Der Ort Brohl-Lützing gehört zur Verbandsgemeinde Bad Breisig im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Er hat ca. 2600 Einwohner und eine Fläche von 5,04 km². Brohl-Lützing entstand 1970 aus den Gemeinden Brohl und Niederlützingen.
Der Ort wurde erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1252.
Daten
- Postleitzahl: 56656
- Ortsvorwahl: 02633 (Brohl) / 02636 (Niederlützingen)
- Kfz-Kennzeichen: AW
- Einwohner: ca. 2600.
- Kirchengemeinden: St. Johannes der Täufer in Brohl (r.k.) + St. Lambertus in Niederlützingen (r.k), ein gemeinsamer Pastor, der auch für die Filialgemeinde in Oberlützingen (Gemeinde Burgbrohl) zuständig ist; die evangelischen Mitbürger gehören zu der Gemeinde, die in Bad Breisig beheimatet ist
- Kindergärten: 2; 1 kirchlicher in Brohl, 1 kommunaler in Niederlützing
- Schule: Grundschule (Leo-Stausberg-Schule) in Brohl für die Kinder beider Ortsteile
Wirtschaft
- [http://www.brohler.de Brohler Mineral- und Heilbrunnen]
- Tönnisteiner Mineralbrunnen
Der Rhein bildet die Ostgrenze des Kreises. Die Ahr, ein linker Nebenfluss des Rheins, durchquert den Kreis von Südost nach Nordost und mündet an der Kreisgrenze.
Der Stadtteil Ahrweiler der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt am Rande der Eifel. Die Berge nördlich der Ahr werden Ahrberge genannt - sie sind nicht so hoch wie die Hohe Eifel im Süden des Kreises.
Die Wälder der Eifel sind ein Ergebnis der Wiederaufforstung im 19. Jahrhundert. Am häufigsten kommt die Fichte vor, die ursprünglich nicht typisch für die Region war. Das Rodder Maar, ein See im Osten des Kreises trocknete in den 1950er aus; dieser wurde 1998 renaturiert, was seltener vorkommende Tiere anzog.
Das Weinanbaugebiet entlang der Ahr ist eines der nördlichsten Weinanbaugebiete in Deutschland, besonders bekannt für Rotwein.
Der Nürburgring, ein bekannter Formel 1-Kurs liegt im Landkreis Ahrweiler rund um die Nürburg.
siehe auch:Ahrschleife bei Altenahr
Geschichte
Die Region wurde von den Römern unter Julius Cäsar um 50 v.Chr. erobert. Einige Jahre später wurde das Legionslager Castra Rigomagus gegründet, aus welchem später die Stadt Remagen entstand. Der Vinxtbach, ein naher Bach und Nebenfluss des Rheins war die Grenze zwischen den römischen ProvinzenGermania Superior und Germania Inferior.
Ahrweiler wurde 893 erstmals urkundlich im Prümer Urbar erwähnt, dem Güterverzeichnis der FürstabteiPrüm.
1180 wählte der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Friedrich I.Sinzig als Ort aus, um die Herrscher von Frankreich und Flandern zu treffen. Ein weiterer bedeutender Ort ist das Kloster Maria Laach am Laacher See im Südosten des Landkreises Ahrweiler.
Die Kreise Ahrweiler und Adenau wurden 1816 gegründet, als Preußen seine Provinzen, darunter auch die Rheinprovinz, in Regierungsbezirke und Kreise einteilte. Der Kreis Adenau wurde 1932 in den Kreis Ahrweiler integriert. Bei der Kreisreform 1970 wurden dem Landkreis Ahrweiler noch einige Gemeinden des aufgelösten Landkreises Mayen hinzugefügt.
Die Schlacht am Rhein um die Brücke von Remagen1945 ist ein weltweit bekanntes Ereignis, nicht zuletzt wegen des Kinofilms Die Brücke von Remagen (1969).
Eine Fundgrube heimatkundlichen und geschichtlichen Wissens über den Kreis Ahrweiler ist das von der Kreisverwaltung Ahrweiler herausgegebene und in wesentlichen Teilen über das Internet verfügbare [http://www.kreis.aw-online.de/kvar Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler]
Wappen
Die Brücke von Remagen
Beschreibung:
Geviert: 1 in Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz, 2 in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler, 3 in Gold ein rot bewehrter schwarzer Löwe, 4 in Grün ein silberner Schrägwellenbalken (Wappen-Verleihung 5. Juli 1927)
Bedeutung:
Das Kreuz steht für das Kurfürstentum Köln, der Adler an die Grafen von Are und der Löwe für die Herrschaft Jülich-Berg, welche in früheren Zeiten Anteil am heutigen Kreisgebiet hatte. Der heraldische Wellenbalken symbolisiert die Rheinprovinz, zu der das Kreisgebiet ab 1816 gehörte.
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führt die Autobahn A 61 (Koblenz-Mönchengladbach) sowie die noch nicht durchgehend befahrbare A 1 (Trier-Köln). Ferner durchziehen zahlreiche Bundesstraßen, darunter die B 9, B 258, B 267 und die B 412 das Kreisgebiet.
Remagen ist Fernverkehrshalt an der linken Rheinstrecke, das Ahrtal wird von der Ahrtalbahn durchzogen.
und Gregor dem Großen auf einem Bild von Andrea Mantegna (1459)]]
Johannes der Täufer (hebräisch Jochanan ben Sacharja) ist eine der zentralen Figuren des Mandäismus, des Christentums und der Evangelien.
In der katholischen Kirche hat der 24. Juni (Johanni) als Gedenktag der Geburt Johannis des Täufers den Rang eines Hochfestes. In Skandinavien und im Baltikum wird der Tag in Verbindung mit dem Mittsommerfest festlich begangen. Einige Bauernregeln (Lostag) leiten sich vom Johannitag ab. Im deutschsprachigen Raum ist als Referenz an Johannes den Täufer der Vorname Johannes oder Johann Baptist gebräuchlich.
Sein Einfluss betraf jedoch nicht nur das Christentum. Er hatte zahlreiche Anhänger im jüdischen Volk, nicht nur in Israel, sondern auch in der jüdischen Diaspora. Auch im Koran wird er erwähnt, und Flavius Josephus berichtet von ihm.
Die Religionsgemeinschaft der Mandäer sieht in ihm ihren wichtigsten Reformator. Lange Zeit wurden sie daher sogar als Johannes-Christen bezeichnet.
Johannes der Täufer in biblischen Quellen
Johannes der Täufer war der Sohn des jüdischen Priesters Zacharias und der Elisabet. Seine Mutter war eine Verwandte von Maria, Mutter von Jesus Christus.
Johannes ist die einzige Figur außer Jesus, über die in den Evangelien eigenständige Berichte zu finden sind.
In der ausführlichen Geburtsgeschichte (Lk 1, 5-25, 57-80) wird Zacharias die Geburt seines Sohnes durch einen Engel angekündigt. Zacharias schenkt dem jedoch keinen Glauben und wird deshalb bis zur Geburt Johannes' mit Stummheit geschlagen. Nach seiner Heilung spricht er das Gebet, das als Benedictus bekannt wird.
Wie Samuel und Simson war Johannes ein Nasiräer, der keinen Wein trank, seine Haare nicht schnitt und vom Geist Gottes erfüllt war (Num 6,1-4). Johannes lebte als Einsiedler in der Wüste. Sein Auftreten erinnert an den ProphetenElias. Er wird geschildert als ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel tragend und von Heuschrecken und wildem Honig lebend.
Der Zeitpunkt seines öffentlichen Auftretens ist im Lukasevangelium (Lk 3,1f) durch die Regierungsjahre verschiedener Herrscher datiert, nach unserer Zeitrechnung auf das Jahr 29. Er predigte in der Gegend um den Jordan.
Der Inhalt seiner Predigt war Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herangekommen und hatte eine deutliche ethische Dimension: er verlangte von den Leuten eine konkrete Veränderung ihres Handelns, auf ihre persönliche Situation bezogen (Lk 3,10-14). Er taufte die Menschen, die sich aufgrund seiner Predigt bekehrten, nach einem öffentlichen Sündenbekenntnis im Jordan als Zeichen der Sündenvergebung.
Alle Evangelien berichten, dass auch Jesus Christus sich von Johannes taufen ließ (Taufe des Herrn).
Johannes gewann zahlreiche Anhänger im Volk, gemäß Berichten des Neuen Testaments gehörten auch einige spätere Jünger von Jesus dazu, namentlich genannt wird Andreas (Joh 1,40). Die Apostelgeschichte berichtet von Johannesanhängern in Alexandria (Apollos, Apg 18,24f) und Ephesus (Apg 19,1-7). Jesus predigte auch über Johannes als letzten Propheten des alten Bundes.
Andererseits geriet er durch seine radikale Predigt in Konflikt mit Pharisäern und Sadduzäern und mit Herodes Antipas, der mit Herodias, der Frau seines Bruders, in einem ehebrecherischen Verhältnis lebte. Als Johannes dies anprangerte, ließ Herodes ihn gefangensetzen. Da er den Einfluss des angesehenen Propheten fürchtete (oder nach anderen Berichten aus eigenem Respekt), rührte er dessen Leben zunächst nicht an. Durch den Einfluss von Herodias, die ihre Tochter Salome vor ihm tanzen ließ, ließ er Johannes schließlich enthaupten (Mt 14,1-12, Mk 6,14-29).
Johannes der Täufer in der Kirche
Mk
Johannes gilt in der katholischen und orthodoxen Kirche, nach Maria, als der zweitbedeutendste Heilige und Vorbild des Asketentums. Neben Maria und Joseph ist er der einzige Mensch, dem Jesus sich (bei seiner Taufe) freiwillig unterwirft.
Der Gedenktag von Johannes dem Täufer ist der 24. Juni, der Johannistag, der in der katholischen Kirche als Hochfest begangen wird und um den sich zahlreiche Bräuche ranken. Dieser Tag ist als Geburtstag des Johannes zu verstehen, nicht wie bei den meisten anderen Heiligen als Todestag. Das Datum leitet sich daher ab, dass Johannes nach dem Lukasevangelium sechs Monate älter als Jesus war; so wurde der Johannistag auf sechs Monate vor Weihnachten gelegt. Auch seiner Enthauptung ist ein Gedenktag gewidmet (29. August), der jedoch wesentlich geringere Bedeutung hat als das Geburtsfest.
Seine Attribute in der Ikonographie sind das Fellgewand, das Spruchband „Ecce Agnus Dei“, der Kreuzstab oder ein Lamm. Teilweise wird er verhärmt-asketisch, mit langen Haaren und mit Flügeln dargestellt, um seine engelsgleiche Lebensweise zu betonen. Als Johannesknabe erscheint er häufig zusammen mit dem etwa gleichaltrigen Jesusknaben und Maria.
Johannes der Täufer erscheint auf der Ikonostase in orthodoxen Kirchen in der Regel an zentraler Stelle als Teil der Deësis, oder direkt rechts neben der zentralen Christus-Ikone, Maria mit Kind links von Christus. Einige andere Orthodoxen Kirchen stellen jedoch statt Johannes den hl. Nikolaus von Myra an dieser Stelle dar.
Taufkapellen sind meist Johannes dem Täufer geweiht.
Taufkapelle
Als „Johannesschüssel“ werden seit dem Mittelalter verbreitete Darstellungen mit dem Haupt des Hl. Johannes d. Täufers auf einer Schüssel bezeichnet. Sie wurden besonders bei Kopfleiden vom Volk verehrt und wurden in Hospitälern oft zur Schmerzlinderung herumgereicht.
Wirkung des Johannes-Stoffes in der Literatur und Dramatik
Einflüsse Johannes des Täufers in der Freimaurerei
Der Gedenktag des Johannes des Täufers, der Johannistag, ist zugleich das Bundesfest der weltweiten Johannislogen der Freimaurer, die an seinem Geburtstag in den sogenannten „Blauen“ Logen häufig außerdem ein besonders festliches Ritual durchführen. Johannes der Täufer war und ist heute noch der Schutzpatron der Bauhütten, speziell der Steinmetze.
