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TerminatorDer Ausdruck Terminator (von lat. terminus, das Ende) bezeichnet:
- in der Netzwerktechnik und Hochfrequenz-Technik eine Endbegrenzung an einem Bus, siehe Abschlusswiderstand
- in der Astronomie die Tag-Nacht-Grenze oder auch Schattengrenze z.B. beim Mond
- einen Filmtitel aus dem Jahr 1984 mit Arnold Schwarzenegger, siehe Terminator (Film)
- in der Molekularbiologie (Genetik) das Ende eines Gens, bei der die Transkription zum Erliegen kommt, siehe Terminator (Genetik).
ja:ターミネーター
RechnernetzEin Rechnernetz ist ein Zusammenschluss von verschiedenen technischen, primär selbstständigen elektronischen Systemen (insbesondere Computern, aber auch Sensoren, Aktoren, Funktechnologischen Komponenten usw.), der die Kommunikation der einzelnen Systeme untereinander ermöglicht.
Die Kommunikation erfolgt über verschiedene Protokolle, die mittels des ISO/OSI-Modells strukturiert werden können. Obwohl in der Praxis kein Rechnernetz das ISO/OSI-Modell vollständig abbildet, ist es von entscheidender Bedeutung für das Verständnis von Rechnernetzen, da hierbei aus kleinen grundlegenden Strukturen durch Verknüpfung, größere und komplexere Strukturen gebildet werden. Dabei greifen höhere (komplexere) Protokollschichten auf die Funktionalitäten von einfacheren darunterliegenden Protokollschichten zu.
Ein wichtiges Prinzip dabei ist, dass man den meisten Protokollschichten jeweils (Nutz-)Daten (Payload) zum Transport übergeben kann. Die Protokollschicht fügt zu diesen Nutzdaten (deren Inhalt sie weitgehend ignoriert) vorne und teilweise hinten weitere Daten an, die für die Abwicklung des Transportes durch die Protokollschicht wichtig sind. Jedoch gibt es auch hiervon Ausnahmen, da einige Protokolle nicht dazu gedacht sind fremde Nutzdaten zu transportieren, sondern ausschließlich als eigenständige Informationssysteme für bestimmte Aufgaben fungieren.
Die allgemein bekannteste Netzstruktur ist das Internet und die bekanntesten Protokolle sind das TCP und das IP Protokoll, jedoch spielen auch im Internet eine Reihe weiterer Protokolle wichtige Rollen und das Internet selbst ist kein homogenes Netz sondern ist aus einer Vielzahl teils recht unterschiedlich konzipierter Teilnetze aufgebaut, die nur die oberen Protokollschichten gemeinsam haben und die Nutzdatenübertragung auf den unteren Protokollschichten teilweise sehr unterschiedlich handhaben.
Rechnernetze können unter anderem anhand der folgenden Kriterien klassifiziert werden.
- Organisatorische Abdeckung
- Übertragungsweg / Übertragungstechnologie
Topologien
IP
Dies ist eine relativ leicht zu verstehende Eigenschaft die für das Grundverständnis wichtig ist. Unter der Topologie versteht man die Art wie die verschiedenen beteiligten Komponenten (also zumeist Rechner) im Netz durch physische oder logische Leitungswege verbunden sind. Theoretisch könnte man jeden Rechner mit jedem anderen beteiligten Rechner direkt verbinden. Dies ist in der Praxis aber nicht praktikabel. Deshalb bildet man Netze in denen es Verbindungen und Knoten gibt über die man ggf. über mehrere Zwischenpunkte von jedem Bereich des Netzes zu jedem anderen Bereich des Netzes kommen kann.
Es gibt eine Reihe von Grundstereotypen, die so in dieser klaren Form jedoch selten in der Praxis auftreten. Bei der Stern-Topologie gibt es einen zentralen Verteilpunkt, der ggf. alles kontrollieren kann, aber ohne den nichts funktioniert. Bei der Baum-Topologie benutzt man einen ähnlichen Ansatz den man jedoch hierarchisch staffelt. In der Ring-Topologie hat jeder Rechner eine Position in einem Ring und ist nur mit seinen Nachbar verbunden. Das vermaschte Netz ist eine praktische Form in der jeder Rechner mit mehreren Nachbarn verbunden ist und redundante Wege existieren, sodass selbst beim Ausfall einer Leitung das Netz noch über eine andere Leitung verbunden bleibt. In einem Bus greifen alle beteiligten Rechner auf ein gemeinsam und von allen genutztes Medium zu, wodurch es zu Kollisionen darauf kommen kann. Die Zell-Topologie spielt bei Funknetzen mit ihren speziellen Zugriffseigenschaften eine besondere Rolle.
In der Praxis treten fast immer Mischformen dieser Stereotype auf und es gibt noch eine Reihe von Bezeichnungen für bestimmte Spezialformen.
Nähere Details hierzu siehe unter dem Stichwort Topologie Netze.
Organisatorische Abdeckung
Dieses Kriterium wird oft benutzt da es weniger kompliziert erscheint als andere Eigenschaften von Netzen. In der Praxis hat diese Unterscheidung aber nur begrenzte Bedeutung.
- lokale Netze
- Personal Area Network (PAN)
- Wireless Personal Area Network (WPAN) als Begriff
- Local Area Network (LAN)
- Wireless LAN (WLAN) als Begriff
- nicht-lokale Netze
- Metropolitan Area Network (MAN)
- Wide Area Network (WAN)
- Global Area Network (GAN)
- Virtual Private Network (VPN)
Übertragungsweg
Drahtgebundene Netze
Ethernet
Die verbreitetste Technik bei drahtgebundenen Netzen ist das Ethernet, das einem vor allem in lokalen Firmennetzen und Heimnetzen begegnet. Es ist leitungsgebunden und wird heute in den Ausprägungen 10-Base-T, 100-Base-Tx und 1000-Base-Tx benutzt. Dabei bezeichnet die Zahl jeweils die theoretische maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 10, 100 oder 1000 Mbit pro Sekunde und T sagt aus dass es sich um ein gedrilltes Kupferkabel handelt (Twisted Pair). Je nach Geschwindigkeit ist ein Kabel der entsprechenden Qualität nötig die CAT[Nummer] genannt wird. Für 100 Mbit ist dies z.B. CAT5, bei 1000 Mbit CAT5e, CAT5+ oder CAT6 zu verwenden.
Früher war die Ethernetvariante 10Base2 mit koaxialen Kabeln verbreitet, die aber seit dem Jahr 2000 weitgehend ausgestorben ist. Dennoch rührt von dieser Zeit der Name Ethernet, der suggeriert, dass man über einen Art "Äther" funkt. Hintergrund war, dass sich viele Rechner einen gemeinsamen Ethernet-Strang teilten und es so auch zu Störungen bei gleichzeitiger Nutzung kommen konnte (sogenannte Kollisionen). Das "Zugriffsverfahren" nennt sich dabei CSMA/CD (Carrier Sense Multiple Access / Collision Detection), wobei jeder Rechner erst lauscht ob die Leitung (Carrier) frei ist und wenn ja, dann einfach sendet. Hat er Pech gibt es dennoch eine Kollision, weil noch ein Rechner dasselbe tut. Diese Kollision wird erkannt (Collsion Detection) und beide probieren es zu einem zufälligen Zeitpunkt später erneut.
Zudem musste jeder Rechner der den Ethernetstrang benutzte wissen wann er gemeint war. Dazu wurde die sogenannte MAC (Media Access Control) Schicht eingeführt, die den gleichzeitigen Zugriff auf dem gemeinsam genutzten Medium regelte. Dabei bekam jeder beteiligte Rechner eine eigene eindeutige MAC Adresse und es gab Verfahren wie sich alle Rechner beim Auftreten einer Kollision zu Verhalten hatten. In der Praxis hat das Ethernet/MAC Protokoll den Vorteil dass es bei geringem Datenverkehr sehr schnell und einfach funktioniert, da jeder sofort losfunken kann. Jedoch treten bei höherem Datenverkehr mehr und mehr Kollisionen im gemeinsam genutzen Netzabschnitt auf, die den Datenverkehr irgendwann ganz zusammen brechen lassen können. In der Praxis funktionierten solche Ethernet Netze deshalb nur mit geringem Datenverkehr gut. Bei hohem Datenverkehr konnten große Verzögerungen entstehen und theoretisch konnte es einem Rechner passieren, dass er zufällig überhaupt niemals kollisionsfrei etwas senden konnte.
Mit dem Aufkommen der Base-T-Varianten und Switchen wurden diese MAC-Verfahren zwar eigentlich wieder unwichtig, da nun wieder jeder Rechner einen eigenen exklusiven Netzbereich hatte, der durch Switche kontrolliert wurde, jedoch blieb die MAC-Schicht erhalten. Dennoch gibt es heute mit Switchen keine Kollisionsprobleme mehr, wodurch die Leitungen effizienter genutzt werden können, jedoch kann es immer noch zu Staus und Überlastungen an den Switchen kommen.
