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Otto Brunfels

Otto Brunfels

Otto Brunfels (auch Brunsfels oder Braunfels) (
- 1488 in Mainz; † 23. November 1534 in Bern, Schweiz) war ein deutscher Theologe und Botaniker. Carl von Linné bezeichnete ihn als den "Vater der Botanik". Brunfels studierte zunächst Theologie und Philosophie an der Universität Mainz, trat dann in ein Kartäuserkloster bei Mainz ein und siedelte später in die Kartause zu Königshofen bei Straßburg über. Von Straßburg aus nahm er mit Rechtsgelehrten Nikolaus Gerbel Kontakt auf und lernte ihn 1519 persönlich kennen. Dieser wies ihn auf die Heilkraft von Pflanzen hin und bestimmte damit den weiteren Weg von Brunfels als Botaniker. Nach Flucht und Übertritt zum Protestantismus (er wurde unter anderem von Franz von Sickingen und Ulrich von Hutten unterstützt), wurde er 1521 auf Betreiben des Frankfurter Dekans Johann Indagine Pfarrer in Steinau an der Straße, anschließend wirkte er als Pfarrer in Neuenburg am Rhein. Danach stand er acht Jahre einer Schule des Karmeliterordens in Straßburg vor. Das von der Universität Löwen 1550 auf Befehl des Kaisers ausgestellte Verzeichnis der Hauptketzer enthält den Namen von Brunfels an erster Stelle. In einer Schrift verteidigte er Ulrich von Hutten gegen Erasmus von Rotterdam und gab nachgelassene Schriften von Johannes Hus heraus. Brunfels' Catalogi virorum illustrium von 1527 gelten als erstes Geschichtsbuch der evangelischen Kirche. Nach dem Tod seines Freundes Ulrich von Hutten (1523) neigte er mehr den Prinzipien einer altevangelischen Brüdergemeinde zu und kam dadurch in Konflikte mit Martin Luther und Ulrich Zwingli. Er studierte dann Medizin an der Universität Basel, wo er 1530 den Doktograd erwarb. 1532 wurde er als Stadtarzt nach Bern berufen, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Brunfels hat neben seinen zahlreichen theologischen Werken Schriften zur Pädagogik, zur arabischen Sprache, Arzneimittellehre und Botanik veröffentlicht. Die Botanik verdankt ihm wesentlich ihre Neubegründung im Abendland, da er sich nicht, wie bis dahin üblich, nur auf die botanischen Schriften des Altertums stützte, sondern die Pflanzen selbst beobachtete und aus eigener Anschauung beschrieb. So ließ er in seinenen Werken Herbarum vivae icones (1530 und 1536, drei Teile) und Contrafayt Kräuterbuch (1532-1537, zwei Teile) die von ihm selbst gefundenen einheimischen Pflanzen in Holz schneiden und unter die Abbildungen die deutschen Namen setzen. Nach Otto Brunfels ist die Gattung Brunfelsia aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) benannt.

Werke


- Othonis Brvnfelsii Pro Vlricho Hutteno defuncto ad Erasmi Roter. Spongiam Responsio (1523)
- Processus consistorialis Martyrii Io. Huss (1524); dt: Geistl. Bluthandel Iohannis Hussz zu Constenz (1524 oder 1525)
- Catalogi virorum illustrium veteris et novi testamenti (1527)
- Catechesis puerorum in fide, in literis et in moribus (1529, Erziehungsratgeber)
- Herbarum vivae eicones, 3 Bde. (1530-36)
- Catalogus illustrium medicorum seu de primis medicinae scriptoribus (1530)
- Iatron medicamentorum simplicium (1533)
- Contrafayt Kreüterbuch (mit naturgetreuen Abb. v. Hans Weiditz), 2 Teile, (1532-1537)
- Onomastikon medicinae, continens omnia nomina herbarum, fruticum etc. (1534)
- Epitome medices, summam totius medicinae complectens (1540)
- In Dioscoridis historiam plantarum certissima adaptatio (1543)

Quellen


- Meyers Konversationslexikon 1888-1889
- Jahn: Geschichte der Biologie. Spektrum 2000
- Mägdefrau: Geschichte der Botanik. Fischer 1992 nähere Details über die besondere Verbindung von Otho Brunfels zu Hieronymus Bock über Deutsche Hieronymus Bock Gesellschaft c/o Hans G.Christoph ehrenamtlicher Leiter Am Hügel 22 90513 Zirndorf/Mittelfr.

Weblinks


-
- http://www.bautz.de/bbkl/b/braunfels_o.shtml
- http://www.heilpflanzen-welt.de/phytotherapeutische-welt/ptw_024.htm Brunfels, Otto Brunfels, Otto Brunfels, Otto Brunfels, Otto Kategorie:Gestalten der Reformation Brunfels, Otto Brunfels, Otto Brunfels, Otto

1488

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Jakob IV. wird König von Schottland
- Bartolomeo Diaz erforscht Algoabai und Mosselbaai in Südafrika und entdeckt dabei das Kap der Stürme
- 20. Januar: Stjepan Vukčić Kosača wird zum Herzog der Herzegowina erhoben

Geboren


- 6. Januar: Helius Eobanus Hessus, evangelischer Humanist († 1540)
- 25. Januar: Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, deutscher Heerführer († 1531)
- 19. März: Johannes Magnus, schwedischer Geistlicher († 1544)
- 21. April: Ulrich von Hutten, deutscher Humanist († 1523)
- 7. August: Caspar Aquila, deutscher Theologe († 1560)
- 15. August: Fernando Kolumbus, spanischer Seefahrer
- Otto Brunfels, deutscher Botaniker († 1534)
- Georg Rhaw, deutscher Buchdrucker und Thomaskantor († 1548)
- Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, deutscher Heerführer († 1531)

Gestorben


- 11. Juni: Jakob III. (Schottland), von 1460 bis 1488 König von Schottland (
- 1451)
- 18. Juli: Alvise Cadamosto, italienischer Seefahrer und Entdecker (
- 1432)
- 9. September: Franz II. Herzog der Bretagne (
- 1435)
- 10. Oktober: Andrea del Verrocchio, italienischer Künstler (
- 1435) ko:1488년 simple:1488

23. November

Der 23. November ist der 327. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 328. in Schaltjahren) - somit bleiben 38 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1863 - Im Amerikanischen Bürgerkrieg beginnt die Schlacht von Chattanooga. Die Unionstruppen unter General Ulysses Simpson Grant gewinnen diesen Waffengang.
- 1890 - Mit dem Tod von König Wilhelm III. der Niederlande erlischt die Personalunion von Luxemburg mit den Niederlanden, Luxemburg wird souveränes Großherzogtum.
- 1938 - Die deutschen Feuerwehren werden der Polizei unterstellt und ihre Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn gekennzeichnet.
- 1946 - Mit der Bombardierung der Hafenstadt Haiphong durch französische Kriegsschiffe beginnt der Indochinakrieg.
- 1967 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Guinea. In Kraft seit dem 13. Juni 1987
- 1973 - Nach einem halben Jahr beenden die Fluglotsen in Deutschland ihren Streik.
- 1978 - Der 1974/75 ausgearbeitete Genfer Wellenplan zur Neuordnung der Sendefrequenzen der Rundfunksender im Lang- und Mittelwellenbereich tritt in Kraft.
- 1986 - Nationalratswahlen in Österreich.
- 1989 - Georgien. Beginn der Sezessionsversuche in Südossetien
- 1992 - Deutschland: Bei einem Brandanschlag in Mölln (Schleswig-Holstein) sterben zwei türkische Frauen und ein zehnjähriges Mädchen.
- 2001 - Ungarn: Minister und hohe Beamte aus 32 Staaten unterzeichnen eine internationale Konvention gegen Internet-Kriminalität.
- 2003 - Nach wochenlangen Massenprotesten gegen die Amtsführung Eduard Schewardnadses und einer politischen Dauerkrise muss dieser von seinem Amt als georgischer Staatspräsident zurücktreten.
- 2004 - In der Ukraine erklärt die Opposition den bei der Stimmauszählung um den Sieg geprellten prowestliche Präsidentschaftskandidaten Wiktor Juschtschenko zum Sieger und ruft zu Massenprotesten in Form eines "friedlichen Marschs" auf das Parlamentsgebäude in Kiew auf.

Wirtschaft

Kiew
- 1869 - Im schottischen Dumbarton läuft der Klipper Cutty Sark vom Stapel, heute das letzte erhaltene Schiff dieses Typs.
- 1996 - Angola wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

Wissenschaft, Technik


- 1889 - In San Francisco kommt erstmals ein umgebauter Edison-Phonograph als Musikautomat mit Münzeinwurf öffentlich zum Einsatz.
- 1977 - Mit Meteosat-1 wird der erste einer Serie von geostationären Wettersatelliten von der ESA gestartet. Dies ist Europas Beitrag zum Aufbau des globalen Wettersatelliten-Systems.

Kultur


- 1644 - John Milton erstveröffentlicht sein Prosawerk "Areopagitica", eine Kritik gegen die Zensur, in London.
- 1839 - "Romeo und Julia", eine dramatische Symphonie von Hector Berlioz, wird in Paris uraufgeführt.
- 1899 - "Katinka und der Teufel", eine Oper von Antonín Dvořák, wird in Prag uraufgeführt.
- 1911 - Die Oper "Der Kuhreigen" von Wilhelm Kienzl wird in Wien uraufgeführt.
- 1921 - Die Oper "Katja Kabanowa" von Leoš Janáček wird in Brünn uraufgeführt.
- 1927 - Das Musical "Funny Face" von George Gershwin wird in New York City uraufgeführt.
- 1925 - Der Film "Go West" von Buster Keaton wird in den USA uraufgeführt.
- 1932 - Uraufführung der Operette "Glückliche Reise" von Eduard Künneke am Theater am Kurfürstendamm in Berlin.
- 1936 - Das US-Magazin "Life" erscheint.
- 1989 - Der Rocksänger Udo Lindenberg erhält in Berlin im Namen des Bundespräsidenten für seine Verdienste um die Verständigung zwischen Ost und West vom regierenden Bürgermeister Walter Momper das Bundesverdienstkreuz am langen Bande überreicht.

Religion


- 1700 - Giovanni Francesco Albani kommt als Papst Clemens XI. auf den Heiligen Stuhl.

Katastrophen


- 1980 - Italien. Ein schweres Erdbeben fordert mindestens 2916 Menschenleben. Das Epizentrum liegt bei Neapel und richtet auch in den Ruinenstädten Pompeji und Herculaneum große Schäden an.
- 1996 - Komoren. Eine entführte Boeing 767 der Ethiopian Airlines zerbricht nach der Notwasserung und sinkt. 125 der 175 Insassen kommen ums Leben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1904 - In St. Louis gehen die III. Olympischen Sommerspiele zu Ende.
- 2002 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Larry Donald in der Westfalenhalle, Dortmund, Deutschland, durch technischen KO.

Geboren


- 912 - Otto I., ostfränkischer König und erster Kaiser des Heiligen Römischen Reichs (HRR)
- 1752 - Muzio Clementi, italienischer Komponist, Pianist
- 1760 - François Noël Babeuf (Gracchus), französischer Revolutionär
- 1803 - Fjodor Iwanowitsch Tjutschew, russischer Dichter
- 1804 - Franklin Pierce, 14. Präsident der USA
- 1814 - Adolf Soetbeer, deutscher Nationalökonom
- 1837 - Johannes Diderik van der Waals, niederländischer Physiker (Nobelpreis für Physik 1910)
- 1846 - Ernst von Schuch, deutscher/österreichischer Dirigent
- 1853 - Leo Anton Carl de Ball, deutscher Astronom
- 1859 - Billy the Kid, US-amerikanischer "Westernheld"
- 1860 - Hjalmar Branting, schwedischer Politiker, Journalist und Nobelpreisträger
- 1869 - Valdemar Poulsen, dänischer Physiker und Ingenieur
- 1875 - Anatoli Wassiljewitsch Lunatscharski, ukrainischer marxistischer Kulturpolitiker
- 1876 - Manuel de Falla, spanischer Komponist
- 1878 - Ernest J. King, amerikanischer Admiral im Zweiten Weltkrieg
- 1887 - Boris Karloff, englischer Schauspieler
- 1887 - Henry Moseley, englischer Physiker
- 1888 - Harpo Marx (Adolph Arthur Marx), US-amerikanischer Komiker und Schauspieler
- 1889 - Klement Gottwald, tschechoslowakischer Politiker, Staatspräsident
- 1889 - Jakob Altmaier, deutscher Politiker
- 1890 - El Lissitzky, russischer Maler, Grafiker, Architekt
- 1901 - Marieluise Fleißer, deutsche Schriftstellerin
- 1905 - Felix Bloch, schweizerisch-amerikanischer Physiker
- 1905 - Erich Langer, deutscher Politiker
- 1906 - Oscar Heiler, schwäbischer Schauspieler und Komiker
- 1906 - Kurt Neuwald, deutsches Gründungsmitglied des Zentralrats der Juden
- 1906 - Sait Faik Abasıyanık, türkischer Schriftsteller
- 1912 - Franz Amrehn, deutscher Politiker
- 1912 - Jean Hengen, Erzbischof von Luxemburg
- 1915 - Hartmut Erbse, deutscher Altphilologe
- 1915 - Herbert Schneider, deutscher Politiker
- 1918 - Perez Prado, kubanischer Musiker
- 1920 - Paul Celan, deutscher Lyriker, Georg-Büchner-Preis 1960
- 1925 - Frederic Vester, deutscher Biochemiker, Umweltexperte und Autor
- 1925 - José Napoleón Duarte, salvadorianischer Präsident
- 1926 - Sathya Sai Baba, umstrittener indischer Guru
- 1927 - Angelo Sodano, Kardinalstaatssekretär (Vatikan)
- 1929 - Günter Gaus, deutscher Journalist
- 1932 - Renato Raffaele Martino, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1933 - Krzysztof Penderecki, polnischer Komponist
- 1937 - Karl Mildenberger, deutscher Boxer
- 1938 - Herbert Achternbusch, deutscher Autor und Regisseur
- 1939 - Betty Everett, US-amerikanische Sängerin
- 1941 - Franco Nero, italienischer Schauspieler
- 1943 - Eberhard Feik, deutscher Schauspieler
- 1945 - Dennis Nilsen, britischer Serienmörder
- 1948 - Anthony Bourge, britischer Musiker und Sänger
- 1948 - Reiner Calmund, deutscher Fussballmanager
- 1949 - Marcia Griffiths, jamaikanische Sängerin
- 1949 - Sandra Stevens, britische Sängerin
- 1949 - Gunilla von Bismarck, deutsche Hochadelige
- 1952 - Corinna Werwigk-Hertneck, deutsche Politikerin und Justizministerin von Baden-Württemberg
- 1955 - Mariele Millowitsch, deutsche Schauspielerin
- 1956 - Shane Gould, australische Schwimmerin
- 1958 - Ronald Schill, Richter und Gründer der Partei Rechtsstaatliche Offensive
- 1959 - Maxwell Caulfield, schottischer Schauspieler (bekannt aus "Der Denver Clan" oder "Grease 2")
- 1966 - Vincent Cassel, französischer Schauspieler, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Synchronsprecher
- 1970 - Christoph Mory, deutscher Schauspieler

Gestorben


- 1499 - Perkin Warbeck, Gegner von Heinrich VII.
- 1572 - Agnolo Bronzino, italienischer Maler
- 1682 - Claude Lorrain, französischer Maler
- 1693 - Job Berckheyde, niederländischer Maler
- 1763 - Antoine François Prévost d'Exiles, in Courteuil/Chantilly; französischer Schriftsteller (
- 1. April 1697)
- 1809 - Jakob Joseph Winterl, in Pest; österreichisch-ungarischer Chemiker und Botaniker (
- 15. April 1732)
- 1829 - Philipp von der Leyen, erster Fürst von der Leyen
- 1840 - Louis de Bonald, französischer Staatsmann und Philosoph
- 1856 - Joseph Freiherr Hammer von Purgstall, österreichischer Diplomat und Übersetzer orientalischer Literatur
- 1859 - James Ward, englischer Maler
- 1890 - Wilhelm III. (Niederlande), König (1849-90)
- 1915 - Johannes Trojan, deutscher Schriftsteller
- 1937 - Aloys Fischer, deutscher Pädagoge
- 1938 - Eduard Engel, deutscher Literaturhistoriker und Stilist jüdischer Herkunft
- 1946 - Arthur Garfield Dove, US-amerikanischer Maler
- 1949 - Gustav Radbruch, deutscher Rechtsgelehrter und -politiker
- 1950 - Hyacinthe Vincent, in Paris; französischer Arzt und Bakteriologe (
- 22. Dezember 1862)
- 1951 - Henry Collet, in Paris; französischer Pianist und Sänger (
- 5. November 1885)
- 1955 - Shemp Howard, amerikanischer Komiker (The Three Stooges)
- 1956 - Armin Berg, österreichischer Kabarettist
- 1957 - Ilija Abu Madi, in New York City; libanesischer Dichter und Journalist (
- 15. Mai 1889)
- 1959 - Lina Pasini-Vitale, in Rom; italienischer (
- 8. November 1872)
- 1961 - York Bowen, in London; englischer Pianist und Komponist (
- 22. Februar 1884)
- 1965 - Elisabeth von Belgien in Brüssel; die "rote Königin", als Gattin von Albert I. belgische Königin (
- 25. Juli 1876)
- 1965 - Ernie Shepard, in Hamburg; US-amerikanischer Jazzbassist und -sänger (
- 19. Juli 1916)
- 1966 - Seán Ó Ceallaigh, irischer Politiker, Staatspräsident
- 1968 - Wieland Herzfelde, in Ostberlin; deutsch-schweizerischer Schriftsteller und Verleger (
- 11. April 1896)
- 1969 - Spade Cooley, US-amerikanischer Country-Musiker und Bandleader
- 1973 - Dee Dee Pierce, in New Orleans. Louisiana; US-amerikanischer Jazzsänger und -trompeter (
- 18. Februar 1904)
- 1976 - André Malraux, französischer Schriftsteller, Politiker
- 1978 - Hanns Johst, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 1985 - Joe Turner, US-amerikanischer Sänger
- 1990 - Roald Dahl, englischer Schriftsteller
- 1991 - Hans Bausch, in Leonberg, Württemberg; deutscher Rundfunkintendant (SDR) (
- 23. Dezember 1921)
- 1991 - Klaus Kinski, deutscher Schauspieler (18. Oktober 1926)
- 1992 - Roy Acuff, Country-Sänger und Musik-Verleger
- 1993 - Herve Bromberger, französischer Filmregisseur und Drehbuchautor (
- 10. November 1918)
- 1994 - Tommy Boyce, US-amerikanischer Sänger und Songwriter (
- 29. September 1944)
- 1995 - Louis Malle, französischer Filmregisseur
- 1998 - Ingeborg Feustel, deutsche Schriftstellerin
- 2004 - Fred Vatter, deutscher Unternehmer

Feiertage und Gedenktage


- Klemens von Rom = Papst Clemens I., auch Ankertag genannt.
- Adam, Detlef, Detlev, Felicia, Felicitas,

Siehe auch


- 22. November - 24. November
- 23. Oktober - 23. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1123 ja:11月23日 ko:11월 23일 simple:November 23 th:23 พฤศจิกายน

Bern

Bern (Berndeutsch (Ortssprache): Bärn; Französisch: Berne; Italienisch: Berna; Rätoromanisch: Berna) ist der Hauptort des Amtsbezirks Bern, die Hauptstadt des Kantons Bern und Bundesstadt der Schweiz (siehe auch Hauptstadtfrage der Schweiz). Die Altstadt ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Bern ist auch UN-Stadt (Sitz des Weltpostvereins).

Geographie

Weltpostverein] Die Stadt Bern ist auf einer Landzunge in einer Flussschlaufe der Aare angelegt. Das Siedlungsgebiet ist von Hügeln und grösseren Waldgebieten umgeben. Die Altstadt und das Zentrum der Stadt erheben sich hoch über der engen Flussschlaufe. Der Fluss trennt den Stadtkern nach Norden, Osten und Süden von den Aussenquartieren ab. Im Norden stossen die Quartiere Breitenrain und Lorraine ans Zentrum, im Osten die Schosshalde und im Süden das Kirchenfeld. Diese sind über Hochbrücken (Lorrainebrücke, Kornhausbrücke, Nydeggbrücke, Kirchenfeldbrücke sowie die Monbijoubrücke) erreichbar. Im Westen grenzen Bümpliz und Bethlehem an das Zentrum. (Siehe auch: Stadtteile der Stadt Bern) Um die Kernstadt Bern gruppieren sich eine Vielzahl von Agglomerationsgemeinden (Köniz, Muri, Ostermundigen, Ittigen, Bolligen, Zollikofen), womit eine Agglomeration mit ca. 300'000 Einwohnern entsteht. Zollikofen Die Alte Sternwarte (heute abgerissen und durch das Institut für exakte Wissenschaften ersetzt) bildet das historische Zentrum der Landesvermessung der Schweiz und trägt die Schweizer Landeskoordinaten 600'000/200'000.

Bevölkerung

Im August 2005 bewohnten 127'217 Einwohner die Stadt, davon waren 26'836 oder 21.1% ausländische Staatsangehörige. Stadtpräsident ist Alexander Tschäppät (Sozialdemokrat).

Sprachen

Die Amts- und Schriftsprache ist Deutsch. Gesprochen wird Berndeutsch, die lokale Variante der schweizerdeutschen Mundart. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeichnete sich Bern durch eine starke soziale Sprachgliederung aus: Die patrizische Oberschicht sprach das gehobene Patrizier-Berndeutsch, die alteingesessene Bürgerschaft das altertümliche Stadtberndeutsch, die Unterschicht im Mattequartier das sogenannte Mattenenglisch und die neu zugewanderten sprachen Landberndeutsch.

Religionen - Konfessionen

Evangelisch-reformiert 64%, römisch-katholisch 27%. Bern ist Sitz des christkatholischen Bischofs der Schweiz, und die Synagoge Bern ist Mittelpunkt einer jüdischen Gemeinde, die heute rund 340 Mitglieder hat.

Geschichte

jüdischen Nach ersten Siedlungen auf der Engehalbinsel in der La-Tène-Zeit und der gallorömischen Epoche wurde die Stadt 1191 von Herzog Berchthold V. von Zähringen gegründet. Laut einer Sage nannte er die Neugründung Bern, weil er dort einen Bären getötet haben soll. Berchthold baute die Stadt nach einem klaren Plan: Sie wurde auf der Landzunge in einer Schlaufe der Aare errichtet, so dass sie auf drei Seiten auf natürliche Weise geschützt war. Auf der vierten Seite wurden eine Mauer und ein Wehrturm errichtet. Die geschützte Lage ermöglichte ein rasches Wachstum der Stadt in Richtung Westen: Wehrturm am westlichen Ende war bis 1256 der Zytgloggeturm (Zeitglockenturm), gefolgt vom Käfigturm bis 1345 und vom Christoffelturm bis 1622. Dieser stand in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs, wurde aber 1865 abgerissen. Während des Dreissigjährigen Krieges wurden zwei zusätzliche Schutzanlagen errichtet, die so genannten Schanzen. Das auf diese Weise geschützte Gebiet war gross genug für die Entwicklung der Stadt bis ins 19. Jahrhundert. Nach dem Aussterben des Geschlechts der Zähringer (1218) wurde Bern Freie Reichsstadt. Seine endgültige Unabhängigkeit erreichte es mit Siegen in der Schlacht am Dornbühl (1298 über Freiburg und die Habsburger) und dann im Laupenkrieg (1339) über die Burgunder. In dieser zweiten Schlacht wurde es unterstützt von den drei Waldstätten (Uri, Schwyz, Unterwalden), mit denen es sich 1323 verbündet hatte. 1353 trat Bern als achter Ort dem Bund der Innerschweizer Waldstätten bei und verhalf so der jungen Eidgenossenschaft zu einem wesentlich erweiterten Einflussgebiet. Nach dem großen Brand von 1405 erfolgte der Wiederaufbau der vorher aus Holz erbauten Stadt in Sandstein. Das damals entstandene mittelalterliche Stadtbild ist heute noch weitgehend unverändert erhalten. 1848 wurde Bern durch die erste Eidgenössische Bundesversammlung zum Sitz der Bundesbehörden bestimmt. (Siehe auch: Geschichte des Kantons Bern)

Verkehr

Strassenverkehr

Bern ist über eine Reihe von Autobahnen (A1, A12, A6) dicht vernetzt mit den benachbarten Städten.

Öffentlicher Verkehr

Das Verkehrsnetz von BERNMOBIL umfasst 3 Tram-Linien sowie mehrere Trolleybus- und Buslinien, wobei die meisten das Stadtzentrum mit den Aussenbezirken und Vororten verbinden. Der Grossteil des zentrumnahen Verkehrs wird von BERNMOBIL abgewickelt. Der Busverkehr in die weitere Agglomeration wird von den Postautobetrieben und vom Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) abgedeckt. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 hat sich BERNMOBIL dem Verkehrsverbund Libero angeschlossen, welcher sich über die Städte Bern und Solothurn sowie das Emmental erstreckt. Emmental Die Berner S-Bahn verbindet die Stadt mit der weiteren Agglomeration. Das S-Bahnnetz umfasst eine Anzahl Linien, die die Stadt mit Thun, dem Emmental, Biel, Solothurn, Neuenburg, Freiburg und Schwarzenburg verbinden. Die S-Bahn wird von der BLS Lötschbergbahn, der Regionalverkehr Mittelland AG (RM) und dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) betrieben. Die Fernverkehrszüge der SBB und der BLS bedienen den Hauptbahnhof von Bern, der auch Knotenpunkt für das S-Bahn-Netz ist. Von hier aus verkehren die Züge mit nationalen Destinationen (wie Zürich, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und Brig). Auch die internationalen Züge nach Deutschland (u.a. ein ICE), Frankreich (TGV), Italien (u.a. Pendolino) und Spanien (Talgo) fahren vom Hauptbahnhof ab. In Bezug auf das Verkehrsaufkommen ist der Hauptbahnhof Bern (nach Zürich) der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz. Unter dem Bahnhof befindet sich die unterirdische Endstation der schmalspurigen RBS. Erwähnenswert ist die Marzilibahn, welche vom Aare-Ufer hinauf zum Bundeshaus führt. Mit einer Länge von 105 Metern ist sie die kürzeste Standseilbahn in Europa. Eine weitere Standseilbahn, die Gurtenbahn, führt vom Vorort Wabern auf den Berner Hausberg, den 858 Meter hohen Gurten (bekannt für das Gurtenfestival). Ein weiteres Kuriosum ist das so genannte Senkeltram, das eigentlich ein Lift ist, der das tiefer gelegene Mattequartier mit der Altstadt (Münsterplattform) verbindet.

Flugverkehr

Ein paar Kilometer südlich der Stadt befindet sich der internationale Flughafen Bern-Belp.

Wirtschaft und Wissenschaft

Wirtschaft

Die Stadt Bern ist eines der Zentren des Wirtschaftsraums Espace Mittelland, der eine Region, bestehend aus den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg, Neuenburg, Jura, Waadt und Wallis, umfasst (ca. 2.5 Mio. Einwohner und ca. 900'000 Arbeitsplätze). Die wichtigsten Branchen im Wirtschaftsraum Bern sind
- Telekommunikation :Traditionell stark ist die Telekommunikationsbranche. Bekannteste Vertreter sind Swisscom (ehemaliger staatlicher Monopolanbieter für Telefoniedienstleistungen, heute privatisiert) und Ascom (Telekommunikationsausrüster).
- Transportwesen :Mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) haben die beiden grössten Eisenbahngesellschaften der Schweiz ihren Hauptsitz in Bern.
- Gesundheits- und Pharmabranche :Eine Schwerpunktbranche in Bern ist die Gesundheits- und Pharmabranche. Die wichtigsten Unternehmen in diesem Bereich sind das Inselspital, Berna Biotech, Galenica und ZLB Behring AG.
- Öffentliche Dienstleister :Die Post, mit einem breit gefächerten Angebot im Bereich Brief- und Paketpost, Finanzdienstleistungen und Transportwesen (Postauto) hat als grösster öffentlicher Dienstleister in der Schweiz ihren Hauptsitz in Bern.
- Verwaltung :In der Stadt Bern sind wesentliche Teile der Verwaltungen von Eidgenossenschaft, Kanton und Stadt Bern angesiedelt. Somit ist Bern das grösste Verwaltungszentrum der Schweiz.

Wissenschaft und Bildung

In Bern befindet sich eine Vielzahl von Bildungsinstituten. Nachstehend sind die wichtigsten aufgezählt: Kanton
- Universität Bern mit der Universitätsklinik "Inselspital"
- Pädagogische Hochschule Bern [http://www.phbern.ch/]
- Berner Fachhochschule [http://www.bfh.ch] :Bei der Berner Fachhochschule sind etwa 5000 Studierende eingeschrieben. Die Fachhochschule besteht aus den folgenden Einheiten: :
- Hochschule für Technik und Informatik :
- Hochschule für Architektur, Bau und Holz [http://www.hsb.bfh.ch] :
- Hochschule für Wirtschaft, Verwaltung und Soziale Arbeit :
- Hochschule der Künste Bern :
- Hochschule für Landwirtschaft :
- Hochschule für Sport
- Berufsschulen :Weiter ist eine Vielzahl von Berufsschulen vertreten, wie etwa :
- Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern [http://www.gibb.ch] :
- Schule für Gestaltung Bern [http://www.wksbern.ch/] :
- Wirtschafts- und Kaderschule KV Bern [http://www.wksbern.ch/] :
- Berufsschule für Verwaltung Bern [http://www.bvbern.ch/] :
- BFF BERN, Berufs,- Fach- und Fortbildungsschule [http://www.bffbern.ch] :
- Lehrwerkstätten der Stadt Bern [http://www.lwb.ch] :
- Berufsschule für Pflege Am Altenberg [http://www.pflegeschule.ch/] :
- Hotel Handelsschulen [http://www.hotel-handelsschulen.ch/] :
- Wirtschaftsmittelschule Bern [http://www.w-m-b.ch/] :
- Berufsschule des Detailhandels [http://www.bsd-bern.ch/]
- Weitere Schulen :
- Konservatorium Bern [http://www.konsibern.ch]

Sehenswürdigkeiten

Hochschule der Künste Bern
- Die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Altstadt mit ihren (durchgehenden) Laubengängen (Arkaden) und den zahlreichen historischen Brunnen aus dem 16. Jahrhundert (siehe: Berner Brunnen).
- Zytglogge-Turm (Zeitglockenturm), erstes Westtor (1191 - 1256) mit Figurenspiel und astronomischer Uhr.
- Käfigturm, zweites Westtor erbaut von 1256 bis 1344, bis 1897 als Gefängnis benützt.
- Rathaus, gotisches Rathaus
- Erlacherhof und Béatrice-von-Wattenwyl-Haus, Stadtpalais an der Junkerngasse
- Rathaus zum Äusseren Stand
- Kornhaus mit dem prächtigen Kornhauskeller
- Bärengraben. Gehege mit dem Wappentier der Stadt.
- Bundeshaus mit Bundesplatz
- Kantonalbankgebäude am Bundesplatz
- Rosengarten, Blumenpark mit schöner Aussicht auf die Altstadt.
- Aare (Marzilibad)
- Tierpark Dählhölzli
- Untertorbrücke und Ländtetor, frühe Zugänge zur Stadt Bern.
- Orangerie Elfenau
- Marzilibahn, kürzeste Standseilbahn Europas
- Gurten, Hausberg von Bern, mit Standseilbahn erreichbar. Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Bern vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 1997 den Wakkerpreis.

Kirchen

Wakkerpreis

Reformierte Altstadtkirchen


- Berner Münster mit Münsterplattform
- Heiliggeistkirche
- Nydeggkirche
- Französische Kirche

Reformierte Quartierkirchen


- Pauluskirche
- Friedenskirche
- Johanneskirche
- Petruskirche
- Markuskirche
- Matthäuskirche
- Kirche Bümpliz

Sonstige


- Dreifaltigkeitskirche (römisch-katholisch)
- St. Peter und Paul (christkatholisch)
- St. Ursula's Church (anglikanisch)

Schlösser


- Altes Schloss Bümpliz
- Neues Schloss Bümpliz
- Schloss Holligen
- Schloss Wittigkofen

Denkmäler


- Bubenberg-Denkmal
- Erlach-Denkmal
- Weltpost-Denkmal
- Zähringerdenkmal

Friedhöfe


- Bremgartenfriedhof mit Grab von Michail Alexandrowitsch Bakunin
- Schosshaldenfriedhof mit Grab von Paul Klee
- Friedhof Bümpliz mit Erweiterung von Schang Hutter
- Jüdischer Friedhof mit Grab von Max Horkheimer

Kultur

Theater


- Stadttheater Bern
- Schlachthaus Theater Bern
- Hochschule der Künste Bern
- Das Theater an der Effingerstrasse
- Narrenpack Theater Bern
- Tojo Theater in der Reitschule

Konzerte


- Kultur-Casino Bern
- Berner Symphonieorchester
- Marian's Jazzroom
- Mahogany Hall [http://www.mahogany.ch Homepage]
- Dampfzentrale
- Reithalle
- Bierhübeli
- Internationaler Studentenclub (ISC)
- Wasserwerk (Jugendzentrum)
- Gaskessel (Jugendzentrum)

Museen

Gaskessel (Jugendzentrum)

- Historisches Museum Bern
- Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern
- Einstein-Haus
- Museum für Kommunikation
- Kunstmuseum Bern
- Psychiatrie-Museum Bern
- Schweizerisches Alpines Museum
- Zentrum Paul Klee
- Kunsthalle Bern
- Schweizer Theatersammlung
- Schweizerisches Literaturarchiv in der Schweizerischen Landesbibliothek

Festivals


- Gurtenfestival :Mitte Juli findet auf dem Berner Hausberg Gurten das Gurtenfestival statt, bei dem zehntausende von Besuchern mit der Gurtenbahn auf den Berg befördert werden. Das Festival, bei dem internationale Musikstars auftreten, zählt zu den grössten der Schweiz.
- BeJazzSommer
- BeJazzWinterFestival
- Berner Tanztage
- Internationales Jazzfestival Bern
- Taktlos-Festival

Volksfeste


- Zibelemärit :Jährlich, am vierten Montag im November, findet in Bern der "Zibelemärit" (Zwiebel-Markt) statt, bei dem traditionsweise vor allem Zwiebeln verkauft werden. Durch Besucher der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland, welche schon in den frühesten Morgenstunden anreisen und einer ausgelassenen Stimmung durch Konfetti und Plastik-Hämmerchen, mit denen die Kinder den Erwachsenen auf den Kopf schlagen, erhält der Zibelemärit den Charakter eines Volksfestes.
- Aareleuchten :Seit 1996 findet jeweils am Nationalfeiertag (dem 1. August) in der Stadt Bern das Aareleuchten-Fest statt, welches vom Schweizer Hilfswerk SWISSAID organisiert wird. Dabei wird die Aare mit Lichtschiffchen erleuchtet, nach dem Vorbild von hinduistischen und buddhistischen Licht- und Wasserfesten.

Sport

Fussball

Der Fussballclub BSC Young Boys, kurz YB, spielt in der höchsten schweizerischen Liga. Der Neubau des Wankdorfstadions wurde im Sommer 2005 nach vierjähriger Bauzeit als multifunktionelle Arena mit unterirdischem Einkaufscenter als Stade de Suisse Wankdorf eröffnet und bietet Platz für knapp 32'000 Zuschauer. Es ist einer von acht Spielorten bei der Fussball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich.
Das alte Wankdorfstadion war Austragungsort des Finales der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 (4. Juli 1954), das Deutschland mit 3:2 gegen Ungarn gewann. Der unerwartete deutsche Sieg wurde als "Wunder von Bern" bekannt.

Eishockey

Der SC Bern spielt in der höchsten Eishockeyliga der Schweiz in der Bern-Arena (ehemals Allmend-Stadion). Europaweit hat der SCB bei Heimspielen den höchsten Zuschauerdurchschnitt. Die Bern-Arena ist nach der Köln-Arena das zweitgrösste Eishockey-Stadion Europas.

Bekannte Berner Persönlichkeiten

(in alphabetischer Reihenfolge)
- Ursula Andress - Schauspielerin
- Marianne Alvoni- Schweizer Modedesignerin
- Elisabeth de Meuron - Stadtoriginal ("Madame Demeuron")
- Friedrich Dürrenmatt - Schriftsteller
- Albert Einstein - Physiker
- Berchtold Haller - Grosser Reformator, Freund von Zwingli
- Alexander Heimann - (Kriminal-) Schriftsteller
- Polo Hofer - Rockmusiker, Begründer des (bern-) deutschen Mundartrocks
- Carl Albert Loosli - Philosoph
- Thüring von Ringoltingen - Schriftsteller
- Ludwig Schläfli - Mathematiker
- Rudolf von Tavel - Schriftsteller
- Karl Tellenbach - Stadtoriginal ("Dällebach Kari")
- Robert Walser - Schriftsteller
- Adolf Wölfli Maler, Art Brut
- Berchtold V. von Zähringen - Stadtgründer

Söhne und Töchter der Stadt


- Kurt Aeschbacher, Fernsehmoderator
- Walther Aeschbacher, Dirigent und Komponist
- Felicie Affolter, Schweizer Psychologin und Psychotherapeutin
- Evi Allemann, Schweizer Nationalrätin
- Volkmar Andreae, Schweizer Dirigent und Komponist
- Peter Bieri, Schriftsteller und Philosoph
- Ruth Bietenhard, Schweizer Journalistin, Autorin und Lehrerin
- Karl Viktor von Bonstetten, Schweizer Schriftsteller
- Christoph Braendle, Schweizer Schriftsteller und Journalist
- Walter Breisky, Österreichischer Politiker
- Adrian von Bubenberg, Schultheiss der Stadt Bern und Held der Schlacht bei Murten
- Otto von Büren, Stadtpräsident
- Fabian Cancellara, Schweizer Radrennfahrer
- Jean-Luc Darbellay, Schweizer Komponist, Dirigent, Klarinettist und Arzt
- Gottfried von Einem, Komponist
- Hans Albert Einstein, Bauingenieur, Professor, Sohn Albert Einsteins und dessen Frau Mileva Maric
- Rudolf von Erlach, Berner Ritter
- Margarethe Faas-Hardegger, Schweizer Frauenrechtlerin und Gewerkschafterin
- Philipp Emanuel von Fellenberg, Schweizer Pädagoge und Agronom
- Emanuel Friedrich von Fischer, Politiker
- Henry Berthold von Fischer, Architekt
- René Gardi, Reiseschriftsteller
- Otto von Greyerz, Mundart-Schriftsteller und Professor für Sprache und Literatur
- Albrecht von Haller, Schweizer Dichter und Gelehrter
- Hermann Haller (Bildhauer), Schweizer Bildhauer
- Karl Ludwig von Haller, Schweizer Staatsrechtler
- Lukas Hartmann, Schriftsteller
- Alexandre Hay, Schweizer Anwalt
- Thomas Hirschhorn, Schweizer Künstler
- Ferdinand Hodler, Schweizer Maler
- Walther Kauer, Schweizer Schriftsteller
- Emil Theodor Kocher, Schweizer Chirurg und Nobelpreisträger
- Samuel König, Mathematiker, Orientalist und pietistischer Theologe
- Ernst Kreidolf, Bilderbuchillustrator
- Stefan Kurt, Schauspieler
- Hermann Kutter, Schweizer evangelischer Theologe
- Paul Laciga, Schweizer Beachvolleyball-Spieler
- Remo Legnazzi, Filmregisseur
- Salvatore Licitra, italienischer Tenor
- Rodolphe Lindt, Gründer der "Chocolademanufaktur Lindt"
- David Loosli, Schweizer Radrennfahrer
- Bernhard Luginbühl, Schweizer Künstler
- Max Lüthi, Schweizerischer Literaturwissenschaftler und Märcheninterpret
- Manon (Künstlerin), Züricher Künstlerin
- Niklaus Manuel, Dramatiker, Maler, Graphiker und Staatsmann
- Kurt Marti, Schweizer Pfarrer und Schriftsteller
- Mani Matter, Schweizer Liedermacher
- Gottfried Mind, Schweizer Zeichner
- Monique (Sängerin), Schweizer Sängerin
- Helene von Mülinen, Schweizer Frauenrechtlerin
- Paul Nizon, Schweizer Schriftsteller
- Hazy Osterwald, Schlagersänger
- Liselotte Pulver, Schweizer Schauspielerin
- Peter Reber, Schweizer Liedermacher und Sänger
- Thüring von Ringoltingen, Schultheiß von Bern
- Jean Rudolf von Salis, Schweizer Historiker, Schriftsteller und Publizist
- Klaus Schädelin, Pfarrer, Politiker, Schriftsteller
- Karl Schenk, Schweizer Politiker
- Carl Schenkel, Schweizer Filmregisseur und Drehbuchautor
- Philipp Albert Stapfer, Schweizer Politiker, Diplomat und Theologe
- Verena Stefan, deutsch-Schweizer Schriftstellerin
- Daniel Steiner (Sportler), Schweizer Eishockeyspieler
- Beat Sterchi, Schweizer Schriftsteller
- Charlot Strasser, Schweizerischer Psychiater und Schriftsteller
- Gottlieb Samuel Studer, Schweizer Bergsteiger, Panoramazeichner und Autor
- Harald Szeemann, Schweizer Kurator, Leiter der Berner Kunsthalle, Kurator der Documenta 5 und der Biennalen Venedig
- Willy Weber (Künstler), Schweizer Bildhauer
- Lisa Wenger, Schweizer Künstlerin, Kinderbuchautorin und Malerin
- Adolf Wölfli, Schweizer Maler
- Johann David Wyss, Schweizer Autor
- Johann Rudolf Wyss, Schweizer Autor
- Wen-Sinn Yang, Cellist taiwanesischer Abstammung
- Roland Zoss, Schweizer Musiker und Schriftsteller
- Matthias Zschokke, Schweizer Schriftsteller und Filmemacher
- Markus Zürcher, Bildender Künstler (Siehe auch: :Kategorie:Berner)

Siehe auch


- Liste der Berner Persönlichkeiten
- Hauptstadtfrage der Schweiz
- Burgergemeinde Bern
- New Bern

Weblinks


- [http://www.bern.ch Offizielle Website der Stadt Bern]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D209.html Artikel Bern (Gemeinde)] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.berne.ch Bern-Tourismus]
- [http://www.bernmobil.ch Fahrpläne der städtischen Verkehrsmittel]
- [http://www.starfrosch.org Bern Wiki]
- [http://www.educanet.ch/class/lobe-INFW04/WebP2/inf-p2-jf/ berninfo]
Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Bern Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Weltkulturerbe ! Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz) als:Bern ja:ベルン

Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde. Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.

In Kürze

Frankreich Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern. Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden. Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag. Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone. Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer. Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005). Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch. 41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert. Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig. Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union. Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.

Geografie

CH Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. 38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.

Geologie

Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen. Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.

Berge

Oberrheinische Tiefebene In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt. Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe. Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m). In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin. Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m). Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz Liste der Berge in der Schweiz]]

Seen

Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen. Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden). Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz. Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²). Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz

Flüsse

Liste der Seen in der Schweiz]] Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden. Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet. Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer. Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône. Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau. Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po. Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz. Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône. Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz

Klima

Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran. Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage. Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr. Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990). Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987). Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten. Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener. Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990). Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.

Flora und Fauna

30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.

Bevölkerung

Sprachen

Kastanienwälder Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.» Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt. Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren. Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet. Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch. Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache

Religionen

:Kategorie:Schweizer Sprache] Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind. Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas. Siehe auch: Religionen in der Schweiz

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Schweiz. Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg. Burgund] Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern. Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet. Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten. Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte. zugewandten Orte Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat. Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten. Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt 1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde. Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert. Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine