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Ben Gurion

Ben Gurion

David Ben Gurion (hebr. דוד בן גוריון; gebürtig David Gruen;
- 16. Oktober 1886 in Plonsk, Polen; † 1. Dezember 1973 in Tel Hashomer, Israel) war ein israelischer Staatsmann. Im Jahr 1906 wanderte David Gruen von Polen nach Palästina aus. Er arbeitete als Journalist und nahm den Namen „Ben Gurion“ an, als er Politiker wurde. Bald war er Führer der jüdischen Arbeiterbewegung. 1915 ging er zunächst in die USA, kehrte jedoch 1918 zurück nach Palästina und wurde erster Sekretär und Vorsitzender der 1920 gegründeten Gewerkschaft Histadrut. Im Jahr 1930 gründete Ben Gurion die Mapai, eine zionistisch-sozialistische Arbeiterpartei. Während eines Besuchs in New York lernte er 1915 seine spätere Frau Paula Munweis kennen, die aus Russland stammte. Sie heirateten 1917 und hatten drei Kinder. Am 14. Mai 1948 proklamierte Ben Gurion den selbständigen Staat Israel, dessen Ministerpräsident und Verteidigungsminister er jeweils von 1948 bis 1953 sowie von 1955 bis 1963 war. In dieser Funktion führte er den Israelischen Unabhängigkeitskrieg. Im Jahr 1953 gab Ben Gurion seinen Rücktritt von der Regierung bekannt und übersiedelte in den Kibbuz Sede Boker in der israelischen Negev-Wüste. Obwohl er sich nicht vollständig aus der Politik zurückzog, blieb er dort bis 1954. 1965 gründete er mit Mosche Dajan und Shimon Peres die Rafi-Partei, nachdem er sich mit der Mapai-Partei überworfen hatte. 1970 zog er sich aus allen seinen politischen Ämtern zurück. Während der vorstaatlichen Periode in Palästina repräsentierte Ben Gurion das normale jüdische Establishment und war als moderater Politiker bekannt. Die Briten arbeiten teilweise mit seiner Organisation, der Hagana, zusammen, um Mitglieder von radikaleren Widerstandsgruppen verhaften zu können. Er war am - gelegentlich gewaltsamen - Widerstand beteiligt, als seine Organisation kurzzeitig mit Menachem Begins Irgun kooperierte. Allerdings wurde während der ersten Wochen der israelischen Unabhängigkeit entschieden, alle Widerstandsgruppierungen zu entwaffnen und sie durch eine einzige jüdische Armee zu ersetzen. Dabei gab Ben Gurion sogar den Befehl, das Schiff "Altalena" zu bombardieren, das Munition für den Irgun an Bord hatte. Dieser Befehl ist heute noch umstritten. Ben Gurion wurde vom Time Magazine zu einer der wichtigsten Personen des 20. Jahrhunderts gewählt. [http://www.time.com/time/time100/leaders/profile/bengurion.html]. Nach David Ben Gurion wurde 1975 der internationale Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv, der sich nördlich der Stadt Lod befindet, sowie die Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba, benannt.

Weblinks


-
- http://www.jafi.org.il/education/100/german/people/David_Ben_Gurion.html
- http://www.nai-israel.com/israel/artikel/default.asp?CatID=6&ArticleID=34 Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David Ben Gurion, David ja:ダヴィド・ベン=グリオン

Hebräische Sprache

Hebräisch gehört zum nordwestlichen Zweig der semitischen Sprachen und damit zur afro-asiatischen Sprachfamilie. Die heilige Schrift der Juden, die Torah, wurde vor Tausenden von Jahren in dieser Sprache kodifiziert und den folgenden Generationen weitergegeben. Nach der Zerstörung des Ersten Tempels zu Jerusalem durch Nebukadnezar II. im Jahre 586 v. Chr. und dem darauffolgenden babylonischen Exil kam die dortige Amtssprache Aramäisch unter den Juden in Umlauf; späte Teile der Bibel enthalten deshalb aramäische Bestandteile. Auch die Muttersprache von Jesus von Nazaret war möglicherweise Aramäisch. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zu Jerusalem im Jahre 70 verlagerte sich das Zentrum jüdischer Siedlung von Judäa nach Galiläa. Damit verbunden nahm auch das hebräischsprachige Element in der Bevölkerung ab. Etwa ab dem Jahre 200 hörte Hebräisch auf, als Muttersprache zu fungieren. Es blieb indessen eine Sakralsprache, wurde jedoch nie ausschließlich zu liturgischen Zwecken benutzt, sondern stets auch zur Abfassung von philosophischen, medizinischen, juristischen und poetischen Texten, so dass sich das Vokabular im Laufe der Jahrhunderte erweitern konnte. Es ist ebenfalls bezeugt, dass sich die verstreuten jüdischen Gemeinden zur Verständigung untereinander des Hebräischen bedienten. Die Erneuerung des Hebräischen als Muttersprache begann im späten 19. Jahrhundert. Trotz der jahrtausendelangen Entwicklung sind die Unterschiede zwischen Althebräisch und Neuhebräisch viel weniger bedeutend als zum Beispiel zwischen Altgriechisch und Neugriechisch (siehe griechische Sprache). In Israel wird gar nicht zwischen Alt- und Neuhebräisch unterschieden, in beiden Fällen ist von "Iwrit" die Rede. Von David Ben Gurion, dem ersten Ministerpräsidenten des neuzeitlichen Staates Israel, ist der Ausspruch überliefert: "Wenn Moses heute zurückkäme und um ein Stück Brot bitten würde, würde man ihn verstehen."

Geschichte

Man unterscheidet drei Entwicklungsstufen: Alt-, Mittel- und Neuhebräisch.

Frühgeschichte

Der Gezer-Kalender stammt aus dem Jahre 925 v. Chr., das heißt aus der Amtszeit des Königs Salomo, und gilt als die bisher älteste bekannte hebräische Inschrift. Es handelt sich um einen landwirtschaftlichen Kalender aus sieben horizontal geschriebenen Zeilen und einer achten vertikalen Zeile, in denen das phönizische Alphabet verwendet wird. Das berühmteste Werk in hebräischer Sprache ist die jüdische Bibel, der Tanach (im christlichen Sprachgebrauch Altes Testament genannt). Die genauen Daten ihrer Abfassung sind umstritten (siehe dazu Bibelkritik). Die ältesten Exemplare von biblischen Texten wurden 1947 in Qumran gefunden und stammen aus der Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem späten 1. Jahrhundert n. Chr.

Spätere Geschichte

Die Juden im Perserreich benutzten Aramäisch, das für die folgenden 700 Jahre zur Umgangssprache wurde und vor allem in der Bibelübersetzung Targum und in Teilen des Talmuds literarisch verwendet wurde. Aramäisch gehört ebenfalls zum nordwestlichen Zweig der semitischen Sprachen und ist somit dem Hebräischen sehr nahe verwandt. In der mittelhebräischen Phase wurden zahlreiche aramäische Ausdrücke und Redewendungen ins Hebräische übernommen, vor allem aber das aramäische Alphabet, das als Quadratschrift bis heute in Gebrauch ist. Während etwa zwei Jahrtausenden war Hebräisch keine gesprochene Sprache. In der traditionellen jüdischen Ausbildung, beginnend im Cheder und fortgesetzt in den Talmud-Hochschulen, wurde jedoch viel Zeit darauf verwendet, um Torah, Mischna, Gemara und rabbinische Kommentare im Original lesen zu können. Der wichtigste Beitrag zur Erhaltung des traditionellen Hebräisch stammt von den Masoreten, die vom 7. bis zum 10. nachchristlichen Jahrhundert zum ursprünglich rein konsonantischen Text Vokale, Akzente und so genannte Teamim hinzufügten, das heißt Angaben zum liturgischen Gesang im Gottesdienst. In der Biblia Hebraica Stuttgartensia ist der masoretische Text abgedruckt.

Hebräische Schrift

Siehe dazu den Artikel Hebräisches Alphabet sowie die Einträge unter den einzelnen Buchstaben, beginnend mit Aleph.

