Als Wissensordnung bezeichnet der Wissenschaftstheoretiker Helmut F. Spinner die dritte Grundordnung moderner Gesellschaften neben der Rechts- und der Wirtschaftsordnung. Spinner meint damit insbesondere die Rahmenbedingungen und Regelungen für "nichtkommerzielle schöpferische Wissenstätigkeiten im Dienste des Erkenntnisfortschritts und der professionellen Erstklassigkeit"; er unterscheidet dabei die alte oder klassische von der neuen, neoklassischen Wissensordnung.
Spinner untersuchte in seinem Wissensordnungs-Projekt besonders die geschichtliche Entwicklung am Beispiel der Humboldtschen Universitätsverfassung und rekonstruierte daran systematisch die "klassische" Wissensordnung; darauf aufbauend untersucht er den Wandel der Wissensordnung durch die heutigen kognitiv-technischen Entwicklungen und entwickelt daraus die neue oder "neoklassische" Wissensordnung.
Siehe auch:Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW), Wissensarten, Wissensverhalten
Literatur
- Helmut F. Spinner: Die Wissensordnung, Leske+ budrich. Opladen 1994. ISBN 3-8100-1083-9
- Karsten Weber, Michael Nagenborg, Helmut F. Spinner (Hrsg.): Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime. Beiträge zum Karlsruher Ansatz der integrieten Wissensforschung. (=Studien zur Wissensordnung. 2) Leske+ budrich, Opladen 2002 ISBN 3-8100-3683-8.
Spinner studierte an den Universitäten Mannheim, Köln, Heidelberg und London (LSE) Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft und Psychologie (mit Diplom-Abschluss); Philosophie, Wissenschaftstheorie und Soziologie (mit Promotion und Habilitation); 1970 Promotion zum Dr. phil., 1979 Habilitation für Wissenschaftslehre und Wissenschaftssoziologie, 1983 Habilitation für Soziologie. Lehr- und Forschungstätigkeiten an den Universitäten Mannheim, London, Bamberg, Gießen, Heidelberg, Marburg, Karlsruhe. Daneben besitzt Spinner Abschlüsse als Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer von der Universität Mannheim (1962/1963).
Helmut Spinner wurde 1985 zum Professor an der Universität Mannheim berufen, 1987 folgte ein Ruf an die Universität Karlsruhe als Professor für Philosophie und Leiter des dortigen Studium Generale. Spinner emeritierte am 31. März2002; er lebt in Brühl bei Mannheim.
Werk
Hauptrichtungen und Zeitabschnitte der philosophisch-wissenschaftlichen Arbeit,
eingeteilt nach Leitprojekten für mehrjährige fachübergreifende Schwerpunkte:
- 2000 ff.: Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) mit den drei Hauptfeldern des Wissensarten-, Wissensordnungs- und Wissensverhalten-Projekts; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/2000.html];
- 1998 ff.: Wissensverhaltens-Projekt zur Untersuchung der Wissenstätigkeiten und -funktionen; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1998.html];
- 1996 ff.: Wissensarten-Projekt als konzeptuelle Grundlegung zur inhaltlichen Ausfüllung der Wissensordnung; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1996.html];
- 1990 ff.: Wissensordnungs-Projekt als Einstieg in den Karlsruher Ansatz zur "Rahmung" des Wissensthemas; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1990.html];
- 1985 ff.: Problemlösungs-Projekt; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1985.html];
- 1980 ff.: Rationalitäts-Projekt der Doppelvernunft; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1980.html];
- 1970 bis ca. 1980: Kritischer Rationalismus als Wissenschafts- und Sozialphilosophie; Pluralismus als Erkenntnis- und Gesellschaftsmodell; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1970.html].
Bibliographie
Auswahl der Publikationen:
- Problemlösungsprozesse in der Wissensgesellschaft – Ein interdisziplinärer Grundkurs über philosophisches, wissenschaftliches und soziales Problemlösen (Leske + Budrich)
- 2002: Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime (Verlag Leske + Budrich)
- 2001: Mit Michael Nagenborg und Karsten Weber: Bausteine zu einer neuen Informationsethik (Philo-Verlag)
- 1998 und 2001: Die Architektur der Informationsgesellschaft: Entwurf eines wissensorienten Gesamtkonzepts (Philo-Verlag)
- 1994: Der ganze Rationalismus einer Welt von Gegensätzen: Fallstudien zur Doppelvernunft (Suhrkamp)
- 1994: Die Wissensordnung: Ein Leitkonzept für die dritte Grundordnung des Informationszeitalters (Studien zur Wissensordnung, Bd. 1, Leske + Budrich)
- 1985: Das "wissenschaftliche Ethos" als Sonderethik des Wissens (Mohr)
- 1982: Ist der kritische Rationalismus am Ende? (Beltz)
- 1978: Popper und die Politik (Dietz)
- 1977: Begründung, Kritik und Rationalität (Vieweg)
- 1974: Pluralismus als Erkenntnismodell (Suhrkamp)
Ausführliches Publikationsverzeichnis: [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/index.html], [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/abhandlungen.html] und [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/pub_englisch.html].
