Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Mealhada

Mealhada

Mealhada ist eine Stadt in Portugal mit ca. 4.000 Einwohnern.

Verwaltung

Mealhada ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Anadia, Mortágua, Penacova, Coimbra sowie Cantanhede. Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Mealhada:
- Antes
- Barcouço
- Casal Comba
- Luso
- Mealhada
- Pampilhosa
- Vacariça
- Ventosa do Bairro Kategorie:Ort in Portugal

Liste der Städte in Portugal

Dies ist eine Liste der Städte in Portugal, nach Einwohnerzahl und alphabetisch in Cidades (Städte mit Stadtrecht) und Vilas - was man etwa mit Großgemeinden übersetzen könnte, geordnet. Städte nach Einwohnerzahl
Alphabetische Übersicht der Cidades
Alphabetische Übersicht der Vilas
Siehe auch
Weblinks __NOTOC__

Städte nach Einwohnerzahl

Die beiden mit Abstand größten Agglomerationen in Portugal sind die Hauptstadt Lissabon mit einer Einwohnerzahl von 2.613.794 und Porto mit einer Bevölkerung von 1.266.389 (Stand jeweils 1. Januar 2005). Damit konzentrieren sich 37 Prozent der Bevölkerung des Landes in beiden Regionen. In der folgenden Tabelle sind die Städte über 30.000 Einwohner, die Ergebnisse der Volkszählungen (Zensus) vom 15. April 1991 und 1. März 2001, eine Berechnung für den 1. Januar 2005 sowie die Region, zu der die Stadt gehört, aufgeführt. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne Vorortgürtel.

Alphabetische Übersicht der Cidades

A

B

C

E

F

G

H


- Horta

I


- Ílhavo

L

M

O

P

Q

R

S

T

Ebene 2 Überschrift

TRAS OS MONTES

V

Alphabetische Übersicht der Vilas

A

B

C

D


- Darque

E

F

G

I

J

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U


- Unhais da Serra

V

Z


- Zebreira

Siehe auch


- Liste der Städte der Welt

Weblinks


- [http://www.ine.pt/ Instituto Nacional de Estatística]
- [http://gazetteer.de/ World Gazetteer - Aktuelle Einwohnerzahlen der Städte Portugals] Kategorie:Portugal Portugal

Portugal

Die Portugiesische Republik (República Portuguesa) ist ein Staat im Südwesten der iberischen Halbinsel. Er wird im Westen und Süden vom Atlantischen Ozean, im Osten und Norden von Spanien begrenzt. Daneben gehören zum portugiesischen Staatsgebiet die Inselgruppe der Azoren sowie Madeira. Westlich der Hauptstadt Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes. Der Name Portugal entstammt dem Namen der Siedlung Cale im Delta des Flusses Rio Douro. Cale könnte ein griechisches Wort sein (Kalles = schön) und sich auf die Schönheit der Natur im Norden des heutigen Portugal beziehen, das die Griechen in der Antike kolonisierten. Andere Historiker meinen, dass Cale phönizischen Ursprungs ist, da die Phönizier Portugal schon vor den Griechen besiedelten. Als das heutige Portugal zum Römischen Imperium gehörte, wurde Cale ein wichtiger Hafen, in Latein Portus Cale. Im Mittelalter wurde Portus Cale zu Portucale, später Portugale, wobei dieses Wort im 7. und 8. Jahrhundert nur die nördlichen Teile des Landes bezeichnete, also die Region zwischen den Flüssen Rio Douro und Rio Minho. Andererseits verkürzte sich der Name Portus Cale zu Porto, der zweitwichtigsten Stadt, die sich deshalb voller Stolz als Namensgeber des Landes bezeichnet.

Geographie

Der Norden Portugals hat ein relativ kühles und feuchtes Klima und besteht aus zwei traditionellen Provinzen oder Landschaften: Der Minho im Nordwesten gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden des Landes, wobei Großstädte nur an der Atlantikküste liegen, im Landesinneren liegen jedoch viele Kleinstädte und Dörfer. Der Minho wird wegen seines Klimas und der vergleichsweise üppigen Vegetation als der grüne Garten Portugals bezeichnet. Auf den Hängen der zahlreichen Flusstäler wird vor allem Wein angepflanzt, die zum berühmten Portwein und dem Vinho Verde weiterverarbeitet werden. Daneben gedeihen viele Gemüsesorten. Die natürliche Vegetation ist eine Mischung aus der Flora der gemäßigten Klimazone und der subtropischen Flora, je nach Höhenlage gibt es Eichen oder Kastanien bzw. Pinien und Olivenbäume. Im Nordosten liegt Trás-os-Montes (Hinter den Bergen). Dies ist die dem Meer abgewandte Seite Nordportugals, die sehr gebirgig ist und deshalb sehr kalte Winter und sehr heiße Sommer hat. Die Vegetation ist bedeutend weniger üppig als im Minho und sie fällt umso spärlicher aus, je mehr man sich der Grenze zu Spanien nähert. Beiden Provinzen ist gemein, dass ihre Gebirgsmassive, wie z. B. Marão oder Peneda-Gerês von zahlreichen Flüssen, wie der Rio Minho (Grenzfluss zu Spanien) oder der Rio Douro, durchschnitten werden. Im Norden Portugals liegt der Nationalpark Peneda-Gerês, das bedeutendste Schutzgebiet des Landes. Dort existieren noch Restbestände naturbelassener Wälder, in denen sich insbesondere die immergrüne Steineiche findet. Bedeutende Städte des Nordens sind Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Braga, Vila Real und Bragança. Mittelportugal ist größtenteils hügelig bis gebirgig und hat mit der Serra da Estrela ein bedeutendes Gebirge mit Skigebiet. Die wichtigsten Landschaften sind die Beira, der Ribatejo (die Tejo-Ebene mit Beinamen Garten Lissabons), die Estremadura sowie die Mündung des Tejo in den Atlantik. Die gesamte Region ist sehr fruchtbar und hat ein für den Weinanbau optimales Klima, so dass die Tradition des Weinbaus hier bis zu den Römern zurückreicht. Daneben werden Getreide, Reis, Sonnenblumen und Gemüse angebaut. Die Region wird durch den Tejo zweigeteilt. Überschwemmungen, die früher den Ribatejo regelmäßig heimsuchten, kommen seit dem Bau zahlreicher Staudämme nicht mehr vor. Die wichtigsten Städte Mittelportugals sind Lissabon, Aveiro, Amadora, Almada, Seixal, Cascais, Coimbra, Viseu, Guarda, Leiria, Castelo Branco, Covilhã, Setúbal sowie Santarém. Santarém Der Süden Portugals setzt sich aus den drei Landschaften Terras do Sado, Alentejo und Algarve zusammen. Die Oberfläche der gesamten Region ist eben bis hügelig und hat ein trockenes und heißes Klima. Der Alentejo, die frühere Kornkammer Portugals, ist heute nur dünn besiedelt und von Abwanderung gekennzeichnet, weitläufige Getreidefelder mit Olivenhainen und Korkeichen dominieren die Landschaft, die eine unvergleichliche Ruhe und Getragenheit ausstrahlt. Zum Getreide kommen Weinanbau und in zunehmenden Maße auch Sonnenblumen als Hauptprodukte. Die Wiesen sind im Frühling mit Blumen übersät, die als Weiden für Schafe dienen. Zum wirtschaftlichen Niedergang tragen nicht zuletzt auch immer länger werdende Trockenperioden bei, denen man mit dem Bau von Staudämmen zu begegnen versucht. Nicht einheimisch, aber immer häufiger anzutreffen, sind Pflanzungen von Eukalyptus, die allerdings wegen der hohen Brandgefahr, die von diesen Bäumen ausgeht, nicht unumstritten sind. Die südlichen Küstenregionen sind dazu häufig von Kiefernwäldern bewachsen. Daneben finden sich zahlreiche Palmenarten, von denen aber nur die Zwergpalme einheimisch ist. Die Algarve markiert die gesamte Südküste des Landes und ist mit ihren hübschen Städten, den Steilküsten und Sandstränden zu einem beliebten Feriendomizil geworden, was die üblichen negativen Begleiterscheinungen des Massentourismus mit sich gebracht hat. Die größten Städte Südportugals sind Portalegre, Évora, Beja sowie Faro und Lagos. Der wichtigste Fluss ist der Rio Guadiana, der zweimal auf längeren Strecken auch die Grenze zu Spanien markiert. An die große sommerliche Hitze angepasst sind zahlreiche sukkulente Pflanzen. Zu Portugal gehören weiterhin die beiden Inselgruppen Madeira (Holzinsel) und Azoren (Habichtsinsel) im Atlantik; sie sind vulkanischen Ursprungs. Die Inselgruppe Madeira hat aufgrund ihrer Lage vor der afrikanischen Küste eine teils tropische, teils subtropische Vegetation. Der höchste Berg Portugals befindet sich auf den Azoren (Monte Pico, 2.351 m). Der wichtigste Fluss Portugals ist der Tejo, welcher in Spanien unter dem Namen Tajo entspringt und bei Lissabon in den Atlantischen Ozean mündet. Siehe auch: Liste der Städte in Portugal Die Tierwelt Portugals unterscheidet sich nur unwesentlich von der Spaniens. Vereinzelt leben hier noch Wölfe; der nur auf der iberischen Halbinsel verbreitete Pardelluchs ist dagegen in Portugal nahezu ausgestorben, nur noch selten werden Einzeltiere angetroffen, die vermutlich über die Grenze mit Spanien eingewandert sind. Ansonsten finden sich Wildkatzen, Füchse, Wildschweine, Hirsche, wilde Ziegen sowie Wildkaninchen. Da Portugal auf der Zugvogelroute nach Afrika liegt, lassen sich zahlreiche Vögel beobachten, darunter insbesondere im Süden auch Flamingos; Steinadler leben und jagen in den Küstengebieten. Im Landesinneren kommen auch verschiedene Schlangen und Skorpione vor.

