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Robert Parker

Robert Parker

Für den gleichnamigen Krimi-Schriftsteller siehe Robert B. Parker. ---- Robert M. Parker ist ein US-amerikanischer Autor, Verleger und Weinkritiker. Er ist ausgebildeter Rechtsanwalt, betreibt jedoch professionellen Weinjournalismus seit nunmehr über 20 Jahren. Seine Bewertungen von Weinen mit den Parker-Punkten sind international der maßgebliche Faktor zur Preisbildung auf dem Weinmarkt. Die bedeutenden Parker-Punkte werden häufig von Parkers Mitarbeitern (u.a. Pierre Rovani) vergeben und sind häufig recht zweifelhaft. Bildet Parker für Bordeaux (auch hier unterlaufen dem sog., Weinpapst Fehler!) und Rhone einen Maßstab in der Weinbewertung, darf sein Urteilsvermögen u.a. bei deutschen und burgundischen Weinen jedoch angezweifelt werden. Auch die sehr hohen Bewertungen Parkers für kalifornische Weine stoßen in der "Weinwelt" auf Skepsis bis Ablehnung. Parkers Benotungen für Weine können den Preis eines Weines (insbesondere Bordeaux) über Nacht verdopeln. + Parker, Robert Parker, Robert Parker, Robert Parker, Robert Parker, Robert ja:ロバート・パーカー

Krimi

Der Krimi (Kriminalroman oder Kriminalfilm) ist eine Gattung der Literatur und der Filmkunst. Ein Krimi beschreibt ein Verbrechen und seine Verfolgung und Aufklärung durch die Staatsgewalt oder eine Privatperson. Der Kriminalroman teilt sich in zwei verschiedene Subgattungen auf, die Detektivgeschichte und den Thriller.

Detektivgeschichten und Genreentwicklung bis heute

Die Bezeichnung Detektivgeschichte kommt aus dem Lateinischen (detegere „aufdecken“). Die klassische Detektivgeschichte geht von einem zu Beginn der Geschichte berichteten Verbrechen aus, oft ein Kapitalverbrechen, etwa ein Mord, das der handelnde Detektiv im Verlauf der Handlung aufklärt. Die eigentliche Verbrechensgeschichte (also wie es zu dem Verbrechen kam) ist mit Beginn der Handlung in der Regel abgeschlossen, während die Ermittlungsgeschichte im Detail geschildert wird. Der Detektiv dringt bei der Aufklärung des Verbrechens meist tief in die persönliche Vergangenheit der Verdächtigen und Opfer ein und untersucht zudem ihre privaten Verflechtungen untereinander. Viele Detektivgeschichten lassen den Leser im Unklaren darüber, wer das Verbrechen verübt hat. Der Reiz für den Leser oder Betrachter liegt unter anderem darin, dass er im Wettstreit mit dem Helden mitfiebern, mitraten kann. Diesen speziellen Typus bezeichnet man auch als Whodunnit, eine Verballhornung der Frage: „Who’s done it?“ (dt: „Wer hat es getan?“). Häufig wird der Detektiv bei seinen Ermittlungen von einer so genannten „Watsonfigur“ begleitet, die als Vermittler zwischen dem „genialen“ Ermittler und dem Leser auftritt. Durch Dialoge mit diesem und anderen Begleitern kann der Detektiv beziehungsweise Erzähler seine Schlussfolgerungen und Gedankengänge darlegen, Spuren aufzeigen und Indizien einbringen, aber auch bei Bedarf für weitere Verwirrung sorgen. Der Bypart kann auf verschiedenste Arten besetzt werden, er reicht vom bekannten Freund bei der Polizei, der hinreißenden Sekretärin und dem Spitzel an der Ecke über Liebhaber, Kollegen und Freunde bis hin zum intelligenten Computer in neueren Krimis. Neben dem klassischen Whodunnit entstanden beim Krimi nach und nach weitere Erzähl- und Handlungsschemata, Umfelder und Subgenres. Zu nennen wären hier etwa die Spionage- und Agententhriller (007, Nikita), der Polizeifilm mitsamt des oft gebrauchten Kommissariatsthemas (Maigret,Die purpurenen Flüsse) sowie die Schwarze Serie mitsamt des ausgebauten Typs des Hardboiled Detectives. Auch das umgedrehte Vorzeichen, das wie auch immer angelegte Gaunerstück als Gegensatz zur Ermittlung darf als Thema nicht vergessen werden. Zu nennen wären exemplarisch etwa Arsène Lupin, Die Gentlemen bitten zur Kasse als Verfilmung des großen englischen Postraubs, Leon als Geschichte eines Killers sowie im Hörfunk die Reihe Dickie Dick Dickens. Seltener, zugleich nicht weniger spannend sind Fälle, die sich außerhalb der (mittlerweile) gewohnten Bereiche bewegen, etwa im Mittelalter (Der Name der Rose von Umberto Eco, Bruder Cadfael von Ellis Peters), im Orient (Richter Di von Robert van Gulik) oder in der Zukunft (Jonas, der letzte Detektiv als Hörspiel, Stahlhöhlen von Isaac Asimov, Minority Report im Film und Buch). Jüngste Genreerweiterungen des Krimis sind vor allem im Ermittlungsbereich der Pathologie (Samantha Ryan) angesiedelt, während im Film seit den 70er/80er Jahren, als Typfilm könnte hier Dirty Harry mit Clint Eastwood genannt werden, vermehrt das Actiongenre besetzt war. Die Spannweite reicht vom Jugendbereich (Die drei Fragezeichen, Die Schwarze Hand, Nick Knatterton) bis hin zum Erwachsenenbereich des Rotlichtviertels und Erotikmangas. Lagen die Ursprünge im Roman und Groschenheft, sind Krimis mittlerweile in allen Medien zu finden, vom Fernsehen über den Film bis hin zum Manga und Comic (beispielsweise BlackSad als „Remake“ der Schwarzen Serie, Dick Tracy). Sie sind als etabliertes Genre medienübergreifend zu werten. Als Beispiel sei hier etwa die Reihe Nestor Burma von Léo Malet zu nennen, für Fernsehen und Hörfunk bearbeitet, von Jacques Tardi gekonnt im Bande Dessinée, im Comic umgesetzt.

Eine kleine Literaturliste

Bekannte Detektive des klassischen Detektivromans: Auguste Dupin (E.A. Poe), Sherlock Holmes (Arthur Conan Doyle), Hercule Poirot und Miss Marple (beide Agatha Christie), Lord Peter Wimsey (Dorothy L. Sayers), Father Brown (G. K. Chesterton), Nero Wolfe (Rex Stout). Bekannte literarische und cinematographische Vertreter im Polizei- und Geheimdienstbereich: Kommissar Maigret (Georges Simenon), Frankreich, Wachtmeister Studer (Friedrich Glauser), Schweiz, Inspektor „Dirty“ Harry Callahan, gespielt von Clint Eastwood, San Francisco, Jerry Cotton und Phil Decker, FBI, Krimiheftreihe Deutschland, James Bond, Agent 007 des englischen Secret Service, von Ian Fleming, Pierre Niemans und Max Kerkerian in Jean-Christophe Grangés purpurene Flüsse, Frankreich. Schwarze Serie: Zum eigenen Genre des Hardboiled Detective zählen unter anderem Philip Marlowe (Raymond Chandler), Sam Spade (Dashiell Hammett) und Lew Archer (Ross Macdonald), aber auch Mike Hammer (Mickey Spillane) kann und soll als (lesenswertes) Typbeispiel dienen. Das Subgenre ist nicht zuletzt durch das Kino der Schwarzen Serie/Film Noir weit verbreitet worden, wie uns filmische Klassiker mit Humphrey Bogart (Das unbekannte Gesicht), Elliott Gould, Robert Mitchum, Alain Delon (Le Samurai) und Jean-Paul Belmondo (Der Teufel mit der weißen Weste) beweisen. Kriminalisten neuerer Zeit sind Inspector Richard Jury (Martha Grimes), Kommissar Kurt Wallander (Henning Mankell), Commissario Guido Brunetti (Donna Leon), John Rebus (Ian Rankin), Simon Brenner (Wolf Haas), Vic Warshawski (Sara Paretsky), Irene Huss (Helene Tursten), die Tigerkatze Mrs. Murphy (Rita Mae Brown).

Thriller

Beim Thriller (von engl. to thrill „mitreißen, fesseln“) steht statt des Rätsels um den gesuchten Täter die Gefährdung des Helden im Mittelpunkt. Im Gegensatz zur klassischen Detektivgeschichte wird der Ermittler im Thriller zum Ziel der Täters. Stellt er im Detektivroman eine unantastbare Person dar, muss er im Thriller um sein Leben fürchten und sich nicht selten handgreiflich gegen seine Widersacher durchsetzen. Es wird zusätzliche Spannung erzeugt. Der Thriller wird dementsprechend weit mehr von Action- und Horror-Elementen des Filmgenres geprägt als der klassische Detektivroman. Ein Happy End ist nicht mehr garantiert. Es gibt auch sogenannte Mischformen des Detektivroman und Thrillers.

Ursprung

Als erster Autor von Detektivromanen wird Edgar Allan Poe angesehen (The Murders in the Rue Morgue, 1841), obwohl dieser auf Vorläufer (beispielsweise E. T. A. Hoffmann) zurückgreifen konnte. Kriminalliterarische Züge finden sich jedoch schon in der antiken Literatur, so beispielsweise in König Ödipus von Sophokles. Als Begründer der deutschsprachigen Kriminalerzählung ist August Gottlieb Meißner zu sehen. Als erster bedeutender deutschsprachiger Detektivromanautor jüngerer Zeit gilt Friedrich Glauser. Als einer der wichtigsten Begründer des Thrillers gilt der schottische Autor John Buchan, bedeutende Thriller schrieb auch Eric Ambler.

Rolle in der Literatur

Traditionell gelten Krimis im Literaturbetrieb als geringgeschätzte Kolportage/Trivialliteratur. Die Möglichkeiten, psychologische Momente zu schildern, die den Verbrecher antreiben, Milieubeschreibungen zu liefern oder den Ermittler in eigene Gewissensnöte zu stürzen, bieten aber durchaus Gelegenheit für anspruchsvolle Literatur. So kann man durchaus Fjodor Dostojewskis Roman Verbrechen und Strafe oder Wilhelm Raabes Stopfkuchen als Krimi auffassen. Auch Friedrich Dürrenmatt hat literarisch anspruchsvolle Kriminalromane geschrieben, ebenfalls Theodor FontaneUnterm Birnbaum. Mittlerweile ist der Krimi eine anerkannte Literaturgattung. Zahlreiche Literaturpreise werden für diese Gattung vergeben. Dazu zählen in Amerika der Grand Master Award und die Edgar Allan Poe Awards, in Europa die CWA Dagger Awards oder der Grand Prix de la Littérature Policière, in Deutschland der Deutsche Krimi Preis und der Glauser.

