Der Sturm (The Tempest) ist eines der letzten Theaterstücke von William Shakespeare. Es wurde am 1. November1611 im Whitehall Palace in London uraufgeführt. In der Hauptfigur Prospero wird gerne Shakespeare selbst gesehen, der am Ende seiner Schaffenszeit seiner "Zaubermacht" entsagt.
London]]
London
Der ZaubererProspero, früherer Herzog von Mailand, und seine Tochter Miranda sind 16 Jahre vor Einsetzen der Spielhandlung auf einer Insel gestrandet, nachdem sie von seinem machthungrigen Bruder Antonio (mit Hilfe des Königs Alonso) auf dem Meer ausgesetzt worden waren. Prospero herrscht über die Insel, nachdem er die Hexe Sycorax getötet hat. Ihm unterstehen seither auch der Luftgeist Ariel sowie der deformierte Sohn der Sycorax namens Caliban. Nach einer Hochzeit kommt die Flotte des Königs von Neapel, dessen Sohn Ferdinand und Antonio an der Insel vorbei. Prospero befiehlt dem Luftgeist Ariel, das Schiff des Königs in einem Unwetter an der Insel stranden zu lassen. Er lässt die Schiffbrüchigen auf der Insel umherirren. Durch geschickte Schachzüge gelingt es Prospero, die Liebe zwischen seiner Tochter Miranda und dem Königssohn Ferdinand zu entzünden.
Mithilfe von Prosperos Zauber wird ein Komplott gegen den neapolitanischen König aufgedeckt. Trinculo und Stephano, zwei Matrosen, die mit Calibans Hilfe Prospero töten und die Insel unter ihre Gewalt bringen wollen, werden an ihrer Untat gehindert. Am Ende führt Prospero alle vor seiner Höhle zusammen, vergibt seinem Bruder und kehrt – nachdem er sowohl Ariel als auch Caliban aus ihrer Dienerschaft entlassen hat – nach Mailand zurück, entsagt aber zuvor seiner Zauberkraft.
Weblinks
- [http://quote.wikipedia.org/wiki/The_Tempest Zitate aus dem Spiel] bei Wikiquote - [http://www.shakespeare-literature.com/The_Tempest/ The Tempest] - durchsuchbarer, indizierter Text
- [http://onlinebooks.library.upenn.edu/webbin/gutbook/lookup?num=1135 The Tempest] - Projekt Gutenberg - [http://www.bartleby.com/81/1737.html Bermoothes] in E. Cobham Brewers Dictionary of Phrase and Fable (1898).
Wichtige Verfilmungen
- [http://www.imdb.com/title/tt0081613/ The Tempest] (1979; Regie: Derek Jarman)
- [http://www.imdb.com/title/tt0080000/ The Tempest (TV)] (1980; Regie: John Gorrie)
- [http://www.imdb.com/title/tt0102722/ Prospero's Books] (1991; Regie: Peter Greenaway)
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Die Maske des Roten Todes
Die Maske des roten Todes (engl.The Masque of the Red Death) ist eine Erzählung von Edgar Allan Poe, die erstmals 1842 in Philadelphia in Graham's Magazine, in dessen New Yorker Redaktion E.A. Poe ein Jahr lang als Chefredakteur arbeitete, herauskam. Die Erzählung wurde 1964 von Roger Corman (Regie) in den USA verfilmt.
Inhalt und Würdigung
Ungeachtet der Tatsache, dass eine Krankheit (der Rote Tod, Red Death) die Hälfte der Untertanen dahinrafft, gibt Prince Prospero, der sich auf sein Schloss zurückgezogen in Sicherheit wiegt, einen pompösen Maskenball. Prince Prospero liebt das Außergewöhnliche, sein Geschmack ist sonderbar. Er wird weiter beschrieben mit einem guten Blick für Licht und Farben. Durch die Gestaltung der Räumlichkeiten nimmt der Prince beträchtlichen Einfluss auf die Erscheinung der Maskierten, indem „finely tuning the atmosphere“ (Licht, et c.). Die Veranstaltung findet in sieben Räumen statt, wovon nie mehr als einer vollständig gesehen werden kann. In dem ersten Raum befinden sich gotische Fenster mit bunten Gläsern, die der Farbe der Fensterdekoration entprechen. Das zweite Zimmer ist purpur, das dritte grün, das vierte orange. Ein weiterer Festsaal ist weiß, der nächste violett und schließlich gibt es einen schwarzen Saal mit scharlachroten Fenstern.