Der Begriff Rechtsordnung bezeichnet die Gesamtheit der in einem umschriebenen Anwendungsraum (bspw. dem Recht eines Staates) gültigen Rechtsnormen (= objektiver Rechtsbegriff).
Im deutschen Recht sind Rechtsnormen in diesem Sinne jedenfalls
: - Verfassungsnormen, die in den Artikeln des Grundgesetzes geregelt sind
: - einfachgesetzliche Normen wie z. B. das BGB oder das StGB
: - Satzungen
: - Verordnungen
Daneben gibt es noch einige andere Rechtsquellen. So haben beispielsweise Urteile des Bundesverfassungsgerichts Gesetzeskraft. Ob anderen Gerichtsurteilen der Status einer Rechtsquelle zukommt (so gen. Richterrecht), ist umstritten und wird in unserem anders als im angelsächsischen Rechtskreis (case law) traditionell eher abgelehnt.
Zu erwähnen ist außerdem das ungeschriebene Gewohnheitsrecht, das ebenfalls zur Rechtsordnung gehört.
- Helmut F. Spinner: Die Wissensordnung: Ein Leitkonzept für die dritte Grundordnung des Informationszeitalters (Studien zur Wissensordnung, Bd. 1, Leske + Budrich, 1994)
Weblinks
- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/B/IV/index.html Wissensforschung nach dem Karlsruher Ansatz]
Kategorie:Wissen
Als Wissensverhalten bezeichnet der Wissenschaftstheoretiker Helmut F. Spinner einen der drei zentralen Teilbereiche seiner integrierten Wissensforschung; er untersucht dabei
- die Wissensarbeitsteilung,
- die Wissensorganisation,
- das Wissensmanagement sowie
- die Wissensorientierung des Handelns durch Leit- und Gegeninformation.
Siehe auch:Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW), Wissensordnung, Wissensarten.
Spinner studierte an den Universitäten Mannheim, Köln, Heidelberg und London (LSE) Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft und Psychologie (mit Diplom-Abschluss); Philosophie, Wissenschaftstheorie und Soziologie (mit Promotion und Habilitation); 1970 Promotion zum Dr. phil., 1979 Habilitation für Wissenschaftslehre und Wissenschaftssoziologie, 1983 Habilitation für Soziologie. Lehr- und Forschungstätigkeiten an den Universitäten Mannheim, London, Bamberg, Gießen, Heidelberg, Marburg, Karlsruhe. Daneben besitzt Spinner Abschlüsse als Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer von der Universität Mannheim (1962/1963).
Helmut Spinner wurde 1985 zum Professor an der Universität Mannheim berufen, 1987 folgte ein Ruf an die Universität Karlsruhe als Professor für Philosophie und Leiter des dortigen Studium Generale. Spinner emeritierte am 31. März2002; er lebt in Brühl bei Mannheim.
Werk
Hauptrichtungen und Zeitabschnitte der philosophisch-wissenschaftlichen Arbeit,
eingeteilt nach Leitprojekten für mehrjährige fachübergreifende Schwerpunkte:
- 2000 ff.: Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) mit den drei Hauptfeldern des Wissensarten-, Wissensordnungs- und Wissensverhalten-Projekts; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/2000.html];
- 1998 ff.: Wissensverhaltens-Projekt zur Untersuchung der Wissenstätigkeiten und -funktionen; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1998.html];
- 1996 ff.: Wissensarten-Projekt als konzeptuelle Grundlegung zur inhaltlichen Ausfüllung der Wissensordnung; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1996.html];
- 1990 ff.: Wissensordnungs-Projekt als Einstieg in den Karlsruher Ansatz zur "Rahmung" des Wissensthemas; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1990.html];
- 1985 ff.: Problemlösungs-Projekt; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1985.html];
- 1980 ff.: Rationalitäts-Projekt der Doppelvernunft; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1980.html];
- 1970 bis ca. 1980: Kritischer Rationalismus als Wissenschafts- und Sozialphilosophie; Pluralismus als Erkenntnis- und Gesellschaftsmodell; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1970.html].
Bibliographie
Auswahl der Publikationen:
- Problemlösungsprozesse in der Wissensgesellschaft – Ein interdisziplinärer Grundkurs über philosophisches, wissenschaftliches und soziales Problemlösen (Leske + Budrich)
- 2002: Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime (Verlag Leske + Budrich)
- 2001: Mit Michael Nagenborg und Karsten Weber: Bausteine zu einer neuen Informationsethik (Philo-Verlag)
- 1998 und 2001: Die Architektur der Informationsgesellschaft: Entwurf eines wissensorienten Gesamtkonzepts (Philo-Verlag)
- 1994: Der ganze Rationalismus einer Welt von Gegensätzen: Fallstudien zur Doppelvernunft (Suhrkamp)
- 1994: Die Wissensordnung: Ein Leitkonzept für die dritte Grundordnung des Informationszeitalters (Studien zur Wissensordnung, Bd. 1, Leske + Budrich)
- 1985: Das "wissenschaftliche Ethos" als Sonderethik des Wissens (Mohr)
- 1982: Ist der kritische Rationalismus am Ende? (Beltz)
- 1978: Popper und die Politik (Dietz)
- 1977: Begründung, Kritik und Rationalität (Vieweg)
- 1974: Pluralismus als Erkenntnismodell (Suhrkamp)
Ausführliches Publikationsverzeichnis: [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/index.html], [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/abhandlungen.html] und [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/pub_englisch.html].
Die Augenheilkunde (med.: Ophthalmologie, Ophthalmiatrie) befasst sich mit den Erkrankungen/Veränderung am Auge. Augenarzt ist die Berufsbezeichnung der Ärzte, die sich mit Erkrankungen des Auges beschäftigen. Die Ophthalmologie ist eine der ältesten medizinischen Disziplinen.
Geschichte
medizin
Schon in den Gesetzestafeln des Hammurapi vor über 3600 Jahren wurden Vorschriften für Augenoperationen erlassen. - der Arzt sollte für eine erfolgreiche Operation eine Belohnung von 10 Shekel erhalten, wohingegen ihm bei Mißerfolg beide Hände abgehackt werden sollten.
Im Mittelalter wurde die Aufgabe der Augenärzte von so genannten "Starstecher" übernommen. Mittels eines speziellen Messers wurde die trübe Linse des Auges ("Grauer Star") in das Auge hineingedrückt. Johann Sebastian Bach starb an der Folge einer Staroperation. Georg Friedrich Händel überlebte zwar seine erste Operation, blieb aber Zeit seines Lebens blind.
Die Augenheilkunde gehörte zunächst zur Chirurgie und bildete sich erst im Lauf des 18. Jahrhunderts, besonders aber des 19. Jahrhunderts als selbständiges Fach heraus. Bis zum 18. Jahrhundert war die Anatomie und die Funktionsweise des Auges unklar. Erst ab dem 19. Jahrhundert wurden durch das Aufkommen des Mikroskops Einzelheiten bekannt und systematisch für die Therapie nutzbar gemacht. 1800 prägte Carl Gustav Himly den Namen Ophthalmologie, im selben Jahr beschrieb Thomas Young den Astigmatismus.
Erste Kliniken wurden Anfang 19. Jahrhunderts in Erfurt und Budapest eröffnet. Den ersten Lehrstuhl für Ophthalmologie besetzte Georg Joseph Beer (1763-1821), der im Jahr 1818 Ordinarius für Augenheilkunde in Wien geworden war. Zuvor hatte er dort 1813 die erste Universitätsklinik für Augenkranke eröffnet.
Die entscheidende Erfindung auf dem Gebiet der Diagnostik war die Erfindung des Augenspiegels durch H. von Helmholtz (1821-1894) im Jahr 1851 und die Erfindung des Perimeters durch Richard Förster (1825-1902).
Die entscheidenden Schritte für die Augenoperationen war die operative Behandlung des grünen Stars durch Albrecht von Graefe (1828-1870), der als „Vater der Augenheilkunde“ gilt, und die erste erfolgreiche Transplantation der Hornhaut (Keratoplastik) im Jahre 1906 durch Eduard Zirm (1863-1944).
In den letzten Jahrzehnten sind immer weitere Verfahren in der Diagnose und Therapie hinzugekommen, die das Verständnis von Augenkrankheiten, sowie die individuelle Behandlung wesentlich verbessert haben. Speziell die Untersuchung der Netzhaut, die das aktive sensorische Element des menschlichen Sehorgans darstellt, aber tief im Schädel verborgen ist, hat wesentliche Fortschritte gemacht. (z.B. Optische Kohärenztomografie)
Granite, Utah
Granite is a census-designated place located in Salt Lake County, Utah located to the east of Sandy. As of the 2000 census, the CDP had a total population of 2,018, a significant decrease from the 1990 population of 3,300.
Geography
Granite is located at 40°34'16" North, 111°48'34" West (40.571151, -111.809535).
Accordi
Herriman, Utah
Herriman is a town located in Salt Lake County, Utah. As of the 2000 census, the town had a total population of 1,523. The city, although not entirely new, has exploded in population during the last five years. The city was incorporated on June 17, 1999 and by 2004 the estimated population had already reached 7,826.
Holladay, Utah
Holladay is a city located in Salt Lake County, Utah. As of the 2000 census, the city had a total population of 14,561. Its estimated 2004 population was 19,311. The city was incorporated on November 29, 1999 as Holladay-Cottonwood, and the name was shortened to just Holladay on
Little Cottonwood Creek Valley, Utah
Little Cottonwood Creek Valley was a census-designated place (CDP) located in Salt Lake County, Utah. As of the 2000 census, the CDP had a total population of 7,221, a respectable increase over the 1990 figure of 5,042. In 2005, the CDP became part of the newly-incorporated city of Cottonwo
1990
Magna is located at 40°42'6" North, 112°5'9" West (40.701579, -112.085874).
According to the Salt Lake County, Utah. As of the 2000 census, the city had a total population of 27,029. Its estimated population in 2004 was placed at 27,019.
Geography
2004
Midvale is located at 40°36'50" North, 111°53'18" West (40.613990, -111.888214).
According to the United States Ce