Token Ring
Einen anderen Weg der Zugriffskontrolle ging das Token Ring-Netz, das heute (2005) vor allem für Netze mit speziellen Qualitätsanforderungen benutzt wird. Der Vorteil von Token Ring-Netzen ist, dass jeder Rechner nach spätestens einer bestimmten Zeit sicherlich etwas senden kann. Dazu wird ein sogenanntes Token (zu deutsch Pfandmünze) in Form eines kleinen Informationspaketes herumgereicht. Wer das Token hat darf eine Weile Nutzdaten senden, hört dann wieder auf und gibt das Token weiter. Die Reihenfolge in der es weitergegeben wird ist genau festgelegt und ringförmig, wodurch man das Token immer wieder bekommt. Token Ring-Netze sind oft so aufgebaut, dass jeder Rechner jeweils mit seinen zwei Nachbarn im Ring direkt verbunden ist und diesen entweder das Token weiterreicht oder eine Information übergibt die sich entweder behalten oder weitergeben, je nachdem für wen sie bestimmt ist. Es gibt auch eine Variante die sich Token Ring over Ethernet nennt. Dabei hängen alle Rechner in einem gemeinsam genutzten Ethernet zusammen, aber geben sich dort jeweils ein Token reihum weiter (Token-Passing), wodurch Kollisionen vermieden werden und die Leitung besser genutzt wird. Das komplizierte an diesem virtuellen Ring ist, dass ersteinmal geklärt werden muss welche Rechner existieren und welche Reihenfolge die im virtuellen Ring einnehmen. Zudem muss man erkennen wenn neue Rechner hinzukommen oder bestehende im Ring verschwinden.
Wirklich wichtig sind die Eigenschaften von Token Ring-Netzen in sicherheitskritischen Netzen, in denen es wichtig ist, präzise zu wissen wie lange es maximal dauert, bis eine Nachricht gesendet werden kann. Dies lässt sich leicht anhand der Anzahl der Rechner, also an der Länge des Rings ermitteln. Solche Netze werden zum Beispiel in der Automobiltechnik und Finanzbranche für kritische Systeme eingesetzt.
Einige weitere Netztypen sind:
- ARCNET
- FDDI – Glasfaserkabel
- ATM
Weiteres Zugriffsverfahren:
- CSMA/CA
Drahtlose Netze
Verbreitete Techniken bei drahtlosen Netzen sind
Infrastruktur-Netze
- Mobilfunknetze wie GSM oder UMTS
- WLANs im Infrastruktur-Modus, das heißt mit Schnittstelle zu einem drahtgebundenen Netz mittels Wireless Access Points. Am weitesten verbreitet sind WLANs vom Typ 802.11
spontane Adhoc-Netze (siehe MANET)
- WLANs vom Typ 802.11 im Ad-hoc-Modus. In diesem Modus kommunizieren die Geräte des Netzes ohne zusätzliche Infrastruktur.
- die mit sehr geringer Reichweite Geräte in unmittelbarer Umgebung verbinden, sog. Wireless Personal Area Networks (WPAN)
- der Standard Bluetooth (siehe auch Toothing)
- Netzstrukturen für Sensornetze, aktuelles Forschungsgebiet
Sprachliche Betrachtung von Netz und Netzwerk
Das englische net wird traditionell in der Fischerei verwendet. Außerhalb dieses Bereichs spricht man hingegen von network. Im Deutschen steht Netzwerk traditionell nur für das Maschenwerk eines Fischernetzes. Außerhalb der Fischerei wird nur Netz (Stromnetz, nicht -werk; Telefonnetz) verwendet. Dieser Argumentation folgend ist Computernetzwerk eine falsche Übersetzung aus dem Englischen und Rechnernetz bzw. Computernetz der korrekte Begriff (siehe auch - Bastian Sick: [http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,315833,00.html ZWIEBELFISCH-ABC:Netz/Netzwerk]. In: Spiegel-Online).
Literatur
- Andrew S. Tanenbaum: Computernetzwerke. Pearson Studium 2003 ISBN 3827370469
- Douglas Comer: Computernetzwerke und Internets. Pearson Studium 2001 ISBN 382737023X
- Frank R. Walther: Networkers Guide. Pearson / Markt+Technik 2000/2003 ISBN 3-8272-6502-9
Siehe auch
- OSI-Modell
- LAN
- WAN
- TCP/IP
- Internetworking
- Netzwerksicherheit
- VPN (Virtuelles Privates Netzwerk)
- Feldbus (Netzwerke für die Automatisierungstechnik)
- LAN-Analyse
- Peer-to-Peer
- Client, Server
- Corporate Network
- Fiber To The Desk
Weblinks
- [http://www.itse-guide.de/kategorie/7 Artikel zum Thema Netzwerk]
- [http://www.multi-online.com Netzwerk von A-Z]
- [http://www.robsite.de/tutorials.php?tut=netzwerk Infos/Tutorials]
- [http://www.netzwerk-community.de Netzwerk-Community - Knowledgebase, Forum,... zur Netzwerktechnik]
Kategorie:Computernetzwerk
ja:コンピュータ・ネットワーク
simple:Computer network
th:เครือข่ายคอมพิวเตอร์
zh-min-nan:Tiān-náu bāng-lō·
HochfrequenzMit Hochfrequenz bezeichnet man in der Elektronik und der Nachrichtentechnik hohe Frequenzen des Elektrischen Stroms und elektrischer und/oder magnetischer Felder.
Die Zahlenwertangaben hierzu sind nicht festgelegt, als untere Schwelle des Hochfrequenzbereichs werden Werte zwischen 10.000 Hz und 1.000.000 Hz bzw. zwischen 10 kHz und 1 MHz angegeben.
Unterhalb dieser Werte werden die Frequenzen meist als Mittelfrequenz definiert, die darauffolgende Grenze zur Niederfrequenz wird bei etwa 500 - 1000 Hz angesetzt.
Im Hochfrequenzbereich arbeiten von einigen Ausnahmen - wie Sanguine und ZEVS abgesehen - alle Anlagen zur drahtlosen Nachrichtenübermittlung.
Wegen ihrer großen Reichweite wird die Hochfrequenztechnik vor allem im Bereich Mobilfunk, Radio- und Fernsehtechnik, Radar und von Satelliten verwendet.
Ein Problem der Hochfrequenz ist allerdings, dass sie ohne Abschirmung selbst durch dicke Wände mit nur wenig reduzierter Intensität wirkt und unter Umständen andere elektronische Geräte stören oder beeinträchtigen kann. Auch ist es möglich, dass bei sehr hoher Intensität es zu noch nicht vollständig geklärten Beeinflussungen des menschlichen Organismus kommen kann (siehe Elektromagnetische Umweltverträglichkeit EMVU und Elektrosmog).
Hochfrequenz wird häufig durch HF, im englischsprachigen Raum durch RF (radio frequency) abgekürzt. Siehe auch: UHF
Kategorie:Elektrotechnik
Bus (Datenverarbeitung)Die Bezeichnung Bus ist ein im Bereich der Datenverarbeitung häufig verwendeter Begriff für eine Datenverbindung, an die mehr als zwei Teilnehmer angeschlossen sind. Ein Bus ist ein Leitungssystem mit zugehörigen Steuerungskomponenten, das zum Austausch von Daten und / oder Energie zwischen Hardware-Komponenten dient. Bussysteme finden Anwendung insbesondere innerhalb von Computern und zur Verbindung von Computern mit Peripheriegeräten, aber auch in der Ansteuerung von Maschinen (Feldbusse) sowie immer häufiger in Automobilen zur Verbindung der elektronischen Einzelsysteme eines Fahrzeugs.
Grundbegriffe
Die an einen Bus angeschlossenen Komponenten werden auch als Knoten oder Busteilnehmer bezeichnet. Knoten, die selbständig auf den Bus zugreifen dürfen, bezeichnet man als aktive Knoten oder Master, andernfalls heißen sie passive Knoten oder Slave. Ein Bus, der mehrere Master-Knoten erlaubt, heißt Multimaster-Bus. Bei Multimaster-Bussen muss der Buszugriff von einer speziellen Komponente gesteuert werden, die Bus Arbiter genannt wird. Derjenige Knoten, der einen Zugriff auf den Bus initiiert, heißt Initiator, das Ziel eines solchen (lesenden oder schreibenden) Zugriffes heißt Target. Je nach Verwendungsart unterscheidet man Systembusse, Speicherbusse, Peripheriebusse und Ein-/Ausgabebusse. Darüber hinaus lassen sich grundsätzlich parallele von seriellen Bussen unterscheiden.
Bus als Teil des Computers
In der Computerarchitektur ist ein Bus ein Untersystem, das Daten oder Energie zwischen Computerbestandteilen innerhalb eines Computers oder zwischen verschiedenen Computern überträgt. Anders als bei einem Anschluss, bei dem ein Gerät mit einem anderen über eine oder mehrere Leitungen verbunden ist, kann ein Bus mehrere Peripheriegeräte über den gleichen Satz von Leitungen miteinander verbinden.
Frühe Busse waren tatsächlich nur parallele Stromschienen mit mehreren Anschlüssen. Aus dieser Zeit (um 1900) stammen die Bezeichnungen omnibus bar und abgekürzt bus bar für solche Sammelschienen (power rail). Die Bezeichnung wurde für Daten-Sammelleitungen (Datenbusse) übernommen, die Informationen an die angeschlossenen Teilnehmer weitergeben. Manche Quellen leiten 'BUS' auch als Abkürzung von 'Binary Unit System' ab.
Moderne Computerbusse können sowohl parallel, als auch bit-seriell verwendet werden. Während bei der eigentlichen Netz-Topologie der klassischen Bus-Leitung alle Teilnehmer nebeneinander am Bus hängen, können duch geeignete Kontaktierungen Knoten in einer kettenförmigen Anordnung hintereinander geschaltet werden. Neben der Netzwerktoplogie auf der physikalischen Ebene (physical layer (engl.)) kann ein busähnliches Verhalten auch durch entsprechende Implementierungen nachgebildet werden (vgl. OSI-Modell mit höheren Übertragungsebenen).
