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Schaffhausen

Schaffhausen

Schaffhausen (frz. Schaffhouse, griech. Probatopolis oder lat. Scaphusun) ist eine Stadt in der Schweiz, 47,71° nördlicher Breite und 8,62° östlicher Länge, mit einer Bevölkerung von rund 34'000 Einwohnern.

Lage

Die Altstadt ist einerseits für ihre schönen Renaissancegebäude und die kopfsteingepflasterte Fussgängerzone bekannt, andererseits durch zahlreiche Erker, welche Schaffhausen auch den Beinamen Erkerstadt eingebracht haben. Ausserhalb der ursprünglichen Stadtmauern, durch die Expansion nun inmitten der Stadt, befindet sich der Munot, eine Festung des 16. Jahrhunderts. Der Rheinfall ist der grösste Wasserfall Europas, gehört aber korrekterweise zur Nachbargemeinde Neuhausen. Schaffhausen ist die nördlichste Stadt der Schweiz, neben Basel (das übrigens ebenfalls 1501 der Eidgenossenschaft beitrat), dem Städtchen Stein am Rhein (ebenfalls im Kanton Schaffhausen) und Eglisau (Kanton Zürich) die einzige Schweizer Stadt nördlich des Rheins. Auf dem Cholfirst (Gemeinde Flurlingen, Kanton Zürich) befindet sich bei 8°38'50" östliche Länge und 47°40'53" nördliche Breite ein Sendeturm in Stahlfachwerkbauweise mit einer für den Publikumsverkehr geöffneten Aussichtsplattform. Der Bahnhof Schaffhausen gehört laut Grundbucheintrag zu 65% der SBB und zu 35% der DB AG.

Geschichte

Die Stadt Schaffhausen entstand etwa um 1000 aufgrund ihrer speziellen geografischen Lage. Zu dieser Zeit war der Rhein auf der Höhe von Schaffhausen breit und sehr flach. Es war einer der wenigen Orte, wo man den Rhein mit Pferden überqueren konnte. Diese Furt und die darauf folgenden Schnellen inkl. Rheinfall unterbrachen die Wasserstrasse vom Bodensee in Richtung Basel. Die Schiffe mussten entladen werden und die Waren wurden auf dem Landweg bis unterhalb des Rheinfalls transportiert. Schaffhausen wurde dadurch zu einem wichtigen Umschlagplatz in der Region. Im 12. Jahrhundert wurde das Kloster zu Allerheiligen gebaut. Schaffhausen war bis 1798 ein Stadtstaat, seine Aufzeichnungen beginnen 1045. Zeitweise unter Habsburger Herrschaft, erwarb es seine Unabhängigkeit 1415 wieder. Es verbündete sich 1454 mit den Eidgenossen für 25 Jahre und wurde 1501 Mitglied der Schweizer Eidgenossenschaft. Die erste Eisenbahnverbindung erhielt Schaffhausen im Jahre 1857. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt am 1. April 1944 irrtümlich Ziel von US-Bombenangriffen.

Sehenswürdigkeiten

1944
- Altstadt mit Erkern, Fassadenmalereien und zahlreichen historischen Brunnen
  - Fronwagplatz
  - Haus Zum Ritter mit Malereien von Tobias Stimmer
- Mittelalterliche Festungsanlage Munot
- Museum und Kloster zu Allerheiligen
- Hallen für neue Kunst
- Rheinfall, grösster Wasserfall Europas

Politik

Stadtpräsident ist Marcel Wenger (FDP). Die anderen Stadträte heissen:
- Urs Hunziker (FDP, Erziehungs- und Heimreferent)
- Thomas Feurer (Ökoliberale Bewegung, Sozial- und Kulturreferent)
- Veronika Heller (SP, Finanzen & öffentlicher Verkehr)
- Peter Käppler (SP, Baureferent)

Persönlichkeiten


- Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510; Prediger)
- Johann Konrad Ammann (1669-1724; Arzt und Gehörlosenlehrer)
- Johann Conrad Ammann (1724-1811; Arzt und Kunstsammler)
- Johann Conrad Fischer (1773-1854; Industriepionier)
- Johannes von Müller (1752-1809; Historiker)
- Heinrich Moser (1805-1874; Industriepionier)
- Walther Bringolf (1895-1981; Politiker)
- Gilberto Agustoni (1922; Kardinal)
- Albert Einstein arbeitete 1901 und 1902 als Lehrer in Schaffhausen
- Isolde Schaad (1944; Schriftstellerin)
- Ariane Ehrat (1961; Skirennläuferin)

Weblinks


-
- [http://www.stadt-schaffhausen.ch/ Offizielle Website der Stadt Schaffhausen]
- [http://www.stadtarchiv-schaffhausen.ch/ Stadtarchiv Schaffhausen]
- [http://www.sh.ch/wf/ Wirtschaftsförderung Kanton Schaffhausen]
- [http://www.schaffhausen.ch/ Das Schaffhauser Internetportal]
- [http://www.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0014762 Sende- und Aussichtsturm Schaffhausen-Cholfirst]
- [http://www.fcschaffhausen.ch Fussballclub FC Schaffhausen] Siehe auch: Rhein, Rheinfall Rheinfall] RheinfallRheinfall Rheinfall, vom Munot aus gesehen]] Munot Munot] Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Schaffhausen Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz) als:Schaffhausen ja:シャフハウゼン

Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde. Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.

In Kürze

Frankreich Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern. Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden. Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag. Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone. Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer. Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005). Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch. 41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert. Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig. Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union. Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.

Geografie

CH Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. 38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.

Geologie

Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen. Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.

Berge

Oberrheinische Tiefebene In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt. Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe. Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m). In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin. Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m). Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz Liste der Berge in der Schweiz]]

Seen

Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen. Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden). Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz. Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²). Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz

Flüsse

Liste der Seen in der Schweiz]] Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden. Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet. Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer. Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône. Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau. Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po. Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz. Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône. Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz

Klima

Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran. Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage. Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr. Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990). Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987). Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten. Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener. Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990). Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.

Flora und Fauna

30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.

Bevölkerung

Sprachen

Kastanienwälder Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.» Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt. Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren. Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet. Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch. Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache

Religionen

:Kategorie:Schweizer Sprache] Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind. Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas. Siehe auch: Religionen in der Schweiz

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Schweiz. Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg. Burgund] Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern. Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet. Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten. Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte. zugewandten Orte Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat. Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten. Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt 1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde. Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert. Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind. Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Schweiz

Politisches System

Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität

Gewaltenteilung

Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenannten erstinstanzlichen Gerichte neu geschaffen. Das Strafgericht hat die Arbeit 2004 aufgenommen; das Verwaltungsgericht wird dies voraussichtlich 2007 tun. Ein besonderer Verfassungsgerichtshof wie in anderen Ländern existiert in der Schweiz nicht, doch können alle Gerichte eine (beschränkte) Verfassungsgerichtsbarkeit ausüben. Siehe auch: Liste der Bundespräsidenten der Schweiz, Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates

Parteien

Parteien mit Vertreter im Bundesrat («Bundesratsparteien») sind:
- die Schweizerische Volkspartei (SVP; Stimmenanteil 2003: 26.6%),
- die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP; Stimmenanteil 2003: 23.3%),
- die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP; Stimmenanteil 2003: 17.3%) sowie
- die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; Stimmenanteil 2003: 14.4%). SP, FDP und SVP haben je zwei Sitze, die CVP hat einen. Diese Verteilung ist neu seit Dezember 2003, davor galt die sogenannte Zauberformel. Von den übrigen Parteien hat die Grüne Partei der Schweiz den grössten Stimmenanteil (2003: 7.4%). Siehe auch: Politische Parteien in der Schweiz

Internationale Organisationen

Politische Parteien in der Schweiz Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat die Schweiz 2002 der UNO bei, ist aber zugleich das erste Land, dessen Volk über den Beitritt abstimmen durfte. Daneben ist die Schweiz in der OSZE, dem Europarat wie auch in der EFTA tätig. Die Schweiz nimmt an der Partnerschaft für den Frieden der NATO teil und ratifizierte das Kyoto-Protokoll. Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union (EU) noch des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); jedoch bestehen wichtige bilaterale Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Ein Beitritt zur NATO stünde im Konflikt zur Neutralität der Schweiz. Siehe auch: Die Schweiz in den Vereinten Nationen

Politische Strukturen

Kantone

Die Schweiz in den Vereinten Nationen Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (vor der Totalrevision der Bundesverfassung von 1999: 23 Kantone, wovon drei in je zwei Halbkantone gegliedert waren). Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen sehr ausgeprägten Föderalismus auf, der die politische und wirtschaftliche Kleinräumigkeit und Fragmentiertheit der Schweiz verstärkt.

Enklaven und Exklaven

Büsingen am Hochrhein wie auch Campione d'Italia sind Enklaven in der Schweiz:
- Die deutsche Gemeinde Büsingen ist nördlich des Rheins vom Kanton Schaffhausen umgeben, südlich davon grenzt sie an die Kantone Zürich und Thurgau.
- Das italienische Campione, bekannt für sein Spielcasino, ist am Luganersee innerhalb des Kantons Tessin. Weitere Enklaven und Exklaven gehören eher in das Kuriositätenkabinett, so liegt das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht in russischem Hoheitsgebiet. Deren Fläche beträgt 563 m². Die Schweiz selbst hat innerhalb Liechtensteins eine Exklave. Beide Gebiete sind allerdings nur einige Quadratmeter gross.

Regionen

Schöllenenschlucht Neben den geologischen und den geografischen Regionen definierte das Bundesamt für Statistik für die Schweiz sieben Grossregionen. Diese sind die Ostschweiz, Zürich, die Zentralschweiz, die Nordwestschweiz, die Espace Mittelland, die Région Lémanique wie auch der Ticino. In der Umgangssprache wird die Zentralschweiz häufig Innerschweiz genannt. Die Region zwischen Bern und Zürich wird auch als Mittelland bezeichnet und der französischsprachige Teil der Schweiz wird als Romandie, Welschschweiz oder Westschweiz bezeichnet. Siehe auch: Grossregionen der Schweiz

Städte

Die grösste Schweizer Stadt ist Zürich mit rund 366'000 Einwohnern (Stand 2004). Die Agglomeration umfasst 1'080'000 Einwohner. Weitere Grossstädte mit über 100'000 Einwohnern sind Genf, Basel, die Bundesstadt Bern sowie Lausanne. Die Bevölkerungsdichte ist im flachen Mittelland sehr hoch, im Alpenland und im Jura naturgemäss dünn. Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden der Schweiz.

Landesverteidigung

Hauptartikel: Schweizer Armee Die Schweizer Armee ist die bewaffnete Streitmacht der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe. Da die Schweiz ein Binnenland ist, verfügt die Armee über keine Marine. Auf den grenzüberschreitenden Seen sind militärische Schnellboote im Einsatz (Motorbootkompanie). Das jährliche Budget beträgt rund 4.6 Milliarden Franken (2004). Der Auftrag der Armee ist in der Bundesverfassung festgelegt.
- Raumsicherung und Verteidigung zur Behauptung des Schweizer Territorium
- Subsidiäre Einsätze zur Existenzsicherung bei Naturkatastrophen oder Grossanlässen
- Friedensförderung, beispielsweise als unbewaffnete Militärbeobachter für die UNO Die Besonderheit der schweizerischen Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Es gibt insgesamt nur etwa 5% Berufs- und Zeitsoldaten. Alle übrigen Angehörigen der Armee sind Wehrpflichtige im Alter zwischen 20 und 34 Jahren, in speziellen Fällen bis 50 Jahren. Militärdienstpflichtig sind alle männlichen Schweizer Bürger. Sie werden in der Regel im Alter von 19 Jahren per Marschbefehl zur militärischen Aushebung aufgeboten. Bei den Frauen geschieht dies auf freiwilliger Basis. Die meisten bestehen die Aushebung, d. h. sind diensttauglich. Die Dienstuntauglichen müssen – von den Behinderten abgesehen – eine jährliche Militärpflichtersatzsteuer zahlen. Die meisten leisten dann Zivilschutz. Wer aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten will, hat die Möglichkeit, einen Zivildienst (meist eine Form von Sozialarbeit) zu absolvieren. Zur Abschreckung wurde die Dauer des Zivildienstes auf das 1.5-fache des Militärdienstes angesetzt. Eine Dienstverweigerung ist in der Schweiz im Prinzip möglich, jedoch nur mit grossem Aufwand durchzusetzen. Im Verlaufe eines Jahres werden ca. 20'000 junge Schweizer und Schweizerinnen in Rekrutenschulen von 21 Wochen Dauer ausgebildet. Mit der Reform Armee XXI, angenommen 2003, wird die Mannschaftsstärke von den 400'000 der Armee 95 auf ca. 200'000 Angehörige reduziert. Davon sind 120'000 in aktive Verbände und 80'000 in Reserve-Einheiten eingeteilt. Weltweit einzigartig ist die Abgabe der persönlichen Waffe an den Wehrmann; Angehörige der Armee bewahren ihre Waffe mit Munition zu Hause auf. So entstand die Redewendung «Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee». Insgesamt fanden drei Generalmobilmachungen (GMob; auch Kriegsmobilmachung; KMob) zum Schutze der Integrität und der Neutralität der Schweiz statt. Die erste GMob fand anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 statt. Als Reaktion auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und um einen deutschen oder französischen Durchmarsch durch die Schweiz zu verhindern, wurde auf den 3. August 1914 die erneute GMob der Armee beschlossen. Die dritte GMob der Armee fand am 1. September 1939 als Reaktion auf den deutschen Überfall auf Polen statt. Henri Guisan wurde zum General gewählt und entwickelte sich in den Kriegsjahren zur Hauptintegrationsfigur der von den Achsenmächten eingeschlossenen Eidgenossenschaft. Die Schweizer Armee war im Zweiten Weltkrieg in Luftkämpfe mit der deutschen Luftwaffe verwickelt. Terrestrisch wurde sie auf eigenem Territorium noch nie mit offenen Angriffen feindlicher Kräfte konfrontiert. Nachweislich wurden aber auch B-29 Bomber der USA abgefangen, die sich über österreichischem Territorium glaubten. Trotz mehrmaligen Anfunkens durch die Schweizer Jagdflieger antworteten die Bomberbesatzungen befehlsgemäss nicht und wurden abgeschossen. Auch wurde Schaffhausen irrtümlich von der USAF bombardiert und ein weiterer Bomber der USAF, der seinen Verband verloren hatte, entledigte sich seiner explosiven Ladung über Basel. Da sich die militärische Bedrohungslage im heutigen Europa für die Schweiz geändert hat, wird die Armee immer wieder in Frage gestellt. Besonders die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) setzt sich seit Jahren erfolglos für eine Abschaffung ein. Zwei Abstimmungen zur Abschaffung der Armee wurden vom Volk bisher jedoch deutlich verworfen. Auch die Frage, ob friedenserhaltende Armee-Einsätze im Ausland mit der Neutralität vereinbar sind, ist umstritten.

Sozialversicherungen

Hauptartikel: Schweizer Sozialpolitik In der Schweiz existieren mehrere Sozialversicherungen. Diese sind meistens Zwangsversicherungen, das heisst, für die Bewohner besteht eine Versicherungspflicht. Die wichtigsten Sozialversicherungen sind:
- die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die staatliche Rentenversicherung.
- die Krankenversicherung.
- die Mutterschaftsversicherung.
- die Unfallversicherung.
- die Invalidenversicherung (IV), für Personen, die aufgrund von Behinderungen nicht mehr vollständig erwerbstätig sein können oder Ergänzungsleistungen benötigen. Daneben ist für Erwerbstätige eine berufliche Vorsorge, die Pensionskasse, obligatorisch. Diese wird privatwirtschaftlich geregelt und ist Sache des Arbeitgebers. Freiwillig ist dagegen die Private Vorsorge in Form von zum Beispiel Lebensversicherungen. Diese werden steuerlich gefördert. Die staatliche Rentenversicherung, die berufliche Vorsorge wie auch die private Vorsorge werden zusammen als Drei-Säulen-System bezeichnet. Daneben gibt es die Erwerbsersatzordnung, so dass Militärdienstpflichtige während der Ausübung militärischer Pflichten ein Taggeld bekommen. Obligatorisch ist auch die Arbeitslosenversicherung. Siehe auch: Sozialversicherung (Schweiz)

Gesundheitswesen

Hauptartikel: Gesundheitswesen Schweiz In der Schweiz ist jeder Einwohner unabhängig von seiner Nationalität aufgrund des Krankenversicherungsgesetzes verpflichtet, sich bei einer schweizerischen Krankenkasse seiner Wahl für die Behandlungskosten bei Krankheit zu versichern («Grundversicherung», «obligatorische Krankenpflegeversicherung»). Die Krankenkassen sind privatwirtschaftliche Unternehmen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, jeden in die Grundversicherung aufzunehmen, der einen entsprechenden Antrag stellt und im Tätigkeitsgebiet der Kasse Wohnsitz hat. Die Zahlung der Prämie (Mitgliederbeitrag) ist Sache des Versicherten. Es handelt sich dabei um eine Kopfprämie, d. h. die Prämie ist einkommensunabhängig, variiert jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse und von Kanton zu Kanton. Einkommensschwachen Perso

Erker

Ein Erker (mhd. erker[e], ärker ist wohl Lehnwort aus nordfrz. arquière "Schützenstand, Schießscharte" (eigentlich "Mauerausbuchtung")) ist ein geschlossener, überdachter über ein oder mehrere Geschosse reichender Vorbau an der Fassade eines Hauses. Im Gegensatz zur Auslucht steigt er nicht vom Boden auf, sondern wird von einer auskragenden Balkenlage oder Konsolen getragen. Erker waren z. B. im Mittelalter an Wehrbauten beliebt. Zum einen konnte man von ihnen aus die Mauer besser übersehen und mögliche Angreifer zielsicher mit Wurfgeschossen wie Pechnasen bekämpfen. Zum anderen diente der nach unten offene Erker der Erleichterung, also als Toilette. Seit der Spätgotik und der Renaissance diente der Erker im Wohnhaus zur besseren Belichtung der Räume und als künstlerisches Gliederungsmotiv der Fassade.

Weblinks


- [http://www.fachwerk.de/lexikon/erker.html Fachwerk.de: "Der Erker"] Kategorie:Fassade

Rheinfall

Der Rheinfall (auf Schweizerdeutsch: Rhyfall) bei Neuhausen nahe Schaffhausen ist der größte Wasserfall Europas. Auf dem Weg vom Bodensee nach Basel stellen sich dem Hochrhein harte Jurakalke in den Weg, die das Flussbett verengen, und die der Fluss in Stromschnellen oder Wasserfällen wie dem Rheinfall überwindet. Bei mittlerer Wasserführung des Rheins stürzen im Rheinfall 750 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Felsen. Der Rheinfall hat eine Höhe von 23 m und eine Breite von 150 m. Die höchste Abflussmenge wurde im Jahr 1965 mit 1250 Kubikmetern, die geringste Abflussmenge im Jahr 1921 mit 95 Kubikmetern in der Sekunde gemessen. Unterhalb am Rheinfallbecken liegt das Schlösschen Wörth, von hier aus kann man mit Ausflugsbooten dicht an den Rheinfall heranfahren und sich auch am mittleren Felsen absetzen lassen und diesen besteigen. Der kleinere Felsen, der nicht bestiegen werden kann, nennt sich auch Seelentanzstein. Oberhalb des Rheinfalls auf der Zürcher Seite des Rheins befindet sich das Schloss Laufen. Es beherbergt ein Restaurant, einen Kiosk und eine Jugendherberge.

Entstehung

Der Felsuntergrund, der viel älter ist als der Rheinfall selbst, wie auch die bedeutend jüngeren geologischen Vorgänge während des Eiszeitalters führten zur Entstehung des Rheinfalls. Durch die allgemeinen Temperatursenkungen setzten vor rund 500'000 Jahren die ersten Gletschervorstöße ins Mittelland ein und gestalteten die heutige Landschaft. Bis zum Ende der Riss-Eiszeit vor ca. 200'000 Jahren floss der Rhein von Schaffhausen westlich durch den Klettgau. Dieses frühere Flussbett wurde wieder mit Alpenschotter aufgefüllt. Vor ca. 120'000 Jahren wurde der Fluss dann bei Schaffhausen nach Süden abgelenkt und bildete die risszeitliche Rheinrinne. Der Beckenabfluss heute entspricht dieser Rinne, die wieder mit Schotter aufgefüllt wurde. Während der letzten Eiszeit, der sogenannten Würmeiszeit, wurde der Rhein dann in weitem Bogen gegen Süden abgedrängt und erreichte oberhalb des Falles sein heutiges Bett auf hartem Malmkalk. Beim Übergang von den harten Malmkalken zur leicht abtragbaren risszeitlichen Schotterrinne entstand so vor rund 14.000 bis 17.000 Jahren der Rheinfall in seiner heutigen Form. Die Rheinfallfelsen bilden die Überreste der ursprünglich steil abfallenden Kalksteinflanke.

Zitate

«Halte dein Herz, o Wanderer, fest in gewaltigen Händen! Mir entstürzte vor Lust zitternd das meinige fast. Rastlos donnernde Massen auf donnernde Massen geworfen, Ohr und Auge, wohin retten sie sich im Tumult?» Eduard Mörike

Weblinks


- [http://www.rheinfall.com www.rheinfall.com]
- [http://www.rheinfall.ch www.rheinfall.ch]
- [http://www.schweizwochen.de/artikel/rheinfall.htm http://www.schweizwochen.de/artikel/rheinfall.htm] Kategorie:Wasserfall Kategorie:Geographie (Schweiz) Kategorie:Schaffhausen (Kanton) als:Rheinfall

Neuhausen am Rheinfall

Neuhausen am Rheinfall (bis 1938 offiziell Neuhausen genannt) ist eine Grenzgemeinde im Kanton Schaffhausen. Neuhausen ist bekannt für die Touristenattraktion Rheinfall, welche mit der Gemeinde Laufen-Uhwiesen geteilt wird. Weitere Nachbargemeinden sind Flurlingen, Feuerthalen, Schaffhausen, Beringen, Guntmadingen sowie die deutsche Gemeinde Jestetten. Neuhausen hat zwei Bahnhöfe, wovon einer von den SBB, der andere von der DB betrieben wird. Zu den bekanntesten Firmen in Neuhausen gehören die Spielkartenfabrik Müller AG, die Verbandstoff-Fabrik IVF Hartmann AG, die Schweizerische Industrie-Gesellschaft (SIG) sowie die heute zur Alcan-Gruppe gehörende ehemalige Alusuisse-Niederlassung. Gemeindepräsident ist Stephan Rawyler (FDP).

Weblinks


- [http://www.neuhausen.ch Offizielle Website der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D7534.html Artikel Hofstetten (SH)] im Historischen Lexikon der Schweiz Historischen Lexikon der Schweiz Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Schaffhausen Kategorie:Schweizer Gemeinde

1501

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Eintritt der Kantone Basel (siehe Artikel zur Stadt und zur Landschaft) und Schaffhausen in die Schweizerische Eidgenossenschaft
- Erste Entdeckung von Ascension
- Ferdinand von Aragonien und Ludwig XII. von Frankreich erobern das Königreich Neapel
- In Schrattenthal entsteht unter der Herrschaft der Eyczinger die erste Buchdruckerei in Niederösterreich

Katastrophen


- Verheerendes Hochwasser im Alpenvorraum und an der Donau. Die Wassermenge in Wien beträgt ca 14.000 m³.

Geboren


- 17. Januar: Leonhart Fuchs, deutscher Pflanzenkundler und Mediziner († 1566)
- 24. Februar: Sixtus Birck, deutscher Dramatiker († 1554)
- 23. März: Pietro Andrea Mattioli, italienischer Arzt und Botaniker
- 6. Mai: Marcellus II., Papst († 1555)
- 18. Mai: Isabella von Österreich, dänische Königin († 1526)
- 24. September: Gerolamo Cardano, italienischer Arzt, Mathematiker und Erfinder († 1576)
- 1. Oktober: Wolfgang zu Stolberg, deutscher Politiker († 1552)
- 4. November: Pietro Bertani, Kardinal der römisch katholischen Kirche († 1558)
- 14. November: Anna, Regentin in Ostfriesland († 1575)

Gestorben


- 28. September: Jean Cordier, Sänger (
- 1440) ko:1501년

Stein am Rhein

Stein am Rhein ist eine Stadt im Kanton Schaffhausen in der Schweiz mit 3110 Einwohnern (Ende 2003). Als einzige Gemeinde des Kantons Schaffhausen verfügt Stein am Rhein mit einem Brückenkopf über eine Fläche südlich des Rheins. Schweiz Das Städtchen liegt im wesentlichen nördlich des Rheins auf etwa 413 m ü.M und war Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Sie ist vor allem wegen des gut erhaltenen Altstadtkerns bekannt. Viele mittelalterliche Bauten prägen das Bild - die bemalten Häuserfassaden, Fachwerkhäuser, Erker und kleine Gassen sind das touristische Potential dieser Stadt. Des weiteren sind die Inselgruppe Werd (althochdeutsch Werid, ein darauf gelegener früher gewaltiger Gneisfelsen gab der Stadt ihren Namen), die Probstei Wagenhausen und die Burg Hohenklingen in der allernächsten Umgebung zu erwähnen. 1972 erhielt die Gemeinde für die beispielhafte Pflege dieses einzigartigen Ortsbilds den ersten Wakkerpreis. bild:Stein am Rhein3.jpg|das Stadtzentrum bild:Stein_am_rhein.jpg|Häuserfassaden im Stadtzentrum bild:Stein am Rhein4.jpg|Stadttor

Politik

Stadtpräsident: Franz Hostettmann

Weblinks


-
- [http://www.steinamrhein.ch Offizielle Website der Stadt Stein am Rhein]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D10954.html Artikel Hohenklingen] im Historischen Lexikon der Schweiz Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Schaffhausen Kategorie:Schweizer Gemeinde

Eglisau

Eglisau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie

Schweiz Das Städtchen liegt auf dem Nordufer des Rheins nahe der deutschen Grenze. Zu Eglisau gehören die Ortsteile Seglingen und Tössriederen. Trotz nur etwas mehr als 3000 Einwohnern in der Gemeinde, hat Eglisau das alte, im Mittelalter erworbene Stadtrecht beibehalten.

Bevölkerung

Nach der Konfessionszugehörigkeit sind reformiert 52%, katholisch 24% und 24% der Einwohner gehören einer anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an.

Politik

Gemeindepräsident ist Peter Keller (SVP).

Wirtschaft

Verkehr

SVP Bei Eglisau führt eine Eisenbahnbrücke über den Rhein, die vor 1897 erbaut worden ist (Eröffnung heutigen SBB-Strecke Bülach - Schaffhausen). Der Viadukt hat einen 90 m langen Fachwerkträger mit obenliegendem Gleis. Seitlich daran schliessen Vorbrücken mit 12 bzw. 9 Steinbogen an. Die südliche Vorbrücke ist gekrümmt. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 440 m. Durch die S-Bahn ist man in in kürzester Zeit in Zürich (S5), Winterthur (S41) oder Schaffhausen (S22). Der im Zug des Rheinstaus (Kraftwerk Rheinsfelden) 1918 erstellte Neubau der Strassenbrücke an einen Brückenkopf westlich des Stadtkerns wird heute täglich von Tausenden Fahrzeugen befahren, da sie die einzige Strassenverbindung ins Rafzerfeld und über den Jestetter Zipfel nach Schaffhausen darstellt. Es wurden deshalb schon verschiedentlich Projekte für eine Hochbrücke auf dem Niveau des Eisenbahnviadukts aufgelegt.

Geschichte

Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung von Seglingens Owe datiert auf das Jahr 893. Die im Kern mittelalterliche Altstadt ist in ihrer Grundanlage noch heute erkennbar und gut erhalten. Das frühere westliche Stadttor, der Pulverturm, wurde im Zug der Modernisierung abgebrochen und heute nur noch der Name Törliplatz an ihn erinnert. Eglisau kam 1463 unter die Herrschaft von Freiherrn Bernhard Gradner, einem österreichischen Adeligen. 1489 wurde es eine Zürcherische Landvogtei, deren Sitz auf dem 1810 abgebrochenen Schloss war. Legendär war der letzte Landvogt Salomon Landolt, welcher 1798 zurück trat. In Folge der strategischen Bedeutung des Städtchens, litt es stark unter den Wirren der napoleonischen Kriege in den Jahre 1799-1813.

Weblinks


- [http://www.eglisau.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Eglisau]
- [https://data.statistik.zh.ch/infospc/geport/gemeinde.jsp?bfs=43 Wichtige Kenngrössen Gemeinde Eglisau]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D43.html Artikel Eglisau] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.gis.zh.ch/gb4/bluevari/gb.asp?BFS=55 Gemeinde Eglisau] im [http://www.gis.zh.ch/ GIS des Kantons Zürich] Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Zürich Kategorie:Schweizer Gemeinde

Flurlingen

Flurlingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie

Die Gemeinde Flurlingen liegt zwischen Rhein und Westhang des Cholfirsts. Von der Gemeindefläche dienen 18.3% der Landwirtschaft, 55.8% ist mit Wald bedeckt, 4.2% ist Verkehrfläche und 17.9% Siedlungsgebiet, 3.8% sind Gewässer.

Bevölkerung

Politik

Die SVP hat 26.6%, die SP 33.0%, die FDP 20.3%, die Grüne 8.7%, die CVP 5.0%, und die EVP 2.4% der Wählerstimmen. Gemeindepräsident ist Christoph Waldvogel.

Geschichte

Flurlingen wurde im Jahr 876 erstmals urkundlich erwähnt.

Weblinks


- [http://www.flurlingen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Flurlingen]
- [https://data.statistik.zh.ch/infospc/geport/gemeinde.jsp?bfs=23 Statistische Daten Gemeinde Flurlingen]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D23.html Artikel Flurlingen] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.gis.zh.ch/gb4/bluevari/gb.asp?Gde=Flurlingen Gemeinde Flurlingen] im [http://www.gis.zh.ch/ GIS des Kantons Zürich] Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Zürich Kategorie:Schweizer Gemeinde

Bahnhof

Ein Bahnhof ist eine Verkehrs- und Betriebsanlage von Bahnen.

Definitionen und Benennungen

Laut strenger Definition muss ein Bahnhof der Eisenbahn über mindestens eine Weiche verfügen, und Züge müssen beginnen, enden, kreuzen, überholen oder wenden können. Somit ist eine Zugangsstelle ohne Weiche kein Bahnhof, sondern ein Haltepunkt. In Österreich muss laut offizieller Definition ein Eisenbahn-Bahnhof keine Weiche haben. Dem deutschen Haltepunkt entspricht die österreichische Haltestelle (in Deutschland wiederum ist eine Haltestelle ein Haltepunkt der mit einer Abzweigstelle zusammenfällt). Der Unterschied zwischen einem Bahnhof und einem Haltepunkt ist für Fahrgäste u.A. im Fall einer punktuellen Streckensperrung bedeutsam - normalerweise wird dann der Verkehr auf der Schiene bis zu den Bahnhöfen aufrechterhalten, die der gesperrten Stelle am nächsten liegen. Umgangssprachlich versteht man unter einem Bahnhof in der Regel eine Anlage, an der Reisende Züge besteigen oder verlassen können (also auch den Haltepunkt), Güter auf Züge ver- oder von diesen entladen oder Züge neu zusammengestellt oder umgruppiert werden. Häufig wird darunter umgangssprachlich auch nur das Bahnhofsgebäude selbst verstanden, das jedoch in der Fachsprache als Empfangsgebäude (in der Schweiz und in Österreich: Aufnahmegebäude) bezeichnet wird. Bahnhöfe werden meist nach dem Ort oder Ortsteil benannt, in dem sie sich befinden. Nach Eingemeindungen oder Umbenennungen können jedoch auch historische Namen erhalten bleiben. Kopfbahnhöfe von Eisenbahnstrecken waren in Deutschland oft nach dem Endpunkt der in diesem Bahnhof beginnenden Strecke benannt. So hieß zum Beispiel der in Berlin gelegene Bahnhof der Berlin-Görlitzer Eisenbahn Görlitzer Bahnhof. In anderen Ländern ist diese Praxis noch beibehalten worden. Gibt es mehrere Bahnhöfe an einem Ort, von denen einer den anderen betrieblich übergeordnet ist oder das zumindest historisch einmal war, wird dieser häufig als Hauptbahnhof bezeichnet.

Bahnhofsarten

Bahnhofsarten nach baulicher Anordnung der Gleisanlagen und Lage des Empfangsgebäudes:
- Durchgangsbahnhöfe (häufigste Anordnung z. B. Köln Hbf, Hannover Hbf, Darmstadt Hbf oder Augsburg Hbf),
- Kopfbahnhöfe (z. B. Leipzig Hbf, München Hbf, Frankfurt Hbf, Kassel Hbf);
- Anschlussbahnhöfe,
- Kreuzungsbahnhöfe,
- Trennungsbahnhöfe,
- Inselbahnhöfe (z. B. Halle (Saale) Hbf),
- Keilbahnhöfe (z. B. Wunstorf, Betzdorf/Sieg, Gießen),
- Dreiecksbahnhöfe (z. B. Werdau)
- Berührungsbahnhöfe (sehr selten, z. B. Mülheim an der Ruhr Hbf)
- Turmbahnhöfe (manchmal auch nicht ganz richtig Kreuzungsbahnhof genannt; z. B. Osnabrück Hbf, Berlin Hauptbahnhof, im Bau)
- Tunnelbahnhöfe (z. B. Dresden Flughafen, Unterföhring, Frankfurt-Konstablerwache)
- Reiterbahnhof (z.B. Zürich Wiedikon, Kassel-Wilhelmshöhe) Bahnhofsarten nach Funktionen:
- Personenverkehr:
  - Personenbahnhöfe,
  - als verkehrliche Sonderformen der Personenbahnhöfe: Flughafenbahnhöfe (z. B. Berlin-Schönefeld), Messebahnhöfe;
  - Abstellbahnhöfe für Reisezugwaggons,
  - Postbahnhöfe (die Postbeförderung wurde bis zu ihrer Verlagerung auf die Straße in Reisezügen durchgeführt);
- Güterverkehr:
  - Güterbahnhöfe einschließlich Containerbahnhöfe,
  - Hafenbahnhöfe (z. B. Weserbahnhof in Bremen),
  - Fährbahnhöfe (teilweise auch im Personenverkehr),
  - nichtöffentliche Werks- oder Industriebahnhöfe (z. B. BASF in Ludwigshafen) und Zechenbahnhöfe,
  - Rangierbahnhöfe (z. B. Maschen bei Hamburg);
- beiden Verkehrsarten dienen meistens:
  - Betriebsbahnhöfe,
  - Grenzbahnhöfe (z. B. Frankfurt (Oder)),
  - Spurwechselbahnhöfe mit Umspur- und/oder Umladeeinrichtungen. Nach der Relation unterschieden werden Endbahnhöfe, Unterwegsbahnhöfe und Knotenbahnhöfe. Bahnhofsanlagen können aus mehreren Teilen unterschiedlicher Funktion zusammengesetzt sein: so liegen z. B. Güter- oder Abstellbahnhöfe bei kleinen und mittleren Bahnhöfen meistens unmittelbar neben oder auch häufig direkt hinter dem Personenbahnhof. Vielen größeren und manchen mittleren Bahnhöfen ist oder war ein Bahnbetriebswerk angeschlossen. In den größten Eisenbahnkomplexen sind oft mehrere Bahnhöfe unterschiedlicher Funktion getrennt voneinander angelegt, zum Beispiel in Mannheim der Hauptbahnhof und der Rangierbahnhof. In den Anfangsjahren der Eisenbahn wurden Bahnhöfe in Deutschland häufig an großen Flüssen angelegt, um den Bahntransport mit dem gut ausgebauten Flusstransportverkehr zu verbinden. Nachdem die ersten Knotenpunkte der Eisenbahnen entstanden, wurde die Forderung nach der Projektierung der Bahnhöfe unter logistischen Gesichtspunkten gestellt. Der Ingenieur und Direktor der sächsischen Eisenbahnverwaltung Max Maria von Weber stellte dazu die ersten verbindlichen Regeln auf, die später allgemein anerkannt wurden. Die Gleisanlagen vieler in- und ausländischer Bahnhöfe sind nach deren Privatisierung von Eisenbahnen wie zum Beispiel bei der Deutschen Bahn AG stark verkleinert beziehungsweise vom Bahnhof zum Haltepunkt zurückgebaut worden.

Superlative


- von Reisenden meistfrequentierter Bahnhof der Welt: Bahnhof Shinjuku in Tokio angesehen, praktisch ein reiner Pendlerbahnhof mit täglich 1 bis 4 Millionen Passagieren.
- von Zügen meistfrequentierter Bahnhof der Welt: Clapham Junction im Süden Londons. Über 2.400 Züge passieren den Bahnhof täglich. Während der Hauptverkehrszeiten fährt durchschnittlich alle 20 Sekunden ein Zug in den Bahnhof ein.
- ältester Bahnhof der Welt: in Stockton-on-Tees (England)
- höchstgelegener Bahnhof der Welt: Galera in den peruanischen Anden mit 4781 m Höhe über dem Meeresspiegel
- größter Personenbahnhof Deutschlands: seit dem Umbau des Leipziger Hauptbahnhofs und dem damit verbundenen Abbau einiger Gleise der Frankfurter Hauptbahnhof in Frankfurt am Main.
- älteste Bahnhöfe Deutschlands:
  - Vienenburg (Niedersachsen, Landkreis Goslar), Bahnhofsgebäude aus dem Jahre 1840
  - Niederau (Freistaat Sachsen), Bahnhofsgebäude am 15. Mai 1842 in Betrieb genommen.
  - das älteste noch in Betrieb befindliches Bahnhofsgebäude einer deutschen Großstadt steht in Augsburg.
- Der größte Güterbahnhof Europas ist der Rangierbahnhof Maschen bei Hamburg. Meistfrequentierte Personenbahnhöfe in Deutschland nach Reisenden und Besuchern pro Tag laut DB-AG [http://www.bahnhof.de http://www.bahnhof.de] Der Berlin Hauptbahnhof – Lehrter Bahnhof welcher am 28. Mai 2006 eröffnet werden soll, ist hier noch nicht aufgeführt. Da dieser die Fernverkehrsverbindungen und einige Nahverkehrsverbindungen der Berliner Bahnhöfe Zoo und Ostbahnhof (90.000 Reisende täglich) aufnimmt, wird dieser wohl nach seiner Eröffnung in dieser Liste auftauchen

Siehe auch


- Liste wichtiger Personenbahnhöfe, Liste wichtiger Rangierbahnhöfe, Liste der Bahnhöfe in den Niederlanden
- Gleisplan, Fernbahnhof, Regionalbahnhof, Rangierbahnhof, U-Bahnhof.

Zitate und Redewendungen


- Auf einer Spazierfahrt, bei der man nach Belieben aussteigen kann, gibt es keine Ankunft, bei der Eisenbahnfahrt aber wird der Unterschied von Ankunft und Abfahrt geheimnisvoll schematisiert durch eine Operation, die sich in den Bahnhöfen, diesen ganz besonderen Stätten, vollzieht, die sozusagen kein Teil der Stadt sind und doch die Essenz ihrer Persönlichkeit so deutlich enthalten wie sie auf dem Signalschild ihren Namen tragen.Marcel Proust (Im Schatten der jungen Mädchen, ISBN 3-51857875-8, S. 219)
- Ich verstehe nur Bahnhof besagt umgangssprachlich, etwas nicht verstehen zu können.

Literatur


- Otto Blum: Personen- und Güterbahnhöfe. Zweite neubearbeitete Auflage von Dr.-Ing. habil. Kurt Leibrand. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer-Verlag, 1961. (= Handbuch für Bauingenieurwesen).
- Prof. Berthold Grau: Bahnhofsgestaltung. Bände 1 und 2. Berlin (Ost): Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, 1968.
- Mihály Kubinszky: Bahnhöfe Europas. Ihre Geschichte, Kunst und Technik. Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1969.
- Jean Dethier: Die Welt der Bahnhöfe. Herausgeber: Centre National d'Art et de Culture Georges Pompidou/Centre de Création Industrielle und Staatliche Kunsthalle Berlin. Ausstellungskatalog. Berlin (West): Elefanten-Press-Verlag, 1980. (= EP: 47). ISBN 3-88520-047-3.
- Jean Dethier, Paul Delacroix und François-Xavier Bouchard (Fotos): Gares d'Europe. Boulogne-sur-Mer: Neuilly S. E. (Denoël), 1988. ISBN 2-207-23505-X. (Hervorragender Bildband in Französisch, auch für Leserinnen und Leser ohne französische Sprachkenntnisse informativ.)
- Dr. Gérard Blier: Nouvelle géographie ferroviaire de la France. Paris: La Vie du Rail. Tome (Band) I: Le réseau: structure et fonctionnement. 1991, ISBN 2-902808-34-8, Tome II: L'organisation régionale du trafic. 1993, ISBN 2-902808-43-7. (Hervorragendes Werk in Französisch unter anderem über französische Bahnhöfe aller Art mit schematischen Übersichtsplänen und vielen Fotos.)
- Bahnhöfe. München: GeraNova Verlag. (= Bahn Extra Nr. 53: 4/2001 August/September).
- Erich Preuss (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe. München: GeraNova Zeitschriften-Verlag. Loseblattausgabe.
- Beatrice Sendner-Rieger: Die Bahnhöfe der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn 1841-1853. Zur Geschichte des bayrischen Staatsbauwesens im 19. Jahrhundert. Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V., 1989, ISBN 3-921700-57-4

Weblinks


- [http://www.zielbahnhof.de/ Bahnhöfe im Bild]
- [http://www.snugu.de/ak/ Alte Fotos von Bahnhöfen]
- [http://www.eisenbahnmuseum-vienenburg.de Eisenbahnmuseum Vienenburg]
- [http://www.bahnhof.de/ Pläne der Empfangsgebäude und Bahnsteige großer deutscher Bahnhöfe]
- [http://www.bayern-takt.de/public_main_modul.php?unit=4304582d878ff&document_id=268 BEG-Stationsdatenbank (Pläne der Publikumsanlagen aller bayerischen SPNV-Halte)]
- [http://www.sporenplan.nl/ Gleispläne aller niederländischen und vieler anderer Bahnhöfe]
- [http://epoche-3.de/heidelberg.php Heidelberg Hbf] !Bahnhof Kategorie:Stadtbaugeschichte ja:鉄道駅

DB AG

Die Deutsche Bahn AG (Deutsche Bahn Holding; kurz DB AG oder nur DB) ist die Nachfolgerin der beiden bis 31. Dezember 1993 existierenden Eisenbahnen des Bundes, der Deutschen Bundesbahn der BRD und der Deutschen Reichsbahn der DDR. Waren diese rechtlich als Sondervermögen des Bundes organisiert, so besteht die weiterhin hundertprozentig bundeseigene Deutsche Bahn AG in einer privaten Rechtsform weiter. Die Deutsche Bahn AG ist die größte deutsche Dachgesellschaft von Eisenbahninfrastruktur- und Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie mehr oder weniger eisenbahnaffinen Dienstleistungsgesellschaften. Das Kürzel DB der Deutschen Bundesbahn wurde übernommen, jedoch in seiner grafischen Umsetzung als Logo (sog. „Keks“) modernisiert. Sitz der Holding der Deutschen Bahn AG ist der Bahntower in Berlin.

Kennzahlen

Die Deutsche Bahn beschäftigt 212.324 Mitarbeiter, darunter ca. 59.000 ihr mit der Bahnreform zugewiesene oder beurlaubte Beamte. Der Konzernumsatz 2004 beträgt 22,125 Mrd. €. (Alle Daten November 2004; Umsatz projiziert.) Das unternehmenseigene Schienennetz misst rund 36.000 km und umfasst damit praktisch das gesamte Vollbahnnetz Deutschlands. Es gibt 5665 Bahnhöfe und Zugangsstellen. Täglich finden etwa 37.000 Zugfahrten statt, was jährlich fast einer Milliarde Zugkilometern entspricht. Der Löwenanteil der Züge wird dabei von den ca. 30 konzerneigenen Eisenbahnunternehmen gefahren. Das DB-Netz gilt nach dem Schweizer SBB-Netz als das zweitdichteste und am zweithöchsten belastete Eisenbahnnetz der Welt. Im Personenverkehr wurden 1,681 Mrd. Reisende befördert. Bei einer Beförderungsleistung von 69,534 Mrd. Personenkilometern ergibt das eine durchschnittliche Reiseweite von etwa 41 km. Im Güterverkehr wurden 282,3 Mio. Tonnen Güter bei einer Transportleistung von 79,684 Mrd. Tonnenkilometern transportiert (durchschnittliche Transportweite ca. 282 km).

Privatisierung

Seit der Deregulierung im Jahre 1994 hat die DB nicht mehr das Monopol für den Schienenverkehr. Andere der etwas mehr als 300 Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) sind z. B. private Bahngesellschaften für den Regionalverkehr und private Güterverkehrsbetreiber. Es ist geplant, dass die DB AG zur Kapitalbeschaffung an die Börse geht und somit die Anteile an der Gesellschaft ganz oder teilweise in die Hände von Privatpersonen gelangen. Umstritten ist, ob das Schienennetz ebenfalls privatisiert werden soll, da man der Ansicht ist, dass das Schienennetz zur Infrastruktur gehört. Mit einer Privatisierung ginge womöglich ein Teil des Netzes verloren, wenn der Betrieb von Bahnverbindungen auf diesen Strecken sich nicht mehr rentiert. Zahlreiche Kritiker haben sich in der Initiative "Bürgerbahn statt Börsenbahn" zusammengefunden. Die aus dem Status der Bundesbahn und Reichsbahn hervorgegangenen beamtenrechtlichen Verpflichtungen (Besoldung, Pensionen, Krankheitsversorgung) und Organisationen (Sozialwerke, medizinischer Dienst) sowie einige andere Reste der „Behördenbahn“ sind an das Bundeseisenbahnvermögen übergegangen. Die aufsichtsbehördlichen Aufgaben und einige Regulierungsfunktionen für den liberalisierten Eisenbahnmarkt hat das Eisenbahnbundesamt übernommen.

Unternehmensbereiche

Die DB ist in verschiedene voneinander unabhängige Unternehmen („operative Unternehmensbereiche“) für folgende Bereiche aufgegliedert:
- Infrastruktur und Dienstleistungen (DB Netz, DB Services, DB Telematik, DB Systems, DB Energie, DB Fuhrpark, DB ProjektBauDB Station&Service)
- Transport und Logistik (Stinnes AG, mit den Tochterunternehmen Schenker und Railion, früher DB Cargo)
- Personenverkehr (DB Regio, DB Fernverkehr (früher DB Reise&Touristik), DB Autozug, DB Stadtverkehr und Autokraft) Die kleineren Beteiligungen des DB-Konzerns sind weitgefächert und unübersichtlich. Durch die laufenden Umstrukturierungen ist es schwierig, eine vollständige Liste aller DB-Töchter aktuell zu halten. Zum Beispiel wird, um tarifliche Vorteile zu erzielen, mittlerweile bei Ausschreibungsgeboten im Schienenpersonennahverkehr fast immer ein neues Tochterunternehmen gegründet. Schienenpersonennahverkehr

Preissystem

Ende 2002 führte die Bahn AG ein neues Preissystem ein, das ihr negative Schlagzeilen und sinkende Fahrgastzahlen einbrachte. Hauptkritikpunkt war die für einen günstigen Fahrpreis erforderliche Vorausbuchung, wie sie aber bei Fluggesellschaften gang und gäbe ist. Diese senkte die Flexibilität in der Auswahl von Reisestrecken und -zeiten; die Preise sanken nicht genug, um diesen Nachteil in der Kundenwahrnehmung auszugleichen. Im Sommer 2003 besserte die Bahn nach massiven Protesten und sinkenden Marktanteilen Teile ihres Tarifsystems nach und führte unter anderem die alte BahnCard unter dem Namen BahnCard 50 wieder ein. Daneben wurde das Vorausbuchungsverfahren vereinfacht, das nach wie vor auch ohne BahnCard 50 Ermäßigungen von bis zu 50 % des regulären Fahrpreises ermöglicht.

Vorstandsmitglieder

Bisherige Vorstandschefs:
- Heinz Dürr, 1994 bis 1997, danach Vorsitzender im Bahn-Aufsichtsrat.
- Johannes Ludewig, 09.7.1997 - 30.9.1999 Vorstandsmitglieder sind derzeit (03/2005):
- Hartmut Mehdorn (Vorsitzender seit 16.12.1999)
- Diethelm Sack (Finanzen & Controlling)
- Dr. Norbert Bensel (Transport & Logistik)
- Margret Suckale (Personal / Arbeitsdirektor)
- Klaus Daubertshäuser (Marketing; ab 1.1.2006 Dr. Otto Wiesheu)
- Dr. Karl-Friedrich Rausch (Personenverkehr)
- Roland Heinisch (Systemverbund Bahn)
- Stefan Garber (Infrastruktur & Dienstleistungen) Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Dr. Werner Müller.

Kleine Chronik


- 17. Dezember 1993 - Der Bundesrat billigt nach dem Bundestag die Bahnreform.
- 1. Januar 1996 - Der Schienen-Nahverkehr wird regionalisiert. Die Länder kaufen Verkehrsleistungen bei der Bahn.
- 1. Juni 1999 - Unter dem Dach einer Holdinggesellschaft entstehen separate Aktiengesellschaften für Personenverkehr, Fracht, Netz und Bahnhöfe.
- 14. Dezember 2002 - Im Fernverkehr wird das "Frühbucher"-Rabattsystem eingeführt. Es bleibt von Anfang an unter den Bahnkunden umstritten.
- 1. August 2003 - Nach massiven Beschwerden wird das komplizierte System vereinfacht und die alte Bahncard mit 50 Prozent Rabattvorteil erlebt ihre Wiedereinführung.
- 14. Januar 2004 - Beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Bahn AG plädiert Bundeskanzler Gerhard Schröder für eine Privatisierung über die Börse, falls es die Bahn schaffe, 2004 eine "schwarze Null" im Ergebnis zu erwirtschaften.
- 22. September 2004 - Der für das Jahr 2006 angedachte Börsengang wird bis auf weiteres verschoben.

Siehe auch


- Preissystem der Deutschen Bahn AG
- Eisenbahn
- Liste deutscher Eisenbahngesellschaften
- Liste europäischer Eisenbahngesellschaften
- Liste der Lokomotiv- und Triebwagenbaureihen der Deutschen Bahn AG

Weblinks


- [http://www.fahrkartenautomaten.de/ Fahrkartenautomaten.de] - In Kooperation mit der Bahn Fahrkartenautomaten finden
- [http://www.bahn.de/ bahn.de] - Reiseportal der DB
- [http://www.db.de/ db.de] - Offizielle Website Kategorie:Bahngesellschaft (Deutschland) Kategorie:Bahngesellschaft ! Deutsche Bahn AG Kategorie:Unternehmen (Berlin) ja:ドイツ鉄道

Furt

Als Furt bezeichnet man eine flache Stelle in einem Bach- oder Flusslauf, an denen das Gewässer zu Fuß oder mit Fahrzeugen überquert werden kann. An Furten von Flüssen entstanden unter anderem im Mittelalter zahlreiche Städte. Das Durchqueren dieser Stelle wird auch furten genannt. Mittelalter Als Furten wurden auch die Flussqu