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Vorlage:Hauptseite Jahrestage 30. November
- 1508 – Andrea Palladio, der bedeutendste Architekt des Manierismus in Oberitalien, wird geboren.
- 1939 – Mit dem Einfall der Roten Armee in Finnland beginnt der sowjetisch-finnische Winterkrieg.
- 1954 – Der deutsche Dirigent Wilhelm Furtwängler stirbt.
- 1974 – In Hadar (Äthiopien) wird mit Lucy ein gut erhaltener Australopithecus afarensis gefunden, der weitere Aufschlüsse über die Geschichte der Menschwerdung zulässt.
- 1989 – Die RAF verübt in Bad Homburg ein Bombenattentat auf den Bankier Alfred Herrhausen.
Vorlage:Ausgewählte Jahrestage
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Heute ist , der .
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# Bei der Auswahl sollten möglichst runde Jahrestage bevorzugt werden (z.B. 100. oder 50. oder 25. Wiederkehr des Jahrestags-Ereignisses).
# Die Auswahl sollte sich möglichst auf je einen Geburts- und Todestag beschränken und sich ansonsten auf Ereignisse konzentrieren.
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# Die Mehrzahl der ausgewählten Artikel sollten vorzeigbar (das heißt lang und aussagekräftig genug) sein.
# Die ausgewählten Jahrestage eines Tages sollten zeitlich, inhaltlich als auch geographisch ein möglichst breites Spektrum abdecken.
# Ausgewählte Jahrestage, die noch nicht im entsprechenden Tagesartikel stehen, sollten dort nachgetragen werden (siehe: Historische Jahrestage).
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Mehrere Einträge pro Tag
- [http://www.frankfurter-rundschau.de/ressorts/nachrichten_und_politik/kalenderblatt/ Kalenderblatt] der dpa (bei der Frankfurter Rundschau)
- [http://www.kalenderblatt.de/ Kalenderblatt] der Deutschen Welle
- Tageschronik des Chronikverlags: Vom [http://www.chronikverlag.de/tageschronik/0101.htm 01.01.] bis [http://www.chronikverlag.de/tageschronik/1231.htm 31.12.] (Auswahl ist anscheinend nicht vorgesehen; einfach das Ende der Adresse nach dem Muster .../mmdd.htm verändern und man kommt zum gewünschten Tag ...)
- [http://www.bnv-gz.de/~hboersch/chronik/000_einl.html Kalendarium, zusammengetragen von Harald Börschig]
- [http://www.annalen.net/ Das historische Datum]
- [http://news.bbc.co.uk/onthisday/default.stm ON THIS DAY] von BBC Online
- Robert Chambers (1802-1871): [http://www.thebookofdays.com/calender.htm The Book of Days. A Miscellany of Popular Antiquities in Connection with the Calendar, Including Anecdote, Biography, & History, Curiosities of Literature, and Oddities of Human Life and Character]
Ein Ereignis pro Tag
- [http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/stichtag_vorschau.phtml Stichtag] des Senders WDR 2
- [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wirerinnern/ Wir erinnern] vom Deutschlandfunk (auch mit eher gesellschaftlichen Themen)
- [http://www.mdr.de/mdr-figaro/journal/1007135-hintergrund-1007057.html FIGARO] des MDR (gegebenenfalls in der rechten Seitenleiste auf aktuelle Woche auswählen)
- [http://www.br-online.de/wissen-bildung/kalenderblatt/archiv/ Kalenderblatt] des Senders Bayern 2 Radio
Sonstiges
- [http://www.dhm.de/lemo/html/1905/ Jahreschronik; für die Jahre 1900-2002] des Deutschen Historischen Museums (um zu einem anderen Jahr zu gelangen, einfach Jahreszahl in der URL ändern)
Historische Jahrestage nach Monaten
- Januar
- Februar
- März
- April
- Mai
- Juni
- Juli
- August
- September
- Oktober
- November
- Dezember
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ko:위키백과:오늘의 역사
Andrea Palladio
Andrea di Pietro della Gondola, gen. Palladio ( - 30. November 1508 in Padua, † 19. August 1580 in Vicenza) war der bedeutendste Architekt der Renaissance in Oberitalien.
Während seiner Ausbildung zum Steinmetz siedelte er 1524 nach Vicenza über, das bis zu seinem Lebensende neben Venedig seine Hauptwirkungsstätte blieb.
In und um Vicenza baute er zahlreiche Stadtpaläste und Villen. 1554 veröffentlichte er mit Antichità di Roma einen Führer der antiken Bauwerke Roms und 1570 das von ihm selbst illustierte Werk Quattro libri dell'architetura mit eigene Entwürfen und zahlreichen Abbildungen antiker Architektur.
Die Quattro libri machten Palladio neben Leon Battista Alberti zum einflussreichsten Architekturtheoretiker der frühen Neuzeit, der vor allem die protestantische und anglikanische Architektur Nordeuropas stark beeinflusste (Palladianismus). In diesem Zusammenhang wird auch oft vom (neo-)palladianistischen Stil gesprochen. Als "Aristoteles der Baukunst" besticht er im Gegensatz zu Michelangelo weniger durch kapriziöse Einzelwerke als dadurch, in zahlreichen Bauten eine klassische, klare und einfach nachzuvollziehende Formensprache gefunden zu haben. Als Wiederbelebung der Antike erreichte die Renaissance im Klassizismus Palladios ihren Endpunkt. In seinen späten Werken überwand Palladio den strengen Klassizismus im Sinne des Frühbarocks.
Bedeutende Werke
Frühbarocks
- Palazzo della Ragione (Basilika); Vicenza; 1549-1614
- Villa Emo; Fanzolo di Vedelago; 1555-65
- Villa Barbaro; Maser bei Treviso; 1549-58
- San Giorgio Maggiore; Venedig; 1565-75
- Villa La Rotonda; bei Vicenza; 1566-71
- Palazzo Valmarana-Braga; Vicenza: 1566-82
- Palazzo Chiericati; Vicenza; ab 1550
- Il Redentore; Venedig; 1576-92
Literatur
- Bruce Boucher: Palladio. Der Architekt in seiner Zeit; Hirmer; 1994. ISBN 3777464406
- Lionello Puppi: Andrea Palladio, Das Gesamtwerk; DVA; 2000. ISBN 342103060X
- R.-F. Chambray: L' Idée de la perfection de la peinture; 1988.
- Manfred Wundram, Thomas Pape, Paolo Marton: Andrea Palladio 1508-1580; Taschen Verlag; 1993. ISBN 3822876127
- Andrea Palladio, Die vier Bücher zur Architektur. Nach der Ausgabe Venedig 1570; Birkhäuser Verlag 41993 (deutsche Übersetzung der "Quattro libri dell'architettura") ISBN 3764355611
Weblinks
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- [http://www.andrea-palladio.de www.andrea-palladio.de]
Palladio, Andrea
Palladio, Andrea
Palladio, Andrea
Palladio, Andrea
ja:アンドレーア・パッラーディオ
ManierismusManierismus (ital. maniera: Stil, Manier) bezeichnet eine Spätform der Renaissance in Malerei, Baukunst, Plastik, Musik und Literatur. Der Manierismus umfasst in Italien etwa die Zeit von 1515-1600, in Frankreich etwa 1550-1610, in Deutschland etwa 1560-1610, in Polen etwa 1580-1620. In der Literatur dauert der Manierismus bis etwa 1630 an.
Der Begriff „Manierismus“ wurde von Giorgio Vasari eingeführt, um den Stil des späten Michelangelo zu charakterisieren, und wurde auf dessen Nachfolger verallgemeinert.
Michelangelo
Stilmerkmale und Geistesgeschichte
Allgemein ist der Manierismus gekennzeichnet durch eine Abkehr von den harmonischen und ausgewogenen Kompositionen der Hochrenaissance, die zu einer gesuchten, gezierten, kapriziösen und spannungsgeladenen Manier führte, deren allegorische und enigmatische Darstellungen nur von eingeweihten Kennern (besonders des aufstrebenden Bürgertums) verstanden werden sollten. In der Bildhauerei ist die Figura Serpentinata (s. Giambolognas [http://www.kfki.hu/~arthp/art/g/giovanni/bologna/rape1.jpg "Raub der Sabinerin"] in Florenz) charakteristisch für den Manierismus.
