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Rudolf Abel

Rudolf Abel

Der sowjetische Spitzenspion Rudolf Iwanowitsch Abel (russisch Рудольф Иванович Абель), geboren als William Genrikowitsch Fischer alias Rudolf Ivanovich Abel, ("Willie") William Genrikowitsch (August) Fisher (auch Fischer), Emil Robert Goldfus (auch Goldfuss, Goldfuß), Frank, Marc, Andrew Kayotis, Martin Collins,
- 11. Juli 1903 in Newcastle upon Tyne, Großbritannien, † 15. November 1971 in Moskau, UdSSR) war einer der erfolgreichsten Agenten der UdSSR in den USA. Er war unter Anderem am Verrat der amerikanischen Atomgeheimnisse an die Sowjetunion beteiligt. Am 10. Februar 1962 wurde er auf der Glienicker Brücke an der Grenze von Potsdam (DDR) nach West-Berlin gegen den amerikanischen U-2-Piloten und CIA-Spion Captain Powers ausgetauscht. Spätestens dieser Vorgang machte ihn weltweit bekannt. Da eine Nennung des jeweils aktuellen Namens zu verwirrend ist, wird er im folgenden Artikel mit ABEL bezeichnet. Der jeweis "gültige" Name ist vermerkt, wenn sich Änderungen ergaben. Vermutlich gab es noch andere Decknamen, die in den Dokumentationen nicht erwähnt sind.

Lebenslauf

1903–1948 (Europa)


- 11. Juli 1903 ABEL wird als William Fischer in der 140 Clara street, Benwell, in Newcastle upon Tyne, England, GB geboren.
  - Vater: Genrich Matwejewitsch Fischer (
- 1871 als Deutschstämmiger in Russland (Russlanddeutscher), † 1935 in Moskau, Revolutionär und Weggefährte Lenins, wird 1889 verhaftet und zu 3 Jahren Exil verurteilt, 1901 emigriert er nach Großbritannien, wo er 20 Jahre lang als Sekretär der kommunistische Zelle die Fabrikarbeiter in Newcastle organisiert. Er schmuggelt Waffen nach Russland. Autor von 'V Rossii i v Anglii' (1922, Bericht über sein Leben und Wirken in Newcastle).
  - Mutter: Lubov Vasilyevna war Hebamme
  - ABEL hatte noch einen älteren Bruder: Genrich Fischer.
- 1919 besteht ABEL die Aufnahmeprüfung für die Universität von London und wird britischer Staatsbürger.
- 1921 kehrt ABELs Familie nach Russland zurück. Kurz nach der Rückkehr ertrinkt ABELs Bruder. ABEL arbeitet erst als Übersetzer für die Komintern und wird bei der Tscheka (ВЧК) ausgebildet.
- 1924 Nach Lenins Tod verliert Abels Vater die guten Beziehungen und zieht von Moskau in die Region Wologda (russisch Вологда).
- 1925 wird ABEL in die "Rote Armee" eingezogen, wo in einem Radiobataillon als Funker dient.
- 1926 verläßt er die "Rote Armee"
- 1927 Durch Empfehlung seiner Schwägerin bekommt er eine Stelle im Sicherheitsdienst GPU. Später arbeitet er dort in der Auslandsabteilung, überwiegend als Funker.
  - Seine Frau Elena Stepanowna Lebedewa ist Cellistin im Orchester eines Kindertheaters.
- 1929 Seine Tochter Evelyn wird geboren.
- 1931 Mit Frau und Tochter geht ABEL zu seinem ersten Einsatz nach Norwegen. Er arbeitet dort unter dem Codenamen Frank, erhält einen neuen, echten britischen Paß und reist unter seinem eigenen Namen in verschiedene europäische Länder (u.A. Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Türkei). Dort organisiert er ein Netz konspirativer Funkstationen. Gelegentlich tritt er zur Tarnung als Künstler auf.
- 1934 Rückkehr in die Sowjetunion.
- 1935 Er wird als Funker und Chiffrierer nach Großbritannien geschickt und übermittelt von dort Informationen der Gruppe um Kim Philby nach Moskau.
  - Auf ABELs Initiative nimmt sein langer Weggefährte Kirill Chenkin Kontakt zu dem renommierten russischen Physiker, Pjotr Kapiza (Nobelpreis für Physik 1978) auf. Chenkin glaubt, dass es für ABEL sehr wichtig ist, wenn er Kapiza überredet, in die Sowjetunion zurückzukehren. Kapizas Paß wird eingezogen und er wird an der Ausreise gehindert, obwohl er sonst viele Privilegien genießt und für ihn sogar ein eigenes Institut gebaut wurde. In den Memoiren von Andrei Sacharow bestätigt Kapiza den Vorfall und erwähnt darin auch ABELs richtigen Namen Fischer.
- 1936 leitet er eine Ausbildungsstätte für Funker, die in illegalen Residenzen eingesetzt werden sollen.
- 1938 ABEL wird in Czernowitz(auch Tschernowitz; ukrainisch Чернівці/Tscherniwzi, rumänisch Cernauti, russisch Черновцы/Tschernowzy), im Grenzgebiet Bukowina, Galizien und dem von Deutschen besetzten Polen eingesetzt. Er soll dort die Kontaktaufnahme zwischen den deutschen Besatzern und den deutschstämmigen Minderheiten der Ukraine (ukrainisch Україна) und Polens unterbinden.
- 31. Dezember 1938 ABEL wird aus dem Nachrichtendienst im Zuge der großen Säuberungsaktionen entlassen. Nur gute Beziehungen seines Stiefbruders verhindern, dass er zum Volksfeind erklärt und verbannt wird, da seinem ehemaligen Chef in Großbritannien, Alexander Orlow, Kontakte zum Westen vorgeworfen werden.
- 1939 ABEL arbeitet als Patenttechniker und später als Ingenieur in einer Flugzeugfabrik.
- 1941 Der NKWD stellt ihn im September wieder ein und überträgt ihm die Leitung der Funkabteilung "Otdelnaja Brigada NKWD" in Sudoplatows 4. Direktion für spezielle Aufgaben
  - Sudoplatow ist Kopf einer speziellen Abteilung für Information und Sabotage "MGB", ab 1950 bekannt als Büro MGB N1 für Auslandssabotage.
- 1942 ABEL ist verantwortlich für den Spielsender "Monastery", eine Einrichtung, die mit gezielten Falschmeldungen die Deutsche Abwehr täuschen sollte.
  - Während dieser Zeit teilt er seine Moskauer Wohnung mit dem echten Rudolf Abel und dem späteren Dissidenten Kerrill Khenkin. Der echte Rudolf Abel ist sein Kollege (
- 23. September 1900, Riga, Litauen, nicht am 2. Juli 1902, wie es ABEL später beim FBI angibt).
- 1946 ABEL wechselt zum Volkskommissariat für innere Angelegenheiten (NKWD). Unter der Leitung von Alexander Korotkow, stand aber weiterhin Sudoplatow zur Verfügung.
- 1948 ABEL bekommt eine Spezialausbildung für seinen späteren Einsatz in den USA.