Krimis in Film und Fernsehen

Die Popularität des Genres hat Krimis zu einer festen Gattung in Film und Fernsehen werden lassen. Neben den Verfilmungen erfolgreicher Kriminalromane sind auch etliche Krimis und Thriller direkt für die Leinwand oder die Mattscheibe produziert worden. Erfolgreiche deutsche Kriminalserien im Fernsehen sind:
- Tatort
- Polizeiruf 110
- Schwarz rot gold
- Der Bulle von Tölz
- Der Alte
- Derrick
- Ein Fall für Zwei
- SOKO 5113 (SOKO Leipzig, SOKO Köln, SOKO Wismar, SOKO Kitzbühel, SOKO Wien, SOKO Rhein-Main., SOKO Donau)
- Wilsberg
- Kommissar Rex/Österreich, spielt in Wien
- Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger, ein Liebhaberstück aus Bayern Zu den älteren „importierten“ Serien zählen unter anderem:
- Kojak (New York)
- Columbo (US-Westküste)
- Detektiv Rockford, Anruf genügt (US-Westküste)
- Simon & Simon (US-Westküste)
- Magnum (Hawaii)
- Nestor Burma (Frankreich)
- Dempsey & Makepeace (London)
- Mit Schirm, Scharm und Melone (London bzw. England)
- Cagney & Lacey (New York)
- Der Dünne Mann
-
Bulldog Drummond (London)
-
Sherlock Holmes (England), in der älteren Fassung meist ein amerikanisches Serial
-
Miami Vice (Florida)
-
Quincy
-
Diagnose Mord
-
Madlock Zu den neueren, meist US-amerikanischen, Krimiserien zählen:
-
CSI (Las Vegas, Miami, New York)
-
Law & Order
-
Criminal Intent
-
Medical Detectivs
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Crossing Jordan
-
Without a Trace
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Cold Case
-
Profiler
-
NUMB3RS
-
Monk

Krimis im Hörspiel


-
Dickie Dick Dickens von Rolf und Alexandra Becker. Klassisch Mischung von Capone und Chicago, abgewürzt mit sehr viel Humor. Hörspielreihe.
-
Jonas, der letzte Detektiv. Hörspielreihe.
-
Selb’s Justiz, teils rabenschwarzer Krimi als Hörspielbearbeitung. Einzelsendung
-
Tassilo S. Grübel sechsteilige Hörspielreihe von Martin Walser, teils mit Bruno Ganz in der Hauptrolle verfilmt
-
Cleopatra, WDR-Hörspielumsetzung des preisgekrönten ersten Romanes aus der Max-Winter-Serie von Altmeister Felix Thijssen (unter anderem Miterfinder des Originals der Fernsehserie Die Wache), erschienen auf Deutsch im Grafit Verlag, Dortmund

Krimis im Comic


- Blacksad, als tierische (fabelhafte) Hommage an die schwarze Serie
-
120, Rue de la Gare (Nestor Burma) von Léo Malet, gezeichnet von Jacques Tardi
- Dick Tracy
- Detektiv Conan (Manga-Serie des japanischen Zeichners Aoyama Gōshō)
- Nick Knatterton, Parodie auf Sherlock Holmes und die Wirtschaftswunderzeit
- Sin City, rabenschwarze, düstere und blutige Noir-Serie von Miller.
- Ghost in the Shell, Anime bzw. Manga. Krimi- & Science-Fiction als Rahmen für philosophische Fragen.

Siehe auch

Liste der Krimiserien, Liste der Krimi-Autoren, Frauenkrimi, Deutsche Krimi-Straße, Krimispiel

Weblinks


- http://www.das-syndikat.com/
- http://www.hard-boiled-krimi.de/
- http://www.krimi-couch.de/
- http://www.krimi-forum.de/
- http://www.krimischule.de/
- http://www.kriminal-literatur.de/
- [http://www.krimilexikon.de/ Lexikon der deutschen Krimi-Autoren]
- [http://www.einseitig.info/html/content.php?txtid=274 Eine kurze Einführung in die Geschichte des internationalen Krimis] !Krimi Kriminalroman Kategorie:Filmgenre ! ja:推理小説


Schriftsteller

Als Schriftsteller werden Personen bezeichnet, die im Verfassen eigener literarischer Texte ihren beruflichen Schwerpunkt setzen. Der Begriff stammt aus dem 18. Jahrhundert, den Eindeutschungen der Wörter Skribent und Autor. Jeder Schriftsteller ist gleichzeitig Autor (Verfasser), allerdings werden heute insbesondere die Autoren von Belletristik als Schriftsteller betrachtet. Die Verfasser von Sachtexten dagegen gelten beispielsweise als Sachbuch-Autoren. Als Beruf ist der freie Schriftsteller gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden.

Inhalte

Bei den Werken eines Schriftstellers kann es sich sowohl um erzählende Prosa-Texte als auch um Dramen, Essays oder lyrische Werke handeln. Schriftsteller ist ein Überbegriff für Autoren oder Verfasser der genannten Textgattungen. Mitunter werden Schriftsteller, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf eine Gattung verlegen entsprechend als Romancier, Dramatiker, Essayist oder Dichter bezeichnet.

Ausbildung und Training

Es gibt keine bestimmte Ausbildung zum Schriftsteller. Viele Autoren haben sich das Schreiben ganz einfach selber beigebracht. Andere studieren an Universitäten oder Akademien, besuchen Kurse oder lesen Bücher. An der Universität Hildesheim und der Universität Leipzig (Deutsches_Literaturinstitut_Leipzig) gibt es mittlerweile eine schreibhandwerkliche Ausbildung zum Schriftsteller. Auch zahlreiche Schreibwerkstätten und Schreibseminare wie z.B. das Junge Literaturforum Hessen-Thüringen oder die Marburger Sommerakademie bieten angehenden Autoren interaktives Training und manchmal Coaching durch etablierte Vertreter des Berufs. Am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig gibt es seit 1995 einen Studiengang für Schriftsteller mit Prüfung und Diplom. Vorsichtig sollte man bei Angeboten wie "In 30 Tagen zum eigenen Buch" sein. Geld verdienen dabei zunächst die Schulen, die solche "Kurse" anbieten.

Siehe auch


- Liste der Listen mit Schriftstellern

Weblinks

!Schriftsteller Kategorie:Kunst (Beruf) ja:著作家

Robert B. Parker

Robert B. Parker (
- 17. September 1932 in Springfield, Massachusetts) ist US-amerikanischer Schriftsteller. Bekannt ist er für seine Krimifigur Spenser, einem Privatdetektiv in Boston in der Tradition der "Hard-boiled"-Detektive von Chandler und Hammett.

Biografie

Nach einem B.A.-Abschluss am Colby College in Waterville, Maine, diente Robert Brown Parker zwei Jahre im Koreakrieg, bevor er 1957 an der Northeastern University of Boston seinen M.A. in amerikanischer Literatur erwarb. Nach fünf Jahren schriftstellerischer Jobs in der Wirtschaft und in der Werbung, wechselte er wieder an die Universität. 1971 bekam er an der Universität Boston seinen Doktortitel mit einer Dissertation über die "Schwarze Serie" in der amerikanischen Krimiliteratur ("The Violent Hero, Wilderness Heritage and Urban Reality: A Study of the Private Eye in the Novels of Dashiell Hammett, Raymond Chandler, and Ross Macdonald"). Im Jahr 1973 veröffentlichte er dann seinen ersten eigenen Kriminalroman in der Tradition seiner literarischen Vorbilder mit dem Privatdetektiv Spenser (Spenser und das gestohlene Manuskript). 1976 wird er ordentlicher Professor an seiner Bostoner Universität, gibt seine Tätigkeit aber bereits drei Jahre später auf, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seit 1973 ist fast jährlich ein neuer Spenser-Roman erschienen. 1976 erhielt er für Auf eigene Rechnung (auch als: Leichte Beute für Profis) den Edgar Award für den besten Kriminalroman des Jahres. 1997 begann er parallel zu Spenser zwei Serien um den Polizisten Jesse Stone und um die weibliche Privatdetektivin Sunny Randall, die im jährlichen Wechsel erscheinen.

Spenser

Sein Hauptheld Spenser (Vorname unbekannt) ist ein ehemaliger Schwergewichts-Profiboxer und kann auch auf eine unrühmliche Polizeikarriere zurückblicken. Seitdem schlägt er sich als Privatdetektiv in Parkers Heimatstadt Boston durch. Wie seine literarischen Vorgänger Philip Marlowe, Sam Spade und Lew Archer ist auch Spenser ein Einzelkämpfer gegen die organisierte Kriminalität und in seinen Fällen kommt es immer wieder zu Schießereien auch mit tödlichem Ausgang. Die sanfteren Seiten von Spenser sind seine Vorliebe fürs Kochen und seine literarischen Kenntnisse. Die Besonderheit der "Spenser"-Reihe liegt auch in dem sehr intensiven Verhältnis des Privatdetektivs und seiner Lebensgefährtin Susan Silverman, die sich im zweiten Buch der Serie kennenlernen, und deren Beziehung in allen folgenden Büchern ein wichtiger Bestandteil der Bücher bildet. Mitte der 80er entstand dann die recht erfolgreiche Fernsehserie Spenser (Originaltitel: Spenser - For Hire) mit Robert Urich in der Rolle des Privatdetektivs, die er auch in vier weiteren Spenser-Filmen in den 90ern einnahm.

Parker und Chandler

Robert Parker ist nicht nur was das Genre betrifft ein Nachfolger von Raymond Chandler, er setzte dessen Werk auch "offiziell" (autorisiert durch Chandlers Nachlassverwalter) fort: aus den Aufzeichnungen von Chandler über eine nicht vollendete Philip-Marlowe-Geschichte machte er 1989 den Roman Einsame Klasse (engl. Poodle Springs). Und der 1991 erschienene Roman Tote träumen nicht war eine Fortsetzung des Chandler-Klassikers Der große Schlaf (verfilmt als: Tote schlafen fest). Siehe auch: Liste der Krimi-Autoren

Weblinks


-
- [http://www.kirjasto.sci.fi/parker.htm ausführliche Biografie] (engl.)
- [http://www.toms-krimitreff.de/parker.html vollständige deutsch-englische Bibliografie]
- [http://www.epguides.de/spenser.htm Episodenführer der Spenser-Fernsehserie]
- [http://www.jokersaints.net/bobames/CoversGerman.html Buchdeckel von deutschen Spenser-Romanen] Parker, Robert B. Parker, Robert B. Parker, Robert B. Parker, Robert B. Parker, Robert B. ja:ロバート・B・パーカー

Autor

Ein Autor (v. lat.: auctor = Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser) ist der Verfasser oder geistige Urheber eines Werkes. Dabei handelt es sich meist um Werke der Literatur im weitesten Sinn (Schriftsteller, Sachbuch-, Drehbuch-, Fernseh-, Opern- oder Bühnenautor). Seltener wird, mit einem deutlichen juristischen Beiklang, als Autor der Urheber eines Werkes der Musik, Kunst, Fotografie, Filmkunst verstanden (vgl. auch Softwareautoren, Gesetzesautoren).

Geschichte

Das Verständnis von Autorschaft ist geschichtlichen Veränderungen unterworfen. Im Mittelalter verweisen die Begriffe Autor und Autorität mit großer Selbstverständlichkeit aufeinander. Der Rechtssprache entstammend, bezeichnet auctor den 'Urheber', 'Verfasser' oder 'Sachwalter' eines Werkes. Dabei schließt die Wortbedeutung, anders als in der Neuzeit, grundsätzlich den Aspekt der Autorität (auctoritas) ein: Verfasser sind gemeint, die hohes Ansehen erworben und breite Anerkennung gefunden haben. Besonders die medialen Umbrüche von der Mündlichkeit zur Schrift und von der Handschrift zum Buchdruck förderten die Ablösung der Person des Autors und ihrer Autorität von ihrem (reproduzierbaren und vor Verfälschung zu schützenden) Werk, zunächst jedoch eher in Gattungen der theologischen und wissenschaftlichen Literatur. Erst seit der Genieästhetik des Sturm und Drang bildete sich ein Konzept des autonomen, schöpferischen, über sein Werk herrschenden belletristischen Autors heraus. Das 19. und 20. Jahrhundert bilden die Hochphase dieses emphatischen, idealisierten Autorbegriffs. Seit den 60er Jahren wurde Kritik an der Verabsolutierung der Autorpersönlichkeit laut (Roland Barthes, Michel Foucault). In Teilen der Literaturtheorie (Erzähltheorie) wird zwischen Autor und Erzähler unterschieden: Der Autor ist der Schreibende des Textes und der Erzähler der Erzählende der Geschichte und ist dabei eine vom Autor geschaffene Instanz. Der Begriff Autor wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Verfasser eingedeutscht.

Juristische Aspekte

Autorschaft umfasst in der Gegenwart ein Recht am geistigen Eigentum. Zum Schutz des Werkes dient das Urheberrecht.

Vergütung und Tantiemen

Im Januar 2005 einigen sich Belletristikverlage und der Verband deutscher Schriftsteller darauf, daß 10 Prozent vom Nettopreis jedes verkauften Hardcover-Exemplars künftig als Honorar an den Autor eines Buches fließen sollen. Für Taschenbücher gelten gesonderte Regelungen, bei bis zu 20000 verkauften Exemplaren erhalten die Autoren fünf Prozent. Der Erlös aus der Verwertung buchferner Nebenrechte geht zu 60 Prozent, der aus anderen Nebenrechten zur Hälfte an den Autor.

Verwertungsgesellschaft

Verwertungsgesellschaft für die Autoren verschiedener Sparten (Journalisten, Schriftsteller, Drehbuchautoren) ist die VG Wort. Sie verwertet - ähnlich der GEMA bei Musikstücken - die durch Aufführung, Sendung, Kopie und Publizierung entstandenen Tantiemen für die Autoren und schüttet die entstandenen Beträge einmal jährlich an die Autoren aus.

Zählung von Autoren

Vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen kommt es immer häufiger vor, dass ein Werk mehrere Autoren und Koautoren aufweist. Um die Anzahl von Publikationen einer Person vergleichbar zu zählen, gibt es in der Bibliometrie verschiedene Zählweisen:
- Normale Zählweise (Eine Publikation zählt für jeden Autor unabhängig von der Anzahl der Autoren)
- Fraktionelle Zählweise (Anteilmäßige Aufteilung der Autorenschaft, beispielsweise jeweils ein Drittel bei drei Autoren)
- Logarithmische Zählweise (Der Anteil nimmt nach der genannten Reihenfolge der Autoren ab)
- Andere Gewichtung (zum Beispiel nur die ersten beiden Autoren)

Literatur


- Helmut Kreuzer: Der Autor, LiLi 42 (1981).
- Michel Foucault: Was ist ein Autor?, (zuerst frz. 1969) In: Ders: Schriften zur Literatur. Ffm. 1988, S. 7-31.
- Heinrich Bosse: Autorschaft ist Werkherrschaft - Über die Entstehung des Urheberrechts aus dem Geist der Goethezeit, Paderborn 1981.
- Fotis Jannidis u.a. (Hrsg.): Texte zur Theorie der Autorschaft, Stuttgart: Reclam 2000. (Enthält Texte von u.a. Freud, Sartre, Booth, Barthes, Focault, Eco)

Siehe auch


- Belletristik
- Leser
- Textualität
- Liste der Listen mit Schriftstellern

Weblinks


- [http://www.edkomp.uni-muenchen.de/CD1/C/Autor-C-RL.html Roger Lüdeke: Autor (aus: Kompendium der Editionswissenschaften)]
- [http://iasl.uni-muenchen.de/discuss/lisforen/autor-inhalt.html Jannidis/Lauer/Martinez/Winko: Rede über den Autor an die Gebildeten unter seinen Verächtern: Historische Modelle und systematische Perspektiven] ! Kategorie:Kunst (Beruf) Kategorie:Urheberrecht ja:作家 simple:Author

Weinkritiker

Weinkritiker sind Autoren und Journalisten, die als Fachleute für Weine gelten. Bekannte Weinkritiker sind Robert Parker, Michael Broadbent und Hugh Johnson, auf dem deutschen Markt Armin Diel, Mario Scheuermann und August F. Winkler. Weinkritiker haben auf dem weltweiten, nicht nur dem englischen und nordamerikanischen Markt durch die Fülle ihrer jährlichen Publikationen besonders das Image der französischen Lagen (Bordeaux u.a.) gefördert und deren Preise steigen lassen. Eine besondere Bedeutung haben hierbei die Kritiken von Robert Parker, verbunden mit seinem Bewertungssystem, den Parker-Punkten. Für den Konsumenten sollten die Empfehlungen der Weinkritiker aber nur grobe Anhaltspunkte sein, der persönliche Geschmack und eigene Besuche bei dem Winzer sind durch keine Kritik in einem Weinbuch zu ersetzen, schon gar nicht wenn, wie so oft, keine echten Blindverkostungen stattfinden. Aufgrund des Überangebots an Weinen weltweit und einem Rückgang des Weinkonsums in vielen Ländern ergeben sich für deutsche, österreichische und schweizerische Weine Herausforderungen im internationalen Marketing und der Exportförderung besonders für die Märkte in USA und der englischsprachigen Welt. Kategorie:Wein

Journalismus

Journalismus bezeichnet die publizistische Arbeit bei der Presse (Zeitung und Zeitschrift) und im Rundfunk.

Aufgabe

Mit ihren Artikeln und Beiträgen ermöglichen Journalisten eine öffentliche Diskussion über aktuelle Themen, die Grundlage jedes demokratischen Zusammenlebens ist. Man spricht in diesem Zusammenhang oft vom Journalismus bzw. den Medien als vierte Gewalt im Staat, da sie die Aufgabe der Meinungsbildung übernehmen und so politische, gesellschaftliche und ökonomische Abläufe beeinflussen können. Gleichzeitig steht der Journalismus in der Kritik, durch Sensationsgier und unsachliche, teilweise falsche Berichterstattung dem Auftrag, zur Wahrheitsfindung beizutragen, oft nur unzureichend zu entsprechen. Dies gilt vor allem für die Boulevardzeitungen, teilweise jedoch auch für gesamte Medienlandschaft. Weiterhin wird die Bildung von „Meinungsmonopolen“ befürchtet, die Struktur und die Marktanteile einzelner Verlagskonzerne werden daher von Kontrollorganen wie dem Bundeskartellamt und der Europäischen Kommission reguliert.

Medien

Praktisch jede moderne Form der Nachrichtenübermittlung kann als Medium für den Journalismus dienen. Hierbei werden Print-, Agentur-, Hörfunk-, Fernseh- und Online-Journalismus unterschieden. Je nach Medium kommen Texte, Fotos, Infografiken, Originaltöne und bewegte Bilder zum Einsatz.

Ausprägungen

In der Praxis werden teilweise bereits vorbereitete Presseerklärungen (auch: „Originaltexte“) unverändert übernommen und weiterverbreitet. Häufiger ist die Verwendung von Agenturmeldungen, die bei Bedarf gekürzt oder geringfügig ausgeschmückt werden. Hierbei spricht man von informativem Journalismus. Im interpretativen Journalismus wird eine Nachricht in ihrem Kontext dargestellt und häufig mit Hintergrundinformationen ergänzt, zum Beispiel in Form eines Berichts oder einer Reportage. Häufig werden Nachrichten mit einer deutlichen Wertung oder Stellungnahme verbreitet, in Form eines Kommentars oder einer Glosse. Diese, meist deutlich von der neutralen Berichterstattung getrennte Form nennt man Meinungsjournalismus. Weitere, differenziertere Arten des Journalismus bilden beispielsweise der investigative und der Fachjournalismus.

Geschichte

Übersicht

Der Journalismus hat sich im Laufe seiner mehr als 2000 Jahren währenden Geschichte jeweils der neuesten Technologien bedient. Meilensteine waren die Erfindung des Buchdrucks in der Renaissance, die Entwicklung der Informationsübertragung im 19. Jahrhunderts durch die Telegrafie sowie die Erfindung des Hörfunks (um 1920) und des Fernsehens (um 1950). Anfang der 1990er Jahre kam als neueste Ausprägungsform der Online-Journalismus im Internet dazu.

