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HörZu
Die HÖRZU ist eine deutsche Programmzeitschrift und erscheint seit 1946. Ihre Geschichte ist eng mit dem Axel-Springer-Verlag verbunden. Heute erscheint sie freitags in einer Auflage von rund 1,5 Millionen Exemplaren.
Vorgeschichte
Siehe auch: Nachkriegsdeutschland
Bereits im Sommer 1945 wurde der Rundfunkbetrieb in Deutschland wieder aufgenommen, und neben lizensierten Tageszeitungen wurde auch der Verlag von Programmzeitschriften genehmigt. Der 33-jährige Axel Springer plante zusammen mit John Jahr und Max Schmeling den Einstieg in das Verlagsgeschäft und erhielt von den Alliierten, nicht zuletzt aufgrund seiner fehlenden NSDAP-Mitgliedschaft, am 11. Dezember 1945 eine Verlagslizenz. Diese galt für den Altonaer Verlag Hammerich & Lesser, in dem Springer gemeinsam mit seinem Vater Hinrich Kalender und Unterhaltungsromane verlegte.
Nachdem mehrere Lizenzanträge, zum Beispiel für die Tageszeitung Hamburger Telegraph oder das Programmblatt Das hört die Welt abgelehnt oder zurückgezogen wurden, gelang Springer die Übernahme eines rundfunknahen Verlagsprojekts. Die Besatzer, namentlich der Chief Controller Hugh C. Greene, wollten ausgewählte Rundfunkbeiträge zusätzlich in gedruckter Form vertreiben. Dies wollten sie lieber in die Hände eines unabhängigen Verlegers geben, als es den Rundfunkanstalten selbst zu überlassen. So begann Springer im April 1946 mit der Herausgabe der Nordwestdeutschen Hefte, die Berichte aus dem Programm des NWDR abdruckten.
Lizenzantrag und Erstausgabe
Im Frühjahr 1946 stellte Springer den Antrag an die die britische Press Section, eine Programmzeitschrift herauszugeben. Er argumentierte:
:„Über die Notwendigkeit der Veröffentlichung der Programme aus politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und vielen anderen Gründen besteht kein Zweifel. Die Rundfunksender wünschen, wie auch die Bevölkerung, eine Programm-Zeitschrift. Der heutige Zustand der Durchgabe des Programms (B.B.C.-London fordert beispielsweise allwöchentlich seine Hörer auf, mit Bleistift und Papier das Programm der Woche zu notieren) kann nur eine Notlösung sein, die hauptsächlich auf den heutigen Papiermangel zurückzuführen ist. Wir glauben darauf hinweisen zu dürfen, daß das Erscheinen einer Rundfunk-Zeitschrift zu den vordringlichsten Aufgaben der Publikation gehört.“ [http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/seegers_hoerzu/seegers_hoerzu.html]
Daneben wies er auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem NWDR bei den Nordwestdeutschen Heften und auf die langjährige Erfahrung des Verlags hin. Im Juni 1946 erhielt er die Lizenz für die Herausgabe einer Programmzeitschrift mit dem Arbeitstitel Radio-Post, und in den folgenden Vertragsverhandlungen mit dem NWDR ließ er sich das ausschließliche Recht zusichern, die Programme vollständig abzudrucken. Neben der kurzfristigen Programmvorschau in den Tageszeitungen sollte der NWDR keinen anderen Programmzeitschriften den Abdruck genehmigen.
Am 11. Dezember 1946, ein Jahr nach Erteilung der Verlagslizenz, erschien somit die erste Ausgabe von Hör zu!. Die Druckauflage der zwölfseitigen Zeitschrift war auf 250.000 Exemplare beschränkt, der Copypreis betrug 0,30 Reichsmark. Der Chefredakteur Eduard Rhein wandte sich in einem Grußwort an die Leser:
:„HÖR ZU! will nicht eine Illustrierte ersetzen, nicht eine Gartenlaube mit Häkelmuster und Rundfunkprogramm sein, nicht mit der Bühne und dem Film kokettieren. [...] HÖR ZU! hält den Rundfunk nur für eine Vorstufe des farbigen, plastischen Fernsehrundfunks.“ [http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/seegers_hoerzu/seegers_hoerzu.html]
Inhaltlich boten die ersten Ausgaben der Hör zu! Berichte über den NWDR, Neuigkeiten aus der Rundfunk- und Fernsehtechnik, Porträts der Kommentatoren und den obligatorischen Technischen Fragekasten, der Lesern bei der Reparatur ihrer Rundfunkempfänger half.
In enger redaktioneller Zusammenarbeit mit den Redakteuren des NWDR wurden neue Sendereihen und Hörspiele vorgestellt, Umfragen und Gewinnspiele durchgeführt. Im vollständigen Programmteil war jedem Wochentag eine Seite gewidmet, die Sendezeit von 20–22 Uhr durch einen Kasten hervorgehoben. Neben dem Programm des NWDR wurde das Programm der übrigen deutschen Rundfunksender, der BBC, von Paris und Paris Nationale abgedruckt.
Abgerundet wurde das Heft durch eine Leserbriefrubrik, ein kleines Kreuzworträtsel und Witze.
Neustrukturierung
Als mit Hilfe des European Recovery Programs die Papierknappheit und die damit verbundene Beschränkung der Druckauflage ein Ende hatte, setzte sich der deutsche Zeitschriftenmarkt in Bewegung. Die Währungsreform von 1948 sorgte für mehr Sparsamkeit in den deutschen Haushalten, und viele Zeitungen und Zeitschriften standen vor dem wirtschaftlichen Aus.
Durch den Wegfall der Lizenzpflicht öffnete sich der Markt für unpolitische, leserorientierte Produkte. Die Illustrierten lieferten ihren Lesern nicht nur Berichte, sondern auch bunte Bilder. Quick und Revue vervielfachten ihre Auflagen.
Gleichzeitig wurde die bisherige redaktionelle Zusammenarbeit mit dem NWDR immer geringer. Der Rundfunksender gestattete auch anderen Programmzeitschriften den Abdruck seines Hörfunkprogramms, und eine Neuorientierung und -strukturierung sollte für das wirtschaftliche Überleben der Hör zu! der einzige Ausweg sein.
Ab 1949 erweiterte die Hör zu! die bisherige Heftstruktur um Elemente aus den Publikumszeitschriften, zum Beispiel Rezepte und Fortsetzungsromane, und strich die technische Berichterstattung. Kinofilme und -stars wurden Teil der Berichterstattung, und mit Klatsch und Tratsch näherte man sich den Illustrierten weiter an. Die Zeitschrift versuchte, eine "Heile Welt" für ihre Leser zu schaffen, und die Titelbilder der 50er und 60er trugen Illustrationen des Malers Kurt Ard, die "typische" Familiensituationen darstellten.
Ein Igel als Markenzeichen
Mit der Ausgabe 49/1949 hatte die Hör zu! ein Redaktions-Maskottchen: den Igel Mecki. Basierend auf Werbematerial zum Trickfilm Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel (1937) sollte Mecki redaktionelle Themen kommentieren und über mögliche Mißstände im Rundfunk "meckern".
Da er bei den Lesern jedoch sehr schnell beliebt wurde, erschien ab Herbst 1951 ein zweiwöchentlicher Comic mit Mecki und seinen Freunden Charly Pinguin und Schrat. Er wurde zum Markenzeichen und zentralen Werbeträger der Hör zu!.
Generationenwechsel
Neben einem Einbruch der Auflage 1962 wirkte die Hör zu! unter der Feder des inzwischen über 60-jährigen Eduard Rhein bei weitem nicht mehr so frisch und ungezwungen wie in den Anfangsjahren, sondern gesetzt und altbacken. 1965 wechselte der Bild-am-Sonntag-Chefredakteur Hans Bluhm an die Spitze der Redaktion. Bluhm schaffte es ohne eine wesentliche Änderung des familiären Charakters, die Zeitschrift an den Markt der späten 60er anzupassen und dem neuen Unterhaltungsmedium Fernsehen gerecht zu werden.
So verleiht die Hör zu! seit 1965 jährlich die „Goldene Kamera“ und konzentriere sich nicht länger nur auf Film-, sondern auf Fernseh-Schauspieler. Die Überschriften und Fotos wurden größer, die Zeitschrift noch visueller und großzügiger gestaltet.
HÖRZU heute
2005 zeigt sich die HÖRZU, inzwischen Springer-typisch in Versalien benannt, in einem fast unveränderten Format. Neben der altbewährten Programm-Berichterstattung sind Interviews und harmlose Klatsch-Nachrichten über Fernsehstars und -persönlichkeiten das zentrale Element, abgerundet durch Rezepte, Rätsel und Witze.
Weiterer, fester Bestandteil ist ein vierseitiges Feature, das das Thema einer aktuellen Fernsehdokumentation aufgreift. Häufig finden sich Tipps und Ratgeber zu Reisezielen, Recht und Gesundheit. Seit 1995 zeichnet der Cartoonist Wolf-Rüdiger Marunde jede Woche einen zynischen Blick auf das Leben auf dem Lande.
Neben der HÖRZU verlegt die Axel Springer AG die Programmzeitschriften TVneu, Funk Uhr, Bildwoche und TV digital, die sich inhaltlich mit der HÖRZU geringfügig überschneiden. In Bereichen, die bei der Produktion Synergiepotential aufweisen, zum Beispiel der Fotoredaktion, dem Layout, der Schlussredaktion und dem Marketing, wird eng zusammengearbeitet oder eine Zusammenarbeit geplant. Das Fernseh- und Radioprogramm wird in einer eigenen Redaktion für alle Zeitschriften produziert.
Chefredakteure
1946–65: Eduard Rhein –
1965–74: Hans Bluhm –
1974–85: Peter Bachér –
1985–87: Felix Schmidt –
1987–89: Helmut Reinke –
1989–97: Klaus Stampfuss –
1997–99: Andreas Petzold –
1999–2001: Michael Lohmann –
2001–03: Jörg Walberer –
seit 2003: Dr. Thomas Garms
Siehe auch
- Geschichte der Axel Springer AG, Mecki, NWDR, Eduard Rhein
Literatur
- Lu Seegers (2001): Hör zu! Eduard Rhein und die Rundfunkprogrammzeitschriften (1931–1965). Potsdam: Verlag für Berlin-Brandenburg.