Grammatik

Hauptartikel: Hebräische Grammatik In der hebräischen Grammatik werden zur Unterscheidung von Subjekt und Objekt keine Fälle verwendet, sondern Präpositionen. Flexion spielt jedoch eine wichtige Rolle bei der Bildung und Ableitung von Verben, Substantiven, der Genitivkonstruktion Status constructus, der auf Hebräisch Smichut ("Stützung") genannt wird, und dem Besitzverhältnis. Beispiele für Smichut: báyit = Haus; lechem = Brot; béit lechem = Haus des Brotes (Bethlehem). In der Smichut steht der Artikel, im Gegensatz zu den Indogermanischen Sprachen, vor dem Objekt: aliyá = Einwanderung; nó`ar = Jugend; aliyát hanó`ar = die Einwanderung von Jugendlichen. Das Besitzverhältnis kann auf hebräisch durch eine Kurzform und eine längere Form wiedergegeben werden. Die Kurzform besteht in der Anhängung einer persönlichen Nachsilbe, die längere Form durch Ableitungen der Präposition schel ("von"). Beispiel: Sohn = ben mein Sohn = bni bzw. habén schelí (wörtlich "der Sohn von mir"). Dass die Hebräische Schrift eine Konsonantenschrift ist, kommt nicht von ungefähr: in der hebräischen Sprache besteht ein Wortstamm nur aus Konsonanten. Die verschiedenen abgeleiteten Formen entstehen durch Hinzufügung unterschiedlicher Vokale sowie mit Hilfe von Vor- und Nachsilben. Zum Beispiel: der Wortstamm G-N-W bezeichnet die Idee des Stehlens. Daraus werden unter anderem folgende Wörter abgeleitet: ganáw = Dieb; daraus abgeleitet das deutsche Wort "Ganove" (aní) gonéw = (ich) stehle gniwá = Diebstahl Zum Thema Wortstamm siehe außerdem den Abschnitt "Grammar" im englischen Artikel über die semitischen Sprachen, :en:Semitic languages. Die hebräische Sprache kennt zwei grammatikalische Geschlechter bzw. Genera: männlich und weiblich. Weibliche Substantive und Namen enden meistens mit a oder th, das entspricht jeweils den hebräischen Buchstaben "He" bzw. "Taw". Beispiel: Judith, `Ivrith. Es gibt jedoch auch einige Ausnahmen, beispielsweise endet das Wort "lájla" (Nacht) mit dem Buchstaben "He" und ist trotzdem männlich. Betont wird meistens die letzte Silbe, in einigen Fällen auch die vorletzte Silbe. Hebräische Substantive und Adjektive können mit dem bestimmten Artikel "ha" definiert werden. Unbestimmte Substantive bzw. Adjektive tragen gar keinen Artikel. Der bestimmte Artikel wird zusammen mit dem zugehörigen Wort geschrieben. Beispiel: no`ar = Jugend, hano`ar = die Jugend. Hebräische Verben verfügen heute über drei Zeitformen, Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Für die Gegenwart hat jedes Verb vier Formen, wobei zwischen männlicher Einzahl, weiblicher Einzahl, männlicher Mehrzahl und weiblicher Mehrzahl unterscheiden wird. Beispiel:
dient dem Zeilenumbruch, bitte nicht entfernen
Die Grundform zur Ableitung sämtlicher Konjugationsformen ist im Hebräischen die 3. Person Singular maskulin der Vergangenheit, Beispiel katáw: er schrieb. Des weiteren verfügen die meisten Verben, mit Ausnahme von einigen Passivformen und Modalverben, über Infinitiv- sowie Imperativformen. Hebräische Verben kennen weder eine Vorvergangenheit noch ein Futur II. Dieser Mangel an zeitlichen Ausdrucksformen wird jedoch dadurch ausgeglichen, dass die jahrtausendealten Wortstämme (siehe oben) durch die Ableitung von kausativen und reflexiven Formen neu belebt werden können. Beispiele:
- lichtów: schreiben, davon abgeleitet:
  - michtáw: Brief
- lëhachtíw: "zu schreiben geben", d.h. diktieren, vorschreiben, davon abgeleitet:
  - hachtawá: Diktat
- lëhitkatéw: "einander schreiben", d.h. korrespondieren, davon abgeleitet:
  - hitkatwút: Korrespondenz

Sprachen mit starken hebräischen Einflüssen

In den Jahrhunderten der Diaspora verwendeten die Juden zahlreiche Sprachen wie Jiddisch, Jenisch, Ladino bzw. Judezmo, Karaimisch, Judäo-Arabisch und andere, die zwar nicht direkt vom Hebräischen abstammen, jedoch zahlreiche hebräische Lehnwörter aufweisen und fast stets mit dem hebräischen Alphabet notiert wurden.

Einflüsse des Hebräischen auf das Deutsche und umgekehrt

Durch die Bibelübersetzung von Martin Luther sind zahlreiche Ausdrücke und Redewendungen mit biblischem Hintergrund in die deutsche Sprache aufgenommen worden. Beispiele: sicher wie in Abrahams Schoss, Jubeljahr, Kainsmal. Vornamen hebräischen Ursprungs sind so weit verbreitet wie das Christentum: Jakob, Joseph, Joachim, Joel, Johanna, Jonas, Jonathan, Maria, Miriam, Johann, Rebekka, Samuel, Achim und viele andere. Einige hebräische Worte sind über das Jiddische in die deutsche Sprache gelangt, z.B. Tachles aus hebr. tachlit = Zweck, Sinnvolles, malochen aus melacha = Arbeit, koscher aus kascher = rein, tauglich, dufte aus tov = gut, betucht aus batuach = sicher, Stuss aus schtut = Unsinn (aus: [alt]) Aus historischen Gründen befinden sich viele Begriffe des Geschäftslebens darunter. Da den Juden im christlichen Europa jahrhundertelang kaum andere Erwerbsquellen erlaubt wurden, waren viele von ihnen im Handel oder im Geldwesen tätig. Hierher gehören die Ausdrücke Kies im Sinne von (Taschen)geld aus kis = Tasche; Pleite aus peleta = Flucht, Entkommen; Reibach aus rewach = Gewinn. In die Kriminalität abgedrängte Juden steuerten einige Worte und Redewendungen der Gaunersprache bei, z.B. Ganoven (von hebräisch ganav = Dieb). Siehe dazu auch Hebraismus. Bei der Schaffung von Ivrith zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden aus den meisten europäischen Kultursprachen verschiedene Ausdrücke übernommen. Die modernen Monatsnamen in Israel entsprechen den deutschen Bezeichnungen: Januar, Februar, März usw. Die einzige Abwandlung ergibt sich beim Monat August, der Ogust ausgesprochen wird, da die Vokalverbindung au im Hebräischen ungewöhnlich ist. Die neuhebräische Bezeichnung für Zeitung: iton lässt den deutschen Einfluss nicht auf den ersten Blick erkennen. Das Wort ist jedoch eine Ableitung von et = Zeit, genau wie im Deutschen.

Siehe auch


- Protosemitisches Alphabet
- Phönizisches Alphabet
- Hebräische Buchstaben: Aleph, Beth, Gimel usw.
- Hebräische Ziffern
- Nikud
- :Kategorie:Hebräisch

Literatur


- Metzler Lexikon Sprache, 1993
- Wilhelm Gesenius, Geschichte der hebräischen Sprache und Schrift, Olms 1973
- Umberto Eco, Die Suche nach der vollkommenen Sprache, dtv 1993 (befasst sich nur nebenbei mit der hebräischen Sprache, ist aber trotz des häufigen Gebrauchs von Fremdwörtern sehr lesenswert)
- [alt] Hans Peter Althaus, Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft, C.H.Beck 2003 Grammatiken und Wörterbücher:
- Hans Peter Stähli, Hebräische Kurzgrammatik (pädagogisch gut gemacht, sehr plausibel)
- Wilhelm Gesenius, Hebräische Grammatik, 10. Aufl. 1831 (immer noch unschlagbar tiefschürfend)
- Gesenius/Kautsch/Bergsträsser, Hebräische Grammatik, Olms 1995 (die beste und teuerste)
- Jutta Körner, Hebräische Studiengrammatik, Langenscheid 1996 (ausführlich)
- Ernst Jenni, Lehrbuch der hebräischen Sprache des alten Testamentes, 1981 (Schulbuch für Gymnasien konzipiert)
- Thomas O. Lambdin, Lehrbuch Bibel-Hebräisch 1999 (aus dem Amerikanischen)
- Rudolf Meyer: Hebräische Grammatik, Berlin 1992
- Wilhelm Gesenius: Hebräisches Handwörterbuch, Berlin 1962
- Georg Fohrer, Hebräisches und aramäisches Wörterbuch zum Alten Testament, Berlin | New York 1997
- Frank Matheus, Einführung in das Biblische Hebräisch I, Studiengrammatik, Münster 1997
- Frank Matheus, Einführung in das Biblische Hebräisch II, Studienbuch für das Gruppen- und Selbststudium, Münster 1997 Zur Sprachgeschichte: Feldhendler,Marie-Paule : Grammaire de l'hébreu israélien.Ellipses.France 2004.
- haUniversita haPetucha: Peraqim beToledot haLashon ha'Ivrit 1-11. Tel Aviv.
- Kutscher, Eduard Yechezkel: A History of the Hebrew Language. Jerusalem 1982.
- Sáenz-Badillos, Angel: A History of the Hebrew Language. Cambridge 1996.