Während das ausschweifende Fest stattfindet, schlägt jede volle Stunde eine Uhr, deren Ton auch den Ausgelassensten und Verrücktesten erschreckt. Nach dem Glockenschlag gibt es in der Festgesellschaft jedes Mal erleichtertes Gelächter. Endlich schlägt die Uhr zwölf, als eine Gestalt in der Maske des Roten Todes erscheint. Die Anwesenheit löst Angst und Schrecken aus. Die erschreckende Gestalt fällt aus Prosperous' Raumgestaltung heraus und die Maske des Roten Todes erinnert an die Leichen und die Krankheit im Lande. Infolge dessen fordert der Prince dazu auf, den Unbekannten zu demaskieren. Aber der Unbekannte schreitet durch mehrere Räume und die Gäste weichen zur Seite. Also zieht Prince Prospero selbst einen Dolch und nimmt die Verfolgung auf, in deren Verlauf der Prince stirbt. Nun endlich versuchen die Gäste den Unbekannten zu demaskieren, müssen aber erkennen, dass der Unbekannte tatsächlich der Rote Tod in Person ist. Unter der Maske befindet sich nichts: kein Gesicht, kein Skelett - die Maske lebt selbständig. Am Ende der Erzählung zieht der Rote Tod weiter über das Land.
Edgar Allan Poe hat sich wahrscheinlich eines Zeitungsartikels über die Cholera-Epidemie in Paris bedient. In Paris feierte man zu dieser Zeit Maskenbälle. Auf einem Ball gab es einen als Cholerakranken verkleideten Teilnehmer. Ähnlichkeiten weist Poes Kurzgeschichte auch zu BoccacciosDecamerone auf, in dem die Leute im Landhaus/Schloss bleiben um eine Ansteckung zu verhindern. Auch der Name Prospero, der so viel wie 'wohlergehend' bedeutet, ist ein italienischer Name und kann auf Boccaccio verweisen. Intertextuelle Bezüge finden sich weiter zu Thomas Campells Life of Petrarch, in dem sich die Hauptfigur Barnabo in selbstgewählter Quarantäne umbringt und zu William Shakespeares Tempest, wo ebenfalls der Name Prospero verwendet wird.
Die Uhr ist möglicherweise nach dem Vorbild der Glocke der Kathedrale in Strasbourg entworfen, wo zu voller Stunde ein Todessymbol, zur viertel Stunde eine Jesusfigur aus der Uhr erscheint. Der Titel Red Death ist ausgedacht, verweist aber auf den Begriff "Schwarzer Tod" („Black Death“) und auf Mary Wollstonecraft Shelleys Blue Plague. Die Anordnung der Räume spiegelt die Grenzen menschlicher Wahrnehmung und Erfahrung wider. (Denken wir nur etwa an Zukunftsungewissheit, etc.). Die Zahl sieben ist symbolisch vieldeutig: sieben Todsünden; sieben Wochentage; sieben Weltalter. Die Sieben gilt dazu seit alters als heilige Zahl von kosmischer Dimension (sieben Himmelssphären, in der Bibel sieben Schöpfungstage, sieben Siegel usw.). Der Erzähler ist ein Ich-Erzähler. Manchmal erscheint er homodiegetisch (= Red Death selbst?). Andererseits erscheint er auch allwissend und damit heterodiegetisch und auktorial.
Die Krankheit, der Rote Tod, kann siegen, weil der Prince, selbst wohlständig (Prosperous), sich vor allem um sich und sein eigenes Vergnügen kümmert. Statt sich um das leidende Land zu kümmern, gibt er einen aufwendigen Maskenball. Und statt die Masken für sich und aus sich selbst wirken zu lassen, nimmt er wesentlichen Einfluss auf die Wirkung der Masken, indem er die äußeren Umstände superpositionierend entwirft. Der Prince sieht also nur sich, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse, nicht die des Landes, der Bevölkerung oder seiner Gäste. Diese Nachlässigkeit macht die Katastrophe endgültig.
