:: wikimiki.org ::
| Lowell |
LowellLowell ist der Familienname einiger bekannter Persönlichkeiten der USA:
# Abbott Lawrence Lowell (1856-1943, Harvard-Wissenschafter und Rektor, Bruder von Percival Lowell
# Amy Lowell (1874-1925, Dichterin, Schwester von Percival Lowell
# Elizabeth Lowell Putnam (s.1, Pionierin der Kinderkmedizin)
# Francis Cabot Lowell
# Freeman Lowell, Astronaut und Autor
# James Russell Lowell (1819-1891, Schriftsteller)
# Percival Lowell (1855-1916, US-amerikanischer Astronom aus Boston)
# Joan Lowell (1902-1967, US-amerikanische Schauspielerin und Schriftstellerin)
# Robert Lowell (1917-1977, Schriftsteller)
Den Vornamen "Lowell" tragen unter anderen:
# Lowell George (1945-1979, Sänger, Gitarrist und Flötist)
# Lowell Greer (Hornist)
# Lowell Liebermann ( - ca.1960, Musiker)
# Lowell Mason (1792-1872, Komponist)
# Godfrey Lowell Cabot, siehe auch Boston-Dynastien
Geografische Namen:
- Lowell (Arkansas), eine Stadt in den USA
- Lowell (Massachusetts), eine Stadt im Nordosten der USA
- Lake Lowell in Idaho, USA
Astronomie:
- Lowell-Observatorium in Arizona (1894 von Percival Lowell gegründet), siehe auch Marskanäle, Pluto
- Lowell (Mondkrater)
- LONEOS (Lowell Observatory NEO Survey), bekanntes Asteroiden-Projekt
- Lowell Deep Ecliptic Survey
Siehe auch:
- Brahmanen von Boston (Bostons vornehme Familien)
- Lovell
Familienname
Ein Familienname (auch Nachname oder Zuname genannt) dient der besseren Unterscheidbarkeit von Personen und als Ergänzung zum Vornamen.
Die Vornamen alleine reichten, insbesondere auf Grund der größeren Bevölkerungszahl in den Städten des ausgehenden Mittelalter nicht mehr aus, um eine Person in unverkennbarer Weise zu kennzeichnen. Aus diesem Grunde haben sich die Familiennamen entwickelt. Allgemein gebräuchlich sind sie in Deutschland seit dem 13. bis 14. Jahrhundert, in manchen Gebieten erst später.
Mit dem Familiennamen wird i.d.R. die Zugehörigkeit zu einer Familie ausgedrückt. Im Deutschen steht nach dem Vornamen und eventuellen Zwischennamen der Familienname an letzter Stelle.
Herkunft der Familiennamen
Die häufigsten deutschen Familiennamen stammen von
- Berufsbezeichnungen,
andere sind
- vom Herkunftsort (Toponyme),
- dem Vornamen des Vaters (Patronyme),
- dem Vornamen der Mutter (Metronyme),
- der Wohnstätte (zumeist Lagebezeichnungen) oder
- von Eigenschaften (Übernamen)
abgeleitet.
Berufe
Unter den 50 häufigsten Familiennamen stellen die Berufsnamen die Mehrheit (30 Namen), schon die ersten 14 sind Berufbezeichnungen. Dazu gehören Müller, Schmidt (Schmied), Schneider, Fischer, Meyer (Oberbauer, Großbauer), Weber, Wagner (Wagenradbauer), Esser (Achsenbauer), Becker (Bäcker) und Schulz (Ortsvorsteher, Polizist).
Vornamen der Mutter, des Vaters
Einen vom Vornamen des Vaters oder der Mutter abgeleiteten Nachnamen nennt man Patronym bzw. Metronym. In einigen Ländern, z.B. Island, wird der Nachname auch heute noch immer aus dem Vornamen des Vaters abgeleitet. Ursprünglich war dies in vielen Sprachen weit verbreitet. In Skandinavien, den Niederlanden, Teilen Belgiens, Nord- und Westdeutschland enden Namen häufig auf „-sen oder -son“ ( = Sohn ) (beispielsweise Ericson, Jansen, Claasen, Hanssen, Hintzen, Janssen, Linssen, Phillipsen). Sehr viel seltener finden sich von der Mutter abgeleitete Namen (zum Beispiel Tilgner von Ottilie, Trienes von Trina = Catharina oder Merkens von Merken = Maria). Im Laufe der Jahrhunderte verschwand außerhalb von Norddeutschland der letzte Teil und es blieb nur der Vorname allein als Familienname (wie Claus, Johann oder Otto).
Die häufigsten deutschen Familiennamen dieser Art sind Hartmann, Werner, Herrmann, Walter, Friedrich und Günther.
Eigenschaften
Übernamen sind aus körperlichen, charakterlichen oder biographischen Auffälligkeiten einer Person gebildet. Namensgebend sind häufig die Körpergröße (Klein, Lang), die Haarfarbe (Braun, Schwarz) oder die Frisur (Krause), und andere Körpermerkmale (Links steht für einen Linkshänder), Charaktereigenschaften (Kühn, Fromm, Gut, Böse) und besondere Merkmale (Neumann bedeutet der Neuhinzugezogene).
Herkunft
Auch von Ortsnamen leiten sich viele Familiennamen ab, die angeben, aus welchem Ort die Familie ursprünglich stammt, und geographische Namen (darunter die Zusammensetzungen mit -bach, -berg oder -tal ). Beispiele sind Adenauer (aus Adenau stammend), Bayer (aus Bayern).
Humanistennamen
In der frühen Neuzeit benutzten Gelehrte häufig latinisierte Formen ihres Familiennamens, damit man im lateinischen Schriftverkehr die Namen deklinieren konnte. Manchmal wurde dazu der deutsche Name übersetzt (Sagittarius aus Schütz, Prätorius aus Schulz oder Schultheiß ), manchmal wurde nur eine lateinische Endung angehängt (Schwarzbegius). Seltener wurden auch griechische Namen benutzt; das berühmteste Beispiel ist Melanchthon ("Schwarzerd"). In manchen Familien blieb die lateinische Form bis heute als Familienname erhalten.
Hofnamen oder Wohnstättennamen
Hofnamen oder Wohnstättennamen lassen sich einem ganz bestimmten Bauernhof oder einem bestimmten Wohnplatz zuordnen.
Sonstige
Nicht alle Familiennamen lassen sich eindeutig erklären. Tiernamen können zum Beispiel auf Eigenschaften hinweisen, aber auch auf ausgeübte Tätigkeiten, oder können gar Herkunftsnamen nach einem Haus sein, an das statt einer Hausnummer ein Tierbild gemalt war. Häufig vorkommende Tiernamen sind Fuchs; Wolf; Luchs.
Jüdische Familiennamen
Juden hatten auch zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch keine festen Familiennamen. Häufig wurde der Name des Vaters als zweiter Name (Patronym) benutzt.
Feste Familiennamen für Juden wurden zuerst in Österreich (1787) und dann nach und nach in den anderen deutschen Städten und Staaten eingeführt (1812 in Preußen, 1807 in Frankfurt/Main, 1808 im damals französisch besetzten Rheinland und in Westfalen, 1809 in Baden, 1813 in Bayern und schließlich 1852 in Oldenburg). Bei der Einführung fester Familiennamen 1812 in Berlin hatten nur 28 % der jüdischen Familien bereits solche Namen, obwohl der Assimilationsgrad im städtischen Umfeld relativ hoch war. Für ländliche Gegenden kann ein wesentlich niedrigerer Anteil fester Familiennamen angenommen werden.
Die Juden konnten ihre neuen Namen frei wählen. Falls nicht schon länger in Gebrauch, ließen die österreichischen und französischen Gesetze allerdings solche Namen nicht zu, die den jüdischen Hintergrund des Trägers deutlich herausstellte (z.B. Namen aus dem Alten Testament oder in hebräischer Sprache, Städtenamen). Die Namen sollten sich von deutschen möglichst nicht unterscheiden, um die Integration der Juden zu fördern.
Veränderlichkeit von deutschen Familiennamen
Bis 1800 waren Wandel des Familiennamens durch geänderte Schreibweise, durch Umformung und durch Kürzung oder Erweiterung des Namens oder auch Ersatz durch einen völlig anderen Namen keine Seltenheit und kommen bis in die Gegenwart vor. Die Möglichkeiten zur Veränderung des Namens sind damit noch weit vielfältiger, als sie sich schon aus den verschiedenen Schreibweisen des phonetischen Alphabets ergeben und eine der Hauptursachen für Tote Punkte der genealogischen Forschung. Zwar gab es in der Regel im 16. Jahrhundert bereits feste Familiennamen, doch nicht von so einer Festigkeit wie in unserem heutigen Sinne. Feste und erbliche Familiennamen zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass ein Berufsname im Gegensatz zum tatsächlich ausgeübten Beruf der Person stehen kann, die Väter und ihre Söhne jeweils denselben Namen haben und Unterscheidungen gebraucht werden wie der „Ältere“ und der „Jüngere“. Doch sind willkürliche Namensänderungen durch Gesetz zum Beispiel in Sachsen erst 1662 verboten worden. Aber auch danach gibt es noch Veränderungen, etwa durch Eindeutschung fremd klingender Namen, durch Adoption, Legitimation unehelicher Kinder, Eheschließung, Ehescheidung, Nobilitierung, Konfessionswechsel (Übertritt aus dem Judentum), Namenverleihung für Findelkinder, durch Bildung von Doppelnamen wie Schulz-Blochwitz bei zu häufigen Namen, durch Annahme von Künstlernamen und dazu noch nach wie vor schwankender Schreibweise in vielen Fällen.
Im 16. Jahrhundert (vor allem in der ersten Hälfte), weniger schon im 17. Jahrhundert und sehr selten im 18. Jahrhundert waren im mitteldeutschen Sprachraum die folgenden Änderungen verbreitet: Ein Beiname, der den Beruf (Jorge, der Steinmetz), die Herkunft (Hans von Pyrna; aber keinesfalls adlig!), die Wohnstätte (Hans An gen End = Hans, der in dem Haus "am Ende" des Dorfes wohnt) oder bestimmte Eigenschaften (Hans der Lange) kennzeichnete, verdrängte den bereits vorhandenen Familiennamen, besonders deutlich bei Namen wie: „Hans Sternkopf sonst Stahl genannt“, der später nur noch als „Hans Stahl“ erschien.
