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Messier 83

Messier 83

Die Spiralgalaxie Messier 83 befindet sich im Sternbild Wasserschlange und kann im Frühjahr beobachtet werden. Im Messier-Katalog trägt sie die Nummer M 83.
Obwohl es sich bei M83 um eine recht helle Galaxie handelt, ist sie von Deutschland aus schwierig zu beobachten, da sie tief über dem Horizont steht. Von südlichen Breiten aus beobachtet ist M83 eine der schönsten Spiralgalaxien am Nachthimmel.

Entdeckung

M 83 wurde 1751 von Lacaille entdeckt.

Erscheinungsbild

M83 erscheint bereits im Fernglas als runder nebliger Fleck. In einem größeren Teleskop werden die Balkenstruktur und Spiralarme sichtbar.

Forschung

Literatur

Ronald Stoyan: Deep Sky Reiseführer; Oculum Verlag, ISBN 3-9807540-0-6 Kategorie:Individuelle Galaxie

Wikipedia:Formatvorlage Astronomisches Objekt

Achtung Diese Seite ist noch KEINE Formatvorlage!!! Hier werden vorerst noch Vorschläge für ein einheitliches Format für astronomische Objekte gemacht.
---- Objekt ist ein Objektbezeichnung im Sternbild XXX.

Entdeckung

Es/Er wurde am Datum von Entdecker in Ort entdeckt. Weiterer Text dazu.

Erscheinungsbild

Beschreibung der Erscheinung.

Forschung

Forschungsergebnisse.

Literatur

Literatur zum Objekt.

Weblinks

Links zu Übersichten und Fotos Astronomisches Objekt

Sternbild

Ein Sternbild ist eine Gruppe von Sternen, die ein auffälliges Muster bilden. Auch wenn die Sterne eines Sternbilds am Himmel nahe beieinander zu liegen scheinen, sind sie oft doch weit voneinander entfernt, da sie ganz unterschiedliche Entfernungen zur Erde haben. Sternbilder sind also Beispiele einer Pseudo-Struktur oder Scheinstruktur. Sie basieren auf der natürlichen Veranlagung des Gehirns, in jedem zufällig erzeugten Muster Strukturen erkennen zu wollen (Gestalttheorie), hier in Form des Sternzuges.

Ursprung der Sternbilder

Es gibt Spekulationen, die schon im Stiersaal der Höhle von Lascaux einen kompletten Tierkreis sehen. Die Identifikation jedenfalls einer Gruppe von Punkten oberhalb des Auerochsen als die Plejaden scheint wahrscheinlich, da sowohl die Position relativ zum Auerochsen (Stier) als auch die relativen Positionen der sechs Punkte zueinander derjenigen der Plejaden entspricht. Das erfordert jedoch die implizite Annahme, im Auerochs ein Sternbild zu identifizieren. Der Geograph Kai Helge Wirth stellte die Theorie auf, dass die Sternbilder Karten zur Navigation von Schiffen sind. Projiziert man die Sternbilder auf die Erde, so passen viele von ihnen zu Küstenverläufen in Europa und der Karibik. Er nimmt an, dass sich die ersten Seefahrer mit Hilfe der Sternbilder die Schiffsrouten entlang der Küsten merkten. Die genaue Übereinstimmung der Sternbilder mit den Küstenlinien erfordert allerdings geographische Kenntnisse, deren Kenntnis vor Ende des Mittelalters spekulativ ist (z.B. Bestimmung der Längengrade). Die ersten gesicherten Sternbilder, besonders die Tierkreiszeichen gehen bis auf die Babylonier zurück. Eratosthenes und einige Jahrhunderte später Ptolemäus beschrieben vor knapp 2000 Jahren 48 Sternbilder, die hauptsächlich nach Gestalten aus der griechischen Mythologie benannt sind. Später legten dann vor allem Johann Bayer, Johannes Hevelius und Nicolas Louis de Lacaille weitere Sternbilder fest, die wir heute noch benutzen. Da seit der Erfindung des Teleskops immer mehr Sterne und Nebel gefunden und katalogisiert wurden, führte man neue Sternbilder ein, um die Übersicht zu bewahren. Einige neue Sternbilder waren politisch motiviert. Zum Beispiel war das Sternbild Schild dem polnischen König Jan III. Sobieski gewidmet. Viele südliche Sternbilder wurden von Nicolas Louis de Lacaille um 1750 neu hinzugefügt und sollten den technischen Fortschritt symbolisieren, etwa der chemische Ofen oder die Luftpumpe. Die Anzahl der bekannten Objekte nahm aber so sehr zu, dass sich allzu viele dieser Erweiterungen als unpraktisch erwiesen, und so verschwanden die späteren wieder. Dazu zählen das Brandenburgische Szepter oder der Königliche Stier von Poniatowski. In einem Sternatlas von 1801 von Johann Elert Bode sind sogar noch weitere neue Sternbilder eingetragen, insgesamt 99, wie etwa der „Heißluftballon“, die „Buchdruckerwerkstatt“, oder die „Katze“ und die „nördliche Fliege“. Davon hat sich aber keines durchgesetzt. Das althergebrachte Sternbild Antinous, das der römische Kaiser Hadrian zu Ehren seines im Nil verunglückten Favoriten eingeführt hatte (der Legende nach opferte sich Antinous, um das Leben Hadrians zu verlängern), wird heute ebenfalls nicht mehr benutzt.

