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| Hettie Jones |
Hettie JonesHettie Jones, geb. Hettie Cohen, ( - 1934 in Brooklyn, New York City) ist eine amerikanische Beat-Autorin.
Betty Cohen wurde als Tochter einer jüdischen Immigranten-Familie geboren. Sie studierte an der University of Virginia und später an der Columbia University Theaterwissenschaft.
Bei der Arbeit beim Jazz-Magazin "The Record Changer" lernte sie 1957 den schwarzen Dichter und Musikkritiker LeRoi Jones kennen. Ein Jahr später heirateten die beiden zum Entsetzen von Hetties Familie. Sie bekamen zwei Töchter, Kellie und Lisa. Ihre Eltern bedrängten Jones in beiden Fällen die Kinder abtreiben zu lassen, nachdem sie dies nicht tat, enterbten sie sie. Auch nach ihrer Scheidung von LeRoi 1966 blieb Hettie Jones in der schwarzen Communiy verwurzelt. Ihre Tochter Lisa, selbst heute ein erfolgreiche Schriftstellerin, sieht sich "als Schwarze mit einer weißen Mutter."
Beide Ehepartner waren aktiver Teil der damaligen Beat-Szene im Greenwich Village. Jack Kerouac, Allen Ginsberg, Thelonius Monk und John Coltrane gehörten zu den regelmäßigen Gästen in der Wohnung.
Hettie unterstützte ihren Mann finanziell, was ihm seine lyrischen Arbeiten ermöglichte. Jones selber zögerte lange, eigene Arbeiten zu veröffentlichen: Joyce Johnson erinnert sich an Hettie’s „Schweigen“ als junge Schriftstellerin: “she writes poetry herself, but has never stood up with it at a reading of her own—makes no particular mention of it, in fact—telling herself it isn’t good enough”. Sie selbst schreibt in ihrer Autiobiographie über das damalige Rollenmodell, dem sie, auch innerhalb der Beat-Szene, ausgesetzt war: Men had little use for an outspoken woman, I’d been warned. What I wanted, I was told, was security and upward mobility, which might be mine if I learned to shut my mouth.
Zusammen gab das Paar von 1957 bis 1963 die Literaturzeitschrift Yugen heraus, in der Werke von berühmten Autoren der Beat-Generation wie William Burroughs, Allen Ginsberg, Jack Kerouac, und Philip Whalen erschienen.
Jones wurde vor allem durch ihre Autiobiographie How I Became Hettie Jones bekannt. In ihr schildert sie zum einen die damalige Beat-Szene. Zum anderen reflektiert sie ihre Position als weiße jüdische Frau eines schwarzen Mannes. Sie selbst konfrontiert dabei zahlreiche gesellschaftliche Konflikte und muss ihre Stellung darin finden. Als dichterisch ambitionierte Frau in einer Szene, die in Jack Kerouacs Worten, Frauen als Chicks ansah. Als Jüdin in einer prä-dominant nicht jüdischen Gesellschaft, die ihr jüdisch-sein bewahren wollte. Als Frau, die sich selber kaum als weiß sah, da sie jüdisch war, von der afro-amerikanischen Community aber als weiß angesehen wurde. Als Mutter zwei farbiger Kinder, die aus Sicht der Weißen Gesellschaft nicht akzeptabel waren. Ihr Name spielt in den Prozessen der Identitätsfindung, die sie durchlebt eine entscheidenden Rolle. Sie beginnt, im Buch wie im realen Leben, mit Hettie Cohen über H. Cohen-Jones, Mrs. Hettie Jones und Hettie zu Hettie Jones.
Ihr 1997 veröffentlichter Gedichtband Drive gewann mehrere Auszeichnungen, darunter 1999 den Norma Faber Award der Poetry Society of America. Ihre Gedichte und Kurzgeschichten erscheinen unter anderem in der Village Voice, The Washington Post, The Boston Phoenix und Ploughshares.
Jones gründete auch den Verlag Totem Press, der Allen Ginsberg, Gregory Corso, Frank O'Hara, Edward Dorn, and Gary Snyder zu seinen Autoren zählte. Im Rahmen ihrer Arbeit im US-PEN-Verband setzte sie sich sehr für die Förderung der Alphabetisierung durch Schreibkurse in US-Gefängnissen ein.
Jones lebt noch im Greenwich Village und ist Dozentin für kreatives Schreiben an der New School University.
Werke
- Poems Now, 1968
- Longhouse Winter, 1972
- Living with Wolves, 1975
- Having Been her, 1981
- How I Became Hettie Jones: A Memoir, 1990 [http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=4752380 Ausschnitt (engl.)] - Autobiographie
- Drive, 1997; Hanging Loose Press - Gedichte
- All I Told, All Told - Gedichte
- No Woman No Cry; zusammen mit Rita Marley, 2004 ISBN 0330493302 - Biographie von Rita Marley
Literatur
- Nancy Grace: Girls Who Wore Black: Women Writing the Beat Generation, Rutgers University Press
Weblinks
- [http://www.jackmagazine.com/issue5/keenan3.html Foto von Hettie Jones]
Jones, Hettie
Jones, Hettie
Jones, Hettie
Brooklyn
Brooklyn ist ein Stadtbezirk (Borough) von New York und deckt sich mit Kings County.
Sie liegt im Südosten der Stadt, am westlichen Ende Long Islands. Die Stadt Brooklyn wurde 1898 nach New York City eingemeindet, hat aber im Selbstverständnis eine stark ausgeprägte Eigenständigkeit bewahrt. Es leben ca. 2,5 Millionen Menschen in Brooklyn (Stand 2000). Damit ist sie der bevölkerungsreichste Stadtbezirk.
Brooklyn wurde 1635 gegründet und nach der niederländischen Stadt Breukelen (was auf Englisch wiederum "Broken Land" bedeutet) benannt.
Söhne und Töchter Brooklyns
- Dr. Israel, Reggae- & Dub-Musiker
- Aaliyah, Rhythm and Blues-Sängerin
- James Truslow Adams, Historiker Schriftsteller
- Mason Adams, Schauspieler
- William van Alen, Architekt
- Woody Allen, Komiker, Regisseur, Autor und Schauspieler
- Darren Aronofsky, Filmregisseur und Drehbuchautor
- Red Auerbach, Basketballtrainer
- David Paul Ausubel, Verfasser von Schriften zur Lerntheorie
- The Notorious B.I.G., Rapper
- Scott Baio, Schauspieler
- Pat Benatar, Rock-Sängerin
- William Rose Benét, Dichter und Herausgeber
- Philip Berg, Gründer und Leiter des Kabbalah Centres
- Anthony Joseph Bevilacqua, Erzbischof von Philadelphia und Kardinal
- Ed Bishop, Schauspieler
- David Blaine, Aktionskünstler und Straßenmagier
- Barbara Boxer, Politikerin
- Lorraine Bracco, Schauspielerin
- Howard Brockway, Komponist
- Mel Brooks, Komiker und Regisseur
- Larry Brown, Basketballtrainer
- Michael Stuart Brown, Genetiker
- Louis Calhern, Schauspieler
- Al Capone, legendärer Chicagoer Gangsterboss während der Prohibition
- Rachel Chagall, Schauspielerin
- Jeff Chandler, Filmschauspieler
- Jennie Churchill, Philanthropin und Autorin und Mutter des späteren britischen Premierministers Winston Churchill
- Stanley Cohen, Biochemiker
- Aaron Copland, Komponist
- Billy Cunningham, Basketballspieler und -trainer
- Candy Darling, Transvestit und Filmschauspieler
- Marion Davies, Schauspielerin
- Dorothy Day, Sozialaktivistin
- Neil Diamond, Sänger und Liedermacher
- Robert Diggs, Rap-Musiker und Mitglied des Wu-Tang Clans
- DJ Premier, Musikproduzent
- Vincent D'Onofrio, Schauspieler
- Mike Dunleavy, Basketballtrainer
- Omar Epps, Schauspieler
- Robert Falkenburg, ehemaliger Tennisspieler
- Norman Finkelstein, Politologe und Autor
- Richard Fleischer, Regisseur
- Herbert Friedman, Physiker
- Milton Friedman, Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- George Gershwin, Komponist
- Rudolph Giuliani, Politiker, Bürgermeister von New York City
- Louis Gossett Jr., Schauspieler
- Stefan Grossman, Gitarrist
- Richie Havens, Folk-Sänger
- Connie Hawkins, Basketballspieler
- Eddie Hazel, Gitarrist
- Greg Hetson, Gitarrist
- Harry Hillman, Leichtathlet und Olympiasieger
- Eleanor Holm, Schwimmerin
- Curly Howard, Komiker
- Jay-Z, Rap-Musiker
- Lil' Kim, Rapperin
- Norah Jones, Sängerin
- Michael Jordan, Basketballspieler
- Danny Kalb, Musiker, Gitarrist
- Mitch Kapor, Softwareentwickler und Unternehmer
- Bernard Karfiol, Maler
- Alex Katz, Maler
- Steve Katz, Musiker (Sänger, Gitarrist)
- Danny Kaye, Schauspieler, Komiker und Sänger
- Harvey Keitel, Schauspieler
- Carole King, Rock-/Pop-Musikerin
- Al Kooper, Rockmusiker, Gittarist, Keyboarder, Sänger, Songschreiber und Produzent
- Arthur Kornberg, Biochemiker
- Stanley Kramer, Regisseur und Filmproduzent
- Lenny Kravitz, Sänger und Musiker
- Fredric Kroll, Komponist und Schriftsteller
- Talib Kweli, Rapper
- Veronica Lake, Schauspielerin
- Martin Landau, Film- und TV-Schauspieler
- Irving Langmuir, Chemiker, Physiker und Nobelpreisträger
- Meyer Lansky, Geschäftsmann, Mafioso, "Pate der Paten"
- Cyndi Lauper, Sängerin, Schauspielerin
- Howard Levy, Mundharmonikaspieler
- Vince Lombardi, erfolgreicher Coach in der Geschichte des American Footballs
- Robert Longo, Künstler
- Bernard Malamud, Schriftsteller
- Barry Manilow, Sänger
- Stephon Marbury, Basketballspieler
- Abraham Maslow, Psychologe
- Paul Mazursky, Autorenfilmer
- Cormega, Rapper
- Robert Merrill, Opernsänger (Bariton)
- Pras Michel, Rapper und Songschreiber
- Alyssa Milano, Schauspielerin, Produzentin und Sängerin
- Marcus Miller, Musiker und E-Bassist
- Elisabeth Moore, Tennisspielerin
- Mary Tyler Moore, Schauspielerin und Komödiantin
- David Morales, DJ und House-Musiker
- Mos Def, Musiker und Schauspieler
- Eddie Murphy, Schauspieler und Komiker
- Ol' Dirty Bastard, Rapper
- Peter Pace, Vize-Generalstabschef der US-Streitkräfte
- Bruce Paltrow, Film- und Fernsehproduzent
- Harold Perrineau Jr., Schauspieler
- Priscilla Presley, Schauspielerin
- Eddie Rabbitt, Countrymusiker
- Raekwon, Rap-Musiker
- Ricardo Ray, Pianist, Komponist und Bandleader
- Leah Remini, Schauspielerin
- Max Roach, Jazz-Schlagzeug |Schlagzeuger
- Anna Katharine Rohlfs, Schriftstellerin, gilt als die "Mutter der Detektivgeschichten"
- Sterling Rohlfs, Testpilot
- Mickey Rooney, Schauspieler
- Irwin Rose, Biochemiker
- Herbert Ross, Choreograph und Filmregisseur
- Adam Sandler, Schauspieler, Produzent, Komponist, Synchronsprecher und Drehbuchautor
- Kevin Saunderson, Produzent von Techno-Musik
- Lynne Sharon Schwartz, Schriftstellerin
- Neil Sedaka, Sänger und Songschreiber,
- Jerry Seinfeld, Schauspieler und Comedian
- Hubert Selby, Schriftsteller
- Alfred Charles Sharpton, Kandidat für die US-Präsidentschaftswahlen 2004
- Tupac Shakur, Rapper
- Neil Shicoff, Opernsänger
- Julius Shulman, Fotograf
- Robert Silverberg, Autor (Science-Fiction
- Robert Merton Solow, Ökonom
- Barbara Stanwyck, Schauspielerin
- Connie Stevens, Schauspielerin und Sängerin
- Barbra Streisand, Filmschauspielerin, Sängerin und Filmregisseurin
- Sebastian Telfair, Basketballspieler
- Irving Thalberg, Filmproduzent
- Gene Tierney, Schauspielerin
- Marisa Tomei, Schauspielerin
- John Turturro, Schauspieler
- Eli Wallach, Schauspieler
- Wendy Wasserstein, Dramatikerin
- Mae West, Schauspielerin
- Lenny Wilkens, Basketballspieler und -trainer
- Victor Williams, Schauspieler
- Wolfman Jack, Discjockey
- Max Zaslofsky, Basketballspieler
- Howard Zinn, Historiker und Politikwissenschaftler
Siehe auch
- Williamsburg
- Coney Island
- Administrative Gliederung von New York City in Community Boards und Neighborhoods
Weblinks
- [http://www.newyork.de/index.cfm?PID=1863 Brooklyn (Touristik-Auskunft in deutscher Sprache)]
Kategorie:New York City Kategorie:Ort in New York
ja:ブルックリン地区
nb:Brooklyn
simple:Brooklyn
BeatBegriffserklärung für Beat:
- im Englischen eine Bezeichnung für Rhythmus, siehe Beat (Rhythmus)
- als Maß für das Tempo eines Musikstücks, siehe Beats per minute
- im Englischen eine Schwebung
- populäre Musikrichtung der späten 1950er und frühen 1960er, siehe Beatmusik
- eine Jugendbewegung der 1960er Jahre ohne einen Bezug zur Musik, siehe Beatnik
- eine Richtung der US-amerikanischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg, siehe Beat Generation
- Zeittakt der Internetzeit der Firma Swatch, siehe Internetzeit
- ein in den USA erscheinendes Magazin, siehe Beat (Magazin)
- ein hauptsächlich in der Schweiz verbreiteter männlicher Vorname, siehe Beat (Vorname)
- ein deutsches Magazin , das rund um die Themen Musikproduktion, Audio und Szenen berichtet.
University of Virginia
Die University of Virginia wurde 1819 vom 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Thomas Jefferson gegründet. Sie liegt in Charlottesville, Virginia. Der 4. amerikanische Präsident, James Madison, gehörte zu den ehemaligen Rektoren der Universität.
Die Universität war die weltweit erste, welche in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen wurde.
Edgar Allan Poe studierte ein Jahr auf dem Campus.
Weblinks
- [http://www.virginia.edu/index.html Website der University of Virginia]
Kategorie:Universität in den USA
Kategorie:Weltkulturerbe
ja:ヴァージニア大学
Greenwich Village
Greenwich Village ist ein Stadtteil von Manhattan, New York; er befindet sich zwischen der 14. Straße im Norden, der Houston Street im Süden, dem Hudson River im Westen und dem Broadway im Osten. Das „Village“ ist ein Künstler- und Szeneviertel mit vielen Cafés, Bars, Restaurants und experimentellen Theatern, das vor allem nachts ein besonderes Flair entfaltet. Zusammen mit Chelsea bildet Greenwich Village auch ein Schwerpunkt der Lesben- und Schwulenszene und ist ein beliebtes Wohnviertel nicht nur für dieses Teil der Bevölkerung.
Berühmte Bewohner des Viertels sind Eugene O'Neill und Dustin Hoffman. Berühmte Sehenswürdigkeiten sind unter anderen:
- Das Lucille Lortel Theater; bekannt durch die Dreigroschenoper
- Das Cherry Lane Theater; das 1924 in einer ehemaligen Brauerei gegründete Theater ist eines der ersten Off Broadway Theater
- Twin Peaks; das 1830 erstellte Gebäude wurde 1926 von Architekt Clifford Daily umgebaut
- Grove Court; Sechs 1853/54 erstellte Häuser
- St. Luke's Place; 1850 im italienischen Stil erstellte Häuser
- Bedford Street Nr.75½; das 1873 erstellte Haus ist das schmalste Gebäude der Stadt
- Jefferson Market Courthouse; 1877 erbaut, wurde es zum fünftschönsten Gebäude Amerikas gewählt
- Die Gay Street; Künstlerstraße und Schauplatz von Ruth McKenneys Roman My Sister Eileen und des Films Carlito's Way
- Patchin Place; 1848 erbautes Haus, in dem berühmte Schriftsteller wie E. E. Cummings wohnten
- Christopher Street; berühmte Straße mit Läden und Bars der Homosexuellengemeinde sowie ein Denkmal an den 1969 Stonewall Aufstand gegen Polizeirazzien
Siehe auch:
- Joe Gould
- Stonewall
Link
- [http://perrin.olivier.free.fr/new_york_2005/Greenwich%20Village/index.html Fotogalerie]
Kategorie:New York City
John ColtraneJohn William Coltrane ( - 23. September 1926 in Hamlet, North Carolina; † 16. Juli 1967 in New York City) war ein US-amerikanischer Jazz-Saxophonist (Flöte, Tenor- und Sopransaxophon).
Coltranes Stil entwickelte sich in und aus der Post-Bop Zeit; in den frühen 1960ern entfaltete er seine völlig eigene Spielweise ('sheets of sound') hin zu freiem, aber nach eigenen Aussagen immer auf den Blues bezogenem Spiel. Er gilt damit als einer der Urheber des Free Jazz. Der Saxophonist Ravi Coltrane ist sein Sohn.
Kurz nach der Geburt zogen seine Eltern zum Großvater Walter Blaire, der Reverend in einer methodistischen Kirche war. Seine Familie war musikalisch, sein Vater beispielsweise spielte mehrere Instrumente. Über den Großvater kam Coltrane schon als kleines Kind mit geistlicher Musik in Berührung. Mit zwölf Jahren bekam er von den Eltern seine erste Klarinette geschenkt und nahm klassischen Musikunterricht. Als 1938 sein Großvater und bald darauf sein Vater starben, geriet die Familie in Geldnöte, die Mutter musste als Dienstmädchen arbeiten und konnte nur gerade so das Geld für die Musikschule entbehren. Ihr Sohn spielte schon bald im Schulorchester. In der Highschool-Zeit lernte er Altsaxophon und machte erste Gehversuche im Jazz. Nach dem Militärdienst in einer Musikkapelle Mitte der 1940er Jahre ging er nach Philadelphia und gründete dort auch seine erste Band. In der Musikerszene kam er mit Heroin in Berührung, das damals eine Modedroge war, und wurde schließlich abhängig. Dennoch behielt er auch in dieser Zeit ein tägliches Übungspensum von mehreren Stunden bei. 1949 wurde er Mitglied der Dizzy Gillespie Big Band, wurde allerdings schnell wieder gefeuert, weil Dizzy Gillespie keinen Junkie in seiner Band haben wollte. In der Musikerszene gab man ihm den Spitznamen Country Boy, weil er oft barfuß durch die Gegend lief. 1955 lernte er seine erste Frau Naima kennen. 1956 heuerte ihn zum ersten Mal Miles Davis an. Dies bedeutete für Coltrane den Durchbruch, Davis war bereits ein Star. Coltrane spielte Tenor, behielt dabei aber die Intonation des Alts bei und entwickelte seinen charakteristischen Klang. Doch bereits im Herbst desselben Jahres schmiss Davis Coltrane wegen dessen Drogensucht wieder heraus. Coltrane zog sich zurück und konnte mithilfe Naimas vom Heroin loskommen.
Im folgenden Jahr kehrte er, nun clean, auf die Bühne zurück und stürzte sich mit neuer Energie in die Arbeit. Er arbeitete unter anderem mit Thelonious Monk. Aus dem Zusammenspiel mit Monk brachte er die an den Kirchentonarten orientierten Skalen ein. Diese modale Spielweise überwindet die herkömmliche, an Harmoniefolgen gebundene Improvisation. In der Folge wurden Coltranes Soli immer länger und ekstatischer. Von 1958 bis 1960 spielte er dann auch wieder im Davis-Quintett. Die beiden herausragenden Alben Milestones und Kind of Blue entstanden, dazu noch sein Album Giant Steps – ein Titel, der durchaus wörtlich zu nehmen ist. 1960 erschien dann My Favourite Things. Eigentlich war das Titelstück dieses Albums ein kaum bekanntes Broadway-Stück, das erst durch Coltrane bekannt wurde und wohl der einzige Jazz-Standard im Drei-Viertel-Takt ist. Coltrane spielte Sopransaxophon und verhalf damit diesem im Jazz seit langer Zeit relativ selten gespielten Instrument zu einer Renaissance. Dieser Erfolg machte das John Coltrane Quartet neben dem Quintett von Miles Davis zu einer der einflussreichsten Jazz-Gruppen der Sechzigerjahre. Neben John Coltrane [ts,ss] bestand die Besetzung aus McCoy Tyner [p], Jimmy Garrison [b] sowie Elvin Ray Jones [dr] und sollte sich für die nächsten Jahre auch nicht verändern. In dieser Zeit perfektionierte Coltrane eine neue Spielweise, welcher der Jazz-Kritiker Ira Gitler den Namen Sheets of sound gab, zu deutsch Klangflächen genannt. Das Spiel verlief so schnell, dass neben dem aktuellen Ton noch die vorherigen Töne in der Luft lagen. Hierbei traten die Melodien in den Hintergrund und Harmonien und Rhythmen dominierten, der Takt wurde aufgelöst. Der besondere Reiz dieser Technik besteht darin, dass die Musik vielsagend wird, weil oft nicht klar ist, in welcher Tonart Coltrane genau spielt. Wichtig ist, dass der Pianist eingewiesen ist. Monk beispielsweise spielte statt eines C-Dur-Dreiklanges nur das c, womit er die Tonart nicht eindeutig vorgab. In dieser Zeit trat Coltrane – mehr oder weniger notgedrungen, denn er benötigte Material für seine neue Spielweise – als Komponist hervor. Bei einigen Live-Aufnahmen im "Village Vanguard" spielte auch der schwarze Avantgarde-Saxophonist Eric Dolphy [as, bs-cl, flute] mit, der unter anderem bereits mit Charles Mingus [b, p, leader, comp, arr] zusammengespielt hatte.
In der Folgezeit nahm Coltrane in dieser Besetzung noch eine Reihe weiterer Platten auf, darunter auch Live-Aufnahmen aus dem "Village Vanguard" in New York, auf denen sein energetisches Spiel sehr gut dokumentiert ist. Musikalisch sprengte Coltrane die Fesseln des herkömmlichen Jazz und nahm in sein Spiel beispielsweise afrikanische und orientalische Einflüsse auf. Eine der herausragenden Platten ist auch sein A Love Supreme aus dem Jahre 1964, in dem Coltranes spirituelle Ausrichtung deutlich wird.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre orientierte sich John Coltrane immer mehr am Free Jazz. Elvin Ray Jones wurde durch den Schlagzeuger Rashied Ali ersetzt; außerdem kamen Coltranes zweite Frau Alice (sie spielte Klavier und Harfe) und der Saxophonist Pharoah Sanders in die Gruppe. An Aufnahmen wäre hier eine zweite im Village Vanguard aufgenommene Live-Platte zu nennen.
Musikalisch war Coltrane immer auf der Suche nach allen möglichen Einflüssen – er hat den Jazz traditioneller oder moderner Musik bis hin zu Béla Bartók und Arnold Schönberg geöffnet. Dabei blieb sein Stil immer eigenständig, und in seiner Geschwindigkeit und Komplexität auch unvergleichlich. Er veröffentlichte ca. 50 Aufnahmen in zwölf Jahren mit seiner eigenen Band und ein Dutzend mit anderen Bands.
John Coltrane starb 1967 an Leberkrebs.
Hörprobe
http://en.wikipedia.org/upload/7/7a/Giant_Steps.ogg;
weitere Beispiele auf: http://www.john-coltrane.com/
Diskographie
unter: http://webusers.siba.fi/~eonttone/trane.html
Siehe auch
Eric Dolphy, Thelonious Monk
Literatur
- Studs Terkel: Giganten des Jazz. Zweitausendeins, Frankfurt 2005 ISBN 3-86150-723-4
Weblinks
- [http://www.traneing-in.de John Coltrane - Biografie und Diskografie (deutsch)]
- [http://WWW.johncoltrane.com Englische Seite mit Bio, Disko, Bildern, Filmen, Shop]
Coltrane, John
Coltrane, John
Coltrane, John
Coltrane, John
Coltrane, John
Coltrane, John
An Aufnahmen wäre hier eine zweite im "Village Vanguard" aufgenommene Live-Platte sowie das Album Ascension zu nennen.
ja:ジョン・コルトレーン
Allen Ginsberg
Allen Ginsberg [] ( - 3. Juni 1926 in Paterson, New Jersey; † 5. April 1997 in New York City) war ein US-amerikanischer Dichter der Beat Generation.
Ginsberg wurde als Kind von Naomi and Louis Ginsberg geboren. Die Mutter war eine engagierte Kommunistin. Sie erkrankte zunehmend psychisch und starb schließlich. Der Vater, ein ebenfalls politisch aktiver Lehrer, überredete den Sohn, an der Columbia University ein Studium der Rechte zu beginnen. Hier lernte Ginsberg Jack Kerouac, William S. Burroughs und Neal Cassady kennen, die zu Ungunsten des Studiums Einfluss auf das Werk Ginsbergs gewannen.
Ginsbergs Dichtung wurde so von der klassischen Moderne, aber auch der Romantik, dem Jazz sowie von seinem buddhistischen Glauben und seiner jüdischen Herkunft geprägt. Auch die Homosexualität, zu der er sich früh bekannte, das politisch linke bis anarchistische Engagement sowie Zen, Yoga und bewusstseinsverändernde Drogen wirkten auf das Schaffen. Ginsberg selbst nannte zudem William Blake und Walt Whitman als wesentliche Einflüsse. Sein bekanntestes Werk ist das lange Gedicht Howl, das seinen Ruhm begründete und das 1956 einen Skandal auslöste, da vielen Ginsbergs Sprache damals obszön erschien - was dazu führte, dass das Gedicht vorübergehend verboten und der Verleger und Dichter Lawrence Ferlinghetti verhaftet wurde. Das Verbot führte zu einer wichtigen Kampagne im Kampf um künstlerische Freiheit; schließlich hob ein Richter das Verbot wieder auf.
Er war mit der Bewegung Children of Hekate verbunden und unterstützte deren Projekt der Gründung der Inselrepublik Calaui.
In späteren Jahren war Allen Ginsberg Buddhist und Schüler von Chögyam Trungpa Rinpoche, den er in New York zufällig kennen lernte. In der Folge lehrte er an der Naropa Universität in Boulder (Colorado), die von Trungpa Rinpoche gegründet wurde.
Boulder (Colorado)
Werke
- Howl, 1956
- Kaddish and Other Poems 1958-1960; San Francisco (City Lights Books) 1961
- Reality Sandwiches, 1963
- Planet News 1961-1967; San Francisco(City Lights Books) 1968
- Empty Mirror; New York (Cornith Books) 1970
- The Fall of America, 1972
- Improvised Poetics; San Francisco (Anonym Press) 1972
- Mind Breaths. Poems 1972-1977; San Francisco (City Lights Books) 1977
- As Ever. The collected correspondence of Allen Ginsberg and Neal Cassady; Berkley, California (Creative Arts Book) 1977
- Composed on the Tongue; Bolinal, California (Grey Fox Press) 1980
Literatur
- Michael Schumacher: Allen Ginsberg. Hannibal Verlag, Wien 1999
Weblinks
-
- [http://zeus.zeit.de/text/archiv/2000/4/200004.l-ginsberg_.xml Besprechung] von Ginsbergs Leben und Werk
- [http://www.poets.org/poet.php/prmPID/8 www.poets.org] Biografische Informationen und weitere Links (englisch)
- [http://www.rooknet.com/beatpage/writers/ginsberg.html www.rooknet.com] Biografische Informationen und weitere Links (englisch)
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
ja:アレン・ギンズバーグ
Village VoiceThe Village Voice ist eine New Yorker Wochenzeitung, die investigative Artikel, Analysen aktueller politischer Entwicklungen und Kultur-, Kunstkritiken sowie Veranstaltungshinweise für New York City veröffentlicht. Sie war die erste und ist wohl noch immer die bekannteste der als alternative weeklies bezeichneten Publikationen.
Die Voice wurde im Herbst 1955 von Dan Wolf, Ed Fancher und Norman Mailer gegründet. Sie hat bahnbrechenden investigativen Journalismus zu der Stadtpolitik von New York City publiziert und berichtet über lokale wie nationale Politik sowie über die Künste, Kultur, Musik, Tanz, Film und Theater. Eine einflußreiche Musikliste, bekannt als "Pazz & Jop"
wird jedes Jahr aus den "top ten" von Musikkritikern des ganzen Landes erstellt.
Für die Voice haben viele bekannte Schriftsteller geschrieben, unter anderen Ezra Pound, Henry Miller, Katherine Anne Porter, James Baldwin, e. e. cummings, Nat Hentoff, Ted Hoagland, Tom Stoppard, Lorraine Hansberry, Jerry Tallmer, Allen Ginsberg, Murray Kempton, I.F. Stone, Pete Hamill, Michael Musto, und Roger Wilkins.
Zu den früheren Herausgebern zählen Dan Wolf, Clay Felker, Tom Morgan, Marianne Partridge, David Schneiderman, Robert Friedman, Marty Gottlieb, Jonathan Larsen, und Karen Durbin.
Zu den Wettbewerbern der Voice in New York City zählen New York Press, New York Observer, und Time Out New York. Nachdem man jahrzehntelang für die Voice bezahlen musste, hat der Wettbewerbsdruck der kostenlosen New York Press dazu geführt, daß die Voice seit den späten neunziger Jahren auch kostenlos ist. Ihre Auflage lag 2004 bei 260.000. [http://aan.org/gyrobase/Aan/viewCompany?oid=oid%3A94]
Die Village Voice wird politisch der Linken zugerechnet.
Einige Zeitungen in den USA gehören der Voice: City Pages (Minneapolis-St. Paul), L.A. Weekly, Nashville Scene, OC Weekly, und Seattle Weekly.
Siehe auch
- Stadtmagazin
Weblinks
- [http://www.villagevoice.com/ The Village Voice] offizielle Site
Kategorie:Internationale Zeitung
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Kategorie:Literatur
Kategorie:Personen nach Beruf
ko:분류:작가
th:Category:นักประพันธ์
zh-min-nan:Category:Chok-ka Perron integralIn mathematics, the Henstock-Kurzweil integral, also known as the Denjoy integral (pronounce Denjua) and the Perron integral, is a possible definition of the integral of a function. It is a generalisation of the Riemann integral which in some situations is more useful than the Lebesgue integral.
This integral was first defined by Arnaud Denjoy (1912). Denjoy was interested in a definition that would allow one to integrate functions like
:
This function has a singularity at 0, and is not Lebesgue integrable. However, it seems natural to calculate its integral except over and then let ε → 0 (this is called principal value integration or conditional integrability). In effect, the definitions of Denjoy and Lebesgue agree completely on positive functions.
Trying to create a general theory Denjoy used transfinite induction over the possible types of singularities which made the definition quite complicated. Other definitions were given by Nikolai Luzin (using variations on the notions of absolute continuity), and by Oskar Perron, who was interested in continuous major and minor functions. It took a while to understand that the Perron and Denjoy integrals are actually identical. Later, in 1957, the Czech mathematician Jaroslav Kurzweil discovered a new definition of this integral elegantly similar in nature to Riemann's original definition which he named the gauge integral; the theory was developed by Ralph Henstock. The simplicity of Kurzweil's definition made some educators advocate that this integral should replace the Riemann integral in introductory calculus courses, but this idea never quite popularized.
Another important property of the Henstock integral is that every function which is the derivative of some other function is gauge integrable, so a very strong form of the fundamental theorem of calculus holds. In particular a non-trivial corollary applies to the Lebesgue integral: if a function f is differentiable everywhere and its derivative is Lebesgue integrable, then f is the integral of its derivative.
Definition
Henstock's definition is as follows:
Given a tagged partition P of [a, b], say
:
and a positive function
:,
which we call a gauge, we say P is -fine if
:.
For a tagged partition P and a function
:
we define the Riemann sum to be
:
Given a function
:
we now define a number I to be the gauge integral of f if for every there exists a gauge such that whenever P is -fine, we have
:
The Riemann integral can be regarded as the special case where we only allow constant gauges. Note that due to Cousin's lemma, which says that for every gauge there is a -fine partition, this condition cannot be satisfied vacuously.
External links
The following are additional resources on the web for learning more:
- http://www.math.vanderbilt.edu/~schectex/ccc/gauge/
- http://www.math.vanderbilt.edu/~schectex/ccc/gauge/letter/
References
- Russell A. Gordon, The integrals of Lebesgue, Denjoy, Perron, and Henstock, Graduate Studies in Mathematics, 4. ISBN 0-8218-3805-9
Category:Definitions of mathematical integration
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The Fitchburg Railroad was a railroad across northern Massachusetts, USA, leading to and through the Hoosac Tunnel. The original line, from Boston to Fitchburg, is now the Fitchburg Line, a line of the
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The A354 is a primary route in England which runs from Salisbury in Wiltshire to the Isle of Portland in Dorset. From Salisbury the road crosses Cranborne Chase and briefly merges with the A350 at the non profit organization designated under Section 501 c of the United States Internal Revenue Code. There are 27 types of tax exempt organizations under the code.
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Shirley (MA)
Shirley is a town located in Middlesex County, Massachusetts. As of the 2000 census, the town had a total population of 6,373. The town is named in honor of Read More... |
Lunenburg (MA)
Lunenburg is a town located in Worcester County, Massachusetts. As of the 2000 census, the town had a total population of 9,401.
For geographic and demographic information on the census-designated place Lunenburg, please see the article Lunenburg (CDP), Massachusetts.
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