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Howl
Howl (deutsch Das Geheul) ist das bekannteste Gedicht des US-amerikanischen Schriftstellers Allen Ginsberg. Ginsberg trug es zum ersten Mal 1955 in der Six Gallery in San Francisco vor. Es ist Carl Solomon gewidmet, den Ginsberg in einer psychiatrischen Klinik kennengelernt hatte.
Es gilt als herausragendes Gedicht der Beat Generation.
Inhalt
Howl besteht aus drei Teilen und einer „Fußnote“. Der erste Teil ist der längste und bekannteste; die anderen Teile und die Fußnote entstanden erst nach dem ersten Vortrag.
Der erste Teil wird eingeleitet mit
:I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the Negro streets at dawn looking for an angry fix
:(deutsch: Ich sah die besten Köpfe meiner Generation zerstört vom Wahnsinn, ausgemergelt hysterisch nackt, wie sie im Morgengrauen sich durch die Negerstraßen schleppten auf der Suche nach einer wütenden Spritze)
und fährt dann in einer Aneinanderreihung von Szenen – oft als Relativsätze verbunden – fort. Diese Szenen beinhalten sowohl autobiographische und biographische Passagen aus dem Leben der Beat Generation als auch abstrakt-metaphysische und religiöse Symbolik. Wiederkehrende Themen sind Drogen, Jazzmusik und Wahnsinn vor dem Hintergrund der Vereinigten Staaten von Amerika in den 1950ern. Die Verse reimen sich nicht, werden aber durch den Klang der Wörter zusammengehalten. Dabei benutzt Ginsberg auch nicht existente Wörter:
:yacketayakking screaming vomiting whispering facts and memories and anecdotes and eyeball kicks and shocks of hospitals and jails and wars
In einem entsprechenden Vortrag wirkt dieser Teil tatsächlich wie ein langes Geheul oder eine Wehklage. Es ist auch dem jüdischen Kaddisch nachempfunden, eine Übernahme, die Ginsberg später in seinem zweiten dichterischen Hauptwerk Kaddish explizit wiederholte.
Der zweite Teil stellt nach der Klage des ersten die Frage, wer oder was verantwortlich für das beschriebene Elend ist:
:What sphinx of cement and aluminum bashed open their skulls and ate up their brains and imaginations?
:(deutsch: Welche Sphinx aus Zement und Aluminium schlug ihre Schädel auf und fraß ihre Hirne und Vorstellungen?)
Die Antwort ist Moloch, der nun mit verschiedenen Attributen belegt wird. Interpretationen deuten Moloch oft als die Großstadt, aber auch als das Geld oder den Kapitalismus. Im Gedicht bleibt dies jedoch offen, zumal Moloch auch als metaphysische und psychische Macht erscheint:
:Moloch who entered my soul early! Moloch in whom I am a consciousness without a body!
:(deutsch: Moloch der früh in meine Seele eindrang! Moloch in dem ich ein Bewusstsein ohne Körper bin!)
Nach den direkten Anklagen und Verfluchungen des Moloch im zweiten Teil ist der dritte Teil von versöhnlicherem Ton bestimmt. Er eröffnet mit der direkten Anrede an Carl Solomon, der sich in der Irrenanstalt Rockland befindet. Die nach jedem Vers wiederholte Beschwörung lautet
:I’m with you in Rockland
während sich der Sprecher zu immer fantastischeren Visionen steigert, die im Einsturz der Mauern von Rockland und einer Art Heimkehr des Angesprochen enden.
Die Footnote to Howl wird vom wiederholten Wort holy (heilig) bestimmt und spricht, im Vergleich zum Gedicht sehr optimistisch, alles Geschehen heilig:
:Everything is holy! everybody's holy! everywhere is holy! everyday is in eternity! Everyman's an angel!
Gerichtliche Auseinandersetzung
1957 beschlagnahmte die Polizei 520 Exemplare des Buches Howl and other poems, in dem das Gedicht veröffentlicht worden war. Gegen den Verleger Lawrence Ferlinghetti wurde Anklage erhoben. Insbesondere die Zeile
:who let themselves be fucked in the ass by saintly motorcyclists, and screamed with joy
:(deutsch: die sich in den Arsch ficken ließen von heiligen Motorradfahrern und vor Freude schrien)
galt als obszön. Ferlinghetti wurde von der American Civil Liberties Union unterstützt, und nach dem Anhören mehrerer Literaturwissenschaftler sprach das Gericht Ferlinghetti frei und billigte dem Gedicht eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung zu. Durch den Prozess, über den landesweit berichtet wurde, gewann das Gedicht und der Autor große Bekanntheit.
Anspielungen
Das Gedicht enthält eine Vielzahl von Verweisen und teilweise nicht leicht verständlichen Anspielungen. Erwähnt werden unter anderem Neal Cassady (als „N.C.“), Ginsbergs dichterisches Vorbild William Blake, aber auch Plotin und andere. Auch auf den Holocaust wird angespielt. Eine umfassende Liste findet sich [http://en.wikipedia.org/wiki/Howl#List_of_Obscure_Things_Mentioned_in_.22Howl.22 hier].
sonstiges
Ginsberg vermittelte mitunter den Eindruck, das Gedicht in kurzer Zeit in einem Rauschzustand geschrieben zu haben. Dies konnte widerlegt werden; tatsächlich arbeitete er mehrere Monate, vielleicht sogar Jahre, an dem Werk. Erstaunlich ist, dass es dennoch wie ein plötzlicher, in sich geschlossener Gefühlsausbruch wirkt.
Im Film Naked Lunch tritt eine deutlich an Ginsberg angelehnte Person auf, die an einem Howl ähnlichen Gedicht arbeitet.
Der Text ist vielfach neu interpretiert und parodiert worden.
Ausgaben
- Howl and other Poems. City Light Books, San Francisco div. Jahre, ISBN 0-87286-017-5 (Nachdrucke der Originalausgabe, englisch)
- Howl: Original Draft Facsimile, Transcript & Variant Editions .... HarperPerennial, New York 1995, ISBN 0-06-092611-2 (umfassendste und bestkommentierte Ausgabe, englisch)
- Allen Ginsberg: Gedichte. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-23675-3 (enthält deutsche Übersetzung Das Geheul)
Weblinks
[http://www.zeit.de/archiv/1999/26/199926.jh-eoersi_ginsbe.xml Mein Jahrhundertbuch] István Eörsi in der ZEIT über Howl und Kaddish
Kategorie:Literarisches Werk
GedichtEin Gedicht ist ein lyrisches sprachliches Kunstwerk, das meist in Strophen- und Versform vorliegt. Oft wird der Begriff fälschlicherweise als Gattungsbegriff synonym zu Poesie verwendet.
Geschichte des Begriffs
Gedicht war ursprünglich eine Bezeichnung für alles schriftlich Abgefasste. Seit dem 18. Jahrhundert wird der Begriff nur noch für den poetischen Bereich verwendet. Das Wort "Dichtung" hat aber noch etwas vom ursprünglichen Gebrauch erhalten. Es steht für das "Erfundene" - im Gegensatz zum "Wissenschaftlichen".
Die Bezeichnung umfasste zunächst alle literarischen Gattungen, heute wird das Gedicht als eine Form der Lyrik von Prosa und Drama abgegrenzt.
Definition
Ein Gedicht ist eine lyrische Form, die mit bildhafter Sprache (Metaphern) in formell gebundener Sprache in mündlicher oder schriftlicher Form arbeitet. Dabei wird oft eine nichtalltägliche Anordnung von Wörtern, Wortgruppen und Sätzen verwendet, um bildhaft Aussagen und Eindrücke zu geben. Gedichte arbeiten mit Mitteln von Humor und Satire, mit ernsthaften und melancholischen Formen oder in anderer Weise, denn sie neigen dazu, jede vorgegebene Form zu sprengen.
Ein Gedicht besteht (meist) aus Versen und Strophen. Das reicht von Einzeilengedichten bis zu ganzen Büchern (Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen).
Gedichte sind eine sehr alte Literaturform und sie haben sich oft und grundlegend geändert. Heute bestehen viele Formen nebeneinander.
Es gibt Gedichte mit freiem Rhythmus oder in strengem Rhythmus, mit Reim und ohne Reim, Gedichte zu allen verfügbaren Themen, Liebe, Natur, Technik. Es gibt humorvolle und ernste, traurige, melancholische Gedichte. Reime können humorvoll wirken oder die Trauer und Melancholie verstärken. Gemeinsam ist den Gedichten die in sich geschlossene Form, die bildhafte, oft lyrische Sprache und der Aufbau in Versen und Strophen.
Manchmal wird in der Umgangssprache das Wort Vers und das Wort Reim als synonym zu "Gedicht" aufgefasst. Auch finden sich für "Gedicht" die Wörter Logorhythmus, Poem und Versifiz.
Inhaltlich werden praktisch alle Lebensbereiche erfasst: Liebesgedichte, Trauergedichte, Willkommensgedichte, Epigraphen, Nonsensgedichte, Ulkgedichte, Lautgedichte und viele andere.
Satzmelodik und Intonation spielen eine wichtige Rolle.
Gedichtformen
Es gibt zahlreiche Gedichtformen, von denen einige typisch für nationale Dichtkunst wurden, sich aber auch international verbreiteten und abwandelten:
Feste klassische Formen
- Ballade,
- Chevy-Chase-Strophe,
- Ghasel,
- Haiku, Senryu,
- Ritornell,
- Sonett,
- Stanze,
- Terzine, Nonarime, Siziliane, Distichon, Alkäische Strophe, Asklepiadeische Strophe, Sapphische Strophe, Madrigal, Sestine u.v.a.
- Volkslied-Strophe
- Rollengedicht
Feste neuere Formen
- Elfchen,
- Figurengedicht
- Einzeilengedicht
Verbindung von Humor und Gedichtform
- Clerihew,
- Unsinnsgedicht,
- Wirtinnenvers
- Klapphornverse,
- Lautgedicht
- Leberreime,
- Limerick,
- Makkaronische Dichtung
Deutsche Gedichte
Im deutschsprachigen Raum werden sowohl Gedichte in Reimform, als auch reimlose Gedichte geschrieben. Die ältesten Gedichte verwendeten den Stabreim, die Alliteration. Zu den ältesten deutschsprachigen Überlieferungen zählen die Merseburger Zaubersprüche in Gedichtform mit Stabreimen.
Die beiden Klassiker Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller schrieben zahlreiche Gedichte und Balladen und gehören zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikern.
Eine bedeutende Sammlung deutscher Gedichte ist "Des Knaben Wunderhorn" von Brentano. In ihm sind Volkslieder und liedhafte Gedichte vereinigt.
Mit dem Expressionismus und dem Dadaismus begann die moderne Dichtkunst in Deutschland.
Eine besondere Aufmerksamkeit fanden immer lustige Formen, wie die von Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Ernst Jandl, Hansgeorg Stengel und vielen anderen.
Literaturclips - Zwischen der Leere des Zen-Spruchs und dem hysterischen Rhythmus des Videoclips ist eine Form zu entdecken, die sich hören lassen kann. Nur so kann Literatur, will sie auf die veränderten medialen Verhältnisse und die dadurch erzeugten Wirklichkeiten reagieren, einen innovativen Input erhalten und letztlich eine weitere Existenzberechtigung. Mit der Digitalisierung beginnt das Zeitalter des Literaturclips.
Verbreitet werden Gedichte oft in Anthologien (wörtlich: Blütenlese) von Kleinverlagen.
Lieder
Gedichte haben eine enge Verwandtschaft mit Liedern. Ursprünglich waren viele Gedichte Lieder und Lieder haben oft Gedichtformen als Grundlage für den Liedtext. Dabei gibt es sehr poetische Texte: Karat, Klaus Renft, Nena und andere, aber auch politische.
Zur Zeit neigen allerdings die meisten Gruppen eher dazu, englische Texte zu vertonen. Merkwürdig ist eine sprachliche Besonderheit im Deutschen: Während man vertonte Gedichte Lieder nennt, nennt man allgemein Liedertexte nicht Gedichte, obwohl es eigentlich fast immer welche sind. Andererseits werden heute einige frühere Lieder als Gedichte aufgefasst, bei denen die ursprüngliche Melodie im Laufe der Zeit verloren ging.
Gelegenheitsdichtung
Gedichte zu besonderen Anlässen wie Neujahr, Geburtstagen, Jubiläen und Verabschiedungen nennt man Gelegenheitsgedichte. Sie sind wohl eine der Hauptdomänen des Hobby-Dichters.
Zitate
- Wer noch weiß, was ein Gedicht ist, wird schwerlich eine gutbezahlte Stellung als Texter finden. (Theodor W. Adorno, Theorie der Halbbildung)
- die rache / der sprache / ist das gedicht (Ernst Jandl)
Literatur
- Hans-Dieter Gelfert: Wie interpretiert man ein Gedicht? Für die Sekundarstufe, Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-150-15018-3
- Das Deutsche Gedicht Vom Mittelalter bis zur Gegenwart; Wulf Segebrecht (Hg) S. Fischer 2005; . ISBN 3-10-074440-3
Siehe auch
Dinggedicht, Dichter, Gedichtinterpretation
Beispiele
- Ilmenau (Gedicht) Goethe
- Erlkönig (Ballade) Goethe,
- Prometheus (Ballade) Goethe
- Grodek, Georg Trakl
- Todesfuge, Paul Celan
- Der Rabe (Poe)
Epos
- Das Lied von Hiawatha (The Song of Hiawatha) Henry Wadsworth Longfellow
Weblinks
- [http://gutenberg.spiegel.de/info/genres/25a.htm Projekt Gutenberg] Großes Archiv mit Altmeistern wie auch lebenden Schreibern
- [http://www.lyrikline.org intern. zeitgen. Lyrik: Texte, Übersetzungen, Audiofiles (frei)]
- [http://www.gottwein.de/lit/lyr01.htm, Interpretationszugänge zur (antiken) Lyrik. Hilfen aus dem Gymnasialunterricht]
- [http://www.lyrikkritik.de/start.htm Einblick in den Diskurs der Dichter, Rezensionen, Gedichte]
- [http://www.dw-world.de/dw/briefs/0,1574,1523886,00.html Umfrageergebnisse zum Welttag der Poesie am 21.3.05 (Deutsche Welle)]
Kategorie:Verslehre
!Gedicht
Literarischer Begriff
Lyrik
Kategorie:Literaturgattung
Kategorie:Literatur (21. Jh.)
Allen Ginsberg
Allen Ginsberg [] ( - 3. Juni 1926 in Paterson, New Jersey; † 5. April 1997 in New York City) war ein US-amerikanischer Dichter der Beat Generation.
Ginsberg wurde als Kind von Naomi and Louis Ginsberg geboren. Die Mutter war eine engagierte Kommunistin. Sie erkrankte zunehmend psychisch und starb schließlich. Der Vater, ein ebenfalls politisch aktiver Lehrer, überredete den Sohn, an der Columbia University ein Studium der Rechte zu beginnen. Hier lernte Ginsberg Jack Kerouac, William S. Burroughs und Neal Cassady kennen, die zu Ungunsten des Studiums Einfluss auf das Werk Ginsbergs gewannen.
Ginsbergs Dichtung wurde so von der klassischen Moderne, aber auch der Romantik, dem Jazz sowie von seinem buddhistischen Glauben und seiner jüdischen Herkunft geprägt. Auch die Homosexualität, zu der er sich früh bekannte, das politisch linke bis anarchistische Engagement sowie Zen, Yoga und bewusstseinsverändernde Drogen wirkten auf das Schaffen. Ginsberg selbst nannte zudem William Blake und Walt Whitman als wesentliche Einflüsse. Sein bekanntestes Werk ist das lange Gedicht Howl, das seinen Ruhm begründete und das 1956 einen Skandal auslöste, da vielen Ginsbergs Sprache damals obszön erschien - was dazu führte, dass das Gedicht vorübergehend verboten und der Verleger und Dichter Lawrence Ferlinghetti verhaftet wurde. Das Verbot führte zu einer wichtigen Kampagne im Kampf um künstlerische Freiheit; schließlich hob ein Richter das Verbot wieder auf.
Er war mit der Bewegung Children of Hekate verbunden und unterstützte deren Projekt der Gründung der Inselrepublik Calaui.
In späteren Jahren war Allen Ginsberg Buddhist und Schüler von Chögyam Trungpa Rinpoche, den er in New York zufällig kennen lernte. In der Folge lehrte er an der Naropa Universität in Boulder (Colorado), die von Trungpa Rinpoche gegründet wurde.
Boulder (Colorado)
Werke
- Howl, 1956
- Kaddish and Other Poems 1958-1960; San Francisco (City Lights Books) 1961
- Reality Sandwiches, 1963
- Planet News 1961-1967; San Francisco(City Lights Books) 1968
- Empty Mirror; New York (Cornith Books) 1970
- The Fall of America, 1972
- Improvised Poetics; San Francisco (Anonym Press) 1972
- Mind Breaths. Poems 1972-1977; San Francisco (City Lights Books) 1977
- As Ever. The collected correspondence of Allen Ginsberg and Neal Cassady; Berkley, California (Creative Arts Book) 1977
- Composed on the Tongue; Bolinal, California (Grey Fox Press) 1980
Literatur
- Michael Schumacher: Allen Ginsberg. Hannibal Verlag, Wien 1999
Weblinks
-
- [http://zeus.zeit.de/text/archiv/2000/4/200004.l-ginsberg_.xml Besprechung] von Ginsbergs Leben und Werk
- [http://www.poets.org/poet.php/prmPID/8 www.poets.org] Biografische Informationen und weitere Links (englisch)
- [http://www.rooknet.com/beatpage/writers/ginsberg.html www.rooknet.com] Biografische Informationen und weitere Links (englisch)
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
Ginsberg, Allen
ja:アレン・ギンズバーグ
1955
Politik
- 1. Januar: Max Petitpierre wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Anschlag auf Jose Antonio Remon, den Diktator von Panama, an dessen Folgen er stirbt
- 6. Februar: Gründung des Verbandes Liberaler Akademiker als „Seniorenverband Liberaler Studenten“ in Bonn
- 23. Februar: Erstes Treffen der SEATO-Länder
- 23. Februar: Bagdad-Pakt zwischen Türkei, Irak und Iran. Gemeinsame Militäroperationen gegen jede kurdische Befreiungsbewegung werden darin vereinbart. Anfang April tritt England dem Abkommen bei. Die USA nehmen bei den Treffen einen festen Beobachterstatus ein
- 5. März: Die alliierten Dienststellen in der Bundesrepublik Deutschland werden aufgelöst. Es ist das Ende der Besatzungszeit
- 31. März: Handelsabkommen zwischen Indien und Deutschland
- 1. April: Der erste Flug der Lufthansa nach dem Kriege von Hamburg nach München
- 5. April: Winston Churchill tritt aus gesundheitlichen Gründen als Premierminister von Großbritannien zurück
- 5. Mai: Die Pariser Verträge treten in Kraft
- 9. Mai: Die Bundesrepublik Deutschland tritt der NATO bei
- 14. Mai: Gründung des Warschauer Pakts
- 14. Mai: Albanien wird Gründungsmitglied des Warschauer Paktes
- 15. Mai: Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages
- 15. Mai: Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die NATO
- 20. Juni: Paraguay wird Mitglied in der UNESCO
- 21. Juni: Afghanistan. 2. Transitabkommen mit der UdSSR. Inhalt: u. a. Ausbau der Salang-Straße und des Flußhafens am Amu Darya
- 25. Juli: Abkommen zwischen Deutschland und Paraguay über Handels- und Zahlungsverkehr
- 27. Juli: Der Österreichische Staatsvertrag tritt offiziell in Kraft
- 30. Juli: Abkommen zwischen Deutschland und Paraguay über gewerbliche Schutzrechte
- 10. August: Die Regierung der Sowjetunion erlaubt ihren Bürgern Reisen nach Finnland, Schweden und ins sozialistische Ausland
- 6. September: Pogrom in Istanbul gegen die griechische Minderheit
- 20. September - Die DDR wird von der Sowjetunion zum "souveränen Staat" erklärt.
- 22. Oktober - Prinz Norodom Sihanouk wird Ministerpräsident in Kambodscha. Er verkündet in Phnom Penh, dass das Land strikte Neutralität wahren wolle.
- 23. Oktober: Saarabstimmung, die saarländische Bevölkerung lehnt das Saarstatut ab
- 25. Oktober: Der letzte Besatzungssoldat verlässt Österreich
- 26. Oktober: Österreich beschließt die immerwährende Neutralität durch Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes
- 1. Dezember: Rosa Parks wird in Montgomery, Alabama USA verhaftet, weil sich die Afro-Amerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen
- 8. Dezember: Der Europarat beschließt sein Emblem: Eine blaue Flagge mit zwölf goldenen Sternen
- 14. Dezember: Albanien, Ungarn, Spanien, Sri Lanka, Nepal, Österreich, Portugal, Rumänien, Laotische Volksdemokratische Republik, Libyen, Jordanien, Kambodscha, Irland, Italien, Finnland, Bulgarien und Albanien werden Mitglieder der Vereinten Nationen
Wirtschaft
- 1. April: in Felsberg-Berus nimmt der Privatsender „Europa 1“ den Sendebetrieb auf. Er darf auch nach der Angliederung des Saarlands seinen Sendebetrieb weiterführen und bleibt bis 1983 der einzige private Rundfunksender auf deutschem Boden
- 1. April: Der erste Flug der Lufthansa nach dem Kriege von Hamburg nach München
- 4. Juni: Im Bezirk Dresden setzt die Deutsche Post der DDR erstmals die Röntgentechnik ein, um aus der Bundesrepublik Deutschland stammende Pakete inhaltlich zu kontrollieren
Wissenschaft und Technik
- 2. Januar: Der Inka-Tempel Paititi wird von Hans Ertl in der Nähe des Rio Chinijo entdeckt
- 27. Januar: Das erste Atom-U-Boot Nautilus wird zu Wasser gelassen
- 12. April: Salk-Impfstoff gegen Kinderlähmung erfolgreich in den USA getestet
- 6. Mai: Jean Boulet, Frankreich erreichte mit einem Hubschrauber SE 3130 „Alouette II“ 8.209 m Höhe: Weltrekord
- 5. Juni: Die erste Atomuhr ging in England in Betrieb
- 28. Juli: Der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower ließ durch den Sprecher des Weißen Hauses, James Hagerty, verkünden, dass er als nationalen Beitrag der USA zum Internationalen Geophysikalischen Jahr einen Erdsatelliten in Auftrag geben werde
- 1. August: In Österreich wird vom ORF die erste Fernsehsendung ausgestahlt
- 2. Oktober: ENIAC, der zu den ersten Computern zählte, wird abgeschaltet
- erste zufällige Entdeckung der Schneekanone
Kultur
- 17. Juli: Beim kalifornischen Anaheim eröffnet Walt Disney den ersten Disneyland-Vergnügungspark
- 17. August: Uraufführung der Oper Penelope von Rolf Liebermann bei den Salzburger Festspielen
- 29. September: Uraufführung der Oper Der feurige Engel von Sergei Sergejewitsch Prokofjew im Teatro Fenice in Venedig
Religion
- 23. Januar: Apostolische Gemeinschaft wird als Abspaltung der Neuapostolischen Kirche von Peter Kuhlen in Düsseldorf gegründet
- 11. September: Der Bern-Tempel, der erste Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Europa, wird geweiht
- 27. September: Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird in Österreich staatlich anerkannt
Katastrophen
- 22. März: Nähe Honolulu, Hawaii, USA. Ein Flugzeug der U.S. Navy prallte gegen die Klippen. Alle 66 Personen an Bord starben
- 11. Juni: Beim schwersten Unfall in der Geschichte des Motorsports sterben beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 82 Menschen, als der Mercedes-Rennwagen (Silberpfeil) des Franzosen Pierre Levegh inmitten der Zuschauer explodiert. Mercedes zieht sich daraufhin (vorerst) aus dem Rennsport zurück
- 19. Juni: Nähe Folkstone, Großbritannien. Eine CV-240 der schweizerischen Fluggesellschaft Swissair stürzte ab wegen Treibstoffmangels. 3 Tote
- 16. Juli: In San Bernardo, Chile ereignet sich ein schweres Zugunglück
- 27. Juli: Nähe Petrick, Bulgarien. Eine Lockheed Constellation der Fluggesellschaft El Al, auf dem Flug von Wien, Österreich nach Tel Aviv, Israel, wurde nach einem Navigationsfehler von bulgarischen Düsenjägern angegriffen und abgeschossen, nachdem das Flugzeug bulgarischen Luftraum verletzt hatte. Alle 58 Menschen an Bord starben
- 11. August: Edelweiler, Deutschland. Nach einer Kollision in der Luft zweier Düsenjäger der U.S. Air Force starben 66 Menschen, meist Zivilisten
- 7. September: Überschwemmungen in Indien, etwa 45 Millionen Menschen obdachlos
- 6. Oktober: Laramie, Wyoming, USA. Eine DC-4 prallte gegen einen Berg. Alle 66 Menschen an Bord starben
- 1. November: Denver, Colorado, USA. Eine Douglas DC-6B explodierte in der Luft, nachdem ein Passagier eine Bombe gezündet hatte. 44 Menschen fanden den Tod
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Deutschlands Eishockeynationalmannschaft verliert ihr Freundschaftsspiel gegen die Tschechoslowakei mit 0:8
- 1. Januar: Das Neujahrs-Skipringen in Garmisch-Partenkirchen gewinnt der Finne Aulis Kallakorpi
- 15. Mai Erstbesteigung des Makalu, des fünfthöchsten Berges der Erde
- 25. Mai Erstbesteigung des Kangchendzönga, des dritthöchsten Berges der Erde
- 4. Januar: Wolfgang Tiefensee, amtierender Oberbürgermeister von Leipzig
- 6. Januar: Rowan Atkinson, britischer Komiker und Schauspieler
- 6. Januar: Annette Fugmann-Heesing, deutsche Politikerin
- 6. Januar: Constanze Engelbrecht, deutsche Schauspielerin († 2000)
- 7. Januar: Jan Fedder, deutscher Schauspieler
- 10. Januar: Wolfgang Götzer, deutscher Politiker
- 10. Januar: Michael Schenker, deutscher Rock-Gitarrist
- 13. Januar: Fred White, US-amerikanischer Musiker
- 14. Januar: Matthias Rößler, deutscher Politiker
- 16. Januar: Klaus-Dieter Kurrat, deutscher Leichtathlet
- 17. Januar: Susanne Uhlen, deutsche Schauspielerin
- 17. Januar: Jost Stollmann, deutscher Unternehmer
- 17. Januar: Steve Earle, US-amerikanischer Country-Musiker
- 18. Januar: Kevin Costner, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 18. Januar: Frankie Knuckles, weltweit DJ und gilt als „Godfather of House“
- 19. Januar: Simon Rattle, berühmter Dirigent
- 19. Januar: Uwe Reinders, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 19. Januar: Wulf-Paul Werner, deutscher Lokalpolitiker und Bürgermeister († 2005)
- 21. Januar: Nikolina Schterewa, bulgarische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. Januar: Jeff Koons, US-amerikanischer Künstler
- 21. Januar: Peter Fleming (Tennisspieler), US-amerikanischer Tennisspieler
- 22. Januar: Sonja Morgenstern, deutsche Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
- 22. Januar: Neil Bush, Sohn des US-Präsident George H. W. Bush und Barbara Bush
- 25. Januar: Petra Gerster, deutsche Fernsehjournalistin und Moderatorin
- 25. Januar: Jürgen Renfordt, deutscher Schlagesänger
- 25. Januar: Olivier Assayas, französischer Regisseur und Drehbuchautor
- 25. Januar: Iwatani Toru, japanischer Videospiel-Entwickler
- 26. Januar: Björn Andresen, schwedischer Schauspieler
- 26. Januar: Edward Van Halen, US-amerikanischer Rock-Gitarrist
- 27. Januar: John G. Roberts, Jr., Oberster Richter der USA (Chief Justice of the United States)
- 28. Januar: Nicolas Sarkozy, französischer Politiker und Innenminister
- 28. Januar: Karl Schlögl (Politiker), österreichischer Politiker
- 1. Februar: Hans Werner Olm, deutscher Kabarettist
- 3. Februar: Bruno Pezzey, österreichischer Fußball-Nationalspieler († 1994)
- 4. Februar: Mikuláš Dzurinda, slowakischer Politiker
- 5. Februar: Markus Ryffel, Schweizer Sportler
- 7. Februar: Margit Rupp, Juristin in leitender Stellung in der evangelischen Landeskirche in Württemberg
- 7. Februar: Miguel Ferrer, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Februar: Ethan Phillips, US-amerikanischer Schauspieler und Autor
- 9. Februar: Wolfgang Jerat, deutscher Fußballtrainer
- 9. Februar: Hansjörg Betschart, Schweizer Schriftsteller und Regisseur
- 9. Februar: Charles Shaughnessy, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Februar: Bill Laswell, Bassist, Komponist, Arrangeur, Produzent
- 11. Februar: Anneli Jäätteenmäki, Die erste finnische Ministerpräsidentin
- 12. Februar: Dragan Mikerević, bosnisch-serbischer Politiker
- 12. Februar: Andreas Amende, deutscher Politiker
- 16. Februar: Margaux Hemingway, US-amerikanische Schauspielerin und Model († 1996)
- 19. Februar: Siri Hustvedt, US-amerikanische Schriftstellerin
- 19. Februar: Jeff Daniels, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. Februar: Bärbel Grygier, deutsche Politikerin und MdB
- 21. Februar: Gerhard Gundermann, deutscher Liedermacher († 1998)
- 21. Februar: Kelsey Grammer, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. Februar: John Howard Jones, britischer Musiker
- 24. Februar: Annelie Buntenbach, deutsche Politikerin
- 24. Februar: Alain Prost, ehemaliger Formel-1-Rennfahrer
- 24. Februar: Steve Jobs, Mitbegründer von Apple Computer
- 26. Februar: Udo Corts, deutscher Politiker
- 26. Februar: Andreas Maislinger, österreichischer Politikwissenschaftler und Historiker
- 27. Februar: Peter Christopherson, Musiker, Künstler
- 27. Februar: Rainhard Fendrich, österreichischer Sänger
- 2. März: Ute Granold, deutsche Politikerin
- 4. März: Dominique Pinon, französischer Filmschauspieler
- 6. März: Friedbert Pflüger, deutscher Politiker und MdB
- 6. März: Brigitte Wujak, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 6. März: Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi († 1994)
- 7. März: Michael Chance, englischer Countertenor
- 8. März: Thomas Bellut, deutscher Journalist
- 9. März: Ornella Muti, italienische Schauspielerin
- 10. März: Marianne Rosenberg, deutsche Schlagersängerin
- 10. März: Juliusz Machulski, polnischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 11. März: Nina Hagen, deutsche Punk-Sängerin
- 11. März: James Kazuo Koda, katholischer Priester und Bischof
- 13. März: Bruno Conti, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- 15. März: Dee Snider, US-amerikanischer Musiker und Frontsänger
- 16. März: Isabelle Huppert, französische Filmschauspielerin
- 17. März: Paul Overstreet, erfolgreicher Liedschreiber der Country-Musik
- 17. März: Mariano Rajoy, spanischer Politiker
- 17. März: Gary Sinise, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 19. März: Bruce Willis, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. März: Bärbel Eckert, deutsche Leichtathletik und mehrfache Olympiasiegerin
- 23. März: Moses Malone, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. März: Michael Kutzop, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 24. März: Hank Roberts, US-amerikanischer Musiker, Cellist, Sänger und Komponist
- 25. März: Wolf Maahn, deutscher Musiker und Komponist
- 26. März: Dean Dillon, Country-Sänger und Songwriter
- 26. März: Verena Butalikakis, deutsche Politikerin
- 26. März: Ingo Wolf, deutscher Politiker
- 27. März: Patrick McCabe, ist ein irischer Schriftsteller
- 27. März: Susan Neiman, US-amerikanische Philosophin
- 29. März: Rolf Lassgård, schwedischer Schauspieler
- 31. März: Svetozar Marović, erster Präsident von Serbien und Montenegro
- 31. März: Angus Young, schottischer Musiker
- 1. April: Matthias Behr, deutscher Florettfechter
- 2. April: Peter Jung, deutscher Politiker
- 3. April: Mick Mars, Gitarrist der Hard-Rock Band Mötley Crüe
- 4. April: Manfred Nimtz, deutscher Schach-Großmeister im Fernschach
- 4. April: Armin Rohde, deutscher Schauspieler
- 4. April: Parveen Babi, indische Schauspielerin († 2005)
- 4. April: Kiriaki Theodoridou, Politikerin
- 5. April: Akira Toriyama, japanischer Manga-Zeichner
- 11. April: Piers John Sellers, britischer Astronaut
- 15. April: Dodi Fayed, Millionärssohn († 1997)
- 16. April: Henri (Luxemburg), Großherzog von luxemburg
- 16. April: Kool DJ Herc, Musiker und Musikproduzent
- 20. April: Carl Carlton, ein deutscher Rockmusiker und Musikproduzent
- 22. April: Bärbel Rust, ehemaliges MdB
- 23. April: Judy Davis, australische Schauspielerin
- 23. April: Tony Miles, britischer Schachmeister. († 2001)
- 24. April: Marion Caspers-Merk, deutsche Politikerin
- 25. April: Michael Denhoff, deutscher Komponist und Cellist
- 25. April: John Nunn, englischer Schachspieler und -theoretiker
- 25. April: Eric Drexler, Pionier der molekularen Nanotechnologie und Autor
- 26. April: Peter Neururer, deutscher Fußball-Trainer
- 26. April: Kurt Bodewig, deutscher Politiker
- 27. April: Lea Linster, Köchin aus dem Großherzogtum Luxemburg
- 2. Mai: Marita Sehn, deutsche Politikerin († 2004)
- 2. Mai: Dave Winer, Softwareentwickler
- 5. Mai: Dudu Tucci, brasilianischer Musiker
- 5. Mai: Melinda Culea, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Mai: Gabriele Rittig (Anwältin), deutsche Rechtsanwältin aus Frankfurt am Main
- 7. Mai: Gabi Zimmer, deutsche Politikerin
- 7. Mai: Axel Zwingenberger, deutscher Jazzpianist
- 8. Mai: Ásgeir Sigurvinsson, isländischer Fußballspieler
- 8. Mai: Meles Zenawi, Premierminister Äthiopiens
- 9. Mai: Anne Sofie von Otter, schwedische Sängerin
- 10. Mai: Mark David Chapman, Mörder John Lennons
- 14. Mai: Amke Dietert-Scheuer, deutsche Politikerin und MdB
- 14. Mai: Ulrike Höfken, deutsche Politikerin und MdB
- 14. Mai: Jens Sparschuh, deutscher Schriftsteller
- 15. Mai: Claudia Roth, deutsche Politikerin
- 15. Mai: Alexander Pusch, deutscher Degenfechter
- 16. Mai: Wolha Korbut, ehemalige weißrussische Kunstturnerin
- 16. Mai: Debra Winger, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. Mai: Chow Yun-Fat, hongkonger Schauspieler
- 19. Mai: Werner Kuhn, Politiker
- 20. Mai: Christa Reichard, deutsche Politikerin und MdB
- 20. Mai: Karl-Heinz Geils, deutscher Fußballspieler
- 20. Mai: Robert Schroeder, deutscher Musiker und Komponist
- 20. Mai: Matthias Politycki, deutscher Schriftsteller
- 20. Mai: Zbigniew Preisner, polnischer Filmmusikkomponist
- 21. Mai: Udo Kießling, deutscher Eishockeyspieler
- 21. Mai: Ansgar Gabrielsen, norwegischer konservativer Politiker (H)
- 23. Mai: Preda Mihailescu, rumänischer Mathematiker
- 24. Mai: Rosanne Cash, älteste Tochter von Johnny Cash
- 24. Mai: Heiner Kamps, Unternehmer
- 25. Mai: Svende Merian, deutsche Schriftstellerin
- 26. Mai: Paul Stoddart, australischer ehemaliger Formel-1-Rennstallbesitzer
- 26. Mai: Doris Dörrie, deutsche Regisseurin, Autorin und Filmproduzentin
- 28. Mai: Friederike von Kirchbach, erste Pröpstin der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg
- 28. Mai: John McGeoch, schottischer Gitarrist († 2004)
- 29. Mai: Mike Porcaro, Bassist der Rockband Toto
- 29. Mai: Heike Habermann, deutsche Politikerin
- 29. Mai: Frank Baumgartl, deutscher Leichtathlet
- 29. Mai: Frank Wartenberg, deutscher Leichtathlet
- 29. Mai: Pascal Dusapin, französischer Komponist
- 29. Mai: Mark Dornford-May, Regisseur
- 30. Mai: Topper Headon, englischer Drummer, zeitweilig bei The Clash
- 31. Mai: Hans-Joachim Wilms, Vorsitzender Gewerkschaft Gartenbau
- 1. Juni: Chiyonofuji Mitsugu, japanischer Sumo-ringer und 58. Yokozuna
- 1. Juni: Lorraine Moller, neuseeländische Leichtathletin und Olympionikin
- 8. Juni: Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web
- 8. Juni: José Antonio Camacho, spanischer Fußballspieler und -trainer
- 10. Juni: Annette Schavan, deutsche Politikerin
- 10. Juni: Prakash Padukone, indischer Badmintonspieler
- 11. Juni: Milan Novotny, tschechisch-Schweizer Musikpädagoge, Komponist und Akkordeonist
- 12. Juni: René Zey, deutscher Autor von Sach- und Unterhaltungsbüchern
- 15. Juni: Paul Rusesabagina, Ruandischer Hotelmanager
- 17. Juni: Elisabeth Heister-Neumann, Justizministerin in Niedersachsen
- 21. Juni: Michael Kühnen, Anführer der deutschen Neo-Nazi-Bewegung († 1991)
- 21. Juni: Michel Platini, französischer Fußballspieler
- 23. Juni: Stojan Ganew, bulgarischer Politiker, Präsident der 47. UN-Generalversammlung
- 23. Juni: Jean Tigana, ehemaliger französischer Fußballspieler
- 23. Juni: Glenn Danzig, US-amerikanischer Rockmusiker
- 25. Juni: Rudolf Braun, deutscher Politiker
- 26. Juni: Mick Jones (The Clash), englischer Musiker
- 29. Juni: Fritz Kuhn, deutscher Politiker
- 3. Juli: Manfred Grund, deutscher Politiker und MdB
- 5. Juli: Peter McNamara, ehemaliger australischer Tennisspieler
- 5. Juli: Josef Haslinger, österreichischer Schriftsteller
- 8. Juli: Patrick Streiff, Bischof der evangelisch-methodistischen Kirche Mittel- und Südeuropa
- 9. Juli: Thomas Wüppesahl, deutscher Politiker
- 9. Juli: Anette Hübinger, deutscher Politiker und MdB
- 17. Juli: Barbara Stollberg-Rilinger, deutsche Historikerin
- 17. Juli: Martin R. Dean, Schweizer Schriftsteller
- 20. Juli: Gerhard Zeiler, Manager
- 21. Juli: Taco Ockerse, Musiker
- 21. Juli: Béla Tarr, ungarischer Filmregisseur
- 22. Juli: Willem Dafoe, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Juli: Iman, Model
- 29. Juli: Christian Tramitz, deutscher Schauspieler
- 31. Juli: Hans-Eckardt Wenzel, deutscher Chansonnier, Musiker, Lyriker und Regisseur
- 4. August: Alberto R. Gonzales, US-amerikanischer Anwalt und Politiker
- 4. August: Billy Bob Thornton, US-amerikanischer Schauspieler
- 5. August: Gunter Haug, deutscher Schriftsteller
- 8. August: Herbert Prohaska, internationaler Fußballspieler
- 9. August: Udo Beyer, deutscher Kugelstoßer
- 9. August: Arnold Vaatz, deutscher Politiker
- 10. August: Manfred Scheuer, Bischof der Diözese Innsbruck
- 12. August: Heintje, niederländischer Sänger und Schauspieler
- 13. August: Mulgrew Miller, US-amerikanischer Jazzpianist
- 15. August: Uli Spieß, ehemaliger alpiner Skirennläufer
- 15. August: Roger Willemsen, Publizist, Autor, Essayist und Moderator
- 15. August: Davy Sidjanski, US-amerikanischer Verleger († 2004)
- 17. August: Kevin Welch, US-amerikanischer Country-Sänger
- 18. August: Karl Del'Haye, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 18. August: Gerard Nijboer, ehemaliger niederländischer Marathonläufer
- 19. August: Cindy Nelson, US-amerikanische Skiläuferin
- 19. August: Peter Gallagher, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. August: Doug Mason, kanadischer und niederländischer Eishockeytrainer
- 20. August: Ned Overend, US-amerikanischer Mountainbiker und Cross-Triathlet
- 23. August: Karl-Heinz Tekath, deutscher Historiker, Archivar († 2004)
- 27. August: Sandra de Sá, brasilianische Sängerin und Komponistin
- 27. August: Manfred Strecker, deutscher Geologe
- 27. August: Can Togay, ungarischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Schauspieler
- 28. August: Beres Hammond, jamaikanischer Sänger und Musikproduzent
- 29. August: Diamanda Galás, US-amerikanische Avantgarde-Performancekünstlerin
- 30. August: Helge Schneider, Buchautor, Regisseur, Kabarettist, Musiker
- 30. August: Manja Göring, deutsche Schauspielerin
- 31. August: Filip Adwent, polnischer Politiker und MdEU († 2005)
- 31. August: Edwin Moses, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1. September: Gerhard Strack, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 2. September: Claus Kleber, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 3. September: Steve Jones (Musiker), englischer Rockmusiker
- 7. September: Mira Furlan, eine kroatische Schauspielerin
- 7. September: Efim Zelmanov, russischer Professor der Mathematik
- 13. September: Andreas Staier, deutscher Cembalist und Pianist
- 13. September: Norbert Koof, Springreiter
- 15. September: Gerhard Botz (Politiker), deutscher Politiker
- 15. September: Theodore R. Long, US-amerikanischer Ringrichter und Manager im Wrestling
- 20. September: Georg Christoph Biller, deutscher Chorleiter und Thomaskantor zu Leipzig
- 20. September: Viki Fleckenstein, US-amerikanische Skirennläuferin
- 21. September: Dieter Dzewas, Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid
- 21. September: Andreas Trautvetter, deutscher Politiker
- 21. September: Mika Kaurismäki, finnischer Filmregisseur
- 21. September: Andrei Wladimirowitsch Gawrilow, russischer Pianist
- 22. September: Ernie Reinhardt, deutscher Schauspieler und Travestiekünstler
- 23. September: Xiaogang Ye, chinesischer Komponist zeitgenössischer Musik
- 25. September: Steve Severin, britischer Musiker, Komponist und Journalist
- 25. September: Karl-Heinz Rummenigge, deutscher Fußballspieler
- 25. September: Peter Müller (CDU), deutscher Politiker
- 25. September: Zucchero, italienischer Rockmusiker
- 26. September: Richy Müller, deutscher Schauspieler
- 26. September: Carlene Carter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 30. September: Jutta Richter, deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin
- 30. September: Carlos Martínez, spanischer Pantomime
- 1. Oktober: Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg
- 2. Oktober: Phil Oakey, englischer Sänger
- 3. Oktober: Ralph Morgenstern, deutscher Moderator, Musiker und Schauspieler
- 4. Oktober: Jorge Valdano, argentinischer Fußballspieler und Trainer
- 6. Oktober: Josef Moser (Rechnungshofpräsident), Rechnungshofpräsident
- 7. Oktober: Yo-Yo Ma, chinesisch-amerikanischer Cellist
- 8. Oktober: Claudio Sulser, Schweizer Fußballspieler
- 9. Oktober: Stephen Ovett, britischer Leichtathlet
- 9. Oktober: Angelika Brunkhorst, deutsche Politikerin
- 9. Oktober: Shona Laing, neuseeländische Sängerin
- 12. Oktober: Brigitte Lahaie, französische Schauspielerin und Schriftstellerin
- 12. Oktober: Ante Gotovina, kroatischer General
- 12. Oktober: Jan Einar Aas, norwegischer Fußballspieler
- 13. Oktober: Detlef Michel, deutscher Leichtathlet
- 15. Oktober: Tanya Roberts, US-amerikanische Schauspielerin
- 16. Oktober: Marlene Mortler, deutsche Politikerin
- 18. Oktober: David Twohy, US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor
- 19. Oktober: Petra Fuhrmann, deutsche Politikerin und MdL
- 20. Oktober:
Psychiatrische KlinikEine Psychiatrische Klinik ist ein Krankenhaus zur Behandlung psychischer Störungen.
Verwandt ist der Begriff Nervenklinik, siehe auch Neurologie und Psychiatrie.
In der heutigen Zeit werden immer häufiger Menschen in psychiatrische Kliniken eingewiesen. Dort werden psychische Krankheiten behandelt und die Patienten therapiert. Das Leben eines Patienten in einer psychiatrischen Klinik wird stark eingeschränkt: sie unterliegen der Aufsicht der Ärzte und des restlichen Klinikpersonals. Gemäß dem amerikanischen Soziologen Erving Goffman gehört die psychiatrische Klinik zur Gruppe der totalen Institutionen. Als andere totale Institutionen bezeichnet Goffman Gefängnisse, Kasernen, Internate, Klöster und Altenheime. Zitat Goffmann: Eine totale Institution lässt sich als Wohn- und Arbeitsstätte einer Vielzahl ähnlich gestellter Individuen definieren, die für längere Zeit von der übrigen Gesellschaft abgeschnitten sind und miteinander ein abgeschlossenes, formal reglementiertes Leben führen.
Zur Geschichte der Psychiatrischen Klinik siehe Tollhaus und Irrenhaus.
Weblinks
- [http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/2004/heinzelmann/heinzelmann.pdf Dissertation von Martin Heinzelmann, Uni Göttingen]
- [http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/6919.html Seminararbeit von Janett Baumann, Otto-von Guericke-Universität Magdeburg]
!
ja:精神科
Beat GenerationAls Beat Generation wird eine Richtung der US-amerikanischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Hauptvertreter waren Allen Ginsberg, William S. Burroughs, Jack Kerouac und Gregory Corso.
Geschichte
Der Begriff Beat Generation wurde 1948 von Jack Kerouac in Anlehnung an den Begriff Lost Generation geprägt und von ihm in seinem 1951 geschriebenen Roman On the Road (deutscher Titel: Unterwegs) verwendet.
Erstmals in der Öffentlichkeit erschien der Begriff in dem Artikel This is the Beat Generation, den John Clellon Holmes 1952 in der Sunday New York Times veröffentlichte. (Brief von Jack Kerouac an Robert Lowry, 23. September 1958). Kerouac benutzt den Begriff Beat sowohl in der Bedeutung geschlagen (engl. beaten) als auch in der Bedeutung beglückt (engl. beatific).
Einflüsse
- die Annäherung an die Improvisationen des Jazz und an die Geschwindigkeit des modernen Lebens führte zu Experimenten in Sprache und Stil, die sich in der deutschen Übersetzung nur schwer wiedergeben lassen: Kerouacs Subterraneans, Ginsbergs Gedicht Howl
- das Leben im Schatten des Atompilzes.
- Erfahrungen und Experimente mit Drogen: Burroughs Naked Lunch.
- Das ruhelose Unterwegssein als grundlegende Lebenserfahrung: Kerouacs On the Road, Lonesome Traveller.
- Entdeckung der Natur und Überwindung von Tabus ("freier Liebe"): Burroughs The Wild Boys
- Zen und Buddhismus: Alan Watts und Kerouacs The Dharma Bums, Tristessa.
Damit nahmen sie als Avantgarde viele Themen der Hippie-Bewegung vorweg.
Siehe auch
- LeRoi Jones, Joyce Johnson , Elise Cowen, Joan Haverty Kerouac, Jan Kerouac, Hettie Jones, Diane DiPrima, Carolyn Robinson Cassady, Joan Vollmer Adams, Ruth Weiss, Brenda Knight, Lawrence Ferlinghetti
Weblinks
- http://www.litkicks.com
- http://www.mardou.de
Kategorie:Literaturgattung
Kategorie:Subkultur
Beat GenerationAls Beat Generation wird eine Richtung der US-amerikanischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Hauptvertreter waren Allen Ginsberg, William S. Burroughs, Jack Kerouac und Gregory Corso.
Geschichte
Der Begriff Beat Generation wurde 1948 von Jack Kerouac in Anlehnung an den Begriff Lost Generation geprägt und von ihm in seinem 1951 geschriebenen Roman On the Road (deutscher Titel: Unterwegs) verwendet.
Erstmals in der Öffentlichkeit erschien der Begriff in dem Artikel This is the Beat Generation, den John Clellon Holmes 1952 in der Sunday New York Times veröffentlichte. (Brief von Jack Kerouac an Robert Lowry, 23. September 1958). Kerouac benutzt den Begriff Beat sowohl in der Bedeutung geschlagen (engl. beaten) als auch in der Bedeutung beglückt (engl. beatific).
Einflüsse
- die Annäherung an die Improvisationen des Jazz und an die Geschwindigkeit des modernen Lebens führte zu Experimenten in Sprache und Stil, die sich in der deutschen Übersetzung nur schwer wiedergeben lassen: Kerouacs Subterraneans, Ginsbergs Gedicht Howl
- das Leben im Schatten des Atompilzes.
- Erfahrungen und Experimente mit Drogen: Burroughs Naked Lunch.
- Das ruhelose Unterwegssein als grundlegende Lebenserfahrung: Kerouacs On the Road, Lonesome Traveller.
- Entdeckung der Natur und Überwindung von Tabus ("freier Liebe"): Burroughs The Wild Boys
- Zen und Buddhismus: Alan Watts und Kerouacs The Dharma Bums, Tristessa.
Damit nahmen sie als Avantgarde viele Themen der Hippie-Bewegung vorweg.
Siehe auch
- LeRoi Jones, Joyce Johnson , Elise Cowen, Joan Haverty Kerouac, Jan Kerouac, Hettie Jones, Diane DiPrima, Carolyn Robinson Cassady, Joan Vollmer Adams, Ruth Weiss, Brenda Knight, Lawrence Ferlinghetti
Weblinks
- http://www.litkicks.com
- http://www.mardou.de
Kategorie:Literaturgattung
Kategorie:Subkultur
ReligionAls Religion wird oftmals ein in größeren Bevölkerungsgruppen verankertes System von Vorstellungen über die Existenz von Gegebenheiten jenseits des sinnlich Erfahrbaren, bezeichnet.
Diese in langen Traditionen entstandene Welterklärung bzw. Anleitung zur Lebensbewältigung wird in der westlichen Welt aufgrund christlicher Traditionen häufig mit der Kurzformel "Glaube" zusammengefasst. Hierbei handelt es sich um den zumeist institutionalisierten und organisierten Glauben an eine oder mehrere persönliche oder auch unpersönliche transzendente Wesenheiten, z.B. eine Gottheit, Geister und Ahnen) und/oder Prinzipien (z.B. Dao, Dhamma) und/oder andere Vorstellungen, wie z.B. Nirvana und Jenseits.
Nähere Bestimmung
Allerdings erfasst dieser westliche Ansatz einer Definition mit Hilfe des Begriffs "Glauben" nicht alle Religionen, da dieser Terminus in einigen Religionen nicht oder kaum existiert und damit nicht das eigentliche Merkmal dieser Religion sein kann.
Ein weiteres Problem stellt die Bestimmung einer Gemeinschaft als Religion dar. Einige Religionen beruhen auf philosophischen Systemen, bei anderen ist die politische Orientierung oder die Spiritualität sehr ausgeprägt. Eine klare Abgrenzung ist kaum möglich, Überschneidungen finden sich in nahezu allen Religionen und insbesondere bei der Rezeption durch einzelne Menschen. Den meisten Religionen sind Heilslehren, Symbolsysteme und Rituale zu eigen. Auf diesem Hintergund werden populäre Einteilungen vorgenommen.
Religiöse Vorstellungsbilder weiterzugeben und damit zu vergesellschaften, ist an die Sprachfähigkeit des Menschen gekoppelt und daher so alt wie das Sprachvermögen der Hominiden.
Als Hochreligionen werden meist Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Daoismus, Sikhismus, Konfuzianismus, Baha'i und Shinto verstanden (siehe auch Liste der Religionen der Welt).
Mit der wissenschaftlichen Erforschung von Religionen befassen sich insbesondere die Religionswissenschaft/Religionsgeschichte, die Religionssoziologie, die Religionsphänomenologie und die Religionsphilosophie.
Begriff und Etymologie
religio hatte im Lateinischen die unterschiedlichsten Bedeutungen: "Gottesfurcht", "Frömmigkeit", "Heiligkeit", aber auch "Rücksicht", "Bedenken", "Skrupel", "Gewissenhaftigkeit" oder "Aberglaube".
Die weitere Etymologie des Begriffs ist nicht mit Sicherheit geklärt. religare bedeutet im Lateinischen "anbinden, zurückbinden" und auch "festhalten, an etwas festmachen".
Der Begriff religio ist kein Terminus altrömischer Religion. Die frühesten Belege finden sich vielmehr erst in den Komödien des Plautus (ca. 250-184 v. Chr.) und in den politischen Reden des Cato (234-149 v. Chr.).
Nach Cicero (De Natura Deorum 2, 72) geht religio zurück auf relegere, was wörtlich "wieder aufwickeln", im übertragenen Sinn "bedenken, Acht geben" bedeutet. Cicero dachte dabei an den Tempelkult, den es sorgsam zu beachten galt. Lactantius (Divinae Institutiones 4, 28) führt das Wort zurück auf religare: "an-, zurückbinden". Mögliche ursprüngliche Bedeutungen von "Religion" sind demnach "frommes Bedenken" oder die "Rückbindung" an einen von Gläubigen an- bzw. wahrgenommenen universellen göttlichen Ursprung oder an sonstiges Höheres.
Religion und Religiosität
Der Begriff religio bzw. religiosus wurde im Mittelalter vor allem für den Ordensstand benutzt. Diese Bedeutung hat der Begriff bis heute im römisch-katholischen Kirchenrecht. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit waren für das Wort "Religion" die Bezeichnungen fides (Glaube), lex (Gesetz) und secta (Richtung, Partei) gebräuchlich. Der heutige Begriff "Religion" wurde erst nach der Reformation eingeführt. Darunter verstand man zunächst Lehren, die je nach Auffassung, entweder richtig oder falsch sein sollten. In der Aufklärung entwickelte sich dann ein abstrakterer Religionsbegriff, auf den die gegenwärtigen Definitionsansätze zurückgehen.
Im Deutschen sind die Begriffe Religion und Religiosität zu unterscheiden. Der Begriff Religiosität wird seit Ende des 18. Jh. verwendet. Religion bezeichnet demgemäß ein System - also das Äußerliche, Strukturelle, Gemeinschaftliche -, während Religiosität auf das Subjektiv-Individuelle bezogen ist, insbesondere auf das Erleben des Einzelnen.
Begriffliche Problematik
Religiosität
Wichtig bei der Betrachtung der Herkunft des Wortes ist die kritische Beobachtung seiner (ideologischen) Verwendung. Abgesehen von diesen etymologischen Unsicherheiten ist der Terminus auch heute noch problematisch. Mit der europäischen "Entdeckung" bisher in der so genannten Alten Welt unbekannter Kulturen wurde der Begriff auf Sachverhalte angewendet, die zwar Ähnlichkeiten mit dem europäischen Religionskonzept haben (zum Beispiel die Gottesverehrung), in mancher Hinsicht aber auch sehr gegensätzlich sind (zum Beispiel der Ausschließlichkeitsanspruch). Diese Differenz besteht auch zu den östlichen Religionen, was z.B. an den Übersetzungen des Wortes Religion in der jeweiligen Sprache zu erkennen ist.
Eine Folge ist, dass heute zwar viele verschiedene Religionen und Religionsformen bekannt und erforscht sind, jedoch eine auf alle Religionsgemeinschaften und -formen anzuwendende Definition aussteht und wahrscheinlich - wegen der heterogenen Theoriesysteme - auch in Zukunft nicht existieren wird.
Wissenschaftliche Ansätze zur Definition von Religion
Die Religionssoziologie und Religionswissenschaft untersuchen seit ca. 100 Jahren auf empirischer und theoretischer Grundlage Religionen als gesellschaftliche Phänomene. Dabei gibt es unterschiedliche Auffassungen über Definition und Funktion von Religion. In beiden Wissenschaften konnte man sich bisher auf eine wissenschaftliche Definition, die beschreibt, was Erkennungsmerkmale von Religionen sind und wann eine Weltanschauung als Religion bezeichnet wird, nicht einigen. Dennoch gab es vielversprechende Ansätze, an die die weitere Forschung anknüpfen kann.
Religionswissenschaft
Nach Karl Marx u. a. sind Religionen ursprünglich an eine unilaterale gesellschaftliche Praxis gekoppelt. Demnach sind Jäger-, Nomaden- und Ackerbauernreligionen (als Basalreligionen) zu unterscheiden. Nur die Nachfolger der beiden letzteren, mit dem Neolithikum entstandenen Religionen hatten noch wesentlichen Einfluß auf die heutigen Religionen Europas.
Erich Fromm bildete eine weite, sozialpsychologische Definition von Religion als jedes von einer Gruppe geteilte System des Denkens und Handelns, das dem einzelnen einen Rahmen der Orientierung und ein Objekt der Hingabe bietet.
Religionssoziologische Ansätze
- Nach Émile Durkheim, Begründer der Soziologie, trägt Religion zur Festigung sozialer Strukturen aber auch zur Stabilisierung des Einzelnen bei. Sein Religionsbegriff ist somit ein funktionalistischer. Gemäß Durkheim ist die Religion ein solidarisches System, das sich auf Überzeugungen und Praktiken bezieht, die heilige Dinge beinhalten und in einer moralischen Gemeinschaft wie beispielsweise der Kirche, alle vereinen, die dieser angehören. Daraus ergeben sich drei Aspekte von Religion, die Glaubensüberzeugungen (Mythen), die Praktiken (Riten) und die Gemeinschaft, auf die diese bezogen sind. Durkheim bezeichnet unter anderen Faktoren den Glauben als ein Element der Macht, die die Gesellschaft über ihre Mitglieder ausübt.
- Ferdinand Tönnies unterscheidet Ende des 19. Jh. zwischen 'Gesellschaft' und 'Gemeinschaft'. Er betont die sinnstiftende Funktion von Religion als typisch "gemeinschaftlich" und erforscht ihre Symbolsysteme. Religiöse Gemeinschaften - wie andere traditionelle Gemeinschaften - dienen demnach der kulturellen Bindung des Individuums. Sie verlieren zugunsten der Prägung durch die Gesellschaft in der Moderne an Bedeutung für den Einzelnen. Als Kirche, das heißt als Institution, behalten sie jedoch hohen gesellschaftlichen Einfluss. Laut Tönnies ("Geist der Neuzeit") folgt gegenwärtig einem Zeitalter der Gemeinschaft ein Zeitalter der Gesellschaft. Die Funktion der Religion im ersteren werde nunmehr von der öffentlichen Meinung mehr und mehr übernommen.
- Max Weber, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts ausführlich mit dem Phänomen "Religion" aus soziologischer Sicht befasste, unterschied zwischen Religion und Magie. Unter Religion versteht er ein dauerhaftes, ethisch fundiertes System mit hauptamtlichen Funktionären, die eine geregelte Lehre vertreten, einer organisierten Gemeinschaft vorstehen und gesellschaftlichen Einfluss anstreben. Magie dagegen ist nach Weber lediglich kurzfristig wirksam, gebunden an einzelne Magier oder Zauberer, die als charismatische Persönlichkeiten vermeintlich Naturgewalten bezwingen und eigene moralische Vorstellungen entwickeln. Diese Abgrenzung versteht Weber als idealtypisch. Reinformen sind selten, Überschneidungen und Übergänge werden konstatiert.
Religionswissenschaftliche Ansätze
- Nach Clifford Geertz (1973) ist Religion ein kulturell-geschaffenes Symbolsystem, das versucht, dauerhafte Stimmungen und Motivationen im Menschen zu schaffen, indem es eine allgemeine Seinsordnung formuliert. Diese geschaffenen Vorstellungen werden mit einer solch überzeugenden Wirkung ("Aura von Faktizität") umgeben, dass diese Stimmungen und Motivationen real erscheinen. Solche "heiligen" Symbolsysteme haben die Funktion, das Ethos - das heißt das moralische Selbstbewusstsein einer Kultur - mit dem Bild, das diese Kultur von der Realität hat, mit ihren Ordnungsvorstellungen zu verbinden. Die Vorstellung von der Welt wird zum Abbild der tätsächlichen Gegebenheiten einer Lebensform. Die religiösen Symbolsysteme bewirken eine Übereinstimmung zwischen einem bestimmten Lebensstil und einer bestimmten Metaphysik, die einander stützen. Religion stimmt demnach menschliche Handlungen auf eine vorgestellte kosmische Ordnung ab. Die ethischen und ästhetischen Präferenzen der Kultur werden dadurch objektiviert und erscheinen als Notwendigkeit, die von einer bestimmten Struktur der Welt erzeugt wird. Die Glaubensvorstellungen der Religionen bleiben demgemäß nicht auf ihre metaphysischen Zusammenhänge beschränkt, sondern erzeugen Systeme allgemeiner Ideen, mit denen intellektuelle, emotionale oder moralische Erfahrungen sinnvoll ausgedrückt werden können. Da somit eine Übertragbarkeit von Symbolsystem und Kulturprozess vorliegt, bieten Religionen nicht nur Welterklärungsmodelle, sondern gestalten auch soziale und psychologische Prozesse . Durch die unterschiedlichen Religionen wird eine Vielfalt unterschiedlicher Stimmungen und Motivationen erzeugt, sodass es nicht möglich ist, die Bedeutsamkeit von Religion in ethischer oder funktionaler Hinsicht festzulegen.
- Jacques Waardenburg bezeichnet die Definition von Religion als 'Glauben' als ein Produkt westlicher Tradition. Dieser Begriff treffe daher nicht auf die Vorstellungen anderer Kulturen zu und sei für die Beschreibung von Religionen eher ungeeignet. Religionen können nach seiner Auffassung als Bedeutungsgefüge mit darunterliegenden Grundintentionen für Menschen angesehen werden.
- Der amerikanische Religionswissenschaftler Ninian Smart entwirft ein multidimensionales Modell von Religion und unterscheidet dabei sieben Dimensionen: 1. die praktische und rituelle, 2. die erfahrungsmäßige und emotionale, 3. die narrative oder mythische, 4. die doktrinale und philosophische, 5. die ethische und rechtliche, 6. die soziale und institutionale und 7. die materielle Dimension (z.B. sakrale Bauwerke).
Phänomene und religionsspezifische Begrifflichkeit
Um Religionen zu beschreiben, haben Menschen, die sich mit Religion(en) beschäftigten, Kriterien und Begriffe für gefundene Phänomene geschaffen. Viele dieser Begriffe sind selbst Produkte religiöser Sichtweisen und damit problematisch für das Beschreiben religiöser Phänomene, da sie oftmals religiöse Interpretationen des jeweiligen Objektes sind und höchstens einen Ausschnitt des eigentlichen Phänomens zeigen können. So ist z.B. der Begriff "Gebet" ein christlicher und beschreibt eine christliche Praktik, die nicht auf Dinge wie Meditation oder Versenkung angewandt werden kann, obgleich dies immer wieder geschieht. Dennoch gibt es in vielen Religionen ähnliche Konzepte, die miteinander verglichen und einander gegenüber gestellt werden können, wodurch ein Ordnen und Beschreiben von Religionen erst möglich wird.
Theismus und Atheismus
Versenkung]
Religionen, die einen Gott verehren, werden als monotheistisch bezeichnet, Religionen, die mehrere Götter verehren, als polytheistisch, Religionen, die das Göttliche in der gesamten Welt sehen, als pantheistisch, Religionen die sich nicht auf ein oder mehrere transzendente Wesen beziehen als atheistisch, obwohl der Atheismus als solcher keine Religion ist. Dennoch gibt es atheistische Religionen wie z.B. den Theravada-Buddhismus.
Auch einige atheistische Weltanschauungen haben an religiöse Rituale erinnernde ideologisch geprägte Formen. Man denke z.B. an die Aufmärsche und Feiern kommunistischer Staaten oder an die sozialistischen Jugendweihen. Der Faschismus bzw. Nationalsozialismus trägt ebenfalls die Züge eines extremistischen religiösen Systems. Ein Beispiel ist die quasigöttlichen Verehrung des Führers. Neuere Forschungen zur Entstehung des Nationalsozialismus widmen dieser Thematik besondere Aufmerksamkeit. Die These, dass scheinbar nichtreligiöse Systeme sich religiöser Formen bedienen, wird wissenschaftlich diskutiert (siehe auch: Politische Religion). Weitere Kategorien zur Bezeichnung von (weniger weit verbreiteten) Religionen sind indigene und animistische Religionen.
Schöpfungsmythen und Kosmologie
Häufig vermitteln Religionen eine Vorstellung, wie die Welt entstanden ist, eine Schöpfungsgeschichte und ein Bild der letzten Dinge, eine Eschatologie. Dazu gehört immer die Hauptfrage, was mit dem Menschen nach dem Tod geschieht. Themen wie Reinkarnation, Nirwana, Ewigkeit, Jenseits, Himmel oder Hölle, und was letztlich mit der Welt geschehen wird (Weltuntergang, Apokalypse, Ragnarök, Reich Gottes), sind in vielen Religionen zentral.
Religiöse Spezialisten
Die meisten Religionen kennen Priester, Prediger, Geistliche, Magier, Druiden oder Schamanen, die die Religion überliefern, lehren, ihre Rituale ausführen und zwischen Mensch und Gottheit vermitteln. Manche Religionen sprechen einzelnen dieser Menschen übernatürliche Eigenschaften zu. In vielen Religionen sind diese Personen innerhalb einer formellen Organisation tätig, in anderen unabhängig. Sie werden bezahlt oder üben ihre Tätigkeit unentgeltlich aus. In einigen Religionen werden die religiösen Rituale vom Familienoberhaupt durchgeführt oder geleitet. Es existieren auch Religionen, in denen es keinen autorisierten Vermittler zwischen dem Übernatürlichen und dem Menschen gibt.
Spiritualität und Rituale
Häufig pflegen Religionen und Konfessionen eine eigene Art von Spiritualität. Spiritualität - insbesondere im Christentum - ist das geistliche Erleben, im Gegensatz zur Dogmatik, welche die festgesetzte Lehre einer Religion darstellt. Das Ritual hingegen ist durch die Religion formalisierte Spiritualität. Im heutigen westlichen Sprachgebrauch wird Spiritualität als seelische Suche nach Gott oder einem anderen transzendenten Bezug bezeichnet, ob im Rahmen von spezifischen Religionen oder jenseits davon. In einigen Religionen finden sich Strömungen, deren Anhänger die Begegnung mit der Transzendenz oder dem Göttlichen in mystischen Erfahrungen finden.
Zu religiösen Riten gehören unter anderem Gebet, Meditation, Gottesdienst, religiöse Ekstase, Opfer, Liturgie, Prozessionen und Wallfahrten. Daneben gibt es im Alltag gelebte Frömmigkeit wie Almosen geben, Barmherzigkeit oder Askese.
Schismen und Synkretismus
Aufgrund ihrer ideologischen Momente haben Religionen die latente Tendenz zur Spaltung. Neue Religionen sind oft durch die Abtrennung einer Gruppe aus der ursprünglichen Religionsgemeinschaft entstanden.
Der Begriff Synkretismus beschreibt das gleichzeitige Ausüben von Praktiken verschiedener Religionen. Im klassischen Sinne ist er aber der Versuch, Religionen zu vereinen oder die Schaffung einer neuen Religion aus unterschiedlichen Vorgängern zu initiieren.
Seit der Aufklärung wird - vor allem im westlichen Kulturkreis - zwischen institutionalisierter Religion und persönlicher Haltung zum Transzendenten unterschieden.
Hinzu kommen seit den 1980er Jahren postmoderne Ansätze, nach denen Gruppen oder Individuen Ideen, Rituale usw. aus Religionen und anderen Weltanschauungen neu zusammenstellen und auf ihre Bedürfnisse zuschneiden. Dieses eklektizistische Vorgehen wird von Vertretern traditioneller Religionen zuweilen "Patchwork- bzw. Cafeteria-Religion" oder "Supermarkt der Weltanschauungen" genannt.
Religionen in Zahlen
Viele Menschen haben das Bedürfnis, zu erfahren, wie viele "Gläubige" sich zu einer Religion bekennen. Obwohl immer wieder Statistiken auftauchen, ist die Quellenlage zumeist fraglich. Auch gibt es Religionen wie das Christentum oder den Buddhismus nicht (man vergleiche das "Christentum" in Südamerika und Skandinavien). Daher sollte stets beachtet werden, dass solche Statistiken im besten Falle nur etwas über die Anzahl der Mitglieder einer Religionsgemeinschaft (ähnlich einer Vereinsmitgliedschaft) und über die Ideologie der Statistikveröffentlicher aussagen. Darüber hinaus gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft. Beispielsweise werden zum Judentum häufig auch diejenigen gerechnet, die sich als Atheisten bezeichnen, zum Christentum in Deutschland alle Kirchensteuerzahler, auch wenn sie nicht gläubig sind.
eklektizistische
Statistik A - Religionen der Welt - Zugehörige
(Quelle: [http://www.adherents.com/Religions_By_Adherents.html adherents.com])
- Christentum (2,1 Milliarden)
- Islam (1,3 Milliarden)
- Atheismus, Nichtreligiöse (1,1 Milliarden)
- Hinduismus (900 Millionen)
- Traditionelle Chinesische Religionen (394 Millionen)
- Buddhismus (376 Millionen)
- Nichtafrikanische Indigene Religionen (300 Millionen)
- Traditionell Afrikanische Religionen (100 Millionen)
- Sikhismus (23 Millionen)
- Spiritismus (15 Millionen)
- Judentum (14 Millionen)
- Baha'i (7 Millionen)
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