Die meisten Computer haben interne und externe Busse. Ein interner Bus schließt alle internen Bestandteile eines Computers an die Hauptplatine an (und folglich die CPU und den internen Speicher). Ein solcher interner Bus wird auch als lokaler Bus bezeichnet, weil er dafür gedacht ist, mit im Computer selbst vorhandenen Geräten zu verbinden, und nicht mit solchen in anderen Computern oder mit externen. Ein externer Bus schließt demgemäß externe Peripherie an die Hauptplatine an.
Adressierungsverfahren
Busse unterscheiden sich in der Art, wie einzelne Knoten adressiert werden. Sowohl für parallele als auch für serielle Busse gibt es eine Reihe typischer Verfahren.
Adressierung in Parallelbussen
Ein einfaches Adressierungsschema sieht wie folgt aus: Lediglich eine einzige Komponente ist ein Busmaster (in der Regel ist dies der Prozessor), alle anderen sind passiv. Legt nun der Master eine Adresse auf dem Bus an, so wird diese von einem zentralen Adressdekoder dekodiert. Dieser ermittelt die adressierte Komponente und teilt dieser über eine Select-Leitung mit, dass sie die adressierte Komponente ist.
Eine Modifikation dieses Schemas ergibt sich, wenn kein zentraler Adressdekoder verwendet wird, sondern jede angeschlossene Komponente über einen eigenen Adressdekoder verfügt. Die einzelnen Adressdekoder entscheiden dann anhand der angelegten Adresse unabhängig voneinander, ob ihre Komponente die gemeinte ist oder nicht.
Ein anderes Prinzip arbeitet ganz ohne Adressleitung. Der Bus besteht ausschließlich aus Datenleitungen, welche direkt zu der jeweils ausgewählten Komponente laufen. An derartigen Bussen können folglich nur so viele Komponenten angeschlossen werden, wie es parallele Datenleitungen im Bus gibt. Ein prominentes Beispiel für dieses Adressierungsverfahren liefert der SCSI-Bus.
Die beschriebenen Verfahren können auch miteinander kombiniert werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass reale Bustopologien in der Regel weit komplexer sind als die hier angenommenen. So werden in einem Rechensystem in der Regel verschiedene Bustypen zu einer Bushierarchie miteinander verbunden, die sich in der Art der Adressierung unterscheiden und über Brücken miteinander gekoppelt sind. Derartige Brücken sind in der Lage die Adressierung von einem Busprotokoll in das andere zu übersetzen. Auch spezielle Adressierungs-Aspekte von Multimaster-Bussen wurden hier nicht berücksichtigt.
Adressierung in seriellen Bussen
Die auf seriellen Bussen übertragenen Daten lassen sich als Datenpakete betrachten, die in mehrere Felder unterteilt sind. Ein typisches Datenpaket weist neben der Sender-Adresse auch die Empfänger-Adresse des Pakets auf. Angeschlossene Komponenten betrachten das Empfängerfeld und entscheiden dann, ob sie das Paket verarbeiten oder verwerfen.
Auch serielle Busse können natürlich als direkte Datenleitungen von Komponente zu Komponente konzipiert sein. In diesem Fall sind die Sender- und Empfänger-Felder überflüssig.
Bus-Mastering
Bus-Mastering bedeutet, dass der Prozessor eines Computersystems zeitweilig die Kontrolle über den Bus an eine Adapterkarte, den sogenannten Busmaster, abgibt. Dieser Busmaster adressiert in der Folge selbständig Speicher und IO-Bereiche zum Zweck des Datentransfers. Der Busmaster operiert also als eine Art Bridge bzw. wie eine eigenständige CPU. Während also solch ein sekundärer Prozessor den peripheren Bus beherrscht, ist die CPU meist in der Lage andere Arbeiten im System auszuführen, sofern die dafür nötigen Ressourcen im Zugriff sind. Meist ist der Bus zum Speicher hin noch teilweise nutzbar, es herrscht also Time-Sharing. Dies macht sich insbesondere bei modernen Multitasking-Betriebssystemen durchaus positiv in der Reaktionsfähigkeit bemerkbar, wobei die Busmaster-Aktivität oftmals über ein Interrupt-Signal mit dem Betriebssystem verkoppelt ist. Die Adapterkarte hat dabei den Sinn bestimmte Aufgaben asynchron zu anderen Tasks zu bedienen.
Geschichtliche Entwicklung
Speicher und andere Geräte wurden an den Bus an den gleichen Adressen und Datenstiften angebracht, die die CPU selbst benutzt, und zwar durch parallelen Anschluss. Die Kommunikation wurde durch die CPU gesteuert, die die Daten von den Geräten gelesen und sie die Blöcke aus dem Speicher liest. Alles wurde dabei durch einen zentralen Zeitgeber getaktet, der die Arbeitsgeschwindigkeit der CPU steuerte. Angeschlossene Geräte zeigten der CPU, dass sie Daten senden oder empfangen wollen, indem sie auf anderen CPU-Stiften ein Signal sendeten, was gewöhnlich durch eine Form von Interrupt geschah. Zum Beispiel hat ein Laufwerkscontroller (siehe Controller) der CPU signalisiert, dass neue Daten bereit waren gelesen zu werden, worauf die CPU die Daten verschob, indem sie den Speicher an dem Anschluss las, der dem Laufwerk entsprach. Fast alle frühen Computer wurden auf diese Weise zusammengesetzt, beginnend mit dem S-100 Bus im Altair und bis hin zum IBM PC in den 1980ern.
Diese "erste Generation" von Bussystemen litt jedoch unter dem gravierenden Nachteil, dass alles auf dem Bus mit der gleichen Geschwindigkeit arbeitet und alle Geräte sich einen einzelnen Taktgeber teilen mussten. Die Arbeitsgeschwindigkeit der CPU zu erhöhen war nicht einfach, weil man die Geschwindigkeit aller angeschlossenen Geräte ebenfalls steigern musste. Dies führte zu der seltsamen Situation, dass sehr schnelle CPUs "runterbremsen" mussten, um mit anderen Geräten im Computer kommunizieren zu können. Ein anderes Problem war, dass die CPU für alle Operationen benötigt wurde, und so, wenn sie mit anderen Aufgaben beschäftigt war, der reale Datendurchsatz des Busses drastisch darunter zu leiden hatte. Ein anderes praktisches Problem war, dass diese frühen Bussysteme schwierig zusammenzustellen waren, da sie viele Jumper erforderten, um die verschiedenen Betriebsparameter einzustellen.
Bussysteme der "zweiten Generation" wie NuBus waren auf die Lösung einiger dieser Probleme gerichtet. Sie teilten den Computer gewöhnlich in zwei "Welten", die CPU und den Speicher auf der einen Seite und die anzuschließenden Geräte auf der anderen, mit einem Buscontroller dazwischen. Dies erlaubte es, die Geschwindigkeit der CPU zu erhöhen, ohne den Bus zu beeinflussen. Dadurch wurde auch viel von der Belastung für das Verschieben der Daten aus CPU heraus und in die Karten und den Controller verringert, weil Geräte über den Bus ohne Einschaltung der CPU miteinander sprechen konnten. Dieses führte zu viel besserer tatsächlicher Leistung in der Praxis, erforderte aber auch eine viel höhere Komplexität der im Computer installierten Geräte. Weiter gingen diese Bussysteme das Geschwindigkeitsproblem an, indem sie einfach einen größeren Datentransportweg wählten, und so von den 8-bit parallelen Bussen der ersten Generation zu 16 oder 32-bit in der zweiten übergingen. Eine weitere Verbesserung bestand darin, dass Softwareeinstellungen hinzugefügt wurden, die die Zahl der Jumper reduzierten oder diese ersetzten.
Gleichwohl hatten die neueren Systeme eine negative Eigenschaft, die sie mit ihren früheren Vettern teilten: alles, was am Bus hing (außer der CPU), musste mit der gleichen Geschwindigkeit arbeiten. Da die CPU jetzt isoliert war und man ihre Geschwindigkeit ohne Probleme erhöhen könnte, stieg die Arbeitsgeschwindigkeit der CPUs und des Speichers fortlaufend viel schneller an, als die der Bussysteme, mit denen sie zusammenarbeiteten. Das Resultat war, dass die Busgeschwindigkeiten jetzt sehr viel langsamer waren, als für ein modernes System nötig, und die Maschinen hungerten nach Daten, weil sie viel schneller arbeiteten, als Daten hin und her transportiert werden konnten. Ein besonders typisches Beispiel für dieses Problem war, dass Videokarten sogar den neueren Bussystemen wie PCI schnell davonliefen. So wich man für Grafikkarten vom Bus-Konzept ab und führte einen exklusiven, deutlich schnelleren Anschluß (Port) für die Grafikkarte ein, den Accelerated Graphics Port. Der nächste Schritt und Stand der Technik Ende 2005 in dieser Entwicklung ist PEG, PCI Express for Graphics mit 16 Lanes.
Während dieser Periode fing auch eine zunehmende Anzahl von externen Geräten an, ihre eigenen Bussysteme einzusetzen. Als die Laufwerke zuerst eingeführt wurden, hat man sie mit einer Einsteckkarte an den Bus angeschlossen. Das ist der Grund, warum Computer so viele mit dem Bus verbundene Steckplätze (Slots) haben. In den 1980er und 1990er wurden deswegen neue Systeme wie SCSI und ATA eingeführt, und so blieben die meisten Slots in den modernen Systemen leer. Heute gibt es in einem typischen PC an die fünf unterschiedlichen Bussysteme, um die verschiedenen Geräte zu betreiben.
Später ging man dazu über, das Konzept des lokalen Busses im Vergleich zum externen Bus zu bevorzugen. Ersteres bezieht sich auf Bussysteme, die entworfen wurden, um mit internen Geräten, wie Grafikkarten zu arbeiten, letzteres um externe Geräte wie Scanner anzuschließen. Diese Definition war immer ungenau: IDE ist der Verwendungsart nach ein externer Bus; er wird aber fast immer innerhalb des Computers zu finden sein.
Busse der "dritten Generation" sind jetzt im Kommen, einschließlich HyperTransport und InfiniBand. Sie haben gewöhnlich die Eigenschaft, dass sie mit sehr hohen Geschwindigkeiten laufen, die benötigt werden, um Speicher und Videokarten zu unterstützen, während auch niedrigere Geschwindigkeiten möglich sind, um die Kommunikation mit langsameren Geräten, wie Laufwerken zu unterstützen. Sie sind auch sehr flexibel, was ihre physikalischen Anschlüsse betrifft und lassen sich sowohl als interne Busse verwenden, als auch, um verschiedene Rechner miteinander zu verbinden.
Dieses kann zu komplizierten Problemen führen, wenn es darum geht, unterschiedliche Anfragen zu bedienen, was dazu führt, dass die Software im Vergleich zum eigentlichen Hardwaredesign in den Vordergrund rückt. Im Allgemeinen neigen die Busse der dritten Generation dazu, mehr wie ein Netzwerk als wie ein Bus (im traditionellen Verständnis) auszusehen, mit mehr Bedarf an Protokollinformationen als bei früheren Systemen, und der Möglichkeit, dass verschiedene Geräte den Bus gleichzeitig benutzen.
Bussysteme
Datenbus
Ein Datenbus überträgt Daten zwischen Computerbestandteilen innerhalb eines Computers oder zwischen verschiedenen Computern. Anders als bei einem Anschluss, bei dem ein Gerät mit einem anderen Gerät über eine oder mehrere Leitungen verbunden ist, kann ein Bus mehrere Peripheriegeräte über den gleichen Satz von Leitungen miteinander verbinden.
Die Bezeichnung als Datenbus wird in mehrfachem Zusammenhang verwendet:
- mit Betonung auf Daten: zur Abgrenzung gegenüber gemeinsamen Anschlüssen, wie der Stromversorgung
- mit Betonung auf Bus: zur Unterscheidung der Topologie, wie z.B. direkten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen
- bei parallen Bussen: zur Unterscheidung von Adress- oder Steuerleitungen
Adressbus
Ein Adressbus ist in der Computertechnologie - im Gegensatz zum Datenbus - ein Bus, der nur Speicheradressen überträgt. Die Busbreite, also die Anzahl der Verbindungsleitungen, bestimmt dabei, wieviel Speicher direkt adressiert werden kann. Wenn ein Adressbus n Adressleitungen hat, können Speicherstellen adressiert werden.
Steuerbus
Der Steuerbus ist ein Teil des Bussystems, welcher für Verbindungen von wichtigen PC-Teilen mit dem Steuerwerk des Prozessors eingesetzt wird. Über den Steuerbus wird kontrolliert, ob Daten übertragen werden. Bei freier Leitung gibt der Steuerbus mit einem Steuersignal weitere Übertragungen frei.
Interner Bus
Der interne CPU-Bus (engl.: internal CPU bus) dient zur Kommunikation der internen Einheiten des Prozessors (zwischen Leitwerk, Rechenwerk und deren Registern), gegebenenfalls auch mit dem L1-Cache.
Beispiele für parallele, interne Busse
- Accelerated Graphics Port (AGP)
- Extended ISA (EISA)
- Industry Standard Architecture (ISA)
- MBus
- Micro Channel Architecture (MCA)
- Multibus II
- NuBus oder IEEE 1196
- Peripheral Component Interconnect (PCI)
- SBus oder IEEE 1496
- S-100
- VESA Local Bus (VLB oder VL-Bus)
- VMEbus
- XT-Bus-Architektur
- Zorro-Bus
- Universal Serial Bus (USB)
- FireWire oder IEEE 1394
Beispiele für serielle, interne Busse
- I2C
- HyperTransport
- PCI-Express
- SPI
Externer Bus
Der externe CPU-Bus (engl.: external CPU bus) verbindet Prozessor(en), (L2-)Cache, Arbeitsspeicher und Peripheriebus-Schnittstelle.
Beispiele für parallele, externe Busse
- Advanced Technology Attachment (ATA)
- IEC-625-Bus, IEEE-488 oder General Purpose Interface Bus (GPIB)
- High Performance Parallel Interface (HIPPI)
- Personal Computer Memory Card International Association (PCMCIA)
- Small Computer System Interface (SCSI)
Beispiele für serielle, externe Busse
- ACCESS.bus (A.b)
- Apple Desktop Bus (ADB)
- ByteFlight BMW 7er
- Bus-Topologie, Token Bus
- Controller Area Network (CAN)
- Europäischer Installationsbus (EIB)
- FlexRay
- Universal Serial Bus (USB)
- FireWire
- SATA (Serial ATA)
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ja:バス (コンピュータ)
Tag-Nacht-Grenze
Die Tag-Nacht-Grenze, in der Astronomie und Meteorologie auch (solarer) Terminator (lat. Abgrenzer) genannt, ist die Schattengrenze zwischen der durch die Sonne beleuchteten und der unbeleuchteten Seite eines Himmelskörpers, insbesondere eines Planeten oder Mondes. Einen Betrachter, der sich auf der Tag-Nacht-Grenze befindet, kann entsprechend einen Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang beobachten, das heißt, die Sonne überschreitet aus Sicht des Betrachters den Horizont. Der Zeitraum, in dem die Sonne gerade noch nicht, bzw. gerade nicht mehr zu sehen ist, es aber nicht ganz dunkel ist, wird als Dämmerung bezeichnet.
Die Tag-Nacht-Grenze auf einem (idealisierten, kugelförmigen) Himmelskörper ist ein kreisrunder Ring auf dem Himmelskörper, dessen Durchmesser dem Durchmesser des Himmelskörpers entspricht (Großkreis) und der den Äquator zweimal schneidet. In der Projektion betrachtet, hat der Terminator die Form einer Halbellipse und zeigt die vom Mond bekannte Sichelform.
Würde die Rotationsachse des Himmelskörpers senkrecht auf seiner Bahnebene (Ekliptik) stehen, verliefe die Tag-Nacht-Grenze immer genau durch beide Pole. In diesem Fall wäre auf allen Breitengraden des Himmelskörpers der Tag und die Nacht immer genau gleich lang. Innerhalb eines Kalendertages wäre dann überall die Tag-Nacht-Grenze zweimal überschritten.
Wenn die Rotationsachse aber nicht genau senkrecht auf der Bahnebene des Himmelskörpers steht, ändern sich die Länge der Zeiten von Tag und Nacht von Kalendertag zu Kalendertag. Je weiter ein Punkt von dem Äquator entfernt liegt, desto größer sind die Unterschiede innerhalb eines Jahres. Um die Pole gibt es dann sogar Bereiche, innerhalb derer die Sonne tagelang nicht auf- bzw. untergeht. Die Grenzen dieser Bereiche definieren die Polarkreise. Zu einer Sonnenwende (Solstitium) ist auf der nördlichen Halbkugel der astronomische Tag zwischen Sonnenauf- und -untergang am längsten (Sommersonnenwende) und auf der südlichen Halbkugel entsprechend die Nacht (Wintersonnenwende), bzw. umgekehrt. Nach einem viertel Jahr sind Tag und Nacht genau gleich lang (Tagundnachtgleiche oder Äquinoktium).
Von der Erde aus lässt sich auf dem Mond die Wanderung der Tag-Nacht-Grenze, bekannt als Mondphasen, sehr gut verfolgen. Der sonnenabgewandte Teil des Mondes, ist nicht sichtbar. Lediglich die Ränder einiger Krater an der Tag-Nacht-Grenze werden im Schattenbereich noch beleuchtet und heben sich als helle Bögen von der unbeleuchteten Mondoberfläche ab.