Oft unterschätzt wird die Veränderlichkeit über eine bloße Veränderung der Schreibweise hinaus: Aus einem Ruhdorff, später Rudroff und Rudolph, konnte ein Rother und Ruther werden, ja sogar Röther und Röder. Namen konnten erweitert (etwa durch Zusammenziehung mit dem väterlichen Beinamen) oder gekürzt (Schummann zu Schumm), bei Gebildeten auch latinisiert werden. Tauchte in einem Ort ein Namensträger mit einem seltenen Namen auf, so wurde der Name oft an bereits bekannte Namen angeglichen (Preterman zu Brettner, Kreynitz zu Grentz usw.), wobei die Veränderungen tiefgreifend sein können und auch Vokale (Jahn zu John), auch als Anfangsbuchstaben, betreffen können.
Familiennamen ausländischer Herkunft
Es gibt viele Familiennamen, die auf die ausländische Herkunft eines Vorfahren hinweisen, der seinen Namen eingedeutscht hat und dessen Name daher nicht mehr als fremd empfunden wird.
Ausländische Familiennamen
Bei Familiennamen von Ausländern muss darauf geachtet werden, dass ihr Gebrauch und ihre Reihenfolge sich von den Gebräuchen im Deutschsprachigen Raum unterscheiden können. Insbesondere kann der Familienname vorangestellt sein. Bei Russen kann der Gebrauch des Patronyms ohne Vornamen beleidigend sein. Im Zweifelsfall hilft freundliches Nachfragen.
Spanische Familiennamen
Zu spanischen Nachnamen gibt es einen gesonderten Artikel.
Familiennamen aus China, Japan und Korea
- Der Familienname wird zuerst genannt.
- Der Namensteil, der in Deutschland als Vorname bezeichnet wird, ist in diesen Ländern der Nachname und wird deswegen nach dem Familiennamen genannt.
Bei Übertragungen ins Deutsche wird bei chinesischen und koreanischen Namen die Originalreihenfolge in der Regel beibehalten. In Japan wird im Umgang mit westlichen Ausländern häufig eine Reihenfolge verwendet, die der deutschen entspricht. Auch bei der Übertragung ins Deutsche werden japanische Namen – im Gegensatz zu chinesischen und koreanischen Namen – häufig umgestellt.
In China und Korea bestehen Familiennamen überwiegend nur aus einer Silbe und einem Schriftzeichen.
Die weitaus meisten japanischen Familiennamen bestehen aus zwei chinesischen Schriftzeichen (Kanji). Sehr vereinzelt gibt es auch Namen, die aus nur einem (z. B. Mori森, Hayashi林, Hara原, Seki関, Kishi岸, Hori堀, Tsuji辻, Hoshi星, Oka岡, Tsutsumi堤, Izumi泉, Minami南, Nishi西, Tani谷, Azuma東) noch wesentlich seltener solche, die aus drei Schriftzeichen bestehen (z. B. Sasaki佐々木, Igarashi五十嵐, Kubota久保田, Ookubo大久保, Sekuma佐久間, Ogasawara小笠原, Usami宇佐美). Allein an der Länge des Wortes in lateinischer Schrift kann man folglich auch nicht erkennen, mit wievielen chinesischen Schriftzeichen der Name geschrieben wird, denn ein aus drei Kanjis bestehender Name kann kürzer sein als einer, der nur mit einem Kanji geschrieben wird (z. B. Usami – 5 Buchstaben, 3 Kanjis, Hayashi – 7 Buchstaben, 1 Kanji).
Siehe auch: Chinesische Namen, Japanische Namen, Koreanische Namen, Thailändische Familiennamen
Island
Auf Island haben nur wenige Personen Familiennamen. Meist handelt es sich dabei um aus Dänemark stammende Familien. Der zweite Name besteht aus dem Namen des Vaters erweitert um -son (Jungen) oder -dóttir (Mädchen). Benennungen nach der Mutter waren früher selten (uneheliche Geburt mit unbekanntem Vater), sind aber heute im Zuge der Gleichstellung gesetzlich möglich.
Familiennamenhäufigkeiten
Die Familiennamenhäufigkeit ist die absolute und relative Häufigkeit von Familiennamen in einer Bevölkerung oder Teilbevölkerung. Aus diesen Häufigkeiten lässt sich unter Berücksichtigung der Veränderlichkeit von Familiennamen der Inzuchtkoeffizient f einer Population relativ leicht errechnen, indem man die prozentualen Häufigkeiten p aller Familiennamen quadriert, dann alle so erhaltenen Quadrate summiert und durch vier dividiert (siehe Isonymie), also
:
Trotz der Mehrfachentstehung vieler Familiennamen gilt diese statistische Beziehung im statistischen Mittel.
Ebenfalls lässt sich mit der Verteilung der Familiennamenhäufigkeiten der Grad der Blutsverwandtschaft zwischen Bevölkerungen und damit ihr Heiratskreis messen, ebenso zwischen Berufsgruppen oder auch die Ahnengemeinschaft zwischen zwei oder mehreren Ahnenlisten, aber auch der Einzugsbereich der Zuwanderung zu Städten bzw. zentralen Orten. Der Grad der Verwandtschaft (bzw. Ähnlichkeit) ist dabei der von 0 bis 1 normierte statistische Korrelationskoeffizient r. Dabei bedeutet r = 0,00, dass in den verglichenen zwei Ahnenlisten in einer festgelegten Vorfahren-Generation, z. B. in der sechsten, kein einziger Familienname identisch ist; r = 1,00, dass dieselben Namen mit derselben prozentualen Häufigkeit in beiden Listen vorkommen (was eigentlich nur bei vollständiger Ahnengemeinschaft möglich ist).
Namensträgerforschung
Die Namensträgerforschung darf als eine Form der Stammtafel-Forschung aufgefasst werden. Arbeitsmittel ist in der Regel eine Namensträgerkartei bzw. -datei, in der alle Träger desselben Familiennamens erfasst werden. Wobei unter Berücksichtigung der Veränderlichkeit der Familiennamen und des phonetischen Alphabets verschiedene Formen des Namens als jeweils eine Einheit zu betrachten sind.
Wenn Namensträgerforschung nicht nur bloßen Sammeleifer dokumentiert, dann sind systematische Arbeit und genaue Verzeichnisse der ausgewerteten Quellen notwendig. Sinn haben derartige Datensammlungen insbesondere für relativ seltene Namen. In manchen Fällen sind sie der einzige Weg, um einen Toten Punkt der genealogischen Forschung zu klären. Bisher gibt es in Deutschland noch keine umfassende Datenbank aller Publikationen, Karteien und Vereine (in England One-Name-Societies genannt), die sich mit einem Familiennamen und den verwandtschaftlichen Beziehungen seiner Träger befassen..
Siehe auch
- Onomastik
- Wikipedia:WikiProjekt Namenforschung
- Vorname
- Patronym (Vatername)
- Liste der häufigsten deutschen Familiennamen
- Spanische Namen
- Chinesische Familiennamen
- Japanische Namen
- Koreanische Namen
- Thailändische Familiennamen
Literatur
- Familiennamenbuch der Schweiz, Bd. 1–4, Zürich: Polygraphischer Verlag 1968–1970
- Rosa und Volker Kohlheim, Familiennamen. Herkunft und Bedeutung von 20.000 Nachnamen, Duden: 2005, ISBN 3411708514 (Auflage 2000 ISBN 3411030712)
- Hans Bahlow, Deutsches Namenlexikon, Suhrkamp: 1972, ISBN 3518365657
- Horst Naumann, Das große Buch der Familiennamen, Bassermann, ISBN 3809407291 (Weltbild ISBN 3828919553)
- Konrad Kunze, dtv-Atlas Namenkunde, ISBN 3423032669
- Name und Gesellschaft. Soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung., Hrsg. von der Dudenredaktion und der Gesellschaft für deutsche Sprache, Dudenverlag: 2001, ISBN 3-411-70581-7
- Prof. Josef Karlmann Brechenmacher, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Familiennamen, ISBN 3-7980-0355-6
- Max Gottschald, Deutsche Namenkunde, Berlin 1971
- Ernst Schwarz, Deutsche Namenforschung, Band.1: Ruf- und Familiennamen, Band 2: Orts- und Flurnamen, Göttingen 1950
- Heintze-Cascorbi, Die Deutschen Familiennamen, Berlin 1933
- A. Bähnisch, Die Deutschen Personennamen, Leipzig 1910
- Reinhold Trautmann, Die altpreußischen Personennamen, 1925
- Max Mechow, Deutsche Familiennamen preussischer Herkunft, Tolkemita: Dieburg 1991
- Udolph, Jürgen, "Professor Udolphs Buch der Namen", München 2005
Weblinks
- http://www.surnameweb.org/ – englisch, listet aber viele deutsche Namen
- http://www.genealogienetz.de/misc/berufe/index.html – von Berufen abgeleitete Namen
- http://www.baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/Laidler/Familiennamen – nur deutsche Namen
- http://ahnenforschung.net/cgi-bin/mdbase/mdb.cgi?db=nachnamen – deutsche Nachnamen
- http://www.vein.hu/german/familiennamen.html - Familiennamen im Sprachkontakt
- [http://janeden.org/2288 Der Name als Stigma. Jüdische Namen in Deutschland bis 1933] (Zusammenfassung des Werkes von Dietz Bering)
- http://www.onomastik.com – Entstehung von Familiennamen, mit Forum
!Familienname
ja:姓
Abbott Lawrence LowellAbbott Lawrence Lowell ( - 1. Januar 1856 in Boston, Massachusetts; † 6. Januar 1943), war ein Sachbuchautor, Jurist und Politikwissenschaftler, sowie Präsident der Harvard Universität von 1909 bis 1933.
Leben
Abbott Lowell stammte aus einer der angesehensten und reichsten Patrizierfamilien Bostons. Er war der Bruder des renommierten Astronomen Percival Lowell, der Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Amy Lowell und der Pionierin der vorgeburtlichen Kinderkrankenpflege Elizabeth Lowell Putnam.
Er absolvierte seinen Bachelor-Abschluss am Harvard College mit Bestnoten in Mathematik 1877. Seinen Master of Arts legte er an der Harvard Law School 1880 erfolgreich vor. In den folgenden Jahren bis 1897 führte er gemeinsam mit seinem Vetter Francis Cabot Lowell eine Rechtsanwaltskanzlei. Beide waren Autoren des aktienrechtlichen Sachbuchs Transfer of Stock in Corporations (1884).
