John W. Young
John Watts Young ( - 24. September 1930 in San Francisco, Kalifornien, USA) ist ein US-amerikanischer Astronaut. Er war der neunte Mensch auf dem Mond und der einzige Amerikaner, der sowohl in den Gemini- und Apollo-Raumkapseln als auch mit der Raumfähre Space Shuttle geflogen ist.
Beginn der Karriere
John Young studierte Luftfahrttechnik am Georgia Institute of Technology und schloss 1952 mit höchsten Auszeichnungen ab.
Young trat der US-Marine bei und diente auf dem Zerstörer USS Laws. Danach wurde er zum Piloten ausgebildet und flog vier Jahre lang Kampfflugzeuge. 1959 wurde er Testpilot der Navy und stellte 1962 verschiedene Weltrekorde im Steigflug auf.
Gemini
Young wurde am 17. September 1962 von der NASA in die zweite Astronautengruppe ausgewählt. Im Januar 1963 bekam er als Spezialgebiet die Ausrüstung der Astronauten in der Raumkapsel zugewiesen. Dies umfasste sowohl persönliche Ausrüstung als auch Notfallausrüstung im Falle von Notlandungen.
Am 13. April 1964 wurde Young als Pilot für den ersten bemannten Flug der Gemini-Kapsel nominiert. Young war damit der erste Astronaut der zweiten Gruppe, der zu einem Weltraumeinsatz kommen sollte.
Unter dem Kommado von Virgil Grissom absolvierte er am 23. März 1965 mit Gemini 3 (Molly Brown) den ersten amerikanischen Zwei-Mann-Flug. Young bediente dabei den ersten Computer im All. Für Aufregung bei der Flugleitung hatte gesorgt, dass Young ein Sandwich mit an Bord geschmuggelt hatte, dessen Brösel in der Schwerelosigkeit in der Kapsel herum flogen.
Kurz danach wurden Young und Grissom als Ersatzmannschaft für die Mission Gemini 6 nominiert, die im Dezember 1965 stattfand.
Am 25. Januar 1966 wurde Young als Kommandant von Gemini 10 bekannt gegeben,
sein Pilot sollte Mike Collins werden. So kam er bereits am 18. Juli 1966 zu seinem zweiten Raumflug, bei dem sowohl eine Kopplung im All als auch ein Weltraumspaziergang unternommen wurden.
1966
Apollo
Nach Abschluss des Gemini-Programms trat Young dem Apollo-Projekt bei.
Am 22. Dezember 1966 wurden die Mannschaften der ersten Apollo-Flüge bekannt gegeben. Young war zunächst Ersatzpilot der zweiten bemannten Mission. Nach der Katastrophe von Apollo 1, bei dem Youngs ehemaliger Kommandant Grissom ums Leben kam, wurden die Pläne ausgesetzt. Die neuen Pläne wurden am 9. Mai 1967 veröffentlicht und sahen vor, dass Young Ersatzpilot von Apollo 7 (Mission C) in der Erdumlaufbahn sei. Dieser Flug fand im Oktober 1968 statt. Young war dabei einer der Verbindungssprecher (Capcom).
Kurz danach, am 13. November 1968 wurde Young für die Mission Apollo 10, die Generalprobe der Mondlandung, als Pilot der Apollo-Kapsel nominiert.
Dieser Flug fand vom 18. Mai bis zum 26. Mai 1969 statt. Young blieb als Pilot im Mutterschiff Charlie Brown, während Kommandant Tom Stafford und Pilot Eugene Cernan in der Mondfähre Snoopy eine Mondlandung simulierten.
Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erfolgte mit einer Geschwindigkeit von 11,107 km/s, was immer noch den Rekord in der bemannten Raumfahrt darstellt.
Eugene Cernan
Kurz nach der Mondlandung von Apollo 11 im Juli 1969 wurde Young als Ersatzkommandant von Apollo 13 eingeteilt, kam aber nicht zum Einsatz und übernahm deshalb wieder einige Schichten als Verbindungssprecher.
Im März 1971 erhielt Young dann sein erstes Apollo-Kommando: mit Apollo 16 sollte er die vorletzte Mondlandung übernehmen. Mit an Bord waren der Pilot der Apollo-Kapsel Thomas K. Mattingly und der Pilot der Mondfähre Charles M. Duke.
Der Flug fand vom 16. April bis zum 27. April 1972 statt, Young betrat am 20. April als neunter Mensch den Mond.
Im Vorfeld des letzten Mondfluges, Apollo 17 kam es noch zu einigen Umschichtungen bei der Haupt- und der Ersatzmannschaft. Young und Duke wurden dabei nach ihrem erfolgreichen Flug mit Apollo 16 bereits wieder als Ersatz für den nächsten Flug eingeteilt, da es nicht sinnvoll gewesen wäre, eine völlig neue Ersatzmannschaft zu trainieren, welche keine Chance hatte, später eine reguläre Apollo-Mission fliegen zu können. Wäre der Apollo-17-Kommandant, Youngs Mannschaftskamerad von Apollo 10, Eugene Cernan ausgefallen, hätte Young als einziger Mensch ein zweites Mal eine Mondlandung unternommen.
Da dies aber nicht der Fall war, diente Young wieder als einer der Verbindungssprecher.
Space Shuttle
Eugene Cernan
Nach Abschluss des Apollo-Programms wurde Young im Januar 1973 Leiter der Space-Shuttle-Abteilung des Astronautenbüros und sorgte dafür, dass die Astronauten genügend Einfluss auf die Entwicklung der neuen Raumfähre hatten. Im Januar 1974 wurde er Leiter des Astronautenbüros und war damit für die Koordination aller Astronautentätigkeiten verantwortlich. 1976 trat Young offiziell aus der Marine aus.
Als das Space Shuttle fertig gestellt war, erhielt Young die Ehre, den Jungfernflug zu kommandieren. Vom 12. April bis 14. April 1981 testete er im Erdorbit zusammen mit seinem Piloten Bob Crippen alle Systeme des Shuttles Columbia während der Mission STS-1. Es war das erste Mal, dass die NASA ein neues Raumschiff einsetzte, ohne vorher unbemannte Testflüge durchgeführt zu haben, und das erste Mal, dass ein Raumschiff nicht an Fallschirmen wasserte, sondern im Gleitflug landete.
