 m länge.Die Fähren werden mit einem Voith Schneider Propeller angetrieben. Der Rumpf einer großen Autofähre ist oberhalb der Wasserlinie dadurch gekennzeichnet, dass im Hafen eine möglichst schnelle und reibungslose Ein- und Ausfahrt der Fahrzeuge ermöglicht wird. Dafür befinden sich große Öffnungen am Heck und/oder Bug des Schiffes, oft auch an den Seitenwänden, die während der Überfahrt wasserdicht verschlossen sein müssen. Ist die Funktionsweise dieser Heck- oder Bugklappen nicht gewährleistet, oder sind sie für das Fahrtgebiet nicht richtig ausgelegt, können sie ein Sicherheitsrisiko darstellen, wie der Untergang der Estonia zeigte. Dennoch betrachtet man die Häufigkeit der Schiffsbewegungen in typischen Fährenregionen, kann zumindest in Europa und Nordamerika diese Art der Beförderung als sehr sicher betrachtet werden.
Kategorie:Fähre
Split
Split (kroat. Split, italienisch Spalato, beides entstanden aus lateinisch Palatium Diocletianis) ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und die größte und bedeutendste Stadt Dalmatiens, ohne je dessen Hauptstadt gewesen zu sein (in venezianischer und österreichischer Zeit war das Zadar und heute gibt es keine Verwaltungseinheit Dalmatien). Es hat etwa 190.000 Einwohner und ist Verwaltungssitz der Gespanschaft Split-Dalmatien (kroatisch Splitsko-dalmatinska županija), die den mittleren Teil Dalmatiens umfasst. Split ist eine bedeutende Hafenstadt, Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs und hat eine Universität.
Geographie
Universität
Split liegt an der kroatischen Adriaküste auf der Halbinsel Marjan. Im nördlichen Hinterland befindet sich das Gebirge Mosor, im Nordwesten das Gebirgsmassiv Kozjak, und im Osten der Gebirgszug Perun.
Der alte Stadtkern befindet sich am Fuße des Marjan-Berges. Vor der Halbinsel von Split befinden sich die Inseln Brač, Hvar, Šolta und Čiovo.
Bevölkerung
Split hat etwa 190.000 Einwohner. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 95,15 % die Kroaten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Kroaten
Kroaten
Split lebt insbesondere vom Schiffbau (vor allem die Werft Brodosplit), dem Tourismus, des weiteren von der Fischerei, vom Wein sowie seiner Papier-, Zement- und chemischen Industrie.
Zudem ist Split ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sein Hafen ist für die meisten mitteldalmatinischen Inseln (Brač, Hvar, Šolta, aber auch weiter außerhalb Vis oder Lastovo) die einzige ständige Verbindung. Vom Hafen Split aus fahren täglich zahlreiche Fähren zu den umliegenden Inseln. Außerdem verkehren regelmäßig Fähren nach Dubrovnik, Rijeka und nach Ancona.
In der Nähe von Split, kurz vor Trogir, gibt es einen internationalen Flughafen, der unter anderem auch von Low-Cost Carriern wie z. B. Germanwings angeflogen wird.
Im Juli 2005 wurde die Autobahnverbindung von Zagreb nach Split fertiggestellt und seither ist Dalmatien schnell und bequem per Auto aus Mitteleuropa erreichbar.
Sehenswürdigkeiten
Mitteleuropa
Das Herz der Stadt bildet die Altstadt, die an der Südküste der Halbinsel von Split gelegen ist. Ein großer Teil der Altstadt wird vom Diokletianspalast eingenommen, von dem aus sich die Stadt entwickelt hat. In der Altstadt liegt die Kathedrale Sveti Duje (heiliger Duje). Sie diente in früherer Zeit als Mausoleum des Kaisers Diokletian. Von ihrem Turm aus genießt man einen guten Blick über die Stadt. Die Podrumi (übersetzt die "Keller") sind ein zum Teil sehr hohes Gangnetzwerk unter dem Diokletianspalast. Das Tageslicht erlangt man wieder am Peristil, einem beeindruckenden Säulenhof.
Direkt am Meer längs der Hafenbucht an der Altstadt liegt die Riva, eine Flaniermeile, die wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist.
Überragt wird die Altstadt vom Marjan, einem kleinen, von einem Park bedeckten Berg, der den westlichen Teil der Halbinsel von Split einnimmt.
In der Meštrović-Galerie sind viele berühmte Werke von Ivan Meštrović ausgestellt, einem bedeutenden Künstler, der auch außerhalb Ex-Jugoslawiens berühmt und dort auch aktiv war. Das berühmteste Werk Meštrovićs in Split ist die 8 Meter hohe Statue des Grgur Ninski (Gregor von Nin). 1929 erschuf Meštrović diese beängstigende Statue des Bischofs von Nin, von der man sagt, dass es Glück bringe, wenn man über ihre gewaltige blankpolierte Zehe streichele.
Das Museum für Archäologische Denkmäler Kroatiens beherbergt wichtige Fundstücke der kroatischen Geschichte.
Das Kroatische Nationaltheater besitzt eine einladende Architektur.
Das Poljud-Stadion ist die Heimat des bekannten Fussballclubs Hajduk Split. Das Stadion wurde 1979 aus Anlass der Mediterranen Spiele als Mehrzweckarena errichtet und erscheint noch heute futuristisch.
Im Norden der Stadt liegt die antike römische Siedlung Salona. Das bedeutendste Bauwerk dort ist die zerstörte Arena.
In der Nähe von Split befinden sich die Insel Čiovo und weitere kulturell interessante Städte wie z.B. Trogir.
Geschichte
Die Keimzelle der Stadt Split ist der Diokletianspalast: Kaiser Diokletian ließ ihn um 300 erbauen, und im 7. Jahrhundert - das riesige Gebäude war schon lange verlassen - siedelten innerhalb seiner Mauern die ersten Bewohners Splits an. Heute noch bildet der Palast die Altstadt von Split, und ist voll mit Läden, Märkten, Plätzen und dem Dom, welcher in der Antike das Mausoleum des Diokletian war und den Mittelpunkt des Palastes bildet.
Split gehörte lange Zeit zu Venedig (im 14. Jahrhundert und dann wieder von 1420 an), bis es 1797 an Österreich-Ungarn fiel.
Ende des Ersten Weltkrieges kam es zu Jugoslawien. Im Zweiten Weltkrieg war es 1941 bis 1943 italienisch. Nach dem Kriege wurde es Teil der kroatischen Teilrepublik innerhalb Jugoslawien. Seit 1991 gehört es zur unabhängigen Republik Kroatien.
Ende Juli 1995 wurde hier das "Deutsch-französische Feldlazerett" aufgebaut, das die Versorgung von 12.500 Soldaten eines multinationalen Schnellen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen zum Schutz der UNPROFOR am Berg Igman bei Sarajewo sicherstellen sollte.
2004 feierte die Stadt ihr 1700-jähriges Jubiläum.
Söhne und Töchter der Stadt
- Marko Marulić, kroatischer Schriftsteller
- Ante Trumbić, kroatischer Politiker
- Ivan Meštrović, kroatischer Bildhauer
- Emanuel Vidović, kroatischer Maler
- Jakov Gotovac, kroatischer Komponist und Dirigent
- Ivo Tijardović, kroatischer Komponist und Dirigent
- Igor Tudor, kroatischer Fußballspieler
- Dino Rađa, kroatischer NBA-Basketballspieler
- Toni Kukoč, kroatischer NBA-Basketballspieler
- Žan Tabak, kroatischer NBA-Basketballspieler
- Petar Metličić, kroatischer Handballspieler
- Ivan Balić, kroatischer Handballspieler
- Nikola Pilić, kroatischer Tennisspieler
- Željko Franulović, kroatischer Tennisspieler
- Goran Ivanišević, kroatischer Tennisspieler
- Ivo Sanader, kroatischer Politiker und Ministerpräsident
Weblinks
- [http://www.split.hr/ Offizielle Website der Stadt Split]
- [http://www.visitsplit.com Touristische Gemeinschaft der Stadt Split]
Kategorie:Ort in Kroatien
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:スプリト
SucurajSućuraj ist ein Dalmatisches Fischerdorf in Kroatien mit etwa 400 Einwohnern. Das Dorf liegt auf der östlichen Spitze der Insel Hvar nahe dem Festland.
Durch seine Strände, an denen von Mai bis November gebadet werden kann, ist Sućuraj ein Ziel des Tourismus. Das Klima ist trocken und von den Sommerwinden Maestrahl und Tramontana geprägt.
Weblinks
- [http://www.sucuraj.com Sucuraj]
Kategorie:Ort in Kroatien
Dubrovnik
Die Stadt Dubrovnik (lateinisch Ragusa, deutsch veraltet: Ragus) ist eine Stadt im Süden Kroatiens an der Adria. Sie hat 43.770 Einwohner (Volkszählung von 2001). Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 88,39 % die Kroaten.
