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| Miguel Serrano |
Miguel SerranoMiguel Serrano ( - 10. September 1917 in Chile) ist ein chilenischer Diplomat, Politiker und Schriftsteller.
Serrano war, nachdem er dem chilenischen diplomatischen Corps in Indien angehört hatte, von 1962 bis 1964 Botschafter Chiles in Jugoslawien, von 1964 bis 1970 in Österreich. In Wien arbeitete er als Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde und bei der UNIDO (United Nations Industrial Development Organization).
Er war lange Vorsitzender der „Nationalsozialistischen Partei Chiles“ und gilt als Begründer des „esoterischen Hitlerismus“. Serrano bezeichnete Hitler als Avatâr des hinduistischen Gottes Wischnu und als „Messias“. Zudem behauptete er in den 1970ern, daß Hitler im Inneren der hohlen Erde noch am Leben sei und plane, mit Hilfe von hochentwickelten Flugscheiben das Dritte Reich zu vollenden.
Serrano bestreitet, daß ein systematischer Holocaust überhaupt stattgefunden habe und unterhält weltweite Kontakte zu Alt- und Neofaschisten. Als besonderen Gegner betrachtet Serrano den Zionismus, welchen er in seinen Verschwörungstheorien als Ursache vieler Übel ausgemacht zu haben glaubt.
Einige Bücher von ihm sind als deutsche Übersetzung im Buchhandel erhältlich. Andere Bücher, wie El Cordón Dorado: Hitlerismo Esotérico (deutsch Das goldene Band: Esoterischer Hitlerismus) von 1978, sind in Deutschland nicht oder nicht mehr im Buchhandel erhältlich, werden aber antiquarisch vertrieben, wenngleich sie extrem selten sind.
In seinen Büchern stellt Serrano sein Gedankengut dar, das auf esoterischen Elementen beruht und zum Beispiel Einflüsse aus Rudolf Steiners Buch Aus der Akasha-Chronik aufnimmt. Serrano entwickelt auf dieser Basis allerdings Schlußfolgerungen, die auch in esoterischen Gruppen nur selten geteilt werden.
Miguel Serrano korrespondierte mit zahlreichen zeitgeschichtlichen Persönlichkeiten, u. a. mit Savitri Devi, von der er die Avâtar-Auffassung in bezug auf Hitler überhaupt erst übernahm.
Werke
- Anthologie der wahren Erzählungen aus Chile, (in Spanisch), Verlag Gutenberg, 1938, Santiago de Chile
- Ein Vortrag über Südamerika, (Spanisch), Verlag Gutenberg, Santiago de Chile, 1939
- Die dunkelste Epoche, (Spanisch), Verlag Zig-Zag, Santiago de Chile, 1941 (Spanisch), Santiago de Chile, 1948
- Weder auf dem See - noch auf dem Landwege, Verlag Nascimento, 1950
- Stimmen aus dem ewigen Eis, Verlag Nascimento, Santiago, 1957 Verlag
- Die Besuche der Königin von Saba., 1960, Aurum Verlag, Freiburg(1980), ISBN 359108154X
- Die Geheimnisse, in Span. und in Englisch, New Delhi, Indien, 1960
- Die Schlange des Paradieses, Verlag Nascimento, Santiago de Chile, 1963
- Der Hermetische Kreis (Gespräche, Briefe und Erinnerungen an Hermann Hesse und C. G. Jung), Verlag Zig-Zag, Santiago de Chile, 1965.
- Die Suche nach der verborgenen Blume. Eine südamerikanische Legende, 1984, ISBN 3859143239
- EL /ELLA. Buch der Magischen Liebe, New York, Harper and Row, 1972 (deutsch 1982, ISBN 3859143115)
- Trilogie der Suche in der Äußeren Welt, Santiago, Verlag Nascimento, 1974
- Nietzsche und die Ewige Wiederkehr, Santiago, Verlag Nueva Universidad, 1974
- Das goldene Band: Esoterischer Hitlerismus, Santiago de Chile, Edicioneself, 1978 (deutsch 1987, ISBN 3926179201)
- Nietzsche und Shivas Tanz, Santiago de Chile, Edicioneself, 1980
- NOS, Buch der Wiederauferstehung, Buenos Aires, Kier, 1980
- Der Chilenische Rassische Zyklus", Santiago, Privater Vertrieb, 1982
- Die Nichtvorhandene Blume ,1969, Basel, Sphinx-Verlag, 1982
- Adolf Hitler - Der letzte Avâtar ,
- Hermann von Keyserling
- Meine Begegnungen mit C. G. Jung und Hermann Hesse in visionärer Schau. Daimon Verlag, 1997. ISBN 3856305599
Literatur
- Friedrich Paul Heller, Anton Maegerle: Thule. Vom völkischen Okkultismus bis zur neuen Rechten. 2., erw. und aktualisierte Aufl. Stuttgart : Schmetterling-Verl., 1998. ISBN 3896570900.
- Friedrich Paul Heller, Anton Maegerle: Die Sprache des Hasses : Rechtsextremismus und völkische Esoterik - Jan van Helsing, Horst Mahler. Stuttgart: Schmetterling-Verl., 2001. ISBN 3896570919 .
Weblinks
-
Serrano, Miguel
Serrano, Miguel
Serrano, Miguel
Serrano, Miguel
10. SeptemberDer 10. September ist der 253. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 254. in Schaltjahren) - somit bleiben 112 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1547 - England besiegt Schottland in der Schlacht bei Pinkie.
- 1813 - Die Amerikaner besiegen während des Krieges von 1812 in der Schlacht auf dem Eriesee ein britisches Flottengeschwader.
- 1898 - Der Anarchist Luigi Lucheni ersticht in Genf Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, genannt Sisi.
- 1919 - Unterzeichnung des Friedensvertrags von Saint-Germain-en-Laye. Er regelt nach dem Ersten Weltkrieg die Auflösung des Kaiserreiches Österreich-Ungarn und die Bedingungen für die neue Republik Österreich.
- 1926 - Deutschland tritt dem Völkerbund bei.
- 1939 - Kanada erklärt Deutschland den Krieg.
- 1943 - Die deutsche Wehrmacht besetzt Rom.
- 1944 - Befreiung des von Deutschland okkupierten Großherzogtums Luxemburg durch amerikanische Truppen.
- 1952 - Das Luxemburger Abkommen zwischen der Bundesrepublik und Israel wird unterzeichnet. Jüdische NS-Opfer werden entschädigt.
- 1964 - In Köln trifft der millionste Gastarbeiter der Bundesrepublik Deutschland, der Portugiese Armando Sa Rodrigues, ein. Er erhält bei seiner Ankunft ein Moped als Geschenk.
- 1966 - Guyana. Aufnahme in die Vereinten Nationen
- 1974 - Guinea-Bissau erlangt in Folge der Nelkenrevolution die endgültige Unabhängigkeit von Portugal (einseitige Unabhängigkeitserklärung schon am 24. September 1973).
- 1977 - In Frankreich wird die letzte Exekution mit der Guillotine durchgeführt.
- 1987 - Karl-Heinz Köpcke liest zum letzten Mal die Nachrichten der Tagesschau.
- 1990 - Annahme des Friedensplanes der Vereinten Nationen für Kambodscha durch die kambodschanischen Parteien in Jakarta.
- 1991 - Estland. Aufnahme in die KSZE
- 2001 - Parlamentswahlen in Norwegen
- 2002 - Die Schweiz wird Mitglied der UNO.
- 2003 - Messer-Attentat von Mijailo Mijailovic an Schwedens Außenministerin Anna Lindh, welche am Tag darauf ihren schweren Verletzungen erliegt
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
Kultur
- 1788 - Uraufführung der Oper Il Talismano von Antonio Salieri am Burgtheater in Wien
- 1808 - Uraufführung der komischen Oper Linnée ou Les Mines de Suède von Victor Dourlen an der Opéra-Comique in Paris
- 1947 - Die literarische Vereinigung Gruppe 47 wird gegründet
- 1971 - Uraufführung der Oper Beatrix Cenci von Alberto Ginastera im John F. Kennedy Center in Washington (D.C.)
Religion
- 1933 - Das Reichskonkordat, welches das Verhältnis zwischen deutschem Reich und der katholischen Kirche regelt, wird von Papst Pius XI. ratifiziert.
Katastrophen
- 1943 - Ein Erdbeben der Stärke 7,4 in Tottori, Japan, führt zu 1.190 Todesopfern.
- 1976 - Eine Douglas DC-9 der jugoslawischen Inex Adria Aviopromet und eine Hawker Siddeley HS-121 Trident der British Airways, kollidieren nahe Zagreb in der Luft. Von den 176 Toten sind 27 Deutsche.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1961 - Der deutsche Formel 1-Fahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips verunglückt beim Grand Prix von Italien in Monza tödlich.
- 1966 - Cassius Clay verteidigt in Frankfurt am Main seinen Box-WM-Titel gegen Karl Mildenberger.
- 1983 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf gegen Scott Frank im Harrah's Marina Hotel Casino, Atlantic City, durch technischen KO und wird damit Weltmeister im Schwergewicht.
Geboren
- 1487 - Giovan Maria Giocci, Papst
- 1487 - Julius III., Papst
- 1529 - Erhard von Queis, Wegbereiter der Reformation in Preußen
- 1545 - Otto von Grünrade, evangelisch-reformierter Kirchenpolitiker
- 1547 - Georg I., Landgraf von Hessen-Darmstadt
- 1624 - Thomas Sydenham - englischer Arzt
- 1695 - Johann Lorenz Bach, deutscher Komponist
- 1714 - Niccolò Jommelli, italienischer Komponist
- 1751 - Bartolomeo Campagnoli, italienischer Violinist, Komponist und Dirigent
- 1753 - John Soane, englischer Baumeister
- 1771 - Mungo Park, britischer Afrikaforscher
- 1779 - Ludolph Christian Treviranus, deutscher Botaniker
- 1794 - François Benoist, französischer Komponist
- 1797 - Carl Gustav Mosander, schwedischer Chemiker und Chirurg
- 1797 - Franz Krüger, deutscher Maler
- 1804 - Karl Rudolf Brommy, deutscher Marineoffizier und Admiral
- 1839 - Charles S. Peirce, US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph und Logiker
- 1855 - Robert Johann Koldewey, deutscher Architekt, Archäologe
- 1863 - Charles Spearman, britischer Psychologe
- 1863 - Edmund Edel, deutscher Grafiker, Schriftsteller und Regisseur
- 1866 - Jeppe Aakjaer, dänischer Schriftsteller
- 1866 - Tor Aulin, schwedischer Komponist
- 1872 - Wladimir Arsenjew, russischer Forschungsreisender und Schriftsteller
- 1873 - Alexander Beer, deutscher Architekt, Gemeindebaumeister in Berlin
- 1881 - Albrecht Oepke, evangelischer Theologe
- 1885 - Dora Pejačević, kroatische Komponistin
- 1886 - Hilda Doolittle, US-amerikanische Lyrikerin
- 1890 - Elsa Schiaparelli, italienisch-französische Modeschöpferin
- 1890 - Franz Werfel, österreichischer Schriftsteller
- 1891 - Carl Jakob Burckhardt, schweizerischer Historiker
- 1892 - Arthur Holly Compton, US-amerikanischer Physiker
- 1893 - Johanna Bormann, Wärterin in verschiedenen Konzentrationslagern
- 1893 - Fritz Fink, deutscher Schriftsteller, Buchhändler und Heimatforscher
- 1897 - Georges Bataille, französischer Schriftsteller, Soziologe und Philosoph
- 1898 - Hans Globke, deutscher Jurist, mit NS-Vergangenheit in Staatsdiensten
- 1898 - Manfred Hausmann, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Georges de Rham, schweizerischer Mathematiker
- 1905 - Juan José Arévalo, Präsident Guatemalas
- 1909 - Evelyne Hall, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1910 - Franz Hengsbach, deutscher Kardinal und Bischof von Essen
- 1914 - Robert Wise, US-amerikanischer Regisseur
- 1917 - Miguel Serrano, chilenischer Politiker und Schriftsteller
- 1920 - Fabio Taglioni, italienischer Motorrad-Konstrukteur
- 1921 - Alfred Bengsch, katholischer Bischof und Kardinal
- 1922 - Yma Sumac, peruanische Sängerin
- 1923 - Rolf Bossi, deutscher Strafverteidiger
- 1923 - Shmuel N. Eisenstadt, polnischer Soziologe
- 1923 - Uri Avnery, israelischer Journalist, Schriftsteller, Friedensaktivist
- 1925 - Boris Alexandrowitsch Tschaikowski, russischer Komponist
- 1925 - Roy Brown, US-amerikanischer Musiker
- 1927 - Gerhard Jahn, deutscher SPD-Politiker, Bundesminister der Justiz 1969-1974
- 1928 - Jean Vanier, kanadischer Philosoph, Gründer der Arche-Gemeinschaft
- 1929 - Arnold Palmer, US-amerikanischer Golfer
- 1929 - Reinhard Lettau, deutscher Schriftsteller
- 1930 - Adolf Endler, deutscher Schriftsteller, Essayist und Lyriker
- 1933 - Jewgeni Wassiljewitsch Chrunow, sowjetischer Kosmonaut
- 1938 - Karl Lagerfeld, deutscher Modeschöpfer
- 1941 - Christopher Hogwood, britischer Dirigent und Cembalist
- 1941 - Franziska Eichstädt-Bohlig, deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdB seit 1994
- 1941 - Stephen Jay Gould, amerikanischer Paläontologe, Geologe und Evolutionsforscher
- 1942 - Danny Hutton, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Volker Neumann, SPD-MdB seit 1976
- 1943 - Horst-Dieter Höttges, deutscher Fußballspieler
- 1945 - José Feliciano, puertoricanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Rein van den Broek, niederländischer Musiker
- 1946 - Don Powell, britischer Musiker (Slade)
- 1946 - Jim Hines, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1949 - Barriemore Barlow, britischer Musiker (Jethro Tull)
- 1949 - Karin Evers-Meyer, SPD-MdB seit 2002
- 1950 - Joe Perry, US-amerikanischer Musiker (Aerosmith)
- 1950 - Vic Collins, britischer Musiker
- 1952 - Bruno Giacomelli, italienischer Rennfahrer
- 1953 - Amy Irving, US-amerikanische Schauspielerin
- 1954 - Silvia Chibás, kubanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1955 - Manfred Sellner, deutscher Biologe
- 1955 - Pat Mastelotto, US-amerikanischer Musiker (Mister Misters)
- 1956 - Johnnie Fingers, irischer Musiker (Boomtown Rats)
- 1957 - Pawel Huelle, polnischer Schriftsteller
- 1958 - Dan Castellaneta, US-amerikanischer Schauspieler
- 1958 - Elke Kruse, deutsche Schlagzeugerin
- 1958 - Gerd Truntschka, deutscher Eishockeyspieler
- 1958 - Gottfried Küssel, österreichischer Rechtsextremist und Holocaustleugner
- 1958 - Wolfgang M. Heckl, deutscher Biophysiker
- 1960 - Colin Firth, britischer Schauspieler
- 1960 - Harald Krassnitzer, österreichischer Schauspieler
- 1960 - Siobhan Fahey, britische Sängerin (Bananarama)
- 1966 - Emmanuel le Divellec, französischer Organist
- 1968 - Andreas Herzog, österreichischer Fußballspieler
- 1968 - Guy Ritchie, englischer Regisseur
- 1972 - Ghada Shouaa, syrische Leichtathletin
- 1973 - Mark Huizinga, niederländischer Judoka
- 1974 - Ryan Phillippe, US-amerikanischer Schauspieler
Gestorben
- 918 - Balduin II., Graf und Markgraf von Flandern
- 1167 - Mathilde, Gemahlin des deutschen Kaisers Heinrich V.
- 1308 - Go-Nijo, 94. Kaiser von Japan
- 1382 - Ludwig I., König von Ungarn und Polen
- 1419 - Johann Ohnefurcht, Herzog von Burgund
- 1529 - Erhard von Queis, Bischof von Pomesanien
- 1547 - Pier Luigi Farnese, außereheliche Sohn von Alessandro Farnese, dem späteren Papst Paul III.
- 1578 - Pierre Lescot, französischer Architekt
- 1606 - Leonhard Lechner, Kirchenmusiker in Württemberg
- 1669 - Henrietta Maria von Frankreich, Gattin des englischen Königs Karl I.
- 1777 - Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, Heerführer, Militärtheoretiker
- 1797 - Mary Wollstonecraft, englische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
- 1800 - Johann Christoph von Wöllner, preußischer Staatsmann
- 1806 - Johann Christoph Adelung, deutscher Bibliothekar und Sprachforscher
- 1821 - Johann Dominicus Fiorillo, Maler und Kunsthistoriker
- 1827 - Ugo Foscolo, italienischer Dichter
- 1867 - Simon Sechter, österreichischer Musiktheoretiker, Dirigent und Komponist
- 1886 - Paul Soleillet, französischer Afrikareisender
- 1898 - Elisabeth Eugenie Amalie, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn
- 1899 - Wilhelm Amberg, deutscher Genremaler
- 1916 - Friedrich Gernsheim, deutscher Pianist, Dirigent und Komponist der Spätromantik
- 1918 - Carl Peters, deutscher Politiker, Publizist, Kolonialist und Afrikaforscher
- 1930 - Eugen Diederichs, Verlagsbuchhändler in Jena
- 1930 - Marino Lonfernini, Capitano Reggente von San Marino
- 1931 - Salvatore Maranzano, früher Mafiaboss in den Vereinigten Staaten
- 1941 - Fritz Noether, deutscher Mathematiker
- 1950 - Piet Valkenburg, niederländischer Fußballspieler
- 1950 - Raymond Sommer, französischer Rennfahrer
- 1954 - Peter Anders, Sänger an den Staatsopern München, Berlin, Hamburg
- 1960 - Paul Kiem, deutscher Musikant und Volksliedsammler
- 1961 - Wolfgang Graf Berghe von Trips, deutscher Autorennfahrer
- 1966 - Emil Julius Gumbel, deutsch-jüdischer Mathematiker und politischer Publizist
- 1975 - George Paget Thomson, englischer Physiker
- 1976 - Lorenz Giovanelli, italienischstämmiger Schweizer Volksmusiker und Komponist
- 1976 - Mao Zedong, chinesischer Politiker
- 1978 - Zita Zehner, deutsche Politikerin
- 1983 - Balthazar Johannes Vorster, Politiker, südafrikanischer Staatspräsident
- 1983 - Felix Bloch, schweizerisch-amerikanischer Physiker
- 1985 - Ernst Julius Öpik, aus Estland stammender Astronom
- 1986 - Pepper Adams, US-amerikanischer Baritonsaxophonist
- 1991 - Jack Crawford, australischer Tennisspieler
- 1991 - Julius Meinl III., österreichischer Lebensmittelhändler
- 1993 - Theodor Maunz, deutscher Verwaltungsrechtler
- 1994 - Max Morlock, deutscher Fußballspieler
- 1996 - Hans List, österreichischer Unternehmer
- 2003 - Boris Meissner, deutscher Jurist und Ostwissenschaftler
- 2003 - Gerhard Weiser, deutscher Politiker, Minister in Baden-Württemberg
- 2005 - Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 2005 - Clarence „Gatemouth“ Brown, US-amerikanischer Musiker
Feier- und Gedenktage
- Welt-Suizid-Präventionstag
Siehe auch
- 9. September - 11. September
- 10. August - 10. Oktober
- September - Historische Jahrestage - Zeitskala
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Chile
Chile (amtlich República de Chile, deutsch: Republik Chile) ist ein Staat im Südwesten Südamerikas, der sich annähernd in Nord-Süd-Richtung zwischen den Breitengraden 17°3'S und 56°30'S erstreckt. Das Land grenzt im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean, im Norden an Peru, im Nord-Osten an Bolivien und im Osten an Argentinien. Des Weiteren gehören zu Chile noch die im Pazifik gelegene Osterinsel (Rapa Nui), die Juan-Fernández-Inseln (einschließlich der Robinson-Crusoe-Insel), die Inseln San Felix und San Ambrosio, die Insel Salas y Gómez, sowie die Diego-Ramirez-Inseln. Ferner beansprucht Chile einen Teil der Antarktis.
Etymologie
Die Herkunft des Wortes Chile ist nicht eindeutig nachgewiesen. Die verbreitetste Erklärung ist, dass sich das Wort aus der Sprache der Aymara herleitet. Dort bedeutet das Wort chilli "Land, wo die Welt zu Ende ist". Dies würde durch die Tatsache unterstützt, dass die ersten Spanier, die nach Chile kamen, von den Siedlungsgebieten der Aymara aus aufbrachen. Die Spanier bezeichneten seit Anbeginn der Kolonisation Südamerikas das Land südlich der Atacama-Wüste mit dem Namen Chile. In den chilenischen Schulen wird außerdem noch die Variante gelehrt, dass Chile die lautmalerische Bezeichnung eines Vogels namens Trile sein könnte.
Eine weitere, wenig verbreitete Theorie nennt die Inka-Sprache Quechua als Ursprung. Die maximale Ausdehnung des Inkareichs reichte nämlich bis zum Gebiet des heutigen Santiago, woraufhin die Inka das Land südlich des Río Aconcagua in Anlehnung an das relativ kalte Klima und die schneebedeckten Anden tchili nannten, was Schnee bedeutet.
Absolut gar nichts hat die Landesbezeichnung Chile mit der (auf spanisch gleichnamigen) Chilischote zu tun. Dieses Wort stammt aus der mittelamerikanischen Aztekensprache Nahuatl.
Physische Geographie
siehe Hauptartikel: Physische Geographie Chiles
Chile ist ein Land, das sich auf dem südamerikanischen Kontinent über 4.200 Kilometer in Nord-Süd-Richtung entlang der Anden und des Pazifischen Ozeans erstreckt (zählt man den Antarktischen Teil hinzu ca. 8.000 km), aber durchschnittlich nur ca. 180 Kilometer breit ist. Die engste Stelle beträgt im kontinentalen Chile (ohne Antarktis) 90 km, die breiteste Stelle etwa 240 km. Die Längenausdehnung Chiles entspricht auf Europa übertragen in etwa der Entfernung zwischen der Mitte Dänemarks und der Sahara.
Aufgrund der langen Nord-Süd-Ausdehung über mehr als 39 Breitengrade, aber auch der beträchtlichen Höhenunterschiede in West-Ost-Richtung, weist Chile eine große Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen auf.
Relief und Geologie
Breitengrad
Stark vereinfacht besteht Mittel- und Südchile aus zwei parallelen Gebirgszügen mit Nord-Südverlauf: den Anden im Osten und dem niedrigeren Küstenbergzug (Küstenkordillere) im Westen. Dazwischen liegt das Zentraltal (Valle Central) mit dem Hauptteil der Bevölkerung, des Ackerlands und des Weinbaus. Die Höhe von Kordillere, Zentraltal und Anden nimmt im Mittel von Norden nach Süden ab, so dass das Zentraltal südlich der Stadt Puerto Montt, die etwa 1.000 km südlich von Santiago liegt, unter den Meeresspiegel abtaucht. Gleichzeitig wird die Küstenkordillere zu einer Inselkette, an der nur noch die Bergspitzen aus dem Wasser ragen. In dieser Region lässt sich deswegen eine einzigartige Fjord- und Insellandschaft entdecken.
Im Norden Chiles dagegen gibt es kein ausgeprägtes Zentraltal, das heißt die Landschaft steigt von der Küste kommend zunächst steil an und bildet dann ein etwa 1.000 - 1.500 m hohes Plateau bis zum Fuße der Anden.
Das chilenische Relief lässt sich geotektonisch grob in drei Bereiche einteilen: die Anden im Osten, der Übergangsbereich (Pampa de Tamarugal und Valle Longitudinal) und das Küstengebirge (Cordillera de la Costa).
Die chilenischen Anden, die nur an wenigen Stellen die 2.000 m-Höhenlinie unterschreiten, unterteilen sich hinsichtlich ihrer geologisch- tektonischen Struktur von Nord nach Süd in vier größere Blöcke.
- Im großen Norden (spanisch norte grande) des Landes zieht sich eine etwa 1.000 km lange Kette rezenter Stratovulkane von der Grenze zu Peru (etwa am 17. südlichen Breitengrad) bis zum höchsten Berg des Landes, dem erloschenen Vulkan Ojos del Salado (6.880 m), der südlich des 27. Breitengrades in etwa auf der Höhe der Stadt Copiapó liegt.
- Im kleinen Norden (spanisch norte chico) zwischen dem 27. und 33. Breitengrad, der etwas nördlich der Hauptstadt Santiago de Chile verläuft, befindet sich die durchschnittlich 5.000 m hohe Hochkordillere, die frei von jungem Vulkanismus ist.
- Von Santiago de Chile über den gesamten kleinen Süden (span. sur chico) bis etwas südlich der Stadt Puerto Montt (42. Breitengrad) setzt mit dem 6.800 m hohen Vulkan Tupungato erneut eine langgestreckte Vulkankette ein, die aber nach Süden schnell an Höhe verliert.
- Im großen Süden (spanisch sur grande), der bis zur Insel Feuerland reicht, gibt es nur noch wenige isolierte Vulkane und die Höhe von 3.000 m wird nur noch selten überschritten. Hier dominiert der glaziale Formenschatz mit Gletscherseen, Karen und Fjorden das Landschaftsbild. Das Gebirge Cordillera Darwin bildet den letzten grossen Gebirgszug vor dem Ende Südamerikas.
Der Übergangsbereich zwischen Küstenkordillere und den Anden lässt sich in zwei Bereiche untergliedern: die Pampa del Tamarugal im Norden und das Valle Longitudinal (auch Valle Central) im zentral-südlichen Bereich. Beide sind ausgeprägte Graben-Systeme. Die Pampa del Tamarugal erstreckt sich direkt entlang der nördlichen Vulkankette, während das etwas tiefer gelegene Valle Longitudinal der südlichen Vulkankette folgt und bei Puerto Montt (41° 30' S) ins Meer abtaucht.
Die Küstenkordillere erstreckt sich mit einer kurzen Unterbrechung südlich der Insel Chiloé über die gesamte Westseite des Landes. Sie steigen im Norden des Landes zwischen Arica und Chañaral (26. Breitengrad) als Steilküste unmittelbar auf 1.000 m ü.M. (stellenweise sogar über 2.000 m ü.M.) an. Da die wenigen Flüsse in diesem Raum aufgrund des extrem ariden Klimas nicht die Kraft zum Durchbruch haben, wird sie hier nur von wenigen Tälern durchschnitten. Die Talsysteme häufen sich erst südwärts von Chañaral. Das Küstengebirge flacht nach Süden hin ab und erreicht im kleinen Süden schließlich nur noch an wenigen Stellen Höhen über 1.000 m. Die Küstenkordillere setzt sich ab dem 44. Breitengrad (Chonos Archipel) als Inselkette fort.
Etwa 160 km vor der chilenisch-peruanischen Küste im Pazifik liegt der Atacamagraben (Chilegraben) mit max. 8.065 m Tiefe. Vor fast der gesamten chilenischen Küste bis ungefähr zur Halbinsel Taitao liegt die Nasca-Platte. Diese tektonische Platte ist die Ursache vieler schwerer Erdbeben und Tsunamis in Chile. Sie faltet die Anden auf.
Berge
Die chilenischen Anden bilden einen der höchsten Gebirgszüge der Welt und weisen eine Vielzahl von Gipfeln über 6.000 m auf. Unter Ihnen befindet sich der höchste Berg Chiles, der Ojos del Salado (6.880 m), welcher gleichzeitig der höchste erloschene Vulkan der Welt ist.
Ojos del Salado]]
Im folgenden die bekanntesten Berge Chiles aufgelistet:
- Nevado Ojos del Salado, 6.880 m, III. Region (Región de Atacama)
- Cerro Tupungato, 6.800 m, Hauptstadt-Region (Región Metropolitana)
- Volcán Llullaillaco, 6.739 m, II. Region (Región de Antofagasta)
- Volcán Parinacota, 6.342 m, I. Region (Región de Tarapacá)
- Volcán Licancábur, 5916 m, II. Region (Región de Antofagasta)
- Descabezado Grande, 3.830 m, VII. Region (Región del Maule)
- Torres del Paine, 2.800 m, XII. Region (Región de Magallanes y de la Antártica Chilena)
- Volcán Villarrica, 2.840 m, VIII. Region (Región de la Araucanía)
- Volcán Osorno, 2.652 m, X. Region (Región de los Lagos)
- Volcán Cerro Hudson, 1.905 m, XI. Region (Región de Aisén)
Flüsse und Seen
Región de Aisén
Aufgrund der besonderen Struktur des Landes gibt es in Chile keine längeren Flüsse. Der längste Fluss ist der Río Loa mit 443 km. Im Norden des Landes verhindert zusätzlich die extreme Trockenheit der Atacama-Wüste das Aufkommen größerer Wasserläufe. Die wenigen Flüsse im großen Norden, die dauerhaft Wasser führen, werden daher aus den Schnee- und Eisflächen der Gipfelregionen der Anden genährt. Gemäß den zunehmenden Niederschlägen nimmt nach Süden hin das mitgeführte Wasservolumen der Flüsse zu. Die Flüsse in Chile spielen wirtschaftlich in erster Linie für die Energiegewinnung und zu kleineren Teilen auch für den Tourismus (Lachsfischerei, Abenteuer-Tourismus) eine größere Rolle. Die wichtigsten Flüsse von Nord nach Süd sind daher folgende:
- Río Lauca, 160 km, I. Region (Región de Tarapacá)
- Río Lluta, 167 km, I. Region (Región de Tarapacá)
- Río Loa, 443 km, II. Region (Región de Antofagasta)
- Río Copiapó, 162 km, III. Region (Región de Atacama)
- Río Elquí, 170 km, IV. Region (Región de Coquimbo)
- Río Choapa, 160 km, IV. Region (Región de Coquimbo)
- Río Aconcagua, 142 km, V. Region (Región de Valparaíso)
- Río Maipo, 250 km, Hauptstadt-Region/ V. Region (Región Metropolitana/ Región de Valparaíso)
- Río Mapocho, 120 km, Hauptstadt-Region (Región Metropolitana)
- Río Cachapoal, 172 km, VI. Region (Región O´Higgins)
- Río Maule, 240 km, VII. Region (Región Maule)
- Río Biobío, 380 km, VIII. Region (Región del Biobío)
- Río Imperial, 52 km, IX. Region (Región de la Araucanía)
Zu den chilenischen Seen zählen im Norden die Salzseen, deren größter und bekanntester der Salar de Atacama (3.000 km²) ist. Ganz im Norden liegt einer der höchstgelegenen Seen der Welt der Lago Chungará mit 21,5 km² auf rund 4.500 m Höhe.
Lago Chungará]]
Die großen und landschaftlich schönsten Seen Chiles erstrecken sich südöstlich der Stadt Temuco bis nach Puerto Montt in folgender Reihenfolge:
- Lago Colico, 56 km², IX. Region (Región de la Araucanía)
- Lago Caburga, 51 km², IX. Region (Región de la Araucanía)
- Lago Villarrica, 176 km², IX. Region (Región de la Araucanía)
- Lago Calafquén, 120 km², IX. Region (Región de la Araucanía) und X. Region (Región de los Lagos)
- Lago Panguipullí, 116 km², X. Region (Región de los Lagos)
- Lago Riñihue, 77 km², X. Region (Región de los Lagos)
- Lago Ranco, 401 km², X. Region (Región de los Lagos)
- Lago Puyehue, 156 km², X. Region (Región de los Lagos)
- Lago Rupanco, 223 km², X. Region (Región de los Lagos)
- Lago Llanquihue, 860 km², X. Region (Región de los Lagos)
Im großen Süden liegt der größte chilenische See, der Lago General Carrera (970 km², XI. Region (Aisén)), welcher den westlichen Teil des argentinischen Lago Buenos Aires bildet.
Naturräumliche und klimatische Gliederung
Chile liegt auf der Südhalbkugel, weshalb die Jahreszeiten um ein halbes Jahr im Vergleich zur Nordhalbkugel verschoben sind und Sonne, Mond und Sterne am Firmament anders herum wandern. Das Land lässt sich klimatisch in drei Zonen einteilen: Nord-, Mittel- und Südchile.
Nordchile (genannt "großer Norden") besitzt viele Berge, die über 6.000 m.ü. N.N. hoch sind. Der höchste Punkt Chiles ist der erloschene Vulkan Ojos del Salado. Zwischen der Küste und der westlichen Anden-Hauptkette erstreckt sich die Atacama-Wüste. Diese Wüste ist eines der trockensten Gebiete der Erde; oft fällt jahrelang kein Regen. Die Wüste war in der Vergangenheit für ihre großen Salpetervorkommen bekannt, während dort heute vor allem Kupfer gefördert wird. Die größte und wichtigste Stadt dieser Region ist die Hafenstadt Antofagasta (219.000 Einwohner).
In Mittelchile herrscht ein dem Mittelmeerraum vergleichbares Klima. Diese Region ist sehr fruchtbar und dicht besiedelt. Hier befindet sich die Hauptstadt Santiago de Chile mit rund 5 Millionen Einwohnern. Daneben sind Valparaíso (Seehafen und Parlamentssitz, 280.000 Einwohner), Viña del Mar (beliebter Urlaubsort, 320.000 Einwohner) und Concepción (Zentrum der Landwirtschaft und Industrie, 350.000 Einwohner) von Bedeutung. Die Region nördlich von Santiago wird "kleiner Norden", die südlich von Santiago "kleiner Süden" genannt.
Das sehr dünn besiedelte Südchile (genannt "großer Süden") ist eine äußerst niederschlagsreiche Region. Die Küste ist durch eine Vielzahl vorgelagerter Inseln stark zerklüftet. Südlich des Festlandes befindet sich die Insel Feuerland, die sich Chile mit dem Nachbarland Argentinien teilt.
Auf der Feuerland vorgelagerten Insel Isla Hornos befindet sich mit Kap Hoorn der südlichste Punkt Chiles und Südamerikas.
In West-Ost-Richtung gliedert sich das Land in einen schmalen Küstenstreifen, der nach Süden breiter wird, und die westliche Anden-Kette entlang der Grenze zu Bolivien und Argentinien.
Besonderheiten des Klimas
Insgesamt wird das Klima Chiles stark durch den Humboldt-Meeresstrom entlang der Küste beeinflusst. Dieser fließt von Süden nach Norden und transportiert kaltes Meereswasser aus der Antarktis. Während zum Vergleich Nordeuropa vom warmen Golfstrom profitiert, liegen die Temperaturen in Chile deutlich niedriger bei analogem Breitengrad (Nord-/Südkoordinate): So herrschen in Punta Arenas in Südchile - welches etwa gleich weit vom Äquator entfernt liegt wie Hamburg - im Sommer etwa Tagestemperaturen von 12°C.
Eine Besonderheit des chilenischen Klimas ist der El-Niño-Effekt, auch Südliche Oszillation genannt. Dieses Klimaphänomen betrifft zwar hauptsächlich Länder wie Peru oder Indonesien, aber auch in Chile ist er etwa alle 7 Jahre wirksam und führt hier zu vermehrten Niederschlägen im Vergleich zu Normaljahren.
Flora und Fauna
Flora
El-Niño
Aufgrund der riesigen Ausdehnung von über 4.000 km Länge gibt es in Chile sehr viele Vegetationszonen. Im Bereich der Atacama-Wüste wächst praktisch nichts. Bewuchs gibt es nur in Küstennähe oder im Bereich der Anden. Hier wachsen sehr viele verschiedene Kakteenarten, Sukkulenten und Zwergsträucher. Allerdings kommt es alle paar Jahre zu Regenfällen in der Wüste, sodass große Wüstenflächen für wenige Tage von Millionen von Blumen überzogen sind.
Südlich der Wüste folgt die Grassteppe mit trockenem Grasland und in den Anden wächst die steinharte Yareta (Azorella yareta), auch Andenpolster genannt. In den trockenen Gebieten wächst der Boldo-Strauch (Peumus boldus). An den Küstengebirgen und in den Anden gibt es Nebelwälder (hydrophile Wälder), wo z.B. der Helecho-Baumfarn (Helecho arborescente) wächst.
Die Weinanbaugebiete beginnen im Bereich des Flusses Río Elquí, außerhalb des Flusstals gibt es allerdings nur Dornensträucher und Kakteen.
In Zentralchile wächst die Honigpalme (Jubaea chilensis) und die Araukarie (Araucaria araucana). Die Araukarie ist der heilige Baum der Mapuche, ihre großen Samen dienten ihnen zur Ernährung. In Chile gibt es auch einige große Eukalyptus-Plantagen.
In Südchile gibt es große Wälder, die dem gemäßigten Regenwald zugeordnet werden. Sie setzen sich vorwiegend aus Zypressen, Kiefern und Lärchen zusammen, ebenso sind Antarktische Scheinbuchen (Nothofagus antarctica) und Pappeln weit verbreitet.
In der XI. Region Aisén gibt es Wälder mit:
- Lenga-Südbuche (Nothofagus pumilio)
- Coihue-Südbuche (Nothofagus dombeyi)
- Arrayán-Myrtenbäumen (Luma apiculata)
- Olivillo-Bäumen (Aextoxicon punctatum)
- Notro-Bäumen (Embothrium coccineum)
- Ulmo-Bäumen (Eucryphia cordifolia)
- Kerzenbäumen (Maventus boaria)
Die Nationalblume Chiles ist die rote Copihue-Blume (Lapageria rosea), eine Kletterpflanze.
Patagonien bildet eine weite Grassteppe und Tundra. Große Teile der Region Aisén und der Region Magallanes sind bereits vergletschert, sodass hier keine Vegetation mehr anzutreffen ist.
Feuerland ist von großen Mooren durchzogen. Hier halten sich nur noch wenige Baumarten, wie die Lenga-Südbuche oder die Magellan-Südbuche Cohiue (Nothofagus betuloides).
Fauna
Magellan-Südbuche
In den Steppengebieten sind Lamas, Guanakos, Alpakas und Vikunjas, die zur Familie der Kamele gehören, weitverbreitet. In den Andenregionen lebt das Huemul, das Nationaltier Chiles, ein Gabelhirsch.
Das Chinchilla, ein Nagetier, lebt ebenfalls in gebirgigen Steppenlandschaften, sowie der Puma. Die Wälder bieten Platz für Hirsche, Chilenische Waldkatzen, Füchse und sogar für Kolibris.
Der Humboldt-Pinguin, Pelikane und Seelöwen leben selbst an den kalten Küsten Nordchiles, sowie im eisreichen Süden.
Über fast den ganzen Bereich Chiles ist der majestätische Andenkondor verbreitet, einer der größten Vögel der Welt. Die großen Salzseen beherbergen tausende von Flamingos.
Im kargen Süden Feuerlands leben Eulen, Magellan-Füchse und Darwin-Nandus.
Bevölkerung
Bevölkerungsdichte
Nandu
Am dichtesten besiedelt ist der Großraum Santiago de Chile, wo in etwa die Hälfte der chilenischen Einwohner lebt. Die Stadt selbst hat etwa 5,5 Millionen Einwohner; sie beherbergt also in etwa ein Drittel aller Einwohner Chiles. Nördlich und vor allem südlich davon erstrecken sich landwirtschaftlich genutzte und dicht besiedelte Gebiete in der Ebene zwischen den Hauptketten der Anden. Nur 100 km westlich von Santiago liegt der Großraum um die Hafenstadt Valparaiso mit ca. 1 Million Einwohnern.
Nach Norden und Süden verringert sich die Bevölkerungsdichte immer stärker. Die Wüstengebiete des äußersten Nordens und die rauen, stürmischen Gebiete im Süden sind aufgrund der ungünstigen klimatischen Bedingungen nur sehr dünn besiedelt.
Ethnische Zusammensetzung
Die chilenische Bevölkerung ist durch einen hohen Grad an Homogenität gekennzeichnet. Die Chilenen mit europäischen Vorfahren und Mestizen bilden rund 90% der Bevölkerung. Der Anteil der Mestizen beträgt ca. 50%, der Mapuche-Anteil bei ca. 7%, der Aymara-Anteil bei 0,5% und der Polynesier-Anteil bei 0,2%.
Während der Kolonialzeit wurde Chile durch Einwanderer aus allen Regionen Spaniens besiedelt. Im frühen 19. Jahrhundert wanderten englische und irische, sowie deutsche Siedler nach Chile. Die ersten Deutschen trafen 1843 in Puerto Hambre ein und siedelten sich später vor allem im Gebiet um den Llanquihue-See und in Valdivia, Osorno, sowie Puerto Montt an. Der Bevölkerungsanteil an Deutschen bzw. Deutschstämmigen beträgt ca. 100.000. Weitere Einwanderer kamen aus Frankreich, Italien, Kroatien und Palästina bzw. dem Nahen Osten.
Puerto Montt
Rund 5% der Bevölkerung gehören (laut Volkszählung 2002) zu den indigenen Völkern. Rund 80% der 700.000 Ureinwohner gehören zum Volk der Mapuche, das in der Region zwischen den Flüssen Bío-Bío und und Toltén lebt und dort einen Bevölkerungsanteil von 23% besitzt. Das Volk der Mapuche lässt sich in Pichunchen, Araucaner und Huilliches unterteilen. Ihre Sprache, das Mapudungun, wird seit wenigen Jahren als Ergänzungsfach in der Schule gelehrt und für eine tägliche Nachrichtensendung im lokalen Fernsehen auf Canal 13 Temuco verwendet. Trotz dieser Errungenschaften bleibt die traditionelle Lebensweise der Mapuche durch die liberale Wirtschaftsordnung gefährdet. Ihr Lebensraum, der traditionell als Kollektiveigentum organisiert ist, wurde durch die Privatisierung meistbietend an Konzerne verkauft. Die Mapuche selbst müssen oft in die Großstädte abwandern, um bezahlte Arbeit zu suchen. Im südlichen Teil von Zentralchile gibt es außer den Mapuche kleinere Bevölkerungsteile der Pehuenches.
Im nördlichen Teil Chiles leben kleinere Stämme von Quechuas, Aymaras, Changos, Atacameños, Diaguitas und Kollas. Im äußersten Süden Chiles leben noch kleine Bevölkerungseinheiten von Selk'nam, Kawéskar, Yaganen, Caucahues sowie Tehuelches. Außerdem leben rund 5.000 Polynesier (Rapa Nui) auf der Osterinsel.
Die Einfuhr schwarzer Sklaven nach Chile war zu allen Zeiten sehr gering. Die Mehrheit von ihnen konzentrierte sich auf die Städte Santiago de Chile, Quillota und Valparaíso. Im Laufe der Jahrhunderte vermischten sich die Schwarzen mit den Weißen und Mestizen, so dass heute das afrikanische Element in Chile fast völlig verschwunden ist. Eine Ausnahme bildet die Stadt Arica in der Provinz Tarapacá. Arica wurde 1570 gegründet und gehörte bis 1883 zu Peru. Die Stadt zählte zu den peruanischen Einfuhrzentren für afrikanische Sklaven. Von hier aus wurde auch ein großer Teil der bolivianischen Handelsgüter auf europäische Schiffe verladen. Arica lag mitten in der Wüste und bildete – Dank der hervorragenden Anbaumöglichkeiten von Zuckerrohr und Baumwolle im Azapatal – eine Oase. Die vielen Erdbeben, Piratenüberfälle und der Ausbruch von Malariaepidemien führte dazu, dass viele Weiße die Stadt verließen. So entwickelte sich mit der Zeit eine mehr oder weniger isolierte afro-chilenische Enklave. Chile erklärte sich 1811 als erster Staat in Südamerika gegen die Sklaverei und schaffte sie 1823 endgültig ab.
In den vergangenen Jahren suchten Armutsflüchtlinge aus Peru und Bolivien ihr Glück in Chile. Die Wirtschaftskrise in Argentinien zwang auch Argentinier zur Arbeitssuche im Nachbarland. Eine kleine Gruppe von Einwanderern kommt aus Asien, vor allem aus Korea, und lebt im Großraum Santiago.
Sprache
Die Amtssprache ist Spanisch, welches aber wie in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern nach dem eigentlichem Namen der Sprache, dem castellano bezeichnet wird. Das in Chile gesprochene castellano ist stark regional gefärbt. So wird zum Beispiel s am Silbenende zu einem für deutsche Ohren schwer zugänglichen (aber im Arabischen häufigen) Hauchlaut. Außerdem werden die einzelnen Wörter gerne kontrahiert, wobei die Wörter ineinander übergehen. Für manche deutsche Ohren klingt das chilenische Spanisch daher genuschelt. Zahlreiche in Chile verwendete Begriffe wurden aus den Sprachen der Einwanderer übernommen (z.B. closet oder kuchen).
Unter Freunden, im Familienkreis und selbst mit länger bekannten Arbeitskollegen und -partnern gehören kleine Neckereien zum guten Ton.
Die bekannteste indigene Sprache ist Mapudungun der Mapuche in Südchile, daneben sind in Nordchile Quechua und Aymara und auf der Osterinstel Rapa Nui verbreitet.
Siehe auch: Indigene Völker Südamerikas
Religion
Staat und Kirche sind seit 1925 strikt getrennt.
Die chilenische, römisch-katholische Kirche zählt 11.606.000 Anhänger (75%) und ist die zahlenmäßig stärkste Religionsgemeinschaft des Landes. Die 920 Pfarreien werden in 5 Kirchenprovinzen und 26 Bistümer zusammengefasst. Rund 15% gehören evangelikalen Glaubensgemeinschaften an. Durch den weitverbreiteten pfingstlerischen Einfluss ist der Anteil protestantischer Einwohner in den vergangenen Jahren gestiegen. Andere Glaubensrichtungen sind jüdisch, agnostisch und indianischer Schamanismus, dieser letztere nur von Ureinwohnern vertreten.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Chiles
Präkolumbische und Kolonialgeschichte
Geschichte Chiles 1541.]]
Etwa 13.000 Jahre vor Christi Geburt siedelten die ersten Menschen im heutigen Staatsgebiet Chiles. Später gehörte der Norden Chiles bis zu seiner Eroberung durch die Spanier kurzzeitig zum Inkareich. Im Jahre 1520 entdeckte der Portugiese Ferdinand Magellan während seines Versuches die Erde zu umsegeln die nach ihm benannte Magellanstraße, die an der heutigen Südspitze Chiles liegt. Die nächsten Europäer, die das heutige Chile erreichten, waren Diego de Almagro und seine Gefolgschaft, die 1535 von Peru kommend nach Gold suchten aber von der lokalen Bevölkerung zurückgetrieben wurden. Die erste permanente Siedlung der Europäer war das 1541 durch Pedro de Valdivia gegründete Santiago. Seit 1542 war Chile Bestandteil des spanischen Vizekönigreiches Peru.
Da die Spanier wenig Gold- und Silber fanden, war Chile aufgrund seiner abgeschiedenen Lage eher eine wenig beachtete Kolonie für die spanische Krone. Die große Atacamawüste behinderte den direkten Weg nach Peru. Erst später wurde Chile durch landwirtschaftliche Produkte für die anderen spanischen Besitzungen ein wichtiger Versorgungspartner.
Chile beherbergte verschiedene Volksgruppen, die lange Zeit fälschlicherweise unter dem Begriff Araucaner subsumiert wurden. Im Süden leisteten die Mapuche in zahlreichen Kriegen erbitterten Widerstand, der als Arauco-Krieg (Guerra de Arauco) bezeichnet wird, und verhinderten, dass die Spanier das Gebiet südlich vom Río Bío Bío unter Kontrolle bringen konnten. Ab 1602 bildete der Río Bío Bío faktisch die Grenze zum Mapuchegebiet. Die Spanier schlossen daraufhin 1647 einen Friedensvertrag mit den Mapuche, der allerdings nicht lange hielt. Die meisten spanischen Rückeroberungsversuche endeten in schweren Niederlagen. Viele Städte wurden kurz nach der Neuerrichtung von Mapuche- und Pehuenchenverbänden überrannt und wieder zerstört. Erst 1883 konnten chilenische und argentinische Truppen die Gebiete endgültig zurückerobern.
Neben den indianischen Angriffen behinderten schwere Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche die Entwicklung des Landes. Viele Städte wurden komplett zerstört, wie z.B. Valdivia 1575 und Concepción 1570. Die chilenischen Küstenstädte waren im 16. und 17. Jahrhundert häufigen Angriffen englischer Piraten ausgesetzt.
1609 wurde das Generalkapitanat Chile gegründet, dieses war jedoch abhängig vom Vizekönigreich Peru. 1778 wurde Chile zum eigenständigen Generalkapitanat mit Handelsfreiheit innerhalb des spanischen Königreiches.
Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien und Entstehung der Republik
Der Drang nach Unabhängigkeit kam auf, als 1808 Spanien von Napoleons Bruder Joseph regiert wurde. Am 18. September 1810 wurde eine Junta ins Leben gerufen, die Chile im Namen des abgesetzten Königs Ferdinand VII. zu einer autonomen Republik innerhalb des spanischen Königreichs erklärte. Nach dem Spanischen Unabhängigkeitskrieg versuchte Spanien wieder die uneingeschränkte Macht in Chile zu übernehmen. Die Spanier wurden aber in der Schlacht von Chacabuco durch ein chilenisch-argentinisches Heer unter General José de San Martín geschlagen. Am 12. Februar 1818 proklamierte Chile seine Unabhängigkeit von Spanien. In der Schlacht von Maipú am 5. April 1818 brach der spanische Widerstand endgültig zusammen. San Martín verzichtete zugunsten von Bernardo O'Higgins auf das Präsidentenamt und so wurde O'Higgins das erste Staatsoberhaupt Chiles.
O'Higgins selbst wurde gestürzt und ging 1823 ins Exil nach Peru. Sein Nachfolger Ramón Freire y Serrano konnte seine politische Macht nicht richtig festigen und wurde von Francisco Antonio Pinto Díaz 1828 gestürzt. Er führte eine liberale Verfassung ein, was den Zorn der Konservativen hervorrief. Am 17. April 1830 stürzte Diego Portales Palazuelos in der Schlacht von Lircay die Regierung. Portales regierte bis August 1831 mit diktatorischen Mitteln. Im Jahre 1833 entstand mit Hilfe Portales eine streng präsidiale Verfassung. Diese stark zentralistische Verfassung gewährte Chile eine lange Zeit der Stabilität (1833 - 1891). Chile wurde zur ökonomisch stärksten Region in Südamerika und vergrößerte sein Territorium in mehreren Kriegen stark. Von 1836-1839 kam es zum Peruanisch-Bolivianischen Konföderationskrieg mit Bolivien und Peru, den die Chilenen gewannen.
Diego Portales wurde 2005 spektakulär aus einem unbekannten zugemauertem Hohlraum der Kathedrale von Santiago in einem sehr gutem, einbalsamierten Zustand gefunden.
Am 17. September 1865 erklärte Chile Spanien den Krieg (Spanisch-Südamerikanischer Krieg), nachdem Spanien versucht hatte, die peruanische Ex-Kolonie wiederzuerobern. Es kam daraufhin zu den Seegefechten bei Papudo, sowie Abtao vor der Insel Chiloé. Am 5. Dezember 1865 verbündete sich auch Peru mit Chile, um den gemeinsamen Feind zu bekämpfen. Die Spanier beschossen am 31. März 1866 die Stadt Valparaíso massiv. Die spanische Herrschaft war 1866 praktisch beendet. Der Konflikt mit Spanien konnte aber erst in Verträgen von 1871 und 1883 endgültig gelöst werden.
Salpeterkrieg und andere Grenzstreitigkeiten
Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts wanderten verstärkt auch nicht-spanische Europäer nach Chile ein, darunter Deutsche, deren Spuren noch heute vor allem im südlichen Mittelteil das Landes zu sehen sind (Valdivia, Osorno, Puerto Montt, Puerto Varas, Frutillar, Puerto Natales).
Puerto Natales]]
Im Salpeterkrieg, 1879 bis 1883, eroberte Chile Teile der bis dahin zu den Nachbarländern Peru und Bolivien gehörenden Atacamawüste. Dadurch verlor Bolivien seinen freien Zugang zum Pazifik. In den eroberten Gebieten wurden später große Kupfervorkommen gefunden. Chuquicamata, die größte Kupfer-Tagebau-Mine der Welt, befindet sich in diesem Gebiet.
1891 revoltierte die chilenische Marine gegen Präsident José Manuel Balmaceda und es kam zum Bürgerkrieg. In diesem Konfikt starben rund 6000 Menschen. Balmaceda verlor zwei größere Schlachten und beging am 18. September 1891 Selbstmord.
Ab 1893 verschärften sich die Grenzprobleme mit Argentinien, nachdem Bolivien einen Teil der Puna de Atacama an Argentinien abgetreten hatte. Diese war seit dem Salpeterkrieg von Chile besetzt. Zwischen Chile und Argentinien kam es zu einem Wettrüsten. Erst der britische König Edward VII. konnte 1902 den Grenzstreit schlichten. Patagonien und Feuerland wurden neu aufgeteilt, davon fielen 54.000 km² an Chile und 40.000 km² an Argentinien. Die Grenzstreitigkeiten mit Bolivien wurden 1905 nur vorläufig beigelegt.
Am 16. August 1906 erschütterte ein sehr starkes Erdbeben mit anschließendem Tsunami die Stadt Valparaíso, die fast komplett zerstört wurde, dabei starben rund 20.000 Menschen.
Valparaíso
Erster und Zweiter Weltkrieg
Chile blieb im Ersten Weltkrieg neutral, die innenpolitische Lage war aber weiterhin instabil. Präsident Arturo Alessandri Palma, der in Chile ein System der Sozialversicherung eingeführt hatte, wurde 1924 durch einen Militärputsch entmachtet. Bis 1932 regierte Carlos Ibáñez del Campo das Land mit diktatorischen Mitteln. 1932 wurde die verfassungsmäßige Ordnung wiederhergestellt, und die Radikalen erwiesen sich in den folgenden zwanzig Jahren als führende Partei.
Die Weltwirtschaftskrise um 1930 traf Chile besonders hart. Die Preise für die wichtigsten Exportgüter Kupfer und Salpeter verfielen zusehends. Ab den 1930er Jahren erfolgte eine langsame Erholung des Landes, die 1938 durch einen Putschversuch der Nationalsozialistischen Bewegung Chiles und das darauffolgende Massaker unterbrochen wurde.
1934 kam es zu einer großen Bauernrebellion in Ranquil. Die Mapuche versuchten Teile ihrer angestammten Gebiete zurückzuerobern. Erst der Einsatz der Armee konnte diesen letzten großen Mapucheaufstand beenden.
Nachdem Chile lange Zeit - auch aus Rücksicht auf die zahlreichen deutschstämmigen Chilenen - im Zweiten Weltkrieg neutral geblieben war, beschloss 1944 der Präsident Juan Antonio Ríos Morales, in den Krieg einzutreten, aber der Einfluss Chiles auf den Kriegsausgang blieb unbedeutend. Viele Nationalsozialisten flüchteten nach dem Ende des Krieges nach Lateinamerika, viele davon nach Chile. 1945 gehörte das Land zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen und trat 1948 der OAS bei. Das Frauenwahlrecht wurde 1949 eingeführt.
Nachkriegszeit
Großer Gegenspieler der Konservativen, die mit ihrem Kandidaten Jorge Alessandri 1958 zum letzten Mal die Präsidentschaftswahl gewannen, wurden die Christdemokraten, die zwar strikt antikommunistisch, nach europäischen Maßstäben aber in Fragen der Sozialpolitik gemäßigt links eingestellt waren.
Am 22. Mai 1960 erschütterte das bisher stärkste gemessene Erdbeben der Welt, mit anschließendem Tsunami, Chile. Es hatte die Stärke 9,5 auf der Richterskala. Es starben mehr als 2.000 Menschen.
1964 gewann Eduardo Frei Montalva als Kandidat der Christdemokratischen Partei die Wahl zum Präsidenten, auch mit Wahlhilfe aus den USA. Er versuchte unter dem Motto "Revolution in Freiheit", Sozialreformen mit der Beibehaltung der demokratischen Ordnung zu verbinden und den Spagat zwischen den radikalen Forderungen der Linken und der rigorosen Abwehr von Reformen durch die Rechten zu schaffen. Eine Landreform verteilte über drei Millionen Hektar Großgrundbesitz an Bauerngenossenschaften. Frei scheiterte letztlich mit seinen wichtigsten Reformen, darunter die teilweise Verstaatlichung der Kupferindustrie. 1969 trat Chile als Gründungsstaat der Andengemeinschaft bei, trat allerdings 1976 wieder aus.
Präsidentschaft Salvador Allendes
Die Kräfte der Linken bildeten 1969 die Unidad Popular (UP), ein Wahlbündnis, dem neben der Kommunistischen und der Sozialistischen Partei noch viele andere kleine humanistische, linkschristliche und marxistische Parteien angehörten. Die UP vertrat eine sozialistische Linie, warb für die Verstaatlichung der Industrie und die Enteignung der Großgrundbesitzer. Dieses Bündnis stellte 1970 als Präsidentschaftskandidaten Salvador Allende auf, der schon 1964 kandidiert hatte.
Aus den Wahlen von 1970 ging das linke Wahlbündnis Unidad Popular mit 37% der Stimmen als stärkste Kraft hervor und Salvador Allende wurde zum Präsidenten gewählt. Sein konservativer Gegner, Jorge Alessandri, kam auf 35,3%, und der Christdemokrat Radomiro Tomic erzielte 28,1%. Allendes Minderheitsregierung wurde mit den Stimmen der Christdemokraten um Tomic installiert und verstaatlichte in der Folge die wichtigsten Wirtschaftszweige (Bankwesen, Landwirtschaft, Kupferminen, Industrie, Kommunikation) und geriet dadurch in wachsende Konflikte mit der Opposition. Zudem traf der Wahlsieg Allendes in den USA auf heftigen Widerstand. Mit dem Sieg der "Volksfrontregierung" unter marxistischen Einfluss in Chile war nach Kuba der zweite amerikanische Staat sozialistisch regiert. Dies schien die 1954 von US-Präsident Eisenhower postulierte Domino-Theorie zu bestätigen, wonach die Länder Südamerikas nach und nach wie Dominosteine dem Kommunismus unterliegen würden. Im März 1973 konnte die Unidad Popular ihren Stimmenanteil nochmals vergrößern, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Ende August 1973 entzog das Parlament der Regierung mit der Begründung missbräuchlicher Amtsausübung das Vertrauen.
Ära Pinochet
Domino-Theorie
Am 11. September 1973 kam es schließlich zum Militärputsch gegen die Regierung. Präsident Allende beging im Präsidentenpalast "Moneda" nach glaubhaften Zeugenaussagen und einer späteren Obduktion Selbstmord. Hunderte seiner Anhänger kamen in diesen Tagen ums Leben, Tausende wurden inhaftiert. Sämtliche staatlichen Institutionen in ganz Chile waren binnen Stunden vom Militär besetzt. Die Macht als Präsident einer Junta übernahm General Augusto Pinochet, der gleichzeitig Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Nationalpolizei war.
In den dünn besiedelten Wüstengebieten im Norden Chiles und in Patagonien errichtete das Militär Konzentrationslager, wo Oppositionelle und deren Sympathisanten nicht selten zu Tode gefoltert oder unter anderem mit Flugzeugen hinaus aufs Meer geflogen und dort hinausgeworfen wurden. Tausende Chilenen gingen daher wegen der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen ins Exil.
Schon kurz nach der Machtübernahme Pinochets begannen auch die USA wieder, Chile intensiv mit Wirtschaftshilfe zu unterstützen. Die Militärregierung machte die Verstaatlichungen Allendes mit Ausnahme der wichtigen Kupfermine Chuquicamata rückgängig, führte neoliberale Wirtschaftsreformen durch und schaffte die Gewerkschaftsrechte ab. Durch das zurückfließende Kapital erholte sich allmählich die Wirtschaft. Mit dieser rigorosen Wirtschaftspolitik klafften die Unterschiede zwischen Arm und Reich in Chile wieder deutlicher auseinander, aber die Volkswirtschaft insgesamt profitierte von hohen Wachstumsraten und einer für südamerikanische Verhältnisse außergewöhnlichen Stabilität. Eine politische und ökonomische Stabilität, die auf einer menschenverachtenden Repressionspolitik seitens der Militärmachthabern basierte.
Etwa zehn Jahre vor der Machtübernahme Pinochets kam es zu der Gründung der Colonia Dignidad, einer streng bewachten Siedlung von Deutschstämmigen, geführt von Paul Schäfer, die von manchen als Sekte bezeichnet wird. Die Colonia soll während der Militärherrschaft angeblich als Folterzentrum für die chilenischen Geheimdienste gedient haben. Darüber hinaus soll sich die Colonia zu einem florierenden Konzern, der u.a. Titanium nach Deutschland exportierte, entwickelt haben.
Paul Schäfer
Im Dezember 1978 kam es zu kriegerischen Drohungen zwischen Argentinien und Chile. Die unbewohnten Inseln Lennox, Picton und Nueva im Beagle-Kanal wurden zum Streitpunkt, vor allem weil in der Gegend größere Öl-Reserven vermutet wurden. Der Streit wurde erst durch Vermittlung des Vatikans mit einem Grenzvertrag am 2. Mai 1985 friedlich beigelegt, bei dem alle drei Inseln Chile zugesprochen wurden. Die fast endgültige Grenzziehung mit Argentinien am Fitz Roy-Massiv wurde am 16. Dezember 1998 vereinbart. Es bleibt bis heute nur noch ein kleiner undefinierter Abschnitt im Bereich des Campos de Hielo Sur (südliche Eisfelder) übrig. Dieser Bereich beherbergt eines der grössten Süsswasserreservoirs Südamerikas.
Während des Falkland-Krieges 1982 unterstützte Chile Großbritannien passiv gegen Argentinien, aufgrund der in 1978 vorausgegangenen Drohungen Argentiniens, in Chile einzufallen. Chile ließ ein beschädigtes britisches Flugzeug auf seinem Territorium landen und versorgte es. Desweiteren half Chile Großbritannien mit Radar- und Spionagetätigkeiten. Der chilenische Exluftwaffenchef Fernando Matthei bestätigte später die geheime Kooperation.
Redemokratisierung
1988 wurde eine Volksabstimmung abgehalten, bei der sich eine Mehrheit (55%) gegen eine weitere Amtszeit Pinochets aussprach. 1989 fanden die ersten freien Wahlen nach 15-jähriger Diktatur statt, Präsident wurde der Christdemokrat Patricio Aylwin. Aylwin begann mit bescheidenen Wirtschaftsreformen und bemühte sich, die verfeindeten politischen Lager zu versöhnen, um ein demokratisches Zusammenleben zu ermöglichen. Behutsam begann er mit der Aufarbeitung der Verbrechen der Militärdiktatur: Im November 1993 standen erstmals Offiziere wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht. Viele Exilanten kehrten zurück in ihre Heimat.
In der allgemeinen Stimmung der Loslösung von der Vergangenheit des Pinochet Regimes, kam es zu Beginn des Jahres 1993 zu Studentenunruhen an der katholischen Universität von Valparaíso, die von der linksgerichteten Movimiento Liberta Chile angeführt wurden. Trotz einer raschen Zerschlagung dieser Protestbewegung, entfachten die Unruhen doch aufs neue eine Diskussion über das chilenische Bildungswesen nach Pinochet.
Movimiento Liberta Chile
Von 1994 bis 2000 regierte der Christdemokrat Eduardo Frei Ruiz-Tagle. 1993 kam der ehemalige DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker nach Santiago, wo seine Tochter lebt, um der Strafverfolgung in Deutschland nach der deutschen Einheit zu entgehen. Er starb dort im Mai 1994.
Pinochet trat 1998 als Heereschef ab und wurde im gleichen Jahr in Großbritannien verhaftet. Später wurde er unter Hausarrest gestellt und 20
DiplomatEin Diplomat ist ein Regierungsbeauftragter, der auf Regierungsebene die völkerrechtliche Vertretung seines Staates in oder gegenüber ausländischen Staaten oder internationalen Organisationen vornimmt. Er kann dabei Chef einer diplomatischen Mission oder dieser untergeordnet sein.
Status
Seit dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen genießen Diplomaten ein verbrieftes Recht auf Immunität, so wie es bereits seit Jahrhunderten Gewohnheitsrecht war. Dies bedeutet, dass sie während der diplomatischen Mission vor Verfolgung und Verhaftung geschützt sind. Dies gilt für völkerrechtliche Angelegenheiten, aber größtenteils auch für zivil- und verwaltungsrechtliche Sachen. Außerdem müssen sie im aufnehmenden Staat keine Zölle oder Steuern zahlen. Die Dienstgebäude und die Privatwohnung des Diplomaten sind exterritorial. Im Krieg werden Diplomaten aus Gründen der persönlichen Sicherheit in der Regel abgezogen. In Zeiten diplomatischer Verstimmungen werden Botschafter, Gesandte oder andere Diplomaten oft zurückgerufen, um die Unzufriedenheit mit dem Gastgeberland kundzutun. Diplomaten, die zugleich Staatsangehörige des "Empfangsstaates" sind, werden regnicoles genannt. Diese Diplomaten genießen Immunität nur in Bezug auf ihre dienstlichen Handlungen. Der Besitz eines Diplomatenpasses vermittelt, für sich genommen, keine Immunität, sondern erst die Akkreditierung in einem Gaststaat.
Berühmte Diplomaten
Akkreditierung]
:(alphabetisch)
- Charles E. Bohlen (Vereinigte Staaten von Amerika)
- Benjamin Franklin (Vereinigte Staaten von Amerika)
- Carl Jacob Burckhardt (Schweiz, IKRK)
- Dag Hammarskjöld (Schweden)
- Hans von Herwarth (Deutschland)
- George F. Kennan (Vereinigte Staaten von Amerika)
- Henry Kissinger (Vereinigte Staaten von Amerika)
- Joseph Marie De Maistre (Frankreich)
- Graf Klemens Wenzel Lothar von Metternich (Österreich)
- Hubert Languet (Frankreich)
- Walther Rathenau (Deutschland)
- Friedrich Werner Graf von der Schulenburg (Deutschland)
- Charles-Maurice de Talleyrand (Frankreich)
- Adam Otto von Viereck (Preußen)
- Raoul Wallenberg (Schweden)
Zitate
Ein Diplomat ist ein Gentleman, der zweimal überlegt, bevor er nichts sagt. (John Steinbeck)
Diplomatie ist die Kunst, mit hundert Worten zu verschweigen, was man mit einem einzigen Wort sagen könnte. (Saint-John Perse, französischer Lyriker und Diplomat 1887-1975)
"Ein Diplomat ist ein Mann, der offen ausspricht, was er nicht denkt." (Giovanni Guareschi)
Weblink
- [http://www.ediplomat.com/ eDiplomat.com]
Siehe auch
Attaché, Diplomatie, Doyen, Botschafter, Konsularvertrag, Generalkonsul, Honorarkonsul, Konsul, Nuntius, Gesandter, Botschaftsrat, Geschäftsträger, Militärattaché, Diplomatenrecht, Diplomatische Beziehungen, Geheimdiplomatie, Reisediplomatie
Kategorie:Diplomatie
Kategorie:Zoll
Kategorie:Dienstleistungsberuf
Schriftsteller
Als Schriftsteller werden Personen bezeichnet, die im Verfassen eigener literarischer Texte ihren beruflichen Schwerpunkt setzen. Der Begriff stammt aus dem 18. Jahrhundert, den Eindeutschungen der Wörter Skribent und Autor. Jeder Schriftsteller ist gleichzeitig Autor (Verfasser), allerdings werden heute insbesondere die Autoren von Belletristik als Schriftsteller betrachtet. Die Verfasser von Sachtexten dagegen gelten beispielsweise als Sachbuch-Autoren.
Als Beruf ist der freie Schriftsteller gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden.
Inhalte
Bei den Werken eines Schriftstellers kann es sich sowohl um erzählende Prosa-Texte als auch um Dramen, Essays oder lyrische Werke handeln. Schriftsteller ist ein Überbegriff für Autoren oder Verfasser der genannten Textgattungen. Mitunter werden Schriftsteller, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf eine Gattung verlegen entsprechend als Romancier, Dramatiker, Essayist oder Dichter bezeichnet.
Ausbildung und Training
Es gibt keine bestimmte Ausbildung zum Schriftsteller. Viele Autoren haben sich das Schreiben ganz einfach selber beigebracht. Andere studieren an Universitäten oder Akademien, besuchen Kurse oder lesen Bücher.
An der Universität Hildesheim und der Universität Leipzig (Deutsches_Literaturinstitut_Leipzig) gibt es mittlerweile eine schreibhandwerkliche Ausbildung zum Schriftsteller. Auch zahlreiche Schreibwerkstätten und Schreibseminare wie z.B. das Junge Literaturforum Hessen-Thüringen oder die Marburger Sommerakademie bieten angehenden Autoren interaktives Training und manchmal Coaching durch etablierte Vertreter des Berufs. Am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig gibt es seit 1995 einen Studiengang für Schriftsteller mit Prüfung und Diplom.
Vorsichtig sollte man bei Angeboten wie "In 30 Tagen zum eigenen Buch" sein. Geld verdienen dabei zunächst die Schulen, die solche "Kurse" anbieten.
Siehe auch
- Liste der Listen mit Schriftstellern
Weblinks
!Schriftsteller
Kategorie:Kunst (Beruf)
ja:著作家
Diplomatisches CorpsEin Diplomatisches Corps ist die Gesamtheit aller Botschafter, Nuntien und des sonstigen diplomatischen Personals, die zu einem Staat entsandt wurden.
Innerhalb des Diplomatischen Corps werden die einzelnen Botschafter in eine Reihenfolge, oft gemäß dem Anciennitätsprinzip gebracht. Das ranghöchste Mitglied heißt Doyen.
Oft werden Personen, die die Funktion eines Botschafters haben, ohne formal Botschafter zu sein, dieselben Rechte wie anderen Mitgliedern des Diplomatischen Corps eingeräumt. Zu solchen Personen kann zum Beispiel ein Leiter einer Ständigen Vertretung gehören.
Bekannt ist im Alltag die immunitäre Kennzeichnung des Diplomatischen Corps durch die Abkürzung "CD".
Weblinks
- http://www.monde-diplomatique.de/pm/.home
- http://www.dascorps.de
Kategorie:Diplomatie
1962
Politik
- 1. Januar: Paul Chaudet wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Samoa wird unabhängig von Neuseeland
- 1. Januar: Seine Hoheit Malietoa Tanumafili II. wird Staatsoberhaupt in Sambia
- 10. Januar: Mauretanien wird Mitglied in der UNESCO
- 30. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dänemark
- 2. März: Myanmar. Putschversuch von General Ne Win
- 6. März: Tansania wird Mitglied in der UNESCO
- 18. März: Frankreich und Algerien unterzeichnen einen Vertrag zur Beendigung des Algerienkrieges
- 28. März: Sierra Leone wird Mitglied in der UNESCO
- 2. April: Jemen wird Mitglied in der UNESCO
- 16. April: Frankreich. Georges Pompidou wird Ministerpräsident
- 1. Juli: Unabhängigkeit Ruandas von Belgien
- 15. Juli: Algerien erhält seine Unabhängigkeit
- 6. August: Jamaika wird unabhängig
- 23. August: Die syrische Regierung in Damaskus erlässt das Gesetzesdekret Nr. 93, wonach eine außerordentliche Volkszählung in der Provinz Djazira zulässig ist. Als Ergebnis werden 120.000 Kurden zu „Fremden“ erklärt. Die syrischen Staatsbürgerrechte werden ihnen entzogen. Um der „kurdischen Gefahr“ entgegenzutreten, entwickelt die Regierung Pläne für die Einrichtung eines „arabischen Gürtels“. Danach soll die gesamte kurdische Bevölkerung, die auf einem 280 km langen und 15 km breiten Gebiet entlang der türkischen Grenze lebt, umgesiedelt und durch arabische Bevölkerung ersetzt werden
- 23. August: Trinidad und Tobago wird von Großbritannien unabhängig
- 6. September: Handels- und Wirtschaftsabkommen zwischen Taiwan und Deutschland
- 11. September: Schifffahrtsprotokoll zwischen Taiwan und Deutschland
- 18. September: Ruanda, Jamaika und Burundi wird Mitglieder der Vereinten Nationen
- 26. September: Die Armee von Jemen stürzt die Monarchie und ruft die Republik aus
- 1. Oktober: James H. Meredith schreibt sich als erster afro-amerikanischer Student unter dem Schutz von Federal Marshals in der Universität von Mississippi ein
- 8. Oktober: Algerien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 9. Oktober: Uganda wird unabhängig
- 11. Oktober: Beginn des zweiten Vatikanischen Konzils
- 14. Oktober: Kubakrise
- 15. Oktober: Algerien wird Mitglied in der UNESCO
- 17. Oktober: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Irland
- 22. Oktober: Durch die Fernsehansprache des US-Präsidenten John F. Kennedy wird die Kubakrise öffentlich
- 25. Oktober: Uganda wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1. November: Mongolei wird Mitglied in der UNESCO
- 2. November: Trinidad und Tobago wird Mitglied in der UNESCO
- 7. November: Jamaika und Ruanda werden Mitglieder der UNESCO
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