Leistungen
Im Jahre 1897 wurde er Dozent und 1898 ordentlicher Professor der Harvard Universität. Elf Jahre später wurde er zum Präsidenten der Universität gewählt, ein Amt das er 24 Jahre lang erfolgreich führen sollte. Im selben Jahr 1909 wählte man ihn zum Oberhaupt der American Political Science Association. An wissenschaftlichen Sachbüchern legte er vor: Essays on Government (1889), Governments and Parties in Continental Europe (2 Bände, 1896), Colonial Civil Service (1900) und The Government of England (2 Bände, 1908).
In der gleichen Zeit wurde er 1900 in der Nachfolge seines Vaters, Augustus Lowell, Finanzchef der Lowell Stiftung in Boston.
Als seine Hauptleistungen als Universitätspräsident gelten die Neueinrichtung des "Haus Systems" und die Mitbegründung der Harvard Society of Fellows. In neueren historischen Studien und Presseartikeln ist Lowell als zeittypisch antisemitisch eingestellt kritisiert worden.
Lowell, Abbott Lawrence
Lowell, Abbott Lawrence
Lowell, Abbott Lawrence
Lowell, Abbott Lawrence
Lowell, Abbott Lawrence
Lowell, Abbott Lawrence
Lowell, Abbott Lawrence
Lowell, Abbott Lawrence
Amy Lowell
Amy Lowell ( - 9. Februar 1874 in Brookline, Massachusetts, † 12. Mai 1925 ebenda) war eine US-amerikanische Frauenrechtlerin, Literaturwissenschaftlerin und Dichterin. Sie erhielt den Pulitzer-Preis für Lyrik 1926.
Sie entstammte einer der vornehmsten Familien Bostons. Ihr Bruder Percival Lowell wurde als Astronom berühmt. Ein anderer Bruder, Abbott Lawrence Lowell, brachte es bis zum Präsidenten der Harvard-Universität.
Sie selbst studierte nicht, las sich aber eine umfassende Bildung an und begann selbst zu dichten. 1910 wurden einige ihrer Gedichte im Atlantic Monthly erstmals veröffentlicht. 1912 erschien ihr erster Gedichtband A Dome of Many-Coloured Glass. 1926 wurde ihr für den Band What's O'Clock posthum der Pulitzer-Preis für Lyrik zugesprochen.
Im Jahr 1912 traf sie auch Ada Dwyer Russell, die ihre Lebensgefährtin wurde. Das Paar reiste nach England und schloss dort Freundschaft mit Ezra Pound, der einen grossen Einfluss auf Lowells Werk ausübte. Ihre modernistische Lyrik wird daher häufig dem von Pound ins Leben gerufenen Imagismus zugeordnet. Pound selbst fand sie so eigenwillig, dass er meinte, Lowell stelle die einzige Vertreterin des "Amygismus" dar.
Amy Lowell beeindruckte durch ihre körperliche Statur und ihr selbstbewusstes Auftreten. Als alternde Lebedame rauchte sie ständig Zigarren. Wegen einer Schilddrüsenerkrankung kämpfte sie einen aussichtslosen Kampf gegen Übergewicht. Ezra Pound bezeichnete sie einmal als hippopoetess (aus hippopotamus, "Nilpferd"" und poetess, "Dichterin").
Neben ihrer Lyrik schrieb Lowell auch Studien zur französischen Lyrik und eine Biografie über John Keats. Ihr Werk erfreut sich insbesondere in der feministischen Literaturkritik wieder erhöhter Beachtung, dies insbesondere ob ihrer homoerotischen Gedichte, die sie für ihre Lebensgefährtin schrieb.
Lowell, Amy
Lowell, Amy
Lowell, Amy
Lowell, Amy
Lowell, Amy
Lowell, Amy
Lowell, Amy
James Russell LowellJames Russell Lowell ( - 22. Februar 1819 in Cambridge, Massachusetts; † 12. August 1891 ebendort) war ein US-amerikanischer Lyriker, Essayist, Herausgeber, Hochschullehrer und Diplomat.
Als Sproß einer angesehenen Familie Neuenglands studiert er in Harvard und macht sich mit den Bänden A Year's Life and Other Poems (1841) und Poems (1844) schnell einen Namen als Lyriker. 1844 heiratet er Martha White, ebenfalls aus einer Bostoner Brahmanenfamilie, die ihn für die Sache des Abolitionismus einnimmt, über den er in der Folge zahlreiche Essays und Reden verfaßt. Seine liberalen Ansichten sind dabei stets überlagert von einer eher konservativen Grundeinstellung, die ihn an die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Elite - einer "exemplarischen Aristokratie", wie er es nennt - glauben läßt.
Sein Ruf als Dichter verfestigt sich , als er im Jahre 1848 vier einschlägige Werke veröffentlicht: 1. Poems: Second Series, 2. A Fable for Critics, ein anonym publiziertes satirisches Gedicht über zeitgenössische Poeten und Kritiker, 3. The Vision of Sir Launfal, eine Gralserzählung in Versen, und 4. die erste Folge seiner berühmten Biglow Papers, das sind im Yankee-Dialekt verfaßte Gedichte, die Zeitfragen wie z.B. die amerikanische Politik im Mexikanischen Krieg satirisch-kritisch aufarbeiten.
1855 wird Lowell Professor für Literatur in Harvard, ab 1857 ist er Herausgeber des Atlantic Monthly und 1867 veröffentlicht er die zweite Folge der vom Bürgerkrieg inspirierten Biglow Papers. Nach dem Bürgerkrieg schreibt er zwar weiter Lyrik, wird aber hauptsächlich als Essayist und Literaturkritiker wahrgenommen. Zwei Essay-Bände mit dem Titel Among My Books (1870 u. 1876) enthalten Studien zu Chaucer, Dante, Spenser, Shakespeare und Keats, die heute noch lesenswert sind.
Zwischen 1877 und 1880 ist Lowell amerikanischer Botschafter am Spanischen Hof und von 1880 bis 1885 in der gleichen Funktion in Großbritannien. Für die englische Lebens- und Gesellschaftsform entwickelt der großbürgerliche verkappte Aristokrat zeitlebens eine Affinität, die tiefer reicht, als die im Zeitalter des Gilded Age allgemein modische Anglomanie vieler Amerikaner.
Weblinks
Lowell James Russell
Lowell James Russell
Lowell James Russell
Lowell James Russell
Lowell James Russell
Lowell James Russell
Lowell James Russell
Percival Lowell
Percival Lowell ( - 13. März 1855; †12. November 1916) war ein US-amerikanischer Astronom. Er entstammte einer der reichsten und angesehensten Patrizierfamilien Bostons. Seine Schwester Amy Lowell brachte es als Dichterin, sein Bruder Abbott Lawrence Lowell als Präsident der Harvard-Universität zu Ruhm.
Lowells stets vorhandenes Interesse an der Astronomie wurde durch die Planeten-Beobachtungen von Schiaparelli erhöht, insbesondere durch dessen Entdeckung der "Marskanäle" bei der günstigen Opposition des Jahres 1877. Ausgelöst durch jahreszeitliche Verfärbungen am Mars entstand dadurch in Lowell und Camille Flammarion die Vorstellung, die "Canali" könnten künstlich gebaute Kanäle zur Bewässerung des austrocknenden Roten Planeten sein.
Diese Meinung traf auf die schon damals für jede Sensation offenen Medien, und es entstand die "Marsianer"-Manie und eine Reihe von Science Fiction-Literatur. Erst durch die Raumsonden der 1960er-Jahre wurden die Canali als reale Struktur widerlegt, lassen sich aber teilweise als visuelle Linienverstärkung von Terrassenrändern und Lichtkanten, Kraterreihen oder Canyons wie das Valles Marineris erklären.
Um die Planetologie zu fördern, gründete der begüterte Hobbyastronom P.L. im Jahre 1894 das Lowell-Observatorium in Flagstaff, Arizona, wo intensive Studien des Mars, der Venus und anderer Planeten sowie der Milchstraße durchgeführt wurden. 1930 wurde dort der "9. Planet" Pluto entdeckt und erhielt - aus doppeltem Grund - die Abkürzung "PL".
Schon bald machte Lowell aus seiner Liebhaberei eine ernste und erfolgreiche Wissenschaft. Es gelang ihm, ausgezeichnete Fachleute (z.B. A. E. Douglass) für sein gut ausgestattetes Institut zu gewinnen. Es hat bis heute einen ausgezeichneten Ruf und widmet sich derzeit der Asteroiden-Forschung.
Weblinks
-
http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/help.html
Lowell, Percival
Lowell, Percival
Lowell, Percival
ja:パーシヴァル・ローウェル
th:เปอร์ซิวัล โลเวลล์
Boston
Boston [] ist die größte Stadt in Neuengland und Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Massachusetts. Sie hatte im Jahr 2004 569.165 Einwohner. Boston liegt an der Ostküste der USA.
USA
In Boston wird das größte öffentliche Bauprojekt in der Geschichte der USA durchgeführt. Die bisherigen Highways der Innenstadt werden auf einer Gesamtlänge von 13km unter die Erde gelegt, bei einer gleichzeitigen Erhöhung von bisher sechs auf acht bis zehn Spuren. Die Kosten belaufen sich dabei auf ca. 14 Milliarden US-Dollar. Baubeginn war 1987 und die Fertigstellung des Projektes wird für 2005 angestrebt. Dabei wird ca. dreimal soviel Erde bewegt wie beim Bau des Hoover-Staudamms und es wird mehr Beton verbaut, als bei dem Stauseeprojekt benötigt wurde. In den USA wird dieses Projekt "The Big Dig" genannt, in Anspielung auf den Bau des Panama-Kanals, der damals als "The Big Ditch" bezeichnet wurde.
Die Bewohner von Boston sind für ihre Aussprache bekannt, die ein wenig mehr britische Färbung als sonst in Nordamerika hat. Im Vergleich zu anderen amerikanischen Akzenten, sind die Einwohner Bostons (Bostonians) vor allem für das Auslassen des 'r'-Lautes bekannt ("I paak my caa in Haavaad yaad" - anstelle von "I park my car in Harvard yard.")
Geschichte
Panama-Kanal
Die Stadt wurde 1630 von englischen Puritanern gegründet. Der Name geht zurück auf eine Stadt gleichen Namens in England. Bekannt wurde die Stadt durch die Boston Tea Party am 16. Dezember 1773. Damals lösten Proteste gegen eine Erhöhung der Teesteuer durch die britische Krone den Unabhängigkeitskrieg aus. Eine rote Pflasterspur, der 4,5 km lange Freedom Trail, Amerikas "Pfad der Freiheit", führt zu 16 historischen Stätten in der Stadt.
