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Achterbahnen

Achterbahnen

] Achterbahnen zählen zu den klassischen und größten Fahrgeschäften auf Volksfesten und in Vergnügungsparks. In Österreich werden sie auch Hochschaubahn genannt.

Geschichte

Österreich Der Ursprung dieser Fahrgeschäfte liegt im 16. Jahrhundert in Russland. Abfahrten aus Holz wurden mit Wasser übergossen, das durch die Temperatur gefror, so dass man diese künstlichen "Berge" herunterfahren konnte. Kurz darauf kamen diese auch nach Europa, insbesondere nach Frankreich, wo sie unter dem Namen "Montagnes Russes" ("russische Berge") bekannt wurden. Die ersten Achterbahnen in der heutigen Vorstellung bildeten mit einer Holz-Konstruktion eine geschlossene Strecke mit Bergen und Tälern (daher auch die Bezeichnung "Berg- und Tal-Bahn"), die von einem allein durch die Schwerkraft angetriebenen Zug befahren wurde. Dazu wurde der Zug durch einen Kettenlift über den Lifthill auf eine ausreichende Höhe befördert. Die erste regelrechte Achterbahn (in Form einer 8) wurde 1898 auf Coney Island eröffnet. Der heute gebräuchliche englische Name "roller coaster" hat seinen Ursprung in einer zweckentfremdeten Kohleminenbahn in Mauch Chunk, Pennsylvania, die 1870 zu Vergnügungszwecken genutzt wurde. Nach diesem einfachen Hügelab-Konstruktionsprinzip wurde schon 1884 auf Coney Island die so genannte "Switchback Gravity Pleasure Railway" gebaut. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs die Zahl der Achterbahnen, vor allem in den USA rasant, bis die Weltwirtschaftskrise am Anfang der 1930er Jahre das Ende dieser Entwicklung setzte. Als kompliziertere Stahlkonstruktionen möglich wurden, begann man auch beim Bau von Achterbahnen diesen Werkstoff zu nutzen, da dieser neben Auf- und Abfahrten komplexere Fahrelemente erlaubt. Die klassischen Holzachterbahnen konnten dadurch allerdings nicht verdrängt werden, denn diese erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit.

Typen

1930er Jahre] Inzwischen gibt es unzählige verschiedene Achterbahntypen. Neben den Holzachterbahnen ("Wooden Coaster") und klassischen Stahlachterbahnen ("Sit-Down Coaster") gibt es auch Achterbahnen, in denen man unter der Schiene fährt ("Inverted Coaster" und "Suspended Coaster"), in dem Wagen steht ("Stand-Up Coaster"), liegt ("Flying Coaster") oder bei denen der Zug-Boden fehlt ("Floorless Coaster"). Zudem unterscheidet man durch Elektrizität angetriebene Powered Coaster, abgeschossene Achterbahnen ("Launch Coaster") und solche, die klassisch durch die Schwerkraft betrieben werden. Des weiteren gibt mit dem "Water Coaster" eine Kombinationen aus Achterbahn und Wildwasserbahn zu nennen. Ferner werden große Achterbahnen oft durch ihre Höhe in Stadien eingeteilt. Hier sind insbesondere "Mega Coaster" (über 150 ft ≈ 46 m), "Hyper Coaster" (über 200 ft ≈ 61 m), "Gigacoaster" (über 300 ft ≈ 91 m) und "Teracoaster" (über 400 ft ≈ 120 m). Diese Bezeichnungen verwischen allerdings teilweise mit den Herstellerbezeichnungen. Bei sogenannten Möbius-Achterbahnen beschreibt die Strecke eine Unendlichkeit in der Art des Möbiusbandes. Es starten dazu zwei Züge in zwei verschiedenen Stationen und am Ende der Fahrt befinden sich beide Züge jeweils in der Station in der der andere gestartet ist.

Fahrelemente

Möbiusband Auch Fahrelemente gibt es inzwischen unzählig viele. Bei den Überschlagselementen gibt es etwa neben dem klassischen Looping und der Schraube ("Corkscrew") auch Variationen wie den Dive Loop, den Heartline Spin, den Zero G Roll oder den Boomerang, um nur einige wenige zu nennen. Selbst bei den Liftarten gibt es Unterschiede: Bei Achterbahnen sind nicht nur Kettenlift, sondern auch Kabellifte oder Vertikal-Lifte vorzufinden. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts versuchte man einen Looping in die Holzbahnen einzubauen. Nachdem die Gäste zum Teil aber über bleibende Schäden klagten, gab man diese Versuche wieder auf. Erst in den 1960ern wagte sich der deutsche Konstrukteur Werner Stengel wieder an den Looping. Er erkannte dabei, dass auf den Fahrgast viel zu hohe G-Kräfte und vor allem Momente und Scherkräfte einwirken. Die Lösung fand er dann in der Form einer Klothoide, bei der der Radius bei Ein- und Ausfahrt in den Looping deutlich größer als im oberen Looping-Teil ist. So konnte er die Kräfte optimieren und 1976 zusammen mit dem Hersteller Anton Schwarzkopf aus Münsterhausen den ersten Looping mit der Bahn "Revolution" (SixFlags Magic Mountain, USA) realisieren. Ferner werden die Belastungen durch die Konstruktion der übrigen Bahnelemente auf der Basis von kubischen Splines wesentlich reduziert. Die Entdeckung der so genannten Herzlinie ist ein weiterer Fortschritt in dem Streben aufregende Fahrgeschäfte zu entwickeln, deren physische Belastung so gering wie möglich ist. Dabei werden die Kurven so gestaltet, dass nicht die Schiene die Drehachse bildet, sondern die Drehachse in Höhe der Körpermitte der Fahrgäste liegt. Heute stehen die größten und spektakulärsten Achterbahnen vor allem in den USA und Japan, wie z.B. "Top Thrill Dragster", "Dodonpa" oder "Vertical Velocity", einer Achterbahn mit Linearantrieb. Weiter hat sich auch der normale Kettenantrieb weiter entwickelt, wie bei der Millennium Force in Cedar Point oder der Expedition GeForce im Holidaypark in Deutschland, wo eine Kombination aus Seilzug und Schlitten den Zug den Lifthill hinauf befördert.

Rekordhalter

Lifthill]
- Stahlachterbahnen
  - Höchste: Kingda Ka 139 m – Six Flags, New Jersey (2005)
  - Längste: Steel Dragon 2000 2479 m – Nagashima Spaland Mie, Japan
    - Steel Dragon 2000 ist seit August 2003 außer Betrieb, längste noch betriebene Bahn: Daidarasaurus 2340 m - Expoland, Japan (1970)
  - Schnellste: Kingda Ka 206 km/h – Six Flags, New Jersey (2005)
  - Längster Drop: Kingda Ka 127 m – Six Flags, New Jersey (2005)
- Holzachterbahnen
  - Höchste: Son Of Beast 66 m – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (2000)
    - Son of Beast wird durch ihren Looping aus Stahl nicht immer als echte Holzachterbahn anerkannt.
  - Längste: Beast 2255 m – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (1979)
  - Schnellste: Son Of Beast 126 km/h – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (2000)
  - Längster Drop: Son Of Beast 65 m – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (2000)
  - Steilste: Balder 70 Grad – Liseberg (2003)

Siehe auch


- :Kategorie:Achterbahn
- Coaster

Literatur


- Klaus Schützmannsky: Roller Coaster. Der Achterbahn-Designer Werner Stengel (Kehrer, Heidelberg, 2001) ISBN 3-933-25739-5
- Frank Lanfer: 100 Jahre Achterbahn. Anläßlich der Ausstellung "700 Jahre Stoppelmarkt - 100 Jahre Achterbahn" (Gemi, Reichertshausen, 1998) ISBN 3-980-39777-7

Weblinks


- [http://www.coastersandmore.de/ Coastersandmore.de - Achterbahnseite mit Fokus auf die Technik der Anlagen]
- [http://www.rcdb.com/ Roller Coaster Database - Achterbahn-Datenbank] ! ja:ローラーコースター ko:롤러코스터

Fahrgeschäft

in Stuttgart]] Stuttgart] Fahrgeschäfte, oder auch Fahrbetriebe, nennt man im Schausteller-Jargon Vergnügungsattraktionen in Vergnügungsparks oder auf Volksfesten. Während die in Vergnügungsparks installierten Fahrgeschäfte im Regelfall Dauereinrichtungen sind, werden die auf Volksfesten eingesetzten Fahrgeschäfte nach Ende des Festes abgebaut, zu einem anderen Volksfest transportiert und dort wieder aufgebaut. Dies muss beim Entwurf derartiger Fahrgeschäfte beachtet werden. Fahrgeschäfte, bei denen ein fehlerhafter Aufbau zu Unfällen führen kann, werden als schnellfahrende Fahrgeschäfte bezeichnet. Sie unterliegen strenge Kontrollen durch den TÜV und müssen nach jedem Aufbau erneut vom TÜV abgenommen werden. Auffallend ist, dass die meisten Fahrgeschäfte nur selten auf Volksfesten außerhalb des Heimatslandes aufgestellt werden. So ist das Steiger-60-Meter-Riesenrad, das größte tansportable Riesenrad der Welt, nur auf Volksfesten in Deutschland zu finden.

Modellbau

Von zahlreichen Fahrgeschäften gibt es vorbildgetreue Funktionsmodelle mit Lichteffekten als Bausatz passend zu Modelleisenbahnen. Solche Modelle sind ein Blickfang auf jeder Modelleisenbahnanlage.

Beispiele von Fahrgeschäften


- Achterbahn
- Affenschaukel
- Autoscooter
- Breakdance
- Dark Ride
- Einschienenhochbahn
- Freefall-Tower
- Frisbee
- Geisterbahn
- Giant-Drop
- Gyro-Tower
- Karussell
- Laufgeschäft
- Musik Express
- Rapid River
- Raupenbahn
- Riesenrad
- Schiffsschaukel
- Schrägbahn
- Steilwand-Show
- Turbo Force
- Teufelsrad
- Topple Tower
- Venturer (Simulator)
- Wellenflug
- Wildwasserbahn

Rekorde

Höchstes transportables Fahrgeschäft: Top of the World, 95 Meter (heute allerdings stationär aufgebaut)

Weblinks


- [http://www.fahrgeschaefte.info Datenbank deutscher Fahrgeschäfte]
- !

Volksfest

]]] Volksfeste sind im Brauchtum verankerte regional typische Feste, die oft eine lange Tradition besitzen. Oft beziehen sie sich auf kirchliche Feste oder auf den Beginn des Frühjahrs oder Herbstes und werden zum Teil in kleinsten Dörfern und in Städten unterschiedlich gefeiert. Manche haben sich im Laufe der Jahrhunderte aus einem Jahrmarkt entwickelt. An diese Tradition knüpft der bei vielen Volksfesten am Rande des Festplatzes gelegene Krämermarkt an. Im Unterschied zu Stadtfesten und anderen Großveranstaltungen wird das Erscheinungsbild eines Volksfestes von den zum Teil riesigen Fahrgeschäften geprägt. Sie werden, wie auch die vielen anderen Attraktionen, von der Würstchenbude über das Festzelt oder die Festzelte von den Schaustellern betrieben. Große Volksfeste werden von bis zu 100.000 Leuten pro Tag besucht, doch sind genaue Zahlen nur schwer zu bekommen, da das Areal eines Volksfestes im Regelfall frei zugänglich ist und jeder auf dem Fest vertretene Schaustellerbetrieb als eigenständiges Unternehmen geführt wird. In den meisten Städten finden Volksfeste auf einen eigenen Platz, dem Festplatz statt. Es gibt aber auch Volksfeste, die in der Innenstadt stattfinden und mehr Stadtfesten ähneln. Volksfeste werden oftmals, wie in München auf dem Oktoberfest, oder auf dem Schützenfest Hannover, durch den Anstich eines Bierfasses durch einen hohen Kommunalpolitiker der Gemeinde, in dem das Fest stattfindet, eröffnet. Auf manchen Volksfesten gibt es einen Briefkasten, auf den die in diesem Kasten gesteckte Post mit einem besonderen Stempel frankiert wird. Solche Poststücke sind bei Briefmarkensammlern von großem Interesse. Die größten Volksfeste in Deutschland sind:
- Oktoberfest, München (Das größte Volksfest der Welt)
- Größte Kirmes am Rhein, Düsseldorf
- Cranger Kirmes, Wanne-Eickel (Herne)
- Cannstatter Volksfest, Stuttgart (Das zweitgrößte Volksfest der Welt)
- Freimarkt, Bremen
- Schützenfest Hannover (Das größte Schützenfest der Welt)
- Hamburger Dom
- Kramermarkt, Oldenburg
- Annakirmes, Düren

Modellbau

Es gibt Modellbauer, die Volksfeste im Modell nachbauen. Hierbei werden auch die Fahrgeschäfte als mit Lichteffekten ausgestattete Funktionsmodelle nachgebildet. Von vielen Fahrgeschäften gibt es Funktionsmodelle als Bausatz im Handel, passend zu gängigen Modelleisenbahnen.

Siehe auch


- Liste der Volksfeste, Liste der regionalen Feste, Liste regelmäßiger Veranstaltungen in Deutschland
- Kirmes (Kirchweih), Schützenfest, Stadtfest, Freiluftkonzert, Technoparade
- Fahrgeschäft, Schausteller, Vergnügungspark, Festzelt Kategorie:Feste & Brauchtum !Volksfest Volksfest

Österreich

Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa mit der Staatsform einer parlamentarischen Demokratie. Das Land ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein.

Geografie

Hauptartikel: Geografie Österreichs

Landschaft

Etwa 60 Prozent des Landes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits nördlich der Donau - die Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach Tschechien und Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen Karpaten. Die fünf Großlandschaften Österreichs:
- Anteil an den Ostalpen (52.600 km², 62,8 % der Staatsfläche)
- Anteil am Alpen- und Karpatenvorland (9.500 km², 12,3 %)
- Vorland im Osten, Anteil an Randgebieten des Pannonischen Tieflands (9.500 km², 12,3 %)
- Granit- und Gneisplateau, Anteil am Mittelgebirgsland der Böhmischen Masse (8.500 km², 10,1 %)
- Anteil am Wiener Becken (3.700 km², 4,4 %) Von der Gesamtfläche Österreichs (rd. 84.000 km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m.

Gebirge

km² km²] km² km²]] Die sieben höchsten Berge Österreichs sind:

Ebenen

Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur Toskana auch oftmals Steirische Toskana genannt wird. tiefster Punkt: Hedwighof (Gemeinde Apetlon - Burgenland) 114 m

Seen

Der größte See ist der Neusiedler See im Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von 315 km² in Österreich liegt, gefolgt vom Attersee mit 46 km² und dem Traunsee mit 24 km² in Oberösterreich. Auch der große Bodensee mit seinen 536 km² im Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen innerhalb des Bodensees nicht genau bestimmt. Für den Sommertourismus in Österreich haben die Seen neben den Bergen die größte Bedeutung, insbesondere die Kärntner Seen und jene des Salzkammerguts. Die Bekanntesten davon sind der Wörthersee, der Millstättersee, der Ossiachersee und der Weißensee. Weitere bekannte Seen sind der Mondsee und Wolfgangsee an der Grenze von Salzburg und Oberösterreich. siehe auch: Liste der Seen in Österreich

Flüsse

Der größte Teil Österreichs wird über die Donau zum Schwarzen Meer entwässert, nur kleine Gebiete über Rhein oder Elbe zur Nordsee. Große Nebenflüsse der Donau sind (von Westen nach Osten):
- Lech und Inn (entwässern Tirol) mit Salzach (entwässert Salzburg).
- die Ager, Traun, Enns, Ybbs, Erlauf, Traisen, Wien, und Fischa entwässern die südlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich sowie Wiens.
- die Große und Kleine Mühl, Rodl und Aist, der Kamp, Göllersbach und Rußbach, sowie die March an der Ostgrenze entwässern die nördlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich

Klima

Das Klima wird vom Westen nach Osten immer trockener (In Wien sind die Niederschläge nur noch halb so hoch wie in Salzburg) und erreicht in den östlichen und südöstlichen Landesteilen das pannonische Kontinentalklima, das teilweise im südlichen Seengebiet mediterran beeinflusst wird. Die schneereichen Winter bringen dem Tourismus eine zweite Saison. Die Sonnenscheindauer ist etwa um 10 bis 20 Prozent länger als beispielsweise in Norddeutschland. Die niederschlagsreichsten Gegenden sind das gesamte Alpenvorland sowie das Tiroler Unterland, das Außerfern und der Bregenzer Wald. Dort fallen bis zu 3.000 mm Regen pro Jahr (Durchschnitt 900 mm). In diesen Regionen kann es auch sehr oft zu Überschwemmungen kommen.

Bundesländer

Bregenzer Wald Die österreichischen Bundesländer: B Burgenland, K Kärnten, NÖ Niederösterreich, OÖ Oberösterreich, S Salzburg, St Steiermark, T Tirol, V Vorarlberg, W Wien Die neun österreichischen Bundesländer sind in Bezirke aufgeteilt, diese wiederum in Gemeinden.

Städte

Siehe auch: Städte in Österreich Das mit Abstand größte Siedlungsgebiet in Österreich ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von 2.067.652 (Stand 1. Januar 2005). Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadtregion. In Österreich besitzen rund 200 Gemeinden das Stadtrecht. Ein großes Problem, vor allem in wirtschaftlich schwachen Gegenden, ist die Abwanderung (Landflucht) der ländlichen Bevölkerung in die städtischen Ballungsräume.

Große Städte

Die größten Städte Österreichs (nach Einwohnerzahl) sind: Landflucht] Landflucht Landflucht Landflucht mit Bodensee (vom Pfänder gesehen)]] Stand: 2001

Ballungsräume in Österreich

Die nachstehenden Gemeinden, die in einem größeren bebauten Siedlungsgebiet liegen, sind nach ihrer Einwohnerzahl sortiert. Stand: 2001

Entfernungen (Luftlinie)


- Wien - Bregenz 505 km
- Wien - Innsbruck 390 km
- Wien - Salzburg 253 km
- Wien - Linz 155 km
- Wien - Graz 148 km
- Wien - Bratislava (SK) 55 km
- Salzburg - München (D) 116 km
- Wien - Berlin (D) 530 km
- Wien - Budapest (H) 255 km
- Bregenz - Paris (F) 568 km
- Villach - Triest (Mittelmeer) (I) 109 km
- Graz - Maribor (SLO) 70 km

Grenzlängen


- Staatsgrenzen insgesamt 2.562 km, davon zu:
  - Deutschland (Bayern): 784 km
  - Italien: 430 km
  - Ungarn: 366 km
  - Tschechische Republik: 362 km
  - Slowenien: 330 km
  - Schweiz: 164 km
  - Slowakei: 91 km
  - Liechtenstein: 35 km

Bevölkerung

siehe auch: Österreicher Österreicher

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich beträgt zur Zeit (2005) bei den Frauen 82,1 Jahre und bei den Männern 76,4 Jahre (im Vergleich 1971: 75,7 Frauen und 73,3 Männer). Die Kindersterblichkeit beträgt 0,45 %. siehe auch: Österreichisches Gesundheitssystem

Sprache

Deutsch ist Amts- und Muttersprache von etwa 98 % der österreichischen Bevölkerung. Die deutsche Sprache wird vielfach in Form eines der vielen oberdeutschen Dialekte gesprochen, die zu den Mundartfamilien des
- Alemannischen (gesprochen in Vorarlberg sowie dem Tiroler Außerfern) und
- Bairischen (gesprochen in allen anderen Bundesländern – siehe Sprachgebrauch in Österreich) gehören. Sieben Millionen Österreicher sprechen einen mittel- oder südbairischen Dialekt. Daneben werden slawische und andere Sprachen von autochthonen Minderheiten gesprochen. Die alteingesessenen burgenlandkroatischen, slowenischen und ungarischen Bevölkerungsanteile in Österreich haben einen Anspruch auf muttersprachlichen Schulunterricht und Behördenverkehr. Burgenlandkroatisch und Slowenisch sind zusätzliche Amtssprachen in jenen Verwaltungs- und Gerichtsbezirken der Steiermark, des Burgenlandes und Kärntens mit kroatischer oder slowenischer, bzw. gemischter Bevölkerung. Auch die alteingesessene Roma-Bevölkerung hat ihre eigene Sprache. Außerdem leben 35.000 Jenische in Österreich, wovon gerade noch 3.500 ein fahrendes Leben führen. Sie wurden in den 1960er Jahren im Burgenland, im Mühlviertel, im Waldviertel, auf dem Hausruck, im Toten Gebirge, in den Seetaler Alpen und Fischbacher Alpen angesiedelt. Siehe auch: Minderheitssprachen in Österreich, Kärntner Slowenen

Zuwanderung

Das Land beherbergt Menschen aus vielen anderen Ländern, die aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ins Land gekommen sind. Diese Zuwanderer oder vorübergehend im Land lebenden Menschen stammen vornehmlich aus Russland, dem ehemaligen Jugoslawien (v.a. Serbien und Montenegro), Deutschland, Georgien, dem asiatischen Raum (Indien, Türkei, Afghanistan, Pakistan, China u.a.), aber auch aus anderen Weltregionen; Deren Anteil an der einheimischen Bevölkerung beträgt etwa 12,5 % (Anfang 2005). Bereits in den 1960er und 1970er Jahren wurden viele damals noch als Fremdarbeiter wegen des herrschenden Arbeitskräftemangels von den Firmen direkt in den Herkunftsländern angeworben um in Österreich zu arbeiten. Viele dieser Familien leben mittlerweile in der zweiten oder dritten Generation im Land. Ungefähr die Hälfte aller Menschen mit Migrationshintergrund bzw. deren Nachkommen lebt im Großraum Wien, wo etwa ein Viertel der gesamten Bevölkerung Österreichs ansässig ist. Der Rest verteilt sich vorwiegend auf die übrigen Ballungszentren, in denen ihr Anteil zwischen 10 und 20 % ausmacht. In einigen ländlichen Regionen liegt der Anteil der Migranten und Migrantinnen zwischen 0 und 5 %. In den vergangenen Jahren wurde pro Jahr an etwa 30.000 - 40.000 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.

Prognose

Laut Prognosen der Statistik Austria, dem statistischen Amt der Republik Österreich, halten sich Geburten und Sterbefälle in Österreich noch für etwa 20 Jahre die Waage, danach werden die Geburten- voraussichtlich unter den Sterbezahlen liegen, was zu einem höheren Altersdurchschnitt führen wird. Durch Zuwanderung kann die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund 9 Millionen anwachsen und das Geburtendefizit teilweise ausgeglichen werden. Nur in Wien, als einzigem der neun Bundesländer, wird der Altersdurschnitt niedriger und das Bevölkerungswachstum höher als im Bundesdurchschnitt sein; bis 2050 kann Wien demnach wieder zur Zweimillionenstadt werden. Als Grund führt Statistik Austria an, dass die Geburtenraten höher liegen und rund 40% der Immigration nach Österreich auf die Bundeshauptstadt entfallen.

Religion

73,6 % der einheimischen Bevölkerung bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben und 4,7 % zum Protestantismus (überwiegend Augsburger Bekenntnis). Etwa 12 % der Bevölkerung gehören keiner Kirche oder Glaubensgemeinschaft an, die israelitische Kultusgemeinde zählt etwa 7.300 Mitglieder. Zum Buddhismus, der in Österreich 1983 als Religionsgemeinschaft anerkannt wurde, bekennen sich etwas über 10.000 Menschen. Etwa 20.000 sind aktive Mitglieder der Zeugen Jehovas. Von den zugewanderten Personen sind etwa 180.000 Mitglieder christlich-orthodoxer Kirchen, und rund 350.000 Menschen Mitglieder verschiedener muslimischer Religionsgemeinschaften (August 2005). Siehe auch: Geschichte des Christentums in Österreich, Anerkannte Religionen in Österreich, Baptisten in Österreich, Buddhismus in Österreich, Religionsfreiheit in Österreich

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Österreichs

Franken- und Ostfrankenreich

Weite Gebiete des heutigen Österreich gehörten im späten 8. Jahrhundert zum bayrischen Stammesherzogtum im fränkischen Reich Karls des Großen. Im folgenden Ostfrankenreich, in der Region des heutigen Niederösterreich, war seit 856 eine Marchia Orientalis den Karolingern unterstellt. Diese Grenzmark im Südosten des Reiches wurde zur Keimzelle des späteren Österreich. Dieses Gebiet ging 907 allerdings an die Ungarn verloren. Erst nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 konnte das ostfränkische Reich wieder nach Osten expandieren und es entstanden neue Herzogtümer und Markgrafschaften. Damit begann auch eine weitere Welle bajuwarischer (bayerischer) Siedlungstätigkeit.

Heiliges Römisches Reich (HRR) (962 - 1806)

955 Im Jahr 976 wurde die Marchia Orientalis von Kaiser Otto II. einem Babenberger-Grafen übereignet. In einer Urkunde von 996 wurde diese Marchia Orientalis erstmals Ostarrichi genannt; Aussprache und Schreibweise wandelten sich später zu Österreich. Das Gebiet wurde auch als Ostland (lat. Austria) oder Osterland bekannt und 1156 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zu einem Herzogtum erhoben. Den Babenbergern folgten ab 1278 die Habsburger, die bis 1526 ihr Herrschaftsgebiet weiter ausdehnten und ein Erzherzogtum schufen, das ein bedeutender Faktor im Heiligen Römischen Reich wurde. Schon die späten Babenberger hatten die Steiermark mit Österreich verbinden können, die Habsburger schufen davon ausgehend mit der Erwerbung Kärntens, Tirols, Krains und anderer Gebiete einen Länderkomplex in den Ostalpen, der Herrschaft zu Österreich genannt wurde. Ab 1438 besaß das Fürstenhaus fast durchgehend die römisch-deutsche Königs- und die damit verbundene Kaiserwürde. Vom späten 15. Jahrhundert bis 1690 waren die habsburger Länder von ständigen militärischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich geprägt. Die Reformation der Kirche konnte sich anfangs schnell durchsetzen, wurde aber im Laufe des 17. Jahrhunderts zurückgedrängt. 1713 wurde mit der Pragmatischen Sanktion erstmals ein für alle Länder gleichermaßen gültiges Grundgesetz in Kraft gesetzt. Im Österreichischen Erbfolgekrieg konnte das neue Haus Habsburg-Lothringen die Erbländer großteils für sich behaupten. Die Kriege gegen Napoleon und seine Kaiserkrönung führten 1804 dazu, dass Kaiser Franz II. den Titel als Kaiser Franz I. von Österreich für seine Erbländer annahm und 1806 unter dem Druck Napoleons auf die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verzichtete.

Kaisertum Österreich (1804 – 1867); Österreich-Ungarn (1867 - 1918)

Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Das neue Kaiserreich Österreich war ein Vielvölkerstaat und reichte von Böhmen und Mähren über die heutige Republik hinweg weiter über Ungarn bis tief in den Balkan hinein. 1815 erhielt Österreich den Vorsitz im Deutschen Bund. Mit der Niederschlagung der Märzrevolution 1848 sicherte sich das Kaiserreich sein Überleben. Auch der ungarische Aufstand gegen die österreichische Vorherrschaft wurde niedergerungen. Der Krieg des Deutschen Bundes unter dem Vorsitz Österreichs gegen Preußen (Deutscher Krieg) führte 1866 nach dem Sieg Moltkes bei Königgrätz zur Auflösung des Bundes der deutschen Staaten. 1867 wurde im Zuge des Ausgleiches eine österreich-ungarische Doppelmonarchie unter der Herrschaft vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. geformt, der zugleich als König von Ungarn galt und über 40 Jahre an der Macht bleiben sollte. Da hierbei die Forderungen der „K.u.k.”-Völker nach mehr Selbstständigkeit außer Acht gelassen wurden spitzten sich die Nationalitätenprobleme zu und trieben das Reich an den Rand der Unregierbarkeit. Ausgelöst vom Attentat von Sarajevo und weitergetrieben von den europäischen Beistandspakten begann 1914 der erste Weltkrieg, der 1918 zum Ende der „kaiserlich-königlichen Monarchie” führte.

I. Republik (1918 – 1938) und Drittes Reich (1938 – 1945)

Österreich-Ungarn wurde aufgelöst. Auf dem vorwiegend von Menschen mit deutscher Muttersprache bewohnten Gebiet der Doppelmonarchie entstand die Republik „Deutschösterreich”, wobei einige Gebiete, in welchen ebenfalls eine große Bevölkerungszahl vorwiegend Deutsch sprach (z.B.: Egerland, Südmähren, Südtirol) abgetrennt wurden. Im Vertrag von Saint-Germain wurde dieser Staatsname „Deutschösterreich” und der von vielen angestrebte Zusammenschluss mit der neuen Deutschen Republik untersagt. Am 21. Oktober 1919 wurde der Name in „Republik Österreich“ geändert und 1920 die neue österreichische Verfassung beschlossen. In den folgenden Jahren führten die schlechte Wirtschaftslage und politische Auseinandersetzungen Österreich immer tiefer in eine Krise die schließlich im Bürgerkrieg (1934) gipfelte. Nachdem Bundeskanzler Engelbert Dollfuß 1933 den Nationalrat aufgelöst hatte, wurde in Österreich eine austrofaschistische Diktatur in Form eines autoritären Ständestaates etabliert. 1938 erfolgte der Anschluss an das Deutsche Reich. Der gebürtige Österreicher Adolf Hitler führte nach seinem beruflichen Scheitern in seinem Heimatland und seiner politischen Karriere in Deutschland Österreich in die nationalsozialistische Willkürherrschaft und ließ in der Folge alle Hinweise auf eine Eigenständigkeit des Landes tilgen. Österreich wurde in „Ostmark” und bald danach in „Donau- und Alpengaue” umbenannt. Der 1939 von ihm entfesselte Zweite Weltkrieg führte schließlich zum Untergang des „Dritten Reiches“.

II. Republik (ab 1945)

Dritten Reiches Mit dem Kriegsende 1945, der Niederlage des Großdeutschen Reiches und der Befreiung von der Herrschaft Hitlers und der Nationalsozialisten, wurde von den Siegermächten ein Staat Österreich wiederhergestellt. Bereits am 27. April trat eine provisorische Staatsregierung mit Karl Renner als Staatskanzler zusammen und proklamierte die Wiedererrichtung der Republik. Nach Renners Tod wurde Theodor Körner als Kandidat der SPÖ am 27. Mai 1951 zum Bundespräsidenten gewählt. Dies war die erste Volkswahl des Staatsoberhauptes in der Österreichischen Geschichte überhaupt. Bis 1955 war das neue Österreich, wie auch Deutschland, in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Erst mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags durch die Bundesregierung und Vertreter der Siegermächte am 15. Mai 1955, und damit dem Bekenntnis zur Neutralität und der Verpflichtung keinen neuen Anschluss anzustreben, erlangte die Republik ihre volle Souveränität. Bis zum 25. Oktober 1955 verließen die letzten alliierten Truppen das Land. Tags darauf wurde die „immerwährende Neutralität” im Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes festgeschrieben. Seit 1965 ist der 26. Oktober, in Erinnerung an den Beschluss der Neutralität, österreichischer Nationalfeiertag. 1960 war die Republik Mitbegründer der EFTA, die einen Wirtschaftszusammenhalt anstrebte. Bedingt durch die Neutralität konnten sowohl mit den westlichen Ländern als auch mit den damaligen Ostblockländern gute kulturelle und wirtschaftliche Bande geknüpft werden, was dem Land in der Zeit des Wiederaufbaues noch lange half. Nach dem Ende des Kalten Krieges 1991 wurde die strikte Neutralitätspolitik zwar gelockert, aber die angemessene Interpretation der Neutralität in der geänderten Weltordnung ist seitdem ein umstrittenes innenpolitisches Thema. 1995 trat Österreich der Europäischen Union (EU) bei. 1999 schaffte es seine bisherige Währung, den Schilling ab und führte zusammen mit anderen EU-Staaten den Euro ein.

Politik

Hauptartikel: Politisches System Österreichs Siehe auch: Politische Parteien in Österreich, Endogene Regionalentwicklung, Bundesverfassung (Österreich)

System

Österreich ist nach der Bundesverfassung von 1920, die 1945 wieder eingeführt wurde, eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik, bestehend aus neun Bundesländern. Staatsoberhaupt ist ein Bundespräsident, der für 6 Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt wird. "Regierungschef" und Vorsitzender der Bundesregierung ist ein Bundeskanzler, der vom Bundespräsidenten de facto entsprechend den Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat ernannt wird. Die Bundesregierung kann durch ein Misstrauensvotum des Nationalrates abberufen werden.

Institutionen

Das österreichische Parlament besteht aus zwei Kammern. Die Zusammensetzung des Nationalrates mit seinen 183 Mitgliedern wird alle 4 Jahre durch freie und allgemeine Bürgerwahlen bestimmt. Eine 4-Prozent-Hürde verhindert eine zu große Zersplitterung der Parteienlandschaft im Nationalrat. Der Bundesrat wird von den einzelnen Landtagen (Parlamente der Bundesländer) beschickt. Der Nationalrat ist die dominierende Kammer in der österreichischen Gesetzgebung. Der Bundesrat besitzt in den überwiegenden Fällen nur ein aufschiebendes Vetorecht, das durch einen Beharrungsbeschluss des Nationalrates außer Kraft gesetzt werden kann. Vom 1. Juli 2003 bis 31. Jänner 2005 tagte ein Verfassungskonvent ("Österreich-Konvent") unter Franz Fiedler, der Vorschläge für eine Reform der österreichischen Bundesverfassung erarbeitete. Dabei kam man aber nicht zu einer einheitlichen Meinung über die zukünftige Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern. Diese muss in Verhandlungen der verschiedenen politischen Ebenen ausgearbeitet werden.

Politische Parteien

Hauptartikel: Politische Parteien in Österreich. Seit der Gründung der Republik Österreich wird die Politik von zwei großen Parteien, der christlich-konservativen Volkspartei ÖVP (vor dem 2. Weltkrieg unter dem Namen Christlichsoziale Partei) sowie der sozialdemokratischen SPÖ (vorher Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs), geprägt. Beide entstanden schon während der Monarchie und erlebten jeweils nach dem 2. Weltkrieg eine Neugründung, der eine intensivierte Zusammenarbeit folgte. Die positiven Auswirkungen dieser Kooperation wurde unter dem Begriff der Sozialpartnerschaft, die negativen als Parteipolitischer Proporz bekannt. Drittes, allerdings wesentlich kleineres, parteipolitisches Kontinuum ist das deutschnationale Lager, welches sich in der ersten Republik vor allem in der Großdeutschen Volkspartei, danach in der FPÖ, der Freiheitlichen Partei Österreichs, sammelte. In den ersten Jahren der zweiten Republik spielte auch die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) ein Rolle in der Politik des Landes, seit den 60er Jahren ist sie jedoch als Kleinstpartei auf Bundesebene relativ bedeutungslos. Bei regionalen Wahlen, wie zB. in Graz, erreicht sie aber auch heute noch nennenswerte Stimmanteile.
In den 80er-Jahren brach das starre, manchmal auch als
hyperstabil bezeichnete Parteiensystem (mit einer der höchsten Dichte an Pateimitgliedern weltweit) auf. Einerseits durch den Eintritt der Grünen Partei auf dem linken Parteienspektrum, andererseits durch die Forcierung der FPÖ als rechtspopulistische Partei. Von der bis zum Regierungseintritt im Jahr 2000 stark wachsenden Partei spaltete sich 1993 das Liberale Forum ab, das allerdings bald wieder von der politischen Bühne verschwinden sollte. Im Jahr 2005 erlebte die FPÖ mit der Gründung des BZÖ ihre zweite Spaltung. Derzeit besteht die Bundesregierung aus einer Koalition zwischen ÖVP und BZÖ unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Vizekanzler ist derzeit Hubert Gorbach.

Rechtswesen

Die zentrale Privatrechtskodifikation Österreichs, das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch 1811 (ABGB), ist eine Naturrechtskodifikation, die 1914-1916 unter Einfluss der Historischen Rechtsschule tiefgreifend novelliert wurde. Weit reichende Änderungen erfolgten dann erst wieder ab 1970, insbesondere im Familienrecht. Große Bereiche des Privatrechts sind allerdings außerhalb des ABGB geregelt, wobei viele dieser Sondergesetze im Zuge des "Anschlusses" 1938 aus Deutschland in Österreich eingeführt wurden und nach 1945 in gegebenenfalls entnazifierter Fassung in Österreich beibehalten wurden; so etwa das Ehegesetz (EheG), das Handelsgesetzbuch (HGB) und das Aktiengesetz (AktG). Auch das Verfassungsrecht ist zersplittert, da es - im Gegensatz etwa zum deutschen Grundgesetz - kein Inkorporationsgebot gibt, wonach Verfassungsbestimmungen nur in den Text der Verfassungsurkunde aufgenommen werden dürfen. Als solche kann das Bundesverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1920 angesehen werden, welches sozusagen den "Kern" des Bundesverfassungsrechts enthält; daneben bestehen jedoch mehr als 1.300 (!) Verfassungsgesetze und Verfassungsbestimmungen in einfachen Gesetzen sowie Staatsverträge im Verfassungsrang. Als die wichtigsten sind das Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger vom 21. Dezember 1867, das Finanz-Verfassungsgesetz vom 21. Jänner 1948, das Neutralitätsgesetz vom 26. Oktober 1955 sowie die Europäische Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 zu nennen. Das Strafrecht ist in einer modernen Kodifikation, dem Strafgesetzbuch vom 23. Jänner 1974, geregelt. Es kennt außer Strafen auch "vorbeugende Maßnahmen" (= Unterbringung von geistig abnormen, entwöhnungsbedürftigen oder potentiell rückfälligen Tätern in entsprechende Anstalten), beide dürfen nur wegen einer Tat verhängt werden, die schon zur Zeit ihrer Begehung mit Strafe bedroht war (
Nulla poena sine lege, § 1 StGB). Die Todesstrafe ist im ordentlichen Verfahren seit 1950, im außerordentlichen Verfahren seit 1968 abgeschafft. Die Gerichtsbarkeit wird in Zivilrechts- und Strafrechtssachen von Bezirksgerichten, Landesgerichten, Oberlandesgerichten und dem Obersten Gerichtshof als höchste Instanz wahrgenommen. Die Gerichtsbarkeit des öffentlichen Rechts wird vom Verwaltungsgerichtshof und vom Verfassungsgerichtshof wahrgenommen. siehe auch: Gerichtsorganisation in Österreich

Militärische Landesverteidigung

Hauptartikel: Österreichisches Bundesheer. Die militärische Landesverteidung fußt auf einer allgemeinen Wehrpflicht aller männlichen Staatsbürger im Alter von 17 - 50 Jahren. Frauen können einen freiwilligen Wehrdienst ableisten. Das Bundesheer besteht aus ca. 35.000 Mann im Präsenzstand und ca. 75.000 Mann der Miliz. Der Präsenzdienst dauert bisher acht Monate und ab 1. Jänner 2006 sechs Monate. Bis zum Jahr 2009 wird voraussichtlich die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft und durch ein Berufsheer ersetzt. Die Hauptaufgaben des Bundesheeres sind:
- Militärische Landesverteidigung
- Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen sowie der demokratischen Freiheiten der Bürger
- Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren
- Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges
- Hilfeleistung im Ausland Wehrpflichtige, die einen Wehrdienst aus Gewissensgründen ablehnen, können einen Zivildienst ableisten. Dieser dauert zwölf Monate und ab 1. Jänner 2006 neun Monate.

Staatsverschuldung

Die Verschuldung des Gesamtstaates einschl. Parafisken wird 2005 ihren bisher höchsten Stand mit 154,86 Mrd. EUR erreichen, danach sollen die Schulden über 154,500 (2006) auf 154,200 Mrd. EUR (2007) zurückgeführt werden. Die Schuldenstandsquote wird für 2005 mit 63,3% veranschlagt (durch die Revision der VGR (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) fällt der Quotient niedriger aus als bisher). 1995 - im Jahre des EU-Beitritts - lag sie noch bei 69,2%. Das Maastricht-Ziel eines Schuldenstands von höchstens 60% des BIP hatte Österreich zuletzt - vor dem Beitritt zur EU - 1992 erreicht.

Bundeshaushalt

Der Bundeshaushalt 2005 sieht bei Ausgaben in Höhe von 64,001 Mrd. EUR Einnahmen von 58,866 Mrd. EUR vor, so dass sich ein Defizit in Höhe von 5,135 Mrd. EUR oder 2,1% des BIP ergibt.

Infrastruktur

Verkehr

Die Verkehrsinfrastruktur ist geprägt einerseits durch die Lage in den Alpen und andererseits durch die zentrale Lage in Mitteleuropa. Dies gilt für Straßen- und Bahnverbindungen gleichermaßen. Die logistische Erschließung der Alpen erfordert viele Tunnel- und Brückenbauten, die extremen Witterungsbedingungen standhalten müssen. Durch die zentrale Lage gilt Österreich als typisches Transitland, vor allem in Nord-Süd- und Nord-Südost-Richtung, durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs auch in Ost-Westrichtung. Das bedeutet aber oft eine wesentlich größere Dimensionierung der Verkehrswege, auch in ökologisch sensiblen Gebieten, was oft zu Widerständen der Bevölkerung führt. Um diese Gratwanderung zwischen Ökonomie und Ökologie zu bewältigen, sind oft Maßnahmen notwendig, welche dem Land eine Vorreiterrolle im Umweltschutz gebracht haben, vor allem am Kraftfahrzeugsektor. Es wurde in der Alpenrepublik beispielsweise vergleichsweise früh gesetzlich vorgeschrieben, in jedem Kraftfahrzeug einen Katalysator einzubauen. Ebenso wurden auf bestimmten Strecken nur Lärmarme LKW zugelassen. Durch verschiedene Deregulierungen fühlen sich die Bewohner jedoch in bestimmten Regionen, wie im Inntal, von den verkehrsregelnden Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene, vor allem von der EU, im Stich gelassen.

Straßenverkehr

Das österreichische Straßennetz umfasst derzeit:
- 2.000 km Autobahnen und Schnellstraßen
- 10.000 km Straßen mit Vorrang (früher Bundesstraßen)
- 24.000 km Landesstraßen
- 70.000 km Gemeindestraßen Das Straßennetz ist großteils in öffentlicher Hand, wobei auf Autobahnen und Schnellstraßen die PKWs mit so genannten Mautvignetten und die LKWs kilometerabhängig durch die ASFINAG bemautet werden. Siehe: Straßensystem in Österreich, Liste der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich, Liste der österreichischen Kfz-Kennzeichen

Schienenverkehr

Liste der österreichischen Kfz-Kennzeichen Der größte Teil der Eisenbahnstrecken wird durch die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) betrieben. Ein geringerer Teil wird durch Privatbahnen, die aber auch teilweise im Besitz der Bundesländer sind, befahren. S-Bahnen gibt es derzeit nur in der Hauptstadtregion Wien und in Salzburg. Weitere S-Bahn Systeme sind für die Städte Graz, Linz und Innsbruck geplant. Die einzige U-Bahn Österreichs befindet sich in Wien. Des weiteren besitzt die Linzer Straßenbahn einige unterirdische Stationen. Straßenbahnverkehr gibt es in den Städten Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Gmunden.

Schiffsverkehr

Der Personenschiffsverkehr dient hauptsächlich dem Tourismus und findet sowohl auf der Donau, als auch auf den größeren Seen statt. Meist werden die Gewässer nur im Sommerhalbjahr befahren. Im Güterverkehr wird nur die Donau genutzt, die durch den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals wesentlich aufgewertet wurde und so viel Transitverkehr von der Nordsee bis ans Schwarze Meer aufnehmen kann. Hauptsächlich werden Schüttgüter befördert. Die wichtigsten Häfen sind Linz, Krems und Wien.

Flugverkehr

Die größte nationale Fluggesellschaft ist die Austrian-Gruppe (Austrian Airlines, Lauda Air, Austrian Arrows). Mit FlyNiki besitzt Österreich seit 2003 auch eine Billigflugairline. Wichtigster Flughafen ist der Flughafen Wien-Schwechat, daneben sind Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck internationale Anbindungen.

Energieversorgung

Hauptartikel: Energieversorgung in Österreich Energieversorgung in Österreich

Elektrische Energie

Die Elektrische Energie wird zum größten Teil aus Wasserkraft, sowohl aus Laufkraftwerken an der Donau, der Enns, Drau und vielen kleineren, als auch aus Pumpspeicherkraftwerken, wie Kraftwerk Kaprun oder Maltakraftwerke hergestellt. Zur Deckung von Spitzenstrom werden auch Gaskraftwerke betrieben. Strom aus Atomkraftwerken wird auf Grund des Atomsperrgesetzes nicht hergestellt. Das einzige Kernkraftwerk wurde zwar in Zwentendorf errichtet, ging aber nach einer Volksabstimmung 1978 nie in Betrieb. Die Verteilung erfolgt hauptsächlich durch neun Landesgesellschaften, die auch die letzte Meile zum Endverbraucher haben. Daneben gibt es einige kleinere Versorger, die meist auch im Besitz der öffentlichen Hand sind.

Gasversorgung

letzte Meile Bei der Erdgasversorgung ist Österreich weitgehend vom Ausland abhängig. Traditionellerweise ist die Hauptversorgung aus Russland. Verhältnismäßig kleine Erdgaslager befinden sich im Marchfeld und Weinviertel, wo sich auch unterirdische Pufferspeicher als Sicherheitslager befinden. Die Verteilung erfolgt ebenfalls über neun Landesgesellschaften.

Ölversorgung

Dasselbe gilt für das Erdöl. Hauptimportland ist dabei Libyen. Die größte Raffinerie befindet sich in Schwechat und wird von der OMV AG betrieben.

Rechtliche und soziale Infrastruktur

Schule und Ausbildung

Siehe: Schulsystem in Österreich, Liste bedeutender Österreicher, Österreichische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen, Schülerzeitung

Notrufdienste

Polizei
Österreichweit wurde 2005 die für ländliche Gebiete zuständige Bundesgendarmerie mit den in den Städten vorhandenen Bundessicherheitswachekorps und Kriminalbeamtenkorps zum neuen Wachkörper Bundespolizei zusammengelegt. Dadurch wurde versucht, Zweigleisigkeiten in der Organisation zu beseitigen und die Effizienz zu erhöhen. Der Beweis dieses Anspruchs konnte bis dato nicht erbracht werden.
Feuerwehr
Das österreichische Feuerwehrensystem basiert fast vollständig auf Freiwilligen Feuerwehren. Nur in den sechs größten Städten wird der Brandschutz von Berufsfeuerwehren wahrgenommen. Hauptartikel:Feuerwehr in Österreich
Rettungsdienst
Bei Unfällen mit Verletzten wird in Österreich die Rettung informiert. Vor allem in den ländlichen Gebieten übernimmt das Österreichische Rote Kreuz den Rettungsdient. Daneben unterhalten andere Hilfsorganisationen wie des ASBÖ oder die Johanniter Rettungswachen. In Wien teilen sich die städtische Wiener Rettung und die Hilfsorganisationen die Aufgabe. Rettungshubschrauber spielen eine sehr wichtige Rolle im österreichischen Rettungsdienst. Das Land dürfte über die größte Dichte an Rettungshubschraubern weltweit verfügen. Flächendeckend stellt der Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC 16 Hubschrauber. Daneben sind vor allem in den Tourismus-Regionen mehrere private Anbieter tätig. Siehe auch Luftrettung.

Wetterdienst

Wetterstationen befinden sich übers ganze Land verteilt, in größeren Städten und in allen Landeshauptstädten. Die nationale Einrichtung für meteorologische und geophysikalische Dienste ist die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit mehreren Zweigstellen in den Bundesländern. Die aktuellen Wetterdaten und Wetterentwicklungen lassen sich, auf Internetseiten gesammelt, für viele Orte abrufen und außerdem über Radio und Fernsehen verfolgen. In Zukunft soll außerdem ein zuverlässiger Unwetterwarndienst im Internet angeboten werden. Zusätzlich gibt es noch die Flugwetterdienste oder spezielle Systeme, wie das Blitzortungssystem ALDIS, die auch mit der ZAMG zusammenarbeiten und Daten austauschen.

Medien

Hauptartikel: Medien in Österreich

Wirtschaft

Hauptartikel: Österreichische Wirtschaft
In Österreich waren 2001 3.420.788 Personen in 396.288 Arbeitsstätten beschäftigt. Die größte Börse in Österreich ist die Wiener Börse, dessen größter Index der ATX ist.

Land- und Forstwirtschaft

Österreich hat eine sehr kleinstrukturierte Landwirtsch

1898

Ereignisse


- 24. April: mit einer Kriegserklärung Spaniens an die Vereinigten Staaten beginnt der Spanisch-Amerikanische Krieg
- 25. April: Der Amerikanische Kongress erklärt, dass sich die Vereinigten Staaten seit dem 21. April mit Spanien im Kriegszustand befinden
- 12. Juni: General Emilio Aguinaldo erklärt die Unabhängigkeit der Philippinen von Spanien
- Im Juli erreichen französische Truppen Faschoda im Sudan, mit dem Ziel die französischen Kolonien in Afrika zu verbinden. In der Faschodakrise kommt es fast zum Krieg zwischen Großbritannien und Frankreich, bis im November die französische Regierung Major Marchand den Befehl erteilt, sich zurückzuziehen
- Kreta wird unabhängig
- Das Kaiserreich China muss Kiautschou an Deutschland verpachten
- Das Kaiserreich China muss Weihai an Großbritannien verpachten
- USA besetzen die Hawaii-Inseln
- 10. Dezember: Der Frieden von Paris beendet den spanisch-amerikanischen Krieg

Wissenschaft


- 18. Juli: Pierre und Marie Curie berichten über die Entdeckung des Poloniums, das etwa 100 mal so aktiv ist wie Uran
- 20. September: Alberto Santos-Dumont Das erste Lufschiff angetrieben von einem Benzinmotor
- 21. November - Pierre und Marie Curie entdecken gemeinsam mit Gustave Bémont das Radium, das etwa 106 mal so aktiv ist wie das Uran. Sie geben die Entdeckung am 26. Dezember bekannt.
- Ferdinand Braun führt den geschlossenen Schwingkreis ein und erhöht damit die Sendeleistung
- Ferdinand Braun erhält ein Patent auf ein Gerät zur abgestimmten Modulation (es bildet die Grundlage aller späteren Senderschaltungen)
- William Ramsay entdeckt das Edelgas Xenon
- Morris William Travers entdeckt das Edelgas Krypton
- Marie Curie und Gerhard Carl Schmidt erkennen die Radioaktivität des Thorium
- Jonathan Zenneck nahm in Cuxhaven die ersten Versuche mit drahtloser Telegrafie auf deutschem Boden vor und begründete damit den Seefunk

Kultur


- 5. Januar: Uraufführung der Operette Der Opernball von Richard Heuberger am Theater an der Wien in Wien
- 18. November: Uraufführung der musikalischen Tragödie Don Quixote von Wilhelm Kienzl in Berlin
- Die Villa Stuck wird fertiggestellt

Wirtschaft


- 1. Juli: Mit der Hausmüllverwertung München GmbH nimmt in Deutschland das erste Unternehmen zur industriellen Mülltrennung seine Arbeit auf

Sport


- 22. Mai: Gründung des FK Olympia 1898 Darmstadt, aus dem, nach der Fusion mit dem Darmstädter SC im Jahr 1919, der SV Darmstadt 98 hervorgeht
- Gründung des FC Thun 1898

Geboren


- 1. Januar: Marta Fuchs, Konzert- und Opernsängerin († 1974)
- 1. Januar: Viktor Ullmann, Komponist, Dirigent und Pianist († 1944)
- 2. Januar: Hermann Schwann, deutscher Politiker († 1977)
- 6. Januar: James Fitzmaurice, irischer Pilot († 1965)
- 8. Januar: Gerhard Bienert, deutscher Schauspieler († 1986)
- 11. Januar: Oskar Matzner, deutscher Politiker († 1980)
- 13. Januar: Kaj Munk. dänischer Theologe und Schriftsteller († 1944)
- 15. Januar: Martha Saalfeld, deutsche Lyrikerin († 1976)
- 22. Januar: Ferdinand Kramer, Architekt († 1985)
- 23. Januar: Randolph Scott, Schauspieler († 1987)
- 23. Januar: Sergei Michailowitsch Eisenstein, sowjetischer Regisseur († 1948)
- 23. Januar: Sergej Eisenstein, russischer Regisseur († 1948)
- 25. Januar: Anton Diel, deutscher Politiker († 1959)
- 26. Januar: Alfons Paquet, Journalist, Schriftsteller und Dichter († 1944)
- 26. Januar: Hildegard Domizlaff, deutsche Bildhauerin, Holzschnitt- und Schmuckkünstlerin († 1987)
- 3. Februar: Alvar Aalto, finnischer Architekt und Designer († 1976)
- 3. Februar: Heinrich Auge, deutscher Politiker und MdB († 1977)
- 3. Februar: Lil Hardin Armstrong, Jazz-Pianistin, -Sängerin und -Komponistin († 1971)
- 5. Februar: Will Shade, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1966)
- 6. Februar: Erna Sack, deutsche Sängerin (Sopran) († 1972)
- 9. Februar: Franz Gurk, deutscher Politiker († 1984)
- 10. Februar: Bertolt Brecht, deutscher Dramatiker und Lyriker († 1956)
- 11. Februar: Leó Szilárd, Physiker und Molekularbiologe († 1964)
- 14. Februar: Alois Podhajsky, Leiter der Spanischen Hofreitschule († 1973)
- 14. Februar: Fritz Zwicky, Schweizer Physiker und Astronom († 1974)
- 15. Februar: Allen Woodring, US-amerikanischer Leichtathlet († 1982)
- 15. Februar: Antonio de Curtis, italienischer Schauspieler († 1967)
- 15. Februar: Hans Rheinfelder, deutscher Romanist († 1971)
- 15. Februar: Toto (Schauspieler), italienischer Schauspieler († 1967)
- 17. Februar: Bruno Leddin, deutscher Politiker († 1951)
- 18. Februar: Enzo Ferrari, italienischer Rennfahrer und Gründer des Rennwagenherstellers Ferrari († 1988)
- 19. Februar: Waldemar Kraft, deutscher Politiker († 1977)
- 24. Februar: Hubert Houben, Leichtathlet, Läufer († 1956)
- 24. Februar: Kurt Tank, deutscher Ingenieur († 1983)
- 5. März: Jan Oosthoek, niederländischer Fußballspieler
- 6. März: Therese Giehse, deutsche Schauspielerin († 1975)
- 8. März: Karl Weber, deutscher Politiker († 1985)
- 13. März: Henry Hathaway, US-amerikanischer Filmregisseur († 1985)
- 16. März: Jakob Haringer, deutscher Schriftsteller († 1948)
- 19. März: Tian Han, chinesischer Dramatiker († 1968)
- 27. März: Josef Müller, Ageordneter in der Weimarer Republik († 1979)
- 30. März: Heinz Risse, deutscher Schriftsteller († 1989)
- 3. April: Henry Luce, US-amerikanischer Verleger († 1967)
- 8. April: Therese Neumann, bayerische Bauernmagd († 1962)
- 9. April: Julius Patzak, österreichischer Opern- und Liedsänger († 1974)
- 9. April: Paul Robeson, US-amerikanischer Schauspieler und Bürgerrechtler († 1976)
- 14. April: Harold Stephen Black, Elektronikingenieur († 1983)
- 20. April: Emmanuel Bove, französischer Schriftsteller († 1945)
- 22. April: Martin Loibl, deutscher Politiker († 1951)
- 23. April: Edwin Erich Dwinger, deutscher Schriftsteller († 1981)
- 25. April: Edmund Kolbe, Maler († 1983)
- 26. April: Vicente Aleixandre, spanischer Lyriker und Literaturnobelpreisträger († 1984)
- 28. April: Ernst Lemmer, deutscher Politiker († 1970)
- 3. Mai: Golda Meïr, israelische Politikerin († 1978)
- 6. Mai: Konrad Henlein, deutsch-tschechischer Politiker († 1945)
- 8. Mai: Alojzije Stepinac, Erzbischof von Zagreb und Kardinal († 1960)
- 15. Mai: Arletty, französische Schauspielerin († 1992)
- 16. Mai: Tamara de Lempicka, polnische Malerin († 1980)
- 18. Mai: Alfred Eduard Frauenfeld, nationalsozialistischer Politiker († 1977)
- 19. Mai: Julius Evola, italienischer Kulturphilosoph († 1974)
- 23. Mai: Heinrich Zillich, deutscher Schriftsteller († 1988)
- 25. Mai: Gustav Regler, Schriftsteller († 1963)
- 31. Mai: Georg Singer, deutscher Politiker und Antifaschist († 1942)
- 9. Juni: Curzio Malaparte, italienischer Schriftsteller und Journalist († 1957)
- 9. Juni: Luigi Fagioli, italienischer Rennfahrer († 1952)
- 12. Juni: Ludwig Friedrich Barthel, deutscher Erzähler und Essayist († 1962)
- 12. Juni: Michail Jefimowitsch Kolzow, sowjetischer Feuilletonist und Journalist
- 17. Juni: Carl Hermann, Professor für Kristallographie († 1961)
- 17. Juni: Maurits Cornelis Escher, niederländischer Künstler und Grafiker († 1972)
- 22. Juni: Erich Maria Remarque, deutscher Autor († 1970)
- 26. Juni: Wilhelm Emil Messerschmitt, deutscher Flugzeugkonstrukteur und Unternehmer († 1978)
- 27. Juni: Alja Rachmanowa, russische Schriftstellerin († 1991)
- 2. Juli: Heinrich Schulte, deutscher Psychiater († 1983)
- 4. Juli: Gulzarilal Nanda, indischer Politiker († 1998)
- 6. Juli: Hanns Eisler, österreichisch-deutscher Komponist, Musikphilosoph und -theoretiker († 1962)
- 6. Juli: Helene Wessel, deutsche Politikerin († 1969)
- 11. Juli: Gregor Pinke, NS-Widerstandskämpfer († 1941)
- 14. Juli: Ante Pavelic, kroatischer Politiker († 1959)
- 17. Juli: Berenice Abbott, US-amerikanische Fotografin († 1991)
- 19. Juli: Herbert Marcuse, deutsch-amerikanischer Philosoph († 1979)
- 21. Juli: Sara Carter, US-amerikanische Country-Sängerin († 1979)
- 22. Juli: Alexander Calder, US-amerikanischer Bildhauer (Mobiles) († 1976)
- 24. Juli: Roman Chwalek, Minister für Arbeit der DDR († 1974)
- 29. Juli: Isidor Isaac Rabi, US-amerikanischer Physiker († 1988)
- 30. Juli: Henry Moore, englischer Bildhauer und Maler († 1986)
- 3. August: Herbert Behrens-Hangeler, deutscher Maler, Grafiker und Schriftsteller († 1981)
- 3. August: Ildebrando Antoniutti, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1974)
- 5. August: Piero Sraffa, italienischer Wirtschaftswissenschaftler († 1983)
- 11. August: Petur Mohr Dam, färöischer sozialdemokratischer Politiker († 1968)
- 18. August: Werner Bruschke, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt († 1995)
- 20. August: Julius Schaub, Adolf Hitlers persönlicher Chefadjutant († 1968)
- 26. August: Peggy Guggenheim, US-amerikanische Sammlerin und Galeristin († 1979)
- 1. September: Friedrich Georg Jünger, deutscher Lyriker, Erzähler und Essayist († 1977)
- 2. September: Alfons Gorbach, österreichischer Politiker und Bundeskanzler († 1972)
- 10. September: Hans Globke, deutscher Jurist in Staatsdiensten († 1973)
- 10. September: Manfred Hausmann, deutscher Schriftsteller († 1986)
- 13. September: Roger Désormière, französischer Dirigent († 1963)
- 13. September: Bernard Etté, deutscher Kapellmeister, Instrument Violine († 1973)
- 15. September: Edward Gottlieb, russisch-US-amerikanischer Unternehmer († 1979)
- 19. September: Giuseppe Saragat, italienischer Staatspräsident († 1988)
- 20. September: Ludwig Schneider, deutscher Politiker († 1978)
- 23. September: Franz Xaver Fuhr, deutscher Maler
- 24. September: Howard Walter Florey, britischer Pathologe († 1968)
- 25. September: Robert Stauch, deutscher Politiker († 1981)
- 26. September: George Gershwin, US-amerikanischer Komponist († 1937)
- 29. September: Trofim Denissowitsch Lyssenko, ukrainischer Biologe († 1976)
- 2. Oktober: Kurt Georg Heinrich Andersen, Kommandeur der Bundesgrenzschutzschule († 2003)
- 3. Oktober: Adolf Reichwein, deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Kulturpolitiker († 1944)
- 5. Oktober: Ewald Balser, deutscher Schauspieler († 1978)
- 10. Oktober: Karl Bielig, deutscher Politiker und MdB († 1991)
- 15. Oktober: Boughera El-Ouafi, algerischer Leichtathlet († 1959)
- 15. Oktober: Günther Ramin, Organist und Chorleiter († 1956)
- 17. Oktober: Shinichi Suzuki, japanischer Violinist († 1998)
- 17. Oktober: Simon Vestdijk, niederländischen Schriftsteller († 1971)
- 18. Oktober: Clemente Biondetti, italienischer Rennfahrer († 1955)
- 18. Oktober: Ernst Wollweber, Minister für Staatssicherheit († 1967)
- 18. Oktober: Lotte Lenya, österreichische-US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin († 1981)
- 20. Oktober: Oskar Wacker, deutscher Politiker († 1972)
- 21. Oktober: Heinrich Walter, deutsch-russischer Geobotaniker und Öko-Physiologe († 1905)
- 31. Oktober: Max Reimann, deutscher Politiker († 1977)
- 2. November: Hans Loch, Vorsitzender der LDPD und Finanzminister der DDR († 1960)
- 6. November: Georg Schnath, deutscher Historiker († 1989)
- 11. November: Hugo Makibi Enomiya-Lassalle, Jesuit und Zen-Meister († 1990)
- 12. November: Leopold Okulicki, Führer der Polnischen Heimatarmee († 1946)
- 16. November: Elisabeth Zaisser, Ministerin für Volksbildung der DDR († 1987)
- 21. November: René Magritte, belgischer Maler des Surrealismus († 1967)
- 22. November: Gabriel González Videla, chilenischer Politiker († 1980)
- 23. November: Fritz Lange, Minister für Volksbildung der DDR († 1981)
- 23. November: Wilhelm Schmidhuber, deutscher Politiker
- 26. November: Karl Ziegler, deutscher Chemiker († 1973)
- 26. November: Paul Gibbert, deutscher Politiker († 1967)
- 29. November: Clive Staples Lewis, britischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler († 1963)
- 6. Dezember: Gunnar Myrdal, schwedischer Ökonom und Nobelpreisträger († 1905)
- 11. Dezember: Fritz Mühlenweg, deutscher Schriftsteller († 1961)
- 15. Dezember: Ernst Goldenbaum, Vorsitzender der DBD und Minister der DDR († 1990)
- 16. Dezember: Johannes Semler, deutscher Politiker († 1973)
- 20. Dezember: Irene Dunne, US-amerikanische Theater- und Filmschauspielerin († 1990)
- 22. Dezember: Wladimir Alexandrowitsch Fock, russischer Physiker († 1974)
- 24. Dezember: Anton Hilbert, deutscher Politiker († 1986)
- 27. Dezember: Walther Kühn, deutscher Politiker († 1962)
- 28. Dezember: Otto Hübener, deutscher Widerstandskämpfer († 1945)
- 31. Dezember: Erich Sauer, theologischer Mitarbeiter († 1959)

Gestorben


- 14. Januar: Lewis Carroll, britischer Schriftsteller, Mathematiker und Fotograf (
- 1832)
- 15. Januar: Antoine François Marmontel, französischer Komponist (
- 1816)
- 19. Januar: Ernst Ludwig Taschenberg, deutscher Entomologe (
- 1818)
- 30. Januar: Jules Péan, französischer Chirurg (
- 1830)
- 6. Februar: Rudolf Leuckart, deutscher Zoologe und Begründer der Parasitologie (
- 1822)
- 27. Februar: Leopold Kaufmann, Oberbürgermeister von Bonn (
- 1821)
- 12. März: Johann Jakob Balmer, Schweizer Mathematiker und Physiker (
- 1825)
- 12. März: Zacharias Topelius, finnisch-schwedischer Dichter und Schriftsteller (
- 1818)
- 14. März: Henry Bessemer, britischer Ingenieur und Erfinder (
- 1813)
- 16. März: Aubrey Beardsley, britischer Dichter, Zeichner, Graphiker, Karikaturist und Illustrator (
- 1872)
- 20. März: Karl August Tavastjerna, finnländischer Schriftsteller (
- 1860)
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