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| Mahamane Ousmane |
Mahamane OusmaneMahamane Ousmane ( - 20. Januar 1950) ist ein nigrischer Politiker und wurde am 27. März 1993 der erste demokratisch gewählte Präsident von Niger. Am 27. Januar 1996 wurde er durch einen von Ibrahim Baré Maïnassara angeführten Militärputsch abgesetzt. Maïnassara wurde sein Nachfolger. Ousmane belegte den zweiten Platz bei der Präsidentschaftswahl im Juli 1996 und den dritten Platz bei der Wahl im November 2004. Er ist seit 1999 Präsident der Nationalversammlung und Vorsitzender der Democratic and Social Convention-Rahama Partei.
Ousmane,Mahamane
Ousmane,Mahamane
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Ousmane,Mahamane
Ousmane,Mahamane
20. JanuarDer 20. Januar (in Österreich: 20. Jänner) ist der 20. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 345 Tage (in Schaltjahren 346 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1848 - In Dänemark verkündet König Friedrich VII. die Einführung der parlamentarischen Monarchie.
- 1902 - Das Königliche Hoftheater brennt in Stuttgart nieder.
- 1923 - Japan erkennt die Sowjetunion an.
- 1937 - Franklin D. Roosevelt wird zum 2. Mal als 32. US-Präsident vereidigt
- 1941 - Franklin D. Roosevelt wird als einziger Präsident zum 3. Mal als 32. US-Präsident vereidigt
- 1942 - Wannsee-Konferenz
- 1942 - Japan marschiert in Burma ein.
- 1945 - Franklin D. Roosevelt wird als einziger Präsident zum 4. Mal als 32. US-Präsident vereidigt
- 1960 - Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Honduras und Deutschland
- 1961 - Vereidigung von John F. Kennedy als 35. US-Präsident
- 1977 - Die Republik Niger wird Mitglied in der BAD (Afrikanische Entwicklungsbank).
- 1977 - Vereinbarung über Regierungsausschuss für Wirtschaftsfragen zwischen Deutschland und Schweden.
- 1981 - Iran. Die seit dem 4. November 1979 festgehaltenen Geiseln der amerikanischen Botschaft werden freigelassen.
- 1981 - Vereidigung von Ronald Reagan als 40. US-Präsident
- 1990 - Aserbaidschan. Russische Militärintervention in Baku
- 1991 - Erste freie und demokratische Wahlen in São Tomé und Príncipe
- 1992 - Finnland. Freundschaftsvertrag mit Russland.
- 1994 - Kasachstan wird Mitglied bei der ADB (Asiatische Entwicklungsbank).
- 1996 - Guatemala. Versuchter Mordanschlag auf Präsident Alvaro Arzú Irigoyen.
- 1996 - Jassir Arafat wird zum Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde gewählt.
- 1998 - Václav Havel wird in seinem Amt als tschechischer Präsident bestätigt.
- 2001 - George W. Bush wird als 43. US-Präsident vereidigt .
- 2001 - Gloria Macapagal Arroyo wird Staatspräsidentin auf den Philippinen.
- 2004 - Mazedonien beschließt per Gesetz die Gründung einer staatlichen Universität in Tetovo.
- 2005 - George W. Bush wird zum zweiten Mal als 43. US-Präsident vereidigt .
Kultur
- 1714 - Uraufführung der Oper Amor d'un ombra e gelosia d'un aura (Liebe eines Schattens und Eifersucht einer Morgenröte) von Domenico Scarlatti in Rom.
- 1762 - Uraufführung der Oper Alessandro nell'Indie von Johann Christian Bach am Teatro San Carlo in Neapel.
- 1783 - Uraufführung des musikalischen Dramas Tancredi von Ignaz Holzbauer in München.
- 1830 - Uraufführung der Operette Baron Luft von Conradin Kreutzer am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1851 - Uraufführung der komischen Oper Die vornehmen Dilettanten oder Die Opernprobe von Albert Lortzing am Stadttheater in Frankfurt am Main.
- 1892 - Uraufführung des Dramas La Wally (Die Geier-Wally) von Alfredo Catalani am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1904 - Uraufführung der Operette Der Göttergatte von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien.
- 1966 - Uraufführung des Schauspiels "Der Meteor" von Friedrich Dürrenmatt in Zürich
Katastrophen
- 1607 - Eine Flutkatastrophe (Sturmflut oder Tsunami) fordert beiderseits des Bristolkanals in Westengland und Südwales über 2000 Tote und tausende Obdachlose.
- 1992 - Straßburg, Frankreich. Ein Airbus A320 der Air Inter stürzt während des Anflugs wegen falsch voreingestellter Sinkrate ab. 87 Menschen sterben, 9 Menschen überleben.
Geboren
- 1211 - Agnes von Böhmen, böhmische Prinzessin
- 1292 - Eliška Přemyslovna, die letzte der Přemysliden
- 1499 - Sebastian Franck, deutscher Schriftsteller und Mystiker
- 1554 - Sebastian I., König von Portugal
- 1586 - Johann Hermann Schein, deutscher Musiker und Komponist
- 1707 - Friedrich Ludwig, Prinz von Wales
- 1716 - Karl III., König von Spanien
- 1735 - John Jervis, Earl of St. Vincent, britischer Admiral
- 1773 - Henry Wellesley, 1. Baron Cowley of Wesley, englischer Staatsmann und Diplomat
- 1782 - Adolf Theodor Roscher, deutscher Industrieller
- 1782 - Erzherzog Johann, Österreichisch-Habsburgischer Prinz
- 1784 - Henry John Temple, britischer Politiker
- 1810 - Ferdinand David, deutscher Komponist
- 1823 - Moritz Eisler, deutscher Philosoph
- 1834 - Adolf Frank, deutscher Chemiker
- 1855 - Hugo Conwentz, deutscher Botaniker und Naturschützer
- 1858 - Enrique Reig y Casanova, Erzbischof von Toledo und Kardinal
- 1868 - Wilhelm Schäfer, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Frederick Matthias Alexander, australischer Schauspieler
- 1872 - Harriet Straub, deutsche Schriftstellerin
- 1873 - Johannes Vilhelm Jensen, dänischer Schriftsteller und Nobelpreisträger
- 1874 - Karl Heim, deutscher protestantischer Theologe
- 1874 - Steve Bloomer, englischer Fußballspieler
- 1876 - Josef Hofmann, österreichischer Pianist
- 1879 - Clifford Hugh Douglas, britischer Wirtschaftstheoretiker, Ingenieur
- 1879 - Wilhelm Burkamp, deutscher Philosoph
- 1880 - Rudolf Bernauer, österreichischer Chanson-Autor, Operetten-Librettist und Theaterdirektor
- 1884 - Jewgeni Iwanowitsch Samjatin, russischer Revolutionär und Schriftsteller
- 1888 - Paul Weyland, Chemiker
- 1889 - Lois Welzenbacher, österreichischer Architekt
- 1896 - George Burns, US-amerikanischer Schauspieler
- 1902 - Fridolin Stier, Publizist
- 1902 - Nâzım Hikmet, türkischer Schriftsteller
- 1907 - Barbara Stanwyck, US-amerikanische Schauspielerin
- 1907 - Manfred von Ardenne, deutscher Naturwissenschaftler
- 1907 - Paula Wessely, österreichische Film- und Theaterschauspielerin
- 1910 - Lauritz Lauritzen, deutscher Politiker
- 1913 - Karl Bewerunge, deutscher Politiker und MdB
- 1915 - C. W. Ceram, deutscher Journalist und Wissenschaftsautor
- 1916 - Charlie Christian, Gitarrist (Jazz)
- 1917 - Bruno Heck, deutscher Politiker
- 1917 - Fernando Rey, spanischer Schauspieler
- 1920 - Federico Fellini, italienischer Filmemacher und Regisseur
- 1920 - DeForest Kelley, US-amerikanischer Schauspieler
- 1921 - Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1921 - Oscar Müller, deutscher Schauspieler
- 1921 - Václav Kotva, tschechischer Schauspieler
- 1922 - James Hanson, britischer Unternehmer
- 1923 - Richard Herrmann, deutscher Fußballspieler
- 1924 - Slim Whitman, US-amerikanischer Countrysänger
- 1925 - Ernesto Cardenal, nicaraguanischer Theologe und Politiker
- 1926 - David E. Tudor, US-amerikanischer Komponist
- 1926 - Fritz Bennewitz, deutscher Theaterregisseur
- 1926 - Patricia Neal, US-amerikanische Schauspielerin
- 1929 - Jo Miard, deutscher Bildhauer
- 1930 - Edwin Aldrin, US-amerikanischer Astronaut
- 1930 - Werner Schuster, Arzt und Politiker
- 1931 - David M. Lee, US-amerikanischer Physiker
- 1931 - Günther Maleuda, deutscher Politiker, Parteivorsitzender der DBD
- 1931 - Sawako Ariyoshi, japanische Schriftstellerin
- 1933 - Earl Grant, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1933 - Don Thompson, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1935 - Achim Benning, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1935 - Alexander Men, russischer Priester und Dissident
- 1936 - Frances Shand Kydd, Mutter von Diana Spencer, Prinzessin von Wales („Lady Di“).