- Lu Seegers (2004): Fernsehstars und „freie Liebe“. Zur Karriere der Programmzeitschrift „HÖR ZU“ (1965–1974). In: Zeithistorische Forschungen / Studies in Contemporary History, Heft 2/2004 ("Mediengeschichte(n)"), Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen.
Weblinks
- [http://www.hoerzu.de Offizielle Webseite der Hörzu]
- [http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/seegers_hoerzu/seegers_hoerzu.html Lu Seegers: Die Erfolgsgeschichte von HÖR ZU! 1946-1965]
- [http://www.zuschauerpost.de Leserbriefe, Kommentare und Fernsehkritiken aus der Hörzu]
Kategorie:Zeitschrift
Axel Springer AG
Der von Axel Springer 1946 gegründete Verlag Axel Springer ist Deutschlands größter Zeitungsverlag und verlegt unter anderem die Bild und Die Welt.
Der Sitz des Unternehmens ist Berlin mit weiteren Zentralen in Hamburg und München.
Aktionärsstruktur
München
Die 34 Millionen Aktien (Nennwert 3,00 €) des Konzerns werden an der Frankfurter Börse unter der WKN 550135 gehandelt. Einen Höchstwert von 153,50 € erreichte die Aktie im Jahr 2000, ihm folgte ein Aktiensplit im Verhältnis 1:10. Im Jahr 2005 bewegt sich der Aktienkurs zwischen 90 und 100 Euro.
50 % (plus 10 Aktien) der Anteile werden von der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. gehalten. An dieser sind Friede Springer zu 90 % sowie Ariane und Axel Sven Springer zu je 5 % beteiligt. Friede Springer kontrolliert somit 55,00003 % und damit die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien.
Weiterhin hält die Hellman & Friedman LLC 19,4 % der Aktien. 9,8 % gehören der Aktiengesellschaft selbst, und 10,8 % befinden sich in Streubesitz. [http://www.finanzen.net/partner/asv/asv_chart.asp], [http://www.kek-online.de/db/index.php?c=268&mt=3&s=&f=1]
Vorsitzender des Vorstands ist Dr. Mathias Döpfner, Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Giuseppe Vita. Einzelnen Zeitungsgruppen sind eigene Verlagsgeschäftsführer zugeordnet.
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2004 betrug rund 2,40 Milliarden Euro, zusammengesetzt aus Umsätzen aus dem Vertrieb (1,17 Milliarden Euro), dem Anzeigengeschäft (0,95 Milliarden Euro) und übrigen Umsätzen (0,29 Milliarden Euro). [http://axelspringer.de/inhalte/pdf/geschber/04/08_lagebericht.pdf] Der Konzern erwirtschaftet also rund die Hälfte seiner Umsätze mit dem Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften.
Firmengeschichte
Umsatz
siehe auch: Geschichte der Axel Springer AG
Nach der Gründung im Jahr 1946 gibt Springer in seinem Hamburger Verlag zunächst die Fernsehzeitschrift Hörzu, die ursprüngliche Bild sowie Die Welt heraus. 1959 erwirbt er die Mehrheit am Berliner Ullstein-Verlag und damit an der B.Z. und der Berliner Morgenpost.
Dem Bau des Verlagshauses an der Berliner Mauer im Jahre 1966 folgt die 68er-Bewegung in Berlin, die unter anderem gegen die „Springerpresse“ demonstriert.
Heinrich Böll veröffentlicht 1974 seine Erzählung Die verlorene Ehre der Katharina Blum, in der er die Boulevardpresse scharf kritisiert.
Nach dem Tod Axel Springers 1985 übernimmt seine Witwe Friede die Konzernleitung und erweitert die Geschäftstätigkeit in den 1990er Jahren ins europäische Ausland.
Der Medienunternehmer Leo Kirch scheidet 2002 endgültig aus dem Unternehmen aus.
Beteiligungen
siehe auch: Beteiligungen der Axel Springer AG
Das Kerngeschäft der AG stellt immer noch der Verlag von Tageszeitungen und Zeitschriften dar. Hierbei sind neben der überregionalen Bild und Welt vor allem die Berliner und Hamburger Lokalzeitungen (B.Z., Berliner Morgenpost und Hamburger Abendblatt) nennenswert.
Neben der Hörzu verlegt die AG die Fernsehzeitschriften BildWoche, FunkUhr und TVNeu. Auch in diesem Bereich wurden Redaktionen zusammengelegt, da der Verlag sich Synergieeffekte erhoffte.
Sie besitzt weiterhin eigene Druckereien und ist am Pressegroßhandel beteiligt. In den letzten Jahren wurden Beteiligungen an Online-Diensten erworben.
TV-Sender
Im Herbst 2005 kündigte die AG an, sie wolle ihren bisherigen Anteil an der ProSiebenSat.1 Media AG erheblich ausweiten und neben allen (stimmberechtigten) Stammaktien auch rund ein Viertel der Vorzugsaktien erwerben. Im November 2005 wurde dies zunächst untersagt.
Bisher ist die AG am Hamburger Lokalsender Hamburg 1 sowie an zwei Produktionsgesellschaften beteiligt.
Sonstiges
Hamburg 1
Orthographie
Die Rechtschreibreform von 1996 ist von Journalisten des Verlags meist kritisch beurteilt worden. Nachdem die Reform 1999 zunächst umgesetzt wurde, entschied man sich bereits 2004 wieder für eigene, an die „klassische Rechtschreibung“ angelehnte Schreibweisen. Diese wurden im August 2005 noch einmal erweitert und füllen derzeit rund 350 Seiten.
Ausbildung
Der Konzern betreibt seit 1986 in Hamburg und Berlin eine eigene Journalistenschule und bildet in [http://axelspringer.de/inhalte/berufsse/frame.htm mehreren kaufmännischen und technischen Berufen] aus.
Personen mit Bezug zur Axel Springer AG
- Axel Springer (Firmengründer) und Friede Springer (größte Aktionärin)
- Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke (Studenten), Günter Wallraff und Heinrich Böll (Autoren)
- Rudolf Müller (Fluchthelfer) und Reinhold Huhn (Grenzsoldat der DDR)
- Udo Röbel, „Pepe“ Boenisch (ehemalige BILD-Chefredakteure)
- Leo Kirch, Haim Saban (Medienunternehmer)
Kritik
Siehe auch: Springerpresse, Kölner Zeitungskampf
Journalismus
Dem Verlag wird oft ein politisch rechts-konservatives Agenda Setting nachgesagt, das vor allem in den Zeitungen Bild und Die Welt erkennbar sei. Wahlwerbung der Linkspartei ist in allen Zeitschriften des Spinger Konzerns verboten. Die Konzernleitung hat zugunsten rechter Parteien sämtlichen firmeneigenen Publikationen untersagt, Anzeigen der Linkspartei anzunehmen bzw. zu drucken.
Beziehung zu Politikern
Bild-Chefredakteur Kai Diekmann ist eng mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl befreundet.
Weblinks
eigene
- [http://www.axelspringer.de/ axelspringer.de] - Offizielle Webpräsenz der Axel Springer AG
- [http://www.axelspringer.de/inhalte/geschich/inhalte/as/grundsae/grundsae.htm Grundsätze der AG]
- [http://www.wams.de/data/2005/05/15/718659.html "Neubeginn mit einem altersschwachen Opel"] - Artikel von Uwe Bahnsen über die Verlagsgründung, Welt am Sonntag, 15. Mai 2005
andere
- [http://sueddeutsche.de/,tt1m2/wirtschaft/special/125/58067/index.html/wirtschaft/artikel/171/58113/article.html "Macht über Wort und Bild" (Süddeutsche Zeitung zur Übernahme von ProSiebenSat1)]
- [http://www.bildblog.de/ BILDblog.de: Ein kritischer Blick auf den Verlag und sein deutsches Zugpferd], siehe auch BILDblog
- [http://www.bildblog.de/familie.html Aufstellung aller Medienbeteiligungen des Konzerns]
Springer Verlag
Springer Verlag
Springer Verlag
Springer Verlag
Kategorie:1946
Rundfunk
Rundfunk bezeichnet die Übertragung von Informationen jeglicher Art (beispielsweise Bilder, Ton, Text) über elektromagnetische Wellen (siehe auch: leitungslose Telekommunikationsverfahren), wobei die Informationen für die Öffentlichkeit gedacht sind und von jedermann empfangen werden können. Dies schließt auch kodierte Informationen ein, die gegen Bezahlung entschlüsselt werden können. Der Begriff "Rundfunk" wurde von dem Radiopionier Hans Bredow im November 1919 geprägt. Die Wortschöpfung geht auf das ursprüngliche Verfahren der drahtlosen Telegraphie zurück.
Zum Rundfunk gehören insbesondere der Hörfunk (Radio) und das Fernsehen.
Umgangssprachlich ist mit Rundfunk meist Hörfunk gemeint ("Rundfunk und Fernsehen"), was jedoch inhaltlich falsch ist. Rundfunk umfasst Hörfunk genauso wie Fernsehen, DAB, DRM oder DVB-T, sowie Fernsehen und Radio über Satellit (analog, DVB-S, ADR, Worldspace). Eine Sonderform ist das Internet-Radio.
Die Bezeichnung Rundfunk bedeutet nicht, dass Rundfunksender stets über Antennen mit Rundstrahlcharakteristik verfügen. In allen Rundfunkbereichen - von der Langwelle bis zur Ultrakurzwelle - werden zur besseren Versorgung bestimmter Gebiete teilweise Richtstrahlantennen verwendet. Dies wird für die entsprechenden Standorte im Rahmen von Frequenzkoordinationen (wie sie in internationalen Abkommen, zum Beispiel dem Genfer Wellenplan definiert sind) festgelegt. Weiterhin gibt es Sendeanlagen, insbesondere im Langwellen- und Mittelwellenbereich, die zu bestimmten Zeiten (meist tagsüber) mit Rundstrahl- und nachts mit Richtstrahlantenne arbeiten.
Gesetzliche Grundlagen
In Deutschland wird der Rundfunk durch zahlreiche Gesetze geregelt (siehe auch: Rundfunkrecht). Da er in den Bereich der Landesgesetzgebung fällt, besteht seine gesetzliche Grundlage im Rundfunkstaatsvertrag. Ausführende Behörde sind die Landesmedienanstalten der einzelnen Bundesländer, die für die Frequenzvergabe und Lizenzierung zuständig sind. Diese gesetzlichen Grundlagen wurden durch die Rundfunk-Urteile des Bundesverfassungsgerichtes entscheidend geprägt und konkretisiert.
Man spricht beim Rundfunk auch von einem dualen System, da auf der einen Seite öffentlich-rechtliche Anstalten (WDR, SWR etc.) und auf der anderen Seite private Rundfunkanbieter parallel existieren. Dazu gibt es noch den Nichtkommerziellen Lokalfunk, der in den Landesmediengesetzen unterschiedlich eigenständig bewertet wird.
Weiterhin senden Rundfunksender für die Versorgung der alliierten Streitkräfte (AFN und BFBS), Staten Wires (-SW-). Sowohl der AFN als auch der BFBS senden nur auf Englisch und können in vielen Teilen Deutschlands empfangen werden (AFN nachts in ganz Deutschland auf der Mittelwellen-Frequenz 873 kHz). Auch einige Auslandsdienste senden von Deutschland. Es sind dies Radio Free Europe/Radio Liberty auf Kurzwelle in Lampertheim und Biblis, die Voice of America (VoA) in Ismaning bei München und die Stimme Russlands in Wachenbrunn. Daneben sendet seit 1955 der französischsprachige Sender Europe 1 sein kommerzielles Programm auf der Langwellen-Frequenz 183 kHz von Felsberg-Berus aus mit einer Leistung von 2.000 Kilowatt nach Frankreich. Dieser Sender ist der älteste private Rundfunksender in Deutschland und verdankt seine Entstehung dem besonderen Statut des Saarlands in den 50er Jahren. Ein weiterer Sender ist der Evangeliumsrundfunk (ERF) mit Sitz in Wetzlar.
Im Falle der Sender der alliierten Streitkräfte und der von Deutschland aus senden Auslandsdienste beschränkt sich die Zuständigkeit der deutschen Behörden auf rein technische Angelegenheiten, wie die Zuteilung der Sendefrequenz.
Durchführung des Sendebetriebs
In vielen Ländern ist die Durchführung des Studio- und des Sendebetriebs organisatorisch getrennt, wobei den Sendebetrieb in diesen Fällen meist die nationale Fernmeldebehörde übernimmt.
In Deutschland stellt sich die Situation (auch nach Fall des Fernmeldemonopols) so dar:
Der Sendebetrieb der Landesrundfunkanstalten in den alten Bundesländern erfolgt im Regelfall von Anlagen, die den Landesrundfunkanstalten gehören, während er in den neuen Bundesländern im Regelfall von Anlagen der Deutschen Telekom AG erfolgt. Die Programme von ZDF, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur werden bundesweit zum größten Teil über Anlagen der Deutschen Telekom AG abgestrahlt. AFN und BFBS benutzen teilweise Anlagen der Deutschen Telekom AG zur Verbreitung ihrer Programme, teilweise betreiben sie auch ihre eigenen Sender. Radio Free Europe/Radio Liberty und die Voice of America betreiben ihre Anlagen im Eigenbetrieb, während die Stimme Russlands auf Anlagen der Deutschen Telekom AG zurückgreift. Der Privatsender Europe 1 betreibt seinen Sender in Felsberg-Berus in Eigenregie, während alle anderen privaten Rundfunksender in Deutschland Anlagen der Deutschen Telekom AG oder der Landesrundfunkanstalten zur Verbreitung ihrer Programme nutzen.
Siehe auch
- Geschichte des Hörfunks- und Fernsehens
- Portal:Hörfunk und Portal:Fernsehen
Weblinks
- [http://www.dra.de Deutsches Rundfunkarchiv]
- [http://www.freieradios.net Archiv freier Radios]
Kategorie:Funktechnik
Kategorie:Medien
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Kategorie:Journalismus
ja:放送
simple:Broadcast
Tageszeitung
Eine Tageszeitung ist eine mindestens zweimal wöchentlich erscheinende Zeitung, die eine umfassende Berichterstattung bietet und sich an ein allgemeines Publikum richtet. Je nachdem zu welchem Zeitpunkt des Tages die Zeitung erschien oder erscheint, wird sie auch Abendblatt oder Morgenblatt genannt.
Damit sind die Eigenschaften, die eine Tageszeitung aufweist,
- die Periodizität,
- die Universalität,
- die Aktualität sowie
- die Publizität.
Ein Vorläufer der Tageszeitung waren die im alten Rom täglich erscheinenden Nachrichtenbulletins, die Acta diurna. Die erste Tageszeitung der Neuzeit erschien am 1. Juli 1650 in Leipzig. Zwei Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges, wandelte der Leipziger Drucker und Buchhändler Timotheus Ritzsch seine bereits seit 1643 vier Mal in der Woche erscheinende »Wöchentliche Zeitung«, in eine Tageszeitung um.
Die »Einkommende Zeitungen« erschien ab 1650 sechs Mal in der Woche. Jede Ausgabe bestand aus vier Seiten im Format von etwa 13,5 mal 17 Zentimetern.
Die Auflage betrug etwa 200 Exemplare. Gesetzt waren die »Einkommenden Zeitungen« in Metall-Lettern, gedruckt wurden sie auf einer hölzernen Druckerpresse von Hand.
Tageszeitungen in Deutschland
Überregionale Tageszeitungen
Das politische Spektrum der überregionalen Abonnements-Zeitungen in Deutschland reicht von konservativ (Die Welt) über links-liberal (Frankfurter Rundschau) bis linksradikal (Junge Welt). Allerdings erscheinen die meisten dieser Zeitungen in einem Großteil ihrer Auflage in Ausgaben mit ortsspezifischen Lokalteilen.
Die bundesweit verbreiteten, überregionalen Tageszeitungen Deutschlands:
- Süddeutsche Zeitung
- Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
- Die Welt
- Frankfurter Rundschau
- die tageszeitung ("taz")
- Neues Deutschland
- Junge Welt
Nur in weiterem Sinn zu den Tageszeitungen gezählt (wg. des fehlenden Kriteriums der Universalität) werden:
- Börsen-Zeitung
- Handelsblatt
- Financial Times Deutschland
Boulevard-Zeitungen
Das einzige überregionale Boulevardblatt in Deutschland ist die Bild-Zeitung, die mit weitem Abstand die höchste Auflage aller deutschen Zeitungen überhaupt verzeichnet.
Tageszeitungen nach Auflage
Die zehn auflagenstärksten Tageszeitungen Deutschlands (Stand 2004) sind:
#Bild
#Süddeutsche Zeitung und Westdeutsche Allgemeine incl. aller Nebenausgaben
#Frankfurter Allgemeine Zeitung.
#Freie Presse
#Rheinische Post und Sächsische Zeitung incl. aller Nebenausgaben
#Mitteldeutsche Zeitung
#Hamburger Abendblatt
#Kölner Stadtanzeiger
#Westdeutsche Allgemeine (Ausgabe Niederrhein)
#Rheinpfalz
Quelle: Media Perspektiven 5/2005; Schütz, Walter J.:Deutsche Tagespresse 2004
Die älteste Publizistische Einheit in Deutschland ist der Hanauer Anzeiger.
Siehe auch: Liste deutscher Zeitungen.
Zeitungsantiquariate
Ältere Zeitungen für Museen, Archive, Film- und Fernsehaufnahmen und als Geschenk (Zeitung vom Tag der Geburt, der Hochzeit oder zum Jubiläum) bieten spezialisierte Zeitungsantiquariate an.
Tageszeitungen in der Schweiz
Die bekannteste Tageszeitung der Schweiz ist die als liberal-konservativ geltende international renommierte Neue Zürcher Zeitung.
Dagegen ist das Boulevardblatt Blick die auflagenstärkste Tageszeitung der Schweiz. Weitere Tageszeitungen in der Deutschschweiz: Aargauer Zeitung, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Bund (Bern), Neue Luzerner Zeitung, Tages-Anzeiger (Zürich), St. Galler Tagblatt und die Südostschweiz.
siehe auch: :Kategorie:Schweizer Zeitung
Tageszeitungen in Österreich
Die überregionalen Qualitäts-Tageszeitungen Österreichs sind Der Standard, Die Presse und die Salzburger Nachrichten.
Die mit Abstand auflagenstärkste Tageszeitung ist aber die boulevardorientierte Kronen Zeitung (bis 2000 "Neue Kronen Zeitung"), gefolgt vom Kurier.
siehe auch: Liste österreichischer Zeitungen, :Kategorie:Österreichische Zeitung
Tageszeitungen in Dänemark
Die überregionalen Qualitäts-Tageszeitungen in Dänemark sind Berlingske Tidende, Politiken und die Jyllands-Posten.
Von geringerer Auflage und Bedeutung sind Børsen, Dagbladet Information und [http://da.wikipedia.org/wiki/Kristeligt_Dagblad Kristeligt Dagblad].
Des Weiteren gibt es die boulevardorientierten [http://da.wikipedia.org/wiki/Ekstra_Bladet Ekstra-bladet] sowie B.T.
Tageszeitungen in den Niederlanden
Die auflagenstärksten Tageszeitungen der Niedelande sind
De Telegraaf, das Algemeen Dagblad, de Volkskrant und das NRC Handelsblad. In Westdeutschland sind die größeren niederländischen Zeitungen in der Regel tagesaktuell im Zeitschriftenhandel zu finden.
Siehe auch: Liste von Zeitungen, Zeitung.
Weblinks
- [http://www.ard-werbung.de/showfile.phtml/2001_12_03.pdf?foid=1518 Redaktionelle und verlegerische Struktur der deutschen Tagespresse (pdf), aus Media Perspektiven 12/2001]
- [http://profi.genios.de/psgenios/fn/picshow/sfn/genios/pic_id/66618 Liste vieler nationaler und internationaler Tageszeitungen] XLS-Datei, 3,2 MB (ab Stichpunkt "Tageszeitungen / Regionalpresse / Wochenzeitungen")
Kategorie:Zeitung
Kategorie:Journalismus
Axel SpringerAxel Springer, geboren als Axel Cäsar Springer, ( - 2. Mai 1912 in Altona; † 22. September 1985 in Berlin), war Gründer und Inhaber des Axel Springer Verlags.
Der Verlegersohn startete seine Karriere 1947 mit der Gründung der Axel Springer GmbH in Hamburg. 1948 gab er das Hamburger Abendblatt heraus, bald folgen weitere Objekte wie Hörzu und, im Jahr 1952, die erste Ausgabe der Boulevardzeitung "Bild", die seitdem täglich erschien. Die Bild-Zeitung prägte seitdem das Meinungsbild einer Millionenleserschaft.
1967 begannen die Demonstrationen und Proteste einer vorwiegend linksgerichteten Studentenschaft gegen die Springer-Presse, vor allem gegen die Bild-Zeitung, die ein eher bürgerliches und wertkonservatives Welt- und Politikbild vermittelte und den Kommunismus sowie die studentische APO und ihren Führer Rudi Dutschke entschieden bekämpfte.
1972 Bombenanschlag der Rote Armee Fraktion (RAF) auf das Hamburger Springer-Hochhaus, bei dem 17 Mitarbeiter verletzt werden.
1980 war Axel Springer Mitbegründer einer konservativen Interessenvereinigung und der "Bürgeraktion Demokraten für Strauß", die den CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß bei der Wahl für das Bundeskanzleramt unterstützte.
Im Januar 1980 beging sein Sohn Axel Springer jr., der unter dem Namen Sven Simon als Sportfotograf sehr bekannt war, Suizid. Dieses Ereignis belastete den Vater schwer.
Springer starb 1985 in Westberlin.
Seine Erben verpflichtete Springer, ihr Erbe bis zum Jahre 2015 nicht zu verkaufen. Heute wird sein Erbe überwiegend von seiner fünften Ehefrau Friede Springer verwaltet.
Literatur
- Axel Springer, Hans Wallenberg (Hrsg.): Von Berlin aus gesehen. Zeugnisse eines engagierten Deutschen, Busse u. Seewald : Herford 1985
- Axel Springer, Friede Springer (Hrsg.): Axel Springer. Die Freunde dem Freund, Ullstein : Berlin 1986
- Gerhard Naeher: Axel Springer. Mensch, Macht, Mythos, D. Straube Verlag, Erlangen 1991
- Michael Jürgs: Der Verleger – Der Fall Axel, Springer List : Tübingen 2001
- Claus Jacobi: Der Verleger Axel Springer. Eine Biografie aus der Nähe. Herbig, München 2005, ISBN 3-7766-2440-X
Siehe auch
-
- Bildzeitung
- Axel Springer Verlag
Weblinks
- [http://zeus.zeit.de/text/2005/33/Springer1 Großmacht Springer - Dossier in "Die Zeit" Nr. 33/2005 von Götz Hamann, Hanns-Bruno Kammertöns und Roland Kirbach]
- [http://zeus.zeit.de/text/archiv/2001/52/200152_springer.xml Gunhild Freese über den Generationswechsel bei Springer in Die Zeit Nr. 52/2001]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SpringerAxel/ Biographie Axel Springer]
Springer, Axel
Springer, Axel
Springer, Axel
Springer, Axel
Springer, Axel
John JahrJohn Jahr ( - 20. April 1900 in Hamburg; † 8. November 1991 in Hamburg) war ein deutscher Verleger.
Jahr war gelernter Sportjournalist und gründete 1924 die Sportchronik. Nach dem 2. Weltkrieg war er unter anderem Verleger der Zeitschriften Constanze, Brigitte, Petra und Capital: Von 1950 bis 1960 war Jahr Mitverleger des Spiegel. 1965 gründete er zusammen mit Gerd Bucerius und Richard Gruner das Verlagshaus Gruner + Jahr.
Jahrs gleichnamiger Sohn John ( - 1933) war lange Jahre im Vorstand von Gruner + Jahr und ist derzeit geschäftsführender Gesellschafter der Spielbank Hamburg.
Jahr, John
Jahr, John
Jahr, John
Jahr, John
Jahr, John
NSDAP
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei - kurz NSDAP - war von 1933 bis 1945 die allein herrschende Partei in Deutschland.
Geschichte
Die NSDAP ging aus der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) durch deren Umbenennung am 24. Februar 1920 hervor. An diesem Tag veröffentlichte sie auch ihr 25-Punkte-Programm. Bis zum Jahr 1923 konnte sie vor allem in Bayern größeren Anhang gewinnen und nahm am 9. November 1923 die durch Ruhrkampf und Inflation desolate Lage im Deutschen Reich zum Anlass für den Hitler-Putsch.
Nach dem Scheitern des Putsches wurde die Partei verboten, das gesamte Parteivermögen konfisziert, die Geschäftsstelle in München geschlossen und der Österreicher Hitler zu Festungshaft verurteilt, was die NSDAP veranlasste, für die Reichstagswahlen 1924 Wahlbündnisse mit der Deutschvölkischen Freiheitspartei einzugehen.
Deutschvölkischen Freiheitspartei im Parteibuch der NSDAP]]
Nach seiner Entlassung aus der Festungshaft im Dezember 1924 löste Adolf Hitler die NSDAP aus dem Bündnis und begann mit der Reorganisation zu einer Führerpartei mit dem Ziel einer legalen Machtübernahme. In der Zeit bis zu den Reichstagswahlen 1928 war die NSDAP nur eine von mehreren "völkischen" Parteien, zeigte aber spätestens bei der Reichstagswahl ihre herausragende Stellung innerhalb dieses politischen Spektrums. 1929 erlangte die Partei durch gemeinsame Agitation mit der DNVP und dem Stahlhelm im Rahmen der Kampagne gegen den Young-Plan reichsweite Aufmerksamkeit. Die vielgelesenen Zeitungen des deutschnationalen Großverlegers Alfred Hugenberg machten die NSDAP und besonders Adolf Hitler überall im Reich bekannt, obwohl die Kampagne selbst im Dezember 1929 mit nur 15% Zustimmung scheiterte. Finanziert wurden diese und die folgenden Agitationen und Wahlkämpfe weniger durch Spenden aus Hochfinanz und Großindustrie, die vom "Sozialismus" im Parteinamen abgeschreckt wurde und lieber DVP und DNVP unterstützten (einzelne nationalsozialistische Schwerindustrielle wie Fritz Thyssen und Emil Kirdorf waren da eine Ausnahme). Wichtiger waren Zuwendungen der mittelständischen Industrie, vor allem aber die vergleichsweise hohen Mitgliedsbeiträge (ein Finanzierungsinstrument, das die Nazis von der SPD übernommen hatten, sowie die Eintrittsgelder zu Veranstaltungen mit Hitler oder Goebbels, für die bis zu eine Mark verlangt wurde - bei durchschnittlichen Monatseinkommen um die hundert Reichsmark eine erkleckliche Summe.
Nach dem verheerend schlechten Ergebnis bei den Reichstagswahlen 1928, als sich die NSDAP mit 2,6 % der Stimmen begnügen musste, erging die Weisung an alle Parteigliederungen, in ihrer Propaganda den Antisemitismus zurückzuschrauben, der vor allem auf bürgerlichen Kreisen abschreckend wirkte. Von nun an setzte die NSDAP zentral auf andere Themen wie die Außenpolitik, woraufhin ihre Stimmenanteile bei den Landtagswahlen 1929 und 1930 auf über 10% stiegen (zum Beispiel in Sachsen mit 14,4%) an. Die nationalsozialistischen Politiker gingen von dem Versuch ab, vor allem die Arbeiterschaft für sich zu gewinnen, was zur Abspaltung eines "linken" Flügels führte, zu dem u.a. Otto Strasser gehörte. Die NSDAP erhielt aber immer mehr Unterstützung von Bauern (die Agrarpreise waren seit 1928 zusehends verfallen), Handwerkern und Einzelhändlern (Angst vor der Konkurrenz durch "jüdisch" geführte Kaufhauskonzerne), sowie aus den Reihen der Studenten- und Beamtenschaft (Furcht vor einer drohenden "Proletarisierung" des akademischen Bürgertums). So konnte die NSDAP die Weltwirtschaftskrise, deren Auswirkungen im Deutschen Reich besonders spürbar wurden, zur Gewinnung einer Massenbasis in denjenigen Wählerschichten nutzen, die vorher für die DNVP oder eine der sonstigen nationalen Kleinparteien gestimmt hatten oder enttäuscht von den "bürgerlichen" Parteien (DVP und DDP) seit Jahren ins Nichtwählerlager gewechselt waren.
Die Auflösung des Reichstags durch Reichspräsident Paul von Hindenburg gemäß Artikel 25 der Verfassung kam den Nationalsozialisten daher sehr gelegen. Bei den Reichstagswahlen am 14. September 1930 wurde die NSDAP mit lediglich
18,3% der abgegebenen Stimmen zweitstärkste Partei hinter der SPD. Bereits im Januar 1930 trat die NSDAP in Thüringen (siehe: Baum-Frick-Regierung) und im weiteren Verlauf des Jahres dann in Braunschweig in Koalitionsregierungen ein - allerdings ohne großen Erfolg. Trotz der Regierungsbeteiligungen wurde sie weiterhin als Opposition gegen das "System" wahrgenommen. Die Forderungen der noch vom nostalgisch verklärten Kaiserreich geprägten Eliten in der Wirtschaft (Forderungen nach Abbau des Sozialstaates durch den Reichsverband der Deutschen Industrie), im Militär (Forderung nach Wiederaufrüstung und erneutem Bedeutungsgewinn) sowie in der Beamten- und Richterschaft (Absicherung ihrer Position in einem starken nationalen und autoritären Staat) liefen auf die Beseitigung des "Gewerkschaftsstaates" und damit letztlich der demokratischen Weimarer Republik hinaus. Das versprach ihnen Adolf Hitler und er und seine Partei wurden deshalb für die Erreichung dieser Ziele der extrem "national" gesonnenen Teile der Eliten immer mehr zu einer möglichen politischen Alternative.
1932 schaffte Hindenburg seine Wiederwahl zum Reichspräsidenten erst im 2. Wahlgang gegenüber Hitler, bei den Landtagswahlen in Preußen, Bayern, Württemberg und anderen Reichsländern erzielte die Partei deutliche Erfolge und wurde bei den Reichstagswahlen am 31. Juli 1932 auch stärkste Partei im Reichstag.
Reichspräsident Hindenburg hegte eine tiefe persönliche Abneigung gegen den „böhmischen Gefreiten” Hitler, der außerdem nicht bereit war, sich mit weniger als der Reichskanzlerschaft zufrieden zu geben. Er übergab die Macht zunächst nacheinander an von Papen und von Schleicher, die Präsidialkabinette bildeten. Der zunehmende Druck aus Industrie- und Militärkreisen, vor allen Dingen aber aus den Kreisen der Landwirtschaft (Reichslandbund) sowie die rasante Destabilisierung der Weimarer Republik veranlassten ihn dennoch, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen und ihn mit der Bildung einer Koalitionsregierung aus DNVP und NSDAP zu beauftragen. Am 30. Januar 1933 führte dies zur formal legalen "Machtübergabe" (später gerne nicht ganz korrekt als "Machtergreifung" der Nationalsozialisten bezeichnet). Hitler und die NSDAP agierten in den ersten Monaten des Jahres 1933 auf der Grundlage der durch Hindenburg übergebenen Macht. Auch in der letzten, nach dem Recht der Weimarer Republik abgehaltenen Wahl am 5. März 1933, deren Wahlkampf bereits durch Verbote und Repressalien der politischen Gegner gekennzeichnet war, erhielt die NSDAP mit etwa 44% nicht die absolute Mehrheit der Stimmen. Die Nationalsozialisten schafften es jedoch, in Koalition mit den bürgerlichen Parteien (siehe Tag von Potsdam), im Reichstag die nötige Zweidrittelmehrheit für die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes am 24. März zu erlangen, das die Macht unter Ausschaltung des Parlaments auf Hitler übertrug und schließlich auch zum Verbot sämtlicher Parteien, außer der NSDAP, verwendet wurde. Von 1933 bis 1944 gab es die sog. Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft, die damit die NSDAP massiv unterstützte. Auch in Österreich wurde die NSDAP gegründet.
Im Oktober 1945 wurde die NSDAP und ihre Organisationen von den alliierten Siegermächten verboten. Die Partei wurde in den Nürnberger Prozessen zur verbrecherischen Organisation erklärt.
Vorsitzende
- Anton Drexler (24. Februar 1920 - 29. Juli 1921) danach Ehrenvorsitzender
- Adolf Hitler (29. Juli 1921 - 30. April 1945)
Struktur der NSDAP
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei war pyramidenartig aufgebaut. An der Spitze stand der Vorsitzende; er war mit absoluter Macht ausgestattet und hatte die volle Befehlsgewalt. Alle anderen Parteiämter waren seiner Position untergeordnet und mussten sich nach seinen Weisungen richten. Unter dem Vorsitzenden Hitler waren die Reichsleiter, deren Zahl nach und nach auf 18 erhöht wurde. Im Dritten Reich hatten diese ähnlich grosse Macht wie Reichsminister, was zu von Hitler gewünschten Konkurrenzkämpfen führte.
Der Partei waren folgende Organisationen angegliedert:
- Bund Deutscher Mädel (BDM)
- Hitler-Jugend (HJ)
- NS-Deutscher Dozentenbund (NSDD) - (erst ab Juli 1944)
- NS-Deutscher Studentenbund (NSDStB)
- NS-Frauenschaft (NSF)
- Nationalsozialistisches Kraftfahrerkorps (NSKK)
- NSDAP/AO - Auslandsorganisation
- Schutzstaffel (SS)
- Sturmabteilung (SA)
Einige Organisationen hatten aber eine eigene Rechtspersönlichkeit und eigenes Vermögen. Sie waren auch der Partei angeschlossen:
- Beamtenbund
- Deutsche Arbeitsfront (DAF)
- NS-Deutscher Ärztebund (NSDÄB)
- Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund (NSRB)
- NS-Kriegsopferversorgung (NSKOV)
- NS-Lehrerbund (NSLB)
- Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV)
- Reichsarbeitsdienst (RAD)
Bedeutende Mitglieder
Führende Parteimitglieder
- Adolf Hitler (1889 - 1945) - seit 1921 Vorsitzender der NSDAP, seit 1933 Reichskanzler und seit 1934 "Führer und Reichskanzler"
- Heinrich Himmler (1900 - 1945) - "Reichsführer" der SS ab 1929
- Joseph Goebbels (1897 - 1945) - seit 1933 "Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda", im April/Mai 1945 für zwei Tage Reichskanzler
- Rudolf Heß (1894 - 1987) - von 1933 bis 1941 "Stellvertreter des Führers" (in der Partei)
- Hermann Göring (1893 - 1946) - preußischer Ministerpräsident und preußischer Innenminister, Reichsluftfahrtminister, Reichsforst- und Reichsjägermeister, "Reichsmarschall"
- Joachim von Ribbentrop (1893 - 1946) - von 1938 bis 1945 deutscher Außenminister
- Martin Bormann (1900 - 1945) - Leiter der Parteikanzlei der NSDAP mit den Befugnissen eines Reichsministers
- Baldur von Schirach (1907 - 1974) - Reichsjugendführer der NSDAP
- Hans Frank (1900 - 1946) - ab Oktober 1939 Leiter des "Generalgouvernements"
- Ernst Röhm (1887 - 1934) - langjähriger Leiter der SA, ermordet im Röhm-Putsch
- Erich Ludendorff (1865-1937) - Chef der OHL im Ersten Weltkrieg, Anführer im Hitlerputsch, bis 1928 Reichstagsmitglied für die NSDAP, dann Zerwürfnis mit Hitler und Austritt
Weitere Mitglieder
- Albert Forster, Gauleiter und Reichsstatthalter in Danzig
- Reinhard Heydrich, Gauleiter und Reichsstadthalter in Prag
- Adolf Eichmann, Leiter des Referats Auswanderung und Räumung (verantwortlich für die Deportation und Ermordung von mehr als 4 Millionen Juden)
- Albert Speer, Reichsminister, Architekt
- Alfred Rosenberg, Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP
- Ernst Freiherr von Weizsäcker, Vater von Richard v. W., Staatssekretär im Auswärtigen Amt unter dem NS-Außenminister Joachim von Ribbentrop, auch Mitglied der SS
- Walter Schultze, Facharzt, Mitglied der SS und Reichsdozentenführer
- Hjalmar Schacht, Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsmisister im Deutschen Reich, führend beteiligt an der Einführung der Rentenmark 1924, 1931 eingetreten, Finanzgenie, Erfinder des "Mefo"-Wechsels, 1939 zurückgetreten
- Edmund Veesenmayer, deutscher Gesandter und Reichsbevollmächtigter für Ungarn
Siehe auch: Liste wichtiger Politiker und Funktionsträger der NSDAP
Liste wichtiger Politiker und Funktionsträger der NSDAP]]
Die NSDAP hatte zur Zeit der "Machtergreifung" 849.009 Mitglieder (parteieigene Statistik), bis 1945 wuchs diese Zahl auf 7,5 Millionen an. Anfangs (und immer wieder) wurde versucht, die "Märzgefallenen" (Opportunisten die sich nach der Machtergreifung, insbesondere nach dem Wahlsieg im März 1933 zur NSDAP bekannten) von der Partei fernzuhalten. Teilweise wurde jahrelang Aufnahmestops durchgehalten (zuletzt 1937). Der Bedarf nach neuen Mitgliedern war aber stets so groß, daß solche Maßnahmen nicht lange durchgehalten wurden, zumal mit ihnen ja auch ein "Transmissionsriemen" in die Gesellschaft aufgebaut wurde.
Entnazifizierung
Nach dem Krieg wurde in den einzelnen Besatzungszonen eine Entnazifizierung durchgeführt. Je nach Zone geschah dies unterschiedlich:
Die Russen gingen sehr radikal vor und ehemaligen NSDAP-Mitgliedern wurde zunächst verboten, öffentliche Ämter wahrzunehmen. Offiziell behielt auch die DDR diesen Kurs bei. Untersuchungen nach dem Ende der DDR zeigen jedoch, daß in der SED ein erheblicher Teil der Kader von der NSDAP übernommen worden war. Zeitweise betrug ihr Anteil rund 10 Prozent, bezogen auf alle NS-Organisationen rund 25 Prozent. Aufgrund der Überalterung der Funktionärs-Strukturen fanden sich im Jahr 1989 immer noch zahlreiche Ex-Nationalsozialisten als Funktionäre in der SED. Diese Informationen durften in der DDR jedoch nicht publiziert werden. Die DDR-Führung benutzte die NS-Verstrickungen zur Erpressung von Parteimitgliedern der SED und anderer Bürger.
Zudem wurde in der DDR, um die alten Anhänger des Nationalsozialismus einzubinden, die Blockpartei Nationaldemokratische Partei Deutschlands gegründet.
In der amerikanischen Zone wurde zunächst recht gründlich vorgegangen, als allerdings der Kalte Krieg ernsthaft begann, geriet die Entnazifizierung aus dem Blickfeld. Viele verurteilte Kriegsverbrecher wurden begnadigt und ein NSDAP-Parteibuch besessen zu haben, war kein Hinderungsgrund beim politischen Aufstieg. Der mangelnde kritische Umgang mit der Nazi-Vergangenheit in der Bundesrepublik war einer der Gründe für die 68er-Bewegung.
Es folgen einige Politiker oder Wirtschaftsführer, die nach dem Krieg trotz ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP in höhere Positionen gelangten oder anderweitig Bekanntheit erlangten. Sie hatten in der Regel keine herausgehobene Rolle in der NSDAP gespielt.
- Walter Bartram, 1950-1951 Ministerpräsident von Schleswig Holstein
- Gerhard Beil, 1986-1990 Minister für Außenhandel der DDR
- Wernher von Braun, Leiter des US-amerikanischen Mondfahrt-Programms
- Karl Carstens, auch Mitglied der SA
- Hans Filbinger, 1966-1978 Ministerpräsident von Baden-Württemberg
- Friedrich Flick, Unternehmer
- Willy Fritsch
- Arnold Gehlen, konservativer Philosoph und Soziologe
- Hans-Dietrich Genscher, 1974-1992 Außenminister der BR Deutschland
- Heinrich Harrer, deutscher Forscher und Bergsteiger, sein Leben wurde im Film "Sieben Jahre in Tibet" verfilmt
- Walter Jens, linksliberaler Literaturhistoriker und Schriftsteller
- Herbert von Karajan, Dirigent
- Kurt Georg Kiesinger (bereits 1933 eingetreten), 1966 bis 1969 Bundeskanzler
- Hans Krüger
- Konrad Lorenz (1938 eingetreten), österreichischer Verhaltensforscher (Nobelpreis 1973)
- Friedrich Peter (auch SS-Mitglied), 1958 bis 1978 erster Parteiobmann der FPÖ
- Hans-Joachim Rehse
- Walter Scheel, 1974 bis 1979 Bundespräsident
- Oskar Schindler, durch seine Rettung von 1200 Juden bekannt gewordener Unternehmer
- Carl Schmitt, konservativer Staatsrechtler und Philosoph
- Hans Ernst Schneider (auch SS-Mitglied), unter dem Decknamen Hans Schwerte bis zu seiner Enttarnung 1995 ein angesehener Literaturwissenschaftler
- Franz Schönhuber (auch SS-Mitglied), Gründer der rechtsextremen Partei Die Republikaner
- Hanns-Martin Schleyer (auch SS-Mitglied), Manager, Arbeitgeberfunktionär und RAF-Opfer
- Gerhard Schröder (1941 wieder ausgetreten), 1953-1969 Bundesminister (nicht identisch mit Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder)
- Fritz Thyssen (bereits 1931 eingetreten), Unternehmer
- Kurt Waldheim (auch SA-Mitglied),1968-1970 Außenminister in Österreich, 1972-1981 4. Generalsekretär der Vereinten Nationen, 1986-1992 Bundespräsident in Österreich
Literatur
- Christine Arbogast: Herrschaftsinstanzen der württembergischen NSDAP. Funktion, Sozialprofil und Lebenswege einer regionalen NS-Elite 1920-1960. München et al. 1998, ISBN 3-486-56316-5. Kollektivbiographische Studie zu einem regionalen Funktionärskörper
- Ralf Balke: Hakenkreuz im Heiligen Land. Die NSDAP-Landesgruppe Palästina. Erfurt 2001, ISBN 3-89702-304-0. Die Arbeit beleuchtet die Tätigkeit der Auslandsorganisation der NSDAP anhand einer Fallstudie
- Wilfried Böhnke: Die NSDAP im Ruhrgebiet 1920-1933. Bonn 1974, ISBN 3-87831-166-4. Zur Frühgeschichte der NSDAP im westdeutschen Industrierevier
- Martin Broszat: Die Machtergreifung. Der Aufstieg der NSDAP und die Zerstörung der Weimarer Republik, 5. Auflage. München 1994, ISBN 3-423-04516-7. Gute Einführung in die Frühgeschichte der NSDAP
- Thomas Childers: The Nazi Voter. The Social Foundation of Fascism in Germany, 1919-1933, Chapel Hill 1983, ISBN 0-8078-4147-1. Grundlegende Arbeit zur sozialstrukturellen Entwicklung der NSDAP und ihrer Anhängerschaft bis zur Machtergreifung
- Ernst Deuerlein (Hg.): Der Aufstieg der NSDAP in Augenzeugenberichten, 4. Auflage. München 1980, ISBN 3-423-02701-0.Interessante Quellensammlung
- Peter Diehl-Thiele: Partei und Staat im Dritten Reich. Untersuchung zum Verhältnis von NSDAP und allgemeiner innerer Staatsverwaltung. München 1969. Klassische Studie über die Rolle der NSDAP im Einparteienstaat
- Jürgen W. Falter: Hitlers Wähler. München 1991, ISBN 3-406-35232-4. Die NSDAP als Volkspartei, die von allen Klassen und Schichten (nicht bloß vom bedrohten Mittelstand) gewählt wurde
- Dorothee Hochstetter: Motorisierung und "Volksgemeinschaft". Das Nationalsozialistische Kraftfahrerkorps (NSKK) 1931-1945. München et al. 2005, ISBN 3-486-57570-8. Neuere Studie eines bisher oft vernachlässigten NS-Verbandes, leider manchmal analytisch schwach
- Johnpeter Horst Grill: The Nazi-Movement in Baden. 1920-1945. Chapel Hill 1983, ISBN 0-8078-1472-5. Bedeutende englische Regionalstudie
- Wolfgang Horn: Der Marsch zur Machtergreifung. Die NSDAP bis 1933. Königstein/Ts. 1980, ISBN 3-7610-7234-1. Ältere Arbeit zur Geschichte der NSDAP mit einem Schwerpunkt auf der Herausbildung der charismatischen Herrschaft Hitlers innerhalb der NSDAP
- Peter Hüttenberger: Die Gauleiter. Eine Studie zum Wandel des Machtgefüges in der NSDAP. Stuttgart 1969. Wichtige Arbeit zur regionalen Machtverteilung in der NSDAP
- Werner Jochmann (Hg.): Nationalsozialismus und Revolution. Ursprung und Geschichte der NSDAP in Hamburg 1922-1933. Dokumente. Frankfurt a. M. 1963. Wichtige regionalhistorische Dokumentation mit vielen auch allgemein bedeutsamen Quellen zur Geschichte der NSDAP
- Olaf Kappelt : Die Entnazifizierung in der SBZ sowie die Rolle und der Einfluß ehemaliger Nationalsozialisten in der DDR als ein soziologisches Phänomen. Hamburg 1997, ISBN 3-86064-614-1. Detaillierte Untersuchung über ehemalige Mitglieder der NSDAP
- Michael H. Kater: The Nazi Party. A Social Profile of Members and Leaders, 1919-1945. Oxford 1983, ISBN 0-631-13313-5. Bedeutender Untersuchung der Sozialstruktur der Mitgliedschaft der NSDAP
- Robert M. W. Kempner (Hg.): Der verpasste Nazi-Stopp. Die NSDAP als staats- und republikfeindliche, hochverräterische Verbindung. Preußische Denkschrift von 1930. Berlin 1983. Kommentierte Dokumentation einer Behördendenkschrift über das Gefährdungspotential der NSDAP um 1930
- Ian Kershaw: Hitler. 1889 - 1936. Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05131-3. Eine der derzeit maßgeblichen Biographien über Adolf Hitler, aber mit vielen Informationen zur NSDAP
- Ian Kershaw: Hitler. 1936 - 1945. Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05132-1. Zweiter Teil der Hitler Biographie, ebenfalls ergiebig über die Entwicklung der NSDAP
- Ian Kershaw: Der NS-Staat. Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick. Reinbek b. Hamburg 1999, ISBN 3-499-60796-4. Übersicht über den Forschungsstand und Interpretationen zum NS-Staat.
- Udo Kissenkoetter: Gregor Straßer und die NSDAP. Stuttgart 1978, ISBN 3-421-01881-2. Wichtige Arbeit über den bedeutendsten NS-Funktionär nach Hitler bis 1932
- Gerhard Kratzsch: Der Gauwirtschaftsapparat der NSDAP. Menschenführung, "Arisierung", Wehrwirtschaft im Gau Westfalen-Süd. Münster 1989, ISBN 3-402-06931-8. Wichtige Regionalstudie zur Wirtschaftspolitik der NSDAP
- Joachim Lilla: Die Stellvertretenden Gauleiter und die Vertretung der Gauleiter der NSDAP im "Dritten Reich". Koblenz 2003, ISBN 3-86509-020-6. Biographische Skizzen der Gau-Eliten aus der zweiten Reihe
- Peter Longerich: Hitlers Stellvertreter. Führung der Partei und Kontrolle des Staatsapparates durch den Stab Heß und die Partei-Kanzlei Bormann. München et al. 1992, ISBN 3-598-11081-2. Die wohl beste Arbeit zur inneren Struktur der Führungsspitze und -gremien der NSDAP
- Peter Longerich: Die braunen Bataillone. Geschichte der SA. München 1989, ISBN 3-406-33624-8. Gute Überblicksdarstellung zur Geschichte der Sturmabteilung
- Werner Maser: Der Sturm auf die Republik. Frühgeschichte der NSDAP. Berlin 1981, ISBN 3-548-34041-5. Problematische Studie, die sich stark auf Zeitzeugenaussagen von NS-Funktionären verläßt
- Horst Matzerath/Henry A. Turner jr.: Die Selbstfinanzierung der NSDAP 1930-1932. In: Geschichte und Gesellschaft 3 (1977), S. 59-92. Wichtiger Aufsatz zur Finanzverfassung der NSDAP bis 1933
- Donald McKale: The Nazi Party Courts. Hitler's Management of Conflict in his Movement, 1921-1945. Lawrence (Kan.) 1974, ISBN 0-7006-0122-8. Frühe Studie über die Herrschaftsausübung innerhalb der NSDAP
- Jeremy Noakes: The Nazi Party in Lower Saxony. 1921-1933. Oxford et al. 1971. Zur regionalen Entwicklung der NSDAP in einer agrarischen Gesellschaft
- Armin Nolzen: Die NSDAP, der Krieg und die deutsche Gesellschaft. In: Jörg Echternkamp (Hg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Bd. 9/1: Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945: Politisierung, Vernichtung, Überleben. Stuttgart 2004, S. 99-193, ISBN 3-421-06236-6. Zur Rolle der NSDAP bei der Aufrechterhaltung der zivilen Kriegsbereitschaft an der sogenannten "Heimatfront"
- Armin Nolzen: Funktionäre in einer faschistischen Partei. Die Kreisleiter der NSDAP 1932/33 bis 1944/45. In: Till Kössler/Helke Stadtland (Hg.): Vom Funktionieren der Funktionäre. Politische Interessenvertretung und gesellschaftliche Integration in Deutschland nach 1933, Essen 2004, S. 37-75, ISBN 3-89861-266-X. Guter Aufsatz zur Funktionärskaste der Kreisleiter
- Armin Nolzen: Charismatic Legitimation and Bureaucratic Rule. The NSDAP in the Third Reich, 1933-1945, in: German History (GH) 23 (2005), S. 494-518. Auseinandersetzung mit der These der charismatischen Herrschaft nach Max Weber
- Dietrich Orlow: The History of the Nazi Party. Vol. I: 1919-1933, Vol. II: 1933-1945. Pittsburgh 1969 u. 1973, ISBN 0-8229-3253-9. Der Klassiker der wissenschaftlichen Arbeiten über die NSDAP - auch heute noch unverzichtbar
- Kurt Pätzold/Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP 1920 - 1945. Köln 2002, ISBN 3-89438-260-0. Trotz oft drastischer Sprache (Pätzold und Weißbecker können ihre Herkunft als Historiker aus der DDR nicht verleugnen) sind die Informationen meist zuverlässig
- Kurt Pätzold/Manfred Weissbecker: Rudolf Heß. Der Mann an Hitlers Seite. Leipzig 1999 Biographie des lange Zeit wichtigsten Mannes in der NSDAP nach Hitler, die jedoch Heß' Antisemitismus völlig ausblendet.
- Gerhard Paul: Aufstand der Bilder. Die NS-Propaganda vor 1933, 2. Aufl. Bonn 1992, ISBN 3-8012-5015-6. Die bisher einzige neuere Forschungssynthese zur NS-Propaganda vor 1933
- Michael Rademacher: Handbuch der NSDAP-Gaue, 1928-1945. Die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen auf Gau- und Kreisebene in Deutschland und Österreich sowie in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen, Sudetenland und Wartheland. Vechta 2000, ISBN 3-8311-0216-3. Unverzichtbares Nachschlagewerk zum NS-Funktionärspersonal in den Gauleitungen, jedoch mit überlieferungsbedingten Lücken
- Carl-Wilhelm Reibel: Das Fundament der Diktatur. Die NSDAP-Ortsgruppen 1932-1945. Paderborn et al. 2002, ISBN 3-506-77528-6. Wichtige neuere Darstellung zur Struktur der NSDAP auf der lokalen Ebene
- Mathias Rösch: Die Münchner NSDAP 1925-1933. Eine Untersuchung zur inneren Struktur der NSDAP in der Weimarer Republik. München et al. 2002, ISBN 3-486-56670-9. Faktenreiche Lokalstudie, die teilweise den argumentativen roten Faden vermissen läßt
- Detlef Schmiechen-Ackermann: Der "Blockwart". Die unteren Parteifunktionäre im nationalsozialistischen Terror- und Überwachungsapparat. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 48 (2000), H.4, S. 575-602. Wichtiger Aufsatz zur Rolle der untersten Funktionäre im Getriebe des NS-Staates
- Henry A. Turner: Die Großunternehmer und der Aufstieg Hitlers. Siedler, Berlin 1985, ISBN 3-88680-143-8 Die Arbeit räumt mit dem immer noch verbreiteten Mythos auf, die Großindustrie hätte den Aufstieg der NSDAP finanziert
- Albrecht Tyrell (Hg.): Führer befiehl ... Selbstzeugnisse aus der "Kampfzeit" der NSDAP. Düsseldorf 1969, ISBN 3-8112-0694-X. Ergiebige Quellensammlung
- Albrecht Tyrell: Vom "Trommler" zum "Führer". Der Wandel von Hitlers Selbstverständnis zwischen 1919 und 1924 und die Entwicklung der NSDAP. München 1975, ISBN 3-7705-1221-9. Wegweisende Studie zur Gründungsgeschichte der NSDAP
Weblinks
- [http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/innenpolitik/nsdap/index.html Die NSDAP von 1920-1933]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/verfassung/nsdap/ Neugründung der NSDAP 1924]
- [http://www.ns-archiv.de/nsdap/sozialisten/verlassen.shtml Erklärung des "linken" Flügels 1930]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/nsdap/ Die NSDAP von 1933-1945]
- [http://www.shoa.de/content/view/120/99/ Ausführlicher Artikel beim Ak Shoa.de]
- [http://www.shoa.de/reichsparteitage.html Reichsparteitage der NSDAP]
- http://www.geschi.de/artikel/nsdap1.shtml
- [http://www.documentarchiv.de/wr/1920/nsdap-programm.html Das Programm der NSDAP]
Siehe auch
- Vordenker des Nationalsozialismus
- Liste wichtiger Politiker und Funktionsträger der NSDAP
- :Kategorie:NSDAP-Mitglied
- Hilfskasse der NSDAP
- Reichsführerschule der NSDAP
- Zeit des Nationalsozialismus
- Wirtschaftspolitische Abteilung der NSDAP
Kategorie:Nationalsozialismus
Kategorie:Deutsche Partei (historisch)
ja:国家社会主義ドイツ労働者党
ko:국가사회주의 독일 노동자당
ms:Nazi
1945
2. Februar: Mühlviertler Hasenjagd
Politik
- 1. Januar: Eduard von Steiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 16. Januar: Schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Magdeburg: 90 % der Magdeburger Altstadt versinkt in Schutt und Asche
- 24. Januar: In Aachen erscheint mit den Aachener Nachrichten die erste deutsche Nachkriegszeitung
- 27. Januar: Befreiung des KZ und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee
- 30. Januar: Durch ein sowjetisches U-Boot wird der Dampfer „Wilhelm Gustloff“ versenkt. Von ca. 10.000 Menschen (Flüchtlinge aus Ostpreussen) an Bord überlebten nur etwa 1.200 Menschen; es handelt sich um die größte Schiffskatastrophe der Weltgeschichte
- 4. Februar: 11. Februar: Konferenz von Jalta
- 12. Februar: Abkommen von Varkiza, Entwaffnung und Demobilisierung der Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS
- 4. April: Befreiung Ungarns durch sowjetische Truppen und Beginn der stalinistischen Zeit
- 20. April: Vorübergehende Schließung der Technischen Hochschule Berlin (Vorgänger der Technischen Universität)
- 25. April: Elbe Day, in Torgau feiern sowjetische und US-amerikanische Soldaten das erstmaliges Zusammentreffen ihrer Kampfverbände auf reichsdeutschem Boden
- 27. April: Befreiung des KZ-Kommandos Kaufering/Landsberg durch die amerikanische Armeeverbände und französische Truppen de Gaulles - 28. April: In der Penzberger Mordnacht ermorden NS-Schergen kurz vor Kriegsende 16 Zivilisten
- 30. April: Die Rote Armee hisst die sowjetische Fahne auf dem Reichstagsgebäude, Adolf Hitler, der Diktator des Dritten Reiches, begeht Selbstmord
- 5. Mai: Dänemark. Ende der Besetzung durch die Wehrmacht des Deutschen Reiches
- 5. Mai: Waffenstillstand und Befreiung der Niederlande
- 6. Mai: Der von Kurt Schumacher initiierte Ortsverein Hannover der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands wird ins Leben gerufen und ist erste Keimzelle für den Wiederaufbau der SPD
- 7. Mai: Um 2.41 Uhr unterzeichnet Generaloberst Alfred Jodl in Reims die Gesamtkapitulation der Wehrmacht des Deutschen Reiches
- 8. Mai: Norwegen. Ende der Besatzung durch deutsche Wehrmachtstruppen
- 8. Mai: Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht; Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa
- 9. Mai: Um 0.01 Uhr tritt die Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft
- 9. Mai: Wilhelm Buhl wird Ministerpräsident in Dänemark
- 23. Mai: Verhaftung der Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz in Flensburg
- 24. Mai: Die fast ausschließlich deutschen Bewohner werden aus Frain an der Thaya (Vranov nad Dyjí) vertrieben
- 5. Juni: Der Alliierte Kontrollrat übernimmt die oberste Regierungsgewalt im besetzten Deutschen Reich
- 10. Juni: Marschall Schukow ordnet in seinem Befehl Nr. 2 in der sowjetischen Besatzungszone an, „die Bildung und Tätigkeit antifaschistischer Parteien zu erlauben“
- 11. Juni: Die „Gruppe Ulbricht“ gründet in Berlin die Kommunistische Partei Deutschlands neu
- 15. Juni: Neugründung der SPD in Berlin, eine zweite SPD-Keimzelle entsteht
- 21. Juni: Der tschechoslowakische Präsident Eduard Benes verfügt die Enteignung des Grundbesitzes der Sudetendeutschen (Benes-Dekrete)
- 1. Juli: Einrichtung der Volkspolizei in der sowjetischen Besatzungszone
- 16. Juli: beim Trinity-Test in New Mexico (USA) explodiert die erste Atombombe
- 17. Juli–2. August: Konferenz von Potsdam über das besiegte Deutschland
- 26. Juli: Winston Churchill, britischer Premierminister, gibt nach einer verlorenen Unterhauswahl seinen Rücktritt bekannt
- 27. Juli: Nach gewonnener Unterhauswahl übernimmt Clement Attlee das Amt des britischen Premiers von Winston Churchill
- 1. August: Die Frankfurter Rundschau erscheint als erste deutsche Lizenz-Zeitung nach dem Zweiten Weltkrieg
- 2. August: Polen. Potsdamer Abkommen
- 6. August: Abwurf der ersten offiziellen Atombombe über Hiroshima, etwa 200.000 Tote
- 9. August: Abwurf einer Atombombe über Nagasaki
- 15. August: Bedingungslose Kapitulation Japans durch Kaiser Hirohito
- 17. August: Indonesien wird unabhängig
- 26. September - Bei Göttingen wird das Aufnahmelager Friedland für Flüchtlinge und Vertriebene aus Ostdeutschland und Osteuropa geschaffen.
- 10. Oktober - Auf Anordnung des Alliierten Kontrollrats werden alle NS-Organisationen aufgelöst.
- 11. November - Das Großherzogtum Luxemburg erhält eine eigene Besatzungszone in Deutschland mit den Städten Bitburg und Merzig.
- 14. November: Eröffnung der Nürnberger Prozesse
- 27. Dezember: Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird gegründet
- Wiederaufnahme der Arbeit der Kommunalverbände in getrennter institutioneller Form (Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag)
Kultur
- 1. Februar: Uraufführung der Oper Lycksalighetens ö von Hilding Rosenberg an der Königlichen Oper in Stockholm
- 19. April: Uraufführung das Musical Carousel von Richard Rodgers am Majestic Theatre in New York
Katastrophen
- 12. Januar: Erdbeben der Stärke 7,1 in Mikawa, Japan, etwa 1.900 Tote
- 9. Februar: Das deutsche Passagierschiff „General von Steuben“ wird mit über 4000 Flüchtlingen an Bord vor der pommerschen Ostseeküste von einem sowjetischen U-Boot torpediert und sinkt. Etwa 3500 Tote
- 23. Februar: Zerstörung von Pforzheim
- 3. Mai: Die Versenkung der Cap Arcona, der Thielbek und der Deutschland durch britische Luftangriffe fordert ca. 7.000 Tote
- 28. Juli: New York, USA. Ein B-25 Bomber krachte in das Empire State Building zwischen dem 78. und 79. Stockwerk. 13 Tote, davon 10 Zivilisten
- 27. November: Erdbeben der Stärke 8,2 im Iran, etwa 4.000 Tote
- 15. Dezember: Zusammenstoß zwischen einer S-Bahn und einem Güterzug zwischen den Berliner Bahnhöfen Spindlersfeld und Betriebsbahnhof Schöneweide. 4 Tote, 9 Schwerverletzte. Der zuständige Fahrdienstleiter wird im Januar 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht zum Tode verurteilt und hingerichtet
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 4. November - Fußball: Die süddeutsche Oberliga nimmt ihren Spielbetrieb mit Punktspielen auf.
Vereinte Nationen
- Gründung der Vereinten Nationen am 26. Juni in San Francisco als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes
- 24. Oktober: Argentinien, USA, Großbritannien, Türkei, Ukraine, Syrien, Saudi-Arabien, Neuseeland, Nicaragua, Paraguay, Philippinen, Polen, Sowjetunion, Kuba, Libanon, Luxemburg, Iran (Islamische Republik), Dominikanische Republik, El Salvador, Frankreich, Haiti, Brasilien, Chile, China, Dänemark, Argentinien, Belarus werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 25. Oktober: Griechenland wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Indien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 31. Oktober: Peru wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1. November: Australien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 2. November: Liberia und Costa Rica werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 5. November: Kolumbien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 7. November: Südafrika und Mexiko werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 9. November: Kanada wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 13. November: Panama und Äthiopien werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 14. November: Bolivien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 15. November: Venezuela wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 21. November: Guatemala wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. November: Norwegen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 29. November: Jugoslawien wird zur „Sozialistischen Föderativen Republik“
- 10. Dezember: Niederlande wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 17. Dezember: Honduras wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 18. Dezember: Uruguay wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 21. Dezember: Irak und Ecuador werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 27. Dezember
- : Belgien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- : Gründung des IWF (Internationaler Währungsfond)
Militärisch
- 2. Januar: Nürnberg wird in einem alliierten Luftangriff weitgehend, die historisch wertvolle Altstadt vollständig zerstört
- 16. Januar: Magdeburg durch Luftangriff schwer zerstört
- 30. Januar: Versenkung der Wilhelm Gustloff durch ein sowjetisches U-Boot, mehr als 9.000 Tote
- 13.–15. Februar: Luftangriff auf Dresden (min. 35.000 Tote)
- 23. Februar: Zerstörung Pforzheims durch Luftangriff
- 3. März: Alliierte Flugzeuge werfen versehentlich Bomben auf Basel und Zürich
- 16. März: Würzburg wird durch einen Luftangriff zu 75 % zerstört
- 18. März: Berlin: 1250 amerikanische Bomber fliegen einen Angriff
- 19. März: Zerstörung Hanaus durch britischen Luftangriff
- 16. April: Versenkung der Goya durch sowjetisches U-Boot, etwa 6.500 Tote
- 26. April: Letzter größerer deutscher Panzerangriff des 2. Weltkriegs: Bautzen wird zurückerobert
- 3. Mai: Versenkung der Cap Arcona, der Thielbek und der Deutschland durch britische Luftangriffe, etwa 7.000 Tote
- 4. Mai: Die 2. französische Panzerdivision unter General Leclerc erreicht Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden
- 14. Juni: Das Fraternisierungsverbot wird gelockert. Demzufolge erhalten britische Besatzungssoldaten in Deutschland die Erlaubnis, mit kleinen Kindern zu sprechen
- 6. August: Erster Atombombenabwurf Hiroshima
- 9. August: Zweiter Atombombenabwurf Nagasaki
- 17. August: Das (letzte) deutsche U-Boot U 977 erreicht auf der Flucht aus Deutschland Argentinien
Technik
- 24. Januar: In Peenemünde wird eine geflügelte Version der A4/V2-Rakete die A4b erstmals erfolgreich gestartet. Sie soll die doppelte Reichweite der A4 erreichen, stürzt allerdings wegen eines Flügelbruchs vorzeitig ab. Es kommt zu keinem weiteren Start dieses Flugkörpers mehr
- 1. März: Der Pilot des ersten senkrecht startenden bemannten Raketenflugzeugs, einer Natter von den Bachem-Werken kommt beim Start ums Leben
- 6. April: Das höchste Holzbauwerk aller Zeiten, der 190 Meter hohe Holzsendeturm des Senders Mühlacker, wird von der SS gesprengt
- 16. Juli: Erste Atombombentestexplosion bei Los Alamos: „Trinity-Test“, 20 Kilotonnen TNT
- Oktober: In der Nähe von Cuxhaven wird Vertretern der alliierten Besatzungsmächte an Hand von drei Versuchsstarts die Technik der „Vergeltungswaffe“ V2 demonstiert (Operation Backfire)
1. Halbjahr
- 1. Januar: Jacky Ickx, belgischer Formel-1- und Sportwagen-Rennfahrer
- 1. Januar: Rüdiger Safranski, deutscher Schriftsteller
- 3. Januar: Stephen Stills, amerikanischer Musiker
- 3. Januar: Frank Laufenberg, verheiratet mit Irene Laufenberg
- 3. Januar: Luigi Blau, österreichischer Architekt und Möbeldesigner
- 7. Januar: Dave Cousins, britischer Sänger und Songwriter
- 8. Januar: Heinrich-Wilhelm Ronsöhr, deutscher Politiker und MdB
- 8. Januar: Terry Sylvester, britischer Musiker
- 9. Januar: Levon Ter-Petrosyan, erste Präsident von Armenien
- 10. Januar: Rod Stewart, britischer Sänger aus Schottland
- 11. Januar: Christine Kaufmann, deutsche Filmschauspielerin
- 12. Januar: Maggie Bell, britische Sängerin
- 14. Januar: Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE
- 14. Januar: Anselm Grün, Benediktinermönch in der Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg
- 15. Januar: Christian Anders, Schlagersänger
- 17. Januar: Ib Michael, dänischer Schriftsteller
- 17. Januar: William Hart, US-amerikanischer Sänger
- 18. Januar: Isabell Allende, Tochter von Salvador Allende
- 19. Januar: Rod Evans, britischer Sänger
- 20. Januar: Eric Stewart, britischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber
- 21. Januar: Martin Shaw, britischer Schauspieler
- 22. Januar: Christoph Schönborn, österreichischer Bischof und Kardinal
- 23. Januar: Renate Kern, deutsche Schlagersängerin († 1991)
- 26. Januar: Peter Rauen, deutscher Politiker und MdB
- 26. Januar: Jacqueline du Pré, britische Violoncellistin
- 29. Januar: Manfred Lehmann, deutscher Schauspieler
- 29. Januar: Tom Selleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 30. Januar: Steve Marriott, britischer Rockmusiker († 1991)
- 31. Januar: Matthias Beltz, deutscher Kabarettist und freier Autor († 2002)
- 1. Februar: Gerhard Welz, deutscher Fußballspieler
- 2. Februar: Robert Atzorn, deutscher Schauspieler
- 6. Februar: Bob Marley, jamaikanischer Musiker († 1981)
- 7. Februar: Fredric Kroll, amerikanischer Komponist und Schriftsteller
- 8. Februar: Erich Rutemöller, deutscher Fußballtrainer
- 8. Februar: Kinza Clodumar, nauruischer Politiker und Präsident
- 9. Februar: Mia Farrow, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. Februar: Karin Radermacher, deutsche Politikerin und MdL
- 11. Februar: Ralph Doubell, australischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 12. Februar: Jann-Peter Jansen, deutscher Politiker und MdB
- 14. Februar: Uwe Göllner, deutscher Politiker und MdB
- 14. Februar: Hans Adam II., Regent von Liechtenstein
- 15. Februar: Douglas R. Hofstadter, Physiker, Informatiker, Kognitionswissenschaftler und Philosoph
- 19. Februar: Thomas Brasch, Autor, Dramatiker und Lyriker
- 20. Februar: Johannes Biebl, deutscher Rockmusiker
- 21. Februar: Walter Momper, deutscher Politiker
- 23. Februar: Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaats Sachsen
- 24. Februar: Helmut Rauber, deutscher Politiker und MdB
- 27. Februar: Daniel Olbrychski, polnischer Schauspieler
- 4. März: Dieter Meier, Schweizer Künstler
- 5. März: Friedrich Bohl, deutscher Politiker
- 8. März: Anselm Kiefer, deutscher Maler | | |