Zum ersten mal taucht Burgbrohl urkundlich im Mittelalter auf, als Volcoldus von Brule 1093 bzw. 1112 als Zeuge in der Gründungsurkunde des Klosters Maria Laach durch den Pfalzgrafen Heinrich II. genannt wurde. Möglicherweise hatten Herren von Brule als Beamte des vom Kaiser eingesetzten Gaugrafen einen befestigten Hof auf dem Burgberg und überwachten die strategische Stelle der sich kreuzenden Wege im Tal.
Ihre Bedeutung muß zugenommen haben, denn in einer Urkunde von 1289 wird schon von einem Schloß gesprochen. Im Jahre 1338 "trugen die Herren von Brohl mit Turm, Pforte, Vorburg mit dem Gericht im Tal und um die Burg dem Markgrafen Wilhelm von Jülich zu Lehen auf". Die Lehenstätigkeit hat bis zur völligen Neuordnung durch die Franzosen 1794 gedauert. Elsa von Brohl gestattete im Jahre 1471 dem Erzbischof von Trier ein Öffnungsrecht zur Burg Brohl für dessen Lebenszeit. Da Elsa von Brohl die letzte ihres Geschlechtes war, wurde das Erbe laut ihrem Testaments auf die Familien Winnenburg, Elz und Braunsberg aufgeteilt. Die entstehenden Streitigkeiten ziehen sich fast 100 Jahre hin, bis gegen 1560 die Familie von Braunsberg die Burg an sich brachte und am 3. März 1563 Wilhelm von Braunsberg von Herzog Wilhelm von Jülich mit der Herrschaft erneut belehnt wurde.
Als am Ende des 17. Jh. franzözische Truppen Westdeutschland zeitweise besetzt hatten, wurde das Schloß Burgbrohl bei deren Rückzug gleichzeitig mit den Burgen Olbrück, Rheineck und Sinzig in dern Nacht zum 01. Mai 1689 durch Brand vernichtet. Der Neuaufbau des Schlosses und die Anfang des 18. Jh. erfolgte Hochzeit des Kasper Franz von Bourscheidt mit Isabella Gräfin von Schaesberg führten zu einer Blütezeit der Herrschaft. Relativ schnell wurde das Schloß in den Jahren 1709/10 wieder aufgebaut, und 1731 folgte der Bau einer neuen Kellnerei. Zur gleichen Zeit wurde von dem energischen Kasper Franz von Bourscheidt und seinem Sohn Franz Karl die Wirtschaft in der Herrschaft entscheidend gefördert; 1768 erfolgte der Neubau der Nonnsmühle, der Traßabbau wurde intensiviert, Basaltbrüche wurden eröffnet.
Gleichzeitig schwelte der Streit mit der Probstei Buchholz über Wasser-, Fischerei- und Jagdrechte. Die durch den ehrgeizigen Kellner und Pastor Johann Michael Sieglohr auf die Spitze getriebenen Grundstücksstreitigkeiten dauerten Jahrzehnte an. Große Veränderungen traten ein, als im Oktober 1794 die französischen Revolutionstruppen, von Bonn kommend, das Gebiet besetzten.
Die Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich brachte nicht nur den Wegfall der herrschaftlichen und geistlichen Vorrechte, sondern auch eine vollkommene Neuordnung der Verwaltung. Im neu errichteten Kanton Andernach erhielt Burgbrohl den Sitz einer Mairie für das mittlere Brohltal. Bei der Übernahme der Rheinlande durch Preußen folgte die Bildung eines Amtes Burgbrohl mit den Gemeinden Kell, Wassenach, Glees, Wehr, Brenk, Galenberg, Niederoberweiler, Nieder- und Oberlützingen
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Im Laufe des 19. und 20. Jh ist die Entwicklung des Ortes sehr eng mit der Gründung der verschiedensten Industriebetriebe verbunden.
Grundlage für alle Industriezweige waren bis in unser Jahrhundert die Bodenschätze, die wiederum zum größten Teil ihren Ursprung in der vergangenen und noch andauernden vulkanischen Tätigkeit haben. Der Traßabbau wurde erst wieder im 17. Jh. aufgenommen, und zwar auf Initiative der Holländer, die diesen wertvollen Rohstoff für ihre Wasserbauten wiederentdeckten. Sie installierten im Brohltal die ersten Traßmühlen. Mitte des 18. Jh. waren in den Gruben des Brohltal über 300 Arbeiter beschäftigt. In dieser Zeit wurden auch die Basaltbrüche im Weyerbusch und in der Mauerlay eröffnet.
Eine neue Größenordnung erreichten die wirtschaftlichen Aktivitäten durch die Aufnahme der Produktion von Farben mit Hilfe der Kohlensäure einer neuerrichteten Fabrik durch die Firma Gebrüder Rhodius. Ende des vergangenen Jahrhunderts gab es hektische Anstrengungen im Brohltal, um in den Besitz von Kohlesäurequellen zu gelangen. Heute wird besonders durch die Firma Air liquide die Kohlensäure der Burgbrohler Quelle zur Herstellung reiner Kohlensäure in trockener Form gewonnen. In den letzten Jahrzehnten hat die Firma Gebrüder Rhodius neben der Erzeugung von Trennscheiben die Herstellung von Getränken aufgenommen. Aus der Lage im einer der Quell- und Kohlensäurereichsten Gegenden resultierte auch das Vorhandensein von anderen Industriezweigen in diesem Bereich: Ein weiterer Großarbeitgeber ist die HEUFT SYSTEMTECHNIK GMBH, die seit 1979 Kontrollgeräte (z. B. Leerflascheninspektoren und Etikettiermaschen) besonders für die Getränkeindustrie von Burgbrohl aus weltweit vertreibt.
Gerade aufgrund dieser großen wirtschaftlichen Aktivität in Burgbrohl und dem umliegenden Brohltal kann man in Burgbrohl den schönsten, in Fachwerkbauweise ausgeführten, Bahnhof der 1901 eröffneten Brohltal-Schmalspureisenbahn bewundern.
Die Kaiserhalle
Der besondere Grund, die Kaiserhalle in dieser Form als freitragende Kuppelhalle zu bauen, war für den Baumeister Wilhelm Bell die Notwendigkeit, den Nachweis zu führen, dass man auch für extreme Belastungen lokale Baustoffe wie Kalkstein, Lavasand und Traß benutzen kann. In einer Zeit vor der Jahrhundertwende, als der Zement seinen Siegeszug angetreten hatte und damit der Traßabbau im Brohltal immer weiter abnahm, schien ein solcher Beweis erforderlich.
Die aufregende Baugeschichte beginnt mit der Nichtgenehmigung der Baupläne durch die Behörden. Es folgt ein schneller Bau in nur drei Monaten ohne Genehmigung, letztendlich Erhalt der Bauerlaubnis durch das Veraltungsgericht und glanzvolle Einweihung am 4. September 1896, dem Sedanstag. Nach langen Jahren mit glanzvollen Festen setzt ein Verfall ein, der in der Benutzung als Garage fast seinen Abschluß gefunden hätte. Es folgte die kaum noch erhoffte Rettung durch eine Restaurierung zwischen 1980 und 1984, wobei sich der Bürgerverein Burgbrohl große Verdienste erwarb.
Die Kaiserhalle ist als Ball- und Theatersaal konzipiert und erhebt sich auf einem Bruchsteinfundament in Halbkugelform mit 10 m Höhe und 20 m Durchmesser. Der umbaute Raum ohne Nebenbauten beträgt über 3000 cbm. Die Kuppelkonstruktion besteht aus einer zunehmend dünner werdenden (50 bis 30 cm) Leichtbetonschale. In der Baugeschichte gibt es kein früheres Beispiel für den Einsatz dieser damals völlig neuen Baustoffkombination bei der Überwölbung einer derart großen Fläche ohne jede Bewehrung.