Bevölkerung

Portugal ist, jedenfalls bezogen auf die alteingesessene Bevölkerung, in sprachlicher, ethnischer und religiöser Hinsicht ein sehr homogenes Land. Die portugiesische Sprache wird im ganzen Land gesprochen, und nur in den Dörfern von Miranda do Douro wird ein dem Asturischen zugeordneter Dialekt (Mirandes) gesprochen, der als Minderheitensprache anerkannt wird. Die überwiegende Mehrheit der Portugiesen bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben. Aus anthropologischer Sichtweise sind die Portugiesen ein Mischvolk, welches sich aus den Nachkommen der Iberer, der Urbevölkerung der iberischen Halbinsel, den später aus Nordeuropa gekommenen Kelten die sich mit den Iberern zu den Keltiberern zusammenschlossen, sowie den Nachkommen der römischen, gotischen, suebischen und maurischen Invasoren zusammensetzt. Der maurische Einfluss ist in Portugal stärker als in anderen europäischen Ländern. Nach der Reconquista wurden die Mauren teils vertrieben, zum größten Teil jedoch versklavt, sie vermischten sich später mit der Bevölkerung und hatten einen großen Anteil an der Blüte von Handwerk und Landwirtschaft im frühen Mittelalter. Mittelalter Für lange Zeit war Portugal ein Auswanderungsland; wichtige Zentren der portugiesischen Kultur gibt es vor allem in Frankreich, wo allein 600.000 Portugiesen leben, aber auch in vielen anderen Staaten. Andererseits war Portugal schon während der Unabhängigkeitskriege seiner Kolonien Zielland für Einwanderer aus den kolonisierten Regionen. Seit dem Beitritt Portugals zur Europäischen Union und dem damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Wandel ist Portugal verstärkt zu einem Einwanderungsland geworden, wobei die Herkunftsländer der Zuwanderer vor allem in Afrika (Angola, Kap Verde), Südamerika (Brasilien) sowie Osteuropa (Russland, Ukraine, Moldawien) liegen. Ende 2003 lebten etwa 250.000 ausländische Staatsangehörige in Portugal. Diese stammen zu mehr als der Hälfte aus anderen portugiesischsprachigen Ländern, sind meist katholischen Glaubens und haben auch einen ähnlichen kulturellen Hintergrund. Etwa ein Viertel der Ausländer, die in Portugal leben, sind Europäer - teils sind sie Dauerurlauber, die in Portugal ihre Pension verbringen, ein gewichtiger Anteil sind jedoch auch Rückkehrer, also Portugiesen, die aus Portugal ausgewandert waren und mit fremder Staatsbürgerschaft zurückgekehrt sind. Somit kennt Portugal das Phänomen, Zuwanderer mit komplett unterschiedlicher Sprache und Kultur integrieren zu müssen, wie etwa Deutschland, nicht. Auf zehn Portugiesen kommt statistisch gesehen ein Bürger nicht-portugiesischer Herkunft (viele davon mittlerweile mit portugiesischem Pass). Die ausländische Bevölkerung lebt zu mehr als der Hälfte in Lissabon, davon abgesehen konzentriert sie sich auf die Stadtgebiete an der Küste. Im Hinterland liegt der Anteil bei unter 0,5 %. Lissabon Die dichteste Besiedelung weist ein Küstenstreifen von der spanischen Grenze im Norden bis in die Gegend um Lissabon auf. Während in diesem Streifen 70 % der Bevölkerung leben, sind das Hinterland und der Süden Portugals sehr dünn besiedelt. Mehr als 10 % der Bevölkerung entfällt auf zwei Städte (Lissabon und Porto), während mehr als die Hälfte in Orten unter 2.000 Einwohnern lebt. Der Trend geht jedoch auch in Portugal in Richtung Verstädterung. Innerhalb Portugals gibt es starke Migrationsbewegungen, wobei die Wanderungsbewegungen aus den Regionen des Hinterlandes in Richtung der Zentren von Industrie (Lissabon, Porto) und Tourismus (Algarve, Madeira und Azoren) gehen.

Religion

Etwa 97 % der Portugiesen sind römisch-katholischen Glaubens, wobei jedoch in Portugal Glaubensfreiheit herrscht. Der Wallfahrtsort Fátima liegt in Portugal und ist der Mutter Jesu, Maria, gewidmet. Maria wird von den Portugiesen sehr verehrt, fast wie eine Göttin, was für manche ein Hinweis darauf ist, dass die Vorfahren der Portugiesen vor der Christianisierung vorrangig weibliche Gottheiten anbeteten.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Portugals

Frühgeschichte bis Antike

Geschichte Portugals Die Vor- und Frühgeschichte des Landes entspricht weitgehend der Entwicklung in den anderen Regionen der iberischen Halbinsel. Ab 2000 v. Chr. wandern die Iberer wahrscheinlich aus Nordafrika ein. Ab 1200 v. Chr. werden von den Phöniziern und ab 700 v. Chr. von den Griechen Kolonien gegründet. Ab 600 v. Chr. wandern Kelten ein, die sich mit den Iberern vermischen (sog. Keltiberer). Zu diesen gehört auch der Stamm der Lusitaner, ([http://groups.msn.com/Loriga/viriatolusitanianhero.msnw Viriato]) der im Lateinischen namensgebend für das Land werden soll. Ab 450 v. Chr. wird das Gebiet von Karthago erobert und im Ergebnis des Zweiten Punischen Krieges an Rom abgetreten. Von den Römern wird es unter dem Namen Lusitania (Portugal) zum Teil als eigenständige Provinz verwaltet. Die römische Herrschaft endet in der Völkerwanderungszeit, Sueben (ab 409) und vor allem Westgoten (ab 416) gründen ihre Reiche auf dem Gebiet des späteren Portugals.

