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Wissensordnung

Wissensordnung

Als Wissensordnung bezeichnet der Wissenschaftstheoretiker Helmut F. Spinner die dritte Grundordnung moderner Gesellschaften neben der Rechts- und der Wirtschaftsordnung. Spinner meint damit insbesondere die Rahmenbedingungen und Regelungen für "nichtkommerzielle schöpferische Wissenstätigkeiten im Dienste des Erkenntnisfortschritts und der professionellen Erstklassigkeit"; er unterscheidet dabei die alte oder klassische von der neuen, neoklassischen Wissensordnung. Spinner untersuchte in seinem Wissensordnungs-Projekt besonders die geschichtliche Entwicklung am Beispiel der Humboldtschen Universitätsverfassung und rekonstruierte daran systematisch die "klassische" Wissensordnung; darauf aufbauend untersucht er den Wandel der Wissensordnung durch die heutigen kognitiv-technischen Entwicklungen und entwickelt daraus die neue oder "neoklassische" Wissensordnung. Siehe auch: Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW), Wissensarten, Wissensverhalten

Literatur


- Helmut F. Spinner: Die Wissensordnung, Leske+ budrich. Opladen 1994. ISBN 3-8100-1083-9
- Karsten Weber, Michael Nagenborg, Helmut F. Spinner (Hrsg.): Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime. Beiträge zum Karlsruher Ansatz der integrieten Wissensforschung. (=Studien zur Wissensordnung. 2) Leske+ budrich, Opladen 2002 ISBN 3-8100-3683-8.

Weblinks


- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/B/IV/2_wissensordnung.html Wissensordungs-Projekt] Kategorie:Wissen

Helmut F. Spinner

Helmut F. Spinner (
- 28. Januar 1937 in Offenburg, Baden-Württemberg) ist ein deutscher Philosoph, Wissenschaftstheoretiker und Soziologe. Er arbeitet schwerpunktmäßig zu den Themen Wissenschaftsforschung, Rationalitätsforschung und Technikphilosophie und begründete den Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung. Siehe auch: Karl R. Popper, Paul Feyerabend

Leben

Spinner studierte an den Universitäten Mannheim, Köln, Heidelberg und London (LSE) Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft und Psychologie (mit Diplom-Abschluss); Philosophie, Wissenschaftstheorie und Soziologie (mit Promotion und Habilitation); 1970 Promotion zum Dr. phil., 1979 Habilitation für Wissenschaftslehre und Wissenschaftssoziologie, 1983 Habilitation für Soziologie. Lehr- und Forschungstätigkeiten an den Universitäten Mannheim, London, Bamberg, Gießen, Heidelberg, Marburg, Karlsruhe. Daneben besitzt Spinner Abschlüsse als Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer von der Universität Mannheim (1962/1963). Helmut Spinner wurde 1985 zum Professor an der Universität Mannheim berufen, 1987 folgte ein Ruf an die Universität Karlsruhe als Professor für Philosophie und Leiter des dortigen Studium Generale. Spinner emeritierte am 31. März 2002; er lebt in Brühl bei Mannheim.

Werk

Hauptrichtungen und Zeitabschnitte der philosophisch-wissenschaftlichen Arbeit, eingeteilt nach Leitprojekten für mehrjährige fachübergreifende Schwerpunkte:
- 2000 ff.: Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) mit den drei Hauptfeldern des Wissensarten-, Wissensordnungs- und Wissensverhalten-Projekts; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/2000.html];
- 1998 ff.: Wissensverhaltens-Projekt zur Untersuchung der Wissenstätigkeiten und -funktionen; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1998.html];
- 1996 ff.: Wissensarten-Projekt als konzeptuelle Grundlegung zur inhaltlichen Ausfüllung der Wissensordnung; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1996.html];
- 1990 ff.: Wissensordnungs-Projekt als Einstieg in den Karlsruher Ansatz zur "Rahmung" des Wissensthemas; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1990.html];
- 1985 ff.: Problemlösungs-Projekt; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1985.html];
- 1980 ff.: Rationalitäts-Projekt der Doppelvernunft; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1980.html];
- 1970 bis ca. 1980: Kritischer Rationalismus als Wissenschafts- und Sozialphilosophie; Pluralismus als Erkenntnis- und Gesellschaftsmodell; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1970.html].