Da zu dieser Zeit eine statische Berechnung noch nicht durchgeführt werden konnte, war der Baumeister bei der Dimensionierung aller Bauteile auf Erfahrung und Gefühl angewiesen. Erst eine später von der Technischen Hochschule Berlin durchgeführte Berechnung brachte die Bestätigung der vorgenommenen Maßnahmen. Im oberen Drittel besteht die Kuppel aus kalkgebundenen Bimssteinen, vermutlich wegen der beim Einschalen auftretenden Schwierigkeiten. Am Scheitel befindet sich eine Öffnung mit einem Durchmesser von 4,50 m, die durch einen verankerten Eisenring gehalten wird. Auf ihr befindet sich die einzige natürlich Lichtquelle für den Innenraum. Der Innenraum hat eine runde Tanzfläche und bietet über 500 Gästen Platz.
Daten
- Postleitzahl: 56659
- Kfz-Kennzeichen: AW
Weblinks
- [http://www.burgbrohl.de Homepage von Burgbrohl]
- [http://www.brohltalklinik.de Brohltalklinik]
- [http://www.rhodius.de/ Homepage von Rhodius]
- [http://www.heuft.com/ Homepage der HEUFT SYSTEMTECHNIK GMBH]
Kategorie:Ort in Rheinland-Pfalz
Gebaut wurde die Brohltalbahn ab dem Jahr 1896. Bei der Eröffnung am 14. Januar 1901 reichte die Strecke bis Engeln. Ein Jahr später, am 7. Januar 1902 wurde die restliche Strecke bis Kempenich freigegeben. Die Bahnstrecke diente vorwiegend dem Abtransport von Bodenschätzen und Vulkangestein (Tuff) aus dem Brohltal.
Der Abschnitt von Oberzissen nach Engeln (mit Unterbrechnung von 40 m in Brenk) war für den Betrieb mittels Zahnstange (System Abt, 2 Lamellen) ausgerüstet. Das Zahnstangensystem wurde um 1934 abgebaut. In Brohl findet man auch im Übergangsbereich zur (normalspurigen) Strecke der Deutschen BahnDreischienengleise. 1974 wurde der Abschnitt von Engeln nach Kempenich stillgelegt und abgebaut.
Heute wird die Bahn z. T. touristisch als "Vulkan-Express" genutzt. Zum Einsatz kommen sowohl Triebwagen als auch Züge mit Dampf- und Dieselloks. Auf dem Streckenabschnitt Brohl-Umladebahnhof - Brenk wird der Güterverkehr abgewickelt. Transportiert wird der dort abgebaute Phonolith, ein Rohstoff für die Herstellung von Glas, an den Rhein zur Verladung auf Binnenschiffe oder Lastkraftwagen.
Eigentümer der Brohltalbahn war zunächst die Brohlthal-Eisenbahn-Gesellschaft, deren Aktien zu 100% in der Hand der Westdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft lagen, die auch den Betrieb bis etwa 1925 führte. Später übernahmen die Kreise Ahrweiler und Mayen sowie die örtliche Industrie das Kapital. Die Brohltalbahn unterhielt bis vor einigen Jahren zudem ein umfangreiches Busstreckennetz.
Daten
- Spurweite: 1000 mm (Meterspur) und vom Umlade Bf bis Brohl Hafen Bf zusätzlich 1435 mm (Regelspur).
- Streckenlänge bis 01. Oktober 1974: 23,83 km
- Streckenlänge ab 01. Oktober 1974: 17,750 km (Streckenende), heute noch im Museumsbetrieb
- Streckenlänge von Abzweig-Weiche 1 (18,450 km) - Weibern Gbf (18,75 km): 0,425 km
Streckenbeschreibungen
Strecke Brohl - Engeln - Kempenich
Die Landschaftlich reizvolle Eisenbahnstrecke besitzt in ihrem Verlauf einige bauliche Besonderheiten. Zu ihnen gehören zwei gemauerte Viadukte, verschiedene Kastenbrücken, sowie ein Tunnel von 97,00 m Länge. Zwischen Oberzissen und Engeln überwindet die Bahn eine Steilrampe mit einer Steigung von 1:20. Der Abschnitt gehört zu den steilsten schmalspurigen Adhäsionsbahnen in Deutschland mit 1000 mm Spurweite, die ohne Zahnstangensystem betrieben wird.
Strecke Brohl Bf - Brohl Umladebahnhof
Strecke Brohl Umladebahnhof - Brohl Hafen Bf
Diesellokomotiven
D 1
D 2
D 3 Z-gestellt
D 4 (heute RhB Gm 4/4)
D 5 seit 1998 in HU
Dieseltriebwagen
VT 30, ehemalige und richtige Bezeichnung:VT 53
Die im unteren Teil des Brohltals in der Gemarkung Niederlützingen stehende Schweppenburg erhielt ihre heutige Gestalt durch einen Umbau in den Jahren 1637 bis 1639 unter Bertram von Metternich. Als Burg wird sie allerdings bereits 1365 erstmals erwähnt. Zusammen mit der heute noch arbeitenden Mosenmühle gerät sie als kurkölnische Lehen im Jahre 1377 in den Besitz des Andernacher Schöffen Arnold von Schweppenburg. Die Burg befindet sich heute im Besitz der Familie Geyr von Schweppenburg. Die Burganlage ist im Jahr 1785 niedergelegt worden.
Kategorie: Burg in Rheinland-Pfalz
Westlich sowie nördlich und südwestlich von Mayen erhebt sich in einer Geländestufe die Eifel. Östlich öffnet sich die Landschaft zum flach auslaufenden Koblenz-Neuwieder-Becken, das wiederum in den Nordteil Pellenz und den Südteil Maifeld unterteilbar ist, die landläufig noch zur Eifel gerechnet werden. Daher kommt die Bezeichnung "Mayen, das Tor zur Eifel".
Das kleine Flüsschen Nette (Mittelrhein) durchfließt die Stadt von der Eifel kommend in Richtung Weißenthurm am Rhein.
Geschichte
Bereits in der römischen Zeit war Mayen ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Hier waren von dem Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter Töpfereien angesiedelt, deren Produkte in ganz Mitteleuropa verbreitet wurden. Eine noch ältere - vorgeschichtliche - Nutzung erfuhren die Steinbrüche im Umfeld, deren Basalt in Mayen zu Mühlsteinen und deren Tuff zu Sarkophagen weiterverarbeitet wurden. Diese Sarkophage fanden sich mit bedeutenden gläsernen Beigaben auf dem Gräberfeld (heute im Museum auf der Genovevaburg).
Der Name Mayen leitet sich wahrscheinlich aus dem Namen Megina her, der 847 erstmalig urkundlich den Ort in der Ebene beziehungsweise auf dem Feld (keltisch "magos") bezeichnet.
Im 8. Jahrhundert ist die Sage der Genoveva angesiedelt, die Mayen als Regierungssitz des Pfalzgrafen Siegfried nennt.
Mayen wurde erstmals urkundlich erwähnt 1041 und bekam 1291 die Stadtrechte durch Rudolf I. von Habsburg.
Namentlich ist Mayen möglicherweise verwandt mit dem süd-östlich liegenden Maifeld, da Mayen im Mittelalter auch als Hauptstadt des Meiengaus bezeichnet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt, insbesondere bei den Luftangriffen vom 12. Dezember1944 und vom 2. Januar1945, zu ca. 90 Prozent zerstört und erst nach besonderer Abstimmung wurde der Wiederaufbau beschlossen.
Bis 1973 war Mayen Kreishauptstadt des Landkreises Mayen (Kfz-Kennzeichen MY). Die Kreisverwaltung wurde dann nach Koblenz verlegt und der Kreis umbenannt in Landkreis Mayen-Koblenz mit dem neuen KFZ-Kennzeichen MYK, Koblenz behielt das Kennzeichen KO.
Infrastruktur
- Günstige Lage zwischen A 61 (Köln, Ludwigshafen) und A 48 (Trier, Koblenz).
- Eisenbahnanbindung: Andernach (Rheinschiene), Gerolstein über Transregio (Eifelquerbahn).
