Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Qianlong

Qianlong

Qian Long 乾隆 (
- 25. September 17117. Februar 1799 jeweils in Peking, Verbotene Stadt) war der vierte chinesische Kaiser der Qing-Dynastie und regierte offiziell vom 18. Oktober 1735 bis zum 9. Februar 1796, inoffiziell bis zu seinem Tod im Jahre 1799. Sein Geburtsname war Aisin Gioro Hongli 弘曆, Prinz Bao 宝亲王, sein Tempelname Gaozong 高宗 (Hoher Ahne), sein Ehrenname lautete Chundi 純帝. Qianlong war Sohn des Kaisers Yongzheng 雍正 und der Kaiserin Xiao Sheng 孝聖憲. Yongzheng Qianlong war der am längsten regierende Kaiser in der Geschichte Chinas. Seine Herrschaft gilt als Höhepunkt der Qing-Dynastie, als eine Zeit, die geprägt war von Stabilität, großer Machtentfaltung und enormen Wohlstand, aber auch bereits Anzeichen für die Probleme des darauffolgenden Jahrhunderts aufwies. Der Kaiser zeigte sich als ambitionierter und kompetenter Staatsmann, als erfolgreicher Eroberer, Ästhet, Kunstmäzen, Dichter und Meister der Kalligraphie. Das China der Qianlong-Ära gilt als größtes geschlossenes Reich der damaligen Welt, das ebenfalls die größte Bevölkerungszahl der Zeit aufweisen konnte.

Jugend als Prinz Hongli

Kalligraphie Der spätere Qianlong-Kaiser wurde als vierter Sohn des Prinzen Yinzhen und Enkel des Kaisers Kangxi 康熙 1711 geboren. Man gab ihm den Namen Hongli und verlieh ihm den Titel eines Prinzen Bao. Als er etwa zehn Jahre alt war befahl sein Großvater, dass man ihn in den Palast bringen soll, damit sein Enkel fortan bei ihm lebe und er ihn so besser kennen lernen konnte. Der alte Kangxi-Kaiser hatte zu diesem Zeitpunkt über einhundert Enkelkinder und kannte die meisten davon so gut wie gar nicht. Doch Prinz Hongli erweckte seine Aufmerksamkeit während einer kaiserlichen Hetzjagd, als ein Bär den jungen Prinzen angriff und Hongli nicht vor ihm zurückwich, sondern einen Pfeil auf diesen abschoss. Schnell empfand Kangxi tiefe Zuneigung zu seinem Enkel und bemerkte dessen schnelle Auffassungsgabe und Sportlichkeit. Der alte Kaiser befahl, dass der Prinz einer besonders ausführlichen Ausbildung unterworfen werden sollte und nahm sich seiner persönlich an. Hongli war kaum elf Jahre alt als sein Großvater 1722 starb und sein Vater als Kaiser Yongzheng den Thron bestieg. Der neue Kaiser schätzte seinen vierten Sohn ebenso sehr und ernannte ihn unverzüglich nach seiner Thronerhebung testamentarisch zum Kronprinzen. Keiner der kaiserlichen Prinzen wusste wer Yongzheng nachfolgen würde, was Cliquenbildung verhindern sollte. Hongli wurde weiter einem harten Studium unterworfen. Von sechs Uhr früh bis fünf Uhr abends musste er sich den Lektionen der Gelehrten widmen. Sein Vater selbst unterwies ihn in der Politik und überwachte seine Ausbildung streng. Der junge Qianlong wurde zu einem der am besten ausgebildeten Kaiser in der chinesischen Geschichte. Sein Studium umfasste humanistische Bildung, Poesie, Kalligraphie und Malerei, wobei er sich auf allen Gebieten als talentiert zeigte. Auch gelang es ihm Mandschurisch fließend zu erlernen. Des weiteren auch Mongolisch, Uigurisch und Tibetisch neben seiner chinesischen Muttersprache zu beherrschen. Mit zweiundzwanzig Jahren legte er das kaiserliche Examen ab, indem er eine umfassende Analyse der konfuzianischen Klassiker erarbeitete.

Thronbesteigung

konfuzianischen Klassiker Als 1735 Honglis Vater starb, war seine Nachfolge keine Überraschung mehr. Kaiser Yongzheng zeigte offen, dass Prinz Hongli sein Lieblingssohn war und ließ jedermann wissen, wie stolz er auf diesen ist. Der Prinz fungierte bereits des öfteren als Regent bei der Abwesenheit seines Vaters und wurde von diesem bei politischen Entscheidungen eingebunden. So war die Thronfolge am wenigsten für den neuen vierundzwanzigjährigen Kaiser eine Neuigkeit. Hongli legte, wie es die Tradition verlangte, seinen Geburtsnamen für immer ab und wählte für sich die Regierungsdevise Qian Long (gesprochen Tschien Lung), was Ära des Großen Wohlstands bedeutet. Als erste Maßnahme entschied der neue Kaiser, alle Mitglieder des kaiserlichen Clans aus wichtigen Ämtern zu entlassen. Qianlong misstraute seiner weitläufigen Verwandtschaft zutiefst und fürchtete Fraktionskämpfe innerhalb des Hofes wie sie in den letzten Regierungsjahren seines Großvaters vorgekommen waren. Selbst seinen Brüdern und Cousins, welche mit ihm an der Palastschule erzogen worden waren, schenkte er keinerlei Vertrauen. Die Prinzen wurden konsequent von der Regierung ausgeschlossen. Dies führte zwangsläufig zu einer Entfremdung zwischen dem Kaiser und seinen Verwandten und Freunden, welche aber durchaus von ihm gewollt war. Denn der Kaiser war in seinen Augen eine übergeordnete Macht, die frei entscheiden muss und nicht von persönlichen Bindungen befangen sein darf. Qianlongs Alltag war durch Traditionen reguliert und er führte ein sehr diszipliniertes Leben. Am liebsten beschäftigte er sich mit der Poesie, dem Sammeln von Kunstwerken und dem Bau von Gärten und Palästen. Als Herrscher war Qianlong ungemein arbeitsam. Er bewältigte täglich große Mengen Papier und ließ kein Detail unberücksichtigt. Er traf gern schnelle Entscheidungen, wobei er für Ratschläge stets offen blieb. Bei der Wahl seiner Ratgeber zeigte er eine gute Hand für Talente. Erst im hohen Alter von über achtzig Jahren sollte Qianlongs Urteilskraft nachlassen, während sein Machtwille bis zu seinem Tod stark blieb.

Familie

Ämtern Kaiser Qianlong hatte insgesamt einundvierzig Ehefrauen mit unterschiedlichen Rängen. Wiedergegeben sind nur die Kaiserinnen und diejenigen, welche dem Kaiser Kinder geboren haben. Das äußerst komplexe Titularsystem des kaiserlichen Clans ist nur grob übersetzt worden. Für eine genauere Differenzierung siehe Weblinks.
- Kaiserin Xiao Xian 孝贤 (1712-1748): 3 Kinder
- Kaiserin Xiao Xian Nara-chi (1718-1766), in Ungnade gefallen: 4 Kinder
- Kaiserin Xiao Yi Chun 孝仪纯 (1727-1775): 11 Kinder, darunter Prinz Yongyan (= Kaiser Jiaqing 嘉慶)
- Kaiserin Xiao Yi Jung (1734-1788): keine Kinder
- Kaiserliche Gemahlin Zhe Min 哲悯: ein Kind
- Kaiserliche Gemahlin Shu Jia 淑嘉: 4 Kinder
- Kaiserliche Gemahlin Chun Hui 纯慧: ein Kind
- Nebenfrau Yü 愉: ein Kind
- Nebenfrau Shu 舒: ein Kind
- Nebenfrau Tun 惇: ein Kind Eine besonders tiefe Beziehung führte Qianlong nur mit seiner ersten Gemahlin, Kaiserin Xiao Xian. Er hatte sie schon mit sechzehn Jahren geheiratet, doch sie starb bereits 1748 eines plötzlichen Todes, was der Kaiser nie überwand. Obwohl er weitere vierzig Ehefrauen hatte, sollte er nie wieder eine gleichartige Bindung eingehen. Trotzdem schenkten ihm seine Frauen 17 Söhne und 10 Töchter, von denen die Hälfte das Erwachsenenalter erreichte. Die tiefste Zuneigung jedoch empfand Qianlong zu seiner leiblichen Mutter, der durch ihn in den Rang einer Kaiserinwitwe erhobenen Xiao Sheng 孝聖憲 (1693-1777). Regelmäßig besuchte er sie alle drei Tage, ehrte sie zu jedem Feiertag, überhäufte sie mit Geschenken und nahm sie selbst auf den weitesten Reisen mit sich. Die Kaiserinmutter blieb bis ins hohe Alter sehr vital; die Verehrung ihres Sohnes für sie war in der Tat außergewöhnlich. Dennoch war auch sie von den Regierungsgeschäften ausgeschlossen und es war ihr strikt verboten, sich in öffentliche Angelegenheiten einzumischen.

Innenpolitik

Stärkung der Lokalbehörden

1748] Neben den vielen kleinen Änderungen die Qianlong in den Institutionen des Reiches vornahm, ist die Ausdehnung des sogenannten baojia-Systems besonders zu erwähnen. Es bildete die unterste Ebene im sozialen Kontrollmechanismus und diente dazu die Gesetze auf lokalem Gebiet durchzusetzen und deren Anwendung zu überwachen. Der Name baojia steht für ein System der örtlichen Sicherheit und geht auf die Reformen Wang Anshis während der Song-Dynastie zurück. Als die Mandschu 1644 Peking einnahmen und ihre Dynastie etablierten, führten sie das baojia in ganz China ein, um die Autorität der Regierung zu stärken. Das baojia-Polizeisystem beruhte auf gegenseitiger Verantwortung für die örtlichen Gesetze und Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung durch die Einwohner selbst. Es basierte auf Gruppen zu zehn Haushalten, welche wiederum von Lokalbeamten überwacht wurden. Ergänzt wurde das baojia durch das lijia genannte Steuererhebungssystem, welches ganz ähnlich organisiert wurde. Beide Systeme waren nur bedingt effizient, was soziale Kontrolle, Steuerabgaben und Volkszählung betraf. Kaiser Qianlong suchte diese Systeme zu reformieren und entschied sich 1740, eine Änderung einzuführen. Die Lokalbeamten sollten ab sofort nicht nur die erwachsenen Männer zählen, die zum Arbeitsdienst verpflichtet wurden, sondern die Arbeitsregistrierung mit dem Steuersystem verknüpfen und so alle Individuen eines Haushalts erfassen. Qianlongs Ratgeber erklärten, dass dieses Vorhaben der nahezu perfekten Volkszählung bei so vielen Millionen Einwohnern unmöglich sei. Der Kaiser war anderer Meinung und befahl das baojia entsprechend seinen Vorgaben zu ändern. Fortan musste der Vorsteher einer zu je zehn Haushalten zusammengefassten Einheit den Namen, das Geschlecht und das Alter der Mitglieder eines Haushalts auf eine Plakette am Eingang notieren. Einmal im Jahr wurden die Änderungen dem zuständigen Lokalbeamte mitgeteilt. Auf diese einfache Art war es nun möglich, ein ziemlich genaues Bild über die Einwohnerzahl und deren Steueraufkommen zu gewinnen, was mögliche Unterschlagung eindämmen konnte. Auch wurde die lokale Ordnung gestärkt, denn die zehn Familien innerhalb des baojia mussten sich gegenseitig überwachen und Verstöße jedweder Art melden. Dadurch war die Kontrolle durch die örtlichen Behörden stark erweitert und dieses System sollte auch eine lange Zeit sehr effektiv funktionieren.

Inspektionsreisen

Unterschlagung Wie sein Großvater Kangxi unternahm auch Qianlong ausgedehnte Inspektionstouren durch das Reich der Mitte. Diese Reisen dienten dem Kaiser dazu, sich persönlich ein Bild von den dringendsten Problemen im Land und den Fortschritten einzelner Projekte zu machen. Darüber hinaus waren sie große Ereignisse, durch die man Macht und Reichtum des Kaisers demonstrieren konnte. Die längsten Inspektionsreisen dauerten einige Monaten und führten Qianlong in die reiche Region des Yangtzedeltas: 1751, 1757, 1762, 1765, 1780 und 1784. Daneben führten ihn noch über einhundert kleinere Touren in den Norden oder andere Gebiete unweit von Peking. Bei seinen Reisen begleiteten ihn seine Ratgeber und eine kleine Zahl von Großsekretären und Mitgliedern des Staatsrats, um sich auch auf Reisen der Regierung widmen zu können. Darüber hinaus noch Künstler, Leibwachen, Palasteunuchen, Beamte, Hofdamen, Dienerinnen, Prinzen, Köche, Knechte und Soldaten. Im Schnitt nahm er bei seinen Inspektionen etwa 3000 Personen mit sich. Solche Touren waren aufwendig und teuer. Ihre Organisation daher eine Meisterleistung. Qianlong hatte Reisepaläste bauen lassen, um unterwegs eine behagliche Unterkunft zu haben. Die südlichen Touren führten in die großen Zentren der Region: Yangzhou, Nanjing, Suzhou und Hangzhou. Die meiste Zeit verbrachte der Kaiser damit, Kanäle und Deiche zu begutachten oder andere öffentliche Bauten zu besuchen, mit Beamten und Gelehrten zu sprechen, Kriminelle zu begnadigen und Truppen zu inspizieren. Es kam aber auch oft vor, dass man Feste zu Ehren des Kaisers gab, organisiert durch wohlhabende Provinzbeamte und Kaufleute. Dadurch, dass die Yangtzeregion die reichste und bevölkerungsstärkste des ganzen Landes war, waren solche Ereignisse erst überhaupt möglich. Privatpersonen, besonders die Händler die mit dem Ankauf und Verkauf von Salz durch das Staatsmonopol reich wurden, konnten als Gastgeber für kaiserliche Empfänge fungieren. Einige soll es aber auch gänzlich ruiniert haben, denn Qianlong schätzte kein bescheidenes Auftreten. Es gab verschieden Möglichkeiten des Reisens. Man konnte zu Pferd über Land reiten oder den gesamten Weg in den Süden über den Kaiserkanal nehmen, der von Peking nach Hangzhou führte. Der Seeweg war bequemer und ermöglichte luxuriösen Komfort, doch meist bevorzugte Qianlong das Pferd. So konnte er sich sportlichen Aktivitäten wie Polo oder Bogenschießen weit besser hingegeben. Die riesige Entourage des Kaisers kam ohnehin nur schleppend voran.

Korruption

Insbesondere gegen Ende der Regierungszeit Qianlongs griff im Verwaltungsapparat zunehmend Korruption um sich. Erscheinungsformen Sie äußerte sich u.a. darin, dass lokale Beamte unter Anwendung von Gewalt oder Drohung von den Bauern mehr Abgaben forderten, als ihnen zustand, was die allgemeine Unzufriedenheit schürte und u.a. zu den Erhebungen des Weißen Lotus beitragen sollte. Steuerüberschüsse wurden bisweilen von den Magistraten nicht oder unvollständig an die Finanzkommissare der Provinzen weitergeleitet. Auch wurden staatliche Mittel, die für bestimmte Projekte wie Straßen- oder Deichbauten bestimmt waren, veruntreut und in die eigene Tasche abgezweigt. Ein Umstand, dem China übrigens sieben große Überschwemmungen des Gelben Flusses Anfang des 19. Jahrhunderts sowie die desaströse Flutkatastrophe von 1855 zu verdanken hat. Justizbedienstete ließen sich eigenmächtige „Strafmilderungen“ von den Delinquenten durch Schmiergeld bezahlen. Schließlich wurden selbst Aufstände von den verantwortlichen Beamten aufgrund von den Rebellen gezahlter Bestechungsgelder häufig nur halbherzig bekämpft. Die Abgrenzung von Korruption, Ausbeutung und Kriminalität zu legalem Amtsverhalten gestaltete sich freilich mangels Rechtssicherheit mitunter schwierig; häufig fehlt es an juristisch verbindlichen Regelungen, auch war ein starker gewohnheitsrechtlicher Einschlag zu verzeichnen. Gründe Ein Grund für die genannten Zustände lag sicherlich im Niedergang der einst glanzvollen Stellung der kaiserlichen Beamten: Weiterhin gelang es nur einer schmalen Elite, das langwierige und schwere kaiserliche Prüfungssystem zu absolvieren und obendrein im Anschluss gegen übermächtige Konkurrenz einen der knappen Verwaltungsposten zu erringen. Nach Etablierung im Staatsdienst wurden sie nunmehr aber zunehmend schlechter bezahlt, waren aber andererseits u.a. wegen des mit dem drastischen Bevölkerungswachstum oft nicht Schritt haltenden Ausbaus des Behördenapparates häufig völlig überlastet. Oft mussten sie obendrein einen Verwandtenkredit abzahlen, mit dem sie die Ausbildung finanziert hatten. Dass unter diesen Umständen viele Beamte der Versuchung nicht widerstehen konnten, ihr Gehalt auf illegale Weise aufzubessern, erscheint menschlich verständlich. kaiserliche Prüfungssystem Begünstigt wurde die Korruption schließlich auch durch die schwindende zentralstaatliche Kontrolle durch den Kaiserhof. So beschäftigte sich Qianlong in weitaus geringerem Maße als seine Vorgänger mit Verwaltungsdingen. Insbesondere das von seinem Vater Yongzheng eingeführte System der „Palastdenkschriften“ ließ er zunehmend zur formellen Routine verkommen. Häufig überflog er die Eingaben nur flüchtig und pinselte oberflächliche Bemerkungen wie „zur Kenntnis genommen“, „gelesen“ oder „an das zuständige Ministerium weiterleiten“ auf die Dokumente. Mitunter überließ er auch zentrale, an sich dem Kaiser obliegende Aufgaben dem Staatsrat oder nachgeordneten Behörden. Umgekehrt wurden Qianlong von den Provinzbeamten mitunter wichtige Informationen vorenthalten und insbesondere die wahre Lage bei Feldzügen oder Aufständen verschleiert. Ansätze des Finanzministeriums, den Missständen durch verstärkte Berichtspflichten und Genehmigungsvorbehalte entgegen-zuwirken, erwiesen sich oft als kontraproduktiv, verschärften die Bürokratisierung und brachten damit noch mehr Lasten für die Amtsträger mit sich. Rolle des Günstlings Heshen Eine besondere Rolle bei der Ausbreitung der Korruption gegen Ende des Jahrhunderts spielte Qianlongs Günstling Heshen 和珅. Im kaiserlichen Regierungssystem hatte er stets zentrale Funktionen inne. So war er etwa u.a. Finanzminister, Chef des Beamtenministeriums, Kaiserlicher Großsekretär und Aufseher für Transitzölle. 1781 wurde er gar als Sonderbeauftragter in die Provinz Yunnan entsandt, um den dortig erhobenen Korruptionsvorwürfen nachzugehen. In all diesen Ämtern nutzte er seine Stellung wie auch seine naturgegebene Intelligenz, um sich und seine Sippe zu bereichern. Er maßte sich nahezu kaiserliche Machtbefugnisse an, erzwang Gefälligkeiten und ließ sich jede ihm obliegende Dienstleistung bezahlen. Insbesondere auch bei der Bekämpfung der Rebellion vom Weißen Lotus unterschlug er durch Rechnungsfälschung mehrere Millionen Silbertael.

Unruhen und Aufstände

Gegen Ende der Regierungsperiode Qianlongs kam es in zahlreichen Landesteilen zu Rebellionen: So erhob sich in den achtziger Jahren auf Taiwan die sog. „Himmel- und Erdegesellschaft“ (Tiandi), eine pseudo-religiös inspirierte Gruppe, die den Qing die Legitimation absprach, mehrere Städte eroberte und sogar kurzzeitig eine eigene Gegen-Dynastie, die „Shuntian“, etablieren konnte. Dazu kamen mehrere Aufstände muslimischer Minderheiten u.a. in der Provinz Gansu sowie von Miao-Stämmen im Südwesten Chinas. Diese Unruhen konnten von Qianlongs Heeren noch relativ leicht niedergeschlagen werden. Ungleich schwerer wog indes der 1774 in Shandong ausgebrochene, nach seinem charismatischen Anführer benannte Wan-Lun-Aufstand. Er wurzelte insbesondere in der sich infolge von Bevölkerungsexplosion und Nahrungsmittelverknappung verschärfenden allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der steigenden Abgabenlast für die Bevölkerung, der zunehmenden Konzentration des Landeigentums in den Händen weniger Großgrundbesitzer und dem damit verbundenen Abstieg freier Bauern zu Landarbeitern sowie in der Entwertung des Kupfergeldes im Verhältnis zum Silber. Besondere Bedrückung für weite Kreise der Bevölkerung brachte auch die bereits erwähnte Korruption in der Beamtenschaft. Getragen wurde die Erhebung dementsprechend vor allem von durch die genannte Entwicklung sozial deklassierten Bevölkerungsgruppen, insbesondere Bauern und Landarbeitern, aber auch eher städtischen Ständen wie Fuhrleuten, Kleinhändlern, Geldleihern, Schauspielern, Treidlern oder Kulis. Man berief sich auf die obskure Tradition der seit Ende der Yuan-Dynastie in China tätigen Sekte des Weißen Lotus, verehrte deren Gottheit der Ewigen verehrungswürdigen Mutter; die desolate irdische Lage wurde als Vorbote einer messianischen Zeit gedeutet. Obwohl die von mitunter recht krausem Gedankengut gestützten Rebellen des Weißen Lotus keinerlei festes politisches Programm hatten und Qianlong mit äußerster militärischer Härte gegen sie vorging, gelang es ihm zeitlebens nicht mehr, die Bewegung einzudämmen. Ursache hierfür dürfte insbesondere auch die zunehmende Korruption im kaiserlichen Verwaltungsapparat gewesen sein, die zu einer oft nur halbherzigen Bekämpfung der Aufstände durch bestochene Beamte, aber auch zu einer unzureichenden Information des Kaiserhofs über die tatsächliche Situation führte. Mitunter desertierten sogar mit der Situation ebenfalls unzufriedene kaiserliche Soldaten und Offiziere zu den Aufständischen.

Mandschu-chinesischer Konflikt

Der junge Kaiser bewunderte seinen Vater Yongzheng, aber auch seinen Großvater Kangxi sehr. Sein Vater neigte zu Misstrauen und Strenge gegenüber all seinen Beamten und Ministern. Doch Qianlongs Regierungsstil entsprach eher dem seines Großvaters, der stets nach Kompromissen suchte und eine eher entspannte Sicht der Dinge an den Tag legte. Qianlong ließ seinen Hofbeamten relativ viel Freiraum bei Entscheidungen, überwachte sie aber aufmerksam. Keinerlei Gnade kannte er hingegen bei antimandschurischen Tendenzen oder Angriffen auf seine Dynastie oder Würde als Kaiser. Auch war er unnachgiebig bei der Bekämpfung von Fraktionen am Hof, die eventuell ihre Amtsautorität für ihren persönlichen Nutzen missbraucht hätten. Und dennoch kam es zu Beginn seiner Herrschaft zu einem Konflikt zwischen mandschurischen und chinesischen Beamten am Hof. Qianlong war sehr stolz auf seine mandschurische Herkunft. Obwohl er auch han-chinesische Vorfahren hatte, unterstrich er diesen Aspekt besonders gern. Dies führte dazu, dass er mehr Mandschu in die höchsten Ämter berief und weit weniger Chinesen dafür einsetzte. Obwohl das Übergewicht der Chinesen innerhalb der kaiserlichen Verwaltung weiterhin sehr groß war, waren doch einige Kreise des chinesischen Gelehrtentums gekränkt über diese Bevorzugung. Als er den Thron bestieg übernahm Qianlong von seinem Vater zwei sehr kompetente und machtvolle Minister: Den Mandschu E’ertai (1680-1745), einst Generalgouverneur der Südwestprovinzen, der es bis zum Großsekretär, Kriegsminister und Mitglied des Staatsrats brachte. Und den Chinesen Zhang Tingyu 張廷玉 (1672-1755), das einflussreichste Mitglied des Staatsrats. Um diese zwei begannen sich nun die Fraktionen der Mandschu und Chinesen zu scharen, was den Kaiser sehr beunruhigte. Er konnte die beiden aus Respekt für seinen Vater nicht einfach absetzen. So distanzierte er sich zusehends von ihnen und wartete ab, bis sie bald darauf starben, um danach deren Anhänger in Ungnade fallen zu lassen. Danach versuchte er ein relatives Gleichgewicht innerhalb der höchsten Staatsämter herzustellen – was den chinesischen Beamten auch nicht unbedingt passte - und die so oft proklamierte Gleichheit zwischen Mandschu und Chinesen zu unterstreichen. Qianlong suchte ein anderes Problem mit seiner Ämterbesetzung zu bekämpfen, den anhaltenden Verfall der mandschurischen Traditionen und Sitten. Zu seiner Zeit sprach kaum noch ein Mandschu seine Muttersprache, sie assimilierten sich praktisch vollständig in die chinesische Kultur und gaben ihre eigene Identität dabei auf. Qianlong versuchte Maßnahmen gegen diesen Verfall durchzusetzen, doch musste er schnell erkennen, wie sinnlos dies war. So hoffte er, wenn er diesen Prozess schon nicht stoppen konnte, dass er wenigstens den Mandschu ein höheres Prestige und mehr Macht in der Gesellschaft verschaffen könne. Was ihm auch im begrenztem Umfang gelingen sollte.

Kultur

Künstler und Mäzen

Macht Macht Qianlong ist insbesondere als Künstler und Sammler bekannt geworden. Die offizielle Sammlung seiner eigenen Poesie umfasst mehr als 40.000 Gedichte, von denen die meisten aber als eher schlecht gelten. Kein anderer Poet in Chinas Geschichte hat so viele Gedichte hervorgebracht. Man muss unterstellen, dass er wohl Unterstützung bei der Formulierung seiner Werke hatte. Aber einige kritisieren, ihre niedrige Qualität sei der beste Beweis, dass sie nur von ihm sein könnten. Bei der Sammlung von Meisterwerken zeigte er hingegen ein erheblich größeres Talent. Er sammelte Antiquitäten mit ausgiebiger Leidenschaft. Seine Gier nach Kunst war berüchtigt. Andere Kunstsammler fürchteten, der Kaiser würde ihre schönsten Stücke als Geschenke verlangen, sobald er Kenntnis davon bekäme. Einige Sammler ließen sogar geschickte Kopien ihrer Schätze anfertigen, für den Fall, dass Qianlong sie fordern sollte. Seine fließende Kalligraphie gilt als markant. Die meisten, die ihm zugeschrieben werden, scheinen auch tatsächlich von seiner Hand zu stammen. Kunstexperten bescheinigen seinen kalligraphischen Künsten zwar großes Talent, allerdings keine Bestnoten. Zu allen Zeiten ist Qianlong dafür kritisiert worden, dass er auf die Ränder der bedeutendsten Bilder der chinesischen Malerei seine Gedichte mit eigener Hand niederschrieb. Einige habe diese „Verschönerungen“ gar als Vandalismus tituliert. Nichtsdestoweniger gilt die kaiserliche Sammlung, die er mit so viel Hingabe sein ganzes Leben zusammengetragen hat, als eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt, die in ihrer Qualität bis heute unübertroffen ist. Doch auch als Mäzen der Künste machte sich der Kaiser einen Namen. Die Kunst erlebte eine Hochblüte unter seiner Förderung und der Qianlong-Stil beim Porzellan und anderen Luxusgütern wird damals wie heute geschätzt. Zahllose Künstler beschäftigte er in seinen Palastwerkstätten, mit dem Ziel sein Ansehen zu vermehren und natürlich um seine eigene Sammlung zu erweitern.

Bauherr

Qianlong war einer der größten Bauherrn in der kaiserlichen Geschichtsschreibung. Peking wurde in großen Teilen durch seine Hand geprägt. Er restaurierte, vergrößerte, verschönerte und baute: Paläste, Wälle, Stadttore, Straßen, Wasserwege, Parkanlagen und eine endlose Zahl von Tempeln. Zwar änderte er nichts an der axialen Ausrichtung Pekings und der inneren Kaiserstadt, aber er fand, die Paläste der Verbotenen Stadt seien zu lustlos und symmetrisch in ihrer Planung. Deshalb ließ er neue Gärten, Gewässer und Blumenterrassen anlegen. Er forderte die besten Materialien und die höchste Qualität bei der Ausführung der Arbeiten und scheute keine Kosten für die Ausführung dieser enormen Projekte. Im ganzen Land wies er seine Gouverneure an, Stadtmauern, Kanäle und Straßen wiederherzustellen. Ganz China wurde von seiner Bausucht erfasst. Besonderen Wert legte er auf den Bau seines Sommerpalastes, des Yuanming Yuan. Die größte Garten- und Palastkomposition der damaligen Welt, in der nordwestlichen Vorstadt von Peking gelegen. Hier konnte er freier seinen Vorstellungen folgen und seiner Phantasie freien Lauf lassen. Unter anderem bauten ihm die Jesuiten unter den Hofkünstlern einen weißen Marmorpalast im europäischen Barockstil, auf einer weitläufigen Terrasse gelegen, mit Fontainen und Wasserspielen nach dem Vorbild von Schloss Versailles. Natürlich legte er sein Augenmerk auch auf den Bau seines Yuling genannten Grabbezirks. Bereits sehr früh begannen die kaiserlichen Zensoren den Kaiser für seine Bauprojekte zu tadeln und sie als nutzlose Verschwendung zu brandmarken. Qianlong hingegen lobte ihren konfuzianischen Sinn für Sparsamkeit und ignorierte ihre Kritik. 1780 schrieb er ein Memorandum in dem er sich verteidigte. Er führte an, dass seine Schatzkammern heute doppelt so voll seien wie am Tage seiner Thronbesteigung, dass er seine Arbeiter überdurchschnittlich gut bezahle und so vielen Menschen Arbeit hat geben können. Als dies mag sicherlich stimmen, aber dennoch förderte sein extravaganter und luxuriöser Lebensstil die Verschwendungssucht innerhalb der gesellschaftlichen Elite. Auch hätte bei der expansiven und teuren Außenpolitik die er vorantrieb eine Umverteilung der Finanzen so manche Steuererhöhung in einigen Provinzen überflüssig gemacht.

Projekt der „Vier Schätze“

Außenpolitik Der Qianlong-Kaiser fühlte sich in der chinesischen Kultur beheimatet und glaubte, die höchste Autorität zu sein, an die man sich in Fragen des kulturellen Lebens wenden konnte. Das Qing-Regime war sehr darum bemüht, als chinesische Herrschaft zu erscheinen und stellte sich als Beschützer chinesischer Werte und Kultur dar. Der „Sohn des Himmels“ war der Garant für Ethik und Moral. Aus dieser Überlegung heraus wurde argumentiert, dass Loyalität für die kulturellen Werte und Traditionen Chinas, gleichbedeutend waren mit der Ergebenheit gegenüber dem Herrscher und der Dynastie der Qing. Letztlich sah Qianlong die Kultur nicht nur als Ort des persönlichen Vergnügens, sondern auch als politisches Werkzeug, das es in seinem Sinne und der seiner Dynastie zu manipulieren galt. 1770 erließ der Kaiser ein Edikt, welches seinen Hof wissen ließ, dass die Zeit gekommen sei, das gesamte literarische Erbe der chinesischen Geschichte zu sichten und zusammenzutragen. Er befahl Listen zu erstellen, in denen alle Werke (klassische, historische, philosophische und literarische Schriften) verzeichnet werden sollte, die je erschienen sind, in allen Varianten und Formen. Diese Listen sollten dann daraufhin untersucht werden, welches die besten Werke sind, um dann von Gelehrten genutzt werden zu können. Zunächst fand dieses Vorhaben wenig Anklang. Besonders der Staatsrat gab zu bedenken, dass das Sammeln von Texten nicht die Aufgabe der Regierung sei, es viel Geld kosten würde und man sich eventuell in einen philosophischen Disput hinein begeben würde, darüber, was aufnahmewürdig sei und was nicht. Kurz gesagt, die Ratgeber des Kaisers machten auf die vielen praktischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Vorhabens aufmerksam. Qianlong ließ sich nicht beirren und gab im März 1773 bekannt, dass das Projekt in Angriff genommen werde müsse. Er nannte es offiziell Die Vollständige Bibliothek der Vier Schätze (Siku quanshu 四庫全書). Aus dem ganzen Reich wurden seltene Bücher nach Peking gebracht, private Sammler um Kopien gebeten, Neuveröffentlichungen untersucht. Ferner trug man Teile alter verlorener Texte zusammen und versuchte, sie wiederherzustellen. Alle gesammelten Bücher wurden in die Hanlin-Akademie, innerhalb der Kaiserstadt Pekings, gebracht, wo man sie las, verglich und verbesserte. Etwa 360 Gelehrte waren mit dieser als sehr ehrenvoll empfunden Aufgabe betraut. Dann kopierten 3.862 Meister der Kalligraphie die Schriften in ein einheitliches Format. Schnell war klar, dass die kaiserliche Akademie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stieß und weitere Büros zur Bearbeitung eingerichtet werden mussten. Innerhalb des Palastbezirks wurde eine große Bibliothek errichtet, um das Endprodukt aufzunehmen. Dieses enthielt am Ende 3.470 kopierte Texte sowie ein großes Verzeichnis weiterer Werke, die nur mit ihren Titeln verzeichnet wurden. Das erste Manuskript wurde dem Kaiser 1782 vorgelegt. Es umfasst 79.932 Kapitel mit mehr als 360 Millionen Wörtern in 36.000 Bänden. Das gewaltige Werk war bei weitem zu groß, um gedruckt zu werden. Es wurden nur sieben Ausgaben davon hergestellt, vier wurden in den Palästen von Peking und Umgebung aufbewahrt, drei weitere in den Süden nach Yangzhou, Zhenjiang und Hangzhou geschickt, wo sie unter der Aufsicht von speziellen Beamten für das Studium zugänglich waren. Die Sammlung der Vier Schätze gehört nicht nur zu den herausragenden Leistungen Qianlongs, sondern sie bildet bis heute den Grundstein der chinesischen Literatur.

Qianlongs „Literarische Inquisition“

Studium Dennoch hatte die Sammlung der Texte einen negativen Effekt: Bei der Suche nach Schriften wurden ebenso unliebsame Texte ausfindig gemacht und umgeschrieben oder für immer vernichtet. Zwischen 1773 und 1775 waren alle Bücher in Peking eingetroffen und man begann mit der Durchsicht der Werke. Doch dabei achtete man nicht nur auf Qualität, sondern suchte auch nach verdächtigen Tendenzen in den Schriften. Dabei ging es nicht nur um Texte aus dem Ende der Ming-Zeit, als sich der Kampf zwischen Chinesen und Mandschu ereignete. Im Gegenteil, man durchsuchte Bücher aus der gesamten Zeitspanne chinesischer Geschichte. Mit dem Ziel, Inhalte zu entdecken die sich gegen fremdländliche Dynastien wie die Yuan-Dynastie wandten, gegen die nördlichen Völker oder speziell gegen die Mandschu richteten. Hauptsächlich verdächtigte Qianlong diese Bücher deswegen, weil er befürchtete, dass man mit ihnen Untertanen gegen die Autorität der Qing-Dynastie aufbringen könnte. Wurden Autoren gefunden die sich des Schreibens aufrührerischer Bücher schuldig gemacht hatten, so war die Bestrafung rigoros und konsequent. Ihre Werke wurden nicht nur vollständig zerstört, sondern der Autor und seine Familie konnten verbannt und im schlimmsten Fall sogar zum Tode oder zur Versklavung verurteilt werden. Es gab fünf Kriterien nach denen man die Themen aussortierte und die Vernichtung veranlasste:
- Pro-Ming-Äußerungen: Der Vergleich zwischen den Dynastien der Ming und Qing war gefährlich. Es war wichtig die Ming als degeneriert zu beschreiben und ihren Untergang als unvermeidbar darzustellen noch bevor die Mandschu in Zentralchina eindrangen. Dadurch sollte herausgestellt werden, dass das „Mandat des Himmels“ auf legitime Weise auf die Qing überging.
- Ming-Restauration: Die Forderungen nach der Wiederherstellung des Ming-Regime war extrem selten anzutreffen, da an der Rechtmäßigkeit der Qing-Kaiser im allgemeinen kein Zweifel in der Bevölkerung gehegt wurde. Dennoch wurde beim kleinsten Anzeichen für eine solche Tendenz eine strenge Bestrafung angeordnet.
- Feindschaft gegenüber Steppenvölkern: Der Konflikt zwischen China und den Bewohnern der Steppe hatte eine lange Tradition und die nördlichen Gebiete wurde mit der Zeit als „fremdartig“ oder „barbarisch“ stilisiert. Diese Umschreibungen hatten aber keineswegs einen negativen Unterton bei ihrem Gebrauch in der Literatur, aber nur das Potenzial für einen feindlichen Unterton reichte aus, um hier eine Zensur anzusetzen.
- Literatur für anzügliche und lasterhafte Vergnügen: Die Qing hatten eine etwas puritanische Sicht der Gesellschaft und stellten sich damit ausdrücklich gegen die Sitten der späten Ming-Zeit. Diese wurde als moralisch verdorben verurteilt, worin aus Qing-Sicht auch der Hauptgrund für ihren Untergang gelegen haben soll. Während der Qing-Zeit suchte man sich wieder mehr an den konfuzianischen Idealen zu orientieren und das hieß mehr Sittenstrenge, wenn auch die chinesische Gesellschaft unter den Qing immer noch sehr freizügig blieb. Besonders Qianlong suchte den Vorgaben von Sitte und Moral zu entsprechen und alles zu vermeiden, was den Traditionen des Landes entgegenstand. Die Rolle des Kaisers als Vater des Volkes und Vorbild für die Gesellschaft nahm er durchaus sehr ernst. Weshalb ihm die Auslöschung von Schriften, welche die soziale Ordnung unterliefen, gelegen kam.
- militärische Werke: Die Mandschu misstrauten den Chinesen beim Studium ihrer eigenen Militärliteratur. Zur Durchsetzung ihrer militärischen Vormacht, waren die Mandschu zum größten Teil auf chinesische Truppen angewiesen. Dabei beschränkten sie die chinesische Beteiligung bei der Führung der Armeen, taktischen Ausarbeitung und militärischen Aufklärung auf Han-Chinesen des Bannersystems. Die Schriften über Militärwissenschaften waren besonders in der Ming-Zeit populär. Für die Chinesen hätten solche Bücher nur als Quellen aufwieglerischen Wissens gedient, weswegen ihre weitläufige Vernichtung als gute Vorbeugung von Aufständen angesehen wurde. Trotz dieser Eingriffe seitens des Staates unter der Qianlong-Herrschaft, kann man nicht leugnen, dass seine Regierung ein goldenes Zeitalter der chinesischen Literatur war. Das 18. Jahrhundert gilt nicht nur als Epoche großer Romane wie dem Traum der roten Kammer, sondern auch als eine Renaissance des Neo-Konfuzianismus und der Philosophie. Einige der bedeutendsten Gelehrten und Autoren waren unter Qianlong tätig und das nicht trotz des regierenden Kaisers, wohl eher dank ihm.

Musik

Nachdem Kaiser Kangxi die Gebetsmusik zu den kaiserlichen Opferzeremonien hatte überarbeiten und modernisieren lassen, leitete Qianlong insofern eine Art Restauration ein und stellte die traditionellen Formen wieder her. Hierbei war ihm insbesondere an der Abgrenzung religiöser Ritualmusik gegenüber weltlichen Klängen gelegen. Ungeachtet ihres rein funktionellen Zwecks genießt sie in der Musikwissenschaft hohes Ansehen. Am Kaiserhof zu Peking unterhielt Qianlong ein traditionell ausgestattetes Palastorchester von mehr als 200 Musikern. Daneben bestand eine kleinere Gruppen von Eunuchen, die, in europäische Gewänder und Puderperücken gesteckt, auf westlichen Instrumenten Barockmusik zu spielen hatten. Als Kastraten kamen sie dem Kaiser auch bei der Aufführung der von den Jesuiten mitgebrachten italienischen Opern zupass. Oper Eine besondere Blüte erlebte in Qianlongs Amtszeit der mandschurische Sprechgesang, dessen Texte häufig auf die von Heimweh geprägten Lieder der Grenzsoldaten zurückgehen. Als Begleitinstrument hierfür ließ der Kaiser auf der Grundlage tradierter Militär- und Zeremonialtrommeln die Bajiaogu 八角鼓entwickeln, eine Art achteckiges Tambourin. Es ist traditionell mit Pythonhaut bespannt und steckt voller politischer Symbolik: Die Form des Instruments sollte an die Zahl der mandschurischen Banner erinnern; die drei Zymbale pro Ecke standen für die drei Hauptnationen Mandschu, Han-Chinesen und Mongolen; die angehängte Troddel verhieß Wohlstand und reiche Ernte. Vor allem aber wird Qianlong mit der Geburt der Peking-Oper (jingjiu 京剧) in Verbindung gebracht, dem aus westlicher Sicht authentischsten Ausdruck chinesischer Musikkultur. Während seiner Inspektionsreisen in den Süden hatte Qianlong Gefallen an verschiedenen regionalen Opernstilen gefunden. Anlässlich seines 80. Geburtstags lud er daher Operntruppen aus den verschiedensten Teilen Chinas, u.a. aus den Provinzen Jiangxi, Hubei, Sichuan und Shanxi, vor allem aber aus Anhui, an den Kaiserhof. Dort blieben sie auch nach dem Ende der Feierlichkeiten und entwickelten sukzessive aus den vier regionalen Opern-stilen huiban, kungqu, yiyang und luantan etwas Neues, eben die heute so berühmte Peking-Oper.

Militärische Unternehmen

Die zehn siegreichen Feldzüge

Anhui Die Rolle eines siegreichen Feldherrn war wichtig für die Selbstdarstellung eines Kaisers von China. Qianlong nutzte viele Gelegenheiten um das Qing-Reich auszudehnen und die Vormachtstellung Chinas in Zentralasien zu erweitern. Zur Seite standen ihm dabei die traditionell mandschurisch geprägten Acht Banner, aber auch die drei Mal so starke, vorwiegend aus Han-Chinesen bestehende Grüne Standarte. Nie führte er eine seiner Armeen selbst in den Krieg, doch besuchte er die Truppen in der Steppe, begrüßte heimkehrende siegreiche Generäle und nahm die Unterwerfung der Besiegten persönlich entgegen. In der Hauptstadt ließ er die Halle der militärischen Tapferkeit errichten, eine Art Militärmuseum. Darin wurden die Portraits der erfolgreichen Befehlshaber mit ihren Waffen präsentiert. Hofmaler wie Giuseppe Castiglione wurden beauftragt die größten Siege der Regierungszeit im Bild festzuhalten, um sie dann in der Halle zu präsentieren. Expansion mit Waffengewalt wurde zu einer häufig praktizierten Politik unter Qianlong und nahm einen weiten Raum in seinem Denken ein. Zum Ende seines Lebens schrieb er 1792 die Aufzeichnung der zehn Perfektionen, womit zehn Kriege gemeint waren, die jeweils mit einem Sieg für Qianlong endeten. Die Liste zählt nicht die Niederschlagung von innerchinesischen Rebellionen auf, denn diese waren Resultate von Fehlern der Regierung. Der Kaiser war der Meinung, dass man über Fehler nachdenken müsse, anstatt sie zu feiern. Die zehn Feldzüge bestanden aus der zweimaligen Befriedung von rebellierenden Stämmen im westlichen Sichuan, 1747-1749 und noch mal 1771-1776; zwei Kriege gegen die Dsungaren im nordwestlichen Xinjiang, 1755-1757; ein Sieg über abtrünnige Turkmenen im südlichen Xinjiang, 1758-59; die Unterdrückung einer Rebellion auf Taiwan, 1787-88 ; ein Grenzkrieg gegen Burma, 1766-1770; ein anderer gegen Annam; 1788-89; und die beiden Feldzüge gegen die Gurkha in Tibet und Nepal, 1790-92. Die herausragende Leistung war sicherlich die Unterwerfung der Dsungaren, was zur Eingliederung von ganz Xinjiang in das Reich führte. Schon lange konkurrierten Chinesen und Dsungaren miteinander, den Dalai Lama in Tibet zu kontrollieren und sich die Oberhoheit über den Buddhismus und Lamaismus zu sichern. Am kostspieligsten und schwierigsten war die Unterdrückung der Jinchuanstämme in Sichuan. Der erste Feldzug von 1747 bis 1749 war ein recht einfaches Unternehmen. Mit einem minimalen Einsatz von Truppen, wurden die Stammeshäupter zum Frieden gezwungen, doch ethnische Konflikte hielten zwanzig Jahre an. Dies führte zu einem erneuten Aufstand. Ein zweites Mal musste ein Mandschugeneral entsandt werden, doch diesmal mit einem massiven Truppeneinsatz, der teurer war als alle anderen Kriege zusammengenommen. In Peking ansässige Kanonengießer aus Europa, fertigten spezielle Artillerie an, um die Steinfestungen der Stämme zu bombardieren. Die Generäle kannten keine Gnade und unterdrückten die Aufstände. Danach wurde die gesamte Region in eine Militärpräfektur umgewandelt und mit loyaleren Einwohnern neu besiedelt. Unter Qianlongs Herrschaft verdoppelte sich das Territorium Chinas durch die zahlreichen Kämpfe auf fast zwölf Millionen Quadratkilometer und erreichte damit die größte Ausdrehung der Geschichte. Kaiser Kangxi hatte 1697 die Mongolei erobert, doch erst Qianlong beendete die Grenzsicherungspolitik seines Großvaters erfolgreich. Neben den eroberten Gebieten unterstanden noch andere Länder dem China der Qing-Dynastie als Vasallenstaaten: Korea, Annam (Vietnam), Siam, Burma und nach dem Gurkhafeldzug auch Nepal.

Vietnam-Feldzug 1788-89

1788 suchte der vom Hause Nguyen vertriebene Herrscher der vietnamesischen Le-Dynastie in der Provinz Guangxi Schutz und bat Qianlong um militärische Hilfe gegen die Usurpatoren. Der Kaiser sandte drei Armeen, die Vietnam von Yunnan, von Guangxi und von der See her in die Zange nahmen. Schon nach wenigen Monaten waren die Truppen der Nguyen vernichtend geschlagen; die Chinesen eroberten Hanoi und setzten die Le-Dynastie wieder ein. Schon nach einem Monat, zum Neujahrsfest 1789, gewannen die Nguyen indes erneut die Oberhand, töteten viertausend chinesische Soldaten und zwangen die Qing-Heere zum Rückzug nach Guangxi. Sie etablierten sich endgültig als vietnamesisches Herrscherhaus. In der Folge sahen sich die chinesischen Küstenprovinzen über Jahrzehnte hinweg den Angriffen vietnamesischer Piraten ausgesetzt. Qianlong erkannte den Dynastiewechsel im südlichen Vasallenstaat an, sah sich in seinem Selbstverständnis als Hegemon Asiens jedoch nachhaltig gekränkt, obwohl sich die Nguyen als loyal erwiesen. Von dem Vorfall traumatisiert sollte China bis 1979 auf jede direkte militärische Intervention in Vietnam verzichten.

Gurkhafeldzug 1790-92

Pirat Seit der Zeit Kangxis versuchten die Qing immer wieder das tibetische Hochplateau zu annektieren, doch scheiterten in ihrem Vorhaben. Nach der Zerschlagung der Dsungaren konnte sich China ab den 1750ern endgültig in Tibet festsetzen und sowohl den Dalai Lama als auch die buddhistische Gelbmützensekte dominieren. Qianlong gelang es, sich zum alleinigen Beschützer der Mönche und Klöster Tibets zu machen. 1780 kam der Panchen Lama nach Peking, um den Kaiser zum Geburtstag seine Aufwartung zu machen. Mit Geschenken reich bedacht sollte der zweitmächtigste Mann Tibets nach Hause zurückkehren, doch verstarb plötzlich in der Hauptstadt an den Pocken. In den 1760ern änderte sich die politische Lage an der Südgrenze Tibets. Nepal war unter den Gurkha als geeintes Land erstarkt und wurde von den Briten unter Druck gesetzt, ihnen die Handelswege nach Tibet zu öffnen. Durch Agenten der Ostindischen Kompanie mit Informationen versorgt, entschied sich der König von Nepal 1788 für eine Invasion Südtibets. Schnell drangen die nepalesischen Truppen der Gurkha vor und besetzten Lhasa. Die Mandschubeamten in Lhasa unternahmen nichts zur Verteidigung Tibets, sondern verließen das Land und nahmen den Dalai Lama und den noch kindlichen Panchen Lama mit sich, um dem Kaiser in Peking zu berichten. Qianlong betrachtete die Attacke der Gurkha als direkten Angriff auf China und befahl die Entsendung einer Armee aus der Provinz Sichuan. Der erste Gurkhakrieg (1788-89) war schnell beendet. Die Mandschuarmee eroberte Lhasa zurück und die Nepalesen flüchteten aus dem Land. Was die Mandschugeneräle dazu veranlasste, die feindlichen Truppen nicht über den Himalaja zu verfolgen. Das rächte sich. 1791 erfolgte eine zweite Invasion Tibets durch Nepal. Qianlong ließ die Generäle des letzten Kampfes bestrafen und beauftrage einen seiner Verwandten, General Fukang’an mit der Niederschlagung der Gurkha. Fukang’an griff Tibet von Norden her an, mitten im Winter 1791-92, mit gerade einmal 10.000 Mann. Die Armee der Gurkha war völlig überrascht. Im Sommer 1792 eroberten die Qing-Truppen ganz Tibet zurück und verfolgten die Invasoren diesmal bis nach Nepal. Fukang’an eroberte die Hauptstadt Katmandu und zwang die Gurkha zur Unterwerfung. Nepal musste sich dem Kaiser als Vasallenstaat unterwerfen und Tribut nach Peking senden. Man verbot den Gurkha den Kontakt mit der Ostindischen Kompanie und sperrte Tibet für die Briten, später auch für die Russen. Mit der Rückkehr des Dalai Lama und des Panchen Lama unter dem Schutz des kaiserlichen Hofs der Qing, war die Beherrschung Tibets durch China wiederhergestellt.

China im 18. Jahrhundert

Bevölkerungswachstum

Russe China erlebte in der Mitte der 17. Jahrhundert einen massiven Bevölkerungsknick, verursacht durch soziale Spannungen, schwere Epidemien, die Aufstände am Ende der Ming-Zeit und die Eroberungen durch die Mandschu 1644. Die chinesische Bevölkerung fiel dabei auf ein Niveau von 100 Millionen Menschen zurück. Erst die Konsolidierungspolitik Kangxis ermöglichte eine Erholung der Bevölkerungszahlen, so dass zum Ende seiner Herrschaft die Volkszählungen wieder den Höchststand von 1600 mit etwa 150 Millionen Einwohnern erreichte. Die Herrschaft der Qing war sehr stabil und die soziale Sicherheit konnte leicht gewährleistet werden. Aufgrund der prosperierenden Wirtschaft unter Qianlong stieg die Bevölkerung kontinuierlich weiter an. Durch die neuen Eroberungen wurden zahlreiche neue Besiedlungsprogramme ins Leben gerufen. Hunderttausende von chinesischen Siedlern zogen in unberührte, aber fruchtbare Gebiete, um neue Familien zu gründen. Während Qianlongs langer Herrschaft verdoppelte sich die Einwohnerzahl Chinas:
- 1722: 150.000.000
- 1749: 177.495.000
- 1767: 209.840.000
- 1776: 268.238.000
- 1790: 301.487.000
- 1810: 340.000.000 Europäische Chinareisende des späten 18. Jahrhunderts berichteten bewundernd, wie geordnet, fröhlich und höflich all die Menschenmassen seien, dass die allermeisten von ihnen wohlgenährt sind und in guten Häusern leben, dass sie alle ungewöhnlich viel Zeit aufbrächten für ihre Familien und private Interessen. In der Tat war das gut ausgebaute Netz privater und öffentlicher Institutionen in der Lage, ausreichend Nahrung, Kleidung und Häuser für eine so große Bevölkerungsmasse zu liefern, auf einem so ausgedehnten Territorium. Erst die Bevölkerungsexplosion mit der zusammenbrechenden Wirtschaft nach den Opiumkriegen gegen Großbritannien sollte zu schweren sozialen Konflikten und Massenarbeitslosigkeit führen.

Wirtschaftswachstum

Der Bevölkerungszuwachs wurde durch die stetig wachsende Wirtschaft verursacht. Die wachsende Einwohnerzahl wiederum stimulierte den technologischen Fortschritt, besonders in der Landwirtschaft. Die Agrarproduktivität nahm sprunghaft zu durch die Einführung neuer Anbaumethoden und Nahrungsmittel. Der chinesische Agrarsektor war sicherlich der am höchsten entwickelte auf der ganzen Welt und reizte alle vorindustriellen Methoden vollständig aus. Besonders Früchte aus der Neuen Welt wurden schnell übernommen und erzielten hohe Ernteerträge. Die amerikanische Süßkartoffel etwa erfreute sich bald großer Beliebtheit und wurde zum drittwichtigsten Grundnahrungsmittel in China. Die Süßkartoffel war anspruchslos und konnte so auf bisher ungünstigen Flächen weiträumig angebaut werden. Auf der anderen Seite dehnte China seine Exportwirtschaft aus. Die Ausfuhr von Nahrungsmitteln und Manufakturprodukten schnellte in die Höhe, was zur Billdung wichtiger Industriezentren beitrug und den Lebensstandard der Bauern erhöhte. Baumwollprodukte wurden zu einem wichtigen Exportgut und der Verkauf von Tee an die Briten steigerte sich um das fünfzigfache binnen achtzig Jahren. Zehntausende von Arbeitern produzierten in den kaiserlichen Porzellanmanufakturen von Jingdezhen Steinwaren und Porzellankunst für den Export, auch Seide war gefragt. Die Europäer kauften im großen Rahmen Möbel und Lackwaren. China wurde der Hauptexporteur von Papier und Büchern in Fernost und nahm wieder seine dominierende Rolle als wichtigste Wirtschaftsmacht in Ost-, Mittel- und Südasien ein. Der Handel wurde in Silber erledigt und China konnte auf einen ansehnlichen Überschuss blicken. Schon immer war das Reich der Mitte über den Handel der Hauptprofiteur der amerikanischen Silberminen gewesen. Doch von 1760 bis 1780 stiegen die Silbereinnahmen der Chinesen aus dem Handel mit den amerikanischen Kolonien von 3 Millionen auf 16 Millionen Silberunzen pro Jahr (von 85.000 kg auf 450.000 kg). Es wundert also kaum, dass die Macartney-Mission der Briten scheitern musste, war China doch am Export und nicht am Import von Waren interessiert. Das China des 18. Jahrhunderts war ein sehr wohlhabendes Land, das große Überschüsse für seine wachsenden Einwohnerzahlen produzieren konnte und sich nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich als stabil darstellt.

Qianlong und Europa

Qianlongs Verhältnis zu den seit dem 16. Jahrhundert in China insbesondere durch Kaufleute und Missionare präsenten europäischen Mächten war zwiespältig:

Westliche Kunst und Kultur

Import Einerseits schätzte er wie bereits seine Vorgänger die kulturellen und technischen Leistungen der an seinem Hof tätigen Jesuiten. Von ihnen ließ er sich etwa nach europäischen Vorbildern den 1860 zerstörten Alten Sommerpalast (Yuangmingyuan) errichten. Auch wußte er ihre geografischen und astronomischen Kenntnisse für sich fruchtbar zu machen und beauftragte die Patres mit der Erstellung des 1769 abgeschlossenen Qianlong-Atlas, ein vergleichbare Werke des Abendlandes übertreffendes Meisterstück der Kartographie. Auch das Astronomieamt u

25. September

Der 25. September ist der 268. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 269. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 97 Tage.

Ereignisse

Politik


- 275 - Tacitus wird durch den Senat zum Römischen Kaiser berufen.
- 1066 - Die Schlacht von Stamford Bridge beendete die Herrschaft der Wikinger in England Wikinger]
- 1396 - Der osmanische Herrscher Bayezid I. schlägt in der Schlacht von Nikopolis die christlichen Armeen.
- 1493 - Christoph Kolumbus startet in Cádiz mit 17 Schiffen zu seiner zweiten Expedition.
- 1513 - Der spanische Entdecker Vasco Núñez de Balboa erreicht in Panama den Pazifischen Ozean.
- 1555 - Der Augsburger Religionsfriede wird zwischen Kaiser Karl V. und den Reichsständen geschlossen und sichert als Reichsgesetz den Frieden und den Besitz der Anhänger des Augsburger Bekenntnisses.
- 1789 - Der US-Kongress beschließt zehn Zusätze zur Verfassung, die so genannte Bill of Rights.
- 1805 - Napoléon Bonaparte überquert mit seiner Armee den Rhein
- 1944 - Adolf Hitler ordnet die Aufstellung des "Volkssturms" an.
- 1959 - Der Regierungschef von Sri Lanka, Solomon West Ridgeway Dias Bandaranaike, wird ermordet.
- 1963 - Der Sturz von Präsident Juan Bosch Gaviño durch das Militär führt zu einem Bürgerkrieg in der Dominikanischen Republik.
- 1972 - Die norwegische Bevölkerung entscheidet sich in einer Volksabstimmung gegen den Beitritt ihres Landes zur Europäischen Gemeinschaft.
- 1981 - Belize wird 156. Mitglied der UNO
- 1998 - Mikuláš Dzurinda wird Ministerpräsident in der Slowakei.
- 2001 - Bei seinem ersten Staatsbesuch in Deutschland beeindruckt der russische Staatspräsident Wladimir Putin durch seine teilweise in fließendem Deutsch vorgetragene Rede vor dem Bundestag.
- 2005 - Bei den polnischen Parlamentswahlen gewinnen die rechts-konservativen Oppositionspartein PiS und PO gemeinsam ca. 55 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag allerdings bei nur 40 %. Die bisherige Regierung unter der SLD verlor die Wahlen besonders deutlich und erhielt nur ca. 11 % der Stimmen.

Wirtschaft


- 1912 - Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler verkündet in Leipzig die Errichtung der Deutschen Bücherei.

Wissenschaft und Technik


- 1513 - Entdeckung des Pazifik. Im September 1513 macht sich eine Schar von 190 Spaniern in Panama unter Führung von Vasco Nunez de Balboa auf, ein sagenhaftes neues Meer, von den Indianern Südmeer genannt, zu entdecken. In einem mörderischen Marsch durch Dschungel und Hitze erreichen am 25 September 1513 nur 67 Mann einen Berg von dem aus Vasco Nunez de Balboa als erster Europäer den bekannten atlantischen und den neuen pazifischen Ozean erblickt.
- 1950 - In Hamburg nimmt der Nordwestdeutsche Rundfunk, aus dem später der WDR und der NDR entstanden, den ersten Fernsehsender in Betrieb.
- 1956 - Das erste transatlantische Fernsprechkabel wird zwischen Europa (Schottland) und Nordamerika (Kanada) in Betrieb genommen. Über dieses See-Telefonkabel konnten gleichzeitig 36 Gespräche übertragen werden.
- 1983 - Die 417 km lange TGV-Strecke von Paris nach Lyon wird eröffnet.
- 1992 - Das letzte Teilstück des Rhein-Main-Donau-Kanals wird nach 34jähriger Bauzeit fertig gestellt.

Kultur


- 1722 - „Der politische Kannegießer“, eine Komödie in fünf Akten von Ludvig Holberg, wird in Kopenhagen uraufgeführt.
- 1818 - Uraufführung der Oper „Il Barone di Dolsheim“ von Giovanni Pacini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1855 - Die Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister der Baumeisters Gottfried Semper wird eröffnet. Gottfried Semper
- 1903 - Mit einer Aufführung des „Tannhäuser“ von Richard Wagner wird das neue Stadttheater in Bern eingeweiht.
- 1926 - Das Schauspiel „Mann ist Mann“ von Bertolt Brecht wird am Landestheater Darmstadt uraufgeführt.
- 1926 - Uraufführung der Operette „Lady Hamilton“ von Eduard Künneke am Schauspielhaus in Breslau.
- 1932 - „Jegor Bulytschow und die anderen“ von Maxim Gorki wird in Moskau und Leningrad uraufgeführt.
- 1932 - Geburtstag des Pianisten Glenn Gould (1932 - 1982)
- 1961 - Uraufführung der Oper „Alkmene“ von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin.
- 1965 - Die einaktige OperDer Traum des Liu-Tung“ von Isang Yun - ein Vorspiel, vier Traumbilder und ein Nachspiel nach einem Lehrstück des Ma Chi-Yuanvon - wird in Berlin uraufgeführt.
- 1969 - Uraufführung der Oper „Zweihunderttausend Taler“ von Boris Blacher im Städtischen Opernhaus Berlin.

Katastrophen


- 1911 - Der französische Panzerkreuzer Liberté explodiert im Hafen von Toulon. Insgesamt kamen 204 Menschen ums Leben, davon 143 Besatzungsmitglieder der Liberté, 185 wurden verletzt.
- 1978 - Über San Diego stößt eine Boeing 727 der Pacific Southwest Airlines mit einem Sportflugzeug vom Typ Cessna 172 zusammen. 151 Menschen sterben in den Flugzeugen und am Boden.
- 1996 - Waddenzee, Niederlande. Eine Douglas DC-3 stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 32 Menschen an Bord sterben.

Sport


- 2005 - Der Spanier Fernando Alonso sichert sich mit dem 3.Platz im GP von Brasilien seinen ersten Weltmeistertitel. Er ist somit der jüngste Formel 1 Weltmeister aller Zeiten!
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik] Leichtathletik]
- 1599 - Francesco Borromini, italienischer Baumeister
- 1644 - Olaf Römer, dänischer Astronom
- 1683 - Jean-Philippe Rameau, französischer Komponist und Musiktheoretiker
- 1708 - Martin Johann Schmidt, "Kremser-Schmidt", österreichischer Maler
- 1711 - Qianlong, chinesischer Kaiser (1736-1795)
- 1729 - Christian Gottlob Heyne, deutscher Philologe und Archäologe
- 1735 - Louis René Édouard de Rohan-Guéméné, letzter Fürstbischof von Straßburg und Protagonist der Halsbandaffäre
- 1744 - Friedrich Wilhelm II., preußischer König
- 1749 - Abraham Gottlob Werner, deutscher Mineraloge und Begründer der Geognosie
- 1758 - Franz Michael Vierthaler, österreichischer Pädagoge
- 1766 - Armand Emmanuel du Plessis, Herzog von Richelieu, französischer Staatsmann
- 1798 - Henry Scheffer, französischer Maler
- 1807 - Alfred Vail, US-amerikanischer Ingenieur und Erfinder
- 1825 - Joachim Heer, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1876-1878
- 1830 - Karl Klindworth, deutscher Komponist und Dirigent
- 1858 - Albrecht Penck, deutscher Geograph und Geologe und Vater von Walther Penck
- 1862 - Léon Boëllmann, französischer Organist und Komponist
- 1866 - Thomas Hunt Morgan, US-amerikanischer Genetiker, Medizinnobelpreis 1933
- 1867 - Jewgeni Karlowitsch Miller, General im russischen Bürgerkrieg
- 1869 - Rudolf Otto, deutscher Theologe
- 1877 - Calles Elías Plutarco, mexikanischer Politiker und Offizier
- 1881 - Lu Xun, chinesischer Schriftsteller
- 1886 - Nobutake Kondo, japanischer Admiral
- 1890 - Grigori Michailowitsch Semjonow, General im russischen Bürgerkrieg
- 1895 - Friedrich Gustav Jaeger, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1896 - Alessandro Pertini, italienischer Politiker
- 1896 - Elsa Triolet, russisch-französische Autorin
- 1896 - Roberto Gerhard, schweizerischer Komponist
- 1897 - Otto Fürst von Bismarck, deutscher Diplomat
- 1897 - William Faulkner, US-amerikanischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1949
- 1902 - Hanka Ordonówna, polnische Sängerin und Schauspielerin
- 1902 - Ernst von Salomon, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Mark Rothko, US-amerikanischer Künstler
- 1905 - Mao Zetan, der jüngere Bruder Mao Zedongs
- 1906 - José Figueres Ferrer, costaricanischer Politiker, Staatspräsident
- 1906 - Dmitri Schostakowitsch, sowjetischer Komponist
- 1907 - Robert Bresson, französischer Regisseur
- 1920 - Sergei Bondarchuk, russischer Schauspieler
- 1922 - Hammer DeRoburt, nauruischer Gründungspräsident
- 1922 - Roger Marie Élie Etchegaray, Erzbischof von Marseilles und Kardinal
- 1925 - Hans Matthöfer, deutscher SPD-Politiker, Bundesminister (Forschung, Finanz, Post)
- 1927 - Sir Colin Davis, englischer Dirigent
- 1930 - Nino Cerruti, italienischer Mode-Designer
- 1930 - Herbert Heckmann, deutscher Schriftsteller Herbert Heckmann
- 1932 - Glenn Gould, kanadischer Pianist und Komponist
- 1933 - Ian Tyson, kanadischer Country-Sänger
- 1933 - Maxl Graf, deutscher Schauspieler
- 1935 - Maj Sjöwall, schwedische Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1936 - August Kühn, deutscher Schriftsteller
- 1939 - Harald Ringstorff, deutscher SPD-Politiker, seit 1998 Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- 1939 - Dany Sigel, österreichische Schauspielerin
- 1942 - Volker Rühe, deutscher CDU-Politiker, Bundesverteidigungsminister 1992-1998
- 1942 - Henri Pescarolo, französischer Autorennfahrer
- 1943 - Owen McIntyre, britischer Musiker und Songschreiber
- 1944 - Michael Douglas, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - John Fiddler, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1951 - Burleigh Drummond, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1951 - Mark Hamill, US-amerikanischer Schauspieler (Krieg der Sterne)
- 1952 - Christopher Reeve, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Peter Müller, deutscher CDU-Politiker, seit September 1999 Ministerpräsident des Saarlandes
- 1955 - Karl-Heinz Rummenigge, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Judith Butler, Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft, Vertreterin eines dekonstruktiven Feminismus
- 1960 - Ihor Bilanow, ukrainischer Fußballspieler
- 1964 - Barbara Dennerlein, deutsche Jazzmusikerin
- 1964 - Carlos Ruiz Zafón, spanischer Schriftsteller
- 1965 - Scottie Pippen, US-amerikanischer Basketball-Spieler
- 1968 - Will Smith, US-amerikanischer Schauspieler und Rapper
- 1969 - Catherine Zeta-Jones, britische Schauspielerin
- 1977 - Clea DuVall, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 744 - Yazid III., Kalif der Umayyaden
- 1066 - Harald III., König von Norwegen
- 1259 - Gerhard I. Wild- und Rheingraf von Dhaun und Kyrburg, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler
- 1444 - Gianfrancesco I. Gonzaga, Markgraf von Mantua
- 1466 - Ulrich I., ostfriesischer Fürst
- 1506 - Philipp I. von Kastilien, spanischer König aus dem Hause Habsburg
- 1534 - Giulio de' Medici, Papst von 1523 bis 1534
- 1591 - Christian I., sächsischer Fürst aus dem Hause Wettin
- 1617 - Francisco Suárez, portugiesischer Theologe und Philosoph
- 1617 - Go-Yozei, 107. Kaiser von Japan
- 1630 - Ambrosio Spinola, spanischer Adliger und Heerführer im Dreißigjährigen Krieg
- 1638 - Otto Gereon von Gutmann zu Sobernheim, Weihbischof in Köln
- 1680 - Samuel Butler, englischer Dichter
- 1777 - Johann Heinrich Lambert, deutscher Mathematiker und Physiker
- 1788 - Heinrich von Bibra, Fürstbischof des Hochstift Fulda
- 1791 - Giovanni Battista Ferrandini, italienischer Komponist
- 1808 - Marie Elisabeth, Äbtissin in Innsbruck
- 1849 - Johann Strauß (Vater), österreichischer Komponist und Kapellmeister
- 1858 - Antoine Brun-Rollet, französischer Afrikaforscher
- 1860 - Carl Friedrich Zöllner, deutscher Komponist
- 1871 - Arvid August Afzelius, schwedischer Volksliedsammler
- 1875 - Tony Franck, deutsche Pianistin
- 1876 - Ernst von Bandel, Maler und Bildhauer
- 1878 - August Petermann, Geograf und Kartografen
- 1893 - Marie Louise von François, deutsche Erzählerin und Schriftstellerin
- 1898 - Theodor Richter, deutscher Chemiker
- 1902 - Wilhelm von Oechelhäuser, deutscher Industrieller
- 1913 - Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur und Erfinder
- 1931 - Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe
- 1933 - Paul Ehrenfest, österreichischer Physiker
- 1937 - Johannes Bolte, Literaturwissenschaftler, Volkskundler und Erzählforscher
- 1944 - Walter Breisky, österreichischer Politiker, Vizekanzler
- 1946 - Heinrich George, deutscher Schauspieler und Intendant
- 1954 - Vitaliano Brancati, italienischer Schriftsteller
- 1958 - John B. Watson, US-amerikanischer Psychologe
- 1958 - Viktor Schauberger, österreichischer Förster, Forscher und Erfinder
- 1963 - Kurt Zeitzler, Generalstabschef des Heeres während des 2. Weltkrieges
- 1966 - Heinrich Niebes, deutscher Politiker
- 1968 - Cornell Woolrich, US-amerikanischer Kriminalautor
- 1968 - Hans Friedrich Karl Günther, nationalsozialistischer Rasseforscher
- 1969 - Paul Scherrer, Schweizer Physiker
- 1970 - Erich Maria Remarque, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Rudolf Bäumer, deutscher Politiker und MdB
- 1977 - Gerhard Winkler, deutscher Komponist von Unterhaltungsmusik
- 1979 - Tapio Rautavaara, finnischer Leichtathlet, Musiker und Schauspieler
- 1980 - John Bonham, britischer Musiker, Schlagzeuger der Rock-Band Led Zeppelin
- 1980 - Lewis Milestone, US-amerikanischer Regisseur
- 1981 - Hermann Glüsing, deutscher Landwirt und Politiker
- 1982 - Jimmy Wakely, US-amerikanischer Sänger
- 1983 - Leopold III., belgischer König von 1934 bis 1951
- 1984 - Walter Pidgeon, US-amerikanischer Schauspieler
- 1986 - Hans Batz, deutscher Politiker und MdB
- 1986 - Nikolai Nikolajewitsch Semjonow, russischer Chemiker, Chemienobelpreis 1956
- 1987 - Mary Astor, US-amerikanische Schauspielerin
- 1990 - Peter Rickmann, deutscher Journalist und Redakteur
- 1991 - Klaus Barbie, deutscher Nationalsozialist (Schlächter von Lyon)
- 1992 - César Manrique, spanischer Künstler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer
- 1992 - Max Vehar, deutscher Politiker und MdB
- 1993 - Charlotte Prinz, deutsche Malerin
- 1994 - Louis Ferdinand von Preußen, preußischer Prinz
- 1999 - Marion Zimmer Bradley, US-amerikanische Fantasy-Schriftstellerin
- 2000 - Tommy Reilly, kanadischer Musiker
- 2001 - Herbert Klein, ehemaliger deutscher Schwimmer
- 2003 - Akila al-Haschimi, irakische Politikerin
- 2003 - Edward Said, palästinensischer Literaturtheoretiker und Kritiker
- 2003 - Franco Modigliani, italienischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 2003 - George Plimpton, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2004 - Jürgen Oelschläger, deutscher Rennsportler
- 2004 - Marvin Davis, US-amerikanischer Multimilliardär
- 2005 - Don Adams, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Steve Marcus, US-amerikanischer Saxophonist

Feier- und Gedenktage


- Gedenktag des Heiligen Nikolaus von Flüe

Siehe auch


- 24. September - 26. September
- 25. August - 25. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0925 ja:9月25日 ko:9월 25일 simple:September 25

1711

Ereignisse


- 12. Juli Der Frieden von Pruth beendet den 2. russischen Türkenkrieg

Kultur


- 9. Februar: Uraufführung der Oper Henrico IV. von Johann Mattheson in Hamburg
- 24. Februar: Uraufführung der Oper Rinaldo von Georg Friedrich Händel am Queen's Theatre in London

Geboren


- 1. Januar: Franz Freiherr von der Trenck, preußischer Offizier und Freischärler († 1749)
- 2. Februar: Wenzel Anton Graf Kaunitz, österreichischer Politiker († 1794)
- 26. April: David Hume, schottischer Philosoph und Historiker († 1776)
- 18. Mai: Rugjer Josip Bošković, Mathematiker und Astronom († 1787)
- 24. Mai: Peter Karl Christoph von Keith, der Leibpage des Kronprinzen Friedrich († 1756)
- 11. Juli: Georg Wilhelm Richmann, deutscher Physiker († 1753)
- 10. August: Edward Boscawen, britischer Admiral († 1761)
- 22. August: Heinrich von Bibra, OSB, Fürstbischof und Abt von Fulda († 1788)
- 3. September: Anton Ignaz von Fugger-Glött, Domherr in Köln († 1787)
- 25. September: Qianlong, chinesischer Kaiser († 1799)
- 19. November: Michail Wassiljewitsch Lomonossow, russischer Universalgelehrter, Schriftsteller, Sprachwissenschaftler und Historiker, Chemiker und Astronom († 1765)
- 25. Dezember: Jean-Joseph Cassanea de Mondonville, französischer Violinvirtuose und Komponist († 1772)

Gestorben


- 6. Januar: Philipp van Almonde, war ein niederländischer Vizeadmiral (
- 1646)
- 17. Februar: José Vaquedano, spanischer Komponist und Kapellmeister (
- um 1642)
- 13. März,: Nicolas Boileau, französischer Schriftsteller (
- 1636)
- 14. April: Ludwig von Frankreich, französischer Thronfolger, Sohn Ludwigs XIV. (
- 1661)
- 17. April: Joseph I. (HRR), war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1705–1711 (
- 1678)
- 20. August: Louis-François de Boufflers, französischer Feldherr und Marschall von Frankreich (
- 1644)
- Nicolas Boileau-Despéraux (
- 1636)
- Graf Georg Brankovic (
- 1645) ko:1711년

1799

Ereignisse


- 3. Januar: Uraufführung „Falstaff ossia Le tre burle“ (Antonio Salieri) in Wien
- 15. Juli: Fund des Rosettasteins in Ägypten
- 9. November: Sturz des französischen Direktoriums nach dem Staatsstreich des 18. Brumaire VIII
- 10. November: Napoléon Bonaparte wird vom Rumpfparlament unter Druck des Militärs zum Ersten Konsul ernannt
- 24. Dezember: Die Verfassung des Konsulats (Verfassung des Jahres VIII) tritt in Kraft. Ende der Französischen Revolution
- Alessandro Volta schaltet galvanische Elemente in Serie (Voltasäule oder Tassenapparat genannt)

Katastrophen


- 20. Februar: der Blackbrook-Staudamm bei Blackbrook und Shepshed in Leicestershire, Großbritannien bricht
- 14. Mai: Die in Bau befindliche Gasco-Talsperre am Fluss Guadarrama bei Galapagar nahe Madrid in Spanien bricht

Kultur


- 3. Januar: Uraufführung der Oper Falstaff ossia Le tre Burle von Antonio Salieri am Theater am Kärntnertor in Wien
- 23. Februar: Uraufführung der Oper La Punition von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris
- 21. März: Uraufführung der Oper Dankgefühl einer Geretteten von Johann Nepomuk Hummel
- 15. April: Uraufführung der Oper Montano et Stéphanie von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 14. Juni: Uraufführung der Oper La Nouvelle au camp ou Le Cri de vengeance von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 30. August: Uraufführung der Oper L'Amour bizarre ou Les Projets dérangés von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 7. Dezember: Uraufführung der Oper Le Délire ou Les Suites d'une erreur von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris

Geboren


- 1. Januar: Johann Eduard Heuchler, deutscher Architekt und Baumeister († 1879)
- 23. Januar: Alois Negrelli von Moldelbe, österreichischer Ingenieur († 1858)
- 31. Januar: Rodolphe Töpffer, Schweizer Zeichner und Novellist († 1846)
- 16. Februar: Heinrich von Kittlitz, Ornithologe, Naturforscher, Reisender, Zeichner († 1874)
- 17. Februar: Carl Julian von Graba, königlich dänischer Justizrat, neuzeitlicher Färöer-Forscher († 1874)
- 19. Februar: Ferdinand Reich, deutscher Chemiker und Physiker († 1882)
- 28. Februar: Ignaz von Döllinger, katholische Theologe († 1890)
- 22. März: Friedrich Wilhelm August Argelander, deutscher Astronom († 1875)
- 29. März: Edward Geoffrey Smith Stanley, 14. Earl of Derby, britischer Premierminister († 1869)
- 30. März: Friedrich August Gottreu Tholuck, deutscher protestantischer Theologe († 1877)
- 9. April: Peter Joseph Rottmann, hunsrücker Mundartdichter († 1881)
- 12. April: Daniel-Henri Druey, Schweizer Rechtsanwalt, Philosoph, Politiker und Bundesrat († 1855)
- 23. April: Ferdinand Otto Wilhelm Henning von Westphalen, preußischer Innenminister († 1876)
- 10. Mai: Wilhelm Adolf Lette, deutscher Sozialpolitiker und Jurist († 1868)
- 15. Mai: Hermann Wilhelm Bödeker, evangelischer Pastor († 1875)
- 20. Mai: Honoré de Balzac, französischer Schriftsteller († 1850)
- 21. Mai: Mary Anning, wird als eine der ersten Paläontologinnen betrachtet († 1847)
- 26. Mai: August Kopisch, schlesischer Maler und Schriftsteller († 1853)
- 30. Mai: Ferdo Livadic, kroatischer Komponist († 1879)
- 6. Juni: Alexander Puschkin, russische Dichter († 1837)
- 11. Juni: Ludwig Wilhelm Anton Pernice, deutscher Rechtsgelehrter († 1861)
- 17. Juni: David Douglas, Gärtner, Botaniker und Pflanzenjäger († 1905)
- 18. Juni: William Lassell, britischer Astronom († 1880)
- 4. Juli: András Bartay, ungarischer Komponist († 1854)
- 4. Juli: Oskar I., König von Schweden und Norwegen († 1859)
- 24. Juli: Georg Eduard Dohlhoff, Arzt und Medizinalrat († 1852)
- 15. August: Wilhelm Achtermann, deutscher Bildhauer († 1884)
- 20. August: Heinrich von Gagern, liberaler deutscher Politiker († 1880)
- 19. September: René Caillié, französischer Afrikaforscher († 1838)
- 29. September: Franz Christian Naunyn, Jurist und Oberbürgermeister von Berlin († 1860)
- 18. Oktober: Christian Friedrich Schönbein, deutsch-schweizerischer Chemiker († 1868)
- 23. Oktober: Gottfried Wilhelm Lehmann, einer der Gründungsväter der deutschen Baptisten († 1882)
- 14. November: Carl Heinrich Behn, königlich Dänischer Etatsrat († 1853)
- 29. November: Amos Bronson Alcott, US-amerikanischer Schriftsteller und Pädagoge († 1888)
- 25. Dezember: Manuel Bulnes Prieto, chilenischer Politiker und General († 1866)
- 27. Dezember: Estébanez Calderón, spanischer Schriftsteller († 1867)

Gestorben


- 9. Januar: Maria Gaetana Agnesi, italienische Mathematikerin und Philanthropin (
- 1718)
- 22. Januar: Horace-Bénédict de Saussure, Schweizer Naturforscher (
- 1740)
- 12. Februar: Lazzaro Spallanzani, italienischer Wissenschaftler (
- 1729)
- 18. Februar: Johannes Hedwig, deutscher Arzt und Botaniker (
-  1730)
- 20. Februar: Jean Charles Borda, französischer Mathematiker und Seemann (
- 1733)
- 24. Februar: Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Physiker und Schriftsteller (
-  1742 in Göttingen)
- 18. März: Adam Friedrich Oeser, war Maler und Bildhauer in Dresden und Leipzig (
- 1717)
- 19. April: Pieter Hellendaal, niederländischer Komponist, Organist und Violinist (
- 1721)
- 18. Mai: Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, französischer Dramatiker (
- 1732)
- 18. Juni: Johann André, deutscher Musiker, Komponist und Musikverleger (
- 1741)
- 28. Juli: Johann Georg Distler, war Geiger und Komponist (
- 1765)
- 2. August: Jacques Étienne Montgolfier, französischer Erfinder des Heißluftballons (