1948–1961 USA


- 12. Oktober 1948 ABEL reist unter dem Codenamen "Arach" über Frankreich und Kanada in die USA ab. Zum Aufbau seiner Tarnung erhält er US$ 5.000,--, als Gehalt US$ 500,-- pro Monat.
- 14. November 1948 ABEL schifft mit dem US-Paß von Andrew Kayotis von Le Havre, Frankreich kommend in Quebec,Kanada aus.
  - Der verwendete Name und der Paß ist der eines Amerikaners, der in einem Krankenhaus in Litauen/UdSSR starb (
- 10. Oktober 1895, Einwanderung in die USA Oktober 1916, US-Staatsbürger ab 30. Dezember 1930 in Grand Rapids, Michigan)
- 16. November 1948 Als Tourist erreicht ABEL die USA.
  - ABELs (jetzt Kayotis) Aufgabe ist die Reorganisation und Erweiterung eines illegalen Spionagenetzes. Agenten mit "legaler" Abdeckung (Pässe als Konsularangehörige, Mitglieder des Diplomatischen Corps) unterstehen ihm nicht. Er soll ein eigenständiges System von Funkverbindungen nach Moskau aufbauen. Außerdem errichtet er ein Sabotagenetz, eigentlich zwei Einzelnetze: Westküste und Ostküste. Das "Westnetz" rekrutierte Agenten in Kalifornien, Brasilien, Argentinien und Mexiko. Die lateinamerikanischen Agenten sind Sabotagespezialisten mit besonder Erfahrung im Guerillakampf gegen Deutschland. Eine von ihnen, Maria de la Sierra (Codename "Patria"), ist Leo Trotzkis frühere Sekretärin (alias "Afrika").
    - Michael and Anna Filonenko sind ABELs Kontakte in Brasilien. Michael Filonenko ist ein äußerst erfolgreicher Sowjetagent in Südamerika. Er wird dort 1951 über China als Einwanderer eingeschleust. Seine mathematischen Kenntnisse und Erfahrung im Sprengen von Brücken und Eisenbahnanlagen, bringen ihn ins Geschäft mit der brasilianischen Regierung und dem Diktator Alfredo Stroessner in Paraguay. Nach ABELs Verhaftung werden Filonenkos Kontakte über ein spezielles "Fischerboot" im Atlantik aufrecht erhalten. Die Reste des von Filonenko und ABEL aufgebauten Spionage- und Sabotagenetzes sind vermutlich immer noch aktiv.
  - ABELs erste Ziele sind die Militäreinrichtungen an der Westküste bei Long Beach. Seine Agenten haben Kontakt zu US-Chinesen, die auf Schiffe in den Fernen Osten Sprengstoff verbringen.
  - An der Ostküste wird ABEL unterstützt von Kurt Wissel, Oberingenieur einer Schiffswerft in Norfolk der Sabotageerfahrung aus dem Vorkriegseuropa einbringt. Sie bauen ein Sabotagenetz aus Werftarbeitern, Service-Personal und Deutschstämmigen auf. Norfolk
- 1949 ABEL leitet die Versuche zur Kontaktaufnahme mit führenden Atomwissenschaftlern, um sie zu einer Unterstützung der "Internationalen Antifaschistischen Wissenschaftlichen Gemeinschaft" zu bewegen.
  - Inzwischen war der "Kalte Krieg" ausgebrochen und den Amerikanern ist klar, dass die Sowjets bereits Kernwaffen haben. Er trifft persönlich Theodore Alvin Hall in New York, um Zweifel zu zerstreuen, die Hall gegenüber Spionage hat. Der gerade 19-jährige Hall (Codename Perseus, Mlad), wird eine der wichtigsten Quellen der Informationsbeschaffung über die Los Alamos National Laboratory. Er liefert Informationen für die sowjetische Aufklärung, weil er "um die Gefahren eines amerikanischen Monopols der Atomwaffen besorgt ist".
  - Zusätzlich zu den "Spezialaufgaben" hält ABEL Kontakt zu dem bestehenden Atomspionage-Ring. Er versucht Beziehungen zu Atomphysikern und Wissenschaftlern bei Atomprojekten zu erweitern und auszubauen.
    - Er leitet die Aktivitäten der bekannten Spione Lona und Morris Cohens (Codenamen: Volonteer, Lesly), mit denen er eng befreundet ist. Die Cohens sind überzeugte Stalinisten und werben etliche Informanten an. Sie halten den Kontakt zu Theodore Hall und zu sowjetischen Führungsoffizieren.
- 1950 Unter dem Namen Emil R. Goldfus richtet ABEL in den "Orvington Studios" Brooklyn 252 Fulton Street ein Studio-Apartment ein. Er tarnt sich als Fotograf und Künstler, obwohl er für künstlerische Fotografie kaum Talent hat. Gegenüber den Kollegen im Haus tritt er als Laborant auf. Auch Freunde im Haus betrachten seine Arbeit argwöhnisch. Er betreibt mehrere verdeckte Funkstationen zwischen New York und Norfolk, an der Westküste und an den Großen Seen Großen Seen
  - Herbst, Der Koreakrieg ist ausgebrochen. ABEL ruft alle lateinamerikanischen Sprengstoffexperten für 2 Monate zusammen, um sie für eventuelle Einsätze bereit zu haben. Ein Netz konspirativer Wohnungen und eine spezielle Infrastruktur werden speziell für den Einsatzfall vorgehalten. Über permanente Funkverbindungen besteht Kontakt zu Einsatzgruppen im Mexiko, die als Saisonarbeiter schnell über die Grenze kommen sollen.
  - Nach der Entdeckung von Ethel und Julius Rosenberg fliehen Lona und Morris Cohens nach Paris, werden dann in Großbritannien zu 20 Jahren Haft verurteilt und später ausgetauscht.
- 1952 Nach den erfolgreichen sowjetischen Atombombentests, entscheidet Hall, dass er genug für den Ausgleich der Kräfte getan hat. Er will aussteigen. ABEL versucht ihn vergeblich zur Weiterarbeit zu überreden. 1952
- 22. Juni 1953 Ein 25-Cent-Stück, das in einem Hohlraum einen Mikrofilm enthält, wird in Brooklyn entdeckt. Die Münze wurde versehentlich als Wechselgeld herausgegeben. Sie wird später ABEL zugeordnet.
- 1954 ABEL zieht im Januar von der 5. Etage in die 4. Etage um. ABELs Assistent Robert (Gyavgyanen Andrei Stepanovich,
- 1920) ertrinkt unter merkwürdigen Umständen bei einem Schiffsunglück in der Ostsee. ABEL wird Reino Hayhanen (
- 14. Mai 1920 bei Petrograd) als neuer Assistent zugewiesen. Hayhanen kennt ABEL nur unter dem Codenamen Marc.
- 1955 ABEL wird für einige Monate zur "Überprüfung der Zuverlässigkeit" nach Moskau gerufen. Bei dieser Gelegenheit bittet er um den Rückruf von Hayhanen, den er für nicht vertrauenswürdig hält. ABEL kehrt zurück nach New York.

Enttarnung - Haft


- 1957 Ende April bricht ABEL zu einer Reise nach Florida auf. Bekannten gibt er vor, dass er sich wegen seiner Herzprobleme dringend erholen muss (er war sehr starker Raucher). Die Zentrale hat ihm angeraten, vorübergehend unterzutauchen. Hayhanen wird zum Rapport nach Moskau beordert und reist nahezu zeitgleich mit dem Schiff nach Europa ab. Anfang Mai stellt sich Hayhanen in der US-Botschaft in Paris den amerikanischen Behörden. Er befürchtete in der Moskauer Zentrale strenge Maßnahmen. Nach dem Gespräch wurde er in die USA zu weiteren Verhören des FBI überstellt. FBI
- 28. Mai 1957 Aufgrund der Aussagen von Hayhanen glauben FBI-Ermittler ABEL auf einer Parkbank gegenüber seinem Wohnhaus entdeckt zu haben. Da er das Haus nur beobachtet, aber nicht betritt, verliert sich die Spur. Später stellt sich heraus, dass es ABEL war. Das Haus wird weiter beobachtet, doch die Verdachtsmomente reichen zu einer einwandfreien Identifizierung nicht aus.
- 13. Juni 1957 ABEL wird vom FBI im "Hotel Latham", Manhattan (4, 28th St E, zwischen Madinson Av und Park Av South) lokalisiert, wo er unter dem Namen Martin Collins abgestiegen ist. Er wird durchgehend observiert.
- 15. Juni 1957 Hayhanen identifiziert 'Marc' - ABEL eindeutig auf einem vom FBI bei der Überwachung gemachten Foto.
- 21. Juni 1957 ABEL wird in den frühen Morgenstunden verhaftet. Da er unter dem Namen Martin Collins nicht amtlich registriert ist, wirft man ihm ein Vergehen gegen die Einwanderungsbestimmungen vor, was vorerst eine längere Sicherungsverwahrung rechtfertigt. Er legt kein Geständnis ab, aber die Beweiskraft der Indizien ist erdrückend. Indiz
- 25. Oktober 1957 Gegen ABEL wird Anklage in 3 Punkten erhoben.
- 15. November 1957 Richter Mortimer W. Byers spricht das Urteil: Schuldig in allen 3 Anklagepunkten (sinngemäße, gekürzte Übersetzung) # Übermittlung von Verteidigungsinformationen an die Sowjetunion: 30 Jahre Haft # Ausspähen von Verteidigungsinformationen: 10 Jahre + $2.000 Geldstrafe # Arbeit als Agent eines fremden Staates ohne behördliche Genehmigung: 5 Jahre + $1,000 Geldstrafe :ABELs Anwälte erheben Einspruch gegen das Urteil.
- 28. März 1960 ABELs Einspruch wird zurückgewiesen, das Urteil wird bestätigt

