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Joey Tempest

Joey Tempest

Joey Tempest (
- 19. August 1963 in Upplands Väsby, Schweden als Rolf Magnus Joakim Larsson) ist der Sänger der schwedischen Rockband Europe. Er ist mit Lisa Worthington verheiratet und wohnt in London. Nach der Trennung der Band 1992 veröffentlichte Joey Tempest drei eigene Alben. Seit Herbst 2003 ist die Band Europe wieder zusammen. 1996 sang er gemeinsam mit Anna Maria Kaufmann die Hymne Running with a Dream zur Fußball-EM in Belgien und den Niederlanden.

Diskographie


- 1995: A place to call home
- 1997: Azalea place
- 2003: Joey Tempest

Weblinks


- [http://www.joeytempest.com Offizielle Homepage von Joey Tempest]
- [http://www.europetheband.com Offizielle Homepage von Europe]
- [http://www.laut.de/wortlaut/artists/t/tempest_joey/biographie/index.htm laut.de - Biographie)
- [http://europetheband.oyla7.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi Deutsche Europe-Fanpage mit Hörproben und vielen Informationen]
- [http://www.europeworld.de.vu/ Europeworld - deutsch-englische Europe Fanpage] Tempest, Joey Tempest, Joey Tempest, Joey Tempest, Joey Tempest, Joey

19. August

Der 19. August ist der 231. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 232. in Schaltjahren).

Ereignisse


- 1493 - Maximilian I. wird Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
- 1839 - Jacques Daguerre stellt seinen neuen fotografischen Prozess der Pariser Akademie der Wissenschaften vor.
- 1848 - Die Zeitung "New York Herald" berichtet von Goldfunden in Kalifornien und löst damit den Gold-Rausch aus.
- 1934 - Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches; 89,9% der Stimmberechtigten bestätigen die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Adolf Hitlers.
- 1935 - Berlin, Deutschland - Großbrand auf der internationalen Funkausstellung auf dem Berliner Messegelände. Hierbei brennt auch das Restaurant des Berliner Funkturms aus. Da der Brand erst nach Schließung der Messehallen ausbrach, gab es nur 3 Todesopfer.
- 1942 - Operation Jubilee, fehlgeschlagener Invasionsversuch britischer und kanadischer Truppen bei der nordfranzösischen Hafenstadt Dieppe
- 1953 - Mit dem Sturz des persischen Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh kann Schah Reza Pahlevi aus seinem ersten Exil zurückkehren.
- 1960 - Gary Powers, Pilot des über dem Gebiet der UdSSR abgeschossenen U-2-Spionageflugzeugs der USA, wird zu zehn Jahren Haft verurteilt.
- 1963 - Die Bundesrepublik Deutschland tritt dem Kernwaffenteststopp-Vertrag bei.
- 1965 - Im ersten Auschwitz-Prozess werden die Urteile verkündet.
- 1985 - Hansjoachim Tiedge, beim Bundesamt für Verfassungsschutz zuständig für die Abwehr von DDR-Spionage, setzt sich in die DDR ab.
- 1989 - Beim Paneuropäischen Picknick nahe Sopron fliehen mit ungarischer Unterstützung über 600 DDR-Bürger in den Westen - der Anfang vom Ende der DDR.
- 1991 - Staatsstreich gegen den sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow, der jedoch nach drei Tagen fehl schlägt.
- 1992 - Die Deutsche Botschaft in Bischkek, Kirgisistan, wird eröffnet.
- 1992 - 250 lesbische und schwule Paare beantragen bundesweit bei Standesämtern das Aufgebot zur Eheschließung, um damit auf die damals rechtlose Situation gleichgeschlechtlicher Paare aufmerksam zu machen und die Diskussion über die „Homo-Ehe“ in Gang zu setzen.

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik


- 1964 - Von der NASA wird Syncom 3 als erster geostationärer Satellit auf Cape Canaveral mit einer Delta-Trägerrakete gestartet. Nahe der Internationalen Datumsgrenze stationiert wird er die Olympischen Sommerspiele in Tokyo in die USA übertragen und damit die erste Fernsehübertragung über den Pazifik ermöglichen.

Kultur


- 1820 - Uraufführung der Oper "Die Zauberharfe" von Franz Schubert am Theater an der Wien in Wien.

Religion


- 1458 - Kardinal Enea Silvio de' Piccolomini, ein früherer Lebemann und alleseits gebildeter Dichterfürst, wird nach einem dreitägigen Konklave im Vatikan zum Nachfolger von Papst Kalixt III. gewählt und nimmt den Namen Pius II. (Papst) an.

Katastrophen


- 1917 - Ein Großbrand in Saloniki zerstört die Altstadt, über 79.000 Menschen werden obdachlos.
- 1966 - Erdbeben bei Varto, Ost-Türkei, fast 2.520 Tote
- 1980 - Riad, Saudi-Arabien. Trotz Notlandung einer Lockheed L-1011 TriStar nach einem Feuer an Bord, können die 301 Passagiere nur noch tot geborgen werden. Alle sind erstickt.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1596 - Elisabeth Stuart, Titularkönigin von Böhmen, auch bekannt als die Winterkönigin
- 1646 - John Flamsteed, englischer Astronom
- 1689 - Samuel Richardson, englischer Romancier
- 1743 - Marie Gräfin Dubarry, Mätresse König Ludwigs XV.
- 1780 - Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter und Sänger
- 1808 - James Nasmyth, schottischer Ingenieur und Astronom (Dampfwagen, Werkzeugmaschinen, Nasmyth-Teleskop)
- 1809 - Heinrich Abeken, deutscher Theologe
- 1830 - Julius Lothar Meyer, deutscher Chemiker
- 1843 - Cyrus I. Scofield, US-amerikanischer Jurist und Theologe
- 1863 - Adele Sandrock, deutsch-niederländische Schauspielerin
- 1871 - Florine Stettheimer, US-amerikanische Malerin
- 1871 - Orville Wright, US-amerikanischer Flugpionier und Flugzeugbauer
- 1881 - George Enescu, rumänischer Komponist und Violinist
- 1883 - Coco Chanel, französische Modeschöpferin
- 1893 - Richard Reitzner, deutscher Politiker der SPD, MdB 1949-1962
- 1894 - André Lefèbvre, französischer Automobilkonstrukteur (Ente, Citroën DS)
- 1895 - Arnolt Bronnen, deutschsprachiger Schriftsteller
- 1909 - Jerzy Andrzejewski, polnischer Schriftsteller
- 1913 - Philipp von Bismarck, deutscher Politiker, CDU-MdB 1969-1979
- 1913 - Harry Mills, US-amerikanischer Sänger
- 1914 - Raymond Marcellin, französischer Politiker
- 1918 - Shankar Dayal Sharma, indischer Politiker und Staatspräsident
- 1921 - Gene Roddenberry, US-amerikanischer Drehbuchautor (Star Trek)
- 1923 - Magdalene Ehlers, plattdeutsche Dichterin und Schriftstellerin
- 1925 - Ottokar Runze, deutscher Regisseur, Produzent, Schauspieler
- 1928 - Richard Burdon Haldane, britischer Politiker und Philosoph
- 1930 - Frank McCourt, irisch-US-amerikanischer Autor
- 1931 - Marianne Koch, deutsche Schauspielerin
- 1934 - Gordon Bell, amerikanischer Computerpionier
- 1935 - Story Musgrave, US-amerikanischer Astronaut
- 1939 - Ginger Baker, britischer Musiker
- 1939 - Max Lorenz, deutscher Fußballspieler
- 1940 - Johnny Nash, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Jonathan, britischer Sänger und Songschreiber
- 1941 - Gerd vom Bruch, deutscher Fußballtrainer
- 1943 - Don Fardon, britischer Sänger
- 1943 - Billy J. Kramer, britischer Sänger
- 1944 - Jakob von Uexküll, Stifter des alternativen Nobelpreises
- 1945 - Ian Gillian, britischer Sänger (Deep Purple)
- 1946 - Bill Clinton, US-amerikanischer Politiker (42. US-Präsident)
- 1946 - Beat Raaflaub, schweizerischer Dirigent
- 1946 - William Schoemaker, US-amerikanischer Jockey
- 1948 - Elliot Lurie, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1949 - Paloma Picasso, spanische Designerin
- 1949 - Inga, deutsche Sängerin (Inga & Wolf)
- 1951 - John Deacon, britischer Musiker
- 1952 - Jonathan Frakes, US-amerikanischer Schauspieler
- 1952 - Bodo Hombach, deutscher SPD-Politiker, Bundesminister für besondere Aufgaben 1998-1999
- 1953 - Nanni Moretti, italienischer Regisseur
- 1955 - Peter Gallagher, amerikanischer Filmschauspieler und Seriendarsteller
- 1956 - Maria Berger, österreichische SPÖ-Politikerin, Mitglied des Europäischen Parlaments
- 1958 - Brendan Nelson, australischer Politiker
- 1960 - Martina Horak-Werz, deutsche Pfarrerin
- 1962 - Valérie Kaprisky, französische Schauspielerin
- 1963 - Joey Tempest, schwedischer Sänger und Songschreiber
- 1964 - Axel Roos, Fussballprofi beim 1. FC Kaiserslautern
- 1966 - Armin Wolf, österreichischer Fernsehmoderator
- 1966 - Lee Ann Womack, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1969 - Clay Walker - US-amerikanischer Country-Sänger
- 1971 - Mary Joe Fernandez, US-amerikanischer Tennisprofi
- 1972 - Sonja Naef, schweizer Skirennfahrerin
- 1973 - Mette-Marit Tjessem Høiby, Prinzessin Mette-Marit von Norwegen
- 1979 - Kate Hudson, us-amerikanisches Model

Gestorben

Kate Hudson
- 14 - Augustus, römischer Kaiser
- 1240 - Hartmann I. (Württemberg), Graf von Wirtemberg 1181-1240
- 1457 - Andrea del Castagno, italienischer Maler
- 1493 - Friedrich III., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
- 1580 - Andrea Palladio, Architekt in Oberitalien
- 1625 - Enno III., Graf von Ostfriesland
- 1646 - Alexander Henderson, schottischer Theologe
- 1657 - Frans Snijders, belgischer Maler
- 1662 - Blaise Pascal, französischer Philosoph, Physiker und Mathematiker
- 1691 - Köprülü Fazil Mustafa, Großwesir des Osmanischen Reiches
- 1743 - Hugo Damian von Schönborn, deutscher Bischof
- 1753 - Balthasar Neumann, deutscher Baumeister des Barock
- 1771 - Daniel Schiebeler, deutscher Schriftsteller
- 1777 - Johann Christian Erxleben, deutscher Gelehrter
- 1783 - Franz Xaver Messerschmidt, deutscher Bildhauer
- 1795 - Friedrich Hartmann Graf, deutscher Komponist
- 1804 - Barthélemy-Louis-Joseph Schérer, französischer General
- 1815 - Charles-Angélique Huchet, comte de Labédoyère, französischer Generalleutnant
- 1819 - James Watt, britischer Erfinder (Dampfmaschine)
- 1822 - Jean-Baptiste Joseph Delambre, französischer Astronom
- 1842 - Alexandre Dusommerard, französischer Archäologe und Kunstsammler
- 1895 - John Wesley Hardin, US-amerikanischer Revolverheld
- 1905 - William Adolphe Bouguereau, französischer Maler
- 1909 - Ludwig Gumplovicz, Einer der Gründungsväter der europäischen Soziologie
- 1914 - Franz Xaver Wernz, deutscher Ordensgeneral
- 1915 - Tevfik Fikret, türkischer Dichter
- 1920 - Pablo Arosemena Alba, fünfter Staatspräsident von Panama
- 1929 - Sergei Pawlowitsch Djagilew, russischer Herausgeber, Kunstkritiker und Kurator
- 1932 - Johann Schober, österreichischer Jurist, Beamter und Politiker
- 1936 - Federico García Lorca, spanischer Schriftsteller
- 1944 - Günther von Kluge, Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1946 - Albert de Dion, französischer Automobilpionier
- 1947 - Oskar Moll, deutscher Maler
- 1948 - Frederick Philip Grove, deutscher und kanadischer Schriftsteller und Übersetzer
- 1951 - Walter Bloem, deutscher Schriftsteller
- 1954 - Alcide de Gasperi, italienischer Politiker
- 1959 - Blind Willie McTell, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1959 - Jacob Epstein, Bildhauer, Zeichner
- 1959 - William Samuel McTell, Bluesmusiker
- 1967 - Hugo Gernsback, Verleger und Schriftsteller
- 1968 - George Anthony Gamow, russisch-US-amerikanischer Physiker
- 1968 - George Gamow, russisch-US-amerikanischer Physiker
- 1971 - Reinhold Maier, Ministerpräsident von Baden-Württemberg
- 1972 - Leopold Reitz, deutscher Schriftsteller
- 1975 - Konrad Swinarski, polnischer Theaterregisseur
- 1977 - Groucho Marx, US-amerikanischer Komiker
- 1978 - Max Mallowan, britischer Archäologe
- 1979 - Dorsey Burnette, US-amerikanischer Sänger
- 1980 - Otto Frank, Vater von Anne Frank
- 1986 - Willy Kramp, deutscher Schriftsteller
- 1988 - Ferdinand Käs, österreichischer Berufssoldat und Beamter
- 1990 - An Rutgers, niederländische Schriftstellerin
- 1994 - Hanna-Maria Zippelius, Verhaltensbiologin
- 1994 - Linus Carl Pauling, US-amerikanischer Chemiker
- 1994 - Robert Iwanowitsch Roschdestwenski, russischer Schriftsteller
- 1995 - Pierre Schaeffer, französischer Komponist
- 1998 - Hellmut Andics, österreichischer Journalist und Autor
- 2002 - Eduardo Chillida, spanischer Bildhauer
- 2003 - Carlos Roberto Reina Idíaquez, honduranischer Politiker
- 2003 - Hermann Withalm, österreichischer Politiker
- 2003 - Sérgio Vieira de Mello, brasilianischer Politiker
- 2004 - Günter Rexrodt, deutscher Politiker
- 2004 - Rudolf Miele, deutscher Unternehmer
- 2005 - Mo Mowlam, britische Politikerin

Feier- und Gedenktage


- Sebaldus von Nürnberg

Siehe auch


- 18. August - 20. August
- 19. Juli - 19. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0819 ja:8月19日 ko:8월 19일 simple:August 19 th:19 สิงหาคม

Upplands Väsby

Upplands Väsby ist eine Gemeinde (Kommun) im schwedischen Verwaltungsbezirk Stockholms län mit etwa 37.500 Einwohnern. Upplands Väsby hat eine Fläche von 75 km² und grenzt an die Gemeinden Sollentuna, Järfälla, Upplands-Bro, Sigtuna, Vallentuna und Tjäby. Die Natur ist von einer eiszeitlichen Moräne geprägt auf der Acker- und Waldflächen liegen.

Geschichte

Die Gegend wurde schon frühzeitig besiedelt. Das bezeugen die vielen archäologischen Fundstätten und die große Anzahl Runensteine. Der Name der Gemeinde stammt von einem Schloss des französischen Adelsgeschlechtes De Geer, Stora Wäsby. Entwicklungsschübe gab es nach dem Bau der Eisenbahnlinie zwischen Stockholm und Uppsala, sowie nach der Einrichtung des Flughafens Arlanda.

Sehenswürdigkeiten


- Gunnes gård – Rekonstruktion eines Wikingerhofes zu Beginn des 9. Jahrhunderts.
- Runsa fornborg – ein vorgeschichtliches Grabfeld mit Schwedens zweitgrößter Schiffssetzung.
- die Kirchen von Eds, Fresta und Hammarby aus dem 12. bzw. 13. Jahrhundert

Weblinks


- [http://www.upplandsvasby.se/ offizielle Homepage] Kategorie:Gemeinde (Schweden)

Schweden

Das Königreich Schweden (schwedisch Konungariket Sverige ) ist eine parlamentarische Monarchie in Nordeuropa. Das Staatsgebiet schließt - neben dem östlichen Teil der skandinavischen Halbinsel - die Inseln Gotland und Öland mit ein. Schweden ist Mitglied der EU und des Nordischen Rats.

Geografie

Nordischen Rats Schweden grenzt an das Kattegatt, die Staaten Norwegen und Finnland, sowie die Ostsee. Zu Schweden gehören zwei große Inseln in der Ostsee: Gotland (ca. 3.000 km²) und Öland (ca. 1.300 km²). Es gibt ca. 221.800 Inseln. Die längste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 1.572 km, von Osten nach Westen 499 km. Während weite Teile des Landes flach bis hügelig sind, steigen entlang der norwegischen Grenze die Gebirgsmassive der Skanden bis über 2.000 m Höhe an, sie gipfeln im Kebnekaise, 2.111 m. Über das Land verteilt gibt es 28 Nationalparks die flächenmäßig größten im Nordwesten des Landes.

Regionale Einteilung

Traditionell wird Schweden in die drei Regionen (schwed.: landsdelar) Götaland, Svealand und Norrland eingeteilt. Die vierte historische Region Schwedens war bis 1809 Österland, das heutige Finnland. Bis zur von Axel Oxenstierna 1634 durchgeführten Verwaltungsreform waren die Regionen weiterhin in folgende 25 Landschaften (landskap) gegliedert: Die größte Stadt ist die Hauptstadt Stockholm. Andere wichtige Städte sind Göteborg, Malmö, Uppsala, Linköping, Västerås, Örebro und Norrköping. Siehe auch die Liste der Städte in Schweden. Grob lässt sich Schweden in den stärker entwickelten und besiedelten Süden und den sehr schwach besiedelten Norden einteilen. Der Norden beginnt nördlich einer Linie Mora-Borlänge-Falun-Gävle-Söderhamn. Um 1900 wurde begonnen den Norden zu erschließen. Zwischen 1907 und 1937 wurde die Inlandsbahn zwischen Kristinehamn und Gällivare gebaut, um diese Erschließung voranzutreiben.

Topografie

Gällivare Süd- und Mittelschweden (Götaland und Svealand), das nur zwei Fünftel von Schweden umfasst, ist von Süden nach Norden in drei Großlandschaften geteilt, Nordschweden, das die restlichen drei Fünftel umfasst, ist von Westen nach Osten in drei Landschaften geteilt. Der südlichste Teil, die historische Provinz Schonen, ist eine Fortsetzung der Tiefebene Norddeutschlands und Dänemarks. In Schonen liegt auch der tiefste Punkt Schwedens (ausgenommen Seen u. ä.) mit 2,4 Metern unter Meereshöhe. Nördlich davon erstreckt sich das Südschwedische Hochland, eine Hochebene umgeben von einer Hügellandschaft, mit einer großen Anzahl von langgestreckten Seen, die durch eiszeitliche Erosion entstanden sind. Die dritte Großlandschaft ist die Mittelschwedische Senke, eine flache, jedoch zerklüftete Landschaft mit großen Ebenen, Horsten, Tafelbergen, Fjorden und einer Reihe von Seen (darunter die vier größten Seen Schwedens Vänern, Vättern, Mälaren und Hjälmaren). Hjälmaren ]] Der Westen Nordschwedens ist durch das Skandinavische Gebirge geprägt, das die Grenze zu Norwegen bildet. Die Gebirgskette weist Höhen zwischen 1.000 und 2.000 Metern über dem Meeresspiegel auf. Im Skandinavischen Gebirge liegt auch Schwedens höchster Berg, der Kebnekaise (2.111 m). Nach Osten hin schließt das Vorland an, Schwedens ausgedehnteste Großlandschaft. Entlang des Gebirges erstrecken sich große Hochlandsebenen auf einer Höhe von 600-700 Metern über dem Meeresspiegel, die in ein welliges Hügelland übergehen, das nach Osten abfällt. In dieser Landschaft befinden sich auch die großen Erzvorkommen (Eisen, Kupfer, Zink, Blei) Schwedens. Die großen Flüsse Schwedens, die ihren Ursprung im Skandinavischen Gebirge haben, fließen beinahe parallel in tiefen Talgängen in Richtung Ostsee. Entlang der Ostseeküste erstreckt sich die ebene Küstenlandschaft, die zwischen Härnösand und Örnsköldsvik von einem bis an die Ostseeküste reichenden Ausläufer des Vorlandes (Höga kusten, Nationalpark) unterbrochen wird. Die skandinavische Halbinsel war während der letzten Eiszeit von Eis bedeckt. Der Druck und die Bewegung der Eismassen hat die Landschaft in vielen Teilen wesentlich mitgestaltet. Ein auch heute noch wichtiger Faktor ist die Landhebung. Das Abschmelzen der Eismassen, die die Erdkruste niedergedrückt hatten, hat seit der letzten Eiszeit (ungefähr 10.000 v. Chr.) zu einer Landhebung von 800 m geführt. Heutzutage beträgt die Landhebung 10-11 mm jährlich. Die längsten Flüsse Schwedens sind Klarälven, Torneälv, Dalälven, Umeälv und Ångermanälven. Die größten Seen sind Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren.