Kategorie:Astronomie
Kategorie:Astronomische Größe der Zeit
Kategorie:Atmosphärische Optik
1984
Jahreswidmungen
- 1984 ist „Jahr der Frauen in Südafrika“
- Der Weißstorch (lat. Ciconia ciconia) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: Leon Schlumpf wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Militärputsch in Lagos, Nigeria. Neuer Regierungschef ist Mohammed Buhari
- 1. Januar: Start des Privatfernsehens in Deutschland; PKS nimmt seinen Sendebetrieb aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen auf (ab 1985 unter dem Namen SAT.1)
- 1. Januar: Brunei erhält seine volle Unabhängigkeit von Großbritannien
- 2. Januar: RTL plus nimmt seinen Sendebetrieb aus Luxemburg auf (Privatfernsehen)
- 2. Januar: Südwestlich von Kairo werden die Überreste einer 32 Mio. Jahre alten Tierart gefunden, die als gemeinsamer Vorfahr von Mensch und Affe gilt: Aegyptopithecus zeuxis
- 10. Januar: die USA und der Vatikan nehmen nach mehr als 100 Jahren Pause wieder diplomatische Beziehungen auf
- 13. Januar: Einstellung des Betriebes auf der Preßnitztalbahn zwischen Jöhstadt und Niederschmiedeberg
- 17. Januar: in Stockholm beginnt auf Außenminister-Ebene die KSZE-Folgekonferenz über Vertrauensbildung und Abrüstung in Europa (KVAE)
- 18. Januar: die sowjetische Nachrichtenagentur TASS teilt mit, dass in der DDR mit der Aufstellung von Nuklearraketen begonnen wurde
- 20. Januar: in Norwegen wird Arne Treholt, Pressesprecher des Außenministers, als russischer Spion entlarvt und verhaftet
- 24. Januar: Apple führt den Macintosh ein: das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz bestätigt, dass Computerlisten mit dem fast vollständigen Beschaffungsprogramm der Bundeswehr in einem Straßengraben gefunden worden sind
- 13. Februar: Konstantin Tschernenko wird zum neuen Generalsekretär der KPdSU gewählt
- 18. Februar: Italien und der Vatikan unterzeichnen ein neues Konkordat: Rom gilt nicht als Heilige Stadt und der Katholizismus ist nicht mehr Staatsreligion in Italien
- 1. März: nachdem die britische Regierung einer Starthilfe von 250 Mio. Pfund Sterling zugestimmt hat, steht dem Airbus-Projekt nichts mehr im Wege
- 5. März: das Truppenabzugsabkommen vom 17. Mai 1983 zwischen dem Libanon und Israel wird gekündigt; es sollte nach dem Abzug der syrischen Truppen in Kraft treten
- 5. März: 1.300 Menschen sterben bei Ausschreitungen von Moslems im christlich geprägten Nordosten von Nigeria bei Yola
- 9. März: Die Neue Staatsgalerie Stuttgart wird nach viereinhalb Jahren Bauzeit unter dem Schotten James Stirling eröffnet
- 26. März: Guinea. Tod des Staatspräsidenten Sékou Touré
- 26. März: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Nordrhein-Westfalen
- 28. März: das Kernkraftwerk Krümmel wird an den Betreiber übergeben
- 1. April: in München startet ein Pilotprojekt zum Kabelfernsehen mit 16 Fernseh- und 24 Hörfunk-Kanälen
- 3. April: Guinea. Oberst Lansana Conté reißt die Macht an sich
- 5. April: als erstes Bundesland verankert Bayern den Umweltschutz in seiner Landesverfassung
- 6. April: Putschversuch in Kamerun
- 11. April: Konstantin Tschernenko wird knapp zwei Monate nach seiner Wahl zum Generalsekretär auch zum neuen Staatsoberhaupt der Sowjetunion gewählt
- 16. April: Muzaffer Efendi, der 19. Sheikh der Dscherrahi-Tariqa, besucht während einer USA-Reise seine Derwische in New York. Die traditionelle Dhikr-Zeremonie, die am Abend dieses Tages stattfindet, wird professionell auf Tonband mitgeschnitten, aber erst im Jahr 1998 unter dem Titel Reunion veröffentlicht
- 9. Mai: Otto Wiesheu, beurlaubter Generalsekretär der CSU verliert im bayrischen Landtag seine Immunität, er ist wegen eines Autounfalls unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge angeklagt (und wird später verurteilt)
- 5. Juni: in Amritsar (Punjab) stürmen Spezialeinheiten der indischen Armee den „Goldenen Tempel“, in dem sich seit zwei Jahren Hunderte von militanten Sikhs verschanzt halten, 600 Menschen kommen um
- 1. Juli: In Liechtenstein entscheiden sich die männlichen Wahlberechtigten knapp für das Stimm- und Wahlrecht für Frauen
- 5. Juli: Acht militante Sikhs entführen einen Airbus der Indian Airlines mit 264 Personen an Bord nach Pakistan
- 6. Juli: Die EG-Kommission reicht vor dem EuGH Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland ein, da diese das Inverkehrbringen von in anderen EG-Mitgliedstaaten rechtmäßig hergestelltem Bier untersagt, wenn dieses nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht. (EuGH, Rs. 178/84; Urteil am 12. März 1987)
- 14. Juli: Aus den vorgezogenen Parlamentszahlen in Neuseeland geht die oppositionellen Labour Party als Sieger hervor
- 17. Juli: Laurent Fabius löst Pierre Mauroy als Premierminister von Frankreich und wird mit 37 Jahren der jüngste in diesem Amt
- 19. Juli: Jacques Delors löst Gaston Thorn als Präsident der EG-Kommission ab
- 23. Juli: der frühere Profiboxer Gustav „Bubi“ Scholz wird unter dem Verdacht festgenommen, seine Frau in der gemeinsamen Wohnung erschossen zu haben
- 25. Juli: die Bundesrepublik gewährt eine Bürgschaftsgarantie für einen durch Banken finanzierten Milliardenkredit an die DDR
- 26. Juli: David Lange wird als neuer neuseeländischer Premierminister vereidigt
- 27. Juli: In Livorno lässt die Stadtverwaltung zwei Skulpturen des Künstlers Amedeo Modigliani aus dem Hafenbecken bergen, die dieser samt einer Schubkarre 70 Jahre zuvor aus Enttäuschung über Kritik durch Künstlerkollegen dort versenkt hatte
- 29. Juli: Flugzeugentführung in Venezuela: eine mit 90 Personen besetzte DC-9 auf dem Weg von Curaçao nach Caracas
- 31. Juli: Flugzeugentführung in Deutschland: eine Boeing 737 der Air France wird mit 63 Personen an Bord auf dem Weg von Frankfurt-Paris nach Teheran gezwungen
- 1. August: die Anschnallpflicht für Sicherheitsgurte tritt für Autofahrer in der Bundesrepublik in Kraft (Bußgeld bei Nichtbefolgung: 40 DM)
- 2. August: Bombenanschlag in Madras (Indien): das Dach der Ankunftshalle des Flughafens stürzt ein, 32 Personen werden getötet
- 8. August: Flugzeugentführung durch einen 17jährigen Gegner von Ayatollah Khomeini: 300 Mekka-Pilger werden von Teheran nach Rom entführt; der Entführer bittet um politisches Asyl
- 11. August: US-Präsident Ronald Reagan verkündet bei einer Mikrofon-Sprechprobe die Bombardierung der Sowjetunion (bedauert später den „Scherz“)
- 16. August: Bei deutschen Lufthansa droht ein Arbeitskampf, nachdem der Vermittlungsversuch des ehemaligen „Superministers“ Karl Schiller von 80 Prozent der Belegschaft abgelehnt wurde. Die Lage gilt als kompliziert, da das Bodenpersonal, vertreten durch die ÖTV, eine diametrale Position zum fliegenden Personal, dargestellt von der DAG, einnimmt
- 22. August: in Südafrika wählen erstmals in der Geschichte Mischlinge und Asiaten ihre Parlamentsabgeordneten
- 23. August: in der Mongolei löst Schambin Batmunch den bisherigen Ministerpräsidenten Jumschagin Zedenbal ab
- 24. August: Sikh-Extremisten entführen eine Boeing 737 der Indian Airlines mit mehr als 90 Personen an Bord nach Dubai
- 1. September: In Afghanistan verüben Widerstandskämpfer einen Anschlag auf den Flughafen Kabul und töten 42 Menschen, meist Afghanen und Sowjetbürger, unter ihnen viele Frauen und Kinder
- 3. September: in Österreich bildet Bundeskanzler Fred Sinowatz seine Regierung um: neuer Außenminister wird der Wiener Bürgermeister Leopold Gratz
- 4. September: die Wahlen in Kanada bringen einen überwältigenden Wahlsieg für die Progressiv-Konservative Partei unter Brian Mulroney (mit 211 von 282 Sitzen)
- 5. September: nach der Verfassungsänderung in Südafrika nimmt Pieter Willem Botha erstmals Angehörige der schwarzen Mehrheit in sein Kabinett auf
- 6. September: in der Sowjetunion wird Verteidigungsminister Nikolai Ogarkow abgelöst durch Sergej Achromejew
- 10. September: Gründung der Arbeiterpartei Äthiopiens mit kommunistischer Ausrichtung als einziger Partei des Landes
- 12. September: das Bundesarbeitsgericht erklärt Warnstreiks: wie von der IG Metall angewendet: uneingeschränkt für rechtens
- 12. September: im Persischen Golf kommen bei einem Raketenangriff durch irakische Soldaten auf das deutsche Versorgungsschiff „Seetrans 21“ 6 Menschen ums Leben
- 12. September: die Olympischen Spiele in Los Angeles werden nach Angaben der Veranstalter mit einem Gewinn von 150 Mio. US-Dollar abgeschlossen
- 13. September: in Rom äußert sich Giulio Andreotti gegen eine Wiedervereinigung Deutschlands und gegen einen angeblichen Pangermanismus, was zu heftigen Reaktionen in der deutschen Öffentlichkeit führt
- 17. September: Frankreich und Libyen schließen mit dem Tschad einen Vertrag, wonach die Truppen beider Länder abgezogen werden
- 20. September: in Beirut sterben 24 Menschen nach einem Anschlag auf die dortige Außenstelle der Botschaft der USA, zu dem sich die schiitische Terrororganisation Islamischer heiliger Krieg bekennt
- 20. September: in München wird der mutmaßliche KGB-Spion Manfred Rotsch verhaftet, er hatte Zugang zu Plänen des Kampfflugzeugs „Tornado“
- 23. September: in der Schweiz stimmt die Mehrheit bei einer Volksabstimmung dem Bau von weiteren Atomkraftwerken zu
- 26. September: Großbritannien und die Volksrepublik China paraphieren ein Abkommen über Hongkong, nachdem die Kronkolonie am 30. Juni 1997 von China verwaltet wird; China verpflichtet sich, für weitere 50 Jahre das kapitalistische Wirtschaftssystem bestehen zu lassen
- 2. Oktober: in der Schweiz übernimmt erstmals eine Frau ein Ministeramt im Kabinett: Elisabeth Kopp übernimmt das Justizministerium
- 8. Oktober: Jürgen Möllemann (FDP) verzichtet auf eine Spitzenkandidatur bei den kommenden Wahlen im Mai 1985 in Nordrhein-Westfalen, nachdem ihm die Vermischung politischer Ämter mit Privatgeschäften vorgworfen wird
- 12. Oktober: Die IRA zündet eine Bombe im Grand Hotel in Brighton, wo sich die britische Premierministerin Margaret Thatcher und ihr Kabinett aufhalten. Fünf Menschen werden getötet, 32 verletzt
- 14. Oktober: der Marie-Luise-Kaschnitz-Preis wird das erste Mal verliehen
- 15. Oktober: Papst Johannes Paul II. erlaubt in Ausnahmefällen die Feier der heiligen Messe nach dem alten Ritus
- 16. Oktober: der Waldschadensbericht für 1984 besagt, dass bereits 50 % des deutschen Waldes von sichtbaren Schäden betroffen sind
- 18. Oktober: in Bonn kommt es während der Aussprache über die Regierungserklärung im Bundestag zu Tumulten, nach denen zwei Abgeordnete der Grünen ausgeschlossen werden: Jürgen Reents für 5 Tage und Joseph Fischer für 2 Tage
- 20. Oktober: in Peking beschließt die Führung weitreichende Wirtschaftsreformen, nach denen ein marktorientiertes Planungssystem aufgebaut werden soll, auch soll der Industrie mehr Selbstverantwortung gegebn werden
- 25. Oktober: Rainer Barzel tritt von seinem Amt als Bundestagspräsident zurück, nachdem ihm eine Verstrickung in die Flick-Affäre vorgeworfen wird
- 26. Oktober: in München werden die in Konkurs gegangenen Zündapp-Werke für 16 Mio. DM an China verkauft
- 31. Oktober: Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi erliegt einem Attentat zweier Sikh-Extremisten aus ihrer Leibgarde. In unmittelbar darauffolgenden Unruhen werden ca. 1.000 Menschen: überwiegend aus der Sikh-Bevölkerung: getötet. Indiras Sohn Rajiv übernimmt das Amt des Ministerpräsidenten
- 3. November: die Tochter des Mitglieds des SED-Zentralkomitees und Honecker-Vertrauten Otto Reinhold hat sich in den Westen abgesetzt
- 5. November: der Unternehmer John-Werner Madaus wird im bis dahin größten Parteispenden-Skandal zu einer Geldstrafe von 420.000 DM verurteilt
- 6. November: Ronald Reagan gewinnt die Präsidentenwahlen der USA gegen Walter Mondale
- 6. November: in Chile verhängt die Regierung nach „ernsten Unruhen“ den Belagerungszustand über das gesamte Land
- 12. November: auf der OAU-Konferenz in Addis Abeba nimmt erstmals eine Delegation der Sahara-Republik teil. Marokko erklärt daraufhin seinen Austritt aus der OAU
- 19. November: in Wien wird der ranghöchste UNO-Diplomat der Türkei durch Mitglieder der Armenischen Revolutionären Armee erschossen
- 24. November: der Chaos Computer Club dringt in das BTX-System der Deutschen Bundespost ein, überweist 135.000 DM auf sein eigenes Konto und meldet anschließend den Vorfall
- 25. November: in Uruguay finden die ersten freien Wahlen statt, Wahlgewinner wird Julio Maria Sanguinetti
- 25. November: in Brasilien nimmt das bis dato grösste Wasserwerk der Welt, Itaipu, seinen Betrieb auf
- 1. Dezember: in Sri Lanka sterben 55 Menschen bei einem Überfall von Separatisten
- 3. Dezember: Bhopalunglück
- 11. Dezember: bei einer Razzia in Italien verhaftet die Polizei insgesamt 150 mutmaßliche Mafia-Mitglieder
- 14. Dezember: in Prag beginnen in der Deutschen Botschaft 40 von 68 DDR-Flüchtlingen einen Hungerstreik, um ihren Forderungen nach Ausreise in die Bundesrepublik Nachdruck zu verleihen
- 19. Dezember: Mit River Raid wird in Deutschland das erste Videospiel indiziert
- 21. Dezember: Brunei Darussalam wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 22. Dezember: In Österreich beschließt die Bundesregierung nach zwei Wochen einen „Waffenstillstand“ mit den Besetzern der Hainburger Au
- 30. September: Komoren. Präsident Ahmed Abdallah wird durch Wahlen in seinem Amt bestätigt
- 31. Dezember: Austritt der Vereinigten Staaten von Amerika aus der UNESCO
- 1984 ist das berühmte Jahr aus Orwells 1984; Aus diesem Anlass kam es vermehrt zu Retrospektiven und Betrachtungen zu den Themen Datenschutz und Überwachung
- Start des Privatfernsehens in Deutschland; PKS (später SAT.1) nimmt seinen Sendebetrieb am 1. Januar aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen auf, am 2. Januar beginnt RTL plus seinen Sendebetrieb aus Luxemburg (Radio Tele Luxemburg)
Wissenschaft
- 23. März: Physiker in Darmstadt weisen das Element 108 durch Verschmelzung von Eisen und Blei-Atomkernen nach
- 9. März: offizielle Einweihung von „JET“ (Joint European Torus), der größten Fusionsforschungsanlage der Welt, in Culham (in der Nähe der britischen Hauptstadt London)
- 21. Mai: erstmals wird die Kontinentaldrift exakt vermessen; der Atlantik erweitert sich demnach jährlich um 1,5 cm
- 24. August: eine Forschergruppe an der Universität Köln entdeckt Elektronengas, das bei -260 Grad Celsius und einem externen Magnetfeld in den flüssigen Zustand übergeht
- 3. Oktober: im Hamburger Tropeninstitut wird erstmals eine Knochenmarktransplantation angewendet, um die Sichelzellenanämie zu heilen
- 14. November: Physiker der Universität Basel bestätigen Ergebnisse, nach denen die Wirkung der Abgaskatalysatoren schädliche Nebenwirkungen auf den Menschen haben
- dem französischen Biochemiker Luc Montagnier gelingt die genetische Entschlüsselung des AIDS-Erregers HIV
Kunst & Kultur
- 31. Januar: Wolfgang Staudte erhält posthum den Helmut-Käutner-Preis
- 1. Juni: das Architekturmuseum in Frankfurt am Main wird eröffnet
- 4. Juni: bisher unbekannte Manuskripte von George Orwell werden in der Nähe der Stadt Reading (Großbritannien) aufgefunden
- 7. August: Uraufführung der Oper Un re in ascolto (Ein König horcht) von Luciano Berio im Kleinen Festspielhaus in Salzburg
- 1. Oktober: das am Gendarmenmarkt in Berlin gelegene Schauspielhaus (heute Konzerthaus Berlin) wird nach 17 Jahren Restaurierung wiedereröffnet
- Oscar bester ausländischer Film für „Dangerous Moves“ (CH/FR) von Richard Dembo
- Oscar bester Schauspieler für F. Murray Abraham in „Amadeus“
- Oscar beste Schauspielerin für Sally Field in „Places in the Heart“
- Erstmalige Vergabe des Max-und-Moritz-Preises in Erlangen.