Maurische Herrschaft bis Kolonialmacht Portugal

Im Jahre 711 erobern die Mauren das Land, Portugal wird Teil des Kalifats von Córdoba, Herrschaft der Almoraviden. Von Asturien aus nimmt der Gotenherzog Pelagius (Don Pelayo) im Jahre 722 die christliche Reconquista auf, die Mauren werden bis 1492 sukzessive von der iberischen Halbinsel vertrieben. Portugal wird als eigenständige Grafschaft bereits im 11. Jahrhundert gegründet ("Condado Portucalense", Grafschaft von Portucale); diese fällt 1093 an Heinrich von Burgund, den Stammvater der ersten portugiesischen Königsdynastie. Unter Heinrichs Sohn und Nachfolger Alfons I. erlangt das Land 1143 seine Unabhängigkeit, Alfons nimmt den Königstitel an. Die Burgunder herrschen bis 1383 in Portugal, 1211 wird das erste Ständeparlament (Cortes) einberufen, 1250 ist die Reconquista in Portugal mit der Eroberung der Algarve abgeschlossen, 1256 wird die Hauptstadt nach Lissabon verlegt. Lissabon)]] 1383 stirbt das Haus Burgund in Portugal aus, ein nichtehelicher Abkömmling, Johann von Avis ruft sich zum König aus, kann kastilische Ansprüche auf den portugiesischen Thron in der Schlacht von Aljubarrota (1385) abwehren und gründet die zweite portugiesische Dynastie, das Haus Avis. Die Avis-Könige (besonders unter Emanuel I. - er herrschte von 1495 bis 1521) führten das Land zu höchster Blüte, Portugal steigt zur führenden Handels- und Seemacht auf, erwirbt Kolonien in Brasilien, Afrika, Arabien, Indien und China, das Land ist Weltmacht und reichste Nation Europas (siehe auch Heinrich der Seefahrer). Auch kulturell kommt es zu einer Blütezeit (Luís de Camões). 1580 stirbt das Haus Avis aus, Portugal fällt aus dynastischen Gründen an die Habsburgerherrscher Spaniens. Bis 1640 herrschen die Spanier, Portugal verliert seine Unabhängigkeit, sinkt zur spanischen Provinz herab, verliert Teile seines Kolonialreiches. 1640 führt der Herzog von Braganza eine Adelsrevolte gegen die spanische Herrschaft an und ruft sich als Johann IV. zum König aus. Er gründet die vorletzte portugiesische Dynastie, das Haus Braganza. Außen- und wirtschaftspolitisch gerät das Land in immer größere Abhängigkeit von England (Methuenvertrag, 1703). 1755 vernichtet ein Erdbeben große Teile der Hauptstadt Lissabon, der Marquês de Pombal baut die Stadt wieder auf und formt das Land mit zum Teil drastischen Methoden zu einem aufgeklärt absolutistischen Staat um. 1807 besetzen napoleonische Truppen das Land, die königliche Familie flieht nach Brasilien. Nachdem die Franzosen mit britischer Hilfe vertrieben wurden, kommt es zur liberalen Revolution, das Land erhält zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Verfassung (1821). Der sich anschließende Kampf zwischen Anhängern des Absolutismus und Befürwortern einer konstitutionellen Monarchie wird erst durch den Sieg der letzteren im Miguelistenkrieg entschieden. Am 7. September 1822 erlangt Brasilien unter Kaiser Peter I. seine Unabhängigkeit.

Endphase der Monarchie bis Estado Novo

Die Zeit nach Ende des Miguelistenkrieges wird von der Auseinandersetzung zwischen Rechts- und Linksliberalen (Cartisten und Setembristen) geprägt. 1853 stirbt mit Königin Maria II. das Haus Braganza in direkter Linie aus, über die Ehe der Königin mit Ferdinand II. von Sachsen-Coburg-Gotha übernimmt der portugiesische Zweig dieses deutschen Adelshauses den Thron (bis 1910). Die Endphase der Monarchie ist durch eine allgemeine Schwäche des Landes, wirtschaftliche Probleme (Staatsbankrott 1891) und zunehmende republikanische Aufstände geprägt. 1908 werden der König Karl I. und der Thronfolger bei einem Attentat getötet, 1910 wird die Republik ausgerufen. Im März 1916 tritt das Land auf Seiten der Entente in den Ersten Weltkrieg ein. Portugal mobilisiert bis zu 100.000 Soldaten, von denen ca. 7.000 bis zum Ende des Krieges fallen. Die sog. erste Republik (bis 1926) ist durch anarchisch chaotische Zustände gezeichnet, monarchistische und kommunistische Aufstände, Putschversuche (u. a. des Sidónio Pais, 1917), schwache, häufig wechselnde Regierungen ohne parlamentarische Mehrheit und eine allgemeine politische Instabilität kennzeichnen die Situation. 1926 putscht das Militär und beendet die erste Republik. Unter den Militärs steigt jedoch ein Zivilist, António de Oliveira Salazar, ab 1928 Finanzminister, ab 1932 Ministerpräsident, zu höchster Macht auf. Er gründet ab 1933 den "Estado Novo", den neuen Staat, ein autoritäres Gebilde mit faschistischen Tendenzen, komplett mit Einheitspartei (Nationale Union), Staatsjugend und Geheimpolizei (PIDE). Im Zweiten Weltkrieg bleibt das Land neutral, erlaubt aber den Alliierten die Einrichtung von Militärbasen auf den Azoren und tritt nach Ende des Krieges der NATO bei. Ab 1960 beginnt der Kolonialkrieg, der besonders in Afrika (Angola, Mosambik, Guinea-Bissau) mit großer Härte geführt wird. 1968 muss Salazar wegen gesundheitlicher Probleme zurücktreten, sein Nachfolger, Marcello Caetano, kann sich jedoch nicht zu grundlegenden Reformen entschließen. Durch den Kolonialkrieg ist Portugal außenpolitisch zunehmend isoliert, die Kosten des Krieges führen zu steigender Staatsverschuldung und Inflation. Führende Militärs erkennen, dass der Kolonialkrieg militärisch für Portugal nicht zu gewinnen ist; wegen der Unfähigkeit der Regierung, eine politische Lösung des Problems zu finden, putschen sie schließlich 1974. Eine allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Diktatur, durch die einsetzende Wirtschaftskrise (hervorgerufen durch die erste Ölkrise 1973) noch verstärkt, führt dazu, dass sich die Bevölkerung massenhaft mit den putschenden Offizieren solidiarisiert, es kommt zu einer allgemeinen Volkserhebung, der Nelkenrevolution, die den Estado Novo beendet. Die neuen Machthaber entlassen die portugiesischen Kolonien in die Unabhängigkeit (1974/1975). Dies bedeutet das Ende des jahrhundertealten portugiesischen Kolonialreiches.

Nelkenrevolution bis EU-Beitritt

1975 Die erste Phase nach der Revolution ist geprägt von der Auseinandersetzung zwischen einer eher konservativen Strömung (General Spínola) und einem sozialistischen Flügel (Hauptmann Otelo), innerhalb des MFA (Movimento das Forças Armadas - Bewegung der Streitkräfte), der Vereinigung der putschenden Offizieren. Zunächst sah es so aus, als wenn die sozialistische Strömung obsiegen würde, es kam zu Verstaatlichungen und Landreform, die neue Verfassung von 1976 definiert den Übergang zum Sozialismus als Staatsziel. Als sich jedoch bei den ersten Präsidentschaftswahlen nach der neuen Verfassung 1976 der gemäßigtere General Eanes überraschend deutlich gegen Hauptmann Otelo durchsetzen kann, sind die Weichen für eine Rückkehr des Landes zu einer parlamentarischen Demokratie westeuropäischen Zuschnitts gestellt. Eanes und der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Mário Soares (Regierungschef von 1976 bis 1978 und 1983 bis 1985, Staatspräsident von 1986 bis 1996) führen das Land schließlich in die Europäische Gemeinschaft (Beitritt 1986).

Vom EU-Beitritt bis heute

1979 gewann zum ersten Mal seit der Nelkenrevolution wieder eine politische Gruppierung, die rechts von der Mitte stand, die Parlamentswahlen (Regierungen Francisco de Sá Carneiro und Francisco Pinto Balsemão), die Regierung kann sich mit der sozialistischen Opposition auf eine Verfassungsänderung einigen, durch die sozialistische Überreste, die nach der Nelkenrevolution in die Verfassung geschrieben wurden, entfernt werden. Die 1982 in Kraft getretene Verfassungsänderung eliminierte unter anderem den bis dahin bedeutenden Revolutionsrat und schuf ein Verfassungsgericht nach dem Vorbild anderer demokratischer Staaten. 1985 wird Aníbal Cavaco Silva Ministerpräsident, seiner konservativen Partido Social Democrata (PSD) gelingt bei den Wahlen 1987 ein Erdrutschsieg, bei dem eine Partei zum ersten Mal eine absolute Mehrheit erringen kann. Cavaco Silva bleibt bis 1995 Ministerpräsident, wobei er eine neoliberale Wirtschaftspolitik führt und die Verstaatlichungen aus der Zeit der Nelkenrevolution zurücknimmt. Von 1995 bis 2002 stellen die Sozialisten mit António Guterres wieder die Regierung. Bei den Parlamentswahlen vom 17. März 2002 kommt es zu einem neuerlichen Rechtsrutsch. Bei einer Wahlbeteiligung von 62,3 % erreicht die konservative PSD unter José Manuel Durão Barroso eine relative Stimmenmehrheit von 40,1 %, gefolgt von der sozialistischen Partido Socialista und der rechtskonservativen Volkspartei Partido Popular (PP) mit 37,9 bzw. 8,8 %. Mit letzterer bildet Barroso eine Koalitionsregierung, wobei der populistische Vorsitzende der PP, Paulo Portas, das Amt des Verteidigungsministers übernimmt und auch die Bereiche Justiz sowie Arbeit und Soziales an die PP gehen. Die Sozialisten stellen allerdings ununterbrochen den Präsidenten des Landes, da Nachfolger von Soares 1996 der Sozialist Jorge Sampaio wird. Im Jahr 2004 wird Barroso vom Europäischen Rat zum Nachfolger von Romano Prodi als Präsident der Kommission der Europäischen Union nominiert. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wird Pedro Santana Lopes, der aber nur kurze Zeit regieren kann, da der Präsident bereits im November das Parlament vorzeitig auflöst und für Februar 2005 Neuwahlen ausschreibt, bei der die Partido Socialista zum ersten Mal in der Geschichte eine absolute Mehrheit erringt. Ihr Spitzenkandidat José Sócrates ist seit 12. März 2005 neuer Ministerpräsident.