Seinen sechsten und vorerst letzten Weltraumeinsatz hatte Young als Kommandant der Mission STS-9 vom 28. November bis 8. Dezember 1983, bei der zum ersten Mal das Weltraumlabor Spacelab mitgeführt wurde. Mit an Bord waren Pilot Brewster Shaw, die Missionsspezialisten Bob Parker und Owen Garriott und die Nutzlastspezialisten Byron Lichtenberg und Ulf Merbold.
Ulf Merbold
Ein weiterer Flug (STS-61J), bei dem im August 1986 das Hubble-Weltraumteleskop ausgesetzt werden sollte, wurde nach der Explosion der Challenger abgesagt.
John Young hat insgesamt mehr als 15.100 Flugstunden mit Flugzeugen, Helikoptern und Raketen auf seinem Konto. Darunter befinden sich seine 835 Weltraumflugstunden.
Young trat im Mai 1987 als Leiter des Astronautenbüros zurück und übernahm 1996 den Posten des technischen Direktors beim Johnson Space Center.
Nach 42 Jahren im Dienst der NASA ging Young im Dezember 2004 in Ruhestand.
Siehe auch: Liste der Raumfahrer
Weblinks
- [http://www.jsc.nasa.gov/Bios/htmlbios/young.html NASA Biografie (englisch)]
- [http://www.johnwyoung.com/ Inoffizielle Homepage (englisch)]
Young, John
Young, John
Young, John
Young, John
Young, John
Young, John
Wikipedia:Formatvorlage RaumfahrerDiese Seite dient vor allem als Vorlage für die Übersichtstabelle, die in Raumfahrer-Artikeln erscheinen soll. Achtung! Diese Seite ist noch KEINE Formatvorlage! Über Format und Inhalt der Tabelle wird derzeit noch diskutiert.
----
Wichtige Hinweise zur Erstellung oder zur Änderung eines Artikels über einen Raumfahrer:
Name
Bei russischen Personen ist es üblich, den Artikel unter dem Lemma "Vorname Vatername Familienname" anzulegen, und hierauf eine Weiterleitung von "Vorname Nachname" zu setzen.
Amerikanische Personen haben oft mehrere Vornamen, dazu manchmal auch einen Rufnamen, z.B. Virgil Ivan "Gus" Grissom. Derzeit gibt es keine verbindlichen Regeln, unter welchem Lemma der Artikel angelegt werden soll, und welche Weiterleitungen gesetzt werden sollen. In der ersten Zeile des Artikels sollen aber alle Namen angegeben werden.
Landeszugehörigkeit
Hier soll die Nationalität des Raumfahrers zur Zeit seines Raumflugs vermerkt werden, ebenso die Zugehörigkeit zu einer Raumfahrtbehörde. Wechseln diese im Lauf der Karriere, so sollen alle zutreffenden aufgeführt werden.
Raumflüge
Hier sollen die einzelnen Raumflüge des Raumfahrers stehen. Im Allgemeinen wird das der Name des Raumschiffs sein, z.B. Wostok 1 oder Gemini 3. Bei Raumstations-Besatzungen kommt es aber vor, dass Hinflug und Rückflug mit zwei verschiedenen Raumschiffen erfolgen. Dann können entweder beide Raumschiffe in einer Zeile aufgeführt werden, oder aber der Missionsname.
Für Franz Viehböck also entweder Sojus TM-13/Sojus TM-12 (1991) oder Austromir 91 (1991).
Kategorien
Wie bei allen Personen üblich sollte der Raumfahrer nach Geschlecht und Nationalität, evtl. auch nach Geburts- und Sterbejahr kategorisiert werden.
Zusätzlich soll der Raumfahrer auch in den passenden Unterkategorien von :Kategorie:Raumfahrer einsortiert werden. In der Hauptkategorie :Kategorie:Raumfahrer sollen nur Raumfahrer stehen, die an Raumfahrtprogrammen teilgenommen haben, zu denen es keine Unterkategorie gibt.
Raumfahrer
24. SeptemberDer 24. September ist der 267. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 268. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 98 Tage.
Ereignisse
Politik
- 787 - Beginn des zweiten Konzils von Nicäa
- 1706 - Altranstädter Friede: Sachsen verzichtet auf die Krone Polens
- 1828 - In Kassel wird der Mitteldeutsche Handelsverein gegründet.
- 1956 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Belgien. In Kraft seit dem 22. März 1957.
- 1968 - Swasiland wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1973 - Die Unabhängigkeit Guinea-Bissaus von Portugal wird in Boe erklärt.
- 1978 - In einer Volksabstimmung im Schweizer Kanton Bern entscheiden sich über 80 Prozent für die Schaffung eines neuen Kantons Jura.
- 1993 - Aserbaidschan tritt der GUS bei.
- 1993 - Kambodscha verkündet eine neue Verfassung als Königreich. Erster König wird Prinz Norodom Sihanouk.
- 2000 - Vorgezogene Präsidentschaftswahlen und Wahlen zum jugoslawischen Bundesparlament.
- 2001 - Das Freihandelsabkommen zwischen Jordanien und USA tritt in Kraft.
- 2002 - In Bahrain wird ein Gesetz zur Gründung von freien Gewerkschaften erlassen.
- 2002 - Angela Merkel wird Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU.
- 2003 - Das litauische Kabinett beschließt den Verkauf der Anteile an der russischen Gasprom.
- 2003 - Urteil im Kopftuchstreit.
- 2003 - Das Europäische Parlament empfiehlt durch großen öffentlichen Druck eine Abänderung der bisherigen Richtlinie zur Einführung von Softwarepatenten in der EU.
Kultur
- 1728 - Uraufführung der Oper The Quaker's Opera von Henry Carey in London.
- 1838 - Uraufführung der komischen Operette Die Verjüngerungs-Essenz von Conradin Kreutzer am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1858 - Uraufführung der Oper Flis (Der Flößer) von Stanislaw Moniuszko in Warschau.
- 1940 - In Berlin kommt in 66 Kinos der Propagandaspielfilm Jud Süß des Regisseurs Veit Harlan zur Erstaufführung.
