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| Gonzalo Jiménez De Quesada |
Gonzalo Jiménez de Quesada
Gonzalo Jiménez de Quesada ( - 1509 in Córdoba oder Granada, Spanien; † 16. Februar 1579 in Mariquita, Kolumbien) war ein spanischer Konquistador und Anwalt.
Er wurde wahrscheinlich in Córdoba, Spanien als Sohn einer übergetretenen jüdischen Familie geboren. Weitere Quellen, u.a. die Mitglieder seiner Expeditionen, deuten eher darauf hin, dass er eher in Granada, Spanien geboren ist.
Er trat 1535/36 in der Kolonie von Santa Marta als juristischer Magistrat (span. Justicia Mayor) an und hatte zur Aufgabe, den Magdalena Fluss zu erkundschaften und somit den El Dorado zu finden. Als Konquistador war er schon deshalb eine Ausnahme, da er fließend schreiben und lesen konnte und eine juristische Ausbildung hatte, was nicht üblich war. Er besiegte die Chibchas und gründete 1538 die damalige Hauptstadt des Neuen Königreichs von Granada, Santa Fe de Bogotá (spätere Hauptstadt Kolumbiens). Er erwirtschaftete große Mengen an Smaragden und Gold für die Krone Spaniens. Sein Umgang mit der einheimischen Bevölkerung schwankte zwischen brutalen Angriffen und humanen Hilfsaktionen.
Er traf Nikolaus Federmann und Sebastián de Belalcázar und überzeugte diese, mit ihm nach Spanien zurückzureisen, da sie alle Anspruch auf die neuen Gebiete erhoben. Dort wurde er bis 1550 nicht beachtet, da die Stimmung gegenüber den Konquistadoren sehr schlecht war. Er erhielt aber später durch seine ausgeprägten juristischen Fähigkeiten den Titel als Marschall von Neu Granada. Er versuchte weitere Male den El Dorado zu finden und organisierte so Expeditionen an die Flüsse Guaviare und Orinoco, die ihn in den Ruin trieben.
Seine eigenen Niederschriften sind verlorengegangen.
Bibliographie
- Gonzalo Jiménez de Quesada a través de documentos históricos. Bogotá, Academia Colombiana de Historia, 1960. Friede, Juan.
- El adelantado don Gonzalo Jiménez de Quesada, 2 Vols. Bogotá, Carlos Valencia editores, 1979. Friede, Juan.
- El Antijovio. Estudio preliminar, Manuel Ballesteros Gaibrois. Bogotá, Instituto Caro y Cuervo, 1952.
Weblinks
- [http://www.banrep.gov.co/blaavirtual/letra-d/desnue/pag121-131.htm#CAPITULO%20X Kapitel X] des Buches Descubrimiento del Nuevo Reino de Granada y Fundación de Bogotá von Juan Freide (Spanisch)
Jiménez de Quesaa, Gonzalo
Jiménez de Quesaa, Gonzalo
Jiménez de Quesaa, Gonzalo
Jiménez de Quesaa, Gonzalo
Córdoba (Spanien)Córdoba ist eine Stadt in Andalusien (Südspanien) und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
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Geographie
Córdoba liegt am Fluss Río Guadalquivir auf den geographischen Koordinaten 37° 52' Nord und 4° 46' West.
Geschichte
Córdoba geht auf eine alte iberische Siedlung zurück; sie wurde 169 v. Chr. von den Römern besetzt und entwickelte sich als Corduba zum Hauptort Südspaniens. Im 3. oder 4. Jahrhundert wurde Corduba Bischofssitz. Einer der ersten Bischöfe dürfte Ossius (Hosius) gewesen sein, der als Berater Konstantins des Großen u. a. maßgeblich das Konzil von Nizäa beeinflusste.
Nach Zerstörung durch die Vandalen blieb es Teil des Reiches der Westgoten (Tolosanisches Reich), wurde vorübergehend von den Byzantinern erobert (544-571) und verlor nach der Rückeroberung durch die Westgoten (572) an Bedeutung und verfiel zusehends. 711 wurde die Stadt von den Arabern eingenommen und war bereits ab 716 die Hauptstadt des islamischen Emirats in Al-Andalus. Im 10. Jh. wurde hier das umayyadische Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba (arabisch Qurtuba قرطبة ), das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Christen, Juden und Muslime lebten (meistens) friedlich zusammen. Nach dem Untergang des Kalifats errang in der Zeit der Taifa-Königreiche zunächst die maurische Dynastie der Djahwaniden die Herrschaft, die 1069 von den Abbadiden aus Sevilla abgelöst wurden. Nach deren Sturz 1091 gehörte die Stadt zum Herrschaftsbereich der Berberdynastien der Almoraviden und dann der Almohaden. Im Jahre 1236 wurde sie im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien erobert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Kastilien
Die Stadt gilt als eine der touristischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Neben der malerischen Altstadt, gibt es dort noch andere Attraktionen:
- die Judería (das alte Judenviertel) mit ihren engen Gassen, zahlreicher Gastronomie und der alten Synagoge.
- Kalif Abd ar-Rahman I. begann 785 den Bau einer beeindruckenden Moschee, der drittgrößten Moschee der Welt. Mit einer Ausdehnung von 23.000 Quadratmetern begründete sie den Kalifat-Stil, der römische, byzantinische, syrische, persische und gotische Elemente einband und die Wurzel aller spanisch-muslimischen Architektur der nächsten Jahrhunderte war. Etwa 860 Marmorsäulen tragen in parallele Geraden gereiht das Doppelsystem der "Bögen über Bögen", ein einzigartiges Spiel von Licht und Schatten. Im Jahr der Rückeroberung durch die Christen wurde die Mezquita 1236 zur christlichen Kathedrale geweiht. In ihrer Mitte baute man ab 1523 234 Jahre lang ein gewaltiges Kirchenschiff in einem gotischen Stil, in den aber auch Elemente der Renaissance und des Barock einflossen.
- Der Puente Romano über den Guadalquivir.
- Der "Alcázar de los Reyes Católicos", eine große Schlossanlage mit Garten.
- Die Palastruine Medina Azahara in unmittelbarer Nähe der Stadt, 8 km westlich.
Museen
- Museo de Julio Romero de Torres
Persönlichkeiten
- Moses Maimonides, jüdischer Religionsphilosoph, Arzt und Rechtsgelehrter
- Averroes (d.i. Ibn Rushd), maurischer Philosoph, Arzt und Mystiker
- Seneca der Ältere, Rhetoriker und Schriftsteller, Vater von Seneca dem Jüngeren
- Seneca der Jüngere, lateinischer Stoiker und Philosoph
- Lucan, lateinischer Dichter
- Julio Romero de Torres, Maler
- Manolete - Manuel Rodríguez Sánchez, Stierkämpfer
Bildergalerie
Sonstiges
Bekannt ist Córdoba auch noch für seine Oliven. Außerdem ist die Stadt bekannt für ihre Feste. Vor allem im Frühling gibt es etliche Ferias. Am bekanntesten ist die Feria de Mayo, ein großes Volksfest im Mai. Außerdem gibt es die 'Cruzes', ein Fest, bei dem sich die einzelnen Stadtteile einen Wettbewerb im Aufstellen von Blumenkreuzen liefern. Zu Ostern finden, organisiert von Bruderschaften (Hermandades) Prozessionen statt. Dabei werden lebensgroße Darstellungen der Passion und Mariens durch die Innenstadt getragen. Neben mittelalterlichen Darstellungen werden heute auch zeitgenössische Kunstwerke (insbesondere von Antonio Bernal Redondo) auf den Schultern von Costaleros getragen.
Jedes Jahr im Mai findet ferner der "Concurso de Patios Cordobeses" statt, ein Wettbewerb, bei dem aus Dutzenden von Patios (den blumengeschmückten Innenhöfen, für die Córdoba berühmt ist) der schönste gewählt wird. Die privaten, sonst nicht zugänglichen Patios sind zu diesem Anlass für Einheimische und Touristen geöffnet.
Cordoba ist die einzige Großstadt Spaniens, in welcher die Izquierda Unida (IU) bzw. die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) die Stadtregierung anführt. Bei den ersten freien Kommunalwahlen seit dem Ende des Francismus 1979 wurde Julio Anguita, der in den 1990ern auch Vorsitzender der PCE war zum Bürgermeister gewählt, ihm folgte die heute amtierende Rosa Aguilar nach.
Man sagt innerhalb Spaniens auch gerne, dass die schönsten Frauen des Landes aus Córdoba kommen.
Weblinks
- http://www.cordoba24.info/deutsch Deutschsprachiges Portal für Touristen mit Infos über Attraktionen, Restaurants, Hotels etc.
- Museo de Julio Romero de Torres http://julioromero.miarroba.com/
Kategorie: Ort in Andalusien
Kategorie: Weltkulturerbe
ja:コルドバ
Granada
Granada ist die Hauptstadt der Provinz Granada in der Autonomen Region Andalusien in Südspanien und liegt am Fuß der Sierra Nevada auf 670 m Höhe NN im Tal des Darro und des Genil. Die Stadt zählt ca. 241.000 Einwohner, von denen die meisten in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte oder im Tourismus arbeiten.
Geschichte
Tourismus
Tourismus im Maurischen Stil]]
Maurischen Stil
Granada wurde unter dem Namen Iliberra als eine von Phöniziern und Iberern bewohnte Siedlung erstmals um 500 v.Chr. erwähnt. Aufgrund der geschützten Lage zwischen den umliegenden Bergen sowie der außergewöhnlich fruchtbaren Erde ist eine frühere Besiedlung anzunehmen. Nach der Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Römer (siehe Hispanien; lat. Hispania) ist die Siedlung mit dem Namen Iliberis belegt. Nach dem Zerfall des römischen Kaiserreichs kam das Gebiet zunächst unter den Einfluss des nordafrikanischen Reichs der Vandalen, stand nach dessen Zusammenbruch 534 für einige Jahrzehnte unter oströmischer Herrschaft und gehörte dann seit Beginn des 7. Jahrhunderts zum iberischen Reich der Westgoten.
711 wurde die Stadt von den Mauren erobert und der Name zu Ilbira arabisiert. Als Verwaltungszentrum der Provinz wurde im Jahr 756 etwa 10 km weiter im Nordosten unter dem Namen Madinat Ilbira (span. Medina Elvira) eine neue Stadt gegründet (am Fuße der heutigen Sierra Elvira; in diesem Toponym lebt der Name fort). Gleichzeitig begann sich für das Gebiet der alten Siedlung die neue Bezeichnung Qal'at Garnata ( قلعة غرناطة, d. h. „Burg von Granada“) durchzusetzen, aus der sich der moderne Name der Stadt entwickelt hat.
Nach dem Untergang des Kalifats von Córdoba ergriff 1012 der berberische Clanchef Zawi ibn Ziri die Macht in der Provinz und machte das leichter als Elvira zu verteidigende Granada zum Sitz der Dynastie der Ziriden, die von hier aus etwa 80 Jahre lang über eines der bedeutendsten Kleinkönigreiche des südlichen Al-Andalus herrschte, bis sie von den Almoraviden gestürzt wurde. Nach der Vertreibung der Almohaden wurde die Stadt von 1238 bis 1492 Hauptstadt des Sultanats der Nasriden.
Am 2. Januar 1492 (das genaue Datum ist strittig) kapitulierte der letzte nasridische Herrscher Muhammad XII. (auch Boabdil) und übergab die Stadt an Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón, die so genannten „Katholischen Könige“ (Reyes Católicos). Damit war die Reconquista, die „Rückeroberung“ der iberischen Halbinsel für das Christentum, abgeschlossen. Gemäß eines Passus des dabei abgeschlossenen Vertrages wurde die maurische Bevölkerung durch das katholische Heer zur Küste begleitet und setzte von dort nach Nordafrika über, in das Gebiet des heutigen Marokko.
Im Jahr 1499 wurde auf Geheiß des Erzbischofs Jiménez de Cisneros von Toledo auf dem Marktplatz von Granada ein Scheiterhaufen errichtet, um Bücher zur islamischen Theologie, zu Philosophie, Geschichte und Naturwissenschaften zu verbrennen. Im Laufe dieser Ereignisse kam es zu einem eintägigen Pogrom gegen alle Nichtchristen, dem vor allem Juden zum Opfer fielen. Das seit mehreren Jahrhunderten bestehende Viertel der jüdischen Gemeinde wurde vermutlich zu diesem Zeitpunkt zu großen Teilen zerstört.
Nach Aufständen der in Spanien verbliebenen Muslime, der so genannten Morisken (span. Moriscos, „kleine Muslime“), gegen die Unterdrückung (Verbot der Religionsausübung, Enteignung) durch die neuen Herrscher wurden sie in den Jahren 1569-1571 und 1609-1611 erst in andere Teile der iberischen Halbinsel zwangsumgesiedelt und später nach Afrika vertrieben. Viele siedelten sich im heutigen Tunesien und Algerien an und prägten dort die Kultur. Granada verfiel zugleich in wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit.
Seit dem Jahr 1492 ist Granada Sitz eines Erzbischofs. Die Universität wurde in den Jahren 1526 bis 1531 errichtet und stellte vor allem im 20. Jahrhundert eine der Haupteinnahmequellen Granadas dar; nach dem Ende der Franco-Diktatur gewann zunehmend der Tourismus an Bedeutung.
Durch das weitgehend friedliche Zusammentreffen verschiedener Kulturen und die Toleranz unter den Anhängern mehrerer Religionen im maurischen Mittelalter gilt Granada bis in die heutige Zeit als Beispiel für die Möglichkeiten einer multikulturellen Gesellschaft. Heute ist, wie auch in anderen Teilen Europas, mitunter auch hier Fremdenfeindlichkeit vor allem den in der Stadt ansässigen Marokkanern und spanischen Muslimen gegenüber zu spüren. Auch Nordeuropäer, so genannte guiris, werden manchmal zum Ziel von Anfeindungen.
Hingegen ist der Tourismus zur Alhambra heutzutage für Granada eine eminent wichtige Einnahmequelle.
siehe auch Geschichte Spaniens
Sehenswürdigkeiten
Berühmt ist Granada wegen der vielen bedeutenden historischen Bauten sowohl aus der maurischen Zeit, als auch aus der Gotik und Renaissance. Auch für ihre zahlreichen Gitarrenbauer ist die Stadt weltbekannt.