Die Anfänge

Die Ursprünge des Journalismus finden sich im Römischen Reich, in dem ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. das täglich erscheinende Informationsblatt Acta Diurna herausgegeben wurde. Die Redakteure dieses ersten grafischen Mediums wurden diurnarii genannt. Zur selben Zeit erschien mit dem Commentarius Rerum Novarum die erste Wochenzeitung, die bereits eine ähnliches Themenspektrum wie heutige Zeitungen - eine Mischung aus offiziellen Informationen, Nachrichten und Unterhaltung - aufwies und von etwa 300 professionellen Schreibern erstellt wurden. Im Mittelalter wurden noch vor der Erfindung des Buchdrucks wirtschaftliche Informationen an den Handelsplätzen (insbesondere auf Häfen) auf Flugblättern verbreitet, die in Italien avvisi und in deutschsprachigen Ländern Zeitung genannt wurden. Dies kann man als Ursprung des Fachjournalismus ansehen, der sich mit spezifischen Themen befasst. Der Buchdruck beschleunigte die Herstellung derartiger Informationsblätter, der Durchbruch des Journalismus ließ dennoch weitere Jahrhunderte auf sich warten, was vor allem an der damals noch langsamen Geschwindigkeit der Informationsübertragung auf dem Land- und Seeweg lag. Dieses Problem konnte erst im 19. Jahrhundert befriedigend gelöst werden.

Der Beginn des modernen Journalismus

1631 gab der Franzose Théophraste Renaudot die erste Zeitung im modernen Sinne, La Gazette heraus und meldete ein Patent auf diese Art der Informationsverbreitung an. Renaudot gilt als Visionär des modernen Journalismus und als Erfinder der meisten journalistischen Darstellungsformen wie Kommentar oder Bericht, die noch heute in den Printmedien verwendet werden. Ab Anfang des 18. Jahrhunderts wurden auch in den USA die ersten Zeitungen herausgegeben, die sich noch an die gebildete Elite richteten. Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts konnten in der Druckechnologie entscheidende Durchbrüche erzielt werden, die Printmedien deutlich billiger machten. Zur gleichen Zeit konkretisierte sich das Berufsbild des Journalisten. Zu dieser Zeit war die Berichterstattung in den meisten Medien noch sehr meinungsgefärbt. 1835 wurde mit dem New York Herald die erste Zeitung gegründet, die versuchte, objektiv und realistisch aktuelle Informationen zu liefern. Dieser informative Journalismus fand zwar rasch Nachahmer, zur dominanten Erscheinungsform wurde er jedoch erst nach 1900. Im selben Jahr wurde mit Havas die erste Presseagentur gegründet.

Beginn der Massenmedien

Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Massenmedien in den USA. Einen großen Einfluss auf diese Entwicklung hatten die Fortschritte in der Bildung, die auch der gehobenen Mittelklasse das Erlernen von Lesen und Schreiben ermöglichte und sie damit zu Kunden für die Zeitungen machte. Aber auch die Fortschritte in der Technologie - die Automatisierung des Druckens sowie die Optimierung der Informationsübertragung durch Telegraph und Telefon - trugen zum Erfolg der Presse bei, da sie die das Herstellen eines Mediums immer billiger machten. In die selbe Zeit fallen wichtige ökonomische Fortschritte, wie das gezielte Platzieren von Werbung in den Zeitungen. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts hatte sich der Journalismus endgültig als Machtmittel in der gesellschaftlichen Meinung etabliert. Er wurde deshalb Objekt von Versuchen, Interessen aller Art - insbesondere politischer und wirtschaftlicher Natur - zu verbreiten. Diese Versuche dauern bis heute an und sind einer der Hauptkritikpunkte, die an den Journalismus gerichtet werden.

Aufkommen des Rundfunks

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Technologie der bewegten Bilder entwickelt. Sie wurde nach der Erfindung des Tonfilms in den 1920er-Jahren zu informativen Zwecken eingesetzt, besonders zu wöchentlichen Nachrichtenüberblicken (Wochenschauen). Einen größeren Einfluss hatte jedoch zunächst das Aufkommen des Hörfunks in den 1920er-Jahren. Dieses neue Medium veränderte die Art, zu schreiben, rasant, da das Radio in Echtzeit über aktuelle Ereignisse berichten konnte und zudem mittels Musik Zugang zu den Emotionen der Hörer hatte. Es entstanden neue Unterkategorien des Berufs des Journalismus, wie der Kommentator und der Moderator, sowie neue Darstellungsformen. Um gegen das Radio bestehen zu können, verlagerten sich die Journalisten in den Printmedien auf das Analysieren und Kommentieren der Nachrichten. In den USA entstand bereits kurz nach dem Ersten Weltkriegs der sogenannte interpretative Journalismus in speziellen Zeitschriften, die newsmagazines genannt wurden. Wichtig war nun nicht mehr, eine Nachrichten zu übermitteln, sondern, sie in ihren Kontext zu stellen und dem Leser begreiflicher zu machen. Besonders nach der Weltwirtschaftskrise 1929 wurden solche Hintergrundinformationen immer wichtiger, da viele ökonomisch interressierte Menschen sich über die Ursachen dieser Krise informieren wollten. Um 1950 hatte der interpretative Journalismus die dominante Rolle unter den Ausprägungsformen in seiner Disziplin errungen. Das Fernsehen sorgte Ende der 1940er-Jahre für einen weiteren Quantensprung, da nun die Informationen live mitsamt Bildern übertragen werden konnten und die Nutzer die Möglichkeit hatten, einem Ereignis praktisch aus der Ferne beizuwohnen. Es hatte einen großen Einfluss auf den politischen Journalismus, da sich die Politiker nun live bei Interviews und Talkrunden zeigen konnten, wodurch die Berichterstattung und damit auch deren Aufnahme durch die Bevölkerung personenbezogener wurde. Diese neuen Medien sorgten für eine Spezialisierung innerhalb des Berufes. Während Fernsehen und Radio zum Ort für informativen Journalismus wurden, auch weil lange Analysen und Kommentare dort störend sind, spezialisierten sich die Printmedien auf die Nischen des interpretativen und des Meinungsjournalismus. Die Art, die Texte zu schreiben, wurde für jedes Medium anders. Beispielsweise kommt es im Hörfunk vor allem auf eine kurze und knappe, aber vollständige Sprache an, während Printmedien längere und vollständigere Abhandlungen ermöglichen, weil der Konsument hier entscheiden kann, was er wann liest. Wenn der Rezipient im Text "hängenbleibt", kann er ihn auch mehrmals lesen. Einen Radiobeitrag dagegen muss er auf Anhieb verstehen. Im Fernsehen ist es wichtig, dass sich Bild und Text ergänzen. Sein Charakter als kombiniertes Text-, Ton- und Bildmedium gab dem Journalismus besonders kreative Gestaltungsmöglichkeiten, um Zugang zu der Aufmerksamkeit des Zuschauers zu erhalten. In Dokumentarfilmen etwa verzahnt sich der interpretative Journalismus mit der Kunst: Musik und visuelle Effekte werden eingesetzt, um die Informationen zu unterstreichen und so eine passende Stimmung zu erzeugen. Der Meinungsjournalismus erlebte zur selben Zeit einen neuen Aufschwung mit Aufkommen des Boulevardjournalismus, der mit sensationsgieriger, teils erfundener Berichterstattung die Interessen der Massen zu befriedigen suchte. Bekanntestes Beispiel im deutschsprachigen Raum ist die Bild-Zeitung. Ab den 1950er-Jahren erlebte die Form des investigativen Journalismus seine Blütezeit. Hierbei handelte es sich um gezielte Recherchen der Medien zu speziellen, insbesondere politischen Themen, die der Öffentlichkeit bisher verborgen geblieben waren. Die Journalisten konnten so mehrere Skandale aufdecken. Der bekannteste Fall war die sogenannte Watergate-Affäre Anfang der 1970er-Jahre, die zum Rücktritt des damaligen Präsidenten der USA, Richard Nixon, führte. In den 1980er-Jahren erschien als neueste Darstellungsform des interpretativen Journalismus in den Printmedien und im Fernsehen die Infografik, die Text und Bild kombinierte und somit komplizierte Sachverhalte verständlich machen konnte. Dies ging einher mit einer immer größeren Bedeutung der Bilder in den Printmedien, die dadurch ihre Erscheinung attraktiver machen konnten. So wurde um 1990 die Einbindung von Farbbildern und vielfältigen Design-Elementen in den wichtigen Zeitungen zum Standard.