Weblinks


- http://www.hebreu.org
- http://www.alanwood.net/unicode/hebrew.html (englisch)
- http://www.nirdagan.com/hebrew/ (englisch)
- http://www.hebraicum.de/
- http://www.faithofgod.net/davar/ DAVAR - hebrew dictionary (freeware,englisch)
- http://www.ivrit4u.org
- http://www.ivrit4u.com
- [http://www.kzu.ch/fach/as/aktuell/2000/03_schalttag/gezer_01.htm Kalender von Gezer]
- [http://www.etymologie.info/~e/_e/_e-wwdmon.html Website Etymologie]
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_hebraeisch.html Bibliographie Nachschlagwerke hebräisch]
- [http://www.mikledet.com Mikledet.com]: Mit Mikledet können Sie Hebräischen E-Mails schicken ohne eine Hebräischen Tastatur zu haben. ! Kategorie:Einzelsprache ja:ヘブライ語 ko:히브리어 simple:Hebrew language th:ภาษาฮีบรู

16. Oktober

Der 16. Oktober ist der 289. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 290. in Schaltjahren) - somit bleiben 76 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1529 - Österreich Die türkischen Truppen von Sultan Suleiman II., die seit August 1526 unaufhörlich Richtung Westen vorgedrungen sind und seit fast einem Monat Wien belagert haben, treten nach mehreren gescheiterten Angriffen den Rückzug an.
- 1775 - Portland im heutigen US-Bundesstaat Maine wird von den Briten angezündet.
- 1813 - Die Völkerschlacht bei Leipzig beginnt.
- 1906 - Wilhelm Voigt, der Hauptmann von Köpenick verhaftet den Köpenicker Bürgermeister Georg Langerhans und beschlagnahmt die Stadtkasse.
- 1925 - Abschluss der Verträge von Locarno zwischen Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und der Tschechoslowakei.
- 1932 - Schlacht am Nordmarkt - Bei Strassenkämpfen in Dortmund zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten sterben mehrere Menschen.
- 1934 - Die chinesischen Kommunisten unter Führung von Mao Tse-Tung beginnen ihren Langen Marsch.
- 1944 - Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy muss auf deutschen Druck abdanken; sein Nachfolger wird der Pfeilkreuzler Ferenc Szálasi
- 1946 - Die zehn zum Tode verurteilten Angeklagten der Nürnberger Prozesse werden gehängt.
- 1963 - Ludwig Erhard (CDU) wird als Nachfolger von Konrad Adenauer zum deutschen Bundeskanzler gewählt.
- 1964 - Die Volksrepublik China führt den ersten Atombombentest des Landes durch.
- 1970 - Anwar as-Sadat wird zum Präsidenten Ägyptens gewählt.
- 1973 - Die OPEC beschließt, den Ölpreis um 70 % anzuheben, Beginn der ersten großen Ölkrise.
- 1974 - Henry Kissinger und Le Duc Tho erhalten den Friedensnobelpreis.
- 1984 - Desmond Tutu erhält den Friedensnobelpreis.
- 1989 - In einem Usenet-Posting wird erstmals Godwins Gesetz formuliert.
- 1991 - In Armenien wird Levon Ter-Petrossian zum Präsidenten gewählt
- 1994 - Finnland. Die Finnen entscheiden sich für einen Beitritt zur EU
- 1998 - Auf den Malediven wird Staatspräsident Maumoon Abdul Gayoom für 5 Jahre wiedergewählt.

Wirtschaft


- 2004 - Die Schweizer Gewerkschaften GBI und SMUV fusionieren zur Großgewerkschaft Unia.

Wissenschaft, Technik


- 1846 - erste öffentlich durchgeführte, erfolgreiche Narkose in der Chirurgie durch William Thomas Green Morton. Geburtsstunde der Anästhesie.
- 1970 - Offizielle Eröffnung der Universität Augsburg.

Kultur


- 1789 - Uraufführung der Oper "Brenno" von Johann Friedrich Reichardt an der Königlichen Oper in Berlin.
- 1800 - Uraufführung der Oper "Tamerlan" von Johann Friedrich Reichardt an der Hofoper Berlin.
- 1894 - Kaiser Wilhelm II. eröffnet in Wiesbaden das Neue Hoftheater (heute: Hessisches Staatstheater)
- 2002 - Eröffnung der "Bibliotheca Alexandrina" in Alexandria, Ägypten

Religion


- 1555 - Die englisch protestantischen Bischöfe Hugh Latimer und Nicholas Ridley werden nach der Thronbesteigung von Maria I. wegen Häresie auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
- 1978 - Der Pole Karol Woityla tritt als Papst Johannes Paul II. die Nachfolge von Papst Johannes Paul I. an.

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1987 - Mike Tyson gewinnt den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tyrell Biggs in der Convention Hall, Atlantic City, durch technischen KO.

Geboren


- 1527 - Johann Hermann Mediziner
- 1708 - Albrecht von Haller, schweizerische Dichter und Gelehrter
- 1745 - Maxim Sosontowitsch Beresowski, russischer Komponist
- 1752 - Adolph Freiherr Knigge, deutscher Schriftsteller
- 1796 - Karl Spindler, deutscher Romanschriftsteller
- 1797 - James Thomas Earl of Cardigan, britischer General
- 1815 - Francis R. Lubbock, 9. Gouverneur von Texas
- 1816 - Antoine Béchamp, französischer Mediziner, Biologe und Pharmakologe
- 1821 - Franz Doppler, ungarischer Komponist
- 1827 - Arnold Böcklin, schweizerischer Maler
- 1831 - Karl Blasel, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 1847 - Maria Pia von Savoyen, Prinzessin von Italien und Königin von Portugal
- 1849 - Arnold Krug, deutscher Komponist
- 1854 - Oscar Wilde, irischer Schriftsteller
- 1863 - Sir Austen Chamberlain, britischer Politiker
- 1868 - Franz Ritter von Epp, bayerischer Politiker
- 1874 - Otto Mueller, deutscher Maler
- 1878 - Maxey Long, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1879 - Eduard Hamm, deutscher Politiker zur Zeit der Weimarer Republik
- 1884 - Rembrandt Bugatti, italienischer Bildhauer
- 1886 - David Ben Gurion, erster Premierminister Israels
- 1886 - Armin T. Wegner, deutscher Schriftsteller
- 1888 - Eugene O'Neill, US-amerikanischer Dramatiker
- 1889 - Reinhold Maier, deutscher Politiker, erster Ministerpräsident von Baden-Württemberg
- 1890 - Michael Collins (Irland), irischer Freiheitskämpfer und Politiker
- 1890 - Maria Goretti, italienische Heilige
- 1892 - Andrei Iwanowitsch Jerjomenko, Marschall der Sowjetunion und Militärtheoretiker
- 1896 - Célestin Freinet, französischer Reformpädagoge
- 1900 - Primo Conti, italienischer Künstler
- 1903 - Big Joe Williams, US-amerikanischer Musiker
- 1905 - Ernst Kuzorra, deutscher Fußballspieler
- 1906 - Dino Buzzati, italienischer Schriftsteller und Journalist
- 1908 - Enver Hoxha, albanischer Politiker
- 1912 - Lotti Huber, deutsche Schauspielerin
- 1913 - Cesar Bresgen, österreichischer Komponist
- 1923 - Bert Kaempfert, deutscher Komponist
- 1925 - Angela Lansbury, britische Schauspielerin
- 1927 - Günter Grass, deutscher Schriftsteller
- 1928 - Ann Guilbert, US-amerikanische Schauspielerin
- 1929 - Fernanda Montenegro, brasilianische Schauspielerin
- 1931 - Hans Friderichs, deutscher Bundesminister
- 1932 - Guðbergur Bergsson, isländischer Schriftsteller
- 1932 - Detlev Karsten Rohwedder, deutscher Manager und Politiker, Chef der Treuhandanstalt
- 1936 - Gerardo Gandini, argentinischer Komponist
- 1937 - Emile Ford, britischer Sänger
- 1938 - Christa Päffgen ("Nico"), deutsch-amerikanische Sängerin
- 1939 - Gerold Späth, schweizerischer Autor
- 1942 - Dave Lovelady, britischer Musiker
- 1943 - Fred Turner, kanadischer Musiker und Sänger
- 1947 - Bob Weir, US-amerikanischer Musiker und Sänger (Grateful Death)
- 1954 - Corinna Harfouch, deutsche Schauspielerin
- 1954 - Danny McIntosh junior, britischer Musiker
- 1954 - Tim Berne, US-amerikanischer Altsaxophonist
- 1957 - Sabine John, deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1958 - Mike Muuss, Author von Ping
- 1958 - Tim Robbins, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Gary Kemp, britischer Musiker und Songschreiber (Spandau Ballet)
- 1966 - Stefan Reuter, deutscher Fußballspieler
- 1970 - Mehmet Scholl, deutscher Fußballspieler
- 1974 - Paul Kariya, kanadischer Eishockeyspieler

