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| Ujung Kulon |
Ujung KulonDer Nationalpark Ujung Kulon befindet sich an der Westspitze der Insel Java in Indonesien. Zu ihm gehört auch die vulkanische Inselgruppe von Krakatau. Der Nationalpark umfasst an Land 762,14 km², und zusammen mit der Meeresschutzzone bis 500 m von der Küste 1205,51 km². Den Großteil der Fläche nimmt eine Halbinsel ein, die sich in den Indischen Ozean erstreckt. Weitere Flächen sind der Gunung Honje Höhenzug (bis zu 620 m Höhe), die Insel Panaitan sowie weitere kleine Inseln. Das Klima ist tropisch mit Temperaturen zwischen 25 und 30°C sowie 80-90% Luftfeuchtigkeit. Die Regenzeit geht von Oktober bis März.
Indonesiens erster Nationalpark beherbergt den größten verbleibenden Teil von Tiefland-Regenwald auf Java und wurde 1992 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Ebenso sind hier die letzten fünfzig bis sechzig Java-Nashörner heimisch.
Weblinks
- [http://www.wcmc.org.uk/protected_areas/data/wh/ujungk.html Offizielle Informationen und Literaturverzeichnis] (auf Englisch)
- [http://users.bart.nl/~edcolijn/kulon.html Liste der Arten in Ujung Kulon] (auf Englisch)
- [http://www.geocities.com/RainForest/4466/ukulon1.htm Detaillierte Informationen] (auf Englisch)
- [http://www.hithere.de/html/d2_4_ujung.htm detaillierte Reisehinweise mit Fotos] (auf Deutsch)
- [http://www.seakayakermag.com/2001/Jan01/1wolf.htm Schiffbruch im Ujung Kulon] (auf Englisch)
Kategorie:Nationalpark in Indonesien
Kategorie:Weltnaturerbe
ja:ウジュン・クロン国立公園
Java (Indonesien)Java ist eine der vier Hauptinseln der Republik Indonesien (neben Sumatra, Kalimantan und Sulawesi, zusammen Große Sunda-Inseln).
Java liegt südlich von Kalimantan (Borneo) und östlich von Sumatra im Indischen Ozean. Die Insel hat eine Fläche von 132.107 km², sie hat etwa 120 Millionen Einwohner, mehr als jede andere Insel der Erde. Mit über 900 Einwohnern je km² ist die Bevölkerungsdichte eine der höchsten der Welt. Auf Java befindet sich die Hauptstadt der Inselrepublik Indonesien, Jakarta, mit über zehn Millionen Einwohnern. Jakarta dehnt sich in der Fläche immer weiter aus und wächst mit den Nachbarstädten Bogor, Tangerang und Bekasi zusammen, wofür inzwischen der Kunstbegriff "Jabotabek" gebräuchlich wurde. Die Insel ist außerordentlich fruchtbar. Im Westen finden sich noch kleinere Dschungelflächen, während es nach Osten zu allmählich trockener wird. Freie Flächen sind weitgehend kultiviert, wobei von Kaffee über Tabak und Mais zahlreiche Ackerbauprodukte gewonnen werden. Beherrschend aber ist der Reisanbau mit großen Feldern und Reisterrassen.
Neben den zu beobachtenden unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Natur (Dschungel, Savannen, Mangrovensümpfen, einer Reihe teils noch aktiver Vulkane und Kraterseen), zeugen zahlreiche Tempelanlagen auf Java von einer wechselvollen Kulturgeschichte vor der Kolonialzeit. Die bedeutendsten sind der buddhistische Tempel von Borobudur sowie der hinduistische Tempel von Prambanan.
Eingeteilt ist es in die Provinzen Banten, Jawa Barat (Westjava), Jawa Tengah (Mitteljava), Jawa Timur (Ostjava) und das autonome Fürstentum Yogyakarta. Die Stadt Jakarta untersteht unmittelbar der Zentralregierung
Geschichte
Prähistorische Zeit
Das die Insel Java bereits in prähistorischer Zeit besiedelt war beweist der Fund des "Java Menschen", ein Subspezies des Homo erectus, der vom niederländischen Anthropologen Eugene Dubois 1891 am Brantas in der Provinz Jawa Timur gefunden wurde.
Vorkoloniale Zeit
Java bestand aus mehreren buddhistischen und hinduistischen Reichen von denen die mächtigsten Padschadsiran und Madschapahit (Madschaput) waren. Letzteres wurde zwar 1304 vom Sultan von Ternate erobert, kam jedoch 1359 wieder in den Besitz des eingebornen Monarchen Hayam Wuruk, der in der Folge längere Zeit als Kaiser die ganze Insel beherrschte.
Anfang des 15. Jahrhunderts kamen moslemische Händler auf die Insel und eine Konversion zum Islam begann.
Kolonialzeit
Zwar hatten die Portugiesen bereits 1579 erste Handelsverbindungen geknüpft, sie wurden aber bald von den erstmals 1594 gelandeten Holländern verdrängt. Mithilfe der Niederländischen Ostindien-Kompanie bemächtigten sich die Kolonialherren bis zum Ende des 17. Jahrhunderts der ganzen Insel.
1825-1830 kam es zu einem Volksaufstand gegen die Holländer wegen einer Abgabe, die die Einheimischen in einem aliquoten Betrag der Reisernte abzugeben hatten. Den Kämpfen fielen über 200.000 Javaner und 8.000 Europäer zum Opfer.
1830 wurde die sogenannte cultuurstelsel. Statt Pacht zu zahlen, sollten die Bauern nunmehr ein Fünftel ihres Bodens zur Verfügung stellen, um auf diesem Land von der Regierung bestimmte Gewächse anzubauen. Zu diesem System gehörte auch, dass sie ihre Arbeitskraft 66 Tage im Jahr zugunsten der Regierung einsetzten. In der Praxis gingen die Belastungen für die Bauern häufig weit über die offiziellen Vorgaben hinaus. Die Waren wurden nach Europa verschifft und dort gewinnbringend verkauft. Dieses System kritisierte der niederländische Schriftsteller und ehemalige Kolonialbeamte Eduard Douwes Dekker in seinem 1860 unter dem Pseudonym Multatuli veröffentlichten Buch Max Havelaar.
Religion
Wie auf Sumatra (90 %) stellen Muslime auch in Java die Mehrheit.
Java wurde im 15. und 16. Jahrhundert islamisiert, so dass heute rund 91 % der Javaner Muslime sind.
Um 1815 schickten die Niederländer erstmals christliche Missionare nach Java. Viele Chinesen traten zum Christentum über, ebenso einige wenige Javaner die noch nicht islamisiert waren.
Im Süden von Zentraljava gibt es einige christliche Gemeinden, die jedoch zum großteil von Angehörigen der chinesischen Minderheit
bewohnt sind.
Auch in Java gibt es Konflikte zwischen Muslimen und der christlichen Minderheit.
58 % der muslimischen Javaner bezeichen sich als Abangan, d.h. sie verstehen die Scharia symbolisch-mystisch, nicht als unmittelbar gültiges Gesetz.
Städte auf Java
- Jakarta etwa 11 Millionen Einwohner (Hauptstadt Indonesiens)
- Surabaya etwa 2,5 Mill. Einwohner
- Bandung etwa 1,7 Mill. Einwohner
- Semarang etwa 1,3 Mill. Einwohner
- Bogor etwa 800.000 Einwohner
- Malang etwa 750.000 Einwohner
- Surakarta etwa 550.000 Einwohner
- Yogyakarta 650.000 Einwohner
Geografie
Yogyakarta]]
Die geografischen Lage beginnt bei etwa 6° Süd/105° Ost und erstreckt sich bis ca. 9° Süd/115° Ost.
Die Insel folgt mit der größeren (nordwestlichen) Insel Sumatra und den kleineren östlich gelegenen Inseln dem so genannten Sundarinne bzw. Sundagraben. Der Sundagraben wiederum stellt die Verschluckungszone nördlich der Indisch-Australischen Platte dar. Auch wenn die Inseln auf der Kontinentalplatte liegen, dürfte dieser Bereich im erdgeschichtlichen Sinn nicht mehr lange das Antlitz der Erdoberfläche prägen.
Literatur
- Mochtar Lubis: Dämmerung in Jakarta Mochtar Lubis entwirft in kräftigen Bildern das Panorama einer Großstadt - die Welt der Händler, Beamten, Journalisten, Rikschafahrer und debattierenden Intellektuellen. Der Autor arbeitete als Journalist für indonesische Zeitschriften, 1956 bis 1965 verbrachte er im Gefängnis oder unter Hausarrest, seine Haltung blieb ungebrochen. Nach seiner Rehabilitierung wurde er Chefredakteur der Literaturzeitschrift "Horison". ISBN 3-293-20098-2
- Levelink/Mawdsley/Rijnberg: Vier Spaziergänge Botanischer Garten Bogor Umfassende Angaben zur Geschichte, Systematik der Anlage und etliche Abbildungen. ISBN 979-95078-3-9.
- Spektrum der Wissenschaft, 1/1984: Der Ausbruch von Krakatau
- Astronomie heute 3/2004: Der Schrei. Ausbruch des Krakatau und sein Einfluss auf das gleichnamige berühmte Gemälde
- Hofmann, Norbert: Der islamische Festkalender in Java und Sumatra. ISBN 3-88347-000-7
Weblinks
- http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/java.htm Klaus Polak: umfangreicher Reisebericht, Anfahrten, Übernachtungen etc.
Kategorie:Indonesische Insel
ja:ジャワ島
ko:자와 섬
ms:Jawa
Indonesien
Die Republik Indonesien (indon. Indonesia) wurde am 17. August 1945 proklamiert und am 27. Dezember 1949 unabhängig. Der Name Indonesien setzt sich aus dem lateinischen Wort indus für Indien und dem griechischen Wort nesos für Insel zusammen.
Geografie
Die äquatoriale Inselkette ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens und der größte Inselstaat sowie mit etwa 240 Millionen Einwohnern die viertgrößte Nation der Welt. Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln (von denen rund 6.000 bewohnt sind). Indonesien erstreckt sich in nord-südlicher Ausdehnung von etwa 6° nördlicher Breite bis 11° südlicher Breite über rund 1.875 km, in west-östlicher Ausdehnung von 95° bis 141° östlicher Länge über mehr als 5.000 km.
Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, das Südchinesische Meer, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea, südlich Australien und der Indische Ozean, letzterer liegt auch westlich von Indonesien. Gegen West-Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt, gegen die Philippinen durch die Celebes See.
Zu Indonesien gehören die Großen (außer dem Nordteil Borneos) und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Timor-Leste) sowie die Molukken, und damit der größte Teil des Indonesischen Archipels, außerdem gehört die Westhälfte Neuguineas (West-Papua, ehemals Irian Jaya) zu Indonesien. Damit liegt Indonesien nicht nur in Asien, sondern hat auch Anteil an Australien.
Die Hauptstadt Jakarta hat etwa 11 Mio. Einwohner und liegt auf der Hauptinsel Java, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes lebt. Flächenmäßig größer als Java sind Kalimantan (Borneo, im Norden liegen Ost-Malaysia und Brunei), Sumatra und Sulawesi. Weitere bekannte Inseln sind das touristisch interessante Bali sowie Komodo, die Heimat des Komodowarans. Durch das umstrittene Projekt Transmigrasi (siehe Literaturhinweis) wurde versucht, das Problem der Bevölkerungskonzentration auf der Insel Java zu lösen, was vor allem auf Borneo und Sulawesi zu schwerwiegenden Zusammenstößen mit der heimischen Bevölkerung führte.
Das Klima Indonesiens ist tropisch mit relativ gleichbleibenden Temperaturen um 27 °C in Meereshöhe. Geringfügige Abweichungen von diesem Wert werden vom Zenitdurchgang der Sonne verursacht. Die Niederschläge werden vor allem durch Monsunwinde hervorgerufen; dabei fallen im westlichen Teil des Archipels ganzjährig hohe Niederschläge, während im östlichen Teil der Südwest-Monsun relativ trocken ist, da die herangeführten Luftmassen aus dem trockenen Australien stammen und dort nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen konnten.
Am 26. Dezember 2004 kam es zu einem der stärksten Seebeben der letzten hundert Jahre vor der Küste Indonesiens (bei Banda Aceh), wodurch viele der angrenzenden und benachbarten Staaten betroffen waren und über 300.000 Menschen ihr Leben verloren.
Indonesien ist vulkanisch geprägt und dadurch sehr gebirgig. Trotz der Bedrohungen durch die häufig noch aktiven Vulkane (zuletzt waren am 8. Juni 2004 der Mount Bromo sowie einen Tag später der Mount Awu ausgebrochen – zwei Tote, fünf Verletzte) sind viele der Inseln, allen voran Java, dicht besiedelt, da die Böden sehr fruchtbar sind und eine intensive landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen.
Flora und Fauna Indonesiens sind tropisch. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die biologisch Asien und Australien trennt.
Siehe auch: Liste der Städte in Indonesien
Karte Indonesiens.
Bevölkerung
Sprache
Amtssprache ist Bahasa Indonesia, die zur Gruppe der malaiisch-polynesischen und damit den austronesischen Sprachen gehört. Da jede ethnische Gruppe ihre eigene Sprache besitzt, werden ca. 250 Sprachen und Dialekte gesprochen; hinzu kommen noch etwa 100 Papuasprachen und Dialekte, die in Papua Barat gesprochen werden.
Wegen der Überbevölkerung auf Java siedelt die Regierung seit Jahrzehnten Menschen auf andere Inseln um (siehe auch: Transmigrasi. Familienplanungsprogramm Indonesiens).
Religion
87 % der Indonesier sind Muslime (1998: 88 %), die große Mehrheit davon Sunniten. Mehr als 30 % bezeichen sich als Abangan (das heisst, sind sie nur nominell Muslime, etwa vergleichbar mit den Alewiten in der Türkei). Auf Java stellen die Abangan die Mehrheit. Durch Einwanderung findet man aber in allen Teilen des Landes Abangan.
Mit über 208 Millionen Moslems ist Indonesien der größte islamische Staat (Anzumerken ist jedoch, dass manche Völker in Indonesien aufgrund der Staatsideologie den Islam zwar als ihre offizielle Religion angeben, jedoch Animismus praktizieren.)
Etwa 10 % der Bevölkerung sind Christen. Jedoch beschränken sie sich meistens nur auf einige Gebiete, sie zum Beispiel Nordsulawesi, Nordsumatra (um den Toba-See), Flores, Sumbawa, Westtimor, Papua, Maluku und viele Christen leben auch in Jakarta und anderen Großstädten.
In letzter Zeit werden Christen (und christliche Einrichtungen) in Indonesien immer mehr zum Ziel von islamistischen Angriffen. So werden in Indonesien immer wieder Anschläge auf öffentliche Einrichtungen verübt, Gottesdienste werden durch Randalierer gestört, auch Anti-westliche und Anti-Christliche Demonstrationen sind nicht selten.
Christliche Missionare sind in Indonesien erlaubt; sie arbeiten vornehmlich auf Kalimantan (Borneo), Nusa Tenggara Timur und West Papua (Irian Jaya), wo die meisten Indigénas leben. Die christliche Kirche in Indonesien ist jung, da das Christentum erst im 17. Jahrhundert (durch niederländische und portugiesische Missionare) auf Indonesien Fuß fasste.
Teile von Nordsumatra, Nusa Tenggara Timur, Nordsulawesi und Teile von Maluku sind fast rein christliche Gebiete.
Java und Sumatra blieben lange von der Missionierung ausgeschlossen.
2 % der Bevölkerung sind Hindus (Bali, Lombok) und 1 % Buddhisten (und gehören meist zu der chinesischen Minderheit).
Islam in Indonesien
Der Islam erreichte Indonesien erstmals im 10. Jahrhundert. Um 930 wurde in der Region Aceh das erste Sultanat gegründet. Lange Zeit blieb es dabei. Erst im 15. Jhd breitete sich der Islam durch Indische und Arabische Händler erst in Sumatra aus und erreichte Anfang des 16. Jahrhunderts auch Java. Viele damalige Fürsten - und mit ihnen die Bevölkerung - konvertierten daraufhin zum sunnitischen Islam .
Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte der Islam auch die übrigen indonesischen Inseln (z.B Sulawesi).
Auf Java wurde der Islam durch die neun Gesandten Gottes, den Wali Songo (Wali= Oberhaupt, Songo= jav. Neun), verbreitet. Obwohl erwiesen ist, daß sie tatsächlich gelebt und auf Java gewirkt haben, dürfte das Meiste der über sie überlieferten Geschichten in das Reich der Sage fallen. Die Wali Songo gründeten überall auf Java Moscheen und islamische Schulen, die Pesantren oder Pondok Pesantren. Diese Wirkungsstätten der Wali sind bis heute das Ziel von jährlichen Pilgerfahrten indonesischer Muslime.
Obwohl die Wali Songo reinen Islam, getreu den Buchstaben des Korans, lehrten, haben sich mit ihrer Duldung auch Traditionen auf Java erhalten, die eigentlich der Lehre des Islam widersprechen. Bestes Beispiel hierfür ist das „Wayang“, das berühmte indonesische Schattenspiel. Eigentlich untersagt der Islam die Nachbildung von Menschen, ob als Zeichnung, Foto oder Skulptur. Für das Wayang haben die Wali offenbar eine Ausnahme gemacht.
Insgesamt kann man sagen, daß es den Wali Songo zu verdanken ist, daß der in Indonesien praktizierte Islam liberaler ist als der in vielen arabischen Ländern. Die Mehrheit der indonesischen Muslime akzeptiert die verschiedenen Religionen und Kulturen in ihrem Land, und es gibt zahlreiche christlich-muslimische Vereine, die sich für eine Verständigung zwischen den beiden Religionen einsetzen.
Viele haben kein Verständnis für islamisch-fundamentalistische Gruppen wie die Jemaah Islamiya. Sie sind auch nur eine kleine Minderheit in Indonesien. Dennoch ist in den letzen Jahrzehnten besonders aber seit Ende der Ära Suhartos eine - wenn auch langsame - Islamisierung zu beobachten. Viele Indonesier nehmen die islamischen Regeln ernster. Dennoch wählen die meisten nach wie vor säkuläre Parteien beziehungsweise solche, die sich auf die Pancasila berufen und nicht auf den Islam).
Besonders in den Slums der Großstädte und allgemein bei der ärmeren Bevölkerung, gewann der Islam seither an Bedeutung. Radikale Prediger konnten sich bisher jedoch nicht durchsetzen, was zum Teil auch mit der javanischen Mentalität zusammenhängt.
