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Don DeLillo

Don DeLillo

Don DeLillo (
- 20. November 1936 in der Bronx, New York City) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er gilt neben Thomas Pynchon als einer der wichtigsten Postmodernisten und wurde von Harold Bloom neben Cormac McCarthy, Thomas Pynchon und Philip Roth als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Amerikas gelobt. Sein umfangreiches Werk wurde vielfach prämiert. Er erhielt im Jahr 1985 für seinen Roman "Weißes Rauschen" (im Englischen "White Noise") den National Book Award und 1992 für seinen Roman "Mao II" den PEN/Faulkner Award.

Werke

Sieben Sekunden

Der 1988 erschienene Roman (engl.: Libra) erzählt das Leben von Lee Harvey Oswald und spinnt eine Verschwörungstheorie zur Erklärung des Attentats auf Präsident Kennedy. In zwei unterschiedlich nummerierten, alternierenden Kapitelfolgen, die am Ende des Buches konvergieren, werden Oswalds Leben und die Planungen einiger CIA-Agenten und ihrer Verschwörung erzählt, mit der sie Oswald zur Teilnahme am Attentat manipulieren. Originell ist dabei, dass in DeLillos Version der Ereignisse, die geschickt historische Fakten mit literarischer Fiktion vermengen, die Verschwörer ursprünglich nur eine Art Warnschuss beabsichtigt und geplant hätten, dass Attentat scheitern zu lassen, ein ehemaliger Agent es aber doch habe durchführen lassen, weil er es für die einzige Möglichkeit gehalten habe, die US-Regierung in einen Krieg gegen Kuba zu treiben. DeLillo entwirft ein differenziertes Charakterbild von Oswald: Der zwar eigenbrötlerische, aber geistig gesunde und durchaus belesene Außenseiter aus der Bronx habe sich mit seinen Sympathien für den Sowjetkommunismus außerhalb der amerikanischen Gesellschaft gestellt. Damit sei er ein geeigneter Sündenbock für den Mord an Kennedy geworden, den er aber gar nicht begangen habe - die sieben Sekunden des deutschen Titels sind die Zeit, die der angeblich untrainierte Schütze Oswald zur Abgabe der drei Schüsse auf den Präsidenten gehabt haben soll, was seine Täterschaft unwahrscheinlich mache. DeLillo greift hier, wie es im postmodernen Roman häufig geschieht, ausgiebig auf die Verschwörungstheorien zurück, die er als Metapher der Fremdbestimmung und Manipulation des Menschen durch überindividuelle Mächten und als Beispiel für den Charakter sämtlicher Geschichtserzählung als Konstrukt und letztlich als Fiktion benutzt.

Mao II

Die Handlung dieses prämierten Romans, der 1991 erschien, dreht sich um den berühmten Schriftsteller Bill Gray , der zurückgezogen, nur durch Assistenten mit der Außenwelt verbunden, lebt. In dieser Figur verschmolz DeLillo Züge sowohl von Thomas Pynchon als auch von J.D. Salinger. Im Verlauf der Handlung bricht Gray, angetrieben durch den Besuch einer Fotografin, zu einer Reise in den Libanon auf, wo er dann als Geisel festgehalten wird. Der Roman schildert den Unterschied der Masse zum Individuum und dadurch auch das Leben in der modernen Gesellschaft. DeLillo gelingen dabei eindringliche Bilder, wobei auf der einen Seite der Autor, als Verkörperung des Individuums steht und auf der anderen Seite Szenen von Khomeinis Beerdigung und einer Massenhochzeit der Mun-Sekte.

Unterwelt

Eines seiner meistbeachteten Werke ist der Roman "Unterwelt" von 1997, der es in seiner deutschen Übersetzung auf 964 Seiten bringt. Es ist ein postmodernes Panorama der amerikanischen Gesellschaft in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, das von einem berühmten Baseball-Spiel zwischen den Brooklyn Dodgers und den New York Giants am 3. Oktober 1951 ausgeht, bei dem der Schläger der Giants den Ball mit einem gewaltigen Schlag in die Zuschauerränge und seine Mannschaft damit zur Meisterschaft beförderte - dem "Schuss, der um die ganze Welt zu hören war". Um den enstcheidenden Ball, der auf Irrwegen irgendwann zu Nick Shay kommt, einer der Hauptfiguren des Romans, spinnt DeLillo ein beeindruckendes Breitwandgemälde der amerikanischen Gesellschaft. Um die gesellschaftlichen Beziehungen der Personen, die den Baseball hatten oder haben, kristallisieren sich zahlreiche Episoden heraus. Dabei treten auf: ein alter Sammler von Baseballsachen, Nicks ehemaliger Geliebte, die Künstlerin Klara Sachs, eine Nonne, ein junges Schachgenie (Nicks Bruder Matty) oder auch ein Graffitisprayer, die fast alle wie DeLillo selbst aus der Bronx stammt. Aber auch Prominente und historische Persönlichkeiten wie J. Edgar Hoover, Frank Sinatra und Lenny Bruce sind Figuren des Romans. Diese Episoden spielen zwischen Herbst 1951 und Sommer 1992 und werden in sechs Großkapiteln geboten, die rückwärts angeordnet sind, eine Chronologie, die durchbrochen wird von vier vorwärts erzählten Abschnitten über das Baseballspiel und die ersten Besitzerwechsel des Balles. Es wird in dem Roman immer wieder das Motiv des Mülls wiederholt: So ist beispielsweise die Hauptfigur Angestellter einer Müllfirma, die Künstlerin nutzt ausrangierte Flugzeuge als Leinwand und eine andere Person baut ein Haus aus Abfall. Dies deutet auf auf das Leben in der modernen Wegwerfgesellschaft ebenso hin wie auf die menschliche Vergänglichkeit: "Alles fällt unauslöschlich der Vergangenheit anheim", lautet der letzte Satz des furiosen Eingangskapitels. Doch trotzdem lässt sich dieses verzweigte Buch nicht darauf reduzieren, da Don DeLillo gleichzeitig einen Rückblick auf den Kalten Krieg wirft, beispielsweise wenn er schildert, dass gleichzeitig, mit dem entscheidenden Schlag des Baseballspiels die Sowjetunion einen Atombombentest durchführte, wenn er einen masturbierenden Jungen beim Anblick seiner Erektion an eine Atomrakete denken lässt oder wenn die Kuba-Krise durch die verzweifelt-zynischen Kommentare des Komikers Lenny Bruce geschildert wird. Der Zusammenhang zwischen Müll, Geschichte und Atombombe ergibt auch insofern Sinn, als zum einen der eigentlich Sprengsatz der Bombe aus einem Abfallprodukt von Kernkraftwerken besteht, und zum anderen, wie mehrfach im Roman erwähnt wird, der von 1951 bis 1990 immer drohende Atomkrieg ausgeblieben ist: "Die Flugzeuge sind nicht gestartet". Nicht zufällig ist daher auch das letzte Wort des Romans "Frieden". Ein weiteres zentrales Motiv ist die Beziehung zwischen Vätern und Söhnen: Der Baseball wird zum Beispiel dem schwarzen Jungen, der ihn bei dem Spiel ergatterte, von dessen Vater gestohlen und an einen weißen Werbefachmann verkauft, der damit erfolglos seinen eigenen Sohn zu beeindrucken und für den Sport zu begeistern versucht; Nick Shay, der letzte Besitzer des Balles, leidet Zeit seines Lebens darunter, dass eigener Vater einfach verschwand, als er elf war, und DeLillo widmet den ganzen Roman der Erinnerung an seine Eltern.

Weitere Werke

(mit den Daten der amerikanischen Erstveröffentlichung)
- Weißes Rauschen (1984)
- Americana (1971)
- Körperzeit (2001)
- Spieler (1977)
- Valparaiso
- Cosmopolis (2004)
- Die Namen (1982)
- Bluthunde (1978)
- Libra (1988)

Weblinks


-
- [http://www.faz.net/IN/Intemplates/faznet/default.asp?tpl=common%2Fsuche_erg.asp&rub=%7B1C660973-612C-47CC-BA1D-9E4967F313B2%7D&term=Don+DeLillo&cboTxtPrt=0&Abschicken.x=0&Abschicken.y=0/ Rezensionen von Don DeLillos Romanen in der FAZ]
- [http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=561 Rezension zu "Valparaiso" von Volker Frick]
- [http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=962 Rezension zu "Körperzeit" von Volker Frick]
- [http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=2176 Rezension zu "Cosmopolis" von Volker Frick]
- [http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=1430 Rezension zu "In den Ruinen der Zukunft" von Volker Frick]
- [http://www.kiwi-koeln.de/mainpage.php?frame=buchinhalt&sektion=Belletristik&buchid=1329&fromautor=1/ Der Roman Unterwelt beim Verlag] DeLillo, Don DeLillo, Don DeLillo, Don DeLillo, Don DeLillo, Don DeLillo, Don DeLillo, Don DeLillo, Don

20. November

Der 20. November ist der 324. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 325. in Schaltjahren) - somit bleiben 41 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahr
- 284 - Der Befehlshaber Diokletian wird von seinen Truppen zum römischen Kaiser ausgerufen.
- 1700 - Im Verlauf des Großen Nordischen Krieges schlägt König Karl XII. von Schweden den russischen Zaren Peter I. in der ersten Schlacht von Narva.
- 1780 - England erklärt den Niederlanden den Krieg.
- 1789 - New Jersey ratifiziert als erster US-Bundesstaat die Bill of Rights der Vereinigten Staaten.
- 1815 - Abschluss des Zweiten Friedens von Paris zwischen Großbritannien, Preußen, Russland und Österreich ("Quadrupelallianz"). Nach der Schlacht von Waterloo wird das Staatsgebiet von Frankreich von den Siegern auf den Stand von 1790 begrenzt.
- 1873 - Ungarns Hauptstadt Budapest entsteht durch die Zusammenlegung von der Städte Buda, Óbuda und Pest.
- 1910 - Francisco I. Madero ruft in Texas zur Revolution gegen Porfirio Díaz auf und erkärt sich gleichzeitig selbst zum Präsidenten Mexikos.
- 1917 - Die Schlacht von Cambrai beginnt mit einem massiven britischen Panzerangriff.
- 1940 - Im Zweiten Weltkrieg schließen sich Ungarn, Rumänien und die Slowakei den Achsenmächten an.
- 1945 - Im Justizpalast in Nürnberg beginnt mit der Verlesung der Anklage der Prozess der vier alliierten Besatzungsmächte gegen zwanzig führende Persönlichkeiten des Dritten Reichs, darunter Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop und Julius Streicher, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
- 1947 - Prinzessin Elisabeth heiratet in London Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh.
- 1955 - Der Ärztestreit von Klaksvík erreicht mit dem Attentat auf den Ministerpräsidenten der Färöer Kristian Djurhuus in Tvøroyri einen seiner dramatischsten Höhepunkte. Djurhuus bleibt unversehrt, doch für färöische Verhältnisse sollte es eine der gravierendsten innenpolitisch motivierten Gewalttaten ihrer Geschichte bleiben.
- 1966 - Der Schweizer Kanton Zürich stimmt in einer Volksabstimmung gegen das Frauenwahlrecht.
- 1977 - In einer Rede vor der Knesset erkennt der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat das Existenzrecht Israels an..
- 1979 - Bei einer Geiselnahme in der US-amerikanischen Botschaft in Teheran wird die Auslieferung des ehemaligen Schahs an den Iran gefordert.
- 1989 - Die UN-Generalversammlung nimmt die Kinderrechtskonvention an.
- 1994 - Die angolanische Regierung und die Rebellenorganisation UNITA unterzeichnen einen Friedensvertrag, das Lusaka-Protokoll.
- 1998 - Galina Starowoitowa, russische Reformpolitikerin und stellvertretende Vorsitzende der Partei "Demokratisches Russland" wird in St. Petersburg ermordet.
- 2002 - Angola. Offizieller Abschluss der Umsetzung des Lusaka-Protokolls

Wirtschaft


- 1811 - Friedrich Krupp gründet in Essen eine Fabrik zur Produktion von Gussstahl.

Wissenschaft, Technik


- 1928 - Die erste Bewegtbildübertragung durch den Sender Königs Wusterhausen leitet die Ära des Fernsehens ein.
- 1985 - Microsoft veröffentlicht die erste Version des Betriebssystems Windows.
- 2000 - Honda stellt den humanoiden Roboter ASIMO der Öffentlichkeit vor.

Kultur


- 1757 - Uraufführung der Oper "L'Isola disabitata" von Domenico Scarlatti am Teatro San Samuele in Venedig.
- 1805 - Uraufführung der Oper "Fidelio", Ludwig van Beethovens einziger Oper, im Theater an der Wien in Wien.
- 1853 - Uraufführung der Oper "Giulia oder die Corsen" von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart.
- 1889 - Die 1. Sinfonie von Gustav Mahler wird in Budapest uraufgeführt.
- 1901 - Uraufführung der Oper "Grisélidis" von Jules Massenet an der Opéra-Comique in Paris.
- 1908 - Die Komödie "Moral" von Ludwig Thoma wird in Berlin uraufgeführt.
- 1910 - Uraufführung der Oper "Semirama" von Ottorino Respighi in Bologna.
- 1913 - Der deutsche Kaiser Wilhelm II. verbietet das Tanzen von Tango in Uniform wegen Unschicklichkeit.
- 1923 - Uraufführung der Oper "Die Höhle von Salamanca" von Bernhard Paumgartner an der Staatsoper in Dresden.
- 1926 - "Dorothea Angermann" von Gerhart Hauptmann wird an siebzehn deutschsprachigen Bühnen gleichzeitig uraufgeführt.
- 1956 - Ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Chile wird abgeschlossen und am 24. Mai 1959 in Kraft treten.
- 1964 - Ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Peru wird abgeschlossen und am 14. Januar 1966 in Kraft treten.
- 1966 - Das Musical "Cabaret" von John Kander und Fred Ebb erlebt seine Premiere im Imperial Theatre am Broadway.

Religion

Katastrophen


- 1974 - Nairobi, Kenia: Eine Boeing 747-130 der Lufthansa verunglückt beim Start vom Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi 59 der 157 Personen an Bord sterben. Siehe Lufthansa Flug 540
- 1993 - Mazedonien: Eine Jakowlew Jak-42 der Avioimpex auf dem Flug von Genf, Schweiz nach Skopje wird wegen schlechten Wetters nach Ohrid umgeleitet, wo sie gegen einen Berg prallt. Nur einer der 116 Insassen überlebt.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1993 - Die Dopingsperre von Katrin Krabbe, Grit Breuer und Manuela Deer wird durch den Internationalen Leichtathletik-Verband bestätigt.

Geboren


- 1602 - Otto von Guericke, deutscher Politiker
- 1625 - Paulus Potter, niederländischer Maler
- 1752 - Thomas Chatterton, britischer Dichter
- 1761 - Pius VIII. (Papst)
- 1762 - Pierre André Latreille, französischer Etnomologe
- 1779 - Franz Haniel, deutscher Unternehmer (Stahl)
- 1787 - Johann Nikolaus von Dreyse, deutscher Erfinder, Konstrukteur und Unternehmer († 1867)
- 1792 - Nikolai Iwanowitsch Lobatschewski, russischer Mathematiker
- 1806 - Adolf Harless, deutscher protestantischer Theologe
- 1825 - António de Serpa Pimentel, portugiesischer Politiker
- 1841 - Victor D'Hondt, belgischer Professor für Zivil- und Steuerrecht
- 1841 - Wilfrid Laurier, kanadischer Premierminister
- 1858 - Selma Lagerlöf, schwedische Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin
- 1873 - Daniel Gregory Mason, US-amerikanischer Komponist
- 1875 - Friedrich Werner von der Schulenburg, deutscher Diplomat
- 1879 - Heinrich Lilienfein, deutscher Schriftsteller und Generalsekretär der Schiller-Stiftung in Weimar
- 1886 - Karl von Frisch, österreichischer Zoologe
- 1889 - Edwin Hubble, US-amerikanischer Astronom
- 1889 - Otto Koehler, deutscher Zoologe und Ethologe
- 1892 - Erik Nölting, deutscher Politiker der SPD
- 1902 - Erik Eriksen, dänischer Politiker
- 1902 - Wolfgang Kunkel, deutscher Jurist und Rechtshistoriker
- 1907 - Henri Georges Clouzot, französischer Filmregisseur
- 1911 - Jean Shiley, US-amerikanische Leichtathletin (Hochsprung)
- 1919 - Alan Brown, englischer Rennfahrer und Teambesitzer
- 1923 - Nadine Gordimer, südafrikanische Schriftstellerin
- 1923 - Tonino Delli Colli, italienischer Kameramann († 2005)
- 1924 - Benoit Mandelbrot, französischer Mathematiker
- 1925 - Maja Plissezkaja, sowjetisch-russische Tänzerin
- 1925 - Robert F. Kennedy, US-amerikanischer Politiker
- 1925 - June Christy, US-amerikanische Sängerin
- 1929 - Raymond Lefèvre, französischer Bandleader
- 1937 - René Kollo, deutscher Tenor
- 1940 - Tony Butala, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Dr. John, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1941 - Aubrey Lee de Cordova, US-amerikanische Musikerin
- 1942 - Norman Greenbaum, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - De Lisle McKenzie Harper, britischer Musiker
- 1944 - Mike Vernon, britischer Musikproduzent
- 1946 - Duane Allman, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1946 - Ray Stiles, britischer Musiker (Mud)
- 1947 - Joe Walsh, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Barbara Hendricks, US-amerikanische Sängerin
- 1948 - John R. Bolton, US-amerikanischer Politiker und Diplomat
- 1950 - Gary Green, britischer Musiker
- 1954 - Kaspar Heidelbach, deutscher Regisseur
- 1956 - Bo Derek, amerikanische Schauspielerin
- 1956 - Olli Dittrich, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1957 - Stefan Bellof, deutscher Autorennfahrer
- 1957 - James Brown, britischer Musiker und Sänger
- 1960 - Paul King, britischer Sänger und Songschreiber
- 1961 - Veronika Maria Bellmann, deutsche Politikerin, Mitglied des Bundestages
- 1965 - Michael Clemens Frey, deutscher Musiker, Sänger, Komponist, Dirigent
- 1973 - Silke Lichtenhagen, deutsche Leichtathletin
- 1975 - Timea Vagvoelgyi, ungarische Schauspielerin

Gestorben


- 967 - Abu I-Faradj al-Isfahani, in Bagdad; arabischer Schriftsteller
- 1022 - Bernward von Hildesheim, Bischof und Gründer der Hildesheimer Werkstätten, Heiliger
- 1593 - Hans Bol, in Amsterdam; niederländischer Maler und Radierer
- 1720 - Peter Wessel Tordenskjöld, in Hannover; dänischer See- und Nationalheld
- 1758 - Johan Helmich Roman, schwedischer Komponist
- 1856 - Farkas Bolyai, in Marosvásárhely, Tîrgu Mures; ungarischer Mathematiker und Dichter
- 1861 - Christian Friedrich Brendel, deutscher Ingenieur
- 1863 - James Bruce, 8. Earl of Elgin, englischer Kolonialbeamter und Diplomat
- 1872 - Lars Johan Hierta, in Stockholm; schwedischer Verleger, Publizist und Politiker
- 1882 - Henry Draper, in New York City; US-amerikanischer Astronom
- 1882 - Béla Kéler, ungarischer Komponist
- 1889 - August Engelbrekt Ahlqvist, in Helsinki; finnischer Sprachwissenschaftler
- 1894 - Anton Rubinstein, russischer Pianist, Komponist und Dirigent
- 1907 - Paula Modersohn-Becker, in Worpswede; deutsche Malerin und Graphikerin
- 1910 - Leo Tolstoi, in Astapowo Tula; russischer Schriftsteller
- 1914 - Dimitrije Tucovic, bei Lazarevac; serbischer Jurist und Publizist
- 1918 - John Bauer, schwedischer Maler
- 1925 - Stefan Żeromski, in Warschau; polnischer Schriftsteller (
-
- 1927 - Wilhelm Stenhammar, in Stockholm; schwedischer Komponist, Dirigent und Pianist
- 1932 - Irene Aldrige, in London; britische Opernsängerin
- 1935 - Fernando António Pessoa, in Lissabon; portugiesischer Dichter
- 1940 - Emanuela Frank, in München; deutsche Mezzosopranistin
- 1945 - Francis William Aston, in Cambridge; englischer Physiker und Chemiker; Nobelpreis für Chemie 1922
- 1947 - Wolfgang Borchert, in Basel; deutscher Schriftsteller
- 1947 - Georg Kolbe, deutscher Bildhauer
- 1950 - Francesco Cilèa, in Varazze, Savona; italienischer Komponist
- 1952 - Benedetto Croce, italienischer Philosoph, Literaturhistoriker und Politiker
- 1967 - Casimir Funk, polnisch-amerikanischer Biochemiker
- 1972 - Ennio Flaiano, in Rom; italienischer Schriftsteller
- 1974 - Alessandro Momo, in Rom; italienischer Schauspieler
- 1975 - Francisco Franco, in Madrid; spanischer General und Politiker
- 1977 - Franz Baur, in Bad Homburg; deutscher Meteorologe
- 1978 - Giorgio de Chirico, italienischer Maler
- 1981 - Herbert Behrens-Hangeler, deutscher Maler und Grafiker
- 1991 - Helga Hahnemann, deutsche Entertainerin
- 1996 - Abdus Salam, pakistanischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1979
- 1999 - Amintore Fanfani, in Rom; italienischer Politiker, Regierungschef
- 2003 - Loris Azzaro, italienischer Modeschöpfer
- 2003 - David Dacko, zentralafrikanischer Politiker
- 2003 - Eugene Kleiner, US-amerikanischer Investor
- 2004 - Fred Hale, ältester Mann der Welt
- 2005 - Hans-Peter Reinicke, deutscher Schauspieler

Feiertage und Gedenktage


- Weltkindertag, außer in Deutschland, dort am 20. September (UNICEF)
- Tag der Industrialisierung Afrikas (UNO)
- katholischer und evangelischer Gedenktag: Bernward (Bernward von Hildesheim)
- katholischer, anglikanischer und orthodoxer Gedenktag: Edmund (Edmund von Ostanglien)
- katholischer Gedenktag: Felix (Felix von Valois)
- Felicia
- maronitischer Gedenktag: Joachim (Joachim, Vater der Gottesmutter Maria)

Siehe auch


- 19. November - 21. November
- 20. Oktober - 20. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1120 ja:11月20日 ko:11월 20일 simple:November 20 th:20 พฤศจิกายน

Bronx

Die Bronx ist seit dem 1. Januar 1874 der nördlichste der fünf Stadtbezirke (borough) von New York City und deckt sich mit Bronx County. Vorher war es eine eigenständige Stadt. Sie wurde nach Jonas Bronck, einem Auswanderer aus Schweden und 1639 erstem Siedler in diesem Gebiet, benannt. Die Bronx ist der einzige Stadtteil New Yorks, der auf dem Festland liegt.

Charakter

"Die Bronx" wurde vor allem ab den 1960ern dafür berühmt und berüchtigt, der brutalste und härteste Stadtteil New Yorks zu sein, welcher auch die höchsten Kriminalitätszahlen besitzt. Bandenkriminalität, Car-Jacking, Drogen, und Raubüberfälle tagsüber waren im südlichen Teil des Boroughs (South Bronx) Alltag. Seit den Neunzigerjahren hat dieses jedoch nachgelassen, was insbesondere auf die Nulltoleranzstrategie des Bürgermeisters Rudolph Giuliani zurückzuführen ist. Der Stadtteil wurde geprägt durch die Menschen der verschiedenen Kulturen, die in ihm leben. Durch die schwarze Bevölkerung entwickelten sich hier in den späten 1960ern die Ursprünge des Hip Hop.

Daten


- Fläche: 148.7 km² davon 108.9 km² Land und 39.9 km² (~ 26%) Wasser
- Einwohner: 1,35 Mio
- Haushalte: 460.000
- Familien: 310.000
- Administrative Gliederung von New York City in Community Boards und Neighborhoods

Berühmte Persönlichkeiten der Bronx:

[Tupac Shakur]Danny Aiello, Sholom Aleichem, June Allyson, Christopher Aponte, Anne Bancroft, David Berkowitz, Joey Bishop, Mary J. Blige, Red Buttons, James Caan, George Carlin, Diahann Carroll, Paddy Chayefsky, Tony Curtis, Cus D'Amato, Bobby Darin, Gray Davis, Don DeLillo, Art Donovan, Marty Glickman, Cuba Gooding Jr., John Gotti, Hank Greenberg,Fat Joe, Billy Joel, Max Kellerman, Afrika Bambaataa, Edward Koch, Stanley Kubrick, Fiorello LaGuardia, Jake La Motta, Ralph Lauren, Jennifer Lopez, Linda Lovelace, Sonia Manzano, Garry Marshall, Penny Marshall, Sal Mineo, Carroll O'Connor, KRS-One, Lee Harvey Oswald, Grandmaster Flash, Grandmaster Melle Mel, Grand Wizard Theodore, Grandmaster Caz, Kool DJ Herc, Jerry Orbach, Al Pacino, Regis Philbin, Chaim Potok, Colin Powell, Tito Puente, Big Punisher, Carl Reiner, Vin Scully, Stan Getz, Edgar Allan Poe und Neil Simon, Mike Tyson, Lou Savarese,Charly Rickmers, Showbiz & A.G, Lord Finesse, Diamond D.

Links


- [http://www.nynewsday.com/news/local/bronx Nachrichten aus der Bronx]
- [http://www.ilovethebronx.com/ Ilovethebronx.com]
- [http://www.newyork.de/index.cfm?PID=1862 The Bronx (Touristik-Auskunft in deutscher Sprache)]
- [http://www.wavehill.org/home/ Wave Hill]
- [http://perrin.olivier.free.fr/new_york_2005/Wave%20Hill%20(Bronx)/index.html Fotogalerie Wave Hill (Das Paradies des bronx)]
- [http://www.arthuravenue.com/index.jsp Arthur Avenue]
- [http://perrin.olivier.free.fr/new_york_2005/Little%20Italie%20-%20Arthur%20Av%20(Bronx)/index.html Fotogalerie Arthur Avenue (Die Kleine italie)] Kategorie:New York City Kategorie:Ort in New York

US-amerikanischer Schriftsteller

Liste von in den USA geborenen bzw. zum größten Teil publizierten Schriftstellern.

A


- Nikolaj Aaron (
- 1956)
- Walter Abish (
- 1931)
- Peter Abrahams (
- 1919)
- Louis Adamic (1899-1951)
- Henry Adams (1838-1918)
- James Agee (1909-1955)
- Edward Albee (
- 1928)
- Lloyd Alexander (
- 1924)
- William Allegrezza (
- 1974)
- David Ambrose (
- 1945)
- Sherwood Anderson (1876-1941)
- Bruce Andrews (
- 1948) (Englisch)
- Maya Angelou (
- 1928)
- John Ashbery (
- 1927) (Englisch)
- Isaac Asimov (1920-1992)
- Jean M. Auel (
- 1936)
- Paul Auster (
- 1947)

B


- David Baldacci (
- 1960)
- James Baldwin (1924-1987)
- Amiri Baraka (
- 1934)
- John Barth
- Saul Bellow (1915-2005)
- Donald Barthelme (1931-1989)
- Samuel Nathaniel Behrman (1893-1973)
- William Rose Benét (1886-1950)
- Charles Bernstein
- John Berryman
- Ambrose Bierce (1842-1914)
- Elizabeth Bishop (1911-1979)
- Benjamin Paul Blood (1832-1919)
- James Bovard
- Paul Bowles (1910-1999)
- T. C. Boyle (
- 1948)
- Ray Bradbury (
- 1920)
- Anne Bradstreet (1612-1672)
- Richard Brautigan (1935-1984)
- Poppy Z. Brite (
- 1967)
- Gwendolyn Brooks (1917-2000)
- Harry Brown (1917-1986)
- Charles Brockden Brown
- William Cullen Bryant (1794-1878)
- Charles Bukowski (1920-1994)
- William S. Burroughs (1914-1997)

C


- Truman Capote (1924-1984)
- Stephen L. Carter (
- 1954)
- Willa Cather
- Michael Chabon (
- 1963)
- Raymond Chandler (1888-1959)
- Paddy Chayefsky (1923-1981)
- John Cheever (1912-1982)
- Ted Chiang (
- 1967) Science-Fiction
- Kate Chopin (1851-1904)
- Lucille Clifton
- Billy Collins
- Larry Collins (1929-2005)
- Michael Connelly (
- 1956)
- James Fenimore Cooper (1789-1851)
- Gregory Corso (1930-2001)
- Hart Crane (1899-1932)
- Stephen Crane (1871-1900)
- Robert Creeley (1926-2005)
- Deborah Crombie (
- 1952), Krimiautorin
- Harry Crosby (1898-1929)
- Countee Cullen (1903-1946)
- E.E. Cummings (1894-1962)
- Clive Cussler (
- 1931)

D


- Mark Z. Danielewski (
- 1966)
- Don DeLillo (
- 1936)
- Jeffery Deaver (
- 1950-)
- James Dickey (1923-1997)
- Emily Dickinson (1830-1886)
- Diane Di Prima
- Irene Dische (
- 1952)
- E. L. Doctorow (
- 1931)
- J. P. Donleavy
- Ed Dorn (1929-1999)
- John Dos Passos (1896-1970)
- Frederick Douglass (1818-1895)
- Rita Dove (
- 1952)
- Joseph Rodman Drake (1795-1820)
- W.E.B. Du Bois (1868-1963)
- Paul Laurence Dunbar (1872-1906)
- John Gregory Dunne (1932-2003)

E


- Richard Eberhart (
- 1904)
- Tristan Egolf (1971-2005)
- Thomas Stearns Eliot (1888-1965)
- Bret Easton Ellis (
- 1964)
- Ralph Ellison (1914-1994)
- Richard Fariña (1937-1966)
- Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

F


- William Faulkner (1897-1962)
- Lawrence Ferlinghetti (
- 1919)
- Vardis Fisher (1895-1968)
- F. Scott Fitzgerald (1896-1940)
- Jonathan Safran Foer (
- 1977)
- Paula Fox (
- 1923)
- Benjamin Franklin (1706-1790)
- Jonathan Franzen (
- 1959)
- Marilyn French (
- 1929)
- Philip Freneau (1752-1832)
- Robert Frost (1874-1963)

G


- Paul Gallico (1897-1976)
- Elizabeth George (
- 1949)
- Tess Gerritsen
- Ellen Gilchrist (
- 1935)
- Allen Ginsberg (1926-1997)
- Susan Glaspell (1882-1948)
- David Guterson (
- 1956)
- Brion Gysin (1916-1986)

H


- Dashiell Hammett (1894-1961)
- Carla Harryman
- Alamgir Hashmi
- Nathaniel Hawthorne (1804-1864)
- Robert Hayden
- H. D. (1886-1961)
- Joseph Heller (1923-1999)
- Ernest Hemingway (1899-1961)
- O. Henry (1862-1910)
- Thomas Wentworth Higginson, (1823-1911),
- Patricia Highsmith (1921-1995)
- Oliver Wendell Holmes, Sr. (1809-1894)
- L. Ron Hubbard (1911-1986)
- Langston Hughes (1902-1967)
- Richard Hugo

I


- John Irving (
- 1942)
- Washington Irving (1783-1859)
- Greg Iles (
- 1960)

J


- Heinrich Eduard Jacob (1889-1967) USA, D
- Henry James (1843-1916)
- Randall Jarrell (1914-1965)
- Robinson Jeffers († 1962)
- Ha Jin (
- 1956)
- Charles Richard Johnson (
- 1948)
- Denis Johnson (
- 1949)
- James Weldon Johnson (1871-1938)
- Edward P. Jones (
- 1950)
- James Jones (1921-1977)
- Erica Jong (
- 1942)

K


- George F. Kennan (1904-2005)
- Ken Kesey (
- 1935)
- Yusef Komunyakaa (
- 1948)
- Jack Kerouac (1922-1969)
- Stephen King (1947)
- Etheridge Knight
- Dean Koontz (
- 1945)
- William Kotzwinkle (
- 1943)
- Paul Krugman (
- 1953)
- Joanne Kyger (
- 1934)

L


- Margaret Landon (1903-1993)
- Ring Lardner (1885-1933)
- Robert Lax (1915-2000)
- Timothy Leary (1920-1996)
- Chang-Rae Lee (
- 1965)
- Donna Leon (
- 1942)
- John T. Lescroart
- Denise Levertov (1923-1997)
- Philip Levine
- Sinclair Lewis (1885-1951)
- Nicholas Vachel Lindsay (1879-1931)
- Jack London (1876-1916)
- Henry Wadsworth Longfellow (1807-1882)
- Hendrik Willem van Loon (1882-1944)
- Audre Lorde (
- 1934)
- H. P. Lovecraft (1890-1937)
- Amy Lowell (1874-1925)
- James Russell Lowell (1819-1891)
- Robert Lowell (1917-1977)
- Ron Loewinsohn
- Alison Lurie (
- 1926)

M


- Madonna (Künstlerin) (
- 1958)
- Betty Mahmoody (
- 1947)
- Norman Mailer (
- 1923)
- Archibald MacLeish (1892-1982)
- David Markson (
- 1927)
- Armistead Maupin (
- 1944)
- Mary McCarthy (1912-1989)
- Claude McKay
- Carson McCullers (1917-1967)
- Patricia A. McKillip (
- 1948)
- Larry McMurtry (
- 1936)
- Herman Melville (1819-1891)
- Stuart Merrill (1863-1915)
- Thomas Merton (1915-1968)
- Edna St. Vincent Millay (1892-1950)
- Arthur Miller (1915-2005)
- Henry Miller (1891-1980)
- Joaquin Miller (1837-1913)
- Steven Millhauser (
- 1943)
- N. Scott Momaday (
- 1934)
- Michael Moore (
- 1954)
- Marianne Moore (1887-1972)
- Toni Morrison (
- 1931)
- Marcia Muller (
- 1944 ) Krimiautorin

N


- Vladimir Nabokov (1899-1977)
- Nance John J.
- Ogden Nash (1902-1971)
- Zora Neale Hurston (1891-1960)
- Lorine Niedecker (1903[?]-1970)
- Howard Nemerov
- Frank Norris (1870-1902)
- Naomi Shihab Nye (
- 1952)

O


- Joyce Carol Oates (
- 1938)
- Clifford Odets (1906-1963)
- John O'Hara (1905-1970)
- Charles Olson (1910-1970)
- George Oppen (1908-1984)

P


- Chuck Palahniuk (
- 1962)
- Christopher Paolini, (
- 1983)
- Dorothy Parker (1893-1967)
- Robert B. Parker (
- 1932)
- Walker Percy (1916-1990)
- Frank Peretti (
- 1951)
- Susan Elizabeth Phillips
- Tamora Pierce
- Marge Piercy (
- 1936)
- Kathrene Pinkerton (1887-1967)
- Robert Pinsky
- Sylvia Plath (1932-1963)
- Edgar Allan Poe (1809-1849)
- Ezra Pound (1885-1972)
- Richard Powers (
- 1957)
- James Purdy
- Mario Puzo (1920-1999)
- Thomas Pynchon (
- 1937)

R


- Carl Rakosi (
- 1903)
- John Crowe Ransom (1888-1974)
- John Rechy
- Henry Reed (1914-1986)
- Ishmael Reed
- Kenneth Rexroth
- Charles Reznikoff (1894-1976)
- Adrienne Rich
- Lola Ridge (1873-1941)
- Harold Robbins (1916-1997)
- Tom Robbins (
- 1936)
- Edwin Arlington Robinson (1869-1935)
- Theodore Roethke (1908-1963)
- Edwin Rolfe (1909-1954)
- Franklin Rosemont
- Henry Roth
- Philip Roth (
- 1933)
- Matt Ruff (
- 1966)
- Charles M. Russell (1864-1926)
- Richard Russo (
- 1949)

S


- Jerome David Salinger (
- 1919)
- James Salter (
- 1926)
- Carl Sandburg (1878-1967)
- William Saroyan (1908-1981)
- Delmore Schwartz (1913-1966)
- Hubert Selby (1928-2004)
- Anne Sexton (1928-1974)
- Karl Shapiro (1913-2000)
- Irwin Shaw (1913-1984)
- Sidney Sheldon (
- 1917)
- Lucius Shepard (
- 1947) SF
- Upton Sinclair (1878-1968)
- Isaac Bashevis Singer (1902-1991)
- Myra Sklarew
- Henry Slesar (1927-2002)
- Joshua Slocum (1844-1909), Reiseschriftsteller
- Vern Sneider (1916-1981)
- Gary Snyder
- William Stafford
- Gertrude Stein (1874-1946)
- John Steinbeck (1902-1968)
- Gerald Stern
- Wallace Stevens (1880-1955)
- Mark Strand
- Manil Suri (
- 1959)
- May Swenson

T


- Donna Tartt
- Allen Tate (1899-1979)
- Edward Taylor (1645-1729)
- Ernest Thayer (1863-1940)
- Paul Theroux (
- 1941)
- Hunter S. Thompson (1937-2005)
- Henry David Thoreau (1817-1862)
- James Thurber (1894-1961)
- Monique Truong (
- 1968)
- Henry Theodore Tuckerman (1813-1871)
- Scott Turow (
- 1949)
- Mark Twain (1835-1910)

U


- John Updike (
- 1932)

V


- Janine Pommy Vega
- Gore Vidal (
- 1925)
- Renée Vivien (1877-1909)
- Kurt Vonnegut (
- 1922)

W


- Diane Wakoski
- Alice Walker (
- 1944)
- David Foster Wallace (
- 1962)
- Robert Penn Warren (1905-1989)
- Eudora Welty
- Nathanael West (1903-1940)
- Edith Wharton (1862-1937)
- Phillis Wheatley (1753-1784)
- Edwin Percy Whipple (1819-1886)
- Edmund White (
- 1940 )
- Walt Whitman (1819-1892)
- John Greenleaf Whittier (1807-1892)
- Michael Wigglesworth (1631-1705)
- Richard Wilbur
- Thornton Wilder (1897-1975)
- Tennessee Williams (1911-1983)
- William Carlos Williams (1883-1963)
- Owen Wister (1860-1938)
- Tom Wolfe (
- 1931)
- Ira Wolfert (1908-1997)
- Herman Wouk (
- 1915)
- Ernest Vincent Wright (ca. 1873-1939)
- Richard Wright (Schriftsteller) (1908-1960)

Z


- Louis Zukofsky (1904-1978)

Siehe auch


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Postmoderner Roman

Der postmoderner Roman ist die literarische Erscheinungsform der Postmoderne, einer intellektuellen Strömung, die sich in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ausgehend von den USA und Frankreich überall in der westlichen Welt als Gegenbewegung gegen eine zunehmend als steril und totalitär empfundene Moderne manifestiert hat, unter anderem in Philosophie, Architektur und eben in der Literatur.

Definition

Der Begriff entzieht sich zunächst einer genaueren Definition, da er keine Selbstbeschreibung darstellt und keine Trennschärfe besitzt: Welcher Roman nun dazuzuzählen ist, wird weder vom Autor selbst entschieden, noch gibt es eindeutige Kriterien, die den postmodernen Roman klar von Romanen anderer Epochen unterscheiden. Als vorläufige Definition mag daher gelten, dass der postmoderne Roman zeitgenössisch ist und sich inhaltlich oder formal bewusst vom modernen Roman absetzt. Dieser wird von dem deutsch-neuseeländischen Literaturwissenschaftler Gero von Wilpert im "Sachwörterbuch der Literatur" folgendemaßen definiert: Er sei eine „dichterische Erzählung, die den Blick richte :„auf die einmalig geprägte Einzelpersönlichkeit oder eine Gruppe von Individuen mit ihre Sonderschicksalen in einer ... Welt, in der nach Verlust der alten Ordnungen und Geborgenheiten die Problematik, Zwiespältigkeit, Gefahr und die ständigen Entscheidungsfragen des Daseins an sie herantreten und die ewige Diskrepanz von Ideal und Wirklichkeit. ... Das in das Weltgeschehen eingebettete Schicksal spielt sich in ständig erneuter Auseinandersetzung mit den äußeren Formen und Mächten ab, ist ständige individuelle Reaktion auf die Welteindrücke und –einflüsse und damit ständige eigene Schicksalsgestaltung“ Konstitutiv für den modernen Roman sind demnach Narrativität, Subjektivität und eine jeweils für verbindlich gehaltene Vorstellung von Welt („Wirklichkeit“), mit der sich das individuelle Subjekt auseinander zu setzen hat, um so den Sinn seines Schicksals zu erkennen (oder ihn ihm abzugewinnen). Daraus folgt, dass im postmodernen Roman eben diese drei Bestimmungsfaktoren des modernen Romans geleugnet oder vernachlässigt werden (wobei es zur Zugehörigkeit reichen mag, wenn nur ein Merkmal zutrifft):
- Der postmoderne Roman verweigert sich einer linearen Erzählweise; erzählt wird stattdessen häufig fragmentarisch oder unchronologisch, sodass der Leser sich selbst das Geschehen zusammenkonstruieren muss.
- Der postmoderne Roman dekonstruiert die Möglichkeit seiner Protagonisten, zu selbstbestimmten Subjekten zu werden. Die Möglichkeit, einer Entwicklung wird geleugnet, die Protagonisten bleiben also gleich oder degenerieren; sie erfahren ihr Leben auch nicht als Ergebnis eigener, frei gewählter Entscheidungen, sondern werden als fremdgesteuert und konditioniert geschildert.
- Vor allem geht der postmoderne Roman nicht mehr von einer verbindlichen Weltsicht und einem erkennbaren Sinn des Lebens aus. Sinn wird, wenn er nicht überhaupt geleugnet wird, als etwas gesehen, dass nicht einfach vorhanden ist, sondern im Sinne des radikalen Konstruktivismus von den Protagonisten und den Lesern erst hergestellt werden muss. Gemäß der Theorie des Schweizer Sprachwissenschaftlers Ferdinand de Saussure, dass das sprachliche Zeichen (Signifikanten) ihren Sinn nicht aus der festen Verknüpfung mit einem jeweiligen Gemeinten (Signifikat), also einem Gegenstand, einer Idee etc., gewinnen, sondern aus der Differenz zu anderen Zeichen, beziehen sich postmoderne Autoren in ihren Romanen oft auf ältere, bekannte Texte, die sie zitieren, collagieren und persiflieren. Durch diese Intertextualität, die auch der Erkenntnis geschuldet ist, dass sich, wie die Moderne glaubte, substanziell Neues ohnehin nicht mehr generieren ließe, wird spielerisch ein „Sinn“ konstruiert, von dem nicht sicher ist, ob er außerhalb des Referenzrahmens des Romans existiert.

Wurzeln

Der postmoderne Roman hat vielfältige Wurzeln. Die wichtigsten sind
- Der moderne Roman. Wichtige Merkmale des postmodernen Romans zeigten sich bereits in der klassischen Moderne. So ist Intertextualität zum Beispiel eine zentrale Kategorie in den Werken von Thomas Mann und James Joyce. Mit Odysseus und dem Faust nutzen sie berühmte Stoffe der Weltliteratur als Folien ihrer in der Gegenwart angesiedelten Romane „Ulysses“ bzw. „Doktor Faustus“ und können dadurch neue Aussagemöglichkeiten erschließen. Auch der radikale Nihilismus etwa in Samuel Becketts Roman „Murphy“ („Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues“), kann als Vorform postmoderner Zweifel an den sinnhaften „großen Erzählungen“ (Jean-François Lyotard) der Moderne gelten.
- Die Beat Generation. Die US-amerikanische Gruppe junger Avantgarde-Literaten um Jack Kerouac und Allen Ginsberg zeichnete sich in den vierziger und fünfziger durch möglichst große Unmittelbarkeit aus, die zum Teil an die „écriture automatique“ der Surrealisten erinnert. Intensive Erlebnisse und Emotionen, Räusche und sexuelle Phantasien werden bunt, drastisch und scheinbar kunstlos und in einem radikalen Individualismus geschildert, der der Gesellschaft und ihren Ansprüchen eine schroffe Absage erteilt.
- Die Oulipisten (abgeleitet vom Akronym „Oulipo“ für „L'Ouvroir de Littérature Potentielle“, „Werkstatt für für Potentielle Literatur") waren ein Kreis vor allem französischer Autoren der sechziger Jahre, die ihrerseits vom Surrealismus und den Pataphysikern beeinflusst waren. Ihre Romane transportieren keinen außerhalb des Romans existierenden „Sinn“, sondern spielen ein Sprachspiel nach zum Teil sehr strengen formalen Regeln: In Georges Perecs Buch „"La Disparition"“, (dt. „"Anton Voyls Fortgang"“) durfte zum Beispiel kein "e" im Text vorkommen, sein Roman „"La Vie. Mode d´emploi"“ (dt. „"Das Leben. Gebrauchsanweisung"“) gliedert seine vielfältigen Erzählstränge nicht chronologisch, sondern nach den einzelnen Wohnungen und Räumen in einem Pariser Mietshaus. Erstaunlicherweise funktionieren diese formalistisch wirkenden Experimente bei der Lektüre reibungslos und verifizieren damit die oulipistische Prämisse, dass Sinn ein Konstrukt ist, das bei der Lektüre (und nicht bei der Abfassung) hergestellt wird.
- Jorge Luis Borges. Der 1986 verstorbene argentinische Schriftsteller schuf in seinen Büchern ein intertextuelles Universum aus Texten, wie es am eindrucksvollsten in seiner Erzählung „Die Bibliothek von Babel“ zum Ausdruck kommt. Die 1941 veröffentlichte Erzählung ist eine Spekulation über eine mögliche Welt, welche als eine Bibliothek aller möglichen Bücher dargestellt ist. Diese Bücher, zufällig in der Bibliothek angeordnet, enthalten in der Mehrzahl für die Bewohner der Bibliothek unverständliche Texte. Sinn in einem Text ist hier also nicht die Folge einer sinnhaften Welt oder der Aussageabsicht eines Autors, sondern von blindem Zufall. Eines der Lieblingsstilmittel Borges' ist die Täuschung, das Spielen mit dem Leser, die Vermischung von Realität und Surrealität.

Beispiele


- William S. Burroughs´ 1959 erschienenes Buch „Naked Lunch“ ist im Grunde kein Roman. Es handelt sich um eine disparate von teils im Drogenrausch, teils unter schweren Entzugserscheinungen entstandenen Kurzerzählungen (sog. „routines“), Erinnerungsfetzen, Phantasien und Alpträumen. Einige Passagen schildern noch ganz im Stil der „Beat Generation“ das Leben eines Heroin-Süchtigen im New York der frühen fünfziger Jahre mit seinem coolen Slang und seiner willenlosen Suche nach dem „Junk“, gleiten dann über in die fiktive Großstadt „Interzone“, einen Archetyp aller Megacitys der Welt, in dem Außerirdische Suchtstoffe von beliebiger Suchtpotenz und Qualität verkaufen. Mehrfach taucht ein bösartiger, in seinem Zynismus jedoch rasend komischer Doktor Benway auf, der bei Herzoperationen schon mal zum Pömpel greift („Desinfizieren? Wozu das denn?“) – offenkundig eine Angstprojektion des Autors auf die seinen Entzug überwachenden Ärzte. In ähnlich drastischen Assoziationen polemisiert der Autor gegen die Todesstrafe, als deren einzigen Zweck er in komischen Zynismus die spontane Ejakulation des Gehenkten schildert. Das Buch „denkt“ sozusagen in drastisch ausgemalten Bildern, Chronologie oder Identität des Protagonisten (zumeist Lee genannt) spielen keine oder nur eine untergeordnete Rolle.
- Thomas Pynchons 1963 erschienener Roman „V“ schildert in einer unübersichtlichen Ansammlung von Schauplätzen, Handlungssträngen und Themen (von der an blutigen Niederschlagung eines Herero-Aufstand in Deutsch-Südwestafrika über die Jagd auf Alligatoren in der New Yorker Kanalisation bis zu den unappetitlichen Folgen einer Liebesbeziehung zu einem perfektionistischen Gesichtschirurgen) in der Hauptsache zwei Protagonisten. Benny Profane und Henry Stencil. Profane, ein Schlehmil und „menschliches Jojo“, wie er sich selbst bezeichnet, lässt sich nach seiner Entlassung aus der US-amerikanischen Marine willenlos durch die dekadente New Yorker Intellektuellenszene der fünfziger Jahre treiben. Der britische Geheimagent Stencil dagegen arbeitet als Gegenbild Profanes aktiv und intensiv daran, seinem Leben einen Sinn zu verleihen, indem er hinter die Bedeutung der (oder des) titelgebenden „V“ zu kommen sucht, auf die er in einem Tagebuch seines verstorbenen Vaters stieß. Das führt ihn zu immer neuen Verschwörungstheorien und Spekulationen, die ihn (und den amüsierten Leser) zu den verschiedensten Plätzen der Erde führen, vom Ägypten des Jahres 1898 über Florenz ein Jahr später, Paris im Jahr 1913, Namibia 1922 und Malta im Zweiten Weltkrieg, und immer steht eine Frau im Mittelpunkt, deren Vorname mit V. beginnt. Beide Protagonisten scheitern natürlich in ihren Versuchen, ihrer Existenz so etwas wie einen Sinn abzuringen.
- Intertextuelles Spiel und Selbstreferenz kommen in Italo Calvinos Roman „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ (1979) zu schönsten Blüten. Er beginnt mit den Worten:“Du schickst dich an, Wenn ein Reisender in einer Winternacht von Italo Calvino zu lesen“, und tatsächlich ist der Protagonist der Leser selbst. Der versucht darin Calvinos „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ zu lesen, doch muss er feststellen, einen Fehldruck in Händen zu haben. Seine Versuche, ein korrektes Exemplar zu erhalten, scheitern alle – statt dessen gerät er in ein Labyrinth immer neuer Romananfänge und Geschichten angeblich ganz unterschiedlicher Autoren in ganz unterschiedlichen Stilen und Genres in die Hand (die einzelnen Kapitel des Romans), die dem Leser dennoch gefallen, aber ihrerseits abbrechen. Das liegt unter anderem daran, dass er bei seiner Suche nach der Fortsetzung einer Leserin begegnet, mit ihr eine Liebesaffäre beginnt und sie am Ende gar heiratet. Am Schluss liegen Leserin und Leser im Bett, sie bittet ihn, das Licht auszumachen, woraufhin der Leser erwidert: „Einen Moment noch. Ich beende gerade Wenn ein Reisender in einer Winternacht von Italo Calvino“. Damit endet der Roman, dessen intellektuelles Spiel offenkundig von nichts anderem handelt als vom Lesen selbst und dem Genuss, den es bereitet, selbst wenn die behandelten Autoren und Bücher sämtlich fiktiv sind. Im Leseerlebnis des Lesers werden sie dennoch ein Ganzes.
- Don DeLillos 1985 erschienener Roman „Weißes Rauschen“ ist zwar recht konventionell erzählt, verbindet aber viele Motive der postmodernen Diskussion. Es beginnt als Satire auf das Universitätsleben an der amerikanischen Ostküste: Ein Professor, der die selbst erfundene akademische Nische der „Hitler-Studien“ füllt, ohne selber deutsch zu können, beneidet einen Kollegen, der es mit Elvis Presley-Studien viel leichter hat. Sein Leben mit Patchwork-Familie, akademischen Diskussionen und den Freuden des Konsumismus bleibt eigentümlich unernst sinnlos (das titelgebende Weiße Rauschen bezeichnet das Geräusch, das man hört, wenn sämtliche Radiofrequenzen gleichzeitig abgehört werden), bis eine Umweltkatastrophe die Familie zur Flucht zwingt. Diese Flucht lässt ihn die tief sitzende Furcht endlich unmittelbar spüren, weshalb er sie als Befreiung empfindet.

Vertreter des postmodernen Romans

Weitere Vertreter des postmodernen Romans sind:
- John Barth ("Der Tabakhändler", "Die schwimmende Oper", "Chimera")
- Don DeLillo ("Sieben Sekunden", "Unterwelt"")
- Jacques Derrida ("Die Postkarte" u. "Glas")
- Umberto Eco ("Der Name der Rose", "Das Foucaultsche Pendel")
- Raymond Federman ("Take It Or Leave It")
- William Gaddis ("J R", "Die Fälschung der Welt")
- Thomas Pynchon ("Die Versteigerung von Nr. 49", "Die Enden der Parabel", "Vineland", "Mason & Dixon")
- Alain Robbe-Grillet ("Djinn" u. "Der wiederkehrende Spiegel")
- Salman Rushdie ("Mitternachstkinder", "Satanische Verse", "Der Boden unter ihren Füßen")
- Wladimir Sorokin ("Die Schlange","Die Norm","Ein Roman")
- Philippe Sollers ("Paradis")
- Marija Sumnina ("Das K.-Monument")
- Oswald Wiener ("die verbesserung von mitteleuropa, roman")
- Robert Anton Wilson ("Illuminatus-Trilogie", "Schrödingers Katze")
- Hans Wollschläger ("Herzgewächse oder der Fall Adams")
- Orhan Pamuk ("Die weiße Festung", "Das schwarze Buch", "Rot ist mein Name")

Literatur


- Uwe Wittstock: Roman oder Leben. Postmoderne in der deutschen Literatur. Reclam, Leipzig 1994, ISBN 3-379-01516-4
- Reinhard Kacianka (Hrsg.): Krise und Kritik der Sprache. Literatur zwischen Spätmoderne und Postmoderne. Francke, Tübingen u.a. 2004, ISBN 3-7720-8055-3
- Herbert Grabes: Einführung in die Literatur und Kunst der Moderne und Postmoderne. Die Ästhetik des Fremden. Francke, Tübingen u.a. 2004, ISBN 3-8252-2611-5, ISBN 3-7720-3361-X Siehe auch: Amerikanische Literatur, Französische Literatur, Russische Literatur, Deutsche Literatur, Dekonstruktion, Wiener Postmoderne !Postmoderner Roman Kategorie:Postmoderne

Harold Bloom

Harold Bloom (
- 11. Juli 1930 in New York City) ist ein amerikanischer Literaturwissenschaftler und -kritiker. Er ist vor allem für seine Ablehnung marxistischer, feministischer und postkolonialer Literaturtheorie bekannt und erlangte im Laufe der in den 1980er Jahren ausgetragenen Kanon-Debatten internationale Berühmtheit.

Leben

Er wurde als Sohn Jiddisch sprechender orthodoxer Juden geboren, die aus Russland in die USA ausgewandert waren. Seine Eltern lernten laut New York Times nie, Englisch zu lesen. Bloom studierte zunächst an der Cornell Universität, dann an der Yale Universität, an der er seit 1955 auch lehrt. Seit 1988 hat er zudem eine Professur an der NYU inne, zwischenzeitlich zudem eine Professur an der Harvard Universität. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne, von denen einer schwerbehindert ist. Bloom hält sich über sein Privatleben bedeckt, doch es wird vermutet, dass die immens hohe Anzahl seiner Publikationen auch dem chronischen Geldmangel geschuldet ist, den die hohen Pflegekosten für seinen Sohn verursachen. So firmiert Bloom seit 1984 als Herausgeber literaturwissenschaftlicher Anthologien des Verlags "Chelsea House" und hat in dieser Funktion mehr als 400 Einleitungen zum Werk der jeweils besprochenen Autoren verfasst. Zu Beginn seiner Karriere wandte er sich gegen den an den amerikanischen Universitäten vorherrschenden literaturwissenschaftlichen Ansatz, den New Criticism. Insbesondere verteidigte er die Schriftsteller der englischen Romantik wie Wordsworth und Coleridge gegen die seit T. S. Eliot verbreitete Geringschätzung ihrer Werke. In den 1970er Jahren liebäugelte er kurzzeitig mit dem Dekonstruktivismus, der zu dieser Zeit insbesondere an der Yale Universität zum beherrschenden Diskurs wurde, verwarf ihn aber später. Dem in den 1980er Jahren erstarkenden New Historicism konnte er von Beginn an nichts abgewinnen. In seinem Band "The Anxiety of Influence" (dt. "Einflussangst") entwicklte er die These, dass ein Schriftsteller in seinem Streben nach Originalität stetig versucht, sich von seinen Vorbildern und Einflüssen zu lösen. Bloom verglich diese paradoxe Situation mit dem Ödipuskomplex der Psychoanalyse: der Dichter versucht, seinen "geistigen Vater" zu töten. Die Qualität bzw. Originalität eines Gedichts lässt sich nach Bloom an der Zahl der Gedichte messen, die es "auszuschließen" vermag. Ebenfalls in den 1970er Jahren wandte sich Bloom dem Gnostizismus, insbesondere der Kabbala, zu und versuchte, sie der Literaturwissenschaft dienstbar zu machen. Seither ist in seinen Schriften ein idealistisch-religiöser Ton bestimmend. Gute Literatur setzt sich in Blooms Augen mit den Grundfragen der menschlichen Existenz auseinander und offenbart das Streben nach Perfektion und Unsterblichkeit. Mit dieser Auffassung geriet Bloom in Konflikt mit neueren Strömungen, als die Lehrpläne amerikanischer Schulen und Universitäten seit den 1970er Jahren vielerorts umgestellt wurden und zunehmend die Literatur, die von Frauen, Schwarzen, Einwanderern oder Autoren der "Dritten Welt" verfasst wurde, zuungunsten der Werke "toter weißer europäischer Männer" (dwems) bevorzugt wurde. Bloom sah in dieser Entwicklung eine unerhörte Politisierung des Literaturbetriebs und stemmt sich seither in zahlreichen Büchern, Vorträgen und Interviews gegen den angeblichen Niedergang der westlichen Kultur. Blooms Selbstverständnis als Gralshüter der westlichen Kultur hat ihm wider seine Absicht die Bewunderung konservativer Kreise eingebracht, in jüngster Zeit aber auch viel Kritik und Spott. 2000 eskalierte ein Disput mit dem marxistischen Literaturprofessor Terry Eagleton, der Bloom des pathetischen Moralisierens zieh.

Blooms Kanon

Harold Bloom vertritt die Auffassung, dass ein jedes literarische Werk sich "der alten und unerbittlichen dreifachen Frage des Wettkämpfers" stellen müsse, mit den möglichen Antworten "besser als, schlechter als, ebenso gut wie", und den aktuellen Stand dieses Wettstreits tut er regelmäßig in Büchern und Interviews kund. 1975 benannte er Robert Penn Warren, James Merrill, John Ashbery und Elizabeth Bishop als die bedeutendsten lebenden amerikanischen Dichter, und fügte dieser Liste später noch A. R. Ammons und Henri Cole hinzu. In einem Interview der späten 1980er sagte er, Samuel Beckett sei "wahrscheinlich der bedeutendste lebende Schriftsteller der westlichen Welt". In der Einführung zum Band "Modern Critical Interpretations: Thomas Pynchon" (1987) legte er seinen Kanon "The American Sublime" vor, der die seiner Ansicht nach wichtigsten Errungenschaften der amerikanischen Kultur des 20. Jahrhunderts enthält. Es sind dies:
- Der Roman "Miss Lonelyhearts" von Nathanael West (dt."Schreiben Sie, Miss Lonelyhearts")
- William Faulkners Roman "As I Lay Dying" (dt. "Als ich im Sterben lag")
- "fast alles" aus dem Werk des Dichters Hart Crane
- die Gedichtsammlung "Auroras of Autumn" von Wallace Stevens
- die Episode "Byron the Bulb" ("Byron die Glühbirne") aus Thomas Pynchons Roman "Gravity's Rainbow" (dt. "Die Enden der Parabel")
- das Ende des Marx-Brothers-Films "Duck Soup"
- Bud Powells Interpretation des Jazzklassikers "Un Poco loco"
- "I Remember You" und "Parker's Mood" von Charlie Parker Im Herbst 2003 verkündete er in der Los Angeles Times, es gäbe "vier amerikanische Schriftsteller, die noch am Werk sind und die unsere Anerkennung verdienen", nämlich Philip Roth, Thomas Pynchon, Don DeLillo und Cormac McCarthy. Als die bedeutendsten britischen Autoren der Gegenwart identifizierte er den Dichter Geoffrey Hill sowie die Romanschriftstellerin Iris Murdoch. In seinem umstrittenen Buch "The Western Canon" findet sich eine umfassende Aufzählung der Werke, die seiner Ansicht nach das Rückgrat der westlichen Kultur ausmachen. Sie findet sich [http://www.literarycritic.com/bloom.htm hier].

Literatur

Bücher von Harold Bloom


- Shelley's Mythmaking. New Haven: Yale University Press, 1959.
- The Visionary Company: A Reading of English Romantic Poetry. Garden City, N.Y.: Doubleday, 1961. Rev. and enlarged ed. Ithaca: Cornell University Press, 1971.
- Blake's Apocalypse: A Study in Poetic Argument. Anchor Books: New York: Doubleday and Co., 1963.
- Yeats. New York: Oxford University Press, 1970.
- The Ringers in the Tower: Studies in Romantic Tradition. Chicago: University of Chicago Press, 1971.
- Poetry and Repression: Revisionism from Blake to Stevens. New Haven: Yale University Press, 1976.
- Figures of Capable Imagination. New York: Seabury Press, 1976.
- Wallace Stevens: The Poems of our Climate. Ithaca, N.Y.: Cornell University Press, 1977.
- Deconstruction and Criticism. New York: Seabury Press, 1980.
- The Flight to Lucifer: Gnostic Fantasy. New York: Vintage Books, 1980.
- The Breaking of the Vessels. Chicago: University of Chicago Press, 1982.
- The Book of J translated from the Hebrew by David Rosenberg; interpreted by Harold Bloom. New York : Chelsea House Publishers, 1988.
- Ruin the Sacred Truths: Poetry and Belief from the Bible to the Present. Cambridge, Mass.: Harvard University Press, 1989.
- The American Religion: The Emergence of the Post-Christian Nation; Touchstone Books; ISBN 0671867377 (1992; August 1993)
- The Anxiety of Influence: A Theory of Poetry. New York: Oxford University Press, 1973; 2d ed., 1997.
- A Map of Misreading. New York: Oxford University Press, 1975.
- Kabbalah and Criticism. New York : Seabury Press, 1975.
- Agon: Towards a Theory of Revisionism. New York : Oxford University Press, 1982.
- The Western Canon: The Books and School of the Ages. New York: Harcourt Brace, 1994.
- Omens of Millennium: The Gnosis of Angels, Dreams, and Resurrection. New York: Riverhead Books, 1996.
- William Shakespeare: The Invention of the Human. New York: 1999.
- Stories and Poems for Extremely Intelligent Children of All Ages. New York: 2001.
- How to Read and Why. New York: 2001.
- Genius: A Mosaic of One Hundred Exemplary Creative Minds. New York: 2003.
- Hamlet: Poem Unlimited. New York: 2003.
- The Best Poems of the English Language: From Chaucer Through Frost. New York: 2004.
- Where Shall Wisdom Be Found? New York: 2004.

deutsche Ausgaben


- Die Heiligen Wahrheiten stürzen. Suhrkamp: Frankfurt am Main 1991. ISBN 3518580868
- Einflußangst. Stroemfeld: Frankfurt am Main und Basel 1995. ISBN 3861091046
- Eine Topographie des Fehllesens. Suhrkamp: Frankfurt am Main 1997. ISBN 3518120115
- Die Kunst der Lektüre. Warum und wie wir lesen sollten. Bertelsmann: München 2000. ISBN 3570003345
- Shakespeare. Die Erfindung des Menschlichen. Berlin Verlag 2000. ISBN 3827003253
- Kabbala, Poesie und Kritik. Stroemfeld: Frankfurt am Main und Basel 2002. ISBN 3861091178

Bücher über Harold Bloom


- Allen, Graham: Harold Bloom: Poetics of Conflict. Harvester Wheatsheaf : New York 1994.
- De Bolla, Peter: Harold Bloom. Toward Historical Rhetorics., Routledge: New York 1988.
- Fite, David: Harold Bloom.The Rhetoric of Romantic Vision. University of Massachusetts Press: Amherst 1985.
- Saurberg, Lars Ole: Versions of the Past--Visions of the Future. The Canonical in the Criticism of T. S. Eliot, F. R. Leavis, Northrop Frye, and Harold Bloom. St. Martin's Press: New York 1997.

Weblinks


-
- [http://www.boston.com/news/globe/editorial_opinion/oped/articles/2003/09/24/dumbing_down_american_readers/ Harold Bloom schimpft...]
- [http://prelectur.stanford.edu/lecturers/bloom/interviews.html und schimpft.]
- [http://books.guardian.co.uk/reviews/classics/0,6121,356270,00.html Terry Eagleton schimpft über Harold Bloom] Bloom, Harold Bloom, Harold Bloom, Harold Bloom, Harold Bloom, Harold Bloom, Harold Bloom, Harold Bloom, Harold

Cormac McCarthy

Biographie

Cormac McCarthy (
- 20. Juli 1933 auf Rhode Island) ist ein US-amerikanischer Roman-Autor. Kennzeichnend für seinen sehr drastischen Stil, in dem er die schicksalshaften Verstrickungen seiner Helden am Rande der US-amerikanischen Gesellschaft schildert, ist sein naturalistischer Verismus. Neben anschaulichen Naturbeschreibungen findet man Dialoge, die der Realität entnommen scheinen, aber auch Beschreibungen, die Vorgänge mystifizieren. Für seine Bücher wurde er unter anderem mit dem William Faulkner Award, dem American Academy Award, dem National Book Award und dem National Book Crities Circle Award ausgezeichnet. McCarthy wuchs in Knoxville/Tennessee auf und lebt heute in El Paso, Texas.

Bibliographie


- All die schönen Pferde
- Die Abendröte im Westen
- Draußen im Dunkeln
- Grenzgänger
- Land der Freien
- Verlorene

Weblinks


- McCarthy, Cormac McCarthy, Cormac McCarthy, Cormac McCarthy, Cormac McCarthy, Cormac McCarthy, Cormac

Thomas Pynchon

Thomas Ruggles Pynchon, Jr. (
- 8. Mai 1937 in Glen Cove auf Long Island) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der literarischen Postmoderne. Postmoderne

Leben

Pynchon entstammt einer alten neuenglischen Familie; ihr Name taucht beispielsweise in Nathaniel Hawthornes Roman "Das Haus der sieben Giebel" (1851) als Pyncheon auf. Wie Hawthorne beschäftigte sich auch Pynchon in seinem Werk oft mit seinen puritanischen Ahnen. Sein direkter Vorfahr William Pynchon zählte 1630 zu den Gründern der Kolonie Massachusetts. 1650 veröffentlichte dieser in London das Traktat "The Meritorious Price of our Redemption", in dem er die calvinistische Prädestinationslehre in Frage stellte. Bei seiner Rückkehr nach Boston wurde er daher der Häresie bezichtigt; seine Schrift ist eines der ersten Bücher, die auf amerikanischem Boden verboten und öffentlich verbrannt wurden. Thomas Pynchon verarbeitete diese Begebenheit 1973 in seinem Hauptwerk "Die Enden der Parabel". Pynchon wurde 1937 in Glen Cove auf Long Island (New York) als Sohn von Thomas Ruggles Pynchon, Sr. und Katherine Frances Bennett Pynchon geboren. Nach Abschluss der Oyster Bay High School im Jahre 1953 studierte er zunächst Physik, später englische Literatur an der Cornell-Universität, wo er Schüler von Vladimir Nabokov war. Während sich Nabokov selbst nicht an seinen prominenten Schüler erinnern konnte, wußte Nabokovs Frau von Pynchons markanter Handschrift, die Schreib- und Druckbuchstaben vereint, zu berichten. Während seiner Studienzeit war Pynchon mit Richard Fariña befreundet, zu dessen Roman "Been Down So Long It Looks Like Up To Me" (1966) er 1983 ein Vorwort verfasste. 1955 unterbrach er das Studium, um zwei Jahre bei der US Navy zu dienen. Nach seinem Abschluss 1958 lebte er ein Jahr im New Yorker Greenwich Village, wo er an seinem ersten Roman arbeitete. 1960 fing er als technischer Redakteur bei Boeing an. Nach dem Erscheinen seines ersten Romans V. 1963 schottete er sich völlig von der Öffentlichkeit ab und lebte fortan wohl an der amerikanischen Westküste. Spätestens seit den 1990ern wohnt er in Manhattan mit seiner Frau und Agentin Melanie Jackson und ihrem Sohn, Jackson Pynchon. 1997 spürte ihn dort ein Reporter von CNN auf. Pynchon verbat sich die Veröffentlichung der dabei entstandenen Aufnahmen als Verletzung seiner Privatsphäre, gab dem Sender aber ein kurzes Interview. Es kursieren nur einige über vierzig Jahre alte Fotos von Pynchon; zu sehen sind sie beispielsweise im Film "A Journey Into The Mind Of [P.]" (2001), der sein Leben und Werk thematisiert. Das Rätsel um seine Person ist mittlerweile Bestandteil der amerikanischen Populärkultur. Jüngst hatte Pynchon einen Gastauftritt in einer Episode der Simpsons (Diatribe of a Mad Housewife). Er spricht sich selbst, seine Figur hat allerdings eine Tüte mit einem Fragezeichen über den Kopf gestülpt.

Werk

Pynchons Werk beschränkt sich auf fünf Romane und einige Kurzgeschichten in vierzig Jahren. Seine Bücher zeichnen sich durch stilistische Virtuosität und enzyklopädische Informationsfülle aus. Ein immer wiederkehrender Handlungsfaden Pynchons ist die Suche, wobei letztlich unklar bleibt, ob das Objekt der Suche überhaupt existiert oder nur Einbildung ist. Auch zählen Todessehnsucht, Paranoia und Entropie zu häufigen Motiven in seinen Büchern. Routiniert wechselt er von einer literarischen Gattung in die nächste, ist in der Welt der Comics und Zeichentrickfilme ebenso zu Hause, wie er Technik und Physik mit Religion, Psychologie und Kulturgeschichte in Zusammenhang zu bringen vermag. Sein Werk wurde oft mit dem von James Joyce verglichen. Wegen der Komplexität seiner Bücher gilt er als schwierig zu lesender Autor und ist deshalb der breiten Öffentlichkeit unbekannt. Sein nächster Roman soll nach Informationen des Zeit-Herausgebers Michael Naumann, der Pynchon persönlich kennt, von der russischen Mathematikerin Sonja Kowalewski handeln. Für die Recherchen befand Pynchon sich zeitweise in Deutschland.

V.

Als "V." 1963 erschien, brachte der Roman Thomas Pynchon, der bis dahin durch eine Reihe von Kurzgeschichten auf sich aufmerksam gemacht hatte, auf Anhieb den Ruf eines der bedeutendsten Gegenwartsautoren ein. Er erhielt dafür im gleichen Jahr den William Faulkner Foundation First Novel Award für den besten Erstlingsroman des Jahres. Das Buch handelt von zwei gegensätzlichen Figuren: Benny Profane und Herbert Stencil. Profane, ein bekennender Schlemihl, lässt sich durch das New York der 50er Jahre treiben und stößt dabei auf Herbert Stencil, der von der Suche nach V. besessen ist. V. ist eine Frau, die nur mit diesem Initial in den Tagebüchern seines Vaters auftaucht und von der er glaubt, dass sie seine Mutter sein könnte. Stencil verfolgt auf seiner Suche nach V. immer abwegigere Hinweise, in denen aber immer der Buchstabe V hervorsticht, und baut sie in sein Hirngespinst ein. Die verschiedenen Metamorphosen der V. werden in historischen Kapiteln nachgezeichnet, die jedoch nur Stencils private Fantasien darstellen. Sie spielen an den verschiedensten Plätzen der Erde, vom Ägypten des Jahres 1898 über Florenz ein Jahr später, Paris im Jahr 1913, Deutsch-Südwestafrika 1922 und Malta im Zweiten Weltkrieg, und immer steht eine Frau im Mittelpunkt, deren Vorname mit V. beginnt.

Die Versteigerung von No. 49

1966 erschien Pynchons zweiter Roman "The Crying of Lot 49", der mit "Vineland" zu seinen zugänglicheren Büchern gehört. Es erhielt den Richard and Hilda Rosenthal Foundation Award. 1966 Im Umfang eher klein, behandelt das Buch im wesentlichen die Geschichte von Oedipa Maas, die von ihrem Ex-Liebhaber Pierce Inverarity als Testamentsvollstreckerin eingesetzt worden ist. In dieser Funktion gerät sie auf die Spur einer mysteriösen Geheimorganisation, dem Tristero, dessen Herzstück das alternative Kommunikationsnetz W.A.S.T.E. (We Await Silent Tristero's Empire) ist. Tristero ging offenbar bereits vor Jahrhunderten aus einem Kampf gegen das Postmonopol von Thurn und Taxis hervor und schuf auch in Amerika ein Netzwerk, das das Monopol der U.S. Post zu unterwandern wusste. So entdeckt Oedipa auf einem Streifzug durch San Francisco "Briefkästen" und Annoncen, auf denen ein gedämpftes Posthorn prangt - das mutmaßliche Symbol des W.A.S.T.E.. Mit jedem Hinweis, den Oedipa findet, wird aber auch die Möglichkeit wahrscheinlicher, dass Inverarity falsche Fährten gelegt hat, um Oedipa in den Wahnsinn zu treiben. Die Frage, ob Tristero tatsächlich existiert, bleibt für Oedipa wie auch für den Leser letztlich unbeantwortet. In der Erwartung, dass Bieter von Tristero bei der Versteigerung von Pierces Briefmarkensammlung (mit der Auktionsnummer 49) auftauchen werden, betritt sie den Auktionssaal, und dort bricht der Roman ab. Pynchons Thema ist wiederum der menschliche Drang, Zusammenhänge herzustellen, und die damit verbundene Gefahr der Paranoia. So gerät ihm seine kunstvoll gestrickte Verschwörungstheorie zum Sinnbild der zweifelhaften Erkenntnisfähigkeit des Menschen.

Die Enden der Parabel

Der Roman "Die Enden der Parabel" (englisch: Gravity's Rainbow; ins Deutsche übers. von Elfriede Jelinek und Thomas Piltz) erschien 1973 und gilt als Pynchons Hauptwerk. Er wurde 1974 mit dem National Book Award ausgezeichnet. Im gleichen Jahr sollte er nach einstimmigem Beschluss der Jury den Pulitzer-Preis für den besten Roman erhalten. Das Vergabekomitee widersetzte sich jedoch di