Gestorben


- 620 od. 640 - St. Gallus, irischer Heiliger, Gründer von St. Gallen
- 786 - Lullus von Mainz, katholischer Heiliger, erster Erzbischof von Mainz
- 1221 - Friedrich II. von Brehna und Wettin, Graf
- 1333 - Nikolaus V., Gegenpapst in Avignon
- 1346 - Luitgard von Wittichen, deutsche Klostergründerin und Mystikerin
- 1523 - Luca Signorelli, italienischer Maler
- 1541 - Johann Baptiste von Taxis, deutscher Generalpostmeister Johann Baptiste von Taxis
- 1553 - Lucas Cranach der Ältere, deutscher Maler
- 1555 - Hugh Latimer, englischer Theologe und Reformator
- 1591 - Gregor XIV., Papst von 1590 bis 1591
- 1621 - Jan Pieterszoon Sweelinck, niederländischer Organist und Komponist
- 1628 - François de Malherbe, französischer Dichter und Literaturtheoretiker
- 1649 - Isaak van Ostade, niederländischer Maler
- 1677 - Francis Glisson, englischer Arzt
- 1680 - Raimund von Montecuccoli, Herzog von Melfi
- 1734 - Andreas Silbermann, deutscher Orgelbauer
- 1736 - Giovanni Battista Pergolesi, italienischer Komponist
- 1738 - George Bähr, deutscher Baumeister
- 1748 - Franz Joachim Beich, deutscher Maler
- 1755 - Gerhard Majella, katholischer Heiliger, Laienbruder und Mystiker
- 1791 - Grigori Potjomkin, russischer Feldmarschall
- 1793 - Marie Antoinette, französische Königin (hingerichtet)
- 1796 - Viktor Amadeus III. von Savoyen
- 1804 - Henrik Gabriel Porthan, finnischer Geschichtsforscher
- 1833 - Andrej Bollotow, russsischer Naturforscher und Agronom
- 1879 - Sergej Solowjow, russischer Historiker
- 1898 - Aubrey Vincent Beardsley, englischer Zeichner, Illustrator und Schriftsteller
- 1914 - Albert Gobat, schweizerischer Politiker
- 1914 - John Murray, britischer Ozeanograph
- 1917 - Walter Flex, deutscher Dichter
- 1919 - Jakow Swerdlow, russischer Arbeiterführer und Politiker
- 1920 - Cäsar Flaischlen, deutscher Lyriker und Mundartdichter
- 1923 - Alexander Lodygin, russischer Elektrophysiker
- 1925 - Christian Krohg, norwegischer Maler
- 1937 - Alois Grienauer, österreichischer Sänger (Bariton)
- 1941 - Arthur Kronfeld dt.-jüd. Psychiater (gemeins. Suizid mit Frau in russ. Exil)
- 1944 - Rufino Blanco Fombona, venezuelanischer Schriftsteller und Politiker
- 1946 - entsprechend der Urteile in den Nürnberger Prozessen hingerichtet:
  - - Hans Frank, deutscher Jurist und NS-Funktionär
  - - Wilhelm Frick, deutscher Jurist und NS-Politiker
  - - Alfred Jodl, deutscher Offizier
  - - Ernst Kaltenbrunner, österreichischer SS-Offizier
  - - Wilhelm Keitel, deutscher Wehrmachtsoffizier
  - - Joachim von Ribbentrop, deutscher Politiker, NS-Außenminister
  - - Alfred Rosenberg, estnischer NS-Politiker
  - - Fritz Sauckel, deutscher NS-Politiker, Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz
  - - Arthur Seyss-Inquart, österreichischer Naziführer
  - - Julius Streicher, deutscher NS-Propagandist, Herausgeber der Wochenzeitung "Der Stürmer"
- 1957 - Ralph Benatzky , österreichischer Komponist
- 1959 - George Catlett Marshall, US-amerikanischer General und Politiker (Friedensnobelpreis 1953)
- 1967 - Friedrich Gogarten, deutscher Theologe
- 1973 - Gene Krupa, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1975 - Hugh Adcock, britischer Fußballspieler
- 1981 - Mosche Dajan, israelischer General
- 1982 - Jakov Gotovac, kroatischer Komponist
- 1982 - Mario del Monaco, italienischer Opernsänger (Tenor)
- 1983 - Willy Ritschard, schweizerischer Politiker
- 1986 - Arthur Grumiaux, belgischer Violinist
- 1987 - Joseph Höffner, Kardinal und Erzbischof von Köln
- 1989 - Cornel Wilde, US-amerikanischer Schauspieler
- 1990 - Art Blakey, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1996 - Eric Malpass, britischer Schriftsteller
- 1997 - James A. Michener, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1993 - Paolo Bortoluzzi, italienischer Tänzer und Choreograph
- 2003 - Laszlo Papp, ungarischer Boxer
- 2003 - Vera Oeri-Hoffmann, schweizerische Unternehmerin
- 2004 - Per Højholt, dänischer Schriftsteller
- 2004 - Pierre Salinger, Pressesprecher des US-Präsidenten John F. Kennedy
- 2004 - Mario Santi, schweizerischer Sportmoderator

Feier- und Gedenktage


- Gallustag
- Welternährungstag (UNO)

Siehe auch


- 15. Oktober - 17. Oktober
- 16. September - 16. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1016 ja:10月16日 ko:10월 16일 simple:October 16 th:16 ตุลาคม

1. Dezember

Der 1. Dezember ist der 335. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 336. in Schaltjahren) - somit bleiben 30 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1640 - Portugal wird von Spanien wieder unabhängig und Johann IV. wird König von Portugal.
- 1651 - Die englische Navigationsakte tritt in Kraft.
- 1821 - Costa Rica. Vorläufige Verfassung Pacto de Concordia
- 1822 - Peter IV. von Portugal wird zum brasilianischen Kaiser gekrönt.
- 1909 - Offizielle Jungfernfahrt des Luftschiffs „Erbslöh“ über Leichlingen
- 1918 - Island wird ein selbständiges Königreich, bleibt jedoch mit Dänemark in Personalunion verbunden.
- 1918 - Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wird gegründet
- 1838 – Die Herzoglich Braunschweigische Staatseisenbahn eröffnet ihren ersten Streckenabschnitt
- 1953 - Hugh Hefner gibt die erste Nummer des "Playboy" in einer Auflage von 70.000 Exemplaren heraus.
- 1955 - Die Bürger rechtlerin Rosa Parks wird in Montgomery (Alabama) verhaftet, weil sie in einem Bus einem Weißen ihren Sitzplatz nicht überlassen will. Dieses Ereignis führt in weiterer Folge zum 381-tägigen Montgomery Bus Boycott und zur Aufhebung der Rassentrennung in den USA.
- 1964 - Sambia, Malta und Malawi werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 1966 - Der deutsche Kanzler Ludwig Erhard tritt nach Zerbrechen der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP zurück.
- 1966 - Der Deutsche Bundestag bestätigt Kurt Georg Kiesinger als Bundeskanzler. Deutschland wird erstmals von einer Großen Koalition aus Christlich Demokratische Union Deutschlands/CSU und SPD regiert.
- 1967 - Nicaragua. Gründung der deutschen Schule in Managua
- 1976 - Angola wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1982 - Amtsantritt des spanischen Ministerpräsidenten Felipe González (PSOE)
- 2000 - Beginn der Beitrittsverhandlungen zwischen Bulgarien und der EU
- 2000 - Beschluss der EU: Ende der Visapflicht für bulgarische Staatsbürger
- 2000 - Vicente Fox Quesada wird Staatspräsident von Mexiko
- 2003 - Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht zum fünften Mal die Volksrepublik China.

Wirtschaft


- 1913 - Die Ford Motor Company führt das Fließband in die industrielle Produktion ein.
- 1996 - Bulgarien wird Mitglied in der Welthandelsorganisation WTO

Wissenschaft, Technik


- 1974 - Gründung der ersten und bislang einzigen deutschen Fernuniversität in Hagen.
- 1978 - In Österreich wird der 14 Kilometer lange Arlberg-Straßentunnel eröffnet.