Heutige Sternbilder

1928 wurden von der Internationalen Astronomischen Union in Leiden die noch heute gültigen 88 Sternbilder festgelegt und ihre exakten Grenzen im Äquinoktium von 1875.0 definiert. Die Sternbilder werden oft durch drei Buchstaben abgekürzt, z. B. bei der Bezeichnung von Sternen: Der Hauptstern im Schwan (Cygnus), α Cygni ist abgekürzt α Cyg. Das riesige Sternbild Argo (das Schiff der Argonauten) wurde dabei in Vela (das Segel), Puppis (das Achterdeck), Pyxis (den Kompass) und Carina (den Kiel) aufgeteilt. Diese haben mitsammen nur einen einzigen Satz Bayer'scher Sternbezeichnungen: Es gibt zwar α Car, nämlich Kanopus, aber demzufolge kein α Pup oder α Vel, etc. In ähnlicher Weise springen die griechischen Buchstaben auch zwischen den beiden nicht zusammenhängenden Teilen von Serpens (Serpens caput und Serpens cauda) hin und her. Die Sterne γ Aur und δ Peg existieren überhaupt nicht bzw. heißen jetzt β Tau und α And. Früher trugen sie beide Bezeichnungen nebeneinander, was jedoch heute im Sinne der Eindeutigkeit nicht mehr statthaft ist. Zwölf der dreizehn Sternbilder, die von der Ekliptik geschnitten werden, stimmten vor ca. 2500 Jahren mit den Tierkreiszeichen der Astrologie ungefähr überein, haben sich aber im Zuge der Präzession gegen diese verschoben. Vom dreizehnten Sternbild, Ophiuchus, ragt allerdings nur ein Fuß über die Ekliptik. Die einfachste geometrische Figur, das Viereck, kommt fast nur im Süden vor, und zwar 9mal, während ein zehntes (Sextans) auf dem Äquator liegt. Das andere Extrem ist Draco mit nicht weniger als 50 Ecken und Seiten. Die größte Fläche eines Sternbildes hat Hydra (1302,84 Quadratgrad), gefolgt von Virgo, Ursa Maior, Cetus und Hercules (alle über 1200 Quadratgrad). Das größte südliche Sternbild ist Centaurus, gefolgt von Sagittarius und Puppis. Bezogen auf die Gesamtheit aller 88 Sternbilder liegt Phoenix (469,32 Quadratgrad) am nächsten an der durchschnittlichen Fläche (468,83 Quadratgrad) ). Am kleinsten ist Crux (68,45 Quadratgrad) und danach Equuleus. Die Größenextreme von Crux und Hydra spiegeln sich auch wider in der ebenfalls extremalen Anzahl von Nachbarn. Crux hat nur 2, Hydra 12 echte und einen unechten, der nur in einem Punkt berührt wird. Unechte Berühungspunkte gibt es insgesamt 4, davon einen am Nordhimmel.

Asterismen und Sternbilder anderer Kulturen

Ein Asterismus ist eine Gruppe von Sternen, die allgemein bekannt ist, aber nicht als Sternbild gilt. Der bekannteste Asterismus ist der große Wagen, dessen Sterne einen Teil des großen Bären ausmachen. Andere Asterismen sind das Sommerdreieck und das Wintersechseck. Im Altertum war das Sternbild Haar der Berenike nur ein Asterismus, wird aber spätestens seit der Renaissance als Sternbild anerkannt. Die australischen Aborigines und die San (Buschleute) im südlichen Afrika kennen außer den durch Sterne gebildeten Bildern noch weitere. Die dunklen Staubwolken vor dem Band der Milchstraße werden von den Aborigines als Emu, von den San als Strauß erkannt. Dies sind die größten "Stern"bilder am Himmel. Daneben kennen zumindest die Aborigines noch weitere. Bei den Azteken spielte das Sternbild des Feuerbohrers eine große Rolle. Welche Sterne dieses bildeten, ist heute umstritten.

Pazifischer Raum

Die pazifischen Völker haben nur wenige Sterne und Sternbilder benannt. Neben den Plejaden, deren Sichtbarkeit am östlichen Abendhimmel den Jahresanfang markiert, sind vor allem Dinge der alltäglichen Umwelt und Meeresbewohner als Sternbilder verewigt. Während einige Sternbilder deckungsgleich mit den westlichen sind, unterscheiden sich die Grenzen der meisten. Die Bewohner der Insel Manus nördlich von Papua-Neuguinea kennen unter anderem die folgenden Bilder: Die Gürtelsterne des Orion gelten als Kanuinsassen, die Südliche Krone als Netz, der Fluss Eridanus als Fischnetz. Ein riesiges Sternbild ist der Vogel mit den Sternen Sirius, Canopus und Procyon. Zu den Meerestieren zählen die Krabbe (Nördliche Krone), und als Fische der Hai (Teile des Schützen und des Skorpions), der Stachelrochen (der Teil des Skorpions mit den Scheren) und weitere Fischarten, die zum Beispiel im Delfin oder in einigen Sternen des Zirkel gesehen werden. Mit den Sternbildern sind keine Sagen verbunden, sondern höchstens kurze Geschichten, die sich in wenige Worte fassen lassen. Besonders die Fischsternbilder spielen hierbei eine interessante Rolle. In der Hauptfangsaison steht keines davon am Himmel, sondern nur wenn sich das Fischen nicht lohnt. Die Sternbilder am Himmel symbolisieren so die Abwesenheit der Fische im Meer. Auch der Beginn des Monsuns wird in Verbindung mit dem dann gerade aufgehenden Sternbild Vogel gebracht. Anders als andere Kulturen benutzten die Manus die Sternbilder nicht zur Navigation, weil man nach ihrer Aussage "jeden Stern nehmen kann, denn sie bewegen sich alle gleich".