Klima

Schwedens Klima ist für seine geografische Lage ziemlich mild. Es wird vor allem durch die Nähe zum Atlantik mit dem warmen Golfstrom bestimmt. Große Teile Schwedens haben daher ein temperiertes, feuchtes Klima mit reichlichem Niederschlag und relativ geringen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter. Kontinental beeinflusstes Klima mit geringeren Niederschlägen und höheren Temperaturunterschieden findet man im Inneren des Südschwedischen Hochlandes und in einigen Teilen des Vorlandes des Skandinavischen Gebirges. Polares Klima kommt nur im nördlichen Hochgebirge vor. Die Durchschnittstemperatur für den Januar beträgt 0 °C bis -2 °C im Süden und -12 °C bis -14 °C im Norden (ausgenommen das Hochgebirge), die Durchschnittstemperatur für den Juli beträgt 16 °C bis 18 °C im Süden und 12 °C bis 14 °C im Norden. Da sich Schweden zwischen dem 55. und 69. Breitengrad erstreckt und ein Teil nördlich des Polarkreises liegt, ist der Unterschied zwischen dem langen Tageslicht im Sommer und der langen Dunkelheit im Winter beträchtlich.

Flora und Fauna

Polarkreis In Nordschweden prägen die ausgedehnten borealen Nadelwälder das Bild. Je südlicher man jedoch kommt, als markanter Grenzraum für Flora und Fauna gilt der sogenannte "limes norrlandicus", desto häufiger gibt es Mischwälder. In Südschweden mussten die Laubwälder dem Ackerbau Platz machen oder wurden durch Nadelbäume aufgrund der höheren Wachstumsrate ersetzt. Auf den Inseln Gotland und Öland findet man eine beeindruckende und vielfältige Flora vor. Besonders erwähnenswert sind die zahlreichen Orchideenarten. Schwarz- und Rotwild gibt es reichlich, wobei das Wildschwein zum Ende des 19. Jahrhunderts in freier Wildbahn ausgerottet war, jedoch nach erfolgreicher Flucht aus Wildgehegen wieder eine lebensfähige Population entwickelte. Raubtiere wie Bären, Wölfe und Luchse sind in den letzten Jahren wieder auf dem Vormarsch dank strenger Umweltbestimmungen. Die vielen Seen und langen Küsten bieten viel Lebensraum für Wassertiere. Süß- und Salzwasserfische gibt es reichlich und auch Robben sind anzutreffen. Schweden richtete 1910 als erstes Land in Europa Naturschutzgebiete ein und ist auch heute noch stets darauf bedacht, die heimische Natur zu schützen. Die Menschen haben ein starkes Umweltbewusstsein.

Bevölkerung

Rotwild Schweden hat ca. 9,04 Millionen Einwohner. 90,8 Prozent sind ethnische Schweden, 2,5 Prozent sogenannte einheimische Finnen (Tornedalen). Es wird geschätzt, dass noch etwa 20.000 Sami (Lappen) in Schweden leben, wovon ein Großteil bereits in der übrigen Bevölkerung aufgegangen ist und nur noch wenige sich mit der Rentierzucht beschäftigen. 6,7 Prozent der Bevölkerung sind Ausländer, wovon die Finnen mit 100.000 die größte Gruppe sind. Die neu eingewanderten Finnen, werden zur Unterscheidung der alteingesessenen Tornedalen "Schweden-Finnen" genannt. Durch die Krise im Irak haben auch viele Iraker den Weg nach Schweden gefunden. Weiterhin gibt es noch Norweger, Dänen, Kroaten, Serben, Bosnier, Deutsche und Polen. Letztere sind im Gesundheitssektor als Gastarbeiter stark verbreitet (Stand 2001). Die Geburtenrate von 1,6 Kindern pro Frau (2002) ist eine der bisher niedrigsten in der Geschichte Schwedens, obwohl sie damit noch über dem europäischen Durchschnitt liegt.

Sprache

Polen Die Umgangssprache ist fast überall Schwedisch. Norwegisch wird meist im Norden und an der Grenze verstanden, da es dem Schwedischen sehr ähnlich ist. Dänisch wird im allgemeinen ab Mittelschweden nicht verstanden, da es sich in der Aussprache zu sehr vom Schwedischen unterscheidet. Südschweden war lange Zeit ein Teil des dänischen Königreiches, was sich auch im alltäglichen Idiom Südschwedens widerspiegelt. In einigen Gebieten werden Finnisch und Samisch gesprochen. In Schweden haben Finnisch, Meänkieli, Jiddisch, Romani und Samisch den Status anerkannter Minoritätensprachen. Fast 80 % der schwedischen Bevölkerung sprechen Englisch als Fremdsprache, da Englisch zum einen die erste Fremdsprache an den Schulen darstellt und zum anderen im Fernsehen sehr stark vertreten ist. Als zweite Fremdsprache wählt die Mehrheit der Schüler Deutsch und als dritte zu 24 % Französisch, wobei neuerdings Spanisch ebenfalls stark im Kommen ist und an manchen Schulen Deutsch schon überholt hat. Allerdings war Deutsch bis etwa 1950 die erste Fremdsprache in Schweden, wie auch im restlichen Skandinavien. Schwedisch wird ebenfalls auf der Inselgruppe Åland gesprochen. In Teilen Finnlands wird zudem noch Finnlandschwedisch gesprochen, eine mittlerweile fast eigene schwedische Sprache, die Einflüsse des Finnischen zeigt.

Religion

75 % der schwedischen Bevölkerung gehören der evangelisch-lutherischen Schwedischen Kirche an, die von 1527 bis 1999 Staatskirche war. Die zweitgrößte Gruppe, die der Moslems, lässt sich zahlenmäßig nur schwer einschätzen. Ihre Mitgliederzahl liegt bei ungefähr 250.000. Die römisch-katholische Kirche hat 150.000 Mitglieder und christlich-orthodoxe Kirchen etwa 100.000. Daneben gibt es in Schweden etwa 23.000 Zeugen Jehovas. Etwa 10.000 Menschen gehören zu einer mosaischen Gemeinde.

Soziales Leben

mosaischen Gemeinde
- Hauptartikel: Wohlfahrtsstaat Schweden
- Hauptartikel: Schwedisches BildungssystemDas schwedische Modell”, ein Begriff vor allem der 1970er Jahre, bezieht sich auf den Wohlfahrtsstaat, ein umfassendes System sozialer Sicherheit und sozialer Fürsorge, das das Ergebnis einer einhundertjährigen Entwicklung ist. Zwischen 1890 und 1930 wurden teilweise die Grundlagen für ein Sozialsystem geschaffen, aber erst ab den 1930er Jahren – insbesondere nach der Regierungsübernahme der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei 1932 - wurde der Aufbau des Wohlfahrtsstaates als politisches Projekt vorangetrieben. Das schwedische Sozialsystem erfasste schließlich alle vom Kleinkind (über die kommunale Kinderfürsorge) bis zum Rentner (über die kommunale Altenfürsorge). Erst im letzten Jahrzehnt kam es zu einschneidenden Veränderungen. Eine schwere Wirtschaftskrise am Beginn der 1990er Jahre führte zu einer Kürzung von Sozialleistungen, und die erwartete demographische Entwicklung führte zu einem radikalen Umbau des Rentensystems, das nun an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt ist. Die letzten Wahlen zeigten aber, dass gerade die Kernbereiche des Wohlfahrtsstaates auch heute dem Staatsbürger am Herzen liegen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Schwedens

Politik

Hauptartikel siehe Politisches System Schwedens. Schweden ist eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Staatsoberhaupt ist seit 1973 König Karl XVI. Gustav. Das Einkammern-Parlament, der Reichstag (schwed.: Riksdag) hat 349 Abgeordnete und wird alle vier Jahre neu gewählt. Die sieben im Reichstag vertretenen Parteien sind die konservative Moderate Sammlungspartei (Moderata samlingspartiet, m), die Liberale Partei (Folkpartiet liberalerna, fp), die Zentrumspartei (Centerpartiet, c), die Christdemokraten (Kristdemokraterna, kd), die Grünen (Miljöpartiet de gröna, mp), die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Schwedens(Sveriges socialdemokratiska arbetareparti, s) und die Linkspartei (Vänsterpartiet, v). Der Reichstag ernennt den Premierminister (statsminister), der seinerseits die weiteren Minister (schwed.: statsråd) seiner Regierung ernennt. Zur Zeit wird Schweden von einer sozialdemokratischen Minderheitenregierung mit Unterstützung der Grünen und der Linkspartei regiert. Das Königreich ist in 21 Provinzen (schwed.: län) gegliedert. Die staatlichen Verwaltungsaufgaben auf regionaler Ebene werden von einem Regierungspräsidenten (schwed.: landshövding) und einer Provinzialregierung (schwed.: länsstyrelse) wahrgenommen. Die kommunale Selbstverwaltung geschieht auf zwei Ebenen: den 289 Gemeinden (schwed. kommun), die kommunale Aufgaben wie u. a. das Schulwesen, soziale Dienstleistungen, Kinder- und Altenbetreuung sowie die kommunale Infrastruktur wahrnehmen und den Provinziallandtagen (schwed. landsting), die für die Bereiche der kommunalen Selbstverwaltung zuständig sind, die die Kraft einzelner Gemeinden übersteigen, wie das Gesundheitswesen und die Krankenpflege, den Regionalverkehr und die Verkehrsplanung u. a. Die Gemeinden und die Provinziallandtage finanzieren ihre Tätigkeit durch die Erhebung von Einkommenssteuern, mit Abgaben und staatlichen Zuschüssen. In Schweden gilt das Öffentlichkeitsprinzip, das heißt dass behördliche Schriftstücke mit geringen Ausnahmen der Presse und allen Privatpersonen zugänglich sind. Niemand muss angeben, warum er ein Schriftstsück einsehen möchte, noch muss man sich ausweisen. Eine weitere skandinavische Besonderheit ist das System der Ombudsmänner (schwed.: ombudsman). Sie sollen die Rechte des Einzelnen beim Kontakt mit den Behörden schützen und die Befolgung wichtiger Gesetze sicherstellen. Bürger, die meinen, ungerecht behandelt worden zu sein, können sich an die Ombudsmänner wenden, die den Fall untersuchen und eventuell als Sonderankläger vor Gericht bringen. Gleichzeitig sollen sie in Zusammenarbeit mit den Behörden die Lage in ihren jeweiligen Bereichen erfassen, Aufklärungsarbeit betreiben und Vorschläge für Gesetzesänderungen machen. Neben den Justizombudsmännern gibt es einen Verbraucherombudsmann, einen Kinderombudsmann, einen Gleichberechtigungsombudsmann sowie Ombudsmänner gegen ethnische Diskriminierung und gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Veranlagung. Schweden galt lange Zeit als sozialdemokratisches Musterland; es wurde von vielen europäischen Linken als gelungenes Beispiel für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft gesehen. Am 14. September 2003 wurde in Schweden über die Einführung des Euro als Landeswährung abgestimmt. Die Einführung war im Vorfeld kontrovers diskutiert worden, und letztlich setzten sich die Euro-Skeptiker durch (Wahlbeteiligung: 81,2 %, Wahlausgang: 56,1 % dagegen, 41,8 % dafür, 2,1 % Enthaltungen, 0,1 % ungültig). Die Skeptiker sahen in der Euro-Einführung eine Bevormundung der schwedischen Währungspolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Vor 2013 soll es nach der Ankündigung der schwedischen Regierung keinen weiteren Volksentscheid zur Einführung des Euro geben. Die Abstimmung wurde durch die Ermordung der schwedischen Außenministerin Anna Lindh schwer überschattet.

Verwaltungsgliederung

Die 21 offiziellen Verwaltungseinheiten, Län genannt, die mit den Landschaften nicht deckungsgleich sind, heißen:

Wirtschaft

Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Schweden – trotz des Eisenbahnbaues - ein ausgeprägter Agrarstaat, in dem 90 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebten. Erst im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts setzte eine umfassende Industrialisierung ein, die bis zur Weltwirtschaftskrise von 1929 die Grundlagen für eine moderne Industriegesellschaft legte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schweden zu einer der führenden Industrienationen der Welt. Die Entwicklung erreichte in der Mitte der 1960er Jahre ihren Höhepunkt, seit den 1970er Jahren geht die Anzahl der Beschäftigten in der Industrie zurück, während der Dienstleistungsbereich wächst. 2002 betrug der Anteil der Landwirtschaft am BIP nur mehr 2 % und der des sekundären Sektors 28 %, während 70 % des BIP durch den tertiären Sektor erwirtschaftet wurden.

Land- und Forstwirtschaft

Die schwedische Landwirtschaft ist durch die geologischen Voraussetzungen und das Klima geprägt. 10 % der Staatsfläche werden landwirtschaftlich genutzt. 90 % der Anbaufläche befinden sich in Süd- und Mittelschweden. Ein Großteil der Landwirtschaftsbetriebe sind in Familienbesitz. Angebaut werden vor allem Getreide, Kartoffeln und Ölpflanzen. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Einnahmen (58 %) wird aber durch die Tierhaltung erwirtschaftet, hier vor allem die Milchproduktion. Die Landwirtschaftssubventionen der EU belaufen sich auf 24 % der Einnahmen. Drei Viertel der landwirtschaftlichen Betriebe verfügen auch über Wald und verbinden Landwirtschaft mit Forstwirtschaft. Die Forstwirtschaft ist von einiger Bedeutung, da Schweden eines der waldreichsten Länder der Erde ist. Von Wald bedeckt sind 52 % der Staatsfläche.

Bergbau und Industrie

Forstwirtschaft Schweden ist reich an Bodenschätzen, die schon ab dem Mittelalter abgebaut wurden. Eisenerz wird – nach der Eisen- und Stahlkrise der 1970er Jahre - nur noch in Norrland (Kiruna, Gällivare-Malmberget) abgebaut und exportiert. Kupfer, Blei und Zink übersteigen den Eigenbedarf um das Mehrfache und werden ebenfalls exportiert, während Silber zu 60 % und Gold zu 80 % den Eigenbedarf decken. Größere Erzreserven sind vorhanden, deren Abbau ist aber zur Zeit unwirtschaftlich. Was die schwedische Industrie auszeichnet, ist der verhältnismäßig hohe Anteil von Großunternehmen. Nach einer Krise am Beginn der 1990er Jahre (mit einem Produktionsrückgang von 10 % innerhalb von zwei Jahren) hat sich die Industrie wieder erholt. Die größten Industriezweige sind Fahrzeugbau (1996: 13 % der industriellen Wertschöpfung) mit Unternehmen wie Volvo, Scania, Saab-Automobile, Saab AB (Flugzeuge und Raumfahrttechnik) u. a., die Holz- und Papierindustrie (ebenfalls 13 % der industriellen Wertschöpfung) mit vier Großunternehmen, der Maschinenbau (12 % der industriellen Wertschöpfung) mit Unternehmen wie Electrolux, SKF, Tetra-Pak, Alfa-Laval und die Elektro- und Elektronikindustrie (10 % der industriellen Wertschöpfung) mit den dominierenden Unternehmen Ericsson und ABB.

Energie

Die in Schweden erzeugte elektrische Energie stammt zu einem Anteil von 50,8 % (2001) aus Wasserkraftwerken an den großen Flüssen (Luleälv, Indalsälv, Umeälv und Ångermanälv) im Norden des Landes und zu ca. 43 % aus Atomkraftwerken. Nur ca. 4 % der Stromproduktion stammt aus fossilen Energieträgern.

Atomausstieg

Nach der partiellen Kernschmelze in Three Mile Island in den USA (1979) wurde in Schweden eine Volksabstimmung gegen Kernenergie erfolgreich durchgeführt. Dies hatte zur Folge, dass das Parlament 1980 entschied, keine weiteren Atomkraftwerke mehr zu bauen und die vier vorhandenen bis 2000 abzuschalten. Dieser Ausstiegsplan wurde nur teilweise vollzogen. Zwischenzeitlich versuchte eine konservative Regierung den Atomausstieg ganz auszusetzen, dies wurde jedoch durch starke Proteste aus Teilen der Bevölkerung verhindert. 1997 nahm der Schwedische Reichstag die Vorlage über „Eine nachhaltige Energieversorgung“ an. Diese bestimmte u. a., einen der Reaktoren am Standort Barsebäck vor dem 1. Juli 1998 und den zweiten vor dem 1. Juli 2001 stillzulegen, allerdings unter der Voraussetzung, dass deren Stromproduktion kompensiert werden kann. Der frühere Beschluss, alle Reaktoren bis 2010 stillzulegen, wurde aufgehoben. Barsebäck Block 1 wurde schließlich am 30. November 1999 stillgelegt, Barsebäck Block 2 am 1. Juni 2005. Der Verzicht auf die Nutzung der Kernenergie wird in Schweden kontrovers diskutiert. Die Industrie befürchtet den Verlust einer preiswerten und auch umweltverträglichen Stromerzeugung und damit eine Beeinträchtigung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Ein Verzicht auf die Kernenergienutzung ohne über ausreichende andere und verlässliche Stromerzeugungstechniken zu verfügen, habe erhebliche negative Folgen für die schwedische Volkswirtschaft. Die Leistung der noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke ist in den letzten Jahren erheblich gesteigert worden. Diese Steigerung ermöglichte die Kompensation des Ausfalls von Barsebäck. Eine Ausnutzung von vorhandenen weiteren großen Wasserkraftpotenzialen ist nicht möglich. Der Schwedische Reichstag beschloss 1998, aus Naturschutzgründen keine weiteren Ausbauten von Gewässern zuzulassen. Per Gesetz geschützt sind die Flüsse Kalixälv, Piteälv, Torneälv und Vindelälv. Trotz erheblicher Anstrengungen, wirtschaftlich tragfähige Alternativen zur Kernenergienutzung als auch zum Verbrauch fossiler Brennstoffe zu schaffen, ist davon auszugehen, dass Schweden noch weit über das Jahr 2010 hinaus auf die Nutzung der Kernenergie nicht verzichten kann. Die Betreiber von Kernkraftwerken gehen von einer Nutzungszeit der bestehenden Anlagen etwa bis zum Jahr 2050 aus.

Dienstleistungen

Der Dienstleistungsbereich erwirtschaftet heute 70 % des BIP, was sich vor allem darauf zurückführen lässt, dass der öffentliche Sektor in den letzten Jahrzehnten so stark gewachsen ist. Dennoch steht der private Dienstleistungsbereich für mehr als zwei Drittel der Produktion.

Außenhandel

Schwedens Wirtschaft ist stark vom internationalen Handel abhängig. Die wichtigsten Exportländer sind die USA (11,9 % des Exportes im ersten Quartal 2004), Deutschland (10,2 %), Norwegen (8,3 %) und Großbritannien (7,8 %). Die wichtigsten Exportprodukte sind Maschinen (15,5 % des Exportes im ersten Quartal 2004), Elektro- und Elektronikprodukte (14,9 %) und KFZ und KFZ-Bestandteile (14,4 %). Die wichtigsten Importländer sind Deutschland (19 % des Importes im ersten Quartal 2004), Dänemark (8,8 %) und Großbritannien (8 %). Die wichtigsten Importprodukte sind Elektro- und Elektronikprodukte (16,8 % des Importes im ersten Quartal 2004), Maschinen (11,4 %) und KFZ und KFZ-Bestandteile (11,3 %). Vergleichsmäßig hoch ist der Anteil ausländischer Direktinvestitionen in Schweden. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass die schwedische Wirtschaft von einer kleinen Anzahl international tätiger Konzerne dominiert wird. Etwa 50 Konzerne kommen für zwei Drittel des schwedischen Exportes auf.

Fremdenverkehr

Der Fremdenverkehr trägt mit etwa 3 % (3,3 Mrd. Euro, 2000) zu Schwedens BIP bei. Vier Fünftel der Touristen sind Inländer und nur ein Fünftel kommt aus dem Ausland. Von den Auslandstouristen kamen 1998 23 % aus Deutschland, 19 % aus Dänemark, 10 % aus Norwegen und je 9 % aus Großbritannien und den Niederlanden.

Kultur

Literatur

Hauptartikel: Schwedische Literatur Überregionale Tageszeitungen sind die beiden in Stockholm erscheinenden Dagens Nyheter und Svenska Dagbladet, sowie Göteborgs Posten.

Film

Hauptartikel: Schwedischer Film Um 1910 begann man mit der regelmäßigen Produktion von Spielfilmen. Der schwedische Film erreichte bald eine Qualität, die ihn international bekannt machte. Aber mit der Einführung des Tonfilmes und der damit verbundenen Begrenzung auf den kleinen, schwedischsprachigen Markt sank der Film auf ein provinzielles Niveau ohne künstlerischen Anspruch ab. Erst nach dem zweiten Weltkrieg erlebte der schwedische Film einen neuerlichen künstlerischen Aufschwung, zuerst im Dokumentarfilm, z. B. Arne Sucksdorffs 1948 mit dem Oscar ausgezeichneten Film Menschen in der Stadt, und danach als Autorenfilm mit Ingmar Bergman als herausragender Persönlichkeit. Auch die Kinder- und Jugendfilme erlangten internationale Aufmerksamkeit. Die Schaffung des Schwedischen Filminstitutes in den 1960er Jahren trug zu einer Qualitätssicherung bei, die bis heute andauert.

Architektur

Hauptartikel: Schwedische Architektur

Sport

Schweden stand 1958 bei der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land im Finale gegen Brasilien.

Musik

Listen: Liste schwedischer Musiker

Varia

Ein einmaliges Kulturdenkmal ist die alte Sendeanlage SAQ in der Nähe von Varberg, denn sie verfügt über den einzigen funktionsfähigen Maschinensender der Erde. Schweden ist international für seine Popmusik bekannt. Bands wie ABBA, Roxette, Ace of Base und Army of Lovers sind weltbekannt. Zu den aktuellen bekannten Bands gehören zum Beispiel Looptroop, The Hives und The Cardigans. Ebenfalls gibt es eine große Anzahl an Metal Bands, wie zum Beispiel Dark Funeral, Hammerfall oder Amon Amarth. Siehe auch: Liste schwedischsprachiger Schriftsteller, Liste schwedischer Musiker, Schwedische Küche, Liste historischer Gebäude in Schweden

Typisch schwedische Feste und Bräuche

Liste historischer Gebäude in Schweden Liste historischer Gebäude in Schweden Liste historischer Gebäude in Schweden Am 6. Januar wird Trettondedag jul (dreizehnter Weihnachtstag, auch Trettondag jul) begangen. Dieser Tag entspricht dem deutschen Dreikönigstag und ist im hauptsächlich protestantischen Schweden ein staatlicher Feiertag. Am Tjugondedag jul (zwanzigster Weihnachtstag, auch Tjugondag jul) oder Knut (13. Januar) ist die Weihnachtszeit vorbei. Es finden gelegentlich Abschlussfeste mit Weihnachtsbaumplünderung statt. Die Kerzen und der Schmuck werden entfernt und der Baum hinausbefördert. Der Valborgsmässoafton wird am 30. April gefeiert und entspricht der deutschen Walpurgisnacht. Das Volk versammelt sich um große Lagerfeuer. Es werden Reden über den Frühling gehalten und Frühlingslieder gesungen. Vor allem in Lund und Uppsala ist Valborg am Abend vor dem 1. Mai ein wichtiges Studentenfest. Punkt 15 Uhr setzen alle versammelten ihre weißen Studentenmützen auf und singen Studentenlieder. Die darauffolgende Nacht verbringt man mit übermäßigem Alkoholgenuss und Katerfrühstück. Der 6. Juni, Svenska flaggans dag, ist der offizielle Nationalfeiertag Schwedens. Ursprünglich als "Flaggentag" 1916 ins Leben gerufen, ist der 6. Juni seit 1983 Nationaltag und seit 2005 auch gesetzlicher Feiertag. Das Midsommarfest wird an der ersten Nacht zum Samstag nach dem 21. Juni gefeiert. Die Heftigkeit des Feierns dieses Wochenendes ist nur mit Weihnachten vergleichbar. Wenn am Johannisabend Ende Juni das Sonnenlicht im Norden 24 Stunden lang zu sehen ist und im Süden nur wenige Stunden lang in blauen Dämmerschein übergeht, ist Schweden am schönsten. Der Feiertag ist eine uralte Tradition und wurzelt in den vorgeschichtlichen Sommersonnenwendefeiern. Um den mit Birkenreisig und Blumen geschmückte Maibaum, das vielleicht bekannteste schwedische Nationalsymbol, wird überall in Schweden getanzt und gesungen. Überall herrscht ausgelassene Feststimmung. Im August kamen früher die ersten frischen Krebse auf den Markt. Das dazugehörige Fest wird Kräftskiva genannt und kann zu beliebigem Zeitpunkt stattfinden. Man isst, so viel man schafft, von den in einem kräftigen Dillsud gekochten Krebsen und trinkt dazu Schnäpse. Als Schmuck dienen Girlanden und lustige Hüte. In Nordschweden gibt es zum Ende des Sommers noch das Surströmmingsfest. Der Verzehr der in einer Dose vorgegorenen Heringe mit Kartoffeln oder tunnbröd (Dünnbrot – eine Vorstufe des Knäckebrot aus Norrland) erfordert aber unempfindliche Geschmacksnerven (s. Sauerströmling). Das Luciafest beginnt am Morgen des 13. Dezembers und ist in Schweden der Tag der Lichterkönigin. Die älteste Tochter erscheint als Luziabraut in einem weißen Kleid und einem Kranz aus Preiselbeerzweigen und brennenden Kerzen auf dem Kopf. Die „Lussebrud“ weckt die Familie und serviert das Frühstück am Bett. Im ganzen Land werden Schulen und Arbeitsstätten in den frühen Morgenstunden von magisch schimmernden Luciazügen besucht. Junge Mädchen in fußlangen weißen Gewändern mit Kerzen auf dem Kopf und in den Händen werden von weißgekleideten jungen Männern begleitet, den „Sternjungen“, die bei dieser Gelegenheit einen langen, spitzen, mit einem Stern gekrönten Hut tragen. Zusammen singen sie die traditionellen Gesänge, die zur Vorweihnachtszeit und zu Weihnachten gehören. Von diesem Tag an und über die gesamte Weihnachtszeit hinweg isst man ein besonderes, mit Safran gewürztes und gefärbtes, Hefegebäck.

Sonstiges

In der Nähe von Kiruna in Esrange wird ein Raketenstartplatz für den Start von Höhenforschungsraketen betrieben.

Weitere Themen

Portal:Schweden, Portal:Nordeuropa, Liste schwedischsprachiger Schriftsteller, Liste der schwedischen Könige, Schwedische Nationalenzyklopädie, Nationalparks in Schweden, Liste der Städte in Schweden, Liste der Gemeinden in Schweden, Liste schwedischer Sportler, Fußball in Schweden, Schweden (Volk) Schweden (Volk)

Literatur


- Anemone Schlich: Das Bild der Europäischen Union in der schwedischen Öffentlichkeit. Der Andere Verlag, Osnabrück 2004, ISBN 3-89959-243-3

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=147 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.swedengate.de Informationsportal rund um das Thema Schweden] (deutsch)
- [http://www.sweden.se Das offizielle Portal Schwedens] (deutsch, englisch, französisch, spanisch, ...)
- [http://www.schweden.org Schwedische Botschaft in Deutschland]
- [http://www.riksdagen.se Der schwedische Reichstag] (schwedisch, englisch)
- [http://www.si.se Das Schwedische Institut] (deutsch, englisch, schwedisch, ...)
- [http://www.schwedentor.de Nachrichten und Infos über Schweden] (deutsch)
- [http://www.brunnvalla.ch/schweden Schweden - Land und Leute]
- [http://www.visit-sweden.com/de/frontpage.asp?show=fp Offizielle Seite für Touristeninformationen und Reisen in Schweden]
Kategorie:Staat Kategorie:Monarchie Kategorie:Land in der EU als:Schweden fiu-vro:Roodsi [[got:

Europe

Europe ist eine schwedische Hardrockgruppe. Mitte der 80er Jahre erlangte die Band mit ihrem internationalen Welterfolg The Final Countdown weltweite Bekanntheit. Ein Song, der mit seiner eingängigen Synthesizer-Melodie zur "Hymne der 80er Jahre wurde. Die Single und auch das gleichnamige Album führten 1986 monatelang auf allen 5 Kontinenten die Charts an. An diesen Erfolg konnte die Band nicht mehr anknüpfen und verlor nach 2 weiteren Hits allmählich an Bekanntheit, was zum Bruch 1994 führte. 2005 kam es zu einer Reunion, nachdem die Band schon überraschend zum Millenniumwechsel ein Konzert in ihrer Heimatstadt Stockholm gegeben hatte.

Geschichte

Gegründet wurde die Band 1979. Sie nannte sich bis 1982 "Force". Entdeckt wurde sie auf einem Talentwettbewerb an ihrer Schule. Ein Freund der Band bewarb sich heimlich für die Band. Währenddessen benannte sie sich in "Europe" um. Am Ende gewann das Quartett den Wettbewerb, an welchem über 400 Bands teilnahmen. In Folge gestiegener Aufmerksamkeit bekam die Band einen Plattenvertrag. 1982

1983 - 1984

Das Debut-Album "Europe" wird im Februar veröffentlicht. Einer ausgiebigen Skandinavien-Tour folgt eine Single-Auskopplung ("Seven Doors Hotel", 1983), während die Band in Japan auf Tour geht.

1984 - 1985

366 Tage nach Erscheinen des Debuts erscheint das zweite Album "Wings of Tomorrow" (1984). Thomas Erdtman wird Manager der Band, die Band geht wieder auf Tour und wird in der skandinavischen und japanischen Metalszene gehypt. Außerdem arbeitet Joey Tempest an neuen Songs für einen Schulaufklärungs-Film "On the Loose", der neben dem Titeltrack auch eine frühe Version des Songs "Rock The Night" enthält. Darüber hinaus beteiligt sich die Band an der "Swedish Metal Aid", für welche Joey Tempest den Track "Give a helping hand" schreibt. Die Band arbeitet Ende des Jahres 1985 an einem neuen Album, in dieser Zeit unterschreibt die Band auch einen weltweiten Plattenvertrag bei Epic Records, eine wichtige Weiche, für die weitere Entwicklung der Band.

1986 - 1987

1986 war das Jahr von "The final countdown". Die Single erscheint im Februar, das Album je nach Kontinent zwischen Mai und Juli. Die Popularität von Europe steigt explosionsartig. Es gibt eine umjubelte Japan-Tour, eine skandinavische Tour und die Band ist in zahlreichen TV-Berichten im Fokus der Aufmerksamkeit. 1987 folgte eine Welttour mit ihrem Höhepunkt in Amerika zu einer Zeit, als das Album dort in den Top 10 steht (April, Mai). Das Album bleibt über 60 Wochen in den Charts und bringt Europe vier Top 20 Singles und einen Nummer 1-Hit ("Carrie"). Die "The Final Countdown"-Single ist in 26 Ländern No.1 und verkauft alleine 1986-1987 7.8 Millionen Einheiten. Das Album verkauft sich 6 Millionen Mal.

1988 - 1989

Mit dem in den Winter- und Frühjahrsmonaten aufgenommenen Album "Out Of This World" geht die Band sofort wieder auf Tour, zusammen mit Def Leppard in den Staaten. Tourhighlight war ein Konzert in Bombay im Fußball-Stadion vor 60.000 Fans. Auch 1989 spielt die Band weltweite Tourneen sowie riesige Festivals, u.a. Milton Keynes zusammen mit Bon Jovi und Skid Row. Im Anschluss zieht sich die Band zurück und schreibt neue Songs. Bis zum kommenden Release dauerte es aber noch eine Weile.

1989 - 1991

Die Band zieht sich zurück und spielt in Los Angeles vereinzelt Geheimkonzerte unter dem Decknamen "Le Baron Boys". Dort werden auch neue Songs getestet.

1991 - 1992

Das Album "Prisoners in paradise" wird veröffentlicht, an die Erfolge der Vorgängeralben kann es aber nicht mehr anknüpfen. Der Musikgeschmack der 80er-Jahre-Generation hat sich gewandelt, die gegenwärtige Jugendkultur, welche um Bands wie Nirvana als Grunge oder Rage Against The Machine als Rap-Metal-Crossover bekannt ist, bietet Bands wie Europe keinen Boden und die Konzerte, welche die Bands auf ihrer Tour spielt, werden kleiner. In Hamburg spielen Europe nur noch vor 1.500 Fans. Joey Tempest veröffentlicht mit John Norum im Duett eine Single "We will be strong" von Norums Album "Face the Truth" Europe

1993 - 2003

Nach sinkendem Erfolg löste sich die Band 1992 auf und verabschiedet sich mit einer Best-Of-Sammlung, welche auch zwei neue Songs enthält. Die Bandmitglieder begannen ihre Solokarrieren mit eher erfolglosen Hard-Rock Bands. Joey Tempest, der Songwriter hinter den Erfolgen der Band, lässt mit Rocksongs von sich hören, ohne jedoch größere Hits verzeichnen zu können. Zum Millenniumwechsel 1999/2000 tritt die Band überraschend mit beiden Gitarristen Kee Marcello und John Norum gleichzeitig zu einem Neujahrskonzert im Stockholmer Hafen auf und spielt ihre größten Hits "Final Countdown" und "Rock The Night". Von "The Final Countdown" wird zudem eine "Techno-Version" aufgelegt, welche als Single erscheint und in zahlreichen Neujahrs-Sendungen der Soundtrack wird. Das ist auch Grund, die Best Of von 1993 neu aufzulegen Eine Reunion gibt es aber nicht. Kee Marcello schreibt den Soundtrack für einen Werbeclip eines schwedischen Rüstungskonzernes für Kriegsflugzeuge.

2004 - 2005

Es erscheint eine Doppel-DVD mit Best of und historischem Filmmaterial. Im Frühjahr 2005 bringt die Band eine neue Platte ("Start from the Dark") mit dem alten Gitarristen John Norum heraus, welcher seit 1985 erfolgreiche eigene Alben produziert hat, sowie für Bands wie Dokken und Glenn Hughes gearbeitet hat. Die Band spielt weltweit einige Festivals und Touren, die Aufmerksamkeit geht aber nicht über einen eingeschworenen Fankreis hinaus.

Mitglieder

Heutige Mitglieder


- Joey Tempest - Gesang (1979 - 1992, seit 2003)
- John Norum - Gitarre (1979 - 1986, seit 2003)
- John Levén - E-Bass (1981 - 1992, seit 2003)
- Mic Michaeli - Keyboards (1984 - 1992, seit 2003)
- Ian Haugland - Schlagzeug (1984 - 1992, seit 2003)

Ehemalige Mitglieder


- Peter Olsson - E-Bass (1979 - 1981)
- Marcel Jacob - E-Bass (1981)
- Tony Reno - Schlagzeug (1979 - 1984)
- Kee Marcello - Gitarre (1986 - 1992)

Diskografie

Studioalben


- "Europe", 1983
- "Wings of Tomorrow", 1984
- "The Final Countdown", 1986
- "Out Of This World", 1988
- "Prisoners in Paradise", 1991
- "Start from the Dark", 2004

Singles & EPs


- "Seven Doors Hotel", 1983
- "Lyin’ Eyes", 1984
- "Dreamer", 1984
- "Stormwind", 1984
- "Open Your Heart", 1984
- "Rock the Night", 1985
- "On the Loose", 1985 - Soundtrack
- "The Final Countdown", 1986
- "Love Chaser", 1986
- "Rock the Night", 1986 - Neue Version
- "Carrie", 1986
- "Cherokee", 1986
- "Superstitious", 1988
- "Open Your Heart", 1988 - Neue Version
- "Let the Good Times Rock", 1988
- "More than Meets the Eye", 1989
- "Tomorrow", 1989
- "Prisoners in Paradise", 1991
- "I’ll Cry for You", 1991
- "Halfway to Heaven", 1991
- "Sweet Love Child", 1993
- "The Final Countdown 2000", 1999 - Remix
- "Got to have Faith", 2004
- "Hero", 2004

Best of-Kopplungen


- "1982 - 1992", 1993
- "1982 - 2000", 1999
- "Rock the Night: The Very Best of Europe", 2004

DVDs & Videos


- "Europe - Live in America", 1986
- "The Final Countdown World Tour", 1987
- "The Singles", 1987
- "Rock the Night: Collectors Edition", 2004
- "The Final Countdown Tour 1986", 2004
- "Live From The Dark", 2005

Weblinks


- [http://www.europetheband.com/ Offizielle Homepage von Europe]
- [http://europetheband.oyla7.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi Deutsche EUROPE - Fanseite mit Hörproben]
- [http://www.europefans.de Deutsche Europe Fanpage mit weiteren Links, Video + Audio]
- [http://www.europeworld.de.vu Europeworld - deutsch-englische Europe Fanpage mit vielen Extras, Media und Fotos] Kategorie:Rockband Kategorie:Schwedische Band ja:ヨーロッパ (バンド)

London

London (engl.: []) ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und liegt an der Themse in Südostengland auf der Insel Großbritannien. In der Stadt leben 7.385.575 Menschen, davon etwa 2,7 Millionen in den zwölf Stadtbezirken von Inner London, in der Agglomeration 10.645.800(Stand jeweils 10. Juni 2005). Das heutige Verwaltungsgebiet mit den Stadtbezirken entstand am 1. April 1965 mit der Gründung von Greater London. London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt. In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen und Baudenkmäler. Das Stadtgebiet von Greater London, welches in Inner- und Outer London unterteilt ist, gliedert sich in die City of London und weitere insgesamt 32 Stadtbezirke ("London boroughs"), darunter auch die City of Westminster. London ist auch UN-Stadt (IMO).

Geografie

Geografische Lage

IMO London erstreckt sich etwa 40 Kilometer entlang der schiffbaren Themse und liegt durchschnittlich 62 Meter über dem Meeresspiegel. London entstand aus einer Siedlung am Nordufer, der heutigen City of London. Die London Bridge war während vieler Jahrhunderte die einzige Brücke über den Fluss. Aus diesem Grund befindet sich der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses. Mit dem Bau weiterer Brücken im 18. Jahrhundert und dem Bau der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert begann sich die Stadt in alle Richtungen auszudehnen. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, wodurch das ungehinderte Wachstum begünstigt wurde. Die Themse war in früheren Zeiten wesentlich breiter und seichter als heute. Sie wird heute fast gänzlich durch Dämme begrenzt und die meisten Zuflüsse fließen unterirdisch. Die Gezeiten der Nordsee machen sich in London noch deutlich bemerkbar, die Stadt ist deshalb durch Überschwemmungen und Sturmfluten gefährdet. Bei Woolwich (östlich von Greenwich gelegen), wurde in den 1970er Jahren der Thames Barrier gebaut, um diese Gefahr einzudämmen. Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums (in der Nähe des Trafalgar Square) sind 51,30 Grad nördlicher Breite und 0,08 Grad westlicher Länge. Durch das königliche Observatorium (Royal Observatory) in Greenwich wurde der bekannte Nullmeridian gelegt. Er ist Ausgangspunkt der Längengrade und damit auch der Zeitzonen.

Klima

Zeitzone London befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer sind warm aber selten heiß; die Winter sind zwar kühl, doch sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Der wärmste Monat ist Juli mit 16,3° Celsius im Durchschnitt, der kälteste Januar mit 3,9° Celsius im Mittel. Die höchste jemals in London gemessene Temperatur war 37,9° Celsius, gemessen während der Hitzewelle 2003. Die große überbaute Fläche hält die Wärme zurück und schafft dadurch ein Mikroklima. Manchmal ist es in der Stadt bis zu fünf Grad wärmer als in der umliegenden Landschaft. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,7 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 753 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 80 Millimeter und der wenigste im Juli mit 44 Millimeter im Mittel. Schnee fällt eher selten, höchstens einige Zentimeter pro Jahr. Ereignisse wie die Schneekatastrophe von 1978, als London geradezu im Schnee versank, sind eine Seltenheit. Keine Seltenheit sind dagegen Inversionswetterlagen. Eine davon führte 1952 zu einer großen Smog-Katastrophe.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Londons Geschichte Londons, im Vordergrund Parliament Square, im Hintergrund das Riesenrad "London Eye"]] Auf dem heutigen Stadtgebiet stand einst eine unbedeutende keltische Siedlung. Etwa um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie von den Römern eingenommen und "Londinium" getauft. Die römischen Siedler bauten eine Brücke über die Themse und nutzten das Lager für die Verschiffung von Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten. Unter Kaiser Septimius Severus (146-211) entwickelte sich Londinium schnell zum Handelszentrum der römischen Provinz "Britannia superior". Im Jahre 61 n. Chr. zerstörten die Briten, angeführt von Königin Boudicca (30-61), die Siedlung. Nach deren Wiederaufbau wurden im 2. Jahrhundert n. Chr. schützende Wallanlagen um die Stadt errichtet. Dennoch büßte sie ihre bedeutende Rolle nach dem Abzug der Römer im Jahre 410 und während der Eroberung Britanniens durch die Angeln und Sachsen vorübergehend ein. Während der Herrschaft der Dänen verwaisten weite Teile Londons. Im Jahre 886 nahmen die Sachsen unter der Führung von König Alfred dem Großen (848-899) die Stadt ein, die seit dem 7. Jahrhundert unter dem Namen "Lundenevic" Hauptstadt der Könige von Essex war. 1066 nahmen die Normannen die Stadt ein. Wilhelm I. (1027-1087) ließ sich nach der siegreichen Schlacht von Hastings als erster König in der Westminster Abbey krönen und bestätigte die besonderen Rechte Londons. In der Folgezeit strebte die Stadt wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit an. Im Jahre 1192 wählten die Einwohner ihr erstes eigenes Stadtoberhaupt, ab 1351 auch einen eigenen Stadtrat. Bis Ende des 14. Jahrhunderts durfte der regierende Monarch das freie und selbstverwaltete London nur mit einer gesonderten Genehmigung betreten. Die Entwicklung der Stadt lag überwiegend in den Händen einer Oberschicht von Kaufleuten, die den englischen Außenhandel als Mitglieder der Hanse (Stalhof) ausbauten. London musste in seiner wechselvollen Geschichte viele Rückschläge hinnehmen. Nachdem im 16. Jahrhundert die Gründung der ersten großen Handelskompanien und der ersten Warenbörse (1570) den wirtschaftlichen Aufstieg vorangetrieben hatte, wurde die Stadt 1664 und 1665 von einer verheerenden Pestwelle ("Great Plague") heimgesucht, die über 70.000 Menschenleben forderte. Im September 1666 verwüstete eine Feuerkatastrophe große Teile der Altstadt. Etwa 13.000 Häuser und 89 Kirchen fielen den Flammen zum Opfer. Nach dem "Großen Brand von London" wurde London in erster Linie nach Entwürfen des Architekten Sir Christopher Wren (1632-1723) wiederaufgebaut. Das Stadtgebiet entwickelte sich weiter nach Westen - in Richtung der Gemeinden Kensington und Chelsea. In den Bezirken am westlichen Stadtrand von London entstanden in der Folgezeit große Plätze, wie die in "Berkeley", "Grosvenor" und "Hanover". Zudem wurden Wasserversorgungsanlagen und Abwassersysteme installiert und die Straßen gepflastert. 1723] Zwischen 1675 und 1711 schuf Christopher Wren sein Hauptwerk, die "St. Paul's Cathedral" mit ihrer 110 Meter hohen Kuppel. Ende des 17. Jahrhunderts wurde auch Soho mit seinem rechtwinkligen Straßennetz und dem "Soho Square" angelegt. Ein weiteres städtisches Viertel entstand in Westminster. Während des 19. Jahrhunderts wuchs London rapide und errang während des viktorianischen Zeitalters große Bedeutung als Hauptstadt des British Empires. 1851 ist London laut Volkszählung mit 2.651.939 Einwohnern die größte Stadt Europas und das Zentrum der industrialisierten Welt. Hier findet die erste Weltausstellung statt. Während des 2. Weltkrieges, vor allem 1940 und 1941 erlitt London, wie viele andere britische Städte auch, durch Angriffe der deutschen Luftwaffe schwere Verwüstungen. Diese Bombardements gingen mit dem Namen "the blitz" in die Geschichte der Stadt ein. London war gerade deshalb ein so "beliebtes" Ziel, weil die Stadt stark industrialisiert war und die Moral der Bevölkerung gebrochen werden sollte. Die zerstörten Gebäude wurden nach dem Krieg durch moderne Bauten ersetzt. Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 galt auch London, vor allem wegen des Einsatzes britischer Truppen an der Seite der US-Army im Irak, als Ziel möglicher Anschläge islamistischer Terroristen. Am 7. Juli 2005 kam es in der britischen Hauptstadt schließlich zu vier Bombenanschlägen in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus. Die Polizei und die englische Regierung gingen davon aus, dass die Täter aller Wahrscheinlichkeit nach dem Umkreis der islamistischen Terror-Organisation Al-Qaida zuzurechnen sind und britische Staatsbürger mit pakistanischen Wurzeln waren ("Homegrown terrorists"). Die Anschläge forderten 56 Todesopfer und mehr als 700 Verletzte.

Einwohnerentwicklung

London war von 1825 bis 1925 die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, bis sie von New York überholt wurde. Bei der Volkszählung im Jahre 2001 wurden 7.172.036 Einwohner gezählt. London ist traditionellerweise ein Anziehungspunkt für verschiedene Kulturen und Religionen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Iren, Polen, Italiener und osteuropäische Juden nach London kamen, sind seit circa 1950 vor allem Menschen aus ehemaligen britischen Kolonien, beispielsweise Indien, Pakistan und Bangladesch, eingewandert. Heute stammen etwa zehn Prozent der Bevölkerung vom indischen Subkontinent und etwa fünf Prozent aus der Karibik, ein Prozent sind chinesischer Abstammung. 1,6 Millionen Einwohner sind Muslime. Insgesamt wurden 25,874 Prozent der Bevölkerung außerhalb der Europäischen Union geboren. Das Ballungsgebiet von London dehnt sich über das eigentliche Stadtgebiet von Greater London hinaus und zählt 12,6 Millionen Einwohner. Dies sind mehr als in Schottland, Wales und Nordirland zusammen. London ist damit der zweitgrößte Ballungsraum Europas und einer der größten in der Welt. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1750 handelt es sich um Schätzungen, von 1801 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Nordirland

Politik und Verwaltung

Nordirland Im Jahre 1965 erfolgte die Gründung der Verwaltungsregion Greater London, ein Zusammenschluss der alten County of London mit Middlesex sowie Teilen der Grafschaften Essex, Hertfordshire, Kent und Surrey. Greater London ist unterteilt in 32 London Boroughs und die City of London. Die Boroughs sind für die lokale Selbstverwaltung und den Betrieb der meisten öffentlichen Einrichtungen auf ihrem Gebiet zuständig. Die City of London wird historisch bedingt von der Corporation of London verwaltet. Die Greater London Authority (GLA) koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Boroughs, ist für die strategische Planung zuständig und betreibt öffentliche Einrichtungen, die in der ganzen Stadt tätig sind; dazu gehören die Feuerwehr, die Polizei und der öffentliche Verkehr. Die GLA besteht aus dem Mayor of London (Oberbürgermeister) und der London Assembly (Stadtparlament mit 25 Sitzen), die beide ihren Sitz in der City Hall haben. Der aktuelle Mayor of London ist Ken Livingstone. Nachdem er im Jahre 2000 gegen den offiziellen Labour-Kandidaten angetreten war, wurde er aus der Partei ausgeschlossen, dann allerdings 2004 wieder aufgenommen und im Amt bestätigt. Der Lord Mayor of London, der Bürgermeister der City of London, übt lediglich zeremonielle Funktionen aus. Frühere Verwaltungsbehörden waren die Metropolitan Board of Works (MBW) von 1855 bis 1889, der London County Council (LCC von 1889 bis 1965 und der Greater London Council (GLC) von 1965 bis 1986. Der GLC wurde von Premierministerin Margaret Thatcher aufgelöst, nach politischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und dem GLC-Vorsitzenden Ken Livingstone. 14 Jahren besass London keine übergeordnete Verwaltung; die meisten Aufgaben wurden an die Boroughs übertragen, einzelne direkt an die Zentralregierung. Diese Maßnahme führte zu großen Koordinationsproblemen. Auch nach der Einsetzung der GLA im Jahr 2000 besitzen die Boroughs eine größere Autonomie als noch zu Zeiten der GLC. Die Polizeibehörde der 32 London Boroughs ist der Metropolitan Police Service, besser bekannt unter dem Namen Metropolitan Police oder kurz als "the Met". Die City of London besitzt eine eigene Polizeibehörde, die City of London Police.

Stadtbezirke

Nachfolgend sind die Stadtbezirke von London (London Boroughs) aufgeführt. In Klammern die Einwohnerzahl (Stand: UK Census, 2001).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

City of London Police Das National Theatre der National Theatre Company in South Bank und das Barbican Arts Centre der Royal Shakespeare Company gehören zu den vielen Zentren des professionellen Theaterschauspiels . Das Royal Court Theatre, eine der traditionsreichsten Bühnen in London, ist im Februar 2000 nach vier Jahren Umbauzeit wieder eröffnet worden. Das Royal Opera House in Covent Garden und das Coliseum, in dem die English National Opera Company untergebracht ist, sind die beiden berühmtesten Opernhäuser. Konzerthäuser sind die Barbican, die Royal Festival Hall und die Saint John’s Church in Westminster. Der beliebteste Konzertsaal liegt in der Wigmore Hall hinter der Oxford Street. Im Juni 2002 sind nach umfangreichen Renovierungsarbeiten Teile des 1988 im heutigen Finanzviertel entdeckten römischen Amphitheaters der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. London bietet eine breite Palette an kulturellen Veranstaltungen. Im Londoner Westend sind mehr als ein Dutzend Theater zu Hause. Gespielt wird alles von der Klassik bis zur Moderne. Dort wurde unter anderem Andrew LLoyd Webbers weltberühmtes Musical Cats uraufgeführt. Das Globe Theatre ist eine Rekonstruktion des Freiluftschauspielhauses, das 1599 entworfen wurde. Für dieses Theater schrieb Shakespeare viele seiner größten Stücke. Die Spielzeit läuft von einem Mai bis September mit Produktionen von Shakespeare, seinen Zeitgenossen und von modernen Autoren. The London Palladium ist das wohl berühmteste Londoner Theater. In den 1950er Jahren wurde die, in England, populäre Varieté Show „Sunday Night at the London Palladium“ live im Fernsehen ausgestrahlt. Das Royal Opera House, („Königliches Opern Haus“) in Covent Garden ist eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt. Es ist außerdem die Heimat des Royal Ballet. Weitere bekannte Theater sind das Theatre Royal Haymarket und das Theatre Royal Drury Lane. Am Trafalgar Square befindet sich die Kirche St. Martin-in-the-Fields. Sie wurde in den Jahren 1721 bis 1726 nach den Plänen des Architekten James Gibbs gebaut. In der Kirche finden häufig Konzerte statt; zu den dort auftretenden Orchestern zählen unter anderem die Academy of St. Martin in the Fields und New Trinity Baroque aus den USA. In der Krypta wurde ein Café eingerichtet, in dem manchmal Jazz-Gruppen auftreten. Die Pfarrei beherbergt auch einen der berühmtesten Kirchenchöre der Welt. London beheimatet fünf professionelle Symphonieorchester. Diese sind das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, die Philharmonia und das BBC Symphony Orchestra. Der Höhepunkt eines jeden Jahres ist die von der BBC weltweit übertragene “Last Night of the Proms“ aus der Royal Albert Hall.

Museen

Royal Albert Hall Royal Albert Hall Zu den größten und bekanntesten Museen weltweit zählt das British Museum in Bloomsbury. In ihm befinden sich über sechs Millionen Ausstellungsstücke. Dort kann man sich Sammlungen mit ägyptischen und klassischen Antiquitäten, Schätze aus dem Reich der Sachsen, aber auch zeitgenössischen Artefakte ansehen. Berühmt ist auch der Reading Room, ein kreisrunder Lesesaal, in dem schon Mahatma Gandhi und Karl Marx studierten. Rechtzeitig zum Millennium ist der Queen Elizabeth II Great Court festiggestellt worden. Es ist der größte überdachte Innenhof Europas. Das Victoria and Albert Museum im Stadtteil South Kensington verfügt über eine Sammlung von Kunstschätzen aus aller Welt, darunter Skulpturen, Kleidung und Kostüme, kostbare Porzellan- und Glasgefäße, Möbelstücke und Musikinstrumente. Nahe befinden sich das Science Museum London und die Museen für Geologie und Naturgeschichte auch Naturhistorisches Museum (Natural History Museum). Auf der anderen Seite der Stadt, direkt in der City, liegt das Museum of London, dessen Ausstellungen die Entwicklung Londons von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag zeigt. Die National Gallery am Trafalgar Square besitzt eine vielfältige Gemäldesammlung, die von den frühen Anfängen in Italien bis hin zu Werken von Cézanne und Seurat reicht. Nebenan ist die National-Portrait-Galerie, in der über 9.000 Porträts ausgestellt sind. Im Jahre 1897 ist die Tate Gallery auf der Uferstraße zwischen Chelsea und Westminster eröffnet worden. Sie umfasst die größte Sammlung britischer Gemälde vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gegenüber der Saint Paul’s Cathedral ist im Juni 2000 die Tate Modern, ein Ableger der Tate Gallery, eröffnet worden. Weitere bekannte Mussen und Ausstellungen sind Madame Tussaud's Waxworks, das National History Museum, die Cabinet War Rooms, das Medievel Archery Museum, das Imperial War Museum, Somerset House und in der Baker Street 221B das Sherlock Holmes Museum.

Bauwerke

Somerset House Somerset House Am westlichen Ende von London steht die Saint Paul's Cathedral und am nördlichen Ufer der Themse befindet sich der Tower von London, eine Festung der Normannen, die von Wilhelm dem Eroberer zur Verteidigung seiner neuen Ländereien Ende des 11. Jahrhunderts angelegt wurde. Die in der Nähe gelegene Tower Bridge zählt zu den Wahrzeichen von London. Westlich davon verläuft die London Bridge; sie ist an Stelle der einzigen Brücke errichtet worden, die bis Ende des 18. Jahrhunderts die Themse in der Stadt überquerte. Bekanntester Turm in London ist der 98 Meter hohe Glockenturm, in dem sich Big Ben befindet, die 13. Glocke, die die Stunde schlägt. Er ist ein Teil des Palace of Westminster, dem Sitz des Parlaments. Am nördlichen Ufer der Themse findet man die Docklands, zu denen auch Canary Wharf mit dem Wolkenkratzer 1 Canada Square gehört. Die altertümlichen Inns of Court, der Gerichtsbezirk, in dem sich viele Anwälte und Rechtsberatungsfirmen niedergelassen haben liegen im Westen und Nordwesten der City. Die Fleet Street, früher einmal Sitz der britischen Landespresseagentur, die heute in andere Teile der Stadt umgezogen ist, befindet sich im Westen der City. Den Stadtteil Bloomsbury, den eine berühmte Gruppe literarischer Intellektueller aus den 1920er Jahren dank seiner Nähe zur Universität in London und dem British Museum zu ihren Lieblingsplatz auserkoren hatte, kann man im Nordwesten besuchen. Im Süden von West End liegt der Verwaltungsbezirk Londons, der Regierungsbezirk mit der Whitehall, dem Parlamentssitz (offizieller Name: Palace of Westminster), der St James's Palace (Wohnsitz des Prince of Wales) sowie der Buckingham Palace mit dem Ritual der Wachablösung, die Residenz der Königin in London. Die Stadtbezirke Knightsbridge und Kensington, beides äußerst elegante Wohnviertel besitzen vielen Sehenswürdigkeiten, darunter das Warenhaus von Harrods und die Royal Albert Hall. Der Palast des Erzbischofs von Canterbury (Lambeth Palace) befindet sich im Süden von West End, am anderen Flussufer und in dessen Nähe der South Bank Arts Complex, zu dem auch die Royal Festival Hall gehört. Ganz in der Nähe liegen weitere Wohngebiete, die eng mit der Geschichte verknüpft sind, wie unter anderem Clapham, Dulwich, Greenwich und Wimbledon. Letzteres ist eine der ältesten Siedlungen der Stadt und Greenwich ist Namensgeber für die Greenwich Mean Time. Sie war früher die Hauptuhrzeit, von der die Uhrzeiten in der gesamten Welt berechnet wurden. In Wandsworth befindet sich eines der markantesten und zugleich umstrittensten Wahrzeichen Londons, die