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Paldiski
Paldiski, historisch Rogervik (schwed. Rågervik) und Baltischport (russ. Балтийский Порт), ist eine Hafenstadt im Nordwesten Estlands (ca. 50 km westlich von Tallinn) im Landkreis Harju.
Geografie & Geologie
Paldiski liegt auf der Halbinsel Pakri. Der Stadt vorgelagert sind die Pakri-Inseln. Ausführungen zur Geologie siehe ebendort.
Geschichte
Paldiski wurde als schwedisches Fischerdorf Rågervik gegründet. Nachdem Peter der Große das Baltikum erobert hatte, legte er 1718 in der Pakribucht den Grundstein für einen russischen Flottenstützpunkt (dessen Bauarbeiten bis 1770 andauerten). 1761 wurde der Ort von Katharina II. in Baltischport (russ. Валтийский Порт/Baltijskij Port) umbenannt, woraus später der estnische Name Paldiski entstand, der 1933 offiziell wurde. 1783 erhielt der Ort die Stadtrechte verliehen. Paldiski war als eisfreier Hafen über eine lange Zeit "Haushafen" von Tallinn und St. Petersburg, vor allem im Winter. So begann hier auch die erste Eisenbahnlinie Estlands, die über Tallinn nach St. Petersburg führte.
Anfang des 20. Jahrhunderts war Paldiski Freihafen (1922 - 1939) und ein vor allem bei Künstlern beliebter Ferienort.
Von 1939 bis zur "Wende" 1989 war Paldiski zusammen mit den Pakri-Inseln wichtiger Militärstützpunkt und U-Boothafen der sowjetischen Streitkräfte und seit den 1960ern Trainingszentrum für die Besatzungen nuklearbetriebener U-Boote. Die gesamte militärische Anlage umfasste eine Fläche von insgesamt 65 km². 1968 wurde ein 70 MW-Trainingsreaktor in Betrieb genommen, an dem die Bedienung eines U-Boot-Reaktors trainiert wurde. 1982 folgte ein zweiter 90 MW-Reaktor. Die Stadt war als so genannte "verbotene Stadt" von der zivilen Außenwelt quasi abgeschnitten, und die Einwohner benötigten Sondergenehmigungen, um sie zu verlassen. Für Außenstehende war es praktisch unmöglich, hineinzukommen.
1982
Beide Trainingsreaktoren wurden 1989 endgültig abgeschaltet. Der Abtransport der abgebrannten Brennelemente wurde 1994 abgeschlossen. Die kernbrennstofffreien Reaktoren wurden in jeweils einen "Sarkophag" eingeschlossen. Aufgrund eines Abkommens zwischen Estland und Russland ging die Verantwortung für den Standort einschließlich der dort verbliebenen radioaktiven Abfälle und kontaminierten Einrichtungen am 30. September 1995 an Estland über. Hierzu wurde die Gesellschaft ALARA gegründet.
Estland war aufgrund seiner ökonomischen Situation und fehlenden Know-hows nicht in der Lage, die dringend anstehenden Aufgaben allein zu lösen. Auf Initiative des schwedischen Außenministeriums und des schwedischen Strahlenschutz-Instituts SSI wurde daher 1994 die "Paldiski International Expert Reference Group" (PIERG) gegründet, um die notwendige Unterstützung zur Beseitigung der ökologischen Schäden auf eine internationale Basis zu stellen.
Einwohnerentwicklung
Zu Sowjetzeiten lebten in Paldiski rund 16.000 Angehörige der sowjetischen Armee. Nach dem Anzug der Soldaten Anfang der 1990er Jahre sank die Zahl auf 4.000. Dennoch machen auch heute noch Russen den Großteil der Bevölkerung aus.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
In der Nähe von Paldiski steht die ehemalige Festung Rogervik, in der die Verurteilten der russischen Bauernaufstände von 1755-56 und 1773-75 inhaftiert waren. Zu den namhaftesten ehemaligen Insassen zählen Jemeljan Iwanowitsch Pugatschow und Salawat Julajew.
Aus dem 20. Jahrhundert stammt eine Vielzahl heute ungenutzter militärischer Bauwerke, die in und um Paldiski verteilt sind.
Naturdenkmäler
Siehe Pakri-Halbinsel.
Wirtschaft und Infrastruktur
Heute ist Paldiski ein Stützpunkt der estnischen Marine, daneben aber auch ein bedeutender Exporthafen, der auch im Winter eisfrei bleibt. Der Südhafen von Paldiski ist seit 1993 Teil des Tallinner Hafenkomplexes. Umgeschlagen werden vor allem Ro-Ro-Fracht, Holz, Düngemittel, Altmetall und Torf. Es besteht regelmäßiger Frachtverkehr per See nach Großbritannien, Deutschland, Polen, Schweden und Finnland und auf dem Landweg (Straße und Schiene) nach Russland und in andere GUS-Staaten. "Paldiski North Port" ist laut der [http://www.hsh-nordbank.de/home/themen/presse/publikationen/wirtschaftsanalysen/ostseereport/HSHNordbankOstseeReport0804.pdf HSH Nordbank] "das größte private Infrastrukturprojekt
im Baltikum".
Paldiski ist an das estnische Schienennetz angeschlossen und wird von der Tallinner S-Bahn angefahren. Es bestehen auch Busverbindungen unter anderem nach Tallinn. Die estnische Reederei Tallink betreibt eine Fährverbindung zwischen Paldiski und Kapellskär in Schweden.
Zur Zeit entsteht bei Paldiski ein zum Teil durch den Emissionshandel im Rahmen des Kyoto-Protokolls finanzierter Windpark. Der Energieertrag der Anlage soll 56.000 MWh betragen, was etwa ein Prozent des estnischen Stromverbrauchs abdeckt.
Persönlichkeiten
- Amandus Adamson, Bildhauer ( - 12. November 1855 in Uuga Rätsepa nahe Paldiski, † 26. Juni 1929 in Paldiski)
Kategorie:Ort in Estland
Schwedische Sprache
Schwedisch (Eigenbezeichnung: ) gehört zu den skandinavischen Sprachen und somit auch zu den germanischen Sprachen. Die germanischen Sprachen sind Teil der indogermanischen Sprachfamilie.
Schwedisch ist Amtssprache in:
- Schweden
- Finnland (neben Finnisch)
- Åland (26.000 Einwohner)
Schwedisch wird von etwa 8,5 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 8,0 Millionen in Schweden und knapp 265.000 als finnlandschwedische Minderheit in Finnland leben. Überdies wird Schwedisch von etwa 1 Million Einwanderern in Schweden gesprochen.
Für die finnischsprachigen Bewohner Finnlands ist Schwedisch Pflichtfach in der Schule. Schwedisch und Finnisch sind in Finnland gleichberechtigte Amtssprachen. Es gibt in Uusimaa (Nyland) und Itä-Uusimaa (Öster-Nyland) noch einige hauptsächlich schwedischsprachige Gemeinden, in Österbotten (Pohjanmaa) Gemeinden, die überwiegend schwedischsprachig sind, sowie mehrere einsprachig schwedische Gemeinden. Turku/Åbo gilt als die Hauptstadt des schwedischsprachigen Finnland, hier liegt auch die einzige schwedischsprachige Universität Finnlands, die Åbo Universitet.
Åland ist die einzige offiziell einsprachige Region im sonst zweisprachigen Finnland: Hier wird nur Schwedisch gesprochen, und Finnisch ist nur ein Wahlfach (Englisch aber ein Pflichtfach). Das hier gesprochene Åländisch ist eindeutig dem Reichsschwedischen zuzuordnen, und weist Einflüsse aus dem Norrländska und Gutamål auf.
Das auf Gotland gesprochene Gutamal (Gutamål) gilt als Abkömmling der gotischen Sprache, wird aber in der Regel als schwedischer Dialekt gezählt, da es sich durch die Dominanz des Schwedischen in Schulen und öffentlichem Leben diesem angenähert hat.
Die in Schonen (Skåne) gesprochene schonische Sprache (Skånska) wird häufig auch zu den dänischen Dialekten gezählt, da sie Merkmale sowohl mit dem Schwedischen auch als mit dem Dänischen teilt.
Die Kurzbezeichnung der Sprache laut ISO-Norm ist sv (ISO 639-1) beziehungsweise swe (ISO 639-2).
Schweden können sich relativ problemlos mit Norwegern und (wenn jene sich Mühe geben, deutlich zu sprechen) Dänen unterhalten. Hierbei gibt es allerdings regionale Unterschiede. So verstehen die Schweden im Süden, vor allem in Skåne, wegen der nahen Verwandtschaft ihres Dialekts mit dem Dänischen die Dänen relativ gut. Einwohner in Westschweden (beispielsweise in Värmland oder Dalarna) haben dagegen große Probleme mit dem Dänischen, dafür aber kaum Schwierigkeiten mit dem Norwegischen.
Ursprung und Entwicklung
Während des Mittelalters unterlag die schwedische Sprache (wie auch die norwegische Sprache) deutlichen Einflüssen aus dem Mittelniederdeutschen der Hanse. In der Neuzeit kamen Einflüsse des Hochdeutschen hinzu, teils durch den Handel mit Deutschland, bzw. dem Deutschen Reich, und dem Baltikum, teils durch den Dreißigjährigen Krieg und die daher zurückkehrenden Soldaten (dies ist offensichtlich durch die vielen Lehnwörter im Militärjargon). Doch auch die Dominanz der deutschen Sprache in manchen Wissenschaften prägte den schwedischen Wortschatz.
Umgekehrt hinterließ die schwedische Sprache während der schwedischen Herrschaft über Teile Norddeutschlands (Raum Stade, Vorpommern) deutliche Einflüsse auf die niedersächsische Sprache und die ostniederdeutsche Sprache, speziell das Nordniedersächsische, Mecklenburgische und Westpommersche.
Alphabet
Das schwedische Alphabet besteht aus 28 Buchstaben. Das W fehlt (es gilt als Schreibvariante des V) dafür werden nach dem Z noch Å, Ä, Ö hinzugefügt. Ä und Ö gelten als eigenständige Buchstaben und nicht wie im Deutschen als Umlaute von A und O. Die schwedischen Wörterbücher sind deswegen entsprechend geordnet und für Deutsche anfänglich etwas verwirrend. So stehen z.B. garn und gärna nicht hintereinander, sondern mehrere Seiten weit auseinander.
Aussprache
Das Schwedische zeichnet sich durch sein ausgeprägtes Vokalsystem aus. Länge und Kürze der Vokale sind bedeutungsunterscheidend. In einer Silbe ist entweder der Vokal oder der Konsonant lang, die Verbindung von kurzem Vokal mit langem Konsonant ist im Schwedischen unbekannt. Das Schwedische kennt keine Diphthonge.
Mit den Vokalen [], [] und [] besitzt das Schwedische drei Mittelzungenvokale.
Allgemeine Ausspracheregeln
Diese Ausspracheregeln sind allgemeiner Art, es gibt immer einzelne Ausnahmen.
- Der Buchstabe å wird wie ein deutsches o (wie in roh) ausgesprochen.
- Der Buchstabe o wird vor einem einzelnen Konsonanten wie ein deutsches u ausgesprochen. Steht er vor zwei Konsonanten wird er wie ein kurzes o ausgesprochen. (das erste O in Otto)
- Der Buchstabe u wird vor einem einzelnen Konsonanten wie ein deutsches ü ausgesprochen. Steht er vor zwei Konsonanten wird er wie ein sehr kurzes u ausgesprochen.
- Der Buchstabe a wird vor einem einzelnen Konsonanten sehr dunkel, weit hinten im Rachen ausgesprochen. Steht er vor zwei Konsonanten wird er wie ein deutsches a ausgesprochen.
- Die Kombination rs wird immer sch ausgesprochen auch dann, wenn das r der letzte Buchstabe eines Wortes ist und das s der erste des nachfolgenden wie in Jag pratar svenska
Auffallend sind die vielen retroflexen Konsonanten, d. h. Verbindungen mit dem //: rd, rl, rn, rs und rt, bei deren Aussprache die Zunge zurückgebogen, die Zungenspitze an den harten Gaumen gelegt und nach dem r ruckartig losgelassen wird.
Betonung und Satzmelodie
Anders als beispielsweise im Deutschen oder im Englischen, wo es nur einen Druckakzent gibt, werden schwedische Worte mit einem Druck und einem tonalen Wortakzent gesprochen.
Der Druck ist vereinfacht gesagt die Betonung des Wortes, der tonale Akzent dagegen die Melodie, mit der das Wort ausgesprochen wird. Im Schwedischen gibt es zwei tonale Akzente, einen fallenden und den für den schwedischen "Singsang" verantwortlichen, auf der zweiten Silbe nochmal kurz ansteigenden.
Dieser Wortakzent, den es auch im Norwegischen gibt, kann in einigen wenigen Fällen bedeutungsunterscheidend sein, variiert allerdings regional.
Gegenüber den eindeutigen Tonsprachen, in denen die Silbentonhöhe auf der Ebene der Wortbedeutung unterscheidend ist, ist der variable Tonhöhenverlauf in der schwedischen Sprache pragmatisch distinktiv, sprich, er bestimmt, ob es sich bei einem Satz um eine Frage, eine Aussage oder einen Befehl handelt.
Vokale
Vokalphoneme in Standardschwedisch
Konsonanten
Dialekte
Vokalphoneme in Standardschwedisch
- Norrländska mål — Norrland
:1. Överkalix, Norrbotten; [http://swedia.ling.umu.se/Norrland/Norrbotten/Overkalix/yw.html junge Frau]
:2. Burträsk, Västerbotten; [http://swedia.ling.umu.se/Norrland/Vasterbotten/Burtrask/ow.html alte Frau]
:3. Aspås, Jämtland; [http://swedia.ling.umu.se/Norrland/Jamtland/Aspas/yw.html junge Frau]
:4. Färila, Hälsingland; [http://swedia.ling.umu.se/Norrland/Halsingland/Farila/om.html alter Mann]
- Sveamål — Svealand
:5. Älvdalen, Dalarna; [http://swedia.ling.umu.se/Svealand/Dalarna/Alvdalen/ow.html alte Frau]
:6. Gräsö, Uppland; [http://swedia.ling.umu.se/Svealand/Uppland/Graso/om.html alter Mann]
:7. Sorunda, Södermanland; [http://swedia.ling.umu.se/Svealand/Sodermanland/Sorunda/ym.html junger Mann]
:8. Köla, Värmland [http://swedia.ling.umu.se/Svealand/Varmland/Kola/yw.html junge Frau]
:9. Viby, Närke; [http://swedia.ling.umu.se/Svealand/Narke/Viby/om.html alter Mann]
- Gotländska mål — Gotland
:10. Sproge, Gotland; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Gotland/Sproge/yw.html junge Frau]
- Åländska mål — Åland
- Östsvenska mål — Finnland
:11. Närpes, Österbotten; [http://swedia.ling.umu.se/Finland/Osterbotten/Narpes/yw.html junge Frau]
:12. Dragsfjärd, Åboland; [http://swedia.ling.umu.se/Finland/Aboland/Dragsfjard/om.html alter Mann]
:13. Borgå, Nyland; [http://swedia.ling.umu.se/Finland/Nyland/Borga/ym.html junger Mann]
- Götamål — Götaland
:14. Orust, Bohuslän; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Bohuslan/Orust/om.html alter Mann]
:15. Floby, Västergötland; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Vastergotland/Floby/ow.html alte Frau]
:16. Rimforsa, Östergötland; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Ostergotland/Rimforsa/ow.html alte Frau]
:17. Årstad-Hedberg, Halland; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Halland/Arstad/ym.html junger Mann]
:18. Stenberga, Småland; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Smaland/Stenberga/yw.html junge Frau]
- Sydsvenska mål — Schonen, Blekinge, Halland und Süd-Småland
:19. Jämshög, Blekinge; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Blekinge/Jamshog/ow.html alte Frau]
:20. Bara, Skåne; [http://swedia.ling.umu.se/Gotaland/Skane/Bara/om.html alter Mann]
Grammatik
Wortarten
Verben
Durch die Flexion der Verben werden ausschließlich die verschiedenen Tempora des Verbs angegeben, nicht jedoch Person und Numerus.
Verben wird in der Regel:
- in der Gegenwart (Präsens) ein r angehängt,
- in der 1. Vergangenheit (Präteritum) ein de angehängt,
- in der 2. Vergangenheit ein Hilfsverb har (hat) vorangestellt, während das Verb auf t endet,
- in der 3. Vergangenheit ein Hilfsverb hade (hatte) vorangestellt, während das Verb auf t endet,
- in der Zukunft kommer att (werden) vorangestellt, während das Verb seine Grundform behält. Ähnlich dem Deutschen können auch die Worte ska (sollen) und tänker (wollen, beabsichtigen) verwendet werden.
Beispiel:
Es existiert eine Reihe von starken Verben und Verben mit Ausnahmen.
Beispiele:
Substantive
Genus
Bei den Substantiven muss zunächst zwischen Utrum (en-Wörtern) und Neutrum (ett-Wörtern) unterschieden werden.
Beispiele:
Dabei werden schwedische Substantive meist frei eingeteilt, man kann also nicht durch logisches Geschlecht (Sexus) oder spezifische Endungen einteilen, welchem Genus ein Substantiv angehört.
Als Faustregel gilt: Ein einzelnes, lebendes Individuum ist immer Utrum. (Diese Regel gilt nicht andersherum!)
Beispiele:
Bestimmte Form - Unbestimmte Form
Substantive können in unbestimmter und bestimmter Form auftreten. Im Gegensatz zum Deutschen werden die Artikel bei der bestimmten Form nicht vorangestellt, sondern als Suffix an das Substantiv angehängt:
Beispiele:
Dabei kann es allerdings zu nötigen Anpassungen kommen, welche den Klang beeinflussen, beispielsweise bei "en lärare", wo das Suffix (-en) durch den Vokal auf -n beschränkt wird, wodurch "läraren" entsteht, wobei gleichgültig ist, welcher Vokal die Endung bildet. So wird auch aus "ett piano" mit dem Suffix -t "pianot".
Pluralform
Im Plural ist die Endung erneut entscheidend dafür, welches Suffix dem Substantiv zuteil wird. Für unbestimmte Substantive existieren für diesen Fall fünf Regeln, zuzüglich zweier Unregelmäßigkeiten:
# -or tritt in Kraft, wenn ein Substantiv die Endung -a trägt. ("en flicka" ("ein Mädchen") wird zu "flera flickor" ("mehrere Mädchen").)
# -ar tritt bei den meisten Utrumformen in Kraft, nämlich, wenn eine Utrumform die Endung -e oder -ing trägt. ("en pojke" ("ein Junge") wird zu "flera pojkar" ("mehrere Jungen"); "en tidning" ("eine Zeitung") wird zu "flera tidningar" ("mehrere Zeitungen").) Es kann außerdem Umlaut des Stammvokals auftreten (o wird ö).
# -er tritt in Kraft, wenn ein Substantiv (unabhängig welchen Genus') die Betonung auf der letzten Silbe trägt. ("en gardin" ("eine Gardine") wird zu "flera gardiner" ("mehrere Gardinen"); "ett kompani" ("eine Kompanie") wird zu "flera kompanier" ("mehrere Kompanien").) Nur -r erhalten einige schwedische Substantive auf Vokal. (Z. B. "en sko" ("ein Schuh") wird zu "flera skor" ("mehrere Schuhe"); ("en fiende" ("ein Feind") wird zu "flera fiender" ("mehrere Feinde"); "ett fängelse" ("ein Gefängnis") wird zu "flera fängelser" ("mehrere Gefängnisse").) Es kann außerdem im Plural ein Umlaut des Stammvokals auftreten a wird ä: en tand -> tänder (Ein Zahn -> Zähne o wird ö: en son -> söner (Ein Sohn -> Söhne) å wird ä: en tång -> tänger (Eine Zange -> Zangen)
# -n tritt in Kraft, wenn ein neutrales Substantiv auf einen unbetonten Vokal endet. ("ett frimärke" ("eine Briefmarke") wird zu "flera frimärken" ("mehrere Briefmarken").)
# - (Noll-Morfem) tritt in Kraft, wenn ein neutrales Substantiv auf einen Konsonanten endet oder wenn eine Personenbezeichnung mit -are endet. ("ett hus" ("ein Haus") wird zu "flera hus" ("mehrere Häuser"); "en lärare" ("ein Lehrer") wird zu "flera lärare" ("mehrere Lehrer").) Hierbei kann Umlaut auftreten. ("en man" ("ein Mann") wird zu "flera män" ("mehrere Männer").)
# Irreguläre Formen, für die man keine Regeln bestimmen kann. Ausnahmen bestätigen die Regel, und so bleibt einem nichts anderes übrig, als diese Formen auswendig zu lernen.
# Anpassung des Wortstammes an das Suffix tritt in Kraft, wenn ein Substantiv auf die unbetonten Formen -er, -el und -en endet. Dann verschwindet das -e- vor -ar und -er, um den Klang beizubehalten. ("en faster" ("eine Tante") wird zu "flera fastrar" ("mehrere Tanten"); "en cykel" ("ein Fahrrad") wird zu "flera cyklar" ("mehrere Fahrräder"); "en öken" ("eine Wüste") wird zu "flera öknar" ("mehrere Wüsten").)
Bestimmte Formen des Plurals sind regelmäßiger und können in drei Gruppen eingeteilt werden:
# -na tritt in Kraft, wenn die unbestimmte Form des Plurals auf -r endet. ("flera böcker" ("mehrere Bücher") wird zu "böckerna" ("die Bücher").)
# -en tritt in Kraft, wenn die unbestimmte Form des Plurals ein Null-Morphem als Suffix erhalten hat. ("flera hus" ("mehrere Häuser") wird zu "husen" ("die Häuser").)
# -a tritt in Kraft, wenn die unbestimmte Form des Plurals auf -n endet. ("flera yrken" ("mehrere Professionen") wird zu "yrkena" ("die Professionen").)
Genitiv
Das heutige Schwedische kennt - ähnlich wie das Englische - mit der Ausnahme des Genitivs keine Kasusflexion mehr. Die syntaktische Stellung der Nomina im Satz wird also nur noch durch die Wortstellung oder durch Präpositionen ausgedrückt.
Der Genitiv wird durch einfaches Anfügen des Suffixes -s gebildet, das allerdings entfällt, wenn das Substantiv bereits auf -s endet. Nach dem Genitiv steht das Substantiv, welches in Relation steht, immer in der unbestimmten Form.
Beispiel:
Possesivpronomen
Das Possessivpronomen ist der Genitiv des Personalpronomen; es bezeichnet den Besitzer eines Sache. Das Schwedische unterscheidet eine reflexive und eine nicht reflexive Form des Possessivpronomens.
Nicht-reflexive Formen
Das Possesivpronomen muß an das Genus des Wortes, auf das es sich bezieht, angeglichen werden.
Für die Personalpronomen den und det gibt es ebenfalls ein Possessivpronomen: dess. Diese Form wird im Alltagsgebrauch aber eher nicht benutzt.
Regel:
- Alle auf -s endenden Pronomen (hans, hennes, dess, deras) werden nicht verändert.
- Alle reimenden Pronomen (min, din, sin und vår, er) werden ersetzt durch mitt, ditt, sitt und vårt, ert wenn sie sich auf ett-Wörter beziehen
- bzw. durch mina, dina, sina und våra, era wenn sie sich auf im Plural stehende Wörter (en und ett) beziehen.
(NB: Die schwedische Modehauskette Hennes & Mauritz hat ihren Namen von einem Damenmodegeschäft namens "Hennes" (dt: ~Für Sie) in Västerås, das im Jahr 1968 das Stockholmer Jagd- und Waffengeschäft von [http://www.widforss.se/ Mauritz Widforss] aufkaufte, um zukünftig auch Herrenbekleidung zu verkaufen)
Reflexive Formen
Für die 3. Person (sowohl Singular als auch Plural) gibt es im Schwedischen darüberhinaus noch ein reflexives Possessivpronomen:
Diese Form wird benutzt, wenn der Besitzer Subjekt des Satzes ist und läßt sich im Deutschen am besten mit der/die/das eigene übersetzen.
Beispiele:
Han kommer med sin son. Er kommt mit seinem Sohn. (dem eigenen!)
Han kommer med hans son. Er kommt mit seinem Sohn. (dem des Freundes z.B.)
Hon kommer med sitt barn. Sie kommt mit ihrem Kind. (dem eigenen!)
Hon kommer med hennes barn. Sie kommt mit ihrem Kind. (dem der Freundin z.B.)
Beachte! Das reflexive Possessivpronomen sin/sitt/sina darf nicht zusammen mit dem Subjekt stehen!
Beispiele
Han kommer med sin fru. Er kommt mit seiner Frau. (der "eigenen")
Han och hans fru kommer inte idag. Er und seine Frau kommen heute nicht. ("Er und seine Frau" sind doppeltes Subjekt des Satzes)
Jag känner Sven och sin bror. Ich kenne Sven und seinen Bruder
Hans bror arbetar i Lund. Sein Bruder arbeitet in Lund
Alleinstehende Possessivpronomen
Wie auch im Deutschen können Possessivpronomen alleine stehen, ohne daß ihnen ein Subjekt folgt.
Beispiele:
Om du behöver en båt, kan du få låna min. Wenn du ein Boot brauchst kannst du meines leihen.
Har du en cigarett för mig? Jag glömmde mina. Hast du eine Zigarette für mich? Ich habe meine vergessen.
Per lånade Olav sin båt. Hans var trasig. Per lieh Olav sein (eigenes) Boot, Seines (Olavs) war kaputt
Adjektive
Deklination
Die Beugung von Adjektiven in der unbestimmten Form verhält sich sehr einfach, ist jedoch mit Ausnahmen gespickt. Gemäß der Regel werden Adjektive, die sich auf ein Utrum-Substantiv im Präsens beziehen, nicht flektiert.
Beispiele:
Adjektive, die sich auf ein neutrales Substantiv beziehen, erhalten das Suffix -t in der unbestimmten Form.
Beispiele:
Bezieht sich das Adjektiv auf eine Pluralform, ob bestimmt oder unbestimmt, wird dem Adjektiv der Suffix -a zuteil.
Beispiele:
Doch, wie gesagt, existieren irreguläre Formen bei der Deklination von Adjektiven, die sich auf ein singuläres, unbestimmtes, neutrales Substantiv beziehen.
Irreguläre Formen:
Die Beugung der Adjektive in der bestimmten Form ist weit regelmäßiger und einfacher. In der bestimmten Form wird das Suffix -a (man erinnere sich an den Plural) angehängt. Wenn das Substantiv männlich ist, wird -e angehängt im Singular.
Beispiele:
Dabei müssen die bestimmten (oder demonstrativen) Artikel immer vorhanden sein, da sich das Adjektiv direkt vor das bestimmte Substantiv stellt.
Außerdem enden Adjektive immer auf -a in folgenden Fällen:
Nach allen Possessivpronomen (min, din, hans etc.)
Nach allen Genitivformen:
Auch in der bestimmten Form existieren allerdings irreguläre Formen, doch nur bei den Adjektiven "liten" ("klein") und "gammal" ("alt"):
Komparation
Das Schwedische kennt in der Komparation die gleichen Stufen wie die deutsche Sprache, also Positiv, Komparativ und Superlativ. Den Elativ mit "zu" bildet die schwedische Sprache mit "för". Man kann für die Komparation fünf Regelmäßigkeiten aufstellen:
- Regel A fasst die häufigste Form, das Anfügen der Suffixe -are und -ast, zusammen.
- Regel B fasst die bereits erwähnte Form von den Endungen -el, -en und -er zusammen, die alle ihr unbetontes -e- im Komparativ und Superlativ verlieren.
- Regel C fasst die Formen zusammen, die mit den Suffixen -re und -st gebildet werden. Vorsicht, sie ändern ihren Stammvokal!
- Regel D ist eigentlich keine Regel, sie fasst hier nur die irregulären Formen zusammen.
- Regel E fasst lange Adjektive zusammen, die mit "mer" ("mehr") und "mest" ("meist-") kompariert werden. Dazu gehören auch die Adjektivformen der Verben, die aus dem Partizip Präsens und dem Partizip Perfekt gebildet werden.
Adverb
Adverbien sind wie Adjektive Eigenschaftswörter. Sie beschreiben im Gegensatz zu Adjektiven niemals einen Gegenstand sondern Handlungen und Eigenschaften. Es gibt zahlreiche Adverbien, die unflektiert benutzt werden; das häufigste ist mycket (sehr, viel). Bei der Verwendung von Adjektiven als Adverbien wird diesen im Schwedischen die Endung -t angehängt (im Gegensatz zum Deutschen, wo die unflektierte Form des Adjektivs verwendet wird).
Adjektiv: Lena är vänlig.
Adverb: Lena svarar vänligt.
Das Adverb beschreibt die Art und Weise, in der Lena antwortet.
Doppeltes Adverb: Lena svarar mycket vänligt.
Das Adverb vänligt beschreibt die Art und Weise, in der Lena antwortet, gleichzeitig wird es von mycket ebenfalls genauer beschrieben.
Syntax
Allgemein
Durch die Vereinfachung der Flektion ergibt sich eine relativ starre Satzstellung. So kann man nur an Hand der Stellung eines Substantives im Satz erkennen ob es sich um das Subjekt oder das Objekt des Satzes handelt, nicht aber an der Form des Substantives. In der Regel hat ein Hauptsatz folgenden Aufbau:
: Subjekt + Prädikat + Objekt
Hierbei sind, wie im Deutschen, nur das Subjekt und das Prädikat zwingend notwendig.
Das folgende Schema zeigt die Struktur des schwedischen Hauptsatzes an einigen Beispielen.
Im Fundament können außer dem gebeugten Verb prinzipiell alle Satzteile stehen, meist steht hier aber das Subjekt. Sollte ein anderes Satzteil als das Subjekt im Fundament stehen so bleibt dessen eigentlicher Platz unbesetzt.
Negation
Einen Satz verneint das Wort inte:
Fragen
Bei Fragen hat der Satz folgenden Aufbau:
: Prädikat + Subjekt + Objekt
Beispiel:
Bei Fragen, die nicht mit Ja oder Nein zu beantworten sind, wird ein Fragewort vorangestellt. Der Satz hat in diesem Fall folgenden Aufbau:
: Fragewort + Prädikat + Subjekt + Objekt
Beispiel:
Übersetzungsproblem
Ein Beispiel für nicht aus dem Schwedischen übersetzbare Begriffe ist Lagom.
Literatur
- Viberg et al., Schwedische Grammatik, Bokförlaget Natur och Kultur, Stockholm 1987, ISBN 91-27-50249-X
- Jaktén et al., Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Schwedisch, Langenscheidt, Berlin 1997, ISBN 3-468-26301-5
Weblinks
- [http://www.hello.to/swedish101/ Swedish 101] (auf Englisch)
- [http://deutsch-schwedisches-woerterbuch.elch.nu/lexikon.php Deutsch-Schwedisches Wörterbuch von Schweden-Seite.de]
- [http://pauker.at/ Deutsch-Schwedisches Wörterbuch von pauker.at]
- Otto Hoppe, [http://runeberg.org/hoppe/ Schwedisch-Deutsches Wörterbuch], 3. Aufl., 1919, digitalisiert vom Projekt Runeberg
- The Swedish Schoolnet: Großes [http://www-lexikon.nada.kth.se/skolverket/swe-eng.shtml Schwedisch-Englisch/Englisch-Schwedisches] Wörterbuch mit Deklinationen, Lautschrift, Redewendungen, Beispielsätzen, ... sowie [http://lexin.nada.kth.se/sve-sve.shtml Schwedisch-Schwedisches] Wörterbuch mit über 28.000 Wörtern mit Definitionen, Lautschrift und Aussprache zum Anhören
- Svenska dialekter idag [http://swedia.ling.umu.se/ Übersicht über schwedische Dialekte mit Hörbeispielen]
Kategorie:Einzelsprache
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ja:スウェーデン語
ko:스웨덴어
Hafenstadt
Ein Seehafen ist ein Hafen, der von Seeschiffen angelaufen werden kann. Seehäfen können an der Küste, an Kanälen und an Flüssen liegen.
Wenn sie in einer Region mit Gezeiten liegen, sind sie entweder als Tidehafen (zum Meer hin offen) oder als Schleusenhafen (vom Meer durch Schleusen abgetrennt) angelegt. Seehäfen sind mit Ladeanlagen, z.B. für Container, Stückgut oder Erdöl ausgestattet und bieten Anschluss an andere Verkehrsmittel oder an die Binnenschifffahrt.
Die größten Seehäfen befinden sich weltweit im niederländischen Rotterdam, sowie in Singapur. Angesichts der großen Bedeutung des Seehandels sind Seehäfen wichtige Umschlagplätze. In der Containerschifffahrt werden derzeit erhebliche jährliche Zuwachsraten erzielt.
Wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Seehäfen
Die deutschen Seehäfen haben als Schnittstellen des Land- und Seeverkehrs, als maritime Dienstleistungszentren und als Industriestandorte große regional- und volkswirtschaftliche Bedeutung. Der Gesamtumschlag in den deutschen Seehäfen belief sich 1997 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 213,3 Mio t, entsprechend einem Anteil von 23,5 v.H. am gesamten deutschen Außenhandel.
Die deutschen Seehäfen haben eine wichtige umweltpolitische Bedeutung bei der Verlagerung von Verkehr vom Land- auf den weniger umweltbelastenden Seeweg. Sie bündeln Verkehrsströme des Straßen- und Schienenverkehrs, der Binnen-, Küsten- und Überseeschiffahrt. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straße.
Die Seehäfen sind zugleich Drehscheiben im Passagierverkehr mit Fähren, Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffen. Im Jahre 1997 wurden rund 13 Mio. Passagiere registriert, davon allein 12,5 Mio. Passagiere in den deutschen Ostseehäfen.
Die deutschen Seehäfen erbringen vielfältige sonstige Dienstleistungen und sind bedeutende Standorte der Industrie, zum Beispiel der Werften und ihrer Zulieferer, von Stahlwerken, Raffinerien und Ölmühlen. Sie tragen maßgeblich zur Sicherung und Stärkung von Beschäftigung, Einkommen und Steuerkraft in Deutschland bei und fördern die stabile Wirtschaftsentwicklung in den Küstenländern. Ihr Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt belief sich 1997 auf rd. 27 Mrd DM. In der deutschen Küstenregion sind rund 300.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von den Seehafenfunktionen abhängig.
Quelle: Gemeinsame Plattform des Bundes und der Küstenländer zur deutschen Seehafenpolitik [http://www.bmvbw.bund.de/Gemeinsame-Plattform-des-Bundes-und-der-Kuestenlaender-.470.htm]
Das größte Seehafenprojekt in Deutschland ist der Containerhafen JadeWeserPort[http://www.jadeweserport.de/] in Wilhelmshaven, der zwischen 2005 und 2009 gebaut werden soll. Der Hafen wird als einziger deutscher Tiefwasserhafen Containerschiffe bis zu 430 m Länge und 16,5 m Tiefgang tideunabhängig abfertigen können.
Siehe auch
- Liste der Seehäfen
Kategorie:Hafen
Kategorie:Seeschifffahrt
ja:港湾
Tallinn
Tallinn (historisch und deutsch auch: Reval) ist die Hauptstadt von Estland.
Sie liegt am Finnischen Meerbusen der Ostsee, südlich von Helsinki.
Geschichte
Tallinn entstand als estnische Siedlung namens Lindanise. 1219 wurde es von den Dänen erobert und zur Stadt ausgebaut. Woher der Name Tallinn kommt, ist nicht geklärt. Entweder stammt es vom altestnischen taani linna (Dänenburg), oder von tali linna (Winterburg). Die Bezeichnung Reval leitet sich von einer alten estnischen Bezeichnung für die Region Rävala ab. Im Jahre 1285 wurde Reval Mitglied der Hanse und in den Ostseehandel eingebunden. Die Deutschen blieben die Herren im Land und stellten die Mehrheit der Bürgerschaft, kontrollierten die Rechtspflege und die Verwaltung, Deutsch war Amtssprache. Die estnische Sprache und Kultur blieb den Bauern vorbehalten, die hauptsächlich außerhalb der Stadtmauern, insbesondere auf der Fischermai, wohnten.
1346 wurde Reval an den Deutschen Orden verkauft, ein Jahr später an den Schwertbrüderorden.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erhielt die Olaikirche einen gotischen Turm mit einer Höhe von 159 Metern. Dies war zu dieser Zeit außergewöhnlich, und er blieb für Jahrhunderte einer der höchsten mittelalterlichen Kirchtürme Europas. Heute ist er nach einem Wiederaufbau im 19. Jh. auf Grund eines Brandes nur noch 123 Meter hoch.
1561 wurde die Stadt schwedisch. Die Schweden reduzierten nach und nach die Vorrechte der Deutschen, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie es die Esten zunächst im Hinblick auf den Status der Bauern in Schweden erhofft hatten.
Infolge des Großen Nordischen Krieges fiel Reval 1721 an Russland. Peter der Große setzte die alten deutschen Ratsgeschlechter wieder vollständig in ihre ursprünglichen Rechte ein, in den nächsten zwei Jahrhunderten wurden die Rechte der Stadtregierung aber peu à peu wieder beschränkt.
1918 schließlich wurde es als Tallinn Hauptstadt des unabhängigen Estlands (die endgültige Unabhängigkeit erreichte das Land jedoch erst am 20. August 1991).
Während des 2. Weltkrieges blieb der Charakter der Altstadt trotz alliierter Bombardierungen gegen das mit Hitlerdeutschland kollaborierende Estland erhalten.
Tourismus
Sehenswürdigkeiten
Die Stadt hat eine schöne mittelalterliche Altstadt mit Stadtmauer und Türmen. Sehenswert sind v.a. die Nikolaikirche (estn. Niguliste kirik) und die Hl. Geist-Kirche mit ihren spätmittelalterlichen Kunstschätzen aus der Hand von Bernt Notke und Hermen Rode, die Olaikirche, das Rathaus, das Gildehaus, v.a. der Domberg (estn. Toompea), und die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale. (Sie wurde zwischen 1894 und 1900 erbaut, als Estland Teil des Russischen Zarenreiches war.)
Die Altstadt wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Tallinn wird nicht zuletzt dank der konsequenten Abfallwirtschaft, strenger Gesetze und guter Pflege auch als sauberste Stadt Europas bezeichnet.
Am Stadtrand befindet sich das Schloss Katharinental (estn. Kadriorg).
Revals deutscher Friedhof Ziegelskoppel (estn. Kopli) auf der gleichnamigen Halbinsel nördlich der Altstadt, Schauplatz einiger Erzählungen von Werner Bergengruen (siehe unten), und der Friedhof der Grauen also der estnischen Bevölkerung auf der Fischermai sind leider keine Sehenswürdigkeiten mehr. Beide wurden in den 1960er Jahren in 'Parks' umgewandelt. Umfassungsmauern und Baumreihen lassen die frühere Nutzung noch erkennen, alle Grabsteine sind aber entfernt worden. Während in der Fischermai eine Inschrift an dem kürzlich restaurierten Eingangstor des Friedhofes wieder an die frühere Nutzung erinnert, lässt sich der Friedhof von Ziegelskoppel nur durch einen Vergleich alter und neuer Stadtpläne ausfindig machen.
Im Stadtteil Pirita nordöstlich des Stadtzentrums gibt es einen Yachthafen sowie einen ausgedehnten Sandstrand, der von einem Kiefernwald begrenzt wird. An warmen Sommertagen ist dort Partystimmung angesagt und der Strand deswegen oft sehr voll. Bei Joggern und Inlineskatern ist vor allem die Promenade zwischen Pirita und der Stadtmitte beliebt.
Eine idyllische Abwechslung bietet dagegen die dem Festland vorgelagerte Insel Naissaar in der Tallinner Bucht.
Den besten Ausblick auf die Stadt und bei guten Sichtverhältnissen sogar bis zur finnischen Küste bietet der Fernsehturm (estn. Teletorn) mit seiner Aussichtsplattform.
Einkaufen
In der Altstadt dominieren vor allem Souvenirläden sowie kleine Bekleidungsgeschäfte. In der neuen City nahe der Altstadt gibt es im Viru keskus, einem großen Einkaufszentrum, zahlreiche Bekleidungsgeschäfte von Sportartikeln bis hin zu Schuhen sowie kleinere Cafés und einen großen Supermarkt.
Vor allem für Finnen ist Tallinn ein beliebter Einkaufsort, da die Preise in Estland moderater sind und die Verbindung zwischen Helsinki und Tallinn mit Schnellbooten weniger als zwei Stunden dauert. Wer es ganz eilig hat, kann auch die Hubschrauberverbindung der Fluglinie Copterline (18min) nutzen.
Gastronomie
Die Altstadt von Tallinn bietet viele Restaurants wie auch Biergärten an. Im Sommer kann man an den verkehrsfreien Gassen draußen essen. Eine recht umfangreiche Liste Tallinner Restaurants findet man auf [http://www.tourism.tallinn.ee/index.php?page=32], das bekannteste ist das Mittelalterrestaurant [http://www.oldehansa.ee Olde Hansa].
Verkehr
Tallinn ist ein bedeutender Ostsee-Fährhafen (Verbindungen nach Rostock, Sassnitz, Stockholm, St. Petersburg, Åland und Helsinki). Daneben besitzt Tallinn einen internationalen Flughafen, der rund vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist. Tallinn ist Estlands wichtigster Knotenpunkt des Straßen- (Via Baltica) und Eisenbahnverkehrs. Es bestehen internationale Eisenbahnverbindungen nach Riga - Warschau und Moskau. Das Eisenbahnnetz ist eher schwach ausgebaut. Der Verkehr zu anderen Städten in Estland wird größtenteils mit Linienbussen abgewickelt.
Daneben betreibt die finnische Gesellschaft Copterline eine Hubschrauberverbindung nach Helsinki.
Die Stadt ist durch den ÖPNV mit 4 Straßenbahnlinien, 8 Oberleitungsbuslinien sowie etlichen Buslinien sehr gut erschlossen.
Bildung
In Tallinn befindet sich die Technische Universität Tallinn. Weitere dort ansässige Bildungseinrichtungen sind die
- Pädagogische Universität Tallinn
- Estnische Musikakademie
- Estnische Kunstakademie
- Estnische Verteidigungsakademie (?)
- Estnisches Theologisches Institut der Evangelisch-Lutherischen Kirche
Sport
Während den olympischen Spielen 1980 in Moskau wurden die Segelwettbewerbe in Tallinn ausgetragen. Einige Einrichtungen, wie die Stadthalle, das olympische Hotel, die Post wie auch das Segelportzentrum im Stadtteil Pirita, wurden für dieses Ereignis gebaut.
Söhne und Töchter der Stadt
- Evald Aav, Sänger, Komponist und Chorleiter
- Alexius II., Patriarch von Moskau und ganz Russland
- Fjodor Fjodorowitsch Andresen, russischer Maler
- Alexander von Benckendorff, russischer General
- Tony Blackplait, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Star
- Jaan Ehlvest, estnischer Schachspieler
- Jakob de la Gardie, Heerführer in verschiedenen Diensten, Generalgouverneur von Livland
- Magnus Gabriel de la Gardie, schwedischer Feldherr und Staatsmann
- Robert Gernhardt, Schriftsteller, Maler, Zeichner und Karikaturist, lebt in Frankfurt am Main
- Neeme Järvi, estnischer Dirigent
- Carmen Kass, Supermodel
- Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission
- Gerd Kanter, Leichtathlet und Silbermedaillengewinner bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2005
- Otto von Kotzebue, deutschbaltischer Entdecker und Offizier der Russischen Marine
- Lennart Meri, früherer estnischer Staatspräsident
- Gustav Friedrich von Rosen, livländischer General in schwedischen Diensten
- Ingrid Rüütel, Ehefrau des estnischen Staatspräsidenten Arnold Rüütel
- Katrin Siska, Mitglied von Vanilla Ninja
- Piret Järvis, Mitglied von Vanilla Ninja
- Lenna Kuurmaa, Mitglied von Vanilla Ninja
- Maarja Kivi, Ex-Mitglied von Vanilla Ninja
- Heinrich Stahl, deutschbaltischer Theologe
- Georg Dehio, deutscher Kunsthistoriker
Literatur
- Werner Bergengruen, Der Tod von Reval, Hamburg 1939 ISBN 3716023248
- Jaan Kross, Das Leben des Balthasar Rüssow, Roman, München 1990 ISBN 3423125632
Weblinks
- [http://www.tallinn.ee www.tallinn.ee]
- [http://www.tourism.tallinn.ee www.tourism.tallinn.ee]
- [http://www.estnet.info/tallinn/de.asp www.estnet.info/tallinn/]
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Ort in Estland
Kategorie:Hauptstadt in Europa
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ja:タリン
ko:탈린
Kreis Harju
Der Kreis Harju (estnisch Harju maakond oder Harjumaa) ist ein Landkreis (maakond) in Estland.
Geografie
Er liegt an der Südküste des Finnischen Meerbusens und grenzt an die Kreise Lääne im Südwesten, Rapla und Järva im Süden und Lääne-Viru im Osten. Tallinn, die Hauptstadt Estlands liegt in diesem Kreis.
Städte und Gemeinden
Der Kreis Harju setzt sich aus 19 Gemeinden und 6 Städten zusammen.
Kategorie:Landkreise in Estland
1718
Kultur
- 22. Januar: Uraufführung des musikalischen Dramas Sofonisba von Leonardo Leo am Teatro S. Bartolomeo in Neapel
- 1. Oktober: Uraufführung der Oper Temistocle von Nicola Porpora in Wien
- 4. November: Uraufführung der Oper Ifigenia in Aulide von Alessandro Scarlatti in Wien
- 26. November: Uraufführung der Oper Il trionfo dell'onore von Alessandro Scarlatti am Teatro dei Fiorentini in Neapel
- 7. Januar: Israel Putnam, britischer Offizier und US-amerikanischer General († 1790)
- 31. März: Maria Anna von Spanien, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal († 1781)
- 24. April: Nathaniel Hone, irischer Maler und Graphiker († 1784)
- 16. Mai: Maria Gaetana Agnesi, Mathematikerin, Philantrophin († 1799)
- 5. Juni getauft: Thomas Chippendale, englischer Möbeldesigner († 1779)
- 31. Juli: John Canton, englischer Physiker († 1772)
- 11. August: Jobst Anton von Hinüber, deutscher Jurist, Postmeister und Klosteramtspächter († 1784)
- 23. September: Johann Baptist Wenzel Bergl, Maler († 1789)
- 24. September: Alexander Franz, fünfter Sohn von Johann V. von Portugal († 1728)
- 25. September: Martin Johann Schmidt, österreichischer Barockmaler († 1801)
- 26. September: Nikita Iwanowitsch Panin, russischer Minister für die russische Außenpolitik († 1783)
- 19. Oktober: Victor-François de Broglie, Französischer Heerführer und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 3. November: John Montagu, 4. Earl of Sandwich, britischer Diplomat und Staatsmann († 1792)
- 18. Dezember: Anna Leopoldowna, war eine Großfürstin und Regentin Russlands († 1746)
- 31. Dezember: Nicolas-Sylvestre Bergier, französischer Theologe und berühmter Apologet († 1790)
- 1. Februar: Charles Talbot Shrewsbury, britischer Politiker ( - 1660)
- 23. Mai: Jacobus Sackmann, evangelischerTheologe ( - 1643)
- 26. Juni: Alexei von Russland, er blieb bis zum Tode der Zarewitsch (Kronprinz) von Russland ( - 1690)
- 30. Juli: William Penn, Quäker und Begründer Pennsylvaniens ( - 1644)
- 22. November: „Blackbeard“, (Edward Teach alias Edward Thatch), englischer Pirat im karibischen Meer ( - 1680)
- 30. November: Karl XII. (Schweden), König von Schweden ( - 1682)
- 9. Dezember: Vincenzo Coronelli, italienischer Kartograf und Globenbauer ( - 1650)
- 11. Dezember: Karl XII., König von Schweden von 1697 bis 1718 und Herzog von Zweibrücken in Personalunion ( - 1682)
ko:1718년
FlotteDer Ausdruck Flotte bezeichnet
#in der Marine die Gesamtheit aller Schiffseinheiten; siehe Flotte (Marine).
#die Gesamtheit der Flugzeuge eines Flugunternehmens; siehe Luftflotte.
#die Gesamtheit der Fahrzeuge (LKWs und PKWs) eines Unternehmens; siehe Fahrzeugflotte.
#eine Bearbeitungsflüssigkeit in der Textilproduktion; siehe Flotte (Flüssigkeit).
Siehe auch:
- Flotte Lotte
1770
- 5. März: Das so genannte Massaker von Boston fordert das Leben von 5 Zivilisten, die von englischen Truppen bei einer Straßenschlacht erschossen wurden
- 20. April: James Cook sichtet die Küste von New South Wales (Australien), die von ihm in den nächsten Monaten erforscht und kartografiert wird
- 23. August: Captain James Cook nimmt die Ostküste von Australien für die englische Krone in Besitz
- 1. November: Das Berg- und hüttenmännisches Lehrinstitut (Vorgänger der Technischen Universität) wird in Berlin gegründet
- Nicholas Cugnot erfindet den Dampfkraftwagen. Dieser gilt als erster Vorläufer des Automobiles
Kultur
- 29. Januar: Uraufführung der komischen Oper Die Jagd von Johann Adam Hiller in Weimar
- 30. Mai: Uraufführung der Oper Armida abbandonata („Die verlassene Armida“) von Niccolò Jommelli am Teatro San Carlo in Neapel
- 3. September: Uraufführung der Oper La contessina („Das gräfliche Fräulein“ oder „Die junge Gräfin“) von Florian Leopold Gassmann in Mährisch-Neustadt, Österreich
- 22. Januar: Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes († 1846)
- 18. Februar: Christian Heinrich Rinck, deutscher Komponist und Organist († 1846)
- 20. Februar: Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Gitarrist († 1841)
- 21. Februar: Georges Mouton, comte de Lobau, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich († 1838)
- 26. Februar: Anton Reicha, Komponist
- 2. März: Louis Gabriel Suchet, französischer Marschall († 1826)
- 5. März: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall († 1848)
- 7. März: Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich († 1849)
- 11. März: Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist († 1851)
- 20. März: Johann Gottfried Tulla, hat sich insbesondere durch die Rheinbegradigung einen Namen gemacht († 1828)
- 20. März: Friedrich Hölderlin, deutscher Dichter († 1843)
- 27. März: Sophie Mereau, deutsche Schriftstellerin († 1806)
- 7. April: William Wordsworth, britischer Dichter († 1850)
- 9. April: Thomas Johann Seebeck, estnisch-deutscher Physiker (Seebeck-Effekt) († 1831)
- 9. April: Johann Georg Kerner, Arzt und kritischer Chronist der Französischen Revolution († 1812)
- 11. April: George Canning, britischer Politiker und Regierungschef († 1827)
- 4. Mai: François Gérard, Maler († 1837)
- 10. Mai: Louis-Nicolas Davout, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich († 1823)
- 24. Mai: Luise Friederike von Preußen, preußische Prinzessin († 1836)
- 3. Juni: Manuel Belgrano, argentinischer Anwalt, Politiker und General († 1820)
- 4. Juni: James Hewitt, US-amerikanischer Komponist († 1827)
- 7. Juni: Robert Banks Jenkinson, 2. Earl of Liverpool, britischer Staatsmann († 1828)
- 22. Juni: Wilhelm Traugott Krug, deutscher Philosoph († 1842)
- 24. Juni: Albrecht Ludwig Berblinger, Flugpionier († 1829)
- 11. Juli: Ludwig von Westphalen, deutscher Beamter
- 1. August: William Clark, US-amerikanischer Soldat und Entdecker († 1838)
- 3. August: Friedrich Wilhelm III., preußischer König († 1840)
- 4. August: François-Etienne Kellermann, französischer Kavalleriegeneral († 1835)
- 27. August: Georg Hegel, deutscher Philosoph († 1831)
- 3. September: Johann Heinrich Karl Hengstenberg, Kirchenliederdichter († 1834)
- 19. September: Johann Georg Repsold, deutscher Feinmechaniker († 1830)
- 1. Oktober: vom Stein zum Altenstein, Karl Freiherr von, preußischer Politiker († 1840)
- 5. November: Dominique Joseph René Van Damme, französischer General in den Napoleonischen Kriegen
- 19. November: Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer († 1844)
- 19. November: Adam Johann von Krusenstern, erster russischer Weltumsegler († 1846)
- 11. Dezember: Samuel Marot, Theologe († 1865)
- 16. Dezember: Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist († 1827)
- 17. Dezember: Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist († 1827)
- 19. Dezember: Nicolas-Joseph Maison, französischer General, Marschall von Frankreich. († 1840)
- 27. Dezember: Carl Weisflog, deutscher Schriftsteller († 1828)
- Christian Zais, deutscher Architekt († 1820)
- 2. Januar: Joseph Anton Feuchtmayer, bedeutender Stuckateur und Bildhauer des Rokoko ( - 1696)
- 6. Februar: Franz Kaspar von Franken-Siersdorf, Kölner Weihbischof ( - 1683)
- 26. Februar: Giuseppe Tartini, italienischer Komponist ( - 1692)
- 3. Mai: François Boucher, Maler, Zeichner, Kupferstecher ( - 1703)
- 25. August: Thomas Chatterton, britischer Dichter ( - 1752)
- 30. September: George Whitefield, englischer Prediger und Mitbegründer des Methodismus ( - 1714)
- 24. November: George Grenville, britischer Politiker und Staatsmann ( - 1712)
- 5. Dezember: James Stirling, schottischer Mathematiker ( - 1692)
- Johann Baptist Georg Neruda
ko:1770년
Katharina II. (Russland)
Katharina II., genannt Katharina die Große (russisch Екатерина Великая, - 2. Mai 1729 in Stettin; † 17. November 1796 in Zarskoje Selo), seit dem 9. Juli 1762 Zarin von Russland.
Russland
Katharina II. wurde 1729 als deutsche Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg in Stettin geboren.
Im Februar 1744 traf Prinzessin Sophie in Moskau ein, um den russischen Thronfolger Peter zu ehelichen. Schon bald hatte sie die Sympathie des russischen Hofes, aber auch vieler Russen gewonnen. Durch ihr aufgeschlossenes Wesen gelang es ihr, sich schnell an die russische Lebensweise und den Glauben anzupassen.
Am 9. Juli 1744 konvertierte sie vom evangelischen zum orthodoxen Glauben und bekam den Namen Jekaterina Alexejewna, zu Ehren der Mutter der regierenden Zarin Elisaweta Petrowna.
Am 1. September 1745 begannen die zehntägigen Hochzeitsfeierlichkeiten.
Die Ehe zwischen den beiden war nicht harmonisch. Großfürstin Katharina war eine lebensfrohe und intelligente Frau, die sich schnell in ihre neue Umgebung einpasste. Sie musizierte gern und las viel, mit Vorliebe historische Werke, um so ihr Verständnis für die Politik zu schärfen. Vor allem war sie stets über die Vorgänge am Hof informiert. Sie besuchte jeden Gottesdienst und nahm am religiösen Leben teil. Währenddessen schuf sich Großfürst Peter seine eigene Welt in Oranienbaum (heute Lomonossow) und pflegte seine Freundschaft mit Preußen.
Am 1. Oktober 1754 brachte Katharina nach neunjähriger Ehe einen Sohn zur Welt. Obwohl es Gerüchte um eine Liebschaft der Großfürstin gab, erkannte Elisabeth das Kind Pawel Petrowitsch als legitim an.
Dessen Erziehung, sowie die der Tochter Anna, die am 9. Dezember 1757 zur Welt kam und am 9. März 1759 starb, übernahm Elisaweta Petrowna selbst.
Am 24. Dezember 1761 starb Elisabeth und Katharinas Ehemann kam als Zar Peter III. an die Macht. Seine erste Handlung war ein Sonderfrieden mit Preußen. Er leitete ein umfangreiches Reformprogramm ein und zog sich damit die Feindschaft der konservativen Kräfte des Landes zu. Aber auch die Machtambitionen seiner Frau brachten ihn zu Fall.
Sie versicherte sich der Unterstützung einiger Garderegimenter, in denen die Gebrüder Orlow dienten und ließ sich am 9. Juli 1762 zur Kaiserin ausrufen. In der Kasaner Kirche krönte sie Erzbischof Setschin zur Zarin Katharina II. von Russland.
Innenpolitik
Schon bald nach ihrer Machtübernahme, am 4. Dezember 1762 erließ Katharina ein Manifest, mit dem sie tausenden deutschen Bauern die Ansiedlung in den Ebenen beiderseits der Wolga ermöglichte. Sie versprach den Siedlern Religionsfreiheit, Steuerfreiheit und das Verfügungsrecht über ihr Land.
Ihr Verdienst war eine einheitliche Verwaltung mit Statthalterschaften, Provinzen und Kreisen. Sie gründete erste Volksschulen und Gymnasien in den Städten, sowie Ingenieurfachschulen.
Sie begründete Wohlfahrtsprojekte wie die Einrichtung von Hospitälern und Obdachlosenasylen.
Katharina II. pflegte einen regen Briefwechsel mit Montesquieu und Cesare Beccaria über Fragen der Gewaltenteilung und eine Reformierung des Strafrechts.
1767 berief sie eine Kommission zur Abfassung eines Projekts für ein neues Gesetzbuch, in die gewählte Vertreter aus allen Landesteilen berufen wurden. Aufgabe war die Schaffung einer einheitlichen Rechtsprechung für die unterschiedlichen Völker des riesigen Reiches. Allerdings wurde die Kommission bei Ausbruch des türkisch-russischen Krieges 1768 ergebnislos aufgelöst.
Die Kommission verleiht Katharina den Titel „die Große“ und „Mutter des Vaterlandes“.
Im Toleranzedikt vom 17. Juni 1773 versprach sie die Duldung aller religiösen Bekenntnisse. Davon ausgenommen war allerdings die große Zahl von Juden, die seit der polnischen Teilung ihre Untertanen waren.
Obwohl sie der Gedankenwelt der Aufklärung nahestand und Russland für die europäische Kunst und Literatur öffnete, konnte sie in ihrem politischen Alltag nur in eng gesteckten Grenzen handeln.
Sie verschärfte die Leibeigenschaft und weitete sie auf die bis dahin freien Bauern in der Ukraine aus. Gleichzeitig stärkte sie die Privilegien des Adels. Das führte zu massiven sozialen Unruhen, die 1773 im Aufstand der Donkosaken unter Pugatschow gipfelten.
- Siehe dazu auch Alexander Radischtschew
Außenpolitik
Katharina II. baute den Machtbereich Russlands in einem Maße aus, wie kein russischer Herrscher vor ihr. In zwei russisch-türkischen Kriegen 1768 - 1774 sowie 1787 – 1792 eroberte sie den Zugang zum Schwarzen Meer und weite Küstengebiete. Im Ergebnis der drei Teilungen Polens gewann Russland 1 Million km² Landgebiete und 6 Millionen Menschen dazu. Katharinas „Griechisches Projekt“, d.h. die Eroberung Konstantinopels und die Neugründung des byzantinischen Reiches unter russischer Herrschaft, scheiterte am Widerstand Preußens und Österreichs. Auch auf dem diplomatischen Parkett Europas konnte Katharina II. Erfolge erzielen. Durch ihre Vermittlerrolle im Frieden von Teschen wurde der bayrische Erbfolgekrieg beendet.
Seither nahmen an allen bedeutenden Fürstenhöfen Europas russische Gesandte die Interessen ihres Landes wahr. 1796 entsandte sie 40.000 Infanteristen, 22.000 Reiter und 100 Kanonen zu einer vergeblichen Invasion Persiens unter Aga Mohammed Khan.
Liebhaber
Offiziell sind mehr als zwanzig Liebhaber bekannt. Dazu kommen noch unzählige kurze Liebschaften. Die meisten Beziehungen gingen nach ein paar Jahren aus unterschiedlichen Gründen zu Ende. Aber das Besondere für Katharina II. war, dass, obwohl sich nur die wenigsten der Liebhaber in die Politik der Kaiserin einmischen durften, keiner von ihnen nach der Trennung verfolgt, bestraft oder benachteiligt wurde. Im Gegenteil, die meisten von ihnen bekamen großzügige Geschenke. Unter den zahllosen Liebhabern und Günstlingen von Katharina ragen einige hervor:
- Graf Saltykow, ihr erster Liebhaber war wahrscheinlich der Vater ihres Sohnes Paul.
- Stanislaw August Poniatowski wurde durch ihre Unterstützung König von Polen. Im Gegenzug willigte er in die erste Teilung Polens 1772 ein, wobei Russland große Gebiete dazugewann.
- Graf Grigori Orlow war zusammen mit seinem Bruder Alexei maßgeblich am Sturz des Zaren Peter III. beteiligt. Er schenkte später Katharina den berühmten, nach ihm benannten Orlow – Diamanten, der in das Szepter der russischen Zaren eingesetzt wurde.
- Fürst Potjomkin machte eine steile Karriere im Staatsdienst. Er war Mitglied des Reichsrates und Präsident des Kriegskollegiums. Er baute die Schwarzmeerflotte auf und gründete die Städte Sewastopol und Cherson.
- Fürst Platon Subow war ihr letzter Liebhaber. Er war 38 Jahre jünger als Katharina. Er war bei ihr, als sie am 17. November 1796 starb.
Literatur
- Reinhold Neumann-Hoditz, Katharina II. die Große. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten., ISBN 3499503921
- Dieter Wunderlich: Vernetzte Karrieren. Friedrich der Große, Maria Theresia, Katharina die Große, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1720-0, 286 S., 17 Abb.
Weblinks
-
Kategorie:Frau
Kategorie:Askanier
Kategorie:Zar (Russland)
Katharina
Kategorie:Geboren 1729
Kategorie:Gestorben 1796
ja:エカチェリーナ2世 (ロシア皇帝)
1933
Politik
- 1. Januar: das politische Kabarett Die Pfeffermühle wird in München eröffnet
- 1. Januar: Edmund Schulthess wird zum vierten Mal Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Ende der Besetzung Nicaraguas durch US-amerikanisches Militär
- 4. Januar: Adolf Hitler, Kurt Freiherr von Schröder und Franz von Papen (Zentrumspartei) vereinbaren im Düsseldorfer Bankhaus J. H. Stein Vorbereitungen für eine Regierungsübernahme
- 30. Januar: Machtübertragung an Adolf Hitler in Deutschland (Machtergreifung); Hitler bildet eine so genannte Nationale Regierung aus Deutschnationalen und Nationalsozialisten
- 3. Februar: Hitlers erste Ansprache vor Befehlshabern der Reichswehr (Ziel der Außenpolitik: Lebensraum im Osten und dessen rücksichtslose Germanisierung)
- 4. Februar: Die letzte Ausgabe des SPD-Blattes „Vorwärts“ erscheint
- 27. Februar: in der Nacht zum 28. Februar brennt das Reichstagsgebäude in Berlin: Marinus van der Lubbe wird zum Schuldigen erklärt. Repressalien und Verhaftungen sind die Folge; Grundrechte werden aufgehoben
- 28. Februar: Notverordnung „Zum Schutz von Volk und Staat“ erlassen (Reichsbrandverordnung)
- 3. März: Ernst Thälmann verhaftet
- 4. März: In Österreich kommt es aufgrund einer verfahrenstechnischen Unachtsamkeit zur Beschlussunfähigkeit des Parlaments, die Engelbert Dollfuß für einen Staatsstreich nutzt, indem er diese als „Selbstausschaltung des Parlaments“ bezeichnet
- 5. März: Reichstagswahlen. Ergebnis: NSDAP 43,9 %, SPD 18,3 %, KPD 12,3 %, Zentrumspartei 11,2 %, DNVP 8 %
- 15. März: In Wien wird der Nationalrat von der austrofaschistischen Bundesregierung mit Polizeigewalt am Zusammentreten gehindert
- 21. März: Tag von Potsdam. Staatsakt in der Garnisonkirche
- 23. März: Der Deutsche Reichstag verabschiedet das Ermächtigungsgesetz
- 31. März: Das erste Hamburger Konzentrationslager wird im Wittmoor in Hamburg-Lemsahl-Mellingstedt eröffnet
- 31. März: In Österreich verbietet die Dollfuß-Regierung den Republikanischen Schutzbund
- 1. April: Durch die Nationalsozialisten organisierter Boykott jüdischer Geschäfte, Anwaltskanzleien und Arztpraxen
- 10. April: Adolf Hitler erklärte den 1. Mai als „Feiertag der nationalen Arbeit“ zum Staatsfeiertag
- 1. Mai: Der Maifeiertag wird von den Nationalsozialisten eingeführt
- 2. Mai: Gewerkschaften in Deutschland verboten. SA besetzt Gewerkschaftshäuser und verhaftet Mitglieder
- 10. Mai: die Nationalsozialisten verbrennen auf dem Opernplatz in Berlin 20.000 Bücher missliebiger Autoren (Bücherverbrennung)
- 26. Mai: die Kommunistische Partei Österreichs wird von den Austrofaschisten verboten
- 15. Juli: Italien, Deutsches Reich, Frankreich und Großbritannien unterzeichnen Viermächtepakt
- 20. Juli: Der Heilige Stuhl und Deutschland schließen das Reichskonkordat
- 13. August: Le Corbusier verkündet die Charta von Athen
- 19. Oktober: Deutschland tritt aus dem Völkerbund aus
- 29. Oktober: in Teatro de la Comedia in Madrid wird die faschistische Falange Española gegründet
- 11. November: In Österreich wird die 1920 abgeschaffte Todesstrafe für Mord, Brandstiftung und “öffentliche Gewalttätigkeit durch boshafte Beschädigung fremden Eigentums“ wieder eingeführt
- 17. November - US-Regierung unter Franklin Delano Roosevelt erkennt die seit Ende 1922 existierende Sowjetunion völkerrechtlich an.
- 15. Dezember: Zwangsvereinigung der kommunalen Spitzenverbände zum Deutschen Gemeindetag
Kultur
- 2. Januar: Uraufführung der Komödie Design for Living in Cleveland, Ohio
- 3. Februar: Uraufführung der Oper Gevatterin Tod von Rudolf Karel am Landestheater in Brünn (Brno)
- 20. Mai: Uraufführung der Oper Merry Mount von Howard Hansen in Ann Arbor
- 24. Mai: Uraufführung des musikalischen Lustspiels Bezauberndes Fräulein! von Ralph Benatzky im Deutschen Volkstheater in Wien
- 30. September: Uraufführung der Operette Zwei Herzen im Dreivierteltakt von Robert Stolz in Zürich
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Clivia von Nico Dostal am Theater am Nollendorfplatz in Berlin
Katastrophen
- 10. Februar: Gasometerexplosion in Neunkirchen/Saar. Das Unglück fordert 68 Tote und 190 Verletzte
- 2. März: Erdbeben der Stärke 8,4 in Sanriku, Japan, 2.990 Tote
- 11. März: Erdbeben unbekannter Stärke in Long Beach, Kalifornien, USA, 115 Tote
- 4. April: New Jersey, USA. Ein US-amerikanisches Luftschiff kam in einen Sturm und stürzte ab. 73 Tote
- 25. August: Erdbeben der Stärke 7,4 in der Republik China, ca. 10.000 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert ihr Länderspiel gegen Italien in Bologna mit 1:3
- 11. Juni: Fortuna Düsseldorf gewinnt die deutsche Meisterschaft gegen FC Schalke 04 mit 3:0: Deutscher Meister (Fußball) 1932/33
- 1. Januar: Joe Orton, britischer Dramatiker († 1967)
- 2. Januar: Peter Ulmer, deutscher Jurist
- 2. Januar: Eva Kerbler, österreichische Schauspielerin
- 3. Januar: Maxie Wander, deutsche Fotografin, Journalistin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin († 1977)
- 4. Januar: Ilia II., georgisch-orthodoxer Patriarch
- 5. Januar: Dalida, Schlagersängerin und Schauspielerin († 1987)
- 6. Januar: Emil Steinberger, Schweizer Kabarettist, Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler
- 8. Januar: Juan Marsé, spanischer Schriftsteller
- 9. Januar: Wilbur Smith, britischer Schriftsteller
- 9. Januar: Helmut Schäfer (Politiker), deutscher Politiker
- 10. Januar: Akira Miyoshi, japanischer Komponist
- 16. Januar: Susan Sontag, US-amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Publizistin († 2004)
- 18. Januar: John Boorman, britischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent
- 18. Januar: Jean Vuarnet, ehemaliger französischer Skirennläufer
- 20. Januar: Don Thompson, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 20. Januar: Earl Grant, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist († 1970)
- 23. Januar: Chita Rivera, US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin
- 24. Januar: Johannes Fischer (Musiker), deutscher Kirchenmusiker und Komponist († 2005)
- 24. Januar: Erwin Waldner, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 25. Januar: Corazon Aquino, Präsidentin der Philippinen
- 26. Januar: Javier Lozano Barragán, Bischof von Zacatecas und Kardinal
- 29. Januar: Sacha Distel, französischer Chansonnier und Komponist († 2004)
- 31. Januar: Joachim Herrmann (Rechtswissenschaftler), deutscher Rechtswissenschaftler
- 1. Februar: Buddhadev Das Gupta, Meister im Spielen der Nordindischen Klassischen Musik
- 2. Februar: Than Shwe, Staatschef von Myanmar
- 3. Februar: Miloš Milutinović, ehemaliger jugoslawischer Fußballspieler und Trainer († 2003)
- 3. Februar: Heinrich Übleis, österreichischer Jurist und Politiker (SPÖ)
- 3. Februar: Varetta Dillard, US-amerikanische Rhythm and Blues-Sängerin († 1993)
- 3. Februar: John Edmondson, US-amerikanischer Komponist
- 3. Februar: Paul S. Sarbanes, US-Senator des Bundesstaates Maryland
- 5. Februar: Claude King, US-amerikanischer Country-Sänger
- 8. Februar: Josef Taus, österreichischer Wirtschaftsjurist, Manager und Politiker
- 10. Februar: Gottfried Arnold (Politiker), ehemaliger CDU Bundestagsabgeordneter
- 12. Februar: Carlos Alberto Peronace, argentinischer Schachproblemkomponist († 1990)
- 13. Februar: Constantin Costa-Gavras, griechischer Regisseur
- 13. Februar: Paul Biya, Präsident von Kamerun
- 13. Februar: Kim Novak, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 14. Februar: Helmut Leherbauer, österreichischer Maler († 1997)
- 14. Februar: Míla Myslíková, tschechische Schauspielerin († 2005)
- 14. Februar: Robert Shea, US-amerikanischer Schriftsteller († 1994)
- 15. Februar: Günter Schluckebier, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages († 2002)
- 18. Februar: Yoko Ono, japanisch-amerikanische Künstlerin und Sängerin
- 18. Februar: Gerhard Frey, rechtsextremer Politiker
- 21. Februar: Nina Simone, Jazz- und Bluessängerin, Pianistin und Songschreiberin († 2003)
- 21. Februar: Bob Rafelson, US-amerikanischer Filmregisseur
- 22. Februar: Peter Rohland, deutscher Liedermacher und Sänger († 1966)
- 26. Februar: Brigitte Grothum, deutsche Schauspielerin, und Regisseurin
- 27. Februar: Albert Caspers, Aufsichtsratsvorsitzender der Ford-Werke GmbH
- 27. Februar: Edward Lucie-Smith, Dichter, Journalist und Kunsthistoriker
- 1. März: Dietrich Sperling, deutscher Politiker
- 1. März: Jakob M. Mierscheid, fiktiver deutscher Bundestagsabgeordneter der SPD
- 2. März: Nobuyoshi Tamura, Aikido--Großmeister
- 3. März: Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des deutscher Fußball-Bund|Deutschen Fußball-Bunds
- 5. März: Walter Kasper, deutscher Kardinal
- 7. März: Hannelore Kohl, Frau des deutschen Bundeskanzlers a.D. Helmut Kohl († 2001)
- 9. März: Reinhard Lettmann, Bischof von Münster
- 9. März: William Francis McBeth, US-amerikanischer Komponist und Professor
- 11. März: Jesús Gil y Gil, spanischer Politiker, Unternehmer und Fußballfunktionär († 2004)
- 13. März: Leiber/Stoller, Duo der 1950er und 1960er Jahre
- 13. März: Hans Katschthaler, Landeshauptmann von Salzburg
- 14. März: Michael Caine, britischer Schauspieler
- 14. März: Cornelius Weiss, deutscher Wissenschaftler und Politiker
- 14. März: René Felber, Schweizer Politiker
- 14. März: Quincy Jones, US-amerikanischer Musik-, Fernseh- und Filmproduzent und Musiker
- 15. März: Philippe de Broca, französischer Filmregisseur († 2004)
- 16. März: Dieter Wellershoff (Bundeswehr), Generalinspekteur der deutschen Bundeswehr († 2005)
- 17. März: Heather Armitage, britische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 18. März: Severino Poletto, Erzbischof und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 19. März: Philip Roth, US-amerikanischer Schriftsteller
- 20. März: Michael Pfleghar, deutscher Regisseur († 1991)
- 20. März: Henryk Muszyński, polnischer Erzbischof
- 21. März: Fritz Wittmann, deutscher Politiker
- 21. März: Adi Furler, Sportjournalist († 2000)
- 22. März: Florian Kuntner, Bischof († 1994)
- 22. März: Michel Hidalgo, ehemaliger französischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 22. März: Eveline Hasler, Schweizer Schriftstellerin
- 23. März: Ceija Stojka, Schriftstellerin und Künstlerin
- 23. März: Philip Zimbardo, US-amerikanischer Sozialpsychologe
- 26. März: Rosemarie Nitribitt, Frankfurter Prostituierte († 1957)
- 26. März: Tinto Brass, italienischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 28. März: Juan Sandoval Iñiguez, Erzbischof von Guadalajara und Kardinal
- 29. März: Hermann von Berg, deutscher Publizist und war Geheimdiplomat der DDR
- 29. März: Samora Machel, Staatspräsident von Mosambik ab 1975 († 1986)
- 31. März: Gerh | | |