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Yevgeny Yevtushenko

Yevgeny Yevtushenko

Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko (russisch Евгений Александрович Евтушенко, wiss. Transliteration Evgenij Alexandrovič Evtušenko;
- 18. Juli 1932 Eisenbahnstation Nishneudinsk, Irkutsker Oblast/Sibirien) ist ein bekannter russischer Dichter und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Als Sohn eines Geologenehepaars wurde Jewtuschenko in einem abgelegenen Ort in Sibirien geboren und verbrachte seine frühe Kindheit bei seiner Großmutter im nahegelegenen Sima. Sein Vater, der deutschstämmige Alexander Rudolfowitsch Gangnus, dichtete selbst und vermittelte dem Jungen bereits früh seine Liebe zur Poesie. Um Repressalien aufgrund des deutsch klingenden Namens zu vermeiden, sorgte die Großmutter dafür, dass Jewgeni den Geburtsnamen seiner Mutter erhielt; außerdem wurde das Geburtsdatum offiziell auf 1933 verlegt, um 1944 einen Umzug nach Moskau zu ermöglichen. Jewtuschenkos Schulzeit verlief nicht sehr erfolgreich, er musste wegen Schwänzens und diverser Aufsässigkeiten die Mittelschule wechseln und wurde schließlich aufgrund einer falschen Beschuldigung vor Erreichen eines Abschlusses als Fünfzehnjähriger von der Schule gewiesen. Er arbeitete eine Zeitlang in der geologischen Expedition seines Vaters in Kasachstan und kehrte nach Moskau zurück, um Dicher zu werden. 1949 druckte die Zeitschrift Sowjetsport sein erstes Gedicht. Von da an wurde er zum "Zeitungsdichter"; auch die obligatorischen Zeilen über Stalin waren regelmäßig in seinen Werken enthalten. Sein 1952 erschienener erster Gedichtband Kundschafter der Zukunft wurde von der Kritik zwar gelobt, war beim Publikum aber wenig erfolgreich. Jewtuschenko wurde aufgrund seiner Veröffentlichungen auch ohne Schulabschluss in den Schriftstellerverband und an das Moskauer Gorki-Literaturinstitut aufgenommen, wo er die Studienzeit nutzte, seinen Stil und seine Themen zu überdenken. Nach diversen Veröffentlichungen in den 50er Jahren kam der Durchbruch beim Publikum 1961 mit den beiden Gedichten Babi Jar (Бабий Яр), und Meinst Du, die Russen wollen Krieg? (Хотят ли русские войны?..), das auch vertont wurde. Gleichzeitig sah sich Jewtuschenko kritischen Stimmen des etablierten sowjetischen Kulturbetriebs ausgesetzt. Trotz einiger Repressionen - zeitweise lebte er in Petschora im Norden Russlands - war er jedoch äußerst produktiv und wurde auch international beachtet; seine Werke erschienen in 72 Sprachen. Etiketten wie "Dichterrebell", "Kultfigur der 60er Jahre" und "Polit-Idol" oder auch "politisch unzuverlässig" versuchen ihn zu charakterisieren. Bereits in frühen Jahren widmete sich Jewtuschenko auch der Prosa. Seine erste Erzählung Die vierte Spießbürgerin(?) (Четвертая Мещанская) wurde 1959 in der Zeitschrft Junost veröffentlicht. Sein erster Roman Beerenreiche Gegenden (Ягодные места, in der Bundesrepublik unter dem Titel Wo die Beeren reifen) erschien Anfang der 80er Jahre. Seinen Blick auf den Wandel in der Sowjetunion zeigte der 1993 erschienene Schlüsselroman Stirb nicht vor deiner Zeit (Не умирай после смерти); ein autobiographisches Werk erschien 1989 unter dem Titel Wolfspaß (Волчий паспорт). In beiden Büchern gibt es ein (identisches) Kapitel, das den Ereignissen um den Militärputsch 1991 gegen Gorbatschow gewidmet ist. Nachdem Jewtuschenko 1988 bis 1991 Parlamentsabgeordneter gewesen war, war er unmittelbarer Augenzeuge der Verteidigung des Weißen Hauses - er trug von dessen Balkon ein Gedicht vor, das den demonstrierenden Menschen draußen auf der Straße gewidmet war. Neben zahlreichen Auszeichnungen in seinem eigenen Land erhielt er 1999 als erster ausländischer Dichter den renommierten amerikanischen Walt-Whitman-Preis. An amerikanischen Universitäten hielt er Vorlesungen aus seinem Lehrbuch Anthologie der russischen Poesie. Der Dichter lebt und arbeitet heute in Moskau.

Werke

auf deutsch erschienen


- Unter der Haut der Freiheitsstatue/Die Universität von Kasan. Versdichtungen 1974, ISBN 3455036678
- Lyrik, Prosa, Dokumente. München 1979, ISBN 348500300X
- Wo die Beeren reifen, Roman, Wien 1982, ISBN 3552034285 (BRD-Ausgabe)
  - Beerenreiche Gegenden, Roman, Berlin 1984 (DDR-Ausgabe)
- Mutter und die Neutronenbombe. (mit Aljonna Möckel, Klaus Möckel, Pablo Picasso), Wien 1984, ISBN 3552036261
- Fuku, Poem. Berlin 1987
- Der Hühnergott. 3 Liebesgeschichten. Wien 1985, ISBN 3552037241
- Die Gedichte. Eine Auswahl des Autors, München 1997 ISBN 3795112842
- Ausgewählte Gedichte. München 1991 ISBN 3257200617
- Herzstreik, Gedichtsammlung, Hamburg 1996, ISBN 3203787652
- Stirb nicht vor deiner Zeit, Roman, München 1996, ISBN 342312282X
- Der Wolfspaß, Autobiographie, 2002, ISBN 3423129476

Zitate


- Ziolkowski hat es gut gesagt: „All unser Wissen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist ein Nichts im Vergleich zu dem, was wir niemals wissen werden“. Das ist nicht traurig. Das ist schön. Wenn es die Unendlichkeit des Unerreichbaren gibt, hat auch das Wissen Hoffnung auf Unendlichkeit. aus: Beerenreiche Gegenden Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, Jewgeni Alexandrowitsch

Russische Sprache

Die russische Sprache (früher auch Großrussisch genannt) ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten der Gegend um Moskau. Russisch wird von etwa 180 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130 Millionen in Russland leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch), Kasachstan (zusammen mit Kasachisch) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch). In diesen und weiteren Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist es sowohl Muttersprache eines Teiles der Bevölkerung als auch Sprache eines großen Teiles des öffentlichen Lebens. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 300 Millionen Sprecher.

Alphabet

Russisch wird mit dem russischen Alphabet geschrieben (rus.: русский алфавит od. русская азбука), das dem kyrillischen Alphabet (rus.: кириллический алфавит od. кириллица) entstammt. Seit der letzten Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische Alphabet aus 33 Buchstaben. Davon dienen 10 Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar: а, е, ё, и, о, у, ы, э, ю und я. Die übrigen 22 Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten verwendet, wobei die Buchstaben ъ und ь nicht zur Nachbildung bestimmter, eingenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Weichheit vorangehender Konsonanten dienen [mehr dazu siehe unter: Russische Phonetik]. Siehe auch: Russische Rechtschreibreform von 1918

Aussprache

Die Aussprache der russischen Sprache bezeichnet die Phonetik und die Phonologie der russischen Standardsprache. Im weiteren Sinne kann darunter auch die Aussprache in verschiedenen Varietäten (Dialekten und Mundarten) der russischen Sprache verstanden werden.

Tonalität

Russisch ist eine nicht-tonale Sprache, d.h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Auch wie im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.B. einen Aussagesatz von einem Frage- oder Ausrufesatz kenntlich zu machen. Die Stimmhebung oder -senkung dient hier aber dazu, um die Bedeutung eines Satzes zu ändern oder dessen bestimmte Teile klanglich hervorzuheben. In tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner Wörter.

Wortbetonung

Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert oder einzeln ausgesprochen werden. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.a. als frei und beweglich bezeichnet. So werden z.B. durch die Verlagerung der Betonung innerhalb einiger russischen Wörter ihre unterschiedlichen Flexionsformen gebildet. Für eine ausführliche Darstellung siehe: Wortbetonung in der russischen Sprache

Phonetik

Die phonetische Struktur der modernen russischen Standardsprache zählt 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute (Phoneme), die sich wiederum in 6 Vokal- und 36 Konsonantenlaute aufteilen lassen. Das umfangreiche Phoneminventar des Russischen erklärt sich durch eine für slawische Sprachen typische Besonderheit der Aussprache, und zwar werden die meisten russischen Konsonanten sowohl hart als auch weich (palatalisiert) ausgesprochen. Hierbei handelt es sich aber nicht um so genannte Phone, sondern um einzelne Phoneme, denn jede dieser Aussprachevarianten ist bedeutungsunterscheidend. Einige russische Dialekte haben einen spezifischen Phonembestand, in dem einige Konsonanten vorwiegend hart bzw. palatalisiert oder etwas anders (z.B. guttural) ausgesprochen werden. Die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten variiert in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Dabei unterscheidet man bei Vokalen zwischen einer betonten und einer unbetonten Position. So wird beispielsweise das "o" als [o] in betonter und als [a] oder ] in unbetonter Position ausgesprochen. Die Aussprache vieler russischen Konsonanten wird wiederum durch andere, ihm nachfolgende Konsonanten bestimmt. So werden u.a. alle stimmhaften Konsonanten nicht nur am Wortende stimmlos ausgesprochen, sondern auch dann, wenn sie einem anderen stimmlosen Konsonanten vorangehen. Im Unterschied zum Deutschen ist die Länge der Vokale im Russischen weder bedeutungsunterscheidend (wie z.B. in Stielstill) noch für die richtige Aussprache eines Wortes ausschlaggebend. Die betonten Vokale werden in der Regel halblang ausgesprochen. Die unbetonten Vokale sind dagegen kurz und unterscheiden sich häufig von den entsprechenden betonten Vokalen auch qualitativ. Im Russischen gibt es keine Diphthonge. Sowohl Doppelvokale als auch zwei unterschiedliche, aufeinander folgende Vokale werden stets als einzelne Laute ausgesprochen (wie z.B. in Kooperation, aktuell, Museum, geimpft). Für eine ausführliche Darstellung der russischen Phonetik siehe: Russische Phonetik

Grammatik

Wie die meisten slawischen Sprachen ist auch das Russische stark flektierend. In einer flektierenden Sprache ändert sich die Gestalt eines Wortes innerhalb diverser grammatischen Kategorien, und zwar einerseits durch Hinzufügung von Affixen (schwache od. äußere Flexion) oder durch Veränderung des Wortstammes (starke od. innere Flexion). Für das Russische sind die beiden Flexionsarten charakteristisch. Im Falle der starken Flexion verändert sich der Stamm vieler russischen Wörter bei deren Beugung (Deklination, Konjugation, Komparation), und zwar durch Ablaut (z.B.: мыть - мою, жевать - жуёт), Konsonantenverschiebung (z.B.: возить - вожу) oder Hinzufügung bzw. Wegfall der Stammvokale (z.B.: брать - беру, один - одна). Dabei können die Attribute der schwachen und der starken Flexion jeweils einzeln oder in Kombination miteinander auftreten (z.B.: жечь - жёг - жгу). Wortarten und deren grammatische Kategorien:
Auch wie im Deutschen werden im Russischen Substantive, Adjektive und Pronomen nach Kasus, Genus und Numerus gebeugt und Adverbien nur gesteigert. Russische Verben werden hingegen nicht nur nach Tempus und Numerus, sondern in der Vergangenheitsform auch nach Genus gebeugt. Anders als im Deutschen werden im Russischen auch Eigennamen (Personen-, Städte-, Ländernamen u.ä.) und Zahlwörter gebeugt. Außerdem kennt das Russische weder bestimmte noch unbestimmte Artikel. Für die Anzeige von Kasus, Genus und Numerus treten stattdessen zahlreiche Suffixe auf. Bei einer kleinen Gruppe russischer Wörter können grammatische Kategorien durch Verlagerung der Wortbetonung von einer auf die andere Silbe gebildet werden (mehr dazu siehe unter: Wortbetonung in der russischen Sprache). Weitere Wortarten im Russischen sind Präpositionen, Konjunktionen, Fragewörter, Interjektionen, Frage- und Modalpartikeln sowie die Verbpartikel «бы». In einem Satz bleiben sie immer ungebeugt. Substantive:
Das Russische kennt drei grammatische Geschlechter und sechs grammatische Fälle (Kasus). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.h. Lebewesen) und unbelebten (d.h. Sachen) Substantiven unterschieden. Verben:
Eine Besonderheit der meisten russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt bezeichnet (mehr dazu siehe unter: Der Aspekt in der russischen Sprache). Tempus:
Im Unterschied zum Deutschen gibt es in der russischen Standardsprache nur eine Vergangenheitsform, die häufig als Präteritum bezeichnet wird. Diese Bezeichnung beschreibt aber lediglich die Art und Weise, wie die Vergangenheitsform russischer Verben gebildet wird. Diese erfolgt ausschließlich durch Änderung der Gestalt eines Verbs, wie etwa durch Anhängen spezifischer Suffixe, und nicht durch zusätzliche Nutzung von Hilfsverben, wie etwa von Verben „haben“ oder „sein“ im Deutschen. Syntax (Satzbildung):
Da das Russische stark flektierend ist, sind die gebeugten Formen vieler russischen Wörter oft einzigartig und entsprechen jeweils nur einer bestimmten grammatischen Kategorie. Deshalb ist die Verknüpfung einzelner Satzglieder im Russischen nicht so streng wie im Deutschen geregelt. So muss das Subjekt nicht notwendigerweise unmittelbar vor oder nach dem Prädikat gesetzt werden, ein Aussagesazt kann mit dem Prädikat anfangen oder enden. Innerhalb kurzer Sätze oder einzelner, geschlossener Satzteile kann die Wortfolge oft stark dennoch nicht willkürlich variieren, ohne dabei die Satzsemantik zu verändern. Insbesondere in der Poesie wird dieses besondere Merkmal der russischen Syntax häufig verwendet, indem Sätze zuweilen durch eine unübliche Umstellung der Wörter gebildet werden und somit die Reimfindung erleichtern. Einige Unterschiede zwischen den Satzbildungsregeln im Deutschen und im Russischen können durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:

- Im deutschen Satz „Maria fragt Jan.“ wird die Satzsemantik durch die Reihenfolge [Subjekt] → [Prädikat] → [Akkusativobjekt] bestimmt. Die Substantive, in diesem Fall die Eigennamen „Maria“ und „Jan“, weisen keine grammatischen Merkmale auf, die sie als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen lassen. Deshalb, sobald man die beiden Substantive miteinander vertauscht, ändert sich die Bedeutung des Satzes im Deutschen: „Jan fragt Maria.“. Im Russischen lassen sich die beiden Substantive durch ihre Flexionsformen eindeutig als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen. Die Bedeutung des Satzes „Мария спрашивает Яна.“ („Maria fragt Jan.“) wird im Russischen also nicht durch die Reihenfolge der Satzglieder, sondern durch deren Flexionsformen bestimmt. Deshalb ändert sich die Satzsemantik durch die Umstellung der Satzglieder nicht. Im russischen Satz wird es immer Maria sein, die Jan fragt und nicht umgekehrt: „Мария спрашивает Яна.“ oder „Мария Яна спрашивает.“ oder „Яна Мария спрашивает.“ oder „Яна спрашивает Мария.“. Will man im Russischen sagen, dass Jan Maria fragt, muss man die Flexionsformen der beiden Substantive ändern: „Ян спрашивает Марию.“.
- Im deutschen Satz „Ich liebe dich.“ muss das Prädikat immer an der zweiten Stelle stehen. Im Russischen Satz kann es entweder an der zweiten oder an der letzten Stelle sein: „Я люблю тебя.“ bzw. „Я тебя люблю.“. Wird das Prädikat an die erste Stelle im Satz gesetzt, so leitet es im Russischen nicht eine Frage ein, sondern hebt lediglich die Handlung hervor und weist in diesem Fall auf die Gefühlsstärke des Sprechenden: „Люблю я тебя.“ („Ich liebe dich so sehr.“).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Grammatik siehe: Russische Grammatik

Dialekte

Man unterscheidet im europäischen Teil Russlands drei sprachlich unterschiedliche Gebiete: Nord-, Mittel- und Südrussland. Die Gebiete unterteilen sich ferner in einzelne Dialekte.

Nordrussisch

Nord-östlich einer Linie vom Ladogasee über Nowgorod und Jaroslawl bis Joschkar-Ola. Diese Mundart kennzeichnet sich durch ein klar ausgesprochens unbetontes "o" (оканье - Okanje), ein gutturales "g" und ein hartes "t".
- Mundartengruppe von Ladoga und Tichwin
- Mundartengruppe von Kostroma
- Mundartengruppe von Wologda
- Mundartengruppe von Onega
- Mundarten von Beloozersk

Mittelrussisch

Die Nördliche Grenze verläuft von Sankt-Petersburg über Nowgorod und Iwanowo bis Nischni Nowgorod und Tscheboksary, die südliche von Welikije Luki über Moskau bis Pensa. Dieses Gebiet zeigt sowohl nördliche als auch südliche Sprachzüge. Im Westen ist das unbetonte "o" ein "o", im Osten ein "a" (аканье - Akanje).
- Westmittelrussisch von Pskow
- Westmittelrussisch von Nowgorod
- Ostmittelrussisch von Moskau und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Jegorewsk und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Temnikow und Umgebung
- Ostmittelrussisch vom Wolga-Wladimir Gebiet

Südrussisch

Im Bereich südlich von Welikije Luki über Rjasan bis Tambow. Hier spricht man das unbetonte "o" als "a", ein frikatives "g" und ein weiches "t".
- Mundart von Rjasan
- Mundartengruppe vom Dnjepr
- Mundart von Oskol

Mischsprachen

Es gab und gibt einige natürlich entstandene Mischsprachen mit dem Russischen. Bekannteste Vertreter sind die Mischungen mit den nah verwandten Ukrainisch (Surschyk) und Weißrussisch (Trasjanka). Innerhalb der Sowjetunion vermischte es sich einst auch mit den isolierten Sprachen sibirischer und asiatischer Völker Russlands. An dessen Arktis-Grenzen zu Norwegen wurde vor 100 Jahren noch eifrig Russenorsk gesprochen. Im Fernen Osten wiederum brachte der Kontakt mit Chinesen Kjachta-Russisch hervor. Nationalismus hat auch diese Mischsprachen heute vernichtet. Allein das durch den sowjetischen Einfluss auf Kuba entstandene Rusinol lebt. In Deutschland entsteht zur Zeit unter den russischen Einwanderern eine deutsch-russische Mischsprache.

Lehnwörter

Das Russische hat sich eine ganze Reihe von Wörtern aus dem Deutschen entlehnt (siehe: Liste deutscher Wörter im Russischen). Darüber hinaus sind auch einige russische Wörter in die deutsche Sprache eingegangen (siehe: DDR-Sprache).
- Datsche - дача
- Perestroika - перестройка
- Pogrom - погром
- Sputnik - спутник
- Steppe - степь
- Subbotnik - субботник
- Troika - тройка
- Wodka - водка
- Zobel - соболь

Weitere verwandte Aktikel


- Russische Rechtschreibreform von 1918
- Wortbetonung in der russischen Sprache
- Russische Phonetik
- Russische Grammatik
- Russische Literatur
- Deutschrussisch
- Russischer Mat

Weblinks


- http://www.russian-online.net – Russisch lernen und verstehen – kostenloser Online-Sprachkurs und Sprachführer, für Einsteiger
- http://learning-russian.gramota.ru – Online-Sprachkurs, für Fortgeschrittene
- [http://www.rambler.ru/dict/scripts/go.cgi?btnG=%CD%E0%E9%F2%E8%21&query=&where=deru&start=0&count=15 http://www.rambler.ru/dict/] – Deutsch-Russisches Wörterbuch
- [http://www.dict.russian-german.net http://www.dict.russian-german.net] – freies Deutsch-Russisches Wörterbuch mit Lern-Modus
- [http://www.sz.euv-frankfurt-o.de/Homepages/Lektorate/Russisch/LRLinksOnlineWB.html Liste von Online-Wörterbüchern und Nachschlagewerken]
- [http://www.russlandjournal.de RusslandJournal.de] - Alphabet, Grammatik, viele praktische Sprachübungen und Tests der russischen Sprachlernsoftware und -bücher Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Russische Sprache ja:ロシア語 ko:러시아어 ms:Bahasa Russia simple:Russian language th:ภาษารัสเซีย

1932

Ereignisse


- 1. März: Entführung und Ermordung des Säuglings von Charles und Anne Lindbergh
- 26. Oktober: In Nauru wird das erste Angam gefeiert

Politik


- 1. Januar: Giuseppe Motta wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Die Stadt Chinchow in der Provinz Mandschurei, Republik China, wird von japanischen Truppen besetzt
- 2. Februar bis 10. Dezember: Internationale Abrüstungskonferenz in Genf
- 25. Februar: Adolf Hitler erlangt die deutsche Staatsbürgerschaft
- 24. März: Ein unblutiger Umsturz beendet die absolutistische Monarchie in Thailand
- 10. April: Paul von Hindenburg wird im zweiten Wahlgang mit 53 % der Stimmen wieder zum Reichspräsidenten gewählt
- 17. Juli: Beim Altonaer Blutsonntag, einer Schießerei zwischen Kommunisten, Nationalsozialisten und der Polizei, kommen 18 Menschen ums Leben, 285 werden verletzt
- Mai: Irakischer König Feisal zum Staatsbesuch in Berlin
- 3. Oktober: Irak wird unabhängig von Großbritannien
- 12. Oktober: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Baden
- 18. September: Saudi-Arabien das Königreich Saudi-Arabien wird gegründet und Ibn Saud zum König ausgerufen

Wirtschaft


- 2. April: Der Barmer Bankverein und die Commerzbank AG fusionieren rückwirkend zum 1. Januar 1932

Wissenschaft und Technik


- 18. März: In Sydney wird die Hafenbrücke (Harbour Bridge), mit einer Spannweite von 495,6 m längste Bogenbrücke der Welt, eingeweiht
- 28. Mai: Die Fertigstellung des Abschlussdeichs macht die niederländische Zuidersee zum Binnengewässer
- 6. August: Der Wellandkanal zwischen Eriesee und Ontariosee wird eröffnet
- James Chadwick beweist die Existenz des Neutrons
- Sendeanlage Ismaning wird errichtet

Kultur


- 14. Februar: Uraufführung der musikalischen Tragikomödie Der gewaltige Hahnrei von Berthold Goldschmidt in Mannheim
- 16. März: Uraufführung der Oper Maria Egiziaca von Ottorino Respighi an der Carnegie Hall in New York
- 17. März: Uraufführung der Oper La Donna Serpente (Frau und Schlange) von Alfredo Casella am Teatro Reale in Rom
- 6. September: Uraufführung der Oper La favola d'Orfeo (Die Geschichte von Orpheus) von Alfredo Casella am Teatro Goldoni in Venedig
- 29. Oktober: Uraufführung der Oper Der Schmied von Gent von Franz Schreker an der Deutschen Oper Berlin
- 23. November: Uraufführung der Operette Glückliche Reise von Eduard Künneke am Theater am Kurfürstendamm in Berlin
- 10. Dezember: Uraufführung der Operette Venus in Seide von Robert Stolz in Zürich
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Sissy von Fritz Kreisler am Theater an der Wien in Wien
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Ball im Savoy von Paul Abraham im Metropol Theater in Berlin
- Der Roman „Licht im August“ von William Faulkner erscheint

Katastrophen


- 2. Januar: Nähe Kazan, Russland, kostet ein Eisenbahnunglück 65 Menschen das Leben. 131 werden verletzt
- 26. Juli: Das deutsche Marine-Segelschulschiff Niobe kentert in Höhe der Ostseeinsel Fehmarn in einer Sturmböhe und reißt 69 Personen mit in die Tiefe
- 25. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,6 in Gansu, Republik China, ca. 70.000 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 20. Mai: Amelia Earhart überfliegt als erste Frau im Alleinflug den Atlantik
- 18. Juni: Der Weltbasketballverband FIBA wird in Genf gegründet
- 30. Juli: X. Olympische Sommerspiele in Los Angeles, USA, beginnen
- 14. Oktober: Der EHC Basel wird gegründet