- 1937 - Regina Schmidt-Zadel, deutsche Politikerin und MdB
- 1941 - Herbert Christ, deutscher Politiker und Mdb
- 1941 - Ronald Townson, US-amerikanischer Sänger und Keyboarder
- 1942 - Billy Powell, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Heinz-Günter Bargfrede, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Einar Førde, norwegischer Politiker und Journalist
- 1943 - Rick Evans, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1945 - Bjørn Tore Godal, norwegischer Politiker und Diplomat
- 1945 - Eric Stewart, britischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber
- 1945 - Gianni Amelio, italienischer Filmregisseur
- 1946 - David Lynch, US-amerikanischer Regisseur und Professor
- 1947 - George Grantham, US-amerikanischer Schlagzeuger
- 1948 - Melvyn Prichard, britischer Schlagzeuger
- 1949 - Göran Persson, schwedischer Politiker und Ministerpräsident
- 1952 - Paul Stanley, US-amerikanischer Gitarrist und Sänger
- 1953 - Hermann-Josef Arentz, deutscher Politiker und MdL
- 1953 - Marita Breuer, deutsche Schauspielerin
- 1956 - John Naber, US-amerikanischer Schwimmer
- 1957 - Alu Dadaschewitsch Alchanow, tschetschenischer Politiker und Staatspräsident
- 1957 - Michael Veith, deutscher Skirennläufer
- 1958 - Antoine Hervé, französischer Pianist und Komponist
- 1960 - Ján Figeľ, slowakischer Politiker und EU-Kommissar
- 1960 - Paul Francis Luke King, britischer Sänger und Songwriter
- 1960 - Jeff "Tain" Watts, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1960 - Will Wright, US-amerikanischer Computerspiel-Entwickler
- 1965 - John Michael Montgomery, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1967 - Jens Sembdner, deutscher Sänger („Die Prinzen“)
- 1967 - Wigald Boning, deutscher Humorist, Komponist und Journalist
- 1970 - Nicky Wire, britischer Musiker („Manic Street Preachers“)
- 1971 - Gary Barlow, britischer Sänger und Songwriter
- 1973 - Benjamin Biolay, französischer Sänger
- 1976 - Til Bettenstaedt, deutscher Fussballspieler
- 1979 - Will Young, britischer Sänger
- 1980 - Felicitas Woll, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Owen Hargreaves, kanadischer Fußballspieler mit englischem Pass
Gestorben
- 250 - Fabianus, Papst seit 236, Märtyrer
- 882 - Ludwig III., ostfränkischer König
- 1343 - Robert von Anjou, König von Sizilien
- 1562 - Balthasar von Promnitz, Bischof von Breslau
- 1612 - Rudolf II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1631 - Jakob Matham, niederländischer Kupferstecher
- 1639 - Mustafa I., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1645 - Maria Ward, Begründerin der englischen Fräulein
- 1666 - Anna von Österreich, Regentin von Frankreich
- 1709 - François d'Aix Lachaise, Jesuit
- 1731 - Antonio Farnese, Herzog von Parma und Piacenza
- 1743 - André-Hercule de Fleury, französischer Kardinal und Staatsmann
- 1745 - Karl VII., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
- 1774 - Florian Leopold Gassmann, österreichischer Komponist
- 1779 - David Garrick, britischer Schauspieler
- 1813 - Christoph Martin Wieland, deutscher Dichter, Übersetzer
- 1845 - Eduard von Raczynski, polnischer Adliger, Gründer der Raczynski-Bibliothek
- 1848 - Christian VIII., war König von Dänemark von 1839 bis 1848
- 1850 - Adam Oehlenschläger, dänischer Nationaldichter der Romantik
- 1859 - Bettina von Arnim, deutsche sozialkritische Schriftstellerin
- 1861 - Adolf Theodor Roscher, deutscher Industrieller
- 1861 - Johann Ludwig Blesson, preußischer Militärschriftsteller
- 1862 - Samuel Colt, Erfinder des ersten funktionierenden Revolvers
- 1863 - Jacob Grimm, deutscher Sprachwissenschaftler und Schriftsteller
- 1875 - Maximilian Werner, badischer Politiker
- 1886 - Ernst Methfessel, deutscher Komponist
- 1890 - Franz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent
- 1892 - John Couch Adams, britischer Mathematiker
- 1900 - John Ruskin, englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker
- 1901 - Zénobe Gramme, belgischer Elektriker und Konstrukteur
- 1913 - Karl Wittgenstein, Unternehmer
- 1936 - Georg V., englischer König von 1910 bis 1936
- 1940 - Camilla Mayer, Frontgirl der Mayerschen Hochseiltruppe
- 1951 - Johann Culemeyer, deutscher Ingenieur
- 1954 - Boris Gorbatow, russischer Schriftsteller
- 1957 - Dean Benedetti, US-amerikanischer Tenorsaxophonist
- 1957 - James Brendan Connolly, erster Olympiasieger der Neuzeit
- 1965 - Alan Freed, US-amerikanischer Discjockey
- 1966 - Herbert Boeckl, österreichischer Maler
- 1967 - Paul Wessel, Mitglied des ZK der SED in der DDR
- 1971 - Antonio Bacci, katholischer Kardinal
- 1973 - Amílcar Cabral, kapverdischer Politiker und Unabhängigkeitskämpfer
- 1973 - Lorenz Böhler, österreichischer Chirurg
- 1975 - Hans Olden, österreichischer Schauspieler und Sänger
- 1977 - Herbert Kriedemann, deutscher Politiker
- 1979 - Margarete Gröwel, deutsche Politikerin
- 1983 - Garrincha, brasilianischer Fußballer
- 1984 - Johnny Weissmuller, US-amerikanischer Schwimmer und Filmschauspieler
- 1990 - Barbara Stanwyck, US-amerikanische Schauspielerin
- 1992 - Katrin Sello, deutsche Kunsthistorikerin
- 1993 - Audrey Hepburn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1994 - Matt Busby, britischer Fußballmanager
- 2000 - John Donald Abney, US-amerikanischer Jazzpianist
- 2003 - Al Hirschfeld, US-amerikanischer Cartoonzeichner
- 2004 - Alan Brown, englischer Rennfahrer und Teambesitzer
- 2005 - Christel Justen, deutsche Schwimmerin
- 2005 - Jan Nowak-Jezioranski, polnischer Journalist, Schriftsteller und Patriot
- 2005 - Miriam Rothschild, US-amerikanische Zoologin
- 2005 - Per Borten, norwegischer Politiker und Ministerpräsident
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Sebastian(Bastian), Fabian, Jakob
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Fabian, Papst, Märtyrer (katholisch) - siehe auch Fabianstag
- Hl. Sebastian, Märtyrer (katholisch)
- Guinea-Bissau und Kap Verde - Tag der Helden
- Mali - Tag der Streitkräfte
- Am 20. Januar findet traditionell die Vereidigung des US-Präsidenten statt.
Siehe auch
- 19. Januar - 21. Januar
- 20. Dezember - 20. Februar
- Januar - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
Weblinks
- [http://www.dhm.de/gaeste/luise/tagesfakten/tf01/0120.htm Weitere Ereignisse am 20. Januar]
0120
ja:1月20日
ko:1월 20일
simple:January 20
th:20 มกราคม
Niger
Die seit 1960 unabhängige Republik Niger (auch: der Niger) ist eine ehemalige französische Kolonie in Westafrika und grenzt im Norden an Algerien und Libyen, im Westen an Mali und Burkina Faso, im Osten an Tschad und im Süden an Nigeria und Benin. Niger ist ein Binnenstaat mit Anteil an der Sahara, dem Sahel und dem Sudan und gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Nach einer Phase von Staatsstreichen und Aufständen der Tuareg scheint sich Niger politisch zu stabilisieren. Existenzbedrohend für den größten Teil der nigrischen Bevölkerung sind regelmäßig wiederkehrende Dürren und Nahrungsmittelknappheit.
Geographie
Dürre
Zwei Drittel des Staatsgebietes der Republik Niger befinden sich in der Sahara. Nur der schmale Streifen des Staatsgebietes, der sich entlang der nigerianischen Grenze hinzieht, befindet sich in der so genannten Sahelzone (Sahel = arab. „Ufer“ der Wüste). Dieser Streifen befindet sich am nördlichen Rand der Trockensavanne.
Siehe auch: Liste der Städte in Niger
Bevölkerung
Es gibt vor allem im Norden des Landes viele Oasenbewohner, Nomaden und Halbnomaden. Viele von ihnen geben jedoch den Nomadismus auf und ziehen in die zum Teil überbevölkerten Städte. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt im Süden, zumeist an der Grenze zu Nigeria und Benin.
Die große Mehrheit der Nigrer bekennt sich zum Islam (94 %), der Rest der Bevölkerung teilt sich in Christen und Anhänger indigener Religionen.
Rund 52% der Gesamtbevölkerung gehören der Volksgruppe der Haoussa an, über 23% sind Djerma und Songhai, rund 8% der Bevölkerung sind Tuareg-Berber, etwa 6% sind Beri Beri (Kanuri) und 4,3% Fulbe. Außerdem leben im Land über 3000 Franzosen, meist in den Städten.
75 % der Bevölkerung sprechen Hausa als Erst- oder Zweitsprache, weitere Sprachen neben Französisch sind Songhai-Djerma, Fulbe, Tamaschagh (eine Tuareg-Berbersprache), Kanuri und andere.
Die sehr hohe Fertilitätsrate von 7,4 Geburten pro Frau führt zu einem Bevölkerungwachstum von jährlich etwa 2,75 %. Die ungebremste Bevölkerungsexplosion stellt das Land vor sehr große Probleme.
74 % der Männer und 90 % der Frauen sind Analphabeten.
Die Lebenserwartung beträgt derzeit 42 Jahre.
Geschichte
Zahlreiche Funde und Felszeichnungen belegen die Besiedlung des nigrischen Territoriums seit frühester Zeit. Zum Zeitpunkt der Ausbreitung des Islam um das Jahr 660 waren die Völker Nigers bereits in Staaten organisiert, die sich bis zur Ankunft der Franzosen eine bedeutende Stellung erhalten konnten. Im Jahr 1921 wurde Niger eine französische Kolonie innerhalb Französisch-Westafrikas. Die Grenzziehung erfolgte hierbei ohne Berücksichtigung der historischen kulturellen und sprachlichen Gegebenheiten. Niger wurde 1958 autonome Republik und zwei Jahre später schließlich unabhängig. 1995 konnte eine Rebellion der Tuareg mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrages beendet werden und 1999 wurde Tandja Mamadou zum Staatspräsidenten gewählt.
Politik
Die Verfassung ist nach dem Vorbild Frankreichs als semi-präsidentielles System mit Direktwahl des Präsidenten (alle 5 Jahre) gestaltet.
Die Präsidenten der Republik Niger:
- 1958–1974 Hamani Diori
- 1974–1987 Seyni Kountché
- 1987–1999 Ali Saibou
- seit 1999 Tandja Mamadou
Im Parlament (Assemblée Nationale) verfügen die Parteien Mouvement National de la Societé de Développement (MNSD) (38 Sitze) und Convention Démocratique et Sociale (CDS) (17 Sitze) zusammen über eine Mehrheit der 83 Sitze.
Verwaltungsgliederung
Das Staatsgebiet teilt sich in 7 départements und das Hauptstadtdistrikt.
Departements und Arrondissements
- Agadez
- Agadez
- Arlit
- Bilma
- Diffa
- Diffa
- Maïné-Soroa
- N'Guigmi
- Dosso
- Birni N'Gaouré
- Dogon-Doutchi
- Dosso
- Gaya
- Loga
- Maradi
- Aguié
- Dakoro
- Guidan-Roumdji
- Madarounfa
- Mayahi
- Tessaoua
- Tahoua
- Birni N'Konni
- Bouza
- Illéla
- Keita
- Madaoua
- Tahoua
- Tchin-Tabaraden
- Tillabéri
- Filingué
- Ouallam
- Say
- Téra
- Tillabéry
- Zinder
- Gouré
- Magaria
- Matamey
- Mirria
- Tanout
- Niamey (Hauptstadtbezirk)
Wirtschaft
Die nigrische Volkswirtschaft erreichte 2001 ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 1,7 Milliarden Euro, das entspricht einer Wirtschaftsleistung von etwa 150 Euro pro Kopf der Bevölkerung. 40 % des Volkseinkommens stammen aus der Landwirtschaft, während der industrielle Sektor nur etwa 14 % der Gesamtleistung ausmacht. Wichtigstes Exportgut ist Uran, dessen Ausfuhr 32 % der Gesamtexporte generiert, wichtigster Handelspartner bleibt Frankreich.
Landwirtschaft
In der nigrischen Sahara-Region ist nur in Oasen, etwa im Aïr-Gebirge, Bewässerungsfeldbau möglich. Nur der schmale Streifen entlang der nigerianischen Grenze befindet sich in der Sahelzone und ist somit für den Regenfeldbau geeignet. Die Regenzeit ist extrem kurz, knapp drei bis vier Monate. Darüber hinaus ist die Regenzeit durch eine hohe Variabilität der Regenfälle gekennzeichnet: Regional können ebenso stark unterschiedliche Regengüsse niedergehen, wie die zeitliche Verteilung der Regenmenge während der Regenzeit sehr ungleichmäßig sein kann.
Anbauprodukte sind hauptsächlich verschiedene Hirsearten sowie Bohnen und Erdnüsse. Nur in Trockenflusssenken werden im Bewässerungsanbau Gemüsearten, Henna, Capsicum-Arten, Tabak u. ä. angebaut. Mobiles Kapital sind Kleinviehherden, die in Notzeiten zunächst vermarktet und dann verzehrt werden.
Produktionsmittel sind heute der individualisierte Besitz an Grund und Boden sowie das durch den gemeinsam wirtschaftenden Haushalt erworbene Saatgut, das unter Umständen in Kooperativen hinzugekauft werden muss. Dies geschieht, wenn das Saatgut wegen Nahrungsknappheit verzehrt statt ausgebracht wird. Bei staatlichen Kooperativen oder reichen Händlern verschulden sich die Bauern z. T. auch durch den Kauf von Insektiziden und Düngemittel.
Die Arbeitsmittel sind die einer weitgehend nicht mechanisierten Landwirtschaft: die kurzstielige Hacke und ein langstieliges Jäteisen (Kanuri: ashasha). Ochsengezogene Pflüge befinden sich in der Regel im Besitz reicher Bauern, die meist identisch mit der einheimischen Aristokratie sind. Der überwiegende Teil der Bauern hat hierzu keinen Zugang.
Die vorkoloniale Gesellschaftsstruktur sieht eine gemeinschaftliche Nutzung der Böden durch eine Großfamilie, ein gandu (Hausa: Haushalt) vor. Individueller Besitz an Grund und Boden war weitgehend unbekannt. Seit der Kolonialzeit hat sich durch die Konsolidierung familiärer Besitzansprüche und einer zunehmenden Vermarktung von Grund und Boden ein individueller Besitz von Boden etabliert. Der Bevölkerungsdruck führte zu Landknappheit. Erbteilung führte zur Fragmentierung von Landbesitz. Individuelle Parzellen können heute eine (Klein-)Familie kaum noch ernähren.
Ein weiteres Problem stellt die großflächige Abholzung zur Gewinnung von Brennmaterial dar, sowie das fast vollständige Abtragen von Pflanzenmaterial nach der Ernte, so dass Ackerflächen zum einen vor der Sonneneinstrahlung nicht mehr geschützt sind und zum anderen der Düngungseffekt durch verrottendes Pflanzenmaterial ausbleibt. Die Böden verarmen.
Die lange Trockenzeit macht ein Vorratshaltungssystem notwendig, das in vorkolonialer Zeit sozial und religiös sanktioniert war. Diese Vorratshaltung war eng an die vorkoloniale Struktur der Haushalte, ihrer Arbeits- und Konsumptionsstruktur gebunden. Mit der Fragmentierung der Haushalte und der Individualisierug von Bodenbesitz vor allem seit der Dekolonisierung geht eine Auflösung dieser vorkolonialen Umverteilungsstrukturen einher. Heutige (Klein-)Familien können kaum noch auf ein Netz familiärer und nachbarschaftlicher Solidaritätsstrukturen zurückgreifen, vor allem angesichts des allgemein herrschenden ökologischen Druckes auf die ökologisch fragile Klimazone.
Hungersnöte und Nahrungsmittelknappheit
Die folgenden Punkte gelten als ursächlich für die immer wieder kehrenden katastrophalen Hungersnöte im Land:
- Bevölkerungsexplosion durch eine der höchsten Fertilitätsraten der Welt.
- Mangelnde Bildung aufgrund der bildungsfeindlichen Tradition des Islam, besonders was den Schulbesuch von Mädchen angeht.
- Niger ist aus historischen Gründen ein reines Binnenland und besteht überwiegend aus Wüste.
- Heuschreckenplagen zerstören die Ernten.
Kultur
- Nationalfeiertag: 3. August (Unabhängigkeitstag), 18. Dezember (Tag der Republik)
Literatur
- Cornelia Nicodemus: Indigene Vorratshaltung und koloniale Krisenpräventionspolitik. Zwangsspeicher und Sociétés Indigènes de Prévoyance in der Kolonie Niger nach 1932, Frankfurt 2000.
- Boureima Alpha Gado: Une histoire des famines au Sahel. Étude des grandes crises alimentaires (XIX-XXe siècles), Paris 1993.
- Polly Hill: Population, Prosperity and Poverty. Rural Kano 1900 and 1970, Cambridge, 1977.