Katastrophen
- 2. September: auf den Philippinen richtet der Taifun „Ike“ schwere Schäden an und fordert 1.400 Menschenleben, der Sturm wandert über Südkorea nach China weiter
- 6. Dezember: in Taiwan werden in der Nähe von Taipeh nach einem Grubenunglück 35 Kumpel tot geborgen
- Eine Dürre führt in 20 afrikanischen Ländern zu Missernten und Hungersnöten. Am schlimmsten betroffen war Äthiopien, monatlich starben hier fast 20.000 Kinder an Unterernährung
- Katastrophe der Chemiefirma Union Carbide in Bhopal, Indien
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 6. Januar: Jens Weißflog gewinnt nach 3 Einzelsiegen die Vierschanzentournee
- 15. Februar: Fußball-Länderspiel in Varna, Bulgarien : Deutschland 2:3
- 8. März: Frank-Peter Roetsch (DDR) gewinnt den Biathlon-Weltcup vor Peter Angerer (BRD) mit einem Punkt Vorsprung
- 9. März: Tim Witherspoon gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Greg Page im Convention Center, Las Vegas, Nevada, USA, durch einen Punktsieg
- 18. Juli: der Tyrrell-Rennstall von Ken Tyrrell (Großbritannien) wird von der FISA von der weiteren Teilnahme an den Formel 1-Rennen 1984 wegen unerlaubter Manipulationen ausgeschlossen
- 16. August: Die 4. Skatweltmeisterschaft wird in der Dortmunder Westfalenhalle vom Schirmherr, NRW-Ministerpräsident Johannes Rau, eröffnet
- 31. August: Pinklon Thomas gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tim Witherspoon im Riviera Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 2. September: Straßen-Weltmeister der Radprofis wird in Barcelona überraschend Claude Criquelion (Belgien)
- XXIII. Olympische Sommerspiele in Los Angeles, Kalifornien, USA
- XIV. Olympische Winterspiele in Sarajewo, Jugoslawien
- Frankreich gewinnt die Fußball-Europameisterschaft 1984 im eigenen Land
- 1. Januar: José Paolo Guerrero, peruanischer Fußballspieler
- 3. Januar: Maya Ababadjani, dänisch-arabische Schauspielerin
- 3. Januar: Maximilian Mechler, deutscher Skispringer
- 4. Januar: Astrid Plessl, österreichische Gedächtnissportlerin, Frauenweltmeisterin
- 7. Januar: Max Riemelt, deutscher Schauspieler
- 7. Januar: Luke McShane, englischer Schachgroßmeister
- 7. Januar: Xavier Margairaz, Schweizer Fußballspieler
- 12. Januar: Chaunte Howard, US-amerikanisch Leichtathletin
- 13. Januar: Michael Ginsburg, deutscher Schauspieler
- 13. Januar: Eleni Ioannou, griechische Judoka († 2004)
- 15. Januar: Julia Palmer-Stoll, deutsche Schauspielerin († 2005)
- 17. Januar: Tim Sebastian, deutscher Fußballer
- 21. Januar: Brian Welch, US-amerikanischer Skispringer
- 25. Januar: Robinho, brasilianischer Fußballspieler
- 25. Januar: Stefan Kießling, deutscher Profifußballspieler beim 1. FC Nürnberg
- 29. Januar: Yukio Peters, nauruischer Gewichtheber
- 31. Januar: Ulli Wanders, deutsche Sängerin volkstümlicher Musik
- 31. Januar: Ashley Blue, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 31. Januar: Jeremy Wariner, US-amerikanischer Leichtathlet
- 5. Februar: Cedrick Makiadi, Fußballspieler aus DR Kongo
- 5. Februar: Edgaras Česnauskis, litauischer Fußballspieler
- 11. Februar: Rafael van der Vaart, niederländischer Fußballspieler
- 12. Februar: Arthur Gomez, gambischer Fußballspieler
- 18. Februar: Idriss Carlos Kameni, französisch-kamerunischer Fußballspieler
- 18. Februar: Nick McDonell, US-amerikanischer Schriftsteller
- 21. Februar: David Odonkor, deutscher Fußballspieler
- 25. Februar: Xing Huina, chinesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 28. Februar: Karolina Kurkova, tschechisches Fotomodell
- 1. März: Patrick Helmes, deutscher Fußballspieler
- 2. März: Elizabeth Jagger, Fotomodell
- 2. März: Stefan Thurnbichler, österreichischer Skispringer
- 13. März: Pieter Custers, niederländischer Bogenschütze
- 20. März: Fernando Torres, spanischer Fußballspieler
- 22. März: Piotr Trochowski, deutscher Fußballspieler
- 26. März: Marco Stier, deutscher Fußballspieler
- 26. März: Felix Neureuther, deutscher Skirennläufer
- 28. März: Christopher Samba, kongolesisch-französischer Fußballspieler
- 29. März: Tschawdar Jankow, bulgarischer Fußballspieler
- 30. März: Benjamin Baltes, deutscher Fußballspieler
- 1. April: Silke Fritzen, unSchülerin, Beispiel für Anfälligkeit von Fernsehabstimmungen für Manipulationen
- 2. April: Meryl Cassie, neuseeländische Schauspielerin und Sängerin
- 8. April: Taran Noah Smith, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. April: Mandy Moore, US-amerikanische Pop-Sängerin und Schauspielerin
- 17. April: Rosanna Davison, irisches Model
- 23. April: Alexandra Konstantinowna Kostenjuk, russische Schachspielerin
- 1. Mai: Miso Brecko, slowenischer Fußballspieler
- 5. Mai: Alexander Laas, deutscher Fußballspieler
- 14. Mai: Michael Rensing, deutscher Fußballspieler
- 23. Mai: Adam Wylie, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Mai: Mikkeline Kierkgaard, Eiskunstläuferin
- 26. Mai: Patrick Milchraum, deutscher Fußballspieler
- 27. Mai: Karsten Fischer, deutscher Fußballspieler
- 27. Mai: Filipe Oliveira, portugiesischer Fußballspieler
- 29. Mai: Carmelo Anthony, US-amerikanischer Basketballspieler
- 29. Mai: Sophie Moser, Violinistin
- 7. Juni: Marcel Schäfer, deutscher Fußballspieler
- 8. Juni: Andrea Casiraghi, ältester Sohn von Caroline von Monaco
- 9. Juni: Christina Beier, deutsche Eiskunstläuferin
- 16. Juni: Rick Nash, kanadischer Eishockeyspieler
- 30. Juni: Fantasia Barrino, US-amerikanische Sängerin
- 1. Juli: Jaysuma Saidy Ndure, gambischer Leichtathlet
- 4. Juli: Markus Waldrich, deutscher Fußballspieler
- 19. Juli: Diana Mocanu, rumänische Sportlerin und die bis jetzt erfolgreichtse Schwimmerin Rumäniens
- 1. August: Bastian Schweinsteiger, deutscher Fußballspieler
- 12. August: Sherone Simpson, jamaikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 13. August: Niko Kranjčar, kroatischer Fußballspieler
- 18. August: Robert Huth, deutscher Fußballspieler
- 21. August: Alizée, französische Sängerin
- 23. August: Glen Johnson, englischer Fußballspieler
- 25. August: Florian Mohr, deutscher Fußballspieler
- 29. August: Christian Lell, deutscher Fußballspieler
- 15. September: Henry Mountbatten-Windsor, britischer Prinz (jüngerer Sohn von Prinz Charles)
- 16. September: Katie Melua, georgische Sängerin
- 19. September: Kevin Zegers, kanadischer Schauspieler
- 20. September: Brian Joubert, Eiskunstläufer
- 20. September: Alexandros Margaritis, Rennfahrer
- 23. September: Jan-Ingwer Callsen-Bracker, deutscher Fußballspieler
- 24. September: Michaela Neuling, deutsche Speedskaterin
- 27. September: Avril Lavigne, kanadische Rock-Sängerin
- 29. September: Per Mertesacker, deutscher Fußballspieler
- 2. Oktober: Eldin Jakupovic, Schweizer/Bosnischer Fußballspieler
- 3. Oktober: Ashlee Simpson, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 10. Oktober: Kuriyama Chiaki, japanische Filmschauspielerin
- 14. Oktober: Claudia Rauschenbach, deutsche Eiskunstläuferin
- 18. Oktober: Lindsey Kildow, US-amerikanische Skirennläuferin
- 26. Oktober: Sasha Cohen, Eiskunstläufer
- 27. Oktober: Kelly Osbourne, britische Musikerin
- 9. November: Delta Goodrem, australische Sängerin
- 21. November: Jena Malone, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 22. November: Scarlett Johansson, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. November: Maria Riesch, deutsche Skirennläuferin
- 25. November: Gaspard Ulliel, französischer Schauspieler
- 28. November: Marc-André Fleury, Profi-Eishockeyspieler in der NHL
- 8. Dezember: Emma Green, schwedische Leichtathletin
- 10. Dezember: Tom Hern, neuseeländischer Serienschauspieler
- 15. Dezember: Veronique Mang, französische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. Dezember: Myvanwy Ella Penny, deutsch-britische Nachwuchs-Violinistin
- 24. Dezember: Wallace Spearmon, US-amerikanischer Leichtathlet
- 29. Dezember: Lisa Brüggemann, deutsche Kunstturnerin
- 30. Dezember: LeBron James, US-amerikanischer Basketballspieler
- 31. Dezember: Demba Touré, senegalesischer Fußballspieler
- 1. Januar: Paula Grogger, österreichische Schriftstellerin ( - 1892)
- 1. Januar: Alexis Korner, englischer Blues-Musiker ( - 1928)
- 1. Januar: Augustin Souchy, deutscher Anarchist und Antimilitarist ( - 1892)
- 2. Januar: Klaus Mehnert, Publizist und Hochschullehrer ( - 1906)
- 3. Januar: Taras Borodajkewycz, Mitglied der NSDAP, Professor ( - 1902)
- 6. Januar: Hermann Engelhard, deutscher Leichtathlet ( - 1903)
- 7. Januar: Alfred Kastler
Terminator (Film)
Terminator (1984) ist ein Science-Fiction-Film des kanadischen Regisseurs James Cameron mit Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle.
Handlung
Hintergrundgeschichte – Die Zukunft
Das Computernetzwerk Skynet hat einen Atomkrieg ausgelöst, bei dem die Erde verwüstet wurde und der Großteil der Menschheit ums Leben kam. Die Überlebenden werden von seinen Robotern getötet oder dienen als Arbeitssklaven. Es kommt zu einem Aufstand der Menschen gegen die Maschinen, unter der Führung von John Connor. Im Jahre 2029 stehen die Menschen kurz vor dem Sieg.
Im Kampf gegen die Menschen hat Skynet die Terminatoren entwickelt: Cyborgs in der Gestalt von Menschen, die die menschlichen Gegner unterwandern und töten sollen. Skynet schickt einen Terminator in das Jahr 1984, um die Vergangenheit zu ändern: Er soll Sarah Connor töten, die zukünftige Mutter von John Connor.
Die Menschen des Widerstandes erfahren davon und schicken ihrerseits Kyle Reese in die Vergangenheit, um Sarah Connor zu beschützen. Im Gegensatz zum Terminator weiß Reese jedoch, wie Sarah Connor aussieht, denn John Connor hatte ihm ein altes Foto seiner Mutter gegeben.
Mit ihrer Technologie ist es ihnen nicht möglich, Gegenstände in die Vergangenheit mitzunehmen, daher kommen beide – der Terminator und Reese, allerdings an verschiedenen Orten – unbekleidet und ohne Waffen in Los Angeles am 12. Mai des Jahres 1984 an. Die Ankunft ist übrigens ein festes Ritual, jeweils am Anfang aller drei Terminator-Filme.
Die Gegenwart – Los Angeles (1984)
Der Terminator (Arnold Schwarzenegger) verschafft sich Kleidung, ein Fahrzeug und Waffen. Im Telefonbuch findet er drei Personen mit dem Namen Sarah Connor. Er geht systematisch vor und tötet – der Reihe nach – zwei davon. Unterdessen ist Sarah (Linda Hamilton) – zu diesem Zeitpunkt noch eine naive junge Frau, die als Kellnerin arbeitet – ausgegangen und lässt ihre Mitbewohnerin Ginger und deren Freund in der Wohnung zurück.
Aus dem Fernsehen erfährt sie von den beiden Morden an Frauen mit dem Namen Sarah Connor. Sie will Ginger anrufen, um sie zu warnen, doch das einzige Münztelefon ist defekt. Als sie ein anderes Telefon gefunden hat, ist Ginger bereits tot und durch die Nachricht auf dem Anrufbeantworter erfährt der Terminator, wo sich Sarah aufhält. Er findet Sarahs Telefonbuch und ein Foto von ihr. So weiß er nun auch, wie sie aussieht.
In einer Diskothek greift der Terminator Sarah an, doch durch das Eingreifen von Kyle Reese (Michael Biehn) können beide entkommen. Es ist ein ungleicher Kampf, denn der Terminator kann durch die Waffen des Jahres 1984 nur kurzfristig außer Gefecht gesetzt, aber nicht zerstört werden. Sarah und Kyle werden von der Polizei verhaftet.
Der Terminator erkundigt sich auf der Polizeistation nach Sarah Connor und erfährt, dass sie sich dort aufhält. Er sagt: "Ich komme wieder!" (im Original: "I'll be back!") und er kommt tatsächlich bald zurück. Er tötet auf der Polizeistation wahllos jede Person, die er vorfindet. Sarah und Kyle können in dem entstehenden Chaos entkommen.
Sie mieten sich ein Zimmer in einem Motel. Dass Sarah ihre Mutter anruft, ist ein Fehler: Denn die Person am anderen Ende der Leitung ist der Terminator, der jede Stimme, die er einmal gehört hat, nachahmen kann. So erfährt er, wo sich die beiden aufhalten.
Sarah und Kyle kommen sich näher und Reese wird, wie wir aber erst am Schluss erfahren, zum Vater von John Connor.
Der Terminator trifft im Motel ein und es kommt zu einer Verfolgungsjagd. In deren Verlauf gelingt es Kyle, einen Tanklastzug, in dem sich der Terminator befindet, in die Luft zu sprengen – doch auch das zerstört ihn nicht. In seiner wahren Gestalt, jetzt ohne das menschliche Aussehen, entkommt er dem Feuer und verfolgt die beiden weiter.
Sie flüchten in eine nahegelegene Fabrik. Beim darauffolgenden Kampf wird Kyle getötet. Mit Hilfe einer hydraulischen Presse gelingt es Sarah schließlich, den Terminator zu zerstören. Dass die Überreste des Terminators, Ausdruck einer weiterentwickelten Zukunftstechnologie, zurückbleiben, ist ein wichtiges Element in der Fortsetzung des Films.
Am Schluss des Films sehen wir die nunmehr schwangere Sarah Connor auf dem Weg nach Mexiko, wo sie den Folgen des folgenden Atomkrieges entkommen will. Ein kleiner Junge macht ein Foto von ihr – dasselbe, das Kyle Reese 45 Jahre später in seinen Händen halten wird.
Hintergrund
Der mit vergleichsweise niedrigen Kosten von weniger als 7 Millionen Dollar produzierte Film wurde zum bis dahin größten Erfolg des Regisseurs James Cameron und seines Hauptdarstellers Arnold Schwarzenegger. Es folgten zwei Fortsetzungen, die mit erheblich höherem Aufwand gedreht wurden: Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991) und Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003), in dem Jonathan Mostow Regie führte. In den beiden Fortsetzungen wird der von Schwarzenegger gespielte Terminator zum Beschützer von John Connor und muss sich mit einem weiter entwickelten Terminator-Modell auseinandersetzen.
Literatur
Ulrich Bähr: Der Determinator. Nonne und Aufklärerin, Maschine und Mensch, B-Movie und Blockbuster - Die Verwandlungen eines Filmstoffs. In: Eckhard Pabst: Mythen – Mütter – Maschinen. Das Universum des James Cameron. Kiel, Verlag Ludwig 2005, S.44-70. ISBN 3-933598-71-0
Weblinks
-
- [http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=182 OFDb-Eintrag] von Terminator
- [http://www.moviemaniaxx.de/index-seitenid-9~filmid-503 Eintrag in der Moviemaniaxx-Datenbank]
- [http://www.kino.de/kinofilm.php4?nr=3156 Terminator bei kino.de]
- [http://filmmusikwelt.de/index.php?D=cb3cc343669a0d28eca9e88067e66417&V=file&file=c025d6e53507b3ee851104c1dde9273f Terminator auf Filmmusikwelt]
- [http://www.terminatorfiles.com/ Terminatorfiles] (umfassende Informationen)
Kategorie:Filmtitel
Kategorie:Actionfilm
Kategorie:Science-Fiction-Film
ja:ターミネーター (映画)
MolekularbiologieDie Molekularbiologie umfasst die Biologie der Zelle auf molekularer Ebene. Sie befasst sich mit der Struktur und Funktion von DNA und RNA bis hin zu den Proteinen und wie diese untereinander interagieren. Das Forschungsgebiet der Molekularbiologie überlappt dabei (immer mehr) mit weiteren Feldern der Biologie und Chemie, insbesondere der Genetik und der Biochemie. Die Grenzen zwischen diesen Fachbereichen sind dabei fließend.
Arbeitsfelder
Wichtige Arbeitsfelder sind die Erforschung der Genexpression und Genregulation auf allen Ebenen (Epigenetik, Transkription, Translation) und die Erforschung der Funktion der Proteine in der Zelle. Insbesondere die Wechselwirkung zwischen DNA und Proteinen in der Zelle sind ein Hauptaugenmerk. Hierdurch soll das Grundverständis der Prozesse in einer Zelle verbessert werden.
Die gewonnenen Daten können wiederum in einer Vielzahl weiterer Felder eingesetzt werden. Zum Beispiel ist es mit Hilfe von molekularbiologischen Daten möglich, Krankheiten besser zu verstehen und die Wirkungsweise von Medikamenten zu verbessern. Auch die Aufklärung der genetischen Information durch Sequenzierung der DNA und RNA ermöglicht wesentliche Einsichten in die Evolution der Lebewesen. Vielfach werden die aufgrund morphologischer und anhand von Fossilien entwickelten Stammbäume des Systems der Lebewesen durch Sequenzdaten bestätigt oder auch widerlegt. Durch die Gentechnik ist es schließlich möglich, das Erbgut von Organismen zu verändern. So können beispielsweise in Bakterien oder in Nutztieren Hormone und andere körpereigene Substanzen des Menschen, aber auch andere neue Arzneistoffe hergestellt werden (Biotechnologie). Im Bereich der Pflanzenzucht kann die Gentechnik dazu benutzt werden, Gene für Krankheitsresistenzen oder Abwehrmechanismen gegen Fressfeinde oder konkurrierende Pflanzen einzuschleusen, so dass die entsprechenden Stoffe von den Nutzpflanzen selbst gebildet werden.
Molekularbiologische Forschungsinstitute im deutschsprachigen Raum, die sich hiermit beschäftigen, sind unter anderen das European Molecular Biology Laboratory, verschiedene Max-Planck-Institute sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum.
Techniken
Molekularbiologische Methoden werden in der modernen biologischen und medizinischen Forschung angewandt, haben aber mittlerweile auch Einzug gehalten in der Kriminalistik und vielen anderen Bereiche des täglichen Lebens. Die Molekularbiologie verwendet dabei eine Vielzahl von biochemischen, mikrobiologischen, genetischen und gentechnischen Verfahren und kombiniert die Ergebnisse dieser, um einen größeren Kontext zu erhalten. Die Palette der Techniken ist auch hier fließend und erstreckt sich von in vitro-Technik bis hin zu in vivo-Untersuchung, wie zum Beispiel PCR, Klonierung, Mutagenese, rekombinante Expression, Hefe-Zwei-Hybrid-System, Zellkultur, usw.
Siehe auch
- Molekularbiologische Methoden
- Genom
- Proteom
- Zellbiologie
Literatur
- Cornel Mülhardt: Der Experimentator: Molekularbiologie/Genomics. 4. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, ISBN 3-82-741460-1
- Bruce Alberts, Alexander Johnson, Julian Lewis: Molekularbiologie der Zelle. 4. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2003, ISBN 3-52-730492-4
Kategorie:Biophysik
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