Im Gartenbau drückt sich die Vorliebe des Manierismus für das Groteske und Überraschende durch Grotten und Wasserspiele aus. Deren Tricktechnik inspirierte schließlich René Descartes zu seiner Theorie des menschlichen Automaten.
Obgleich der Manierismus sich parallel zur Spätrenaissance Michelangelos, da Vincis, Raffaels und Tizians entwickelt hatte, fällt seine Entstehungszeit mit politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen in Italien und Europa zusammen: Neu entstandene, ehedem bürgerliche Adelsfamilien (Medici) kamen in den alten Stadtrepubliken (Florenz) an die Macht; der für Italien wichtige Mittelmeerhandel verlor nach der "Entdeckung" Amerikas deutlich an Bedeutung, das habsburgische Spanien stieg zur Weltmacht auf, und ausgehend von Deutschland gestalteten Reformation und Gegenreformation ganz Europa um. 1527 eskalierte die Situation als spanische, italienische und deutsche Söldner in habsburgischen Diensten Rom überfielen, plünderten und den Medici-Papst Klemens VII. gefangen setzten (Sacco di Roma). Unter dem Eindruck dieser Ereignisse kamen die manieristischen Künstler zu dem Schluss, dass das Programm der Renaissance, die Schönheit der Natur durch die Kunst zu verherrlichen, verfehlt und dass stattdessen die Natur durch die Kunst zu überwinden und zu erlösen sei. Dabei haben auch neuplatonische, gnostische und alchemistische Gedanken eine Rolle gespielt.
Während die Renaissance noch eine hauptsächlich italienische Kulturleistung gewesen ist (die indes ins übrige Europa exportiert wurde), war der Manierismus die vielleicht erste europäische Kunstbewegung überhaupt. Vor allem Flamen (Giambologna, Stradanus) zogen nach Italien, um dort zu lernen und zu wirken, wobei sie ihre Kunstauffassungen mitbrachten und die Spätrenaissance bereicherten. Eine wichtige Rolle spielte der von Gutenberg erfundene Buchdruck, der es ermöglichte, Kupferstiche oder Holzschnitte in ganz Europa zirkulieren zu lassen. Insbesondere die Werke Dürers wurden so in Italien bekannt gemacht und aufgegriffen.
Baukunst und Plastik
Italien
In Italien ist neben Rom Oberitalien mit den Städten Florenz, Mantua, Vicenza und Venedig das Zentrum des Manierismus.
Eines der ersten manieristischen Bauwerke sind Vasaris Uffizien in Florenz.
Der Palazzo del Te in Mantua, die von Vignola gebaute Villa Farnese in Caprarola und der von Ammanati umgebaute Palazzo Pitti in Florenz sind representative Herrschaftssitze im Stil des Manierismus.
Frankreich
In Frankreich sticht vor allem Fontainebleau hervor.
Spanien
Philipp II. ließ sich außerhalb von Madrid das Escorial als Burg, Kloster und Prunkschloss errichten.
Deutschland und Österreich
Bedeutendstes Zentrum des Manierismus in Deutschland ist München. Der Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses ist ein wichtiges Bauwerk des deutschen Manierismus.
Ein ungewöhnliches architektonisches Zeugnis des Manierismus in Norddeutschland ist die Innenausstattung der Dorfkirche in Osterwohle (Altmark), die 1607 bis 1621 von einem unbekannten Künstler angefertigt wurde.
In Österreich gilt Salzburg mit dem Schloss Hellbrunn und seinen Gartenanlagen und Wasserspielen als Beispiel des späten Manierismus auf der Schwelle zum Frühbarock. Als eine Hochburg des europäischen Manierismus gilt Prag zur Zeit Kaisers Rudolf II.
Polen
Rudolf II.]
Das Zentrum des polnischen Manierismus ist Danzig. Hier sind insbesondere die Bürgerhäuser am Langen Markt, der Artushof Danzig und das Rathhaus hervorzuheben. Ein weiteres wichtiges polnischen Zentrum des Manierismus ist Lemberg, das vor allem durch die Bürgerhäuser am Marktplatz und die Kapelle der Boimów manieristisch gekennzeichnet ist.
Malerei und Graphik
Nach Vasari sind Architektur und Malerei Kinder der Zeichenkunst. Das macht sich in der Malerei durch die Bevorzugung der Linie vor der Fläche bemerkbar. Proportitionen werden stark verzerrt (lange Körper, Beine, Hälse: s. Abb. 1) und Körper posieren in den unmöglichsten, dynamischen Verrenkungen [http://www.humanitiesweb.org/gallery/195/6.jpg]; die Perspektive wird gezielt mißachtet (Abb. 2). Weitere Stilelemente sind grelle und krasse Farbunterschiede [http://cgfa.sunsite.dk/fiorentino/fiorentino8.jpg], die z.T. schon expressionistisch anmuten, und Vexierbilder [http://cgfa.sunsite.dk/a/arcimboldo2.jpg] sowie Anamorphosen.
Anamorphose
Anamorphose
Die innovativen Stilelemente des Manierismus wurden vom Barock aufgegriffen, was Frühbarock und Manierismus leicht verwechselbar macht. Dennoch gibt es einen großen programmatischen Unterschied: Der Manierismus wendet sich an den Verstand und liebt intellektuelle Spielereien und Anspielungen; der Barock, als Kunstform der Gegenreformation, wendet sich an das (religiöse) Gefühl und versucht zu überreden, nicht zu überzeugen.
Manieristische Stilexperimente sind Vorbilder für den Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus und Kubismus.
Literatur
Nach G. R. Hocke sind Anagramm und Akronym, Epigramm und Oxymoron die typischen Stilmittel manieristischer Sprach-Alchemie in der Literatur.
Bedeutende Vertreter
Baukunst und Plastik
Michelangelo, Giorgio Vasari, Giambologna, Benvenuto Cellini, Alessandro Vittoria, Adriaen de Vries, Bartolomeo Ammanati, Giacomo della Porta, Ludwig Münstermann
Malerei und Graphik
Michelangelo, Tintoretto, Giorgio Vasari, Pontormo, Parmigianino, Arcimboldo, El Greco, Rosso Fiorentino, Federigo Zuccari, Hendrik Goltzius, Albrecht Dürer, Cornelis Cornelisz van Haarlem, Martin van Heemskerck, Giovanni Stradanus, Denijs Calvaert, Joachim Wtewael, Bartolomäus Spranger, Caravaggio, Bronzino, Antonine Caron de Beavais, Orazio Grevenbroeck, Domenico Beccafumi, Lelio Orsi, Albrecht Altdorfer, Hans Bock d. Ä., Gianbattista Bracelli, Luca Cambiaso, Lorenz Stoer, Ehard Schön, Jacob Swanenburgh, Giuseppe Arcimboldi, Veronese
Literatur
Michelangelo, Gianbattista Marino, Cervantes, Hofmannswaldau, Francois Rabelais, Ludovico Ariost, Luís de Góngora, Baltasar Gracián, William Shakespeare, Georg Philipp Harsdörffer, Emanuele Tesauro, Giovanni Battista Guarini, Torquato Tasso, Edmund Spenser, Speroni.
Literaturangaben
Burck, Erich: Vom römischen Manierismus, Darmstadt 1971
Gustav René Hocke: Die Welt als Labyrinth. Manier und Manie in der europäischen Kunst. Rowohlt, Hamburg, 1957.
Gustav René Hocke: Manierismus in der Literatur. Sprach-Alchemie und esoterische Kombinationskunst. Rowohlt, Hamburg, 1959.
Tibor Klaniczay: Renaissance und Manierismus. Zum Verhältnis von Gesellschaftsstruktur, Poetik und Stil. Akademie-Verlag, Berlin 1977.
John Shearman: Manierismus. Das Künstliche in der Kunst. Athenäum, Frankfurt a.M. 1988.
Jacques Bousquet: Malerei des Manierismus. Die Kunst Europas von 1520 bis 1620. Bruckmann, München 1985 (3. Aufl.).
Franzsepp Würtenberger: Der Manierismus. Der europäische Stil des sechzehnten Jahrhunderts. Verlag Anton Schroll, Wien 1962.
Werner Hofmann: Zauber der Medusa. Europäische Manierismen Wien 1987, Löcker Verlag
Weblinks
Kategorie:Renaissance
Kategorie:Stilrichtung in der Malerei
Kategorie:Architekturstil
als:Manierismus
ja:マニエリスム
1939
- 2. Januar: Der Postsparkassendienst wird im gesamten Deutschen Reich eingeführt
- Der erste Skybeamer wird zur Flugsicherung des unter Hochspannungspotential stehenden Sendemastes des Deutschlandsenders in Herzberg an der Elster eingesetzt
Politik
- 1. Januar: Kleinbetriebe im Deutschen Reich sind ab sofort zur ordentlichen Buchführung verpflichtet
- 1. Januar: Philipp Etter wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Namensänderungsverordnung für Juden im Dritten Reich tritt in Kraft
- 1. Januar: Das im Vorjahr eingeführte Pflichtjahr für arbeitslose ledige weibliche Jugendliche unter 25 Jahren gilt ab sofort für alle
- 1. Januar: Das am 30. April 1938 beschlossene Jugendschutzgesetz und die Arbeitszeitverordnung treten in Kraft
- 15. März: Vertrag über die Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren wird unterzeichnet
- 22. März: Litauen tritt das Memelland an Deutschland ab
- 28. März: Truppen des Generals Franco erobern Madrid
- 31. März: Freundschafts- und Nachbarschaftsvertrag zwischen Italien und San Marino
- 3. April: Führerweisung Hitlers: Angriffskrieg gegen Polen (Fall Weiß)
- 7. April: Das faschistische Italien annektiert Albanien
- 11. Mai: Der japanische-russische Grenzkonflikt verschärft sich erneut
- 14. Juni: Der Landesname von Siam wird auf Veranlassung des Diktators General Pibul Songkhram in Thailand (Prathet Thai = "Land der Freien") geändert
- 23. August: Hitler-Stalin-Pakt (Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UdSSR)
- 31. August: Verkleidete SS-Angehörige verüben einen fingierten Überfall auf den Sender Gleiwitz und liefern damit die Rechtfertigung für den Kriegsangriff auf Polen am nächsten Morgen
- 1. September: Einmarsch reichsdeutscher Truppen in Polen und damit Auslösung der Beistands- (englisch-französische Garantieerklärung)und Kooperationspakte (Hitler-Stalin-Pakt; Beginn des 2. Weltkrieges in Europa
- 3. September: Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens an das Großdeutsche Reich)
- 3. September: Der britische Passagierdampfer „Athenia“ wird von einem deutschen U-Boot ohne Vorwarnung versenkt
- 4. September: In Deutschland wurde für Frauen zwischen 18 und 25 die halbjährige Reichsarbeitsdienstpflicht eingeführt
- 17. September: Einmarsch der UdSSR in Ostpolen
- 28. September: Deutschland/Russland. Deutsch-sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag
- 31. Oktober: Umsiedlungsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Lettland
- 8. November: Missglücktes Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller durch Georg Elser
- 30. November: Ausbruch des dreimonatigen Winterkrieges: Der Einfall der Roten Armee in Finnland führt zunächst zu einem Debakel für die UdSSR, bei dem 200.000 sowjetische Soldaten und lediglich 25.000 Finnen ums Leben kommen; Finnland wahrt letztlich seine Unabhängigkeit. Die Durchbrechung der Mannerheimlinie Anfang 1940, die als unüberwindbar galt, gilt aber als eine der strahlendsten und damals in ihrer wahren Bedeutung verkannten Leistung der Roten Armee. Der Erfolg wurde zum großen Teil durch das menschenverachtende Verheizen der sowjetischen Truppen durch Stalin erreicht
- 14. Dezember: Die Sowjetunion wird aufgrund des Überfalls auf Finnland aus dem Völkerbund ausgeschlossen. Weitere Maßnahmen unterbleiben: Die USA erklären ein „moralisches Embargo“, selbst dieses ist nach wenigen Wochen vergessen
Wissenschaft/Technik
- 29. Januar: Karl Bode erreichte mit seinem Hubschrauber 3.427 m Höhe.: Weltrekord
- 27. August: Erich Warsitz steuert als Pilot eine Heinkel He 178, das erste Düsenflugzeug, angetrieben durch ein Heinkel S3B Strahltriebwerk
- 24. Oktober: Das erfolgreichste US-Starrluftschiff, der in Deutschland gebaute Zeppelin LZ 126/ZR-3 „USS Los Angeles“ wird außer Dienst gestellt
Kultur
- 4. Februar: Uraufführung der Operette Die ungarische Hochzeit von Nico Dostal in Stuttgart
- 14. Februar: Uraufführung der Oper Marionetter von Hilding Rosenberg an der Königlichen Oper in Stockholm
- 7. Oktober: Uraufführung der Oper Die Kathrin von Erich Wolfgang Korngold an der Königlichen Oper in Stockholm
- Billie Holiday singt im New Yorker Café Society erstmals Strange Fruit
- In den USA erscheint das erste Batman-Comic
Katastrophen
- 25. Januar: Erdbeben der Stärke 8,3 in Chillán, Chile, rund 28.000 Tote
- 13. September: Der Minenkreuzer „La Tour D'Auvergne“ (Frankreich) sinkt nach der Explosion der an Bord lagernden Seeminen in Casablanca (Marokko). 215 Mann der 396 Mann starken Besatzung kommen ums Leben
- 13. Dezember: Der Zerstörer „Duchess“ sinkt westlich von Schottland nach einer Kollision mit dem Schlachtschiff „Barham“. 129 Tote
- 22. Dezember: Auf dem Bahnhof in Genthin kollidieren zwei D-Züge. 196 Menschen sterben bei dieser Katastrophe
- 26. Dezember: Erdbeben der Stärke 7.8 in Erzincan, Türkei ca. 30.000 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
1. Halbjahr
- 1. Januar: Franz Hummel, deutscher Komponist und Pianist
- 3. Januar: Dieter B. Herrmann, Astronom und Physiker
- 3. Januar: Bobby Hull, kanadischer Eishockeyspieler
- 5. Januar: Rustam Ibrahimbekov, aserbaidschanischer Filmautor
- 6. Januar: Waleri Lobanowski, sowjetischer und ukrainischer Fußball-Trainer († 2002)
- 7. Januar: Helga Seibert, deutsche Verfassungsrichterin
- 7. Januar: Rosina Wachtmeister, österreichische Künstlerin
- 9. Januar: Friedel Keim, deutscher Musiker
- 10. Januar: Franz Winzentsen, Experimental- und Animationsfilmemacher
- 10. Januar: Sal Mineo, Schauspieler und Sänger († 1976)
- 10. Januar: Scott McKenzie, US-amerikanischer Sänger
- 11. Januar: Ann Heggtveit, kanadische Skirennläuferin
- 12. Januar: Helmut Eisendle, österreichischer Psychologe und Schriftsteller († 2003)
- 13. Januar: Norbert Geis, deutscher Politiker
- 14. Januar: Jean-Christophe Ammann, Schweizer Kunsthistoriker und Kurator
- 14. Januar: Ute Starke, Turnerin, Weltmeisterin
- 16. Januar: Ralph Gibson, US-amerikanischer Photograph
- 19. Januar: Ulrich Irmer, deutscher Politiker, MdB und MdEP
- 21. Januar: Heinz Hornig, deutscher Fußballspieler
- 21. Januar: Engelbert Kupka, deutscher Politiker
- 21. Januar: Friedel Lutz, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Alfredo Palacio, ecuadorianischer Kardiologe, Präsident von Ecuador
- 23. Januar: Sonny Chiba, japanischer Schauspieler
- 24. Januar: Renate Garisch-Culmberger, deutsche Leichtathletin