- 1944 - Uraufführung der Dachau-Messe von Pater Gregor Theodor Schwake im "Priesterblock" des KZ Dachau
- 1957 - Uraufführung des Tanzdramas Maratona von Hans Werner Henze in Berlin
- 1959 - Günter Grass' Roman "Die Blechtrommel" wird veröffentlicht.
Technik
- 1852 - Das erste Luftschiff, gebaut von Henri Giffard, fährt mit Dampfkraft von Paris nach Trappes.
- 1955 - mit der Eröffnung der Moosersperre und der Drosensperre wird der Bau des Kraftwerks Kaprun abgeschlossen.
- 1968 - an der Universität Sapporo wird die erste Minikamera präsentiert, mit der über Glasfaser Bilder vom schlagenden Herzen sichtbar gemacht werden können.
Katastrophen
- 1993 - Das Städtchen Brig (Schweiz, Kanton Wallis) wurde vom Bach Saltina überschwemmt
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1949 - Das bundesdeutsche Nationale Olympische Komitee wird gegründet
- 1988 - Der gedopte Kanadier Benjamin Sinclair Johnson gewinnt die Goldmedaille im 100m Sprint bei den Olympischen Sommerspielen in Seoul und löst einen Skandal aus.
- 1994 - Oliver McCall gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis in der Wembley Arena durch technischen KO.
- 1995 - Sammy Lelei, Kenia, gewinnt die Marathonstrecke in Berlin, in der Zeit von 02:07:02 Stunden.
Geboren
- 1473 - Georg von Frundsberg, deutscher Landsknechtführer
- 1501 - Gerolamo Cardano, italienischer Arzt, Mathematiker und Erfinder
- 1564 - William Adams, englischer Weltreisender
- 1583 - Albrecht Wenzel von Wallenstein, deutscher kaiserlicher Feldherr
- 1625 - Johan de Witt, niederländischer Staatsmann
- 1705 - Leopold Joseph Graf Daun, Fürst von Thiano, österreichischer Feldmarschall und Feldherr im Siebenjährigen Krieg
- 1717 - Horace Walpole, englischer Schriftsteller
- 1725 - Arthur Guinness, irischer Gründer der Guinness Brauerei
- 1739 - Grigori A. Potemkin, russischer Feldmarschall
- 1755 - John Marshall, US-amerikanischer Jurist und Politiker
- 1772 - Guillaume de Vaudoncourt, französischer General und Kriegshistoriker
- 1795 - Antoine-Louis Barye, französischer Bildhauer
- 1817 - Ramón de Campoamora y Campoosorio, spanischer Lyriker, Dramatiker und Kulturpublizist
- 1821 - Daniel Harvey Hill, General der Konföderierten Staaten von Amerika
- 1836 - Pablo Arosemena Alba, fünfter Staatspräsident von Panama
Pablo Arosemena Alba
- 1846 - Wladimir Peter Köppen, deutscher Meteorologe, Klimatologe und Botaniker
- 1851 - Federico Boyd, vierter Staatspräsident Panamas
- 1856 - Julius Klengel, deutscher Violoncellist
- 1856 - Ludwik Warynski, polnischer Revolutionär
- 1858 - Carl Pulfrich, deutscher Physiker und Optiker
- 1861 - Walter Simons, deutscher Jurist und Politiker
- 1864 - Andrej Hlinka, slowakischer Geistlicher und Politiker
- 1871 - Charlotte Dod, britische Tennisspielerin
- 1878 - Charles Ferdinand Ramuz, schweizerischer Schriftsteller
- 1881 - Lu Xun, chinesischer Schriftsteller
- 1882 - Alfons Petzold, österreichischer Schriftsteller
- 1884 - Hugo Schmeisser, Konstrukteur von Infanteriewaffen
- 1884 - İsmet İnönü, türkischer Staatspräsident
- 1886 - Edward Bach, englischer Arzt (Bach-Blütentherapie)
- 1887 - Wilhelm Niklas, deutscher CSU-Politiker, MdB 1951-1953
- 1888 - Kanken Toyama, japanischer Karatemeister und Adeliger († 1966)
- 1891 - William Friedmann, US-amerikanischer Kryptologe
- 1895 - André Frédéric Cournand, französisch-US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1896 - F. Scott Fitzgerald, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1898 - Howard Walter Florey, australischer Pathologe
- 1899 - Jovan Bandur, kroatischer Komponist
- 1901 - Germain Bazin, französischer Kunsthistoriker
- 1905 - Severo Ochoa, US-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger
- 1906 - Michael Jary, deutscher Komponist
- 1908 - Otto Hopf, deutscher Schauspieler und Sänger
- 1908 - Egon Reinert, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident des Saarlandes 1957-1959
- 1910 - Helmut Melchert, deutscher Tenor
- 1910 - Frank Pelleg, israelischer Pianist
- 1911 - Konstantin Ustinowitsch Tschernenko, sowjetischer Politiker
- 1913 - Max Proebstl, deutscher Bass
- 1914 - Jirí Kolár, tschechischer Schriftsteller und Collage-Künstler
- 1917 - Otto Günsche, SS-Hauptsturmfüher und persönlicher Adjutant Adolf Hitler´s
- 1919 - Francisco Garcia Pavón, spanischer Schriftsteller
- 1922 - Bert Ira Gordon, US-Amerikanischer Regisseur
- 1926 - Veit Relin, österreichischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
- 1926 - Ricardo María Carles Gordó, Erzbischof von Barcelona und Kardinal
- 1930 - Ingrid Bachér, deutsche Schriftstellerin
- 1930 - Willy Seiler, deutscher Rundfunk- und Fernsehmoderator
- 1930 - Edgar Wählte, deutscher Tenor
- 1931 - Anthony Newley, britischer Schauspieler und Sänger
- 1932 - Walter Wallmann, deutscher Politiker, Bundesumweltminister, Ministerpräsident von Hessen
- 1934 - Manfred Wörner, deutscher Politiker, Bundesverteidigungsminister, NATO-Generalsekretär
- 1934 - John Brunner, britischer Science-Fiction Autor
- 1936 - Jim Henson, US-amerikanischer Puppenspieler (Muppet-Show)
- 1940 - Barbara Allbut, US-amerikanische Sängerin
- 1941 - Alexander Lang, deutscher Theaterregisseur
- 1942 - Phillis Allbut, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - Gerry Marsden, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1942 - Linda McCartney, US-amerikanische Musikerin und Frau von Paul McCartney
- 1942 - Gerhard Rübenkönig, deutscher Politiker (SPD)
- 1944 - Diana Körner, deutsche Schauspielerin
- 1944 - Eric Silvester, deutscher Sänger und Komponist
- 1946 - Kjell Asperud, norwegischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Jerry Donahue, britischer Musiker