Die bedeutendsten Bauten aus der maurischen Zeit gehören zur Festung Alhambra (so benannt nach ihrem Erbauer, die TheorieMedinat al-hambra = rote Stadt; wegen des roten Felsens, auf dem sie erbaut ist, wird zwar in vielen Quellen vertreten, da aber weder der Felsen rot ist und auch hambra lediglich in einigen marokkanischen Dialekten für rot steht, kann das wohl verworfen werden). Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von Palästen, die größte profane Anlage dieser Art in Spanien. Sie wurde im 13. und 14. Jahrhundert als Residenz der maurischen Könige errichtet, weitreichende Vorbauten waren allerdings bereits entstanden, ohne dass sich der Errichtungszeitpunkt nachvollziehen lässt. Berühmt ist die Alhambra für ihre Stuckdecken und den Löwenbrunnen. König Karl V. ließ einen Palast in diesem Areal erbauen, durch den weitreichende Areale des originalen Palastes zerstört wurden. Aus Respekt vor Karl V. werden Ausgrabungen hier bis zum heutigen Tage verweigert.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Generalife (Yannat al-arif = himmlisches Paradies auf Erden (Sinngemäß)), die Sommerresidenz des Kalifen. Alhambra und Albaicin, das ehemalige maurische Wohnviertel, sind jeweils als Weltkulturerbe durch die UNESCO ausgezeichnet. Im benachbarten Sacromonte findet man auch die cuevas, die berühmten Zigeunerwohnungen in Höhlen. Noch bis zum heutigen Tage sind in Granada und Umkreis bewohnt und bieten teilweise einen erstaunlichen Luxus.
Im Zentrum befindet sich die Kathedrale aus der Renaissance. Daran grenzt die 1521 fertig gestellte Capilla Real, in der sich die Grabmäler der katholischen Könige befinden. Isabella und Ferdinand wurden 1521 überführt, Johanna die Wahnsinnige und Philipp der Schöne sind dort ebenfalls bestattet.
Daneben besitzt Granada außerdem ein archäologisches Museum und eine Sternwarte, sowie einen Wissenschaftspark.
Sternwarte]
Flughafen
Der Flughafen der Stadt wurde im Jahr 1972 fertig gestellt und für die 1995 geplante alpine Skiweltmeisterschaft in der Sierra Nevada (die dann aber wegen Schneemangels auf 1996 verschoben wurde) grundlegend erweitert. Rund 13.000 Flugbewegungen kommen alljährlich zu Stande. Es werden vornehmlich Inlandsflüge durchgeführt, Ryanair bedient den Flughafen von Großbritannien aus.
Söhne und Töchter der Stadt
- Alonso Cano, spanischer Maler, Bildhauer und Architekt
- Francisco José Lara Ruiz, spanischer Radrennfahrer
- Juan Miguel Mercado, spanischer Radrennfahrer
- Maria José Rienda Contreras, spanische Skirennläuferin
- Franciscus Suárez, portugiesischer Theologe und Philosoph
- Javier Alba-Tercedor, spanischer Wissenschaftler
Siehe auch:
- Liste der Gemeinden in der Provinz Granada
Federico Garcia Lorca, schriffsteller
Weblinks
- http://www.granada.org/inet/wfotos.nsf Bilder der Sehenswürdigkeiten (spanische Webseite)
- http://mahopa.de/dokumente/tapa-bars-in-granada.html Tapa-Bars in Granada
- http://www.wandern-in-andalusien.de/html/granada.html Granada Beschreibung, Reisetipps und Fotogalerie
Kategorie:Ort in Andalusien
ja:グラナダ
Spanien
Das Königreich Spanien (amtlich spanisch Reino de España, katalanisch Regne d'Espanya, galicisch Reino de España, baskisch Espainiako Erresuma) liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein.
Geographie
Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, von der Spanien sechs Siebtel einnimmt. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. Spanien ist das drittgrößte Land Europas.
In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán und die Islas Columbretes. Die Zugehörigkeit der Insel Perejil ist zwischen Marokko und Spanien nicht geklärt.
Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört.
Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1020 km.
Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden.
Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus.
Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten.
Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden.
A Coruña
Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia.
Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro.
Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:
- Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
- Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien
- Vegetation der Gebirge je nach Höhe: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Kastanien, Wiesen, Tundra
Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.
Bevölkerung
Sprachen
In Spanien werden überwiegend Spanisch (Español/Castellano, "Kastilisch"), Katalanisch (Català) und Galicisch (Gallego), sowie das Baskische (Euskara) gesprochen.
Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Regionen diesen Status genießen.
Ferner wird in der Autonomen Region València eine Variation des Katalanischen, Valencianisch (Valencià), und auf den Balearen wird eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquin (Mallorquí/Balear), gesprochen.
Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch (Bable), Aragonesisch (Fabla aragonesa) und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen.
Portugiesisch
Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.
Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel.
In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.
In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.
Religion
Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 92 % der Bevölkerung (Stand: 2000) gehören offiziell der römisch-katholischen Kirche an. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da also in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt somit keine finanziellen Vorteile. Innerhalb der katholischen Kirche gibt es die in sich sehr stark geschlossene Gruppierung Opus Dei.
Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung.
Siehe auch: Katholische Kirche in Spanien, Islam in Spanien, Protestantismus in Spanien, Judentum in Spanien
Größte Städte
Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2004)
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Spaniens
Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist.
Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land auch durch die jahrhundertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) und der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.
Politik
Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
Thronfolger ist Prinz Felipe de Borbón y Grecia, der gleichzeitig den Titel Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid.
Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs.
Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament (Cortes Generales). Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 350 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.
Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt "Regierungspräsident") und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt.
Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero vom sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE). Sitz des Regierungspräsidenten ist der Palacio de la Moncloa in Madrid.
Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union (bis 1992: „Europäische Gemeinschaft“).
Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten,
Baskische Befreiungsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA)
Autonome Regionen
Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens
Spanien gliedert sich administrativ in 17 autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei autonomen Städte Ceuta und Melilla.
Die autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 (52 mit Ceuta und Melilla) Provinzen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind.
Kämpfe gibt es u. a. um die Autonomie des Baskenlandes, deren blutige Form die ETA betreibt. Katalonien strebt auf politischem Wege die Unabhängigkeit an.
Wirtschaft
Währung
Die Währung in Spanien ist seit dem 01.01.1999 der Euro. Der Umtauschkurs zur vorigen Währung, den Peseten, pesetas (PTS), beträgt: 1€ = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern die nicht allzu häufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z.B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,12 €, also rund 6.000 €.
500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3,0051 Euro. Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschließendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschließendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden.
In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren).
Bruttosozialprodukt
Das Bruttosozialprodukt beträgt 596,5 Mrd. US$ bei einer Wachstumsrate von 2,0 %. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt 14.580 US$.
Das Bruttoinlandsprodukt wird
- zu 66% mit Dienstleistungen,
- zu 30% von der Instustrie und
- zu 3% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet.
Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt betragen 0,96%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,4%, die Inflationsrate bei 3,1%.
Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich
- zu 29% aus der Einkommensteuer,
- zu 35% aus der Körperschaftssteuer zusammen.
Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3% des Bruttoinlandsprudukts.
Landwirtschaft
36% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1% der Anbaufläche betrieben. 144 000 km² der Landesfläche sind bewaldet.
In Spanien werden folgende Agrarprodukte hergestellt: Getreide (vor allem Weizen und Reis), Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (Schaf, Ziege, Kaninchen, Geflügel), Milchprodukte (z.B. Manchego-Käse), Seefisch und Meeresfrüchte.