- Regelmäßige (stündliche) Buslinien von/nach Andernach/Neuwied und Koblenz, aber auch in die Eifel (nach Westen). Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel an.
- Einige Einkaufszentren und Gewerbegebiete (Autohäuser, 2 Elektonikfachmärke, 2 Schnellessketten, 3 bekannte Supermärkte, 3 bekannte Discounter, Sport- und Schuhfachgeschäfte, namhafte Tankstellen und Modegeschäfte, ein riesiger Möbelfachmarkt, 1 sehr bekannter Baumarkt sowie ein Eisen- und Inventarfachmarkt auf 2 km²) außerhalb von Richtung Koblenz kommend, schöne Innenstadt mit Fußgängerzone, Krankenhaus, Rettungsleitstelle.
Industrie
Basalt-, Schiefer-, Papierindustrie, Maschinenbau, Aluminium- und Kunststoffverarbeitung.
Sehenswürdigkeiten
- Genovevaburg aus dem 13. Jahrhundert - darin das Eifelmuseum mit dem Deutschen Schieferbergwerk,
- Pfarrkirche St. Clemens mit verdrehtem Turm (Wahrzeichen der Stadt, 1945 wiedererrichtet),
- Lapideapark des Mayener Bildhauersymposiums im Grubenfeld,
- Vulkaninfostation des Vulkanparks.
- Nicht weit entfernt im Nettetal: Schloss Bürresheim.
- Schwimm- und Erlebnissbad mit der längsten Hangverlegten Rutschbahn der Welt (Guiness Buch Eintrag)
Veranstaltungen
- Lukasmarkt: Jahrmarkt im Oktober mit einer Woche Fahrgeschäften (Karussels etc.) sowie (von der ursprünglichen Idee her) zwei Tagen Viehmarkt und Krammarkt (Weitere Infos siehe [http://www.mayen.de/deutsch/frameset-1-0-0-166.html hier]).
- Burgfestspiele: Mehrere Wochen im späten Frühjahr in denen im Innenhof der Genovevaburg jährlich unterschiedliche Theateraufführungen stattfinden.
- Internationaler Trödelmarkt Anfang Mai
- Stein- und Burgfest mit Handwerker- und Bauernmarkt am 2. September-Wochenende
Bildungseinrichtungen
In Mayen befinden sich die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHÖV Mayen) sowie zwei Gymnasien (Megina Gymnasium Mayen und Wirtschaftsgymnasium), eine Realschule (Albert-Schweitzer), zwei Hauptschulen (Hinter Burg, St. Veit), eine Berufsschule, mehrere Grundschulen, 2 Förderschulen, das [http://www.bienenkunde.rlp.de. Fachzentrum Bienen und Imkerei] und eine Dachdeckerfachschule.
- Die Regionalen TV Sender von Mayen sind TV Mittelrhein sowie MYK-TV.
- Der bekannteste Fussballverein der Stadt ist TUS Mayen. Dieser spielt in der Fussball Oberliga.
- Der älteste Fussballverein der Stadt ist der SV Rheinland Mayen. Dieser Verein hatte in den vierziger und fünfziger Jahren auch eine Boxabteilung. Hier lernte der Schauspieler Mario Adorf das Boxen.
La pirotecnia consta de dispositivos explosivos que generan flamas y chispas de colores al entrar en combustión. Estos dispositivos son conocidos como fuegos artificiales y son empleados en exhibiciones y festejos.
ver:
- Toro de fuego (Ayerbe)Categoría:Explosivosja:花火ms:Bunga api
Vasiliy Golosov
Vasiliy Ivanovich Golosov (Russian: Василий Иванович Голосов, died July1943) was the best Soviet anti-sniper, reputed to have shot 70 snipers during World War II. 422 enemies were shot by him in total as of July, 1943.
See also
Other Soviet snipers during World War II
- Australia's major Internet Service Providers. Focusing primarily on ADSL-based Internet access, it is currently ranked Australia's third largest ISP. The company trades under a number of names such as ii, Froggy, ihug and OzEmail (the latter three being former ISPs purchased by iiNet).
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