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Shogun (MB)

Shogun (MB)

Die Gamemaster Series ist eine Brettspielserie von MB, die in den 80er-Jahren erschien. Von den fünf zugehörigen Spielen sind in Deutschland nur "Axis & Allies" und "Shogun" alias "Samurai Swords" erschienen. Darüber hinaus gab es auf dem amerikanischen Markt "Conquest of the Empire", "Fortress America" und "Broadsides and Boarding Parties". Diese in Europa seltenen Spiele kann man hier nur auf Spielemessen oder manchmal bei Ebay erwerben. Alle fünf Spiele haben ein komplexes Regelwerk, das eine gewisse Einarbeitungszeit erfordert, dafür werden die Spiele aber auch nicht so schnell langweilig. Als Familienspiele sind sie auf Grund ihrer langen Spielzeit und der kniffligen Strategie oft eher weniger geeignet, dafür kommen echte Strategiespielfans hier auf ihre Kosten.

Spiele aus der Gamemaster Series

Shogun / Samurai Swords

Ebay "Shogun" ist eines der beiden auch in Deutschland erschienen Spiele aus der Gamemaster Serie. Da es zu Namenskonflikten mit dem gleichnamigen Spiel von Ravensburger kam, wurde es 1995 umbenannt in Samurai Swords. 2-5 Spieler ringen um die Vorherrschaft im feudalen Japan des 16. Jahrhunderts. Der Spielplan stellt eine Landkarte Japans dar, das in Provinzen eingeteilt ist, die es zu "erobern" gilt. In seinem Grundprinzip ähnelt Shogun bzw. Samurai Swords dem Spieleklassiker Risiko.

Axis & Allies

"Axis & Allies" wurde 1984 in den USA veröffentlicht. Bis zu 5 Spieler können teilnehmen. Das Spiel ist eine Kombination aus Militärkonflikts- und Wirtschaftssimulation, bei dem die "Achsenmächte" und die "Alliierten" um die Weltherrschaft konkurrieren. Für den deutschen Markt wurden einige Modifikationen vorgenommen. Mehrere Computerspiele basieren auf "Axis & Allies". Ausführliche Informationen über dieses Spiel: siehe Axis and Allies

Conquest of the Empire

"Conquest of the Empire" ist "Axis & Allies" sehr ähnlich, spielt jedoch im Alten Rom zur Zeit des Marcus Aurelius. 2-6 Spieler schlüpfen in die Rollen von Feldherren, die um Rom kämpfen.

Fortress America

Dieses Spiel wurde 1986 publiziert und spielt in der nahen Zukunft des 21. Jahrhunderts. Die Story bezieht die "Star Wars"-Politik der damaligen US-Regierung mit ein: Nachdem durch Weltraumwaffen Nuklearschläge gegen die Vereinigten Staaten unmöglich geworden sind, greifen die feindlichen Machtblöcke "Ostasiatisches Commonwealth", "Euro-Sowjetische Allianz" und "Zentralamerikanische Konföderation" mit konventionellen Waffen an. "Fortress America" war kommerziell recht erfolgreich und wurde als Best 20th Century Game des Jahres 1986 prämiert.

Broadsides and Boarding Parties

Das einzige Spiel der Serie, bei dem nur zwei Spieler teilnehmen können. Hier wird der Kampf zweier Schiffe gespielt. "Broadsides and Boarding Parties" ist wegen der frühen Einstellung der Produktion bei Sammlern sehr begehrt.

Weblinks

[http://www.wargamer.com/axisandallies/OtherBoardGames/GameMasterSeries/GMS_main.html - Amerikanische Fanseite mit allen Regeln(englisch)] [http://www.freespace.kb-hosting.de/imperatom/photos.htm - Photos aller Spiele aus der Serie (deutsche Seite eines Sammlers)] Kategorie:Brettspiel

Milton Bradley

Milton Bradley, in Deutschland bekannter unter dem Namen MB-Spiele, ist eine nach ihrem Gründer benannte Firma, die Spiele und Puzzles erfindet und herstellt.

Frühe Geschichte

Gegründet wurde die Firma von dem 1836 in Vienna, Maine, USA geborenen Litographen Milton Bradley, der heute als Mitbegründer der Spieleindustrie in den Vereinigten Staaten gilt. Im Jahr 1860 brachte Bradley dort das „Spiel des Lebens“ (Originaltitel: „The checkered game of life“, etwa „Das bunte Spiel des Lebens“) auf den Markt. Im Jahr 1880 begann Bradley, auch Puzzle auf den Markt zu bringen und die Firma wuchs, auch nach dem Tod ihres Gründers im Jahre 1911, stetig an.

MB in der Gegenwart

In den 1980er Jahren wurde MB von Hasbro übernommen. Der Vertrieb unter dem Namen MB läuft jedoch aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades der Marke bis heute weiter. MB ist heute vor allem für Strategiespiele bekannt.

Bekannte Spiele


- Heroquest
- Starquest
- Senso (Spiel) (in den USA unter dem Namen „Simon“)
- Spiel des Lebens (Brettspiel)
- Twister (MB)
- Die Gamemaster Series (bestehend aus Axis and Allies, Shogun, Broadsides and Boardingparties, Conquest of the Empire, Fortress America(letztere drei sind in Deutschland nie erschienen)
- Vier gewinnt

Elektronisches Spielzeug


- Bigtrak

Weblinks


- [http://www.hasbro.de Hasbro Online]
- [http://www.mb-spiele.de MB-Spiele Online] Kategorie:Spielwarenhersteller



Risiko (Spiel)

Risiko ist ein von Parker Brothers erfundenes Brettspiel und einer der Klassiker unter den Strategiespielen. Auf einer vereinfachten Weltkarte mit 42 Ländern spielen 2 bis 6 Spieler gegeneinander um die Vormachtstellung. Durch Würfeln werden Gewinn und Verlust der Schlachten zwischen den Armeen zweier Ländern ermittelt. In der neueren Version des Spieles müssen nebenher noch Aufträge zur Eroberung bestimmter Länder oder Kontinente erfüllt werden. In die deutschen Spielregeln hat die Sprache der Political Correctness Einzug gefunden, oft allerdings wirkt dies eher wie schlechte Propaganda: In der älteren Version war ein Ziel das "Erobern" von Ländern. Später ging es um das "Befreien" von Ländern. Ebenso war auf den Aufgabenkarten älterer Varianten als Ziel vermerkt, eine gegnerische Spielfarbe zu "vernichten". Dies wurde später korrigiert und auf "Befreien Sie alle Länder von..." angepasst. Inzwischen gibt es das Spiel auch auf dem Computer. Man kann entweder wie gewohnt auf der Weltkarte spielen, es gibt aber noch Andere: Europa, Asien, Nordamerika und Welt(neu). Man kann klassisch mit Würfeln spielen oder die "ultimative" Variante wählen, bei der man verschiedene Angriffs- bzw. Verteidigungstaktiken wählen muss. Man kann gegen den Computer, übers Netzwerk, Internet oder mit mehreren an einem Computer spielen. Weiters gibt es am virtuellen Spielbrett (Risiko II) auch die Variante des "gleichzeitig Spielens", bei der alle Spieler ihre Spielzüge gleichzeitig und voneinander verdeckt definieren und danach wiederum gleichzeitig ausführen. Hierbei gibt es natürlich ein paar Einschränkungen, um diese Variante spielbar zu machen. So können z.B. nur angrenzende Länder angegriffen werden.

Regeln

Zunächst werden alle Länderkarten gleichmäßig an die Mitspieler verteilt, anschließend platziert jeder eine Armee auf seinen Ländern. Wer an der Reihe ist, erhält Nachschub nach der Anzahl der eigenen Länder und kann damit andere Länder angreifen. Mit drei Würfeln maximal (einer pro Armee) muss er sein Glück versuchen. Der Gegner darf sich mit maximal zwei Armeen verteidigen. Wenn der Angreifer besser gewürfelt hat (die jeweils höchsten und zweithöchsten Würfelergebnisse werden miteinander verglichen), verliert der Verteidiger Armeen - oder der Angreifer. Ist das angegriffene Land frei, dürfen die Armeen des Angreifers einmarschieren und dort entweder bleiben oder von dort aus weitere Länder angreifen. Nach und nach verschieben sich die Armeen und Kräfteverhältnisse auf dem Brett. Da ist es von Vorteil, jede Runde einen erfolgreichen Angriff zu starten, denn dafür bekommt man Karten, die man nach bestimmten Regeln gegen neue Armeen eintauschen darf. Zusätzlichen Nachschub gibt es für komplett besetzte und gehaltene Kontinente. Wer als Erster mit glücklicher Würfelhand seinen Auftrag erledigt hat, gewinnt das Spiel.

Regelunklarheiten & Varianten

Es gibt eine Reihe von Regeln, die nicht ganz klar definiert sind. Die meisten Spieler haben hierfür ihre eigenen Hausregeln, über die erfahrenere Spieler normalerweise kurz einigen, bevor sie sich das erste Mal zu einem Spiel zusammensetzen. Dazu gehören unter anderem die Verbindung zwischen den Ländern Mittlerer Osten und Ostafrika, die normalerweise angenommen wird, auch wenn die Karte und die Regeln auch eine gegenteilige Interpretation zulassen würden. Diese Unklarheit wurde in der neuesten Version des Brettspiels inzwischen behoben, indem eine klare Verbindungslinie zwischen den beiden Ländern auf die Karte aufgezeichnet ist. Darüber hinaus wird gerne eine Alternativregel zum Eintausch von Serien verwendet. Spieler bekommen für das Erobern von Ländern Karten, die sie gegen weitere Armeen eintauschen können. Die Anzahl der eingetauschten Armeen steigt nach den Originalregeln unglaublich schnell auf astronomisch hohe Werte, was das Spiel fast unspielbar macht. In der Risiko Deluxe-Verion wurden daher feste Tauschwerte eingeführt, so dass man für eine gemischte Serie 4 Armeen, für eine Soldatenserie 6 Armeen, für eine Reiterserie 8 Armeen und für eine Kanonenserie 10 Armeen bekommt, zusätzlich zu allen anderen anstehenden Truppen. Dennoch ist es auch möglich, das Spiel mit Originalregeln spielbar zu machen. Dazu kann ein Spieler, welcher durch die Auslöschung eines Mitspielers die Karten dieses Spielers erhält, sofort die Karten eintauschen, um weiter auf Feldzug zu gehen, bis man bei taktisch guten Spiel sogar in einem Zug die ganze Karte erobert oder seinen Auftrag erfüllt. Es gibt zudem weitere Versionen wie ein "Herr der Ringe" Risiko oder "Star Wars" Risiko die leicht abgeänderte Regeln und Figurenerweiterungen (z.B. einen Heerführer)beinhalten.

Weblinks


- [http://www.holderied.de/risiko/ Mathematische Betrachtung des Risikospiels]
- [http://www.johannes-reinhard.de/publications.html Stochastische Analyse des Risikospiels (PDF-Datei)]

Computervarianten


- Tenes Empanadas Graciela
- [http://www.takto.de/ Takto (deutsches Online-Risiko, ca. 1500 aktive Spieler)]
- [http://risiko.dword.org/ Impera Online (deutsches Online-Risiko, ca. 700 aktive Spieler)]
- [http://www.finalconquest.com/ Final Conquest (Online-Risiko, ca. 300 aktive Spieler)]
- [http://jrisk.sourceforge.net/ jRisk - Netzwerkfähiges, plattformunabhängiges (Java-) Risiko] Kategorie:Brettspiel Kategorie:Strategiespiel nb:Risk

1984

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1984 ist „Jahr der Frauen in Südafrika“
- Der Weißstorch (lat. Ciconia ciconia) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar


- 1. Januar: Leon Schlumpf wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Militärputsch in Lagos, Nigeria. Neuer Regierungschef ist Mohammed Buhari
- 1. Januar: Start des Privatfernsehens in Deutschland; PKS nimmt seinen Sendebetrieb aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen auf (ab 1985 unter dem Namen SAT.1)
- 1. Januar: Brunei erhält seine volle Unabhängigkeit von Großbritannien
- 2. Januar: RTL plus nimmt seinen Sendebetrieb aus Luxemburg auf (Privatfernsehen)
- 2. Januar: Südwestlich von Kairo werden die Überreste einer 32 Mio. Jahre alten Tierart gefunden, die als gemeinsamer Vorfahr von Mensch und Affe gilt: Aegyptopithecus zeuxis
- 10. Januar: die USA und der Vatikan nehmen nach mehr als 100 Jahren Pause wieder diplomatische Beziehungen auf
- 13. Januar: Einstellung des Betriebes auf der Preßnitztalbahn zwischen Jöhstadt und Niederschmiedeberg
- 17. Januar: in Stockholm beginnt auf Außenminister-Ebene die KSZE-Folgekonferenz über Vertrauensbildung und Abrüstung in Europa (KVAE)
- 18. Januar: die sowjetische Nachrichtenagentur TASS teilt mit, dass in der DDR mit der Aufstellung von Nuklearraketen begonnen wurde
- 20. Januar: in Norwegen wird Arne Treholt, Pressesprecher des Außenministers, als russischer Spion entlarvt und verhaftet
- 24. Januar: Apple führt den Macintosh ein: das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz bestätigt, dass Computerlisten mit dem fast vollständigen Beschaffungsprogramm der Bundeswehr in einem Straßengraben gefunden worden sind

Februar


- 13. Februar: Konstantin Tschernenko wird zum neuen Generalsekretär der KPdSU gewählt
- 18. Februar: Italien und der Vatikan unterzeichnen ein neues Konkordat: Rom gilt nicht als Heilige Stadt und der Katholizismus ist nicht mehr Staatsreligion in Italien

März


- 1. März: nachdem die britische Regierung einer Starthilfe von 250 Mio. Pfund Sterling zugestimmt hat, steht dem Airbus-Projekt nichts mehr im Wege
- 5. März: das Truppenabzugsabkommen vom 17. Mai 1983 zwischen dem Libanon und Israel wird gekündigt; es sollte nach dem Abzug der syrischen Truppen in Kraft treten
- 5. März: 1.300 Menschen sterben bei Ausschreitungen von Moslems im christlich geprägten Nordosten von Nigeria bei Yola
- 9. März: Die Neue Staatsgalerie Stuttgart wird nach viereinhalb Jahren Bauzeit unter dem Schotten James Stirling eröffnet
- 26. März: Guinea. Tod des Staatspräsidenten Sékou Touré
- 26. März: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Nordrhein-Westfalen
- 28. März: das Kernkraftwerk Krümmel wird an den Betreiber übergeben

April


- 1. April: in München startet ein Pilotprojekt zum Kabelfernsehen mit 16 Fernseh- und 24 Hörfunk-Kanälen
- 3. April: Guinea. Oberst Lansana Conté reißt die Macht an sich
- 5. April: als erstes Bundesland verankert Bayern den Umweltschutz in seiner Landesverfassung
- 6. April: Putschversuch in Kamerun
- 11. April: Konstantin Tschernenko wird knapp zwei Monate nach seiner Wahl zum Generalsekretär auch zum neuen Staatsoberhaupt der Sowjetunion gewählt
- 16. April: Muzaffer Efendi, der 19. Sheikh der Dscherrahi-Tariqa, besucht während einer USA-Reise seine Derwische in New York. Die traditionelle Dhikr-Zeremonie, die am Abend dieses Tages stattfindet, wird professionell auf Tonband mitgeschnitten, aber erst im Jahr 1998 unter dem Titel Reunion veröffentlicht

Mai


- 9. Mai: Otto Wiesheu, beurlaubter Generalsekretär der CSU verliert im bayrischen Landtag seine Immunität, er ist wegen eines Autounfalls unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge angeklagt (und wird später verurteilt)

Juni


- 5. Juni: in Amritsar (Punjab) stürmen Spezialeinheiten der indischen Armee den „Goldenen Tempel“, in dem sich seit zwei Jahren Hunderte von militanten Sikhs verschanzt halten, 600 Menschen kommen um

Juli


- 1. Juli: In Liechtenstein entscheiden sich die männlichen Wahlberechtigten knapp für das Stimm- und Wahlrecht für Frauen
- 5. Juli: Acht militante Sikhs entführen einen Airbus der Indian Airlines mit 264 Personen an Bord nach Pakistan
- 6. Juli: Die EG-Kommission reicht vor dem EuGH Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland ein, da diese das Inverkehrbringen von in anderen EG-Mitgliedstaaten rechtmäßig hergestelltem Bier untersagt, wenn dieses nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht. (EuGH, Rs. 178/84; Urteil am 12. März 1987)
- 14. Juli: Aus den vorgezogenen Parlamentszahlen in Neuseeland geht die oppositionellen Labour Party als Sieger hervor
- 17. Juli: Laurent Fabius löst Pierre Mauroy als Premierminister von Frankreich und wird mit 37 Jahren der jüngste in diesem Amt
- 19. Juli: Jacques Delors löst Gaston Thorn als Präsident der EG-Kommission ab
- 23. Juli: der frühere Profiboxer Gustav „Bubi“ Scholz wird unter dem Verdacht festgenommen, seine Frau in der gemeinsamen Wohnung erschossen zu haben
- 25. Juli: die Bundesrepublik gewährt eine Bürgschaftsgarantie für einen durch Banken finanzierten Milliardenkredit an die DDR
- 26. Juli: David Lange wird als neuer neuseeländischer Premierminister vereidigt
- 27. Juli: In Livorno lässt die Stadtverwaltung zwei Skulpturen des Künstlers Amedeo Modigliani aus dem Hafenbecken bergen, die dieser samt einer Schubkarre 70 Jahre zuvor aus Enttäuschung über Kritik durch Künstlerkollegen dort versenkt hatte
- 29. Juli: Flugzeugentführung in Venezuela: eine mit 90 Personen besetzte DC-9 auf dem Weg von Curaçao nach Caracas
- 31. Juli: Flugzeugentführung in Deutschland: eine Boeing 737 der Air France wird mit 63 Personen an Bord auf dem Weg von Frankfurt-Paris nach Teheran gezwungen

August


- 1. August: die Anschnallpflicht für Sicherheitsgurte tritt für Autofahrer in der Bundesrepublik in Kraft (Bußgeld bei Nichtbefolgung: 40 DM)
- 2. August: Bombenanschlag in Madras (Indien): das Dach der Ankunftshalle des Flughafens stürzt ein, 32 Personen werden getötet
- 8. August: Flugzeugentführung durch einen 17jährigen Gegner von Ayatollah Khomeini: 300 Mekka-Pilger werden von Teheran nach Rom entführt; der Entführer bittet um politisches Asyl
- 11. August: US-Präsident Ronald Reagan verkündet bei einer Mikrofon-Sprechprobe die Bombardierung der Sowjetunion (bedauert später den „Scherz“)
- 16. August: Bei deutschen Lufthansa droht ein Arbeitskampf, nachdem der Vermittlungsversuch des ehemaligen „Superministers“ Karl Schiller von 80 Prozent der Belegschaft abgelehnt wurde. Die Lage gilt als kompliziert, da das Bodenpersonal, vertreten durch die ÖTV, eine diametrale Position zum fliegenden Personal, dargestellt von der DAG, einnimmt
- 22. August: in Südafrika wählen erstmals in der Geschichte Mischlinge und Asiaten ihre Parlamentsabgeordneten
- 23. August: in der Mongolei löst Schambin Batmunch den bisherigen Ministerpräsidenten Jumschagin Zedenbal ab
- 24. August: Sikh-Extremisten entführen eine Boeing 737 der Indian Airlines mit mehr als 90 Personen an Bord nach Dubai

September


- 1. September: In Afghanistan verüben Widerstandskämpfer einen Anschlag auf den Flughafen Kabul und töten 42 Menschen, meist Afghanen und Sowjetbürger, unter ihnen viele Frauen und Kinder
- 3. September: in Österreich bildet Bundeskanzler Fred Sinowatz seine Regierung um: neuer Außenminister wird der Wiener Bürgermeister Leopold Gratz
- 4. September: die Wahlen in Kanada bringen einen überwältigenden Wahlsieg für die Progressiv-Konservative Partei unter Brian Mulroney (mit 211 von 282 Sitzen)
- 5. September: nach der Verfassungsänderung in Südafrika nimmt Pieter Willem Botha erstmals Angehörige der schwarzen Mehrheit in sein Kabinett auf
- 6. September: in der Sowjetunion wird Verteidigungsminister Nikolai Ogarkow abgelöst durch Sergej Achromejew
- 10. September: Gründung der Arbeiterpartei Äthiopiens mit kommunistischer Ausrichtung als einziger Partei des Landes
- 12. September: das Bundesarbeitsgericht erklärt Warnstreiks: wie von der IG Metall angewendet: uneingeschränkt für rechtens
- 12. September: im Persischen Golf kommen bei einem Raketenangriff durch irakische Soldaten auf das deutsche Versorgungsschiff „Seetrans 21“ 6 Menschen ums Leben
- 12. September: die Olympischen Spiele in Los Angeles werden nach Angaben der Veranstalter mit einem Gewinn von 150 Mio. US-Dollar abgeschlossen
- 13. September: in Rom äußert sich Giulio Andreotti gegen eine Wiedervereinigung Deutschlands und gegen einen angeblichen Pangermanismus, was zu heftigen Reaktionen in der deutschen Öffentlichkeit führt
- 17. September: Frankreich und Libyen schließen mit dem Tschad einen Vertrag, wonach die Truppen beider Länder abgezogen werden
- 20. September: in Beirut sterben 24 Menschen nach einem Anschlag auf die dortige Außenstelle der Botschaft der USA, zu dem sich die schiitische Terrororganisation Islamischer heiliger Krieg bekennt
- 20. September: in München wird der mutmaßliche KGB-Spion Manfred Rotsch verhaftet, er hatte Zugang zu Plänen des Kampfflugzeugs „Tornado
- 23. September: in der Schweiz stimmt die Mehrheit bei einer Volksabstimmung dem Bau von weiteren Atomkraftwerken zu
- 26. September: Großbritannien und die Volksrepublik China paraphieren ein Abkommen über Hongkong, nachdem die Kronkolonie am 30. Juni 1997 von China verwaltet wird; China verpflichtet sich, für weitere 50 Jahre das kapitalistische Wirtschaftssystem bestehen zu lassen

Oktober


- 2. Oktober: in der Schweiz übernimmt erstmals eine Frau ein Ministeramt im Kabinett: Elisabeth Kopp übernimmt das Justizministerium
- 8. Oktober: Jürgen Möllemann (FDP) verzichtet auf eine Spitzenkandidatur bei den kommenden Wahlen im Mai 1985 in Nordrhein-Westfalen, nachdem ihm die Vermischung politischer Ämter mit Privatgeschäften vorgworfen wird
- 12. Oktober: Die IRA zündet eine Bombe im Grand Hotel in Brighton, wo sich die britische Premierministerin Margaret Thatcher und ihr Kabinett aufhalten. Fünf Menschen werden getötet, 32 verletzt
- 14. Oktober: der Marie-Luise-Kaschnitz-Preis wird das erste Mal verliehen
- 15. Oktober: Papst Johannes Paul II. erlaubt in Ausnahmefällen die Feier der heiligen Messe nach dem alten Ritus
- 16. Oktober: der Waldschadensbericht für 1984 besagt, dass bereits 50 % des deutschen Waldes von sichtbaren Schäden betroffen sind
- 18. Oktober: in Bonn kommt es während der Aussprache über die Regierungserklärung im Bundestag zu Tumulten, nach denen zwei Abgeordnete der Grünen ausgeschlossen werden: Jürgen Reents für 5 Tage und Joseph Fischer für 2 Tage
- 20. Oktober: in Peking beschließt die Führung weitreichende Wirtschaftsreformen, nach denen ein marktorientiertes Planungssystem aufgebaut werden soll, auch soll der Industrie mehr Selbstverantwortung gegebn werden
- 25. Oktober: Rainer Barzel tritt von seinem Amt als Bundestagspräsident zurück, nachdem ihm eine Verstrickung in die Flick-Affäre vorgeworfen wird
- 26. Oktober: in München werden die in Konkurs gegangenen Zündapp-Werke für 16 Mio. DM an China verkauft
- 31. Oktober: Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi erliegt einem Attentat zweier Sikh-Extremisten aus ihrer Leibgarde. In unmittelbar darauffolgenden Unruhen werden ca. 1.000 Menschen: überwiegend aus der Sikh-Bevölkerung: getötet. Indiras Sohn Rajiv übernimmt das Amt des Ministerpräsidenten

November


- 3. November: die Tochter des Mitglieds des SED-Zentralkomitees und Honecker-Vertrauten Otto Reinhold hat sich in den Westen abgesetzt
- 5. November: der Unternehmer John-Werner Madaus wird im bis dahin größten Parteispenden-Skandal zu einer Geldstrafe von 420.000 DM verurteilt
- 6. November: Ronald Reagan gewinnt die Präsidentenwahlen der USA gegen Walter Mondale
- 6. November: in Chile verhängt die Regierung nach „ernsten Unruhen“ den Belagerungszustand über das gesamte Land
- 12. November: auf der OAU-Konferenz in Addis Abeba nimmt erstmals eine Delegation der Sahara-Republik teil. Marokko erklärt daraufhin seinen Austritt aus der OAU
- 19. November: in Wien wird der ranghöchste UNO-Diplomat der Türkei durch Mitglieder der Armenischen Revolutionären Armee erschossen
- 24. November: der Chaos Computer Club dringt in das BTX-System der Deutschen Bundespost ein, überweist 135.000 DM auf sein eigenes Konto und meldet anschließend den Vorfall
- 25. November: in Uruguay finden die ersten freien Wahlen statt, Wahlgewinner wird Julio Maria Sanguinetti
- 25. November: in Brasilien nimmt das bis dato grösste Wasserwerk der Welt, Itaipu, seinen Betrieb auf

Dezember


- 1. Dezember: in Sri Lanka sterben 55 Menschen bei einem Überfall von Separatisten
- 3. Dezember: Bhopalunglück
- 11. Dezember: bei einer Razzia in Italien verhaftet die Polizei insgesamt 150 mutmaßliche Mafia-Mitglieder
- 14. Dezember: in Prag beginnen in der Deutschen Botschaft 40 von 68 DDR-Flüchtlingen einen Hungerstreik, um ihren Forderungen nach Ausreise in die Bundesrepublik Nachdruck zu verleihen
- 19. Dezember: Mit River Raid wird in Deutschland das erste Videospiel indiziert
- 21. Dezember: Brunei Darussalam wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 22. Dezember: In Österreich beschließt die Bundesregierung nach zwei Wochen einen „Waffenstillstand“ mit den Besetzern der Hainburger Au
- 30. September: Komoren. Präsident Ahmed Abdallah wird durch Wahlen in seinem Amt bestätigt
- 31. Dezember: Austritt der Vereinigten Staaten von Amerika aus der UNESCO
- 1984 ist das berühmte Jahr aus Orwells 1984; Aus diesem Anlass kam es vermehrt zu Retrospektiven und Betrachtungen zu den Themen Datenschutz und Überwachung
- Start des Privatfernsehens in Deutschland; PKS (später SAT.1) nimmt seinen Sendebetrieb am 1. Januar aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen auf, am 2. Januar beginnt RTL plus seinen Sendebetrieb aus Luxemburg (Radio Tele Luxemburg)

Wissenschaft


- 23. März: Physiker in Darmstadt weisen das Element 108 durch Verschmelzung von Eisen und Blei-Atomkernen nach
- 9. März: offizielle Einweihung von „JET“ (Joint European Torus), der größten Fusionsforschungsanlage der Welt, in Culham (in der Nähe der britischen Hauptstadt London)
- 21. Mai: erstmals wird die Kontinentaldrift exakt vermessen; der Atlantik erweitert sich demnach jährlich um 1,5 cm
- 24. August: eine Forschergruppe an der Universität Köln entdeckt Elektronengas, das bei -260 Grad Celsius und einem externen Magnetfeld in den flüssigen Zustand übergeht
- 3. Oktober: im Hamburger Tropeninstitut wird erstmals eine Knochenmarktransplantation angewendet, um die Sichelzellenanämie zu heilen
- 14. November: Physiker der Universität Basel bestätigen Ergebnisse, nach denen die Wirkung der Abgaskatalysatoren schädliche Nebenwirkungen auf den Menschen haben
- dem französischen Biochemiker Luc Montagnier gelingt die genetische Entschlüsselung des AIDS-Erregers HIV

Kunst & Kultur


- 31. Januar: Wolfgang Staudte erhält posthum den Helmut-Käutner-Preis
- 1. Juni: das Architekturmuseum in Frankfurt am Main wird eröffnet
- 4. Juni: bisher unbekannte Manuskripte von George Orwell werden in der Nähe der Stadt Reading (Großbritannien) aufgefunden
- 7. August: Uraufführung der Oper Un re in ascolto (Ein König horcht) von Luciano Berio im Kleinen Festspielhaus in Salzburg
- 1. Oktober: das am Gendarmenmarkt in Berlin gelegene Schauspielhaus (heute Konzerthaus Berlin) wird nach 17 Jahren Restaurierung wiedereröffnet
- Oscar bester ausländischer Film für „Dangerous Moves“ (CH/FR) von Richard Dembo
- Oscar bester Schauspieler für F. Murray Abraham in „Amadeus“
- Oscar beste Schauspielerin für Sally Field in „Places in the Heart“
- Erstmalige Vergabe des Max-und-Moritz-Preises in Erlangen.

Katastrophen


- 2. September: auf den Philippinen richtet der Taifun „Ike“ schwere Schäden an und fordert 1.400 Menschenleben, der Sturm wandert über Südkorea nach China weiter
- 6. Dezember: in Taiwan werden in der Nähe von Taipeh nach einem Grubenunglück 35 Kumpel tot geborgen
- Eine Dürre führt in 20 afrikanischen Ländern zu Missernten und Hungersnöten. Am schlimmsten betroffen war Äthiopien, monatlich starben hier fast 20.000 Kinder an Unterernährung
- Katastrophe der Chemiefirma Union Carbide in Bhopal, Indien

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 6. Januar: Jens Weißflog gewinnt nach 3 Einzelsiegen die Vierschanzentournee
- 15. Februar: Fußball-Länderspiel in Varna, Bulgarien : Deutschland 2:3
- 8. März: Frank-Peter Roetsch (DDR) gewinnt den Biathlon-Weltcup vor Peter Angerer (BRD) mit einem Punkt Vorsprung
- 9. März: Tim Witherspoon gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Greg Page im Convention Center, Las Vegas, Nevada, USA, durch einen Punktsieg
- 18. Juli: der Tyrrell-Rennstall von Ken Tyrrell (Großbritannien) wird von der FISA von der weiteren Teilnahme an den Formel 1-Rennen 1984 wegen unerlaubter Manipulationen ausgeschlossen
- 16. August: Die 4. Skatweltmeisterschaft wird in der Dortmunder Westfalenhalle vom Schirmherr, NRW-Ministerpräsident Johannes Rau, eröffnet
- 31. August: Pinklon Thomas gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tim Witherspoon im Riviera Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 2. September: Straßen-Weltmeister der Radprofis wird in Barcelona überraschend Claude Criquelion (Belgien)
- XXIII. Olympische Sommerspiele in Los Angeles, Kalifornien, USA
- XIV. Olympische Winterspiele in Sarajewo, Jugoslawien
- Frankreich gewinnt die Fußball-Europameisterschaft 1984 im eigenen Land

Geboren


- 1. Januar: José Paolo Guerrero, peruanischer Fußballspieler
- 3. Januar: Maya Ababadjani, dänisch-arabische Schauspielerin
- 3. Januar: Maximilian Mechler, deutscher Skispringer
- 4. Januar: Astrid Plessl, österreichische Gedächtnissportlerin, Frauenweltmeisterin
- 7. Januar: Max Riemelt, deutscher Schauspieler
- 7. Januar: Luke McShane, englischer Schachgroßmeister
- 7. Januar: Xavier Margairaz, Schweizer Fußballspieler
- 12. Januar: Chaunte Howard, US-amerikanisch Leichtathletin
- 13. Januar: Michael Ginsburg, deutscher Schauspieler
- 13. Januar: Eleni Ioannou, griechische Judoka († 2004)
- 15. Januar: Julia Palmer-Stoll, deutsche Schauspielerin († 2005)
- 17. Januar: Tim Sebastian, deutscher Fußballer
- 21. Januar: Brian Welch, US-amerikanischer Skispringer
- 25. Januar: Robinho, brasilianischer Fußballspieler
- 25. Januar: Stefan Kießling, deutscher Profifußballspieler beim 1. FC Nürnberg
- 29. Januar: Yukio Peters, nauruischer Gewichtheber
- 31. Januar: Ulli Wanders, deutsche Sängerin volkstümlicher Musik
- 31. Januar: Ashley Blue, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 31. Januar: Jeremy Wariner, US-amerikanischer Leichtathlet
- 5. Februar: Cedrick Makiadi, Fußballspieler aus DR Kongo
- 5. Februar: Edgaras Česnauskis, litauischer Fußballspieler
- 11. Februar: Rafael van der Vaart, niederländischer Fußballspieler
- 12. Februar: Arthur Gomez, gambischer Fußballspieler
- 18. Februar: Idriss Carlos Kameni, französisch-kamerunischer Fußballspieler
- 18. Februar: Nick McDonell, US-amerikanischer Schriftsteller
- 21. Februar: David Odonkor, deutscher Fußballspieler
- 25. Februar: Xing Huina, chinesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 28. Februar: Karolina Kurkova, tschechisches Fotomodell
- 1. März: Patrick Helmes, deutscher Fußballspieler
- 2. März: Elizabeth Jagger, Fotomodell
- 2. März: Stefan Thurnbichler, österreichischer Skispringer
- 13. März: Pieter Custers, niederländischer Bogenschütze
- 20. März: Fernando Torres, spanischer Fußballspieler
- 22. März: Piotr Trochowski, deutscher Fußballspieler
- 26. März: Marco Stier, deutscher Fußballspieler
- 26. März: Felix Neureuther, deutscher Skirennläufer
- 28. März: Christopher Samba, kongolesisch-französischer Fußballspieler
- 29. März: Tschawdar Jankow, bulgarischer Fußballspieler
- 30. März: Benjamin Baltes, deutscher Fußballspieler
- 1. April: Silke Fritzen, unSchülerin, Beispiel für Anfälligkeit von Fernsehabstimmungen für Manipulationen
- 2. April: Meryl Cassie, neuseeländische Schauspielerin und Sängerin
- 8. April: Taran Noah Smith, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. April: Mandy Moore, US-amerikanische Pop-Sängerin und Schauspielerin
- 17. April: Rosanna Davison, irisches Model
- 23. April: Alexandra Konstantinowna Kostenjuk, russische Schachspielerin
- 1. Mai: Miso Brecko, slowenischer Fußballspieler
- 5. Mai: Alexander Laas, deutscher Fußballspieler
- 14. Mai: Michael Rensing, deutscher Fußballspieler
- 23. Mai: Adam Wylie, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Mai: Mikkeline Kierkgaard, Eiskunstläuferin
- 26. Mai: Patrick Milchraum, deutscher Fußballspieler
- 27. Mai: Karsten Fischer, deutscher Fußballspieler
- 27. Mai: Filipe Oliveira, portugiesischer Fußballspieler
- 29. Mai: Carmelo Anthony, US-amerikanischer Basketballspieler
- 29. Mai: Sophie Moser, Violinistin
- 7. Juni: Marcel Schäfer, deutscher Fußballspieler
- 8. Juni: Andrea Casiraghi, ältester Sohn von Caroline von Monaco
- 9. Juni: Christina Beier, deutsche Eiskunstläuferin
- 16. Juni: Rick Nash, kanadischer Eishockeyspieler
- 30. Juni: Fantasia Barrino, US-amerikanische Sängerin
- 1. Juli: Jaysuma Saidy Ndure, gambischer Leichtathlet
- 4. Juli: Markus Waldrich, deutscher Fußballspieler
- 19. Juli: Diana Mocanu, rumänische Sportlerin und die bis jetzt erfolgreichtse Schwimmerin Rumäniens
- 1. August: Bastian Schweinsteiger, deutscher Fußballspieler
- 12. August: Sherone Simpson, jamaikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 13. August: Niko Kranjčar, kroatischer Fußballspieler
- 18. August: Robert Huth, deutscher Fußballspieler
- 21. August: Alizée, französische Sängerin
- 23. August: Glen Johnson, englischer Fußballspieler
- 25. August: Florian Mohr, deutscher Fußballspieler
- 29. August: Christian Lell, deutscher Fußballspieler
- 15. September: Henry Mountbatten-Windsor, britischer Prinz (jüngerer Sohn von Prinz Charles)
- 16. September: Katie Melua, georgische Sängerin
- 19. September: Kevin Zegers, kanadischer Schauspieler
- 20. September: Brian Joubert, Eiskunstläufer
- 20. September: Alexandros Margaritis, Rennfahrer
- 23. September: Jan-Ingwer Callsen-Bracker, deutscher Fußballspieler
- 24. September: Michaela Neuling, deutsche Speedskaterin
- 27. September: Avril Lavigne, kanadische Rock-Sängerin
- 29. September: Per Mertesacker, deutscher Fußballspieler
- 2. Oktober: Eldin Jakupovic, Schweizer/Bosnischer Fußballspieler
- 3. Oktober: Ashlee Simpson, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 10. Oktober: Kuriyama Chiaki, japanische Filmschauspielerin
- 14. Oktober: Claudia Rauschenbach, deutsche Eiskunstläuferin
- 18. Oktober: Lindsey Kildow, US-amerikanische Skirennläuferin
- 26. Oktober: Sasha Cohen, Eiskunstläufer
- 27. Oktober: Kelly Osbourne, britische Musikerin
- 9. November: Delta Goodrem, australische Sängerin
- 21. November: Jena Malone, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 22. November: Scarlett Johansson, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. November: Maria Riesch, deutsche Skirennläuferin
- 25. November: Gaspard Ulliel, französischer Schauspieler
- 28. November: Marc-André Fleury, Profi-Eishockeyspieler in der NHL
- 8. Dezember: Emma Green, schwedische Leichtathletin
- 10. Dezember: Tom Hern, neuseeländischer Serienschauspieler
- 15. Dezember: Veronique Mang, französische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. Dezember: Myvanwy Ella Penny, deutsch-britische Nachwuchs-Violinistin
- 24. Dezember: Wallace Spearmon, US-amerikanischer Leichtathlet
- 29. Dezember: Lisa Brüggemann, deutsche Kunstturnerin
- 30. Dezember: LeBron James, US-amerikanischer Basketballspieler
- 31. Dezember: Demba Touré, senegalesischer Fußballspieler

Gestorben


- 1. Januar: Paula Grogger, österreichische Schriftstellerin (
- 1892)
- 1. Januar: Alexis Korner, englischer Blues-Musiker (
- 1928)
- 1. Januar: Augustin Souchy, deutscher Anarchist und Antimilitarist (
- 1892)
- 2. Januar: Klaus Mehnert, Publizist und Hochschullehrer (
- 1906)
- 3. Januar: Taras Borodajkewycz, Mitglied der NSDAP, Professor (
- 1902)
- 6. Januar: Hermann Engelhard, deutscher Leichtathlet (
- 1903)
- 7. Januar: Alfred Kastler

Achsenmächte

Achsenmächte (Axis Powers) bezeichnet im Zusammenhang des
Zweiten Weltkriegs das Deutsche Reich und seine wechselnden Bündnispartner, insbesondere Italien und Japan, und damit die Kriegsgegner der Alliierten. Diese Bezeichnung geht zurück auf eine Rede Mussolinis am 1. November 1936, in der er von einer „Achse Berlin-Rom“ sprach, nachdem kurz zuvor ein Geheimvertrag zwischen Italien und dem Deutschen Reich geschlossen worden war. Daneben gab es die „Achse Berlin-Tokio“, so dass auch von einer „Achse Berlin-Rom-Tokio“ gesprochen wurde. Der Begriff der „Achse“ wurde nach dem 11. September 2001 von George W. Bush als „Achse des Bösen“ wiederbelebt. Kategorie:Zweiter Weltkrieg ja:枢軸国 ko:추축국 simple:Axis countries

Axis and Allies

Beim Spiel Axis and Allies handelt es sich um ein Brettspiel das in verschiedenen Versonen auf den Markt kam. Das Axis & Allies Spiel der Firma Nova Games ist das Ur-Axis&Allies, auf dem amerikanischen Markt erstmals 1981 erschienen, also 3 Jahre vor der ersten Version aus dem Hause MB, die in drei verschiedenen Editionen 1984,1987 und 1991 in den Vereinigten Staaten aufgelegt wurde. Die aktuellste ist jedoch die "Revised Edition" von Avalon Hill, die 2004 auf den Markt kam. Es spielen zwei bis fünf Spieler die fünf Parteien. Bei weniger als fünf Spielern übernimmt ein Spieler also mehrere Parteien, was auf Grund der vorgegebenen Bündnisstruktur aber zu keinen Problemen führt.

Aufbau und Kurzbeschreibung

In diesem Spiel ist die Welt während des Zweiten Weltkrieges nachgestellt, genauer gesagt gegen Ende des Jahres 1942, die Spielfiguren stellen die Kriegsmaschinerie der verfeindeten Nationen dar. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Deutsche Reich in seiner größten Ausdehnung. Der Spielablauf selbst besteht nun darin, ausgehend von dieser Grundkonstellation, die fünf beteiligten Nationen Deutschland, Japan, Großbritannien, den USA und Russland den Krieg zu Ende führen zu lassen. Dies geschieht mit Hilfe eines sehr komplexen und genau strukturierten Regelwerkes, deren Feinheiten genaustens und von Anfang an beachtet werden müssen, um das Spiel gewinnen zu können. Strategische Fehler in den ersten Runden sind deswegen zu vermeiden, da es sehr schwierig ist, die daraus resultierenden Nachteile später gutzumachen.

Besonderheiten

Da das Spiel ein in Deutschland aufgrund seiner Geschichte sehr heikles Thema nachstellt, ist es in "normalen" Geschäften für Spielwaren kaum zu erwerben. Angeblich soll Axis and Allies teilweise auch im Geschichtsunterricht in den USA Verwendung finden. Mit Hilfe des Spieles soll den Schülern die Situation der kriegführenden Parteien veranschaulicht werden. Allerdings hinkt der Vergleich mit der damaligen tatsächlichen Situation in mehreren Punkten, zugunsten einer besseren und ausgewogeneren Spielbarkeit. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass, sofern mit der maximalen Spielerzahl gespielt wird, kein einzelner Spieler gewinnen kann, sondern nur das jeweilige Team, also entweder die Achsen-Mächte ("Axis"; Deutschland und Japan) oder die Alliierten ("Allies"; Großbritannien, USA und Russland). Bei geringerer Spielerzahl werden von den Spielern bis zu drei Nationen kontrolliert. Aufgrund der sehr komplizierten und ausführlichen Regeln existieren im Internet zahlreiche Foren und Clubs in denen darüber diskutiert wird, wie genau diese oder jene Regel auszulegen ist. Weiterhin werden vom Hersteller immer wieder Ergänzungen zu den Spielregeln beigelegt, um die umstrittensten Passagen genauer zu klären. Inzwischen ist eine überarbeitete Auflage erschienen. In der Version von 2004 stehen neben den klassischen Einheiten neuerdings auch Artillerie und Zerstörer zur Verfügung. Die Weltkarte weist Neuerungen auf und es gibt ein verbessertes Regelwerk mit "nationalen Vorteilen" für die einzelnen Parteien. Daneben gibt es noch unzählige Erweiterungen und eigenständige Spiele wie "Axis & Allies Europe", "A&A Pacific", "A&A D-Day" und "World at War", die sich thematisch um die jeweiligen Schauplätze drehen oder den Spielverlauf durch Einführung neuer Einheiten interessanter gestalten.

Weblinks

[http://triplea.sourceforge.net/ Axis and Allies für den Computer]
[http://www.daak.de/erweiterung/ Überblick über die verfügbaren Spinn Offs/ Erweiterungen]
[http://www.daak.de/ Der deutsche Axis and Allies Klub] Kategorie:Brettspiel

Altes Rom

Das Römische Reich (lateinisch: Imperium Romanum) war das von der Stadt Rom beherrschte Gebiet in der Zeit zwischen etwa dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. bzw. 6. Jahrhundert n. Chr. Eine eindeutige Abgrenzung ist jedoch weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, zu Zeiten Kaiser Trajans, erstreckte sich das Römische Reich über die Gebiete rund um das Mittelmeer, über Gallien und große Teile Britanniens und über die Gebiete rund um das Schwarze Meer (siehe auch Bosporanisches Reich). Das Römische Reich übte einen großen Einfluss auf die von ihm beherrschten Gebiete, aber auch auf die Gebiete jenseits seiner Grenzen aus. In der östlichen Reichshälfte mischte sich dieser Einfluss mit griechisch-hellenistischen und orientalischen Elementen, während der Westen latinisiert wurde. Latein, die Sprache Roms, wurde zur Amtssprache des Reiches, in Teilen des Reichs blieben aber auch andere Sprachen erhalten. Aus dem Lateinischen entstanden die modernen romanischen Sprachen Europas (Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch, sowie Ladinisch und Rätoromanisch). Sehr viele Lehnwörter finden sich zudem in den germanischen und in den slawischen Sprachen. Vor allem das Rechts- und Staatswesen in Europa ist maßgeblich vom römischen Erbe geprägt.

Geschichtlicher Überblick

Die Geschichte des Römischen Reiches lässt sich grob in folgende sechs Phasen gliedern, die im Verlauf dieses Artikels genauer beschrieben werden; zu Details siehe die entsprechenden Verweise im Artikel (Beispiel: Prinzipat): # Königszeit (753 v. Chr.510 v. Chr.) # Die Zeit der Republik (509 v. Chr.133 v. Chr.) # Zeit der Bürgerkriege (ab 133 v. Chr.) # Prinzipat (Römische Kaiserzeit I, ab 27 v. Chr.) # Spätantike, in der älteren Forschung auch Dominat (Römische Kaiserzeit II, ab 284 n. Chr.) # Untergang des Reiches im Westen und Übergang zum Byzantinischen Reich im Osten (ab 395 n. Chr., noch zur Spätantike zu rechnen)

Römische Königszeit und frühe Republik

395 n. Chr.]] Der Stadtstaat Rom, der zuerst unter etruskischer Königsherrschaft stand (Königszeit), gewann in Italien zunehmend an Einfluss, nachdem er sich ca. 500 v. Chr. von der Herrschaft der Etrusker gelöst hatte. Zu dieser Zeit erfolgte ebenfalls die Umwandlung des ehemaligen Königreiches in die Römische Republik (Republik = res publika, die öffentliche Sache), während derer alljährlich zwei Konsuln die oberste Regierungsgewalt ausübten. Der letzte aller römischen resp. etruskischen Könige, Tarquinius Superbus (Tarquinius der Hochmütige), wurde vom römischen Volk unter der Führung von Lucius Iunius Brutus aus Rom vertrieben, weil er eine Römerin namens Lucretia geschändet hatte. Das Jahr 509 v. Chr. ist jedoch spätere Fiktion, die als Parallele zum Sturz der Peisistratiden in Athen um 510 v. Chr. gesehen werden kann. Wahrscheinlicher ist die Zeit um 475 v. Chr. Als ersten, einigermaßen festen Punkt in der römischen Geschichte kann man die Niederlegung des Zwölftafelgesetzes 451 v. Chr. sehen.
Über die römische Königszeit existieren verschiedene berühmte Legenden, die die römische Geschichte mit der Geschichte Trojas zu verknüpfen versuchen. Diese entstanden jedoch erst Jahrhunderte später. Rom begann mit einer gezielten Expansion in Mittelitalien (Eroberung von Veji 396 v. Chr.), musste dabei aber auch schwere Rückschläge verkraften (v.a. der Galliersturm von 387 v. Chr., der psychologisch seine Spuren hinterlassen sollte, sowie mehrere Niederlagen gegen italische Volksstämme). Es folgen die Samnitenkriege (1. 343-341 v. Chr.; 2. 327-304 v. Chr.; 3. 298-290 v. Chr.) und der Latinerkrieg (ca. 340-338 v. Chr.). Rom etabliert schließlich ein weitverzweigtes Bündnissystem. So wurden Kolonien an strategisch wichtigen Plätzen angelegt und Bündnisse mit mehreren italischen Stämmen geschlossen, die jedoch nicht das römische Bürgerrecht erhielten.

Der Aufstieg Roms - Expansion in Italien und im Mittelmeerraum

Im 3. Jahrhundert v. Chr. setzte sich Rom gegen die Samniten und andere italische Stämme durch. Nach und nach fiel die gesamte Halbinsel an Rom (außer Oberitalien, welches erst später annektiert wurde). Im Süden verleibte sich die Republik um 275 v. Chr. die dortigen griechischen Stadtstaaten ein, nachdem es gelungen war, den hellenistischen Condottiere Pyrrhos von Epiros abzuwehren. Mit dieser Expansion kam Rom allerdings in Konflikt mit der bisher Rom freundlich gesonnenen Handelsrepublik Karthago (im heutigen Tunesien), was zu den Punischen Kriegen führte. Im Ersten Punischen Krieg (264-241 v. Chr.) dehnte sich Rom nach vorherigen Spannungen auf Sizilien bis in karthagische Gebiete aus. Nachdem Karthago, solcherart provoziert, die Römer von See aus angegriffen und geschlagen hatte, baute Rom eine Flotte auf, um der Seemacht Karthago entgegentreten zu können. Nach mehreren Rückschlägen und wechselhaftem Kriegsglück gelang es Rom schließlich, besonders auf Sizilien Fuß zu fassen und die karthagische Flotte mehrmals zu schlagen. Karthago verlor fast alle seine sizilianischen Besitzungen und sann fortan auf Rache. Im Zweiten Punischen Krieg (218-201 v. Chr.) gelang es dem genialen Strategen Hannibal beinahe, Rom in die Knie zu zwingen. Besonders die Niederlage bei Cannae (216 v. Chr.) schmerzte, die schwerste Niederlage in der römischen Geschichte, doch gelang es Hannibal nicht, das Bündnissystem Roms in Italien zu zerstören. Der römische Feldherr Scipio setzte 204 v. Chr. nach Afrika über und besiegte Hannibal 202 v. Chr. bei Zama. Karthago verlor alle außerafrikanischen Besitzungen und seine Flotte. Es war als Machtfaktor endgültig ausgeschaltet, während Rom mit seiner neuen Provinz Hispanien zunehmend an Einfluss gewann. Der Sieg über Karthago im 1. und 2. Punischen Krieg sicherte Roms Vormachtstellung im westlichen Mittelmeer. In diese Zeit, genauer gesagt in die Zeit ab 200 v. Chr., fiel auch die Einmischung Roms in das Machtspiel der hellenistischen Großreiche. Dort waren die Großmächte nicht in der Lage gewesen, ein friedliches Zusammenleben zu erreichen. Es folgten Konflikte mit den Antigoniden, wobei Rom 200-197 v. Chr. in Griechenland intervenierte, um den makedonischen Einfluss zurück zu drängen. Auch gegen das hellenistische Seleukidenreich führte Rom Krieg. Auf ein Hilfegesuch hin kam es 192-188 v. Chr. zum Krieg gegen Antiochos III., in welchem Rom siegreich blieb. Antiochos musste auf einen Großteil seiner Besitzungen in Kleinasien verzichten. Rom wurde damit zur De-facto-Vormacht im östlichen Mittelmeerraum. Versuche Makedoniens, die alte Hegemonie wieder aufzurichten, führten zum Krieg. 168 v. Chr. wurden die Makedonen endgültig besiegt und ihr Königreich zerschlagen, 148 v. Chr. schließlich in eine römische Provinz umgewandelt. So erging es 146 v. Chr. auch Griechenland (ab 27 v. Chr. Provinz Achaea, vorher zu Makedonien) und der neuen römischen Provinz Africa nach der Zerstörung Karthagos, welches vor dem Dritten Punischen Krieg (150-146 v. Chr.) wieder an Macht gewonnen hatte. Pergamon wurde durch Erbvertrag 133 v. Chr. zur römischen Provinz. Gleichen Status erhielt 64/63 v. Chr. das Restreich der Seleukiden, das nicht mehr lebensfähig war und von Pompeius, der eine Neuordnung des Ostens vornahm, zur Provinz Syria gemacht wurde. Nur das schwächelnde Ägypten der Ptolemäer, welches zu einem römischen Protektorat wurde, behielt seine Unabhängigkeit, ehe es im Jahre 30 v. Chr. ebenfalls im Römischen Reich aufging. So glänzend auch die außenpolitischen Erfolge Roms gewesen waren – im Inneren erodierte allmählich die republikanische Ordnung.

Die Revolutionszeit und die Bürgerkriege

Die Republik geriet seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. in eine innenpolitische Krise, die schließlich in die Epoche der Bürgerkriege mündete und mit dem Untergang der bisherigen Staatsform enden sollte. Hintergrund war zunächst der Ruf nach Reformen, vor allem im Agrarbereich. So sollte die nach den Brüdern Tiberius Gracchus und Gaius Gracchus benannte Gracchische Reform die Grundbesitzverhältnisse reformieren und den ärmeren Schichten der Bevölkerung zu Land und Einkommen verhelfen. Die Reform scheiterte allerdings am Widerstand der konservativen Senatskreise, der zugrundeliegende Konflikt blieb weiter bestehen: die Popularen und Optimaten bekämpften sich gegenseitig, um ihre jeweilige Politik durchzusetzen. Auch machten sich innere Spannungen im Bündnissystem Roms bemerkbar, sodass es 91-89 v. Chr. zum so genannten Bundesgenossenkrieg kam. Am Ende wurde das römische Bürgerrecht auch den Bundesgenossen verliehen. Im Anschluss daran kam es 88 v. Chr. zur berüchtigten "Vesper von Ephesus": Nach der Ermordung Zehntausender römischer Siedler in Kleinasien zog Rom in den Krieg gegen Mithridates von Pontos und besiegte ihn nach mehrjährigen Kämpfen. Pontos Diesen Ereignissen folgte der Beginn des römischen Bürgerkriegs, in dem sich wieder Popularen und Optimaten gegenüber standen (Marius, Cinna, Sulla). Sulla blieb siegreich und errichtete die Diktatur, doch hatte diese Lösung keinen wirklichen Bestand, zumal Sulla bald zurücktrat und die alten Kräfte sich wieder bekämpften. Die Krise der Republik wurde durch das (erste) Triumvirat verdeutlicht: der ehrgeizige Gaius Iulius Caesar, der erfolgreiche Militär Gnaeus Pompeius Magnus und der reiche Crassus gingen ein informelles Bündnis ein, um sich in ihren jeweiligen Interessen zu unterstützen. Nach dem Tod des Crassus in einem Feldzug gegen die Parther rangen die einstigen Freunde Caesar und Pompeius um die Macht im Staat (49-46 v. Chr.), wobei sich Pompeius auf die Seite des Senats stellte. Caesar obsiegte. Nur durch seine Ermordung wurde verhindert, dass sich die Republik in eine Diktatur verwandeln konnte. Nach der Ermordung Caesars im Jahre 44 v. Chr. gelang es den Anhängern der Republik nicht, die alte republikanische Verfassung wiederherzustellen. In dem Bürgerkrieg, der nun wieder ausbrach, setzte sich schließlich Octavian, der spätere „Augustus“, gegen Marcus Antonius in der Schlacht bei Actium als Sieger durch (31 v. Chr.).

Die frühe und hohe Kaiserzeit (Prinzipat)

Prinzipat Octavian zielte wie Caesar auf eine Alleinherrschaft. Doch anders als Caesar versuchte Octavian dieses Ziel nicht durch das Mittel einer außerordentlichen Diktatur zu erreichen. Octavian ließ vielmehr die alte republikanische Verfassung formal in Kraft und sicherte seine Position durch die Übernahme verschiedener Ämter, vor allem durch die Übernahme eines mehrjährigen Kommandos über wichtige Legionen. Den alten senatorischen Adel konnte Octavian zu einer Anerkennung seiner Herrschaft bewegen. Der Senat sah in Octavian keinen König, sondern den "Ersten Bürger des Staates" (Princeps). Die von Octavian begründete Verfassung, die sich in wesentlichen Punkten von der alten republikanischen Verfassung unterscheidet, nennt man deshalb auch Prinzipat. Octavian selbst erhielt im Jahre 27 v. Chr. vom Senat den Titel „Augustus“ (der Erhabene). Das Imperium Romanum beherrschte zu diesem Zeitpunkt bereits den gesamten Mittelmeerraum. Auch der Westen und Süden Germaniens gehörte zum römischen Reich; die Expansion nach Nordosten, die unter Augustus eingeleitet worden war, wurde erst durch die Varusschlacht im Jahre 9 gestoppt. Augustus' Adoptivsohn und Nachfolger Tiberius beschränkte sich auf weitgehend defensive Maßnahmen zur Sicherung der Grenzen. Unter Claudius wurde einzig Britannien dem Reich hinzugefügt, später folgte noch Thrakien, das aber schon vorher ein von Rom abhängiger Klientelstaat gewesen war. Mit dem Tod des als unfähig und wahnsinnig geltenden Nero, der vor allem das Militär vernachlässigte, endete 68 das julisch-claudische Haus. Dessen Nachfolge traten nach den Wirren des Vierkaiserjahres die insgesamt erfolgreich regierenden Flavier an, wobei Vespasian im Jahre 70 einen Aufstand in Judäa durch seinen Sohn und späteren Nachfolger Titus niederschlagen ließ. Nach Titus´ nur kurzer Regierungszeit trat sein Bruder Domitian seine Nachfolge an. 96 brachte diesen eine Hofintrige zu Fall - es kam zu einer Krisenzeit, welche erst unter den so genannten Adoptivkaisern überwunden werden konnte. Die Zeit der Adoptivkaiser, die mit Nerva begann, wird allgemein als die Glanzzeit des Imperiums verstanden, sowohl kulturell als auch in Bezug auf die Machtstellung Roms. Seine größte Ausdehnung hatte das Römische Reich denn auch unter Kaiser Trajan im Jahre 117 erreicht, wobei Trajan, der als erster Kaiser aus den Provinzen stammte, als optimus princeps gefeiert wurde, als "bester Kaiser". Das Imperium erstreckte sich nun von Schottland bis Nubien in Nord-Süd-Richtung und von Portugal bis nach Mesopotamien in West-Ost-Ausrichtung. Unter dem gebildeten Hadrian, der die östlichen Eroberungen Trajans aufgab, kommt es nun zu einer inneren Konsolidierung des Reiches und zu einer zivilisatorischen, kulturellen und technischen Blüte, die die Ausbreitung des damals noch jungen, schon stark angewachsenen Christentums begünstigte. Christentum Um die Mitte des 2. Jahrhunderts schien das Imperium auf seinem Höhepunkt angelangt zu sein, doch traten unter Mark Aurel bereits die ersten Probleme auf (Kämpfe mit Germanen, besonders den Markomannen, und im Osten Kämpfe mit den Parthern). Das Reich kam in den folgenden Jahrzehnten nicht zur Ruhe. Von außen wurde es kriegerisch bedrängt, während im Inneren sich Zerfallserscheinungen bemerkbar machten. Nach dem Tod Marc Aurels, der gerade im Bereich der nördlichen Grenze nur vorläufige Erfolge verbuchen konnte, kam es zu einer Reihe von Krisenereignissen, zudem sein Sohn Commodus nicht in der Lage war, dem Reich Sicherheit zu geben. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts konnten die Severer die Lage stabilisieren. Jetzt kam es vor allem an der Ostgrenze zu schweren Kämpfen mit dem Neupersischen Reich der Sassaniden, die sich Rom als gewachsen erwiesen und den römischen Heeren eine Reihe von Niederlagen bereiten sollten. Es folgte nach dem eher unrühmlichen Ende der Severer die Reichskrise des 3. Jahrhunderts, in welcher sich die Soldatenkaiser dem Ansturm der Germanen an Rhein und Donau (besonders der Alamannen und der Goten) und der Sassaniden im Osten ausgesetzt sahen. Es kam sogar zur Abspaltung einzelner Provinzen (besonders Galliens), die aber wieder rückgängig gemacht werden konnten. 272 wurde Palmyra unterworfen, das in der Krisenzeit des Imperiums Teile der östlichen Provinzen Roms erobert hatte.

Die späte Kaiserzeit und der Beginn der Spätantike

Mit Diokletian vollzog sich 284 der Übergang in die Spätantike, die von einer stärkeren Zentralisierung und Bürokratisierung sowie dem späteren Sieg des Christentums geprägt war und die keineswegs die reine Zerfallszeit war, wie noch die ältere Forschung weitgehend meinte. Diokletian reformierte die Verwaltung und schuf die so genannte Ordnung der Tetrarchie, wonach es zwei Senior-Kaiser (Augusti) und jeweils einen Junior-Kaiser (Caesar; pl.: Caesares) geben sollte. Denn für einen Kaiser alleine war das Imperium schon längst unregierbar geworden, besonders da der Druck auf die Grenzen ständig anwuchs. Die Idee der Teilung des Herrschaftsraumes war nicht völlig neu, doch wurde sie nun konsequenter umgesetzt. Allerdings wurde der Gedanke der Reichseinheit nicht aufgegeben. In dieser Zeit wurde die Hauptstadt von Rom nach Trier, an die nördlichen Grenzen verlegt. Die letzten Christenverfolgungen fanden unter Diokletian statt. Konstantin der Große, dessen Vater nach dem Rücktritt Diokletians und dessen Mitkaiser Maximian das Amt des "Senior-Augustus" im Westen übernahm, gab sich damit nicht zufrieden. Er beseitigte nach und nach seine Rivalen und etablierte 324 die Alleinherrschaft über das Imperium. Bedeutend wurde seine Regierungszeit vor allem aus zwei Gründen: 1) der Privilegierung des Christentums und 2) der Gründung von Konstantinopel. Der Blick des Reiches wandte sich mehr und mehr gegen Osten. Konstantins Dynastie überlebte ihn nicht lange. Es folgten zunächst Bruderkämpfe, bis Constantius II. die Alleinherrschaft erlangte. Nach seinem Tod kam es 361 unter seinem Nachfolger Julian Apostata zu einer "Renaissance" des Heidentums, die aber nicht von langer Dauer war. Mit Julian erlosch 363 die konstantinische Dynastie. Unter Valentinian I. wurde das Reich aus Verwaltungsgründen vorläufig und nach dem Tod Kaiser Theodosius I. endgültig geteilt. Theodosius war nach dem Tod des Valens von Valentinians Sohn Gratian als Kaiser im Osten eingesetzt worden. Es gelang ihm nach der Niederlage von Adrianopel, die eingedrungenen Goten durch Verträge wenigstens vorläufig zu binden. 394 wurde Theodosius schließlich Alleinherrscher, nachdem es im Westen zu einer Reihe von Usurpationen und Revolten gekommen war; er war der letzte Kaiser, der über das gesamte Imperium herrschen sollte. Nach seinem Tod 395 kam es unter seinen Söhnen Honorius (im Westen) und Arcadius (im Osten) zur Reichsteilung, die von da an endgültig sein sollte.

Untergang des Reiches im Westen und Behauptung im Osten

Arcadius Das Oströmische Reich überlebte die Wirren der Völkerwanderung, vor allem, da es der ökonomisch gesündere und dichter bevölkerte Reichsteil war. Im Laufe des 5. Jahrhunderts zerfiel allmählich das Römische Reich im Westen. Eine wichtige Ursache dabei bildete die Völkerwanderung. Das Reich verlor nach der Schlacht von Adrianopel 378 zunehmend die Kontrolle über seine westlichen Provinzen. Große Teile Galliens und Spaniens gingen bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts an die eingedrungenen Germanen (Vandalen, Franken, Goten) verloren. Vor allem der Verlust Africas an die Vandalen 435 war ein schwerer Schlag für Westrom. Der Regierungssitz war bereits um die Jahrhundertwende von Mailand nach Ravenna verlegt worden. Und selbst Italien geriet immer mehr unter den Einfluss der Germanen. 410 plünderten die Westgoten die Stadt Rom, 455 folgten ihnen darin die Vandalen (daher der Ausdruck "Vandalismus"). Es gab mehrere Gründe für den Verfall und Untergang des Römischen Reiches. Welche Prozesse letztlich zur Transformation des weströmischen Reiches in eine Reihe von germanischen Staaten führten, die spätestens seit dem 7. Jahrhundert als souverän gelten konnten, ist seit langem Gegenstand der Forschungsdiskussion. So bestand das Heer zum größten Teil nicht mehr aus römischen Bürgern, sondern aus "barbarischen" Söldnern. Die Stärke der Armee reichte zudem nicht mehr aus, um die Grenzen zu sichern. Im Inneren war die Verwaltung marode geworden, auch ein wirtschaftlicher Niedergang ist festzustellen, wenn auch nicht so dramatisch, wie noch die ältere Forschung meinte. 476 setzte der Germane Odoaker Romulus Augustulus als weströmischen Kaiser ab (letzter anerkannter Westkaiser war allerdings Julius Nepos gewesen). Odoaker sah sich selbst noch als einen "Germanen in römischen Diensten" und seine Herrschaft in Italien als Teil des Imperium Romanum unter dem römischen Kaiser in Konstantinopel. Anders war die Lage im Osten. Dies war der "gesündere" Reichsteil, der zudem über die größeren strategischen Reserven verfügte und auch die geschicktere Diplomatie betrieb. Zudem war es Hunnen und Germanen nie gelungen, den Hellespont zu überqueren; daher blieben die reichen Provinzen Kleinasiens, Syriens und Ägyptens weitgehend unbehelligt. Die "barbarischen" Elemente in der Armee, die mit zum Untergang Westroms beigetragen hatten, wurden noch im 5. Jahrhundert zurückgedrängt und zu Beginn des 6. Jahrhunderts zum größten Teil ausgeschaltet. Obzwar es zu schweren Kämpfen mit Hunnen und Sassaniden kam, blieb das Ostreich intakt. Unter Justinian I., dem letzten Kaiser, dessen Muttersprache Latein war, konnten die Oströmer große Teile des Westens (Nordafrika, Italien, Südspanien) zurückerobern, während sie im Orient unter großen Anstrengungen die Grenzen gegen die Perser halten konnten. Damit war der (ost)römische Kaiser noch einmal der mit Abstand mächtigste Herrscher im Mittelmeerraum, und Ostrom beherrschte den größten Teil des alten Reichsgebietes (mit Ausnahme Britanniens, Galliens und Nordspaniens). Die Wende kam Anfang des 7. Jahrhunderts, als zunächst weite Teile des Reiches zeitweilig von den Sassaniden erobert wurden. Nachdem Kaiser Herakleios den langen Krieg schließlich siegreich beendet hatte, konnte das erschöpfte Reich dem Angriff der islamischen Araber (arabische Expansion) kaum widerstehen und verlor ganz Syrien und Afrika. Herakleios brach außerdem mit der römischen Tradition, indem er statt des Titels Imperator den alten griechischen Königstitel Basileus annahm und Griechisch auch zur offiziellen Amtssprache machte. Das Oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Konstantinopel blieb dann zwar staatsrechtlich noch bis in das 15. Jahrhundert erhalten - und die Griechen bezeichnen sich noch heute volkstümlich auch als romoi, also Römer, aber die inneren Strukturen veränderten sich nach etwa 640 so grundlegend, dass es gerechtfertigt erscheint, von nun an von Byzanz zu sprechen. Siehe auch:
- Römische Republik
- Prinzipat
- Römische Kaiserzeit
- Spätantike
- Der Untergang des Römischen Reiches
- Byzantinisches Reich
- Weströmisches Reich
- Liste der römischen Kaiser

Nachfolger

Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das Nord- und Mittelitalien, die Niederlande, Belgien, Tschechien, Österreich, die Schweiz, Teile Frankreichs (Elsass, Lothringen, Provence), Luxemburg und Deutschland umfasste, sah sich später als Nachfolger des (west)römischen Reiches, während der russische Zar über das byzantinische Erbe ebenfalls die Nachfolge der römischen Kaiserkrone beanspruchte - die Begriffe Kaiser und Zar leiten sich beide aus dem römischen Caesar ab.

Siehe auch


- Portal und Themenliste Rom
- Ab urbe condita
- Auxiliartruppen
- Esskultur im Römischen Reich,
- Feuerwehren im Römischen Reich
- Germanisierung
- Kataphrakt
- Liste der römischen Kaiser
- Liste der römischen Könige
- Liste der römischen Konsuln
- Romanen
- Römische Bautechnik
- Römische Bestattungsrituale
- Römische Ehe
- Römische Erziehung
- Römische Kaiserzeit
- Spätantike
- Sprachen im Römischen Reich
- Römische Legion
- Römische Marine
- Römische Mythologie
- Römische Namen
- Römische Provinz
- Römische Republik
- Römischer Senat
- Römisches Recht
- Römische Vornamen
- Römische Ziffern
- S.P.Q.R.
- Tierhetzen im Römischen Reich

Literatur

Allgemein (neben Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 2-4 und vor allem der Cambridge Ancient History, 2. veränderte Aufl. ab Bd. 7, Teilband 2, The Rise of Rome to 220 B.C.):
- Alfred Heuß: Römische Geschichte. Schöningh, 2003, ISBN 3506739271 Bester (wenn auch manchmal recht knapper) Überblick zur römischen Geschichte in deutscher Sprache.
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