Journalismus heute

Heute befindet sich der Journalismus in einer weiteren Umbruchphase. Das Aufkommen des Online-Journalismus in den 1990er-Jahren sorgte für eine Revolution innerhalb der Disziplin, deren Konsequenzen noch nicht voll absehbar sind. Diese neue Ausprägungsform konnte die Vorteile der Printmedien mit denen des Hörfunks und des Fernsehens kombinieren: er ist in der Lage, in Echtzeit über aktuelle Ereignisse zu berichten, wegen seines Textcharakters eignet er sich jedoch auch für längere Abhandlungen, die der Leser in Ruhe konsumieren kann. Zudem bieten sie die Möglichkeit, multimediale Informationen einzubinden, etwa Videos oder Tondokumente. Der einzige Nachteil der Online-Medien gegenüber den Printmedien ist der, dass der Leser sich bisher an einen Computer begeben muss, um ihn konsumieren zu können. Daher ist es für den Leser bequemer, lange Texte auf Papier zu lesen - ein Umstand, der zu einer weiteren Spezialisierung der Printmedien auf Analysen, Hintergrundinformationen und Kommentare geführt hat. Es ist jedoch zu erwarten, dass dieser Nachteil in naher Zukunft entfällt, sollten sich neue Entwicklungen wie E-Books oder insbesondere das seit mehreren Jahren in Entwicklung befindliche elektronische Papier durchsetzen. Die neuen Online-Medien wurden von den traditionellen Medien wegen dieser Vorteile schnell als Gefahr angesehen und heute oft für den Rückgang der Auflagezahlen vor allem von Zeitungen verantwortlich gemacht. Der Internet-Boom führte zu einem weiteren Phänomen: Da nun auf einmal jeder Benutzer schnell durch das Schreiben einer eigenen Homepage Information in alle Welt verbreiten konnte, sorgte er für ein rasantes Ansteigen der Publikationen mit journalistischem Charakter. Die Grenzen zwischen professionellem Journalismus und der Aktivität von Amateuren verschwinden damit zusehends. Viele Online-Medien - und auch die Internetpräsenzen der traditionellen Medien - binden etwa Weblogs oder sogar Wiki-Elemente in ihre Angebote ein, andere lassen ihre Texte von den Lesern kommentieren oder besitzen Diskussionsforen. Einige Medien werden mittlerweile sogar von den Lesern selbst verfasst; bekannte Vertreter sind Indymedia, das koreanische Onlinemagazin Ohny News und das zur Wikimedia Foundation gehörende Wikinews. Diese Phänomene werden oft unter dem Schlagwort Graswurzel-Journalismus zusammengefasst. Parallel zu dieser Entwicklung kam es zu einer Renaissance des Meinungsjournalismus, da jeder Internet-Nutzer per Website oder Blog zu beliebigen Themen ohne besondere Kosten Stellung nehmen konnte. In vielen Online-Magazinen findet man eine Mischung aus Meinungsjournalismus und interpretativem Journalismus, da es bei solchen Publikationen verführerisch ist, die eigene Sicht der Dinge darzustellen. Diese Entwicklung wird von Verfechtern des Journalismus als Hort der objektiven Berichterstattung mit Sorge beobachtet. Befürchtet wird - teilweise zu Recht - die Polemisierung des Journalismus besonders bei kritischen Themen, während die Recherche und das Darstellen verschiedener Standpunkte nebeneinander in den Hintergrund zu rücken droht. Zusammenfassend kann man sagen, das das Aufkommen des Online-Journalismus zu einer steigenden "Informatisierung" der Gesellschaft geführt hat. Die Konsumenten sind heute dank der vielfältigen journalistischen Angebote viel umfassender über aktuelle Ereignisse informiert als noch vor 20 Jahren. Fast jedes noch so kleine Nischenthema wird mittlerweile von einem journalistischen Angebot besetzt. Zudem wurde das "Informationsmonopol" der traditionellen Medien von kleinen unabhängigen Angeboten attackiert, so dass es den Journalisten nicht mehr so einfach fällt, Leser zu manipulieren oder zu täuschen. Ein Beispiel ist das BILDblog, das Internetnutzer über Fehler und Falschinformationen in der Bild-Zeitung informiert. Doch diese Vielfalt von Standpunkten hat auch den Nachteil, dass die Information insgesamt unübersichtlicher wird und die Aufmerksamkeit oft auf Banalitäten gelenkt werden. Man spricht in diesem Zusammenhang oft von Infomüll - unnötige Informationen, die den Blick aufs Wesentliche verstellen.

Ausblick in die Zukunft

Wie diese Entwicklungen die Welt des Journalismus verändern werden, ist noch unklar. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Umwälzungen mindestens so groß sein werden wie bei dem Aufkommen des Rundfunks. Einige Stimmen warnen derweil schon vor dem Aussterben der Printmedien, was aber bisher noch nicht bestätigt worden konnte; auch Hörfunk und Fernsehen bestehen weiterhin. Dennoch wächst die Konkurrenz durch Internet-Radios und den relativ neuen Internet-Fernsehsendern. Wahrscheinlich ist nach Meinung vieler, dass die bisherigen Medien bei einer weiteren Zunahme der Bandbreite des Internet zu einem einzigen Multimedium verschmelzen werden, was eine weitere Zunahme der journalistischen Darstellungsformen und Angebote bedeuten würde.

Gesetzlicher Rahmen

Die rechtliche Grundlage der journalistischen Tätigkeit ist im Grundgesetz durch die Pressefreiheit sowie in den jeweiligen Bundesländern die entsprechenden Landespressegesetze geregelt. Daneben muss der Journalist in seiner täglichen Arbeit entsprechende Gesetze, etwa Persönlichkeitsrechte und Urheberrechte, beachten. Verletzt eine Veröffentlichung diesen Rahmen, so wird neben Schadenersatz oft auch das Recht auf Gegendarstellung eingeklagt.

selbstverpflichtender Rahmen

Darüber hinaus wurden der Deutsche, Österreichische und Schweizer Presserat als Kontrollinstanzen geschaffen. Sie überprüfen die Einhaltung der selbstgeschaffenen journalistischen Kodizes und rügen Verstöße. Die Kodizes: Pressekodex, Ehrenkodex für die österreichische Presse, [http://www.presserat.ch/code_d.htm Erklärung der Pflichten und Rechte].

Siehe auch

Journalist, Journaille, Paparazzo, Journalismustheorien, Kreatives Schreiben, Medienjournalismus, Journalistenschule, Presseerklärung, Online-Journalismus, Fachjournalismus, Technikjournalismus, Presseausweis, Pressekonferenz

Weblinks


- [http://www.oew.org/de/aktuellesartikel.php?id=441 Journalismus und Unrecht - Einige Überlegungen zu den Aufgaben und Pflichten der Medien] Quelle:OEW
- [http://www.oew.org/de/aktuellesartikel.php?id=442 Kritischer Journalismus] Quelle:OEW

Literatur


- Lutz Hachmeister (Hrsg.): Die Herren Journalisten. Die Elite der deutschen Presse nach 1945. München: C.H. Beck, 2002. ISBN 3-406-47597-3
- Claudia Mast (Hrsg.): ABC des Journalismus. 10. Aufl. Konstanz: UVK, 2004. ISBN 3-89669-419-7
- Siegfried Weischenberg (Hrsg.): Handbuch Journalismus und Medien. Konstanz: UVK, 2005. ISBN 3-89669-429-4 ! Kategorie:Kulturwissenschaft fiu-vro:Aokirändüs ja:報道 ko:언론

Wein

Wein (entlehnt aus lat. vinum) ist ein alkoholisches Getränk, das durch die alkoholische Gärung von Früchten oder Honig hergestellt wird. Nur ein Getränk, das aus den Beeren der Edlen Weinrebe hergestellt wird, darf "Wein" genannt werden, der vergorene Saft aus anderen Früchten muss die jeweilige Zusatzbezeichnung (beispielsweise Apfelwein) tragen. Die Trauben liegen in unterschiedlichen Rebsorten vor. Häufig stammt das Lesegut hierfür aus einem bestimmten Weinanbaugebiet. Doch auch Verschnittweine aus verschiedenen Provenienzen sind, teilweise als billiger Tafelwein in Kartons abgefüllt, auf dem Markt. Im weiteren Sinne zählen zu den Weinen auch die Obstweine, die verstärkten Weine (beispielsweise Sherry, Portwein oder Madeira) sowie die Schaumweine (zum Beispiel Sekt, Champagner oder auch Perlwein) und nicht ausgegorener Wein (Federweißer, Sturm). Der in der Weinherstellung aus Weintrauben gewonnene Wein erreicht dabei in der Regel einen Alkoholgehalt zwischen 8,5 und 14 Vol% (Ethylalkohol oder Ethanol). Es gibt aber auch Weine mit niedrigerem und höherem Alkoholgehalt. So erreichen einige französische, kalifornische und ungarische Weine bis zu 16 Volumenprozent Alkohol. Alkohol

Geschichte

Die Kultivierung von Weinreben zum Zwecke der Weinherstellung nennt man auch Weinbau. Schon seit dem 6. Jahrtausend vor Christus wird dieser in Vorderasien betrieben, um Wein herzustellen.

Ägypten

Vorderasien Bereits im antiken Ägypten wurde intensiv Wein angebaut, der dann bei Festen der sozialen Oberschicht getrunken wurde. Bier wurde auch gebraut, galt aber als preiswertes Alltagsgetränk der einfachen Leute.

Griechenland

In der griechischen Antike wurden drei Sorten von Wein unteschieden: weißer, schwarzer und bernsteinfarbener. Diese konnten trocken (austeros), halbtrocken (autokratos) oder süß (glykazon) sein. Alter Wein wurde für besser als junger angesehen. Der Wein hatte einen relativ hohen Gehalt an Alkohol (Davidson geht von 15-16 % aus). Er wurde in versiegelten Tonkrügen oder Schläuchen aus Ziegenhaut gelagert. Der meiste Wein stammte aus lokalem Anbau und kostete einen Obolus für drei Kotylen. Der beste Wein, der weit gehandelt wurde, stammte aus Chios (Gebiet von Arios), Thasos, Lesbos und Mende auf der Halbinsel Chalkidike. Die Transportamphoren unterschieden sich in der Form oder trugen Abbildungen, wodurch sich der Herkunftsort erkennen ließ. amphoren] Wein wurde grundsätzlich mit Wasser getrunken, der Genuss von unverdünntem Wein galt als Merkmal der Barbaren. Nur bei dem Trankopfer (Libation) zu Beginn eines Symposions (gemeinsames Trinkgelage) wurde unvermischter Wein verwendet. Die übliche Mischung waren fünf Teile Wasser auf zwei Teile Wein, eine Mischung aus gleichen Teilen galt bereits als unmäßig und wurde akratos (unvermischt) genannt. Wein und Wasser wurden in dem kratér gemischt, manchmal wurde der Wein auch in einem psyktér gekühlt oder Schnee direkt in die Trinkschalen getan. Den Wein trank man aus flachen Schalen auf hohem Fuß, die seitlich zwei kleine Henkel aufwiesen. Für ein normales Gelage, an dem 14 Gäste teilnahmen, galten drei kratér Wein als angemessen.

Byzanz

In Byzanz war gewürzter Wein (conditum) beliebt. Lavendel, Lorbeer, Zimt, Pfeffer, Nelken, Rosenblätter, Wermut, Anis und Mastix konnten zugesetzt werden, um den Geschmack zu verbessern. Würzwein schrieb man jedoch auch medizinische Wirkung zu, wie die Rezeptsammlung des Pseudo-Oreibasios belegt. Geharzter Wein (retsina) war weit verbreitet. An Rebsorten war Muskatwein, der auf Samos und Lemnos angebaut wurde, und monembasiós (davon Malvasierwein) aus Kreta bekannt. Berühmt war der Wein von Chios, Lesbos, Euböa, Rhodos und Samos sowie aus Varna am Schwarzen Meer. In Bithynien waren Nikäa und Triglis bekannte Weinbauorte, in Thrakien Kuzias und der Ganos-Berg. Der Wein wurde nun stärker getrunken als in der Antike, im Winter wurde am Morgen der Genuss einer Schale reinen Weins empfohlen, ansonsten wurde meist ein Teil Wein mit einem Teil Wasser gemischt. Auch jetzt noch blieb aber der Wein den Männern vorenthalten. Byzantinische Weine wurden auch nach Westen exportiert, besonders der monembasiós von Kreta. In Rhetymnion wurde der Wein für den Export nach England gekocht, wohl eine Vorform des heutigen Sherry. Der Wein aus Kandia dagegen wurde ungekocht nach Italien verschifft. Auch in Osmanischer Zeit wurden der Muskateller von Samos und der Wein von Kandia auf Kreta weiterhin exportiert.

Römisches Reich

Im Römischen Reich breitete sich der Weinbau mit den erobenden Armeen über weite Teile Europas aus. Auch im nördlichen Afrika war der Weinbau bis zur islamischen Eroberung weit verbreitet. Nördlich brachten die Römer den Weinbau bis in die Wachau, das Rheintal, Gallien und sogar bis nach England. Die Römer tranken den Wein oft gemischt mit Wasser. Er stellte zur damaligen Zeit auch nicht das Genussmittel von heute dar, sondern war ein Getränk, dem man stärkende und heilende Wirkung zusprach auf das man bei den Eroberungen nicht verzichten wollte.

Mittelalter

Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der Wein wegen seines Alkoholgehaltes oft keimfreier und sauberer als Wasser war, stieg seine Beliebtheit im Mittelalter noch weiter. Unsauberes Wasser ließ sich durch ein bestimmtes Quantum Wein sogar desinfizieren - das ist der Grund, warum Wein- oder Essigkonsum (posca) den römischen Legionären sogar ausdrücklich vorgeschrieben war.

Neuzeit

posca] posca posca Während der Zeit der englischen Herrschaft über die Gascogne und Aquitanien begann der Aufschwung des Bordelais (speziell im Médoc) und der angenzenden Regionen um Bergerac und Cahors. Zwar wird in dieser Gegend schon seit der Römerzeit Wein angebaut (Château Ausone in Saint-Emilion beruft sich auf den Dichter Ausonius), allerdings kam alles erst um diese Zeit so richtig in Schwung. Wie auch bei anderen Weinen (z. B. Port, Sherry, Madeira, etc.) war die weltumspannende Handelsmacht der Briten der Stein, der alles ins Rollen gebracht hat. Das Hafenstädtchen Pauillac wurde zu einem Zentrum des Weinbaues und Handels, die Sümpfe im Médoc wurden trockengelegt, und mit der Zeit bildeten sich in diesem Gebiet jene Chateaus heraus, die heute den Markt anführen. Der Ruf des Burgunders bildete sich am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit heraus. Während der Herrschaften von Philipp dem Kühnen bis hin zu Karl dem Kühnen steigerte sich der Ruf der burgundischen Lebensart und des dazugehörigen Weines. Berühmt war damals schon der im 11. Jahrhundert von Mönchen angelegte Weinberg Clos de Vougeot, und auch andere Parzellen wurden bereits seit dieser Zeit immer genauer vermessen und anhand ihrer Eignung zum Weinbau klassifiziert. Dies und das burgundische Erbrecht der Aufteilung unter den Erben bedingen, dass all diese Parzellen bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Romanée-Conti oder La Romanée) mehrere Eigentümer haben, diese wiederum Weinbergbesitz in allen Teilen des Burgund (2 ha dort, 4 ha da, 5 ha hier). Diese Umstände erschweren die Suche nach einem guten Burgunder. In ganz Europa blühte der Weinbau, und vor dem dreißigjährigen Krieg erlangte die Rebfläche das grösste Ausmaß der Geschichte. Berühmtheit erlangten allerdings nur die französischen Weine, und seit dem 16. Jahrhundert auch zunehmend portugiesische (Portwein) und spanische Weine (Sherry), sowie der ungarische Tokajer. Alle anderen Weine hatten nur lokale Bedeutung und wurden meist in und um das Anbaugebiet konsumiert. Die Holländer hatten von den Engländern zwar nicht Aquitanien, aber den Weinhandel dort übernommen, und förderten aufgrund ihrer erweiterten Märkte nun auch Cahors im Hinterland der Gironde, von wo aus der 'schwarze Wein' dem Bordeaux für ungefähr hundert Jahre ernste Konkurrenz machte. Die Engländer hingegen, ihres Hauptlieferanten beraubt, suchten nach Alternativen und fanden sie im Dourotal im Hinterland von Porto. Hier entstand aus dieser Handelsbeziehung der Portwein, und in Spanien waren die Weine aus dem Umland von Jerez de la Frontera in Andalusien, die den Engländern seit den Raubzügen von Francis Drake bekannt waren, für die Briten interessant. Zum einen schätzten sie die Süße dieser verstärkten Weine, zum anderen waren diese durch den hohen Alkoholgehalt nach überallhin im englischen Kolonialreich verschiffbar. Am Ende des 17. Jahrhunderts tauchte ein neuer Stern am Weinhimmel auf. Dom Pérignon brachte die Bläschen in den Champagner, und dieser vorher unbeachtete Wein wurde der neue Exportschlager Frankreichs. Etwas später suchten die Engländer neue Quellen und wurden auf Sizilen fündig. Der Marsala war der erste italienische Wein von Weltruf. Im 19. Jahrhundert festigten zum einen die Franzosen ihre Vormachtstellung. Sie klassifizierten die teuersten Gewächse des Medoc (oder machten vielmehr die inoffizielle Wertung der Händler öffentlich) anlässlich der Weltausstellung von 1855, anhand der Lagen des Besitzes eines Chateaus (jedoch nicht nach der Lage allein, wie im Burgund). Nachträglich geteilter Besitz bleibt in der gleichen Klasse (gleicher Chateau-Name mit angehängtem Zusatz, z. B. Grand-Puy-Ducásse und Grand-Puy-Lacoste, beide 5eme Cru Classe), nachträglich zugekauftes Areal steigt in der Qualität (wenn die Areale zusammenhängen). Der einzige Wein in dieser Aufstellung, der nicht aus dem Medoc kommt, ist Chateau Haut Brion in den Graves. Die Weine des Libournais und anderer Gebiete des Bordeaux erfuhren keinerlei Beachtung. Es gab auch damals schon weiter Einteilungen als die der Grand-cru-classes, die Crus Bourgois, die Crus Artisans und weitere, die jedoch damals kaum Bedeutung für den Handel hatten und auch heute nur zögerlich wahrgenommen werden. Zugleich wurden auch die Süßweine von Sauternes und Barsac klassifizier. Die aus Loupiac wurden weggelassen, auch sie wegen zu geringer Bedeutung für den Handel. Nun dachte man sich, dem betuchten Klientel eine Richtschnur in die Hand gegeben zu haben. Leider wurde diese Klassifizierung bisher nur einmal geändert, als 1973 Mouton-Rothschild in den 1er Cru-Rang erhoben wurde, und spiegelt, vor allem in den unteren Rängen, nicht den gegenwärtigen Stand wider.
Fast zur selben Zeit (um 1860) machte während der Einigungsbewegung Italiens auch der Barolo zum ersten Mal von sich Reden. Aus den Weingärten des piemontesischen Königshauses in und um Serralunga d'Alba wurde der König der Weine, Wein der Könige wie das piemonteser Königshaus in ganz Italien anerkannt und zum zweiten weltbekannten italienischen Wein. Zum anderen wurde durch die Einigung Italiens auch den toskanischen Weinhandelshäusern ein wesentlich größerer Markt geboten, so dass die Antinori und die Frescobaldi bald zu größten Weinhändlern Italiens gehörten. Auch im Veneto hatten einige Handelshäuser ihren Sitz, die nun ebenfalls ihre Tätigkeit auf ganz Italien ausweiteten. Süditalien bleibt aufgrund seiner völlig anderen Struktur noch sehr lange ein Land für billigen Massenwein, und auch die Qualität des Marsala lässt kontinuierlich nach.
In der spanischen Rioja wurden die ersten Versuche mit aus Frankreich eingeführten Barriques gemacht, die allerdings erst im späten 20. Jahrhundert einen Rotweinboom in Spanien auslösen konnten, und in der neuen Welt wurden seit einigen Jahrzehnten Weine hergestellt. Die Reben aus Amerika eignen sich allerdings nicht zum Weinbau, da der Geschmack vom so genannten Fox-Ton beeinträchtigt wird. Also werden Reben aus Europa in die ganze Welt verschifft. Aber dem Geschmack zum Trotz werden auch viele amerikanische Reben nach Europa gebracht, um Untersuchungen mit Experimente damit zu machen. Mit diesen Reben kommt ein Schädling, die Reblaus. Die amerikanischen Reben sind dagegen tolerant, die europäischen werden von dem Wurzelschädling vernichtet. Im Zuge der Reblauskatastrophe wurden viele Sorten und Klone unwiederbringlich zerstört, und viele Weinberge mussten mit Unterlagsreben neu bestockt werden. Das heißt, dass auf einer Wurzel aus amerikanischem Rebmaterial ein als 'Edelreiser' bezeichneter Ast einer europäischen Rebe aufgepropft wird. Nach der Reblaus wurde der europäische Weinbau von den beiden Weltkriegen stark beeinträchtigt, und erst nach dem zweiten Weltkrieg kam ein großer Aufschwung, der bis in die Gegenwart andauert. Anfänglich versuchten die meisten Weinbaugebiete, mit Masse auf den gesteigerten Weinverbrauch der Wirtschaftswunderzeit zu reagieren, natürlich mit Ausnahme der Weine im Hochpreissegment, die in dieser Zeit mit einigen legendären Jahrgängen aufwarten konnten. In den 1960er Jahren begannen jedoch in Italien, in den 1970er Jahren auch in Spanien, einige Hersteller den Qualitätsweinmarkt zu beliefern, und ihr wachsender Erfolg führte zu strengeren Gesetzen (die natürlich auch durch Skandale, vor allem in den 1980er Jahren, vorangetrieben wurden), und die Verbraucher griffen diese Initiative auf. Gleichzeitig drängten immer mehr Hersteller aus Übersee, angefangen mit Australien und Kalifornien, später auch Chile, Südafrika und Argentinien, auf den Weinmarkt, und auch deren Qualität entwickelte sich rapide, so dass sie vom qualitativen Aspekt her heute mit Europa mithalten können. Der Weinmarkt ist seit Jahren gewachsen, da durch den allgemein gestiegenen Wohlstand guter Wein als Statussymbol und Genussmittel mittlerweile etabliert ist. Auch der Markt ist globaler geworden, Spitzengewächse sind wegen ihres Prestiges auch in den boomenden Wirtschaftsregionen Asiens und den Reformstaaten Osteuropas sehr gefragt, und ein Gutteil des unteren bis mittleren Preissegmentes befindet sich in der Hand weniger Konzerne. Dies führt aktuell zu zwei Entwicklungen, zum einen steigen die Preise für Spitzenweine nach wie vor, obwohl sich gefragte Flaschen jetzt schon bei über 1.000 Euro pro Stück befinden, zum anderen werden Weine in bestimmten Preisklassen immer uniformer, weil sie nach dem Geschmack der Masse vinifiziert werden.

Palästina

Der aufkommende Islam bereitete dem florierenden Weinbau in Palästina ein vorläufiges Ende, bis er in Israel wieder neu erblühte

Wein in Mythologie und Religion

Bereits im alten Ägypten erfuhr der Weinanbau eine erhebliche Beachtung und Ausbreitung. In der antiken Mythologie waren es Osiris (Ägypten), Dionysos (Griechenland), Bacchus (römische Mythologie) oder Gilgamesch (Babylonien), die den Wein bzw. Weingenuss repräsentierten. In der Bibel gilt Noach als der erste Weingenießer und Winzer.
Der Wein erfährt in der Bibel einen reichen symbolischen Gebrauch. In den Psalmen dient der Wein zur Lebensfreude, bei Salomo ist er auch Arznei für Leidende und vorsichtgebietendes Rauschmittel. Das Volk Israel wird mit einem Weinberg verglichen, Jesus beschreibt die Verbindung mit seinen Nachfolgern als die zwischen Weinstock und Reben. Das Wirken des Heiligen Geistes wird mit gärendem neuen Wein verglichen. Wein kann verführen und auch — als Taumelbecher — den göttlichen Zorn verdeutlichen.
Im Sakrament des Abendmahls (Eucharistie) bildet der Wein das Element für das Blut Christi. Die Bibel rät ausdrücklich zu stetigem und mäßigen Weingenuss; charakteristisch ist Jesus Sirach 31, Vers 25ff: Wie Lebeswasser ist der Wein dem Menschen, / wenn er ihn trinkt mit Maß. ... Zuviel Wein steigert den Zorn des Toren zu seinem Fall, / er schwächt die Kraft und schlägt viele Wunden.

Qualitätsstufen

Blut Christi Die Qualität eines Weins wird gleichermaßen durch die Farbe, den Geruch und den Geschmack bestimmt (lat: color, odor, sapor). Den Geschmack kann man grob nach dem Restzuckergehalt des Weines einteilen (trocken oder herb bis mild bzw. lieblich; siehe Geschmacksgrad (Wein)), unabhängig davon lassen sich beim Wein sortentypischer Charakter sowie lage- und jahrgangstypische Ausprägung unterscheiden. Die Qualität eines Weines lässt sich indirekt auch von seiner Herkunft ableiten. An Tafelweine und Landweine werden nur geringe Anforderungen bezüglich ihres Alkohol- und Mostgewichtgehalts wie auch der Herkunft gestellt. Allerdings werden auch einige der Spitzenweine der jeweiligen Regionen als einfache Tafelweine deklariert, da sie z.B. aufgrund der angebauten Rebsorten per Gesetz nur als Tafelwein bezeichnet werden dürfen. Ein Beispiel hierzu ist das Spitzenweingut Sassiscaia aus Italien. Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) und Qualitätsweine mit Prädikat dürfen nur aus einem einzigen der zugelassenen Weinanbaugebiete stammen, dürfen nur aus den dort empfohlenen Traubensorten bestehen und müssen eine amtliche Prüfung, die nach organoleptischen, weinrechtlichen und chemischen Kriterien urteilt, bestehen. Ähnliche, wenn auch nicht immer vergleichbare regionale Einteilungen sind auch in anderen Ländern, wie z.B. Frankreich, Italien, Spanien und Portugal zu finden (s. Tab. 1). So gelten in Frankreich für Weine subregionaler und kommunaler AOC (etwa Margaux) strengere Anforderungen an Höchstertrag und Mostgewicht wie für regionale AOC (z.B. Bordeaux Supérieur. Über diese Einteilung hinausgehend vergeben einige Organisationen (Appellationen) zusätzliche Prädikate für bestimmte Weingüter und Weinlagen (z. B. Premier Cru und Grand Cru). Die deutschen Qualitätsweine mit Prädikat können darüber hinaus noch anhand ihres Mostgewichts, dem °Öchsle, charakterisiert werden.
- Kabinettweine sind nach dem deutschen Weingesetz die einfachsten Qualitätsweine mit Prädikat. Sie weisen je nach Anbauzone und Anbaugebiet ein Mindestmostgewicht von 75-82° auf.
- Spätlesen bestehen aus reiferen Trauben. Ihr Mindestmostgewicht beträgt 76-90°.
- Durch die Lese überreifer Trauben werden Auslesen mit einem Mindestmostgewicht von 83-100° gewonnen.
- Beerenauslese-Weine werden durch die Lese und das Pressen überreifer, meist edelfauler Beeren erzeugt. Diese Weine weisen ein Mindestmostgewicht von 110-128° auf.
- Konzentrierter, edelsüßer Wein, der aus rosinenartig eingetrockneten Beeren gewonnen wird nennt man Trockenbeerenauslese. Diese Weine höchster Qualitätsstufe weisen ein Mindestmostgewicht von 150-154° auf.
- Eine Besonderheit deutscher und österreichischer Winzer sind Eisweine. Sie werden bei höchstens -7°C geerntet und gekeltert und besitzen ein Mindestmostgewicht von 110-128°.
- Seit dem Jahr 2000 gibt es in Deutschland die neu eingeführte und EU-weit geschützte Qualitäts-Bezeichnung "Classic" für Weine aus gebietstypischen Rebsorten von gehobener Qualität. Classic-Weine entsprechen dem Geschmacksbild "trocken" - aufgrund der Vorgabe, dass der Restzuckergehalt höchstens doppelt so hoch wie der Säuregehalt sein darf und absolut unter 15 Gramm pro Liter bleiben muss. Eine weitere Voraussetzung zur Erlangung des Signets besteht darin, dass es sich um einen rebsortenreinen (Ausnahme: die württembergische Spezialität "Trollinger mit Lemberger") Jahrgangswein handeln muss. Für Classic-Weine zugelassen sind je nach Anbaugebiet zwischen zwei bis neun Rebsorten, die als "gebietsypisch" ausgewiesen sind. Auf dem Etikett wird auf eine Angabe der Weinberglage verzichtet, so dass dieses neben dem Erzeuger, dem Anbaugebiet und dem Jahrgang nur die Rebsorte sowie das Signet "Classic" ausweisst.
- Gleichzeitig mit dem Signet "Classic" wurde in Deutschland auch die noch höherwertige Bezeichnung "Selection" eingeführt. Selection-Weine sind stets Jahrgangsweine aus einer gebietstypischen, klassischen Rebsorte (d.h. es sind weniger Rebsorten als bei Classic zugelassen) und müssen vollständig aus einer behördlich besonders registrierten Selection-Einzellage stammen. Für diese Einzellagen gelten strenge Ertragsgrenzen (60hl/ha) und nur die besten Einzellagen werden dafür ausgewählt. Der natürliche Alkoholgehalt muss bei mindesten 12.2 vol% liegen, der Restzuckergehalt unter 9 Gramm pro Liter (Ausnahme: Riesling: bis zu 12 Gramm/Liter). Das Etikett eines Selection-Weines führt neben dem Erzeuger und dem Anbaugebiet noch die Rebsorte, das Erntejahr sowie die genaue Lagebezeichnung (sowie das Signet "Selection").

Sonstige Weine

Weine mit höherem Alkoholgehalt sogenannte Verstärkte Weine z. B.:
- Madeira
- Marsala
- Sherry
- Portwein
- Banyuls Hierzu ist der Regel eine Verstärkung beziehungsweise Aufspritzung mit Weinbrand notwendig, da die Hefen bei 17,5 Vol% Ethanol absterben. Bei einigen Süßweinen mit hohem Ethanolgehalt wird die Gärung durch die Zugabe von Ethanol – Weinbrand – gestoppt. Weinhaltige Getränke sind
- Sangría
- Weinschorle, Gespritzter
- Vermouth Einen Sonderstatus haben Weine aus anderen Früchten als Weintrauben, die Fruchtweine (zum Beispiel Erdbeerwein).

Weinbruderschaften und Weinkonvente

In vielen Ländern haben sich Weinliebhaber und -kenner zu Vereinen zusammengeschlossenen, um den Weingenuss gemeinsam zu kultivieren. Im deutschen Sprachgebiet nennen sich diese Clubs meist Weinbruderschaften oder Weinkonvente. Diese blicken teilweise auf eine jahrhundertealte Tradition zurück.

Weinfeste

In Weingegenden in Deutschland haben Weinfeste teilweise Volksfestcharakter. Im Anbaugebiet Pfalz wird jährlich ein Kalender herausgegeben, wann welches Weinfest stattfindet. Das größte Weinfest der Welt ist der Dürkheimer Wurstmarkt.

Literatur


- André Dominé (Hrsg.): Wein. - Köln : Könemann, 2000. - ISBN 3-8290-2765-6
- Wilhelm Flitsch: Wein. Verstehen und genießen. Springer-Verlag, Berlin. 1994. - 2. erw. Aufl., 1999, 26 Illus., ISBN 3-540-66273-1 Geht auf die chemischen Prozesse bei d. Produktion verständlich ein. Nette Tipps zum Probieren.
- Hugh Johnson: Der große Johnson : Enzyklopädie der Weine, Weinanbaugebiete und Weinerzeuger. - München : Hallwag, 2004 (17. Aufl.) - ISBN 3-7742-5151-7
- Stuart Pigott, Schöne neue Weinwelt. Von den Auswirkungen der Globalisierung auf die Kultur des Weines, Fischer Taschenbücher Bd.16041, Frankfurt am Main 2005
- Jens Priewe: Wein, die neue große Schule. - München : Zabert Sandmann, 2000. - ISBN 3-89883-009-8 sehr anschaulich auch für Anfänger geeignet (empfohlen von der Stiftung Warentest)
- Jancis Robinson: Das Oxford-Weinlexikon. - München : Hallwag, 2003. - ISBN 3-7742-0914-6
- Gottfried Würdig: Chemie des Weines. - Stuttgart : Ulmer, 1998. - ISBN 3-8001-5815-9
- Dagmar Ehrlich: Weinlexikon : 400 glasklare Antworten auf die wichtigsten Fragen. - München : Gräfe und Unzer, 1998. - ISBN 3-7742-4111-2
- Manfred Düker, Ursula I. Meyer: Wie kam die Wahrheit in den Wein? Aachen : ein-FACH-verlag 2005 - ISBN 3-928089-39-0

Filme


- Mondovino, USA/Frankreich 2004. Regie: Jonathan Nossiter
- Diverse Weinfilme (VoD), Deutsche Weinfilme bei Wein.TV
- [http://kino.20thcenturyfox.de/filmarchiv/sideways-derfilm/ Sideways - ein Wein-Roadmovie]

Siehe auch

Portal:Wein

Weinberufe


- Winzer
- Küfer
- Schröter (Beruf)

Weblinks


- [http://www.forschungsanstalt-geisenheim.de/ Forschungseinrichtung für Weinbau und Oenologie]
- [http://www.oenologie.de/ Deutscher Oenologenverband] ! als:Wein ja:ワイン ko:와인 simple:Wine th:ไวน์

Parker-Punkte

Parker-Punkte sind die Ergebnisse der Bewertungen von Wein seitens des US-amerikanischen Weinkritikers Robert Parker und seiner Mit-Autoren. Die Punkte werden entsprechend dem amerikanischen Schulnoten-System vergeben, zwischen 50 und 100 Punkten. Die einzelnen Wertungen besagen:
- 50 bis 69 Punkte: schlecht bis unterdurchschnittlich
- 70 bis 79 Punkte: durchschnittlich
- 80 bis 89 Punkte: überdurchschnittlich bis sehr gut
- 90 bis 95 Punkte: hervorragend
- 96 bis 100 Punkte: außerordentlich Mit einem Plus-Zeichen (+) werden Weine markiert, denen Parker zutraut, sich noch besser zu entwickeln mit der Lagerungszeit. Mit einem Fragezeichen (?) werden Weine markiert, bei denen Parker unsicher ist, ob diese Weine in korrekter Verfassung vorgefunden wurden, sich eventuell leicht fehlerhaft entwickeln würden oder ähnliches.

Über Geschmack kann man (nicht) streiten

Parker hat bestimmte Vorlieben, die man kennen sollte, falls man beabsichtigt, eigene Kaufentscheidungen an den "Parker-Punkten" (PP) ausrichten zu wollen: er mag fruchtige, dichte Weine, und ist nicht so sehr auf Eleganz und Vielschichtigkeit erpicht. Seine persönlichen Lieblingsweine sind die Weine der südlichen Rhône von Tain l'Hermitage bis Châteauneuf-du-Pape. Entscheidend ist für eine eventuelle eigene Orientierung an Parkers Wertungen, ob er ungefähr den gleichen Geschmackstrends folgt wie die eigene Zunge. Bei vielen Weinliebhabern ist dieses jedoch nicht der Fall. Insbesondere die neu mit vollen 100 Punkten benoteten Weine bekommen in Schnelle hohe Preissteigerungen. Es gibt äußerst vermögende Weinliebhaber, die speziell auf der Suche nach 100 PP-Weinen sind. Eine Referenz zu Preisen können Bordeaux-Weine sein: die günstigsten 100 PP- Weine aus Bordeaux sind der 1986er Lèoville las Cases, der 1982er Pichon Comtesse de Lalande und der 1990 Montrose. Keiner dieser Weine wird in der Regel günstiger als 250 bis 300 Euro gehandelt. Aus anderen Gebieten als Bordeaux sind jedoch "günstigere" 100 PP-Weine bekannt. ---- Interessant für diejenigen Weinliebhaber, die feststellten, nicht überall mit den Parker-Wertungen konform zu sein, können andere Weinkritiker sein: #René Gabriel / Weinwisser / 10/20 bis 21/20 GP #Michael Broadbent (bis 5 Sterne) #Jancis Robinson #James Suckling / Winespectator / 50 - 100 WS #Mario Scheuermann #Peter Moser #Gault Millau #Jean Marc Quarin Besonders interessant könnten für eigene Zwecke dann diejenigen Weine sein, die in anderen Wertungs-Systemen höchst bepunktet, jedoch bei Parker niedriger bewertet sind. Andere Wertungssysteme sind Sterne (drei oder fünf) und das Zwanziger-System.

"Parker-Mania"

Beispiele für den dramatischen Einfluss hoher PP (Parker-Punkte) auf den Preis:
- in der Subskription der bordelaiser Weine von 2003 war der "günstigste" Wein mit der Bandbreite 96-100, also eventuell später dann 100 PP erreichen zu können, der Montrose 2003. Binnen desselben Tages der Veröffentlichung erhöhte sich in der Schweiz der Preis des Weines von ca. 60 CHF auf über das Doppelte, und am Schluss kostete der noch zwei Jahre lagernde Wein um 145 Euro.
- Vor kurzem wurde der 1986er Lèoville las Cases von 98+ PP hochgewertet auf volle 100 PP. Auf EBay Deutschland sprang der Preis von ca. 120 Euro schnell auf nun über 180 Euro.
- In den USA sind seitens Weingütern Beratungs-Dienstleistungen zu kaufen, wie ihre Wein-Erzeugnisse "parkerisiert" werden können, d.h. wie durch bestimmte Weinanbau-Techniken, bestimmte Kellertechniken Weine so hingetrimmt werden können, dass sie im Parker-System besser abschneiden und voraussichtlich höhere Preise erzielen werden. Gelegentlich erleben ambitionierte Weinliebhaber, dass Parker einzelne Weine verkennt: sie erkennen, dass der Wein "eigentlich" höhere Punkte verdient hätte. Klassisches Beispiel hierfür ist mittlerweile der 1989 Château Mouton. Oftmals wird Parker auch vorgehalten, er sei zu großzügig mit seiner Punkte-Vergabe, insbesondere den vollen 100 Punkten. Dieses können Weinliebhaber bei spezialisierten "100 PP"-Verkostungen selbst feststellen:
- weder schmecken "100 PP"-Weine gleich,
- noch sind 100 PP-Weine "gleich gut", es gibt auch hier noch erhebliche qualitative Unterschiede. Aber 100 Punkte sind eben der Anschlag der Skala. Viele Leute in der Weinbranche, Kunden, Händler und Winzer, wenden sich von diesem System ab: Viele Winzer konstatieren, sie würden in jedem Jahr den nach den Boden- und Witterungsbedingungen bestmöglichen Wein machen, unabhängig vom Urteil Parkers. Parker selbst äußerst sich so, dass allein das Kundeninteresse an gutem Wein seine Urteile leite. Er solle keine Handels- und Vermarktungsinteressen haben; das Weingut, an dem er selbst Anteile hält, taucht in seinen Publikationen nicht auf. Allerdings ist sein der Weinpublikation gewidmeter Verlag mittlerweile ein Unternehmen mit etlichen Mitarbeitern geworden: in einigen Regionen verkostet Parker nicht mehr persönlich die Weine, sondern überlässt dieses zwei Mitarbeitern, von denen er aussagt, dass sie nach exakt denselben Maßstäben arbeiteten. Das letzte Wort zu den Publikationen wiederum hat Robert Parker als Verleger. Dennoch bleibt festzustellen: Das Urteil Parkers ist die bestimmende Macht in der Weinbewertung. Kein anderer Kritiker kommt mit seinen Wertungen dem Gewicht von Parkers Wertungen gleich. Kategorie:Wein

Kategorie:US-Amerikaner

Kategorie:Personen nach Nationalität Kategorie:USA ja:Category:アメリカ合衆国の人物 ko:분류:미국 사람

Kategorie:Verleger

Zuordnung

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Kutaïssi

Kutaisi (; ancient names: Aea/Aia, Kutatisi, Kutaïssi ) is Georgia's second largest city in the western province of Imereti. It is 221 km to the west of Tbilisi, with a population of about 230,000 (1989).

History/Background

Kutaisi was the capital of the ancient kingdom of Colchis. Archeological evidence indicates that the city functioned as the capital of the kingdom of Colchis as early as the 2nd millennium BC. It is widely believed by historians that when Homer was writing about Jason and the Argonauts and their legendary journey to Colchis, Kutaisi/Aia was the final destination of the Argonauts and the residence of King Aeetes. In 975-1122 Kutaisi was the capital of the united Georgian Kingdom, and in the 15th century-1810 the capital of the Imeretian Kingdom. In 1810 the Imeretian Kingdom was occupied by Tsarist Russia. Before Georgia's independence in 1991, followed by the country's economic collapse, Kutaisi was a major industrial centre. Today, many inhabitants of the city have to leave and work abroad in order to make a living. Small-scale trade prevails among the rest of population.

Geography

Kutaisi is located along both banks of the Rioni River. The city lies at an elevation of 125-300 meters (410-984 feet) above sea level. To the east and north-east, Kutaisi is bounded by the Northern Imereti Foothills, to the north by the Samgurali Range, and to the west and the south by the Colchis Plain.

Climate

The climate in Kutaisi is humid subtropical with a well-defined on-shore/monsoonal flow (characteristic of the Colchis Plain) during the Autumn and Winter months. The summers are generally hot and relatively dry while the winters are wet and cool. Average annual temperature in the city is 14.5 degrees Celsius. January is the coldest month with an average temperature of 5.2 degrees Celsius while July is the hottest month with an average temperature of 23.2 degrees Celsius. The absolute minimum recorded temperature is -17 degrees Celsius and the absolute maximum is 40 degrees Celsius. Average annual precipitation is around 1530mm (60.2 inches). Rain may fall in every season of the year. The city often experiences heavy, wet snowfall (snowfall of 30cm/12 inches or more per single snowstorm is not uncommon) in the winter, but the snow cover usually does not last for more than a week. Kutaisi experiences powerful easterly winds in the summer which descend from the nearby mountains.

Landscape

Colchis]] Kutaisi is surrounded by deciduous forests to the northeast and the northwest. The low-lying outskirts of the city have a largely agricultural landscape. Because of the many gardens in the city centre and the high leafy trees alongside the sidewalks of its streets and boulevards, Kutaisi is painted in bright green in the spring and in yellow-red in the autumn. In the spingtime, when the snow starts to melt in the nearby mountains, the storming Rioni River in the middle of the city is heard far beyond its banks.

Landmarks

The landmark of the city is the ruined Bagrati Cathedral, built by Bagrat III, king of Georgia, in the early 11th century. The Bagrati Cathedral, and the Gelati Monastery a few km east of the city, are UNESCO World Heritage Sites.

Sister Cities


- Newport, United Kingdom.
- Columbia, Missouri, United States. External Links
- http://www.kutaisi.com.ge/
- http://www.kutaisi.org/

See also


- Colchis
- Imereti
- Georgia
- History of Georgia
- Culture of Georgia Category:Cities in Georgia (country) ja:クタイシ

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