- 1946 - Uschi Obermaier, deutsche Schauspielerin und Model (Kommune 1)
- 1947 - Peter Götz, deutscher CDU-Politiker
- 1948 - Margot Mahler, deutsche Schauspielerin, Sängerin und Autorin
- 1948 - Heinz Chur, deutscher Komponist
- 1951 - Pedro Almodóvar, spanischer Filmregisseur
- 1951 - Heinz Hoenig, deutscher Filmschauspieler
- 1957 - Wolfgang Wolf, deutscher Fußballtrainer und -spieler
- 1958 - Kevin Sorbo, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Angus Zeb Gaye, englischer Popmusiker
- 1961 - Pierre Cosso, französischer Schauspieler und Sänger
- 1962 - David Anspaugh, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1969 - Megan Ward, US-amerikanische Schauspielerin
- 1971 - Marty Cintron, US-amerikanischer Popsänger und Gitarrist
- 1971 - Ché Jouaner, US-amerikanischer Popsänger und Tänzer
- 1977 - Frank Fahrenhorst, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 366 - Liberius, Papst
- 768 - Pippin der Jüngere, fränkischer König
- 1054 - Hermann von Reichenau, Mönch, Historiker, Schriftsteller und Astronom
- 1143 - Innozenz II., Papst von 1130 bis 1143
- 1180 - Manuel I. Komnenos, byzantinischer Kaiser
- 1541 - Theophrast von Hohenheim (Paracelsus), deutscher Arzt
- 1545 - Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg und Kurfürst von Mainz
- 1572 - Túpac Amaru, letzter Herrscher des Inkareiches
- 1575 - Anna von Ostfriesland, deutsche Adlige
- 1630 - Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt, Regent von Schwarzburg-Rudolstadt
- 1638 - Georg Friedrich, Markgraf von Baden-Durlach
- 1732 - Reigen, 112. Kaiser von Japan
- 1748 - Albrecht Wolfgang Graf zu Schaumburg-Lippe, Militär und Heerführer, Landesherr von Schaumburg-Lippe
- 1809 - August Ludwig Hülsen, deutscher Philosoph der Frühromantik
- 1812 - Pjotr Iwanowitsch Bagration, russischer General und Feldherr
- 1813 - André Grétry, französischer Komponist
- 1834 - Jonas Galusha, US-amerikanischer Politiker, Jurist und Gouverneur von Vermont
- 1834 - Peter IV., König von Portugal und Kaiser von Brasilien
- 1840 - Jacques MacDonald, Marschall von Frankreich
- 1841 - Karl Stülpner, Volksheld des Erzgebirges
- 1862 - Anton Martin Slomšek, slowenischer Geistlicher, Schriftsteller und Dichter
- 1877 - Saigo Takamori, japanischer Samurai
- 1889 - Daniel Harvey Hill, General der Konföderierten Staaten von Amerika
- 1895 - Heinrich Adolf von Bardeleben, deutscher Mediziner
- 1904 - Niels Ryberg Finsen, dänischer Arzt und Nobelpreisträger
- 1906 - Heinrich Scharrer, deutscher Botaniker und Landschaftsarchitekt
- 1912 - Adolf Marschall von Bieberstein, deutscher Politiker
- 1920 - Carl Peter Fabergé, russischer Goldschmied und Juwelier
- 1930 - Otto Mueller, deutscher Maler des Expressionismus
- 1938 - Joe Ball, Serienmörder
- 1939 - Carl Laemmle, deutsch-US-amerikanischer Filmproduzent
- 1941 - Gottfried Feder, deutscher Politiker
- 1942 - Julius Moses, jüdischer Sozialdemokrat, naturheilkundlicher Arzt und Politiker
- 1945 - Hans Geiger, deutscher Physiker
- 1953 - Berthold Viertel, österreichischer Regisseur
- 1963 - Walter Menzel, deutscher Politiker
- 1964 - Sean O'Casey, irischer Freiheitskämpfer und Dramatiker
- 1967 - Robert van Gulik, niederländischer Krimi-Schriftsteller
- 1969 - Warren McCulloch, US-amerikanischer Neurophysiologe und Kybernetiker
- 1974 - Hans-Joachim Fricke, deutscher Politiker
- 1975 - Elisabeth Castonier, deutsche Schriftstellerin
- 1976 - Wilhelm Kamlah, deutscher Musikwissenschaftler, Theologe und Philosoph
- 1978 - Hasso von Manteuffel, im 1. Weltkrieg als Husar im Husarenregiment 3
- 1978 - Ida Noddack-Tacke, deutsche Chemikerin
- 1983 - Leopold III., belgischer König
- 1993 - Ian Stuart Donaldson, Sänger und 'Kopf' der neonazistischen Skinband Skrewdriver
- 1994 - Otto F. Walter, Schweizer Schriftsteller
- 1998 - Genrich Saulowitsch Altschuller, russischer Ingenieur und Wissenschaftler
- 2003 - Edward W. Said, palästinensischer Kulturwissenschaftler
- 2003 - Herb Gardner, US-amerikanischer Schauspieler
- 2003 - Lyle Bettger, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Françoise Sagan, französische Schriftstellerin
- 2004 - Raja Ramanna, indischer Atomwissenschaftler
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag von Guinea-Bissau
- Feiertag (Heritage Day) in Südafrika
- Landesfeiertag von Salzburg (Bundesland)
- Festtag der Heiligen Rupert von Salzburg und Virgilius von Salzburg
Siehe auch
:23. September - 25. September
:24. August - 24. Oktober
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0924
ja:9月24日
ko:9월 24일
ms:24 September
simple:September 24
th:24 กันยายน
San Francisco
San Francisco (deutsch veraltet San Franzisko) ist eine Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Geografie
Geografische Lage
Die Stadt liegt an der nördlichen Spitze der San-Francisco-Halbinsel, welche die Bucht von San Francisco bildet und wird im Westen vom Pazifik, im Norden vom Golden Gate und im Osten von der Bucht begrenzt. Im Süden liegen die 300 m hohen Twin-Peaks, die von den Spanischen Missionaren auf Grund ihres Aussehens „Los Pechos de la Chola“, zu deutsch „Die Brüste des Indianermädchens“, genannt wurden. San Francisco ist auch berühmt für seine Hügel, die bis 30m hoch sind. Es befinden sich 42 Stück im ganzen Stadtgebiet. Wegen der teils sehr steilen Straßen wurden die Cable Cars von Andrew Smith Hallidie entwickelt. Die "Bell of the Bay", wie sie auch liebevollgenannt wird, ist eine der bedeutendsten Hafenstädte an der Westküste Nordamerikas. In der Bucht von San Francisco liegt die bekannte, nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz.