Infrastruktur
Straßennetz
Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 km Länge. Das Straßennetz ist zum allergrößten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen, carreteras nacionales, und Autobahnen, den sogenannten autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebührenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden.
Teilweise verlaufen gebührenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebührenfreie autopistas, viele Fernverbindungen sind gebührenpflichtig.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt:
- innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
- auf Landstraßen 90 km/h
- auf Landstraßen mit einem Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder einer zusätzlichen Fahrspur 100 km/h
- auf den Autobahnen 120 km/h
Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen mit stationären Radargeräten durchgeführt.
In geschlossenen Ortschaften nachts immer mit Abblendlicht fahren. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt gewähren“, jedoch wird einfahrenden Autofahrern meist nicht Platz zum Einscheren eingeräumt.
Für Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art „Wartespur“ in der Mitte der Straße, von dieser Wartespur kann dann nach rechts in auf die Fahrspur eingeschert werden.
Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen und Pannen getragen werden. Reservebirnen und zwei rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug sein. Grüne Versichertenkarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei mit ihnen vertraut ist.
In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die Verstädterung in Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es 467 KFZ/ 1000 Ew. 78% der Bevölkerung leben in Städten; die Bevölkerungsdichte beträgt 82 Ew/km².
Vielerorts herrscht auch durch die engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in Ballungsräumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum. In manchen Ballungsräumen (Madrid, Barcelona) sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich überfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia (Stadt).
Fahrrad
Fahrradfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betätigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt. Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser gestellt, wie dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Fahrradwege sind meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen Radwege sind oftmals nicht miteinander verknüpft.
Fernbusnetz
Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen Städten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt auch überregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.
Schifffahrt
Auf 1045 km Kanälen und Flüssen ist Binnenschiffahrt möglich.
Die größten Seehäfen sind Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.
Bahnnetz
Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE, ungefähr 525 km Streckennetz) ergänzt. Das Fernverkehrssystem wird Grandes Líneas genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías.
In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Cádiz, Madrid, Málaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastián, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden von regionalen Gesellschaften betrieben.
Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes Líneas werden in Tag- und Nachtzüge unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine Strecke, sondern für ein Produkt verkauft.
Die Tagzüge haben haben Raucher- und Nichtraucherplätze und einen Speisewagen. Es gibt Sitzplätze erster und zweiter Klasse. Die erste Klasse wird als Preferente und die zweite Klasse als Túrista bezeichnet. In der ersten Klasse werden kostenlos Zeitungen, Essen und Getränke gereicht. Während der Fahrt werden Kinofilme gezeigt.
Die Nachtzüge verfügen über die ersten Klassen Gran Clase und Preferente und die zweite Klasse Túrista/ Litera. Die Züge haben eine Cafetería bzw. ein Restaurant. Die erste Klasse besteht aus Schlafwagen und hat ein Bad bzw. eine Waschgelegenheit. Die zweite Klasse des Trenhotel hat Vierbett-Abteile, die zweite Klasse des Estrella Sechs-Sitz-Abteile.
Tickets für Fernverkehrszüge beinhalten eine Sitzplatzreservierung; der Zug kann ohne gültiges Ticket nicht betreten werden. Seit den Terroranschlägen in Madrid im März 2004 werden beim Einstieg Gepäckkontrollen ähnlich wie an Flughäfen durchgeführt.
In den Fernverkehrsbahnhöfen finden sich Schalter für den Vorverkauf, die venta anticipada und den Kauf mit sofortigem Fahrantritt. Fahrkarten für den Regional- und den Fernverkehr müssen getrennt gekauft werden. Für den Fernverkehr ist es bedingt durch die Reservierungspflicht sinnvoll, Tickets im Voraus zu kaufen. Dies ist auch über das Internet möglich; die Tickets müssen teilweise am Bahnhof abgeholt werden.
Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia verfügen über U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau.
Einige Städte wie Alicante und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.
Flughäfen
Rund 40 Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen.
Die größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Spanair, Vueling und Air Europa.
Die Flughäfen von Madrid und Barcelona sind unter den Top 10 der Passagierzahlen der europäischen Flughäfen.
Zwischen den Flughäfen Madrid und Barcelona gibt eine Luftbrücke, puente aéreo: zwischen 07:00 und 23:00 starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.
Kultur
- Literatur: Miguel de Cervantes, Tirso de Molina, Lope de Vega, Pedro Calderón de la Barca, Francisco de Quevedo, Rosalía do Castro, Federico García Lorca, Camilo José Cela, Javier Marías, Arturo Pérez-Reverte, Manuel Vázquez Montalbán, Miguel Delibes, José Zorrilla
- Musik: Flamenco, Manuel de Falla, Paco de Lucía, Joaquín Rodrigo, Pablo Sarasate
- Film: Pedro Almodóvar, Julio Médem, Luis Buñuel, Alejandro Amenábar, Alex de la Iglesia
- Malerei: Pablo Picasso, Salvador Dalí, Diego Velázquez, El Greco, Joan Miró, Francisco de Goya, Bartolomé Esteban Murillo
- Bildhauerei: Eduardo Chillida
- Architektur: Antoni Gaudí, Santiago Calatrava, César Manrique
Medien
Die meisten überregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid: El País (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 ca. 561.000 Exemplare), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Razón (205.000).
In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale Zeitung El Periódico de Catalunya (221.000).
Von Bedeutung sind auch täglich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000), die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede größere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca.
Die staatliche Fernsehanstalt Televisión Española betreibt zwei Sender, TVE 1 und TVE 2.
Private TV-Programme sind Antena 3, Telecinco und Canal+.
Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet.
Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna.
Sport
Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport.
Weitere Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball und Volleyball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit.
Der Motorsport, insbesondere Rallye (Carlos Sainz ist derzeit der bekannteste spanische Fahrer), Formel 1 (Fernando Alonso jüngster Weltmeister im Jahre 2005) und Motorradrennen (Dani Pedrosa) genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer.
Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián.
Bedeutende Individualsportarten sind Tennis, Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf.
Im Nordosten Spaniens und im Lande Valencia wird Pelota, der baskische Nationalsport, gespielt.
Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf, der nicht als Sportart angesehen wird. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden.
Nationale Feiertage
Der spanische Nationalfeiertag wird am 12. Oktober anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gefeiert (Día de la Hispanidad).
Am 6. Dezember wird die Annahme der Verfassung im Jahre 1978 (Dia de la Constitución) gefeiert.
- 1. Januar - Neujahr
- 6. Januar - Heilige Drei Könige und Epiphanias
- 19. März - St. Josef
- 1. Mai - Tag der Arbeit
- 12. Oktober - Nationalfeiertag (s.o.)
- 1. November - Tag aller Heiligen
- 6. Dezember - Tag der Verfassung
- 25. Dezember - Weihnachten
In den einzelnen Provinzen gibt es noch weitere Feiertage, so wird z. B. in Katalonien am 24. Juni St. Joan (spanisch St. Juan) gefeiert.
Weitere Themen
- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet
- Tourismus in Spanien
- Stierkampf
- Kfz-Kennzeichen (Spanien)
- Postleitzahl (Spanien)
- Portal:Spanien
- Spanische Küche
- Weinbau in Spanien
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor
Weblinks
20px Wiki-Portal Spanien
- WikiTravel-Eintrag zu [http://wikitravel.org/de/Spanien Spanien]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=157 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,,ESP,00.html Spiegel online / Jahrbuch / Spanien]
- http://www.guiadeayuntamientos.info/ - spanischsprachige Website mit Informationen über sämtliche spanische Gemeinden
- http://www.spanischebotschaft.de/ - Website der spanischen Botschaft in Deutschland
- http://www.proel.org/lenguas2.html - Informationen über die Sprachen in Spanien (auf Spanisch)
- http://www.ccape.es - Deutsche Handelskammer für Spanien
- http://www.cibera.de - cibera - Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal
Kategorie:Staat
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Mittelmeer
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16. FebruarDer 16. Februar ist der 47. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbeiben 318 Tage (in Schaltjahren 319 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1918 - Litauen erklärt seine Unabhängigkeit sowohl von Deutschland als auch von Russland.
- 1919 - In Österreich dürfen Frauen erstmals wählen.
- 1923 - Das von Gustav Radbruch entworfene erste deutsche Jugendgerichtsgesetz (RJGG) wird erlassen.
- 1959 - Fidel Castro wird Regierungschef von Kuba.
- 1972 - Ecuador. Militärputsch. Staatspräsident José María Velasco Ibarra wird gestürzt.
- 1979 - Grönland wird von Dänemark in die Innere Selbstverwaltung entlassen.
- 1994 - Deutschland In Hamburg-Billstedt wird der erste Fixerraum in Deutschland eingerichtet
- 1996 - Australien. William Deane wird Generalgouverneur.
- 1997 - Andorra. Zweite Wahlen. Marc Forné Molne wird neuer Regierungschef.
- 2000 - Deutschlands Bundespräsident Johannes Rau auf Staatsbesuch in Israel.
- 2005 - Das Kyoto-Protokoll tritt offiziell in Kraft.
Wirtschaft
- 1937 - Wallace H. Carothers erhält ein Patent auf Nylon.
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1699 - Uraufführung der Oper "Hercules und Hebe" von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1710 - Uraufführung der Oper "Caio Gracco" von Giovanni Bononcini an der Hofburg in Wien.
- 1715 - Uraufführung der Oper "Il Tigrane ossia L'egual impegno d'amore e di fede" von Alessandro Scarlatti am Teatro San Bartolomeo in Neapel.
- 1832 - Uraufführung der Oper "Der Lastträger an der Themse" von Conradin Kreutzer in Prag.
- 1854 - Uraufführung der Oper "L'Étoile du Nord" (Nordstern) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris.
- 1883 - Uraufführung der Oper "Der Gefangene im Kaukasus" von César Cui am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg.
- 1895 - Uraufführung der Oper "Guglielmo Ratcliff" (William Ratcliff) von Pietro Mascagni am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1963 - "Please Please Me" erobert den ersten Platz der englischen Hitliste, der Erfolg der Beatles beginnt.
- 1974 - Uraufführung der Oper "Einstein" von Paul Dessau an der Deutschen Oper Berlin.
- 1985 - Uraufführung der Oper "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" von Siegfried Matthus an der Staatsoper in Dresden.
- 2003 - Der britische Regisseur Michael Winterbottom gewinnt in Berlin bei den Internationalen Filmfestspielen den Goldenen Bären.
Religion
Katastrophen
- 1962 - In der Nacht vom 16. zum 17. Februar trifft eine schwere Sturmflut auf Norddeutschland und Hamburg.
- 1966 - Eine Schlagwetterexplosion auf der Steinkohlenzeche Rossenray in Kamp-Lintfort fordert 16 Todesopfer.
- 1998 - Taiwan. Ein Airbus A300 der China Airlines verfehlt die Landebahn in Taipeh. Insgesamt sterben 203 Menschen.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
- 1497 - Philipp Melanchthon, reformatorischer Theologe
- 1519 - Gaspard II. de Coligny, Seigneur de Châtillon, französischer Militär, Politiker und Hugenottenführer
- 1620 - Friedrich Wilhelm, Großer Kurfürst von Brandenburg
- 1684 - Bohuslav Matej Černohorský, böhmischer Komponist
- 1698 - Pierre Bouguer, französischer Geodät und Astronom
- 1708 - Adam Friedrich von Seinsheim, Fürstbischof von Würzburg und Bamberg
- 1726 - Friedrich Freiherr von der Trenck, preußischer Offizier und Abenteurer
- 1740 - Giambattista Bodoni, italienischer Schriftentwerfer, Buchdrucker und Verleger
- 1755 - Friedrich Graf Bülow, preußischer General
- 1761 - Jean-Charles Pichegru, französischer General der Revolutionskriege
- 1772 - Friedrich Gilly, deutscher Architekt und Baumeister
- 1774 - Pierre Rode, französischer Violinist
- 1778 - John Colborne, britischer Feldmarschall und Kolonialverwalter
- 1799 - Heinrich von Kittlitz, Ornithologe, Naturforscher, Reisender, Zeichner
- 1803 - Carl Julius Milde, Zeichenlehrer am Katharineum
- 1805 - Heinrich von Hofstätter, deutscher Bischof von Passau
- 1821 - Heinrich Barth, deutscher Afrikaforscher
- 1822 - Francis Galton, britischer Naturforscher und Mediziner
- 1826 - Joseph Victor von Scheffel, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1831 - Benjamin Dwight Allen, US-amerikanischer Organist und Komponist
- 1831 - Nikolai Semjonowitsch Leskow, russischer Schriftsteller
- 1834 - Ernst Haeckel, deutscher Zoologe und Philosoph
- 1838 - Henry Adams, US-amerikanischer Historiker, Pulitzer-Preis postum 1919
- 1838 - Okuma Shigenobu, japanischer Politiker und Premierminister
- 1838 - Shigenobu Okuma, 8. und 17. Premierminister von Japan
- 1841 - Jean-Baptiste Armand Guillaumin, französischer Maler
- 1847 - Karl Bücher, deutscher Volkswirtschaftler
- 1847 - Philipp Scharwenka, deutscher Komponist
- 1848 - Hugo de Vries, niederländischer Biologe
- 1852 - Charles Taze Russell, US-amerikanischer Prediger der "Zeugen Jehovas"
- 1864 - Hermann Stehr, deutscher Schriftsteller
- 1866 - Paul Freiherr von Schoenaich, deutscher Militär und Pazifist
- 1876 - Mack Swain, US-amerikanischer Schauspieler
- 1877 - Sergej Eduardowitsch Bortkiewicz, russischer Komponist
- 1881 - Hans Meiser, Evangelischer Landesbischof von Bayern
- 1884 - Robert Flaherty, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1889 - Pawel Jefimowitsch Dybenko, russischer Revolutionär und sowjetischer Marineoffizier
- 1891 - Hans Friedrich Karl Günther, deutscher Germanist, Sprachwissenschaftler und Rassenforscher
- 1891 - Johannes Messner, österreichischer Theologe, Rechtswissenschaftler und Politiker
- 1892 - Joaquín Anselmo María Albareda, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1893 - Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski, Marschall der Roten Armee in der Sowjetunion
- 1895 - Franz Böhm, deutscher Jurist und Ökonom
- 1895 - Martin Luther, deutscher Nationalsozialist
- 1896 - Michael Keller, Bischof von Münster
- 1900 - Nasrollah Entezam, iranischer Politiker
- 1901 - Eugen Huth, deutscher Politiker
- 1901 - Reinhold Ebertin, deutscher Astrologe, Kosmobiologe und Esoteriker
- 1904 - George F. Kennan, US-amerikanischer Historiker und Diplomat
- 1904 - Hugo Wiener, österreichischer Komponist und Pianist
- 1905 - Oliver Shewell Franks, englischer Philosoph und Diplomat
- 1906 - Vera Menchik, russisch-britische Schachspielerin
- 1907 - Jean Burger, Französischer Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1907 - Rudolf Braune, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1910 - Walter Fisch, deutscher Politiker
- 1913 - Richard Jaeger, deutscher Politiker
- 1914 - Jimmy Wakely, US-amerikanischer Musiker
- 1914 - Konrad Buchwald, deutscher Botaniker und Politiker
- 1916 - Bill Doggett, US-amerikanischer Musiker
- 1916 - Karl Brunner, neoliberaler Ökonom
- 1917 - Adalbert Pilch, österreichischer Maler und Graphiker
- 1920 - Patti Andrews, US-amerikanische Sängerin (Andrews Sisters)
- 1920 - Tony Crook, britischer Rennfahrer und Automobilhersteller
- 1921 - Jean Behra, französischer Rennfahrer
- 1925 - François-Xavier Ortoli, französischer Politiker und Geschäftsmann
- 1926 - John Schlesinger, britischer Regisseur
- 1927 - Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, deutscher Politiker
- 1928 - Edzard Reuter, Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG
- 1929 - Bernhard Luginbühl, Schweizer Eisenplastiker, Grafiker, Bildhauer, Sammler und Filmemacher.
- 1929 - Christian Meier, deutscher Historiker
- 1929 - Gerhard Hanappi, österreichischer Fußballspieler
- 1931 - Alfred Kolleritsch, österreichischer Schriftsteller und Lyriker
- 1932 - Aharon Appelfeld, israelischer Schriftsteller
- 1932 - Otis Blackwell, US-amerikanischer Songschreiber und Sänger
- 1935 - Sonny Bono, US-amerikanischer Musiker
- 1936 - Eliahu Inbal, israelischer Dirigent
- 1936 - Pino Solanas, argentinischer Filmemacher
- 1937 - Yuri Manin, Mathematiker und Direktor am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn
- 1938 - John Corigliano, US-amerikanischer Komponist
- 1939 - Adelheid D. Tröscher, deutsche Politikerin und MdB
- 1939 - Czesław Niemen, polnischer Rocksänger
- 1939 - Harold Kalin, US-amerikanischer Sänger, Zwillingsbruder von Herbie Kalin
- 1940 - Leon Ware, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Uwe Bremer, deutscher Maler und Graphiker
- 1942 - Gabriel Brnčić Isaza, chilenischer Komponist
- 1942 - Kim Jong-il, Staatschef von Nordkorea sowie Generalsekretär der Koreanischen Arbeiterpartei
- 1943 - Anthony Dowell, Ballett-Tänzer und Choreograph
- 1944 - António Mascarenhas Monteiro, kapverdischer Präsident
- 1944 - Richard Ford, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1944 - Sigiswald Kuiken, belgischer Geiger, Gambenspieler und Dirigent
- 1946 - August Hanning, Präsident des Bundesnachrichtendienstes
- 1947 - Toni Bortoluzzi, Schweizer Politiker und Nationalrat
- 1949 - Lyn Paul, britische Sängerin
- 1951 - Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück
- 1952 - Wolfgang Lippert, deutscher Sänger, Moderator und Entertainer
- 1953 - Roberta Williams, Designerin für Computerspiele
- 1954 - Iain M. Banks, schottischer Schriftsteller
- 1954 - Klaus Werner Jonas, deutscher Politiker
- 1955 - Margaux Hemingway, US-amerikanische Schauspielerin und Model
- 1956 - Bodo Ramelow, deutscher Politiker
- 1957 - LeVar Burton, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - John McEnroe, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1960 - Andreas Homoki, deutscher Regisseur und Theaterleiter
- 1960 - Reiner Maurer, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1961 - Andy Taylor, britischer Musiker
- 1962 - John Balance, britischer Musiker
- 1963 - Iris Kammerer, deutsche Schriftstellerin
- 1963 - Paddy Schmidt, Sänger
- 1964 - José Roberto Bebeto, brasilianischer Fussballspieler
- 1964 - Walentina Jegorowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1969 - Fermín Cacho Ruiz, spanischer Leichtathlet
- 1969 - Zlatko Perica, Gitarrist
- 1970 - Peter Schlickenrieder, ehemaliger deutscher Skilangläufer
- 1972 - Grit Breuer, deutsche Leichtathletin
- 1972 - Wiebke Lorenz, deutsche Journalistin und Romanautorin
- 1973 - Cathy Freeman, Olympiasiegerin, entzündete das olympische Feuer
- 1977 - Ian Clarke, Entwickler von Freenet
- 1978 - Vala Flosadóttir, isländische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1979 - Valentino Rossi, italienischer Motorrad-Rennfahrer und mehrfacher Weltmeister
Gestorben
- 1247 - Heinrich Raspe, Landgraf von Thüringen, Gegenkönig gegen Friedrich II.
- 1279 - Alfons III. (Portugal), fünfter König von Portugal
- 1390 - Ruprecht I. (Pfalz), deutscher Kurfürst von der Pfalz (1356-1390)
- 1531 - Johannes Stöffler, deutscher Hersteller astronomischer Instrumente und Professor
- 1656 - Johann Klaj, deutscher Dichter
- 1728 - Aurora von Königsmarck, Geliebte Augusts II. von Sachsen
- 1794 - Etienne Charles de Loménie de Brienne, französischer Politiker und Kleriker
- 1823 - Johann Gottfried Schicht, deutscher Komponist und Thomaskantor
- 1829 - François-Joseph Gossec, französischer Komponist
- 1836 - Joseph Fieschi, Attentäter
- 1837 - Gottfried Reinhold Treviranus, deutscher Arzt und Naturforscher
- 1839 - Ludwig Berger, deutscher Komponist, Pianist und Klavierpädagoge
- 1858 - Friedrich Creuzer, deutscher Philologe
- 1876 - Karl Gustav Nieritz, deutscher Volks- und Jugendschriftsteller
- 1880 - Alexander von Villers, österreichischer Schriftsteller und Diplomat Alexander von Villers
- 1899 - Félix Faure, 7. Präsident Frankreichs
- 1901 - Truman Everts, US-amerikanischer Forscher
- 1907 - Giosuè Carducci, italienischer Dichter und Redner
- 1907 - Gustav Hertzberg, lehrte alte Geschichte an der Universität Halle
- 1911 - Agnes Günther, deutsche Schriftstellerin
- 1912 - Nikolai von Japan, russischer Mönch und orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan
- 1920 - Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent von Braunschweig
- 1924 - Wilhelm Schmidt, Ingenieur und Erfinder
- 1932 - Ferdinand Buisson, französischer Politiker und Pädagoge, Friedensnobelpreisträger
- 1932 - Julian Borchardt, deutscher Journalist
- 1937 - Paul Graetz, deutscher Kabarettist und Komiker
- 1939 - Jura Soyfer, österreichischer Schriftsteller
- 1940 - Isidore Marie Joseph Dumortier,
- 1943 - Mildred Harnack, US-amerikanisch-deutsche Literaturwissenschaftlerin
- 1948 - Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1948 - Irmfried Eberl, Leiter des Vernichtungslagers Treblinka
- 1951 - Hans Böckler, deutscher Politiker und Gewerkschaftsfunktionär
- 1957 - Josef Hofmann, österreichischer Pianist
- 1963 - Friedrich Dessauer, deutscher Physiker, Philosoph und Publizist
- 1968 - Paul Graetz, deutscher Offizier
- 1970 - Francis Peyton Rous, US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1971 - Fritz Kolbe, deutscher Spion und Widerstandskämpfer
- 1972 - Jakob Fischbacher, deutscher Politiker
- 1973 - Georg Ferdinand Duckwitz, deutscher Diplomat
- 1976 - Franz Mühlenberg, deutscher Politiker
- 1977 - Rózsa Péter, ungarische Mathematikerin
- 1978 - Svend Johannsen, dänischer Minderheitenpolitiker in Schleswig-Holstein
- 1980 - Edward Thomas Copson, britischer Mathematiker
- 1980 - Erich Hückel, deutscher Chemiker und Physiker
- 1982 - Heinrich Mauersberger, deutscher Erfinder in der Textilindustrie
- 1983 - Kazimiera Illakowiczówna, polnische Dichterin und Übersetzerin
- 1986 - Anton Hilbert, deutscher Politiker
- 1987 - Alois Brems, Katholischer Bischof von Eichstätt
- 1989 - Ida Ehre, österreichisch-deutsche Schauspielerin und Regisseurin
- 1990 - Keith Haring, US-amerikanischer Künstler
- 1992 - Hermann Axen, deutscher Politiker
- 1992 - Jânio Quadros, war Präsident Brasiliens im Jahr 1961
- 1994 - François Marty, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1997 - Chien-Shiung Wu, chinesisch-amerikanische Physikerin
- 2001 - Helen Vita, deutsche Chansonnière, Schauspielerin und Kabarettistin
- 2001 - William Howell Masters, US-amerikanischer Gynäkologe und Sexualforscher
- 2003 - Aleksandar Tisma, serbischer Schriftsteller
- 2004 - Max Caflisch, Schweizer Typograf, Buchgestalter und anerkannter Schrift-Kenner
- 2004 - Shirley Strickland, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2005 - Gerry Wolff, deutscher Schauspieler
- 2005 - Marcello Viotti, italienischer Dirigent
- 2005 - Nariman Sadiq, letzte ägyptische Königin
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Juliana, Pamela
- Nationalfeiertag in Litauen (Unabhängigkeitstag von 1918)
- katholischer Gedenktag für Juliana von Nikomedia, Nikolaus Palea, Philippa Mareri, Simeon von Metz
- katholischer und orthodoxer Gedenktag für Pamphilus
- evangelischer Gedenktag für Wilhelm Schmidt
Siehe auch
- 15. Februar - 17. Februar
- 16. Januar - 16. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0216
ja:2月16日
ko:2월 16일
simple:February 16
th:16 กุมภาพันธ์
1579
Politik und Weltgeschehen
- 6. Januar: Gründung der Union von Arras (Belgien)
- 25. Januar: Gründung der Utrechter Union (Niederlande)
- 17. Februar: Frieden von Arras (mit Spanien)
- 17. August: Honduras. Gründung der heutigen Hauptstadt Real de Minas de Tegucigalpa oder kurz: Tegucigalpa
- Krieg zwischen Polen und Russland
- Monterrey wird gegründet
- Gründung der Alten Landesschule Korbach
- 10. Januar: Manuel Ramírez de Carrión, gilt als einer der ersten „Taubstummen“-Pädagogen († 1652)
- 12. Januar: Johan Baptista van Helmont: flämischer Arzt und Chemiker († 1644)
- 10. April: August der Jüngere, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel († 1666)
- 12. April: François de Bassompierre, französischer Höfling, Diplomat und Marschall von Frankreich († 1646)
- 17. Juni: Ludwig I. von Anhalt-Köthen, Fürst von Anhalt-Köthen († 1650)
- 11. November: Frans Snijders, belgischer Maler († 1657
- 3. Dezember: Levin Ludwig von Hahn, Hofbeamter und Soldat
- 3. Dezember: Otto von Preen, deutscher Jurist und Hofbeamter
- John Fletcher: englischer Dramatiker
- Frans Snyders
- 28. März: Juan Fernández de Navarrete, spanischer Maler ( - 1526)
- 6. Mai: François de Montmorency, Gouverneur von Paris und Marschall von Frankreich ( - 1530)
- 5. August: Stanislaus Hosius, deutsch-polnischer Theologe ( - 1504)
- 24. Oktober: Albrecht V. (Bayern), Herzog von Bayern und Sohn des Herzogs ( - 1528)
- 15. November: Franz Davidis, Unitarischer Theologe ( - 1510)
ko:1579년
Kolumbien
Kolumbien (spanisch Colombia) ist ein Staat im nördlichen Teil von Südamerika und grenzt an Brasilien, Peru, Ecuador, Venezuela und Panama.
Kolumbien liegt am Pazifischen Ozean und an der Karibik.
Geografie
Kolumbien liegt im Nordwesten Südamerikas und grenzt sowohl an den atlantischen (1.600 km Grenzlinie), als auch an den pazifischen Ozean (1.300 km Grenzlinie). Im Südwesten liegen Ecuador und Peru, im Nordosten Venezuela und im Südosten Brasilien.
Die westliche Hälfte Kolumbiens wird von den Anden dominiert, die in drei große Bergketten geteilt sind: die westliche, die zentrale und die östliche Kordillere. Zwischen den Bergketten fließen die großen, teilweise befahrbaren Flüsse Cauca und Magdalena in den atlantischen Ozean. Die Hochgebirge beherbergen die zum Teil aktiven Vulkane Galeras, Huila, Nevado del Ruiz, Purace, Tolima und Doña Juana. Die höchsten Gipfel sind der Pico Cristóbal Colón sowie der Pico Simón Bolívar, beide jeweils 5.775 m hoch und in der Sierra Nevada de Santa Marta gelegen.
Die östliche Hälfte ist durch dicht bewaldetes Flachland charakterisiert, durch das die Flüsse Putumayo, Yapura, Meta und Guaviare fließen, die entweder im Orinoco oder im Amazonas münden.
Kolumbien hat Küsten sowohl am atlantischen wie am pazifischen Ozean. Die bekanntesten Inseln im Atlantik sind der Archipel von San Andrés und Providencia (770 km nordöstlich von Kolumbien), mit den Inseln San Andrés, Providencia und Santa Catalina. Der karibischen Küste vorgelagert ist die Insel Fuerte und die Archipele von San Bernardo und del Rosario. Im Pazifik liegen die Inseln Malpelo und Gorgona und Gorgonilla.
Je nach Meereshöhe unterscheidet man vier Klimazonen. In den Flachländern (Llanos) herrscht tropisches Klima über 24° C, zwischen 1.000 und 2.000 m gemäßigtes Klima (17-24° C), zwischen 2.000 und 3.000 m kaltes (12-17° C) und in den Bergregionen (Páramos) ab 3.000 m Höhe hochalpines Gletscherklima (unter 12° C).
Kolumbiens größte Städte sind die Hauptstadt Santa Fé de Bogotá, Medellín, Cali, Cartagena de Indias, Barranquilla, Ibagué, Manizales, Pasto, Cúcuta und Bucaramanga.
Siehe auch: Städte in Kolumbien
Umwelt
Kolumbiens Lage mit unterschiedlichen Höhenstufen und Klimazonen, die den Übergang und Kontakt zwischen Amazonas und Anden einschliessen, heterogene Bodenbedingungen bedingen eine große Biodiversität mit einer hohen Anzahl endemischer Arten. Kolumbien ist eines der Länder mit der größten Artenvielfalt pro Gebietseinheit weltweit: Mit nur 0,7 % Anteil an der weltweiten Festlandsmasse vereinigt das Land 10% aller Tier- und Pflanzenarten des Planeten auf seinem Staatsgebiet. Obwohl Kolumbien den Schutz seiner natürlichen Ressourcen bereits seit den 70er Jahren vorantreibt, haben neben natürlichen Umweltkatastrophen (häufig entweder bedingt durch extreme Trocken- oder Regenzeiten) vor allem das dynamische soziale und wirtschaftliche Wachstum und die bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen in den letzten Jahrzehnten erhebliche Umweltschäden mit sich gebracht.
Mit der Verfassung von 1991 hat sich das Land nun explizit der Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben; etwa 60 Verfassungsartikel beziehen sich direkt oder indirekt auf die Umwelt. Den normativen Rahmen für die Ausgestaltung dieser Vorgaben bildet das Gesetz 99 von 1993, durch das ein Umweltministerium als Bestandteil des Nationalen Umweltsystems (Sistema Nacional Ambiental, kurz SINA) geschaffen wurde. Zum SINA gehören nebem dem Ministerium unter anderem die Regionalentwicklungsbehörden, die mit dem Management der natürlichen Ressourcen und ihrer nachhaltigen Entwicklung beauftragt sind, städtische Umweltplanungsbehörden und -systeme wie das DAMA in Bogotá und der Ecofondo, der Zusammenschluss aller Umwelt-NGOs. Staatliche Umweltpläne sollen zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele beitragen. Allerdings werden den Regionalentwicklungsbehörden unter anderem überhöhte Betriebskosten, fehlende Investitionen in Umweltprogramme und die Aufgabe wieder aufgeforsteter Gebiete vorgeworfen. Diese und andere Mängel sollen deshalb mittels einer weitgreifenden Umweltsektorreform beseitigt werden. Dazu wurde bereits im März 2003 ein Gesetzesvorschlag vorgelegt; darüber hinaus wurde das Umweltministerium im April 2003 zum Ministerio de Ambiente, Vivienda y Desarollo Territorial fusioniert. Derzeit gibt es Bestrebungen, die bereits seit Jahrzehnten bestehende Nationalparkverwaltung (UAESPNN - Unidad Administrativa Especial del Sistema de Parques) umzustrukturieren.
Insgesamt wird die bisherige Umweltpolitik von Präsident Uribe oft als ein Rückschritt hinter bereits erzielte Erfolge bezeichnet, insbesondere, da die Umwelt- und Naturzerstörung als Folge des bewaffneten Konflikts von Jahr zu Jahr steigt.
Klima
Da der Äquator durch Kolumbien läuft, liegt das Land in der tropischen Klimazone. Der Norden, also die Karibikküste, liegt in der subtropischen Zone. In Gebieten unterhalb 550m werden Durchschnittstemperaturen von 25°C bis 30°C gemessen (tropischer Bereich), zwischen 550m und 2300m Jahresmittel von bis zu minimal 18°C (gemäßigter Bereich) erreicht. Zwischen 2300m und 3000m beträgt die Temperatur nur noch 10 - 17°C.
Bogotá, welches in einer Höhe von 2550m über dem Meeresspiegel liegt, hat eine Jahresdurchschnitttempereatur von 13°C. Über 3000m liegt die kaltgemäßigte bis kalte Klimazone mit Temperaturen zwischen - 17,8°C bis +12,8°C.
Jährlich gibt es zwei Regenzeiten (April und Oktober) und zwei Trockenzeiten, die aber nicht extrem ausfallen.
An der Westküste der Anden fällt die größte Menge an Niederschlag. Im südlichen Teil des Landes werden ca. 3000mm Niederschlag pro Jahr und m² gemessen, im Norden bis zu 10.000mm. Einige Orte mit einem Niederschagsvolumen von bis zu 16.000mm im Jahr gehören zu den regenreichsten Gebieten der Erde.
Die östlichen Gebiete werden weniger stark beregnet. Durch den Passatwind sind diese Teile der Karibikküste sehr regenarm (unter 400mm Niederschlagsmenge pro Jahr und m²). Weiterhin ist die Niederschlagsmenge in den Hochtälern und Hochbecken durch die Regenschattenseite nur bei 1000mm angesiedelt.
Bevölkerung
Kolumbien mit einer Bevölkerungszahl von ca. 42,31 Mio. hat auf Grund seiner Geschichte eine sehr diversifizierte Bevölkerungsstruktur. Auf jedem Quadratkilometer leben durchschnittlich 31 Einwohner. 72% der Gesamtbevölkerung leben in den Ballungsgebieten und Städten, hauptsächlich in den Tälern des Río Magdalena und des Río Cauca sowie an der Küste des karibischen Meeres. Allein in Bogota, die Hauptstadt und das Zentrum der Industrie, lebt ca. 1/7 der Bevölkerung. Die Bevölkerung setzt sich aus drei sehr unterschiedlichen Gruppen zusammen: den indigenen Indios, den europäischen, zumeist aus Spanien stammenden Kolonisten und den importierten Sklaven aus afrikanischer Herkunft. Die heutige Demografie des Landes besteht aus einer Mischung dieser Gruppen.
Demografie
Verbindungen zwischen diesen Gruppen waren und sind sehr weit verbreitet. Den größten Anteil an der Bevölkerung stellen mit 60 % die Mestizen, deren Vorfahren Europäer und Indigene waren. Zur hellhäutigen Bevölkerung gehören die Kreolen, Nachfahren der europäischen Kolonisten, die somit die größte Minderheit mit 20 % darstellen. Weiter sind mit 16 % die Mulatten in der kolumbianischen Gesellschaft vertreten, Nachkommen von Europäern und afrikanischen Sklaven. Rein afrikanische Vorfahren haben 4 % der Bevölkerung, 3 % zählen zu den Zambos, die von afrikanischen Sklaven und indigenen Indios abstammen. Im Dorf Palenque de San Basilio existiert die einzige spanischbasierte Kreolsprache in Lateinamerika. Die Menschen dort sind zum größten Teil Nachfahren entlaufener Sklaven und sprechen Palenquero. Heutzutage werden nur noch 1 % als Indigene klassifiziert, unter anderem durch ihre Kultur und Sprache. Dominant ist die römisch-katholische Glaubensrichtung (ca. 90 % der Bevölkerung).
Völkerbewegungen vom Land in die Stadt sind massiv. Stadtbevölkerung ist von einem Anteil von 57 % der Gesamtbevölkerung im Jahre 1951 auf 74 % 1994 gestiegen. Dreißig Städte haben mehr als 100.000 Einwohner. Die östlichen | | |