Kultur


- 1739 - Uraufführung der Oper Nancy, or The Parting Lovers von Henry Carey in London.
- 1823 - Uraufführung der Oper Libussa von Conradin Kreutzer in Berlin.
- 1831 - Uraufführung der Oper Casimir ou Le Premier Tête-à-tête von Adolphe Adam am Théâtre des Nouveautés in Paris.
- 1909 - Uraufführung des Singspiels Brüderlein fein von Leo Fall in Wien.
- 1924 - Uraufführung des Musicals Lady Be Good von George Gershwin am Liberty Theatre in New York.
- 1982 - Das Erfolgsalbum Thriller von Michael Jackson erscheint.
- 1984 - Der Sender 3sat startet sein Programm als Gemeinschaftsproduktion von ZDF, ORF und SRG.
- 1993 - Der deutsche Musikfernsehsender VIVA nimmt den Sendebetrieb auf.
- 2002 - Die sterblichen Überreste des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas werden 132 Jahre nach seinem Tod im Pariser Ruhmestempel Panthéon beigesetzt.
- 2004 - Nachdem der Berliner Senat den Berliner Symphonikern trotz Protesten die öffentlichen Zuschüsse gestrichen hat, wird ein Insolvenzverfahren über den Trägerverein eröffnet, um das Orchester in der Folge als privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen erhalten zu können.

Religion

Katastrophen


- 1923 - Die Gleno-Talsperre im Valle di Scalve in Bergamo / Italien bricht; bei der Katastrophe sterben bis zu 600 Menschen.
- 1959 - Eine Verkehrsmaschine stürzt in Williamsport, Pennsylvania, während eines Landeabbruchs ab, wobei 25 Tote zu beklagen sind.
- 1981 - Ajaccio, Korsika: Eine McDonnell Douglas MD-80 der jugoslawischen Inex Adria Aviopromet prallt während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 178 Personen an Bord sterben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1900 - 18 Schüler des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums Aachen gründen den Fußballclub Alemannia Aachen

Geboren


- 1081 - Ludwig VI., 1108 bis 1137 König von Frankreich
- 1083 - Anna Komnene, byzantinische Historikerin
- 1595 - Georg Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
- 1690 - Ernst Johann von Biron, Herzog von Kurland
- 1717 - Etienne Falconet, französischer Bildhauer
- 1729 - Edmund Burke, britischer Staatsphilosoph und Politiker
- 1743 - Martin Heinrich Klaproth, deutscher Chemiker
- 1785 - Victor de Broglie, französischer Staatsmann und Diplomat
- 1796 - Friedrich Wilhelm Buttel, Baumeister, Oberbaurat und Hofbaumeister
- 1800 - Mihály Vörösmarty, ungarischer Dichter, Redakteur und Übersetzer
- 1808 - Atto Vannucci, italienischer Geschichtsschreiber und Professor der Humanitätswissenschaften
- 1810 - Joseph Gungl, ungarischer Komponist
- 1819 - Philipp Krementz, dt. Theologe, Kardinal und Erzbischof von Köln
- 1823 - Karl Schenk, schweizerischer Politiker
- 1832 - Friedrich Helbig, deutscher Jurist und Schriftsteller
- 1836 - Rudolph Freiherr von Roman zu Schernau, Regierungspräsident von Oberfranken
- 1841 - Eugenie Schumann, deutsche Musikschriftstellerin
- 1861 - Karl Legien, deutscher Gewerkschafter
- 1867 - Ignacy Moscicki, polnischer Wissenschaftler und Politiker
- 1873 - Wiktor Michailowitsch Tschernow, russischer Politiker
- 1884 - Karl Schmidt-Rottluff, deutscher Maler des Expressionismus
- 1886 - Rex Stout, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1890 - Fred Hale, ältester Mann der Welt
- 1893 - Ernst Toller, deutscher Politiker, Revolutionär und Schriftsteller
- 1895 - Heinrich Krone, deutscher Politiker
- 1895 - Henry Williamson, britischer Schriftsteller
- 1896 - Georgi Konstantinowitsch Schukow, sowjetischer General und vierfacher Held der Sowjetunion
- 1896 - Hans Müller, österreichischer Schachmeister und Theoretiker
- 1897 - Hansl Schmid, österreichischer Wienerliedsänger
- 1905 - Clarence Melvin Zener, amerikanischer Physiker
- 1909 - Franz Bardon, tschechischer Esoteriker
- 1910 - Alicia Markova, englische Primaballerina des klassischen Balletts
- 1911 - Franz Binder, österreichischer und deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1912 - Hans Hauschulz, SED-Politiker
- 1912 - Minoru Yamasaki, US-amerikanischer Architekt
- 1913 - Hans Glinz, schweizerischer Sprachwissenschaftler und Germanist
- 1913 - Luggi Waldleitner, deutscher Filmproduzent
- 1917 - Gerd Schmückle, deutscher General
- 1920 - Martin Rodbell, US-amerikanischer Mediziner
- 1922 - Gerd Mehl, deutscher Sportreporter
- 1923 - Maurice de Bévère, belgischer Comic-Zeichner
- 1923 - Morris, belgischer Comic-Zeichner und Autor (Lucky Luke)
- 1925 - Manfred Köhnlechner, deutscher Heilpraktiker
- 1925 - Peter Thomas, deutscher Filmkomponist
- 1929 - Alfred Moisiu, Staatspräsident der Republik Albanien
- 1929 - Karl Otto Pöhl, deutscher Bankier und Beamter, Präsident der Bundesbank
- 1930 - Carlheinz Hollmann, deutscher Fernsehmoderator
- 1930 - Joachim Hoffmann, deutscher Historiker und Publizist
- 1931 - Jean-Claude Abrioux, französischer Politiker
- 1933 - Horst Eylmann, deutscher Politiker
- 1933 - James David Wolfensohn, neunter Präsident der Weltbank
- 1934 - Billy Paul, US-amerikanischer Sänger
- 1935 - Heinz Riesenhuber, deutscher Politiker
- 1935 - Preston Sturges, US-amerikanischer Drehbuchautor und Regisseur
- 1935 - Woody Allen, US-amerikanischer Komiker, Regisseur, Autor und Schauspieler
- 1936 - Lou Rawles, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Vaira Vike-Freiberga, lettische Politikerin und Staatspräsidentin
- 1938 - Sandy Nelson, US-amerikanischer Musiker
- 1938 - Toni Schumacher, deutscher Fußballtorwart
- 1940 - Richard Pryor, US-amerikanischer Komiker
- 1941 - Dieter Annies, deutscher Politiker
- 1941 - Federico Faggin, italienischer Unternehmer
- 1941 - Peter Letzgus, deutscher Politiker und MdB
- 1942 - Dieter Annies, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Wolf-Rüdiger Eisentraut, deutscher Architekt
- 1944 - Achim Exner, Dipl.-Volkswirt und ehemaliger Oberbürgermeister von Wiesbaden
- 1944 - Charlie Grima, britischer Musiker
- 1944 - John Densmore, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1945 - Bette Midler, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 1946 - Gilbert O'Sullivan, irischer Songschreiber und Sänger
- 1946 - Tunc Hamarat, österreichischer Schachspieler türkischer Abstammung
- 1949 - Klaaseje Van der Wal, niederländischer Musiker
- 1949 - Wolfgang Gerhards, deutscher Politiker und Justizminister von Nordrhein-Westfalen
- 1950 - Absalom Themba Dlamini, Premierminister von Swasiland
- 1950 - Arthur König, deutscher Politiker, Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald
- 1950 - Paul Vincent Gunia, deutscher Musiker
- 1951 - Jaco Pastorius, US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist
- 1954 - Annette Haven, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 1954 - Karl-Heinz Körbel, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1954 - Medha Patkar, indische Menschenrechtsaktivistin
- 1956 - Julee Cruise, US-amerikanische Sängerin
- 1958 - Alberto Cova, ehemaliger italienischer Leichtathlet
- 1958 - Charlene Tilton, US-amerikanische Schauspielerin
- 1959 - Urs Rohner, Vorstandschef der Pro7Sat.1 Media AG
- 1960 - Kenneth Branagh, britischer Schauspieler und Regisseur
- 1962 - Detlev Buck, deutscher Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur
- 1963 - Sam Reid, kanadischer Musiker
- 1964 - Salvatore Schillaci, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- 1964 - Tim Renner, deutscher Musikproduzent, Journalist und Autor
- 1968 - Stefan Beckenbauer, deutscher Fußballspieler und Sohn von Franz Beckenbauer