2004 war Boston der Ort des demokratischen Parteitags 2004.
Siehe auch: Belagerung von Boston (1775/76)
Belagerung von Boston
Geographie
Boston liegt in Nordosten der Vereinigten Staaten an der Nordamerikanischen Ostküste mit der Massachusettes Bay, deren starke Zergliederung die Anlage natürlicher Häfen ermöglichte. Mystic, Neponset und Charles River mit ihren Mündungen durchschneiden beziehungsweise begrenzen die Stadt. Die ursprünglichen im Stadtgebiet vorhandenen Hügel wurden mit der Zeit abgetragen und im Bereich Back Bay und South End abgelagert, um dem Atlantik zusätzliche Landflächen abzuringen.
Der zentrale Bereich Bostons bildet sowohl den Kern von Greater Boston (3,8 Millionen Einwohner), das die Städte von Cambridge, Brookline, Quincy und vieler suburbaner Gemeinden umfasst, wie auch die Boston CMSA (Consolidated Metropolitan Statistical Area), der siebtgrößten in den USA (nach anderen Rankings an zehnter Stelle).
An Boston grenzen die Städte von Revere, Chelsea, Everett, Somerville, Cambridge, Watertown, Newton, Quincy, Winthrop, Brookline, Needham, Dedham, Canton, und Milton an.
Administrative Gliederung von Boston
Boston gehört zum Suffolk County des Commonwealth of Massachusetts und ist beider Hauptstadt. Am 4. Oktober 2002 schloss die Stadtverwaltung Bostons die Neueinteilung des Stadtgebietes ab, welches nun in 23 Neighborhoods untergliedert ist.
- Allston
- Back Bay
- Bay Village
- Beacon Hill
- Brighton
- Charlestown
- Chinatown
- Dorchester
- Downtown
- East Boston
- Fenway Kenmore
- Hyde Park
- Jamaica Plain
- Mattapan
- Mid Dorchester
- Mission Hill
- North End
- Roslindale
- Roxbury
- South Boston
- South End
- West End
- West Roxbury
Boston ist dafür bekannt, eine der attraktivsten und lebenswertesten urbanen Stadtkerne des Landes zu besitzen. Jede Nachbarschaft weist ein einzigartiges Flair auf, welches durch die ansässigen Bewohner und ihre soziale und ethnische Zugehörigkeit bestimmt wird.
Downtown, die Innenstadt, ist der Sitz des Finanzdistrikts und dort befinden sich auch Chinatown und Government Center mit dem Rathaus (Boston City Hall). Back Bay, westlich des Öffentlichen Gartens (Public Garden, 97 000 qm) gelegen, ist einer der reichsten Stadtteile der USA. Nicht weniger wohlhabend ist Beacon Hill mit dem Regierungssitz des Staates Massachusetts (State House).
South End war früher Heimstatt einer starken Mittelstandsgesellschaft von Händlern und Seeleuten sowie deren Familien. Heutzutage herrscht eine LGBT-Bevölkerung vor, daneben Künstler, Yuppies, Afroamerikaner und Latinos. Anziehungspunkte sind die dortigen Restaurants und die Bohème-Atmosphäre.
North End und East Boston haben einen dominierenden italienischen Einfluss, beherbergen aber auch andere Ethnien. Am Nordufer des Charles River gibt es mit Charlestown eine irische Enklave. Diese Bevölkerungsgruppe findet sich auch in South Boston.
Allston und Brighton werden hauptsächlich von Studenten der nahegelegenen Northeastern University, Boston University und des Boston College bewohnt. Auch Absolventen residieren gerne weiterhin in diesem Umfeld.. Die größte Vielfalt, ethnische Diversität weist Dorchester auf. Latinos und Afroamerikaner stellen gemeinsam, mit aus teurer gewordenen Wohnvierteln vertriebenen Mittelklassenfamilien (Stichwort: Outpricing), den größten Anteil in den südlich an die Innenstadt angrenzenden Bezirken Roxbury und Mattapan.
Politik
Folgende Bürgermeister regierten bislang die Stadt, dessen exekutives System ein starkes, auf vier Jahre gewähltes Gemeindeoberhaupt vorsieht.
- Hugh O'Brien (1884-1888)
- Thomas N. Hart (1889-1890) Erste Wahl-Periode
- Nathan Matthews (1891-1894)
- Edwin Curtis (1895)
- Josiah Quincy (1895-1899)
- Thomas N. Hart (1900-1902) Zweite Periode
- Patrick Collins (1902-1905)
- Daniel Whelton (1905)
- John F. Fitzgerald (1906-1907) Erste Periode
- George Hibbard (1909-1910)
- John F. Fitzgerald (1911-1913) Zweite Periode
- James Michael Curley (1914-1917) Erste Periode
- Andrew Peters (1918-1922)
- James Michael Curley (1922-1925) Zweite Periode
- Malcolm Nichols (1926-1929)
- James Michael Curley (1930-1933) Dritte Periode
- Frederick Mansfield (1934-1938)
- Maurice Tobin (1938-1944)
- John Kerrigan (1945-1946)
- James Michael Curley (1946-1949) Vierte Periode
- John Hynes (1950-1960)
- John Collins (1960-1968)
- Kevin White (1968-1983)
- Raymond Flynn (1984-1993)
- Thomas Menino (1993-heute)
Das Stadtparlament (City Council) wird alle zwei Jahre neu zusammengesetzt. Aus den neun Wards oder Neighborhoods wird je ein Vertreter gesandt. Hinzu kommen vier von der gesamten Stadtbevölkerung bestimmte Kandidaten. Das Schulkommittee wird vom Bürgermeister, wie auch die einzelnen Ressortleiter in der Stadtverwaltung ernannt.
Wirtschaft
parlament
Industrie
Boston ist ein wichtiges industrielles, künstlerisches und intellektuelles Zentrum.
Das Boston Symphony Orchestra genießt ebenso Weltruf, wie die Universitäten Harvard und MIT, die in der Vorstadt Cambridge liegen.
Verkehr
Flughafen
Der internationale Flughafen von Boston ist der Logan International Airport (IATA Airport Code: BOS).
Der ÖPNV in der Stadt wird durch die MBTA abgewickelt.
Das Nahverkehrssystem wird von den Einheimischen auch gerne als "the T" bezeichnet.
Sehenswürdigkeiten
- Freedom Trail
: Ein 5 km die Bürgersteige entlangführender, roter Strich führt zu Stätten der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Beginnend am Stadtpark, dem Boston Common, dem ältesten öffentlichen Park der USA, führt er nach Charlestown; dabei werden alle wichtigen 16 Stätten dieser geschichtlichen Periode durchlaufen. Eine Station ist u. a. das Old State House von dessen Balkon John Adams im Jahre 1776 die Unabhängigkeitserklärung verkündete.
- Museum of Science
: Viele interaktive Ausstellungen und Experimente laden zum Mitmachen ein. Nicht nur Kinder können hier spielerisch die Naturwissenschaften und Ingenieurswissenschaften erkunden. Angeschlossen an das Museum ist das “Hayden Planetarium” mit Lasershows und aktuellen Präsentationen. Ferner findet sich hier das "Mugar Omni Theatre", ein IMAX-Kino.
IMAX
- Museum of Fine Arts
: Dieses Kunstmuseum zählt zu den bedeutendsten in Neuengland. Gemälde von Rembrandt und El Greco sind zu sehen, ebenso Werke von Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Auguste Renoir, Édouard Manet, Edvard Munch und Max Beckmann.
- New England aquarium
: Direkt am Meer gelegen gibt es hier von Pinguinen über Seelöwen bis hin zu Quallen vieles zu sehen, was im Meer lebt. In einem riesigen, zylindrischen Salzwassertank, der von allen Seiten einsehbar ist, beherbergt ein künstliches Riff mehrere hundert verschiedene Fischarten sowie Schildkröten. Gleichsam als "Außenposten" organisiert das NEA täglich eine Ausfahrt, bei der Buckelwale, Delphine u.a. beobachtet werden können.