Literatur
- P.H. Wheat, The Mask of Indifference in "The Masque of the Red Death". in: Studies in Short Fiction, 19, 1982, S.51-56
- L.Cassuto, The Coy Reaper: Unmasqueing the Red Death. in: Studies in Short Fiction, 25, 1988, S.317-320
Prospero umkreist Uranus in einem mittleren Abstand von 16.418.000 km in rund 1977 Tagen und 7 Stunden auf einer stark exzentrischen Bahn. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,4431. Dabei ist die Bahn 151,966° gegen den Äquator des Uranus geneigt, und somit retrograd, d.h., der Mond umläuft Uranus entgegen dessen Rotationsrichtung.
Aufbau und physikalische Daten
Prospero hat einen Durchmesser von etwa 30 km. Seine mittlere Dichte beträgt 1,5 g/cm3, was darauf hinweist, dass der Mond überwiegend aus Wassereis und silikatischem Gestein zusammengesetzt ist. Die Oberfläche besitzt eine Albedo von 0,07, d.h., nur 7 % des eingestrahlten Sonnenlichts werden reflektiert.
Kategorie:Uranusmond
Prospero (Protokoll)
Das Prospero-Protokoll stellt auf Basis einer internetweit verteilten Architektur ein vom Benutzer abhängiges Dateisystem zur Verfügung. Clifford Neumann entwickelte es speziell für seine Anforderungen. Das unterliegende Netzwerk-Protokoll ist ARDP, darunter ist UDP. Die Kommunikation zwischen Server und Client läuft bei dem Prospero-Protokoll mittels natürlichsprachlicher Kommandos. Dadurch wurden die seinerzeit problematischen unterschiedlichen Codierungen zwischen den verschiedenen Architekturen und Systemen umgangen. Die Kommunikation ist zeilenbasiert, wobei jede Zeile nochmal unterteilt ist in Tokens. Tokens werden durch zwei Leerzeichen oder zwei Tabs voneinander getrennt, Zeilen müssen durch oder getrennt werden.
Kategorie:Netzwerkprotokoll
Drosophila melanogaster
Wikipedia:TaxoboxenWikipedia:Taxoboxen
Die Schwarzbäuchige Taufliege (Drosophila melanogaster) ist einer der am besten untersuchten Organismen der Welt. Sie wird oft auch als Fruchtfliege bezeichnet, weil sie im Englischen fruit fly heißt, was auf die Vorliebe dieser Art für faulende Früchte und gärende Säfte zurückzuführen ist.
Die Art Drosophila melanogaster wurde erstmals 1830 beschrieben. Als geeigneten Versuchsorganismus nutzte sie 1901 zuerst der Zoologe und Vererbungsforscher William Ernest Castle. Er untersuchte an Drosophila-Stämmen die Wirkung von Inzucht über zahlreiche Generationen und den nach Kreuzung von Inzuchtlinien auftretenden Effekten. 1910 begann ebenfalls Thomas Hunt Morgan, die Fliegen im Labor zu züchten und systematisch zu untersuchen. Seitdem haben viele andere Genetiker an diesem Modellorganismus wesentliche Erkenntnisse zur Anordnung der Gene in den Chromosomen des Genoms dieser Fliege gewonnen.
Beschreibung
Drosophila melanogaster war ursprünglich eine tropische und subtropische Art. Sie hat sich jedoch mit dem Menschen gemeinsam über die ganze Welt verbreitet und überwintert in Häusern. Die Weibchen sind etwa 2,5 Millimeter lang, die Männchen sind etwas kleiner. Sie sind leicht an ihrem dunklen Hinterleib von den Weibchen unterscheidbar.
Die Weibchen legen insgesamt ca. 400, von einem Chorion und einer Vitellinmembran umhüllte Eier, die etwa einen halben Millimeter groß sind. Die Dauer der Entwicklungszeit hängt von der Umgebungstemperatur ab. Bei einer Temperatur von 25 °C schlüpft aus jedem Ei nach ca. 22 Stunden eine Larve, die sich sofort auf die Suche nach Futter macht. Da das Weibchen sie in verfaulendem Obst und anderem gärendem organischen Material ablegt, finden sie Nahrung, die in erster Linie aus den Mikroorganismen besteht, die das Obst zersetzen, wie zum Beispiel Hefen und Bakterien, und erst in zweiter Linie aus dem zuckerhaltigen Obst selber. Nach etwa 24 Stunden häutet sich die Larve, die ständig wächst, zum ersten Mal, und erreicht das zweite Larvenstadium.