Mit 744.230 Einwohnern ist es die viertgrößte Stadt Kaliforniens.
Geologie
Die Nähe der Stadt zur San-Andreas-Verwerfung ergibt ein erhöhtes Risiko für Erdbeben. Am 18. April 1906 fand das bislang schwerste Erdbeben statt. Es tobte von San Juan Bautista bis Eureka und hatte eine Stärke von 7,8 auf der Richterskala. Infolge von Bränden wurde damals ein Großteil von San Francisco zerstört.
Richterskala
Das Loma-Prieta-Erdbeben von 1989 war bis heute das letzte große Beben in der Region. Es hatte erhebliche Auswirkungen auf Teile der Stadt. Viele Straßen und Freeways wurden beschädigt. Der Embarcadero Freeway, an der nördlichen Seite der Stadt, ist dem Beben vollständig zum Opfer gefallen und wurde abgerissen. Außerdem wurde ein Major League Baseball-Spiel der World Series zwischen den San Francisco Giants und den Oakland Athletics unterbrochen.
Experten befürchten zudem ein noch größeres Erdbeben als das von 1906.
Oakland Athletics
Stadtgliederung
Siehe dazu auch die Administrative Gliederung von San Francisco.
Wie in vielen amerikanischen Städten gibt es ein Japantown und ein Chinatown.
Die Chinatown von San Francisco bildet eines der größten Chinesenviertel außerhalb der Volksrepublik China. Auch gibt es eine vietnamesische Gemeinde im Stadtteil Tenderloin, Filipinos in Crocker Amazon, ein italienische Gemeinde in North Beach, ein French Quarter, eine irische und russische Gemeinde im Richmond District. Der ursprüngliche hispanische Mission District ist einer der ältesten Stadtteile, er war einer der 21 Missionen, die durch die spanischen Missionare gegründet wurden. Russian Hill bezieht seinen Namen von russischen Trappergräbern, welche man während des Goldrausches entdeckt hatte. Haight-Ashbury erlangte in den 1960er seine Berühmtheit als eine der prominentesten Ansammlungen von Hippies. Das Castro steht für die größte Konzentration von Homosexuellen in Amerika. Die größte afro-amerikanische Gemeinde befindet sich südöstlich der Bayview und Hunters Point. Richmond, an der Westseite der Stadt nördlich des Golden Gate Parks, ist im Wesentlichen von asiatischen Einwanderen geprägt. Südlich der Market Street, die als eine der wenigen Straßen quer verläuft, liegt der Stadtteil Soma (South of Market), bekannt für seine Galerien und Kunstaktivitäten.
Golden Gate Park
Klima
Die Lage an der Küste des Pazifiks beeinflusst das fast mediterrane Klima maßgeblich. Es ist das ganze Jahr hindurch außergewöhnlich mild mit kühlen, fast regenfreien Sommern und warmen Wintern. Die Tagestemperatur im Sommer reicht von 15 bis 25 Grad Celsius, wo hingegen es im Winter niemals zu frieren scheint. Die meisten Niederschläge fallen zwischen November und März. San Francisco ist aber auch berüchtigt für die morgendlichen Nebelschwaden, die vom Meer über die Hügel ziehen. Dies entsteht wenn die warme vom Inland kommende Luft und die kalte Luft des Pazifiks sich mischen. Die Sommertemperaturen sind signifikat niedriger als in anderen Teilen Kaliforniens. Es empfiehlt sich immer eine Jacke oder einen Pullover mitzunehmen. Der wärmste Monat ist hier oft der September.
Geschichte
Indianische Besiedlung und erste Europäer
Pazifik
Ursprünglich war die Bucht von San Francisco durch den Indianerstamm der Travianer Muwekma Ohlone besiedelt, die bis ins 19. Jahrhundert fast ausgerottet waren.
Im 16. Jahrhundert schickten die spanischen Eroberer zwei Expeditionen nach Norden um die westliche Küste Amerikas zu erkunden. Hernan Cortés hatte eine „Halbinsel zwischen Golf und Ozean“ entdeckt und nannte sie California. Die offizielle Entdeckung begann mit Juan Rodriguez Cabrillo 10 Jahre später. Obwohl selbst viele Entdecker, wie etwa Sir Francis Drake, schon im 16. Jahrhundert die Gegend erkundeten, wurde die meist im Nebel liegende Einfahrt zur Bucht erst 1775 entdeckt. Ab 1776 siedelten die ersten Europäer in der Gegend der heutigen Stadt. Spanische Militärs und Missionare gründeten die heutige Kirche Mission Dolores am 9. Oktober an der Dolores Lagune so wie das Presidio am Golden Gate. Die Missionare benannten die Stadt in Anlehnung an den Heiligen Franz von Assisi mit San Francisco de Asís, das später zu Saint Francis führte. Einer nahe gelegene Siedlung wurde der Name Yerba Buena gegeben. Der aus Petra stammende Mallorquiner Junipero Serra leitete damals die Missionsgründungen, und wird noch heute sehr verehrt.
19. Jahrhundert und Neuzeit
Durch den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg kam die Stadt 1846 in den Besitz der USA. San Francisco erlebte seinen ersten Aufschwung durch den 1848 beginnenden Goldrausch in Kalifornien. Die Bevölkerung wuchs dabei von etwa 900 auf über 20.000 in einem einzigen Jahr an. Im Umfeld der Mission wurden bald mehr irische als spanische Grabsteine aufgestellt. Zu dieser Zeit wurden auch viele namhafte Unternehmen in San Francisco gegründet, wie etwa Levi Strauss & Co., Wells Fargo Bank und Ghirardelli Chocolate Company.