Die Stadt Dubrovnik war eines der Zentren der in der Geschichte der Entwicklung der kroatischen Sprache und Literatur. Zahlreiche bedeutende kroatische Dichter, Künstler, Gelehrte, Mathematiker und Physiker stammen aus dieser Stadt.
Dubrovnik ist heute der Verwaltungssitz der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva (kroatisch Dubrovačko-neretvanska županija).
Jahrhundertelang war Dubrovnik eine unabhängige Stadtrepublik, die Handelsbeziehungen mit großen Teilen Südosteuropas und mit dem Mittelmeerraum unterhielt.
Dubrovnik war weltweit der erste Staat, der die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika international anerkannte.
Geschichte
Vereinigten Staaten von Amerika
Entstehung der Stadt
Die kroatische Bezeichnung der Stadt ist von dem Wort dubrava (slaw. Hain) hergeleitet; die romanische Bezeichnung Ragusa - Rausa geht auf den Namen der kleinen Insel zurück, auf der die erste Siedlung (Lave, Lausa) entstanden war.
Dubrovnik wurde wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 7. Jahrhunderts gegründet, nach dem Untergang des einstigen Epidaurum (heute Cavtat) in der Zeit des slawisch-awarischen Vorstoßes nach Dalmatien. Die slawische Siedlung Dubrovnik, nach der später die ganze Stadt benannt wurde, entwickelte sich auf dem Festland, am Fuße des Sergiusberges. Die räumliche Trennung des romanischen vom slawischen Teil markiert die heutige Placa, an deren Stelle ein Kanal die Insel vom Festland trennte. An dieser Nahtstelle entwickelte sich später das Zentrum der vereinigten Stadt. Dubrovnik stand seit seiner Gründung unter dem Schutz von Byzanz (einige Zeit residierte hier ein byzantinischer Stratege). Zur Zeit der Kreuzzüge fiel es unter die Souveränität Venedigs (1205-1358). Nach dem Friedensschluss von Zadar 1358 anerkannte Dubrovnik die Oberhoheit der ungarisch-kroatische Könige an und zahlte ihnen Tribut bis zur deren Niederlage von Mohács 1526. Allerdings reisten schon ab 1420 regelmäßig Delegationen zu den Osmanen, die neben der Beteuerung ihrer Neutralität jährliche Tribute überbrachten, zuletzt 12500 Dukaten; gezahlt bis zum Frieden von Poscharewatz 1718. - Das Erzbistum Ragusa wurde 980 gestiftet.
Republik Dubrovnik
Osmanen
Nach Erlangung seiner Autonomie (dem ungarisch-kroatischen König werden nur Abgaben in Form von Steuern und Schiffen geleistet) begann Dubrovnik sein Leben als selbständige Republik. Dubrovnik gelang es seine Autonomie zu bewahren und die Bürger der Stadt wählten ihren Stadtrat und den Senat.
Im 15. und 16. Jahrhundert erlebt Dubrovnik seinen größten wirtschaftlichen Aufschwung durch den ertragreichen Handel mit den Osmanen im Hinterland und den Küstenstädten des Mittelmeerraums.
Osmanen
Die Handelsflotte Dubrovniks bestand im 16. Jahrhundert aus 160 Schiffen.
Die bedeutendste Schutzmacht der Republik Dubrovnik war zu jener Zeit das Königreich Spanien, die großte Bedrohung der Unabhängigkeit und Freiheit Dubrovniks war Venedig.
Mit dem Frieden von Požarevac im Jahr 1718 wurde den Osmanen zwischen Neum und Klek der Zugang zur Adria gewährt. Heute ist dieser Teil der Küste Bestandteil des Staates Bosnien- und Herzegowina.
Die Krise der Mittelmeerschifffahrt und besonders das katastrophale Erdbeben von 1667 führten zu einer schweren Krise, von der sich die Stadtrepublik nicht mehr richtig erholte.
Im 18. Jahrhundert befanden sich in Dubrovnik über 85 Konsulate.
18. Jahrhundert
Im Jahr 1806 marschierten die Franzosen unter Napoléon Bonaparte in die Stadt ein, und 1808 proklamierte Marschall Marmont die Aufhebung der Republik Dubrovnik (die Bezeichnung war seit dem 15. Jahrhundert in Gebrauch).
