Therese Huber ragte als Schriftstellerin und Persönlichkeit aus ihrer Zeit heraus. Sie war Redakteurin des Morgenblatts für gebildete Stände und Verfasserin zahlreicher Essays. Ihr Vater Christian Gottlob Heyne war einflussreicher Professor für Altphilologie an der Universität Göttingen, doch bildete sich Therese großteils autodidaktisch in der Bibliothek, die ihm unterstand.
Ihr Hauptwerk bilden Romane, Erzählungen und Reiseberichte - letztere über Rheinland, Holland, mehrmals Schweiz, Frankreich und Australien (damals "Neuholland") - doch war sie auch als Übersetzerin tätig. Ihre 4500 Briefe (viele an bekannte Zeitgenossen) werden von Literaturwissenschafter/innen der Universität Osnabrück seit 1988 für eine 9-bändige "Briefausgabe Therese Huber" (Niemeyer-Verlag in Tübingen) aufbereitet, 3 Bände sind bereits erschienen. Die Themen ihrer Briefe sind ungewöhnlich weit gestreut:
Alltägliches und hohe Politik, intellektuelle Modethemen, Kriege und Heilpflanzen, allgemeine Themen von intellektuellem Interesse: über den Sauerampfer, Gesellschaft und Mode, Erziehungstherien und eine von ihr unterstützte Erziehungsanstalt bei Bern, die Sprachentwicklung ihrer Kinder, Leseabende mit ihnen und ihrem Mann, Geburt und Tod – und natürlich über die zahlreichen Pläne, Mühen und Freuden ihrer Schriftstellerei.
Den aufkommenden Deutschnationalen stand sie kritisch gegenüber und schrieb über ihre Gefühlen in Bezug auf diese Bewegung. Die Briefthemen kommen aus verschiedensten Situationen und sind je nach Empfänger gefärbt und gewichtet.
Therese Huber hat zehn Kinder geboren, von denen vier das Erwachsenenalter erreicht haben. Ihr erster Mann war der VölkerkundlerGeorg Forster (1754–1794), mit dem sie von 1785 bis 1787 in Polen und von 1788 bis 1792 in Göttingen und Mainz lebte. Die Französische Revolution erlebte sie also aus nächster Nähe – und ebenso die "Republik Mainz".
In zweiter Ehe heiratete sie einen Berufskollegen, den Schriftsteller und Redakteur Ludwig Ferdinand Huber (1764-1804). Sie lebten die etwa 10 Jahre bei Neuchâtel, 1798-1804 in Stuttgart und Ulm. Nach seinem Tod wohte sie 12 Jahre bei ihrer zweiten Tochter Claire von Greyerz in Stoffenried und 1807-1816 in Günzburg. Dann übernahm sie die o.a. Redaktion in Stuttgart für insgesamt 7 Jahre. Nach Augsburg übersiedelte sie 1823 und starb fast blind im Jahr 1829. fast erblindet, gestorben ist.
Eine ihrer jüngeren Töchter, Luise Huber (1795-1831) war ab 1816 mit dem Forstverwalter Emil von Herder (1783-1855) verheiratet und heiratete ihn 1822 erneut. Der Sohn Victor Aimé Huber (1800-1869) war Gymnasiallehrer, Reiseschriftsteller und setzte sich für Sozialreformen ein.
Werke
- Abentheuer auf einer Reise nach Neu-Holland. "Teutschlands Töchtern geweiht", Tübingen 1793.
- Die Familie Seldorf. Eine Geschichte (2 Bände), Tübingen 1795/96.
- Luise – oder ein Beitrag zur Geschichte der Konvenienz. Leipzig 1796.
- Erzählungen (3 Bände), Braunschweig 1801–02.
- L. F. Hubers sämtliche Werke seit dem Jahr 1802, nebst seiner Biographie. Bd. 1–2. Tübingen 1806–10, +Fortsetzungen 1819.
- Bemerkungen über Holland - aus dem Reisejournal einer deutschen Frau, Leipzig 1811.
- Ellen Percy, oder Erziehung durch Schicksale (2 Bände), Leipzig 1822.
- Johann Georg Forsters Briefwechsel. Nebst einigen Nachrichten von seinem Leben (2 Bände), Leipzig 1829.
- Die Ehelosen (2 Bände), Leipzig 1829.
- Die Weihe der Jungfrau bei ihrem Eintritt in die größere Welt, Leipzig [1831].
- Erzählungen von Therese Huber. Hrsg. von Victor Aimé Huber (6 Bände), Leipzig 1830–34.
Literatur
- Sibylle Obenaus-Werner: .. Literaturblatt 1820-1825. Ein Beitrag zum literarischen Leben der Restaurationsepoche. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Frankfurt/M. 21 (1965), p.291-385.
- "Alles von mir!": Therese Huber (1764-1829), Schriftstellerin und Redakteurin, Hsg. Andrea Hahn und Bernhard Fischer, Marbach 1993.
- B.Fischer: Cottas´ "Morgenblatt für gebildete Stände" von 1807 bis 1823 und die Mitarbeit Therese Hubers. AGB 43 (1995), p.203-239.
- Andrea Hahn: "Wie ein Mannskleid für einen weiblichen Körper": Therese Huber (1764-1829). Beruf Schriftstellerin/ Schreibende Frauen im 18. und 19. Jahrhundert. Hsg. Karin Tebben, Göttingen 1998 p.103-131.
- A.Hahn, Szenen aus dem publizistischen Alltag: Therese Huber, Maler Müller und die Geschichte einer mißlungenen Lektor-Autor-Beziehung. In: Maler Müller zum 250 Geburtstag am 13.Januar 1999, p.104-116, Reibingen 1998.
- Carola Hilmes: Georg Forster und Therese Huber: Eine Ehe in Briefen. In: Das literarische Paar. Le couple littéraire. Intertextualität der Geschlechterdiskurse. Intertextualité et discours des sexes, hrsg. von Gislinde Seybert, Bielefeld: Aisthesis 2003, S. 111–135. [http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/epoche/hilmes_forster_huber.pdf Online-Version] (frei herunterladbares PDF bei www.goethezeitportal.de)
Weblinks
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- [http://www.lili.uni-osnabrueck.de/forschung/theresehuber/biohuber.html Eine kurze Biografie]
- [http://www.phf.uni-rostock.de/institut/igerman/forschung/litkritik/litkritik/start.htm?/institut/igerman/forschung/litkritik/litkritik/Kritiker/AeHuber.htm Eine ausführliche Biografie]
- [http://www.theresehuber.de.vu Die "Urmutter der Journalistinnen"]
- [http://www.zeitenblicke.historicum.net/2002/02/heuser/ Die Briefausgabe Therese Huber] (3 von 9 Bänden).
- [http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/epoche/hilmes_forster_huber.pdf Carola Hilmes: Georg Forster und Therese Huber: Eine Ehe in Briefen]
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Freestyle rap
Freestyle rap is, strictly speaking, rapping that is done in the moment at pure free flow, with no previously composed lyrics, and reflecting a direct mapping of the mental state and performing situation of the artist. It is similar in this sense to improvisational music or acting.
Due to the improvised nature of freestyling, rules for meter and rhythm are
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The term musical form is used in two related ways:
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Musical
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