Am Morgen des 18. April 1906 wurde die Stadt von einem Erdbeben und von dem nachfolgenden Feuer verwüstet. Meist wird die Anzahl der Todesopfer auf 700 geschätzt, einige Quellen geben aber eine drei- bis viermal höhere Zahl an. Das Missionsgebäude überstand das Erdbeben ohne Schaden, so dass es heute das älteste Gebäude der Region ist.
Der spätere Kaiser Joshua Abraham Norton wanderte 1849 mit einem Startkapital von 40.000 $ aus Südafrika nach San Francisco ein. Seinen Reichtum, den er durch Grundstücksgeschäfte machte, verspielte er wieder bis 1859. Durch Spekulationen gescheitert und bankrott, wollte Norton die Dinge nun selbst in die Hand nehmen und ernannte sich kurzerhand am 17. September 1859 in Briefen an die ortsansässigen Zeitungen und Politiker selbst zum Kaiser von Amerika und Schutzherr von Mexico. Er „regierte“ 21 Jahre lang und erließ kaiserliche Edikten.
1939 fand auf der Treasure Island die „Golden Gate International Exposition“ (die Weltausstellung) statt. Sie wurde eigens für die Ausstellung neben der Yerba Buena Island aufgeschüttet. Heute ist sie im Besitz der U.S.-Navy.
1945 fand die Nachkriegskonferenz statt, welche die Charta der Vereinten Nationen und die UN ins Leben rief. San Francisco gilt als Gründungsstätte der Vereinten Nationen.
In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der US-amerikanischen 68er-Bewegung und der Gegenöffentlichkeit. Die Hippie-Bewegung feierte 1967 im Summer of Love ihren Höhepunkt in der Stadt. Bands wie Grateful Dead, Jefferson Airplane und Janis Joplin beeinflussten nachhaltig die Rockmusik weltweit. Maßgeblich wurde dies durch die Nähe des Berkeley-Campus der University of California. Autoren wie Timothy Leary, Phil K. Dick oder Robert Anton Wilson lebten in dieser Zeit dort.
Seit den 1970ern zogen zunehmend Homosexuelle in die Stadt, insbesondere in den Castro District. Die Stadt gilt bis heute als „die“ Stadt der Homosexuellen in den USA, und Queer Politics hat heute großen Einfluss auf die Stadtpolitik. Diese Zeit wird auch in den "Stadtgeschichten" von Armistead Maupin ausgiebig beschrieben.
Ende des 20. Jahrhunderts war die Stadt und das Nahe gelegene Silicon Valley Zentrum des wirtschaftlichen Aufschwungs der Informationstechnik. Während des Dotcom-Booms in den 1990ern zogen immer mehr Softwarefirmen, Unternehmer und Marketingexperten in die Stadt und beeinflussten die soziale Landschaft gravierend. Ehemals arme Arbeiter Viertel wandelten sich zu "IN"-Gegenden und trieben die Immobilenpreise in die Höhe.
Einwohnerentwicklung
Dotcom
San Francisco besitzt nach der Schätzung von 2004 insgesamt 744.230 Einwohner. Mit 6958,45 Einwohnern pro Quadratkilometer ist sie eine der am dichtesten bevölkerten Städte der Vereinigten Staaten. Die Mitglieder der Bevölkerung sind nach eigenen Angaben zu 50 % weiß, 31 % asiatischen Ursprungs, 14 % sind lateinamerikanischen und 8 % afrikanischen Ursprungs. Im Gegensatz zur üblichen Verteilung in den meisten Gegenden der Welt leben in San Francisco mehr Männer als Frauen. Das Verhältnis beträgt 103,1: 100.
Politik
Stadtflage
Das Wappentier stellt einen Phönix dar, der aus der Asche aufersteht. Dies wurde gewählt in Anlehnung an die verheerende Kathastrophe von 1906. Unter dem Phönix steht der Spruch: "Oro en Paz, Fierro en Guerra", was so viel bedeutet: "Golden im Frieden, Stahl im Krieg".
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
San Francisco gilt noch heute als Zentrum der US-amerikanischen Gegenkultur.
Museen
- Alcatraz, ehemaliges Fort, Staatsgefängnis und heutiges Museeum zu erreichen mit Fähren von Pier 39
- Exploratorium (Science Center) im Palace of Fine Arts
- California Academy of Science (Naturhistorisches Museum) mit simulierten Erdbeben
- Telegraph Hill mit Coit Tower, mit grandiosem Blick vom 64 m hohen Turm auf die Stadt und die Bucht von San Francisco
- Asian Art Museum, Kunstschätze aus Asien, die aus einem Zeitraum von 6.000 Jahren stammen
- Cable Car Museum, zeigt die Entstehung und Funktion der Cable Cars
- Center for the Arts Yerba Buena Gardens, hier befinden sich drei Galerien zeitgenössischer Kunst, Restaurants und Theater
- The Californian Palace of the Legion of Honor, Kollektion europäischer Kunstwerke und Werke französischer Künstler
- San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA), moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen
- Wax Museum, Ausstellung von Wachsfiguren berühmter Persönlichkeiten
- de Young Museum im Golden Gate Park
- Palace of Fine Arts, ein Gebäude im neoklassischen Stil erbaut zur Panama-Pacific Expo von 1915
- Fort Mason, ein ehemaliges Militärgelände. Heute ist es das Hauptquartier der Golden Gate National Recreation Area, der lokalen Parkverwaltung.
Sehenswürdigkeiten
- Pier 39 ist ein ganzjähriger Rummel mit Souvenir-Läden, Fahrgeschäften und Restaurants
- Das Aquarium am Pier 39
- Die Seelöwenkolonie am Pier 39 gilt als Wahrzeichen von San Francisco. Die Tiere haben sich auf Anlegestellen niedergelassen und nutzen diese als Ruheplätze.
- Die Market Street mit ihren Geschäften und Kaufhäusern lädt zum Bummeln ein.
- [http://wikitravel.org/de/San_Francisco#Sehenswürdigkeiten weiter auf wikitravel]
Bauwerke
Weltberühmt ist die Golden Gate Bridge über das Golden Gate, die Öffnung der Bucht von San Francisco, sowie die blumengeschmückte Lombard Street. Sehenswert ist auch der Blick auf die Pazifik-Küste vom Highway 1.