Sport
- Boston Bruins (Eishockey)
- Boston Celtics (Basketball)
- Boston Red Sox (Baseball)
- New England Patriots (Football)
- New England Revolution (Fußball)
- Boston Cannons (Lacrosse)
- Boston-Marathon
Söhne und Töchter der Stadt
- Charles Francis Adams, Sr., 6. Präsident der USA, und der Enkelsohn von John Adams, dem 2. Präsident der USA
- Henry Adams, US-amerikanischer Historiker und Schriftsteller
- Samuel Adams, US-amerikanischer Staatsmann und Revolutionär
- Tom Barrasso, ehemaliger Profi-Eishockeytorhüter in der NHL
- William Billings, US-amerikanischer Komponist
- Jonathan Borofsky, US-amerikanischer Künstler
- John Boswell, US-amerikanischer Historiker
- Charles Brenner, Psychiater und Psychoanalytiker
- William Hill Brown, Schriftsteller
- Thomas Burke, Teilnehmer der ersten olympischen Sommerspiele 1896 in Athen
- John Cazale, US-amerikanischer Schauspieler
- John Cena, Profi-Wrestler Wrestler bei der WWE
- Seth Carlo Chandler, amerikanischer Astronom
- Alvin Langdon Coburn, Fotograf
- Charles Colson, Hauptberater für den US-amerikanischen Präsident Richard Nixon
- James Brendan Connolly, der erste Olympiasieger der Neuzeit
- John Singleton Copley, amerikanisch-englischer Maler
- Don Costa, US-amerikanischer Musiker und Musikproduzent
- James Mason Crafts, Chemiker, Professor und Präsident des Massachusetts Institute of Technology
- Charles Cutter, US-amerikanischer Bibliothekar
- Dick Dale, US-amerikanischer Musiker
- Daniel Dennett, US-amerikanischer Philosoph
- Eliza Dushku, US-amerikanische Schauspielerin
- Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Dichter
- William M. Evarts, US-amerikanischer Rechtsanwalt und Staatsmann
- Fannie Merrit Farmer, eine der ersten professionellen Gastronominnen, Erzieherinnen und gilt als Pionierin der US-amerikanischen Küche
- Colm Feore, US-amerikanisch-kanadischer Schauspieler
- Arthur Fiedler, Dirigent
- Irving Fine, Komponist
- Benjamin Franklin, Politiker, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder, Naturphilosoph und Freimaurer
- Walter Gilbert, US-amerikanischer Physiker und Biochemiker, Nobelpreisträger
- Daniel Goldhagen, US-amerikanischer Soziologe und Politologe
- Benjamin Apthorp Gould, US-amerikanischer Astronom
- Temple Grandin, führende US-amerikanische Spezialistin für den Entwurf von Anlagen für die kommerzielle Tierhaltung
- Richard Gridley, britisch-amerikanischer Militäringenieur
- Guru, Rapper
- George C. Homans, US-amerikanischer Soziologe
- Winslow Homer, US-amerikanischer Maler
- Samuel Gridley Howe, Arzt, Bürgerrechtler, Philhellene und Gründer der ersten Blindenschule der USA
- Charles Janeway, Immunologe
- Richard M. Karp, amerikanischer Informatiker
- Henry W. Kendall, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- Rose Kennedy, Die Matriarchin des Kennedy-Clans
- Rosemary Kennedy, Schwester von John F. Kennedy
- Henry Knox, amerikanischer Buchhändler aus Boston, der oberster Artillerieoffizier der Kontinentalarmee und später der erste US-Kriegsminister
- Margaret Ruthven Lang, Komponistin
- Anton Leader, amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- Jack Lemmon, US-amerikanischer Schauspieler
- Joanna Levesque, US-amerikanische Pop-Sängerin
- Tony Levin, Rock-Bassist
- Abbott Lawrence Lowell, Sachbuchautor, Jurist und Politikwissenschaftler, sowie Präsident der Harvard Universität
- Robert Lowell, US-amerikanischer Dichter
- Theodore Lyman, amerikanischer Physiker
- Bob Margolin, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und Sänger
- Charlie Mariano, amerikanischer Saxophonist
- William Mason, US-amerikanischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge
- Cotton Mather, puritanischer Geistlicher und Gelehrter
- Christa McAuliffe, US-amerikanische Lehrerin und Astronautin
- Bruce McCandless, amerikanischer Astronaut
- John McCarthy, Logiker und Informatiker
- Scott McCloud, US-amerikanischer Comic-Künstler und -Theoretiker
- Merton H. Miller, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger
- George Richards Minot, US-amerikanischer Arzt und Nobelpreisträger
- Jack Nance, amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- Barry Newman, US-amerikanischer Schauspieler
- Leonard Nimoy, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- Edward Norton, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- Maura O'Halloran, irisch-stämmige US-Amerikanerin, studierte den Zen-Buddhismus
- James Cutler Dunn Parker, Komponist
- Wendell Phillips, US-amerikanischer Abolitionist und Politiker
- Edward Charles Pickering, US-amerikanischer Astronom und Physiker, Bruder von William Henry Pickering
- William Henry Pickering, war ein in den USA tätiger Astronom
- Albert Pike, US-amerikanischer Rechtsanwalt, Brigade-General, Journalist, Autor und Freimaurer
- Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller
- David Porter, US-amerikanischer Marineoffizier
- Eric Steven Raymond, Autor und Programmierer in der Hacker- und Open Source-Szene
- Paul Revere, US-amerikanischer Freiheitskämpfer
- Jonathan Richman, US-amerikanischer Musiker
- Eugene Roche, US-amerikanischer Schauspieler
- Jeremy Roenick, US-amerikanischer Eishockeyspieler
- Walter Russell, Maler, Bildhauer, Architekt, Philosoph und Mystiker
- Eleonora Sears, US-amerikanische Tennisspielerin
- Irene Sharaff, US-amerikanische Kostümbildnerin
- Robert Gould Shaw, Unions -Offizier im Amerikanischen Bürgerkrieg
- Roger Hale Sheaffe, britischer Offizier und Kolonialadminstrator in Kanada
- Elaine Showalter, US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin und Feministin
- James Spader, US-amerikanischer Schauspieler
- Franklin Stahl, US-amerikanischer Genetiker
- Louis Sullivan, US-amerikanischer Architekt
- Donna Summer, US-amerikanische Sängerin
- James Taylor, erfolgreicher Folk/Pop-Künstler
- Uma Thurman, US-amerikanische Schauspielerin
- Maura Tierney, US-amerikanische Schauspielerin
- George Francis Train, US-amerikanischer Kaufmann, Schriftsteller, Autor und exzentrischer Reisender
- Natalie Trundy, amerikanische Schauspielerin
- Henry Theodore Tuckerman, US-amerikanischer Schriftsteller
- Mark Wahlberg, US-amerikanischer Schauspieler, Model und Sänger
- George Wein, amerikanischer Jazz-Musiker und Impresario
- Stephanie Wilson, US-amerikanische Astronautin
- Scott Wolf, US-amerikanischer Schauspieler
- Robert B. Woodward, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- Beals Wright, US-amerikanischer Tennisspieler
- Elihu Yale, Gouverneur der Britischen Ostindienkompanie in Madras
Weblinks
- [http://www.cityofboston.gov Offizielle Website der Stadt Boston]
- [http://www.bostonusa.com/ Boston USA! (Offizielle Website des Bostoner Fremdenverkehrsamts)]
- [http://www.boston.com/advertisers/bigdig/bigdig.shtml kurze Übersicht über das Tunnelprojekt]
- [http://www.masspike.com/bigdig/index.html Homepage des Bauprojektes Big Dig]
- [http://www.whdh.com/ WHDH-TV: Bostoner TV-Sender mit Live-Internetausstrahlung]
Kategorie:Hauptstadt in den USA
Kategorie:Ort in Massachusetts
Kategorie:Ort mit Seehafen
Kategorie:Neuengland
ja:ボストン
ko:보스턴
Robert LowellRobert Traill Spence Lowell ( - 1. März 1917 in Boston, Massachusetts; † 12. September 1977 in New York City) war ein US-amerikanischer Dichter.
Lowell enstammt einer der ältesten Familien Bostons: er war der Sohn des Marine-Offiziers Robert Traill Spence Lowell, Sr. und dessen Ehefrau Charlotte Winslow.
Nach dem Besuch von Privatschulen in seiner Heimatstadt begann Lowell an der Universität in Harvard zu studieren.
Mit 24 Jahren heiratete Lowell 1941 die Schriftstellerin Jean Stafford; 1948 wurde diese Ehe wieder geschieden. Bereits im darauffolgendem Jahr heiratete Lowell die Schriftstellerin Elizabeth Hardwick.
Mit 55 Jahren heiratete Lowell in dritter Ehe 1972 die Schriftstellerin Caroline Blackwood. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er mit seiner dritten Ehefrau in London. Bei einem Besuch in New York erlitt Lowell einen Herzinfarkt und starb dort im Alter von 60 Jahren am 2. September 1977.
Lowell wurde als ein "Confessionalist" Dichter bekannt und erhielt den Pulitzerpreis in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg. Er stammt von einer berühmten und historischen Familie aus Massachussetts ab, aber studierte freiwillig an einer kleinen Universität im Bundesstaat Ohio, die Kenyon College heißt. Seine Beziehung zu seiner Familie blieb widersprüchlich während seines ganzen Lebens. Er verbrachte als Kriegsdienstverweigerer ein Jahr im Gefängnis während des zweiten Weltkriegs. Seine zweiter Gedichtband Lord Weary's Castle gewann den Pulitzerpreis im Jahre 1946. Danach fing er an, in einem persönlicheren Stil zu schreiben. Zwei Bände, Life Studies and For the Union Dead, enthalten siene berühmtesten Werke und erschienen 1959 bzw. 1964. Diese Gedichte drücken sowohl seine persönlichen Kämpfe als auch seinen politischen Glauben aus. Noch einmal gewann sein Band The Dolphin einen Pulitzerpreis im Jahre 1973. Auch lehrte er zwei wichtige Studentinnen an der Harvard University, Sylvia Plath und Anne Sexton, die "Confessionalist" Dichterinnen wurden. Er starb als einer der berühmtesten Dichter in den Vereinigten Staaten.
Werke
- Collected poems . - New York : Farar, Straus & Giroux, 2003 - ISBN 0-374-12617-8
- Gedichte. - Stuttgart : Klett-Cotta, 1982. - ISBN 3-608-95099-0
Literatur
- Axelrod, Steven G.: The critical response to Robert Lowell. - Westport, Conn. : Greenwood, 1999. - ISBN 0-313-29037-7
- Kós´c, Grzegorz: Robert Lowell : uncomfortable epigone of the grands maîtres. - Frankfurt : Lang, 2005. - ISBN 3-631-53607-0
- Mariani, Paul: Lost puritan. - New York : Norton, 1996. - ISBN 0-393-31374-3
Lowell, Robert
Lowell, Robert
Lowell, Robert
Lowell, Robert
Lowell, Robert
Lowell GeorgeLowell George ( - 13. April 1945 in Los Angeles; † 29. Juni 1979 in Arlington (Virginia)) war ein amerikanischer Musiker (Gesang, Gitarre, Mundharmonika, Flöte, Shakuhachi).
1966 spielte er bei der Folk Rock-Band The Factory, mit denen er das von Frank Zappa produzierte Demo Lightning Rod Man aufnahm, das erst 1993 veröffentlicht wurde. Aus The Factory entwickelte sich dann The Fraternity Of Man, bei denen George nie festes Mitglied war, mit denen er jedoch zusammen spielte. Zwei Monate war er Leadsänger der Standells.
1968 schloss er sich den Mothers of Invention an, bei denen er zunächst sang, dann aber mehr und mehr Gitarre spielte. Er ist beispielsweise auf Hot Rats zu hören. In dieser Zeit schrieb er auch viele Songs. Einer von ihnen, Willin’, kam Zappa zu Ohren. Nachdem George sich weigerte, den Song den Mothers zur Verfügung zu stellen, wurde er von Zappa gefeuert. Truck Stop Man, ein anderer Song aus dieser Zeit, wurde unter anderem von den Byrds gecovert. Dadurch bekam er einen Plattenvertrag bei Warner Brothers. 1969 entstand dann seine Band Little Feat, benannt nach Georges kleinen Füßen (Wortspiel). Die Band war in den 70er Jahren sehr populär und bekam sehr gute Kritiken, vor allem auch dank Georges Gesang und Slide-Gitarren-Spiel. Zwischendurch betätigte sich George als Studiomusiker, zum Beispiel für Maria Muldaur, Robert Palmer, Linda Ronstadt, John Sebastian, Bonnie Raitt, Mick Taylor, Bill Wyman, Jackson Browne und James Taylor. 1977 musste er sich einer Entziehungskur unterziehen, um von seiner Kokainsucht loszukommen.