Nach dem Durchlaufen von drei Larvenstadien und einem viertägigen Puppenstadium schlüpft bei 25 °C nach insgesamt neun Tagen Entwicklungszeit die Imago.
Drosophila als Forschungsobjekt der Genetik
Geschichte
Drosophila melanogaster wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Forschungen des amerikanischen Zoologen und Genetikers Thomas Hunt Morgan und seiner Schule zum Versuchstier der klassischen Genetik. Diese Art hat nur vier verschiedene Chromosomen, die in den Drosophila-Zellen paarweise vorkommen: ein Paar Geschlechtschromosomen, die auch als erstes Chromosom oder X- bzw. Y-Chromosom bezeichnet werden, und drei Paar Autosomen, die als zweites, drittes und viertes Chromosom bezeichnet werden. Das vierte Chromosom ist jedoch nur sehr klein und enthält nur wenige Gene. Ideal für die Forschung ist auch, dass die Zucht einer großen Anzahl von Fliegen in Flaschen leicht möglich und die Generationenfolge kurz ist. „Eine halbe Milchtüte mit einem Stück verfaulender Banane genügte, um zweihundert Fruchtfliegen vierzehn Tagen lang bei Laune zu halten“, schreibt Martin Brookes in seinem 2002 erschienenen Buch über Drosophila. So hat man eine Unzahl von Kreuzungsexperimenten mit den Taufliegen durchführen können, dabei Kopplungsgruppen von Genen, die auf ein und demselben Chromosom sitzen, festgestellt, dabei das Phänomen des Crossing Over entdeckt und auch etliche Mutanten beschrieben und näher untersucht, etwa Fliegen mit weißen statt mit roten Augen oder Exemplare mit Stummelflügeln, die flugunfähig sind. Hermann Muller war der erste, der die mutationsauslösende Wirkung von Röntgenstrahlen auf die Erbsubstanz der Taufliege erkannte. Seitdem wurden die harten Strahlen sehr oft eingesetzt, um bei den Fliegen eine Vielzahl von unterschiedlichen Mutationen auszulösen.
Im Jahr 2000 wurde die Sequenzierung des Genoms abgeschlossen und insgesamt etwa 13.600 Gene wurden annotiert. Viele dieser Gene haben zum Teil erstaunliche Ähnlichkeit mit den Genen des Menschen. Forscher haben herausgefunden, dass etwa 70 Prozent der menschlichen Gene, die im Zusammenhang mit Krebs beschrieben wurden und im Verdacht stehen, in mutiertem Zustand an der Krebsentstehung beteiligt zu sein, auch im Erbgut der Taufliege vorkommen.
Auch im Rahmen entwicklungsbiologischer Untersuchungen hat man an den Embryonalstadien der Taufliegen zahlreiche Erkenntnisse gewinnen können. Schon um 1900 war der Harvard-Professor William Castle der erste, der auf der Suche nach einem Organismus, der sich als Objekt für embryologische Studien eignete, auf die Taufliege stieß. Seitdem hat sich auf diesem Gebiet viel getan. In den 1970er Jahren begann sich Christiane Nüsslein-Volhard mit den Entwicklungsgenen von Drosophila zu beschäftigen. Sie kam dabei zu der Erkenntnis, dass nur vier Gene innerhalb des Eis die weitere Entwicklung des Embryos bestimmen und kontrollieren (siehe auchHomöobox und Hox-Gen). 1980 veröffentlichte sie ihre bahnbrechende Studie über die „Mutationen, die Zahl und Polarität der Segmente bei Drosophila beeinflussen“, für die sie 1995 den Nobelpreis für Medizin erhielt.
Drosophila ist eine Fliegenart, die sehr einfach und billig zu züchten ist. In der Genforschug wird Drosophila bevorzugt als Forschungsobjekt verwendet, weil sie eine kurze Generationsfolge (ca. 14 Tage) aufweist, nur 4 Chromosomen besitzt (haploider Chromosomensatz) und weil die Art viele Genmutationen zeigt.