Neben den Wali Songo gab es noch einen zehnten Prediger des Islam, Sheikh Siti Jenar. Siti Jenar war ursprünglich ein Schüler der Wali Songo, begann aber, den Islam völlig neu auszulegen und begründete eine eigene Lehre. Nachdem die Wali vergeblich versucht hatten, Siti Jenar zu bekehren, wurde er zum Tode verurteilt und enthauptet. Offiziell gehört Siti Jenar nicht zu den Wali, dennoch sind etwa 30 % der indonesischen Muslime Anhänger seiner Lehre. Diese bezeichnen sich als Abangan.
Die beiden größten moslemischen Organisationen Indonesiens sind die modernistische Nadhlatul Ulama und die traditionelle Muhammadiyah.
Die Nadhlatul Ulama ist mit über 40 Millionen Mitgliedern die größte moslemische Organisation der Welt. Bekanntestes Mitglied ist der frühere Präsident Indonesiens und Mitbegründer der Nadhlatul Ulama, Abdurachman Wahid (Gus Dur).
Durch religiöse Konflikte kamen auf den Molukken mehr als 9.000 Menschen um; die meisten davon waren ambonesische Christen. In Zentral-Sulawesi kamen durch ähnliche Konflikte bisher mehr als
1.000 Menschen ums Leben. Teile von Zentral-Sulawesi (darunter der Poso Bezirk) sind von streng islamisch.
Früher war der Islam in ganz Indonesien ausgesprochen liberal, heute ist er es meist nur noch auf Java und in Teilen von Sumatra.
Demografie von Indonesien
In Indonesien ist ein Vielvölkerstaat mit über 300 verschiedenen Völkern; die
größten sind die Javaner (39 %), die Sundanesen (14 %) ,
Malaien (12 %) und Maduresen (4 %). Danaben gibt es noch die Acehnesen, die Balinesen, die Minagakbau, die Dayak, die
Wewewa, die Alfuren, die Minahasa, die Batak usw.
Daneben gibt es noch Minderheiten von Chinesen (etwa 3 %), Arabern,
Niederländer, sowie Einwanderer aus verschiedenen südostasiatischen Ländern.
Chinesische Minderheit
In Indonesien leben insgesamt etwa 6 Mio. Chinesen, die meisten davon auf der Hauptinsel Java.
Geschichte
bis zum 16. Jahrhundert
Dayak
Den Grundstock der indonesischen Bevölkerung bilden mongolisch-kaukasische Völker, die vor Beginn unserer Zeitrechnung in mehreren Einwanderungswellen ins Land gekommen sind.
- 5. Jahrhundert: Früheste Einflüsse des Buddhismus auf Indonesien.
- ab 7. Jahrhundert: Buddhistisches Königreich von Srivijaya auf Sumatra.
- ab 8. Jahrhundert: Buddhistische Sailendra-Dynastie. Errichtung des Borobudur, des weltweit größten buddhistischen Baudenkmals, auf Java.
- ab Ende des 13. Jahrhunderts : Das letzte große Hinduimperium Majapahit herrschte auf Java und später den umliegenden Inseln.
- ab 15. Jahrhundert: In Indonesien setzt sich der Islam durch. Die damaligen Stammesführer übernahmen diese Religion von arabischen Kaufleuten und konvertierten. Die Bevölkerung tat es ihnen gleich. Der Islam war eine Revolution zum vorherigen System. Im Islam war jeder Mensch gleich. Hinduismus und Buddhismus überleben bis heute nur auf den Inseln Bali (siehe beispielsweise: Besakih) und Lombok, wo sich eine indigene (mehrheitlich aber hinduistisch geprägte) Mischkultur herausbildet hat.
1487 umfuhr der Portugiese Bartolomeo Diaz erstmals das Kap der Guten Hoffnung und fand damit den Seeweg nach Indien. In der Folge stießen die Europäer in den indonesischen Raum vor, um den bislang von Orientalen betriebenen Gewürzhandel zu übernehmen. Nach fast 100-jähriger portugiesischer Dominanz setzten sich um 1600 die Niederländer als Kolonialherren durch.
17. bis 19. Jahrhundert
Als Niederländisch-Indien war Indonesien die erste holländische Kolonie. Mithilfe ihres Rohstoffreichtums erlangte die Kolonialmacht einen großen Wohlstand. Nach der Auflösung der Vereinigten Handelskompanie im Jahre 1799 übernahm der Staat Niederlande die Kolonie. In der Zeit, in der Napoleon I. in den Niederlanden herrschte, waren die niederländischen Kolonien in Südostasien von den Briten besetzt worden. 1816 erhielten die Niederländer die Herrschaft über das indonesische Inselreich zurück, mussten allerdings im Vertrag von London auf Ceylon und das Kapland verzichten).
- 1825–1830: Volksaufstand auf Java gegen die niederländische Kolonialherrschaft. Den Kämpfen fallen über 200.000 Javaner und 8.000 Europäer zum Opfer.
Nach 1816 zogen die Niederländer zunächst, wie vor ihnen die Engländer, eine Pacht von den einheimischen Bauern ein: In jedem Dorf hatte der Vorsteher dafür zu sorgen, dass ein Geldbetrag abgeliefert wurde, der zwei Fünfteln des Wertes der örtlichen Reisernte entsprach. General-Gouverneur Johannes van den Bosch erwirkte, dass um 1830 ein neues System eingeführt wurde, das so genannte cultuurstelsel. Statt Pacht zu zahlen, sollten die Bauern nunmehr ein Fünftel ihres Bodens zur Verfügung stellen, um auf diesem Land von der Regierung bestimmte Gewächse anzubauen. Zu diesem System gehörte auch, dass sie ihre Arbeitskraft 66 Tage im Jahr zugunsten der Regierung einsetzten. In der Praxis gingen die Belastungen für die Bauern häufig weit über die offiziellen Vorgaben hinaus. Die Waren wurden nach Europa verschifft und dort gewinnbringend verkauft. Dieses System kritisierte der niederländische Schriftsteller und ehemalige Kolonialbeamte Eduard Douwes Dekker in seinem 1860 unter dem Pseudonym Multatuli veröffentlichten Buch Max Havelaar.
1870 wurde das cultuurstelsel schließlich nach einer Entscheidung im Parlament des niederländischen Mutterlandes abgeschafft. Fortan war es für niederländische Privatleute möglich, Land von den einheimischen Bauern zu pachten, um hierauf Plantagen anzulegen.
Anfang 20. Jahrhundert
- 1908: Die Niederlande dehnen, von Java ausgehend, ihren Machtbereich auf den gesamten indonesischen Archipel aus. Lediglich die Provinz Aceh (Atjeh) im Norden Sumatras vermag zu widerstehen, wird aber nach einem über dreißigjährigen Krieg ebenfalls unterworfen.
- 1912: Mit der Gründung der Sarekat Islam („Islamische Vereinigung“) erwächst der indonesische Nationalismus zu einer Massenbewegung.
- 1926: Die Kommunistische Partei (PKI) ruft zum revolutionären Befreiungskrieg auf. Die Erhebung scheitert an der überlegenen niederländischen Kolonialmacht.
- 1927: Nach der Zerschlagung der PKI übernimmt die von Achmed Sukarno (1901–1970) gegründete Partai Nasional Indonesia den Kampf gegen die Niederländer auf.
Japanische Besatzung
- Februar/März 1942: Im Zweiten Weltkrieg erobert Japan Niederländisch-Indien.
- März 1943: Unter japanischer Besatzung erklärt sich Indonesien (erstmals) als von den Niederlanden unabhängig.
Ende 1941 begannen die Japaner, die indonesischen Inseln zu besetzen. Ihr Interesse galt kriegswichtigen Rohstoffreserven und der Verbesserung ihrer strategischen Position. Von Stützpunkten auf den indonesischen Inseln wurden die australischen Städte Darwin und Broome bombardiert. Im März 1942 kapitulierten die Niederländer. Die fast 350-jährige Zeit ihrer Kolonialherrschaft war vorüber. Die meisten Indonesier begrüßten die Japaner als Befreier vom Joch der Europäer. Die Begeisterung verflog allerdings rasch, als die asiatischen Nachbarn ein Schreckens- und Willkürregime aufbauten. Die Herrschaft der Japaner endete mit deren Kapitulation am 15. August 1945.
Unabhängigkeit und Kampf um den Staatserhalt
Am 17. August 1945 rufen Sukarno und Mohammed Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus (Staatsname: Indonesia). Mit den Grundsätzen der Pancasila gibt sich der Staat eine eigentümliche Verfassung. Der Einfluss der Republik Indonesien erstreckt sich zunächst auf die Inseln Java, Sumatra und Madura. Die übrigen Inseln werden von den Niederländern gehalten. Erster Präsident der Republik Indonesien wird Achmed Sukarno. Von Juli 1947 bis Dezember 1948 besetzen die Niederländer weite Territorien der aufständischen Republik. Deren Gebietshoheit beschränkt sich nur noch auf Zentraljava und das Hochland von Sumatra.
Die aufständischen Indonesier antworten mit Guerillakrieg. Am 18. Dezember 1948 gelingt es den Niederländern, Sukarno und fast die ganze Regierung zu verhaften. Da die USA bei Ausweitung der Kämpfe eine kommunistische Machtübernahme befürchten, drängen sie die Niederlande zum Nachgeben. Am 25. April 1949 wird die bis 1956 bestehende Niederländisch-Indonesische Union gebildet, am 27. Dezember wird die Unabhängigkeit der Republik Indonesien (neuer Staatsname: Republik Indonesia Serikat) von den Niederlanden anerkannt, der niederländische Teil von Neuguinea West-Papua bleibt jedoch unter niederländischer Verwaltung.