Außerdem:
- Transamerica Pyramid: Ein Wahrzeichen der Stadt mit Verkaufs- und Büroräumen, es wurde in den 1970er im Financial-District erichtet.
- „Painted Ladies“: Ein Straßenzug mit historischen Häusern am Alamo Square, in denen ehemals Spielhöllen und Bordelle betrieben wurden und nunmehr mit ihren gepflegten Fassaden den Blick auf die Skyline untermalen.
- The Cannery: Eine alte Konservenfabrik der Firma Del Monte, neben Fishermen's Wharf ein weiterer touristischer Höhepunkt an der nördlichen Seite der Stadt. Sie beheimatet auch das Museeum für Stadtgeschichte. Im Sommer spielen im Hof Künstler und Bands unter freiem Himmel auf.
- The Port of San Francico ist das alte Hafengebäude am Ende der Marketstreet. Von hier gingen früher die Fähren zu Zielen an der Bay.
- Die City Hall, erbaut in den Jahren 1912–1916, ist das „Rathaus“ der Stadt. Es ist aus weißem Granit und wurde im Stil dem Petersdom nachempfunden.
- Der Fernmeldeturm Sutro Tower.
Parks
- Golden Gate Park: riesig, inkl. Botanischem Garten, Planetarium, Japanischem Teegarten und Aquarium
- Der Yerba Buena Garten wurde zu Beginn der 1990er Jahre auf dem Dach des Moscone North convention center errichtet. Es beherbergt ein Denkmal für Martin Luther King, jr..
Naturdenkmäler
Zwar kein Naturdenkmal im Sinne des deutschen Naturschutzgesetzes, aber markantes Wahrzeichen: die Zwillingshügel Twin Peaks. Die nähere Umgebung bietet viele kleine „Naturwunder“: die Pazifikküste, die Weinbaugebiete Napa Valley und Sonoma Valley, die Redwood-Bäume im Muir Woods National Monument, die Strände der Half Moon Bay und der Point Reyes National Seashore mit dem malerischen Leuchtturm.
([http://wikitravel.org/de/San_Francisco weiter mit WikiTravel])
Sport
San Francisco ist Heimat zweier Teams in den US-amerikanischen Profiligen
- San Francisco 49ers (American Football)
- San Francisco Giants (Baseball)
Kulinarische Spezialitäten
Dass alte, nicht mehr gebrauchte Lagerhallen im Hafengebiet nicht verkommen oder abgerissen werden müssen, zeigt das Viertel Fisherman's Wharf mit seinen tollen Cafes, Kneipen und Restaurants.
Die Ghirardelli, eine alte Schokoladenmanufaktur, lädt mit ihren Shops und Restaurants zum Verweilen ein.
Das in der Goldgräberzeit aus Europa eingeführte Sourdough Bread (Sauerteigbrot), hat sich in San Francisco zu einer wahren Spezialität entwickelt. Die Goldgräber der damaligen Zeit hatten auch den Spitznamen Sourdough. Und der Sourdough Sam ist das Maskotchen der San Francisco 49ers.
Literatur
Folgende Werke vermitteln einen guten Eindruck der Stadt zur jeweiligen Zeit:
- Dashiell Hammett: Der Malteser Falke, 1930, ISBN 3257201311
- Armistead Maupin: Stadtgeschichen, 1981, ISBN 3499239698
Die monatlich erscheinende Zeitschrift Rolling Stone Magazin wurde 1967 von Ralph J. Gleason und Jann Wenner in San Francisco gegründet.
Zeitungen die in San Francisco erscheinen:
- San Francisco Examiner, wurde von William R. Hearst 1887 gekauft. Damit legte er den Grundstein für sein Zeitungsimperium.
- San Francisco Bay Guardian
- San Francisco Chronicle, wurde 1865 von Charles und M.H. de Young als Theatermagazin gegründet. 1868 wandelten sie es in eine Tageszeitung um.
- Die Underground Press formierte sich 1965 als freies Presseorgan, und setzte die Tradition der freien, pluralistischen Presse fort.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
San Francisco hat für amerikanische Verhältnisse ein ausgeprägtes öffentliches Verkehrsnetz, das durch die San Francisco Municipal Railway (MUNI) betrieben wird.
Neben teilweise historischen Straßenbahnen aus aller Welt, Bussen und der U-Bahn verkehren in manchen Straßen der Stadt die Cable Cars, seilgezogene Straßenbahnen aus dem 19. Jahrhundert. Es gibt heutzutage drei Cable-Car-Linien: Die California-Line, die Powell-Mason-Line und die Powell-Hyde-Line. Am ehesten dem verbreiteten Bild von San Francisco mit seinen steilen Hügeln kommt die Powell-Hyde-Line nahe.
Vom Embarcadero werden Fährverbindungen zu den angrenzenden Orten an der Bucht angeboten. Die Region östlich der Bucht von San Francisco lässt sich mit dem Bay Area Rapid Transit (BART) erreichen, die San-Francisco-Halbinsel und das Silicon Valley sind durch CalTrain mit San Francisco verbunden. Der San Francisco International Airport [SFO] ist nach Los Angeles der bedeutendste internationale Flughafen an der US-amerikanischen Westküste. Er liegt 12,9 km südlich etwas außerhalb der Stadt direkt an der Bucht. Der Standort wurde eigens für den Flughafen in der Bucht aufgeschüttet.
Der Hafen von San Francisco, Port of San Francisco, war lange Zeit der größte und geschäftigste an der ganzen amerikanischen Westküste. Die Piers wurden allerdings mit dem Aufkommen von Containern zu klein und damit überflüssig. Der gesamte Container-Umschlag wurde nach Oakland auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht ausgelagert. Lange Zeit verfielen die Piers. Teilweise wurden sie von der Stadt verkauft. Bis man sich besann und einige Piers, wie etwa Pier39, zu neuem Leben erweckte. Heute sind vom alten Hafen nur noch wenige Piers und das Hafengebäude am Ende der Market Street übrig. Da die Piers vollständig aus Holz sind, besteht eine ständige Brandgefahr. Ende der 1990er brannte tatsächlich auch eines dieser alten Bauwerke ab.