Entwicklung
Embryonalentwicklung
Modellorganismus
Nach der Befruchtung des Drosophila-Eis und der Verschmelzung der Zellkerne erfolgen mehrere schnell aufeinander folgende synchrone Kernteilungen (Mitosen), bei denen eine Abgrenzung durch Zellmembranen unterbleibt. So entsteht ein Embryo, der aus einer Zelle mit vielen Zellkernen besteht, die nicht durch Membranen abgegrenzt werden. Dieser Zustand wird als „syncytiales Blastoderm“ bezeichnet. Bereits nach der siebten Kernteilung wandern die meisten Kerne an die Peripherie des Embryos, also unter die äußere Zellmembran. Zwischen der achten und neunten Kernteilung werden acht bis zehn Zellkerne in das posteriore Polplasma eingeschlossen und beginnen sich daraufhin unabhängig von den anderen Kernen zu teilen. Aus diesen Zellen entwickeln sich die Keimzellen, die Polzellen genannt werden. Aus dem syncytialen Blastoderm entsteht nach ca. 2,5 Stunden nach Eiablage durch Einstülpung und Wachstum der äußeren Zellmembran zwischen die einzelnen Kerne das „zelluläre Blastoderm“. Damit wird das erste einschichtige Epithel der entstehenden Fliege gebildet und den Zellkernen der Zugang zu asymmetrisch verteilten, morphogenen Genprodukten verwehrt (siehe zum Beispiel bicoid). Entsprechend ist das Entwicklungspotential der Zellen zu diesem Zeitpunkt in Abhängigkeit von ihrer Position bereits weitgehend festgelegt.
Eine ventrale Einfurchung entlang der Längsachse (Ventralfurche) leitet die Gastrulation ein, durch die das Balstodermepithel in drei Keimblätter aufgeteilt wird: Durch die ventrale Einfurchung, also an der "Bauchseite" längs des Embryos, entsteht die Mesodermanlage. Eine anterior der Ventralfurche stattfindende Invagination, die das Stomodeum bildet, und eine am posterioren Pol des Embryos stattfindende Invagination, die das Proktodeum bildet, grenzen das spätere Endoderm ab. Die an der Außenseite des Embryos verbleibenden Zellen und die Endbereiche der stomodealen und proktodealen Invaginationen bilden das Ektoderm. Mit der Verlängerung des Keimstreifs wandern die Polzellen von posterior in das Innere des Embryos. Die Organogenese setzt ein und zum ersten Mal wird eine embryonale Metamerie erkennbar. Etwa 7,5 Stunden nach der Befruchtung beginnt die Keimstreifverkürzung, die mit dem Dorsalschluss (dorsal closure) endet. Nach weiteren Differenzierungschritten schlüpft etwa 22 Stunden nach der Befruchtung die vollständig entwickelte Larve.
Larvalentwicklung
Die Larven fressen und wachsen innerhalb weniger Tage von der Größe des Eis (0,5 mm) bis zur Größe der Fliege (2,5 mm) heran. Sie häuten sich in dieser Zeit zwei mal. Es werden dementsprechend drei Larvenstadien unterschieden.
Verpuppung
Drosophila-Forschungsgemeinschaft
In den USA findet in wechselnden Städten jährlich die größte internationale Drosophila-Konferenz statt. Sie hat etwa 2000 Teilnehmer. Die europäische Drosophila-Konferenz hat im Schnitt 400 bis 500 Teilnehmer und findet alle zwei Jahre in wechselnden Europäischen Ländern statt. Eine kleine deutsche regionale Tagung gibt es jährlich. Des weiteren ist Drosophila als Forschungsobjekt auf vielen internationalen Life Science-, Entwicklungsbiologie-, Neurobiologie- und weiteren Tagungen vertreten.
Mutationen
Die Züchtungen in den wissenschaftlichen Labors haben eine Unzahl von Mutationen hervorgebracht. In systematischen Screens wurde inzwischen ein Großteil der etwa 13400 Gene mutiert. Zu den Mutationen mit einem im homozygoten Zustand sichtbaren Phänotyp, zu denen die ältesten Mutanten gehören, zählen zum Beispiel:
- Mutationen der Augenfarbe
- white: Veränderung der Augenfarbe von rot auf weiß. Dies war die erste Mutation, die Thomas Hunt Morgan wissenschaftlich untersuchte und an denen er die Mendelsche Vererbungslehre empirisch belegen konnte.
