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| Juliette Gréco |
Juliette GrécoJuliette Gréco ( - 7. Februar 1927 in Montpellier, Languedoc-Roussillon) ist eine französische Chansonsängerin und Schauspielerin.
Sie wird als Grande Dame des Chanson bezeichnet und gilt als Muse der französischen Existentialisten. Von 1966 bis 1977 war sie mit dem französischen Schauspieler Michel Piccoli verheiratet. Sie hat eine Tochter aus erster Ehe mit Philippe Lemaire. Gréco lebt heute in der Nähe von Paris und hat noch immer zahlreiche Auftritte im In- und Ausland.
1982 erschien ihre Autobiografie unter dem Titel Jujube.
Filme
- Orphée 1949
- Bonjour tristesse 1958
- Jedermanns Fest 2000 mit Klaus Maria Brandauer, Regie Fritz Lehner
Chansons
- Si tu t'imagines
- Parlez-moi d'amour
- Paris Canaille
Weblinks
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Greco, Juliette
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7. FebruarDer 7. Februar ist der 38. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 327 Tage (in Schaltjahren 328 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 457 - Leo I. wird Kaiser des Oströmischen Reiches.
- 1311 - Johann der Blinde wird König, seine Frau Eliška Přemyslovna Königin von Böhmen.
- 1637 - Ende der großen Tulpenmanie in Holland.
- 1971 - In der Schweiz wird bei einer Stimmbeteiligung von 58 % mit 66 % Ja-Stimmen das Stimm- und Wahlrecht für Frauen auf Bundesebene eingeführt. In den Kantonen Freiburg, Zug, Schaffhausen und Aargau wird das Frauenstimmrecht in Kantons- und Gemeindeangelegenheiten von den Stimmbürgern ebenfalls angenommen.
- 1974 - Grenada erhält seine Unabhängigkeit von Großbritannien. Eric M. Gairy wird Premierminister.
- 1986 - Betty Mahmoody und ihre Tochter kommen in Michigan (USA) an, nach einer anderthalb jährigen Geiselnahme durch ihren Mann und Vater in Teheran (Iran). Später erscheint ihr Bestseller „Nicht ohne meine Tochter“ und der gleichnamige Film mit Sally Field.
- 1991 - Haitis erster demokratisch gewählter Präsident Jean-Bertrand Aristide wird vereidigt.
- 1992 - Der Vertrag von Maastricht wird unterzeichnet. Er entwickelt die Europäische Gemeinschaft zur Europäischen Union weiter.
- 1996 - Letsie III. wird als Staatspräsident von Lesotho vereidigt.
- 1999 - Zwischen Eritrea und Äthiopien entbrennt ein neuer Grenzstreit, der zwei Tage später zu einem offenen Krieg führt.
- 1999 - Tod König Husseins von Jordanien
- 1999 - Kronprinz Abdullah II. wird nach dem Tod seines Vaters König von Jordanien.
- 2001 - Ariel Sharon wird Ministerpräsident von Israel
- 2001 - Bahrain. Emir Hamad Ibn Isa Al-Khalifah amnestiert erneut politische Gefangene.
Wirtschaft
- 1637 - Tulpencrash in Alkmaar Niederlande, erster "Börsencrash" der Geschichte
- 1871 - James Beall Morrison, ein US-amerikanischer Zahnarzt, lässt sich seine Tretbohrmaschine patentieren.
Wissenschaft und Technik
- 1999 - Start der NASA-Sonde Stardust zur Erforschung von Kometen.
Kultur
- 1662 - Uraufführung der Oper Der verliebte Herkules von Francesco Cavalli in Paris
- 1725 - Uraufführung des Singspiels Bretislaus, oder Die siegende Beständigkeit von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1792 - "Il matrimonio segreto" (Die heimliche Ehe), eine komische Oper in zwei Akten von Domenico Cimarosa, ist bei der Uraufführung am Wiener Hofburgtheater so erfolgreich, dass sie noch am selben Abend neuerlich aufgeführt werden muss.
- 1832 - Uraufführung der Oper I Normanni a Parigi von Saverio Mercadante in Turin.
- 1860 - Uraufführung der Oper Hrabina (Die Gäfin) von Stanislaw Moniuszko in Warschau.
- 1898 - Émile Zola wird aufgrund eines offenen Briefes, in dem er der Justiz Irrtümer bei der Verurteilung von Alfred Dreyfus vorwirft, wegen Verleumdung angeklagt.
- 2001 - In Berlin werden die Internationalen Filmfestspiele eröffnet.
Religion
- 1497 - Nach einer flammenden Predigt von Girolamo Savonarola werden in Florenz unzählige Luxusgegenstände und Kulturgüter verbrannt.
- 1550 - Kardinal Giovanni Maria del Monte, Konzilspräsident in Trient und Bologna, wird auf dem Konklave in Rom zum Papst gewählt und nimmt den Namen Julius III. an.
Katastrophen
- 1962 - Beim Grubenunglück von Luisenthal im saarländischen Völklingen kommen bei einer Kohlenstaubexplosion 299 Bergleute ums Leben.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Der britische Boxer Lennox Lewis gewinnt den WBC-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Oliver McCall im Hilton Hotel, Las Vegas, durch technischen KO.
Geboren
- 1478 - Thomas Morus, englischer Politiker und Humanist ("Utopia")
- 1693 - Anna Iwanowna, russische Zarin ab 1730
- 1733 - Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, österreichischer frühklassizistischer Architekt
- 1791 - Ernst Alban, Augenarzt, dann Maschinenbauer und Pionier des Dampfmaschinenbaus
- 1800 - Theodor von Zwehl, Staatsminister des Inneren und Regierungspräsident vom Regierungsbezirk Oberfranken
- 1805 - Louis A. Blanqui, französischer Revolutionär
- 1809 - Frederik Paludan-Müller, dänischer Schriftsteller
- 1812 - Charles Dickens, englischer Schriftsteller ("Oliver Twist")
- 1823 - Richard Genée, deutscher Komponist
- 1824 - William Huggins, britischer Astronom
- 1825 - Karl August Möbius, Zoologe und Ökologe
- 1842 - Alexandre Ribot, französischer Politiker
- 1870 - Alfred Adler, österreichisch-jüdischer Psychologe und Nervenarzt
- 1871 - Wilhelm Stenhammar, schwedischer Komponist, Pianist und Dirigent
- 1875 - Walter Courvoisier, schweizer Komponist
- 1883 - Eubie Blake, US-amerikanischer Pianist und Komponist
- 1885 - Hugo Sperrle, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1885 - Sinclair Lewis, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1888 - Lothar van Gogh, niederländischer Fußballspieler
- 1889 - Harry Nyquist, amerikanischer Physiker
- 1894 - Maria Dietz, deutsche Politikerin und MdB
- 1896 - Jacob Paludan, dänischer Schriftsteller
- 1896 - Thomas Holenstein, Schweizer Politiker
- 1897 - Ernst Kloss, deutscher Kunsthistoriker
- 1897 - Richard Hammer, deutscher Politiker und MdB
- 1902 - Wilhelm Kling, KPD-Funktionär und Mitarbeiter im Politbüro des ZK des SED in der DDR
- 1904 - Ernst Ginsberg, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1905 - Paul Nizan, französischer Schriftsteller
- 1905 - Ulf von Euler, schwedischer Mediziner und Neurochemiker
- 1906 - Henry Pu Yi, war der letzte Kaiser Chinas
- 1906 - Oleg Antonow, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1909 - Hélder Câmara, war Erzbischof von Olinda und Recife
- 1909 - Wilhelm Freddie, dänischer Maler und Graphiker
- 1909 - Dom Hélder Câmara, brasilianischer Erzbischof
- 1910 - Elisabeth Reichelt, Kammersängerin, Koloratursopranistin
- 1910 - Max Bense, deutscher Philosoph, Schriftsteller und Publizist
- 1911 - Rudolf Raftl, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1912 - Matthias Heidemann, deutscher Fußballspieler
- 1914 - Max Seither, deutscher Politiker und MdB
- 1915 - Georges-André Chevallaz, Schweizer Politiker
- 1925 - Herbert Eisenreich, österreichischer Schriftsteller und Erzähler
- 1925 - Marius Constant, rumänisch-französischer Komponist und Dirigent
- 1927 - Juliette Gréco, französische Sängerin
- 1927 - Laurie Johnson, britischer Filmmusik-Komponist
- 1929 - Alejandro Jodorowsky, chilenischer Regisseur, Schauspieler und Autor
- 1931 - Holger Börner, Ministerpräsident des Landes Hessen
- 1932 - Anton Schlembach, Bischof des Bistums Speyer
- 1933 - Warren Smith, US-amerikanischer Sänger
- 1934 - Earl King, US-amerikanischer Musiker
- 1934 - Edward Fenech Adami, maltesischer Politiker und Präsident
- 1934 - Ernst Grissemann, österreichischer Moderator
- 1934 - King Curtis, US-amerikanischer Musiker
- 1935 - Heinz Czechowski, deutscher Schriftsteller
- 1937 - Doris Gercke, deutsche Krimi-Schriftstellerin
- 1937 - Wendelin Weingartner, österreichischer Politiker, Landeshauptmann von Tirol
- 1939 - Hermann Lause, deutscher Schauspieler
- 1943 - Harvey Herskowitz, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Peter Carey, australischer Romanschriftsteller
- 1945 - Fredric Kroll, amerikanischer Komponist und Schriftsteller
- 1946 - Laurence Scott, britischer Musiker
- 1947 - Jürgen Türk, deutscher Politiker und MdB
- 1947 - Ruth Aspöck, österreichische Schriftstellerin
- 1948 - Josef Ackermann, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG
- 1949 - Alan Lancaster, britischer Musiker
- 1949 - Stoney Browder, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Marilyn Cochran, US-amerikanische Skirennläuferin
- 1953 - Marianne Hartl, deutsche Moderatorin und Sängerin (Marianne und Michael)
- 1954 - Dieter Bohlen, deutscher Musikproduzent und Musiker
- 1955 - Alban Nikolai Herbst, deutscher Fantast
- 1960 - Klaus J. Behrendt, deutscher Fernsehschauspieler
- 1960 - James Spader, US-amerikanischer Schauspieler
- 1962 - David Bryan, Keyboarder in der Band Bon Jovi
- 1962 - Garth Brooks, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1966 - Claudia Nolte, deutsche Politikerin
- 1966 - Kristin Otto, frühere Schwimmsportlerin der DDR
- 1966 - Monika Weber, , deutsche Florettfechterin
- 1978 - Ashton Kutcher, US-amerikanischer Schauspieler und Showmoderator
- 1978 - David Aebischer, schweizerischer Eishockeyspieler
- 1979 - Florian Eckert, deutscher Skirennläufer
- 1983 - Christian Klien, österreichischer Formel-1-Pilot
Gestorben
- 999 - Boleslav II., Herzog von Böhmen
- 1045 - Go-Suzaku, 69. Kaiser von Japan (1036 - 1045)
- 1127 - Frau Ava, erste namentlich bekannte deutschsprachige Dichterin
- 1318 - Robert von Clermont, Stammvater der königlichen Linie des Hauses Bourbon
- 1529 - Baldassare Castiglione, Höfling, Diplomat und Schriftsteller
- 1603 - Bartholomäus Sastrow, deutscher Schriftsteller
- 1609 - Ferdinand I., Großherzog von Toskana und Kardinal
- 1611 - Ruprecht von Eggenberg, österreichischer Feldherr
- 1626 - Wilhelm V., Herzog von Bayern von 1579 bis 1597
- 1652 - Philipp Christoph von Sötern, Bischof von Speyer, Erzbischof und Kurfürst von Trier
- 1661 - Georg Pauli-Stravius, Weihbischof in Köln
- 1799 - Qianlong, chinesischer Kaiser von 1735-1796
- 1801 - Daniel Chodowiecki, deutscher Grafiker und Illustrator
- 1801 - Daniel Nikolaus Chodowiecki, deutscher Kupferstecher, Grafiker und Illustrator des 18. Jahrhunderts.
- 1837 - Gustav IV. Adolf, König von Schweden von 1792 bis 1809
- 1866 - Eduard Blösch, konservativer Schweizer Politiker
- 1871 - Heinrich Steinweg, deutsch-US-amerikanischer Klavierbauer
- 1878 - Giovanni Maria Mastai-Ferretti, Papst von 1846 bis 1878
- 1878 - Pius IX., Papst
- 1885 - August Reinsdorf, Freiheitskämpfer
- 1897 - Galileo Ferraris, italienischer Ingenieur und Physiker
- 1901 - Oskar Schlömilch, deutscher Mathematiker
- 1903 - James Glaisher, englischer Meteorologe und Aeronaut
- 1904 - Emil Rosenow, deutscher Schriftsteller
- 1910 - Josef Schöffel, österreichischer Journalist und Politiker
- 1923 - Albert Vater, sozialdemokratischer Politiker und Mitbegründer der KPD in Magdeburg
- 1935 - Otto Lenel, deutscher Rechtshistoriker
- 1944 - Ignaz Rohr, deutscher Neutestamentler
- 1944 - Robert Ezra Park, US-amerikanischer Soziologe
- 1952 - Rudolf Hans Bartsch, österreichischer Schriftsteller
- 1959 - Guitar Slim, US-amerikanischer Musiker
- 1960 - Igor Kurtschatow, sowjetischer Physiker
- 1960 - Igor Wassiljewitsch Kurtschatow, sowjetischer Physiker
- 1962 - Clara Nordström, schwedische Schriftstellerin
- 1963 - Conrad Ramstedt, deutscher Mediziner
- 1964 - Flaminio Bertoni, italienischer Designer, Bildhauer und Architekt
- 1964 - Hermann Kees, deutscher Ägyptologe
- 1969 - Alma Rogge, deutsche Schriftstellerin
- 1971 - Emy Roeder, Bildhauerin und Zeichnerin
- 1979 - Josef Mengele, Arzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
- 1981 - Hermann Esser, Funktionär der NSDAP
- 1981 - Paul Mattick, deutscher Kommunist und politischer Schriftsteller
- 1985 - Matt Monro, britischer Sänger
- 1990 - Alan J. Perlis, US-amerikanischer Informatiker
- 1991 - Otto Friedrich Bollnow, Philosoph, Pädagoge
- 1991 - Otto Kuss, katholischer Theologe
- 1994 - Witold Lutosławski, polnischer Komponist und Dirigent
- 1996 - Boris Alexandrowitsch Tschaikowski, russischer Komponist
- 1999 - Hussein II., von 1952 bis 1999 König von Jordanien
- 2000 - Dave Peverett, britischer Rockmusiker
- 2001 - Anne Morrow Lindbergh, US-amerikanische Flugpionierin
- 2001 - Dale Evans, Schauspielerin und Sängerin
- 2001 - Maurice Zermatten, Schweizer Schriftsteller
- 2002 - Jack Fairman, Autorennfahrer
- 2003 - Augusto Monterroso, guatemaltekischer Schriftsteller
- 2003 - Max Scheler, deutscher Bildjournalist
- 2004 - Rolf Pohle, Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF) in Deutschland
- 2005 - Atli Pætursson Dam, färöischer Politiker
- 2005 - Nedzad Botonjic, slowenischer Fußballspieler
- 2005 - Paul Rebeyrolle, französischer Maler
Feier- und Gedenktage
Siehe auch
:6. Februar - 8. Februar
:7. Januar - 7. März
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0207
ja:2月7日
ko:2월 7일
simple:February 7
th:7 กุมภาพันธ์
Montpellier
Montpellier (Okzitanisch Montpelhièr) ist eine der größten Städte an der französischen Mittelmeerküste, gelegen in der Région Languedoc-Roussillon. Sie ist die Hauptstadt sowie Sitz der Préfecture des Départements Hérault. Die Einwohnerzahl lag 2004 bei 244.500 (1999: 225.392), zusammen mit den Vororten lag die Einwohnerzahl 1999 bei 459.916.
Die Stadt liegt in hügligem Gebiet etwa 10 km von der Mittelmeerküste entfernt am Fluss Lez. Der ursprüngliche Name Monspessulanus leitet sich entweder vom Mont Pelé (nackter Hügel, vegetationsarm) oder dem Mont de la Colline ab. Eine weitere Theorie ist die Namensgebung durch den Monte Pestelario. Die Stadt ist ein Industriezentrum und bekannt für Textilien, Metallverarbeitung, Wein, Druckindustrie und Chemikalien.
Geschichte
Montpellier ist eine der wenigen französischen Städte ohne römischen Hintergrund. Im frühen Mittelalter war das Dorf Villeneuve-lès-Maguelone eine der größeren Siedlungen in der Nähe, aber Überfälle von Piraten zwangen die Bewohner ein wenig weiter ins Inland zu ziehen. Montpellier wurde erstmals 985 erwähnt und wurde vom Wilhelm III. Graf von Toulouse gegründet. Zwei Weiler wurden vereinigt, eine Burg gebaut und diese Siedlung mit Mauern umschlossen. Die beiden heute noch bestehenden Türme der Wehranlage, der Tour des Pins und der Tour de la Babotte stammen allerdings aus späterer Zeit. Montpellier wurde schnell ein Handelszentrum mit Verbindungen über das Mittelmeer und entwickelte eine gemischte Bevölkerung mit Juden, Moslems und später auch Protestanten.
Montpellier kam über die Hochzeit von Marie von Montpellier mit Peter II. 1204 und deren Tod 1213 in den Besitz der Könige von Aragon. Montpellier erhielt 1204 die Stadtrechte und das Recht, jährlich zwölf regierende Stadträte zu ernennen. Nach dem Tod von Peter II. regierte das Köngishaus von Aragón bis die Stadt an Jakob II. von Mallora fiel und von dessen Sohn 1349 an den französischen König Philipp VI. verkaufte wurde, um die Kriegskasse im Kampf gegen Peter IV. von Aragón zu füllen.
Im 14. Jahrhundert erhielt Montpellier eine Kirche, noch nicht die Kathedrale, die dem Heiligen Peter geweiht war. Die Besonderheit der Kirche waren zwei hohe Türme. Nach weiterem Wachstum zog schließlich 1536 der Bischof von Maguelone in die Nachbargemeinde Montpelliéret, welches später von Montpellier vereinnahmt wurde.
Während der Reformation im 16ten Jahrhundert traten viele Einwohner dem Protestantismus bei, die Hugenotten, und es wurde eine Festung des protestantischen Widerstandes gegen das katholische Königshaus. König Ludwig XIII. belagerte die Stadt 1622 und eroberte sie nach acht Monaten. Die Zitadelle wurde anschließend gebaut um den Herrschaftsanspruch des Königs zu festigen.
Die Industialisierung machte im 19. Jahrhundert ein Industriezentrum aus der Stadt und in den 1960ern sorgte die Einwanderung der französischen Algerier für ein rasantes Wachstum.
Bildung
Geschichte der Universität
Montpellier ist eine der ältesten Universitätsstädte Frankreichs.
Bereits etwa im Jahre 980 findet ein reger Austausch zwischen jüdischen, christlichen und muslimischen Kulturen in Montpellier statt, insbesondere im Bereich der Medizin. Im Jahre 1180 erlaubt Wilhelm VIII., Herrscher von Montpellier, dass in Montpellier Medizin praktiziert und unterrichtet wird. Schnell wird es nötig, den Unterricht zu organisieren. Kardinal Konrad, ein Legat Papst Honorius III., gründet in Montpellier im Jahre 1220 die erste medizinische Fakultät Frankreichs.
1242 bestätigt der Bischof von Maguelone die Statuten der Hochschule für Freie Künste (école des arts libéreaux). Gegen 1260 sammeln sich Juristen in Montpellier.
1289 gründet Papst Nikolaus IV. durch die Schrift Quia Sapientia eine Universität in Montpellier. Medizin, Recht, Jura und Philosophie zählen zu den Disziplinen des angebotenen Studium generale.
Die Universität von Montpellier entwickelt sich zu einem intellektuellen Zentrum mit hohem Niveau. So schreibt sich beispielsweise François Rabelais, ein berühmter humanistischer Schriftsteller, 1531 an der medizinischen Fakultät ein.
Die Religionskriege beenden zunächst die prosperierende Entwicklung der Universität; die theologische Fakultät fällt ihnen zum Beispiel ganz zum Opfer. Die Tätigkeit der Universität beschränkt sich immer weiter auf die medizinische Fakultät. Dabei steht Montpellier in direktem Wettbewerb zu Paris; die meisten Ärzte der Könige stammen aus Montpellier.
Im Rahmen der französischen Revolution werden die Universitäten abgeschafft. Viele der Professoren unterrichten jedoch im Untergrund weiter. Die Notwendigkeit, Ärzte auszubilden, führt bereits wieder im Jahre 1794 zu der Errichtung dreier Écoles de Santé (Gesundheitsschulen) in Paris, Strasbourg und Montpellier. 1808 wird die medizinische Fakultät der neu gegründeten Universität von Montpellier (Université impériale) angegliedert. 1816 wird eine Fakultät für Literatur, 1838 eine naturwissenschaftliche Faktultät gegründet. Eine Hochschule für Pharmazie bildet sich bald. Die juristische Fakultät wird erst wieder im Jahr 1878 neu gegründet.
Hochschulen in Montpellier heute
Montpellier ist heute neben Paris, Toulouse und Aix-en-Provence eine der größten Studentenstädte Frankreichs. Mit mehr als 60.000 Studenten ist jeder vierte Bewohner der Stadt an einer der zahlreichen Hochschulen eingeschrieben.
Heute gibt es drei Universitäten in Montpellier:
- An der [http://www.univ-montp1.fr/ Université Montpellier I] werden u. a. Rechts-, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften sowie Medizin, Zahnmedizin und Pharamazie unterrichtet.
- An der [http://www.univ-montp2.fr/ Université Montpellier II - Sciences et Techniques du Languedoc] werden Naturwissenschaften studiert.
- Die [http://www.univ-montp3.fr/ Université Paul-Valéry (Montpellier III)] hat sich auf Literatur, Fremdsprachen, Geistes- und Sozialwissenschaften spezialisiert. Für ausländische Studenten werden hier Französischkurse angeboten. Der Campus liegt direkt neben dem der Université Montpellier II.
Darüber hinaus gibt es mehrere Grande écoles in Montpellier:
- [http://www.enscm.fr/ École Nationale Supérieure de Chimie] (Hochschule für Chemie)
- [http://www.ensam.inra.fr/ École Nationale Supérieure d'Agronomie] (Hochschule für Agrarwissenschaften)
- [http://www.supdeco-montpellier.com/ École Supérieure de Commerce: Sup de Co] (Hochschule für Betriebswirtschaftslehre)
Den Status einer unabhängigen Fakultät hat die Faculté de Théologie Protestante de Montpellier:
- [http://www.iptheologie.asso.fr/facmontpellier/index.htm Institut Protestant de Théologie] (Hochschule für evangelische Theologie)
Sehenswürdigkeiten
Neben den Gebäuden der Universität gibt es im Stadteil Antigone (östlich des Stadtzentrums) mehrere große Wohngebäude des katalanischen Architekten Ricardo Bofill, die im neoklassischen Stil gebaut sind.
Die Stadt beherbergt den ersten botanischen Garten Frankreichs, der 1593 gepflanzt wurde. Nahe der Universität ist die Kathedrale von Sankt Peter. Der Triumphbogen Porte du Peyrou steht in der Nähe, wurde 1691 im dorischen Stil gebaut und später zu Ehren von Louis XIV noch erweitert.
Im 17. Jahrhundert entstand der Aqueduc de Saint-Clément , der sich über 800 m im Stadtviertel Les Arceaux erstreckt. Er brachte Wasser von der 14 Kilometer entfernten Quelle St. Clément in die Stadt. Der Aquädukt füllte einen Wassertank nahe des Triumphbogens, von wo aus Springbrunnen und öffentliche Wasserentnahmestellen befüllt wurden.
Söhne und Töchter der Stadt
In Montpellier wurden geboren:
- Frédéric Bazille (Maler des Impressionismus, 1841-1871)
- Rochus von Montpellier (ca. 1295-1327), Heiliger der Pestkranken
- Antoine-Jérôme Balard (1802-1876), Chemiker
- Auguste Comte (1798-1857), einer der Gründer der Soziologie
- Léo Malet, französischer Kriminalschriftsteller
- Guillaume Mathieu, comte Dumas
- Charles Bernard Renouvier
- Émile Saisset
- Juliette Gréco, französische Chansonsängerin und Schauspielerin
- Édouard Albert Roche, französischer Mathematiker
Partnerstädte
- Louisville (Kentucky, USA) seit 1955
- Heidelberg (Baden-Württemberg, Deutschland) seit 1961 (siehe Weblink Heidelberghaus)
- Barcelona (Katalonien, Spanien) seit 1963
- Chengdu (Sichuan, Volksrepublik China) seit 1981
- Tiberias (Israel) seit 1983
- Fès (Marokko) seit 2003
Verkehr
Marokko
Montpellier hat einen internationalen Flughafen an der A 9 mit etwa 1,3 Millionen Fluggästen im Jahr 2004.
Der ÖPNV wird durch die TaM durchgeführt. Sie betreiben eine Straßenbahnlinie und zahlreiche Buslinien in der Region. Eine zweite Straßenbahnlinie wird zur Zeit gebaut (vorraussichtliche Fertigstellung Oktober 2006) und eine dritte ist in Planung.
Weblinks
- [http://www.ville-montpellier.fr/ Offizielle Homepage] (französisch)
- [http://www.maison-de-heidelberg.org/ Heidelberghaus in Montpellier]
Kategorie:Ort im Languedoc-Roussillon
ja:モンペリエ
Languedoc-Roussillon
Das Languedoc-Roussillon [] ist eine Region im Süden Frankreichs.
Die Region umfasst die an der Mittelmeerküste liegenden Départements Aude, Gard, Hérault und Pyrénées-Orientales sowie das geographisch gänzlich anders geartete, zum Massif Central gehörende Département Lozère.
Die Region hat eine Fläche von 27.376 km2 und 2.295.648 Einwohner (Volkszählung 1999). Die Bevölkerungsdichte beträgt damit 84 Einwohner/km2. Hauptort der Region ist Montpellier.
Geschichte
Die heutigen Départements Aude, Gard, Hérault und Lozère waren bis 1789 Teil der historischen Provinz Languedoc, das heutige Département Pyrénées-Orientales bildete historischen Provinz Roussillon.
Städte
Die größten Städte der Region sind:
Im Département Lozère gibt es hingegen keine größeren Städte, der Hauptort Mende hat lediglich 11.804 Einwohner1.
1: Stand 1999, Quelle: http://splaf.free.fr/
Sprachen
Das Languedoc gehört traditionell zum Sprachgebiet des Okzitanischen, das Roussillon zu dem des Katalanischen. Amtssprache ist jedoch wie in ganz Frankreich nur das Französische, das heute auch die Muttersprache der Mehrheit der Bevölkerung ist. Okzitanisch und Katalanisch haben immerhin einen bescheidenen Status als Wahlfächer an Schulen und Hochschulen.
Siehe auch
- Liste der Präsidenten des Regionalrates von Languedoc-Roussillon seit 1986
Weblink
- http://www.cr-languedocroussillon.fr/ Region Languedoc-Roussillon
Kategorie:Languedoc-Roussillon
ja:ラングドック=ルシヨン地域圏
ko:랑그독-루시용
Chanson
Chanson [] bezeichnet im deutschen Sprachraum ein im französischen Kulturkreis verwurzeltes, liedhaftes musikalisches Genre. Heute gilt das Chanson vor allem außerhalb Frankreichs auch als Oberbegriff für alle Arten französischsprachiger Musik, bisweilen sogar für aktuelle französische Popmusik.
Chansons waren im 18. Jahrhundert selbstverständlicher Bestandteil französischer Opern. Ab dem 19. Jahrhundert entfaltete das französische Chanson internationale Ausstrahlung als Schlager- und Kabarettlied.
Chanson-Interpreten heißen in Frankreich schlicht chanteur bzw. chanteuse. Mit chansonnier bzw. chansonnière wird in Frankreich eher ein Kabarettist bzw. eine Kabarettistin, mit diseur bzw. diseuse eher ein Liedermacher bzw. eine Liedermacherin bezeichnet.
Im deutschen Sprachraum bezeichnet chansonnier in etwa einen französischsprachigen Liedermacher.
Bekannte Interpreten
Siehe auch
- Chanson (feuilletonistisch)
- Liedermacher, Liedermacher (international)
Weblinks
- [http://www.musicline.de/de/genre/lexikon/Pop/Französisches+Chanson Chanson] bei musicline.de
Kategorie:Musikgenre
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ja:シャンソン
ExistenzialismusMit Existenzialismus bezeichnet man im allgemeinen Sinne die französische philosophische Strömung der Existenzphilosophie. Im engeren Sinne wird hiermit die Formulierung der Existenzphilosophie Jean Paul Sartres verstanden, sowie Strömungen aus Literatur (Kafka, Rilke, Benn, Camus, Sartre), Theologie (Bultmann) und Pädagogik (Bollnow) die sich des Existenzmotivs bedienen.
Desweiteren ist der Begriff des "Existenzialismus" im Gebrauch als Bezeichnung für eine allgemeine Geisteshaltung, die den Menschen als Existenz im Sinne der Existenzphilosophie auffasst ("Der Mensch ist seine Existenz.").
Existenzphilosophie
Als Hauptbegründer des Existenzialismus in dem oben genannten Sinne gilt Jean Paul Sartre. Als Hauptvertreter des französischen Existenzialismus gelten neben Jean-Paul Sartre und Albert Camus, Simone de Beauvoir und Gabriel Marcel.
Philosophie
Eine der bekanntesten und vielleicht einflussreichsten existenzialistischen Äußerungen, die jedoch sinngemäß schon bei Schelling nachgewiesen werden kann, ist die Aussage Sartres, „Die Existenz geht der Essenz (dem Wesen) voraus“, aus der Schrift Ist der Existenzialismus ein Humanismus.
Thematisch angeknüpft wird hier an die Wesensbestimmung (Essenz) des Menschen in der Philosophie. Durch die Bestimmung des Menschen als biologisches Wesen, als göttliches Wesen, als Vernunftwesen etc., erhält der Mensch vor seiner Existenz zunächst schon eine Bedeutung, eben vernünftig, biologisch, gottähnlich. Der Existenzialismus kritisiert diese, der Existenz vorgängige Sinnbestimmung und setzt ihr die Existenz entgegen: der Mensch ist als Mensch nicht zu erfassen, wenn nicht je von seiner eigenen individuellen Existenz ausgegangen wird. Jede Wesenbestimmung enthält, so die Kritik des Existenzialismus, immer schon einen Theorieaspekt, der sich nicht aus einer unmittelbaren Erfahrung der Existenz speist, sondern der Existenz „nachrangig“ gebildet wird.
Hieraus erkärt sich auch die Fokussierung des Existenzialismus auf die Themen Angst, Tod, Freiheit, Verantwortung und Handeln als elementar menschliche Erfahrungen. Der Mensch versteht sich selber nur im Erleben seiner selbst. Demnach bezieht sich der Existenzialismus nicht mehr auf eine göttliche oder kosmologische oder quasigöttliche Ordnung, sondern entwickelt seine Theorie vom Einzelnen aus. Zwar wird dadurch eine religiöse Grundhaltung nicht abgelehnt, auch wenn dies häufig durch die Schriften Sartres intendiert wird, Glaube wird vielmehr selbst zum existenziellen Erleben.
In den Begriffen Geworfenheit, Selbstentwurf, Freiheit, Selbstbestimmung zeigt sich die Zentrierung des Existenzialismus auf das Problem der Befreiung des Menschen zu seinen eigenen Möglichkeiten hin. Die Notwendigkeit dieser Möglichkeit zu sein, zeigt sich in den Erfahrungen von Absurdität, Ekel, Angst, Sorge, Tod, Langeweile und zeigt eindrucksvoll auf, dass gerade dieses subjektive Empfinden das Leben des Menschen bestimmt, Objektivitätsansprüche vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen verblassen.
:„Der atheistische Existentialismus, für den ich stehe, ist zusammenhängender. Er erklärt, dass, wenn Gott nicht existiert, es mindestens ein Wesen gibt, bei dem die Existenz der Essenz vorausgeht, ein Wesen, das existiert, bevor es durch irgendeinen Begriff definiert werden kann, und dass dieses Wesen der Mensch oder, wie Heidegger sagt, die menschliche Wirklichkeit ist. Was bedeutet hier, dass die Existenz der Essenz vorausgeht? Es bedeutet, dass der Mensch zuerst existiert, sich begegnet, in der Welt auftaucht und sich danach definiert.” (Jean Paul Sartre, Ist der Existentialismus ein Humanismus)
Grundpositionen des Existentialismus
Hier wird nur die französische Form des Existentialismus dargestellt. Weitere Informationen zu den Autoren Heidegger, Merleau-Ponty, Gabriel Marcel, Kafka und Jaspers, sowie Bultmann, Gottfried Benn und Bollnow siehe entweder die Artikel zu den einzelnen Philosphen und Schriftstellern bzw. Theologen oder aber unter Existenzphilosophie.
Jean Paul Sartre
Sartres philosophisches Hauptwerk Das Sein und das Nichts gilt gleichzeitig auch als wichtigstes theoretisches Fundament des Existentialismus. Hier zeigt er auf, dass sich das menschliche Sein (Für-Sich), von dem anderen Sein, den Dingen, Tieren, Sachen etc. (An-Sich) durch seinen Bezug zum Nichts gekennzeichnet ist.
:Der Mensch ist ein Sein, „das nicht das ist, was es ist, und das das ist, was es nicht ist”.
Als einziges Wesen, das verneinen kann, einen Bezug zu dem Noch-Nicht oder Nicht-Mehr hat, das lügen kann, also das sagen, was nicht ist, hat der Mensch damit auch die Bürde der Freiheit und damit auch die Verantwortung. Das Hauptwerk zeigt in eindrucksvollen Analysen menschlicher Situationen, wie sich die Freiheit in allen Bezügen des Seins des Menschen aufdrängt, der Mensch vor dieser Verantwortung flieht und wie der konkrete Bezug zum Anderen mir erst diese Verantwortung und Freiheit aufzeigt. Das Vorurteil, dass es sich bei dem Existentialismus sartrescher Prägung um einen egoistischen Individualismus handelt, kann so nicht aufrecht erhalten werden. Im Gegenteil: in seinen Analysen zeigt der Philosoph auf, dass menschliches Leben niemals als vereinzeltes Leben verstanden werden kann. Die dafür notwendigen Analysen sind, mit Einschränkung, wahrscheinlich die stärksten philosophischen Argumente gegen jeglichen Solipsismus.
Methodisch geht Sartre phänomenologisch vor, indem er die oben genannten Existenziale wie Freiheit, Furcht, Angst, Liebe, Scham als Zeugen für die Freiheit des Menschen befragt. Durch diese Analysen gelangt er schließlich auch zu dem Anderen als mir gegenübertretende Freiheit und zeigt auf, das unsere Freiheit und Verantwortung eine ontologische Entprechnung hat. Somit kann Sartre zwar keine moralischen Forderungen stellen, Moral aber selbst ist für ihn nicht nicht, sondern löst sich von überindividuellen Bezügen ab und findet ihre Entsprechung in der Verantwortlichkeit jedes Einzelnen.
:„Aber wenn wirklich die Existenz der Essenz vorausgeht, so ist der Mensch verantwortlich für das, was er ist. Somit ist der erste Schritt des Existentialismus, jeden Menschen in Besitz dessen, was er ist, zu bringen und auf ihm die gänzliche Verantwortung für seine Existenz ruhen zu lassen. Und wenn wir sagen, dass der Mensch für sich selber verantwortlich ist, so wollen wir nicht sagen, dass der Mensch gerade eben nur für seine Individualität verantwortlich ist, sondern dass er verantwortlich ist für alle Menschen.”
Nun findet sich aber gerade hier häufig der Einwand, warum Menschen denn dann unmoralisch handeln, bzw. ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, wenn wir doch frei sind. Der Mensch hat nach Sartre einen Bezug zum Nichts eben dadurch, dass er in seiner eigenen Seinsstruktur selber Nichts ist, d.h. der oben zitierte Satz bringt zum Ausdruck, dass wir selbst immer wieder vor der Verantwortung fliehen können: Sartre nennt diese ontologische Struktur des Menschen „mauvaise foi“, die Unaufrichtigkeit oder Selbstlüge. Er beschreibt, wie wir in der Selbstlüge zugleich Lügner und Belogener in einer Person sind und zeigt auf, warum dieses offensichtlich logisch Widersinnige nachzuvollziehen ist: Da wir offensichtlich nicht eindeutig zu bestimmen sind, wie die Analyse der mauvaise foi nahe legt, tätigen wir immer wieder einen sog. Entwurf.
:„Der Mensch ist zuerst ein Entwurf, der sich subjektiv lebt, anstatt nur ein Schaum zu sein oder eine Fäulnis oder ein Blumenkohl; nichts existiert diesem Entwurf vorweg, nichts ist im Himmel, und der Mensch wird zuerst dasein, was er zu sein geplant hat, nicht was er sein wollen wird. Denn was wir gewöhnlich unter Wollen verstehen, ist eine bewusste Entscheidung,die für die meisten unter uns dem nachfolgt, wozu er sich selbst gemacht hat. Ich kann mich einer Partei anschließen wollen, ein Buch schreiben, mich verheiraten, alles das ist nur Kundmachung einer ursprünglicheren, spontaneren Wahl als was man Willen nennt”.
In seinen literarischen Werken wird dieses Thema, Entwurf und Änderung eines Grundentwurfes immer wieder zum Thema gemacht.
Albert Camus
Albert Camus ist der zweite wichtige große Vertreter des französischen Existentialismus. In seinem 1942 erschienen Buch Der Mythos von Sisyphos entwickelt Camus die Philosophie des Absurden.
Sich selber nicht als Existentialist begreifend, und mehr in der Tradition der französischen Moralisten sehend, fasst er aber in ähnlicher Weise wie Sartre die Welt als nicht von sich aus sinnhaft, weil durch den Mensch erst Sinn erhaltend. Damit gilt letztlich auch für Camus die von Sartre geäußerte Überzeugung, dass die Existenz der Essenz vorrausgehe. Damit kumuliert allerdings das philosophische Fragen für Camus in der für ihn einzig wichtigen, die nach dem Selbstmord. Der Selbstmord ist hier als Lösung, Loslösung von einer sinnlosen Welt gedacht: Warum Leben, wenn doch alles Sinnlos ist? Wenn wir weder in einen Gott vertrauen, noch in unsere Vernunft setzen können - was bleibt dann als Sicherheit? Nichts! Für den modernen Menschen gibt es diese Sicherheit nicht. Hier liegt auch seine Ablehnung des Existentialismus als System: ein System suggeriert eine Ordnung, die Camus so nicht sah. Damit treibt er die Überlegungen des Existentialismus auf seine Spitze. Seine Antwort liegt in der ständigen Revolte des Menschen. Indem der Mensch das absurde Verhältnis von Mensch und Welt anerkennt, akzeptiert er sich als ein Wesen, dass frei ist. Im Mythos von Sisyphos wird dies exemplarisch an dem besagten Mythos erläutert. Indem Sisyphos seine Strafe erträgt, annimmt sich aber nicht von der Bürde der ewigen Qual erschüttern lässt, zeigt er die Größe des modernen Menschen, der sein absurdes Schicksal annimmt.
Existenzialismus als Popkultur
In den 50er-Jahren entstand das Klischeebild des melancholischen, meist schwarz gekleideten jungen Existenzialisten, der zwischen Jazz-Cafe und Universität verkehrte. Geprägt von einer existenzialistischen Weltsicht ist auch der Film Noir.
Kritik am Existentialismus
Der Existentialismus hat, da er sich unter anderem als politisch engagiert verstand, viel Kritik aus allen gesellschaftlichen Bereichen erhalten. Insbesondere durch die katholische Kirche, aber auch Politiker verschiedener Parteien und natürlich auch durch Vertreter anderer philosophischer Richtungen.
Die philosophische Kritik richtet sich meist gegen einen verabsolutierenden Begriff der Existenz und einer zu geringen Differenzierung menschlicher Lebensformen, einer zu starken Polarisierung und schließlich einer Verfestigung der Dichotomie von Subjekt und Objekt. So waren es insbesondere andere Existenzphilosophen wie Heidegger oder Merleau-Ponty, die sich gegen die Ausprägung der Philosophie Sartres äusserten.
Interessanterweise nahm das Interesse für den Existentialismus im gleichen Maße, wie der für die Existenzphilosophie in der 2. Hälfte des 20.Jh. ab, da stärker gesellschaftliche, ethische und politische Fragestellungen in den Vordergrund rückten.
Werke
- Jean-Paul Sartre:
- La Nausée (Der Ekel)
- L' être et néant (Das Sein und das Nichts)
- Le Chemins de la liberté (Die Wege der Freiheit)
- Albert Camus:
- Le Mythe des Sisyphe (Der Mythos von Sisyphos)
- L' Étranger (Der Fremde)
- La Peste (Die Pest)
- Le Malentendu (Das Missverständnis)
Zitate
Jean-Paul Sartre:
- Existieren, das ist dasein, ganz einfach; die Existierenden erscheinen, lassen sich antreffen, aber man kann sie nicht ableiten
- Denn die dialektische Totalisierung muss die Handlungen, die Leidenschaften, die Arbeit und die Bedürfnisse ebenso wie die ökonomischen Kategorien umfassen, sie muss gleichzeitig den Handelnden wie das Ereignis in den historischen Komplex einordnen, ihn im Verhältnis zur Richtung des Werdens definieren und genauestens den Sinn der Gegenwart bestimmen.
- Wenn die Existenz dem Wesen vorausgeht, das heißt, wenn die Tatsache, dass wir existieren, uns nicht von der Notwendigkeit entlastet, uns unser Wesen erst durch unser Handeln zu schaffen, dann sind wir damit, solange wir leben, zur Freiheit verurteilt...
- Das "Paradoxe unserer historischen Situation" bestehe darin, dass "unsere Freiheit heute [...] lediglich der freie Entschluss, die Freiheit zu erkämpfen", sei.
- Der Marxismus wird zu einer unmenschlichen Anthropologie degenerieren, wenn er nicht den Menschen als seine Grundlage reintegriert
- ... es gibt keine Auswege zu wählen. Ein Ausweg, der wird erfunden
- Nicht die "Härte einer Situation und die von ihr auferlegten Leiden" sind Motive "dafür, dass man sich einen andern Zustand der Dinge denkt, bei dem es aller Welt besser ginge; im Gegenteil, von dem Tag an, da man sich einen anderen Zustand denken kann, fällt ein neues Licht auf unsere Mühsale und Leiden und entscheiden wir, dass sie unerträglich sind.
Beeinflusste Autoren
Siehe auch
- Essenz, Wesen (Philosophie), Existenz, Sinn des Lebens
Literatur
- Danto, Arthur C.: Sartre. Göttingen 1997, ISBN 3-88243-172-5
- Hans-Martin Schönherr-Mann: Sartre. Philosophie als Lebensform. Beck, München 2005, ISBN 3-406-51138-4
- Robert C. Solomon (Hrsg.): Existentialism. 2. Aufl. Oxford University Press, New York u.a. 2005, ISBN 0-19-517463-1 (Sammlung von Quellentexten)
- Haim Gordon (Hrsg.): Dictionary of existentialism. Fitzroy Dearborn, London u.a. 1999, ISBN 1-579-58167-6
- William L. McBride (Hrsg.): Sartre and existentialism. Philosophy, politics, ethics, the psyche, literature, and aesthetics. Bisher 8 Bde. Garland, New York, NY u.a. 1997ff.
- Helene Harth; Volker Roloff (Hrsg.): Literarische Diskurse des Existentialismus. Stauffenburg, Tübingen 1986, ISBN 3-923721-55-2
- Wilhelm Antonius Maria Luijpen: Existentielle Phänomenologie. Eine Einführung. Manz, München 1971, ISBN 3-7863-0135-2
- Leo Pollmann: Sartre und Camus. Literatur der Existenz. Kohlhammer, Stuttgart u.a. 1967.
- Nicola Abbagnano: Philosophie des menschlichen Konflikts. Eine Einführung in den Existentialismus. Rowohlt, Hamburg 1957.
Kategorie:Existenzphilosophie
ja:実存主義
th:อัตถิภาวนิยม
zh-min-nan:Chûn-chāi-chú-gī
Paris
Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005).
Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).
Geografie
Geografische Lage
UNESCO
UNESCO]
Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.
Stadtgliederung
Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département.
Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind:
Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.
Klima
Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter.
Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.
Geschichte
April]]
Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren.
Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.
52 v. Chr.
Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre.
1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.
1436]
Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war.
Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen.
Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen.
1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel.
2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
Ausschreitungen
Politik
Städtepartnerschaften
Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris
Theater
Sehenswürdigkeiten in Paris
Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris.
Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.
Museen
Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig.
Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt.
In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt.
Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt.
Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.
Bauwerke
- Straßen und Plätze
Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulevard bildet das Rückgrat einer einzigartigen südöstlich-nordwestlichen Sichtachse, die beim Louvre und den Tuilerien beginnt, der Place de la Concorde und den Arc de Triomphe umfasst und bis zur Grande Arche im neuen westlichen Stadtteil La Défense reicht.
Der Place de la Concorde ist der größte und letzte der Königsplätze von Paris. Ab 1755 errichtet, war während der Revolutionszeit auf dem in Place de la Révolution umbenannten Platz die Guillotine aufgestellt. Seit 1836 wird der Platz vom Obelisk von Luxor dominiert. Neben dem 23 Meter hohen Obelisken befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen.
Der Place des Vosges ist ein unter Heinrich IV. angelegter quadratischer Platz im Distrikt Marais. Der Platz bietet heute ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten des frühen 17. Jahrhunderts. Das Ensemble der Place Vendôme wurde für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen 1690 und 1720 erbaut. Der von einem geschlossen erhalten gebliebenen, harmonisch angeordneten Palais umfasste Platz wird heute von einer 44 Meter hohen Triumphsäule dominiert, die Napoléon Bonaparte 1806 errichten ließ.
Der Pont Neuf (Neue Brücke) ist die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine. Auf dem Place Igor Strawinsky neben dem Centre Pompidou sieht man den bekannten Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
- Weltliche Bauwerke
Niki de Saint Phalle]]
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Eiffelturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung eigentlich nur temporär errichtet werden sollte. Der Triumphbogen wurde von 1806 (unter Napoléon) bis 1836 (unter Louis-Philippe) errichtet. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Das Hôtel de Ville ist das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete neoklassizistische Rathaus von Paris.
Paris hat eine Reihe kunstgeschichtlich bedeutender Adelspaläste, ehemalige Stadtresidenzen bedeutender Adliger, Prälaten und Ministerialen. Erhalten sind zahlreiche Bauwerke aus dem späten 15. bis 18. Jahrhundert, insbesondere in den Distrikten Marais und St-Germain-des-Près.
Das Panthéon, errichtet von 1764 bis 1790, wechselte mehrmals seine Bestimmung: Als Kirche konstruiert, wurde der Kuppelbau nach der französischen Revolution 1789 zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle des Musée des arts et métiers. Im ausgehenden 19.Jahrhundert entstand auch der so typische Pariser Haussmann-Stil.
Die Sorbonne ist die älteste Universität nördlich der Alpen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet. An der Universität studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters. Der heutige Bau der Sorbonne wurde 1885 bis 1901 errichtet.
Im seit Ende der 1950er Jahre im Westen von Paris entstandenen Büro- und Geschäftsviertel La Défense, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die so genannte Grande Arche. Der gigantische, 110 Meter hohe Kubus des dänischen Architekten Johann Otto von Spreckelsen wurde 1989 eingeweiht.
Der Elysée-Palast ist der Amtssitz des französischen Präsidenten.
Das [http://fr.wikipedia.org/wiki/Grand_Palais| Grand Palais] war Ausstellungshalle zur Weltausstellung vergleichbar mit dem Londoner Spiegelpalast. Im Unterschied dazu - er steht noch.
- Kirchen
Elysée-Palast]
Die ehemalige Abteikirche Saint-Denis nördlich von Paris war seit dem 8. Jahrhundert Grablege fast aller französischen Könige. Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche markierte überdies den Beginn der Gotik. Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt allgemein als der Inbegriff frühgotischer Baukunst. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité erbaut und erreicht eine Höhe von 69 Metern. Die gotische Kirche Sainte-Chapelle, in einer kurzen Zeitspanne in den 1240er Jahren entstanden, liegt gegenüber von Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie diente dem König als Aufbewahrungsort für religiöse Reliquien.
Der Invalidendom wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Die prächtige Kuppelkirche dient als Grabstätte bedeutender französischer Feldherren, darunter Napoléon, der 1840 hierher überführt wurde. Die zwischen 1876 und 1914 im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré-Cœur befindet sich weithin sichtbar auf dem Hügel Montmartre.
Im Quartier Latin befinden sich St. Séverin-et-St-Nicolas, St. Julien-le-Pauvre und St. Etienne-du-Mont, im Marais Temple des Filles de la Visitation Sainte-Marie, St. Paul-et-St-Louis und St-Gervais-et-St-Protais sowie im Stadtteil St-Germain-des-Prés die Kirchen St. Germain-des-Prés und St. Sulpice. Weitere bedeutende Kirchen in Paris sind St. Nicolas-des-Champs, St. Martin-des-Champs, St. Eustache, St. Germain-l'Auxerrois, St. Roch, Ste-Marie-Madeleine, Chapelle Expiatoire, St. Augustin und Ste-Trinité.
- Friedhöfe
Zu den bekanntesten religiösen Bauwerken zählen in Paris auch die neuen Friedhöfe, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die alten ersetzten. Außerhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt wurden der Cimetière de Montmartre im Norden, der Cimetière du Père Lachaise im Osten, der Cimetière du Montparnasse im Süden, sowie im Zentrum der Stadt der Cimetière de Passy angelegt. Die Bekanntheit dieser Friedhöfe beruht im Wesentlichen darauf, dass hier eine große Anzahl von berühmten Persönlichkeiten beerdigt sind.
- Hotels
Paris ist bekannt für seine vornehmen und eleganten Hotels, die hauptsächlich um die „Tuilerien“ und die „Place Vendôme“ angesiedelt sind. Hier findet man beispielsweise das berühmte „Hotel Ritz“, das „George V“ oder aber das „Hotel Intercontinental“ mit seinem repräsentativen Patio.
Natürlich findet man aber Hotels und Unterkünfte in fast allen Preisklassen. Besonders reizvoll sind die kleinen Stadthotels mit dem berühmten Pariser Charme, auf die man oft ganz unverhofft trifft. Für all diejenigen, die für mehr als drei Monate nach Paris kommen, bietet sich die Anmietung eines „möblierten Appartements“ an.
Parks
Einer der bekanntesten städtischen Parks ist der Jardin du Luxembourg im VI. Arrondissement von Paris, im Quartier Latin. Er wurde im Jahre 1612 angelegt und beherbergt das Palais du Luxembourg, den Sitz des Senats, der zweiten Kammer der französischen Parlaments. Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien, aber auch freier gestaltete Zonen.
Weitere bedeutende Parks in Paris sind die Tuilerien, Bois de Boulogne, Bois de Vincennes, Jardin des Plantes, Parc des Buttes-Chaumont, Parc Montsouris, Parc de la Villette und Parc André Citroën.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Parc André Citroën
Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs. In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Durch den riesigen Absatzmarkt, den die Stadt bietet, übt sie seit jeher große Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgütern aus. Paris ist bekannt für die Produktion von Luxusgütern (Haute Couture und Schmuck). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zählen chemische Produkte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen.
Fast alle großen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs, insbesondere Banken und Firmen des Finanzwesens, haben ihren Sitz in Paris. Seit den 1990er Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen, multinationale Konzerne anzusiedeln. Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa.
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa. Die Landwirtschaft war deshalb schon in den früheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung in der Stadt.
Verkehr
- Nahverkehr
Der Verkehr in Paris wird überwiegend über die U-Bahn (Métro) abgewickelt. Sie wird täglich von rund fünf Millionen Menschen genutzt und besteht aus 14 Linien mit einer Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern.
An das Métro-Netz angeschlossen sind die Schnellbahnen (RER, Réseau Express Régional), die Paris mit den Vororten verbinden.
Am 21. November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestraßenbahnen, es waren die ersten in Europa. Mit der Elektrifizierung des Straßenbahnnetzes begann man am 6. November 1881. Der Betrieb wurde am 14. August 1938 eingestellt. Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6. Juli 1992 wieder eine Straßenbahn durch die Vororte. Heute befahren zwei Linien ein 23 Kilometer langes Streckennetz, eine dritte nach Paris ist in Planung.
Trolleybusse fuhren zum ersten Mal während der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15. April 1900 und dem 12. November 1900, ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg vom 7. April 1925 bis 8. Juli 1935. Nach einer siebeneinhalbjährigen Pause wurde der Betrieb noch während des 2. Weltkrieges am 18. Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1. April 1966 dann endgültig eingestellt.
- Fernverkehr
1966
Paris besitzt den zweitgrößten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetzes in Frankreich. Am Stadtrand befinden sich drei internationale Flughäfen. 48,3 Millionen Passagiere sind im Jahre 2003 auf dem Flughafen Charles de Gaulle abgefertigt worden – dies war die dritthöchste Zahl aller Flughäfen in Europa. Mit 23,1 Millionen Passagieren nimmt Orly den neunten Platz ein. Der dritte Flughafen ist Paris-Beauvais.
Wichtigste Eisenbahnverbindungen sind die Fernstrecken zu den Großstädten Frankreichs wie Marseille, Lyon, Bordeaux, Toulouse, Straßburg und Rennes, die zum Teil mit TGV-Zügen befahren werden. Außerdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Köln und Amsterdam über Brüssel als bedeutende europäische Verbindungen. Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Gare d'Austerlitz, Gare de l'Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse, Gare du Nord und Gare Saint-Lazare. Dem Eisenbahngüterverkehr dienen die Rangierbahnhöfe Villeneuve-Saint-Georges, Le Bourget und Achères in den gleichnamigen politisch selbständigen Vororten, die durch die Große Ringbahn (Grande Ceinture) untereinander verbunden sind.
Medien
Die meisten französischen Fernseh- und Radiosender haben ihren Sitz in Paris.
Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen („Le Figaro“, „Le Monde“, „Libération“) und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens.
Bildung
Die Gegensätze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich. Denn die angesehensten Bildungsstätten Frankreichs befinden sich überwiegend in Paris. Die 1257 gegründete Sorbonne ist die älteste Universität in Frankreich. Im Jahre 1968 wurde die Universität von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhängige Teile aufgegliedert. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt.
Weitere höhere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eröffnete Collège de France, die École Polytechnique (eröffnet 1794), das Institut Catholique (eröffnet 1875) und die École du Louvre (eröffnet 1882). Auch die Elithochschule ENA ist in Paris vertreten.
Ludwig XI. legte den Grundstock für die größte öffentliche Bibliothek, die Bibliothèque Nationale, mit einem Bestand von mehr als zehn Millionen Bänden. Ende 1996 wude das neue Gebäude für die Nationalbibliothek von Präsident Jacques Chirac eingeweiht. Die berühmte Académie française ist 1635 gegründet worden. Seit dem Jahre 1803 gehört sie dem Institut de France an.
Persönlichkeiten
Paris war Geburts- und/oder Sterbeort zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderem der Schriftsteller Honoré de Balzac, der Komponist Georges Bizet, der Maler François Boucher, der Komponist Frédéric Chopin, der Metallbauingenieur Gustave Eiffel, der Architekt Charles Garnier, der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz, der US-amerikanische Sänger und Lyriker Jim Morrison (The Doors) sowie der irisch-englische Literat Oscar Wilde.
Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Paris
Galerie
Image:Tour_eiffel_at_sunrise_from_the_trocadero.jpg|Eiffelturm bei Sonnenaufgang
Image:Palais garnier bs.jpg|Garnier-Oper
Bild:Louvre paris.gif|Der Louvre
Image:Place_de_la_Concorde_Luxor_obelisk_dsc00775.jpg|Obelisk aus dem Tempel von Luxor am Place de la Concorde
= Weblinks =
- Portal: Paris.
- [http://www.paris.fr/ Offizielle Paris-Seite]
- [http://www.parisinfo.com/ Pariser Fremdenverkehrsamt]
- [http://deutsch.pidf.com/ Offizielle Paris Ile-de-France-Seite]
- [http://www.paris-tourist.com/ Online-Reiseführer für Paris]
- [http://www.comedie-francaise.fr/ Nationaltheater Comédie Francaise]
- [http://www.zoomify.com/ Zoombares Satellitenbild (Flash benötigt)]
- [http://around.at/paris/ Private Seite über Paris]
- [http://www.parisbalades.com/Deutsch/default.htm/ Paris balades - Paris für Fußgänger (im Aufbau)]
- [http://www.reisefuehrer.cc/index.php/category/paris/ Sehenswürdigkeiten in Paris]
Kategorie:Ort in Île-de-France
Kategorie:Französisches Département
Kategorie:Hauptstadt in Europa
als:Paris (Stadt)
ja:パリ
ko:파리 시
nb:Paris
simple:Paris
1949
- In Afghanistan erklären die Afghanen die Durand-Linie für ungültig, als der Staat Pakistan entstand und fordern ihre besetzten Gebiete zurück
- In Berlin wird von Herta Heuwer am 4. September die Currywurst erfunden
Politik
- 1. Januar: Ernst Nobs wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die vom Wirtschaftsrat erlassene Kraftfahrzeug-Benutzungsverordnung tritt in Kraft, womit Ausflugs- und Vergnügungsfahrten verboten sind
- 1. Januar: Österreich erhält von Großbritannien die Kontrolle über die Grenze zu Italien zurück
- 1. Januar: Juan Manuel Gálvez tritt sein Amt als Staatspräsident von Honduras an
- 1. Januar: Indien und Pakistan vereinbaren einen Waffenstillstand zur Beilegung des Konflikt über Kaschmir
- 1. Januar: Thailand wird Mitglied in der UNESCO
- 2. Januar: Die neue Regierung von Südkorea wird von den USA anerkannt
- 3. Januar: Dreimächtenote an die Sowjetunion wegen Rückführung deutscher Kriegsgefangener
- 25. Januar: Wahlen zur ersten Knesset
- 28. Januar: Schweiz wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Februar: David Ben Gurion wird erster Ministerpräsident Israels
- 24. Februar: Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Ägypten nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg (23. März mit dem Libanon, 3. April mit Transjordanien, 20. Juli mit Syrien)
- 4. April: Gründung der NATO
- 8. April: Durch den Beitritt der französischen Besatzungszone wird die Bizone zur Trizone
- 16. April: Chaim Weizmann wird zum Staatspräsidenten Israels gewählt
- 23. April: Die deutsche Kommune Selfkant wird als Ausgleich für die im 2. Weltkrieg erlittenen Schäden unter niederländische Verwaltung gestellt
- 5. Mai: Gründung des Europarates
- 8. Mai: Costa Rica. Neue Verfassung, Abschaffung des Militärs
- 9. Mai: Rainer III. wird Fürst von Monaco
- 11. Mai: Israel wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. Mai: Die Sowjetunion hebt die Berlin-Blockade auf
- 23. Mai: Gründung der Bundesrepublik Deutschland und Verkündung des Grundgesetzes durch den Parlamentarischen Rat
- 27. Juni: Myanmar wird Mitglied in der UNESCO
- 6. Juli: Monaco wird Mitglied in der UNESCO
- 8. August: Bhutan erhält die Unabhängigkeit von Großbritannien
- 29. August: Die Sowjetunion zündet ihre erste Atombombe
- 7. September: Gründung der Deutschen Bundesbahn
- 12. September: Theodor Heuss wird erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
- 14. September: Pakistan wird Mitglied in der UNESCO
- 15. September: Konrad Adenauer wird erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
- 16. September: Israel wird Mitglied in der UNESCO
- 30. September: Im Westteil Berlins landet das letzte Versorgungsflugzeug im Rahmen der Berliner Luftbrücke
- 1. Oktober: Gründung der Volksrepublik China
- 7. Oktober: Gründung der DDR. Erster Ministerpräsident: Otto Grotewohl
- 14. November: | | |