Liste der 88 Sternbilder

Die mit '
- ' gekennzeichneten Namen werden heutzutage meist ohne die in Klammern stehenden Teile verwendet.
Mit '
  - ' kennzeichnet Namen, die komplett geändert wurden. Der ursprüngliche Name steht in eckigen Klammern '[ ]'

Literatur


- Joachim Herrmann: dtv-Atlas Astronomie, Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN 3-423-03267-7
- Allen, Richard Hinckley: Star Names – Their Lore and Meaning, Dover Publications Inc., New York, 1963, ISBN 0486210790.
- Delporte, E.: Délimitation scientifique des constellation, tables et cartes. IAU, Ath the University Press, Cambridge, 1930

Weblinks


- http://www.allthesky.de/constellations/const-d.html Fotografien der Sternbilder
- ftp://cdsarc.u-strasbg.fr/pub/cats/VI/49/ Katalogdaten der Grenzen der Sternbilder
- http://www.pa.msu.edu/people/horvatin/Astronomy_Facts/obsolete_constellations.htm nicht mehr benutzte Sternbilder (auf englisch)
- http://www.shatters.net/celestia/ Astronomie- und Planetariums-Software (englisch)
- http://sourceforge.net/projects/stellarium/ bzw. http://stellarium.free.fr/ (Homepage) Kostenlose, Real-Time Astronomie- und Planetariums-Software (englisch)
- http://www.winstars.net Komplettes Planetarium auf englisch oder französisch, Freeware-Version (v1.031) oder Shareware-Version (v2.0) gegen geringe Gebühr Kategorie:Sternbild Sternbild ja:星座 th:กลุ่มดาว zh-cn:星座/简 zh-tw:星座/繁

Messier-Katalog

Der Messier-Katalog ist eine Auflistung von 110 astronomischen Objekten, hauptsächlich Galaxien, Sternhaufen und Nebel.

Geschichte

Die Objekte des Katalogs wurden zwischen 1764 und 1782 von Charles Messier, später vor allem mit Hilfe von Pierre Méchain, zusammengestellt und größtenteils auch entdeckt.

Hintergrund

Messier suchte den Nachthimmel systematisch nach Kometen ab. Dabei fand er immer wieder neblig aussehende Objekte, die Kometen ähnlich waren. Im Gegensatz zu den Kometen wiesen diese Objekte jedoch keine messbaren Eigenbewegungen auf und mussten sich somit weit außerhalb des Sonnensystems befinden. Um Verwechslungen auszuschließen, legte er daher einen Katalog mit nebligen Objekten an.

Chronologie

Das erste Objekt war der Krebsnebel (Crabnebel, Krabbennebel) im Sternbild Stier, der die Katalognummer M1 erhielt. Die weiteren Objekte wurden in der Reihenfolge ihrer Aufnahme in den Katalog durchnumeriert. Die Andromeda-Galaxie im Sternbild Andromeda hat zum Beispiel die Bezeichnung M31. Der eigentliche Katalog enthielt letztlich die Objekte M1-M103 und wurde in drei Teilen veröffentlicht: 1774 (M1-M45 in Mémoires de l'Academie 1771), 1780 (M1-M70 in Connaissance des Temps 1783) und 1781 (M1-M103 in Connaissance des Temps 1784). Heute umfasst der Messier Katalog noch zusätzlich die Objekte M104-M110. M104 wurde von Messier handschriftlich in sein eigenes Exemplar eingetragen. Die Objekte M105-M109 wurden von Méchain 1781 und 1782 entdeckt, und in einem Brief 1783 an Johann Bernoulli erwähnt (M108 und M109 wurden auch schon von Messier in seiner Beschreibung zu M97 erwähnt). M110 wurde schon 1773 von Messier entdeckt (aber aus unbekannten Gründen nie in seinen Katalog übernommen) und 1798 in einer seiner Veröffentlichungen beschrieben. Die "offiziellen" Einträge in den Messier Katalog nahmen zwischen 1921 und 1966 Historiker vor. Gerechtfertigt wird ein Messier Eintrag der Objekte M104-M110 u.a. damit, dass Messier vor hatte, eine vierte Version zu veröffentlichen, und es als sehr wahrscheinlich gilt, dass M104-M110 in dieser Version gewesen wären.

Bedeutung

Der Messier Katalog war nicht der erste seiner Art, er war jedoch der erste "brauchbare". Er hatte höchstens einen Fehleintrag (Messier 102, siehe dort) und nur zwei Einträge, die keine flächenhaften Objekte sind (Messier 40 und Messier 73). Da die Natur der Objekte des Katalogs zum Zeitpunkt der Erstellung nicht klar war, war er zusammen mit dem New General Catalogue Ausgangspunkt zur Erforschung von Galaxien, Nebeln und Sternhaufen. Auch heute noch sind die meisten Objekte des Katalogs vor allem unter ihren Messier-Nummern bekannt. Unter Amateurastronomen und in Volkssternwarten ist der Messier Katalog insbesondere beliebt, da die darin aufgeführten Objekte bereits mit relativ kleinen Teleskopen oder starken Ferngläsern beobachtet werden können (z.B. während eines sog. Messier-Marathons).

Der Katalog

Viele bekannte Nebel sind aber nicht im Messier-Katalog, weil sie zu lichtschwach sind. Zu ihnen gehören unter anderem der Pferdekopfnebel und einige hellere Galaxien des NGC- und IC-Katalogs. Allerdings wurden im Messier-Katalog auch keine Objekte südlich der Deklination -35 Grad berücksichtigt und auch einige hellere Objekte wie der Doppelsternhaufen h + Chi im Perseus und die Hyaden besitzen keine Eintragung im Messier-Katalog. Auch wurden einige Objekte von verschiedenen Astronomen (z.B. Wilhelm Herschel), unabhängig noch einmal entdeckt. Dies trifft insbesondere auf die letzten Messier Objekte zu, da sie nie offiziell von Messier veröffentlicht wurden.

Andere Kataloge von Gasnebeln, Sternhaufen und Galaxien


- NGC-Katalog
- Index-Katalog
- PGC (reiner Galaxienkatalog)

Weblinks


- [http://www.seds.org/messier/xtra/history/m-cat.html Originalkatalog]
- [http://www.astronomie-bilder.de/messier.html Kleiner Messierkatalog]
- [http://www.seds.org/messier/ Kleinbilder]
- [http://www.astronomie.de/galerie/projekte/messier/ Deutscher Messierkatalog]
- [http://www.ipac.caltech.edu/2mass/gallery/messiercat.html 2MASS Messier Katalog] Kategorie:Sternkatalog ja:á·¨)S

Lacaille

Nicolas Louis de Lacaille (
- 15. März 1713 in Rumigny; † 21. März 1762 in Paris) war ein französischer Astronom und Namensgeber von 15 der 88 Sternbilder. Lacaille studierte Theologie, widmete sich dann aber mehr der Mathematik und Astronomie und gab die theologische Laufbahn ganz auf. 1739 war er Gehilfe von Jacques Cassini beim Messen des Meridians bei Paris und 1741 wurde er Mitglied der Pariser Akademie. 1746 erhielt er den Lehrstuhl der Mathematik am Collège Mazarin und erwarb sich in dieser Stellung große Verdienste um Berichtigung der Sternkataloge und der astronomischen Tafeln. 1750 reiste er für vier jahre zum dem Kap der Guten Hoffnung, um dort die Parallaxen des Mondes, der Venus und des Mars genauer zu berechnen. Seine Positionsbestimmungen trugen dazu bei, die Distanzen dieser Himmelskörper präziser als bis dahin möglich zu bestimmen. Außerdem beobachtete er die Sternbilder des Südhimmels und katalogisierte hierbei fast 10.000 Sterne. Sein Coelum Australe Stelliferum wurde postum 1763 veröffentlicht. Dabei entdeckte er auch mehrere neblige Objekte, wie die Galaxie Messier 83, die später in den Messierkatalog des Astronomen Charles Messier aufgenommen wurden. Weiter maß er einen Breitengrad der südlichen Halbkugel aus und lieferte eine Karte der Inseln Mauritius (damals Île de France), und Réunion (damals Île de Bourbon). 1754 kehrte er wieder nach Paris zurück und stellte er mit unermüdlichem Eifer astronomische Beobachtungen und Berechnungen bis zu seinem Tod an. Seine in Südafrika durchgeführten Positionsmessungen an Fixsternen belegten auch die Richtigkeit der von Isaac Newton vorgetragenen Vermutung, dass die Erde nicht eine Kugel sei, sondern - durch die Fliehkraft bedingt - am Äquator einen größeren Durchmesser haben müsse als von Pol zu Pol. Lacaille kam jedoch zu dem Ergebnis, die Wölbung sei auf der Südhalbkugel der Erde geringer (flacher) als auf der Nordhalbkugel. Dies wird als Meridian-Problem bezeichnet. Die von Lacaille erfundenen Sternbilder sind (mit den heutigen Bezeichnungen): Antlia, Caelum, Circinus, Fornax, Horologium, Mensa, Microscopium, Norma, Octans, Pictor, Pyxis, Reticulum, Sculptor und Telescopium. Wichtige Veröffentlichungen von ihm sind:
- Leçons d'astronomie (Paris 1746; neu herausgegeben von Lalande, Paris 1780)
- Éphémérides des mouvements célestes depuis 1745-75 (Paris 1745-63, fortgesetzt von Lalande)
- Astronomiae fundamenta (Paris 1757)
- Observations faites au cap de Bonne-Espérance (Paris 1763)
- Coelum australe stelliferum (herausgegeben von Maraldi, Paris 1763)
- Observations sur 515 étoiles du zodiaque (herausgegeben von Bailly, Paris 1763)
- Tables solaires (Paris 1758)
- Tables de logarithmes (Paris 1760) Lacaille, Nicolas Louis de Lacaille, Nicolas Louis de Lacaille, Nicolas Louis de Lacaille, Nicolas Louis de Lacaille, Nicolas Louis de ja:ニコラ・ルイ・ド・ラカーユ

Fernglas

Ein Fernglas oder Feldstecher, genauer Prismenfernglas, ist ein optisches Gerät, durch das man entfernte Gegenstände vergrößert beobachten kann. Das Fernglas basiert in seiner Bau- und Wirkungsweise auf dem Linsenfernrohr.

Beschreibung

Ferngläser sind meist binokular, d. h. man kann mit beiden Augen gleichzeitig hindurchblicken, und sie enthalten Prismen, die durch Totalreflexion oder Spiegelschichten dafür sorgen, dass das betrachtete Bild seitenrichtig ist und aufrecht steht. Die Leistung wird durch zwei Zahlen angegeben, z. B. 7x50, d. h. 7-fache Vergrößerung und 50 mm Objektiv-Durchmesser. Der Quotient aus Objektivdurchmesser und Vergrößerung bestimmt die Helligkeit des Bildes (je größer, desto heller); siehe Austrittspupille. Meist ist auch das Sehfeld angegeben, entweder in Grad oder als Abschnitt auf 1.000 m Entfernung. Das Sehfeld hängt neben der Vergrößerung auch von der Bauweise der Okulare ab.

Aufbau

Fundamentale Bauformen

Okulare Das rechts dargestellte Glas ist ein Porroprismenglas (nach Ignazio Porro). Man erkennt es an dem versetzten Gehäuse, in dem das Porroprisma den Lichtweg umkehrt. Als zweite Alternative werden Gläser auch als Dachkantprismengläser gebaut. Das Dachkantprisma erlaubt eine schlanke, lineare Bauweise. Allerdings erfordert ein Dachkantprisma höhere Fertigungspräzision. So sind bei vergleichbaren Preisen die Porroprismengläser oft besser. Neuerdings werden auch Gläser mit Hohlspiegeln in der Form eines Schiefspieglers hergestellt. Ein Opernglas ist ein handliches Fernglas mit niedriger Vergrößerung (2-3 fach), das zum Beispiel von Theaterbesuchern verwendet wird. Die Optik ist vom Typ des Galileifernrohrs. Bei Ferngläsern mit hohen Vergrößerungen werden zunehmend elektronische Stabilisatoren eingesetzt, die bei der Beobachtung das sonst störende Händezittern bei der Freihandbeobachtung vermeiden oder Vibrationen an Bord von Schiffen u. ä. unterdrücken. Canon war bei dieser auch aus Camcordern bekannten Technologie Vorreiter mit dem Image Stabilizer (IS)-System. Bei Nikon nennt sich diese Bildstabilisierung StabilEyes. Zeiss verwendet eine aufwändige Konstruktion, die mittels Kardangelenk und einer Wirbelstrombremse rein mechanisch die Bildstabilisierung erreicht. Fuji verwendet Stellmotoren und Beschleunigungssensoren.