Gestorben


- 1433 - Go-Komatsu, 100. Kaiser von Japan
- 1483 - Charlotte von Savoyen, Ehefrau von König Ludwig XI. von Frankreich
- 1521 - Leo X. (Geburtsname: Giovanni de Medici), Papst 1513-1521 (
- 11. Dezember 1475 in Florenz)
- 1633 - Isabella Clara Eugenia, Infantin und Statthalterin der spanischen Niederlande
- 1707 - Jeremiah Clarke, englischer Komponist (
- um 1674)
- 1709 - Abraham a Sancta Clara, katholischer Geistlicher und Schriftsteller
- 1830 - Pius VIII., in Rom; Papst seit (
- 20. November 1761)
- 1862 - Agustín Durán, spanischer Literaturwissenschaftler
- 1866 - George Everest, englischer Ingenieur
- 1890 - Auguste Cornelius, deutsche Schriftstellerin
- 1916 - Charles de Foucauld, französischer Theologe und Ordensgründer
- 1930 - Adolph Hoffmann, Abgeordneter im Reichstag
- 1932 - Amadeo Roig Vives, in Madrid; spanischer Komponist und Chorleiter (
- 18.11. 1871)
- 1934 - Sergej Kirow, in Leningrad; sowjetischer Arbeiterführer und Politiker (
- 27.3. 1886)
- 1935 - Bernhard Schmidt, deutscher Optiker (Erfinder des Schmidt-Teleskops)
- 1939 - Nataly von Eschstruth, deutsche Schriftstellerin
- 1945 - Conrad Heese, Rechtsanwalt und Justizrat
- 1948 - Franz Fischer, in München; deutscher Chemiker (
- 19.3. 1877)
- 1951 - Peter Buck, in Honolulu; polynesischer Anthropologe, Arzt und Politiker (
- 15.12.1880)
- 1953 - Wladimir Arkadjew, in Moskau; sowjetischer Physiker, Entdecker der ferromagnetischen Resonanz (
- 21.4.1884)
- 1954 - Fred Rose, in Nashville, Tennessee; US-amerikanischer Musikverleger, Songschreiber, Produzent und Talentesucher (
- 24.8.1897)
- 1958 - George Wilkins, in Framingham, Massachusetts; australischer Polarforscher (
- 31.10.1888)
- 1959 - Ernst Max Unger, in Zürich; deutscher Dirigent und Musikwisenschaftler (
- 28.5.1883)
- 1960 - Ernst Rowohlt, in Hamburg; deutscher Verleger (
- 23.06. 1887)
- 1966 - Carter Stanley, US-amerikanischer Musiker
- 1969 - Magic Sam, US-amerikanischer Musiker
- 1973 - David Ben Gurion, erster Premierminister Israels
- 1973 - Willem Hesselink, niederländischer Fußballspieler
- 1975 - Hans Schweikart, deutscher Regisseur
- 1987 - James Baldwin, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1990 - Robert Cummings, in Los Angeles; US-amerikanischer Schauspieler (
- 9. Juni 1908)
- 1990 - Sergio Corbucci, in Rom; italienischer Filmregisseur (
- 6. Dezember 1927)
- 1990 - Pierre Dux, in Paris; französischer Schauspieler
- 1990 - Vijaya Lakshmi Pandit, in Dehra Dun; indische Politikerin (
- 18. August 1900)
- 1991 - George Joseph Stigler, in Chicago, Illinois; US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 1982 (
- 17.1. 1911)
- 1994 - Lionel Stander, in Los Angeles; US-amerikanischer Schauspieler (
- 11. Januar 1908)
- 1997 - Stéphane Grappelli, französischer Jazz-Violinist
- 2003 - Carl Schenkel, schweizerischer Regisseur
- 2004 - Prinz Bernhard der Niederlande, niederländischer Prinz deutscher Herkunft

Feier- und Gedenktage


- rumänischer Nationalfeiertag
- Nationalfeiertag der Zentralafrikanischen Republik
- Welt-AIDS-Tag (UNAIDS)

Siehe auch


- 30. November - 2. Dezember
- 1. November - 1. Januar
- Dezember - Historische Jahrestage - Zeitskala
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Israel

Israel (hebr.: מדינת ישראל Medinat Jisra′el, arab.: دولة إسرائيل Daulat Isrā′īl) ist ein Staat im Nahen Osten, der an Syrien, den Libanon, Ägypten, Jordanien und an die staatenlosen israelisch besetzten Gebiete und palästinensischen Autonomiegebiete grenzt.

Geographie

In der Länge misst das Land vom Norden bis zum Süden 470 km. Die breiteste Stelle des Landes misst 135 km. Obwohl Israel nur ein kleines Land ist, hat es mehrere Klimazonen. Im Norden gemäßigt und bewaldet, ist Israel im Süden heiß und wüst. 50 % des Landes sind Wüste, wobei die Negev-Wüste die größte Fläche darstellt. An der Küste zum Mittelmeer und im Jordantal herrscht subtropisches Klima. Im Jordantal teilt Israel mit Jordanien den tiefsten Punkt der Erdoberfläche, die Seeoberfläche des Toten Meeres, eines extrem salzhaltigen und abflusslosen Sees.

Bevölkerung

Mit seinen nicht ganz sieben Millionen Einwohnern gehört Israel zu den kleineren Staaten (94. Stelle). Israel hat etwas weniger Einwohner als die Schweiz, aber schon deutlich mehr als Dänemark. In Flächengröße und Bevölkerungsdichte lässt es sich auch mit dem Bundesland Hessen vergleichen. Etwa 91 Prozent der israelischen Bevölkerung lebt in Städten. Die israelische Gesellschaft setzt sich aus verschiedenen Religionen, Kulturen und gesellschaftlichen Traditionen zusammen. Die Staatsangehörigkeit wird durch Geburt oder Einbürgerung erworben. Doppelte Staatsangehörigkeit ist möglich. Die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel garantiert religiöse Freiheit und macht Religionsausübung und Glaubenszugehörigkeit zur Sache der persönlichen Entscheidung. Die Religionsgemeinschaften verwalteten ihre eigenen heiligen Stätten selbst. Gesetzliche Regelungen garantieren den freien Zugang und schützen vor Entweihungen. Im Jahre 2001 waren 81 Prozent der israelischen Bevölkerung jüdischen Ursprungs (In dieser Rechnung ist nicht die Bevölkerung der besetzten Gebiete enthalten). Die jüdische Bevölkerung gliedert sich in
- Watikim, das sind Bewohner des Jischuw, der alten jüdischen Siedlung, und solche, die vor der Staatsgründung eingewandert sind
- Olim, nach der Staatsgründung Eingewanderte
- Tzabarim, im Land Geborene Unter der israelischen Bevölkerung haben 26 Prozent wenigstens einen in Israel geborenen Elternteil, 37 Prozent sind Israelis der ersten Generation, 27 Prozent sind Einwanderer aus dem Westen, und 42 Prozent stammen aus Asien oder Afrika einschließlich der arabischen Länder. [http://www.cbs.gov.il/shnaton53/st02_21x.pdf] Sechs Prozent der israelischen Juden bezeichnen sich als Charedim (ultra-orthodox religiös), weitere 9 Prozent als "religiös", 34 Prozent bezeichnen sich selbst als "Traditionalisten" (die sich nicht strikt an die jüdische Halacha halten), und 51 Prozent als "säkular". Etwa 2,1 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Zahl der nicht-arabischen Christen beträgt 25.400 und die der Christen arabischer Herkunft 113.100. Von den zusammen 138.500 Christen sind ca. 75.000 Katholiken. Israelische Araber stellen etwa 18 Prozent der israelischen Bevölkerung. Innerhalb dieser Gruppe befindet sich die oben erwähnte Minderheit von 10 Prozent arabischer Christen. Die Mehrheit israelischer Araber sind sunnitische Muslime (etwa 14,6 Prozent der Gesamtbevölkerung des Staates Israel).[http://www.cbs.gov.il/shnaton53/st02_01.pdf] Weitere kleinere Minderheiten sind die Drusen (1,5 Prozent), eine sehr kleine armenische Gemeinde, die Bahai, die Alawiten, die Achmediten und zwei Dörfer mit Tscherkessen. Aus der früheren Sowjetunion sind über eine Million jüdische Einwanderer ins Land gekommen (ein Sechstel der Bevölkerung), davon alleine in der Zeit von 1989 bis 1999 mehr als 750.000. In Israel gibt es eine kleinere Anzahl von 150.000 Kurden die hauptsächlich aus der Türkei oder Syrien eingewandert sind. Hier leben auch etwa 25.000 Karäer (2002); dort werden sie als nichtreligiöse Juden eingestuft. Außerhalb Israels wird die Zahl der Karäer auf 20.000 geschätzt. Die weltweit einzige Gemeinde von Samaritanern ist aufgeteilt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten (ca. 800). Mehr als die Hälfte der 170.000 arabischen Beduinen des Landes haben einen festen Wohnsitz. Andere halten an ihrer traditionellen Lebensweise fest, halten sich jedoch meist in den selben Gebieten auf. Am 31. Dezember 2003 lebten etwa 224.200 israelische Bürger in Gemeinwesen im Westjordanland; in dieser Zahl sind die Israelis von Ost-Jerusalem nicht enthalten. Etwa 7500 Israelis lebten bis August 2005 in den Siedlungen des Gazastreifens. Amtssprachen waren bereits in der Mandatszeit Arabisch und Hebräisch. Die in dieser Zeit wiederbelebte hebräische Sprache wird heute von der Mehrheit der Israelis gesprochen. Arabisch ist daneben die Muttersprache von etwa einer Million arabischer und drusischer Staatsbürger Israels. An arabischen Schulen in Israel wird auf arabisch gelehrt. An hebräischen Schulen wird Arabisch neben Englisch als zweite Fremdsprache angeboten. Alle Rechtstexte liegen in Hebräisch und Arabisch vor. Ein bedeutender Arbeitgeber ist der öffentliche Dienst, wo 33 Prozent der israelischen Arbeitnehmer beschäftigt sind. In der Industrie arbeiten 17 Prozent, in Tourismus, Handel und Finanzen 20 Prozent. 28 Prozent sind in anderen Bereichen (Dienstleistungen usw.) tätig. Die Lebenserwartung in Israel gehört mit zu den höchsten der Welt und beträgt für Frauen 80,9 Jahre und für Männer 76,7 Jahre. (Zahlen 2003)

