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Martin Schulz

Martin Schulz

Martin Schulz (
- 20. Dezember 1955 in Helrath) ist ein deutscher SPD-Politiker und seit der Europawahl 2004 Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) im Europäischen Parlament, dem er seit 1994 angehört.

Ausbildung und Beruf

Nach dem vierjährigen Besuch der Grundschule zwischen 1962 und 1966 lernte Schulz für neun Jahre am Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen. Im Anschluss, zwischen 1975 und 1977, durchlief er eine Ausbildung zum Buchhändler. In den folgenden fünf Jahren war er in verschiedenen Verlagen und Buchhandlungen tätig, bis er im Jahre 1982 seine eigene Buchhandlung in Würselen gründete, die er bis 1994 führte.

Politischer Werdegang

Im Jahre 1974 trat Schulz im Alter von 19 Jahren in die SPD ein und engagierte sich bei den Jusos und wurde 1984 in den Würselener-Stadtrat gewählt, dem er knapp zwei Wahlperioden bis 1998 beiwohnte, ab 1987 im Amt des Bürgermeisters. Mit seinen 31 Jahren war er damals der jüngste Bürgermeister Nordrhein-Westfalens. Dieses Amt hatte er bis 1998 inne. Im Jahre 1994 wurde er für fünf Wahlkreise zum Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt: Landkreis Aachen, Aachen, Euskirchen, Heinsberg, Düren. Seit der Europawahl im Jahre 2004 vertritt er den gesamten Regierungsbezirk Köln. Zwischen 2000 und 2004 saß Schulz den Abgeordneten der SPD im Europäischen Parlament vor. Seit Juli 2004 hat er den Fraktionssitz der SPE inne und folgte damit in dieser Position dem Spanier Enrique Barón Crespo. Martin Schulz gilt als Hoffnungsträger der SPD für die Zeit nach Schröder im Falle einer verlorenen Bundestagswahl im Herbst 2005. Ein Wechsel in die Bundespolitik gilt für diesen Fall als wahrscheinlich.

Familie und Freizeit

Martin Schulz ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Leidenschaft gilt neben den Büchern auch dem Fußball.

Brisante Ereignisse

Am 2. Juli 2003 kam es im Europaparlament zu einem Eklat, als er den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in dessen Doppelfunktion als Regierungschef und Medienunternehmer scharf kritisierte. Berlusconi empfahl ihn daraufhin witzelnd als Idealbesetzung für den Aufseher in einem KZ-Film.

Weblinks

Schulz, Martin Schulz, MartinSchulz, Martin Schulz, Martin ja:マルティン・シュルツ

20. Dezember

Der 20. Dezember ist der 354. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 355. in Schaltjahren) - somit bleiben 11 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1820 - Die Monarchen der fünf führenden europäischen Nationen beraten auf dem "Troppauer Fürstenkongress" über militärische Interventionen im Falle einer Gefährdung der überkommenen Ordnung.
- 1838 - Die Buren zerstören die Zuluhauptstadt uMgungundlovu
- 1924 - Adolf Hitler wird nach seinem Putschversuch vorzeitig aus der Haft entlassen.
- 1946 - Christian Stock, SPD wird Ministerpräsident in Hessen.
- 1961 - In der dominikanischen Republik finden die ersten freien Wahlen statt.
- 1963 - In Frankfurt am Main wird der 1. Auschwitz-Prozess gegen 20 Angeklagte eröffnet.
- 1971 - Ärzte ohne Grenzen wird als "Médecins Sans Frontières" von jungen französischen Ärzten gegründet.
- 1973 - Bei einem Anschlag der ETA mit einer Autobombe kommt der spanische Ministerpräsident Luis Carrero Blanco in Madrid ums Leben.
- 1990 - Der erste gesamtdeutsche Bundestag tritt zu einer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen.
- 1999 - Portugal gibt das seit gut 450 Jahren von Portugiesen besiedelte und seit 150 Jahren besetzte Macau an die Volksrepublik China zurück.
- 2000 - Serbien und Montenegro wird Mitglied in der UNESCO.
- 2003 - Im Abkommen von Moroni, Komoren, werden freie und demokratische Wahlen festgeschrieben.
- 2004 - In Hamburg beginnen die deutsch-russischen Konsultationen zwischen Putin und Schröder.

Wirtschaft


- 1924 - Mit dem Schilling-Rechnungsgesetz wird in Österreich die Ablösung der Krone durch den Schilling beschlossen und dieser schließlich am 1. März 1925 eingeführt.

Wissenschaft, Technik


- 1951 - In dem Versuchs-Reaktor EBR1 in Arco, Idaho (USA) gelingt erstmals die nukleare Stromerzeugung.
- 1994 - Intel kündigt ein umfassendes Austauschprogramm für vom FDIV-Bug betroffene Pentium-CPUs an.
- 1999 - Start des NASA-Satelliten ACRIMSat zur Erforschung der Energieabstrahlung der Sonne.

Kultur


- 1847 - Uraufführung der Oper The Maid of Honour von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London.
- 1902 - Uraufführung der Operette Der Rastelbinder von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien.
- 1913 - Uraufführung des Operettenschwanks Der Nachtschnellzug von Leo Fall am Johann-Strauß-Theater in Wien.
- 1982 - "E.T. - Der Außerirdische" läuft in deutschen Kinos an.
- 1983 - Uraufführung der Oper Die Fastnachtsbeichte von Giselher Klebe in Darmstadt.

Religion


- 1254 - Alexander IV. wird als Nachfolger von Innozenz IV. als Papst inthronisiert.

Katastrophen


- 1942 – Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Erbaa, Türkei, fordert rund 3.000 Tote.
- 1946 – Ein Erdbeben der Stärke 8,1 in Tonankai, Japan, fordert 1.330 Todesopfer.
- 1952Moses Lake, Washington: Eine Douglas C-124 Globemaster II der US Air Force stürzt kurz nach dem Start von der Larson Air Force Base brennend ab. 87 Menschen sterben, 28 überleben.
- 1987 – Beim Untergang der philippinischen Fähre Dona Paz bei Mindoro nach einer Kollision mit dem Tanker "Vector" sterben 4.375 Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Dona Paz" und 11 Besatzungsmitglieder der "Vector". Es gibt insgesamt nur 26 Überlebende. Es handelt sich damit um das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten.
- 1995Cali, Kolumbien. Eine aus Miami kommende Boeing 757 der American Airlines stürzt während des Landeanflugs ab. Die Piloten haben beim Anflug ein falsches NDB als Navigationsziel eingestellt. Bei der anschließenden Kurskorrektur prallt die Maschine gegen einen Berg. 160 Menschen sterben, 4 können gerettet werden.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Anthony Willis in Offenburg durch KO.
- 1997 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Lampkins in Offenburg durch technischen KO.
- 2003 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Kampf gegen Danell Nicholson in der Ostseehalle in Kiel durch technischen KO.

Geboren


- 1539 - Paul Melissus, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Komponist
- 1576 - Johannes Sarkander, Priester und Märtyrer der katholischen Kirche
- 1600 - Nicolas Sanson, französischer Kartograph
- 1626 - Veit Ludwig von Seckendorff, Gelehrter und Staatsmann
- 1629 - Pieter de Hooch, holländischer Maler
- 1648 - Tommaso Ceva, italienischer Dichter und Mathematiker
- 1717 - Charles Gravier, comte de Vergennes, französischer Staatsmann
- 1722 - Gebhard Werner Graf von der Schulenburg, Hofmarschall am preußischen Hofe
- 1729 - František Xaver Pokorný, böhmischer Komponist
- 1780 - John Wilson Croker, englischer Parlamentsredner, Dichter und Journalist
- 1784 - Georg Wilhelm (Schaumburg-Lippe), Fürst zu Schaumburg-Lippe
- 1798 - Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe
- 1805 - Thomas Graham, britischer Chemiker
- 1815 - James Legge, britischer Sinologe und Übersetzer
- 1825 - Friedrich Grillo, deutscher Industrieller
- 1833 - Samuel Mudd, US-amerikanischer Arzt
- 1835 - Mendele Moicher Sforim, jiddischer Schriftsteller
- 1838 - Edwin Abbott Abbott, englischer Schuldirektor, Theologe und Schriftsteller
- 1841 - Ferdinand Buisson, französischer Pädagoge
- 1851 - Knut Wicksell, schwedischer Ökonom
- 1852 - Shibasaburo Kitasato, japanischer Bakteriologe
- 1856 - Ferdinand Avenarius, deutscher Dichter
- 1858 - Jan Toorop, niederländischer Maler des Symbolismus
- 1868 - Arturo Alessandri Palma, chilenischer Politiker
- 1871 - Andreas Blunck, deutscher Jurist und Politiker
- 1871 - Henry Kimball Hadley, US-amerikanischer Komponist und Dirigent
- 1875 - Francesco Cantelli, italienischer Mathematiker
- 1881 - Heinrich Drake (Politiker), deutscher Politiker
- 1885 - Miel van Leijden, niederländischer Fußballspieler
- 1886 - Hazel Hotchkiss Wightman, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1890 - Jaroslav Heyrovský, tschechischer Physikochemiker
- 1893 - Charlotte Bühler, deutsche Psychologin
- 1893 - Ludwig Schneider (MdL Hessen), deutscher Politiker und MdL
- 1893 - Wilhelm Hollbach, deutscher Politiker und Journalist
- 1894 - Robert Menzies, australischer Premierminister
- 1895 - Susanne K. Langer, US-amerikanische Philosophin
- 1896 - Frederick Browning, englischer General
- 1898 - Irene Dunne, US-amerikanische Theater- und Filmschauspielerin
- 1899 - Finn Ronne, norwegisch-amerikanischer Polarforscher
- 1899 - Hermann Claasen, deutscher, Fotograf
- 1901 - Robert Jemison Van de Graaff, US-amerikanischer Physiker
- 1902 - Georg Eduard, 1. Herzog von Kent, vierter Sohn von König Georg V.
- 1905 - Daisy Spies, Tänzerin und Choreographin
- 1906 - Léopold Sédar Senghor, Afrikanischer Dichter und Politiker
- 1907 - Paul Francis Webster, US-amerikanischer Songschreiber
- 1909 - Vagn Holmboe, dänischer Komponist
- 1912 - Rudolf Gebhardt, deutscher Kunstflieger
- 1915 - Aziz Nesin, türkischer Schriftsteller
- 1915 - Ilija Dzuvalekovski, mazedonischer Schauspieler
- 1917 - David Bohm, Quantenphysiker in den USA
- 1920 - Bruni Löbel, deutsche Schauspielerin
- 1920 - Gerhart Baumann, deutscher Germanist
- 1922 - George Roy Hill, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1922 - Walter Eichenberg, deutscher Komponist und Musiker
- 1924 - Friederike Mayröcker, österreichische Schriftstellerin
- 1924 - Karl-Heinz Heimann, deutscher Sportjournalist
- 1924 - Peter Janisch, österreichischer Filmschauspieler
- 1924 - Walter Davy, österreichischer Regisseur und Schauspieler
- 1925 - Mahathir bin Mohamad, Premierminister von Malaysia
- 1926 - Otto Graf Lambsdorff, deutscher Politiker
- 1927 - Kim Young-sam, südkoreanischer Politiker
- 1929 - Carlo Fassi, Eiskunstläufer und Trainer
- 1930 - Pat Hare, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1933 - Rik van Looy, belgischer Radrennfahrer
- 1934 - Julius Riyadi Darmaatmadja, Erzbischof von Jakarta und Kardinal
- 1937 - Manfred Lahnstein, deutscher Politiker
- 1939 - Paul Zulehner, österreichischer Theologieprofessor
- 1940 - Klaus Kada, österreichischer Architekt
- 1940 - Larry Willis, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Jean-Claude Trichet, französischer Finanzexperte und Präsident der Europäischen Zentralbank
- 1942 - Robert Hayes, US-amerikanischer Leichtathlet und American Football-Spieler
- 1944 - Amara Essy, Politiker aus Côte d'Ivoire, Präsident der 49. UN-Generalversammlung
- 1944 - Bobby Colomby, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Christoph Franke, Fußballspieler und -Trainer
- 1944 - Gernot Wolfgruber, österreichischer Schriftsteller
- 1945 - Arno Schmidt (Bundestagsabgeordneter), ehemaliges MdB
- 1945 - Jürg Laederach, Schweizer Schriftsteller
- 1945 - Peter Criss, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1945 - Tom Tancredo, US-amerikanischer Politiker
- 1946 - Dick Wolf, Produzent amerikanischer Krimiserien
- 1946 - Uri Geller, Bühnenmagier (Löffelbieger)
- 1947 - Franz Sales Sklenitzka, österreichischer Schriftsteller und Graphiker.
- 1947 - Gigliola Cinquetti, italienische Sängerin
- 1947 - Marlene Rupprecht, deutscher Politiker und MdB
- 1948 - Alan Parsons, britischer Musiker
- 1948 - Beatrice Richter, deutsche Schauspielerin
- 1948 - Giuliana Sgrena, italienische Journalistin
- 1948 - Mitsuko Uchida, japanische Pianistin
- 1948 - Steve Wright, australischer Sänger (The Easybeats)
- 1948 - Uchida Mitsuko, japanische Pianistin
- 1950 - Bongi Makeba, Sängerin und Songwriterin
- 1951 - Wau Holland, deutscher Hacker (Gründer des Chaos Computer Club)
- 1951 - Wolfgang Maes, deutscher Fußballtrainer
- 1952 - Jenny Agutter, britische Schauspielerin
- 1952 - Lena Strothmann, deutsche Politikerin
- 1952 - Ray Bumatai, Schauspieler, Komödiant und Musiker
- 1955 - Martin Schulz, deutscher Politiker
- 1957 - Billy Bragg, englischer Säner und Songschreiber
- 1957 - Mike Watt, US-amerikanischer Musiker und Produzent
- 1957 - Piet Klocke, deutscher Komödiant
- 1958 - Jürgen Raab, deutscher Fußballer und heutiger Trainer
- 1959 - Hildegard Körner, ehemalige Leichtathletin der DDR
- 1959 - Kazimierz Marcinkiewicz, polnischer Politiker
- 1962 - Ray Coburn, kanadischer Musiker und Songschreiber
- 1963 - Elena von Spanien, spanische Prinzessin, Herzogin von Lugo
- 1963 - Mats Gren, schwedischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 1969 - Alain de Botton, In London lebender Schriftsteller
- 1969 - Michael Fellmann, deutscher Segelsportler
- 1969 - Serhij Holubyzkyj, ukrainischer Fechter
- 1970 - Earl Simmons, US-amerikanischer Hip Hop-Musiker
- 1971 - Thomas Gebhart, deutscher Politiker und MdL
- 1972 - Anja Rücker, deutsche Leichtathletin
- 1972 - Joey Kelly, deutsch-irischer Musiker (Kelly Family)
- 1974 - Carlos da Cruz, französischer Radrennfahrer
- 1974 - Pietro Piller Cottrer, italienischer Skilangläufer
- 1979 - Michael Rogers, australischer Radrennfahrer
- 1980 - Ashley Cole, englischer Fußballspieler
- 1980 - Martín Demichelis, argentinischer Fußballspieler
- 1990 - Joanna Levesque, US-amerikanische Pop-Sängerin

Gestorben


- 1200 - Gilbert Erail, Grossmeister des Templerordens
- 1552 - Katharina von Bora, deutsche Reformatorin und Ehefrau von Martin Luther
- 1644 - Albrecht von Sachsen-Eisenach, Herzog von Sachsen-Eisenach
- 1679 - Moritz von Nassau, Gouverneur von Holländisch-Brasilien
- 1723 - August Quirinus Rivinus, deutscher Mediziner und Botaniker
- 1838 - Kaspar Maria von Sternberg, böhmischer Theologe und Naturforscher
- 1864 - Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist
- 1896 - Johann Anton Wilhelm von Carstenn, deutscher Unternehmer und Stadtplaner
- 1927 - Michael Georg Conrad, deutscher Schriftsteller
- 1934 - Nikolai Jakowlewitsch Marr, georgischer Sprachwissenschaftler
- 1937 - Erich Ludendorff, preußischer General
- 1944 - Abbas II., türkischer Vizekönig von Ägypten
- 1951 - Hans von Seeckt, deutscher Generaloberst
- 1952 - Heinrich Lilienfein, deutscher Schriftsteller und Generalsekretär der Schiller-Stiftung in Weimar
- 1961 - Moss Hart, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1968 - John Steinbeck, US-amerikanischer Schriftsteller (Jenseits von Eden)
- 1968 - Max Brod, jüdischer Schriftsteller
- 1972 - Günter Eich, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Bobby Darin, in US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1975 - Mascha Kaléko, Dichterin
- 1982 - Arthur Rubinstein, polnischer Pianist
- 1983 - Bill Brandt, deutscher Fotograf
- 1984 - Dmitri Ustinov, sowjetischer Marschall und Verteidigungsminister
- 1989 - Kurt Böhme, deutscher Bass
- 1991 - Walter Chiari, italienischer Sänger und Filmschauspieler
- 1996 - Carl Sagan, US-amerikanischer Astronom (Contact)
- 1998 - Alan Lloyd Hodgkin, britischer Biophysiker und Nobelpreisträger
- 2001 - Léopold Sédar Senghor, senegalesischer Dichter and Politiker

Feier- und Gedenktage


- katholisch: : Dominik (Domingo) - nach Dominikus von Silos; : Regina, nach Regina Hueter, Nonne, Mystikerin
- evangelisch: : Katharina von Bora
- orthodox: : Ignatius - nach Ignatius von Antiochien, Bischof von Antiochia, Märtyrer, Apostolischer Vater

Siehe auch


- 19. Dezember - 21. Dezember
- 20. November - 20. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1220 ja:12月20日 ko:12월 20일 simple:December 20 th:20 ธันวาคม

1955

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Max Petitpierre wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Anschlag auf Jose Antonio Remon, den Diktator von Panama, an dessen Folgen er stirbt
- 6. Februar: Gründung des Verbandes Liberaler Akademiker als „Seniorenverband Liberaler Studenten“ in Bonn
- 23. Februar: Erstes Treffen der SEATO-Länder
- 23. Februar: Bagdad-Pakt zwischen Türkei, Irak und Iran. Gemeinsame Militäroperationen gegen jede kurdische Befreiungsbewegung werden darin vereinbart. Anfang April tritt England dem Abkommen bei. Die USA nehmen bei den Treffen einen festen Beobachterstatus ein
- 5. März: Die alliierten Dienststellen in der Bundesrepublik Deutschland werden aufgelöst. Es ist das Ende der Besatzungszeit
- 31. März: Handelsabkommen zwischen Indien und Deutschland
- 1. April: Der erste Flug der Lufthansa nach dem Kriege von Hamburg nach München
- 5. April: Winston Churchill tritt aus gesundheitlichen Gründen als Premierminister von Großbritannien zurück
- 5. Mai: Die Pariser Verträge treten in Kraft
- 9. Mai: Die Bundesrepublik Deutschland tritt der NATO bei
- 14. Mai: Gründung des Warschauer Pakts
- 14. Mai: Albanien wird Gründungsmitglied des Warschauer Paktes
- 15. Mai: Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages
- 15. Mai: Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die NATO
- 20. Juni: Paraguay wird Mitglied in der UNESCO
- 21. Juni: Afghanistan. 2. Transitabkommen mit der UdSSR. Inhalt: u. a. Ausbau der Salang-Straße und des Flußhafens am Amu Darya
- 25. Juli: Abkommen zwischen Deutschland und Paraguay über Handels- und Zahlungsverkehr
- 27. Juli: Der Österreichische Staatsvertrag tritt offiziell in Kraft
- 30. Juli: Abkommen zwischen Deutschland und Paraguay über gewerbliche Schutzrechte
- 10. August: Die Regierung der Sowjetunion erlaubt ihren Bürgern Reisen nach Finnland, Schweden und ins sozialistische Ausland
- 6. September: Pogrom in Istanbul gegen die griechische Minderheit
- 20. September - Die DDR wird von der Sowjetunion zum "souveränen Staat" erklärt.
- 22. Oktober - Prinz Norodom Sihanouk wird Ministerpräsident in Kambodscha. Er verkündet in Phnom Penh, dass das Land strikte Neutralität wahren wolle.
- 23. Oktober: Saarabstimmung, die saarländische Bevölkerung lehnt das Saarstatut ab
- 25. Oktober: Der letzte Besatzungssoldat verlässt Österreich
- 26. Oktober: Österreich beschließt die immerwährende Neutralität durch Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes
- 1. Dezember: Rosa Parks wird in Montgomery, Alabama USA verhaftet, weil sich die Afro-Amerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen
- 8. Dezember: Der Europarat beschließt sein Emblem: Eine blaue Flagge mit zwölf goldenen Sternen
- 14. Dezember: Albanien, Ungarn, Spanien, Sri Lanka, Nepal, Österreich, Portugal, Rumänien, Laotische Volksdemokratische Republik, Libyen, Jordanien, Kambodscha, Irland, Italien, Finnland, Bulgarien und Albanien werden Mitglieder der Vereinten Nationen

Wirtschaft


- 1. April: in Felsberg-Berus nimmt der Privatsender „Europa 1“ den Sendebetrieb auf. Er darf auch nach der Angliederung des Saarlands seinen Sendebetrieb weiterführen und bleibt bis 1983 der einzige private Rundfunksender auf deutschem Boden
- 1. April: Der erste Flug der Lufthansa nach dem Kriege von Hamburg nach München
- 4. Juni: Im Bezirk Dresden setzt die Deutsche Post der DDR erstmals die Röntgentechnik ein, um aus der Bundesrepublik Deutschland stammende Pakete inhaltlich zu kontrollieren

Wissenschaft und Technik


- 2. Januar: Der Inka-Tempel Paititi wird von Hans Ertl in der Nähe des Rio Chinijo entdeckt
- 27. Januar: Das erste Atom-U-Boot Nautilus wird zu Wasser gelassen
- 12. April: Salk-Impfstoff gegen Kinderlähmung erfolgreich in den USA getestet
- 6. Mai: Jean Boulet, Frankreich erreichte mit einem Hubschrauber SE 3130 „Alouette II“ 8.209 m Höhe: Weltrekord
- 5. Juni: Die erste Atomuhr ging in England in Betrieb
- 28. Juli: Der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower ließ durch den Sprecher des Weißen Hauses, James Hagerty, verkünden, dass er als nationalen Beitrag der USA zum Internationalen Geophysikalischen Jahr einen Erdsatelliten in Auftrag geben werde
- 1. August: In Österreich wird vom ORF die erste Fernsehsendung ausgestahlt
- 2. Oktober: ENIAC, der zu den ersten Computern zählte, wird abgeschaltet
- erste zufällige Entdeckung der Schneekanone

Kultur


- 17. Juli: Beim kalifornischen Anaheim eröffnet Walt Disney den ersten Disneyland-Vergnügungspark
- 17. August: Uraufführung der Oper Penelope von Rolf Liebermann bei den Salzburger Festspielen
- 29. September: Uraufführung der Oper Der feurige Engel von Sergei Sergejewitsch Prokofjew im Teatro Fenice in Venedig

Religion


- 23. Januar: Apostolische Gemeinschaft wird als Abspaltung der Neuapostolischen Kirche von Peter Kuhlen in Düsseldorf gegründet
- 11. September: Der Bern-Tempel, der erste Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Europa, wird geweiht
- 27. September: Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird in Österreich staatlich anerkannt

Katastrophen


- 22. März: Nähe Honolulu, Hawaii, USA. Ein Flugzeug der U.S. Navy prallte gegen die Klippen. Alle 66 Personen an Bord starben
- 11. Juni: Beim schwersten Unfall in der Geschichte des Motorsports sterben beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 82 Menschen, als der Mercedes-Rennwagen (Silberpfeil) des Franzosen Pierre Levegh inmitten der Zuschauer explodiert. Mercedes zieht sich daraufhin (vorerst) aus dem Rennsport zurück
- 19. Juni: Nähe Folkstone, Großbritannien. Eine CV-240 der schweizerischen Fluggesellschaft Swissair stürzte ab wegen Treibstoffmangels. 3 Tote
- 16. Juli: In San Bernardo, Chile ereignet sich ein schweres Zugunglück
- 27. Juli: Nähe Petrick, Bulgarien. Eine Lockheed Constellation der Fluggesellschaft El Al, auf dem Flug von Wien, Österreich nach Tel Aviv, Israel, wurde nach einem Navigationsfehler von bulgarischen Düsenjägern angegriffen und abgeschossen, nachdem das Flugzeug bulgarischen Luftraum verletzt hatte. Alle 58 Menschen an Bord starben
- 11. August: Edelweiler, Deutschland. Nach einer Kollision in der Luft zweier Düsenjäger der U.S. Air Force starben 66 Menschen, meist Zivilisten
- 7. September: Überschwemmungen in Indien, etwa 45 Millionen Menschen obdachlos
- 6. Oktober: Laramie, Wyoming, USA. Eine DC-4 prallte gegen einen Berg. Alle 66 Menschen an Bord starben
- 1. November: Denver, Colorado, USA. Eine Douglas DC-6B explodierte in der Luft, nachdem ein Passagier eine Bombe gezündet hatte. 44 Menschen fanden den Tod

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Deutschlands Eishockeynationalmannschaft verliert ihr Freundschaftsspiel gegen die Tschechoslowakei mit 0:8
- 1. Januar: Das Neujahrs-Skipringen in Garmisch-Partenkirchen gewinnt der Finne Aulis Kallakorpi
- 15. Mai Erstbesteigung des Makalu, des fünfthöchsten Berges der Erde
- 25. Mai Erstbesteigung des Kangchendzönga, des dritthöchsten Berges der Erde

Geboren


- 4. Januar: Wolfgang Tiefensee, amtierender Oberbürgermeister von Leipzig
- 6. Januar: Rowan Atkinson, britischer Komiker und Schauspieler
- 6. Januar: Annette Fugmann-Heesing, deutsche Politikerin
- 6. Januar: Constanze Engelbrecht, deutsche Schauspielerin († 2000)
- 7. Januar: Jan Fedder, deutscher Schauspieler
- 10. Januar: Wolfgang Götzer, deutscher Politiker
- 10. Januar: Michael Schenker, deutscher Rock-Gitarrist
- 13. Januar: Fred White, US-amerikanischer Musiker
- 14. Januar: Matthias Rößler, deutscher Politiker
- 16. Januar: Klaus-Dieter Kurrat, deutscher Leichtathlet
- 17. Januar: Susanne Uhlen, deutsche Schauspielerin
- 17. Januar: Jost Stollmann, deutscher Unternehmer
- 17. Januar: Steve Earle, US-amerikanischer Country-Musiker
- 18. Januar: Kevin Costner, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 18. Januar: Frankie Knuckles, weltweit DJ und gilt als „Godfather of House“
- 19. Januar: Simon Rattle, berühmter Dirigent
- 19. Januar: Uwe Reinders, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 19. Januar: Wulf-Paul Werner, deutscher Lokalpolitiker und Bürgermeister († 2005)
- 21. Januar: Nikolina Schterewa, bulgarische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. Januar: Jeff Koons, US-amerikanischer Künstler
- 21. Januar: Peter Fleming (Tennisspieler), US-amerikanischer Tennisspieler
- 22. Januar: Sonja Morgenstern, deutsche Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
- 22. Januar: Neil Bush, Sohn des US-Präsident George H. W. Bush und Barbara Bush
- 25. Januar: Petra Gerster, deutsche Fernsehjournalistin und Moderatorin
- 25. Januar: Jürgen Renfordt, deutscher Schlagesänger
- 25. Januar: Olivier Assayas, französischer Regisseur und Drehbuchautor
- 25. Januar: Iwatani Toru, japanischer Videospiel-Entwickler
- 26. Januar: Björn Andresen, schwedischer Schauspieler
- 26. Januar: Edward Van Halen, US-amerikanischer Rock-Gitarrist
- 27. Januar: John G. Roberts, Jr., Oberster Richter der USA (Chief Justice of the United States)
- 28. Januar: Nicolas Sarkozy, französischer Politiker und Innenminister
- 28. Januar: Karl Schlögl (Politiker), österreichischer Politiker
- 1. Februar: Hans Werner Olm, deutscher Kabarettist
- 3. Februar: Bruno Pezzey, österreichischer Fußball-Nationalspieler († 1994)
- 4. Februar: Mikuláš Dzurinda, slowakischer Politiker
- 5. Februar: Markus Ryffel, Schweizer Sportler
- 7. Februar: Margit Rupp, Juristin in leitender Stellung in der evangelischen Landeskirche in Württemberg
- 7. Februar: Miguel Ferrer, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Februar: Ethan Phillips, US-amerikanischer Schauspieler und Autor
- 9. Februar: Wolfgang Jerat, deutscher Fußballtrainer
- 9. Februar: Hansjörg Betschart, Schweizer Schriftsteller und Regisseur
- 9. Februar: Charles Shaughnessy, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Februar: Bill Laswell, Bassist, Komponist, Arrangeur, Produzent
- 11. Februar: Anneli Jäätteenmäki, Die erste finnische Ministerpräsidentin
- 12. Februar: Dragan Mikerević, bosnisch-serbischer Politiker
- 12. Februar: Andreas Amende, deutscher Politiker
- 16. Februar: Margaux Hemingway, US-amerikanische Schauspielerin und Model († 1996)
- 19. Februar: Siri Hustvedt, US-amerikanische Schriftstellerin
- 19. Februar: Jeff Daniels, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. Februar: Bärbel Grygier, deutsche Politikerin und MdB
- 21. Februar: Gerhard Gundermann, deutscher Liedermacher († 1998)
- 21. Februar: Kelsey Grammer, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. Februar: John Howard Jones, britischer Musiker
- 24. Februar: Annelie Buntenbach, deutsche Politikerin
- 24. Februar: Alain Prost, ehemaliger Formel-1-Rennfahrer
- 24. Februar: Steve Jobs, Mitbegründer von Apple Computer
- 26. Februar: Udo Corts, deutscher Politiker
- 26. Februar: Andreas Maislinger, österreichischer Politikwissenschaftler und Historiker
- 27. Februar: Peter Christopherson, Musiker, Künstler
- 27. Februar: Rainhard Fendrich, österreichischer Sänger
- 2. März: Ute Granold, deutsche Politikerin
- 4. März: Dominique Pinon, französischer Filmschauspieler
- 6. März: Friedbert Pflüger, deutscher Politiker und MdB
- 6. März: Brigitte Wujak, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 6. März: Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi († 1994)
- 7. März: Michael Chance, englischer Countertenor
- 8. März: Thomas Bellut, deutscher Journalist
- 9. März: Ornella Muti, italienische Schauspielerin
- 10. März: Marianne Rosenberg, deutsche Schlagersängerin
- 10. März: Juliusz Machulski, polnischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 11. März: Nina Hagen, deutsche Punk-Sängerin
- 11. März: James Kazuo Koda, katholischer Priester und Bischof
- 13. März: Bruno Conti, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- 15. März: Dee Snider, US-amerikanischer Musiker und Frontsänger
- 16. März: Isabelle Huppert, französische Filmschauspielerin
- 17. März: Paul Overstreet, erfolgreicher Liedschreiber der Country-Musik
- 17. März: Mariano Rajoy, spanischer Politiker
- 17. März: Gary Sinise, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 19. März: Bruce Willis, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. März: Bärbel Eckert, deutsche Leichtathletik und mehrfache Olympiasiegerin
- 23. März: Moses Malone, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. März: Michael Kutzop, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 24. März: Hank Roberts, US-amerikanischer Musiker, Cellist, Sänger und Komponist
- 25. März: Wolf Maahn, deutscher Musiker und Komponist
- 26. März: Dean Dillon, Country-Sänger und Songwriter
- 26. März: Verena Butalikakis, deutsche Politikerin
- 26. März: Ingo Wolf, deutscher Politiker
- 27. März: Patrick McCabe, ist ein irischer Schriftsteller
- 27. März: Susan Neiman, US-amerikanische Philosophin
- 29. März: Rolf Lassgård, schwedischer Schauspieler
- 31. März: Svetozar Marović, erster Präsident von Serbien und Montenegro
- 31. März: Angus Young, schottischer Musiker
- 1. April: Matthias Behr, deutscher Florettfechter
- 2. April: Peter Jung, deutscher Politiker
- 3. April: Mick Mars, Gitarrist der Hard-Rock Band Mötley Crüe
- 4. April: Manfred Nimtz, deutscher Schach-Großmeister im Fernschach
- 4. April: Armin Rohde, deutscher Schauspieler
- 4. April: Parveen Babi, indische Schauspielerin († 2005)
- 4. April: Kiriaki Theodoridou, Politikerin
- 5. April: Akira Toriyama, japanischer Manga-Zeichner
- 11. April: Piers John Sellers, britischer Astronaut
- 15. April: Dodi Fayed, Millionärssohn († 1997)
- 16. April: Henri (Luxemburg), Großherzog von luxemburg
- 16. April: Kool DJ Herc, Musiker und Musikproduzent
- 20. April: Carl Carlton, ein deutscher Rockmusiker und Musikproduzent
- 22. April: Bärbel Rust, ehemaliges MdB
- 23. April: Judy Davis, australische Schauspielerin
- 23. April: Tony Miles, britischer Schachmeister. († 2001)
- 24. April: Marion Caspers-Merk, deutsche Politikerin
- 25. April: Michael Denhoff, deutscher Komponist und Cellist
- 25. April: John Nunn, englischer Schachspieler und -theoretiker
- 25. April: Eric Drexler, Pionier der molekularen Nanotechnologie und Autor
- 26. April: Peter Neururer, deutscher Fußball-Trainer
- 26. April: Kurt Bodewig, deutscher Politiker
- 27. April: Lea Linster, Köchin aus dem Großherzogtum Luxemburg
- 2. Mai: Marita Sehn, deutsche Politikerin († 2004)
- 2. Mai: Dave Winer, Softwareentwickler
- 5. Mai: Dudu Tucci, brasilianischer Musiker
- 5. Mai: Melinda Culea, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Mai: Gabriele Rittig (Anwältin), deutsche Rechtsanwältin aus Frankfurt am Main
- 7. Mai: Gabi Zimmer, deutsche Politikerin
- 7. Mai: Axel Zwingenberger, deutscher Jazzpianist
- 8. Mai: Ásgeir Sigurvinsson, isländischer Fußballspieler
- 8. Mai: Meles Zenawi, Premierminister Äthiopiens
- 9. Mai: Anne Sofie von Otter, schwedische Sängerin
- 10. Mai: Mark David Chapman, Mörder John Lennons
- 14. Mai: Amke Dietert-Scheuer, deutsche Politikerin und MdB
- 14. Mai: Ulrike Höfken, deutsche Politikerin und MdB
- 14. Mai: Jens Sparschuh, deutscher Schriftsteller
- 15. Mai: Claudia Roth, deutsche Politikerin
- 15. Mai: Alexander Pusch, deutscher Degenfechter
- 16. Mai: Wolha Korbut, ehemalige weißrussische Kunstturnerin
- 16. Mai: Debra Winger, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. Mai: Chow Yun-Fat, hongkonger Schauspieler
- 19. Mai: Werner Kuhn, Politiker
- 20. Mai: Christa Reichard, deutsche Politikerin und MdB
- 20. Mai: Karl-Heinz Geils, deutscher Fußballspieler
- 20. Mai: Robert Schroeder, deutscher Musiker und Komponist
- 20. Mai: Matthias Politycki, deutscher Schriftsteller
- 20. Mai: Zbigniew Preisner, polnischer Filmmusikkomponist
- 21. Mai: Udo Kießling, deutscher Eishockeyspieler
- 21. Mai: Ansgar Gabrielsen, norwegischer konservativer Politiker (H)
- 23. Mai: Preda Mihailescu, rumänischer Mathematiker
- 24. Mai: Rosanne Cash, älteste Tochter von Johnny Cash
- 24. Mai: Heiner Kamps, Unternehmer
- 25. Mai: Svende Merian, deutsche Schriftstellerin
- 26. Mai: Paul Stoddart, australischer ehemaliger Formel-1-Rennstallbesitzer
- 26. Mai: Doris Dörrie, deutsche Regisseurin, Autorin und Filmproduzentin
- 28. Mai: Friederike von Kirchbach, erste Pröpstin der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg
- 28. Mai: John McGeoch, schottischer Gitarrist († 2004)
- 29. Mai: Mike Porcaro, Bassist der Rockband Toto
- 29. Mai: Heike Habermann, deutsche Politikerin
- 29. Mai: Frank Baumgartl, deutscher Leichtathlet
- 29. Mai: Frank Wartenberg, deutscher Leichtathlet
- 29. Mai: Pascal Dusapin, französischer Komponist
- 29. Mai: Mark Dornford-May, Regisseur
- 30. Mai: Topper Headon, englischer Drummer, zeitweilig bei The Clash
- 31. Mai: Hans-Joachim Wilms, Vorsitzender Gewerkschaft Gartenbau
- 1. Juni: Chiyonofuji Mitsugu, japanischer Sumo-ringer und 58. Yokozuna
- 1. Juni: Lorraine Moller, neuseeländische Leichtathletin und Olympionikin
- 8. Juni: Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web
- 8. Juni: José Antonio Camacho, spanischer Fußballspieler und -trainer
- 10. Juni: Annette Schavan, deutsche Politikerin
- 10. Juni: Prakash Padukone, indischer Badmintonspieler
- 11. Juni: Milan Novotny, tschechisch-Schweizer Musikpädagoge, Komponist und Akkordeonist
- 12. Juni: René Zey, deutscher Autor von Sach- und Unterhaltungsbüchern
- 15. Juni: Paul Rusesabagina, Ruandischer Hotelmanager
- 17. Juni: Elisabeth Heister-Neumann, Justizministerin in Niedersachsen
- 21. Juni: Michael Kühnen, Anführer der deutschen Neo-Nazi-Bewegung († 1991)
- 21. Juni: Michel Platini, französischer Fußballspieler
- 23. Juni: Stojan Ganew, bulgarischer Politiker, Präsident der 47. UN-Generalversammlung
- 23. Juni: Jean Tigana, ehemaliger französischer Fußballspieler
- 23. Juni: Glenn Danzig, US-amerikanischer Rockmusiker
- 25. Juni: Rudolf Braun, deutscher Politiker
- 26. Juni: Mick Jones (The Clash), englischer Musiker
- 29. Juni: Fritz Kuhn, deutscher Politiker
- 3. Juli: Manfred Grund, deutscher Politiker und MdB
- 5. Juli: Peter McNamara, ehemaliger australischer Tennisspieler
- 5. Juli: Josef Haslinger, österreichischer Schriftsteller
- 8. Juli: Patrick Streiff, Bischof der evangelisch-methodistischen Kirche Mittel- und Südeuropa
- 9. Juli: Thomas Wüppesahl, deutscher Politiker
- 9. Juli: Anette Hübinger, deutscher Politiker und MdB
- 17. Juli: Barbara Stollberg-Rilinger, deutsche Historikerin
- 17. Juli: Martin R. Dean, Schweizer Schriftsteller
- 20. Juli: Gerhard Zeiler, Manager
- 21. Juli: Taco Ockerse, Musiker
- 21. Juli: Béla Tarr, ungarischer Filmregisseur
- 22. Juli: Willem Dafoe, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Juli: Iman, Model
- 29. Juli: Christian Tramitz, deutscher Schauspieler
- 31. Juli: Hans-Eckardt Wenzel, deutscher Chansonnier, Musiker, Lyriker und Regisseur
- 4. August: Alberto R. Gonzales, US-amerikanischer Anwalt und Politiker
- 4. August: Billy Bob Thornton, US-amerikanischer Schauspieler
- 5. August: Gunter Haug, deutscher Schriftsteller
- 8. August: Herbert Prohaska, internationaler Fußballspieler
- 9. August: Udo Beyer, deutscher Kugelstoßer
- 9. August: Arnold Vaatz, deutscher Politiker
- 10. August: Manfred Scheuer, Bischof der Diözese Innsbruck
- 12. August: Heintje, niederländischer Sänger und Schauspieler
- 13. August: Mulgrew Miller, US-amerikanischer Jazzpianist
- 15. August: Uli Spieß, ehemaliger alpiner Skirennläufer
- 15. August: Roger Willemsen, Publizist, Autor, Essayist und Moderator
- 15. August: Davy Sidjanski, US-amerikanischer Verleger († 2004)
- 17. August: Kevin Welch, US-amerikanischer Country-Sänger
- 18. August: Karl Del'Haye, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 18. August: Gerard Nijboer, ehemaliger niederländischer Marathonläufer
- 19. August: Cindy Nelson, US-amerikanische Skiläuferin
- 19. August: Peter Gallagher, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. August: Doug Mason, kanadischer und niederländischer Eishockeytrainer
- 20. August: Ned Overend, US-amerikanischer Mountainbiker und Cross-Triathlet
- 23. August: Karl-Heinz Tekath, deutscher Historiker, Archivar († 2004)
- 27. August: Sandra de Sá, brasilianische Sängerin und Komponistin
- 27. August: Manfred Strecker, deutscher Geologe
- 27. August: Can Togay, ungarischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Schauspieler
- 28. August: Beres Hammond, jamaikanischer Sänger und Musikproduzent
- 29. August: Diamanda Galás, US-amerikanische Avantgarde-Performancekünstlerin
- 30. August: Helge Schneider, Buchautor, Regisseur, Kabarettist, Musiker
- 30. August: Manja Göring, deutsche Schauspielerin
- 31. August: Filip Adwent, polnischer Politiker und MdEU († 2005)
- 31. August: Edwin Moses, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1. September: Gerhard Strack, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 2. September: Claus Kleber, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 3. September: Steve Jones (Musiker), englischer Rockmusiker
- 7. September: Mira Furlan, eine kroatische Schauspielerin
- 7. September: Efim Zelmanov, russischer Professor der Mathematik
- 13. September: Andreas Staier, deutscher Cembalist und Pianist
- 13. September: Norbert Koof, Springreiter
- 15. September: Gerhard Botz (Politiker), deutscher Politiker
- 15. September: Theodore R. Long, US-amerikanischer Ringrichter und Manager im Wrestling
- 20. September: Georg Christoph Biller, deutscher Chorleiter und Thomaskantor zu Leipzig
- 20. September: Viki Fleckenstein, US-amerikanische Skirennläuferin
- 21. September: Dieter Dzewas, Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid
- 21. September: Andreas Trautvetter, deutscher Politiker
- 21. September: Mika Kaurismäki, finnischer Filmregisseur
- 21. September: Andrei Wladimirowitsch Gawrilow, russischer Pianist
- 22. September: Ernie Reinhardt, deutscher Schauspieler und Travestiekünstler
- 23. September: Xiaogang Ye, chinesischer Komponist zeitgenössischer Musik
- 25. September: Steve Severin, britischer Musiker, Komponist und Journalist
- 25. September: Karl-Heinz Rummenigge, deutscher Fußballspieler
- 25. September: Peter Müller (CDU), deutscher Politiker
- 25. September: Zucchero, italienischer Rockmusiker
- 26. September: Richy Müller, deutscher Schauspieler
- 26. September: Carlene Carter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 30. September: Jutta Richter, deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin
- 30. September: Carlos Martínez, spanischer Pantomime
- 1. Oktober: Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg
- 2. Oktober: Phil Oakey, englischer Sänger
- 3. Oktober: Ralph Morgenstern, deutscher Moderator, Musiker und Schauspieler
- 4. Oktober: Jorge Valdano, argentinischer Fußballspieler und Trainer
- 6. Oktober: Josef Moser (Rechnungshofpräsident), Rechnungshofpräsident
- 7. Oktober: Yo-Yo Ma, chinesisch-amerikanischer Cellist
- 8. Oktober: Claudio Sulser, Schweizer Fußballspieler
- 9. Oktober: Stephen Ovett, britischer Leichtathlet
- 9. Oktober: Angelika Brunkhorst, deutsche Politikerin
- 9. Oktober: Shona Laing, neuseeländische Sängerin
- 12. Oktober: Brigitte Lahaie, französische Schauspielerin und Schriftstellerin
- 12. Oktober: Ante Gotovina, kroatischer General
- 12. Oktober: Jan Einar Aas, norwegischer Fußballspieler
- 13. Oktober: Detlef Michel, deutscher Leichtathlet
- 15. Oktober: Tanya Roberts, US-amerikanische Schauspielerin
- 16. Oktober: Marlene Mortler, deutsche Politikerin
- 18. Oktober: David Twohy, US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor
- 19. Oktober: Petra Fuhrmann, deutsche Politikerin und MdL
- 20. Oktober:

SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist eine der beiden
deutschen Volksparteien. Sie stellt momentan den Vizekanzler in Person von Franz Müntefering, der derzeit zugleich Bundesminister für Arbeit und Soziales im Kabinett Merkel ist. Insgesammt gehören acht Bundesminister der SPD an.

Inhaltliches Profil

Programm

Das aktuelle Parteiprogramm der SPD, das sogenannte "Berliner Programm", wurde im Jahr 1989 verabschiedet. Zunächst war die älteste deutsche Partei eine reine Arbeiterpartei und wandelte sie sich mit dem 1959 verabschiedeten Godesberger Programm in eine Volkspartei. Die SPD benennt soziale Gerechtigkeit als einen ihrer vorrangigen politischen Leitwerte. Die Wirtschaft soll gestärkt werden, ihre Erträge dabei fair verteilt werden, da dies als notwendig für den Wohlstand der Gesamtbevölkerung angesehen wird. Da die SPD auch in der Zukunft einen starken und sozialen Staat für notwendig erachtet, um schwächere Bevölkerungsgruppen schützen zu können, legt sie Wert auf eine Finanzpolitik, die nicht auf Kosten zukünftiger Generationen ausgestaltet ist. Um dieses Ziel erreichen zu können, vertritt die SPD auch Reformen, welche verschiedene Bevölkerungsteile betreffen, wie z.B. neben der Reichensteuer auch die Agenda 2010. Gesellschaftspolitisch tritt die SPD für Bürgerrechte, Öffnung der Gesellschaft und Bürgerbeteiligung ein. Sie fühlt sich den Grundgedanken der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Solidarität verpflichtet. Außenpolitisch strebt sie eine Welt in Frieden an und tritt für eine Vertiefung der Europäischen Einigung ein.

Richtungen

Intern lässt sich die SPD in eher linke Sozialdemokraten, die sich im Forum Demokratische Linke 21 und der Parlamentarischen Linken organisieren, und eher "rechte" Sozialdemokraten, die sich im Seeheimer Kreis beziehungsweise dem Forum Nürnberger Mitte treffen, unterteilen. Zuletzt hat sich mit dem Netzwerk Berlin zudem eine neue Generation zusammengeschlossen, die sich gegen die traditionalistische Flügelbildung stellt. Während die rechten Sozialdemokraten den Reformkurs von Gerhard Schröder weitgehend vorbehaltlos mittragen und sich generell an der politischen Mitte orientieren, kämpfen die linken Sozialdemokraten für das linke Profil der Partei, das in ihren Augen in den letzten Jahren vor allem durch die Agenda 2010 und den allgemein wirtschaftsfreundlichen Kurs an Kontur verloren hat.

Innere Struktur

Agenda 2010]]

Mitglieder

Zurzeit (Stand: April 2005) hat die SPD 597.540 Mitglieder. Damit ist sie die mitgliederstärkste Volkspartei in Deutschland, wobei CDU und CSU zusammengenommen mehr Parteimitglieder aufweisen können. SPD-Mitglied kann jeder ab 14 Jahren werden, der sich zu den Zielen der Partei bekennt; das bedeutet, auch Deutsche, die dauerhaft im Ausland leben, oder Ausländer, die in Deutschland leben, können Mitglied werden. 43 % der SPD-Mitglieder sind älter als 60 Jahre, 8 % sind jünger als 35. Knapp drei Viertel der Mitglieder sind männlich. Etwa die Hälfte sind Arbeiter oder Angestellte, weitere 12 % Hausfrauen oder Hausmänner und weitere 11 % sind Beamte.

Gleichstellung

Um Frauen und Männer innerhalb der SPD gleichzustellen, wurde 1988 eine Geschlechterquote eingeführt, die im Jahre 2017 endet. Diese Quote besagt, dass alle Ämter und Mandate jeweils zu mindestens 40 % von jedem Geschlecht besetzt werden müssen. Da überwiegend die Männer in der Überzahl sind, wird zumeist von einer "Frauenquote" gesprochen. Die Jusos forderten eine ähnliche Quote, die sogenannte Jugendquote. 10 % der Mandate für den Bundestag sollten von Unter-35-Jährigen besetzt werden. Dieser Vorschlag wurde jedoch vom Bundesparteitag abgelehnt.

Verankerung

Wähler und Mitglieder der SPD konzentrieren sich im Wesentlichen auf Großstädte, besonders aber auf Bremen und das Ruhrgebiet. Außerhalb des großstädtischen Bereichs sind Ostfriesland, Nordhessen, Neunkirchen (Saar), das Nordpfälzer Bergland, Rheinhessen, Brandenburg, Mecklenburg und Nordost-Westfalen Wählerhochburgen der Partei.

Politische Gremien

Oberstes Entscheidungsgremium der Partei ist der Bundesparteitag. Dieser setzt sich zusammen aus Delegierten, die von den Regionalorganisationen bestimmt werden sowie aus den Mitgliedern des Parteivorstands. Bei der Wahl der Delegierten muss, wie bei allen anderen SPD-Gremien, eine Quotenregel eingehalten werden, die bestimmt, dass beide Geschlechter mit mindestens 40 Prozent in einer Delegation repräsentiert sein müssen. Der Parteitag wählt unter anderem den Parteivorstand, der in der Zeit zwischen den Parteitagen die Geschäfte führt. Die SPD gliedert sich in Bezirke, die weitestgehend den Grenzen der Bundesländer entsprechen. Nur in Hessen und Niedersachsen gibt es noch die traditionellen Bezirke auf Regionalebene – in diesen Ländern ist der Landesverband ausschließlich für landespolitische Fragen zuständig.

Der SPD nahe stehende Organisationen

Als SPD-nahe Organisationen gelten die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), der Kinder- und Jugendverband SJD - Die Falken (Sozialistische Jugend Deutschlands), die Naturfreunde, die Arbeiterwohlfahrt (AWo), der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Die WebSozis sind eine unabhängige Gemeinschaft aus deutschsprachigen Mitgliedern der sozialdemokratischen Parteien SPD, SPS und SPÖ, die für Webmaster dieser Parteien ein Forum betreiben. Ein „Virtueller Ortsverein“ bietet SPD-Aktivitäten im Internet an. Die SPD ist Mitgliedspartei der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) und der Sozialistischen Internationalen (SI).

Unternehmensbeteiligungen

Über die Medienholding deutsche druck- und verlagsgesellschaft (dd_vg) unterhält die SPD viele Medienbeteiligungen und gibt ihre traditionsreiche Mitgliederzeitung "Vorwärts" heraus und ist an verschiedenen regionalen Verlagshäusern, deren Zeitungen einen knapp zweiprozentigen Marktanteil haben, zumeist mit einem Minderheitsanteil beteiligt. Außerdem hält die dd_vg seit Mai 2004 einen 90-prozentigen Anteil an der "Frankfurter Rundschau". Die Übernahme war umstritten, da Kritiker eine Einflussnahme auf die Berichterstattung fürchteten.

Geschichte der SPD

1863 bis 1914: Gründung, Sozialistengesetze

Frankfurter Rundschau] Frankfurter Rundschau] Die SPD hat kein exaktes Gründungsdatum. Sie selbst beruft sich zumeist auf die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) durch Ferdinand Lassalle, die am 23. Mai 1863 in Leipzig stattfand. Oftmals wird das Jahr 1875 als das eigentliche Konstituierungsdatum genannt, als am Ende des Vereinigungsparteitages vom 22.-27. Mai in Gotha der ADAV mit der von August Bebel und Wilhelm Liebknecht 1869 in Eisenach gegründeten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) zusammenschloss. Nach dem Außerkrafttreten des Sozialistengesetzes im Herbst 1890 änderte die Partei ihren Namen in "Sozialdemokratische Partei Deutschlands". Die frühe SPD stand den Gewerkschaften nahe und war ideologisch wie die meisten sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien Europas im 19. Jahrhundert am revolutionären Marxismus ausgerichtet. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts stellte Eduard Bernstein seine Revisionismustheorie dem noch mehrheitlich revolutionär gesinnten Lager der SPD entgegen. Die Revisionismustheorie setzte sich bis spätestens nach dem ersten Weltkrieg in der Partei durch. Im Wesentlichen beinhaltet diese Theorie die angestrebte sozialistische Umwandlung der Gesellschaft durch Reformen nach einer demokratisch legitimierten Regierungsübernahme durch Wahlen. Die historischen Auseinandersetzungen um die Sozialdemokraten (Verfolgung, Repressionen vor allem unter der Reichskanzlerschaft Otto von Bismarcks – siehe Sozialistengesetz) führten dazu, dass die Parteistruktur der SPD sich am intensivsten entwickelte und hohe Effizienz erlangte. Der riesigen Bevölkerungsgruppe der Arbeiter wohnte durch ihre kritische soziale Lage ein hohes politisches Potenzial inne. Sie machte die SPD bald zur mitgliederstärksten Partei in Deutschland. Die SPD gewann – unter anderem wegen ihrer Gewerkschaftsnähe – trotz Verfolgung und Unterdrückung während der Bismarck-Ära immer mehr an Einfluss bei den Arbeitern und deshalb auch im Reichstag. Im Jahre 1890 kam die Partei schon auf 27,2 Prozent der Stimmen, und 1912 war sie mit 34,8 Prozent die stärkste Fraktion im Reichstag. Nach dem Tode Bebels 1913, der als Integrationsfigur und Vermittler zwischen dem revolutionären und dem reformistischen Flügel der SPD galt, übernahm der deutlich gemäßigte Friedrich Ebert die Führung der Partei, die er sich mit Hugo Haase teilte.

1914 bis 1919: Erster Weltkrieg, Novemberrevolution, Spaltung der SPD

Hugo Haase Hugo Haase Als der Erste Weltkrieg ausbrach, stimmte die SPD-Reichstagsfraktion der Gewährung von Kriegskrediten zu. Einzig Karl Liebknecht (Sohn Wilhelm Liebknechts) und Otto Rühle, die für die SPD mit im Reichstag saßen, stimmten 1915 gegen die Kredite. Nach einer Antikriegsdemonstration wurde Liebknecht 1916 verhaftet und zu Zuchthaus verurteilt, aus dem er erst unmittelbar vor Kriegsende wieder entlassen wurde. Viele Mitglieder der SPD waren im Verlauf des Krieges zunehmend mit der kriegsbilligenden Haltung ihrer Partei, der so genannten Burgfriedenspolitik, nicht einverstanden und gründeten die USPD (Unabhängige SPD). Der linksrevolutionäre Spartakusbund, der 1916 unter Federführung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nach dem Ausschluss Liebknechts und anderer aus der SPD als "Gruppe Internationale" gegründet worden war und gegen den Krieg agitiert hatte, schloss sich ebenfalls der USPD an und bildete deren linken Flügel. Zur USPD wanderten nicht nur die linken "Antirevisionisten" um Rosa Luxemburg ab, sowie Karl Kautsky, der langjährige Herausgeber der Zeitschrift "Die Neue Zeit", sondern auch führende Theoretiker des Reformflügels wie der Vater des Revisionismus, Eduard Bernstein. Statt Kautsky und Bernstein beeinflussten ab 1915 die ehemaligen linken Antirevisionisten der Lensch-Cunow-Haenisch-Gruppe, die dem deutsch-russischen Publizisten Alexander Parvus nahestanden, die theoretischen Debatten in der verbliebenden MSPD. Ihr Ziel war, den erhofften deutschen Sieg im Ersten Weltkrieg zur Durchsetzung der sozialistischen Gesellschaftsordnung in Europa und zur Befreiung der osteuropäischen Völker vom Joch des Zarismus zu nutzen. Heinrich Cunow, Völkerkundler und Dozent an der Parteischule der SPD, löste 1917 Kautsky als Herausgeber der "Neuen Zeit" ab, und sollte später Mitautor des Görlitzer und Heidelberger Programms der SPD sein. Konrad Haenisch war nach 1918 preussischer Kultusminister und später Regierungspräsident in Wiesbaden und einer der Begründer des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Ab 1917 schwand der Einfluss dieser Gruppe, als den meisten Sozialdemokraten bewusst wurde, dass der Krieg in eine Niederlage führen würde. Zum Ende des Krieges, als die militärische Führung des Kaiserreichs die deutsche Niederlage schon eingeräumt hatte, kam es 1918 im Anschluss an die Meuterei der Matrosen in Wilhelmshaven und Kiel zur Novemberrevolution, in deren Folge der Kaiser abdankte und nach Holland floh. Die MSPD unter Friedrich Ebert, dem im Zuge der revolutionären Ereignisse die Regierung von Prinz Max von Baden übergeben worden war, gab mehr dem Druck der Ereignisse nach, als dass sie auf eine Regierungsübernahme vorbereitet gewesen wäre. Überlegungen Eberts, auf eine Abschaffung der Monarchie zunächst zu verzichten, um einen Bürgerkrieg zu verhindern, erwiesen sich als illusorisch. Der Spartakusbund und Teile der USPD verfochten die Bildung einer Räterepublik, wie sie ein Jahr zuvor in Russland durchgesetzt worden war. Doch von den die Revolution tragenden aktiven revolutionären Soldaten- und Arbeiterräten hatte nur eine Minderheit das Vorbild der russischen Oktoberrevolution im Auge. Sie strebten mehrheitlich vor allem ein Ende des Krieges und die Entmachtung der Militärherrschaft an. Mit diesem Ziel stellten sie sich zuerst hinter die SPD-Führung, der sie vertrauten, und forderten die Wiedervereinigung der Mehrheits-SPD mit der unabhängigen SPD. Die SPD-Führung bot daraufhin der USPD die Bildung eines Rates der Volksbeauftragten als neuer Regierung an. Diese paritätisch mit MSPD- und USPD-Mitgliedern besetzte Revolutionsregierung unter der Führung von Ebert und Haase verstand sich als Provisorium für die revolutionäre Umbruchphase und legte sich auf eine aus baldigen allgemeinen Wahlen hervorgehende Nationalversammlung als verfassungsgebendes Organ fest. Schon Ende 1918 scheiterte die Koalition zwischen Mehrheits- und Minderheits-Sozialdemokratie am Streit um den Einsatz von Militär gegen revoltierende Matrosen. Die nun allein die Regierung stellende MSPD empfand das eigenmächtige Vorgehen einzelner Räte als Verrat an den demokratischen Prinzipien der Arbeiterbewegung. Versuche, eine demokratische Volkswehr aufzubauen oder mehrheitssozialdemokratischen Freiwilligenverbänden eine Chance zu geben, scheiterten. Als während des Spartakusaufstandes im Januar 1919 die Volksbeauftragtenregierung angegriffen wurde, fiel die Entscheidung, dem Militär der alten Offiziere und den neuen