Bibliographie

Auswahl der Publikationen:
- Problemlösungsprozesse in der Wissensgesellschaft – Ein interdisziplinärer Grundkurs über philosophisches, wissenschaftliches und soziales Problemlösen (Leske + Budrich)
- 2002: Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime (Verlag Leske + Budrich)
- 2001: Mit Michael Nagenborg und Karsten Weber: Bausteine zu einer neuen Informationsethik (Philo-Verlag)
- 1998 und 2001: Die Architektur der Informationsgesellschaft: Entwurf eines wissensorienten Gesamtkonzepts (Philo-Verlag)
- 1994: Der ganze Rationalismus einer Welt von Gegensätzen: Fallstudien zur Doppelvernunft (Suhrkamp)
- 1994: Die Wissensordnung: Ein Leitkonzept für die dritte Grundordnung des Informationszeitalters (Studien zur Wissensordnung, Bd. 1, Leske + Budrich)
- 1985: Das "wissenschaftliche Ethos" als Sonderethik des Wissens (Mohr)
- 1982: Ist der kritische Rationalismus am Ende? (Beltz)
- 1978: Popper und die Politik (Dietz)
- 1977: Begründung, Kritik und Rationalität (Vieweg)
- 1974: Pluralismus als Erkenntnismodell (Suhrkamp) Ausführliches Publikationsverzeichnis: [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/index.html], [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/abhandlungen.html] und [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/pub_englisch.html].

Weblinks


- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/start.html Homepage von Helmut F. Spinner]
- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/abc.html Abc der Agenda Spinneres Terminologie] Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F.

Rechtsordnung

Der Begriff Rechtsordnung bezeichnet die Gesamtheit der in einem umschriebenen Anwendungsraum (bspw. dem Recht eines Staates) gültigen Rechtsnormen (= objektiver Rechtsbegriff). Im deutschen Recht sind Rechtsnormen in diesem Sinne jedenfalls :
- Verfassungsnormen, die in den Artikeln des Grundgesetzes geregelt sind :
- einfachgesetzliche Normen wie z. B. das BGB oder das StGB :
- Satzungen :
- Verordnungen Daneben gibt es noch einige andere Rechtsquellen. So haben beispielsweise Urteile des Bundesverfassungsgerichts Gesetzeskraft. Ob anderen Gerichtsurteilen der Status einer Rechtsquelle zukommt (so gen. Richterrecht), ist umstritten und wird in unserem anders als im angelsächsischen Rechtskreis (case law) traditionell eher abgelehnt. Zu erwähnen ist außerdem das ungeschriebene Gewohnheitsrecht, das ebenfalls zur Rechtsordnung gehört.

Wirtschaftsordnung

Wirtschaftsordnung ist die Bezeichnung für die politische und rechtliche Form, in der die wirtschaftlichen Tätigkeiten innerhalb eines Staates ablaufen. Träger der Wirtschaftsordnung in einer demokratischen Gesellschaft sind der Staat und die vom ihm sanktionierten Selbstverwaltungsorgane der Wirtschaft. Die Wirtschaftsordnung steht meist in engem Zusammenhang mit der Finanz- und Sozialpolitik. Die folgenden Ausprägungen haben von oben nach unten eine zunehmende Staatsquote:
- Anarchokapitalismus
- Liberalismus/Neoliberalismus
- Merkantilismus
- Keynesianismus
- Freiwirtschaft
- Sozialismus
- Kommunismus Dabei ist zu beachten, dass es keine reine Wirtschaftsordnung gibt, sondern verschiedene Unterformen gemischt auftreten. Siehe auch: Wirtschaftsverfassung; Wirtschafts- und Sozialpolitik ! Kategorie:Politik Kategorie:Volkswirtschaftslehre

Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung

Der Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) ist eine von Helmut F. Spinner begründete allgemeine Wissenstheorie und Wissenspolitik, die drei Hauptfelder unterscheidet: Wissensarten, Wissensordnung und Wissensverhalten. Der Begriff wurde von Bernd Lutterbeck von der Technischen Universität Berlin geprägt.

Literatur


- Helmut F. Spinner: Die Wissensordnung: Ein Leitkonzept für die dritte Grundordnung des Informationszeitalters (Studien zur Wissensordnung, Bd. 1, Leske + Budrich, 1994)

Weblinks


- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/B/IV/index.html Wissensforschung nach dem Karlsruher Ansatz] Kategorie:Wissen