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Thomas Alder, deutscher Schauspieler († 1968)
- 3. Januar: Clifton Marlin, US-amerikanischer Rennfahrer († 2005)
- 4. Januar: Paul Virilio, Philosoph und Medienkritiker
- 5. Januar: Raissa Maximowna Gorbatschowa, russische Soziologin, Ehefrau von Michail Gorbatschow († 1999)
- 5. Januar: Umberto Eco, Schriftsteller, Medienwissenschaftler und Semiotiker
- 6. Januar: Max Streibl, bayerischer Politiker († 1998)
- 6. Januar: José Saraiva Martins, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 11. Januar: Klaus Stern, deutscher Rechtswissenschaftler
- 11. Januar: Alfonso Arau, mexikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 16. Januar: Dian Fossey, US-amerikanische Gorilla-Forscherin († 1985)
- 18. Januar: Robert Anton Wilson, US-amerikanischer Schriftsteller
- 19. Januar: George MacBeth, schottischer Dichter und Schriftsteller († 1992)
- 22. Januar: Piper Laurie, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. Januar: Mancur Olson, Wirtschaftswissenschaftler († 1998)
- 26. Januar: Clement Dodd, jamaikanischer Reggae-Musiker und Schallplattenproduzent († 2004)
- 27. Januar: Hans Rémond, Künstler
- 28. Januar: Parry O'Brien, US-amerikanischer Leichtathlet
- 29. Januar: José Ayala-Lasso, ecuadorianischer Politiker
- 31. Januar: Michael Degen, deutscher Schauspieler
- 2. Februar: Franz Kamphaus, Bischof der Diözese Limburg
- 4. Februar: Robert Coover, Schriftsteller
- 6. Februar: Heinz-Klaus Metzger, deutscher Musiktheoretiker und Musikkritiker
- 6. Februar: Ernst Herhaus, deutscher Schriftsteller
- 6. Februar: François Truffaut, französischer Regisseur, Filmkritiker, Schauspieler und Produzent († 1984)
- 7. Februar: Anton Schlembach, Bischof von Speyer
- 8. Februar: Horst Eckel, deutscher Fußballspieler
- 8. Februar: Cliff Allison, englischer Formel-1-Rennfahrer († 2005)
- 8. Februar: John Williams (Komponist), US-amerikanischer Komponist
- 11. Februar: Edwin Schwertner, Büroleiter des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 14. Februar: Alexander Kluge, deutscher Filmemacher, Schriftsteller und Fernsehautor
- 15. Februar: Jonathan Adams, britischer Schauspieler († 2005)
- 15. Februar: Leoš Suchařípa, tschechischer Schauspieler, Übersetzer und Theatertheoretiker († 2005)
- 15. Februar: Josef Brukner, tschechischer Schriftesteller, Übersetzer und Filmszenarist
- 16. Februar: Aharon Appelfeld, israelischer Schriftsteller
- 18. Februar: Andreas Meyer-Hanno, deutscher Schwulenaktivist und Musikprofessor
- 18. Februar: Wolfgang Mitzinger, Minister für Kohle und Energie der DDR
- 18. Februar: Miloš Forman, tschechischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 19. Februar: Gerhard Richter, deutscher Maler
- 19. Februar: Jean-Pierre Ponnelle, französischer Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner († 1988)
- 22. Februar: Robert Opron, Architekt und Designer
- 22. Februar: Edward Kennedy, US-amerikanischer Politiker, Senator von Massachusetts
- 23. Februar: Hansheiri Dahinden, Dichter und Schweizer Liedermacher
- 23. Februar: Majel Barrett, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Februar: John Vernon, kanadischer Schauspieler († 2005)
- 24. Februar: Zell Miller, US-amerikanischer Politiker
- 25. Februar: Tony Brooks, britischer Formel-1-Rennfahrer
- 25. Februar: Hans Apel, deutscher Politiker
- 25. Februar: Faron Young, US-amerikanischer Country-Sänger († 1996)
- 26. Februar: Johnny Cash, US-amerikanischer Country-Musiker († 2003)
- 27. Februar: Roger Boutry, französischer Komponist und Professor
- 27. Februar: Ernst Hinterseer, österreichischer Skirennläufer
- 27. Februar: Elizabeth Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Februar: Noel Cantwell, irischer Fußball- und Cricketspieler († 2005)
- 28. Februar: Don Francks, kanadischer Schauspieler
- 29. Februar: Masten Gregory, Formel 1-Rennfahrer († 1985)
- 4. März: Ryszard Kapuściński, Reporter, Journalist und der am häufigsten übersetzte Autor Polens
- 4. März: Miriam Makeba, südafrikanische Sängerin
- 6. März: Hansjörg Häfele, deutscher Politiker
- 6. März: Bronisław Geremek, polnischer Historiker und Politiker
- 8. März: Erling Blöndal Bengtsson, dänischer Cellist
- 8. März: Franz Müller-Heuser, deutscher Konzertsänger
- 9. März: Rodolfo Quezada Toruño, Erzbischof von Guatemala und Kardinal
- 12. März: Barbara Feldon, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. März: Andrew Young, US-amerikanischer Bürgerrechtsaktivist
- 15. März: Jerzy Hoffman, polnischer Filmregisseur
- 15. März: Alan L. Bean, US-amerikanischer Astronaut
- 16. März: Kurt Diemberger, Bergsteiger
- 20. März: Jürgen Warnke, deutscher Politiker
- 21. März: Walter Gilbert, US-amerikanischer Physiker und Biochemiker
- 24. März: Helmut Lippelt, deutscher Politiker
- 24. März: Claus Peter Witt, deutscher TV-Regisseur und Drehbuchautor
- 29. März: Gerd Baltus, deutscher Schauspieler
- 31. März: Ōshima Nagisa, japanischer Regisseur
- 1. April: Debbie Reynolds, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 2. April: Siegfried Rauch, deutscher Schauspieler
- 2. April: Edward Michael Egan, emeritierter Erzbischof von New York und Kardinal
- 4. April: Andrei Arsenjewitsch Tarkowski, Regisseur († 1986)
- 4. April: Anthony Perkins, US-amerikanischer Schauspieler († 1992)
- 5. April: Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller († 1994)
- 5. April: Bora Ćosić, serbischer Schriftsteller
- 6. April: Helmut Griem, deutscher Schauspieler († 2004)
- 6. April: Günter Herburger, deutscher Schriftsteller
- 7. April: Cal Smith, US-amerikanischer Country-Musiker
- 9. April: Carl Perkins, US-amerikanischer Rockabilly-Musiker († 1998)
- 10. April: Omar Sharif, ägyptischer Schauspieler
- 10. April: Mae Faggs, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin († 2000)
- 11. April: Walter Krüger (Leichtathlet), deutscher Leichtathlet
- 11. April: Joel Grey, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. April: Lakshman Kadirgamar, sri-lankischer Politiker († 2005)
- 14. April: Atef Ebeid, ägyptischer Ministerpräsident
- 16. April: Wolfgang Niederhöfer, deutscher Heimatforscher und Mühlenexperte
- 16. April: Henk Schouten, niederländischer Fußballspieler
- 17. April: Rolf Schneider, deutscher Schriftsteller
- 19. April: Andrea Mead-Lawrence, ehemalige US-amerikanische Skifahrerin
- 19. April: Fernando Botero, Kolumbianischer Maler und Künstler
- 19. April: Jayne Mansfield, US-amerikanische Filmschauspielerin († 1967)
- 21. April: Angela Mortimer, englische Tennisspielerin
- 22. April: Isao Tomita, japanischer Musiker und Komponist
- 23. April: Hansl Krönauer, deutscher Komponist und Sänger
- 25. April: Nikolai Semjonowitsch Kardaschow, russischer Astrophysiker
- 26. April: Roland Dressel, deutscher Kameramann
- 26. April: Francis Lai, französischer Komponist, Akkordeonist und Oscar-Preisträger
- 27. April: Roelof Frederick Botha, südafrikanischer Außenminister
- 29. April: Nana Gualdi, italienisch-deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 30. April: Umar Kayam, indonesischer Schriftsteller
- 6. Mai: Johannes Gross, Publizist und Journalist († 1999)
- 8. Mai: Arnulf Baring, deutscher Politikwissenschaftler und Zeithistoriker
- 8. Mai: Sonny Liston, US-amerikanischer Boxer († 1970)
- 9. Mai: Peter von Tramin, österreichischer Schriftsteller († 1981)
- 10. Mai: Christiane Kubrick, deutsche Malerin und Schauspielerin
- 11. Mai: Dieter Honisch, deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor († 2004)
- 15. Mai: Chavalit Yongchaiyudh, thailändischer Politiker
- 17. Mai: Miloslav Vlk, Kardinal und Erzbischof von Prag
- 17. Mai: Jackie McLean, US-amerikanischer Jazz-Altsaxophonist
- 19. Mai: Alma Cogan, englische Schlagersängerin († 1966)
- 19. Mai: Elena Poniatowska, Schriftstellerin und Journalistin
- 21. Mai: Gabriele Wohmann, deutsche Schriftstellerin
- 21. Mai: Hans de With, deutscher Politiker
- 21. Mai: Eugene Hartzell, US-amerikanischer Komponist († 2000)
- 23. Mai: John Lyons, britischer Sprachwissenschaftler
- 23. Mai: Les Spann, US-amerikanischer Jazzmusiker (Guitarist und Flötist und Bandleader)
- 25. Mai: John Gregory Dunne, US-amerikanischer Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor († 2003)
- 26. Mai: Frank Beyer, deutscher Filmregisseur
- 27. Mai: Junior Parker, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1971)
- 29. Mai: Paul Ralph Ehrlich, US-amerikanischer Biologe
- 31. Mai: Jay Miner, Chipdesigner, gilt als Vater des Amiga († 1994)
- 2. Juni: Michel Soutter, Filmregisseur († 1991)
- 4. Juni: John Drew Barrymore, US-amerikanischer Schauspieler († 2004)
- 5. Juni: Christy Brown, irischer Maler und Autor († 1981)
- 6. Juni: Fred Lebow, rumänisch-amerikanischer Marathonläufer († 1994)
- 6. Juni: David Scott, US-amerikanischer Astronaut
- 8. Juni: Guy Lacour, französischer Komponist und Professor
- 9. Juni: Branko Lustig, kroatischer Produzent
- 10. Juni: Philipp Jenninger, deutscher CDU Politiker
- 11. Juni: Gert Prokop, Schriftsteller († 1994)
- 11. Juni: Athol Fugard, südafrikanischer Schriftsteller
- 11. Juni: Ed Bishop, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 12. Juni: Demisse Wolde, äthiopischer Leichtathlet († 2002)
- 12. Juni: Max Leemann, Schweizer Komponist und Dirigent
- 14. Juni: Henri Schwery, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 18. Juni: Günter Seuren, deutscher Schriftsteller († 2003)
- 18. Juni: Dudley R. Herschbach, US-amerikanischer Chemiker
- 19. Juni: Ernest Ranglin, jamaikanischer Ska- und Jazz-Gitarrist
- 20. Juni: Ferry Radax, österreichischer Filmemacher
- 20. Juni: Robert Iwanowitsch Roschdestwenski, russischer Schriftsteller († 1994)
- 22. Juni: Amrish Puri, indischer Filmschauspieler († 2005)
- 22. Juni: Soraya Esfandiary Bakhtiari, zweite Ehefrau von Schah Mohammad Reza Pahlavi († 2001)
- 24. Juni: David McTaggart, Greenpeace-Aktivist und Funktionär († 2001)
- 27. Juni: Ferdinand Tillmann, deutscher Politiker und MdB
- 27. Juni: Joachim Wohlgemuth, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 30. Juni: Martin Mailman, US-amerikanischer Komponist und Professor († 2000)

2. Halbjahr


- 1. Juli: Alois Rohrmoser, Gründer der Skifabrik Atomic († 2005)
- 3. Juli: Alexander Schalck-Golodkowski, deutscher Politiker
- 7. Juli: Quino, argentinischer Cartoon-Zeichner
- 7. Juli: Joe Zawinul, österreichischer Jazz-Pianist und Keyboarder
- 7. Juli: Gyula Horn, ungarischer Politiker
- 8. Juli: Barbara Loden, US-amerikanische Schauspielerin († 1980)
- 9. Juli: Donald Rumsfeld, US-amerikanischer Politiker, Verteidigungsminister der USA
- 10. Juli: Jürgen Becker (Schriftsteller), deutscher Schriftsteller
- 11. Juli: Karl-Heinz Stienen, deutscher Politiker († 2004)
- 11. Juli: Gerrit Voges, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 12. Juli: Otis Davis, US-amerikanischer Basketballspieler, Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Juli: Per Nørgård, dänischer Komponist
- 16. Juli: Detlef Kleinert, deutscher Politiker und MdB
- 17. Juli: Wojciech Kilar, polnischer Filmkomponist
- 18. Juli: Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, russischer Dichter und Schriftsteller
- 19. Juli: Erró, isländischer Maler
- 20. Juli: Otto Schily, deutscher Politiker und Bundesminister
- 20. Juli: Nam June Paik, Pionier der Videokunst
- 22. Juli: Coy Koopal, ehemaliger niederländischer Fußballspieler († 2003)
- 22. Juli: Oscar de la Renta, Modedesigner
- 22. Juli: Josef Steiner, Schweizer Schach-Großmeister im Fernschach († 2003)
- 26. Juli: James Francis Stafford, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 29. Juli: Max Bolkart, deutscher Skispringer
- 29. Juli: Luigi Snozzi, Schweizer Architekt
- 31. Juli: John Rogers Searle, US-amerikanischer Philosoph
- 2. August: Leo Boivin, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler
- 2. August: Lamar Hunt, einflußreiche Sportpersönlichkeit in den USA
- 2. August: Peter O’Toole, irischer Schauspieler
- 4. August: Hans-Jürgen Fröhlich, deutscher Schriftsteller († 1986)
- 4. August: Guillermo Mordillo, ist ein humoristischer Zeichner
- 7. August: Abebe Bikila, äthiopischer Marathonläufer († 1973)
- 7. August: Rien Poortvliet, niederländischer Maler und Zeichner († 1995)
- 9. August: Anand Panyarachun, Premierminister von Thailand
- 10. August: Alexander Goehr, zeitgenössischer deutscher Komponist Klassicher Musik
- 11. August: Fernando Arrabal, spanisch-französischer Schriftsteller und Dichter
- 11. August: Peter Eisenman, US-amerikanischer Architekt
- 12. August: Oskar Saier, 13. Erzbischof der Diözese Freiburg
- 12. August: Sirikit, Königin von Thailand
- 16. August: Willi Gierlich, deutscher Fußballspieler
- 17. August: V. S. Naipaul, Schriftsteller
- 18. August: Luc Montagnier, französischer Virologe
- 21. August: Louis de Branges de Bourcia, Mathematiker
- 22. August: Gerald Paul Carr, US-amerikanischer Astronaut
- 24. August: Cormac Murphy-O'Connor, britischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 24. August: Ludwig Adamovich jun., österreichischer Jurist und Präsident des Verfassungsgerichtshofes
- 24. August: Heinz-Werner Meyer, deutscher Gewerkschafter († 1994)
- 25. August: Alexander Arnz, deutscher Fernsehregisseur († 2004)
- 26. August: Lygia Bojunga-Nunes, brasilianische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 26. August: Arthur Dunkel, Schweizer Ökonom († 2005)
- 30. August: Friedrich Wilhelm Kantzenbach, deutscher Kirchenhistoriker
- 31. August: Willy Hautvast, niederländischer Komponist und Musiker
- 6. September: Frank Stronach, austro-kanadischer Unternehmer
- 7. September: Kuno Lorenz, deutscher Philosoph
- 8. September: Patsy Cline, US-amerikanische Country-Sängerin († 1963)
- 12. September: Atli Pætursson Dam, Färöischer Politiker (Javnaðarflokkurin) († 2005)
- 13. September: Félix Malloum, ehemaliger Präsident des Tschad
- 13. September: Pedro Rubiano Sáenz, Erzbischof von Bogotá und Kardinal
- 14. September: Gerd Fuchs, deutscher Schriftsteller
- 15. September: Charles Paul Wilp, deutscher Künstler, Fotograf und Kurzfilmregisseur († 2005)
- 22. September: Afewerk Tekle, äthiopischer Künstler
- 22. September: Algirdas Mykolas Brazauskas, litauischer Politiker, Premierminister und Präsident
- 22. September: Ingemar Johansson, schwedischer Boxweltmeister
- 22. September: Carlos Saura, spanischer Filmregisseur
- 23. September: Víctor Jara, chilenischer Musiker († 1973)
- 23. September: Mehmood, indischer Schauspieler und Filmproduzent († 2004)
- 24. September: Rolf Tiedemann, deutscher Philosoph, Philologe und Editor
- 24. September: Walter Wallmann, deutscher Politiker
- 25. September: Glenn Gould, Pianist des 20. Jahrhunderts, Komponist, Musikautor († 1982)
- 25. September: Adolfo Suárez, Premierminister von Spanien
- 26. September: Manmohan Singh, indischer Premierminister
- 29. September: Erivan Haub, deutscher Unternehmer (Tengelmann)
- 29. September: Robert Benton, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 30. September: Heinz Behrens, deutscher Schauspieler
- 30. September: Shintarō Ishihara, japanischer Schriftsteller und Politiker
- 1. Oktober: Bonnie Owens, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1. Oktober: Albert Collins, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und Sänger († 1993)
- 5. Oktober: Johanna Matz, österreichische Schauspielerin
- 8. Oktober: Ray Reardon, von 1967 bis 1992 professioneller Snooker-Spieler
- 10. Oktober: Dimiter Inkiow, bulgarisch-deutscher Kinderbuchautor
- 10. Oktober: Hans Watzek (Politiker), Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR
- 11. Oktober: Michael Theunissen, deutscher Philosoph
- 11. Oktober: Richard Lugner, österreichischer Bauunternehmer
- 11. Oktober: Dottie West, US-amerikanische Country-Sängerin († 1991)
- 12. Oktober: Heinz Schneider, deutscher Tischtennisspieler
- 13. Oktober: Dusan Makavejev, jugoslawischer Filmregisseur
- 14. Oktober: Wolf Vostell, deutscher Maler, Bildhauer und Happeningkünstler († 1998)
- 15. Oktober: Joachim Dudeck, deutscher Medizininformatiker
- 16. Oktober: Manfred Max-Neef, chilenischer Ökonom
- 16. Oktober: Guðbergur Bergsson, isländischer Schriftsteller
- 16. Oktober: Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin, Komponist
- 16. Oktober: Detlev Karsten Rohwedder, Manager und deutscher Politiker († 1991)
- 17. Oktober: Rudolf Smend (1932), deutscher Theologe (Alttestamentler)
- 21. Oktober: Pál Csernai, ehemaliger ungarischer Fußballtrainer
- 21. Oktober: Cesare Perdisa, Formel-1-Rennfahrer († 1998)
- 21. Oktober: Rudolph Joseph Rummel, US-amerikanischer Politikwissenschaftler
- 24. Oktober: Pierre-Gilles de Gennes, französischer Physiker
- 24. Oktober: Robert Mundell, kanadischer Volkswirt, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 1999
- 25. Oktober: Harry Gregg, früherer Fußballspieler
- 25. Oktober: Jerzy Pawłowski, polnischer Säbelfechter und Olympiasieger († 2005)
- 27. Oktober: Sylvia Plath, US-amerikanische Schriftstellerin († 1963)
- 28. Oktober: Gerhart Rudolf Baum, deutscher Politiker
- 28. Oktober: Spyros Kyprianou, griechisch-zypriotischer Politiker, Präsident der Republik Zypern († 2002)
- 28. Oktober: John William Corrington, US-amerikanischer Drehbuchautor († 1998)
- 29. Oktober: R. B. Kitaj, US-amerikanischer Künstler
- 29. Oktober: Charlotte Knobloch, Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 30. Oktober: Louis Malle, Regisseur († 1995)
- 1. November: Edgar Reitz, deutscher Filmregisseur
- 1. November: Al Arbour, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 1. November: Francis Arinze, Kardinal
- 2. November: Stéphane Audran, französische Schauspielerin
- 2. November: Melvin Schwartz, US-amerikanischer Physiker
- 4. November: Thomas Klestil, Diplomat, Bundespräsident († 2004)
- 8. November: Ben Bova, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 10. November: Roland Bulirsch, deutscher Mathematiker
- 10. November: Richard Österreicher, österreichischer Dirigent und Jazzmusiker
- 10. November: Roy Scheider, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. November: Gunter Sachs, deutscher Fotograf, Filmregisseur, Kunstsammler, Astrologe, Playboy
- 15. November: Petula Clark, britische Schauspielerin und Schlagersängerin
- 17. November: Hartmut Reck, deutscher Filmschauspieler und Synchronsprecher († 2001)
- 19. November: Alfonso Caycedo, spanischer Psychiater und Begründer der Sophrologie
- 20. November: Richard Dawson, englischer Schauspieler
- 20. November: John Barnes Chance, US-amerikanischer Komponist († 1972)
- 21. November: Heinrich Lummer, deutscher Politiker
- 22. November: Günter Sawitzki, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 23. November: Renato Raffaele Martino, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 24. November: Norbert Burger (1932), Oberbürgermeister der Stadt Köln
- 29. November: Jacques Chirac, französischer Staatspräsident
- 29. November: Diane Ladd, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. Dezember: Roh Tae-woo, südkoreanischer General und Politiker
- 5. Dezember: Sheldon Glashow, US-amerikanischer Physiker
- 5. Dezember: Little Richard, US-amerikanischer Rock 'n' Roll-Musiker
- 7. Dezember: Pentti Linkola, finnischer Philosoph, militanter Umweltschützer
- 7. Dezember: Ellen Burstyn, US-amerikanische Schauspielerin
- 8. Dezember: Eusébio Oscar Scheid, Erzbischof von Rio de Janeiro und Kardinal
- 8. Dezember: Charly Gaul, luxemburgs erfolgreichster Rad-Rennfahrer
- 9. Dezember: Donald Byrd, US-amerikanischer Jazztrompeter
- 12. Dezember: Bob Pettit, US-amerikanischer Basketballspieler
- 14. Dezember: Charlie Rich, US-amerikanischer Country-Sänger († 1995)
- 16. Dezember: Henry Taylor (R

Oblast

Oblast (russisch und ukrainisch область, weißrussisch вобласць; femininum; Mehrzahl: Oblaste, deutsch wörtlich „Gebiet“) ist die Bezeichnung für einen größeren Verwaltungsbezirk in
Russland, Weißrussland, Bulgarien, der Ukraine und Kirgisistan.

Russland

In Russland ist die Oblast (Mehrzahl: Oblasti) eine Föderationseinheit (Subjekt) mit geringer Autonomie (beispielsweise im Gegensatz zu den Republiken).
- Verwaltungsgliederung Russlands

Weißrussland

Belarus ist in sechs Woblaste (auch „Woblaszi“) eingeteilt.
- Siehe Verwaltungsgliederung Weißrusslands

Ukraine


- Oblaste der Ukraine

Bulgarien


- Oblaste in Bulgarien

Kirgisien


- Verwaltungsgliederung Kirgisiens Kategorie:Politische Geographie

Sibirien

Sibirien (russisch Sibir / Сибирь) ist die Bezeichnung für ein Gebiet, das den größten Teil Nordasiens bzw. des asiatischen Teils Russlands umfasst. Es umfasst rund die Hälfte des russischen Territoriums und misst 9,6 Mio. km², ist also flächenmäßig etwas größer als die gesamte USA.

Überblick

Problem der Grenzziehung

Die Grenzen Sibiriens sind nicht eindeutig definiert. Die Bestimmung des Sibirischen Territoriums unterscheidet sich je nach Betrachtungsweise: geografisch, historisch, politisch. Föderale Subjekte Sibiriens Die aus dem Mongolischen stammende Landesbezeichnung mit der Bedeutung "Schlafendes Land" bezog sich ursprünglich auf das Khanat Sibir im heutigen Westsibirien, einem Zerfallsprodukt der Goldenen Horde. Heute wird damit außerhalb Russlands meist der gesamte asiatische Teil Russlands bezeichnet. Dieser erstreckt sich in west-östlicher Richtung ca. 7.000 Kilometer weit vom Ural bis zu den Gebirgen der pazifischen Wasserscheide. Von Norden nach Süden umspannt er etwa 3.500 km vom Arktischen Ozean (Nordpolarmeer) bis zum Kasachischen Hügelland und der Grenze zur Mongolei und zur Volksrepublik China. Der Ferne Osten (Dal'nij Vostok / Дальний Восток), von Jakutien bis zur Pazifikküste, der mit 6,179.900 km² Fläche grösser ist als das übrige Sibirien, wird zwar außerhalb Russlands zumeist als Teil dieser Landschaft subsummiert, gilt jedoch in Russland selbst als eigene Region. So verstehen Einwohner Kamtschatkas oder Sachalins unter "Sibirien" eine Region, die sich mehrere tausend km westlich ihrer Heimat befindet.

Horizontale Gliederung

Der horizontalen Gliederung nach kann Sibirien grob in sieben Teilregion unterteilt werden: Westsibirisches Tiefland, Nordsibirisches Tiefland, Mittelsibirisches Bergland, Südsibirische Gebirge, Mitteljakutische Niederung, Ostsibirisches Tiefland und Ostsibirisches Bergland.

Flüsse

Die größten Flüsse sind der Ob (Ob / Обь, fem.) der die riesige Ebene hinter dem Ural entwässert, der Jenissej, die Lena und der Amur. Bei Irkutsk befindet sich der Baikalsee, der tiefste Süßwassersee der Erde. Weit im Osten liegt die große Halbinsel Kamtschatka mit ihren vielen Vulkanen.

Klima

In den meisten Regionen Sibiriens herrscht ein ausgeprägtes Kontinentalklima: Heiße Sommer (bis +40°C) werden von extrem kalten Wintern (bis -67°C) abgelöst. Oft wird das Land bis zu 9 Monate von einer Schneedecke bedeckt. Die Landschaft wird großteils von borealen Wäldern (Taiga) dominiert, in den arktischen Regionen herrscht baumlose Tundra vor. Dazwischen existiert mit den Waldtundra-Zonen eine Übergangsform. Im Süden geht die Taiga in Steppe über. Weite Teile Sibiriens werden von Permafrost (dauerhaft gefrorener Boden) eingenommen. Der Kältepol der bewohnten Welt befindet sich im ostsibirischen Oimjakon (südlich von Werchojansk).

Bevölkerung

Mit rund 23 Millionen Einwohnern ist Sibirien nur schwach besiedelt, die Bevölkerungsdichte liegt im Mittel bei nur 2,7 Menschen pro km². Die Bevölkerung konzentriert sich in einem relativ schmalen Streifen im Süden und Südwesten, wo die Transsibirische Eisenbahn wichtige Großstädte verbindet und Ackerbau möglich ist. Novosibirsk, Omsk, Krasnojarsk, Tjumen' ,Tomsk, Irkutsk, Chabarowsk, Chita, Ulan-Ude und die fernöstliche Pazifik-Metropole Wladiwostok gehören zu den größten Städten in diesem Streifen. Wichtige Industriezentren, in denen weitere Großstädte liegen, sind der Autonome Kreis der Chanten und Mansen und der Autonome Kreis der Jamal-Nenzen, die den Schwerpunkt der Öl- und Gasindustrie darstellen sowie das südsibirische Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) mit der Industriestadt Kemerowo. Den Großteil der Bevölkerung stellen die in den letzten Jahrhunderten zugewanderten Russen. Sie überwogen schon im 18. Jahrhundert die Urbevölkerung. Schon zu Zarenzeiten dienten die abgelegenen und unwirtlichen Gebiete Sibiriens und Mittelasiens zur Verbannung von politischen Gegnern und Straftätern. Schreckliche Berühmtheit erlangte der Archipel GULAG, das unter der Herrschaft Stalins aufgebaute System von Gefängnissen und Straflagern. Erst mit dem Zerfall der Sowjetunion hörten die Deportationen in diese Gebiete auf. Ab den 1920er Jahren wurde die Industrie Sibiriens forciert, was die Bevölkerungsstruktur zugunsten der Einwanderer fixierte. Die indigenen Völker des Nordens, Sibiriens und des Russischen Fernen Ostens setzen sich aus Völkern der altaischen, der Uralischen Sprachfamilien, der paläoasiatischen Sprachen und weiteren zusammen. Die größeren sind die Tuwiner, Burjaten, Chakassen, Jakuten und Altaier. Zu den kleineren Ethnien ohne eigene Teilrepublik gehören u.a. Tschuktschen, Ewenken, Korjaken, Nenzen, Chanten und Mansen. In der Sowjetunion waren die meisten indigenen Völker Sibiriens von zwangsweiser Ansiedlung und Kollektivierung in Sowchosen betroffen. Die stärkste Bedrohung für die indigenen Völker geht von der industriellen Erschließung Bodenschätze wie Öl, Gas, Kohle, Diamanten und Gold im asiatischen Teil Russlands aus. Daneben stellt der Alkoholismus ein gewaltiges Problem dar. Die Sprachen vieler kleinerer Völker befinden sich am Rande des Aussterbens, insbesondere dort, wo aufgrund industrieller Erschließung das Umfeld verloren geht, in welchem diese verwendet werden. Seit dem Zerfall der UdSSR siedeln sich verstärkt Chinesen in Sibirien an, welche dort vorwiegend als Händler oder Unternehmer tätig sind.

Siehe auch


- Geschichte Sibiriens
- Indigene Völker des russischen Nordens, Sibiriens und des russischen Fernen Ostens
- Neusibirische Inseln
- Ostsibirien
- Verwaltungsgliederung Russlands

Literatur


- Klaus Bednarz: "Östlich der Sonne", Rowohlt 2002, ISBN 3498006290
- Norbert Wein: "Sibirien", Klett-Verlag 1999, ISBN 623006939
- Gudrun Ziegler: "Der achte Kontinent", Ullstein 2005, ISBN 3550076126

Weblinks


- [http://www.presidentz.org/misc/sibirien/index.htm Kurzreferat über Rohstoffe, Wasserkraft, Eisenbahn und Schifffahrt.]
- [http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0004/sb00.htm Karten & Photos (SWR)]
- http://www.trans-sibirien.de
- [http://www.infoe.de/home/Sibirien/ Informationen zu den indigenen Völkern Sibiriens]
- http://www.prosibiria.de/ Partnerschaft mit Sibirien (indigene Völker)
- [http://www.gasl.org/refbib/Kennan__Sibirien.pdf George Kennan: Sibirien. Schilderungen (des Verbannungssystems). Leipzig: Reclam, 1890-1891] (PDF; Fraktur-Reprint in der Arno-Schmidt-Referenzbibliothek der GASL)
- [http://www.gasl.org/refbib/Kennan__Zeltleben.pdf George Kennan: Zeltleben in Sibirien. Leipzig: Reclam 1891] (PDF; Fraktur-Reprint in der Arno-Schmidt-Referenzbibliothek der GASL)
- http://www.inrussland.net/sibirien.html Kategorie:Geographie (Russland) ja:シベリア ko:시베리아

20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert begann am 1. Januar 1901. Allerdings erließ der damalige Kaiser Wilhelm II. ein Dekret, welches in Deutschland den Beginn des neuen Jahrhundert auf den 1. Januar 1900 legte. Das 20. Jahrhundert zählt zur Epoche der Neuzeit und endete am 31. Dezember 2000.

Ereignisse/Entwicklungen


- Erster Weltkrieg (19141918)
- sozialistische und kommunistische Revolutionen in Europa, Asien und Amerika (vergleiche Kommunistische Partei)
  - Oktoberrevolution (1917)
  - Novemberrevolution (1918)
  - Chinesische Revolution (1949)
    - infolge: Okkupation Tibets durch die chinesische Volksbefreiungsarmee (1951)
  - Kubanische Revolution (1959)
- Zweiter Weltkrieg (19391945)
  - Holocaust und Shoa
- Kalter Krieg (Beginn um 1945, Ende etwa 1991)
  - Koreakrieg (19501953)
  - Mauerbau (1961)
  - Kubakrise (1962)
  - Vietnamkrieg (1964-1975)
- Teilung Deutschlands, Gründung der Bundesrepublik und Verkündung des Grundgesetzes (19451949)
- Nahostkonflikt
  - Palästinakrieg (1948)
  - Sechs-Tage-Krieg (1967)
  - Jom-Kippur-Krieg (1973)
  - Intifada (ab 1987)
- die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet 1948 in Form einer UNO-Resolution die Gemeinsame Erklärung der Menschenrechte
- Viele ehemaligen Kolonien werden unabhängig.
- Kulturrevolution in der Volksrepublik China (1966-1976)
- Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986)
- Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990

Erfindungen und Entdeckungen


- Elektronik (erst mit Röhren, dann mit Transistoren)
  - Röhre
  - Transistor
  - Computerchip
- Funktechnik
  - Radio
  - Fernseher
  - Mobilfunk
- DNA-Struktur
  - Gentechnik
- Flugzeug
- Raumfahrt
  - Erste Mondlandung
- Kernenergie
  - Kernreaktor
  - Atombombe
- Internet

Persönlichkeiten

Politik und Adel


- Konrad Adenauer (Bundesrepublik Deutschland)
- Bhimrao Ramji Ambedkar
- Askar Akajew (Kirgisien)
- Salvador Allende (Chile)
- Jassir Arafat (Palästinenser)
- Kemal Atatürk (Türkei)
- Clement Attlee (Großbritannien)
- Menachem Begin (Israel)
- David Ben Gurion (Israel)
- Jean Bedel Bokassa
- Pieter Willem Botha (Südafrika, Apartheid)
- Elizabeth Bowes-Lyon (Großbritannien)
- Willy Brandt (Bundesrepublik Deutschland)
- Leonid Iljitsch Breschnew (UdSSR)
- George Herbert Walker Bush (USA)
- Heinrich Brüning (Weimarer Republik)
- Jimmy Carter (USA)
- Fidel Castro (Kuba)
- Nicolae Ceauşescu (Rumänien)
- Neville Chamberlain (Großbritannien)
- Jacques Chirac (Frankreich)
- Nikita Chruschtschow (UdSSR)
- Winston Churchill (Großbritannien)
- Dalai Lama Tibet
- Frederik Willem de Klerk (Südafrika)
- Deng Xiaoping (Volksrepublik China)
- Alexander Dubček (Tschechoslowakei)
- Friedrich Ebert (Deutschland)
- Dwight D. Eisenhower (USA)
- Ludwig Erhard (Bundesrepublik Deutschland)
- Valéry Giscard d'Estaing (Frankreich)
- Gerald Ford (USA)
- Francisco Franco (Spanien)
- Mahatma Gandhi (Indien)
- Hans-Dietrich Genscher (Deutschland)
- Mao Zedong (Volksrepublik China)
- Charles de Gaulle (Frankreich)
- Michail Gorbatschow (UdSSR)
- Paul von Hindenburg (Weimarer Republik)
- Adolf Hitler (Drittes Reich)
- Ho Chi Minh (Vietnam, Vietcong, Vietnamkrieg)
- Saddam Hussein (Irak)
- Juan Carlos (Spanien)
- John F. Kennedy (USA)
- Ruhollah Khomeni (Iran, Islamische Revolution)
- Martin Luther King (USA, Bürgerrechtsbewegung)
- Helmut Kohl (Bundesrepublik Deutschland)
- Wladimir Iljitsch Lenin (Russland, Oktoberrevolution)
- Karl Liebknecht (Deutschland, Sozialismus)
- Patrice Lumumba (Kongo)
- Rosa Luxemburg (Deutschland, Sozialismus)
- Nelson Mandela (Südafrika, ANC)
- Golda Meïr (Israel)
- François Mitterrand (Frankreich)
- Jean Monnet Frankreich
- Muhammad Husni Mubarak (Ägypten)
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