- Guy Nicolas: Dynamique et appréhension du monde aus sein d´une société haoussa, Paris 1975.
- Claude Raynaut: Structures normatives et relations électives. Étude d´une communauté villageoise haoussa, Paris 1972.
- Holger Weiss: Babban Yunwa. Hunger und Gesellschaft in Nord-Nigeria und den Nachbarregionen in der frühen Kolonialzeit, Helsinki 1997.
Film
- Auf der Berlinale 2005 wurde eine sehenswerte Dokumentation des beninischen Regisseurs Idrissou Mora-Kpai über die Uran- und Bergbaustadt Arlit mit dem Titel Arlit - deuxième Paris präsentiert.
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=124 Länderinformation des deutschen Auswärtigen Amtes]
- [http://www.delgi.ne/presidence/ Website des Staatspräsidenten (französisch)]
- [http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/Laender/Laenderauswahl/Niger.php Länderbericht zu Niger von Ärzte ohne Grenzen]
- [http://www.time.com/time/europe/magazine/article/0,13005,901050815-1090834,00.html?cnn=yes Artikel zur Hungersnot von TIME Europe (englisch)]
Kategorie:Staat
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zh-min-nan:Niger
DemokratieDie Demokratie (griechisch δημοκρατία, von δήμος, démos – Volk und κρατία, kratía – Macht, Herrschaft, Kraft, Stärke), ursprünglich von Aristoteles abwertend im Sinne von »Herrschaft des Pöbels« gebraucht, bezeichnete zunächst die direkte Volksherrschaft (heute: Direktdemokratie, Radikaldemokratie, Basisdemokratie). Heute wird »Demokratie« zumeist als allgemeinerer Sammelbegriff für Regierungsformen gebraucht, deren Herrschaftsgrundlage aus dem Volk abgeleitet wird. In den so genannten Repräsentativen Demokratien werden hierzu von den Bürgern eines Staates Repräsentanten gewählt, die über Parlamente und in der Regierung im Auftrag des Volkes Herrschaft ausüben sollen. Bei vorwiegend direkt-demokratischen Regierungsformen übt das Volk die Macht selbst aus, zum Beispiel mittels Volksentscheiden, kooperativer Planung. Entscheidendes Merkmal der Demokratie ist die Möglichkeit, die jeweilige Regierung durch eine Abstimmung (entweder des Volkes oder gewählter Vertreter) austauschen zu können, hierin unterscheidet sie sich von der tyrannischen Staatsform.
Umgangssprachlich wird unter demokratisch oft auch eine alle Beteiligten gerecht einbeziehende Vorgehensweise verstanden. Daraus folgt auch das im folgenden dargestellte Demokratieverständnis, das Bestandteile der westlichen/bundesdeutschen Vorstellung vom bürgerlich-humanistischen (Rechts-)Staat unter dem Begriff Demokratie subsumiert, die mit ihm weder semantisch noch historisch erklärbar sind. Frühe Demokratietheoretiker der Neuzeit standen dem Prinzip vom Rechtsstaat oder einer Verfassung skeptisch gegenüber, da diese die Macht des Volkes souverän zu entscheiden, beeinträchtigen würden – ebenso wie frühe liberale Theoretiker die Demokratie skeptisch sahen, da eine konsequente Demokratie auch problemlos in die individuellen Freiheitsrechte des Einzelnen eingreifen könnte. Zum westlichen Demokratieverständnis gehören, neben der Beteiligung aller Bürger, der Rechtsstaat und die Sicherung der Menschenrechte.
In Deutschland wird die Demokratie durch das Grundgesetz als tragendes Verfassungsprinzip festgelegt. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. (Art. 20, Abs. 2 GG). Auch in der österreichischen Bundesverfassung heißt es bereits im Artikel 1: Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.
Geschichte
Die Geschichte der Demokratie ist eng verknüpft mit der Idee der Naturrechte, heute eher bekannt unter dem Begriff der Menschenrechte. Ausgehend davon wurde die Idee der Gleichberechtigung der Freien entwickelt, die sich in den frühen Ansätzen zu demokratischen Gesellschaften wiederfindet. Die Mitgestaltungsbefugnisse eines Menschen hingen zunächst, wie von eben genanntem Begriff impliziert, am Status der Person: Nur Freie – was Sklaven, Frauen und Nicht-Bürger ausschloss – hatten diese Rechte inne.
Als erste Verwirklichung der Demokratie in der Geschichte wird die Attische Demokratie angesehen, die nach heftigem Ringen des Adels und der Reichen mit dem einfachen Volk errichtet worden war und allen männlichen Vollbürgern der Stadt Athen Mitbestimmungsrechte in der Regierung gewährte. Beamte wurden per Los bestimmt oder gewählt. Eine Gewaltenteilung im modernen Sinne gab es jedoch nicht.
Die Staatsform war nicht unumstritten, gewährte sie doch beispielsweise den Bürgern das Recht, Mitbürger, die als gefährlich für die Demokratie angesehen wurden, in die Verbannung zu schicken (siehe auch Ostrakismos, Scherbengericht) – eine Praxis, die recht häufig und nicht immer zum Wohle Athens angewandt wurde. Auch waren die Beschlüsse der Volksversammlung leicht beeinflussbar – der Demagoge trat auf und sollte nicht selten eine unglückliche Rolle in der Politik Athens spielen (vgl. Kleon und Alkibiades sowie Peloponnesischer Krieg). Auch in anderen Poleis des attischen Seebunds wurden Demokratien eingerichtet, die aber vor allem dafür sorgen sollten, dass die Interessen Athens gewahrt wurden.
Der bekannte Althistoriker Christian Meier erklärte die Einführung der Demokratie durch die Griechen dadurch, dass sie entdeckt hätten, dass Demokratie die Antwort auf die Frage ist, wie es der Politik gelingen kann, auch die Herrschaft selbst zum Gegenstand von Politik zu machen (vgl. Christian Meier, Die Entstehung des Politischen bei den Griechen, Frankfurt a.M. 1980).
Der antike Philosoph Aristoteles verwendet den Begriff Demokratie in seiner Politik negativ, um die Herrschaft der Armen zu bezeichnen; diese "entartete Staatsform" würde nicht das Wohl der Allgemeinheit, sondern nur das Wohl eines Teils der Bevölkerung (eben der Armen) verfolgen. Allerdings lehnte er die Demokratie (in ihrer gemäßigten Form) nicht strikt ab, wie etwa noch sein Lehrer Platon dies tat. Aristoteles plädierte aber für eine Form der Mischverfassung zwischen Demokratie und Oligarchie, die so genannte Politie.
Auch die römische Republik verwirklichte bis zur schrittweisen, kontinuierlichen Ablösung durch den Prinzipat eine Gesellschaft mit rudimentären demokratischen Elementen, basierend auf der Idee der Gleichberechtigung der Freien bei der Wahl der republikanischen Magistrate, auch wenn freilich das oligarchische Prinzip bestimmend war. Es sei aber doch darauf hingewiesen, dass der Historiker Fergus Millar einen anderen Standpunkt vertritt und die römische Republik viel mehr als eine Art direkt-demokratisches Staatswesen interpretiert hat; die diesbezügliche Diskussion ist noch nicht beendet. Die historisch für uns bedeutendere Leistung Roms dürfte allerdings die Etablierung einer frühen Form eines Rechtsstaats sein – einem Konzept, das ebenfalls eng mit unserem heutigen Verständnis von Demokratie zusammenhängt.
Zur Zeit des Mittelalters wurden die demokratischen Ideen nahezu vollständig aus Europa verdrängt, nur in den Reichsstädten mit Bürgerrechten und Teilen der Schweiz überlebten diese Ideen teilweise.
Ab dem 17. Jahrhundert wurde von Jean-Jacques Rousseau der Begriff der Volkssouveränität propagiert, John Locke und Charles de Secondat Montesquieu etablierten im 18. Jahrhundert den Begriff der Gewaltenteilung – beides wird als elementarer Bestandteil eines modernen, demokratischen Rechtsstaates betrachtet.
Gleichzeitig hatten sich in den USA fünf Indianer-Stämme zum Bund der Irokesen zusammengeschlossen und sich eine Räte-Verfassung gegeben. Benjamin Franklin und andere amerikanische Staatsmänner ließen sich hinsichtlich der Ausgestaltung der amerikanischen Verfassung von den Irokesen anregen.
Die Vorarbeiten dieser Philosophen, das Vorbild des englischen Parlamentarismus und auch das Vorbild der irokesischen Verfassung fanden Berücksichtigung, als mit der Verfassung der USA 1787 der erste moderne demokratische Staat, die USA, entstand. Polen war dann der zweite Staat mit einer demokratischen Verfassung (3. Mai 1791) und somit der erste in Europa. Diese Prozesse inspirierten ebenfalls die Französische Revolution, wenn auch erst eine schrittweise Demokratisierung der anderen europäischen Länder erfolgte (und keineswegs überall, siehe das zaristische Russland, Österreich-Ungarn, Preußen etc.), wobei auch der bereits ehrwürdige englische Parlamentarismus besondere Erwähnung verdient.
Repräsentation
Das »Volk« ist keine Einzelinstanz mit einem freien Willen, sondern eine (meist sehr große) Anzahl von gleichberechtigten Individuen, von denen jedes seinen eigenen, freien Willen hat. Aufgabe demokratischer Systeme ist es also, sich so zu organisieren, dass dabei die Einzelinteressen ausgeglichen werden und sich die Entscheidungen nach einem emergierenden Gesamtwillen richten.
Da in der Praxis jedoch das Staatsvolk nicht über jedes Detail des politischen Tagesgeschäftes entscheiden kann, haben sich alle bestehenden Demokratien dergestalt organisiert, dass – meist auf mehreren Ebenen wie Gemeinde, Land, Staat etc. gestaffelt – Teile der Souveränität in Einzelentscheidungen an gewählte Volksvertreter abgegeben werden. Das Volk gibt dann in Wahlen die »grobe Linie« vor, an der sich die Vertreter zu orientieren haben (bzw. in der Praxis orientieren, da davon ihre Wiederwahl abhängt). Diese Vertreter sollen als Repräsentanten der Wählergemeinde agieren, von der sie gewählt wurden und deren Interessen und Ziele sie in den entsprechenden Gremien im Interesse ihrer Wähler durchsetzen sollen.
Der Einfluss, den das Volk als Souverän während der Amtszeit der gewählten Vertreter auf diese behält, unterscheidet sich in den unterschiedlichen Demokratieformen. In manchen Systemen wie in der Schweiz behält das Volk ein Vetorecht gegenüber den Entscheidungen der Volksvertreter, in anderen besteht lediglich ein Petitionsrecht, wieder andere beschränken sich auf das Wahlrecht für die Volksvertretung. Es gibt auch, darauf sei an dieser Stelle hingewiesen, immer wieder die Forderung nach einer Umsetzung von radikaldemokratischen Systemen, die ohne Volksvertreter auskommen sollen oder das Repräsentationsprinzip verachten (siehe z. B. Partizipatorische Demokratie). Dabei handelt es sich um theoretische Modelle, die in diesem Artikel nicht weiter betrachtet werden.
Auch wenn Wahlen ein wesentliches Grundkriterium für Demokratien sind, so sind sie nicht die Einzige: Wesentlich zeichnet sich eine Demokratie durch die Freiheiten und Rechte aus, die ihre Bürger gegenüber dem Staat beanspruchen können. Damit muss eine Demokratie unabdingbar die Menschenrechte gewährleisten. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang das bereits erwähnte Wahlrecht, das Diskriminierungsverbot, das Recht auf freie Meinungsäußerung und eine unabhängig funktionierende Judikative als konstituierende Grundbausteine einer Demokratie zu nennen.
Verschiedene Demokratieformen
Demokratie findet sich umgesetzt u. a. in folgenden Formen wieder. Neben diesen Demokratievarianten in der Praxis gibt es eine Vielzahl von Theorien, die noch weitere Auffassungen über Demokratie vertreten (siehe Demokratietheorien).
Repräsentative und direkte Demokratie
In der repräsentativen Demokratie geht die Staatsgewalt insoweit vom Volke aus, als dieses in Abständen von meistens 4 bis 5 Jahren Repräsentanten wählt (Personen oder Parteien), die die politischen Entscheidungen für die Zeit der nächsten Wahlperiode treffen.
Beim reinen Verhältniswahlrecht kann der Wähler eine Partei benennen, die seinen politischen Vorstellungen am nächsten kommt. Im Parlament sind die Parteien dann etwa mit der Stärke vertreten, die ihrem Stimmenanteil entspricht. Beim reinen Mehrheitswahlrecht zieht aus jedem Wahlkreis derjenige Bewerber ins Parlament ein, der dort die meisten Stimmen auf sich vereint. Verschiedene Mischformen kommen vor.
In der Stochokratie werden die Vertreter des Volkes per Los bestimmt!
In der direkten Demokratie liegt die gesamte Macht beim Volk.In der Praxis tritt diese Form der Demokratie auf Staatsebene allerdings nie auf; es wird vielmehr auf die plebiszitäre Elemente gesetzt, wobei das Volk nur in wichtigen Entscheidungen per Volksentscheid unmittelbar beteiligt wird.
Das Rätesystem schließlich stellt eine Mischform zwischen direkter und repräsentativer Demokratie dar.
Die meisten modernen Demokratien sind repräsentative Demokratien, teilweise mit direktdemokratischen Elementen wie Volksentscheiden auf nationaler oder kommunaler Ebene.
Die Schweiz ist auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene eine plebiszitäre Demokratie, wobei auf nationaler und in den meisten Kantonen auch auf kantonaler Ebene und in größeren Städten auf kommunaler Ebene ein Parlament Legislative ist, und das Volk bei Parlamentsentscheiden nur über Verfassungsänderungen und über Gesetzesänderungen abstimmt. Zusätzlich gibt es für das Volk noch das Recht der Verfassungsinitiative, bei dem eine Anzahl Bürger eine Änderung der Verfassung vorschlagen kann, über die obligatorisch abgestimmt werden muss. Zudem kann mit genügend Unterschriften eine Volksabstimmung (Referendumsabstimmung) über ein vom Parlament beschlossenes Gesetz erzwungen werden. Einige kleine Kantone haben statt des Parlaments die Landsgemeinde. Auf kommunaler Ebene gibt es in kleineren Orten keine Volksvertretung, sondern Entscheide werden direkt in einer Bürgerversammlung diskutiert und abgestimmt.
Präsidentielle und parlamentarische Demokratie-Systeme
Nach dem klassischen Prinzip der Gewaltenteilung sind in Demokratien die Gesetzgebung und die Regierung zu trennen. In der Praxis sind (zum Beispiel über Parteizugehörigkeiten) beide nicht unabhängig voneinander zu sehen: Die Fraktion, die die Mehrheit im Bereich der Gesetzgebung hat, stellt in der Praxis meist auch die Regierung.
Der Unterschied zwischen einer eher präsidentiell und einer eher parlamentarisch ausgerichteten Demokratie liegt nun in den praktischen Auswirkungen des verfassten Machtverhältnisses zwischen Regierung und Gesetzgebung.
Präsidentielle orientierte Ausprägungen (Beispiel USA) zeichnen sich durch eine starke Stellung des Regierungschefs, des Präsidenten, gegenüber dem Parlament aus, in parlamentarischen Systemen regiert das Parlament in der Praxis ein Stück weit mit.
Praktische Auswirkungen haben zum Beispiel die Zustimmungspflichtigkeit des Parlamentes bei bestimmten Entscheidungen (in den USA beispielsweise kann der Präsident frei einen Militäreinsatz befehlen, in der Bundesrepublik benötigt der Kanzler hierfür in aller Regel ein positives Votum des Parlamentes.), oder Fragen des Haushaltsrechtes.
Bei präsidentiell orientierten Systemen findet man häufig eine Direktwahl des Präsidenten durch das Volk, um die starke Machtstellung stärker vom Souverän abhängig zu machen. In einer parlamentarischen Demokratie wird die Regierung meist vom Parlament gewählt und kann vom Parlament auch wieder abgesetzt werden.
Mehrheitsdemokratie, Konkordanzdemokratie und Konsensdemokratie
In Mehrheitsdemokratien wird die Regierung aus Parteien zusammengesetzt, die im Parlament die Mehrheit haben. Damit hat die Regierung gute Chancen, ihre Vorschläge beim Parlament durchzubringen. Bei einem Regierungswechsel kann jedoch das Pendel wieder in die entgegengesetzte Richtung laufen. Großbritannien und die USA sind Beispiele für Mehrheitsdemokratien.
In einer Konkordanzdemokratie, werden öffentliche Ämter nach Proporz oder Parität verteilt. Alle größeren Parteien und wichtigen Interessengruppen sind an der Entscheidungsfindung beteiligt und die Entscheidung ist praktisch immer ein Kompromiss. Der Entscheidungsprozess braucht mehr Zeit und große Veränderungen sind kaum möglich, andererseits sind die Verhältnisse auch über längere Zeit stabil und es werden keine politischen Entscheide bei einem Regierungswechsel umgestürzt. Die Schweiz ist ein Beispiel für eine Konkordanzdemokratie.
Die Abgrenzung von Konkordanz- und Konsensdemokratie ist schwierig und variiert sehr stark je nach Autor. Vielfach werden die Begriffe in der Literatur gleichgesetzt, die Unterschiede sind dann auch tatsächlich marginal. Konsensdemokratien zeigen gemeinhin eine ausgeprägte Machtteilung in der Exekutive, ein gleichberechtigtes Zwei-Kammern-System, die Nutzung des Verhältniswahlrechts und eine starre, nur durch Zweidrittel Mehrheit zu ändernde Verfassung. Deutschland passt sehr gut in dieses Raster und wird daher als Konsensdemokratie geführt.
Nenn-Demokratien
Heutzutage wird kaum ein Staat der Welt von sich behaupten, nicht demokratisch zu sein. In der Regel wird entweder der Begriff »Demokratie« oder »Republik« im Staatsnamen geführt. Dennoch führen einige Staaten die Demokratie zwar im Namen, denen wesentliche demokratische Elemente (zum Beispiel allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlen) fehlen. So wird zum Beispiel die Verwendung des Namens »Deutsche Demokratische Republik« für den sozialistischen deutschen Staat zwischen 1949 und 1990 von den meisten Menschen als nicht zutreffend erachtet, da die Staatsgewalt de facto nicht vom Volke ausging. (Im sowjetischen Machtbereich sprach man euphemistisch lieber von »Volksdemokratie«.) »Nenn-Demokratie« trifft auch auf vorgeblich »demokratische« Abstimmungen zu, mit denen in diktatorischen Systemen Obrigkeitsentscheidungen durch das Staatsvolk »abzunicken« sind (typisch: 99,8% Ja-Stimmen).
Nach neueren Studien sind nur ca. 75 Nationen der Welt »anspruchsvolle Demokratien«, führen den Namen also nicht nur pro forma (Hans Vorländer).
Gesellschaftliche Perspektive
Neben den dargestellten Definitionen zur Demokratie als Methode, realisiert durch politische Institutionen, bedarf der demokratische Gedanke auch einer Verwirklichung in der Gesellschaft, damit die Prinzipien der demokratischen Staatsform auch in der Realität erfahrbar werden. Diese Auffassung, die das Demokratieprinzip auf möglichst alles ausdehnen will, also den Begriff der Volksherrschaft wörtlich nimmt, wird als Partizipatorische Demokratie bezeichnet.
Erst durch den Zugang zu Bildung für alle wird in Europa der Idealgedanke der Demokratie durch Ablösung der Monarchie ermöglicht, denn in einer Demokratie verläuft die politische Willensbildung von unten nach oben, wird also aus der Mitte der Bevölkerung an die Eliten getragen. In einer Diktatur, sowie in allen totalitären Systemen, ist dies genau umgekehrt, hier wird die politische Willensbildung von einer Elite der Bevölkerung manipulativ aufoktroyiert.
Demokratie sollte nicht verordnet, sondern als organischer Prozess verstanden werden, der in der Öffentlichkeit stattfindet und eine pluralistische Meinungsbildung ermöglicht und fördert.
Hierdurch und durch den damit zwingend einhergehenden Schutz von Grundrechten (z. B. Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit) sowie durch die Instrumentarien der politischen Bildung und der öffentlichen Berichterstattung über gesellschaftliche und politische Ereignisse soll eine Eigendynamik zustande kommen. Auf diese Weise entstehen organisierte Interessensgruppen, die Einfluss auf die Politik nehmen können.
In Brasilien entwickelte sich im Umfeld der Weltsozialforen auch Formen der partizipatorischen Demokratie mit dem Recht, direkt auf die Budgetverwendung Einfluss zu nehmen (sog. [http://www.goethe.de/br/poa/buerg/de/framebag.htm »Beteiligungshaushalt« oder »Bürgerhaushalt«]) .
Nebst diesen generellen Ausführungen muss gerade aus gesellschaftlicher Perspektive die "Bedrohung" der nationalstaatlichen Demokratie durch die Globalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft genannt werden. Da zumeist die Exektutive (Regierung und Verwaltung) stark in den aussenpolitischen Beziehungen kompetent sind, werden die Entscheidungen vermehrt durch diese Organe und weniger durch das Volk und das Parlament gefällt. Beispielsweise haben im Europäischen Ministerrat - eben - nur die Minister Einsitz. Betroffen von dieser Entwicklung sind v.a. Staaten, mit einer stark ausgebauten direkten Demokratie, so z.B. die Schweiz.
Um dieser Problematik entgegen zu treten werden neue Konzepte der Mitwirkung gefordert. Ein gangbarer Weg besteht z.B. darin neue Beschlussformen für die Parlamente zu kreieren, mit denen sie der Regierung in präziser Weise Aufträge erteilen können. Die Mitsprache des Volkes kann beispielsweise durch Staatsvertragsreferenden oder durch - flexiblere, modifizierte - Volksinitiativen gesichert werden.
Deutschlands Weg zur Demokratie
siehe dazu:
- Georg Büchner, der Vormärz und die Revolution von 1848/49
- Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche und die folgende Biedermeier-Zeit
- Ferdinand Lassalle, Begründer der Sozialdemokratie
- Deutsches Reich unter Otto von Bismarck
- Novemberrevolution, Weimarer Republik und Weimarer Verfassung
- Zeit des Dritten Reiches
- Grundgesetz der BRD
- Verfassung der DDR
- Wiedervereinigung
Bewertung
Demokratische Strukturen haben sich in vielen Staaten durchgesetzt, ebenso in einigen Kirchen, z. B. Presbyterianische Kirchen, Evangelisch-methodistische Kirche, Schweizer Landeskirchen (in der Schweiz werden sogar katholische Pfarrer von der Gemeinde gewählt), jedoch kaum in der Wirtschaft (Ausnahme Genossenschaften).
In der Politikwissenschaft sprechen einige Denker vom demokratischen Frieden unter Verweis darauf, dass Demokratien in der Geschichte bisher kaum Kriege gegeneinander geführt hätten, und werten dies als besonders positive Eigenschaft des demokratischen Systems. Allerdings kann zumindest die athenische Ur-Demokratie nicht als Beispiel für diese These herangezogen werden. Immanuel Kant schätzte Demokratien deshalb als vergleichsweise friedlich ein, da ihre Wähler sich ungern selber in einen Krieg schicken würden (Vgl. die Schrift namens Zum ewigen Frieden von 1795). Dies ist jedoch in der Friedens- und Konfliktforschung umstritten; als sicher gilt, dass Demokratien in dyadischen Beziehungen friedlich sind, dass im monadischen System Demokratie allein jedoch noch keine hinreichende Bedingung für friedlicheres Verhalten ist.
Der indische Nobelpreisträger Amartya Sen betont die wohlfahrtssichernde Kontrollfunktion der Demokratie. Ohne Demokratie gebe es für die Herrschenden keine Anreize, die Interessen der Mehrheitsbevölkerung zu vertreten. Demokratie sei somit ein Schutz vor Armut und Hunger.
Das demokratische Prinzip hat jedoch auch Grenzen. Mehrheitsentscheidungen können beispielsweise zu einer Benachteiligung von Minderheiten führen (siehe auch Tocquevilles Warnung vor der »Tyranei der Mehrheit«). Zudem kritisiert die partizipatorische Demokratietheorie, dass zu wenig Mitentscheidungs- und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten in der modernen Demokratie gegeben sind.
Deshalb sind in einer Demokratie oft unverletzliche Grundrechte wie die allgemeinen Menschenrechte und Grundsätze der Nichtdiskrimierung durch die Verfassung garantiert, die auch durch Mehrheitsbeschluss nicht aufgehoben werden können. So steht das Grundprinzip des Minderheitenschutzes, das Teil des wichtigen Freiheitskonzeptes des Pluralismus ist, als Ausgleich gegen das Mehrheitsprinzip. Zum Schutz von Minderheiten kennt die Schweiz das so genannte Ständemehr: Neben der Mehrheit der Stimmen muss auch die Mehrheit der Kantone (Stände) eine Verfassungsänderung befürworten (bei Gesetzesänderungen gilt das einfache Volksmehr).
Da noch nie eine »echte« Demokratie eine andere angegriffen hat, sieht der Amerikaner Francis Fukuyama in der weltweiten Demokratisierung, in Verbindung mit der Etablierung der Freien Marktwirtschaft, das Ende aller Kriege und somit das Ende der Geschichte, was freilich höchst umstritten ist.
Insgesamt gelten demokratische Strukturen als eher langsam und ungeeignet für schnelle Anpassung an wechselnde Umstände, zumal die Wahlentscheidungen nicht immer nach objektiven Kriterien getroffen werden (siehe auch Demagogie, Polemik). Andererseits können demokratische Strukturen für Stabilität und teilweise vorhersagbare Verhältnisse sorgen, sofern die Gesellschaft stabil ist. Außerdem verfügen Demokratien über eine breitere Legitimationsbasis und können den Präferenzen der Wähler Rechnung tragen. Zudem ist nur in einer Demokratie die Möglichkeit gegeben, die politische Spitze ohne Blutvergießen auszutauschen, ebenso gewährleistet sie ein hohes Maß an sozialer Integration.
Zitate
- »Die Verfassung, die wir haben (...) heißt Demokratie, weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf die Mehrheit ausgerichtet ist.« (Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges, II 37; ursprünglich Bestandteil der Präambel des EU-Verfassungsentwurfs)
- »Maßstab der Aristokratie ist die Tugend, der Oligarchie der Reichtum, der Demokratie die Freiheit« (Aristoteles, Politik, 1294a10 ff.)