Austausch - Ende


- 10. Februar 1962 ABEL wird auf der Glienicker Brücke (West-Berlin/Potsdam DDR) gegen den amerikanischen U-2-Piloten Francis Gary Powers ausgetauscht.
  - Nach einem turbulenten Empfang zieht er nach Moskau, wo er in relativem Luxus lebt. Er reist im In- und (sozialistischen) Ausland umher, präsentiert, hält Vorträge. Er erhält etliche Orden und Auszeichnungen, wird zum Oberst des KGB befördert und bekommt den Titel Dr. h.c.
- 1970 Besuch der DDR als Gast der Regierung und des MfS; Besichtigung der Glienicker Brücke
- 15. November 1971 ABEL stirbt als Dr. h.c. Rudolf Iwanowitsch Abel im Rang eines Oberst des KGB an Lungenkrebs (vermutlich Folge des Nikotinmißbrauchs) nach einem Lebensabend in Wohlstand. Er wird neben seinem Vater auf dem Friedhof des Donskoy-Klosters beigesetzt. Sein Grabstein, mit einer Fotografie von ihm, trägt beide Namen (Fischer, Abel)
  - Seine Tochter berichtet, seine letzten Worte in Englisch waren: "Don't forget that we are Germans anyway"...
- 2003 Eine Gruppe von KGB-Veteranen veranstaltet an seinem Grab eine Gedenkfeier.

Indirekte Ehrungen


- Das MfS gab Medaillen (Metall (vergoldet?), Meißner Porzellan) mit der Aufschrift "Dr. H.C. Rudolf Iwanowitsch Abel 1903 - 1971 - Kundschafter kämpfen als Internationalisten" heraus. (Weitere Medaillen der Serie: "Dr. Richard Sorge", "Harro Schulze-Boysen"). Diese wurden vermutlich an verdiente Mitarbeiter und Freunde des MfS verschenkt.
- In Berlin-Hohenschönhausen gab es zu DDR-Zeiten die 32. POS Oberst Rudolf Iwanowitsch Abel 1990 umbenannt in "Stauffenberg - Gymnasium"
- 1990 wurde ABEL mit seinem Portrait auf einer Briefmarke geehrt.

Literatur

Deutsch

Englisch


- Berkinow, Louise: "Abel" New York: Ballantine Books, 1982 ISBN 0340125934 ISBN 0345302125
- De Gramont, Sanche: "Rudolf Abel." In Cry Spy, ed. Burke Williamson. Scarsdale, NY: Bradbury, 1969
- Donovan, James B.: "Strangers on a Bridge - The Case of Colonel Abel" London: Secker & Warburg, 1964
- Friedman, Richard. "A Stone for Willy Fisher." Studies in Intelligence 30, no. 4 1986
- Gibney, Frank: "Intimate Portrait of a Russian Spymaster." LIFE, 17. November 1957, S. 122-130
- Nigel West (Rupert Allason), Games of Intelligence: The Classified Conflict of International Espionage., Crown, 1990, ISBN 0517578115
- Pavel Sudoplatov, Anatoli Sudoplatov, Jerrold L. Schecter, Leona Schecter, Anatolii Pavlovich Sudoplatov
  - Special tasks :the memoirs of an unwanted witness, a Soviet spymaster, Little Brown, ISBN 0316773522 ISBN 0316821152

Weblinks

Deutsch


- [http://www.pohl-projekt.de/G_M_G/g_m_g_hdb_div_glienicker_br%FCcke_01.htm Bild von Abel]
- [http://www.glienicker-bruecke.de/Agenten/agenten.html Agententausch auf der Glienicker Brücke]
- [http://www.mdr.de/doku/1311404-hintergrund-1311163.html MDR-Reportage: "Endstation Glienicker Brücke"]
- [http://www.mdr.de/doku/1311318.html Ausführlicher MDR-Reportage über den Agentenaustausch]
- [http://www.phoenix.de/dokus/17712/ Dokumentation von Jürgen Ast und Martin Hübner]
- [http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/1997/0815/lokales/0015/ "Der Basar der Schlapphüte"]
- [http://www.mdr.de/doku/1312490-hintergrund-1311163.html MDR-Reportage: "Anwalt Vogels erster Coup"]
- [http://www.deutsch-russische-kulturbegegnungen.de/html/common/stat/veran/detail.jsp?vid=1748 "Das Loch im eisernen Vorhang"]
- [http://www.mdr.de/doku/1311163.html MDR-Reportage: "Tausche Ostagent gegen Westagent"]
- [http://www.3sat.de/specials/70652/ 3sat "Tausche Ostagent gegen Westagent"]
- [http://www.mdr.de/doku/1313238-hintergrund-1311163.html MDR-Reportage: "Der Fall Abel/Powers"]
- [http://www.dw-world.de/dw/article/0,,966397,00.html DW-Reportage "Duell im Dunkeln"]

Englisch


- [http://www.fbi.gov/libref/historic/famcases/abel/abel.htm FBI-Bericht: Abels Überwachung und Festnahme] (englisch)
- [http://www.island.net/~times/timesdir/times3/nickel.htm#other FBI-Protokoll der Observierung, Verhaftung] (englisch)
- [http://www.cicentre.com/Documents/DOC_Abel_appeal.htm Gerichtsbeschluß bzgl. Einspruchsabweisung vom 28. März 1960] (englisch)
- [http://www.encyclopedia.com/html/U/U2incide.asp U-2 Zwischenfall] (englisch) Abel, Rudolf Iwanowitsch Abel, Rudolf Iwanowitsch Abel, Rudolf Iwanowitsch Abel, Rudolf Iwanowitsch Abel, Rudolf Iwanowitsch Abel, Rudolf Iwanowitsch

Russische Sprache

Die russische Sprache (früher auch Großrussisch genannt) ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten der Gegend um Moskau. Russisch wird von etwa 180 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130 Millionen in Russland leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch), Kasachstan (zusammen mit Kasachisch) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch). In diesen und weiteren Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist es sowohl Muttersprache eines Teiles der Bevölkerung als auch Sprache eines großen Teiles des öffentlichen Lebens. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 300 Millionen Sprecher.

Alphabet

Russisch wird mit dem russischen Alphabet geschrieben (rus.: русский алфавит od. русская азбука), das dem kyrillischen Alphabet (rus.: кириллический алфавит od. кириллица) entstammt. Seit der letzten Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische Alphabet aus 33 Buchstaben. Davon dienen 10 Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar: а, е, ё, и, о, у, ы, э, ю und я. Die übrigen 22 Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten verwendet, wobei die Buchstaben ъ und ь nicht zur Nachbildung bestimmter, eingenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Weichheit vorangehender Konsonanten dienen [mehr dazu siehe unter: Russische Phonetik]. Siehe auch: Russische Rechtschreibreform von 1918

Aussprache

Die Aussprache der russischen Sprache bezeichnet die Phonetik und die Phonologie der russischen Standardsprache. Im weiteren Sinne kann darunter auch die Aussprache in verschiedenen Varietäten (Dialekten und Mundarten) der russischen Sprache verstanden werden.