Wissensart

Als Wissensart bezeichnet der Wissenschaftstheoretiker Helmut F. Spinner einen der drei zentralen Teilbereiche seiner integrierten Wissensforschung, in dem eine differentielle allgemeine Wissenstheorie entwickelt werden soll. Spinner grenzt seinen Ansatz dabei explizit ab von den "diskriminierenden Wissenskonzepten der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie" und entwickelt eine Systematik der Wissensstile, bestehend aus einem modularisierten Wissensbegriff und Wissensprofilen. Die Erscheinungsformen des Wissens umfassen bei Spinner "Wissen aller Arten, in jeder Menge und Güte". Spinner untersucht in seinem Wissensarten-Projekt seit etwa 1996
- die strukturellen Kennzeichnung der wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Wissensarten,
- die grundlegende Wissenstile und ausgebildete Wissenschaftsalternativen in Geschichte und Gegenwart sowie
- die Änderung der menschlichen Erkenntnislage, also der Wissensfähigkeiten und Erkenntnismöglichkeiten, durch die Wissenstechniken. Aufbauend auf diesen Untersuchungen entwickelt er ein neues Wissenskonzept für das Informationszeitalter, das auf den Wissensmodulen Information, Erkenntnis sowie Kenntnis basiert und den Wissensraums dimensioniert sowie die Wissensarten parametrisiert; siehe auch Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW). Spinner kritisiert mit diesem Begriff die vorherrschenden Wissenschaftstheorien, die den nichtwissenschaftlichen Wissensarten, Wissensfunktionen und Wissenseinrichtungen nicht gerecht würden. Er versucht dadurch, die Diskriminierung bestimmter Wissensarten durch wissenschaftliche Abgrenzungskriterien (Karl Popper) ebenso zu vermeiden wie die Nivellierung aller Wissensarten durch Indifferenzpostulate (Paul Feyerabend). Siehe auch: Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW), Wissensordnung, Wissensverhalten, Informationstechnologie, Informationsgesellschaft Im Bereich Web-Didaktik spricht man von vier Wissensarten: Quellwissen, Orientierungswissen, Erklärungswissen und Handlungswissen. Quelle: E-Learning-Services im Spannungsfeld von Pädagogik, Okonomie und Technologie, Kapitel 1, S 62

Literatur


- Karsten Weber, Michael Nagenborg, Helmut F. Spinner: Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime (Studien zur Wissensordnung 2), 2002
- Helmut F. Spinner: Die Wissensordnung, 1994

Weblinks


- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/B/IV/1_wissensarten.html Wissensarten-Projekt] Siehe auch: Implizites Wissen Kategorie:Wissen

Wissensverhalten

Als Wissensverhalten bezeichnet der Wissenschaftstheoretiker Helmut F. Spinner einen der drei zentralen Teilbereiche seiner integrierten Wissensforschung; er untersucht dabei
- die Wissensarbeitsteilung,
- die Wissensorganisation,
- das Wissensmanagement sowie
- die Wissensorientierung des Handelns durch Leit- und Gegeninformation. Siehe auch: Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW), Wissensordnung, Wissensarten.

Literatur


- Karsten Weber, Michael Nagenborg, Helmut F. Spinner: Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime (Studien zur Wissensordnung 2), 2002
- Helmut F. Spinner: Die Wissensordnung, 1994

Weblinks


- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/B/IV/2_wissensordnung.html Wissensordungs-Projekt] Kategorie:Wissen

Helmut F. Spinner

Helmut F. Spinner (
- 28. Januar 1937 in Offenburg, Baden-Württemberg) ist ein deutscher Philosoph, Wissenschaftstheoretiker und Soziologe. Er arbeitet schwerpunktmäßig zu den Themen Wissenschaftsforschung, Rationalitätsforschung und Technikphilosophie und begründete den Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung. Siehe auch: Karl R. Popper, Paul Feyerabend

Leben

Spinner studierte an den Universitäten Mannheim, Köln, Heidelberg und London (LSE) Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft und Psychologie (mit Diplom-Abschluss); Philosophie, Wissenschaftstheorie und Soziologie (mit Promotion und Habilitation); 1970 Promotion zum Dr. phil., 1979 Habilitation für Wissenschaftslehre und Wissenschaftssoziologie, 1983 Habilitation für Soziologie. Lehr- und Forschungstätigkeiten an den Universitäten Mannheim, London, Bamberg, Gießen, Heidelberg, Marburg, Karlsruhe. Daneben besitzt Spinner Abschlüsse als Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer von der Universität Mannheim (1962/1963). Helmut Spinner wurde 1985 zum Professor an der Universität Mannheim berufen, 1987 folgte ein Ruf an die Universität Karlsruhe als Professor für Philosophie und Leiter des dortigen Studium Generale. Spinner emeritierte am 31. März 2002; er lebt in Brühl bei Mannheim.