- 24. Januar: Joseph Vilsmaier, deutscher Filmregisseur
- 24. Januar: Karsten Schmidt, deutscher Jurist
- 24. Januar: Jan Lichardus, deutsch-slowakischer Vorgeschichtsforscher († 2004)
- 25. Januar: Otto Wesendonck (Bildhauer), deutscher Bildhauer
- 29. Januar: Germaine Greer, australische Intellektuelle, Autorin und Publizistin
- 29. Januar: Hans-Joachim Hecht, deutscher Schachspieler
- 1. Februar: Fritjof Capra, österreichischer Physiker, Esoteriker und Buchautor
- 5. Februar: Robert Antretter, deutscher Politiker und MdB
- 5. Februar: Evžen Zámečník, tschechischer Komponist und Professor
- 7. Februar: Hermann Lause, deutscher Schauspieler († 2005)
- 8. Februar: Egon Zimmermann, ehemaliger österreichischer Skirennläufer
- 8. Februar: Peter Röhlinger, Oberbürgermeister von Jena
- 9. Februar: Reiner Pfeiffer, deutscher Journalist
- 9. Februar: Janet Suzman, südafrikanische Schauspielerin
- 10. Februar: Adrienne Clarkson, Journalistin, Autorin und Diplomatin
- 10. Februar: Roberta Flack, US-amerikanische Popsängerin, Pianistin und Songschreiberin
- 12. Februar: Jürgen Vahlberg, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 12. Februar: Ray Manzarek, US-amerikanischer Musiker (The Doors)
- 13. Februar: Waleri Iljitsch Roschdestwenski, russischer Kosmonaut
- 14. Februar: Johanna Dohnal, österreichische Politikerin (SPÖ)
- 14. Februar: Razzy Bailey, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 15. Februar: William Van Horn, Zeichner, der seit 1988 Disney-Comics zeichnet
- 16. Februar: Czesław Niemen, polnischer Rocksänger († 2004)
- 16. Februar: Adelheid D. Tröscher, Tochter von Tassilo Tröscher
- 21. Februar: Ulrich Briefs, deutscher Volkswissenschaftler († 2005)
- 27. Februar: Franco Sbarro, Designer und Entwickler von Kraftfahrzeugen
- 27. Februar: Kenzo Takada, japanischer Modedesigner
- 28. Februar: Daniel Chee Tsui, chinesisch-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 28. Februar: Erika Pluhar, österreichische Schauspielerin, Sängerin und Autorin
- 1. März: Dieter Asmus, deutscher Maler und Grafiker
- 1. März: Leo Brouwer, kubanischer klassischer Gitarrist und Komponist
- 3. März: Ariane Mnouchkine, französische Theater- und Filmregisseurin, Theaterleiterin und Autorin
- 4. März: Hans Jürgen Wenzel, deutscher Komponist, Dirigent und Hochschullehrer
- 5. März: Wolf Bauer, deutscher Politiker, MdB
- 6. März: Adam Osborne, britischer Erfinder des Laptops († 2003)
- 6. März: Peter Glotz, deutscher Politiker († 2005)
- 9. März: Jochen Pützenbacher, deutscher Hörfunkmoderator
- 9. März: Jean-Pierre Chevènement, französischer Politiker
- 10. März: Irina Press, ehemalige sowjetische Leichtathletin der 1960er Jahre
- 13. März: Gerbert Hübsch, deutscher Bundesrichter
- 13. März: Youhanna Fouad El-Hage, Erzbischof, Bischof von Tripoli († 2005)
- 13. März: Neil Sedaka, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber,
- 14. März: Yves Boisset, französischer Regisseur und Drehbuchautor
- 14. März: Keiji Nakazawa, Mangaka
- 17. März: Giovanni Trapattoni, Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 17. März: Nurcholis Madjid, muslimischer Denker und Gelehrter Indonesiens († 2005)
- 18. März: Peter Kraus, deutscher Schauspieler und Sänger
- 19. März: Peter Marzinkowski, deutscher Spiritanerpater und Bischof in der Zentralafrikanischen Republik
- 22. März: Dietz-Rüdiger Moser, deutscher Volkskundler
- 23. März: Boris Iwanowitsch Tischtschenko, russischer Komponist
- 23. März: Pepe Lienhard, Schweizer Bandleader
- 26. März: Jens Reich, Mitglied im Nationalen Ethikrat Deutschlands
- 26. März: James Caan, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. März: Eugen Brixel, österreichischer Komponist für Blasmusik († 2000)
- 28. März: Carl-Dieter Spranger, deutscher Politiker
- 29. März: Terence Hill, italienischer Schauspieler
- 30. März: Christine Wolter, deutsche Schriftstellerin
- 30. März: Robert Herbin, französischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 31. März: Volker Schlöndorff, deutscher Filmregisseur und Produzent
- 31. März: Karl-Heinz Schnellinger, deutscher Fußballspieler
- 31. März: Swiad Gamsachurdia, georgischer Dissident und Staatspräsident († 1993)
- 1. April: Wilhelm Bungert, deutscher Tennisspieler
- 1. April: Witali Semjonowitsch Dawydow, ehem. russischer Eishockeyspieler (Verteidiger)
- 2. April: Marvin Gaye, US-amerikanischer Soul- und R&B-Sänger († 1984)
- 3. April: Rudolf Vesper, deutscher Ringer
- 3. April: Henning Venske, deutscher Schauspieler, Kabarettist, Moderator und Schriftsteller
- 5. April: Moses Ali, ugandischer Politiker
- 6. April: Heinz Grossekettler, deutscher Volkswirt
- 6. April: Cor Veldhoen, niederländischer Fußballer († 2005)
- 7. April: Francis Ford Coppola, US-amerikanischer Regisseur und Produzent
- 9. April: Gernot Roll, deutscher Kameramann
- 12. April: Alan Ayckbourn, britischer Dramatiker
- 13. April: Seamus Heaney, Irischer Schriftsteller
- 15. April: Marty Wilde, britischer Rock'n'Roll-Sänger
- 16. April: Dusty Springfield, britische Soulsängerin († 1999)
- 18. April: Marcia Haydée, brasilianische Tänzerin
- 19. April: Peter Berthold, deutscher Biologe, Ethnologe und Zoologe
- 20. April: Gro Harlem Brundtland, norwegische Politikerin
- 20. April: Peter S. Beagle, US-amerikanischer Romanautor und Songschreiber
- 20. April: Katherine V. Forrest,
- 21. April: Dirk Schneider, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages († 2001)
- 21. April: Helen Prejean, US-amerikanische Ordensschwester und Aktivistin gegen die Todesstrafe
- 22. April: Theodor Waigel, deutscher Politiker
- 22. April: Jason Miller, US-amerikanischer Schauspieler und Dramatiker († 2001)
- 23. April: Ray Peterson, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Sänger
- 23. April: Lee Majors, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 24. April: Christian Breuer, deutscher Fußballspieler
- 25. April: Tarcisio Burgnich, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- 27. April: João Bernardo Vieira, guinea-bissauischer Politiker
- 27. April: Stanisław Dziwisz, polnischer katholischer Geistlicher, Erzbischof von Krakau
- 28. April: Burkhard Driest, deutscher Schauspieler und Drehbuchautor
- 1. Mai: Johano Strasser, deutscher Politologe, Publizist und Schriftsteller
- 2. Mai: Sumio Iijima, japanischer Physiker
- 2. Mai: Heinz Troll, Republikaner
- 4. Mai: Amos Oz, israelischer Schriftsteller
- 5. Mai: Karl-Heinz Wildmoser, Münchener Großgastronom, Hotelier
- 5. Mai: Dieter Wiesmann, Schweizer Liedermacher und Apotheker
- 7. Mai: Volker Braun, deutscher Schriftsteller
- 7. Mai: Rudolf Bayer, emeritierter Professor
- 7. Mai: Ruud Lubbers, niederländischer Politiker, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
- 8. Mai: Hans Eugen Frischknecht, Schweizer Komponist
- 8. Mai: Otis Drayton, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 9. Mai: Pierre Desproges, französischer Humorist, Autor und Fernseh-Kabarettist († 1988)
- 9. Mai: Ion Ţiriac, Geschäftsmann und ehemaliger Sportler
- 9. Mai: Ralph Boston, US-amerikanischer Leichtathlet
- 10. Mai: Uwe Wandrey, deutscher Schriftsteller
- 12. Mai: Ron Ziegler, Pressesprecher im Weißen Haus unter Richard Nixon († 2003)
- 13. Mai: Peter Frenkel, deutscher Leichtathlet
- 13. Mai: Hildrun Claus, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 13. Mai: Harvey Keitel, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Mai: Veruschka von Lehndorff, Fotomodell, Schauspielerin
- 17. Mai: José Antonio Abreu, Venezolanischer Komponist
- 18. Mai: Hark Bohm, deutscher Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor
- 18. Mai: Giovanni Falcone, Jurist, Mafia-Jäger († 1992)
- 19. Mai: Livio Berrutti, italienischer Leichtathlet
- 19. Mai: Tomasz Sikorski, polnischer Komponist († 1988)
- 21. Mai: Heinz Holliger, Oboist und Komponist
- 22. Mai: Dieter Prochnow, deutscher Schauspieler
- 23. Mai: Reinhard Hauff, deutscher Regisseur
- 23. Mai: Michel Colombier, französischer Filmkomponist († 2004)
- 25. Mai: Ian McKellen, britischer Film- und Theaterschauspieler
- 25. Mai: Klaus Naumann, General
- 26. Mai: Manfred Kanther, deutscher Politiker
- 27. Mai: Don Williams, US-amerikanischer Country-Sänger
- 28. Mai: Wilfried Lorenz, deutscher Mediziner
- 29. Mai: Bernd Schmidbauer, deutscher Politiker und MdB
- 5. Juni: Manuel de Elías, mexikanischer Komponist
- 6. Juni: Louis Andriessen, niederländischer Komponist und Lehrer
- 7. Juni: Hans-Christian Ströbele, deutscher Politiker
- 8. Juni: Norman Davies, britischer Historiker
- 8. Juni: Dietrich Bahner, deutscher Politiker und MdB
- 8. Juni: Günter Amendt, deutscher Sozialwissenschaftler, Sexualtherapeut, Drogenexperte
- 8. Juni: Manfred Overhaus, von 1993 bis 2004 Staatssekretär im Bundesfinanzministerium
- 9. Juni: Dick Vitale, US-amerikanischer Sportreporter
- 11. Juni: Jackie Stewart, britischer Rennfahrer
- 11. Juni: Herbert Knoblich, deutscher Politiker
- 13. Juni: Siegrun Klemmer, deutsche Politikerin und MdB
- 15. Juni: Brian Jacques, britischer Schriftsteller
- 16. Juni: Heinz Tesar, österreichischer Architekt
- 17. Juni: Carlo Cercignani, italienischerPhysiker
- 17. Juni: Krzysztof Zanussi, polnischer Filmproduzent und Regisseur
- 17. Juni: Hanna Johansen, Schweizer Schriftstellerin
- 19. Juni: Horst Haitzinger, politischer Karikaturist
- 20. Juni: Konrad Spindler, deutscher Prähistoriker und Erforscher der Ötzi-Mumie († 2005)
- 20. Juni: Winfried Opgenoorth, Künstler
- 24. Juni: HA Schult, Objekt- und Aktionskünstler
- 25. Juni: Ernst Ulrich von Weizsäcker, deutscher Naturwissenschaftler und Politiker
- 26. Juni: Smangaliso Mkhatshwa, südafrikanischer Priester und Politiker
- 28. Juni: Hinrich Swieter, Finanzminister der niedersächsischen Landesregierung († 2002)
2. Halbjahr
- 1. Juli: Muhammad Baqir al-Hakim, Irakischer Geistlicher und Oppositionsführer († 2003)
- 1. Juli: Karen Black, US-amerikanische Schauspielerin
- 2. Juli: Hildebrand Diehl, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden
- 2. Juli: Michael Anthony Foster, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 3. Juli: Brigitte Fassbaender, deutsche Sängerin und Regisseurin
- 3. Juli: Joachim Ziesche, Eishockeyspieler (Stürmer)
- 3. Juli: László Kovács (Politiker), ungarischer Politiker
- 4. Juli: Roland Klick, deutscher Regisseur und Drehbuchautor
- 5. Juli: Hermann Bachmaier, deutscher Politiker und MdB
- 5. Juli: Ulrike von Möllendorff, Fernsehmoderatorin
- 6. Juli: Mary Peters, britische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 9. Juli: Peter Märthesheimer, deutscher Drehbuchautor († 2004)
- 9. Juli: Günter Tolar, österreichischer Schauspieler, Fernsehmoderator und Autor
- 10. Juli: Horst Langer, deutscher Tischtennisspieler
- 11. Juli: Dieter Blumenwitz, deutscher Völkerrechtler († 2005)
- 12. Juli: Erwin Kräutler, Indio- und Missionsbischof von Altamira (Brasilien)
- 12. Juli: Klaus Liebscher, österreichischer Bankdirektor und Gouverneur der OeNB
- 15. Juli: Seyyed Alī Chāmene'ī, politischer und religiöser Führer des Iran
- 15. Juli: Aníbal Cavaco Silva, portugiesischer Politiker
- 15. Juli: Richard Fehr, Stammapostel der Neuapostolischen Kirche
- 15. Juli: Peter Hacker, englischer Philosoph am St. John's College in Oxford
- 17. Juli: Milva, italienische Sängerin und Schauspielerin
- 18. Juli: Brian Auger, britischer Jazz- und Rockorganist
- 18. Juli: Gert von Kunhardt, deutscher Gesundheitstrainer
- 21. Juli: Helmut Haller, deutscher Fußballspieler
- 21. Juli: Bertold Klappert, deutscher Professor für Systematische Theologie
- 21. Juli: John Negroponte, US-Politiker: Nachrichtendienstdirektor; ehem. Botschafter
- 22. Juli: Terence Stamp, britischer Schauspieler
- 24. Juli: Günter Endruweit, deutscher Soziologe
- 24. Juli: Klaus Schlüter, Minister ohne Geschäftsbereich der DDR
- 24. Juli: Jürgen Hubbert, Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG
- 26. Juli: John Howard (Politiker), 25. Premierminister von Australien
- 27. Juli: William Eggleston, US-amerikanischer Fotograf
- 28. Juli: Beat Brechbühl, Schweizer Schriftsteller
- 29. Juli: Gian Piero Reverberi, italienischer Komponist und Musikproduzent
- 30. Juli: Karl Mannsfeld, deutscher Politiker
- 2. August: John W. Snow, 73. Finanzminister der Vereinigten Staaten von Amerika
- 2. August: Helga Schuchardt, liberale Politikerin
- 2. August: Wes Craven, US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor
- 5. August: Irene von Oranien-Nassau, Schwester der Königin Beatrix der Niederlande
- 9. August: Flemming Hansen, dänischer Politiker der Konservativen Volkspartei
- 9. August: Romano Prodi, italienischer Wirtschaftswissenschaftler, Präsident der EU-Kommission
- 10. August: Maria Luisa Lopez-Vito, Pianistin
- 11. August: Helmar Müller, deutscher Leichtathlet
- 11. August: Attila Bozay, ungarischer Komponist († 1999)
- 12. August: Pam Kilborn, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 12. August: George Hamilton, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 13. August: Erika Berger, Dt. Fernsehmoderatorin und Sexberaterin
- 13. August: Alfred Mechtersheimer, ehemaliger Friedensforscher und Sozialwissenschaftler
- 14. August: Andreas Birkmann, deutscher Politiker
- 16. August: Seán Brady, irischer Bischof
- 17. August: Ed Sanders, US-amerikanischer Beatnik-Poet, Sänger, Aktivist, Autor und Herausgeber
- 17. August: Luther Allison, US-amerikanischer Blues-Gitarrist († 1997)
- 18. August: Marita Lorenz, angebliche Geliebte Castros
- 19. August: Ginger Baker, britischer Schlagzeuger
- 19. August: Max Lorenz, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 20. August: Fernando Poe Jr., philippinischer Filmstar und Präsidentschaftskandidat († 2004)
- 20. August: Erhard Bungeroth, Richter am Bundesgerichtshof von 1988 bis 2004
- 21. August: Festus Mogae, Präsident von Botsuana
- 25. August: John Badham, britischer Filmregisseur
- 25. August: Robert Jager, US-amerikanischer Komponist und Professor
- 26. August: Ulrich Schmalz, deutscher Politiker und MdB
- 26. August: Dagmar Koller, österreichische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin
- 27. August: Hans Heinrich Formann, Dramatiker
- 27. August: Nikola Pilić, kroatischer Tennisspieler und Tennistrainer
- 30. August: John Peel, britischer Radiomoderator und DJ († 2004)
- 30. August: Robert Hoffmann, österreichischer Schauspieler
- 30. August: Heinz-Werner Arens, Präsident des Landtags Schleswig-Holstein
- 31. August: Karl Lohmann, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
- 31. August: Gerhart Kreft, Richter am Bundesgerichtshof
- 2. September: Nicolino Locche, argentinischer Boxer († 2005)
- 2. September: Joachim Bäse, deutscher Fußballspieler
- 2. September: Jack Lang, französischer KulturPolitiker
- 2. September: Henry Mintzberg, Professor für Betriebswirtschaft und Management
- 3. September: Vivi Bach, dänische Sängerin, Schauspielerin, TV-Moderatorin und Schriftstellerin
- 4. September: Erwin Teufel, deutscher Politiker
- 5. September: George Lazenby, Schauspieler, James-Bond-Darsteller
- 6. September: Klaus Tonndorf, deutscher Politiker
- 6. September: David Allan Coe, US-amerikanischer Country-Musiker
- 7. September: Christine Bergmann, deutsche Politikerin
- 12. September: Horst Mehrländer, deutscher Politiker
- 13. September: Arleen Augér, US-amerikanische Sopranistin († 1993)
- 13. September: Richard Kiel, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. September: Gerhard Dobesch, österreichischer Althistoriker, Keltologe und Altphilologe
- 16. September: Udo Steiner, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 16. September: Breyten Breytenbach, Schriftsteller, Anti-Apartheid-Aktivist und Maler
- 17. September: Jutta Appelt, deutsche Politikerin
- 18. September: Jorge Sampaio, Staatspräsident von Portugal
- 18. September: Frankie Avalon, US-amerikanischer Musiker und Schauspieler
- 18. September: Steve Marcus, US-amerikanischer Saxophonist († 2005)
- 20. September: Peter Radford, britischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 21. September: Jorge Más Canosa, Unternehmer und Exilkubaner in den USA († 1997)
- 23. September: Janusz Gajos, polnischer Schauspieler
- 23. September: Roy Buchanan, US-amerikanischer Bluesrock-Gitarrist († 1988)
- 24. September: Dieter Schwarz, deutscher Unternehmer
- 25. September: Harald Ringstorff, ab 1998 Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- 25. September: Georg Fülberth, deutscher Politikwissenschaftler
- 26. September: Maria Gommers, niederländische Leichtathletin und Olympionikin
- 28. September: Stuart Kauffman, Biologe und Forscher auf dem Gebiet komplexer Systeme
- 28. September: Václav Kubička, ehemaliger Bundestrainer der deutschen Turner († 2005)
- 29. September: Fikret Abdić, bosnischer Politiker, Kriegsherr und Unternehmer
- 29. September: Otto Schneitberger, deutscher Eishockeyspieler
- 29. September: Tommy Boyce, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Musiker († 1994)
- 29. September: Larry Linville, US-amerikanischer Schauspieler († 2000)
- 30. September: Bata Illic, Schlagersänger
- 1. Oktober: George Archer, US-amerikanischer Golfer († 2005)
- 2. Oktober: Heinz Zander, deutscher Maler
- 5. Oktober: A. R. Penck, deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer
- 6. Oktober: Jean-François Ntoutoume Emane, Premierminister von Gabun
- 8. Oktober: Paul Hogan, australischer Schauspieler und Comedian
- 8. Oktober: Dieter Ordelheide, deutscher Ökonom († 2000)
- 8. Oktober: Sonny Barger, Gründer der Hells Angels
- 10. Oktober: Bernd Bauchspieß, deutscher Fußballer
- 10. Oktober: Norbert Henke, Vorsitzender Richter am Bundesozialgericht a.D
- 11. Oktober: Bernd Cullmann, deutscher Leichtathlet
-
Der Winterkrieg (finn. Talvisota) war ein zwischen der Sowjetunion und Finnland ausgetragener Krieg, der vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940 andauerte.
Ursachen und Ausgangslage
Im Hitler-Stalin-Pakt von 1939 wurden Finnland, Estland und Lettland der sowjetischen Einflusszone zugerechnet. Im Herbst 1939 wurde Finnland aufgefordert, das Vorfeld von Leningrad (an der Karelischen Landenge) mit der neuen Befestigung, der Mannerheim-Linie, im Austausch gegen andere Gebiete Kareliens zu überlassen. Als Finnland ablehnte, griff die Rote Armee am 30. November 1939 das Land an, das sich jedoch erfolgreich wehren konnte.
Der so genannte Mainila-Zwischenfall vom 26. November lieferte der Sowjetunion den Vorwand zum Angriff. Die sowjetische Seite behauptete, dass eine ihrer Grenzpatrouillen von finnischer Artillerie angegriffen worden sei. Die finnische Regierung unter Ministerpräsident Risto Ryti bestritt dies und war bereit, weitere Verhandlungen zu führen. Die Sowjetunion brach jedoch sämtliche diplomatische Kontakte ab und kündigte den Nichtangriffspakt von 1932 auf. Die geplante finnische Volksregierung sollte von Otto Kuusinen geführt werden.
Zu Kriegsbeginn war die finnische Armee zwar mobilisiert, aber äußerst schlecht ausgerüstet. Knapp 130.000 Mann - später wurden insgesamt 160.000 einberufen - mit veralteter Kriegstechnik, unzureichenden Munitionsvorräten und 40 Panzern standen einer sowjetischen Übermacht gegenüber. Die Rote Armee hatte für den Angriff 23 schlechtausgerüstete Divisionen mit 525.000 Mann und über 2.000 Panzern aufgeboten. Hinzu kamen rund 800 Flugzeuge und die Baltische Flotte an der Südküste Finnlands.
Kriegsverlauf
Divisionen
Divisionen
Divisionen
Der finnische Feldmarschall Carl Gustaf von Mannerheim war sich der Tatsache bewusst, dass die Rote Armee längerfristig nicht gestoppt werden konnte. Seine Taktik war es, den Truppen der Roten Armee so lange wie möglich entgegenzutreten, um am Ende einen halbwegs akzeptablen Waffenstillstand zu erlangen.
Am 30. November erfolgten sowjetische Angriffe von Lappland bis Karelien. Die zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellte Mannerheim-Linie an der Karelischen Landenge stellte die wichtigste Verteidigungsanlage der Finnen dar. Zum Angriff auf die Linie standen die sowjetische 7. Armee unter General Kyrill Afasjewitsch Merezkow und die 13. Armee unter General Grendal bereit. Unter massiven Druck mussten sich die Finnen vorerst zurückziehen. Lediglich einige Vorposten leisteten Widerstand. So kam es beispielsweise dazu, dass die ersten sowjetischen Angriffe in der Nähe von Petsamo von knapp 700 Finnen abgewehrt werden konnten.
In Sachen Taktik waren die finnischen Soldaten den Rotarmisten weit überlegen. Die Finnen begannen einen Kleinkrieg gegen die ohne Winterausrüstung angetretenen sowjetischen Streitkräfte. Die mit leichten Waffen ausgerüsteten Ski-Kommandos griffen mit schnellen und präzisen Schlägen immer wieder Kolonnen und Nachschubverbände im Hinterland an. Dadurch hatte die Rote Armee besonders in den ersten 2 Monaten gewaltige Verluste erleiden müssen. Taktische Fehleinschätzungen führten dazu, dass Panzer zum Angriff vorstießen und nach massiven Beschuss wieder abzogen. Die sowjetische Infanterie, die dann ohne Panzerunterstützung vorrückte, wurde in zermürbenden Waldkämpfen aufgerieben. Die finnischen Soldaten traten dabei nie in großen Verbänden auf, sondern verwendeten die Nadelstich-Taktik (Motti-Taktik), wobei sie kleinere, geschickte Angriffe durchführten. Dem Einfallsreichtum der gut ausgebildeten Waldkämpfer war es zu verdanken, dass sich diese Taktik als sehr erfolgreich erwies. Des weiteren wurde der nach dem sowjetischen Außenminister Molotow benannte "Molotowcocktail" eingesetzt, um die Besatzungen der gegnerischen Panzer zum Ausstieg zu zwingen. Fatal für die sowjetischen Kräfte war auch die Gebundenheit auf den schmalen Straßen in kilometerlangen Kolonnen.
Am 3. Dezember begann die sowjetische Blockade zur See. Die Gewässer zwischen Schweden und Finnland wurden durch ständige U-Boot-Patrouillen abgeriegelt.
Versuche, die Mannerheim-Linie zu umgehen oder direkt zu durchbrechen, konnten Ende Dezember vereitelt werden. Eine der größten Niederlagen der Roten Armee erfolgte im Raum Suomussalmi. Am 25. Dezember erweiterten die Finnen ihre Truppenstärke in dem Gebiet durch 5 zusätzliche Bataillone. Dem finnischen Oberst Siilasuo gelang es, bis zum 8. Januar 1940 in zwei großen Schlachten die 163. Division aufzureiben sowie die 44. motorisierte Division bei Raate vollständig zu vernichten (siehe Schlacht von Suomussalmi). Dabei hinterließen die sowjetischen Streitkräfte eine erhebliche Menge an Kriegsmaterial, das von den Finnen erbeutet wurde.
Der Luftkrieg wurde von der sowjetischen Luftwaffe kontrolliert. Die Finnen hatten zu Beginn des Krieges weder gute Jagdflugzeuge noch wirkungsvolle Flugabwehr-Geschütze, wodurch die Hauptstadt, Helsinki/Helsingfors, den Bombenangriffen ausgeliefert war. Der 800 Flugzeuge zählende sowjetische Luftverband bombardierte außerdem Hanko/Hangö, Wyborg/Viborg sowie auch Dörfer und kleinere Ansiedlungen. Im Gegenzug setzten die wenigen finnischen Lufteinheiten - gerade einmal 150 Flugzeuge - alles daran, russische Stützpunkte wie Murmansk und Städte wie Leningrad oder Kronstadt anzugreifen. Als sich im Januar 1940 mehrere Unwetter in Nordeuropa ausbreiten, war die Luftflotte der Roten Armee erheblich gestört. Trotz oder gerade wegen des schlechten Wetters schafften die Verteidiger es, den sowjetische Seite erhebliche Verluste an Bombern zuzufügen. Auch war die finnische Luftwaffe nun durch zahlreiche Flugzeuge, die aus Ländern wie Frankreich, Südafrika, Italien oder Großbritannien geliefert wurden, erheblich gestärkt. Die Rote Armee verwendeten am 4. Februar, bei einer Großoffensive auf die Mannerheim-Linie, zum ersten Mal in ihrer Geschichte Fallschirmspringer bei einem Einsatz in der Nähe von Summa. Diese Versuche scheiterten jedoch, da die Soldaten bereits in der Luft unter Beschuss genommen wurden und dadurch große Verluste erlitten.
Am 1. Februar 1940 begann eine Großoffensive der 7. und 13. sowjetischen Armee auf die Mannerheim-Linie, die in einer zweitägigen Abwehrschlacht durch insgesamt 6 finnische Divisionen verteidigt werden konnte. Eine Einschließung des Ladogasees wurde ebenfalls verhindert. Eine am 11. Februar gestartete russische Offensive mit 14 Divisionen in Karelien zwang die Finnen zum Rückzug nach Wiburg/Viborg. Eine erneute Offensive der 7. Armee am 3. März gegen die Stadt brachte die Finnen weiter unter Druck. Bis zum 7. März erhöhten sich die Verluste der Verteidiger auf bis zu 24.000 Tote, worauf Feldmarschall Mannerheim Waffenstillstandsverhandlungen mit Moskau verlangte. Der neue russische Befehlshaber Semjon Konstantinowitsch Timoschenko hatte gewaltige Artilleriekräfte aufgeboten, die mit 300.000 Granaten pro Tag die Verteidigungslinien zusammenschossen. Ebenfalls am Erfolg beteiligt, waren massiv eingesetzte Kampfpanzer vom Typ KW-1. Am 12. März endete der Krieg, nachdem finnische Gesandte am 8. März entsprechende Verhandlungen eingeleitet hatten.
Unterstützung durch das Ausland
Da man den sowjetischen Angriff fast überall auf der Welt als Unrecht erachtete, wurde Finnland durch zahlreiche Waffenlieferungen, insbesondere Flugzeuge, unterstützt. Allein England lieferte 33 Doppeldecker vom Typ Gloster Gladiator, 12 Hurricane-Jäger, 17 Schlachtflugzeuge und 24 Bomber. Schweden lieferte ebenfalls 12 und Südafrika 25 Gloster-Gladiator-Kampfflugzeuge. Italien entsandte 17 Jäger.
Sowohl Frankreich als auch Großbritannien boten sogar die Entsendung von Hilfstruppen an, auch um die Kontrolle über die schwedischen Erzminen zu erlangen. Churchill schriebt später in seinen Memoiren: "die Gelegenheit wollten wir dann benutzen, um uns die Erzgruben von Gällivare zu sichern". Schweden verweigerte den Westallierten aber aus Furcht vor einem deutschen Angriff den Durchmarsch. Wahrscheinlich verzichtete aber Stalin auf eine volltändige Besetzung Finnlands auch aus Angst in einen bewaffneten Konflikt mit den Westallierten gezogen zu werden.
Das Deutsche Reich war durch den Hitler-Stalin-Pakt mit der Sowjetunion verbunden und wollte keine Unterstützung geben. Hilfe von anderen Staaten, die durch Deutschland lief, wie beispielsweise von Italien oder Ungarn, wurde jedoch toleriert. Neben Flugzeugen wurden auch Freiwillige, insbesondere Flugpersonal, ins Land gebracht.
Folgen
Ungarn
Am Ende waren knapp 27.000 Finnen [http://www.winterwar.com/War%27sEnd/casualti.htm#recent] tot. Die Rote Armee verlor etwa 127.000 Soldaten [http://www.winterwar.com/War%27sEnd/casualti.htm#dead], wobei ca. 20% davon den Erfrierungen zuzurechnen sind. Im Waffenstillstandvertrag musste Finnland Karelien mit den Städten Wyborg/Viborg, Käkisalmi und Sortavala sowie die Fischerhalbinsel am Nordmeer abtreten. Die Sowjetunion erreichte demnach ein wichtiges Kriegsziel, die Grenze von Leningrad weg zu bewegen. Finnland verlor dazu noch seine langjährigen Verteidigungslinien und die notwendige Infrastruktur. Die südwestliche Halbinsel Hanko/Hangö wurde verpachtet; des weiteren mussten Transitrechte im Süden Finnlands gewährt werden.
In Deutschland entstand während des Winterkrieges eine fatale Fehleinschätzung, was die Rote Armee anging, die man nicht mehr als ebenbürtigen Feind betrachtete. Im August 1940 ergriff das Deutsche Reich die Chance einer Annäherung Finnlands, was zu immer engeren Kontakten führte. So wurden der Wehrmacht Transitrechte nach Nord-Norwegen im Austausch für Waffen gewährt. Und während des Frühlings 1941 war die Verteidigung der nördlichen Hälfte Finnlands durch kräftige deutsche Verbände gestärkt worden. Mit deutscher Hilfe sah Finnland seine Chance, nicht nur die verlorenen Gebiete, sondern auch den Rest Kareliens, im Fortsetzungskrieg zu erobern.
Weblinks
- http://www.winterwar.com
- http://www.mannerheim.fi/10_ylip/d_talvis.htm
Kategorie:Finnische Geschichte
Kategorie:Krieg
Kategorie:Zweiter Weltkrieg
Kategorie:1939
Kategorie:1940
ja:冬戦争
ko:겨울 전쟁
Wilhelm Furtwängler
Wilhelm Furtwängler ( - 25. Januar 1886 in Schöneberg (heute: Berlin-Schöneberg); † 30. November 1954 in Ebersteinburg bei Baden-Baden; beigesetzt auf dem Bergfriedhof in Heidelberg) war ein bedeutender deutscher Dirigent und Komponist.
Leben
Wilhelm Furtwängler wurde 1886 als Sohn des Professors für Archäologie, Adolf Furtwängler und dessen Frau Adelheid (geb. Wendt) in Berlin geboren. Er wuchs in einer Umgebung auf, für die "deutsch" nicht etwa nur eine Herkunftsbezeichung darstellte – im Gegenteil, besonders auf kulturellem Gebiet galt "deutsch" als etwas an sich schon Überlegenes. Dieser geistige Hintergrund ist nicht nur der Schlüssel zu seiner späteren Interpretationskunst als überragender Dirigent, sondern führt auch unmittelbar zu einem Verständnis seiner ambivalenten Haltung in der Nazizeit.
Als Schüler besuchte er das humanistische Gymnasium in München und begeisterte sich für Musik. Ab 1899 erhielt er Privatunterricht in Tonsatz, Komposition und Klavier. Seine ersten Engagements führten ihn nach Breslau, Zürich, München, Straßburg und Lübeck. 1915 wurde Furtwängler Operndirektor in Mannheim, und übernahm 1920 als Nachfolger von Richard Strauss die Konzerte der Berliner Staatsoper. Ab 1922 arbeitete er als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und dirigierte außerdem bis 1928 das Gewandhausorchester in Leipzig als Kapellmeister. 1931 übernahm er dann die Gesamtleitung der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth.
Die Nazis hofierten Furtwängler wegen seiner internationalen Reputation als kulturelles Aushängeschild. Sie ernannten ihn 1933 zum Leiter der Berliner Staatsoper und zum Vizepräsidenten der Reichsmusikkammer. Er selbst sah sich als apolitischen Künstler. Weil er das Aufführungsverbot für Hindemiths "Mathis der Maler" nicht akzeptieren wollte, trat er 1934 als Leiter der Staatsoper und der Berliner Philarmoniker zurück. Wilhelm Furtwängler kritisierte am 11. April 1933 in einem offenen Brief an Joseph Goebbels die Diskriminierung jüdischer Musiker: "Nur einen Trennungsstrich erkenne ich letzten Endes an: den zwischen guter und schlechter Kunst." Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda antwortete sofort: "Lediglich eine Kunst, die aus dem vollen Volkstum selbst schöpft, kann am Ende gut sein und dem Volke, für das sie geschaffen wird, etwas bedeuten [...] Gut muss die Kunst sein; darüber hinaus aber auch verantwortungsbewusst, gekonnt, volksnahe und kämpferisch." 1936 wollte er Deutschland verlassen, um als Nachfolger Toscaninis die New Yorker Philharmoniker zu übernehmen. Eine von interessierter Seite lancierte Falschmeldung, die wahrscheinlich von Göring ausging und verbreitete, Furtwängler habe die Leitung der Berliner Oper verbindlich zugesagt, löste jedoch Proteste in New York aus, so dass Furtwängler absagen mußte. Stattdessen leitete er bis 1945 die Berliner und ab 1939 auch noch die Wiener Philharmoniker in der felsenfesten Überzeugung, durch die Macht der Musik Deutschland gegen eine teuflische Ideologie verteidigen zu können. Einem englischen Journalisten soll er dazu 1952 gesagt haben: "Ich wusste, dass eine einzige Aufführung eines großen deutschen Musikwerkes aus sich heraus eine stärkere und wesenhaftere Verneinung des Geistes von Buchenwald und Auschwitz war, als alle Worte es je hätten sein können. Hier bin ich Deutscher in jenem ewigen Sinn, von dem der Genius der großen Musik Zeugnis gibt."
1945 erhielt er von den Amerikanischen Besatzungsbehörden zunächst Dirigierverbot, weil er sich nicht ausreichend vom Nationalsozialismus distanziert hatte. Furtwängler wurde 1946 mit Unterstützung des jüdischen Geigers Yehudi Menuhin in Berlin und Wien "entnazifiziert". Wie die meisten der in Deutschland verbliebenen Kultur- und Geistesgrößen war er während der Nazizeit kein Widerständler oder gar Antifaschist gewesen. Es dauerte sieben Jahre, bis Furtwängler 1952 wieder die Leitung der Berliner Philharmoniker übernahm und gleichzeitig als deren Chefdirigent auf Lebenszeit geehrt wurde.
Erst im letzten Lebensjahr, so scheint es, begann Furtwänglers selbstkritische Beschäftigung mit dem, was von vielen als defizitär in seiner Lebensgeschichte angesehen wurde. Vielleicht ahnte er 1954, im Jahr seines Todes (er starb 68-jährig an Lungenentzündung), dass der Mythos von einem unangreifbaren Kern der deutschen Kultur doch hinfällig geworden ist angesichts des ungeheuerlichen Mißbrauchs der "deutschen" Werte durch die Nazis. Kunst lässt sich nicht auf das gleiche Niveau wie Religion setzen, sie kann nicht die »reine Idee«, die romantische Idee sein, abgenabelt von jedem politischen Geschehen. Doch diese Erkenntnis ließ Furtwängler um so mehr Erlösung in der Welt der Musik suchen.
Werk
Furtwängler war ein Dirigent, dessen Selbstverständnis der Mythos von der Erlösungsfunktion der Musik ist. Furtwänglers Subjektivität äußerte sich in einer Dirigierhaltung, die häufig als unerschöpfliches Sich-Hineinsteigern in Formen und Elemente der Musik gedeutet wurde, die dabei aber auch, gerade was Accelerandi und Temporückungen betrifft in hohem Maße kalkuliert war. Diese Haltung und Interpretationsweise hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Furtwängler hat diese Kunst zu einer Ausdruckskunst von einzigartiger Intensität weiterentwickelt.
Weniger bekannt ist, dass Furtwängler auch komponierte. Seine bedeutendsten Werke schrieb er nach 1935. Das meiste, was er davor komponiert hatte, stammt aus den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg. In den zwei Jahrzehnten dazwischen konzentrierte er sich fast ausschließlich auf seine Dirigentenkarriere und vollendete kein einziges Werk. Furtwänglers schmales Œuvre umfasst drei Sinfonien, ein Klavierkonzert, etwas Kammermusik, sowie Chorstücke (sämtlich Jugendwerke) und einige frühe Klavierkompositionen. Die reifen Kompositionen zeichnen sich besonders durch riesenhafte Ausmaße (sein dreisätziges Klavierquintett dauert 80 Minuten), sowie ein hohes Maß an motivisch-thematischer Arbeit aus. Im großen und ganzen ist sein Stil dem Erbe Anton Bruckners, Johannes Brahms´ und Max Regers verpflichtet, allerdings führt Furtwängler deren Traditionen auf originelle Weise weiter, sodass man den Komponisten nicht als Epigonen verurteilen darf, was oft geschieht. Zu sehr hat Furtwängler seine eigene, persönliche Tonsprache entwickelt. Die Stimmung seiner Werke lässt sich oft als grüblerisch oder tragisch bezeichnen. Dazu hat der hohe Anspruch seiner Musik oft das Verständnis derselben erschwert, weshalb sie sich auch bisher nicht im Konzertbetrieb etablieren konnte. In jüngerer | | |