Tonalität

Russisch ist eine nicht-tonale Sprache, d.h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Auch wie im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.B. einen Aussagesatz von einem Frage- oder Ausrufesatz kenntlich zu machen. Die Stimmhebung oder -senkung dient hier aber dazu, um die Bedeutung eines Satzes zu ändern oder dessen bestimmte Teile klanglich hervorzuheben. In tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner Wörter.

Wortbetonung

Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert oder einzeln ausgesprochen werden. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.a. als frei und beweglich bezeichnet. So werden z.B. durch die Verlagerung der Betonung innerhalb einiger russischen Wörter ihre unterschiedlichen Flexionsformen gebildet. Für eine ausführliche Darstellung siehe: Wortbetonung in der russischen Sprache

Phonetik

Die phonetische Struktur der modernen russischen Standardsprache zählt 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute (Phoneme), die sich wiederum in 6 Vokal- und 36 Konsonantenlaute aufteilen lassen. Das umfangreiche Phoneminventar des Russischen erklärt sich durch eine für slawische Sprachen typische Besonderheit der Aussprache, und zwar werden die meisten russischen Konsonanten sowohl hart als auch weich (palatalisiert) ausgesprochen. Hierbei handelt es sich aber nicht um so genannte Phone, sondern um einzelne Phoneme, denn jede dieser Aussprachevarianten ist bedeutungsunterscheidend. Einige russische Dialekte haben einen spezifischen Phonembestand, in dem einige Konsonanten vorwiegend hart bzw. palatalisiert oder etwas anders (z.B. guttural) ausgesprochen werden. Die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten variiert in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Dabei unterscheidet man bei Vokalen zwischen einer betonten und einer unbetonten Position. So wird beispielsweise das "o" als [o] in betonter und als [a] oder ] in unbetonter Position ausgesprochen. Die Aussprache vieler russischen Konsonanten wird wiederum durch andere, ihm nachfolgende Konsonanten bestimmt. So werden u.a. alle stimmhaften Konsonanten nicht nur am Wortende stimmlos ausgesprochen, sondern auch dann, wenn sie einem anderen stimmlosen Konsonanten vorangehen. Im Unterschied zum Deutschen ist die Länge der Vokale im Russischen weder bedeutungsunterscheidend (wie z.B. in Stielstill) noch für die richtige Aussprache eines Wortes ausschlaggebend. Die betonten Vokale werden in der Regel halblang ausgesprochen. Die unbetonten Vokale sind dagegen kurz und unterscheiden sich häufig von den entsprechenden betonten Vokalen auch qualitativ. Im Russischen gibt es keine Diphthonge. Sowohl Doppelvokale als auch zwei unterschiedliche, aufeinander folgende Vokale werden stets als einzelne Laute ausgesprochen (wie z.B. in Kooperation, aktuell, Museum, geimpft). Für eine ausführliche Darstellung der russischen Phonetik siehe: Russische Phonetik

Grammatik

Wie die meisten slawischen Sprachen ist auch das Russische stark flektierend. In einer flektierenden Sprache ändert sich die Gestalt eines Wortes innerhalb diverser grammatischen Kategorien, und zwar einerseits durch Hinzufügung von Affixen (schwache od. äußere Flexion) oder durch Veränderung des Wortstammes (starke od. innere Flexion). Für das Russische sind die beiden Flexionsarten charakteristisch. Im Falle der starken Flexion verändert sich der Stamm vieler russischen Wörter bei deren Beugung (Deklination, Konjugation, Komparation), und zwar durch Ablaut (z.B.: мыть - мою, жевать - жуёт), Konsonantenverschiebung (z.B.: возить - вожу) oder Hinzufügung bzw. Wegfall der Stammvokale (z.B.: брать - беру, один - одна). Dabei können die Attribute der schwachen und der starken Flexion jeweils einzeln oder in Kombination miteinander auftreten (z.B.: жечь - жёг - жгу). Wortarten und deren grammatische Kategorien:
Auch wie im Deutschen werden im Russischen Substantive, Adjektive und Pronomen nach Kasus, Genus und Numerus gebeugt und Adverbien nur gesteigert. Russische Verben werden hingegen nicht nur nach Tempus und Numerus, sondern in der Vergangenheitsform auch nach Genus gebeugt. Anders als im Deutschen werden im Russischen auch Eigennamen (Personen-, Städte-, Ländernamen u.ä.) und Zahlwörter gebeugt. Außerdem kennt das Russische weder bestimmte noch unbestimmte Artikel. Für die Anzeige von Kasus, Genus und Numerus treten stattdessen zahlreiche Suffixe auf. Bei einer kleinen Gruppe russischer Wörter können grammatische Kategorien durch Verlagerung der Wortbetonung von einer auf die andere Silbe gebildet werden (mehr dazu siehe unter: Wortbetonung in der russischen Sprache). Weitere Wortarten im Russischen sind Präpositionen, Konjunktionen, Fragewörter, Interjektionen, Frage- und Modalpartikeln sowie die Verbpartikel «бы». In einem Satz bleiben sie immer ungebeugt. Substantive:
Das Russische kennt drei grammatische Geschlechter und sechs grammatische Fälle (Kasus). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.h. Lebewesen) und unbelebten (d.h. Sachen) Substantiven unterschieden. Verben:
Eine Besonderheit der meisten russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt bezeichnet (mehr dazu siehe unter: Der Aspekt in der russischen Sprache). Tempus:
Im Unterschied zum Deutschen gibt es in der russischen Standardsprache nur eine Vergangenheitsform, die häufig als Präteritum bezeichnet wird. Diese Bezeichnung beschreibt aber lediglich die Art und Weise, wie die Vergangenheitsform russischer Verben gebildet wird. Diese erfolgt ausschließlich durch Änderung der Gestalt eines Verbs, wie etwa durch Anhängen spezifischer Suffixe, und nicht durch zusätzliche Nutzung von Hilfsverben, wie etwa von Verben „haben“ oder „sein“ im Deutschen. Syntax (Satzbildung):
Da das Russische stark flektierend ist, sind die gebeugten Formen vieler russischen Wörter oft einzigartig und entsprechen jeweils nur einer bestimmten grammatischen Kategorie. Deshalb ist die Verknüpfung einzelner Satzglieder im Russischen nicht so streng wie im Deutschen geregelt. So muss das Subjekt nicht notwendigerweise unmittelbar vor oder nach dem Prädikat gesetzt werden, ein Aussagesazt kann mit dem Prädikat anfangen oder enden. Innerhalb kurzer Sätze oder einzelner, geschlossener Satzteile kann die Wortfolge oft stark dennoch nicht willkürlich variieren, ohne dabei die Satzsemantik zu verändern. Insbesondere in der Poesie wird dieses besondere Merkmal der russischen Syntax häufig verwendet, indem Sätze zuweilen durch eine unübliche Umstellung der Wörter gebildet werden und somit die Reimfindung erleichtern. Einige Unterschiede zwischen den Satzbildungsregeln im Deutschen und im Russischen können durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:

- Im deutschen Satz „Maria fragt Jan.“ wird die Satzsemantik durch die Reihenfolge [Subjekt] → [Prädikat] → [Akkusativobjekt] bestimmt. Die Substantive, in diesem Fall die Eigennamen „Maria“ und „Jan“, weisen keine grammatischen Merkmale auf, die sie als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen lassen. Deshalb, sobald man die beiden Substantive miteinander vertauscht, ändert sich die Bedeutung des Satzes im Deutschen: „Jan fragt Maria.“. Im Russischen lassen sich die beiden Substantive durch ihre Flexionsformen eindeutig als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen. Die Bedeutung des Satzes „Мария спрашивает Яна.“ („Maria fragt Jan.“) wird im Russischen also nicht durch die Reihenfolge der Satzglieder, sondern durch deren Flexionsformen bestimmt. Deshalb ändert sich die Satzsemantik durch die Umstellung der Satzglieder nicht. Im russischen Satz wird es immer Maria sein, die Jan fragt und nicht umgekehrt: „Мария спрашивает Яна.“ oder „Мария Яна спрашивает.“ oder „Яна Мария спрашивает.“ oder „Яна спрашивает Мария.“. Will man im Russischen sagen, dass Jan Maria fragt, muss man die Flexionsformen der beiden Substantive ändern: „Ян спрашивает Марию.“.
- Im deutschen Satz „Ich liebe dich.“ muss das Prädikat immer an der zweiten Stelle stehen. Im Russischen Satz kann es entweder an der zweiten oder an der letzten Stelle sein: „Я люблю тебя.“ bzw. „Я тебя люблю.“. Wird das Prädikat an die erste Stelle im Satz gesetzt, so leitet es im Russischen nicht eine Frage ein, sondern hebt lediglich die Handlung hervor und weist in diesem Fall auf die Gefühlsstärke des Sprechenden: „Люблю я тебя.“ („Ich liebe dich so sehr.“).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Grammatik siehe: Russische Grammatik

Dialekte

Man unterscheidet im europäischen Teil Russlands drei sprachlich unterschiedliche Gebiete: Nord-, Mittel- und Südrussland. Die Gebiete unterteilen sich ferner in einzelne Dialekte.

Nordrussisch

Nord-östlich einer Linie vom Ladogasee über Nowgorod und Jaroslawl bis Joschkar-Ola. Diese Mundart kennzeichnet sich durch ein klar ausgesprochens unbetontes "o" (оканье - Okanje), ein gutturales "g" und ein hartes "t".
- Mundartengruppe von Ladoga und Tichwin
- Mundartengruppe von Kostroma
- Mundartengruppe von Wologda
- Mundartengruppe von Onega
- Mundarten von Beloozersk

Mittelrussisch

Die Nördliche Grenze verläuft von Sankt-Petersburg über Nowgorod und Iwanowo bis Nischni Nowgorod und Tscheboksary, die südliche von Welikije Luki über Moskau bis Pensa. Dieses Gebiet zeigt sowohl nördliche als auch südliche Sprachzüge. Im Westen ist das unbetonte "o" ein "o", im Osten ein "a" (аканье - Akanje).
- Westmittelrussisch von Pskow
- Westmittelrussisch von Nowgorod
- Ostmittelrussisch von Moskau und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Jegorewsk und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Temnikow und Umgebung
- Ostmittelrussisch vom Wolga-Wladimir Gebiet

Südrussisch

Im Bereich südlich von Welikije Luki über Rjasan bis Tambow. Hier spricht man das unbetonte "o" als "a", ein frikatives "g" und ein weiches "t".
- Mundart von Rjasan
- Mundartengruppe vom Dnjepr
- Mundart von Oskol

Mischsprachen

Es gab und gibt einige natürlich entstandene Mischsprachen mit dem Russischen. Bekannteste Vertreter sind die Mischungen mit den nah verwandten Ukrainisch (Surschyk) und Weißrussisch (Trasjanka). Innerhalb der Sowjetunion vermischte es sich einst auch mit den isolierten Sprachen sibirischer und asiatischer Völker Russlands. An dessen Arktis-Grenzen zu Norwegen wurde vor 100 Jahren noch eifrig Russenorsk gesprochen. Im Fernen Osten wiederum brachte der Kontakt mit Chinesen Kjachta-Russisch hervor. Nationalismus hat auch diese Mischsprachen heute vernichtet. Allein das durch den sowjetischen Einfluss auf Kuba entstandene Rusinol lebt. In Deutschland entsteht zur Zeit unter den russischen Einwanderern eine deutsch-russische Mischsprache.

Lehnwörter

Das Russische hat sich eine ganze Reihe von Wörtern aus dem Deutschen entlehnt (siehe: Liste deutscher Wörter im Russischen). Darüber hinaus sind auch einige russische Wörter in die deutsche Sprache eingegangen (siehe: DDR-Sprache).
- Datsche - дача
- Perestroika - перестройка
- Pogrom - погром
- Sputnik - спутник
- Steppe - степь
- Subbotnik - субботник
- Troika - тройка
- Wodka - водка
- Zobel - соболь

Weitere verwandte Aktikel


- Russische Rechtschreibreform von 1918
- Wortbetonung in der russischen Sprache
- Russische Phonetik
- Russische Grammatik
- Russische Literatur
- Deutschrussisch
- Russischer Mat

Weblinks


- http://www.russian-online.net – Russisch lernen und verstehen – kostenloser Online-Sprachkurs und Sprachführer, für Einsteiger
- http://learning-russian.gramota.ru – Online-Sprachkurs, für Fortgeschrittene
- [http://www.rambler.ru/dict/scripts/go.cgi?btnG=%CD%E0%E9%F2%E8%21&query=&where=deru&start=0&count=15 http://www.rambler.ru/dict/] – Deutsch-Russisches Wörterbuch
- [http://www.dict.russian-german.net http://www.dict.russian-german.net] – freies Deutsch-Russisches Wörterbuch mit Lern-Modus
- [http://www.sz.euv-frankfurt-o.de/Homepages/Lektorate/Russisch/LRLinksOnlineWB.html Liste von Online-Wörterbüchern und Nachschlagewerken]
- [http://www.russlandjournal.de RusslandJournal.de] - Alphabet, Grammatik, viele praktische Sprachübungen und Tests der russischen Sprachlernsoftware und -bücher Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Russische Sprache ja:ロシア語 ko:러시아어 ms:Bahasa Russia simple:Russian language th:ภาษารัสเซีย

1903

Ereignisse

Katastrophen


- 14. April: Ein Erdbeben unbekannter Stärke in der Türkei, etwa 1.700 Tote
- 28. April: Ein Erdbeben der Stärke 6,3 in der Türkei, etwa 2.200 Tote
- 19. Juni: Osnabrück sowie die umliegenden Gemeinden werden von einem gewaltigen Hagelunwetter heimgesucht. Es wurden bis zu 11 cm große Hagelkörner beobachtet. In Zusammenwirkung mit starken Sturmböen wurden fast 150.000 Fensterscheiben alleine in Osnabrück zertrümmert. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, im Stadtteil Hellern wurde ein Tornado beobachtet