Werk

Hauptrichtungen und Zeitabschnitte der philosophisch-wissenschaftlichen Arbeit, eingeteilt nach Leitprojekten für mehrjährige fachübergreifende Schwerpunkte:
- 2000 ff.: Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) mit den drei Hauptfeldern des Wissensarten-, Wissensordnungs- und Wissensverhalten-Projekts; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/2000.html];
- 1998 ff.: Wissensverhaltens-Projekt zur Untersuchung der Wissenstätigkeiten und -funktionen; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1998.html];
- 1996 ff.: Wissensarten-Projekt als konzeptuelle Grundlegung zur inhaltlichen Ausfüllung der Wissensordnung; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1996.html];
- 1990 ff.: Wissensordnungs-Projekt als Einstieg in den Karlsruher Ansatz zur "Rahmung" des Wissensthemas; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1990.html];
- 1985 ff.: Problemlösungs-Projekt; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1985.html];
- 1980 ff.: Rationalitäts-Projekt der Doppelvernunft; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1980.html];
- 1970 bis ca. 1980: Kritischer Rationalismus als Wissenschafts- und Sozialphilosophie; Pluralismus als Erkenntnis- und Gesellschaftsmodell; siehe [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/3/A/1970.html].

Bibliographie

Auswahl der Publikationen:
- Problemlösungsprozesse in der Wissensgesellschaft – Ein interdisziplinärer Grundkurs über philosophisches, wissenschaftliches und soziales Problemlösen (Leske + Budrich)
- 2002: Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime (Verlag Leske + Budrich)
- 2001: Mit Michael Nagenborg und Karsten Weber: Bausteine zu einer neuen Informationsethik (Philo-Verlag)
- 1998 und 2001: Die Architektur der Informationsgesellschaft: Entwurf eines wissensorienten Gesamtkonzepts (Philo-Verlag)
- 1994: Der ganze Rationalismus einer Welt von Gegensätzen: Fallstudien zur Doppelvernunft (Suhrkamp)
- 1994: Die Wissensordnung: Ein Leitkonzept für die dritte Grundordnung des Informationszeitalters (Studien zur Wissensordnung, Bd. 1, Leske + Budrich)
- 1985: Das "wissenschaftliche Ethos" als Sonderethik des Wissens (Mohr)
- 1982: Ist der kritische Rationalismus am Ende? (Beltz)
- 1978: Popper und die Politik (Dietz)
- 1977: Begründung, Kritik und Rationalität (Vieweg)
- 1974: Pluralismus als Erkenntnismodell (Suhrkamp) Ausführliches Publikationsverzeichnis: [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/index.html], [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/abhandlungen.html] und [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/4/A/pub_englisch.html].

Weblinks


- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/start.html Homepage von Helmut F. Spinner]
- [http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~Helmut.Spinner/abc.html Abc der Agenda Spinneres Terminologie] Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F. Spinner, Helmut F.

Kategorie:Wissen

Die Kategorie Wissen fasst Artikel zum Thema Wissen zusammen, um (hoffentlich) irgendwann zu besseren Artikeln in diesem Bereich zu kommen.

Siehe auch


- Kategorie Erkenntnistheorie
- Kategorie Kognitionswissenschaft Kategorie:Wissenschaftstheorie Kategorie:Erkenntnistheorie

Augenarzt

Die Augenheilkunde (med.: Ophthalmologie, Ophthalmiatrie) befasst sich mit den Erkrankungen/Veränderung am Auge. Augenarzt ist die Berufsbezeichnung der Ärzte, die sich mit Erkrankungen des Auges beschäftigen. Die Ophthalmologie ist eine der ältesten medizinischen Disziplinen.