Ferngläser mit variabler Vergrößerung

Analog zu einäugigen Fernrohren werden auch Ferngläser mit variabler Vergrößerung („Zoom-Ferngläser“) angeboten. Die besondere Schwierigkeit bei zweiäugigen Ferngläsern besteht hierbei in der Synchronisation der Vergrößerung auf beiden Seiten. Diese erfolgt über eine mechanische Kopplung, meist in Form eines biegsamen Metallstreifens, der in einer Schiene entlang der Okularbrücke (welche auch die synchrone Fokussierung über den Mitteltrieb ermöglicht) stauchungssicher geführt wird. Die Einstellung der Vergrößerung erfolgt zumeist über einen Hebel neben einem der Okulare, der über die erwähnte Kopplung sowie eine Art Schneckengetriebe Linsengruppen in beiden Okularen verschiebt. Gegenüber Ferngläsern mit fester Vergrößerung besitzen Zoom-Ferngläser mehr Linsen und damit, besonders bei preiswerteren Modellen, auch höhere Lichtverluste sowie stärkere störende Farbsäume. Ferner ist das Sehfeld aufgrund der längeren Bauweise des Okulars meist deutlich kleiner.

Leistungs- und Qualitätsbeurteilung

Theoretische Kenngrößen

Aus der Vergrößerung V und dem Objektivdurchmesser D/mm ergibt sich zunächst die Austrittspupille AP und die geometrische Lichtstärke LS des Fernglases gemäß \mathit=\frac\textrm LS=\frac\, Anschaulich ist LS die Fläche der Austrittspupille in Einheiten von π/4 mm². Die Austrittspupille ist das reelle Bild der Öffnung durch das Okular und als heller Lichtkreis vor dem Okular schwebend erkennbar, wenn man das Fernglas in einigem Abstand vom Auge hält. Grundsätzlich gilt also: Je größer die Austrittspupille, umso heller das Bild. Ist AP jedoch größer als die Pupille des menschlichen Auges (ca. 6-8 mm beim dunkeladaptierten jugendlichen Auge), so wird nicht alles Licht genutzt. Auf der anderen Seite wird das Bild bei AP unter 2 mm selbst bei hellem Sonnenschein merklich dunkler und kontrastärmer. Zudem wachsen mit der Vergrößerung die Anforderungen an die Qualität der Optik und damit auch der Preis. Somit liegt die sinnvolle Vergrößerung eines Fernglases mit 50 mm Objektivdurchmesser für die meisten Anwendungen zwischen 7- und 25-fach. Auges Die geeignete Objektivgröße und Vergrößerung hängt vom vorgesehenen Verwendungszweck ab. Als Allround-Fernglas (z. B. für Wanderungen) sind leichte Ferngläser zwischen 7x20 und 10x40 verbreitet, während für hobby-astronomische Zwecke Gläser ab 7x50 oder 10x50 und darüber besser geeignet sind. Für Spezialanwendungen (z. B. professionelle Astronomie oder Ornithologie) gibt es Ferngläser mit Objektivdurchmesser von 100 mm und mehr sowie Vergrößerungen bis zu 80-fach, wofür natürlich ein geeignetes Stativ erforderlich ist. Meist sind diese Ferngläser aus Gewichts- und Kostengründen monokular ausgeführt und werden dann als Spektiv bezeichnet. Ferner ist das Sehfeld bzw. der Sehwinkel von Bedeutung, da es den sichtbaren Ausschnitt aus dem Objekt darstellt. Allgemein gilt: Je höher die Vergrößerung, desto kleiner das Sehfeld. Doch auch die Bauweise hat Einfluss auf die Sehfeldgröße. Ein gutes 10-fach-Großfeldfernglas hat ein Sehfeld von ca. 120 m und mehr auf 1.000 m Entfernung.

Qualität der Optik

Zur Beurteilung der Qualität eines Fernglases schaut man zuerst von vorn in das Glas hinein. Dabei werden Staubablagerungen und Beschlag durch Trübung sichtbar. Anschließend schaut man mit einem gewissen Abstand von hinten durch die Okulare gegen einen hellen Hintergrund und beobachtet die Ausformung der Austrittspupille. Sie sollte rund und gleichmäßig auf beiden Seiten sein. Um die Parallelität zu prüfen schaut man sich mit dem Glas eine weit entfernte senkrechte und waagerechte Grenzlinie an. Dabei schließt man immer kurz die Augen, dabei sieht man ob die Abbildung parallel ist, ehe das Gehirn die Teilbilder übereinander legt. Die abschließende Beurteilung der Abbildungsleistung macht man an einer punktförmigen Lichtquelle, am besten an einem Stern, den man in der Bildmitte betrachtet. Jede Abweichung von der Punktform bedeutet einen Fehler. Wobei man nur bei sehr teuren Gläsern ein sauberes Bild am Stern erwarten darf. Im Randbereich zeigen die meisten Ferngläser ein mehr oder weniger verzerrtes Bild des Sterns. Dies ist eine Folge der optischen Gesetze und auf die Bauart der Okulare zurückzuführen. Bei sehr hohen Vergrößerungen ab ca. 30x, ist die Verwendung teureren Glases mit sehr geringer Dispersion sinnvoll, um Farbsäume durch chromatische Aberration zu vermeiden. Nikon nennt dies z. B. ED-Glas, bei Zeiss heißen sie FL-Gläser.

Hersteller

Ferngläser werden von allen großen Optikunternehmen angeboten. Ein breites Angebot findet sich bei: Canon, Nikon, Olympus, Swarovski, Konica-Minolta, Leica, Zeiss, Bresser, Eschenbach, Fuji, Kowa, Optolyth, Steiner, ML&T u. a.

Zitat


- Sie gab mir ihr Opernglas. Allein, wenn man an die Wirklichkeit der Dinge glaubt, gibt der Gebrauch eines künstlichen Mittels, sie sich zeigen zu lassen, nicht das äquivalente Gefühl ihrer Nähe.Marcel Proust (Im Schatten der jungen Mädchen, ISBN 3-51857875-8, S. 25)

Weblinks


- [http://www.zeiss.de/C12567A10053133C/allBySubject/ED489A4EF982D04EC12569CE003B9DD9 Ignazio Porro]
- [http://www.orniwelt.de/fernglas.fernglaeser.de/ Die technischen Daten der Ferngläser im einzelnen] Kategorie:Optisches Instrument ja:双眼鏡 th:กล้องสองตา

Kategorie:Individuelle Galaxie

Individuelle Galaxie

Pruniers-en-Sologne

Pruniers-en-Sologne to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Centre, w departamencie Loir-et-Cher. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwały 1 992 osoby, a gęstość zaludnienia wynosiła 45 osób/km² (wśród 1842 gmin Centre Pruniers-en-Sologne plasuje się na 197. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 129.).

Linki zewnętrzne


- Źródło danych: [http://www.insee.fr Insee] Kategoria:Miejscowości FrancjiKategoria:Departament Loir-et-Cher

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