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| Guðbrandur Þorláksson |
Guðbrandur Þorláksson
Guðbrandur Þorláksson ( - 1541; † 20. Juli 1627) war ein Mathematiker, Kartograf und Bischof der isländischen Stadt Hólar.
Hólar
Er studierte in der Kathedral-Schule Hólar und in der Kopenhagener Universität. Später war er erfolgreicher Rektor der Skálholter Schule, Pfarrer in Breiðabólstaður und Bischof von Hólar bis zu seinem Tod 1627.
Er bearbeitete und veröffentlichte mindestens 80 Bücher während er seiner Bischofszeit, darunter auch die Bibelübersetzung ins Isländische und das isländische Gesetzbuch. Er ist auch bekannt dafür, dass er 1590 als erster eine genaue Karte von Island erstellt hat.
Er zeugte mindestens ein Kind, seine Tochter Steinunn, geboren 1571 von Guðrún Gísladóttir. Sein Porträt findet man auch auf der isländischen 50-Kronen-Banknote (mittlerweile kaum noch im Umlauf).
Porlaksson, Gudbrandur
Porlaksson, Gudbrandur
Porlaksson, Gudbrandur
Porlaksson, Gudbrandur
Porlaksson, Gudbrandur
Porlaksson, Gudbrandur
1541
Politik und Weltgeschehen
- 12. Februar: Die heutige Hauptstadt Chiles, Santiago de Chile wird unter dem Namen Santiago de la Nueva Extremadura durch den Konquistador Pedro de Valdivia gegründet
- 8. Mai Hernando de Soto entdeckt als erster Europäer den Mississippi
- Transsilvanien wird unabhängiges Fürstentum unter osmanischer Schutzherrschaft
- Johannes Calvin setzt in Genf die Reformation durch
- Santo Domingo, Dominikanische Republik. Die Kathedrale Santa María la Menor wird eingeweiht
- El Greco: griechisch-spanischer Maler († 1614)
- 25. März: Franz I., Großherzog der Toskana († 1587)
- 9. November: Menso Alting, bedeutender Prediger und Theologe der Reformationszeit († 1612)
- 18. März: Henricus Ubbius, gelehrter Jurist, ostfriesischer Kanzler und Chronist ( - um 1495)
- 29. April: Johannes Gramann, deutscher Reformator und Dichter von Kirchenliedern ( - 1487)
- 23. Mai: Urbanus Rhegius, Reformator, der ungewöhnlicherweise sowohl in Süd- als auch in Norddeutschland aktiv war ( - 1489)
- 4. Juni: Pedro de Alvarado, spanischer Eroberer ( - um 1486)
- 26. Juni: Francisco Pizarro, spanischer Eroberer ( - um 1476 oder 1478)
- 18. August: Heinrich der Fromme, Herzog von Sachsen ( - 1473)
- 24. September: Paracelsus, deutscher Arzt ( - 1493/1494)
- 4. November: Wolfgang Capito, Reformator von Straßburg ( - 1487)
- 24. Dezember: Andreas Bodenstein, deutscher Reformator ( - 1480)
ko:1541년
20. JuliDer 20. Juli ist der 201. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 202. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 164 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1783 - In Island brechen die Laki-Krater aus.
- 1810 - Kolumbien wird unabhängig.
- 1853 - Preußen und Oldenburg schließen den Jade-Vertrag ab, mit dem das Gebiet der späteren Stadt Wilhelmshaven an Preußen abgetreten wird.
- 1905 - In Deutsch-Ostafrika beginnt der Maji-Maji-Aufstand.
- 1906 - In Finnland erhalten, als erstem europäischen Land, Frauen das aktive und passive Wahlrecht.
- 1932 - Reichspräsident Paul von Hindenburg setzt per Notverordnung die preußische Regierung ab (Preußenschlag).
- 1933 - Reichskonkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich
- 1936 - In Griechenland startet der erste Fackellauf mit dem olympischen Feuer.
- 1940 - Die US-amerikanische Musikfachzeitschrift Billboard gibt die erste Top-Ten in den USA bekannt. Den ersten Nummer-Eins-Hit hat Tommy Dorsey.
- 1944 - Am 20. Juli 1944 scheitert ein Attentat auf Hitler durch Stauffenberg u.a.
- 1944 - Die Gesundheitsbehörden in Bombay geben bekannt, dass eine Cholera-Epidemie in den vergangenen drei Monaten 34.000 Menschenleben gefordert hat.
- 1951 - König Abdullah I. von Jordanien wird auf dem Tempelberg in Jerusalem ermordet.
- 1954 - Otto John, Präsident des Bundesverfassungsschutzes, setzt sich in die Deutsche Demokratische Republik ab.
- 1961 - Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga.
- 1969 - Apollo 11 setzt erfolgreich den ersten Menschen auf dem Mond ab.
- 1974 - Die Türkei besetzt den Nordteil Zyperns; die international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern entsteht.
- 1975 - Der BUND wird gegründet.
- 1977 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Israel
- 1993 - France Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt
- 1999 - Russland erklärt die 1945 in Deutschland erbeuteten Kunstschätze zu russischem Eigentum.
- 2001 - Der Italienische Aktivist Carlo Giuliani wird während einer Demonstration in Genua von einem Polizisten erschossen.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1969 - Erste bemannte Mondlandung von Apollo 11
- 1976 - Der Lander der Raumsonde Viking 1 erreicht die Oberfläche des Mars.
Kultur
Religion
Katastrophen
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1904 - Gründung des Schwenninger Eis- und Rollsportclub der später in SERC Wild Wings umbenannt wird.
Geboren
SERC Wild Wings
- 1304 - Francesco Petrarca, italienischer Dichter
- 1519 - Innozenz IX., Papst von 1591 bis 1591
- 1656 - Johann Bernhard Fischer von Erlach, österreichischer Architekt
- 1748 - Ferdinand Franz Wallraf, deutscher Kunstsammler
- 1754 - Antoine Louis Claude Destutt de Tracy, französischer Philosoph
- 1811 - Lord Thomas Bruce, 7. Earl of Elgin, britischer Diplomat und Archäologe
- 1785 - Mahmud II., 1808 bis 1839 Sultan des Osmanischen Reiches
- 1804 - Richard Owen, britischer Chirurg, Zoologe, Paläontologe und Evolutionsbiologe
- 1811 - Lord James Bruce, 8. Earl of Elgin, britischer Kolonialbeamter und Diplomat
- 1829 - Fanny Janauschek, Schauspielerin
- 1830 - Clements Markham, britischer Entdecker, Autor und Geograph
- 1833 - Karl Freiherr von Hasenauer, österreichischer Architekt (Wiener Ringstrasse)
- 1847 - Max Liebermann, deutscher Maler und Grafiker
- 1864 - Erik Axel Karlfeldt, schwedischer Lyriker (Literaturnobelpreis 1931)
- 1873 - Alberto Santos-Dumont, brasilianischer Flugpionier
- 1883 - Hans Jauch, Oberst und Freikorpsführer
- 1888 - Franz Jacobi, Hüttenbeamter in der Dortmunder Stahlindustrie
- 1889 - John Reith, Gründervater und erster Generaldirektor der British Broadcasting Company BBC
- 1890 - Richard Billinger, österreichischer Schriftsteller
- 1890 - Gonzalo Roig, kubanischer Komponist
- 1893 - Alexandros I., König von 1917 bis 1920
- 1895 - László Moholy-Nagy, Künstler des Bauhaus
- 1897 - Tadeus Reichstein, Schweizer Chemiker
- 1908 - Gunnar de Frumerie, schwedischer Komponist
- 1908 - Walter Strzygowski, Wirtschaftsgeograph
- 1913 - Schalom Ben-Chorin, israelischer Schriftsteller
- 1914 - Ersilio Tonini, emeritierter Erzbischof von Ravenna-Cervia und Kardinal
- 1917 - Paul Hubschmid, Schweizer Film- und Theaterschauspieler
- 1918 - Liselotte Funcke, deutsche Politikerin
- 1919 - Edmund Hillary, neuseeländischer Bergsteiger (einer der Erstbesteiger des Mount Everest)
- 1920 - Ray Harryhausen, US-amerikanischer Tricktechniker und Animator
- 1923 - Joachim-Ernst Berendt, deutscher Musikjournalist und -kritiker
- 1925 - Frantz Fanon, französischsprachiger Schriftsteller, Arzt und Politiker (aus Martinique)
- 1925 - Jacques Delors, französischer Politiker
- 1928 - Pavel Kohout, tschechisch-österreichischer Schriftsteller
- 1929 - Jean Baudrillard, französischer Philosoph und Soziologe
- 1930 - Heinz Kubsch, deutscher Fußballspieler
- 1930 - Lotte Ingrisch, österreichische Schriftstellerin
- 1932 - Nam June Paik, koreanischer Medienkünstler
- 1932 - Otto Schily, deutscher Politiker, Jurist und Bundesminister
- 1933 - Cormac McCarthy, US-amerikanischer Roman-Autor
- 1933 - José Vicente Asuar, chilenischer Komponist
- 1934 - Uwe Johnson, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Emil Beck, deutscher Fechttrainer
- 1935 - Sleepy La Beef, US-amerikanischer Sänger
- 1938 - Aslan Abaschidse, georgischer Politiker
- 1938 - Diana Rigg, britische Schauspielerin
- 1938 - Jo-Ann Campbell, US-amerikanische Sängerin
- 1938 - Natalie Wood, US-amerikanische Schauspielerin
- 1941 - Karl Suppanz, Ökonom, Philosoph und Bohémien
- 1941 - Kurt Raab, deutscher Schauspieler
- 1944 - T. G. Sheppard, US-amerikanischer Sänger
- 1945 - John Lodge, britischer Musiker
- 1946 - Heorhij Kirpa, ukrainischer Politiker und Minister
- 1947 - Carlos Santana, mexikanischer Musiker
- 1947 - Gerd Binnig, Deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1947 - Tony Thorpe, britischer Musiker
- 1951 - Larry Black, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1953 - Thomas L. Friedman, US-Amerikanischer Journalist
- 1955 - Gerhard Zeiler, Manager
- 1962 - Dick Ayne, US-amerikanischer Sänger
- 1963 - Paula Ivan, rumänische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1964 - Bernd Schneider (Rennfahrer), deutscher Auto-Rennfahrer
- 1966 - Thomas Borchert, deutscher Musiker und Schauspieler
- 1966 - Cosima von Borsody, deutsche Schauspielerin
- 1968 - Robert Rodriguez, US-amerikanischer Regisseur
- 1968 - Rocco Clein, deutscher Musikjournalist
- 1973 - Haakon, norwegischer Kronprinz
- 1973 - Peter Forsberg, schwedischer Eishockeyspieler
- 1979 - Miklós Fehér, ungarischer Fußballnationalspieler
- 1980 - Gisele Bündchen , brasilianisches Top-Model
Gestorben
- 1031 - Robert II., König von Frankreich von 996 bis 1031
- 1156 - Toba, 74. Kaiser von Japan (1107 - 1123)
- 1524 - Claude de France, Prinzessin von Frankreich, Frau von König Franz I.
- 1613 - Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel), Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel
- 1726 - Johann Dientzenhofer, Bamberger Baumeister der Barockzeit
- 1752 - Johann Christoph Pepusch, deutscher Komponist
- 1793 - Joseph Bruny d'Entrecasteaux, französischer Seefahrer und Entdecker
- 1802 - Francis Kareu, Ordensgeneral der Jesuiten (SJ)
- 1821 - Maurice-Jean-Magdalène de Broglie, französischer Bischof
- 1831 - Caroline de la Motte Fouqué, deutsche Schriftstellerin
- 1832 - Karl Julius Weber, deutscher Schriftsteller und bedeutender Satiriker
- 1866 - Bernhard Riemann, deutscher Mathematiker
- 1868 - Johann Friedrich Kittl, tschechischer Komponist
- 1877 - Federico Errázuriz Zañartu, chilenischer Politiker
- 1888 - Henri de Braekelaer, belgischer Maler
- 1888 - Paul Langerhans, deutscher Mediziner (Langerhanssche Inseln)
- 1896 - Friedrich Simony, Geograph und Alpenforscher
- 1898 - Juri Arnold, russischer Komponist
- 1903 - Leo XIII., Papst (Autor der Sozial-Enzyklika Rerum Novarum)
- 1908 - Demetrius Vikelas, erster Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC)
- 1909 - Johanna Mestorf, erste Museumsdirektorin Deutschlands
- 1922 - Andrei Andrejewitsch Markow, russischer Mathematiker
- 1923 - Pancho Villa, mexikanischer Freiheitskämpfer
- 1926 - Felix Edmundowitsch Dserschinski, polnischer Bolschewik und Chef der Tscheka (später KGB)
- 1927 - Ferdinand I., rumänischer König
- 1937 - Guglielmo Marconi, italienischer Physiker und Ingenieur
- 1939 - Augustin Henninghaus, deutscher Missionar und Bischof
- 1944 - Albrecht Mertz von Quirnheim, deutscher Offizier und Widerstandskämpfer
- 1944 - Claus Graf Schenk von Stauffenberg, deutscher Offizier und Widerstandskämpfer
- 1944 - Friedrich Olbricht, deutscher General und Widerstandskämpfer
- 1944 - Ludwig Beck, deutscher General und Widerstandskämpfer
- 1944 - Werner von Haeften, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1945 - Paul Valéry, französischer Lyriker korsisch-italienischer Abstammung
- 1951 - Abdallah ibn Hussain I., Emir und König von Jordanien
- 1951 - Wilhelm von Preußen, Kronprinz des Deutschen Reichs
- 1959 - Bernhard Raestrup, deutscher Politiker
- 1960 - Hans Schlange-Schöningen, deutscher Politiker
- 1969 - Roy Hamilton, US-amerikanischer Sänger
- 1972 - Friedrich Flick, deutscher Großindustrieller
- 1973 - Bruce Lee, US-amerikanischer Schauspieler chinesischer Abstammung
- 1977 - Friedrich Georg Jünger, deutscher Lyriker, Erzähler und Essayist
- 1994 - Günter Fromm, deutscher Autor
- 1994 - Paul Delvaux, belgischer Maler und Graphiker
- 1994 - Wladimir Alexejewitsch Lotarew, sowjetischer Konstrukteur von Strahltriebwerken
- 1995 - Ernest Mandel, deutscher marxistischer Ökonom, Theoretiker
- 2000 - Henning Schlüter, deutscher Schauspieler
- 2001 - Carlo Giuliani, italienischer Activist
- 2003 - Nicolas Freeling, englischer Krimi-Schriftsteller
- 2004 - Antonio Gades, spanischer Tänzer und Choreograf
- 2005 - James Doohan, bekannt als "Scotty" aus "Raumschiff Enterprise", kanadischer Schauspieler
Feier- und Gedenktage
- Margareta, Märtyrerin in Kleinasien
- Nationalfeiertag in Kolumbien (Unabhängigkeitstag)
- Aurelius von Karthago, Heiliger der Römisch Katholischen Kirche
Siehe auch
- 19. Juli - 21. Juli
- 20. Juni - 20. August
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0720
ja:7月20日
ko:7월 20일
simple:July 20
th:20 กรกฎาคม
MathematikerMathematiker beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung des Fachgebiets der Mathematik und mit der Anwendung der Erkenntnisse auf praktische Belange. Die Anwendung mathematischer Methoden führt zu exakten Erkenntnissen und Aussagen, in bestimmten Teilgebieten auch zu quantitativen Ergebnissen (z. B. aus der Numerik und der Statistik).
Die zunehmende Mathematisierung des Alltags führt dazu, dass Mathematiker in vielen Bereichen eingesetzt werden können, u. a. Forschung und Entwicklung, in den Wirtschaftswissenschaften, in Versicherungsunternehmen, im Öffentlichen Dienst (Schulen und Universitäten, Statistik), im Marketing, in der Meteorologie, in der Logistik, in der Bildverarbeitung, in der Sicherheitstechnik und natürlich in der Informationstechnik.
Sie können auf Spezialgebieten tätig sein, so z. B. Numerische Mathematik, Statistik, Mathematische Logik, Geometrie, Analysis, Modelltheorie und Wahrscheinlichkeitstheorie. Da viele Verfahren und Techniken sich auch auf andere Teilbereiche übertragen lassen, ist eine Abgrenzung in der Praxis eher schwer.
Ausbildung
Diplom-Mathematiker studieren an einer Universität oder an einer Fachhochschule (Zusatz FH). Die Regelstudienzeit an der Universität beträgt 9 oder 10 Semester, die tatsächliche Studienzeit beträgt jedoch durchschnittlich 13,0 Semester. Nach der Umstellung auf das europäische Studiensystem beträgt die Studiendauer bis zum Bachelor 6 Semester, die zum darauf aufbauenden Master weitere 4 Semester. Inwiefern diese Richtwerte mit der tatsächlichen Studiendauer übereinstimmen, wird sich noch zeigen, wenn die ersten Absolventen nach dem neuen System ihr Studium abschließen.
Studieninhalte
Studieninhalte im Grundstudium umfassen in der Regel: Analysis, Lineare Algebra, angewandte Mathematik (Numerik oder Stochastik), ein Wahlpflichtfach.
Bestandteile des Hauptstudiums:
- Reine Mathematik (Algebra, Analysis, Funktionentheorie, Differentialgeometrie, Topologie, Zahlentheorie)
- Angewandte Mathematik (Mathematische Statistik, Numerik der Differentialgleichungen, Funktionalanalysis, diskrete Mathematik, Steuerungstheorie, Optimierung, Methoden, Algorithmen)
- Nichtmathematische Anwendungsfächer (z. B. Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Physik, ingenieurtechnische Wissenschaften)
Akademische Grade
Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung werden folgende Grade verliehen:
Deutschland
- Diplom-Mathematiker/Diplom-Mathematikerin
- Diplom-Mathematiker (Technomathematik)/Diplom-Mathematikerin (Technomathematik)
- Diplom-Technomathematiker/Diplom-Technomathematikerin
- Diplom-Mathematiker (Wirtschaftsmathematik)/Diplom-Mathematikerin (Wirtschaftsmathematik)
- Diplom-Wirtschaftsmathematiker/Diplom-Wirtschaftsmathematikerin
- Diplom-Finanz- und Wirtschaftsmathematiker/Diplom-Finanz- und Wirtschaftsmathematikerin
- Diplom-Computermathematiker/Diplom-Computermathematikerin
Österreich
- Magister/Magistra der Naturwissenschaften
- Magister/Magistra der Wirtschaftswissenschaften
- Diplom-IngenieurIn der Technischen Mathematik
Siehe auch: Liste bedeutender Mathematiker, Philosoph, Wissenschaftler, Astronomen, Physiker, Studium der Technischen Mathematik
Weblinks
- [http://www.mathematik.uni-bielefeld.de/DMV/ Deutsche Mathematiker-Vereinigung]
- [http://www-gap.dcs.st-and.ac.uk/~history/BiogIndex.html Biographien zahlreicher Mathematiker (Englisch)]
- [http://www-groups.dcs.st-and.ac.uk/~history/ MacTutor History of Mathematics archive. Beste Sammlung von Mathematiker-Biographien, Porträts, Karten u. a. mathematikhist. Material]
- [http://genealogy.math.ndsu.nodak.edu/ The Mathematics Genealogy Project ]
Kategorie:Beruf
ja:数学者
ko:수학자
th:นักคณิตศาสตร์
BischofEin Bischof (griech.: επισκοπος, episkopos = Vorsteher, Aufseher, wörtlich Allesüberblicker, Wächter; aus episkeptomai = beobachten, beaufsichtigen, besuchen) ist in vielen christlichen Kirchen ein geistlicher Würdenträger, der die geistliche und administrative Leitung eines bestimmten Gebietes hat, das üblicherweise zahlreiche lokale Gemeinden umfasst.
Alte Kirche
Im Neuen Testament bezeichnet Bischof (episkopos) ebenso wie Ältester (presbyteros) und Diakon (diakonos) eine Führungsfunktion in der lokalen Gemeinde, wobei es keine durchgehenden Rangunterschiede zwischen Bischof und Ältester gibt und die Ausdrücke oft austauschbar verwendet werden.
Daraus entwickelte sich dann seit ca 100 n. Chr. das dreifache geistliche Amt Bischof, Ältester (Presbyter) und Diakon mit unterschiedlichen Amtsfunktionen. In den ältesten Berichten war der Bischof der Leiter der lokalen Gemeinde, predigte und leitete die Feier der Eucharistie. Unterstützt wurde er von einem Gremium von Ältesten und von Diakonen. Diese Amtsfunktionen sind, mit unterschiedlichen Bezeichnungen, bis heute in den meisten christlichen Kirchen vorhanden. Im zweiten und dritten Jahrhundert kam es neben den weiterhin vorhandenen örtlichen Bischöfen mehr und mehr auch zu Bischöfen, die über mehrere Gemeinden die Aufsicht führten. In solchen Fällen leiteten dann Presbyter als Vertreter des Bischofs die Eucharistiefeier in den lokalen Gemeinden, die Diakone waren die Mitarbeiter des Bischofs auf gemeindeübergreifender Ebene. Der Bereich eines solchen Bischofs wurde Bistum oder Diözese (von griech. oikos = Haus, vgl. Ökonomie, Ökologie; Diözese heißt ungefähr "Verwaltungsbezirk") genannt und umfasste meist eine Stadt und die umliegenden Dörfer; die Stadt war der Bischofssitz. (Als Deutschland christianisiert wurde, gab es keine Städte, daher wurden die Diözese ziemlich große ländliche Bezirke. Noch heute sind die Diözesen hier viel größer als z.B. in Italien, wo es schon in der Antike richtige Städte gab.)
In der Auseinandersetzung mit häretischen Strömungen entwickelten sich drei Normen, um den wahren christlichen Glauben von abweichenden Lehren zu unterscheiden: der Kanon der Schrift, die allgemein akzeptierten Glaubensbekenntnisse und das Episkopat als Amt der Lehre und der Liturgie, die in der Tradition der Kirche steht. In der Folge kam es bei den Bischöfen zu unterschiedlichen Verantwortungsbereichen, wobei manche Bischöfe, gewöhnlich diejenigen einer Provinzhauptstadt, eine Aufsichtsfunktion über die übrigen Bischöfe der Gegend bekamen, woraus sich dann eine Rangordnung von Patriarch, Metropolit oder Erzbischof und Bischof entwickelte (Kirchenprovinz).
Römisch-Katholische Kirche
Kirchenprovinz
Bei dem Bischofsamt (Episkopat) handelt es sich um die höchste Stufe des Weihesakramentes. Der Bischof muss zuerst zum Diakon und dann zum Priester geweiht worden sein. Die Ernennung, die Enthebung oder Versetzung eines Bischofs erfolgt allein durch den Papst, vor dem die Bischöfe ihren geistlichen Gerichtsstand haben (von dieser grundsätzlichen kirchenrechtlichen Bestimmung werden allerdings im Detail häufig Ausnahmen gemacht, so z.B. im Bereich des Preußen-Konkordates und im Bistum Basel). Danach wird er von Bischöfen - i. d. R. drei - mit der Zustimmung des Papstes zum Bischof geweiht. (Einzige Ausnahme: Zum Papst gewählt werden kann jeder männliche, unverheiratete römisch-katholische Christ, der fähig und willens ist, zum Bischof von Rom gewählt zu werden. Ist der Gewählte kein Bischof oder gar Laie, wird er noch im Konklave zum Bischof von Rom geweiht, und ist damit Papst. Allerdings entstammen seit der Wahl Urbans VI. 1378 alle Päpste dem Kardinalskollegium.) Ein römisch-katholischer Bischof ist immer männlich.
Nach katholischer Auffassung setzt sich in den Bischöfen die Lehr- und Leitungsvollmacht fort, die Jesus den zwölf Aposteln übertrug. In einer ununterbrochenen "Reihe der Handauflegungen" (Apostolische Sukzession) seien alle heutigen Bischöfe mit den Aposteln verbunden. Somit gehört das Bischofsamt zum sogenannten "göttlichen Recht". Den obersten Dienst der Einheit hat nach katholischem Glauben der Bischof von Rom als Amtsnachfolger des Petrus (s. Papst).
Es werden Residenzialbischöfe (Ortsbischöfe) und Titularbischof voneinander unterschieden.
Der Residenzialbischof ist Vorsteher einer Diözese und hat über sie die volle Regierungsgewalt inne. Als solcher hat er die oberste Lehr- und Rechtsvollmacht in seinem Bistum und ist allein dem Papst (s. Hierarchie) verantwortlich. Zur Verwaltung der Diözese stehen dem Bischof mehrere Beamte in der bischöflichen Kurie zur Seite, u.a. der Generalvikar (der allgemeine und ständige Vertreter des Bischofs, seine Bestellung ist dem Bischof frei gestellt), der Official (wird vom Bischof bestellt und ist Inhaber der ordentlichen Gerichtsgewalt, muss Priester sein und über Rechtskenntnisse verfügen) und der Kanzler (Vorsteher der bischöflichen Registratur). Priester- und Laiengremien haben beratende Funktion. Siehe auch regionale Bischofskonferenz, Synode.
Den Ortsbischof können Weihbischöfe unterstützen, die zugleich Titularbischöfe sind. Titularbischöfe sind Bischöfe, deren Diözesen heute nicht mehr bestehen (z.B. im Orient). Aus diesem Grund können sie über diese keinen Besitz ergreifen und keine Jurisdiktionsgewalt ausüben. Titularbischof ist ausschließlich ein Ehrenrang.
Ein Erzbischof ist der Vorsteher eines Erzbistums und hat als solcher die selben Rechte und Pflichten wie alle residierenden oder Diözesanbischöfe. Als Metropolit der Kirchenprovinz hat er gem. Kirchenrecht dafür zu sorgen, dass der "Glaube und die kirchliche Disziplin genau gewahrt werden", und soll "Missbräuche dem Papst mitteilen". Eine konkrete Leitungsgewalt in den Suffraganbistümern hat er aber nicht. Er ist auch nicht Vorgesetzter der Suffraganbischöfe. Manche römisch-katholischen Erzbischöfe tragen den Titel eines Patriarchen (z.B. Venedig, Jerusalem, Lissabon); dies sind jedoch reine Ehrentitel. Der einzige wirkliche Patriarch der Römisch-Katholischen Kirche ist der Papst in seiner Funktion als Patriarch des Westens. Über die katholischen Ostkirchen hat er als Patriarch keine Vollmachten; dort existieren meist eigene Patriarchate.
Der Bischof ist in der katholischen Kirche der erste Spender der Sakramente. Die weitere Sakramentenspendung durch Priester ist eine Delegationshandlung, die vom Bischof ausgeht. Vorbehalten sind ihm die Priesterweihe, die Firmung (im Ausnahmefall an Priester delegierbar) sowie die Weitergabe der Bischofsweihe.
Das Bischofsamt ist ein Amt auf Lebenszeit. Aber mit Vollendung des 75. Lebensjahres sind alle Bischöfe gem. Can. 401 §1 CIC angehalten, dem Papst den Amtsverzicht anzubieten (siehe: Altdiözesanbischof).
Insignien eines Bischofs, die sog. Pontifikalien, sind Mitra, Stab (Verdeutlichung der Hirtenfunktion), Ring, und Brustkreuz Pektorale. Derlei Insignien finden sich aber auch bei nichtbischöflichen Amtsträgern mit besonderer Jurisdiktion, wie zum Beispiel Äbten. Erzbischöfe-Metropoliten tragen zusätzlich zu den beschriebenen Insignien das Pallium, welches ihnen vom Papst verliehen wird. Zu den Privilegien gehört auch die Anrede "Hochwürdigste Exzellenz".
Nach Alt-Katholischem Verständnis ist das Bischofsamt das höchste Amt der Kirche. Das Bischofsamt ist nach diesem Verständnis weiterhin an eine tatsächlich exisitierende Diözese oder Landeskirche gebunden. Hierin kommt der altkirchliche Grundsatz zum Ausdruck: nulla ecclesia sine episcopo, nullus episcopus sine ecclesia (keine Kirche ohne Bischof, kein Bischof ohne Kirche). Aus diesem Grunde gibt es in der Alt-Katholischen Kirche Weihbischöfe nur aus ganz besonderen Gründen (z.B. schwere Krankheit oder hohes Alter des gegenwärtigen Bischofs).
Voraussetzung für die Bischofsweihe ist auch in der Alt-Katholischen Kirche, dass der zu Weihende zuvor von einem Bischof zum Diakon und zum Priester geweiht wurde (dies muss nicht notwendig in der Alt-Katholischen Kirche geschehen sein). Folgende Schritte sind einzuhalten:
# Der zu Weihende muss vom dazu berufenen Gremium einer Diözese oder einer Landeskirche (Synode oder Domkapitel) zum Bischof gewählt werden. Dies ist die heutige Form der altkirchlichen Bischofswahl "durch die Akklamation des Klerus und des Volkes" (per acclamationem).
# Die Bischofsweihe geschieht durch die Auflegung beider Hände durch einen anderen in der apostolischen Sukzession stehenden Bischof, soweit möglich unter Assistenz zweier anderer Bischöfe.
Merkmal eines alt-katholischen Bischofs ist also, dass er gewählt und geweiht ist.
Sofern der erste Schritt fehlt (also etwa bei Vagantenbischöfen, aber auch bei den von Marcel Levèbvre vollzogenen Weihen) ist die Bischofsweihe zwar formell richtig, aber nicht gültig vollzogen. Ist dagegen der zu Weihende gültig gewählt, die Weihe jedoch (noch) nicht vollzogen, kann er dennoch die bischöflichen Funktionen gültig ausüben.
In der Alt-Katholischen Kirche besteht auch die Möglichkeit, Frauen die Bischofsweihe zu erteilen. Zwar führt keine der bestehenden Weihelinien sich auf die weiblichen Apostel (Junias, Priscilla u.a.) zurück, der Ausschluss von Frauen vom priesterlichen und bischöflichen Amt hat jedoch nach alt-katholischer Überzeugung ausschließlich soziologische und keine theologischen Gründe. Zudem ist die Diakonenweihe von Frauen in der Alten Kirche quellenmäßig belegt.
Schließlich hat nach altkirchlicher Tradition (Ignatius von Antiochien) kein Bischof Macht über einen anderen Bischof, und jeder Bischof übt seine Befugnisse nur in seiner eigenen Diözese aus. Darum genießt der Erzbischof von Utrecht zwar einen Ehrenvorrang in der Alt-Katholischen Kirche, aber nur weil sein Stuhl der älteste Alt-Katholische Bischofssitz Westeuropas ist.
Mit Eintritt in den Ruhestand (in der Regel mit dem 65. Lebensjahr) kann ein alt-katholischer Bischof zwar weiterhin seine Funktion ausüben, soweit es seine Kräfte erlauben, für ihn wird jedoch regelmäßig ein Nachfolger gewählt und geweiht.
Insignien (Erkennungszeichen) eines alt-katholischen Bischofs sind (wie in der römisch-katholischen Kirche) Mitra, Bischofsstab, Ring und Pektorale (Brustkreuz). Im Gegensatz zu römisch-katholischen Metropoliten trägt der Erzbischof jedoch kein Pallium.
In der Spendung der Sakramente sind die Priester den Bischöfen weitgehend gleichgestellt. Wie es der Tradition entspricht, bleiben aber die Sakramente der Firmung, der Weihe zum Diakon und zum Priester und insbesondere die Bischofsweihe dem Bischof vorbehalten. Ist ein Bischof im Gottesdienst anwesend, so gebührt ihm der Ehrenvorrang und damit die Leitung der eucharistischen Feier sowie die etwaige Spendung anderer Sakramente (Taufe), die ihm nicht ausdrücklich vorbehalten sind. Aus seelsorgerlichen Gründen kann ein Bischof in der alt-katholischen Kirche jederzeit in den Gemeinden seiner Diözese die Sakramente spenden, etwa bei einer Eheschließung oder Krankensalbung.
Alt-katholische Priester und Bischöfe sind nicht verpflichtet ein zölibatäres Leben zu führen.
Orthodoxe Kirche
Die orthodoxen Kirche hat ebenfalls das dreifache Amtsverständnis, und kennt beim Bischofsamt ebenfalls verschiedene Rangstufen vom Bischof bis zum Patriarchen. Wie die katholische Kirche kennt auch die orthodoxe Kirche die apostolische Sukzession der Bischöfe.
Das monarchische und hierarchische Leitungsprinzip des Episkopats ist jedoch weniger ausgeprägt als in der katholischen Kirche: Patriarch und Metropolit sind nur primus inter pares im Bischofskollegium, nicht hierarchische Vorgesetzte, und ein Bischof ist innerhalb seiner eigenen Diözese nicht an Weisungen eines übergeordneten Bischofs gebunden. Andererseits kann eine lokale Synode Entscheidungen treffen, an die der lokale Bischof gebunden ist, und die Entscheidungen ökumenischer oder panorthodoxer Konzile sind auch für Patriarchen bindend.
Da Bischöfe in der orthodoxen Kirche im Zölibat leben, Priester und Diakone aber gewöhnlich verheiratet sind, kommen die meisten orthodoxen Bischöfe aus dem Mönchstum - ein verwitweter Priester kann aber ebenfalls Bischof werden.
Die Wahl der Bischöfe ist in den einzelnen orthodoxen Kirchen verschieden geregelt, jedoch wird die kollektive Zustimmung der Bevölkerung durch den Ruf Axios! (griechisch für "er ist würdig") als wichtiger Teil der Weihe gesehen. Die Abdankung von Bischöfen aufgrund von Druck aus der Bevölkerung ist ebenfalls häufiger als in der katholischen Kirche.
Im Unterschied zur römisch-katholischen Kirche ist das Sakrament der Firmung nicht dem Bischof vorbehalten sondern wird direkt nach der Taufe durch den Priester zelebriert.
Die Größen der Diözesen unterscheiden sich sehr stark zwischen den einzelnen orthodoxen Kirchen; beispielsweise hat das kleine Griechenland über 80 Bischöfe, mehr als das große Russland.
Die anglikanische Kirche kennt ebenfalls die Bischofsweihe und eine bischöfliche Hierarchie mit Primas, Erzbischof und Bischof, wobei der Primas der Church of England ehrenhalber als Oberhaupt angesehen wird, jedoch gegenüber andern Kirchen nicht weisungsberechtigt ist. Anglikanische Bischöfe stehen ebenfalls in der apostolischen Sukzession.
Die Diözese ist die wesentliche Einheit innerhalb der anglikanischen Kirche. Das höchste Gremium jeder anglikanischen Kirche ist die Bischofssynode, die Versammlung aller Bischöfe der Kirche. Ein anglikanischer Bischof darf seine Funktionen nur in seiner eigenen Diözese ausüben.
Anglikanische Bischöfe sind oft verheiratet, in wenigen anglikanischen Kirchen kann auch eine Frau Bischof werden. Die Bischofswahl erfolgt nach den Statuten der betreffenden Kirche, gewöhnlich durch ein Gremium von Priestern und Laien.
In der Anfangszeit des Methodismus rechneten sich die Methodisten zu den Anglikanern, deren Bischöfe in der apostolischen Sukzession stehen, und nahmen die Sakramente in der anglikanischen Kirche.
Mit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten kam für die Methodisten in den USA eine Zeit, wo es keine anglikanischen Bischöfe in erreichbarer Nähe gab. Zurückgehend auf die orthodoxe Tradition beispielsweise im Patriarchat von Alexandria im dritten Jahrhundert, wo die Presbyter einen der ihren zum Bischof wählten, definierte John Wesley das methodistische Verständnis vom Bischofsamt: zwischen einem Bischof und einem Ältesten (Presbyter, Pfarrer) gibt es keinen Unterschied im Weihegrad sondern nur einen Unterschied in der Funktion: ein Bischof ist ein Presbyter, der eine leitende Funktion gegenüber den Presbytern seiner Region hat. Von daher kann das Bischofsamt in einer methodistischen Kirche zeitlich begrenzt sein, und der Bischof ist nach Ablauf seiner Amtszeit wieder ein Presbyter wie jeder andere, leitet beispielsweise eine Gemeinde - es gibt allerdings auch lokale Kirchenordnungen, in denen die Wahl eines Bischofs auf Lebenszeit möglich ist. Die ersten Bischöfe der methodistischen Kirche wurden von John Wesley und einigen anderen ordinierten Geistlichen der anglikanischen Kirche gewählt. In der methodistischen Tradition gibt es also keine apostolische Sukzession des Bischofsamts.
Das Bischofsamt in der evangelisch-methodistischen Kirche ist in vielen Fällen länderübergreifend: der nordeuropäische Sprengel umfasst beispielsweise die skandinavischen und baltischen Länder, der südosteuropäische Frankreich, Mitteleuropa ohne Deutschland, den Balkan und Nordafrika. Deutschland musste aus politischen Gründen in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts ein separater Sprengel werden und ist bis heute ein eigener Sprengel geblieben.
In den lutherischen Kirchen gibt es in der Regel das Amt des Bischofs der für eine Region oder eine Landeskirche zuständig ist und gegenüber den Pfarrern der Ortsgemeinden eine Leitungsfunktion hat. Dieses Amt wird meist als Bischof bezeichnet, daneben ist die Bezeichnung Landesbischof verbreitet.
In den Reformierten Kirchen heißt die oberste kirchenleitende Person Generalsuperintendent oder Landessuperintendent (Lippische Landeskirche), Präses (Rheinland, Westfalen, Reformierte Kirche), Kirchenpräsident oder Präsident beziehungsweise Schriftführer (Bremische Evangelische Kirche).
Es gibt keine separate Ordination für Bischöfe, diese werden in ihr Amt eingeführt. Die Funktion wird nicht als höherer geistlicher Rang, sondern als eine Art Pfarrer im kirchenleitenden Dienst gesehen. Es gibt keine dem Bischof vorbehaltenen Sakramente und in Deutschland keine apostolische Sukzession (diese ist aber z. B. in den skandinavischen Ländern noch erhalten).
Evangelische Amtsinhaber werden in der Regel von der Synode (Kirchenparlament) für eine bestimmte Zeit oder auf Lebenszeit (meist bis zum 65. oder 68. Lebensjahr) gewählt.
In den meisten evangelischen Kirchen wird das Amt sowohl von Männern als auch von Frauen ausgeübt.
Presbyterianische Konfessionen
Bei Kirchen mit einer presbyterianischen Struktur, zu denen insbesondere die Kirchen der reformierten Tradition zählen, gibt es kein Bischofsamt, sondern die Leitung der Kirche liegt auf allen Stufen bei einem Gremium von Ältesten, das als Presbyterium, Synode, oder Generalversammlung bezeichnet werden kann. Diese Ältesten sind in der Regel Laien, ihr Amt wird jedoch als geistliches Amt gesehen und oft gibt es eine spezielle Ordination für Älteste. Ausnahmen von dieser Regel finden sich in den osteuropäischen Reformierten Kirche (beispielsweise Ungarn), die die Funktion des Bischof, ähnlich wie in den Lutherischen Kirchen, kennen.
In manchen Konfessionen können Männer und Frauen Älteste werden, in anderen nur Männer.
Die Ältesten beschränken sich jedoch in der Regel im Gegensatz zu Bischöfen auf leitende Funktionen, die Sakramente werden von ordinierten Pfarrern verwaltet - bei den Ältesten liegt jedoch die Verantwortung die Kirche gemäß der Tradition zu führen, die in episkopalen Konfessionen beim Bischof liegt.
Kongregationalistische Konfessionen
Kongregationalistisch strukturierte Konfessionen, beispielsweise die meisten Baptisten und Pfingstgemeinden, kennen kein übergemeindliches Bischofsamt. Sie betonen die Autonomie der Ortsgemeinden und halten die Begriffe Bischof und Ältester für synonym. Die meisten dieser Gemeinden kennen jedoch unter verschiedenen Bezeichnungen die Funktionen des dreifachen Amtes auf Gemeindeebene: es gibt einen Gemeindeleiter (episkopos), ein Gremium von Ältesten (presbyteroi) und diakonische Funktionen. Sie begründen das unter anderem mit Hinweis auf Apostelgeschichte 20,17-35 (Abschiedsrede des Paulus vor den Ältesten der Gemeinde Ephesus; siehe besonders die Verse 17 und 28). Dass das Bischofsamt ursprünglich eine Funktion der Ortsgemeinde war, wird ihres Erachtens auch an der alten katholischen Praxis deutlich, den Bischofstitel mit einem Ortsnamen zu verbinden.
Neuapostolische Kirche
Die Neuapostolische Kirche (NAK) kennt drei Amtsklassen: Diakone, Priester und Apostel. Die Apostel, im Apostolat zusammengefasst mit dem Stammapostel als Haupt, bilden die höchste Ämterhierarchie.
Unter den priesterlichen Ämtern ist die Amtsstufe des Bischofs die höchste. Bischöfe werden in der Regel, wie auch die Apostel, direkt durch den Stammapostel ordiniert. Sie unterstützen ihren Apostel teils in ehrenamtlicher Tätigkeit, teils auch im festen Dienst der Kirche. Die priesterlichen Ämter in der NAK führen Gottesdienste durch, spenden das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und das Sakrament des Heiligen Abendmahls, nehmen neue Mitglieder in die Kirche auf, segnen die Kirchenmitglieder zu Konfirmationen, Verlobungen, Trauungen, Hochzeitsjubiläen und führen Trauerfeiern durch.
Zitate
- Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen? Er soll kein Neugetaufter sein, damit er sich nicht aufblase und dem Urteil des Teufels verfalle. Er muss aber auch einen guten Ruf haben bei denen, die draußen sind, damit er nicht geschmäht werde und sich nicht fange in der Schlinge des Teufels. (1. Tim. 3,2-7 wiedergegeben nach der Lutherbibel (Ausgabe 1984))
Literatur
- Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1448 bis 1648. Ein biographisches Lexikon, hrsg. von Erwin Gatz unter Mitwirkung von Clemens Brodkorb, Berlin: Duncker & Humboldt 1996, XCVI und 871 S., ISBN 3-428-08422-5
- Erler, Adalbert. Juristische Kurzlehrbücher. Kirchenrecht. Ein Studienbuch, 4. Auflage, München: C.H. Beck, 1975.
- Leitgöb, Martin, Vom Seelenhirten zum Wegführer. Sondierungen zum bischöflichen Selbstverständnis im 19. und 20. Jahrhundert. Die Germanikerbischöfe 1837-1962, Rom: Herder 2004, ISBN 3-451-26458-7
Weblinks
- [http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_exhortations/documents/hf_jp-ii_exh_20031016_pastores-gregis_ge.html Pastores Gregis Apostolisches Schreiben von Johannes Paul II. über das Bischofsamt]
- [http://www.theologie-systematisch.de/ekklesiologie/12staende.htm Aktuelle Literatur zum Bischofsamt]
Kategorie:Kirchenwesen
Kategorie:Christlicher Geistlicher
!
ja:司教
ko:주교
HólarHólar ist ein kleiner Ort im Norden Islands. Er war jahrhundertelang (von 1106 bis 1801) als zweiter Bischofssitz neben Skálholt ein bedeutender Ort in Island. Heute gibt es hier eine Landwirtschaftsschule für Pferde- und Fischzucht.
Siehe auch: Liste der Städte in Island, Liste der Bischöfe von Hólar
Weblinks
- [http://www.northwest.is/2holar.asp Informationen zu Hólar]
- [http://www.holar.is/english/ Hólar University College]
Kategorie:Ort in Island
SkálholtDer Ort Skálholt liegt im Süden Islands an der Hvitá.
Hvitá
Der kleine Ort besteht nur aus einer relativ großen Kirche und einigen wenigen Häusern. Trotzdem ist er von bemerkenswerter Bedeutung für die Geschichte des Landes, war er doch seit dem Mittelalter (1055) bis 1801, als der Bischofssitz nach Reykjavik verlegt wurde, neben Hólar der wichtigste Bischofssitz von Island. Das bedeutet, Skálholt war auch kulturelles und politisches Zentrum und hatte als letzteres über lange Jahrhunderte ähnliches Gewicht wie Thingvellir. Die erste Lateinschule des Landes wurde in Skálholt gegründet. Und 1550 starben hier der letzte katholische Landesbischof Jón Arason und seine Söhne einen gewaltsamen Tod.
Die Kirche fällt durch ihre Größe auf. Tatsächlich misst das von 1956 bis 1963 erbaute Gotteshaus in der Länge stattliche 30 m. Allerdings waren einige seiner an gleicher Stelle gelegenen Vorgängerbauten noch länger (bis zu 50 m). Zur jetzigen Ausstattung der Kirche trugen auch andere skandinavische Länder bei.
skandinavische
Siehe auch
- Liste der Bischöfe von Skálholt
- Liste der Städte in Island
- Geschichte Islands
Weblinks
- [http://www.south.is/skalholt.html offizielle Website] (englisch)
- [http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?BiographienI/Islav_von_Skalholt.htm Bischof Islav von Skálholt]
Kategorie:Ort in Island
Kategorie:Isländische Geschichte
Isländische Sprache
Isländisch ist eine Sprache aus dem germanischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Sie ist die Amtssprache in Island.
Zur Zeit wird Isländisch von ca. 280.000 Menschen gesprochen.
Der Language Code ist is bzw. ice oder
isl (nach ISO 639).
Geschichte
Schon vor der Einführung der Schrift gab es in Island und anderen Teilen der nordischen Welt eine besondere Dichtersprache, in der nach bestimmten Regeln oft hochformalisierte Gedichte verfasst wurden.
Die Dichter, die diese Gedichte in altwestnordischer (altisländischer) Sprache verfassten und vortrugen, nannte man "Skalden". Die Skalden benutzten poetische Umschreibungen, die auf Figuren und deren Taten aus der (nord)germanischen Heldensage und der (nord)germanischen Mythologie anspielten.
Bemerkenswert ist, dass sich das Isländische in den letzten tausend Jahren nur geringfügig verändert hat, und somit dem Altnordischen noch am ehesten ähnelt. Grammatische Eigenheiten, die sich in anderen Sprachen im Laufe ihrer Entwicklung abgeschliffen haben, blieben im Isländischen weitestgehend erhalten.
Außerdem achtet man in Island darauf, die Übernahme von Fremdwörtern so gering wie möglich zu halten. Neue Begriffe entnimmt man in der Regel dem vorhandenen Wortschatz. So entstand das Wort tölva (= Computer) aus den Worten tala (= Zahl) und völva (= Wahrsagerin). Der Begriff alnæmi (= AIDS) wurde aus al (= all-) und næmi (= Empfindlichkeit) gebildet.
Ebenfalls erstaunlich ist, über welch reichen Wortschatz das Isländische verfügt (siehe Halsbandsittich in vielen Sprachen).
Alphabet
Das isländische Alphabet umfasst 32 Buchstaben, die größtenteils dem Deutschen entsprechen. Alle Vokale (einschließlich Y) gibt es in einer zweiten Form mit Akzent (andere Aussprache). Die Buchstaben C, W, Q und Z kommen in isländischen Wörtern nicht vor. Zusätzlich zu den lateinischen gibt es die Buchstaben Ð/ð (wie "weiches" englisches th, wie z.B. in engl. "this"), Þ/þ (dieser stammt aus dem Runen-Alphabet und wird wie "hartes" englisches th ausgesprochen, wie z.B. in engl. "thing"), Æ/æ (wie deutsches ei) und Ö/ö (wie deutsches Ö).
In der zweiten Tabelle wird der Unicode des Zeichens gezeigt, sowie wie man die Sonderzeichen unter MS-DOS und Windows erzeugen kann. ALT-Taste drücken und gedrückt halten, solange die Zahlenkombination auf dem Ziffernblock(!) eingegeben wird, das Zeichen erscheint dann nach dem Loslassen der ALT-Taste.
Phonologie
Hauptartikel: Isländische Aussprache
Das isländische Lautsystem ist etwas ungewöhnlich für eine europäische Sprache, da es einen Aspirations-Kontrast bei seinen Lauten zeigt statt eines Kontrasts in der Stimmhaftigkeit. Jedenfalls zeigen die isländischen Liquidlaute regelmäßige Kontraste in der Stimmhaftigkeit, einschließlich der Nasale (rar unter den Sprachen der Welt). Darüber hinaus ist die Länge kontrastiv für fast alle Phoneme; stimmlose versus stimmhafte Konsonanten scheinen die einzige Ausnahme zu sein. Die Tabelle unten wurde entwickelt anhand Daten, die bei [http://www2.hu-berlin.de/bragi/b0/b0_framburdur_de.htm BRAGI] und ähnlichen Seiten gefunden wurden; siehe Artikel über SAMPA-Transkribierungscodes für Informationen über den Wert der Symbole.
In Publikationen werden die stimmlosen Verschlusslaute oft durch /b d g/ mit dem Diakritikum ° verwendet. Es ist die vor allem in Island verbreitete Umschrift. Die phonetische Lautschrift sieht jedoch die einfacheren Zeichen /p t k c/ für stimmlose Verschlusslaute vor.
Besonders zu erwähnen ist noch die Präaspiration: Die Grapheme pp, tt, kk werden /hp ht hk/ gesprochen, wobei zwischen /h/ und Verschlusslaut eine Silbengrenze liegt, wenn die Kombination nicht im Auslaut steht.
Alle Vokale, Diphthonge und sämtliche Konsonanten außer h, j, v, x, ð und þ können lang oder kurz sein.
Morphologie
Das Isländische verfügt über eine reichhaltige Vielfalt an Formen bei den flektierbaren Wortarten Pronomen, Substantiv, Verb, Adjektiv und Zahlwort, die den, der diese Sprache erlernen möchte, leicht zur Verzweiflung treiben kann. Im folgenden sind Flexionsbeispiele für alle relevanten Wortklassen aufgeführt.
Personalpronomina
Im Isländischen werden Personalpronomina wie im Deutschen durch vier Fälle gebeugt; in der 3. Person werden drei Geschlechter (Genera) unterschieden.
Eine Übersicht über die Flexion der Personalpronomina:
Anders als im Deutschen findet eine Unterscheidung nach Geschlechtern auch im Plural der 3. Person statt. Dabei kommt die maskuline Form þeir nur bei rein männlichen Gruppen zur Anwendung, die feminine Form þær nur bei rein weiblichen Gruppen, während die Neutrumform þau für gemischte Personengruppen (und damit am häufigsten) benutzt wird.
Zur Anrede einer Person dient im Isländischen stets das Pronomen þú, es wird also grundsätzlich geduzt (und jeder mit dem Vornamen angesprochen).
Nur den Präsidenten oder Bischof des Landes würde man bei festlichen Anlässen mit dem (ansonsten veralteten) Höflichkeitspronomen yður bezeichnen.
Substantive
Isländische Substantive werden ebenso wie deutsche in drei Genera unterteilt, nämlich Maskulina, Feminina und Neutra. Dabei wird jedes Wort seinem Genus entsprecht flektiert; außerdem gibt es innerhalb der Genera verschiedene Flexionsklassen.
Innerhalb des Paradigmas eines Substantivs gibt es jeweils vier Kasus, die den vier deutschen Kasus Nominativ, Genetiv, Dativ und Akkusativ entsprechen; diese werden durch Anfügen einer Flexionsendung and den Wortstamm gebildet. Für den Plural gibt es teilweise einheitliche Flexionsendungen, z.B. -um für alle Substantive im Dativ Plural (gleich welchem Genus sie angehören).
Als Beispiel für ein Maskulinum der starken Flexionsklasse M1 dient das Wort hestur "Pferd":
In der linken Hälfte der Tabelle wird das Wort ohne Artikel flektiert, in der rechten dagegen mit bestimmtem Artikel, der dem deutschen "das Pferd, des Pferdes etc." entspricht.
Eine unbestimmten Artikel gibt es im Isländischen nicht.
Ein ähnliches Beispiel für die Deklination starker Feminina ist borg "Stadt":
Um sich durch diesen Wust von Formen beim Erlernen durchzukämpfen, merke man sich folgende Faustregeln, die auf die mesiten Deklinationen zutreffen:
- der Akkusativ Singular eines Maskulinums entspricht seinem Stamm
- Nominativ und Akkusativ Plural sind bei Feminina und Neutra miteinander identisch, bei Maskulina nicht
- der Dativ Plural endet immer auf -um; mit dem bestimmten Artikel verschmilzt diese Endung zu -unum
- der Genetiv Plural endet immer auf -a, mit bestimmtem Artikel ergibt sich -anna
- die Artikelflexion ist innerhalb eines Genus immer identisch (bis auf i-Einschübe, wenn zuviele Konsonanten aufeinandertreffen würden)
Ein weiteres Beispiel aus der Klasse der starken Neutra ist borð "Tisch":
Es zeigen sich Übereinstimmungen bei der Flexion von starken Maskulina und Neutra:
- die Endung für den Genetiv bzw. Dativ Singular ist -s bzw. -i
- der Nominativ Singular eines Neutrums ist identisch mit dem Akkusativ Singular
u-Umlaut
Bei der Nominalflexion tritt im Isländischen der u-Umlaut auf. Dieser betrifft Substantive mit Stammvokal -a- unabhängig von ihrem Geschlecht; der Stammvokal wird dabei zu -ö- umgelautet, wenn ihm in der unbetonten Silbe (also in der Kasusendung) ein -u- nachfolgt; da dieses -u- jedoch im Laufe der isländischen Sprachgeschichte bereit sgeschwunden sein kann, merke man sich folgende Regel:
Der Umlaut a > ö tritt ein...
- im gesamten Singular der starken Feminina außer im Genetiv
- im Nominativ und Akkusativ Plural der Neutra
- im Dativ Plural bei allen Genera
Als Beispiel ein starkes Femininum der zuvor bereits gezeigten Klasse F1, gjöf "Geschenk", sowie ein starkes Neutrum der Klasse N1, land "Land"; Umlaute sind fett hevorgehoben:
Da u-Umlaut bei Feminina im Nominativ Singular auftritt und diese Form auch im Wörterbuch das Lemma bildet, ist dies bei der Flexion besonders zu beachten.
Verben
Wie im deutschen teilt sich das System der isländischen Verben in eine Gruppe starker Verben und eine Gruppe schwacher Verben. Es existieren dennoch einige Verben, die zwischen beiden Gruppen schwanken. Innerhalb der schwachen Verben gibt es vier Gruppen, von denen die größte W4 ist; als Beispiel sei das Paradigma von hjálpa "helfen" aufgeführt:
In der linken Hälfte der Spalte finden sich die Indikativformen des Präsens, in der rechten die des Präteritums, welches bei Verben der Klasse W4 mit dem Suffix -að- (Singular) bzw. -uð- (Plural) gebildet wird.
Adjektive
Beispiel veik- "krank" für die unbestimmte Deklination eines Adjektivs für alle drei Genera:
Wie bei den Personalpronomina wird auch bei den Adjektiven im Plural zwischen den Genera unterschieden; es gibt allerdings Einheitsendungen im Genetiv und Dativ:
Syntax
Die unmarkierte Wortstellung im Isländisch ist Subjekt - Prädikat - Objekt (SPO) wie im Deutschen, allerdings auch im Nebensatz (während im Deutschen dort das Prädikat am Satzende steht). Isländisch ist also eine klassische V2-Sprache; man vergleiche folgenden Beispielsatz zur Verdeutlichung der Unterschiede:
Verwandte Themen
- Der Quirky Case (lexikalischer Kasus) ist eine Besonderheit der isländischen Sprache.
Literatur
- Christine Jörg: Isländische Konjugationstabellen, Hamburg: Buske, 1989; ISBN 387118893X.
- Robert Nedoma: Kleine Grammatik des Altisländischen, Heidelberg: Winter, 2001; ISBN 382531152X.
- Magnús Pétursson: Lehrbuch der isländischen Sprache, Hamburg: Buske, 1992; ISBN 3875480287.
- Hans Ulrich Schmid: Wörterbuch Isländisch-Deutsch, Hamburg: Buske, 2001; ISBN 3875482409.
- Colin D. Thompson: Isländische Formenlehre, Hamburg: Buske, 1987; ISBN 3871188417.
Weblinks
- [http://pauker.at/deutsch/W%F6rterb%FCcher/Isl%E4ndisch.html Deutsch-Isländisches Wörterbuch (frei erweiterbar, mit Vokabelpauker, 2500 Einträge am 12.02.04)]
- [http://www.islenska.de Deutschsprachige Zeitschrift für Isländischlernende]
- [http://www.iceland.de/index.php?id=149 Amüsante Beispiele aus der isländischen Sprache]
- [http://www.icelandic.hi.is/coursetest.php Icelandic online - Sprachkurs der Uni Reykjavik]
- [http://www.bragi.org BRAGI - Allgemein zugängliche Materialsammlung für Isländisch als Fremdsprache]
- [http://www.pferdenamen.de Deutsche Bedeutungen isländischer Namen]
- [http://www.hafronska.org Das Hochisländische Sprachzentrum]
Kategorie:Einzelsprache
Sprache
Kategorie:Skandinavische Sprache
ja:アイスランド語
simple:Icelandic language
1571
Politik und Weltgeschehen
- 7. Oktober: Schlacht von Lepanto
- La Rotonda wird fertiggebaut
- Moskau wird von den Krimtataren niedergebrannt
- 9. Januar: Charles Bonaventure de Longueval, Feldherr im 17. Jahrhundert († 1621)
- 27. Januar: Abbas I. (Persien), persischer Herrscher aus der Dynastie der Safawiden († 1629)
- 15. Februar: Michael Praetorius, deutscher Komponist (vielleicht auch 1572 geboren) († 1621)
- 15. Oktober: Jakob Matham, niederländischer Kupferstecher († 1631)
- 27. Dezember: Johannes Kepler, deutscher Mathematiker, Astronom und Optiker († 1630)
- 31. Dezember: Go-Yozei, 107. Kaiser von Japan († 1617)
- 3. Januar: Joachim II. Hektor, Kurfürst von Brandenburg ( - 1505)
- 13. Januar: Markgraf Johann I. von Brandenburg-Küstrin ( - 1513)
- 19. Januar: Paris Bordone, italienischer Maler ( - 1500)
- 13. Februar: Benvenuto Cellini, italienischer Bildhauer und Goldschmied, ein berühmter Vertreter des Manierismus ( - 1500)
- 23. Mai: Joachim Mörlin, Theologe, Pfarrer und Reformator ( - 1514)
- 17. Juli: Georg Fabricius, Protestantischer deutscher Dichter, Historiker und Archäologe ( - 1516)
- 24. November: Jan Blahoslav, tschechischer Humanist, Grammatiker und Komponist ( - 1523)
ko:1571년
Isländische Krone
Die Isländische Krone (Abkürzung: ISK) ist die Währung Islands. Ihr Eigenname ist Króna, bzw. Krónur in der Mehrzahl. Ebenso wie die Währung anderer nordeuropäischer Staaten stammt der Begriff von der "Krone" ab.
Geschichte
Die isländische Krone wurde mit der Auflösung der Skandinavischen Währungsunion während des 1. Weltkrieges eingeführt, nachdem Island 1918 die Souveränität von Dänemark erhielt. Vor 1966 war die isländische Zentralbank, die Seðlabanki Íslands, für die Ausgabe von Banknoten zuständig, die Prägung der Münzen lag in der Verantwortung des Finanzministeriums. Mit einem Sonderabkommen und schließlich mit der Verabschiedung des Währungsgesetzes 1966 ist die Zentralbank der alleinige Herausgeber der gesetzlichen Zahlungsmittel (Münzen und Banknoten) in Island.
Die Geldmenge wird seit 1961 von der isländischen Zentralbank, kontrolliert. Nach Jahren der Inflation fand 1980 eine Währungsumstellung statt, bei der von 100 "alte Kronen" für eine "neue Krone" umgestellt worden ist. Gesetzlich wird die Krone in 100 Aurar (Einzahl: Eyrir) unterteilt, allerdings waren diese Münzen nur wenige Jahre im Umlauf.
Im September 2002 verabschiedete der isländische Premierminister zwei Gesetze, nachdem alle Rechnungen und Forderungen auf volle Kronen zu lauten haben und die Bezahlung ebenfalls in vollen Kronen erfolgen soll. Ebenso wurde die Zentralbank angewiesen, alle Aurar-Münzen einzuziehen und zu vernichten. Seit dem 1. Oktober 2003 nehmen isländische Banken keine Aurar-Münzen mehr an.
Banknoten und Münzen
Folgende Banknoten und Münzen, die seit 1980 herausgegeben worden sind, sind gesetzliche Zahlungsmittel:
Banknoten
Wert, Abmessungen, Vorherrschende Farbe, dargestellte Hauptperson
- 10 Kronen1, 70 x 130 mm, blau, (Arngrímur Jónsson)
- 50 Kronen1, 70 x 135 mm, braun, (Guðbrandur Þorláksson)
- 100 Kronen1, 70 x 140 mm dunkelgrün, (Árni Magnússon)
- 500 Kronen, 70 x 145 mm, rot, (Jón Sigurðsson)
- 1000 Kronen, 70 x 150 mm, violett, (Brynjólfur Sveinsson)
- 2000 Kronen, 70 x 150 mm, braun und gelb, bzw. blauviolett und gelb, (Jóhannes Kjarval)
- 5000 Kronen, 70 x 155 mm, blau, (Ragnheiður Jónsdóttir)
1Banknoten mit Nennwerten von weniger als 500 Kronen sind kaum noch im Umlauf.
Münzen
Auf der Vorderseite sind Meeresbewohner dargestellt, auf der Rückseite befindet sich sich eine stilisierte Darstellung der 4 Schutzgeister Islands.
Wert, abgebildetes Tier, Material, Münzdurchmesser
- 1 Kronen, Gadus morhua (Kabeljau), Kupfer-Nickel-Legierung (3:1), 21,5 mm
- 5 Kronen, Delphinus delphis (Gemeiner Delfin), Kupfer-Nickel-Legierung (3:1), 24,5 mm
- 10 Kronen, Mallotus villosus (Lodde), Kupfer-Nickel-Legierung (3:1), 27,5 mm
- 50 Kronen, Carcinus maenas (Strandkrabbe), Neusilber (Sondermessing), 23 mm
- 100 Kronen, Cyclopterus lumpus (Seehase), Neusilber (Sondermessing), 25,5 mm
Aurar-Münzen (5, 10, 50 Aurar) nicht mehr im Umlauf, da diese von der Zentralbank eingezogen worden sind.
Austausch beschädigter Banknoten und Münzen
Die Zentralbank tauscht beschädigte Banknoten zum vollen Wert gegen neue um, wenn beide Seriennummern eines Geldscheinen noch vollständig vorhanden sind. Ist nur noch eine Seriennummer lesbar und der Schein zu mindestens 25% erhalten, wird der halbe Wert ersetzt.
Münzen werden zum vollen Wert ersetzt, wenn als sicher gilt, dass es sich dabei um isländische Münzen handelt, selbst wenn die Prägung vollständig unleserlich sein sollte.
Weblinks
- [http://www.sedlabanki.is Isländische Zentralbank (in Isländisch und Englisch)]
Krone
Kategorie:Währungseinheit
ja:アイスランド・クローナ
Kategorie:KartografHier werden Personen einsortiert, die in der Kartografie wichtig waren oder sind.
Siehe auch: Kartograf
Kategorie:Kartografie
Kategorie:Wissenschaftler
Kategorie:IslandHauptartikel: Island
Personennamen werden hier nach isländischem Gebrauch nach dem Vornamen einsortiert.
Kategorie:Land in Europa
Kategorie:nordeuropa
ja:Category:アイスランド
ko:분류:아이슬란드
simple:Category:Iceland
Kategorie:Geboren 1541
Kategorie:Gestorben 1627
Carl Olof TryggCarl Olaf Trygg, woodcarver, (1910–19??) was one of the recognized masters of 20th century woodcarving, most famous for Scandinavian flat-plane style of woodcarving. Carl Olaf Trygg was born in 1910 in Småland, Sweden. He was one of three son of Carl Johan Trygg and Maria Axelina Andersson. Carl Olaf worked with his father carving wooden figures of various common people in the Scandinavian flat-plane style of woodcarving. Between C. O. Trygg, his father (Carl Johan) and two brothers (Nils, and Lars), they carved over 10,000 figures. Many of his carvings were sold to tourists for approximately $10.00 USD. Adjusted for inflation what cost $10.00 in 1929 would cost $108.05 in 2005.
Immigrating to Canada
Carl Olaf, at the age of 17, immigrated to Canada with his mother Maria (43), brother Nils Johan (13) and an unknown relative, possibly his sister, Kally Maria Trygg (8) arrived in Halifax, Nova Scotia on October 7, 1928. He was proceeded in immigrating by his father Carl Johan who arrived in Halifax on March 3, 1928.
The Trygg family eventually settled in Montreal, Canada and there they continued to carve. Together they carved thousands of figures in the Scandinavian flat-plane style of woodcarving. Between C. J. Trygg and his sons they carved over 10,000 figures. Many of his carvings were sold to tourists for approximately $10.00 USD. Adjusted for inflation what cost $10.00 in 1929 would cost $108.05 in 2005.
Trygg was a craftsman in tune to the tourist trade. Trygg generally carved solo figures from basswood or pine, and mounted them on a base. He had a stylized execution with clean cuts, working from a single piece of wood. A highlight of Trygg’s carvings is his use of vibrant paint. He often painted his character’s clothing in plaid.
Return to Sweden
Carl Johan Trygg and Carl Olaf Trygg eventually returned to Sweden, where they continued their careers. Carl Johan died there 1954 and Carl Olaf, based on the dates on his carvings, was producing figures as late as 1987.
Examples of carvings
The legacy
Trygg family of woodcarvers
- Carl Johan Trygg (1877–1954)
- Carl Olaf Trygg (1910–19??)
- Nils Johan Trygg (1914 – 19??)
- Lars Trygg
Trygg family woodcarvings are still sought after today as collectibles. There are over 10,000 carved figures that were manufactured by the members of the Trygg family. Prices range from $50 to $500 depending upon the age, size, and condition of the piece.
Identifying Trygg woodcarvings
Trygg woodcarvings can be identified by the signatures and dates on the bases.
Signatures commonly found are:
- Trygg carved on base. — Carl Johan Trygg (Generally)
- C.J. Trygg — Carl Johan Trygg
- C.O. Trygg — Carl Olaf Trygg
- L. Trygg — Lars Trygg
- N. E. Trygg — Nils Trygg
- Hand Carved by Trygg — Carl Johan Trygg or Carl Olaf, Lars, or Nils
- Carved by Trygg Jr. — Carl Olaf, Lars, or Nils
Most of the carvings are dated and include the location carved. For example you may find a carving with "C.O. Trygg 1961 Sweden" meaning it was carved by Carl Olaf Trygg in 1961 while he was living in Sweden.
Notes
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# Carl Olaf Trygg was lised on the immigration record as Karl Olof Trygg. This is most likely due to the poor legibility of the original indexes. The signature used on woodcarvings he produced is C. O. Trygg. This fact does not clarify his true middle name (it is either Olaf or Olof), however the common first name he used is know to be Carl.
References
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Trygg, Carl Olaf
Trygg, Carl Olaf
anemia cukrzyca narkotyki praca Malaga accommodation
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WHATWG
WHATWG (Web Hypertext Application Technology Working Group – Grupa Robocza ds. Technologii Hipertekstowych Aplikacji Sieciowych) to nieformalna organizacja tworzona przez producentów przeglądarek internetowych i osoby prywatne, mająca na celu rozwijanie nowych technologii służących do tworzenia aplikacji sieciowych.
Specyfikacje, nad którymi pracuje WHATWG, stanowią rozszerzenia i modyfikacje języków HTML,
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Lilla Karlsö
Lilla Karlsö - należąca do Szwecji wyspa na Morzu Bałtyckim położona ok. 3 km na zachód od Gotlandii o powierzchni ok. 940 ha.
Cały obszar wyspy stanowi rezerwat przyrody. Hodowla owiec rasy Gute-sheep (współczesna odmiana rasy gotlandzkiej).
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Bell Laboratories
Bell Telephone Laboratories lub w skrócie Bell Labs - oddział badawczy i wdrożeniowy telekomunikacyjnej korporacji amerykańskiej Bell System.
Powstał w 1925 z inicjatywy Waltera Gifforda, prezesa American Telegraph and Telephone (AT&T) z wydziału rozwojowego firmy
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ArchiCAD
ArchiCAD - wyspecjalizowany program graficzny CAD opracowany przez węgierską firmę Graphisoft z myślą o zastosowaniu w projektowaniu architektonicznym.
ArchiCAD jest jednym z najbardziej popularnych programów w biurach architektonicznych. Umożliwia przygotowanie jednocześnie zarówno dwuwymiarowych rysunków (rzutów kondygnacji,
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Brajan
Brajan - męskie imię pochodzenia celtyckiego. Popularne w krajach anglosaskich, pisane jednak Brian, gdzie funkcjonuje zarówno jako samodzielne imię, jak i jako forma zdrobniała od Bernarda i Barnaby.
Znane osoby noszące imię Brajan:
- Brajan Chlebowski
- Brian Dennehy
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Eduard Hanslick
Eduard Hanslick (11 września 1825 - 6 sierpnia 1904) to niemiecki krytyk muzyczny - jeden z najbardziej wpływowych w II poł. XIX w. Bliski przyjaciel Johannesa Brahmsa, przeciwnik idei
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Przebój Wolbrom
Przebój Wolbrom to polski klub piłkarski, położony w Wolbromiu, który gra obecnie w małopolskiej 4 lidze.
Informacje ogólne
- Pełna nazwa: Klub Sportowy Przebój Wolbrom
- Rok założenia: 1937
- Barwy: zielono-biało-czerwone
- Adres: ulica Leśna 2, 32-340 Wolbrom
- Stadion:
:pojemność - 1.000 miejsc (wszystkie siedzące)
:wymiary - 100 m x 65 m
- Prezes: Tomasz Nawrot
- Trener: 25 listopada 1844, zm. 4 kwietnia 1929), niemiecki inżynier, pionier motoryzacji.
Urodził się 25 listopada 1844 w Mühlburgu (obecnie dzielnica Karlsruhe) w Niemczec
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