Etymologie

Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet "Israel" als "Gottesstreiter" (vergleiche Gen 32,29). Der Name entspricht einer weit verbreiteten semitischen Namensform, die ein Verb im Imperfekt und das theophore Element אֵל (Gott) als Subjekt enthält. Das verbale Element wird in dieser Deutung als von der Wurzel שרה (streiten, kämpfen) abgeleitet angesehen. Möglich ist allerdings auch eine Ableitung von der Wurzel שרר (herrschen). Das hebräische Imperfekt kann mit dem deutschen Präsens oder der deutschen Wunschform wiedergegeben werden, so dass sich als mögliche Übersetzungen ergeben: "Gott streitet (für uns)" oder "Gott möge (für uns) streiten" und "Gott herrscht" oder "Gott möge herrschen".

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Israels Der Staat Israel existiert seit 1948, seine geschichtlichen Wurzeln liegen allerdings deutlich früher. Im 13. Jahrhundert v. Chr. wird das Land Israel durch verschiedene halbnomadische Stämme der Israeliten besiedelt. Einige Städte werden dabei erobert. Jerusalem wird nach biblischer Überlieferung etwa 1000 v. Chr. Hauptstadt von Davids Königreich. Im Jahre 332 v. Chr. beginnt die griechisch-römische Oberherrschaft, die bis 636 n. Chr. andauert. Die jüdische Eigenstaatlichkeit mit den Königreichen Juda und Israel ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahrhunderten Vergangenheit. Zwischen 636 und 1099 n. Chr. folgt die arabische Herrschaft. Seit dieser Zeit wird Palästina mehrheitlich von Arabern bewohnt. Die Kreuzfahrer regieren von 1099-1291 das Land unter dem Namen "Lateinisches Königreich Jerusalem". Es folgen die Mameluken von 1291 bis 1517 und dann die Osmanische Herrschaft 1517–1918. Seit der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer wurde das Land "Palästina" genannt und war Teil verschiedener Reiche. Diesen Namen (der auf das seinerzeit bereits verschwundene Volk der Philister zurückgeht) erhielt das Land aufgrund eines Erlasses von Kaiser Hadrian, um die Erinnerung an die judäischen Bewohner, deren Aufstand er niederschlagen musste, zu tilgen. Keine dieser Obrigkeiten hatte für Palästina eine eigene Verwaltung vorgesehen oder das Gebiet als selbstständige geografische Einheit betrachtet. Auch für die Türken ist das Areal ein Teil Südsyriens. Das Land, das später wieder "Palästina" heißen sollte, wird in drei Distrikte eingeteilt. Während der osmanischen Herrschaft ist Palästina nur dünn bevölkert und stagniert wirtschaftlich. Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gehen von der Ankunft der ersten jüdischen Einwanderer in den Achtzigerjahren des 19. Jahrhunderts aus. In den folgenden Jahrzehnten wandern – auch deshalb – viele weitere Menschen, Juden wie Araber, in Palästina ein. Die erste Masseneinwanderung (Alija) von Juden nach Palästina erfolgt um 1882. Diese Einwanderer waren in erster Linie Juden, die vor politischer und religiöser Unterdrückung aus ihren Herkunftsländern geflohen waren. Theodor Herzl beruft 1897 den ersten Zionistenkongress in Basel ein und legt damit einen wichtigen Grundstein für die spätere Gründung eines jüdischen Staates. Erst bei der zweiten Einwanderungswelle spielte der Gedanke des Zionismus eine Rolle. Nach Angaben der "Jewish Colonization Association" für das Jahr 1903 lebten im Jahre 1898 5200 Juden in Palästina in landwirtschaftlichen Mustersiedlungen (Siehe auch "Altneuland", 1904 Heft 11, Seite 339). 1898 Im religiösen und historischen Bewusstsein der Juden (und abgeschwächter Weise im Bewusstsein des Okzidents) war Israel immer das "Heilige Land" geblieben, das mit der Bibel und der Geschichte des jüdischen Volkes verbunden ist. Die Bedürfnisse der arabischen Bevölkerung spielten in dieser Tradition kaum eine Rolle. Führende Zionisten waren sich der Problematik allerdings bewusst und strebten neben einer internationalen Legitimation, die zweifelos von der Denkweise des Kolonialismus geprägt war, auch eine Einigung mit den Arabern an. Zwischen 1904 und 1914 erfolgt die zweite Alijah. Bereits im Jahre 1909 wird mit Tel Aviv die erste moderne jüdische Stadt gegründet.

Mandatszeit

Durch den Sieg der Briten im 1. Weltkrieg wird 1917 die osmanische Herrschaft beendet. 1922 überträgt der Völkerbund auf der Friedenskonferenz von Paris Großbritannien das Mandat für Palästina mit dem Gebiet, das heute gemeinsam von Israel und Jordanien eingenommen wird. Zu den Mandatsbedingungen gehört, dass die Briten die Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen sollen, in der sie am 2. November 1917 die "Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk" versprochen haben, deren Grenzen jedoch nicht bestimmt waren. Hierzu wird die Mandatsmacht aufgefordert, die jüdische Einwanderung zu ermöglichen, diese jüdischen Einwanderer geschlossen anzusiedeln und hierfür auch das ehemalige osmanische Staatsland zu verwenden. Es sollte dabei ausdrücklich dafür Sorge getragen werden, dass "nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und die religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung, deren sich die Juden in irgendeinem anderen Lande erfreuen, präjudizieren könnte". Im Juli 1922 teilen die Briten Palästina in zwei Verwaltungsbezirke. Juden ist es im Folgenden nur noch erlaubt, sich westlich des Jordan anzusiedeln (das heißt in 22 % des Gesamtareals). Dies machte die Hoffnungen nach einem Israel in den Grenzen der Zeit des Königs David und Salomon zunichte. Im östlichen Teil, der Transjordanien genannt wird (das heutige Jordanien), setzen die Briten einen haschemitischen Herrscher namens Abdullah ein, der von der arabischen Halbinsel vertrieben worden war. Zwischen 1924 und 1932 folgt die vierte Immigrationswelle, von 1933 bis 1939 die fünfte, wodurch die jüdische Bevölkerung in Palästina stark wächst. Zunächst werden Transjordanien und Palästina noch als Verwaltungseinheit mit einheitlichen Mandatsgesetzen, der gleichen Währung und gleichen Mandatspässen betrachtet (siehe auch: Weißbuch von 1939). Mit der Unabhängigkeit Transjordaniens im Jahre 1946 ist das Palästina der britischen Mandatszeit allerdings endgültig geteilt. Bereits 1937 legt die britische Pell-Kommission einen Teilungsplan vor, der, gemäß der prozentualen Bevölkerungsverteilung, Galliläa und einen Küstenstreifen als israelischen und den größeren Rest als arabischen Teil vorsieht. Die neu eingewanderten Juden sind sofort begeistert, die hiesig stämmigen Araber reagieren ablehnend. Der Plan scheitert. Am 29. November 1947 stimmt die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit für den Teilungsplan, der Westpalästina in einen jüdischen und arabischen Staat teilen soll. Mit dem Ziel, tatsächlich einen unabhängigen jüdischen Staat zu gründen und den Überlebenden der Schoa eine Heimat zu schaffen, akzeptiert die jüdische Bevölkerung den Plan. Die Araber lehnen den Plan dagegen ab. Kurz darauf beginnt im Zusammenhang mit dem Angriff der arabischen Staaten auf den neuen Staat Israel die Flucht bzw. Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus den nun Israel zugeteilten Gebieten, teilweise begleitet von der Zerstörung ihrer Dörfer, Bauten und Dokumente; oft ging damit der Nachweis der Existenz der palästinensischen Bevölkerung und somit ihres Rechtanspruchs verloren. Siehe auch: Geschichte der Region Palästina für die Zeit vor der Staatsgründung.

Nach der Unabhängigkeit

Am 14. Mai 1948 kam es zur formellen Gründung des Staates Israel; noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte der Israelische Unabhängigkeitskrieg (1. Israelisch-Arabischer Krieg; siehe auch: Jom Haazmaut), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne - vor allem im westlichen Galiläa um Akko und im nördlichen Negev - brachte. 1949 wurden mit den arabischen Angreifern Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, außer mit dem Irak, der sich damit de jure selbst heute noch im aktiven Kriegszustand mit Israel befindet. Die nach dem Teilungsplan für die Palästinenser vorgesehenen Gebiete gelangten unter jordanische (Westjordanland einschließlich Ostjerusalem) beziehungsweise ägyptische Verwaltung (Gazastreifen). Im Jahre 1967 kam es zum Sechstagekrieg, bei dem Israel dem befürchteten gemeinsamen Angriff Ägyptens, Syriens und Jordaniens durch einen Präventivschlag zuvorkam. Die dabei eroberten Gebiete sollten an die Nachbarstaaten zurückgeben werden. Ägypten jedoch wollte den Gaza-Streifen nicht mehr zurück, genauso wenig wie Jordanien das Westjordanland, denn beide Staaten wollten mit den dort ansässigen Arabern nichts zu tun haben. Ägypten deshalb nicht, weil man von den Arabern des Gazastreifens Anschläge auf das Königshaus befürchtete, Jordanien deshalb nicht, weil die Palästinenser des Westjordanlandes selbst vom jordanischen Herrscherhaus in das Gebiet vertrieben worden waren; folglich fürchtete man in den dortigen Flüchtlingslagern einen Unruheherd. Daher erschien es Jordanien und Ägypten nur recht, dass Israel ausgerechnet diese Gebiete durch den Sechs-Tage-Krieg eingenommen hatte. Laut Völkerrecht war Israel als Besatzungsmacht dazu verpflichtet, für das Funktionieren des öffentlichen Lebens in den besetzten Gebieten zu sorgen - somit hatte sich Israel das Westjordanland und den Gazastreifen aufgebürdet, ohne die Gebiete eigentlich zu wollen. Da auch die Israelis in diesen Regionen Unruheherde befürchteten, versuchten sie, durch Ansiedlung von Israelis die Gebiete unter Kontrolle zu bringen - so entstanden die heute so vielfach diskutierten jüdischen Siedlungen. Bereits 1973 kam es erneut zu einem Krieg, dem so genannten Jom-Kippur-Krieg (der Name kommt daher, dass er am Tage Jom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstages, begann). Mehrere arabische Staaten griffen das Land an. Dieser Tag wurde von den Angreifern gewählt, da man glaubte, am höchsten jüdischen Feiertag, an dem das öffentliche Leben in Israel weitgehend stillsteht, erhebliche Erfolge erzielen zu können. Dies stellte sich jedoch als Trugschluss heraus, und Israel gelang es, die arabischen Armeen zu schlagen. 1979 wurde auf Initiative des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat ein Friedensprozess in Gang gesetzt und der israelisch-ägyptische Friedensvertrag unterzeichnet, der unter anderem die Rückgabe des Sinai bis 1982 vorsah. Ab den 1980er Jahren nahmen die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern immer mehr zu. Im Jahre 1987 brachen schließlich gewalttätige Unruhen aus, die sogenannte 1. Intifada. Die Folgejahre standen im Zeichen dieser Auseinandersetzung, aber auch von Friedensverhandlungen, die zur Einführung einer palästinensischen Selbstverwaltung für die Gebiete des Gazastreifens und des Westjordanlandes führten. Zwischenzeitlichen Fortschritten standen Rückschritte und schwere Krisen - zum Beispiel die Ermordung Jitzhak Rabins durch einen jüdischen Extremisten sowie wiederholte Selbstmordattentate palästinensischer Terroristen - gegenüber. Den vorerst größten Stillstand erreichte der Friedensprozess, nachdem sich 1999 der israelische Ministerpräsident Ehud Barak und der PLO-Chef Jassir Arafat in Camp David unter der Vermittlung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton nicht einigen konnten. Strittige Punkte waren vor allem die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, die Teilung Jerusalems und die Aufgabe von Gebieten, die Israel im Sechstagekrieg erobert hatte. Auch relativ weitreichende Zugeständnisse der Israelis wie der Verzicht auf 95% der umstrittenen Gebiete konnten ein Scheitern der Verhandlungen nicht verhindern. Über eine Beurteilung der Verhandlungen und die Hauptursache für ihr Scheitern gibt es unterschiedliche, kontrovers diskutierte Ansichten (siehe Camp David II). Nur wenige Monate später kam es zu einer dramatischen Verschlechterung der Situation. Im September 2000 brach die al-Aqsa-Intifada aus, in deren Verlauf die Friedensverhandlungen abgebrochen wurden. Palästinensische Selbstmordattentate und israelische Gegenreaktionen wie der Einmarsch in arabische Städte kosteten bis Anfang 2005 mehrere tausend Menschen beider Seiten das Leben. Mit dem Abkommen von Sharm El-Sheikh, das am 8. Februar 2005 von Ministerpräsident Ariel Scharon, dem Chef der palästinensischen Autonomie Mahmud Abbas, dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und König Abdullah II. von Jordanien unterzeichnet wurde, endete die al-Aqsa-Intifada. Siehe auch: Nahostkonflikt, Israelisch-palästinensischer Konflikt (Chronologie)

Politik

Hauptartikel: Politisches System Israels Der Staat Israel ist eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Vorbild. Das Parlament, die Knesset, wurde am 25. Januar 1949 zum ersten Mal gewählt. Sie wählt den Staatschef, den Präsidenten für eine siebenjährige Amtszeit. Der Präsident hat die Aufgabe, den Ministerpräsidenten zu ernennen. Der Ministerpräsident bildet die Exekutive. Ministerpräsident ist seit 2001 Ariel Scharon, sein Stellvertreter in einer großen Koalition war bis 2002 Schimon Peres von der Arbeitspartei. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Ernsthaftigkeit palästinensischer Friedens- und Waffenstillstandsvorschläge verließ die Arbeitspartei Ende 2002 die Koalition. Aus den Neuwahlen vom Januar 2003 ging Likud als stärkste Fraktion im Parlament hervor.

Parteien und politische Organisationen

Israel besitzt ein Mehrparteiensystem. Traditionell stehen sich die zwei großen Parteien, der nationalistische Likud-Block und die eher links eingestellte Arbeitspartei, gegenüber. Entscheidend für die Mehrheitsbildung sind jedoch oft die kleineren Parteien, beispielsweise die religiöse Schas, oder die Nationalreligiöse Partei. Weitere Parteien sind Meretz und Schinui (laizistisch), zudem existieren mehrere arabische Parteien. Aus den stark sozialistischen Anfängen des israelischen Staates erklärt sich die bedeutende Rolle, die die Histadrut, der Allgemeine Verband der Arbeiter Israels, im politischen Leben spielt. In Deutschland sind die bekanntesten Gruppen der israelischen Friedensbewegung Gusch Schalom und Peace Now. Daneben gibt es viele weitere wichtige unabhängige Menschenrechtsorganisationen wie B'Tselem und MachsomWatch. Siehe auch: Liste der israelischen Premierminister, Kibbuz, Alija (Immigration)

Militär

Hauptartikel: Israelische Streitkräfte In Israel gelten für Frauen 24 Monate und für Männer 36 Monate Wehrpflicht. Ausgenommen von der Wehrpflicht sind nur orthodoxe Juden, israelische Araber sowie alle nichtjüdischen, schwangeren oder verheirateten Frauen. Rechtlich ist es nur Frauen gestattet, der Wehrpflicht aus Gewissensgründen nicht nachzukommen und einen zivilen