Medien
Im Presidio von San Francisco befindet sich das Internetarchiv mit 40 Milliarden Webseiten (2005).
Einige bekannte Filme, die in San Francisco gedreht wurden, sind Is' was, Doc?, Basic Instinct, Edtv, Mrs. Doubtfire, Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart, Vertigo, Dirty Harry, Presidio, Metro, Bullitt, The Rock und Hulk. Mehrere Filme, wie zum Beispiel Flucht von Alcatraz, spielen auf der nahe gelegenen Gefängnisinsel Alcatraz.
Zu den bekanntesten Serien, die in San Francisco spielen, zählen Die Straßen von San Francisco, Nash Bridges, Full House, Monk und Charmed.
Bildung
Die 1855 gegründete University of San Francisco war eine der ersten Universitäten des amerikanischen Westens. Bis heute besitzt ihre Law School einen ausgezeichneten akademischen Ruf.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Ansel Adams, Fotograf
- Leonard Adleman, Professor für Computerwissenschaften und Molekularbiologie
- Luis Walter Alvarez, Physiker und Nobelpreisträger
- Dorothy Arzner, Regisseurin
- Matthew Barney, Medienkünstler
- Bill Bixby, Schauspieler
- Lisa Bonet, Schauspielerin
- Benjamin Bratt, Schauspieler
- Divine Brown, Prostituierte, die durch Hugh Grant bekannt wurde
- Owen Chamberlain, Physiker und Nobelpreisträger
- Jule Gregory Charney, Meteorologe
- Margaret Cho, Stand-Up-Comedian und Schauspielerin
- Hillman Curtis, Mediendesigner
- Delmer Daves, Drehbuchautor und Regisseur
- Philip DeGuere, Drehbuchautor
- Isadora Duncan, Tänzerin
- Clint Eastwood, Schauspieler
- Joseph Erlanger, Neurophysiologe
- Leon Fleisher, Pianist
- Dian Fossey, Zoologin
- Hugo Friedhofer, Filmkomponist
- Robert Frost, Dichter und Pulitzerpreisträger
- Jerry Garcia, Musiker
- Clifford Geertz, Vertreter der interpretativen Ethnologie und der Anthropologie
- Danny Glover, Schauspieler
- William Randolph Hearst, Verleger und Medienzar
- Patty Hearst, Millionenerbin und Schauspielerin
- Joseph Hunt, Tennisspieler
- Frederick Jacobi, Komponist
- Paul Kantner, Rockmusiker, Mitbegründer der Rockband Jefferson Airplane
- Jason Kidd, Basketballspieler in der NBA
- Pierre Koenig, Architekt
- Jack LaLanne, gilt als Begründer der US-Fitness-Bewegung
- Bruce Lee, Schauspieler und Kampfkünstler
- Mervyn LeRoy, Filmregisseur und -produzent
- Monica Lewinsky, ehemalige Praktikantin im Weißen Haus
- Jack London, Schriftsteller
- Courtney Love, Musikerin und Schauspielerin
- Hank Luisetti, Basketballspieler
- Greil Marcus, Autor, Musikjournalist und Universitätsdozent
- Brent McCall, Komponist
- Robert McNamara, Verteidigungsminister der USA
- Gordon Moore, Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Mooreschen Gesetzes
- Lindley Murray, Tennisspieler
- Allen Newell, Informatiker und Kognitionspsychologe
- Julia Platt, Wirbeltierembryologin und Politikerin
- Dennis Ross, Diplomat
- Alma Rubens, Stummfilmschauspielerin
- Pierre Salinger Journalist und Pressesprecher der US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson
- Liev Schreiber, Schauspieler
- Frederick Seitz, Präsident der Rockefeller University
- Thomas E. Selfridge, Offizier und das erste Todesopfer der motorisierten Luftfahrt
- Richard Serra, Künstler und Bildhauer
- Alicia Silverstone, Schauspielerin
- Orenthal James Simpson, Footballstar und Schauspieler
- Taran Noah Smith, Schauspieler
- Lemony Snicket, Schriftsteller und Drehbuchautor
- Lincoln Steffens, Journalist und Verleger
- David Talbot, Journalist
- Jack Vance, SF-Autor
- James Patrick Walsh, Schauspieler
- Caspar Weinberger, ehemaliger US-Verteidigungsminister
- Bob Weir, Gitarrist
- Frank Wolff, Schauspieler
- Natalie Wood, Schauspielerin
- John W. Young, Astronaut
- Friedel Klussmann, Cable Car Lady, Retterin der Cable Car
- Kirk Hammet, Musiker
Weblinks
- [http://www.ci.sf.ca.us/ Offizielle Webseite der Stadt San Francisco] (Englisch)
- [http://www.mistersf.com/ Insiderseite eines lokalen Journalisten] (Englisch)
- [http://www.sfmoma.com/ SF Museum of Modern Art] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/ Museum der Stadt San Franciso] (Englisch)
- [http://www.thinker.org/ Fine Arts Museums of San Francisco] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/hist1/index0.html Geschichte, thematische] (Englisch)
- [http://www.sfmuseum.org/hist6/founding.html Gründungsgeschichte] (Englisch)
- [http://www.zpub.com/sf/history/ Index der Geschichte von San Francisco] (Englisch)
- [http://www.sanfranciscochinatown.com/ Chinatown] (Englisch)
- [http://www.californiamissions.com/cahistory/dolores.html Mission Dolores] (Englisch)
- [http://www.igelfisch.com/sf/ Reiseführer mit klickbaren Stadtteilkarten] (Deutsch)
- [http://www.westkueste-usa.de/InhaltSF.htm Bericht über San Francisco mit vielen Fotos] (Deutsch)
- [http://www.sfjourney.com Reiseberichte über die Stadt] (Deutsch)
- [http://www.usa-sondershausen.de/san_francisco.php Reisebericht über die Stadt] (Deutsch)
- [http://www.karl-heinz-herrmann.de/Bilder/Wallpaper/HTML/San_Francisco.php Wallpaper von San Francisco]
- [http://www.sfgenealogy.com/sf/history/1907m/hm07.htm Klickbare Stadtkarte von 1907 von San Francisco] (Englisch)
!
Kategorie:Ort in Kalifornien
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:サンフランシスコ
ko:샌프란시스코
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derj |