- pink: Veränderung der Augenfarbe von rot auf pink
- Flügeldeformationen
- rudimentary: Fruchtfliegen mit normal großem Körper aber nur rudimentären Flügeln
- truncate: Fruchtfliegen mit normal großem Körper aber mit gestutzten Flügeln
- miniature: Fruchtfliegen mit normal großem Körper aber mit Miniaturflügeln
Literatur
- Martin Brookes; Drosophila - Die Erfolgsgeschichte der Fruchtfliege, Rowohlt Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-498-00622-3
- Peter A. Lawrence: The making of a fly. The genetics of animal design. Blackwell Science, ISBN 0-632-03048-8
Weblinks
- [http://flymove.uni-muenster.de/ Flymove- Schulausgabe auch auf Deutsch]
- [http://fly.ebi.ac.uk:7081/ Flybase (englisch)]
- [http://fbserver.gen.cam.ac.uk:7081/allied-data/lk/interactive-fly/aimain/1aahome.htm Interactive Fly (englisch)]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/256350.html www.wissenschaft.de: Reaktion auf Alkohol liegt bei Drosophila in den Genen]
Siehe auch:Zeittafel der EvolutionsforschungKategorie:GenetikKategorie:Zweiflüglerja:ショウジョウバエko:초파리
BRAGO
Die Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung (BRAGO) ist am 26. Juli1957 als Art. VIII des Gesetzes zur Änderung kostenrechtlicher Vorschriften verkündet worden und bis zum Inkrafttreten des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) am 1. Juli2004 der tragende Pfeiler des Rechts der anwaltlichen Gebühren gewesen.
Die BRAGO regelte bundeseinheitli
Lindan wurde erstmals 1825 durch Michael Faraday hergestellt. Die insektizide Wirkung wurde 1935 entdeckt. Seit 1942 wird Lindan als Insektizid eingesetzt. Nach einem Höhepunkt um 1969 ging die Produktion weltweit zurück. In
Wohnhaus
Ein Wohnhaus - oft auch kurz als Haus bezeichnet - ist ein Gebäude, welches von Menschen gebaut wurde, um darin zu wohnen. Allerdings sind nicht alle Gebäude, die vornehmlich zum Zweck des Wohnens erbaut wurden, zwingend Häuser (Wohntürme, Hütten).
Es gibt Beg
Neferkare Cheti III.
Nefer-ka-Rê Cheti III., altägyptischer König der 9. Dynastie
Nach dem Königspapyrus Turin (4.23) heißt auch der 6. König der 9. Dynastie Cheti mit dem Thronnamen Nefer-ka-Rê, sollte demnach Manethos Achtoes III. sein.
Unvollständig sind die Namen der folgenden Könige aud dem Turiner Papyrus:
- (4.24) mrj-...-(Rê) Cheti
- (4.25)
Mithraismus
Der Mithraismus oder Mithraskult war ein zunächst in Kleinasien, später im ganzen Römischen Reich verbreiteter Mysterienkult, in dessen Zentrum die Gestalt des Mithras stand. Ob diese Gestalt mit dem persischen Gott oder Heros Mithra identi
Flämische Gemeinschaft
Die Flämische Gemeinschaft (niederl.: Vlaamse Gemeenschap, französ.: Communauté flamande) ist eine der drei GemeinschaftenBelgiens.
Die Flämische Gemeinschaft ist zuständig sowohl für die Einwohner der Region Flandern als auch für den niederländischsprachigen Teil der Bevölkerung der Read More...
Chalkedon
Chalcedon (heute Kadıköy, Stadtteil von İstanbul) war eine antike Hafenstadt in Bithynien, Kleinasien, am Bosporus direkt gegenüber Byzanz gelegen, südlich von Skutari.
Chalcedon war als eine mégarische Kolonie an einem Ort gegründet, der die Vorteile der Anlage einer Stadt auf dem gegenüberliegenden Ufer (wo sodann die Stadt Byzantion
Reel
Reel bezeichnet sowohl einen irischenVolkstanz als auch die zugrundeliegende Melodie in einem schnellen 4/4-Takt. Die Betonung liegt auf dem ersten und dritten Schlag eines Taktes. Ähnlich wie andere Volkstänze gliedert sich auch der Reel meist in eine AABB-Struktur. Beide Teile A und B bestehen aus je acht Takten, die sich wiederum in so genannte "Phrasen" von vier und zweimal zwei Takten un