1978 war George dann Produzent des Albums Shakedown Street von Grateful Dead. 1979 kehrte er Little Feat den Rücken, um sich einer Solo-Karriere zu widmen. Noch im gleichen Jahr erschien sein einziges Solo-Werk Thanks I’ll Eat It Here, mit dem er noch auf Tournee ging.
Am 29. Juni 1979 starb der an Hepatitis und starkem Übergewicht leidende Lowell George in Arlington (Virginia) an einem Herzinfarkt. Seine Asche wurde ins Meer gestreut.
1997 erschien das Lowell George Tribute Album Rock And Roll Doctor, auf dem unter anderem Bonnie Raitt, Little Feat, Taj Mahal, Randy Newman und Jackson Browne spielen.
Weblinks
- [http://www.littlefeat.net/ www.littlefeat.net]
- [http://www.littlefeat.net/new_lfd1.html#lowell Lowell George Diskographie]
George, Lowell
George, Lowell
George, Lowell
George, Lowell
George, Lowell
George, Lowell
George, Lowell
George, Lowell
Idaho
Idaho [] ist ein Bundesstaat im Nordwesten der USA. Die Hauptstadt ist Boise.
Geschichte
Boise
Am 4. März 1863 unterzeichnete Präsident Abraham Lincoln ein Gesetz mit dem das "Idaho Territory" geschaffen wurde. Idaho wurde bereits 1805 durch Lewis und Clark erforscht. Zu dieser Zeit lebten etwa 8.000 Indianer in der Gegend.
Zunächst war Idaho ein Teil der Territorien von Oregon und Washington, der Pelzhandel und die missionarische Tätigkeit ließen die ersten Siedler in die Region aufbrechen. Tausende durchzogen Idaho während des kalifornischen Goldrausches 1849, nur wenige ließen sich in Idaho nieder. Als es 1863 in ein Territorium umgewandelt wurde, lag die Gesamtbevölkerung unter 17.000.
1865 wurde Boise an Stelle von Lewiston Hauptstadt. Als 1866 Gold in Idaho entdeckt wurde und die transkontinentale Eisenbahn 1869 vollendet wurde, kamen zahlreiche Menschen nach Idaho, insbesondere chinesische Einwohner zum Einsatz in den Minen. Präsident Benjamin Harrison unterzeichnete ein Gesetz mit dem Idaho als US-Bundestaat am 3. Juli 1890 den Vereinigten Staaten beitrat, die damalige Bevölkerung betrug 88.548. Die damalige Verfassung von 1889 ist noch immer in Kraft.
Nach der Etablierung als Bundesstaat wurden der Bergbau und andere Industrien ein bedeutender Faktor in der Wirtschaft. In den 1890er Jahren exportierte Idaho mehr Blei als jeder andere Staat. Obwohl die Abhängigkeit Idahos vom Bergbau abgenommen hat, ist der Staat weiterhin einer der bedeutendsten Produzenten von Silber und Blei.
Ein historischer County von Idaho ist der Alturas County.
Liste der Gouverneure von Idaho
Geographie
Idaho wird von seinen Nachbarn Washington, Oregon, Nevada, Utah, Montana, Wyoming und Kanada umrahmt. Die Landschaft ist bergig mit unberührten Gegenden.
Die Rocky Mountains ziehen sich durch das gesamte Land. Bodenschätze sind in großen Mengen vorhanden. Das Wasser des Snake River rauschen durch den Hells Canyon, der tiefer als der Grand Canyon ist. Die Shoshone Falls stürzen von rauhen Felsen aus einer größeren Höhe in die Tiefe als die Niagarafälle. Der höchste Punkt in Idaho ist Borah Peak im Custer County (4.315 m).
Die größeren Flüsse Idahos sind Snake River, der Clearwater River und der Salmon River.
Rund 47 % des Landes ist bewaldet.
Seen
Landschafts- und Nationalparks
Bevölkerung
In Idaho leben 1.366.332 Einwohner (Stand: 2003), davon 88,0 % Weiße (darunter 18,9 % deutscher Herkunft), 7,9 % Hispanics, 1,4 % Indianer, 0,9 % Asiaten, 0,4 % Schwarze und Afro-Afrikaner.
Es gibt 496.645 Haushalte.
Wirtschaft
Das Bruttosozialprodukt betrug 1999 ca.34 Milliarden US-Dollar (44. Rang). Das Pro-Kopf-Einkommen 2002 lag bei 22.560 US-Dollar.
Landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Rindfleisch, Kartoffeln, Zuckerrüben, Molkereiprodukte, Weizen und Gerste. Die industriellen Produkte sind Holzwaren, Maschinen, Computer-Hardware, chemische Erzeugnisse, Papierprodukte, Silber und andere Bodenschätze. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus.
Größte Städte
- Liste der Städte in Idaho
- Liste der Countys in Idaho
Weblinks
- [http://www.state.id.us Der Staat Idaho]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:アイダホ州
ko:아이다호 주
th:มลรัฐไอดาโฮ
MarskanäleDie Marskanäle sind feine Linienstrukturen auf dem Mars, die 1877 vom italienischen Astronomen Schiaparelli entdeckt wurden. Der bekannte und sehr erfahrene Planeten-Beobachter hatte besonders scharfe Augen, weshalb seine
"Canali" (ital. für Rinnen) erst 2 Jahre später bei der nächsten Marsopposition bestätigt werden konnten.
Diese noch ausführlicheren Beobachtungen wurden vor allem auf der Sternwarte in den Bergen über Nizza vorgenommen und ergaben zeitweise mehrere Dutzend solcher Linien. Nach diesen Feststellungen (und jener von anderen Marsforschern um die Jahrhundertwende) verliefen sie fast gradlinig und nahmen in der Mehrzahl ihren Ausgang von dunklen Stellen des Planeten.
Zusammen mit jahreszeitlichen Verfärbungen (grau, rot, grünlich) ließ das in Camille Flammarion und Percival Lowell die Vorstellung entstehen, es könnte sich um künstliche Bauwerke von "Marsianern" handeln. Abschätzungen ergaben eine Breite der "Kanäle" (falsche englische Übersetzung) von mindestens hundert Kilometern, was von den meisten Astronomen mit breiten Vegetationsgürteln entlang von Wasserläufen erklärt wurde. Lovell nahm sogar an, eine sterbende Zivilisation würde ihren langsam vertrocknenden Planeten durch Schmelzwasser von den beiden Polkappen künstlich bewässern.
Diese Vorstellung - die noch auf der Annahme einer relativ dichten Atmosphäre beruhte - gab Anlass zu zahlreichen Fachartikeln und Science Fiction-Romanen, bis hin zu einem realistischen Hörspiel von Orson Welles, das um 1930 die halbe USA alarmierte. Mit größeren Fernrohren beobachtet, veränderten die "Canali" allerdings meist ihre Gestalt, teilweise verdoppelten sie sich aber auch. In den 1930er Jahren kam zunehmend die Vermutung auf, es könnte sich um optische Täuschungen handeln, wie sie die Linienverstärkung der visuellen Bildverarbeitung im Gehirn bei besonderen Kontrastverhältnissen zuwege bringt.
Dennoch bestand bis etwa 1965 die Vorstellung in der Fachwelt, dass der Mars niedriges Leben wie Moose oder Flechten aufweise. Erst durch die Raumsonden der 1960er konnte dies weitgehend ausgeschlossen werden. Heute neigt die Fachwelt der Ansicht zu, dass die Marskanäle durch Besonderheiten der damaligen Refraktoren und von Helligkeit, Flecken und Kontrast der Marsoberfläche vorgetäuscht werden. Doch lässt sich ein Teil der Canali mit weiträumigen, nur schwach gekrümmten Linienstrukturen (Terrassen, Reihen von Kratern usw.) erklären. Zu 100% sicher ist, dass Schiaparelli und seine Nachfolger das riesige, 4000 km lange Canyon der Valles Marineris regelmäßig ausnehmen konnten.
Literatur folgt.
Pluto (Planet)
Pluto ist der äußerste und kleinste bekannte Planet des Sonnensystems, benannt nach Pluto, dem römischen Gott der Unterwelt. Das Zeichen des Planeten ist Pluto. Sein Status als Planet wird durch die Entdeckung ähnlicher Objekte vergleichbarer Größe am Rand des Planetensystems zunehmend in Frage gestellt.
Bahn und Aufbau des Pluto
Plutos Umlaufbahn besitzt eine relativ hohe numerische Exzentrizität von 0,2444. Das heißt, dass die größte und die kleinste Abweichung vom mittleren Bahnradius 24,44 % beträgt. Diese ziemlich exzentrische Bahnellipse liegt um den Bereich des sonnennächsten Bahnpunktes, des Perihels, mit 29,646 AE näher an der Sonne als die fast kreisförmige Bahn des Neptun und erreicht im sonnenfernsten Punkt, dem Aphel, 48,826 AE. Das letzte Mal durchlief Pluto diesen sonnennäheren Bereich vom 7. Februar 1979 bis zum 11. Februar 1999. In dieser Zeit war Neptun der sonnenfernste Planet. Das Perihel durchlief Pluto 1989. Den sonnenfernsten Bahnpunkt, das Aphel, wird er im Jahr 2113 erreichen. Dort empfängt er 2430mal weniger Sonnenlicht als die Erde. Das ist aber noch 164mal mehr als die Beleuchtung der Erde durch den Vollmond.
Wie bei allen benachbarten Planeten und auch Monden lassen sich auch die Umlaufzeiten von Pluto und Neptun in einem Verhältnis von kleinen ganzen Zahlen ausdrücken. Ihr Umlaufverhältnis ist 3:2. Während Pluto zwei Umläufe vollzieht, hat sich Neptun ganze drei Mal um die Sonne bewegt. Im Unterschied zu allen anderen derart kommensurablen Umlaufverhältnissen zwischen den Planeten ist es bei diesen äußeren Bahnnachbarn nicht nur nahe einer echten Resonanz, sondern besteht nach den bisherigen Beobachtungen sehr genau.
Über Pluto selbst ist nur wenig bekannt, da es von ihm noch keine Nahaufnahmen wie von allen anderen Planeten gibt. Mit einem Durchmesser von lediglich 2.246 km ist er deutlich kleiner als die sieben größten Monde im Sonnensystem. Seine Atmosphäre ist sehr dünn. Die Annahme, dass sie nach der Passage des sonnennäheren Bahnbereiches bald ausfrieren würde, konnte bislang nicht bestätigt werden. Aus dem Vergleich von spektroskopischen Messungen, die 1988 und 2002 durchgeführt wurden, wäre sogar eine geringe Ausdehnung der Atmosphäre abzuleiten.
Aufgrund der auffallend exzentrischen Bahn und der geringen Größe Plutos nahmen früher viele Astronomen an, er sei ein entwichener Mond des Neptun und auch seine große Bahnneigung von 17° gegen die Erdbahnebene sei ein Hinweis auf ein astronomisches Ereignis, das ihn „befreit“ habe. Als Ursache der Herauslösung aus dem Neptunsystem wurde eine erhebliche Bahnstörung durch den Einfang des größeren Neptunmondes Triton angenommen, der das ganze ursprüngliche Mondsystem beträchtlich durcheinandergewirbelt haben soll. Die extreme Bahnexzentrizität des Neptunmondes Nereid könne eine nachhaltige Folge davon sein. Für einen Einfang des Triton spricht sein rückläufiger Umlaufsinn.
Mit der Entdeckung des großen Mondes von Pluto galt auch dieser als ein abgelöster Neptunsatellit. Einer anderen Hypothese zufolge handelt es sich um zwei Bruchstücke eines einst zerschlagenen Neptunmondes.
Am 31. Oktober 2005 gab die NASA bekannt, dass Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskop zwei Objekte zeigen, bei denen es sich um weitere Monde des Pluto handeln könnte. Diese werden vorläufig als S/2005 P1 und S/2005 P2 bezeichnet.
Heute wird eher die These bevorzugt, Pluto sei einer der größten – jedenfalls der hellste – Vertreter der Transneptune. Dies sind tausende Asteroiden (Kleinplaneten und Kometenkerne) jenseits der Neptunbahn im sogenannten Kuipergürtel. Viele von ihnen wurden durch den äußersten Gasriesen ebenfalls in eine 3:2-Bahnresonanz „eingefangen“ und werden daher Plutinos genannt. Mit Methoden der Himmelsmechanik kann man zeigen, dass deren gewöhnlich sehr exzentrische, also stark gestreckte Umlaufbahnen über Millionen von Jahren stabil sind. Demnach wäre Pluto kein wirklicher Planet. Auch der Neptunmond Triton soll vor seinem Einfang ein Mitglied des Kuipergürtels gewesen sein.
Pluto und der noch kältere Triton sind sich auch vom Aufbau her wahrscheinlich sehr ähnlich. Somit wäre Pluto wie Triton von einer eher rötlichen Färbung, hat wahrscheinlich Polkappen und in Richtung des Äquators dunkler gefärbte Gebiete. Dies würde auch die schwankende Helligkeit erklären. Die äußeren Schichten bestehen vermutlich aus lockerem Gestein mit einem hohen Anteil an Eis. Im Inneren hat Pluto wahrscheinlich einen von einem Eismantel umgebenen Gesteinskern, der zirka 70 bis 80 % der Gesamtmasse ausmacht.
Ein ungewöhnlicher Mond
Gestein
Plutos größter bekannter Begleiter Charon hat einen Durchmesser von 1.172 km und ist damit im Vergleich zu Pluto sehr groß. Das System Pluto-Charon wird aufgrund dieses ungewöhnlichen Größenverhältnisses von rund 2:1 auch als Doppelplanet bezeichnet. Der gemeinsame Schwerpunkt, das Baryzentrum des Systems, liegt außerhalb des sogenannten Zentralkörpers, ein in unserem Sonnensystem für einen Planeten einzigartiger Fall, der durch das ähnlich beeindruckende Masseverhältnis von gut 1:8 und auch durch einen hinreichend großen Abstand bedingt ist. Die große Halbachse der Umlaufbahn von Charon, also der mittlere Bahnradius seines Massezentrums vom gemeinsamen Schwerpunkt, misst 19.405 km. Entsprechend des Masseanteils von Pluto beträgt dessen analoger Abstand zum Baryzentrum umgekehrt proportional gut ein Achtel davon, also konkret etwa 2.360 km. Damit ist die Distanz der Oberfläche von Pluto zum Baryzentrum mit rund 1.170 km fast so groß wie sein Körperradius.
Auch das System Erde-Mond wird mitunter als Doppelplanet bezeichnet. In seinem Fall, mit dem Masseverhältnis 1:81, befindet sich der gemeinsame Schwerpunkt reichlich 4.700 km abseits des Erdzentrums beziehungsweise etwa 1.650 km unterhalb der Erdoberfläche. Die Zentrifugalkraft der Drehbewegung mit dem Umlauf des Erdmondes reicht aus, um auf der mondabgewandten Seite der Erde einen zweiten Gezeitenbuckel zu verursachen.
Als einziger Planet im Sonnensystem hat Pluto eine satellitengebundene Rotation (Hantelrotation, doppelt gebundene Rotation), das heißt, Charon und Pluto haben ihre Eigenrotation aufgrund der Gezeitenkräfte gegenseitig soweit abgebremst, dass sich beide während eines Umlaufs umeinander auch genau einmal um ihre eigene Achse drehen. Sie wenden daher einander immer die gleiche Seite zu. Unter Paaren von annähernd gleichgroßen Asteroiden ist solch eine Synchronrotation wahrscheinlich relativ häufig (siehe auch: Liste der Monde).
Zwei weitere Monde?
Liste der Monde
Liste der Monde
Pluto wird sehr wahrscheinlich von nicht nur einem, sondern drei Monden umkreist.
Nach der Entdeckung des Mondes Charon im Jahre 1978 wurden durch das Hubble Space Telescope zwei weitere kleine Monde entdeckt. Dies teilte die US-Weltraumbehörde NASA am 31. Oktober 2005 mit.
Die beiden neuen Trabanten, die bis zu ihrer offiziellen Anerkennung und Namensgebung durch die IAU (International Astronomical Union) die Bezeichnungen S/2005 P1 und S/2005 P2 tragen, haben einen Durchmesser von ca. 100 und 160 Kilometer und umkreisen Pluto in einer Entfernung von etwa 65.000 bzw. 50.000 km.
Die Entdeckung dieser neuen mutmaßlichen Trabanten des Pluto ist nach Angaben von Wissenschaftlern sehr überraschend, da im sogenannten Kuipergürtel jenseits der Umlaufbahn des Neptun noch nie zuvor ein Himmelskörper mit mehr als einem Satelliten beobachtet wurde.
Diese sensationellen Funde sollen nun im Februar 2006 bei der nächsten Beobachtung des Pluto durch das Hubble Space Telescope bestätigt werden.
Geschichte der Erforschung
Hubble Space Telescope
Die Entdeckungsgeschichte des Pluto ähnelt in gewisser Weise der des gut 83 Jahre zuvor gefundenen Neptun. Beide Planeten wurden aufgrund von Bahnstörungen gegenüber Nachbarplaneten rechnerisch vorhergesagt und dann an den daraus hergeleiteten Bahnpositionen gesucht. Der hypothetische neunte Planet wurde für kleine Bahnabweichungen der Planeten Neptun und Uranus verantwortlich gemacht.
Pluto wurde am 18. Februar 1930 durch das Lowell-Observatorium in Flagstaff, Arizona durch Vergleich einiger Himmelsaufnahmen nach rund 25jähriger Suche entdeckt. Allerdings nicht an genau der Position, die man vorausgesagt hatte. Der junge Entdecker Clyde Tombaugh war erst kurz zuvor für die fotografische Suche nach dem legendären Transneptun angestellt worden. Der Marsforscher Percival Lowell hatte seit 1905 selbst nach einem solchen Himmelskörper gesucht und das Lowell-Observatorium auf einem Berg bei Flagstaff finanziert.
Die Entdeckung wurde der äußerst interessierten Öffentlichkeit am 13. März 1930 verkündet, dem 149. Jahrestag der Entdeckung des Uranus durch William Herschel 1781 und dem 75. Geburtstag von Percival Lowell.
Nun suchte man nach einem passenden Namen. Die Bezeichnung „Pluto“ wurde von Venetia Burney, einem 11-jährigen Mädchen aus Oxford, vorgeschlagen und davor schon einmal 1919 von dem französischen Astronomen Reynaud. Bei der Namenswahl dürfte eine Rolle gespielt haben, dass sich das astronomische Symbol aus den Initialen Lowells zusammensetzen ließ, nachdem zuvor von seiner Witwe (er war 1916 gestorben) schon Percival, Lowell und sogar Constance (ihr eigener Name) vorgeschlagen worden war.
1916
Aus der beobachteten Helligkeit Plutos (15m) und einer plausiblen Annahme für seine Albedo, dem Rückstrahlungsvermögen, schloss man, dass der neue Himmelskörper etwa Erdgröße habe. Andererseits war es zunächst auch in großen Fernrohren unmöglich, seinen Durchmesser direkt mikrometrisch zu messen. Daher tauchten bald Zweifel auf, ob seine Gravitationswirkung für die Bahnstörungen verantwortlich sein könne.
Also wurden die Nachforschungen nach dem störenden „Planet X“ schon bald fortgesetzt – als Suche nach einem „Transpluto“ – unter anderem von Clyde Tombaugh selbst. Mit der Entwicklung leistungsstarker Teleskope mussten Durchmesser und Masse des Pluto kontinuierlich nach unten revidiert werden – zunächst um 1950 nach Messungen der Sternwarte Mount Palomar auf halbe Erdgröße. Bald scherzte man, dass Pluto bei Extrapolation der Messwerte wohl bald völlig verschwinden werde. Unkonventionelle Theorien wurden postuliert: Pluto sei in Wirklichkeit groß, man sehe aber nur einen kleinen hellen Fleck auf der Oberfläche. Der Astronom Fred Whipple errechnete erstmals eine genaue Umlaufbahn. Dazu konnten Fotoplatten herangezogen werden, auf denen sich Pluto bis in das Jahr 1908 zurückverfolgen ließ. Die Entdeckung des Charon im Jahr 1978 ermöglichte dann eine genaue Massebestimmung mittels der Gravitationsdynamik des Systems. Von 1985 bis 1990 kam es zu wechselseitigen Bedeckungen zwischen den beiden, mit denen der Durchmesser von Pluto schließlich zu 2.390 km bestimmt werden konnte.
Durch seine Helligkeit wurde Pluto um über 60 Jahre früher entdeckt als andere, sehr dunkle Transneptune. Über die seinerzeit festgestellten Bahnabweichungen von Neptun und Uranus wird mittlerweile vermutet, dass sie nur durch kleine, unvermeidliche Messfehler vorgetäuscht wurden.
Ist Pluto wirklich ein Planet?
Seit im September 1992 die Entdeckung hunderter kleiner transneptunischer Objekte jenseits der Plutobahn einsetzte, wurde der Status des Pluto neu bewertet. Heute gilt er als Teil des Kuipergürtels, und manche Astronomen erwarteten, dort bald ähnlich große (aber dunklere) Objekte zu entdecken. Diese Neubewertung hat zu der Debatte geführt, ob man Pluto noch mit Recht einen Planeten nennen könne.
Der neuere Vorschlag einer Definition, nach der ein Planet ein Körper ist, dessen Masse die Gesamtmasse aller anderen Körper in seinem Bahnbereich übertrifft, lässt Pluto zu einem Planetoiden, also zu einem Kleinplaneten bzw. Asteroiden werden. Zumindest als das größte Objekt der Plutinos entspricht er dann eher der Rolle des Asteroiden Hilda, dem größten Mitglied der Hilda-Gruppe. Hilda und mindestens 56 weitere Objekte bewegen sich ein Stück außerhalb des Hauptgürtels der Asteroiden zwischen Mars und Jupiter analog in einem 2:3-Verhältnis zur in diesem Fall längeren Umlaufzeit des benachbarten Riesenplaneten.
Fast interessanter erscheint uns heute die Frage, welchen Einfluss die Objekte des neu entdeckten Kuipergürtels auf unser Verständnis zu Entwicklung und Dynamik des Sonnensystems haben. Es gilt inzwischen als sicher, dass aus diesen fernen, eisigen Regionen viele der in das innere Sonnensystem vordringenden Kometen stammen. Sie dürften Restmaterial aus der Geburtsphase des Sonnensystems vor etwa 4½ Milliarden Jahren sein. Der eisreiche Kleinkörpergürtel wurde vor seiner Entdeckung von Kenneth Edgeworth (1949) und Gerard Kuiper (1951) eigens postuliert, um die Herkunft der kurzperiodischen Kometen erklären zu können.
In den letzten Jahren wurden mehrere transplutonische Objekte wie Sedna, Quaoar, Orcus und 2003 UB313 entdeckt, die von den Medien häufig als „zehnter Planet“ bezeichnet wurden. Keines dieser Objekte wurde jedoch bisher offiziell als Planet anerkannt, obgleich 2003 UB313 sogar größer als Pluto ist.
Bei den laufenden Debatten in der Fachastronomie wird sich ergeben, wie viele Planeten es im Sonnensystem gibt, da dies auch eine Definitionsfrage ist. Auch die stark exzentrische Umlaufbahn Plutos und der transplutonischen Objekte spielt eine Rolle, weil sie sich von den anderen Planeten erheblich unterscheidet. Geht man von diesem Merkmal aus, könnte Pluto seinen Status verlieren. Es erscheint aber aus konventionellen Gründen als sehr wahrscheinlich, dass die Anzahl der Planeten des Sonnensystems weder herab- noch heraufgesetzt wird; eher wird es wohl bei der kulturellen Einbürgerung von Pluto als dem neunten und äußersten Planeten bleiben.
Forschungsmission zum Pluto
Die NASA plante bereits seit Anfang der 1990er unter dem Namen Pluto Kuiper Express bzw. vormals Pluto Fast Flyby eine Mission zum Pluto. Diese sollte unter Leitung des [http://www.swri.org/ Southwest Research Institute] durchgeführt werden. Dabei wurde betont, dass eine Mission möglichst schnell starten sollte, um den Pluto zu erreichen, bevor seine dünne Atmosphäre ausfriert. Dies hängt damit zusammen, dass die Umlaufbahn des Pluto stark elliptisch ist und der Planet 1989 seinen nächsten Sonnenpunkt erreicht hat und sich nun von der Sonne entfernt. Erst im Jahr 2247 wird Pluto seinen nächsten Sonnenpunkt wieder erreichen.
1989
Doch die ersten Konzepte der Mission scheiterten an technischen Schwierigkeiten und Finanzierungsmangel und wurden 2001 durch die Mission New Horizons ersetzt. Die Sonde ist nun (2005) fertiggebaut und befindet sich in der Startvorbereitungsphase. Der früheste Starttermin ist der Januar 2006. Die geplante Flugdauer beträgt etwa zehn Jahre, der Vorbeiflug an Pluto und Charon soll frühestens im Juli 2015 stattfinden. Es sollen globale Karten des Planeten und seines Mondes erstellt, Hochauflösungsfotos mit bis zu 25 m pro Pixel Auflösung gewonnen, die Temperaturverteilung gemessen und die Atmosphäre des Pluto studiert werden. Geplant ist, die Sonde in 9.600 km Entfernung an Pluto und in 27.000 km Entfernung an Charon vorbeifliegen zu lassen.
Sichtbarkeit
Hauptartikel: Plutopositionen bis 2020
In der folgenden Tabelle sind die Sichtbarkeiten des Pluto für die Jahre 2004 bis 2006 angegeben. Neben dem Datum der Opposition ist jeweils auch die scheinbare Helligkeit und der Abstand zur Erde des Pluto bei der Opposition angegeben.
Literatur
- Alan Stern, Jaqueline Mitton: Pluto and Charon, ISBN 0-816-518-408.
- J. L. Elliot et al.: The recent expansion of Pluto's atmosphere, in: Nature 424 (10. Juli 2003), S. 165-168.
Weblinks
- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/pluto.html Die neun Planeten: Pluto und Charon]
- [http://www.raumfahrer.net/astronomie/sonnensystem/pluto.shtml raumfahrer.net: Pluto]
- [http://www.iau.org/IAU/FAQ/PlutoPR.html Erklärung der IAU bezüglich des Planetenstatus von Pluto] (Englisch)
- [http://hubblesite.org/newscenter/newsdesk/archive/releases/2005/19/ NASA's Hubble Reveals Possible New Moons Around Pluto] (Englisch)
- T-Online-Nachrichten: [http://onnachrichten.t-online.de/c/59/32/38/5932386.html onnachrichten.t-online.de/c/59/32/38/5932386.html]
- Nasa (Hubble Space Telescope): [http://www.nasa.gov/vision/universe/solarsystem/hubble_pluto.html www.nasa.gov/vision/universe/solarsystem/hubble_pluto.html]
Kategorie:Pluto (Planet)
ja:冥王星
ko:명왕성
ms:Pluto
simple:Pluto (planet)
th:ดาวพลูโต
LONEOSLONEOS steht für "Lowell Observatory" und "Near Earth Object Survey". Es ist seit 1997 ein Projekt zur halb- bzw. vollautomatischen Suche nach solchen Asteroiden, deren Bahn sie in die Nähe der Erde führen kann.
Die Suche begann 1998 mit einem 60 cm Schmidt-Teleskop und soll in 10 Jahren etwa 2000 NEOs finden. Die erste Entdeckung gelang am 18. Juni 1998.
Ab etwa 100 Meter Größe könnte der Einschlag eines Asteroiden - mit dem etwa alle 100.000 Jahre zu rechnen wäre - von "regionaler Bedeutung" sein. Im laufenden Jahrzehnt möchte man alle potentiellen "Near Earth Objects" (NEO)größer als 1 km erfassen. Von insgesamt 2 Millionen Asteroiden dieser Größe dürften das etwa 1000 sein. Bis herab zu 100 m sind es über zehn Mal mehr.
Am 15. Oktober 2003 errang LONEOS einen sensationellen Erfolg: die Wieder-Auffindung des 66 Jahre verschollenen Planetoiden 1937-UB Hermes. Er flog damals in 1,5-facher Monddistanz vorbei, wurde auf 1200 m geschätzt, ging aber nach nur fünf Tagen verloren. Eine genaue Bahnbestimmung ergab nun, dass sich Hermes 1942 nochmals in 1,6-facher Monddistanz "vorbeigestohlen" hatte.
Hermes ist 1 - 2 km groß und passierte die Erde nun 10mal entfernter (am 4. November 2003 in 7 Millionen km). Was in den nächsten Jahrhunderten sein wird, hängt u.a. von den Bahnstörungen bei Begegnungen mit Venus ab.
Derzeit laufen weitere 10 Suchprogramme in USA, Europa und Ostasien, die pro Nacht einige NEOs von 100 Meter bis 1 km Größe finden. Das erfolgreichste Programm heißt LINEAR und arbeitet mit 1 m-Spiegelteleskop und CCD-Automatik.
Als Grenze der üblichen Aufmerksamkeit für Forscher gelten "Begegnungen" auf Monddistanz und einige Jahrzehnte Zeitrahmen - doch Journalisten brauchen prickelnde Stories natürlich öfter ...
Siehe auch
- Near Earth Asteroid Tracking (NEAT)
- Lincoln Near Earth Asteroid Research (LINEAR)
- OCA - DLR Asteroid Suvvey (ODAS)
Weblinks
- http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2003/hermes.html
Kategorie:Bodengebundenes Observatorium
Mimizan
Mimizan is a commune of France, located in the département, of Landes (40), in the region of Aquitaine. Its inhabitants are called Mimizannais. The city splits into Mimizan-Bourg (city center) and Mimizan-Plage (resort).
Geography
Mimizan is a seaside resort on the Bay of Biscay (Atlantic Ocean), in South Western France.
History
Mimizan was part of to the former royal province of Gascony. In the Middle-Ages, the city was a stop on a secondary pilgrimage route to Santiago Compostela. The size and beauty of the old church highlights the importance of the place at this time. The city turned into a seaside resort during the Belle Epoque thanks to the railroad connection (no longer exists) and to the growing trend of ocean bathing, beneficial to the health of those suffering with tuberculosis.
Economy
Paper mill (Groupe Gascogne Co), tourism (seaside resort).
Twin cities
Mimizan is the twin city of Old Orchard Beach (Maine, USA).
Places and monuments
The bell tower of the old church is on UNESCO's World Heritage List. The hunting lodge Château of Woolsack was built in 1911 by the British Duke of Westminster.
Personalities linked with the city
Aircraft pionners Assolant, Lefèvre and Lotti linked Old Orchard Beach (USA) to Mimizan (landing on 16th june 1929) on board of Oiseau Canari plane.
Couturier Coco Chanel was a regular holiday maker at the Château of Woolsack.
Recreational activities
Surfing, fishing, cycling, bathing are amongst the most popular activities.
Miscelaneous
- Communes of the Landes département
External links
- [http://musee.mimizan.com Museum of Mimizan]
- [http://www.mimizan-tourism.com Tourism in Mimizan]
Category:Communes of Landes
Category:communes of Landes
ruletka Casino wagi rozstpy Malaga accommodation |
|
|
| |