Politik und Wirtschaft


- 1. Januar: Adolf Deucher wird neuer schweizer Bundespräsident
- 1. Januar: König Eduard VII., König von Großbritannien und Irland, wird Kaiser von Indien
- 1. Januar: Die neue Rechtschreibreform im Deutschen Reich, Österreich und in der Schweiz tritt in Kraft
- 16. Februar: Kuba räumt den USA das Recht zur Errichtung von Flotten- und Kohlestationen ein (vgl. Guantánamo)
- 20. Februar: Papst Leo XIII. feiert sein 25jähriges Pontefikatsjubiläum
- 1. März: Die Polizeidirektion Dresden führt in Deutschland die Daktyloskopie zur Verbrechensaufklärung ein
- 3. März: Der US-Kongress genehmigt ein neues Einwanderungsgesetz
- 14. März: Der US-Senat ratifiziert den Hay-Herrán-Vertrag mit Kolumbien über den Panamakanal
- 19. April: In Kischinew/Russland kommt es zu dreitägigen Massenpogromen von russischen Christen gegen Juden, bei denen die Polizeikräfte nicht eingreifen. Nach internationalen Protesten erklärt das russische Innenministerium die Judenverfolgung mit deren sozialistischen Aufruhr gegen Zar Nikolaus II.. Journalisten vermuten eher eine Sündenbock-Politik angesichts der Wirtschaftsmisere, der weitverbreiteten Armut und wachsenden Arbeiterunruhen
- 1. Mai: Der Staatsbesuch König Edwards VII. in Frankreich leitet die britisch-französische Annäherung ein; am 6. Juli folgt der Gegenbesuch des französischen Präsidenten Emile Loubet mit seinem Außenminister Delcassé. Das Verhältnis beider Staaten war seit der Faschoda-Krise 1898 getrübt, mündet nun aber 1904 in den Abschluss der Entente Cordiale
- 11. Juni: Der serbische König Alexander I. und seine Gattin Draga werden von serbischen Offizieren im Königspalast ermordet
- 16. Juni: Bei den Wahlen zum 11. Deutschen Reichstag erhält die SPD 31,7 % und 81 Mandate, das Zentrum 19,8 % und 100 Mandate, die Deutsch-Konservativen 10,0 % und 54 Mandate und die Nationalliberalen 13,9 % und 51 Mandate. Damit behalten die Befürworter von Schutzzöllen und Flottenvorlage eine komfortable Mehrheit (237 der 397 Sitze)
- 19. Juni: Benito Mussolini, der sich zu dieser Zeit in der Schweiz aufhält, wird bei der dortigen Polizei als notorischer marxistischer Unruhestörer aktenkundig
- 24. Juni: Peter I. wird neuer König von Serbien
- 17. Juli: Frankreich und Spanien einigen sich auf die Aufrechterhaltung des Status Quo in Marokko
- 25. Juli: Die Ford Motor Company beginnt mit dem Vertrieb ihres ersten Autos, des „Model A“
- 29. Juli: Blutige Niederwerfung von Streiks und Unruhen in Kiew, Odessa, Tiflis und Baku durch russisches Militär
- 2. August: Am Elias-Tag erheben sich die Mazedonen gegen die türkische Fremdherrschaft im Ilinden-Aufstand
- 4. August: Wahl Giuseppe Melchiorre Sartos zum Papst nach viertägigem Konklave. Er nennt sich Pius X. und tritt die Nachfolge von Leo XIII. an. Der österreichische Kaiser Franz Joseph hatte bei der Wahl gegen den Kandidaten Kardinal Rampolla interveniert
- 22. August: Streik der Textilarbeiter von Crimmitschau; 7600 Arbeiter werden inhaftiert
- 23. August: 6. Zionistenkongress in Basel: Theodor Herzl schlägt als provisorische Lösung für die bedrohten ukrainischen Juden eine Heimstatt in Uganda vor; Endziel bleibe aber ein Staat in Palästina
- 20. September: Gründung der AFMA (Anstalt für musikalische Aufführungsrechte), einer Vorgängerorganisation der GEMA
- 3. Oktober: Abkommen von Mürzsteg zwischen Russland und Österreich-Ungarn, die den Bestand des Osmanischen Reichs garantieren, dieses zugleich aber zu Reformen in Mazedonien auffordern
- 10. Oktober: In Manchester wird die „National Women's Social and Political Union“, eine Frauenstimmrechtsvereinigung, gegründet. (siehe auch: Suffragetten)
- 17. Oktober: Die USA und Großbritannien einigen sich auf den Verlauf der Grenze zwischen Alaska und Kanada
- 3. November: Landung von US-Kriegsschiffen in Panama, dessen Sezession von Kolumbien mit dieser von den USA inszenierten Aktion (auch „Operettenrevoluton“ genannt) in die Wege geleitet wird
- ohne Datum: Henriette Arendt wird als erste Polizistin Deutschlands beim Stadtpolizeiamt Stuttgart eingestellt

Wissenschaft und Technik


- In Berlin gründet Emil Rathenau die Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft (AEG)
- 24. Mai: Gründung des ADAC
- 21. Juni: In Frankfurt am Main wird der Bund Deutscher Architekten (BDA) gegründet
- 9. September: Die Albulabahn im Kanton Graubünden wird eingeweiht. Die erste Fahrt geht von Chur nach Samedan
- 17. Dezember: Erster gesteuerter Motorflug der Gebrüder Wright
- ohne Datum: Oskar von Miller gründet das Deutsche Museum in München
- ohne Datum: Philipp Lenard entdeckt, dass Elektronenstrahlen Metallfolien durchschlagen und entwickelt seinen Gedanken, dass der größte Teil des Atoms leer sein müsse
- Joseph John Thomson entwickelt das nach ihm benannte Thomsonsche Atommodell (Rosinenkuchen-Modell)

Kultur


- 19. Januar: Uraufführung der Oper Het Eerekruis von Cornelius Doppers in Amsterdam
- 9. Februar – Uraufführung der Oper Marie Madeleine von Jules Masenets in Nizza
- 7. Juni: Uraufführung der dramatischen Symphonie Ilsebill. Das Märchen vom Fischer und seiner Frau von Friedrich Klose in Karlsruhe
- 30. August: Uraufführung der Oper A Guest of Honor von Scott Joplin in East St. Louis
- 1. Oktober: Uraufführung der Oper Alpenkönig und Menschenfeind von Leo Blech an der Dresdner Hofoper
- 17. November: Uraufführung der Oper Mademoiselle Fifi von César Cui in Moskau
- 15. Dezember: Gründung des Deutschen Künstlerbunds

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Juli Beginn der ersten Tour de France in Paris; sie führt über 2482 Kilometer durch ganz Frankreich
- Am 31. Mai findet in Hamburg das erste Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft statt: der VfB Leipzig besiegt den DFC Prag mit 7:2 und erhält die Victoria
- In der Türkei wird der Verein Besiktas JK gegründet

Geboren


- 2. Januar: Pjotr Michailowitsch Stefanowski, sowjetischer Testpilot († 1976)
- 4. Januar: Georg Elser, NS-Widerstandskämpfer († 1945)
- 6. Januar: Maurice Abravanel, US-amerikanischer Dirigent († 1993)
- 7. Januar: Albrecht Haushofer, deutscher Geograf, Diplomat und Schriftsteller († 1945)
- 9. Januar: Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg, deutsche Fliegerin im 2. Weltkrieg († 1945)
- 10. Januar: Barbara Hepworth, britische Bildhauerin († 1975)
- 10. Januar: Flaminio Bertoni, italienischer Designer, Bildhauer und Architekt († 1964)
- 11. Januar: Alan Stewart Paton, südafrikanischer Schriftsteller, Apartheidsgegner († 1988)
- 12. Januar: Igor Wassiljewitsch Kurtschatow, sowjetischer Physiker († 1960)
- 18. Januar: Berthold Goldschmidt, Komponist († 1996)
- 18. Januar: Werner Hinz, deutscher Schauspieler († 1985)
- 19. Januar: Boris Blacher, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist († 1975)
- 21. Januar: John Carew Eccles, australischer Physiologe und Nobelpreisträger († 1997)
- 22. Januar: Fritz G. Houtermans, Physiker († 1966)
- 24. Januar: Louis de Wohl, deutscher Schriftsteller und Astrologe († 1961)
- 29. Januar: Bernhard Reismann, deutscher Politiker der Zentrumspartei († 1982)
- 30. Januar: Slátan Dudow, bulgarischer Regisseur († 1963)
- 2. Februar: Bartel Leendert van der Waerden, niederländischer Mathematiker († 1996)
- 2. Februar: Eugen Kogon, deutscher Publizist, Soziologe und Politikwissenschaftler († 1987)
- 2. Februar: Karl Duncker, deutscher Psychologe, Vertreter der Gestalttheorie († 1940)
- 5. Februar: Fritz Everding, naturalistischer Maler und Grafiker († 1965)
- 6. Februar: Claudio Arrau, chilenischer Pianist († 1991)
- 6. Februar: Egon von Vietinghoff, Maler, Fachbuchautor, Philosoph († 1994)
- 9. Februar: Georg Trexler, deutscher Kirchenmusiker, Hochschullehrer und Komponist († 1979)
- 10. Februar: Franco Cortese, italienischer Rennfahrer († 1986)
- 13. Februar: Georges Simenon, belgischer Krimi-Schriftsteller († 1989)
- 13. Februar: Georgi Michailowitsch Berijew, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur († 1979)
- 14. Februar: Fritz Büchtger, deutscher Komponist († 1978)
- 14. Februar: Julius Meinl III., österreichischer Lebensmittelhändler († 1991)
- 15. Februar: Hans Venatier, deutscher Schriftsteller, († 1959)
- 15. Februar: Heinrich Drake, deutscher Bildhauer († 1994)
- 18. Februar: Nikolai Wiktorowitsch Podgorny, Staatsoberhaupt der Sowjetunion († 1983)
- 20. Februar: Ella Maillart, Schweizer Sportlerin und Reiseschriftstellerin († 1997)
- 21. Februar: Anaïs Nin, US-amerikanische Schriftstellerin († 1977)
- 21. Februar: Raymond Queneau, französischer Dichter und Schriftsteller († 1976)
- 21. Februar: Scrapper Blackwell, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1962)
- 22. Februar: Frank Plumpton Ramsey, britischer Mathematiker und Logiker († 1930)
- 22. Februar: Morley Callaghan, kanadischer Schriftsteller († 1990)
- 24. Februar: Franz Burda, deutscher Verleger und Begründer des Burda-Verlages († 1986)
- 25. Februar: Gerhard Schrader, deutscher Chemiker († 1990)
- 25. Februar: Iwan Pawlowitsch Bratuchin, sowjetischer Hubschrauberkonstrukteur († 1985)
- 26. Februar: Giulio Natta, italienischer Chemiker († 1979)
- 27. Februar: Fred Oelßner, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR († 1977)
- 27. Februar: Grethe Weiser, deutsche Schauspielerin († 1970)
- 28. Februar: Vincente Minnelli, US-amerikanischer Regisseur († 1986)
- 1. März: Herbert Kriedemann, deutscher Politiker († 1977)
- 4. März: Karl Hamann, Minister für Handel und Versorgung der DDR († 1973)
- 4. März: Luis Carrero Blanco, spanischer Ministerpräsident († 1973)
- 7. März: Erwin Stein, deutscher Politiker und Richter am Bundesverfassungsgericht Karlsruhe († 1992)
- 9. März: Wage Rudolf Soepratman, Komponist der indonesischen Nationalhymne († 1938)
- 10. März: Bix Beiderbecke, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Kornettist († 1931)
- 10. März: Matthias Sindelar, österreichischer Fußballspieler († 1939)
- 11. März: Sir Ronald Syme, neuseeländischer Historiker († 1980)
- 14. März: Adolph Gottlieb, US-amerikanischer Maler († 1974)
- 14. März: Otto Friedrich Bollnow, deutscher Philosoph und Pädagoge († 1991)
- 18. März: E. O. Plauen, deutscher Zeichner († 1944)
- 18. März: Fritz Stüber, österreichischer Schriftsteller und Journalist († 1978)
- 18. März: Galeazzo Ciano Graf von Cortelazzo, italienischer Politiker († 1944)
- 18. März: Otto Meier, deutscher Künstler (Keramik) († 1996)
- 20. März: Josef Trischler, deutscher Politiker und MdB († 1975)
- 24. März: Adolf Butenandt, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger († 1995)
- 28. März: Rudolf Serkin, Pianist († 1991)
- 29. März: Eduard Wahl, deutscher Politiker († 1985)
- 3. April: Bubber Miley, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Trompeter († 1932)
- 3. April: Joachim Ritter, deutscher Philosoph († 1974)
- 3. April: Peter Huchel, deutscher Lyriker und Redakteur († 1981)
- 4. April: Willy Rumpf, Minister für Finanzen der DDR († 1982)
- 7. April: Willi Forst, österreichischer Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent († 1980)
- 10. April: Hugh Adcock, britischer Fußballspieler († 1975)
- 10. April: Willy Stahl, deutscher Politiker († 1989)
- 12. April: Jan Tinbergen, niederländischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler († 1994)
- 12. April: Rudolf Hotzenköcherle, Schweizer Sprachwissenschaftler († 1976)
- 15. April: Gerd Horseling, deutscher Politiker, MdR, Bezirksleiter der IG Bau-Steine-Erden
- 15. April: John Williams, britischer Schauspieler († 1983)
- 19. April: Eliot Ness, US-amerikanischer Finanzbeamter und Prohibitionsagent († 1957)
- 19. April: Lotte Ulbricht, Ehefrau des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht († 2002)
- 20. April: Franz Weselik, Fußballspieler († 1962)
- 22. April: Karl Eberhard Schöngarth, Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes († 1946)
- 23. April: Karl Larenz, deutscher Zivilrechtler und Rechtsphilosoph († 1993)
- 24. April: José Antonio Primo de Rivera, spanischer faschistischer Politiker († 1936)
- 25. April: Andrei Nikolajewitsch Kolmogorow, russischer Mathematiker († 1987)
- 25. April: Michele Pellegrino, Erzbischof von Turin und Kardinal († 1986)
- 26. April: Alexander Möller, deutscher Politiker († 1985)
- 27. April: Frank Belknap Long, US-amerikanischer Autor († 1994)
- 27. April: Karl Maron, Minister des Inneren der DDR († 1975
- 3. Mai: Bing Crosby, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler († 1977)
- 8. Mai: Fernandel, französischer Schauspieler und Sänger († 1971)
- 10. Mai: Hans Jonas, deutsch-jüdischer Philosoph und Ethiker († 1993)
- 12. Mai: Detlef Struve, deutscher Politiker († 1987)
- 13. Mai: Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller († 1958)
- 14. Mai: Franz Seume, deutscher Politiker und MdB († 1982)
- 15. Mai: Anny Ondra, deutsch-tschechische Schauspielerin († 1987)
- 23. Mai: Charles W. Morris, US-amerikanischer Semiotiker und Linguist († 1979)
- 28. Mai: Gustav Siewerth, deutscher Philosoph und Pädagoge († 1963)
- 29. Mai: Bob Hope, US-amerikanischer Komiker, Schauspieler und Entertainer († 2003)
- 2. Juni: Max Aub, spanischer Schriftsteller († 1972)
- 4. Juni: Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski, russischer Dirigent († 1988)
- 5. Juni: Adolf Kainz, österreichsicher Kanusportler († 1948)
- 6. Juni: Aram Chatschaturian, sowjetischer Komponist († 1978)
- 8. Juni: Ernst Rudolf Huber, deutscher Staatsrechtler († 1990)
- 8. Juni: Marguerite Yourcenar, Schriftstellerin († 1987)
- 9. Juni: Felice Bonetto, italienischer Rennfahrer († 1953)
- 10. Juni: Theo Lingen, deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor († 1978)
- 14. Juni: Alonzo Church, US-amerikanischer Mathematiker († 1995)
- 17. Juni: Ilse Schüle, Schriftschneiderin und Typografin († 1997)
- 17. Juni: Natalie Beer, österreichische Schriftstellerin († 1987)
- 18. Juni: Felix von Eckardt, deutscher Politiker und MdB († 1979)
- 19. Juni: Hans Litten, jüdischer Rechtsanwalt und Strafverteidiger († 1938)
- 21. Juni: Al Hirschfeld, US-amerikanischer Cartoonzeichner († 2003)
- 22. Juni: John Dillinger, erster Mensch, den das FBI als Staatsfeind Nr. 1 bezeichnete († 1934)
- 23. Juni: Hans Christian Branner, dänischer Schriftsteller († 1966)
- 25. Juni: George Orwell, britischer Schriftsteller und Essayist († 1950)
- 1. Juli: Amy Johnson, britische Pilotin († 1941)
- 2. Juli: Alec Douglas-Home, britischer Premierminister († 1995)
- 2. Juli: Olav V., König von Norwegen († 1991)
- 3. Juli: Wolfgang Haußmann, deutscher Politiker († 1989)
- 4. Juli: Corrado Bafile, römisch-katholischer Theologe, Diplomat und Kirchenfunktionär († 2005)
- 6. Juli: Hugo Theorell, schwedischer Biochemiker, Nobelpreisträger († 1982
- 6. Juli: Otto Lenz, deutscher Politiker († 1957)
- 10. Juli: John Wyndham, britischer SF-Autor († 1969)
- 10. Juli: Werner Best, deutscher Jurist, Polizeichef und Nationalsozialist († 1989)
- 11. Juli: Otto Eduard Hasse, deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher († 1978)
- 11. Juli: Rudolf Iwanowitsch Abel, Agent der UdSSR in den USA († 1971)
- 16. Juli: Fritz Bauer, deutscher Richter und Staatsanwalt († 1968)
- 21. Juli: Paul Baumgartner, Schweizer Pianist († 1976)
- 22. Juli: Anton Saefkow, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer († 1944)
- 22. Juli: Willy Dehnkamp, Politiker und Bremer Bürgermeister. († 1985)
- 25. Juli: Fritz Oellers, deutscher Politiker († 1977)
- 28. Juli: Ernst Wilhelm Bohle, NSDAP-Gauleiter und Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP († 1960)
- 2. August: Mathilde Danegger, deutsche Schauspielerin († 1988)
- 4. August: Bruno Gleitze, deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Hochschullehrer und Politiker († 1980)
- 4. August: Hans-Christoph Seebohm, deutscher Politiker († 1967)
- 7. August: Louis Leakey, britischer Paläoanthropologe († 1972)
- 7. August: Saburo Moroi, japanischer Komponist († 1977)
- 10. August: Eleanor Lambert, US-amerikanische Modejournalistin († 2003)
- 23. August: Wolfgang Bartels, deutscher Politiker und MdB († 1975)
- 24. August: Graham Sutherland, britischer Maler und Graphiker († 1980)
- 24. August: Karl Hanke, Funktionär der NSDAP während der Zeit des Nationalsozialismus († 1945)
- 25. August: Arpad Elo, US-amerikanischer Statistiker, Erfinder der Elo-Zahl († 1992)
- 26. August: Jimmy Rushing, US-amerikanischer Blues- und Jazzsänger († 1972)
- 27. August: Ernst Bettermann, deutscher Politiker († 1983)
- 27. August: Rudolf Kühnhold, deutscher Physiker († 1992)
- 28. August: Bruno Bettelheim, US-amerikanischer Psychoanalytiker und Kinderpsychologe († 1972)
- 28. August: Rudolf Wagner-Régeny, deutscher Komponist rumänischer Herkunft († 1969)
- 29. August: Ernst Kreuder, deutscher Schriftsteller († 1972)
- 31. August: Heinz Maria Oeftering, Präsident des Bundesrechnungshofs († 2004)
- 3. September: Lothar Bolz, Vorsitzender der NDPD der DDR († 1986)
- 9. September: Josef Gregor, deutscher Volksliedpädagoge († 1987)
- 10. September: Georges de Rham, Schweizer Mathematiker († 1990)
- 11. September: Karl Joseph Leiprecht, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart († 1981)
- 11. September: Theodor W. Adorno, deutscher Soziologe, Philosoph und Komponist († 1969)
- 12. September: Hans Fronius, österreichischer Maler, Illustrator († 1988)
- 13. September: Claudette Colbert, französisch-US-amerikanische Schauspielerin († 1996)
- 15. September: Roy Acuff, Country-Sänger und Musik-Verleger († 1992)
- 20. September: Joseph Breitbach, deutscher Schriftsteller, Journalist († 1980)
- 24. September: Frida Hockauf, Weberin im 'VEB Mechanische Weberei Zittau' († 1974)
- 25. September: Mark Rothko, russisch-amerikanischer Maler († 1970)
- 28. September: Albert Vigoleis Thelen, deutscher Schriftsteller und Übersetzer († 1989)
- 1. Oktober: George Coulouris, britischer Schauspieler († 1989)
- 1. Oktober: Vladimir Horowitz, russischer Klaviervirtuose († 1989)
- 4. Oktober: Ernst Kaltenbrunner, Kriegsverbrecher († 1946)
- 4. Oktober: Paulus Rusch, Bischof der Diözese Innsbruck († 1986)
- 6. Oktober: Ernest Walton, irischer Physiker († 1995)
- 11. Oktober: Hans Söhnker, deutscher Schauspieler († 1981)
- 12. Oktober: Walter Jurmann, Komponist von Schlagern und Filmmusik († 1971)
- 15. Oktober: Svend Johannsen, dänischer Minderheitenpolitiker in Schleswig-Holstein († 1978)
- 17. Oktober: Nathanael West, US-amerikanischer Schriftsteller († 1940)
- 18. Oktober: Lina Radke, deutsche Leichtathletin († 1983)
- 18. Oktober: Vittorio Giannini, US-amerikanischer Komponist († 1966)
- 19. Oktober: Tor Johnson, schwedischer Catcher und Schauspieler († 1971)
- 22. Oktober: Curly Howard, US-amerikanischer Komiker († 1952)
- 22. Oktober: George Wells Beadle, US-amerikanischer Genetiker, Nobelpreisträger († 1989)
- 28. Oktober: Evelyn Waugh, britischer Schriftsteller († 1966)
- 29. Oktober: Yvonne Georgi, deutsche Ballett-Tänzerin und Choreographin († 1975)
- 31. Oktober: Joan Robinson, britische Ökonomin († 1983)
- 1. November: Jean Tardieu, französischer Dichter und Dramatiker († 1995)
- 3. November: Archangelus Löslein, Kapuzinerpater († 1982)
- 5. November: Ernst Albert Altenkirch, SED-Funktionär der DDR († 1980)
- 7. November: Ary Barroso, brasilianischer Komponist und Sänger († 1964)
- 7. November: Konrad Lorenz, Biologe und Nobelpreisträger († 1989)
- 17. November: Nicolaas Diederichs, († 1978)
- 23. November: Alexander Georgijewitsch Iwtschenko, sowjetischer Flugmotorenkonstrukteur († 1968)
- 23. November: Christo Radewski, bulgarischer Dichter, Kinderbuchautor und Übersetzer († 1988)
- 27. November: Lars Onsager, Physikochemiker und Noberlpreisträger († 1976)
- 3. Dezember: Eva Gräfin Finck von Finckenstein, deutsche Politikerin († 1994)
- 4. Dezember: Cornell Woolrich, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller († 1968)
- 5. Dezember: Cecil Frank Powell, englischer Atomphysiker († 1969)
- 5. Dezember: Cecil Powell, englischer Atomphysiker († 1969)
- 5. Dezember: Johannes Heesters, niederländischer Schauspieler und Operettenstar
- 7. Dezember: Tisa von der Schulenburg, († 2001)
- 8. Dezember: Micheil Kalatosow, georgischer Filmregisseur († 1973)
- 9. Dezember: Elisabeth Charlotte Gloeden, Kämpferin im Widerstand gegen das Dritte Reich († 1944)
- 10. Dezember: Johannes Even, deutscher Politiker († 1964)
- 12. Dezember: Rosette Anday, ungarische Mezzo-Sopranistin († 1977)
- 12. Dezember: Yasujiro Ozu, japanischer Filmregisseur und Drehbuchautor († 1963)
- 16. Dezember: Rafael Alberti, spanischer Dichter († 1999)
- 17. Dezember: Erskine Caldwell, US-amerikanischer Schriftsteller († 1987)
- 24. Dezember: Joseph Cornell, US-amerikanischer Bildhauer, Maler und Experimentalfilmer († 1972)
- 26. Dezember: Robert Vandivier, US-amerikanischer Basketballspieler († 1983)
- 27. Dezember: Hans Ekstrand, deutscher Politiker († 1969)
- 27. Dezember: Hermann Volk, von 1962 bis 1983 Bischof von Mainz († 1988)
- 28. Dezember: John von Neumann, Chemiker, Mathematiker und Physiker († 1957)
- 29. Dezember: Erhard Mauersberger, Organist, Musiklehrer und Chordirigent († 1982)
- 31. Dezember: Hans Erhard Bock, deutscher Sportmediziner († 2004)

Gestorben


- 3. Januar: Alois Hitler, Vater Adolf Hitlers (
- 1837)
- 30. Januar: Ernst Mey, Unternehmer in Paris und Leipzig (
- 1844)
- 1. Februar: George Gabriel Stokes, Irischer Physiker und Mathematiker (
- 1819)
- 1. Februar: Rudolf von Delbrück, deutscher Politiker (
- 1817)
- 5. Februar: Henry L. Dawes, US-amerikanischer Politiker (
- 1816)
- 7. Februar: James Glaisher, englischer Meteorologe und Aeronaut (
- 1809

Großbritannien

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine
konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland. __TOC__ Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen. Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.

Geographie

Bretagne Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne. Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste. Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen. Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry. Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien

Klima und Vegetation

Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden. Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut. Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.

Bevölkerung

Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.

Sprachen

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel. Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language. Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (