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Ernst ÖpikErnst Julius Öpik ( - 23. Oktober 1893 in Port Kunda, Estland; † 10. September 1985 in Bangor, Nordirland) war ein Astronom.
Öpik besuchte das Gymnasium in Tallinn und studierte dann an der Kaiserlichen Universität Moskau. 1916 wurde er Direktor der astronomischen Abteilung in Taschkent (Usbekistan). 1921-1944 arbeitete er am Observatorium in Tartu (Estland), 1930-1934 unterbrochen von einem Aufenthalt am Harvard College Observatory. Als ehemaliger Freiwilliger der Russischen Weißen Armee floh er in einem Pferdewagen vor den anrückenden Kommunisten. Danach ging er nach Hamburg und anschließend nach Armagh (Nordirland), wo er bis 1981 am Armagh Observatory tätig und einige Zeit auch geschäftsführender Direktor war. 1950-1981 wirkte er auch als Herausgeber des Irish Astronomical Journal. Seit 1956 teilte er seine Zeit in Armagh mit einer Gastprofessur an der University of Maryland (College Park). 1975 erhielt er die Gold Medaille der Royal Astronomical Society und 1976 die Bruce Medaille. Der Asteroid (2099) Öpik ist nach ihm benannt.
Öpiks Hauptforschungsgebiet waren Kleinkörper des Sonnensystems wie Asteroiden, Kometen und Meteore. Aber auch über Planeten-Atmosphären, den inneren Aufbau und die Entwicklung von Sternen und andere astronomische Themen gewann er schon früh wichtige theoretische Einsichten, die oft erst Jahrzehnte später allgemein anerkannt wurden.
Einige bedeutende Arbeiten:
- 1915 berechnete er erstmals die Dichte eines Weißen Zwergsterns
- 1922 sagte er die Krater des Mars voraus.
- 1922 führte er die erste korrekte Abstandsbestimmung eines außergalaktischen Objekts (des Andromedanebels) durch.
- 1932 stellte er eine Theorie über die Herkunft der Kometen auf, in der er die Oortsche Wolke vorwegnahm.
- 1938 entwickelte er ein theoretisches Modell der Zwergsterne, aus dem er ihre Umwandlung in Riesensterne ableitete.
- 1952 stellte er eine neue Theorie der Eiszeiten auf.
Ernst Öpiks Enkel Lambit Öpik ist ein britischer Politiker.
Oepik, Ernst
Oepik, Ernst
23. OktoberDer 23. Oktober ist der 296. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 297. in Schaltjahren) - somit bleiben 69 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 42 v. Chr. - Marcus Iunius Brutus unterliegt mit seinem Heer bei Philippi den Truppen Oktavians und Marcus Antonius', flüchtet und begeht Selbstmord
- 424 - Valentinian III. wird in Konstantinopel als knapp über Fünfjähriger zum Caesar erhoben.
- 425 - Mit der Ausrufung des 6-jährigen Flavius Placidus Valentinianus zum Kaiser Westroms übernimmt dessen Mutter Galla Placidia die Regierungsgeschäfte.
- 1086 - In der Schlacht bei Zallaqa unterliegt das Heer von Kastilien den Berbern unter Yusuf ibn Taschfin.
- 1520 - Im Kaiserdom zu Aachen wird Karl V. durch Hermann V. von Wied zum Kaiser gekrönt.
- 1689 - Die Bill of Rights stärkt die Rechte des englischen Parlaments gegenüber der Krone (konstitutionelle Monarchie) sowie bürgerliche Grundrechte.
- 1923 - Beginn des Hamburger Aufstandes der KPD.
- 1952 - In Deutschland wird die SRP (Sozialistische Reichspartei) verboten.
- 1953 - In Mainz präsentieren die US-Streitkräfte ihre neue atomare Artillerie mit einer Reichweite von 32 km.
- 1954 - Die Pariser Verträge werden unterzeichnet. Darin sind enthalten:
- der Deutschlandvertrag, über die Souveränität Deutschlands
- die Erweiterung des Brüsseler Pakts und dessen Umwandlung in die Westeuropäische Union (WEU)
- der Beitritt Deutschlands zur WEU und der NATO
- das Saarstatut.
- 1954 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Frankreich. In Kraft seit dem 28. Juli 1955.
- 1955 - In Oberösterreich finden die ersten Landtagswahlen nach dem Abzug der Alliierten aus Österreich statt.
- 1955 - Saargebiet: Bei der Volksabstimmung über das Europäische Saarstatut wird dieses abgelehnt, Ministerpräsident Hoffmann tritt zurück.
- 1956 - Aus einer Großdemonstration entwickelt sich der Ungarische Volksaufstand.
- 1980 - Der sowjetische Ministerpräsident Alexej Kossygin tritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.
- 1983 - Im Libanon werden Selbstmordanschläge auf die Hauptquartiere der US-amerikanischen und der französischen Truppen verübt, die 297 Opfer fordern; es sind die frühesten Anschläge dieser Art
- 1989 - Die Ungarische Republik wird ausgerufen. Ende der Volksrepublik Ungarn. Inkrafttreten einer neuen Verfassung.
- 1991 - Unterzeichnung der Pariser Friedensverträge durch die kambodschanischen Parteien
- 2002 - Im Moskauer Dubrowka-Theater nehmen tschetschenische Terroristen während einer Aufführung des Musicals Nord-Ost etwa 800 Geiseln, von denen etwa 120 bei der Befreiung sterben.
- 2004 - Der als „Ötzi“-Entdecker bekannt gewordene, nach einer Alleinwanderung seit 7 Tagen verschollene Helmut Simon wird tot aufgefunden.
- 2005 - In Polen gewinnt Lech Kaczyński die Stichwahl um das Präsidentenamt gegen Donald Tusk, der im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten hatte.
- 2005 - In Wien finden Landtags- und Gemeinderatswahlen statt.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1754 - Uraufführung der Oper Anacréon von Jean-Philippe Rameau in Fontainebleau.
- 1883 - Die Metropolitan Opera in New York wird eröffnet.
- 1972 - Uraufführung der Oper Elisabeth Tudor von Wolfgang Fortner in Berlin.
- 2005 - Der türkische Autor Orhan Pamuk erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Religion
- 4004 v. Chr. - Schöpfungsglaube: Nach Berechnungen des anglikanischen Theologen James Ussher wurde an diesem Tag, exakt um 14:30, das Universum von Gott erschaffen.
- 585 - Synode von Mâcon
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Katastrophen
- 1995 - Ein Erdbeben der Stärke 6,2 fordert in der Provinz Sichuan, Volksrepublik China, 81 Tote.
- 2004 - Beim schwersten Erdbeben seit über 70 Jahren mit der Stärke 6,8 auf der Richterskala sterben in Nordjapan über 20 Menschen, etwa 1500 werden verletzt.
Geboren
Nordjapan
Nordjapan
- 1695 - François de Cuvilliés, französischer Baumeister
- 1729 - Charles Grey, 1. Earl Grey, britischer General im 18. Jahrhundert
- 1752 - François Appert, französischer Erfinder
- 1769 - James Ward, englischer Maler
- 1785 - Antonia Pozzi, italienische Dichterin
- 1796 - Stefano Franscini, schweizerischer Politiker
- 1799 - Gottfried Wilhelm Lehmann, Mitbegründer der deutschen Baptistengemeinden
- 1801 - Albert Lortzing, deutscher Komponist
- 1805 - Adalbert Stifter, österreichischer Schriftsteller
- 1806 - Louis F. von Rayski, deutscher Maler
- 1813 - Ludwig Leichhardt, deutscher Australienforscher
- 1818 - Pierre A. Larousse, französischer Lehrer
- 1820 - Carl Feer-Herzog, Schweizer Politiker, Unternehmer und Eisenbahnpionier
- 1825 - Julius Kühn, deutscher Agrarwissenschaftler
- 1839 - Georg von Siemens, deutscher Bankier
- 1844 - Wilhelm Leibl, deutscher Maler
- 1880 - Dominikus Böhm, deutscher Architekt
- 1892 - Gummo Marx, US-amerikanischer Schauspiler
- 1893 - Ernst Julius Öpik, estnischer Astronom
- 1894 - Ludger Westrick, deutscher Politiker
- 1905 - Felix Bloch, schweizerischer-US-amerikanischer Physiker (Physikernobelpreis 1952)
- 1908 - Ilja Michailowitsch Frank, russischer Physiker (Physiknobelpreis 1958)
- 1910 - Richard Mortensen, dänischer Maler
- 1916 - Philip Rosenthal, deutscher Unternehmer und SPD-Politiker
- 1918 - Paul Martin Rudolph, US-amerikanischer Architekt
- 1919 - Manolis Andronikos, griechischer Archäologe
- 1920 - Gianni Rodari, italienischer Schriftsteller
- 1922 - Gerhard Bronner, österreichischer Komponist, Musiker und Kabarettist
- 1923 - Roy Lichtenstein, US-amerikanischer Maler und Grafiker
- 1925 - Johnny Carson, US-amerikanischer TV-Moderator
- 1925 - José Freire Falcão, emeritierter Erzbischof von Brasilia und ein Kardinal
- 1927 - Hans Batz, deutscher Politiker (SPD)
- 1927 - Edward Kienholz, US-amerikanischer Künstler
- 1927 - Leszek Kolakowski, polnischer Publizist und Philosoph
- 1929 - Tamas Gamkrelidse, georgischer Linguist und Orientalist
- 1931 - Jim Bunning, ehemalige Baseballspieler und US-Senator von Kentucky
- 1936 - Philip Kaufman, US-amerikanischer Regisseur
- 1939 - Charles Foxx, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1940 - Ellie Greenwich, US-amerikanische Songschreiberin
- 1940 - Pelé, brasilianischer Fußballspieler
- 1941 - Jürgen Egert, deutscher Politiker
- 1942 - Michael Crichton, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1942 - Anita Lucia Roddick, britische Unternehmerin ("The Body Shop")
- 1946 - Ulla Neumann, dänische Sängerin
- 1947 - Greg Ridley, britischer Musiker
- 1947 - Abd al-Aziz al-Rantisi, Führer der palästinensischen Hamas
- 1948 - Richie Bull, britischer Musiker
- 1949 - Wurzel, britischer Musiker (Motörhead)
- 1951 - Ingo Peter, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1954 - Ang Lee, taiwanischer Regisseur
- 1954 - Ulrich Stein, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Katrin Saß, deutsche Schauspielerin
- 1956 - Dwight Yoakam, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1959 - Sam Raimi, US-amerikanischer Produzent und Filmregisseur
- 1961 - Andoni Zubizarreta, spanischer Fußballspieler
- 1969 - Dolly Buster, tschechische Schauspielerin
- 1969 - Christian Schwarzer, deutscher Handballspieler
- 1979 - Vanessa Petruo, deutsche Pop-Sängerin
Gestorben
Vanessa Petruo
- 42 v. Chr. - Marcus Iunius Brutus, römischer Senator, beteiligt am Caesar-Mord
- 930 - Daigo, 60. Kaiser von Japan
- 1456 - Johannes Capistranus, Wanderprediger
- 1590 - Bernardino de Sahagún, spanischer Franziskaner und Ethnologe
- 1616 - Leonhard Hutter, deutscher lutherischer Theologe
- 1635 - Wilhelm Schickard, Professor für biblische Sprachen, Astronomie und Mathematik
- 1714 - Philipp von Hörnigk, Volkswirtschaftler und Vertreter des Merkantilismus
- 1801 - Johann Gottlieb Naumann, deutscher Komponist
- 1842 - Wilhelm Gesenius, deutscher Theologe und Historiker
- 1857 - Friedrich Kammerer, deutscher Erfinder des Streichholzes
- 1867 - Franz Bopp, deutscher Sprachwissenschaftler und Sanskritforscher
- 1869 - Edward Geoffrey Smith Stanley, 14. Earl of Derby, britischer Premierminister
- 1872 - Théophile Gautier, französischer Schriftsteller
- 1874 - Abraham Geiger, Angehöriger der jüdischen Reformbewegung
- 1886 - Friedrich Ferdinand von Beust, österreichischer Politiker
- 1892 - Mehmed Emin Pascha = Eduard Schnitzer deutscher Militär, Arzt, Afrikareisender und Politiker
- 1910 - Rama V., König von Siam
- 1921 - John Boyd Dunlop, irischer Tierarzt und Erfinder
- 1926 - Satyro Bilhar, brasilianischer Sänger, Gitarrist und Komponist
- 1935 - Charles Demuth, US-amerikanischer Maler
- 1944 - Charles Glover Barkla, britischer Physiker (Physiknobelpreis 1917)
- 1946 - Kurt Daluege, SS-Oberstgruppenführer und Chef der Ordnungspolizei im Dritten Reich
- 1950 - Al Jolson, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1951 - Fritz Tarnow, deutscher Politiker, Gewerkschafter und Reichstagsabgeordneter
- 1957 - Christian Dior, französischer Mode-Designer
- 1957 - Walter Rehberg, schweizerischer Komponist und Pianist
- 1958 - Erich Köhler, deutscher Politiker
- 1969 - Mongi Slim, tunesischer Politiker
- 1971 - Herbert Böhme, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1976 - Leonard Lee, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1978 - Maybelle Carter, US-amerikanische Countrysängerin und Komponistin
- 1981 - Reg Butler, britischer Bildhauer
- 1984 - Oskar Werner, österreichischer Schauspieler
- 1985 - Bernhard Bauknecht, deutscher Politiker
- 1986 - Edward Adelbert Doisy, US-amerikanischer Biochemiker und Nobelpreisträger für Medizin
- 1987 - Karlfranz Schmidt-Wittmack, deutscher Politiker und MdB
- 1990 - Louis Althusser, französischer Philosoph
- 1992 - Wilfried Haslauer sen., österreichischer Jurist und Politiker, Landeshauptmann von Salzburg
- 1993 - Friedrich Dickel, Minister des Inneren der DDR
- 1997 - Pinchas Lapide, jüdischer Theologe und Religionswissenschaftler
- 2001 - Gerd Mehl, deutscher Journalist
- 2002 - Marianne Hoppe, deutsche Schauspielerin
- 2003 - Arthur Lloyd Eshbach, amerikanischer SF-Schriftsteller und Herausgeber
- 2003 - Chiang Mei-ling, chinesische Politikerin
- 2004 - Bill Nicholson, britischer Fußballtrainer
- 2004 - Friedel Neuber, deutscher Bankier und Politiker
- 2004 - George Silk, neuseeländischer Fotograf
- 2004 - Robert Merrill, US-amerikanischer Opernsänger
Feier- und Gedenktage
- Ungarn: Tag der Republik
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Johannes von Capestrano, Mönch, Wanderprediger (katholisch)
- Johannes Zwick, Pfarrer, Liededichter (evangelisch)
- Hl. Jakobus, Bruder des Herrn, Märtyrer (orthodox)
- Hl. Severin von Köln, Bischof von Köln
Siehe auch
- 22. Oktober - 24. Oktober
- 23. September - 23. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1023
ja:10月23日
ko:10월 23일
simple:October 23
th:23 ตุลาคม
1893
Politik
- Einführung des Frauenwahlrechts in Neuseeland. Neuseeland ist der erste neuzeitliche Staat, der Frauen dieses Bürgerrecht uneingeschränkt zugesteht. Gründung des Bundes Deutscher Frauenvereine (BDF) in Berlin (Selbstauflösung 1933)
- Gründung der Independant Labour Party
- 12. November: Teilung Afghanistans durch den damaligen Außenminister der Britisch-Indischen Verwaltung „Sir Henry M. Durand“ für 100 Jahre von 1893 bis 1993, das auch Durand-Linie genannt wird
- Erste Eingemeindung der damaligen Vororte der Stadt Zürich
Wissenschaft und Technik
- Anders Jonas Ångström misst die Gesamtintensität der Sonnenstrahlung (mit einem Kompensationspyrheliometer)
- Bohemia (Asteroid) wird entdeckt
- Erfindung des Reißverschlusses
- Charles C. Cretors erfindet die erste Popcornmaschine der Welt, so daß eine Popcorn-Produktion im grossen Maßstab nun möglich ist
- Fertigstellung des „Blauen Wunders“ (Brücke über die Elbe in Dresden)
Kultur
- 27. Januar: Uraufführung der Oper Debora von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag
- 11. April: Uraufführung der Oper Magic Ring von Isaac Albéniz im Prince of Wales' Theatre in London
- 27. April: Uraufführung der Oper Aljeko von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow im Bolschoi-Theater in Moskau
- 15. Juni: Uraufführung der Operette Poor Jonathan von Isaac Albéniz im Prince of Wales' Theatre in London
- 23. Dezember: Uraufführung der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck am Hoftheater in Weimar
- Das Theaterstück „Anatol“ von Arthur Schnitzler wird uraufgeführt
- Erstmaliges stattfinden der Biennale di Venezia
Sport
- 16. Mai: Berliner Schlittschuh-Club e. V., Präsidentschaft von Hugo Ehrentraut
- 9. September: Gründung des VfB Stuttgart
- 15. November: Gründung des Fußballvereins FC Basel
- 1. Januar: Artur Wypochowicz, Antifaschist und Kommunalpolitiker († 1972)
- 5. Januar: Gerhard Lütkens, deutscher Politiker († 1955)
- 5. Januar: Paramahansa Yogananda, indischer Yogi und Guru († 1952)
- 5. Januar: Richard Schneider, katholischer Geistlicher und im KZ Dachau inhaftiert († 1987)
- 12. Januar: Alfred Rosenberg, Ideologe und Politiker des Nationalsozialismus († 1946)
- 12. Januar: Hermann Göring, führender Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus († 1946)
- 12. Januar: Michail Iossifowitsch Gurewitsch, († 1976)
- 13. Januar: Sergej Wassiljewitsch Jewsejew, russischer Komponist († 1956)
- 13. Januar: Clark Ashton Smith, US-amerikanischer Dichter, Bildhauer, Maler und Autor († 1961)
- 17. Januar: Ernst Egli, österreichischer Architekt und Stadtplaner († 1974)
- 19. Januar: Johannes Dieckmann, deutscher Journalist und Politiker († 1969)
- 22. Januar: Conrad Veidt, deutscher Schauspieler († 1943)
- 23. Januar: Fritz Baade, deutscher Politiker und MdR († 1974)
- 26. Januar: Bessie Coleman, US-amerikanische Pilotin († 1926)
- 29. Januar: Marţian Negrea, rumänischer Komponist († 1973)
- 31. Januar: Freya Madeline Stark, englische Forschungsreisende und Reiseschriftstellerin
- 2. Februar: Omar Bradley, US-amerikanischer Fünf-Sterne-General († 1981)
- 3. Februar: Gaston Maurice Julia, französischer Mathematiker († 1978)
- 5. Februar: Roman Ingarden, polnischer Philosoph († 1970)
- 16. Februar: Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski, Marschall der Roten Armee in der Sowjetunion († 1937)
- 22. Februar: Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer († 1980)
- 28. Februar: Wsewolod Illarionowitsch Pudowkin, Filmemacher und Filmtheoretiker der Sowjetunion († 1953)
- 1. März: Edlef Köppen, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur († 1939)
- 1. März: Mercedes de Acosta, Schriftstellerin, Modedesignerin († 1968)
- 5. März: Guus de Serière, niederländischer Fußballspieler († 1980)
- 6. März: Molla Mallory, norwegische Tennisspielerin († 1959)
- 7. März: Siegfried Rädel, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer († 1943)
- 9. März: Roland Jacobi, ungarischer Tischtennisspieler († 1951)
- 11. März: Leopold Szondi, ungarischer Mediziner und Psychologe († 1986)
- 12. März: Erwin Planck, deutscher Politiker († 1945)
- 16. März: Friedrich von Basse Beteiligter am Hitlerattentat vom 20. Juli, Oberbürgermeister in Weißenfels und der Lutherstadt Wittenberg, Dozent an den Universitäten Leipzig und Halle
- 18. März: Costante Girardengo, italienischer Radrennfahrer († 1987)
- 19. März: José María Velasco Ibarra, Staatspräsident Ecuadors († 1979)
- 21. März: Bo Carter, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1964)
- 21. März: Hans Zulliger, Schweizer Volksschullehrer († 1965)
- 24. März: Walter Baade, deutscher Astronom und Astrophysiker († 1960)
- 27. März: Karl Mannheim, deutscher Philosoph und Soziologe († 1947)
- 31. März: Clemens Krauss, Dirigent († 1954)
- 31. März: Samuel Münchow, dänisch-deutscher Politiker († 1976)
- 3. April: Leslie Howard, britischer Schauspieler († 1943)
- 6. April: Robert Noorduyn, niederländischer Pilot und Flugzeugkonstrukteur († 1959)
- 8. April: Mary Pickford, Schauspielerin der Stumm- und frühen Tonfilmzeit († 1979)
- 10. April: Heinrich Georg Ritzel, deutscher Politiker († 1971)
- 10. April: Heinrich Ritzel, deutscher Politiker († 1971)
- 11. April: Dean Gooderham Acheson, US-Außenminister von 1949 bis 1953 († 1971)
- 13. April: Willi Hammelrath, Gründer der Arbeiterhochschule Burg Vondern († 1966)
- 17. April: Marguerite Broquedis, französische Tennisspielerin († 1993)
- 20. April: Harold Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler († 1971)
- 20. April: Joan Miró, spanischer Maler († 1983)
- 21. April: Walter Bartram, deutscher Politiker († 1971)
- 21. April: Walter Christaller, deutscher Geograf († 1969)
- 23. April: Adolf Cillien, deutscher Politiker und MdB († 1960)
- 23. April: Allen Welsh Dulles, Direktor der CIA († 1969)
- 23. April: Frank Borzage, US-amerikanischer Filmregisseur († 1962)
- 23. April: Willi Busch, deutscher Schauspieler († 1951)
- 29. April: Harold Clayton Urey, US-amerikanischer Chemiker († 1981)
- 29. April: Johann Reichhart, letzter Scharfrichter Deutschlands († 1972)
- 30. April: Joachim von Ribbentrop, Politiker in der Zeit des NS-Regimes und Außenminister († 1946)
- 30. April: Ullrich Friedrich Willy Joachim von Ribbentrop, deutscher Außenminister († 1946)
- 3. Mai: Konstantin Gamsachurdia, georgischer Schriftsteller († 1975)
- 5. Mai: Joseph Maria Lutz, deutscher Schriftsteller († 1972)
- 6. Mai: Wilhelm Kohlhoff, deutscher Maler und Graphiker († 1971)
- 6. Mai: Hinrich Wilhelm Kopf, erster Ministerpräsident von Niedersachsen († 1961)
- 11. Mai: Martha Graham, US-amerikanische Tänzerin, Choreografin und Pädagogin († 1991)
- 18. Mai: Friedrich Sieburg, deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker († 1964)
- 27. Mai: Hermann Dörnemann, der älteste Mann der Welt seiner Zeit
- 28. Mai: Mina Witkojc, niedersorbische Dichterin und Publizistin († 1975)
- 31. Mai: Jos van Son, niederländischer Fußballspieler († 1956)
- 6. Juni: Otto Pankok, deutscher Maler, Zeichner und Bildhauer († 1966)
- 11. Juni: Karl Weissenberg, Physiker und einer der ersten Rheologen
- 13. Juni: Dorothy L. Sayers, englische Krimi-Schriftstellerin und Übersetzerin († 1957)
- 13. Juni: Reinhold Tiling, deutscher Ingenieur, Pilot und Raketenpionier († 1933)
- 17. Juni: Hermann Matern, SED-Funktionär der DDR († 1971)
- 20. Juni: Wilhelm Zaisser, Minister für Staatssicherheit in der DDR († 1958)
- 21. Juni: Alois Hába, tschechischer Komponist († 1973)
- 23. Juni: Ernst Theodor Eichelbaum, deutscher Politiker und MdB († 1991)
- 25. Juni: Otto Lasch, deutscher Offizier der Wehrmacht († 1971)
- 28. Juni: Florence Henri, US-amerikanische Malerin und Fotografin († 1982)
- 28. Juni: Hugo Scharnberg, deutscher Politiker († 1979)
- 30. Juni: Horst Wolfram Geißler, deutscher Schriftsteller († 1983)
- 30. Juni: Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR († 1973)
- 3. Juli: Mississippi John Hurt, US-amerikanischer Blues-Sänger und Gitarrist († 1966)
- 3. Juli: Sándor Bortnyik, ungarischer Maler († 1976)
- 8. Juli: Fritz Perls, deutsch-jüdischer Psychiater und Psychotherapeut († 1970)
- 10. Juli: Paul Ortwin Rave, deutscher Kunsthistoriker († 1962)
- 17. Juli: Boris Rajewsky, deutscher Biophysiker und Strahlenforscher († 1974)
- 17. Juli: Wilhelm Dieckmann, Widerstandskämpfer im Dritten Reich
- 19. Juli: Wladimir Majakowski, russischer Dichter, († 1930)
- 20. Juli: Alexandros I., König von Griechenland († 1920)
- 21. Juli: Eugen Schüfftan, deutscher Kameramann und Erfinder († 1977)
- 21. Juli: Hans Fallada, deutscher sozialkritischer Schriftsteller († 1947)
- 23. Juli: Heinrich Imig, deutscher Politiker († 1956)
- 25. Juli: Wilhelm Cleven, Weihbischof in Köln († 1983)
- 26. Juli: George Grosz, deutscher Maler und Grafiker († 1959)
- 28. Juli: Meinrad Inglin, Schweizer Schriftsteller († 1971)
- 28. Juli: Rued Langgaard, dänischer Komponist und Organist († 1952)
- 30. Juli: Hyazinth Graf Strachwitz, deutscher General und Panzerkommandeur in der Wehrmacht († 1968)
- 8. August: Ludwig Grote, deutscher Kunsthistoriker († 1974)
- 12. August: Willy Marschler, deutscher nationalsozialistischer Politiker († 1951)
- 16. August: Hans Koch, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1945)
- 17. August: Walter Noddack, deutscher Chemiker († 1960)
- 19. August: Richard Reitzner, deutscher Politiker und MdB († 1962)
- 22. August: Dorothy Parker, US-amerikanische Schriftstellerin († 1967)
- 22. August: Ernst Waldow, deutscher Schauspieler († 1964)
- 23. August: Georgi Wassiljewitsch Florowski, orthodoxer Theologe († 1979)
- 31. August: Lilly Laskine, französische Harfenistin († 1988)
- 8. September: Erik Reger, deutscher Schriftsteller († 1954)
- 10. September: Fritz Fink, deutscher Schriftsteller, Buchhändler und Heimatforscher († 1945)
- 10. September: Johanna Bormann, Angehörige der SS und Wärterin in Konzentrationslagern († 1945)
- 16. September: Albert von Szent-Györgyi Nagyrapolt, ungarischer Biochemiker († 1986)
- 18. September: Arthur Benjamin, australischer Komponist († 1960)
- 20. September: Hans Scharoun, deutscher Architekt († 1972)
- 21. September: Erna Scheffler, deutsche Juristin († 1983)
- 22. September: Hans Leip, deutscher Dichter, Schriftsteller († 1983)
- 22. September: Linus Kather, deutscher Politiker MdB, MdL († 1983)
- 23. September: Cläre Lotto, deutsche Tänzerin und Schauspielerin († 1952)
- 26. September: Milos Crnjanski, ungarische Dichter, Erzähler, Reiseautor und Bühnendichter († 1977)
- 27. September: Birger Forell, Pfarrer, Flüchtlingshelfer († 1958)
- 30. September: Harold Joseph Laski, britischer Politiker und Politologe († 1950)
- 1. Oktober: Marianne Brandt, deutsche Malerin, Bildhauerin und Designerin († 1983)
- 6. Oktober: Ernst Gäumann, Schweizer Botaniker, Mykologe, Universitätsprofessor († 1963)
- 9. Oktober: Heinrich George, deutscher Schauspieler († 1946)
- 9. Oktober: Mário Raúl de Morais Andrade, brasilianischer Schriftsteller und Lyriker († 1945)
- 12. Oktober: Matthias Joseph Mehs, deutscher Politiker und Heimatschriftsteller († 1976)
- 13. Oktober: Hans Severus Ziegler, deutscher Publizist, Intendant, Lehrer und nationalsozialistischer Politiker († 1978)
- 14. Oktober: Lillian Gish, US-amerikanische Schauspielerin († 1993)
- 15. Oktober: Carol II., von 1930 bis 1940 König von Rumänien († 1953)
- 20. Oktober: Jomo Kenyatta, Ministerpräsident Kenias († 1978)
- 23. Oktober: Ernst Julius Öpik, estnischer Astronom († 1985)
- 24. Oktober: Kurt Huber, deutscher Professor, Volksliedforscher, Mitglied der Weißen Rose († 1943)
- 26. Oktober: Andreas Predöhl, deutscher Ökonom († 1974)
- 28. Oktober: Karl Farkas, österreichischer Schauspieler und Kabarettist († 1971)
- 30. Oktober: Roland Freisler, Richter und Präsident des Volksgerichtshofes († 1945)
- 1. November: A. Paul Weber, deutscher Zeichner († 1980)
- 1. November: Andreas Paul Weber, deutscher Lithograph, Zeichner und Maler († 1980)
- 6. November: Edsel Ford, Sohn von Henry Ford († 1943)
- 8. November: Rama VII., König von Siam († 1941)
- 13. November: Edward Adelbert Doisy, US-amerikanischer Biochemiker († 1986)
- 15. November: Carlo Emilio Gadda, italienischer Schriftsteller († 1973)
- 22. November: Raymond Collishaw, englischer Militärpilot und Befehlshaber († 1976)
- 27. November: Max Burghardt, deutscher Intendant, Vorsitzender des Kulturbundes der DDR († 1977)
- 1. Dezember: Ernst Toller, deutscher Politiker, Revolutionär und Schriftsteller († 1939)
- 9. Dezember: Dom Paul Benoît, luxemburger Komponist († 1979)
- 12. Dezember: Edward G. Robinson, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Dezember: Erwin Piscator, deutscher Regisseur und Theaterleiter († 1966)
- 21. Dezember: Anton Dietzenschmidt, deutscher Dramatiker († 1955)
- 24. Dezember: Wout Buitenweg, niederländischer Fußballspieler († 1976)
- 26. Dezember: Elisabet van Randenborgh, deutsche Schriftstellerin († 1983)
- 26. Dezember: Mao Zedong, chinesischer Politiker († 1976)
- 28. Dezember: Ernst Römer, österreichisch-mexikanischer Dirigent, Musikpädagoge und Komponist
- 7. Januar: Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker ( - 1835)
- 11. Januar: Benjamin Franklin Butler, US-amerikanischer General ( - 1818)
- 13. Januar: Melitta Otto-Alvsleben, deutsche Sängerin ( - 1842)
- 17. Januar: Rutherford B. Hayes, 19. Präsident der USA ( - 1822)
- 22. Januar: Vinzenz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent ( - 1811)
- 18. Februar: Gerson Bleichröder, deutscher Bankier ( - 1822)
- 20. Februar: Pierre Gustave Toutant Beauregard, General der Konföderierten Staaten von Amerika ( - 1818)
- 22. April: Franziska Berg, deutsche Schauspielerin ( - 1813)
- 1. Mai: Alexander Kaufmann, deutscher Schriftsteller ( - 1817)
- 14. Mai: Ernst Eduard Kummer, deutscher Mathematiker ( - 1810)
- 23. Mai: Anton von Schmerling, österreichischer Politiker und Jurist ( - 1805)
- 5. Juni: Julio Popper, Kartograph von Havanna, Freimaurer ( - 1857)
- 7. Juni: Edwin Booth, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1833)
- 15. Juni: Ferenc Erkel, ungarischer Komponist ( - 1810)
- 26. Juni: Konstantin Karlowitsch Albrecht, russischer Komponist ( - 1836)
- 29. Juni: Johann Anton Friedrich Baudri, Weihbischof und Generalvikar in Köln ( - 1804)
- 6. Juli: Guy de Maupassant, französischer Schriftsteller und Dichter ( - 1850)
- 10. Juli: Henry Nettleship, englischer klassischer Philologe ( - 1839)
- 14. Juli: Karl Braun, deutscher Freihändler ( - 1822)
- 25. Juli: Paul d'Abrest, böhmischer Schriftsteller ( - 1850)
- 6. August: Jean-Jacques Challet-Venel, Schweizer Politiker ( - 1811)
- 7. August: Alfredo Catalani, italienischer Opern-Komponist ( - 1854)
- 11. August: Heinrich Schmieder, Theologe und Ehrenbürger Wittenbergs ( - 1794)
- 16. August: Jean-Martin Charcot, französischer Neurologe ( - 1825)
- 27. August: Peter Mitterhofer, Zimmermann und Erfinder (Schreibmaschine) ( - 1822)
- 5. September: Hermann Hunaeus, Architekt ( - 1812)
- 11. September: Adolphe Yvon, französischer Maler ( - 1817)
- 14. September: Antoine Louis John Ruchonnet, Schweizer Politiker ( - 1834)
- 25. September: Marie Louise von François, deutsche Schriftstellerin ( - 1817)
- 8. Oktober: Patrice de Mac-Mahon, Marschall von Frankreich und zweiter Präsident der Dritten Republik ( - 1808)
- 11. Oktober: Ford Madox Brown, britischer Maler ( - 1821)
- 18. Oktober: Charles Gounod, französischer Komponist ( - 1818)
- 27. Oktober: Friedrich Wilhelm Dörpfeld, deutscher Pädagoge ( - 1824)
- 30. Oktober: John Joseph Caldwell Abbott, der erste „einheimische“ kanadische Premierminister ( - 1821)
- 30. Oktober: Karl Bodmer, Schweizer Maler ( - 1809)
- 6. November: Pjotr Iljitsch Tschaikowski, russischer Komponist ( - 1840)
- 1. Dezember: Eduard Franck, deutscher Komponist ( - 1817)
- 4. Dezember: Heinrich Göbel, deutsch-amerikanischer Erfinder ( - 1818)
- 4. Dezember: John Tyndall, irischer Physiker ( - 1820)
- 27. Dezember: Charles Merivale, englischer Historiker und Dekan der Kathedrale von Ely ( - 1808)
- 30. Dezember: Samuel White Baker, englischer Afrikaforscher ( - 1821)
Staatsoberhäupter
Afrika
- Ägypten: Abbas II. Hilmi, Khedive (1892–1914)
- Äthiopien: Menilek II., Kaiser (1889–1909)
Amerika
- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (1884–1911)
Asien
- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (1867–1912)
Europa
- Belgien (Sachsen-Coburg-Gotha/Wettiner): Leopold II., König der Belgier (1865–1909)
- Dänemark (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Christian IX., König (1863–1906)
- Deutsches Reich (Hohenzollern): Wilhelm II., Deutscher Kaiser (1888–1918)
- Frankreich Marie François Sadi Carnot, Präsident (1887–1894)
- Griechenland (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Georg I., König der Hellenen (1863–1913)
- Großbritannien und Irland: (Welf: Este) Victoria, Königin (1837–1901)
- Italien: Humbert I., König (1878–1900)
- Liechtenstein: Johann II., Fürst (1858–1929)
- Luxemburg (Haus Nassau): Adolf, Großherzog (1890–1905)
- Montenegro (Haus Petrowitsch Rjegosch): Nikita Petrović, Fürst (1878–1918)
- Niederlande (Haus Nassau)- Wilmelmina, Königin (1890–1948)
- Österreich-Ungarn (Habsburg): Franz Joseph I., Kaiser (1848–1916)
- Portugal (Sachsen-Coburg-Saalfeld/Wettiner): Karl I., König (1889–1908)
- Rumänien (Hohenzollern-Sigmaringen): Karl I., König (1878–1914)
- Russisches Reich (Romanow-Holstein-Gottorp/Oldenburger) Alexander III., (Kaiser/Zar) (1881–1894)
- Schweden (Haus Bernadotte): Oskar II., König (1872–1907)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident, (1894)
- Serbien: Aleksandar I. Karađorđević, König (1889–1903)
- Spanien: Alfons XIII., König (1886–1931)
- Türkisches Reich: Abdulhamid II., Großsultan (1876–1909)
ko:1893년
simple:1893
th:พ.ศ. 2436
Estland
Estland (estnisch Eesti) ist ein Staat in Nordeuropa und Mitglied der Europäischen Union.
Geographie
Europäischen Union
Estland grenzt an Lettland, Russland sowie an die Ostsee. Über den Finnischen Meerbusen hinweg bestehen enge Beziehungen zu Finnland. Das Land ist flächenmäßig etwas kleiner als Niedersachsen und etwas größer als die Schweiz. Im Süden des Landes befindet sich die höchste Erhebung, der Suur Munamägi (318 m). Der größte See ist der Peipsi Järv (Peipussee). Vorgelagert befinden sich 1520 Inseln, die größte davon Saaremaa.
Siehe auch: Liste der Inseln Estlands, Liste der Städte in Estland
Flora und Fauna
Auffällig ist der reiche Baumbewuchs, rund 44% der Landesfläche sind bewaldet.
Neben Hirschen, Rehen und Füchsen kommen auch Elche (2000-3000), Biber, Marder, die sehr seltenen Schneehasen (ca. 200) und vereinzelt Rentiere vor. Auch sind die großen Raubtierarten Braunbär (ca. 800!) und Wolf (ca. 600) in Estland heimisch, ebenso der Luchs (ca. 2000). Immer wieder hört man vereinzelt von Hunden und Schafherden, die angeblich von Wölfen angefallen werden. Wolf, Bär und Luchs sind in Estland jagbar, wobei der Beitritt zur EU hier - in Estland oft kritisierte - Einschränkungen gebracht hat, zumal es sich bei der Luchsjagd um reinen "Sport" handele.
Bevölkerung
Die Einwohner Estlands (2003) gehören folgenden Nationalitäten an:
- Esten 68,4%
- Russen 25,7%
- Ukrainer 2,1%
- Weißrussen 1,2%
- Finnen 0,8%
- sonstige 1,7%
Mittlerweile lassen sich zahlreiche Ausländer einbürgern. Das Einbürgerungsverfahren ist jedoch mit einem Sprachtest verbunden, den viele vor allem ältere Russen als unzumutbar empfinden, da sie es heute noch ablehnen, Estnisch zu lernen.
40.000 Esten leben in Russland.
Größte Städte (Stand: 1. Januar 2004)
- Tallinn - 396.375
- Tartu - 101.297
- Narva - 67.355
- Kohtla-Järve - 46.346
- Pärnu - 44.568
- Viljandi - 20.422
- Rakvere - 16.851
- Sillamäe - 16.806
- Maardu - 16.648
- Kuressaare - 14.898
- Võru - 14.675
- Valga - 14.055
- Haapsalu - 11.876
- Jõhvi - 11.600
- Paide - 9.725
- Keila - 9.394
- Kiviõli - 7.082
Religion
Ein Großteil der Esten ist heute konfessionslos.
Religion spielt nurmehr für eine Minderheit der Bevölkerung eine Rolle. Traditionelle Religion der Esten ist der christliche Glaube in der Form des protestantischen Luthertums, wie er in Skandinavien weit verbreitet war. Dennoch ist die Estnische Evangelisch-Lutherische Kirche (EELK) eine quasi offizielle Kirche (Gottesdienste zu Parlamentseröffnungen usw.) und ihr Erzbischof die Zentralfigur der estnischen öffentlichen Religion; die EELK dominiert auch die relativ umfassende Theologenausbildung in Estland (in Tartu an der Universität und in Tallinn an der Kirchlichen Hochschule). Heute bekennen sich noch etwa 32 % der Bevölkerung als Mitglieder in christlichen Kirchen beziehungsweise Glaubensgemeinschaften. Davon sind:
- 15 % evangelisch-lutherisch
- 14 % orthodox
- 0,5 % Baptisten
- 0,5 % römisch-katholisch
Daneben gibt es kleinere Gemeinden sonstiger protestantischer, jüdischer und zum Teil islamischer Gemeinschaften.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Estlands
Geschichte Estlands
Estland stand bis zum Ende des Nordischen Krieges unter schwedischer Herrschaft (die letzten schwedischsprachigen Bewohner wurden während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg nach Schweden repatriiert). Bis zu dieser Zeit wurde in Teilen Estlands, vor allem auf den Inseln Hiiumaa (Dagö), Vormsi und Ruhnu (Runö) noch Estlandschwedisch gesprochen. Dieser Dialekt, der mit dem Finnlandschwedischen zu den Ostschwedischen Sprachen zählt, hat sich mit der Zeit durchaus zu einer selbstständigen Sprache entwickelt. Während des Zerfalls des Russischen Reiches im Verlauf der Oktoberrevolution erlangte Estland 1918 seine Unabhängigkeit.
In den Jahren 1939/40 wurden die Deutschbalten von den Nationalsozialisten aus Estland und Lettland "heim ins Reich" geholt. Grund war die im Geheimabkommen zum Hitler-Stalin-Pakt geschlossene Vereinbarung, das Baltikum dem sowjetischen Einzugsbereich zu überlassen. Unter dem Druck der Sowjetunion "traten" die baltischen Staaten 1940 der Sowjetunion "bei" (Estnische Sozialistische Sowjetrepublik), nachdem sie zuvor bereits russische Truppen dulden mussten. Von 1941 bis 1944 war das Land von deutschen Truppen besetzt und beteiligte sich nun als Teil des Generalkommissariats Ostland an der Genozid-Politik des Dritten Reiches. Aufgrund der Erfahrungen mit den Sowjets schlossen sich auch Esten den deutschen Truppen an, allerdings kämpften ebenso Esten auf der sowjetischen Seite. Nach der erneuten Besetzung durch die Rote Armee im Herbst 1944 wurde, als Folge der Konferenz von Jalta, das Land in die SU eingegliedert. Deportierungen folgten.
Im August 1991 wurde Estland nach mehrjährigen Bemühungen insbesondere seit 1988 wieder unabhängig. Der Begriff der singenden Revolution zeigte den überwiegend friedlichen Verlauf der Befreiungsbemühungen. Es wurde am 2. April 2004 NATO-Mitglied. Die estnische Bevölkerung befürwortete am 14. September 2003 in einem Referendum den Beitritt zur Europäischen Union. Am 1. Mai 2004 wurde daraufhin Estland in die EU aufgenommen. Noch 2001 waren in Umfragen nur 30 Prozent dafür und 51 Prozent gegen den Eu-Beitritt; 2004 wurde die grosse russische Minderheit vom Referendum ausgeschlossen.
Politik
Am 27. Juni 2004 traten Estland und weitere zwei der 10 neuen EU-Länder dem Wechselkursmechanismus II bei - was der erste Schritt ist, um in frühestens 2 Jahren den Euro einzuführen. Estland, Litauen und Slowenien legten die Leitkurse ihrer Währungen zum Euro fest und verpflichten sich ab sofort, die Schwankungen unter ± 15 % zu halten.
Der Leitkurs für die estnische Krone ist nun 15,6466 pro Euro, was eine maximale Schwankungsbreite von (gerundet) 13,30 bis 17,99 Kronen bedeutet. Entsprechender Kurs ergibt sich auf die 1993 festgelegte Kopplung der Krone zur D-Mark im Verhältnis 1 DEM = 8 EEK. Weiterhin verpflichtet sich Estland (wie auch Litauen) zu einer nachhaltigen Haushaltspolitik.
Abstimmung zur EU-Mitgliedschaft
Am 14. September 2003 stimmten die Esten über den Beitritt zur Europäischen Union ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 64 %. Mit einer Mehrheit von 66,9 % Ja-Stimmen zu 33,1 % Nein-Stimmen votierten die Bürger für die Mitgliedschaft in der EU; das ist die niedrigste Zustimmungsrate aller zentral- und osteuropäischen EU-Neumitglieder.
Siehe auch: Estnische Euromünzen
Ergebnisse der Europawahlen 2004
Wahlbeteiligung: 26,89 %
Grenzvertrag mit Russland
Am 18. Mai 2005 wurde in Moskau der seit 1999 ausverhandelte Grenzvertrag mit Russland unterzeichnet. Die Verzögerung hing mit der Weigerung des russischen Präsidenten Putin zusammen, die estnische Sicht der Annexion 1940 (Estnische Sowjetrepublik) zu akzeptieren (siehe auch Vertrag von Dorpat 1920).
Homosexualität
In Estland sind einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Erwachsenen legal. Unabhängig von der sexuellen Orientierung liegt das Schutzalter bei 14 Jahren. Schwule werden vom Großteil der Bevölkerung ignoriert und leben ihre Sexualität mehr oder weniger im Verborgenen. In Estland gibt es für Lesben und Schwule weder gesetzlichen Antidiskriminierungsschutz noch die Möglichkeit einer gesetzlich eingetragenen Partnerschaft.
Verwaltungsgliederung
1920
Estland gliedert sich in 15 Landkreise (estnisch pl. maakonnad, sing. maakond):
Infrastruktur
Das Verkehrsnetz ist gut ausgebaut. Die Straße und die Schifffahrt auf der Ostsee spielen die wichtigste Rolle, im Güterverkehr zudem auch die Eisenbahn in Form der Gesellschaft Eesti Raudtee.
Hochseehäfen befinden sich in Tallinn und Pärnu. Von Süden nach Norden wird das Land von der Via Baltica durchquert. Am 28. September 1994 sank die estnische Fähre Estonia vor der Küste Finnlands auf der Überfahrt nach Stockholm, nachdem die Bugklappe auf hoher See abbrach. Bei dem Unglück starben 852 Menschen.
Wirtschaft
Nach skandinavischem Vorbild organisierte Estland nach dem Fall der Mauer sein Gemeinwesen völlig um: wenig Hierarchien, viel Transparenz der staatlichen Organe, moderne Kommunikationstechnik. Dies hat sich schnell bezahlt gemacht.
BIP
Seit der Überwindung der Russlandkrise von 1998/99 wachst die Wirtschaft aller drei baltischer Staaten, allerdings ausgehend von einem niedrigen Ausgangszustand nach der Krise. In Estland lag der Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) (real) seither bei jährlich mindestens 5 %, (2004) bei 6,2%, 2005- voraussichtlich 8,5 %.
Das BIP 2004 erreichte damit 2004 9,0 Mrd. Euro€, das entspricht 6.703€ pro Einwohner (zum Vergleich: Deutschland: 26.400 €).
Staatsbudget, Preise und Löhne
Das Staatsbudget lag 2004 bei 3,37 Mrd. Euro, wobei ein Überschuss von 151 Mio. Euro zu verzeichnen war. Seit 2001 war dies der vierte positive Staatshaushalt in Folge - eine Seltenheit in der EU. Dies führte dazu, dass sich der estnische Staat und damit die Bevölkerung wieder mehr leisten kann, die Staatsquote (Anteil der Staatsausgaben am BIP) stieg 2004 auf 38% an (wie zuletzt 1998), nachdem sie bereits auf 35% (2001) gesunken war.
Die Verteuerung hatte sich 2003 deutlich verlangsamt (1,3%), mit dem EU-Beitritt aber wieder angezogen (2004: 3%). Die vergleichsweise hohen Preissteigerungen der Vorjahre (im Schnitt bei 5%) hatten - bei stabiler Währung - in Estland zu deutlich höheren Lebenshaltungskosten als in den Nachbarstaaten Lettland und Litauen geführt. Entsprechend sind die vergleichsweise hohen Durchschnittslöhne von 462 € (2004; zum Vergleich: Lettland 317 € (2004)) nicht automatisch mit höherem Lebensstandard gleich zu setzen.
Steuersystem
Estland hat einen Einheitssteuersatz, der bei 24 % liegt.
Nach der Unabhängigkeit 1991 galt in Estland für Personen eine progressive Besteuerung mit 16, 24 und 33 Prozent. Das Steuersystem wurde 1994 reformiert. Als erstes europäisches Land führte Estland einen niedrigen Einheitssteuersatz ein, der damals bei 26 % lag. Aktuell beträgt dieser 24 % und soll bis 2009 auf 20 % abgesenkt werden.
Produktionszweige
Vorherrschender Industriezweig sind (2002) die Holz-, Papier- und Möbelindustrie (25%) und die Nahrungsmittelindustrie (21%). Große Zuwächse gab es in der Elektroindustrie / Maschinen- und Fahrzeugteilebau (18%), wo Estland mit Norma einen der weltweit größten Hersteller für Sicherheitsgurte beherbergt.
Bedeutende Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Estland:
: - Holz- und Möbelindustrie: Horizon in Kehra
: - Fahrzeugteile: Norma in Tallinn (Sicherheitsgurte)
: - Elektronik: Elcoteq in Tallinn
: - Baustoffe: Nordic Tsement in Kunda
: - Bauindustrie: Merko Ehitus in Tallinn
: - Textilindustrie: Kreenholm (Küchentextilien) in Narva, Baltex 2000 (Stoffe und Garne) in Tallinn
: - Nahrungsmittel: Rakvere Lihakombinaat in Rakvere (Fleisch), A.LeCoq in Tartu (Bier & Getränke), Saku in Saku/Harjumaa (Bier & Getränke), Kalev in Rae bei Tallinn (Süßigkeiten)
: - Energie: Eesti Põlevkivi in Jõhvi (Ölschieferabbau)
Direktinvestitionen
Das kleine Estland hat mit Stand 31. Dezember 2004 knapp 7 Mrd. € ausländisches Kapital an Direktinvestitionen angezogen, das sind 5.170 € pro Kopf und fast 80 % des jährlichen BIP (zum Vergleich Litauen: knapp 1350 € pro Kopf). Bedeutendstes Herkunftsland von Direktinvestitionen (FDI) in Estland ist mit weitem Abstand Schweden. Die Investitionen in Höhe von annähernd 3,2 Mrd. € wurden v.a. im Bereich Bankwesen und Telekommunikation getätigt. Es folgen Finnland (1,7 Mrd. €) und mit bereits großem Abstand die USA (300 Mio. €). Aus Deutschland stammen bisher lediglich 157 Mio. €, unwesentlich mehr als aus Österreich (104 Mio. €).
Bedeutende ausländische Investoren:
: - Finanzwesen: Swedbank (S): 60% an Hansabank, SEB (S): 100% an Eesti Ühispank, Sampo Bank (SF), If (S/Versicherung), Ergo (D/Versicherung), Nordea Finance (SF/Leasing)
: - Telekommunikation: TeliaSonera über Baltic Tele (S-SF): 50% an Eesti Telekom (Festnetz), Tele 2 (S)
: - Energie: Shell bzw. Statoil (UK bzw. N/Tankstellen), E.on Ruhrgas, Fortum und Gazprom (D/SF/RU) an Eesti Gas, Daikia (F) an Tallinna Küte (Wärme)
: - Textil: Tolaram (SGP) 100% an Baltex 2000, Bora's Wäfveri (S) an Krenholm
: - Baustoffe: Atlas Nordic Cement (SF) an Kunda Nordic Tsement
: - Holzverarbeitung: Tolaram (SGP): 100% an Horizon, Atlantic Veneer Group (USA) an Balti Spoon (Holzplatten, Möbel)
: - Nahrungsmittel: HK Ruokatalo (SF) an Rakvere Lihakombinaat (Fleisch), Olvi an A. LeCoq (Bier & Getränke), Carlsberg/Scottish-Newcastle über Baltic Breweries Holding (UK-DK) an Saku (Bier & Getränke), Procordia Food (S) an Felix Pöltsamaa (Konserven)
Außenhandel
Haupthandelspartner Estlands sind die skandinavischen Nachbarländer Schweden und Finnland sowie die Baltikum-Nachbarstaaten Lettland und Litauen. Aber auch Deutschland ist ein wichtiger Partner: 8% der Exporte gehen nach Deutschland und sogar 13% der Importe kommen aus Deutschland (jeweils Rang 3).
Hauptexportprodukte sind Maschinen und Maschinenteile (27% der Ausfuhrgüter) gefolgt von Holz und Holzprodukten / Möbeln (13 %). Erst dann folgen Textilien (9%), Metalle und Metallprodukte (8%) und Nahrungsmittel (7%). Trotz der im Vergleich zu den baltischen Nachbarländern etwas höher wertigen Ausfuhrprodukte ist die Handelsbilanz anhaltend deutlich negativ (mit sogar steigender Tendenz): Exporten im Wert von 4,7 Mrd. € stehen Importe im Wert von 6,7 Mrd. € (2004) gegenüber. Dadurch bleibt auch die Zahlungsbilanz (inkl. Finanztransfers/Direktinvestitionen, Dienstleistungen) negativ, das Defizit erreicht 2004 13% des BIP-Wertes.
Infrastruktur
In Estland kam es in nur wenigen Jahren zu einer wahren elektronischen Revolution: 74 % der Bevölkerung haben ein Mobiltelefon (2004) und per Gesetz garantiert Estland den Zugang ins Internet, indem es kostenlose öffentliche Internetstellen eingerichtet hat. Diese Regelung ist in Europa bisher einmalig und schon heute nutzt die Hälfte der Esten das Internet, bis 2007 will die estnische Regierung den Anteil auf 90 % steigern. In Estland sind außerdem alle Schulen online.
Siehe auch: Tourismus in Estland
Kultur
Bedeutend ist seit alters her die Universität Tartu als einzige Volluniversität neben mehreren anderen Hochschulen, darunter besonders die Technische Universität Tallinn.
Die estnische Kultur orientiert sich wegen der Sprachnähe des Estnischen zum Finnischen stark an Finnland und wird sehr von Skandinavien aus beeinflusst.
Das estnische Nationalepos ist der Kalevipoeg. Siehe auch Estnische Literatur.
Musik
Weltweit bekannt ist Arvo Pärt, ein zeitgenössischer Komponist moderner Klassik.
Rudolph Tobias ist als erster estnischer Komponist zum Ausgang des 19. Jahrhunderts durch seine Motetten auch in Deutschland Kennern der Chormusik ein Begriff.
Eduard Tubin machte im 20. Jahrhundert durch seine romantisch bis a-tonale Symphonien auf Estland aufmerksam, was im Jahr 2005 durch ein großes Festival gewürdigt wurde.
Neeme Järvi ist Dirigent von Weltruf (derzeit Detroiter Symphonieorchester). Im Popularbereich kommt dem Pianist Olav Ehala eine große Bedeutung zu, der zahlreiche Filmmusiken schrieb, und bei Theaterproduktionen mitwirkt.
Ester Mägi schreibt ähnlich wie Veljo Tormis viele Kompositionen und Volkslieder für Chor um, die während der Besatzungszeit der Sovjetunion in Vergessenheit zu geraten drohten und seit der Unabhängigkeit sehr populär geworden sind. Man denke nur an das alle fünf Jahre aufgeführte Chorfest, wo Zehntausende, vereint zu einem Chor nationales Liedgut singen.
Estland ist momentan auch sehr erfolgreich mit Acts wie Eda-Ines Etti und Vanilla Ninja
in der europäischen Pop-Kultur integriert.
Estland hat auch beachtliche Erfolge beim Eurovision Song Contest erreicht, den das Land 2001 gewann. Der Eurovision Song Contest 2002 fand daraufhin in Tallinn statt.
Bauwerke
Das höchste Bauwerk Estlands ist der Fernsehturm in Tallinn (314 m), der in den Jahren 1975-1980 anlässlich der Olympischen Spiele in Moskau erbaut wurde.
Literatur
- Yorck Deutschler, " "Die Singende Revolution" - Chronik der Estnischen Freiheitsbewegung (1987-1991)", Teil 1 (Chronik, Annex I Estnische Staatssymbole - Fahnen und Wappen, Annex II Die wichtigsten estnischen Lieder, Annex III Ein fragmentarischer Essay zur Wortbedeutung des "Baltischen", nebst Anlage I Die Aestii - Bezeichnung der heutigen Esten Estlands oder der untergegangenen Pruzzen Ostpreußens und Anlage II Deutsch-Balten contra Baltendeutsche), Teil 2 (Personen- und Stichwortverzeichnis), 349 Seiten, 15 Karten und Dokumenteablichtungen, Ingelheim, März 1998/Juni 2000, ISBN 3-88758-077-X
- Seraina Gilly, Der Nationalstaat im Wandel. Estland im 20. Jahrhundert, (= Arbeiten aus dem Historischen Seminar der Universität Zürich, Bd. 97) Bern/Berlin unter anderem 2002, 676 S., 26 Abb., 4 Karten, ISBN 3-906769-19-4
- Krista Hinno, Bildung und Sozialstruktur. Das Fallbeispiel Estland, Marburg 2004, 290 S., 70 Abb., ISBN 3-8288-8652-3
Weblinks
- http://www.estnet.info/de/ - EstNet.info - Estland Tourismus im Internet
- http://www.estonica.org/ - Estonica - from A to Z about Estonia (Englisch)
- http://www.visitestonia.com/index.php?page=5 - Tourismuinformation
- http://web.starman.ee/th/estland.htm - Private Seite zu Estland
- http://www.fg-estland-ploen.de - Freundschaftsgesellschaft Schleswig-Holstein - Estland im Kreis Plön e.V.
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1985
Jahreswidmungen
- 1985 ist „Jahr der Vereinten Nationen“.
- 1985 ist „Internationales Jahr der Jugend“.
- Der Neuntöter (lat. Lanius collurio) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: In Deutschland geht SAT.1 auf Sendung
- 1. Januar: Die Schweiz führt die Autobahngebühr für Pkw ein
- 1. Januar: Die DDR vergrößert ihr See-Territorium von 3 auf 12 Seemeilen
- 1. Januar: Kurt Furgler wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In den meisten EG-Mitgliedsstaaten werden die ersten Europäischen Pässe ausgestellt
- 15. Januar: Der 298 Meter hohe Sendemast des Westdeutschen Rundfunks auf dem Bielstein im Teutoburger Wald stürzt um, nachdem durch starke Vereisung eine Pardune zerrissen ist
- 5. Februar: Nach 16 Jahren wird der Grenzübergang zwischen Spanien und Gibraltar wiedereröffnet
- 12. Februar: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Saarland
- 23. Februar: Dr. Martin Bangemann wird auf dem Parteitag in Saarbrücken als Nachfolger von Hans-Dietrich Genscher zum neuen Bundesvorsitzenden der FDP gewählt
- 4. März: In Ahaus nimmt der erste deutsche Bürgerbus seinen Betrieb auf
- 10. März: Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin (West-Berlin), die Koalition von CDU und FDP unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) wird bestätigt. Die SPD erzielt ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Kriegsende
- 11. März: Michail Gorbatschow wird Generalsekretär der KPdSU
- 15. März: Wiederherstellung der Demokratie in Brasilien
- 2. April: Verurteilung der führenden RAF-Terroristen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt
- 11. April: Albanien. Tod von Enver Hoxha, Ramiz Alia übernimmt die Führung der Kommunistischen Partei, Beginn einer vorsichtigen Öffnung des Landes
- 16. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und | | |