- 17. August 1950: Das seit der Unabhängigkeit föderal strukturierte Indonesien wird in einen Einheitsstaat umgewandelt (neuer Staatsname: Republik Indonesia). Der christliche Teil der Bevölkerung der Molukken proklamiert die unabhängige Republik Maluku Selatan. Der Sezessionsversuch wird von der indonesischen Armee jedoch mit Waffengewalt unterdrückt. Indonesische Truppen besetzen im November die Hauptstadt Ambon und erobern bis 1955 die gesamte Republik Maluku Selatan.
- 15. Februar 1956: Indonesien kündigt die 1949 geschlossene Union mit den Niederlanden.
- 1. Mai 1963: West-Papua (Irian Barat) gerät de facto vollständig unter indonesische Kontrolle.
- 16. September 1963: Die Gründung Malaysias und die Eingliederung von Sabah und Sarawak in die malaysische Föderation führt zu ernsthaften Spannungen mit Indonesien. Bis 1966 kommt es immer wieder zu Kämpfen auf Borneo. Malaysia wird dabei von Großbritannien und Australien mit Truppen unterstützt.
- 30. September 1965: Die zunehmende Willkürherrschaft des Sukarno-Regimes provoziert einen angeblichen kommunistischen Umsturzversuch. Dieser scheitert an einem Gegenputsch der Armee, in dessen Verlauf zwischen 100.000 und einer Million Menschen umgebracht werden, vor allem tatsächliche oder vermeintliche Anhänger der kommunistischen Partei Indonesiens (PKI). Dies gilt als einer der größten politisch motivierten Massenmorde der jüngeren Geschichte. Die Vorgänge sind bis heute nur unzureichend untersucht, daher sind genaue Angaben zur Zahl der Opfer nicht möglich.
- 1. Januar 1966: Währungsreform: 1000 alte Rupiah = 1 neue Rupiah = 100 neue Sen.
- 11. März 1966: General Hadji Mohamed Suharto ( - 1921) erzwingt von Sukarno die Vollmacht zur Regierungsbildung.
- 12. März 1967: Suharto wird „geschäftsführender Staatspräsident“; Sukarno bleibt nominelles Staatsoberhaupt.
- 27. März 1968: Suharto übernimmt auch formal das Amt des Staatspräsidenten.
- 1969: West-Papua (Irian Barat) wird indonesische Provinz und erhält den Namen „Irian Jaya“.
- 21. Juni 1970: Tod des Staatsgründers Achmad Sukarno.
- 5. August 1973: Anhaltende soziale Spannungen entladen sich in Rassenkonflikten, die sich gegen die chinesische Minderheit richten.
- 28. November 1975: Portugal zieht sich aus seiner Kolonie Ost-Timor zurück. Die „Revolutonäre Front für die Unabhängigkeit von Timor-Leste“ (FRETILIN) ruft die Unabhängigkeit aus (wirksam erst am 20. Mai 2002).
- 2. Dezember 1975 überfallen in den Niederlanden extremistische Mitglieder der 35.000 dort lebenden Ambonesen (Süd-Molukken) einen Zug und am 4. Dezember das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam und nehmen Geiseln mit dem Ziel, dass sich die niederländische Regierung für die Ambonesen in Indonesien einsetzt. Vier Geiseln werden erschossen. Die niederländische Regierung bleibt hart, die Ambonesen geben am 19. Dezember auf.
- 7. Dezember 1975: Staatschef Suharto befiehlt die militärische Invasion Osttimors. In den folgenden Wochen werden 60.000 Menschen getötet, 10 % der Bevölkerung.
- 17. Juni 1976: Osttimor wird dem indonesischen Staatsverband eingegliedert. Auf Sumatra wurde die Wiederstandsbewegung ASNLF gegründet.
- 11. November 1981: Die UN-Generalversammlung fordert für Osttimor das Selbstbestimmungsrecht.
- 1998–1999: Nach der Entmachtung von General Suharto übernimmt Bacharuddin Jusuf Habibie ( - 1936), bis dahin Vize-Präsident, das Amt des Staatspräsidenten.
- 19. April 1999 Bombenanschlag auf die mit 600 Gläubigen vollbesetzte Hauptmoschee in Jakarta (3 Verletzte); 20. Oktober: Abdurrahman Wahid ( - 1940) wird erster frei gewählter Staatspräsident.
- 31. Oktober 1999: Die letzten indonesischen Soldaten verlassen Osttimor nachdem sie das Land in Schutt und Asche gelegt haben und eine internationale Friedenstruppe im September in Dili landete.
- 1. August 2000 Eine Bombe explodiert vor der Residenz des philippinischen Botschafters in Jakarta (2 Tote, 23 Verletzte); (13. September) In der Tiefgarage der Börse von Jakarta detoniert eine Autobombe (15 Tote, 27 Verletzte); (24. Dezember) 15 Bombenanschläge auf christliche Kirchen (16 Tote, mehr als 100 Verletzte).
- 1. Januar 2001: Irian Jaya erhält innere Autonomie.
- Juli 2001: Megawati Sukarnoputri ( - 1944), Tochter des Staatsgründers Sukarno, wird neue Staatspräsidentin; (23. September) In einem belebten Einkaufszentrum in Jakarta explodieren zwei Bomben (mehrere Verletzte)
- 20. Mai 2002: Osttimor erhält die Unabhängigkeit (República Democrática de Timor-Leste).
- 12. Oktober 2002: Islamistischer Terroranschlag auf der Touristeninsel Bali (202 Tote und mehr als 300 Verletzte).
- 18. Mai 2003: Verhängung des Kriegsrechts in der nach Unabhängigkeit strebenden Provinz Aceh (Atjeh) im äußersten Norden der Insel Sumatra – Großoffensive mit 40.000 Soldaten. Mehr als 1.000 Menschen sterben, 20.000 sind auf der Flucht; (5. August) Ein Selbstmordattentäter sprengt sich vor dem Marriott-Hotel in Jakarta in die Luft (12 Tote, 150 Verletzte).
- 10. Januar 2004: In einem Café auf der Insel Palopo explodiert eine Bombe (vier Tote); Abschaffung der indirekten Wahl des Staatspräsidenten; (5. Juli) Erstmals direkte Präsidentschaftswahlen, bei der kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht; (9. September) ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Hauptstadt Jakarta forderte 11 Tote und über 150 Verletzte; (20. September) Der Herausforderer und frühere General Susilo Bambang Yudhoyono siegt in der Stichwahl gegen die bisherige Amtsinhaberin Megawati Sukarnoputri.
- 26. Dezember 2004: Bei einem Seebeben westlich vor der Insel Sumatra werden (neben zehntausenden Menschen in anderen Ländern) auch über 200.000 Einwohner Indonesiens getötet (Stand: Mitte März 2005).
- 1. Oktober 2005: Erneut Terroranschlag auf Bali: Im Abstand weniger Minuten explodieren gegen 19 Uhr Ortszeit 3 Bomben in Jimbaran und Kuta. Bei den Explosionen kommen 23 Menschen ums Leben, einschließlich dreier Selbstmordattentäter.
Politik
Die ehemalige niederländische Kolonie ist heute eine Präsidialrepublik. Die Verfassung von 1945 sieht die Gewaltenteilung vor. Nach dem Sturz Suhartos 1998 wurden umfangreiche Reformen umgesetzt. Das Einkammerparlament (Abgeordnetenhaus) hat 500 auf fünf Jahre gewählte Abgeordnete (bis 2004 waren 38 davon vom Präsidenten ernannte Militärs). Die beratende Volksversammlung, die früher den Präsidenten wählte und übergreifende politische Themen berät, besteht aus dem Abgeordnetenhaus, 135 Vertretern der Provinzen sowie 65 Vertretern von Standesorganisationen und kommt damit auf 700 Mitglieder.
Seit 2004 ist der Majelis Permusyawaratan Rakyat (MPR) ein Zweikammerparlament. Dieses hoechste Legislativorgan besteht aus den 550 DPR (Dewan Perwakilan Rakyat) Abgeordneten und 128 Regionalvertretern (DPD). Der DPD (Dewan Perwakilan Daerah) ist somit eine im Rahmen der Dezentralisierungspolitik neu geschaffene 2. Kammer.
Präsident
Seit 2004 wird der Präsident direkt vom Volk gewählt.
Erster direkt gewählter Präsident wurde der frühere General Susilo Bambang Yudhoyono. Der ehemalige Sicherheitsminister erhielt bei der Stichwahl am 20. September 2004 fast 61 Prozent der Stimmen. Er löst damit die bisherige Staatschefin Megawati Sukarnoputri ab, die nur auf gut 39 Prozent kam. Schon beim ersten Wahlgang am 5. Juli 2004 hatte der Ex-General die meisten Stimmen erzielt, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Deshalb war eine Stichwahl gegen die zweitplatzierte Megawati nötig geworden. Die Tochter von Republikgründer Sukarno war im Sommer 2001 an die Staatsspitze gerückt, nachdem ihr Vorgänger Abdurrahman Wahid aus dem Amt gedrängt worden war.
Parteien
Indonesien hat ein Mehrparteiensystem mit einer großen Anzahl von Parteien. Vorherrschende Partei unter Suharto war Golkar. Ihr Einfluss ist weiterhin groß, aber nicht mehr dominant. Der derzeitige Präsident Yudhoyono kandidierte bei der Präsidentschaftswahl 2004 für die neu gegründete Demokratische Partei, seine Vorgängerin und Kontrahentin Megawati für die PDI-P.
Islam
Die weit überwiegende Mehrheit der Muslime in Indonesien grenzt sich deutlich von den Terroristen ab. Der Islam in Indonesien ist im internationalen Vergleich ausgesprochen liberal. Es bestehen beträchtliche Freiräume für reformislamische Diskurse. International angesehene Intellektuelle wie der ehemalige Staatspräsident Abdurrahman Wahid oder Nurcholish Majid, der eine Zeit lang als Präsidentschaftskandidat im Gespräch war, stehen repräsentativ für einen toleranten und aufgeklärten Islam. Terroranschläge islamistischer Gruppen, etwa gegen Touristenziele auf Bali in den Jahren 2002 und 2005 werden von der großen Mehrheit der Bevölkerung verurteilt.
Obwohl das größte islamische Land der Welt seit langem als Brutstätte von Terrornetzwerken gilt, begegnete die indonesische Regierung dieser Gefahr bislang eher halbherzig. Die Kritik aus den ASEAN-Nachbarländern sowie aus den USA und Australien, vor allem aber die sich langsam durchsetzende Erkenntnis nach dem Anschlag von Bali 2002, dass man es im eigenen Land mit Terroristen zu tun hat, veranlassten die Regierung und einige Fraktionen im Militär und der Polizei, entschlossener gegen die islamistischen Milizen vorzugehen und sich daranzumachen, in einer groß angelegten Ermittlungs- und Strafverfolgungsaktion das Netzwerk der Jemaah Islamiyah zu zerschlagen. Außerdem wurden ein Geldwäsche- und ein weit gefasstes Antiterrorgesetz verabschiedet.
Armut
Über 30 % der insgesamt 241 Mio. Indonesier leben in Armut, 9 % davon in extremer Armut. Besonders in Großstädten wie Jakarta gibt es ausgedehnte Slums. Auf Java gibt es etwa 1,7 Mio. Straßenkinder.
Zahlreiche Slums in denen viele Menschen unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen, sind Zentren von radikalen Islamisten die ein Teil der dortigen Bevölkerung für ihre Ideen gewinnen konnten, was sich hin und wieder in anti-amerikanischen Demostrationen
äußert.
Straßenkinder (vornehmlich Jungen) werden häufig von Radikalislamistischen Gruppen aufgegriffen und landen in (illegalen) Schulen.
Administrative Gliederung
Siehe: Administrative Gliederung Indonesiens.
Indonesien ist derzeit in 33 Provinzen unterteilt, darunter zwei (Aceh und Jogjakarta) Sonderregionen und die Stadt Jakarta als Hauptstadtdistrikt. Die jüngste Provinz, Sulawesi Barat wurde erst im Oktober 2004 errichtet und die indonesische Regierung plant die Gründung weiterer Provinzen.
Wirtschaft
Indonesien Wirtschaft basiert auf dem Prinzip der Marktwirtschaft, wird an vielen Stellen aber von der Regierung beeinflusst. Einige große Unternehmen sind in Staatsbesitz. 1997/1998 erschütterte eine Wirtschaftskrise verschiedene Staaten in Ost- und Südostasien, wovon auch Indonesien stark betroffen war (Asienkrise). Derzeit ist die indonesische Wirtschaft aber einigermaßen stabil und hat eine Wachstumsrate von etwa 5 Prozent. Die indonesische Währung ist die Rupiah.
Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2004 3.500 USD pro Kopf [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/id.html#Econ], jedoch lebt ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist in der Landwirtschaft tätig. Einige Exportprodukte sind Holzprodukte, Agrarprodukte (Reis, Erdnüsse, Kakao, Kaffee, Palmöl, Fleisch), Textilien und Mineralien. Außerdem gibt es einige attraktive Ziele für den Tourismus, etwa auf Bali oder Flores.
Indonesien ist Mitglied in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), ist aber mittlerweile zu einem Netto-Importeur von Erdöl geworden, da die eigenen Vorkommen fast erschöpft sind. Weitere Mitgliedschaften: Internationaler Währungsfond, Welthandelsorganisation, ASEAN.
Kultur
Die Nationalhymne Indonesia Raya wurde von Wage Rudolf Soepratman komponiert. Typische indonesische Musikinstrumente sind das Gamelan und Angklung. Ein traditioneller Zeitvertreib ist das indonesische Schattenspiel Wayang.
Die Indonesische Kultur (Musik, Literatur, Malerei) wurde im 9. und 10. Jahrhundert zuerst vom Buddhismus, und ab dem 13. Jhd zunehmend vom Hinduismus geprägt.
Eine weitere hochentwickelte Kunst ist die Batik, die in Indonesien seit Jahrhunderten beheimatet ist. In aufwendiger Technik werden reiche Muster mit Blumen und Vogelmotiven, Spiralen und phantasievoller Struktur entwickelt. Heute ist die Batik ein Exportprodukt Indonesiens.
Reis ist ein Grundnahrungsmittel, das bis zu dreimal am Tag gegessen wird. Überall durchziehen Reisterrassen das Land. Viele Mythen erzählen, daß der Reis ein Geschenk des Himmels ist.
Umwelt
Der Regenwald Indonesiens gilt als der artenreichste weltweit. Dennoch werden die Regenwälder Indonesiens so schnell vernichtet wie in keinem anderen Land der Welt. Etwa 88 % des Holzes stammen aus illegalem Einschlag. Dieser dramatische Trend spiegelt sich auch im Zustand des Artenbestandes wider: Indonesien hat derzeit die längste Liste an vom Aussterben bedrohten Arten.
Die Holzwirtschaft ist nur für einen Teil der Urwaldzerstörung verantwortlich. Große Flächen werden gerodet und/oder abgebrannt, um Bodenschätze zu gewinnen oder um Agrarwirtschaft zu betreiben, vor allem Papier- oder Ölpalmen-Plantagen. Beim Abbrennen der Wälder, insbesondere in Gebieten mit viel Torf, entsteht starker Rauch der sich zeitweise auch auf die Nachbarländer Malaysia, Singapur und Brunei erstreckt und gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden anrichtet und zu politischen Konflikten führt. Besonders stark und monatelang anhaltend war der Rauch in den Jahren 1983/84, 1997/98 und 2005.
Die Humusschicht der gerodeten Flächen ist jedoch zu dünn, als dass sie langfristig agrarwirtschaftlich genutzt werden könnte. So wird auf dem ehemaligen artenreichen Regenwaldboden nur einige Jahre angebaut, bevor er nutzlos und ausgelaugt brachliegt. Meist siedelt sich dort dann das hartnäckige Elefantengras an, das das Areal in eine ökologische Wüste verwandelt. Den Bauern bleibt keine andere Möglichkeit, als Regenwald für neue Anbauflächen zu roden.
Siehe auch
- Portal:Indonesien
Literatur
- GEO Magazin, 6/86: Der Millionen-Umzug im Wettlauf mit der Zeit (zum Transmigrasi-Problem)
Weblinks
- [http://www.indonesia-berlin.de/mixed/govermentlink.htm Indonesische Botschaft in Berlin] – Links zu indonesischen Regierungsstellen (englisch)
- [http://www.aseannewsnetwork.com/indonesia.html Asean News Network] (englisch, indonesisch)
- [http://www.deutschebotschaft-jakarta.or.id/de Deutsche Botschaft in Jakarta]
- [http://mandela.inwent.org/v-ez/lis/indones Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung]
- [http://home.snafu.de/watchin Watch Indonesia!]
- [http://users.powernet.co.uk/mkmarina Website by Peter Loud] (Kartenmaterial) (englisch)
- [http://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/Schulprojekt/Lernen/Kolonialzeit/zeitleiste.html Haus der Niederlande] – Die niederländische Kolonialzeit
- [http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/indones.htm Klaus Polak: umfangreiche Reiseberichte aus dem Inselstaat, Biodiversität, Kultur]
- [http://www.fotos.indonesia-forum.de Indonesien-Fotos] (Bali, Java, Flores, Sulawesi, etc.)
- [http://www.sunda-islands.com/lexikon.php Umfangreiches Indonesien-Lexikon]
Kategorie:Indonesien
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KrakatauKrakatau ist eine Vulkaninsel in der Sunda-Straße zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java. Der Vulkan brach mehrfach im Laufe seiner Geschichte aus. Die bekannteste Eruption, bei der die gesamte Vulkaninsel vollkommen zerstört wurde, ereignete sich am 27. August 1883.
Seit 1927 entsteht an dem Ort der alten Vulkaninsel eine neue Insel vulkanischen Ursprungs, die Anak Krakatau, Sohn des Krakataus genannt wird.
Java
Der Name der Vulkaninsel
Die ältesten Erwähnungen der Vulkaninsel in der westlichen Welt findet man auf einer Landkarte von Lucas Janszoon Waghenaer. Er nannte die Insel Pulo Carcata. Pulo ist dabei offenbar von pulau abgeleitet, einem indonesischem Wort für Insel. Die heute gebräuchliche Bezeichnung sind Krakatoa oder Krakatau. Der Name Krakatoa wird vor allem in der englisch-sprachigen Welt häufig verwendet; die Bezeichnung Krakatau wird dagegen häufig von Indonesiern gebraucht.
Vulkanausbruch 1883
Am 26./27. August 1883 schleuderte der Krakatau bei einem gewaltigen Ausbruch 18 km³ Asche und Gestein in die Luft. Die Explosionsgeräusche, die diesen Ausbruch begleiteten, werden als die lautesten eingeordnet, die in der Geschichte der Menschheit überliefert sind. Sie wurden sowohl in Perth (Australien) vernommen, wie auch auf der 3.000 Kilometer entfernten Insel Rodrigues nahe Mauritius. Die Energie des Ausbruchs dürfte zwischen 200 und 2000 Megatonnen TNT gelegen haben. Die atmosphärischen Schockwellen der Explosion wurden weltweit registriert.
Durch das Herausschleudern des Materials bildete sich ein großer Hohlraum unter dem Meeresspiegel, der kurz darauf einstürzte (Caldera). Dieser Einsturz verursachte eine über 37 Meter (120 feet) hohe Flutwelle (Tsunami), die auf den umliegenden Inseln 300 Dörfer und Siedlungen zerstörte und 36.000 Menschen tötete. Ein Dampfschiff wurde 4 Kilometer weit landeinwärts geschoben. Von der Vulkaninsel versanken über zwei Drittel im Meer.
Der Ausbruch des Krakatau wird oft als der größte Vulkanausbruch der Neuzeit bezeichnet. Er war zweifellos einer der größten, der Ausbruch des Tambora 1815 war jedoch wesentlich stärker.
In der Umgebung des Vulkans starben 36.000 Menschen, 165 Dörfer wurden zerstört und tausende von Menschen verletzt. Die meisten Opfer und den größten Teil der Zerstörung forderten dabei die Tsunamis, die in Folge des schweren Ausbruches entstanden.
Auswirkungen im Rest der Welt
Die Flutwelle konnte selbst in Europa noch registriert werden. In Häfen entlang des Ärmelkanals wurde sie als Ausschlag von 2 cm von Messgeräten aufgezeichnet. Die Luftdruckwelle der Explosion umrundete siebenmal die gesamte Erde. Durch Asche- und Staubwolken waren weltweit besonders stark gefärbte Sonnenuntergänge zu beobachten. Es dauerte einige Jahre, bis diese Partikel wieder aus der Atmosphäre abgesunken waren; in dieser Zeit wurde weltweit ein messbares Absinken der durchschnittlichen Temperaturen festgestellt. Das Absinken der Temperatur hatte einige Missernten zur Folge.
Der 1883er Ausbruch des Krakatau wird in der Medienwissenschaft als eines der frühesten Beispiele für das Globale Dorf angeführt. Ohne die telegraphischen Berichte nach Europa wäre beispielsweise die Flutwelle nicht als solche erkannt worden.
Anak Krakatau
Ab 1927 begann an der Stelle, wo ursprünglich der Krater des Krakatau war, ein neuer Vulkan zu wachsen. 1930 durchbrach er die Wasseroberfläche und ist heute über 200 Meter hoch. Er bekam den Namen Anak Krakatau (Kind des Krakatau).
Tierwelt
Nach dem Ausbruch waren alle größeren Lebewesen tot. Schon 1886 kamen Warane auf die Insel. Sie schwammen von benachbarten Inseln dorthin. Es gab einige Expeditionen zur Untersuchung der Tierwelt nach dem Ausbruch. 1933 entdeckte man bei einer solchen Expedition Schlangen. Geckos und die anderen kleinen Echsen sind wahrscheinlich auf Treibholz auf die Inseln gekommen.
Literatur
- Arno Schmidt: Krakatau, Reclam, Stuttgart 1975, ISBN 3-15-009754-1
- Simon Winchester: Krakatoa - The Day The World Exploded: August 27, 1883. (englisch), HarperCollins, New York 2003, ISBN 0-06-621285-5
- Simon Winchester: Krakatau. Der Tag, an dem die Welt zerbrach. Knaus / Random House, September 2003, ISBN 3-8135-0224-4; [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=812 Rezension]
Weblinks
- [http://www.vsi.esdm.go.id/volcanoes/krakatau/geninfo.html Krakatau, Sunda Strait - General Information] (englisch)
- [http://www.naturgewalten.de/krakatau.htm Naturgewalten - Der Krakatau]
- [http://www.indodigest.com/indonesia-special-article-16.html Krakatoa alias Krakatau, August 27 1883]
Kategorie:Vulkan
Kategorie:Geographie (Indonesien)
Kategorie:Weltnaturerbe
ja:クラカトア
Nationalpark
Geschichte der Nationalparks
Die Idee, eine besonders schützenswerte Naturlandschaft zum Nationalpark zu erklären, ist über 100 Jahre alt. 1872 wurde in den USA der Yellowstone-Nationalpark gegründet. Bereits seit 1864 gab es ein erstes Schutzgebiet im heutigen Yosemite-Nationalpark, das aber erst 1906 in das entstehende Nationalparksystem eingegliedert wurde. Die Idee der Gründer war, die Wunder der Natur zu bewahren, so dass auch nachfolgende Generationen sich an ihnen erfreuen und sich hier erholen können.
Die Länder Kanada, Australien und Neuseeland folgten bald mit der Errichtung von Nationalparks, da hier noch große Gebiete unberührter Natur existierten, die relativ einfach geschützt werden konnten. In Europa wurden die ersten Nationalparks 1909 in Schweden errichtet, 1914 in der Schweiz. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich die Idee, und heute existieren in etwa 120 Ländern mehr als 2.200 Nationalparks. Die landschaftliche Vielfalt der Gebiete ist enorm und beinhaltet fast alle Landschaftstypen.
In Deutschland wurde mit dem Nationalpark Bayerischer Wald der erste Nationalpark erst 1970 errichtet. 1978 folgte der Nationalpark Berchtesgaden, der Königssee und Watzmann umschließt. 1985 und 86 wurden die Küstenbereiche des deutschen Wattenmeers als Nationalpark ausgewiesen. In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keine Nationalparks. Rund 15% der Landesfläche waren aber öffentlichem Zugang versperrt und wiesen fast unberührte Landschaften auf. In den Umbruchszeiten der Wende wurden 1990 noch vor der Wiedervereinigung fünf Nationalparks in der Noch-DDR umgesetzt. Seitdem kamen bis 2004 sechs weitere Nationalparks hinzu, die Errichtung eines Parks "Elbtalaue" scheiterte 1999. So bestehen 2004 in Deutschland 15 Nationalparks.
Nationalparks in Deutschland
Der Nationalpark gehört in Deutschland zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt.
Gesetzgebung und Verwaltung
In §24 des BNatSchG wird festgelegt, dass Nationalparks dem großräumigen Schutz von Gebieten von besonderer Eigenart dienen sollen. Diese Gebiete müssen in einem überwiegenden Teil die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes erfüllen. Laut internationaler Konvention gelten für einen Nationalpark folgende Kriterien:
# es handelt sich um ein hervorragendes Gebiet von nationalem Interesse
# der Nationalpark wird öffentlich kontrolliert, d.h. Eigentümer ist eine zentrale Regierung, die auch die Verwaltung und Finanzierung sicherstellt
# es herrscht ein strenger gesetzlicher Schutz mit Einschränkung oder Verbot der Nutzung
# der Nationalpark ist für die Öffentlichkeit erschlossen.
Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Im übrigen gilt für jedes bauliche oder sonstige Vorhaben die Eingriffs-Ausgleichs-Regelung des Bundesnaturschutzgesetzbuches.
Nationalparks sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden. Man spricht hier von einer nachrichtlichen Übernahme. Sie sind verbindlich und können nicht etwa aufgrund eines übergeordneten Allgemeinwohls in der Abwägung überwunden werden.
Neben dem Nationalpark kennt das Bundesnaturschutzgesetz weitere Schutzmöglichkeiten, die mehr oder weniger rigide sind und unterschiedliche Zweckbestimmungen haben:
- Besonderer Gebietsschutz: Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturparks,
- Schutz einzelner Landschaftsteile: Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile
- Schutz von Arten und Biotopen: Biotopschutz
- Europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000.
Nationalparks-Liste für Deutschland
- Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seit 1985, 441 000 ha
- Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer seit 1986, 240.000 ha
- Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft seit 1990, 80.500 ha
- Nationalpark Müritz - seit 1990, 32.000 ha
- Nationalpark Unteres Odertal seit 1990, 32.884 ha
- Nationalpark Bayerischer Wald seit 1970, 13.042 ha, Erweiterung 1997, insgesamt 24.250 ha
- Nationalpark Berchtesgaden seit 1978, 21.000 ha
- Nationalpark Harz - seit 1994, 2005 zusammengeschlossen mit dem Nationalpark Hochharz - seit 1990, insgesamt 24.700 ha
- Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer seit 1990, 13.750 ha
- Nationalpark Eifel seit 2004, 11.000 ha
- Nationalpark Sächsische Schweiz seit 1990, 9.292 ha
- Nationalpark Hainich seit 1997, 7.600 ha
- Nationalpark Kellerwald-Edersee seit 2004, 5.724 ha
- Nationalpark Jasmund - seit 1990, 3.000 ha
- Nationalpark Senne-Egge - (geplant)
Zusammen sind dies etwa 2,6% des Bundesgebietes.
Der Nationalpark Elbtalaue wurde direkt nach seiner Einrichtung 1998 wegen einer Klage 1999 wieder aufgelöst - das Gebiet erfüllt nicht die Anforderungen an die Naturbelassenheit.
Anfang 2005, wurden der Nationalpark Harz und der Nationalpark Hochharz zu einem Nationalpark zusammengeschlossen. Damit entfällt die Bezeichnung "Nationalpark Hochharz".
Geschichte der österreichischen Nationalparks
Die Einrichtung der österreichischen Nationalparks nahm jeweils mehrere Jahre in Anspruch. Damit liegt Österreich im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Bei einem Drittel der weltweit errichteten Nationalparks beträgt die Dauer aufgrund von Konfliktintensitäten mehr als 20 Jahre.
Liste der Nationalparks
- Nationalpark Donau-Auen seit 1996, 9.300 ha
- Nationalpark Kalkalpen seit 1997, 21.000 ha
- Nationalpark Hohe Tauern seit 1981 in Kärnten 40.000 ha, seit 1984 in Salzburg 80.500 ha, seit 1992 in Tirol 61.000 ha, insgesamt 181.500 ha
- Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel seit 1993, 9.700 ha (gemeinsam mit Ungarn)
- Nationalpark Thayatal seit 1999, 1.300 ha (gemeinsam mit Tschechien)
- Nationalpark Gesäuse seit 2002, 11.000 ha
Im Tiroler Lechtal war ein Nationalpark in Diskussion. Die Tiroler Landesregierung beschloss allerdings im Jahr 2004 die Errichtung eines Naturparks.
Nationalpark der Schweiz
- Nationalpark der Schweiz (Kanton Graubünden) http://www.nationalpark.ch/
Nationalparks in Europa
- Nationalparks in England und Wales
- Nationalparks in Estland, Lettland und Litauen
- Nationalparks in Finnland
- Nationalparks in Frankreich
- Nationalparks in Irland
- Nationalparks in Island
- Nationalparks in Italien
- Nationalparks in Kroatien
- Nationalparks in Norwegen
- Nationalparks in den Niederlanden
- Nationalparks in Polen
- Nationalparks in Schweden
- Nationalparks in Serbien
- Nationalparks in der Slowakei
- Slowenien: Nationalpark Triglav
- Nationalparks in Spanien
- Nationalparks in Tschechien
- Nationalparks in Ungarn
- Nationalparks in Äthiopien
- Nationalparks in Botsuana
- Nationalparks in Gambia
- Nationalparks in Kenia
- Nationalparks in Madagaskar
- Nationalparks in Malawi
- Nationalparks in Namibia
- Nationalparks in Simbabwe
- Nationalparks im Sudan
- Nationalparks in Südafrika
- Nationalparks in Tansania
- Nationalparks in Uganda
- siehe auch: Naturparks in Afrika
Nordamerika:
- Nationalparks in den USA
- Nationalparks in Kanada
Zentralamerika:
- Nationalparks in Costa Rica
Südamerika:
- Nationalparks in Argentinien
- Nationalparks in Bolivien
- Nationalparks in Chile
- Nationalparks in Indien
- Nationalparks in Japan
- Nationalparks in Malaysia
- Nationalparks in Thailand
- Nationalparks in Australien
- Nationalparks in Fidschi
- Nationalparks in Neuseeland
Weblinks
- [http://www.europarc-deutschland.de www.europarc-deutschland.de] - EUROPARC Deutschland
- [http://sea.unep-wcmc.org/wdbpa/ World Database of Protected Areas] – United Nations Environment Programme
- [http://www.hum.amu.edu.pl/~zbzw/ph/pnp/swiat.htm www.hum.amu.edu.pl] - National Parks worldwide
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Siehe auch: Naturpark
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ja:国立公園
ko:국립공원
1992
Jahreswidmungen
- 1992 ist „Internationales Jahr des Weltraums“ der Vereinten Nationen
- Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Bergulme (Ulmus glabra) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Fledermaus (Microchiroptera) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Das Große Zweiblatt (Listera ovata) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
Januar bis Dezember
- 1. Januar: René Felber wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Boutros Boutros-Ghali wird neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1. Januar: Das Gesetz über die Stasi-Akten tritt in Kraft
- 2. Januar: Aserbaidschan, Moldawien, Russland und die Ukraine heben die Preisbindung für die meisten Güter auf
- 3. Januar: Waffenstillstand zwischen Serbien und Kroatien
- 9. Januar: Bosnien und Herzegowina. Ausrufung der Republik
- 12. Januar: Bulgarien. Erneute Wahl von Schelju Schelew zum Staatspräsidenten
- 15. Januar: Slowenien und Deutschland nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 15. Januar: Slowenien wird von den Ländern der EG anerkannt
- 19. Januar: Deutschland nimmt zu Kroatien diplomatische Beziehungen auf
- 30. Januar: Kasachstan wird Mitglied in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 3. Februar: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Kirgisistan und Deutschland
- 4. Februar: Putschversuch in Venezuela
- 6. Februar: Nachbarschaftsvertrag zwischen Deutschland und Ungarn
- 7. Februar: Der Vertrag über die Europäische Union wird von den Außen- und Finanzminister der Mitgliedstaaten in Maastricht unterzeichnet
- 12. Februar: Friedenstruppen der Vereinten Nationen werden in Kroatien stationiert
- 12. Februar: Neue, jetzt demokratische, Verfassung in der Mongolei
- 14. Februar: Auf dem ehemaligen NVA-Übungsplatz Zingst wird der Start von Raketen des Typs MMR06-M zu Meßzwecken in der Hochatmosphäre wieder aufgenommen
- 27. Februar: Verhaftung von Jack Unterweger
- 27. Februar: Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien
- 2. März: Armenien, Turkmenien, Usbekistan, San Marino, Republik Moldau, Kasachstan, Kirgisistan, Armenien und Aserbaidschan werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 3. März: Georgien wird Mitglied im Schwarzmeerkooperationsrat
- 3. März: Kasachstan wird Mitglied in EAPR (Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat)
- 5. März: Georgien. Unter dem Vorsitz von Eduard Schewardnadse wird ein Staatsrat gebildet
- 6. März: Aserbaidschan. Rücktritt des Präsidenten Mutalibow
- 6. März: Die Ostseeanrainerstaaten gründen den Ostseerat
- 12. März: Ausrufung der Republik Mauritius
- 13. März: Burundi. Verkündung der neuen Verfassung
- 18. März: Microsoft bringt Windows 3.1 auf den Markt
- 18. März: Finnlands Parlament entscheidet sich für den Beitritt zur EU. Auch Norwegen beantragt im März die EU-Mitgliedschaft
- 22. März: Kroatien wird Mitglied in der OSZE
- 24. März: Georgien wird Mitglied der OSZE
- 24. März: Slowenien wird Mitglied der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 5. April: Eigenputsch in Peru durch Staatspräsident Alberto Fujimori, Auflösung des Parlaments, Suspendierung der Verfassung
- 6. April: Bosnien und Herzegowina. Anerkennung durch die EU
- 6. April: Anerkennung der Republik Bosnien und Herzegowina durch die USA und der EU
- 10. April: Um 7.30 Uhr wird auf dem ehemaligen NVA-Übungsplatz Zingst zum letzten Mal eine Rakete des Typs MMR06-M gestartet. Seit Oktober 1988 wurden insgesamt 62 dieser Flugkörper zu Messungen der Windgeschwindigkeit und der Temperatur in der Hochatmosphäre von Zingst gestartet
- 13. April: Ein schweres Erdbeben beschädigt weite Teile des Niederrheingebietes
- 17. April: Armenien tritt der OSZE bei
- 18. April: Maaouya Ould Sid'Ahmed Taya wird Staatspräsident in Mauretanien
- 22. April: Dr. Janez Drnovšek wird Ministerpräsident in Slowenien
- 23. April: General Than Shwe wird Staatsoberhaupt in Myanmar
- 26. April: Mazedonien trennt sich vom serbisch-jugoslawischen Dinar
- 29. April: In Los Angeles kommt es zu gewalttätigen Rassenunruhen, die sechs Tage anhalten und über 50 Menschen das Leben kosten
- 5. Mai: Bulgarien wird in den Europarat aufgenommen
- 5. Mai: Georgien wird Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF)
- 7. Mai: Slowenien wird Mitglied in der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- 17. Mai: Hans-Dietrich Genscher tritt mit 18 Amtsjahren aus Altersgründen zurück
- 18. Mai: Turkmenistan erhält eine neue Verfassung
- 22. Mai: Kroatien und Bosnien und Herzegowina werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 22. Mai: Kasachstan wird Mitglied in der UNESCO
- 24. Mai: Deutschland schließt mit Ägypten ein Abkommen über die Reduzierung und Restrukturierung der Auslandsschulden
- 27. Mai: Die Republik Moldau wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Mai: Slowenien wird Mitglied in der UNESCO
- 28. Mai: Armenien tritt dem IWF bei
- 29. Mai: Slowenien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- Mai: Das Erste Europäische Jugendchor Festival fand in Basel statt. Es ist ein großer Erfolg und wird alle 3 Jahre stattfinden
- 1. Juni: Kroatien wird Mitglied in der UNESCO
- 2. Juni: Kirgisistan wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Juni: Aserbaidschan wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Juni bis 14. Juni: Umwelt-Gipfel in Rio de Janeiro
- 5. Juni: Albanien wird in den NATO-Kooperationsrat aufgenommen
- 7. Juni: Aserbaidschan. Abulfaz Eltschibey wird Präsidenten
- 9. Juni: Armenien wird Mitglied in der UNESCO
- 12. Juni: Slowenien wird Mitglied der WIPO (Weltorganisaiton für geistiges Eigentum)
- 13. Juni: Slowenien wird Mitglied in der ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation)
- 15. Juni: Burkina Faso. Youssouf Quedraogo wird neuer Regierungschef
- 16. Juni: Slowenien wird Mitglied in der ITU (Internationale Fernmeldeunion)
- 19. Juni: Armenien tritt der Weltbank bei
- 20. Juni: Estland. Einführung der Landeswährung „Krone“
- 20. Juni: Paraguay gibt sich eine neue, jetzt demokratische, Verfassung
- 24. Juni: Waffenstillstand zwischen Georgien und Ossetien
- 25. Juni: Rumänien. Unterzeichnung des Bosporuskommuniqué
- 28. Juni: Erste demokratische Wahlen in der Mongolei
- 28. Juni: Syrien wird Mitglied in der ITU (Internationale Fernmeldeunion)
- 2. Juli: Die USA teilen mit, dass sie alle taktischen Atomwaffen aus Europa abgezogen haben
- 3. Juli: Estland. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 4. Juli: Grundsatzerklärung zwischen Kirgisistan und Deutschland
- 6. Juli: Gründung des gemeinnützigen Vereins C.A.R.M.E.N. e.V.
- 8. Juli: Dr. Thomas Klestil wird Bundespräsident in Österreich
- 9. Juli: OSZE-Gipfeltreffen in Helsinki
- 14. Juli: Abkommen auf dem Gebiet der Rechts- und Amtshilfe zwischen Deutschland und Schweden
- 15. Juli: Kasachstan wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfonds)
- 21. Juli: Friedensregelung zwischen Russland und der Republik Moldau
- 23. Juli: Luftverkehrsabkommen zwischen Dominikanische Republik und Deutschland
- 23. Juli: Unabhängigkeitserklärung Abchasiens
- 24. Juli: Kasachstan wird Mitglied bei der Weltbank
- 31. Juli: Georgien wird in die Vereinte Nationen aufgenommen
- 31. Juli: Georgien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 14. August: Beginn des Krieges zwischen Georgien und Abchasien
- 19. August: Die Deutsche Botschaft in Bischkek, Kirgisistan, wird eröffnet
- 22. August bis 26. August: Mehr als 1000 meist jugendliche Rechtsradikale führen Pogrome in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Rostock, Stadtteil Lichtenhagen, durch
- 27. August: Slowenien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein)
- 1. September: Der erste österreichische Gedenkdiener tritt seinen Dienst im Museum Auschwitz-Birkenau an
- 4. September: Die „Deutsch-Omanische Gesellschaft“ wird in Bonn gegründet
- 12. September: Madagaskar. Die neue Verfassung wird angenommen
- 20. September: Estland. Parlaments- und Präsidentschaftswahlen
- 25. September: Bei den 1. Braunauer Zeitgeschichte-Tagen treffen sich Vertreter belasteter Städte in Braunau am Inn
- 29. September: Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Angola
- 30. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bolivien
- 5. Oktober: Estland. Lennart Meri wird Staatspräsident
- 5. Oktober: Kuwait. Wahlen zur Nationalversammlung
- 7. Oktober: Georgien wird Mitglied in der UNESCO
- 11. Oktober: Georgien. Eduard Schewardnadse wird Staatspräsident
- 14. Oktober: Neue Verfassung in Togo
- 25. Oktober: Litauen nimmt neue Verfassung an
- 25. Oktober: Parlamentswahlen in Litauen
- 23. November: Bei einem Brandanschlag in Mölln (Schleswig-Holstein) sterben zwei türkische Frauen und ein zehnjähriges Mädchen
- 26. November: Großbrand in der Wiener Hofburg
- 27. November: Putschversuch in Venezuela
- 6. Dezember: Kommunalwahlen in São Tomé und Príncipe
- 6. Dezember: Die Schweiz lehnt in einer Volksabstimmung den Beitritt zum EWR knapp ab ([http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/19921206/det388.html Resultate])
- 7. Dezember: Verfassungsänderung in Polen
- 12. Dezember: Rumänien. Freihandelsabkommen mit der EFTA
- 14. Dezember: Kroatien wird Mitglied im IWF, (Internationaler Währungsfond)
- 16. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Russland. In Kraft seit dem 18. Mai 1993
- 26. Dezember: Die Republik Niger bekommt eine neue Verfassung
- 30. Dezember: Bulgarien. Bildung der Regierung unter Ljuben Berov
- Weltkonferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro
Kultur
- Koblenz feiert sein 2000-jähriges Bestehen
- 19. Februar: Uraufführung des Musicals Crazy for You von George Gershwin am Schubert Theatre in New York
- 18. März: Uraufführung der Oper Eréndira von Violeta Dinescu in München
- 12. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Nepal. In Kraft seit dem 6. September 1993
- 29. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Nicaragua. In Kraft seit dem 25. Januar 1999
- 22. Dezember: Beschluß des Weltwassertags
Katastrophen
- 20. Januar: Straßburg, Frankreich. Ein Airbus A320 der Air Inter stürzte während des Anflugs wegen falsch voreingestellter Sinkrate ab. 87 Menschen starben, 9 Menschen überlebten
- 9. Februar: Nahe Diouloulou, Senegal. Eine aus Dakar kommende Convair CV 640 der Gambcrest stürzte beim Landeanflug ab, wobei 31 der 59 Menschen an Bord umkamen
- 13. März: Erdbeben in der Region Erzincan, Türkei, etwa 650 Tote
- 22. März: New York, USA. Wegen vereister Tragflächen stürzte eine Fokker F-28 der USAir beim Start ab. Von 51 Menschen an Bord starben 27
- 26. April: Iran. Beim Absturz einer Fokker F-27 der iranischen Luftwaffe nahe Saveh kamen alle 39 Insassen um
- 6. Juni: Nahe La Palma, Panama. Auf dem Flug von Panama-Stadt nach Cali, Kolumbien geriet eine Boeing 737 der COPA 20 Minuten nach dem Start in ein Unwetter und stürzte ab. Alle 47 Menschen starben
- 17. Juli: Jemen. Eine Antonow An-12 der Jemenitischen Luftwaffe stürzte beim Landeanflug auf Sana'a ab, wobei alle 57 Insassen ums Leben kamen
- 24. Juli: Indonesien. Beim Anflug auf Ambon (Molukken) zerschellte eine aus Ujung (Bali) kommende Vickers Viscount der Mandala Airlines mit 70 Menschen an Bord an einem Berg. Niemand überlebte
- 31. Juli: Nepal. Ein aus Bangkok, Thailand kommender Airbus A310 der Thai Airways verunglückt kurz vor der Landung in Kathmandu. Nach technischen Problemen prallte die Maschine beim zweiten Anflug gegen einen Berg. Alle 113 Menschen an Bord starben
- 31. Juli: Nanking, Volksrepublik China. Absturz einer Jakowlew Jak-42 der China General Aviation rund 600 Meter nach dem Start. 108 Menschen starben. 18 konnten gerettet werden
- 24. August: Hurrikan Andrew traf den US-Bundesstaat Florida, verursachte Schäden von 26,5 Milliarden Dollar und kostete 26 Menschen das Leben
- 27. August: Iwanowo, Russland. Beim Landeanflug verunglückte eine aus Donezk, Ukraine kommende Tupolew Tu-134 der Aeroflot. Dabei starben alle 84 Insassen
- 6. September: Donaueschingen, Deutschland. Busunglück auf der A 864. 27 Menschen kommen ums Leben
- 26. September: Lagos, Nigeria. Absturz eines nigerianischen Militärtransporters vom Typ Lockheed C-130 kurz nach dem Start wegen Triebwerksausfall. Alle 163 Soldaten starben
- 28. September: Kathmandu, Nepal. Ein Airbus A300 der Pakistan International Airlines prallte 20 km südlich des Flughafens gegen einen Berg. Alle 167 Menschen an Bord starben
- 4. Oktober: Eine Fracht-Boeing 747–200 der israelischen Fluggesellschaft El Al stürzte nach Ausfall von Triebwerken und Hydrauliksystem in Hochhäuser des Amsterdamer Vorortes Bijlmermeer. Mindestens 47 Menschen verbrannten in dem Flammenmeer. Als Fracht wurden nur Blumen und Parfüm angegeben. Erst viele Jahre später hat die Fluggesellschaft zugegeben, dass 240 kg der Chemikalie DMMP zur Erzeugung von Sarin sowie einige hundert Kilogramm Uran an Bord des Fluges von New York, USA über Amsterdam nach Tel Aviv, Israel waren
- 15. November: Dominikanische Republik. Eine Iljuschin Il-18 der kubanischen Aero Caribbean verunglückte bei der Landung in Puerto Plata. Keiner der 34 Insassen überlebte
- 24. November: Guilin, Volksrepublik China. Absturz einer aus Kanton (Guangzhou) kommenden Boeing 737 der China Southern Airlines beim Landeanflug 20 km vor dem Ziel. Alle 141 Menschen an Bord starben
- 12. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,5 in der Region Flores, Indonesien, ca. 2.500 Tote
- 13. Dezember: Zaire. Eine Fokker F-27 der Scibe Airlift Cargo Zaire stürzte beim Anflug au | | |