- »The government of the people, by the people, for the people.« (Die Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk.) Abraham Lincoln über das Wesen der Demokratie, Gettysburg Address, 1863
- »Liberalität, die unterschiedslos den Menschen ihr Recht widerfahren lässt, läuft auf Vernichtung hinaus wie der Wille der Majorität, die der Minorität Böses zufügt und so der Demokratie Hohn spricht, nach deren Prinzip sie handelt.« (Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Teil 1, 1944)
- »Democracy is the worst form of government – except for all those other forms, that have been tried from time to time.« (Demokratie ist die schlechteste Regierungsform – außer all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.) (Winston Churchill in einer Rede im Unterhaus am 11. November 1947)
- »Unter all den Namen dessen, was man ein wenig schnell in der Kategorie der 'politischen Regierungsform' klassifiziert (ich glaube nicht, dass 'Demokratie' letztlich eine politische Regierungsform bezeichnet), ist der ererbte Begriff der Demokratie der einzige, der die Möglichkeit aufnimmt, sich in Frage zu stellen, sich selbst zu kritisieren und sich in unbestimmter Weise selbst zu verbessern. Wenn es sich dabei noch um den Namen einer Regierungsform handelte, dann um den des einzigen 'Regimes', das sich seiner eigenen Perfektionierbarkeit stellt, also seiner eigenen Geschichtlichkeit – und so verantwortlich wie möglich, würde ich sagen, sich der Aporie der Unentscheidbarkeit annimmt, auf deren Grund ohne Grund er sich entscheidet.« – Jacques Derrida (2001; in: Philosophie in Zeiten des Terrors, ISBN 3865723586, S. 161)
Siehe auch
- Liste der Staatsformen
- Demokratietheorie
Literatur
Einführung und Geschichte
- Konrad H. Kinzl (Hrsg.): Demokratia. Der Weg zur Demokratie bei den Griechen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995, ISBN 3-534-09216-3.
- Conze, Werner/Koselleck, Reinhart/Maier, Hans/Meier, Christian/Reimann, Hans Leo: Demokratie. in: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland, hrsg. von Otto Brunner/Werner Conze/Reinhart Koselleck, Bd. 1, Stuttgart 1972, S. 821-899. Grundlegende Erläuterung des Demokratiebegriffs von der Antike bis in die Moderne, einschließlich Literaturangaben.
- Hans Vorländer: Demokratie. Beck Wissen, München 2003. Knappe Einführung in die Thematik.
Demokratietheorien im Vergleich
- Manfred G. Schmidt: Demokratietheorien. Eine Einführung. 3. Aufl., Opladen 2000. Grundlegende Einführung mit umfangreichen Literaturangaben; der Bogen spannt sich von Aristoteles bis hin zu den modernen Demokratietheorien. ISBN 3-8252-1887-2
- Oliver Flügel/Reinhard Heil/Andreas Hetzel: Die Rückkehr des Politischen. Demokratietheorien heute, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2004, ISBN 3-534-17435-6, [http://www.demokratietheorie.de/rueckkehr.html Leseprobe]
Aktuell diskutierte Arbeiten
- Robert D. Putnam, Robert Leonardi, Raffaella Nanetti: Making Democracy Work. Civic Traditions in Modern Italy. Princeton: Princeton University Press, 1994. ISBN 0-69103738-8
- Johannes Heinrichs: Revolution der Demokratie. Eine Realutopie für die schweigende Mehrheit. Berlin: Maas, 2003. ISBN 3-929010-92-5
Weblinks
- [http://www.bpb.de/publikationen/WRYH61,,0,Demokratie.html Informationen zur politischen Bildung, Heft 284 (Demokratie)]
- [http://www.politikwissen.de/lexikon/demokratie.html Demokratie, aus: Heidelberger Online Lexikon der Politik]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D9926.html Historisches Lexikon der Schweiz – Demokratie]
- [http://www.dadalos.org/deutsch/Demokratie/Demokratie/inhalt/inhalt.htm Demokratie auf dem UNESCO Bildungsserver]
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Kategorie: Staatsphilosophie
Kategorie: Demonstration
Kategorie: Politik
ja:民主主義
ko:민주주의
simple:Democracy
th:ประชาธิปไตย
Präsident
Ein Präsident ist das Staatsoberhaupt einer Republik. Je nach Staatssystem wird das Amt durch eine allgemeine Wahl, durch ein Wahlkomitee, durch die Legislative oder durch andere Verfahren vergeben. Zum Teil werden auch in Diktaturen Präsidenten ernannt. Das Wort Präsident wurde vom lateinischen praesidere das heißt 'den Vorsitz haben', abgeleitet. Die Präsidentschaft bezeichnet die Amtszeit eines Präsidenten oder die Situation Präsident zu sein.
Einige wenige moderne Republiken kennen kein Staatsoberhaupt. Dazu zählen die Schweiz und San Marino. Die Schweiz kennt allerdings einen Präsidenten der Konföderation, der ein Mitglied des Bundesrats ist. Der Schweizer Nationalrat wählt ein Mitglied des Bundesrats zum Präsidenten für ein Jahr. Allerdings ist der Präsident nur primus inter pares (erster unter Gleichen); lediglich auf internationaler Ebene wird er als Staatsoberhaupt behandelt.
Auch das ehemalige deutsche Bundesland Württemberg-Hohenzollern hatte einen Staatspräsidenten, der zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef in einer Person war. In Bayern wollte man Anfang der 50er Jahre einen Staatspräsidenten einführen, entschied sich jedoch die Rolle des Staatsoberhauptes dem Ministerpräsidenten zu überlassen.
Der Präsident in der Demokratie
Die Stellung und die Befugnisse des Präsidenten werden meist durch eine geschriebene Verfassung festgelegt. Sie ist eingebunden in ein System der Gewaltenteilung oder zumindest in ein System der strikten Machtkontrolle.
Präsidentielle Demokratie
Hier vereinigt der Präsident die Funktion des Staatsoberhaupt und die des Regierungschef. Er besitzt große Machtbefugnisse. Der Präsident wird dann meist direkt vom Volk gewählt, was seine starke Position legitimiert.
Typische präsidentielle Regierungssysteme sind die der USA, Südafrika und der lateinamerikanischen Staaten.
Siehe auch: Präsidentielles Regierungssystem
Parlamentarische Demokratie
Hier ist der Präsident nur Staatsoberhaupt. Er wird meist nicht direkt vom Volk sondern durch die Legislative gewählt und hat hauptsächliche repräsentative Funktionen. Die eigentliche Führung der Exekutive (Regierung) ist die Aufgabe eines je nach Land (Premierminister, Ministerpräsident, Bundeskanzler, Regierungspräsident (Spanien), Ratspräsident) oder ähnlich genannten Regierungschefs, dessen Regierung vom Vertrauen des Parlaments abhängig ist
Typische Parlamentarische Regierungssysteme sind die Deutschlands und Italiens.
Siehe auch: Parlamentarisches Regierungssystem
Semipräsidentielle Demokratie
Hier konkurrieren Präsident und Ministerpräsident um die Macht. Wird der Präsident durch die Parlamentsmehrheit gestützt, hat er weitreichende Kompetenzen. Gehören Parlamentsmehrheit und Präsident unterschiedlichen Parteien an, herrscht Kohabitation (frz. cohabitation)) und die Macht des Präsidenten ist eingeschränkt.
Typische semipräsidentielle Regierungssysteme sind die Frankreichs, Polens und Russlands, wobei Russland sich anscheinend im Übergang zum präsidentiellen Regierungssystem befindet.
Siehe auch: Semipräsidentielles Regierungssystem
Andere Systeme
In Diktaturen wird der Titel eines Präsidenten häufig von selbsternannten Anführern angenommen - ein Beispiel dafür ist Ugandas Expräsident Idi Amin. Einige staatssozialistische Staaten kennen oder kannten ebenfalls Präsidenten, allerdings liegt die Macht beim Zentralkomitee der Partei.
Siehe auch
- Präsidialrepublik, Präsidentielles Regierungssystem
- Präsident der Republik, Präsident (Verwaltung)
- Liste der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Liste der Präsidenten von Frankreich
- Bundespräsident (Deutschland), Bundespräsident (Österreich),
- Staatspräsident (Frankreich)
Kategorie:Politik
Kategorie:Herrschertitel
ja:大統領
ko:대통령
simple:President
th:ประธานาธิบดี
zh-min-nan:Chóng-thóng
27. JanuarDer 27. Januar (in Österreich: 27. Jänner) ist der 27. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 338 Tage (in Schaltjahren 339 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 98 n. Chr. - Trajan wird zum ersten Adoptivkaiser ausgerufen
- 1080 - Erste urkundliche Erwähnung der Wartburg
- 1186 - Heinrich VI. von Hohenstaufen heiratete Konstanze von Sizilien
- 1695 - Mustafa II. wurde Sultan des Osmanischen Reiches nach dem Tod von Ahmed II.
- 1888 - Gründung der National Geographic Society in Washington, D.C.
- 1907 - Einweihung der in Kolonial-Afrika vorbildlichen Eisenbahnlinie Lomé-Palimé, Deutsch-Togo.
- 1917 - Putsch in Costa Rica
- 1924 - Die Stadt Fiume (kroat. Rijeka) wird italienisch
- 1945 - Das Vernichtungslager KZ Auschwitz-Birkenau wird von der Roten Armee befreit.
- 1948 - Japan. Vor der Küste läuft eine Fähre auf eine Mine aus dem 2. Weltkrieg und sinkt. 235 Tote.
- 1955 - Das erste Atom-U-Boot Nautilus wird zu Wasser gelassen.
- 1963 - Erste Volksabstimmung im Iran, an der Frauen teilnehmen dürfen (siehe auch Frauenwahlrecht).
- 1967 - die USA, Großbritannien und die Sowjetunion schließen den Weltraumvertrag zur Regelung Ihrer Aktivitäten im Weltraum.
- 1973 - Vietnam, USA. Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Nord-Vietnam. Rückzug aller US-Einheiten bis Ende März 1973.
- 1982 - Finnland. Staatspräsident Urho Kaleva Kekkonen tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück.
- 1986 - Honduras. José Azcona del Hoya wird zum Staats- und Regierungschef gewählt.
- 1989 - Das Parlament der Niederlande beschließt Freilassung der letzten deutschen Kriegsverurteilten in Breda.
- 1990 - Die PZPR, kommunistische Regierungspartei der Volksrepublik Polen, wird aufgelöst.
- 1990 - Honduras. Rafael Leonardo Callejas wird zum Staats- und Regierungschef gewählt.
- 1991 - Die somalische Rebellenbewegung Somalia National Movement erobert die Hauptstadt Mogadischu.
- 1994 - Honduras. Carlos Roberto Reina Idiaquez wird zum Staats- und Regierungschef gewählt.
- 1996 - Republik Niger. Militärputsch des Generalstabschefs Oberst Baré
- 1996 - Störfall im Hoechst-Werk in Frankfurt-Griesheim
- 2002 - Ricardo Maduro Joest wird Staats- und Regierungspräsident in Honduras
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1733 - Uraufführung der Oper Sancio Panza governatore dell'isola Barattaria von Antonio Caldara am Teatrino di corte in Wien.
- 1775 - Uraufführung des Melodrams Ariadne auf Naxos von Georg Benda in Gotha.
- 1820 - Uraufführung der Oper Die Schäferin als Edeldame von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1844 - Uraufführung der Oper Hunyadi László von Ferenc Erkel in Budapest.
- 1893 - Uraufführung der Oper Debora von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag.
Religion
- 2002 - Tirana, Albanien. Einweihung einer neuen katholischen Kathedrale.
Katastrophen
- 1916 - Die Talsperren Lower Otay und Sweetwater bei San Diego in Kalifornien brechen nach längeren starken Regenfällen. Die Zahl der Todesopfer beträgt zwischen 12 - 50 bzw. 21.
- 1967 - An Bord von Apollo 1 bricht ein Feuer aus, alle drei Astronauten kommen ums Leben.
- 1981 - Beim Untergang des Fährschiffs "Tamponas 2" (Indonesien) nördlich von Java sterben 512 Menschen.
- 2005 - Los Angeles, USA. Bei einem Zugunglück sterben elf Menschen. Über 180 Personen werden verletzt.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2001 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Orlin Norris in der Rudi-Sedlmayer-Halle, München, durch KO.
Geboren
- 1546 - Joachim Friedrich, Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen
- 1571 - Abbas I. (Persien), Schah von Persien
- 1633 - George Byng, 1. Viscount Torrington, britischer Admiral
- 1662 - Richard Bentley, englischer klassischer Philologe und Textkritiker
- 1687 - Balthasar Neumann, deutscher Architekt
- 1708 - Anna Petrowna, Tochter von Peter dem Großen
- 1756 - Wolfgang Amadeus Mozart, österreichischer Komponist
- 1757 - Gomes Freire de Andrade, portugiesischer General
- 1775 - Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, deutscher Philosoph
- 1789 - Alexander von Dusch, Badischer Minister
- 1790 - William Davies Evans, walisischer Schachspieler
- 1796 - Charlotte Auguste, Kronprinzessin von England, Kronprinzessin von England
- 1803 - Carl Friedrich Deneke, deutscher Geheimer Kommerzienrat, Politiker und Industrieller
- 1805 - Samuel Palmer, britischer Maler
- 1805 - Sophie von Österreich, Tochter von König Maximilian I. von Bayern
- 1806 - Juan Crisóstomo de Arriaga, spanischer Violinist und Komponist
- 1808 - David Friedrich Strauß, deutscher Schriftsteller, Philosoph und Theologe
- 1814 - Eugène Emmanuel Viollet-le-Duc, französischer Kunsthistoriker und Architekt
- 1815 - Peter Joseph Ruppen, Schweizer Chronist des Kantons Wallis
- 1823 - Edouard Lalo, französischer Komponist
- 1825 - August Ferdinand Ludwig Dörffurt, Apotheker und Bürgermeister von Wittenberg
- 1825 - Balduin Möllhausen, deutscher Reisender und Schriftsteller
- 1826 - Michail Jewgrafowitsch Saltykow-Schtschedrin, russischer Schriftsteller und Satiriker
- 1827 - Jozef Israëls, niederländischen Maler
- 1832 - Lewis Carroll, britischer Schriftsteller, Mathematiker und Fotograf
- 1833 - Franz Galitz, Lehrer
- 1835 - Johannes Justus Rein, deutscher Geograph
- 1836 - Leopold von Sacher-Masoch, österreichischer Schriftsteller
- 1844 - Numa Droz, Schweizer Politiker
- 1848 - Tōgō Heihachirō, japanischer Admiral
- 1850 - Edward John Smith, Kapitän der Titanic
- 1850 - Marie Fillunger, österreichische Sängerin
- 1859 - Wilhelm II. (Deutsches Reich), König von Preußen und letzter deutscher Kaiser
- 1864 - John Walter Gregory, Geologe
- 1881 - Sveinn Björnsson, erster Präsident Islands
- 1883 - Bok de Korver, niederländischer Fußballspieler
- 1883 - Gottfried Feder, deutscher Wirtschaftstheoretiker und Politiker der DAP und NSDAP
- 1885 - Eduard Künneke, deutscher Operettenkomponist
- 1885 - Jerome David Kern, US-amerikanischer Komponist
- 1887 - Carl Blegen, US-amerikanischer Archäologe
- 1888 - Viktor Moritz Goldschmidt, Schweizer Geochemiker
- 1891 - Ilja G. Ehrenburg, russischer Schriftsteller und Kriegsberichtserstatter
- 1891 - Wilhelm Morgner, deutscher Maler des Expressionismus
- 1895 - Harry Ruby, US-amerikanischer Drehbuchautor, Komponist und Texter
- 1901 - Lilly Becher, deutsche Schriftstellerin und Publizistin
- 1901 - Willy Fritsch, deutscher Schauspieler
- 1903 - John Carew Eccles, australischer Physiologe
- 1906 - Radamés Gnattali, brasilianischer Musiker und Komponist
- 1908 - Oran Thaddeus 'Hot Lips' Page, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1908 - Trude Eipperle, deutsche Sopranistin
- 1910 - Edvard Kardelj, jugoslawischer Politiker
- 1911 - Alfons Dorfner, österreichsicher Kanusportler
- 1911 - Maria Wimmer, deutsche Schauspielerin
- 1915 - Ernst Schröder (Schauspieler), deutscher Schauspieler
- 1916 - Helle Hirsch, Student und Widerstandskämpfer
- 1918 - Antonin Mrkos, tschechischer Astronom
- 1918 - Elmore James, US-amerikanischer Musiker
- 1918 - Thies Christophersen, Revisionist, Holocaustleugner
- 1919 - David Seville, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1920 - Helmut Zacharias, deutscher Violinist
- 1921 - Donna Reed, US-amerikanische Schauspielerin
- 1921 - Georges Mathieu, französischer Maler
- 1923 - Waldir Azevedo, Komponist und Cavaquinhospieler
- 1924 - Rauf Denktaş, Präsident der Türkischen Republik Nordzypern
- 1924 - Sabu, indischer Schauspieler
- 1925 - Juan Vitalio Acuña Núñez, kubanischer Revolutionär und internationalistischer Guerillero
- 1926 - Ingrid Thulin, schwedische Schauspielerin
- 1927 - Diether Ritzert, Maler und Graphiker
- 1928 - Hans Modrow, deutscher Politiker, kurzfristig Regierungschef der DDR
- 1929 - Hans Berliner, Schachspieler
- 1930 - Aloysius Matthew Ambrozic, Erzbischof von Toronto, Ontario und Kardinal
- 1930 - Bobby Bland, US-amerikanischer Musiker
- 1931 - Mordecai Richler, kanadisc | | |