Geschichte

medizin Schon in den Gesetzestafeln des Hammurapi vor über 3600 Jahren wurden Vorschriften für Augenoperationen erlassen. - der Arzt sollte für eine erfolgreiche Operation eine Belohnung von 10 Shekel erhalten, wohingegen ihm bei Mißerfolg beide Hände abgehackt werden sollten. Im Mittelalter wurde die Aufgabe der Augenärzte von so genannten "Starstecher" übernommen. Mittels eines speziellen Messers wurde die trübe Linse des Auges ("Grauer Star") in das Auge hineingedrückt. Johann Sebastian Bach starb an der Folge einer Staroperation. Georg Friedrich Händel überlebte zwar seine erste Operation, blieb aber Zeit seines Lebens blind. Die Augenheilkunde gehörte zunächst zur Chirurgie und bildete sich erst im Lauf des 18. Jahrhunderts, besonders aber des 19. Jahrhunderts als selbständiges Fach heraus. Bis zum 18. Jahrhundert war die Anatomie und die Funktionsweise des Auges unklar. Erst ab dem 19. Jahrhundert wurden durch das Aufkommen des Mikroskops Einzelheiten bekannt und systematisch für die Therapie nutzbar gemacht. 1800 prägte Carl Gustav Himly den Namen Ophthalmologie, im selben Jahr beschrieb Thomas Young den Astigmatismus. Erste Kliniken wurden Anfang 19. Jahrhunderts in Erfurt und Budapest eröffnet. Den ersten Lehrstuhl für Ophthalmologie besetzte Georg Joseph Beer (1763-1821), der im Jahr 1818 Ordinarius für Augenheilkunde in Wien geworden war. Zuvor hatte er dort 1813 die erste Universitätsklinik für Augenkranke eröffnet. Die entscheidende Erfindung auf dem Gebiet der Diagnostik war die Erfindung des Augenspiegels durch H. von Helmholtz (1821-1894) im Jahr 1851 und die Erfindung des Perimeters durch Richard Förster (1825-1902). Die entscheidenden Schritte für die Augenoperationen war die operative Behandlung des grünen Stars durch Albrecht von Graefe (1828-1870), der als „Vater der Augenheilkunde“ gilt, und die erste erfolgreiche Transplantation der Hornhaut (Keratoplastik) im Jahre 1906 durch Eduard Zirm (1863-1944). In den letzten Jahrzehnten sind immer weitere Verfahren in der Diagnose und Therapie hinzugekommen, die das Verständnis von Augenkrankheiten, sowie die individuelle Behandlung wesentlich verbessert haben. Speziell die Untersuchung der Netzhaut, die das aktive sensorische Element des menschlichen Sehorgans darstellt, aber tief im Schädel verborgen ist, hat wesentliche Fortschritte gemacht. (z.B. Optische Kohärenztomografie)

Wichtigste Erkrankungen

Die Augenheilkunde beschäftigt sich mit Erkrankungen:
- der Netzhaut:
  - Farbenblindheit
  - Nachtblindheit
  - Makuladegeneration
  - Netzhautablösung
  - Azoor (Acute zonal occult outer retinopathy/Akute zonale okkulte äußere Retinopathie)
  - Retinitis Pigmentosa
  - Aicardi-Syndrom: Fehlbildung des Gehirns, bei der auch die Netzhaut betroffen ist
- des Glaskörpers:
  - Mouches Volantes: Glaskörpertrübungen
  - Synchisis scintillans
  - Glaskörperabhebung
- der Cornea:
  - Keratokonus
  - Xerophthalmie: Austrocknen des äusseren Auges
- der Optik und Refraktion:
  - Korrektur von Fehlsichtigkeit - durch Bestimmung und Verordnung von Brillen, Korrektur der Hornhautkrümmung durch Laser
  - Myopie: Kurzsichtigkeit
  - Hyperopie: Weitsichtigkeit
  - Presbyopie: Altersweitsichtigkeit
  - Astigmatismus - Stabsichtigkeit
- der Augenlinse:
  - Linsenluxation
  - Grauer Star: Katarakt - Eintrübung der Augenlinse
  - Aphakie: das Fehlen der Augenlinse
- der Augenmotilität:
  - Brown-Syndrom
  - Schielen
  - Abduzensparese
- der Lider und Bindehäute
  - Bindehautentzündung
- Infektionskrankheiten der vorderen Augenabschnitte: Bindehautentzündung, Hornhautentzündung
- Glaukom: Grüner Star, geht meist mit erhöhtem Augeninnendruck einher (ohne ärztliche Behandlung Erblindungsgefahr))
- Skotom: Ausfall eines Teils des Sehfeldes
- Amblyopie
- Horner-Syndrom: typische Trias mit Miosis, Ptosis und Enophtalmus sowie mit sytemischen Erkrankungen die sich auch am Auge manifestieren:
- Arteriitis temporalis (auch Morbus Horton oder Riesenzell-Arteriitis genannt). Es handelt sich um eine Vaskulitis, die zur Erblindung führen kann
- Diabetes mellitus: kann fast alle Gewebe am Auge schädigen, am häufigsten ist aber die diabetische Retinopathie

Organisation

Die Augenärzte sind in Deutschland im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. organisiert. Siehe auch: Orthoptik - Stippen

Weblinks


- [http://www.augeninfo.de/ Berufsverband]
- http://www.m-ww.de/krankheiten/augenkrankheiten/index.html
- [http://www.augenmedizin.de/ Forum zur Augenmedizin] ! ja:眼科学

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