Jüngere Geschichte
Dubrovnik gehörte ab 1809 als Département Raguse zu den Illyrischen Provinzen des napoleonischen Frankreichs. Militärgoverneur mit dem Titel eines Herzogs von Ragusa wurde der Marschall Marmont. Nachdem die Österreicher die Stadt am 29. Januar 1814 besetzt hatten, fiel sie durch Beschluss des Wiener Kongresses an Österreich und wurde Teil des Kronlands Dalmatien. Noch zu Zeiten der Habsburgerherrschaft begann sich der Fremdenverkehr am Anfang des 20. Jahrhunderts zu entwickeln.
Von 1918 bis 1941 gehörte Dubrovnik zum "ersten" Jugoslawien. Im Rahmen der Umstrukturierung der inneren Landesgrenzen wurde Dubrovnik 1939 aufgrund historischer Gründe und mehrheitlich kroatischer Bevölkerung zum Teil der Banschaft Kroatien (Banovina Hrvatska). Während des Zweiten Weltkriegs war die Stadt Teil des so genannten Unabhängigen Staates Kroatien. Nach 1945 blieb Dubrovnik Teil der kroatischen Teilrepublik im zweiten Jugoslawien. Im Jahr 1956 fand in Dubrovnik eine architekturhistorisch bedeutende Veranstaltung statt: Der 10. (und letzte) aus der Reihe der CIAM-Kongresse (Congrès Internationaux d'Architecture Moderne). Die Stadt wurde in der Nachkriegszeit eines der wichtigsten Ziele des Adria-Tourismus.
Adria
Im kroatischen Unabhängigkeitskrieg (1991 bis 1996) wurde die von der der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Stadt von den serbischen Streitkräften belagert und massiv beschossen. Laut dem kroatischen roten Kreuz kamen dabei insgesamt 114 Zivilisten ums Leben. Die materiellen Schäden sind mittlerweile fast vollständig behoben und die Stadt gilt wieder als das beliebteste Urlaubsziel in der Region.
siehe auch Belagerung und Beschuss von Dubrovnik 1991
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Dubrovnik ist eine der schönsten Städte des gesamten Mittelmeerraumes und Kroatiens und somit ein Zentrum des Fremdenverkehrs.
Die Stadt entwickelt sich zunehmend zu einem internationalen Treffpunkt des internationalen Jetsets und der High Society.
Die Altstadt ist autofrei und steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Stadt wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 von der Jugoslawischen Bundesarmee bzw. den serbisch-montenegrinischen Truppen stark beschädigt, die Schäden sind aber heute zum großen Teil behoben.
1991
Die (gegen eine geringe Gebühr komplett begehbaren) Stadtmauern von Dubrovnik sind das besterhaltene Fortifikationssystem in Europa und umfassen einen perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte, beginnend mit seiner Gründung im siebten Jahrhundert. Hier seien vor allem die Hauptpromenade - der Stradun -, der Fürsten-Palast, die Sv.-Vlaho(Blasius)-Kirche, die Kathedrale, drei große Klöster, das Zollhaus und das Rathaus hervorgehoben. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Dubrovnik ist die Rolandsäule.
Seit dem Jahr 1317 befindet sich im Franziskanerkloster der Stadt die älteste Apotheke Europas. Außerdem befindet sich in Dubrovnik eines der ältesten kommunalen Theater Europas, dem immer noch Aufführungen stattfinden.
Auf der vorgelagerten Insel Lopud und in der Vorstadt Ploče befinden sich Lazarette, in denen erstmalig in Europa ab dem Jahr 1377 ankommende Reisende zum präventiven Schutz der Stadt vor der Pest 40 Tage isoliert in Quarantäne verweilen mussten.
Das weltweit älteste Arboretum, Arboretum Trsteno, das etwa im Jahr 1492 angelegt wurde, befindet sich nahe der Stadt Dubrovnik.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
1492
Dubrovnik hat einen internationalen Flughafen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Ivan Gundulić (auch Giovanni da Gondola) Renaissance-Schriftsteller, 1589-1638
- Rugjer Josip Bošković Gelehrter und Diplomat, 1711-1787
- Ivan Jarnović Geiger und Komponist, 1740(?)-1804
- Blagoje Bersa, Komponist, 1873-1934
- Petar Trifunović, Schachgroßmeister, 1910-1980
Städtepartnerschaften
Dubrovnik unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Bad Homburg, seit 2002
- Helsingborg, seit 1998
- Graz, seit 1994
- Vukovar seit dem Jahr 1993
- Ravenna, seit 1969
Weblinks
- [http://www.dubrovnatic.net/de/pocetak.htm Internetseite über Dubrovnik]
- [http://www.travel-images.com/croatia.html Dubrovnik - Bilder]
- [http://www.dubrovnik.hr/ Homepage der Stadt Dubrovnik]
- [http://www.hr/darko/etf/et111.html Umfangreiche Informationen zur Geschichte und herausragenden Persönlichkeiten von Dubrovnik, Englisch]
- [http://www.dubrovnik-online.com/english/history.php Historical facts about Dubrovnik, Englisch]
- [http://www.nicos.de/dubrovnik/geschichtetop1.htm Geschichte von Dubrovnik]
Kategorie:Ort in Kroatien
Kategorie:Weltkulturerbe
ja:ドゥブロヴニク
Hvar (Stadt)
Hvar ist der Hauptort der Insel Hvar, gelegen südlich von Brač im Adriatischen Meer.