Politik

Politisches System

Seit der Nelkenrevolution des Jahres 1974 hat Portugal sich zu einer stabilen parlamentarischen Republik entwickelt. Die vier wichtigsten Organe der Politik in Portugal sind der Präsident, der Premierminister und sein Ministerrat, das Parlament sowie die Justiz. Der Präsident, der alle fünf Jahre direkt in allgemeinen Wahlen bestimmt wird, ist auch Oberkommandierender der Streitkräfte. Er ernennt einen Premierminister und den Ministerrat, wobei er sich am Ergebnis der Parlamentswahlen zu orientieren hat. Der Staatsrat ist ein Gremium, das den Präsidenten berät, und besteht aus dem Staatspräsidenten und allen seinen Vorgängern, dem Premierminister, dem Präsidenten des Verfassungsgerichtes, dem Bürgerbeauftragten, den regionalen Präsidenten (Madeira und Azoren) sowie fünf vom Staatspräsidenten und fünf vom Parlament ausgewählten Personen. Die Regierung wird vom Premierminister angeführt, der sich einen Ministerrat zusammenstellt. Jede neue Regierung muss dem Parlament ein Programm vorlegen, über welches debattiert wird. Sofern es nicht abgelehnt wird, bedeutet dies, dass die Regierung vom Parlament akzeptiert ist. Das Parlament wird als Assembleia da República (Versammlung der Republik) bezeichnet und besteht aus einer Kammer mit bis zu 230 Abgeordneten. Die Abgeordneten werden für vier Jahre gewählt, wobei das Verhältniswahlrecht zur Anwendung kommt. Der Präsident hat das Recht, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen. Das Oberste Gericht ist die höchste Instanz der portugiesischen Justiz, wobei es spezielle Oberste Gerichte für militärische, verwaltungsrechtliche und steuerrechtliche Fragen gibt. Das Verfassungsgericht Portugals hat neun Mitglieder und überwacht die verfassungsgemäße Auslegung des Rechts. Es gibt zwei große Parteien, die sozialdemokratisch orientierte Sozialistische Partei (PS) und die bürgerlich-konservativ orientierte Sozialdemokratische Partei (PSD). Daneben gibt es auf der rechten Seite noch die rechtspopulistische Volkspartei (CDS/PP) und auf der linken Seite die traditionsreiche Kommunistische Partei (PCP) und der vor wenigen Jahren als Sammelbecken der intellektuellen Linken gegründete Linksblock (Bloco de Esquerda, BE). Diese fünf Parteien sind zurzeit alle im Parlament vertreten. Die Grünen (Partido Ecologista “os Verdes”, PEV) treten in Portugal immer in Listenunion mit den Kommunisten an und bekommen darüber normalerweise ein Parlamentsmandat. Siehe auch: Liste der politischen Parteien Portugals

Internationale Beziehungen

Portugal ist Mitglied der Europäischen Union und hatte den Ratsvorsitz im ersten Halbjahr 2000 inne. In dieser Zeit verfolgte Portugal vor allem das Ziel, den Dialog mit Afrika zu forcieren und Impulse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu geben. Portugal war Gründungsmitglied der NATO und beteiligt sich mit Truppen an der Friedenssicherung auf dem Balkan. Zusammen mit Spanien ist Portugal an den Ibero-Amerikanischen Gipfeltreffen beteiligt, deren Ziel der Dialog v. a. mit den Ländern Lateinamerikas ist. Federführend war das Land auch an der Gründung der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder (CPLP) beteiligt, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit dieser Länder zu vertiefen. Portugal unterstützte Timor-Leste, eine frühere Kolonie, in seinem Unabhängigkeitskampf finanziell und militärisch und kooperiert jetzt in diesem jungen Staat mit asiatischen Ländern, den Vereinigten Staaten sowie der UNO. Zurzeit hat Portugal einen wichtigen Vertrag mit Frankreich, der besagt, dass die beiden Länder sich die Fischerei-Gebiete teilen. Spanien soll auf der westlichen Seite fischen und Portugal im Osten. Portugal hat einen Territorialstreit mit Spanien um Olivenza (bzw. Olivença), welches zu Spanien gehört, jedoch von Portugal beansprucht wird. Olivença ist seit 1801 unter spanischer Verwaltung, jedoch hat sich Spanien auf dem Wiener Kongress von 1815 bereiterklärt, das Gebiet an Portugal zurückzugeben. Dies ist bis heute nicht geschehen, und Portugal verlangt regelmäßig, dass die Rückgabe vollzogen wird.

Bildungssystem

Bis zur Nelkenrevolution 1974 wurde Bildung sträflich vernachlässigt und nach der Revolutionszeit wurde die Bildungs zwar vom Staat weiter vernachlässigt, aber die Privatleute fördeten sie mehr denn je. Dies macht sich bis heute bemerkbar: Im Jahr 2000 verfügten beispielsweise nur etwa ein Zehntel der Dreißigjährigen über einen Hochschulabschluss. Damit hatte Portugal unter den EU-Mitgliedern vor der Osterweiterung den mit großem Abstand niedrigsten Wert. Darüberhinaus hat Portugal heute mit fast 15 Prozent die höchste Analphabetenquote Europas. Dies ist ein großes Hindernis bei der Wirtscaftsentwicklung, trägt vor allem zur Ineffizienz der Landwirtschaft bei, da vor allem die Landbevölkerung von Analphabetismus betroffen ist. Aber auch die Mittelschicht Portugals ist unterdurchschnittlich gebildet, da der Zugang zu Universitäten erst in den letzten Jahren einfacher geworden ist. So fehlt es beispielsweise an gut ausgebildeten Unternehmern, die traditionellen Firmeneigentümer sind ausländischer Konkurrenz oft nicht gewachsen, weil sie durch Erbe, nicht durch Ausbildung in ihre Leitungsposition gekommen sind. Das Schulsystem besteht aus einer vierjährigen Grundschule und einer fünfjährigen Oberschule. Es besteht eine gesetzlich festgelegte neunjährige Schulpflicht für alle Kinder ab dem sechsten Lebensjahr. Der Pflichtschulunterricht ist an staatlichen Schulen kostenlos und für den Unterricht an einer der vergleichsweise zahlreichen privaten Institutionen können bedürftige Familien Unterstützung erhalten. Wer nach der Oberschule noch die dreijährige Escola Secundária absolviert, bekommt die Universitätsreife und kann zwischen mehreren Möglichkeiten des Hochschulstudiums wählen: Hochschulbildung wird in Portugal von staatlichen und privaten Universitäten (universidades) sowie staatlichen und privaten Fachhochschulen (escolas politécnicas) angeboten. Zur Förderung der abgelegeneren Gebiete wurden auch in vielen mittleren Städten Hochschulen eingerichtet; der Wechsel von einer zur anderen Institution ist relativ leicht. In jedem Fall ist eine Aufnahmeprüfung zu absolvieren und es sind Studiengebühren zu entrichten, die bei den privaten Schulen höher sind als bei den staatlichen, und auch je nach Fachrichtung variieren; auf staatlichen Einrichtungen bis zu 850 € jährlich. Trotzdem ist etwa ein Drittel der Studenten bei einer privaten Institution eingeschrieben. Zusätzlich zu den Einschreibegebühren sind propinas zu bezahlen, das sind Gebühren für die Vergabe von Zeugnissen und Diplomen. Etwa 20 Prozent der Studenten kommen in den Genuss einer einkommensabhängigen staatlichen Stützung.

Administrative Gliederung

Hauptartikel: Administrative Gliederung Portugals Das relativ kleine Portugal hat eine sehr komplexe Verwaltungsgliederung. Es gibt fünf Regionen, 18 Distrikte und zwei autonome Regionen, daneben existieren 28 sogenannte statistische Unterregionen. Eine Ebene darunter folgen etwa 300 Kreise und 4.200 Gemeinden. Diese Gliederung ist eher ineffizient und teuer, weshalb eine Reform in Arbeit ist, die die Distrikte abschaffen und Kompetenzen dezentralisieren soll.

Infrastruktur

Administrative Gliederung Portugals Die drei wichtigsten Flughäfen Portugals, Porto, Lissabon und Faro, werden von mehreren Fluggesellschaften bedient, wobei die beiden portugiesischen Linien TAP Air Portugal und Portugália die meisten Verbindungen anbieten. Es gibt auch Inlandsflüge, diese sind aufgrund der geringen Größe des Landes jedoch nicht sonderlich attraktiv und relativ teuer. Das Straßennetz ist nicht zuletzt dank EU-Mitteln aus den diversen Förderungsfonds gut ausgebaut; seit den 1980er Jahren hat sich viel bewegt. Die wichtigsten Routen werden von gebührenpflichten Autoestradas oder gebührenfreien Itinerários Principais (IP) bzw. Itinerários Complementares (IC) abgedeckt. In abgelegeneren Gebieten kann man jedoch noch häufig auf Straßen mit Kopfsteinpflaster stoßen. Das Selbstfahren, speziell in den Städten, sollten sich Mitteleuropäer jedoch gut überlegen; dem Chaos zur Hauptverkehrszeit sowie der großzügigen Auslegung der Verkehrsregeln ist nicht jeder gewachsen. Dass der Straßenverkehr Portugals zu den unsichersten gehört, haben europäische Unfallstatistiken wiederholt gezeigt. Taxis sind relativ günstig, besonders innerhalb der Städte. Das Eisenbahnnetz Portugals ist nicht besonders dicht, auf den Hauptverkehrsrouten sind die Verbindungen aber effizient und schnell, wenn die Bahnangestellten nicht gerade streiken. Die Fahrkarten sind relativ günstig. In die Nebenbahnen wurde in den letzten Jahrzehnten nichts mehr investiert und viele sind mittlerweile stillgelegt. Internationale Züge verbinden Portugal mit mehreren Städten in Spanien, daneben gibt es eine Verbindung nach Irún an der spanisch-französischen Grenze mit direktem TGV-Anschluss nach Paris, die vor allem für Interrailer interessant ist. Fahrradmitnahme ist in Eisenbahnzügen nicht mehr möglich (Stand 2002). Dagegen gibt es ein sehr dichtes Busnetz, welches zu ebenfalls günstigen Preisen fast jede Ortschaft bedient. Internationale Busse verbinden Mitteleuropa mit Portugal, diese werden wegen der langen Fahrzeit jedoch fast ausschließlich von Gastarbeitern benutzt. Die Busse fahren in Portugal von der Rodoviária ab, wo man auch die Fahrkarten bekommt.

Wirtschaft

Seit dem Beitritt Portugals zur EG im Jahre 1986 hat sich Portugal mehr und mehr zu einer diversifizierten, vor allem auf Dienstleistungen ausgerichteten Ökonomie entwickelt. Dienstleistungen sind mittlerweile für etwa zwei Drittel des BIP verantwortlich. Wie auch in anderen Staaten Europas wurden in den letzten Jahren weitreichende Privatisierungen durchgeführt und die Staatsausgaben reduziert. Im Jahre 1998 hat sich Portugal für den Beitritt zur Europäischen Währungsunion qualifiziert und führte wie auch elf andere Staaten am 1. Januar 2002 den Euro als Zahlungsmittel ein. Die Neuverschuldung Portugals übersteigt momentan die im Maastricht-Vertrag festgelegten 3 %, wobei das Land damit nicht allein dasteht. Das Wirtschaftswachstum hat mit etwa 3,3 % jährlich zwar in der Vergangenheit jenes des EU-Durchschnitts in der Regel übertroffen, trotzdem ist Portugal nach wie vor das ärmste Altmitglied der EU: Das Pro-Kopf-BIP (in Kaufkraftparitäten) liegt bei etwa 78 % des Durchschnitts der EU-Länder vor der Osterweiterung, wobei es im Jahr 1985 noch etwa bei 50 % lag. Als Hindernis für stärkeres Wachstum von Produktivität und Beschäftigung werden vor allem strukturelle Probleme gesehen, wie z. B. das nach wie vor schlechte Bildungssystem und die hohe Analphabetismusrate, die teils schlechte Infrastruktur, und die ineffiziente Verwaltung. Aus diesem Grund gerät Portugal immer mehr in einen Wettbewerb mit Niedriglohnländern aus Mittel- und Osteuropa, Asien und Nordafrika und ist für ausländische Direktinvestitionen nicht sonderlich attraktiv; die Durchschnittslöhne sind in Portugal sehr niedrig bei sehr langen Arbeitszeiten. Ausländische Investitionen kommen vor allem aus Großbritannien und Spanien; die größte Investition aller Zeiten war die Errichtung von Auto-Europa, einer Autofabrik. Die Arbeitslosigkeit ist mit etwa 4 % im Vergleich mit dem EU-Durchschnitt niedrig, wobei man berücksichtigen muss, dass es einen großen informellen Sektor in Portugals Wirtschaft gibt, welcher einen gewissen Anteil der Arbeitslosen beschäftigt, die sonst in die Arbeitslosenstatistik fallen würden. Der Außenhandel wird zu etwa 80 % mit den EU-Partnern abgewickelt; exportiert werden vor allem Bekleidung und Schuhe, Maschinen, Chemieprodukte, Kork sowie Zellstoff und Papier. Importiert werden Maschinen, Fahrzeuge, Öl und Ölprodukte sowie Landwirtschaftsprodukte. Dabei hat Portugal ein sehr großes Handelsbilanzdefizit und auch ein Zahlungsbilanzdefizit, welches durch hohe Einnahmen aus dem Tourismus jedoch nicht so hoch wie das Handelsbilanzdefizit ist. Portugal besitzt bedeutende Rohstoffvorkommen, darunter Kohle, Kupfer, Zinn, Gold, Eisenerze wie Pyrit und Chalcopyrit, Tonminerale wie Kaolinit sowie Wolframit und Uraninit; es gehört damit zu den weltführenden Nationen in der Wolfram- und Uranproduktion. Während des Zweiten Weltkrieges versorgte sich Deutschland mit portugiesischem Wolfram für die Waffenproduktion, während die Atombombe von Hiroshima portugiesisches Uran enthielt. Die Landwirtschaft Portugals ist eine der ineffizientesten in Europa; der Anteil der Landwirtschaft am BIP liegt bei etwa 5 %, jedoch sind mehr als 5 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft beschäftigt. Dies hat dazu geführt, dass viele Betriebe aufgeben mussten und mittlerweile fast die Hälfte der Nahrungsmittel importiert werden muss. Die Korkeichenplantagen im Alentejo und der Anbau von Mandeln befinden sich ebenfalls in einer tiefen Krise. Andererseits werden große Flächen mit Eukalyptus aufgeforstet, weil er schnell wächst und damit der Zellstoffindustrie, einem wichtigen Wirtschaftsfaktor Portugals, Rohstoff liefert. Dies ist aus umweltpolitischen Gründen allerdings sehr bedenklich, weil Eukalyptus den Boden auslaugt, den ursprünglichen Wald und damit die Tierwelt verdrängt und selbst sehr leicht brennt, was zu den häufigen katastrophalen Waldbränden im Sommer führt. Ähnlich wie die Landwirtschaft kämpft auch die Fischerei mit Produktivitätsproblemen; die portugiesische Fischereiflotte ist gegenüber der spanischen weit im Hintertreffen. Der meiste Fisch wird importiert. Für etwa 8 % des BIP, mit steigender Tendenz, ist der Tourismus verantwortlich, wobei die meisten Besucher aus Spanien und Großbritannien kommen. Die Algarve ist dabei unangefochten das Zentrum.
- Bruttosozialprodukt (Mrd. US$): 109,86 (1998), 109,99 (1999), 110,6 (2000),
- Bruttosozialprodukt / Einwohner (US$): 11.020 (1998), 11.010 (1999), 11.060 (2000)
- Bruttosozialprodukt / km² (US$): 1.073.759 (1997), 1.150.873 (1998)
- Mitgliedschaften: EU, Europarat, NATO, OECD, WTO

Kultur

Literatur

Hauptartikel: portugiesische Literatur portugiesische Literatur Portugal wird manchmal auch als Land der Poeten bezeichnet. In der portugiesischen Literatur hatte die Poesie immer einen stärkeren Einfluss als die Prosa. Im Mittelalter, als die portugiesische Nation entstand, war im Nordwesten der iberischen Halbinsel die Poesie sehr verbreitet und brachte exzellente epische wie lyrische Werke hervor. Während die bekanntesten klassischen Poeten Luís de Camões und Fernando Pessoa sind, so gibt es eine Reihe weiterer, weniger bekannter Künstler, die auf die moderne portugiesische Literatur jedenfalls auch bedeutenden Einfluss haben. Die Prosa entwickelte sich später als die Poesie und prägte sich erst im 14. Jahrhundert in der Form von Chroniken oder der Beschreibung des Lebens von Heiligen heraus. Hier ist Fernão Lopes der berühmteste Vertreter; er verfasste eine Chronik der Regentschaften von drei Königen seiner Zeit. Für ihn waren Genauigkeit der Darstellung sowie eine lebhafte Schilderung am wichtigsten. International jedoch ist die portugiesische moderne Literatur am meisten bekannt, besonders mit den Werken von José Maria Eça de Queiroz und dem Nobelpreisträger für Literatur 1998, José Saramago.

Gastronomie

Die portugiesische Küche ist sehr mannigfaltig, weil die Portugiesen viele Dinge in ihre Kochtraditionen aufnahmen, die sie auf ihren Entdeckungsfahrten kennenlernten. In jeder Region Portugals gibt es eigene Spezialitäten, mit verschiedenen Fleisch- und Fischsorten oder Meeresfrüchten. Das Nationalgericht ist Stockfisch (Bacalhau), von dem es 365 verschiedene Zubereitungsarten geben soll. Weitere bekannte Gerichte sind Caldo verde, eine Kohlsuppe, und gegrillte Sardinen. Außerdem sind kleine fritierte Pasteten (Pasteis) mit Fleisch, Muscheln oder Krabben sehr beliebt. Portugiesische Süßspeisen sind durch den maurischen Einfluss sehr süß. Als Beispiel sind hier Arroz doce (Milchreis), Pudim flam (Karamelpudding) und Mousse au Chocolate zu nennen. Aus Blätterteig wird eine Art Puddingtörtchen namens Pasteis de Nata gezaubert das über Macao inzwischen auch eine weitere Verbreitung in China findet. Auch für seinen Wein ist Portugal bekannt, schon seit der Römerzeit wird Portugal mit dem Gott des Weines und der Feste, Bacchus, assoziiert. Auch heute gehören einige von Portugals Weinen zu den besten der Welt. Bekannt sind vor allem der Vinho Verde und Rotweine. Der süße Vinho do Porto (Portwein) mit mindestens 16,5 % Alkoholgehalt ist eine Mischung aus rund ¼ neutralen Alkohol aus Weintrauben und teilvergorenem Wein. Siehe auch: Portugiesischer Eintopf: Caldeira de carne

Musik

Die wichtigste Musikform Portugals ist der Fado, der sehr melancholisch sein kann und deshalb teilweise für das Klischee der melancholischen Portugiesen (gegenüber den temperamentvollen Spaniern) verantwortlich ist. Diese Musik geht eng einher mit saudade (etwa: Sehnsucht), und ist wahrscheinlich durch die Vermischung der Lieder von portugiesischen Seefahrern mit den Rhythmen afrikanischer Sklaven entstanden. Hierbei unterscheidet man zwei Stilformen, nämlich den Fado von Lissabon und jenen von Coimbra. Amália Rodrigues war die bedeutendste Fado-Künstlerin, nach ihrem Tod sind mehrere neue Künstler aus ihrem Schatten getreten und bringen neue Formen des Fado hervor, die teilweise nur noch die saudade mit dem ursprünglichen Fado gemein haben. In den früheren Kolonien Portugals hat sich der Fado ebenfalls verbreitet und sich zur kapverdischen Morna einer Cesária Évora und zum brasilianischen Choro weiterentwickelt. Aus der Zeit des faschistischen Estado Novo unter Salazar stammt eine Liedermachertradition. Bekannteste Vertreter dieser Protestbewegung sind José Afonso (häufig Zeca genannt) und Sérgio Godinho. Von José Afonso stammt die Interpretation des Liedes Grândola, Vila Morena, welches das Startzeichen zur Nelkenrevolution gab. Im Popmusik-Genre hat sich in Portugal der Hip Hop Tuga entwickelt, der eine an Portugal adaptierte Version des Hip Hop ist und unter den Jugendlichen sehr populär ist. Jede Region Portugals besitzt ihren eigenen Folklorestil (Ranchos Folclóricos). Die portugiesische Musik- und Tanztradition hat sich in Brasilien mit den Traditionen der Sklaven aus dem heutigen Angola zur Samba gemischt und ist auch in Portugal sehr populär. Unter angolanischen Einwanderern ist auch Kuduro, eine Art harter, sehr sinnlicher Samba mit schnellem Rhythmus, sehr beliebt, Kizomba ist ein ähnlicher Tanzrhythmus der unter kapverdischen Einwanderern Popularität genießt.

Volksfeste

Im Juni finden in ganz Portugal Feste zu Ehren der drei Volksheiligen (Santos Populares) statt. Diese drei Heiligen sind Antonius, Johannes und Petrus. Gefeiert wird mit Wein, água-pé (Most), t

Mortágua

Mortágua ist eine Kleinstadt (Vila) in Portugal.

Geschichte

Mortágua bekam im Jahr 1192 das Stadtrecht.

Verwaltung

Mortágua ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Águeda, Tondela, Santa Comba Dão, Penacova, Mealhada sowie Anadia. Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Mortágua:
- Almaça
- Cercosa
- Cortegaça
- Espinho
- Marmeleira
- Mortágua
- Pala
- Sobral
- Trezói
- Vale de Remígio Kategorie:Ort in Portugal ----

Penacova

Penacova ist eine Kleinstadt (Vila) in Portugal.

Geschichte

Die Stadt ist sehr alt, es ist jedoch nicht bekannt, wann sie das Stadtrecht bekam.

Verwaltung

Penacova ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Mortágua, Santa Comba Dão, Tábua, Arganil, Vila Nova de Poiares, Coimbra sowie Mealhada. Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Penacova:
- Carvalho
- Figueira de Lorvão
- Friúmes
- Lorvão
- Oliveira do Mondego
- Paradela
- Penacova
- São Paio do Mondego
- São Pedro de Alva
- Sazes do Lorvão
- Travanca do Mondego Kategorie:Ort in Portugal

Coimbra

Die Universitätsstadt Coimbra (lat. Conimbricae) ist die Hauptstadt des Distrikts Coimbra (Distrito de Coimbra) und liegt etwa 200 km von Lissabon und 100 km von Porto entfernt in Portugal am Rio Mondego. Coimbra hat etwa 106.800 Einwohner (2001), darunter etwa 20.000 Studenten und war die Kulturhauptstadt Portugals 2003. Die Europastraßen E01, E80 und E801 führen durch Coimbra.

Geschichte

Die Ursprünge der Stadt liegen vermutlich in der keltischen Zeit. Die Römer gründeten an dem Ort eine Stadt mit dem Namen Aeminium. Während dieser Zeit war die Stadt eine wichtige Station auf dem Weg zwischen Olisipo (Lissabon) und Bracara (Braga). Zeugnisse dieser Zeit sind die Fundamente des im 18. Jhd. wiederaufgebauten Aqueduktes und vor allem der unter einem Museum gelegene Kryptoportikus, Fundament des Forums. 468 wurde das nahegelegene Zentrum Conimbriga von den Sueben zerstört und Aeminium übernahm die Funktion (Bischofssitz) und den Namen. 711 wurde der Ort von den Mauren erobert, 878 verloren die Mauren ihn wieder. 987 wurde die Stadt bei einer Invasion durch den maurischen Feldherrn Almançor zerstört. Coimbra wurde erst 1064 durch König Fernando de Castilla y León endgültig zurückerobert. Coimbra war von 1139 bis 1260 die Hauptstadt Portugals. Die 1290 gegründete Universität Coimbra ist die älteste Universität Portugals und eine der ältesten Europas.

Bildungseinrichtungen


- Universität Coimbra

Städtepartnerschaften

Deutsche Partnerstadt ist seit 1974 Halle.

Verwaltung

Coimbra ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend): Mealhada, Penacova, Vila Nova de Poiares, Miranda do Corvo, Condeixa-a-Nova, Montemor-o-Velho sowie Cantanhede. Cantanhede Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Coimbra:
- Almalaguês
- Almedina (Coimbra)
- Ameal
- Antanhol
- Antuzede (Coimbra)
- Arzila
- Assafarge
- Botão
- Brasfemes
- Castelo Viegas
- Ceira
- Cernache
- Eiras (Coimbra)
- Lamarosa
- Ribeira de Frades
- Santa Clara
- Santa Cruz (Coimbra)
- Santo António dos Olivais (Coimbra)
- São Bartolomeu (Coimbra)
- São João do Campo
- São Martinho de Árvore
- São Martinho do Bispo (Coimbra)
- São Paulo de Frades (Coimbra)
- São Silvestre
- Sé Nova (Coimbra)
- Souselas
- Taveiro
- Torre de Vilela
- Torres do Mondego (Coimbra)
- Trouxemil (Coimbra)
- Vil de Matos

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Coimbra und Umgebung wird Porzellan mit Motiven aus dem Mittelalter hergestellt.

Ausstellungen und Museen


- Das Museu National Machado de Castro mit Skulpturen portugiesischer Bildhauer (z.Z. wegen Restaurierung geschlossen). Von hier aus kann man auch den römischen Kryptoportikus, einst Stütze des Forums, besichtigen.
- Das Kulturzentrum Edifício Chiado zeigt wechselnde Kunst-, Foto- und Blumenausstellungen

Bauwerke


- Die Universität mit dem barocken Uhren- und Glockenturm und der Biblioteca Joanina mit etwa 300.000 kostbaren Büchern und der Capela de Sào Miguel
- Die romanische Kathedrale Sé Velha (erbaut 1064)
- Die Kathedrale Sé Nova (ehem. Jesuitenkirche, erbaut 1598)
- Der Botanische Garten (Jardim Botánico) mit uralten, exotischen Baumriesen und Tropenhäusern aus dem 18. Jahrhundert
- Die Kirche Igreja de Santa Cruz (ehemaliges Augustinerkloster, erbaut 1131)
- Das Fußballstadion Cidade de Coimbra, neu erbaut anlässlich der EM 2004
- Ponte Rainha Santa Isabel, beachtenswerte asymmetrische Hängebrücke über den Mondego, mit nur einem Pfeiler auf einer Uferseite und im Boden verankerten Tragseilen (erbaut 2004)
- Die Alta, die Oberstadt und die Baixa, die Unterstadt

Regelmäßige Veranstaltungen


- Queima das Fitas 6. - 13. Mai 2005
- Festas da Rainha Santa mehrere Tage um den 4. Juli, dem Namenstag der Stadtpatronin, in geraden Jahren mit sehenswerter Prozession durch die Stadt
- Encontros Magicos September

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

2004
- Alfons I., der Eroberer (Afonso I. Henriques), der erste König von Portugal starb am 6. Dezember 1185 in Coimbra
- Alfons II., der Dicke oder der Gesetzgeberkönig (o rei legislador) war der dritte König von Portugal aus dem Hause Burgund, wurde am 23. April 1185 in Coimbra geboren und starb am 25. März 1223 in Coimbra
- Alfons III., der Wiederhersteller (o restaurador) war der fünfte König von Portugal aus dem Hause Burgund und wurde am 5. Mai 1210 in Coimbra geboren
- Alfons IV., der Kühne war der siebte König von Portugal aus dem Haus Burgund und wurde am 8. Februar 1291 in Coimbra geboren
- Álvaro Barreirinhas Cunhal (
- 10. November 1913 - † 13. Juni 2005) war Politiker und von 1961 bis 1992 Vorsitzender der Portugiesischen Kommunistischen Partei
- Dionysius (Dom Dinis), der Bauernkönig (o lavrador), der sechste König von Portugal aus dem Hause Burgund gründete in Coimbra die erste Universität Portugals
- Königin Elisabeth von Portugal (Rainha Santa Isabel), zog sich nach dem Tod ihres Mannes nach Coimbra zurück, Stadtpatronin
- Fernando de Castilla y León, König und Kaiser von Kastilien eroberte Coimbra von den Mauren zurück
- Inês de Castro, wurde am 7. Januar 1355 auf Befehl ihres Schwiegervaters Alfons IV. in Coimbra als Hexe verurteilt und hingerichtet.
- Peter von Portugal, erster Herzog von Coimbra
- Sancho I., der Besiedler (o povoador) war der zweite König von Portugal aus dem Hause Burgund, wurde am 11. November 1154 in Coimbra geboren und starb am 26. März 1211 in Coimbra Kategorie:Ort in Portugal ja:コインブラ

Freguesia

Die Freguesias (Gemeinden) sind die kleinste Verwaltungseinheit von Portugal. Sie sind in die Municípios zusammengefasst, wobei jeder dieser Municípios mindestens eine Gemeinde enthält. Portugal hat mehr als 4200 dieser Freguesias. Jede Freguesia wird von einer Junta de freguesia, zu deutsch etwa Gemeindevorstand als Exekutivorgan regiert. Dieses wird von der gewählten Assembleia de freguesia, also der Gemeindeversammlung, gewählt. Bei den Wahlen zu den Gemeindeversammlungen kandidieren in letzter Zeit immer öfter Personen als unabhängige Kandidaten, wobei es bis vor wenigen Jahren eher Parteilisten waren, unter denen das Volk die Wahl hatte. Die Freguesias entsenden den Vorsitzenden ihrer Junta de freguesia in die Assembleia Municipal ihres Kreises. Eine Freguesia kann ein sehr kleines Territorium haben, es gibt jedoch auch Freguesias, deren Gebiet 100 km² überschreitet. Ebenso kann die Bevölkerungszahl sehr stark variieren. Es ist für die Municípios möglich, neue Freguesias zu gründen, wobei sie sich im gesetzlich festgelegten Rahmen bewegen muss. Momentan gibt es in Portugal sieben Municípios, die nur eine einzige Freguesia beinhalten. Der Município mit der höchsten Anzahl an Freguesias ist Barcelos mit 89 Gemeinden. Siehe auch: Liste der Gemeinden in Portugal Kategorie:Portugal

Luso

Zerbst ist eine Stadt im Bundesland Sachsen-Anhalt und Kreisstadt des Landkreises Anhalt-Zerbst.

Geografie

Die anhaltische Stadt Zerbst liegt ca. 13 km nördlich der mittleren Elbe, etwa auf halbem Wege zwischen den Städten Magdeburg und Wittenberg. In Zerbst vereinigt sich der südliche Nuthearm mit den von Norden kommenden nördlichen und mittleren Nuthe-Zuflüssen. Das Gelände um Zerbst fällt von Osten nach Westen allmählich in Richtung Elbauen ab.

Stadtgliederung

Zu Zerbst gehören die Ortsteile
- Bias (eingemeindet am 1. Januar 2005)
- Bone
- Bonitz
- Luso (eingemeindet am 1. Januar 2005)
- Mühlsdorf
- Pulspforde

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Zernitz, Straguth, Bornum, Roßlau (Elbe), Dessau, Jütrichau, Steutz, Leps, Nutha, Güterglück und Moritz.

Geschichte

Moritz
- 949 wird urkundlich erstmals ein Gau "Ciervisti" erwähnt.
- 1582-1798 gab es hier eine bedeutende Hochschule namens "Gymnasium illustre". Diese besaß im gesamten mitteleuropäischen philippistisch - calvinistischen Bereich eine große Ausstrahlwirkung.
- 1603-1793 war Zerbst Residenz des Fürstentums Anhalt-Zerbst, zu dessen Gebiet unter anderem auch das Jeverland gehörte.
- 1745 Prinzessin Sophie Auguste Friederike heiratet den russischen Thronfolger Peter III., besteigt selbst 1762 als Katharina II. (die Große) den Zarenthron und regierte bis 1796 Russland
- 1722-1758 der bedeutende Barockkomponist Johann Friedrich Fasch ist Hofkapellmeister. Ihm zu Ehren finden seit 1983 Fasch-Festtage statt.
- 1797 Zerbst wird Bestandteil des Fürstentums Anhalt-Dessau
- 16. April 1945 Zerbst wird durch alliierte Luftangriffe zu 80% zerstört (Zweiter Weltkrieg)

Wappen

Blasonierung: In Silber gezinnte rote Stadtmauer mit offenem blaubedachten Tor und aufgezogenem Fallgatter, hinter der Stadtmauer fünf ungleich große gezinnte rote Türme mit blauen Spitzdächern, darauf goldene Knäufe und Kreuze, die Stadtmauer ist belegt mit zwei Schilden: der vordere Schild ist gespalten, vorn in Silber am Spalt ein roter Adler, hinten neunmal von Schwarz und Gold geteilt, belegt mit einer grünen Raute; der hintere Schild zeigt in Silber eine schräg aufsteigende, gezinnte rote Mauer, auf deren Zinnen ein schwarzer Bär mit goldener Krone und Halsband aufsteigt.

Verkehrsanbindung

Zerbst liegt an den Bundesstraßen 184 (Leipzig - Magdeburg) und 187 a (Köthen - Coswig). Die nächstgelegene Autobahn-Anschlussstelle befindet sich etwa 25 km südöstlich (Dessau-Ost an der A 9 München - Berlin).

Städtepartnerschaften


- Jever in Niedersachsen
- Nürtingen in Baden-Württemberg
- Puschkin in Russland

Religion

Puschkin

Freikirchen


- Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)

Töchter und Söhne der Stadt


- Abraham Theopold (
- 1592, †1657), reformierter Theologe
- Gottfried von Jena (
- 1624, †1703), Professor, Gesandter
- Johann Christoph Beckmann (
- 1641, † 1712), Historiker
- Carl Wilhelm von Anhalt-Zerbst (
- 1652, †1718), 44 Jahre regierender Fürst
- Johann August von Anhalt-Zerbst (
- 1677, †1742), regierender Fürst
- Joachim Michael Stengel (
- 1694, †1787), Architekt 1787
- Carl Friedrich Christian Fasch (
- 1736, †1800), Musiker
- August Heinrich Ritter (
- 1791, †1864), Philosoph
- Jenny Hirsch (
- 1829, †1902), Schriftstellerin, Vorkämpferin der Frauenbewegung
- Marie von Alemann (
- 1881, †1964), Malerin
- Manfred Bieler (
- 1934, † 2002), Schriftsteller

Literatur


- Dirk Herrmann: Schloss Zerbst in Anhalt. Geschichte und Beschreibung einer vernichteten Residenz. Schnell & Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1776-7

Weblinks


- [http://www.schloss-zerbst.de/ Homepage über das Schloss Zerbst] Kategorie: Ort in Sachsen-Anhalt

Kategorie:Ort in Portugal

Portugal Kategorie:Portugal Kategorie:Geographie (Portugal) ja:Category:ポルトガルの都市 ko:분류:포르투갈의 도시

Tridentinisches Konzil

Das Konzil von Trient (Tridentinum) war ein ökumenisches Konzil der katholischen Kirche, das in drei Sitzungsperioden zwischen 1545 und 1563 als Antwort auf die Reformation abgehalten wurde. Reformation

Verlauf

Das 5. Laterankonzil (1512-1517) hatte die Kirchenreform begonnen, war aber an einigen theologischen Streitpunkten zu Luther gescheitert. Die über 20jährige Verzögerung des Trienter Konzils hing auch mit den politischen Wirren der Reformationszeit zusammen. Das neunzehnte der von der römisch katholischen Kirche anerkannten ökumenischen Konzilien trägt seinen Namen von der im südlichen und italienischen Teil Tirols liegenden Stadt Trient (italienisch Trento, lat.Tridentum), wo das Konzil (bis auf zwei Sitzungen in Bologna) tagte und auch eröffnet und abgeschlossen wurde. Das Konzil begann am 13. Dezember 1545 und wurde am 4. Dezember 1563 abgeschlossen.

Inhalt

Ein Ziel des Tridentinums war die Abgrenzung gegen den Protestantismus. Dazu präzisierte das Konzil die katholische Lehre in verschiedenen Punkten und veröffentlichte Lehrdokumente. In diesen Lehrdokumenten wird zunächst der jeweilige Sachverhalt allgemein erklärt; in einem separaten Teil, den sogenannten Canones, sind in kurzen Abschnitten Irrlehren aufgeführt und verurteilt.

Erste Sitzungsperiode: 1545 bis 1547


- Decretum de Peccato Originali (Lehrentscheid über die Erbsünde; 5. Sitzung; 17. Juni 1546)
- Decretum de Justificatione (Lehrentscheid über die Rechtfertigung; 6. Sitzung; 13. Januar 1547)
- Lehre vom Sakrament der Weihe, 7. Sitzung

Zweite Sitzungsperiode: 1551 bis 1552


- Dekret über die allerheiligste Liturgie; 13. Sitzung; 11. Oktober 1551
- Die Lehre über das Sakrament der Buße, 14. Sitzung, 25. November 1551

Dritte Sitzungsperiode: 1561 bis 1563


- Die Lehre von der Kommunion unter beiderlei Gestalten und von der Kommunion der Kleinkinder (21. Sitzung, 16. Juli 1562)
- Lehre vom Heiligen Meßopfer, 22. Sitzung, 17. September 1562 ::Das Konzil widmet sich in diesem Dekret der katholischen Liturgie, um sie von der protestantischen Mahlfeier zu unterscheiden. Insbesondere stellt das Konzil fest, dass der Kanon der Liturgie "frei von jedem Irrtum" ist (4. Kapitel). Des weiteren hebt das Konzil den Opfercharakter der katholischen Liturgie hervor - als einen wesentlichen Unterschied zum Protestantismus.
- Lehrbestimung über die Ablässe. 25. Sitzung, 4. Dezember 1563

Typisches Beispiel für die Canones

Aus der Lehre vom Heiligen Meßopfer, Canon 9: ::Wer sagt, die gottesdienstlichen Satzungen der Römischen Kirche, nach denen ein Teil des (Meß-)Kanons und die Wandlungsworte leise gesprochen werden, seien zu verurteilen; oder man dürfe die Messe nur in der Volkssprache zelebrieren; oder dem Opferwein im Kelch solle kein Wasser beigemischt werden, weil das gegen die Einsetzung Christi sei: der sei ausgeschlossen. Theologisch klärend, aber brisant gegenüber den Lutheranern waren u. a. das Dekret zu den kanonischen Schriften, das den katholischen Kanon verbindlich festlegte und die Bedeutung der Tradition als eine Quelle der göttlichen Offenbarung betonte, und das zur Rechtfertigungslehre. Zu letzterer entstand 1999 eine gemeinsame Erklärung beider Kirchen. In Zusammenhang mit dem Konzil sind die nachfolgenden Reformen Pius V. zu sehen.

Reformen


- Einrichtung von Priesterseminaren zur besseren Ausbildung der Seelsorger
- Einrichtung des Hochaltar als sichtbares liturgisches Zentrum (im Mittelalter waren der Sakral- und Gemeindebereich durch Lettner getrennt)
- Aufbewahrungsort des Allerheiligsten von den im Mittelalter üblichen Sakramentsnischen oder -häuschen in den Tabernakel am Hochaltar
- Einführung eines geschlossenen Beichtstuhls
- Bestuhlung im Kirchenraum

Kontroversliteratur

Das Konzil erzeugte schon bald eine umfangreiche Sekundärliteratur. Von lutherischer Seite setzte sich etwa Martin Chemnitz in seinem Examen concilii Tridentini (1565-73) damit auseinander und von reformierter Seite der Zürcher Theologe Johann Heinrich Heidegger in seinen Schriften De fide decretorum concilii Tridentini quaestiones (1662) und Anatome concilii Tridentini (1672-75). Aber auch innerhalb der römisch-katholischen Kirche kam es vereinzelt zu Kritik; so versuchte der papstkritische venezianische Historiker und Ordensmann Paolo Sarpi in seiner 1619 erschienenen Istoria del concilio Tridentino nachzuweisen, daß die Wiedervereinigung mit den Protestanten nur durch die Intrigen der Kurie verhindert worden sei.

Weblinks


- [http://theol.uibk.ac.at/leseraum/texte/250-41.html Dekrete des Konzils von Trient] (in Auswahl)
- [http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?Glossar/Konzil_von_Trient.htm Allgemeine Informationen zum Konzil von Trient]
- [http://www.kath.de/bistum/mainz/bischof/Lehmann/recht-301099.htm Kirchliches Verständnis der Rechtfertigungslehre]

Trient Kategorie:Gegenreformation Konzil Trient Kategorie:1550er Kategorie:1560er Kategorie:1570er ja:トリエント公会議

warsaw hotels BIELIZNA hotels Prague dieta kopenhaska Odzyskiwanie danych










































:: RELATED NEWS ::

Глигорије Трлајић
Глигорије Трлајић (рођен 25/1 1766 г., Мол (Бачка) - преминуо 28/9 1811 г., Харков
Ед, Ед и Еди
Ед, Ед и Еди (Ed, Edd n Eddy) је анимирана серија аутора Денија Антонучија из продукције a.k.a. Cartoon за канал Републици Српској, на Реци Босни. Category:Општине Републике Српске астрономије која се бави положајима звезда и осталих небеских тела, њиховим раздаљинама и кретањима. Српска православна црква прославља 25. марта/7. априла, спада у Богородичине празнике. Пола године пошто је првосвештенику Захарији пројавио да ће у дубок
Арханђео Гаврило
У хришћанској религији Арханђео Гаврило је Божји арханђел, чије име у преводу значи "Божја снага". Овај арханђео, који по предању има дужност да саопштава људима Божје одлуке, приказује се на иконама са упаљеним фењером у де
Анђео
У разним митологијама анђео се сматра бићем чије су дужности да служе Богу или боговима, у различитим религијама. Реч долази грчке речи αγγελος (ангелос), значења „весник" или „гласник" Представу о анђелу добило је хришћанство из