Im Jahr 2001 betrug die Einwohnerzahl betrug 3.672.
Kategorie:Ort in Kroatien
Stari Grad
Starigrad (auch: Stari Grad, kroatisch für Alte Stadt) ist eine Hafenortschaft im Nordostteil der Insel Hvar in Kroatien. Sie hat 1.189 Einwohner und ist somit nach Hvar und Jelsa die drittgrößte Stadt auf der Insel Hvar.
Geschichte
Die ursprüngliche Siedlung (Pharos) wurde 384 v. Chr. von griechischen Kolonisten gegründet. Mosaike unter dem Straßenpflaster zeugen von den vergangenen Zeiten. Seit 1205 erscheint Starigrad unter dem Namen Civitas Vetus.
Es gibt Bestrebungen, der Stadt wieder ihren alten Namen Faros zu geben.
Starigrad ist mit dem kroatischen Festland über eine Trajektverbindung nach Split und die Küstenfähre Rijeka - Dubrovnik verbunden.
Siehe auch: Kroatien
Kategorie:Ort in Kroatien
SućurajSućuraj ist ein Dalmatisches Fischerdorf in Kroatien mit etwa 400 Einwohnern. Das Dorf liegt auf der östlichen Spitze der Insel Hvar nahe dem Festland.
Durch seine Strände, an denen von Mai bis November gebadet werden kann, ist Sućuraj ein Ziel des Tourismus. Das Klima ist trocken und von den Sommerwinden Maestrahl und Tramontana geprägt.
Weblinks
- [http://www.sucuraj.com Sucuraj]
Kategorie:Ort in Kroatien
Korčula
Korčula (ital. Curzola, griech. Korkyra Melaina, lat. Corcyra Nigra) ist eine kroatische Insel in der Adria vor der Küste Süddalmatiens. Sie hat eine Fläche von 279,03 km2 (Länge 46,8 km, Breite 5,3-7,8 km) und 17.038 Einwohner. Sie gehört zur kroatischen Gespanschaft Dubrovnik-Neretva.
Die höchsten Erhebungen sind Klupca mit 568 m und Kom mit 510 m.
Klima
Das Klima ist mild, die Durchschnittstemperatur beträgt im Januar 9,8 °C (in der Stadt Korčula) und im im Juli 26,9°C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 1100 mm. Es werden 2671 Sonnenstunden im Jahr (Vela Luka) verzeichnet.
Weblinks
- [http://www.korcula.net www.korcula.net]
Kategorie:Insel (Kroatien)
Starigrad
Starigrad (auch: Stari Grad, kroatisch für Alte Stadt) ist eine Hafenortschaft im Nordostteil der Insel Hvar in Kroatien. Sie hat 1.189 Einwohner und ist somit nach Hvar und Jelsa die drittgrößte Stadt auf der Insel Hvar.
Geschichte
Die ursprüngliche Siedlung (Pharos) wurde 384 v. Chr. von griechischen Kolonisten gegründet. Mosaike unter dem Straßenpflaster zeugen von den vergangenen Zeiten. Seit 1205 erscheint Starigrad unter dem Namen Civitas Vetus.
Es gibt Bestrebungen, der Stadt wieder ihren alten Namen Faros zu geben.
Starigrad ist mit dem kroatischen Festland über eine Trajektverbindung nach Split und die Küstenfähre Rijeka - Dubrovnik verbunden.
Siehe auch: Kroatien
Kategorie:Ort in Kroatien
Römisches Reich
Das Römische Reich (lateinisch: Imperium Romanum) war das von der Stadt Rom beherrschte Gebiet in der Zeit zwischen etwa dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. bzw. 6. Jahrhundert n. Chr. Eine eindeutige Abgrenzung ist jedoch weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich.
Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, zu Zeiten Kaiser Traj | | |